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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2009 27.
Dez

Nun ist die ganze GeheimniskrÀmerei in Bezug auf die Geschenke und die Spannung, ob sie dem Beschenkten denn auch gefallen, vorbei.

Der Heiligabend mit den Kindern war wie immer eine schöne Zeit. Ich muss sagen, dass sowohl mein Mann als auch die beiden MĂ€dels mich diesmal richtig ĂŒberrascht haben und gerĂŒhrt war ich sowieso. FĂŒr mich war das im wahrsten Sinne des Wortes ein bĂ€riges Weihnachten. Meine Liebe zu dieser Tiergattung spiegelte sich in dem selbstgestalteten Kalender der Kinder, welche in der Adventszeit heimlich meine Bett-Teddys „entfĂŒhrt“ , in der Innenstadt einen Fotoshooting mit ihnen veranstalteten und die Bilder davon im Ganzjahreswandschmuck prĂ€sentierten, wieder. Aber auch mein Mann folgte dieser Spur und ĂŒberraschte mich mit einem riesigen Bilderrahmen, in welchen viele Tatzino-BĂ€rlis ihre Lebensweisheiten verkĂŒndeten (http://www.tatzino-shop.de/) und rundete die Reihe mit einer passenden Kuscheldecke und sogar mit dazugehörigen TaschentĂŒchern ab   lachen

Die Kinder haben sich sehr ĂŒber die Fahrradgutscheine gefreut, so können sie im Januar ihren Wunschdrahtesel selber aussuchen. Vielleicht macht das Radfahren danach auch Andrea wesentlich mehr Spaß als jetzt. Wer sich einen Eindruck machen möchte, wie der Heiligabend bei uns gelaufen ist kann gern in unserem online-Fotoalbum bei picasa blĂ€ttern: http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/Weihnachten2009Rozhdestvo2009#

Vor dem Auspacken gab es aber auch den traditionellen Kartoffelsalat mit WĂŒrstchen und ein kleines Unterhaltungsprogramