Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 22.
Feb

Der Alltag hat uns ab morgen wieder fest im Griff!

Die eine Woche im Hotel Delphin Palace mit All-Inclusive-Service verging wirklich ganz schnell. Wir sind am 11.02 frĂĽh morgens nach Antalya geflogen, konnten bereits am Nachmittag die alte Stadt an der tĂĽrkischen Riviera unsicher machen und uns sogar mit der ersten einheimischen Couchsurferin namens Nalan treffen. Sie hat uns die brennendsten Fragen rund um den tĂĽrkischen Alltag beantwortet und schon fĂĽhlten wir uns etwas sicherer in der fĂĽr uns neuen Umgebung und mit einer Sprache, welche wir nicht beherrschen.

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung zu Düden Wasserfällen. Wir sind viel am Strand entlang gelaufen, nur um die großen Hotelressorts mussten wir einen Bogen machen. Insgesamt dürften wir so zwischen 12 und 15 km zurückgelegt haben.

Der dritte Tag gehörte erneut Antalya und den Couchsurfern. Dank Tijen haben wir die Stadt mit völlig andern Augen gesehen, sowie einige Leckereien in unscheinbaren Restaurants (dafür aber mit einer ausgezeichneten türkischen Küche) und einen fernab der Touristenpfade gelegenen Bauernmarkt ausprobiert. Nachmittags veränderte sich allerdings das Wetter von freundlich auf regnerisch, was uns sogar dazu getrieben hat, ein Museum zu besuchen. Abends trafen wir uns mit dem nächsten Antalyaner, Armagan, und schwatzten mit ihm eine Runde, bis die anderen Couchsurfer zu dem eigens für uns einberufenen Treffen zusammenkamen. Der Abend wurde lang, aber es war wie immer absolut interessant.

Unseren Hochzeitstag, welcher gleichzeitig auch Valentinstag ist, verbrachten wir im Hotel. Dort nutzten wir diverse Wellnessmöglichkeiten, wobei ich irgendwie doch das Gros der Pflege abstaubte. Am Abend genossen wir unser Candle-Light-Dinner. Ok, es war eher Teelicht-Dinner, aber die Bedienung hat unseren Tisch besonders liebevoll mit einem Herz aus roten Blumenblättern dekoriert und kümmerte sich um uns sehr gut. Zu guter Letzt gingen wir sogar zum hoteleigenen Animationsprogramm, wo das beste Pärchen im Delphin Palace gefunden werden sollte und trotz meiner anfänglichen Abneigung gewannen wir am Ende nach Punkten diesen „Titel“.

Am Sonntag gingen wir ein wenig am Strand spazieren, genossen zum ersten Mal das Mittagessen im Hotel und wollten einfach in der Lounge mit Lesen und Surfen (WLAN kostenlos) abhängen. Aber am Nachmittag haben wir einen Überraschungsbesuch von Armagan bekommen. Gemeinsam schauten wir uns andere, touristisch nicht erschlossene, Ecken von Antalya an und genossen den schönen sonnigen Tag bei netter Unterhaltung und einer Runde Go-Kart-Fahren.

Am Montag machten wir einen ausgedehnten Spaziergang am Strand und sahen uns die anderen, zum Teil ĂĽberdimensionalen, Hotelanlagen in Kundu (Vorort von Antalya, wo auch unser Hotel stand), an. So gelangt man unter anderem wie in Las Vegas ganz schnell von Venedig nach Moskau und dann noch nach Istanbul.

Am letzten Tag vor der Abreise fuhren wir auf eigene Faust wieder in die Innenstadt. Diesmal haben wir sogar ein paar kleinere Touri-Fallen nicht umgehen können, aber selbst diese kleinen Ärgerlichkeiten konnten das Gute von diesem Urlaub nicht zunichte machen. Am Abend hat es auch mit dem letzten CS-Treffen, diesmal mit Fevy, geklappt. Wir redeten bis Mitternacht und als sie nach Hause fuhr gingen wir ins Zimmer, um unsere Sachen zu packen, denn um 3:15 Uhr sollte man uns schon zum Flughafen abholen.

Zu Hause warteten die Kinder schon auf uns und ab da hatte uns das Familienleben wieder voll im Griff. Ich wusch körbeweise Wäsche und ein Großeinkauf war fällig – aber wir haben unsere Zusammenkunft wie immer genossen: mit vielen Gesprächen, einigen Folgen „Buffy“, Besuch einer kleinen Ausstellung und Treffen mit Freunden.
Zwischenzeitlich haben wir unseren Jahresbericht 2008 fertig gestellt, er ist seit heute hier zu finden: http://www.marvinchen.de (direkt ĂĽber den Besucherzahlen).

Morgen früh geht es mit dem Alltag weiter und die nächste größere Unterbrechung gibt es erst wieder zu Ostern…



2009 07.
Feb

Die zweite Hälfte unseres Freitagnachmittags war erst fröhlich-aufgeregt und dann historisch-nachdenklich.

Ich bin extra frĂĽher von der Arbeit nach Hause gegangen, denn gestern gab es zwei bedeutende Ereignisse mit unseren Kindern zu feiern: Stephanie wurde 13 Jahre alt und es gab die Halbjahresinformationen. Das zweite Ereignis wurde recht schnell abgehackt, denn die Zeugnisse waren zwar aus meiner ehrgeizigen Sicht nicht perfekt, aber sie waren wirklich gut. Wir wussten ja schon vorab, welche Noten die Kinder nach Hause bringen, denn nach wie vor sehen wir uns die Hausaufgabenhefte der Kinder jeden Tag an und auch die Hausaufgaben werden uns vorgelegt. So hat man zumindest den Ăśberblick, welchen Stoff sie gerade in der Schule durchackern und wo sie evtl. irgendwas nicht verstanden haben und mehr ĂĽben mĂĽssen, um das groĂźe Ziel, das Abitur, zu schaffen.

Danach haben wir eine „Benjamin Blümchen“-Torte aufgeteilt und Mini -Windbeutel auf die Teller gepackt. Die Torte ist übrigens nicht wegen der Figur gekauft worden, sondern weil sie uns immer noch gut schmeckt und sie nicht so groß ist wie die TK-Torten für Erwachsene.

Nachdem von den Leckerein nur noch ein paar kleine Krümeln übrig geblieben sind und die Kaffee/Tee/Kakaotassen leer waren, ging es endlich zum dem schönsten Teil eines Geburtstages: Geschenke auspacken. Stephanies Kleiderschrank hat ein paar neue Inhalte bekommen, auch ihr Bücherregal wurde aufgefüllt und für die schöneren Träume hat sie kuschelige Bettwäsche mit ihrem Lieblingstiermotiv bekommen, Giraffen. Außerdem packte sie Gesundheitsstecker aus, mit denen sie endlich Ohrlöcher bekommen soll, einen Gutschein von ihrem Lieblingsbäcker, neue schicke Kopfhörer und, da sie jetzt 13 geworden ist, auch die erste Schminke.

Nachdem alles anprobiert wurde und man vor Freude schon ziemlich aus dem Häuschen war, holte ich ihr Babyalbum aus dem Schrank heraus und dann saßen nur wir zwei auf der Couch und ich erzählte ihr einige Schwänke aus ihrer Baby- und Kleinkindzeit. Carsten beschäftigte sich derweil mit Andreas Rechner, also hatten wir alle etwas Nettes zu tun.

Die Kinder wurden abends von ihrem Papa abgeholt und sie werden jetzt bei ihm bleiben bis wir zurĂĽck aus dem TĂĽrkeiurlaub zurĂĽckkommen.

Carsten und ich hatten für den kinderfreien Freitagabend Karten für „Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat“ vorbestellt. Mein Interesse an der Geschichte verblasste noch nie so richtig und seit ich in Deutschland lebe und die Chance habe, den zweiten Weltkrieg aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, nutze ich jede Möglichkeit dafür. Der Film ist wirklich gut. Man mag über Tom Cruises Privatleben denken, was man will, aber er ist in meinen Augen immer noch ein guter Schauspieler. Auch die Carice van Houten, welche ich schon als geheimnisvolle Minusch unglaublich beeindruckend fand, hat ihre Rolle als Nina von Stauffenberg gut gespielt, auch wenn ihr Part nicht sehr groß war. Die Geschichte kannte ich bislang nur in sehr groben Zügen, nun schätze ich, sie im Ganzen zu kennen und auch zu verstehen. Das Thema wird mich wohl noch einige Tage beschäftigen, es ist eben ein Streifen, welcher zum Nachdenken anregt. Die Geschichte kann mich eben nie gleichgültig lassen, egal ob gelesen oder gesehen.

Aber heute, nachdem ich mit dem Schreiben fertig bin, gehe ich etwas Schönes anschauen: die kleine Tochter meiner ehemaligen Arbeitskollegin. Auf den Bildern sieht sie wirklich knuffig aus, also muss ich sie auch mal richtig sehen!



2009 03.
Feb

Kaum hat man von der Silvesterfete berichtet, schon stellt man völlig erstaunt fest, dass der erste Monat des Jahres bereits vorbei ist. Mit unserem Jahresbericht bin ich noch nicht sehr weit gekommen, aber wenigstens habe ich ihn schon angefangen.

Zur Feier des letzen Januartages sind wir alle zusammen mit der Tochter unserer Freunde ins Kino gegangen. Vor Kurzem ist der neuste Streifen aus den Disney-Studios auf die Leinwand gekommen: „Bolt – Ein Hund für alle Fälle“. Die deutschen Filmverleiher können es einfach nicht lassen, den Originalfilmtiteln noch eine Zusatzbezeichnung zu geben, denn im Original heißt er einfach nur „Bolt“. Es ist ein schöner Trickfilm, voller Witz für Groß und Klein, aber auch die rührenden Momente fehlen nicht. Ich musste an manchen Stellen schon tief durchatmen, um die aufkommenden Tränen zu unterdrücken, aber es entging Carsten trotzdem nicht. Ich weiß, ich weiß, je älter ich werde, um so rührseliger werde ich. :0) Der Hamster Dino (im Englischen Rhino) in der Kugel war allerdings mit Abstand die beste Figur!

Den Februar haben wir mit einer guten Freundin, Khrystyna, welche wir schon vor langer Zeit über Couchsurfing kennengelernt haben, angefangen. Nach einem Studienjahr in Dresden zog sie für ein Praktikum erst nach Wien und jetzt nach Brüssel. Man hat sich schon seit 4 Monaten nicht gesehen und zwischenzeitlich nur sporadisch gemailt. Also entwickelte sich der gemütliche Nachmittag zu einem nicht minder gemütlichen Abend. Wir sprachen mal Ukrainisch, mal Deutsch oder auch mal Russisch, je nachdem worüber wir redeten oder wer aus meiner Familie noch dabei war. Ich habe nebenbei zum Abendessen leckeren gefüllten Schweinebauch („KaufMarkt“ sei Dank :0) ) mit Kartoffelpüree gemacht und mein Weinkeller hatte den Verlust von einer Flasche Rose zu beklagen.

Heute und morgen bleiben unsere Mädels übrigens zu Hause, denn die sächsischen Lehrer streiken. Der Zeitpunkt für die Protestaktion ist wirklich günstig ausgesucht, denn seit letzem Freitag hat man ohnehin den Notenstopp verhängt. Am Freitag gibt es in Sachsen die Halbjahresinformationen. Wir haben jedoch keine bösen Überraschungen zu befürchten, unsere Kinder haben ihre Notensünden bereits im Vorfeld gebeichtet :0) .

Also wird es am Freitag auf jeden Fall Kuchen geben und auch Geschenke werden ausgepackt, denn Stephanie wird dann13 Jahre alt. Womit ich wieder am Anfang dieses Eintrags angekommen wäre, denn die Zeit fliegt viel zu schnell vorbei. :0)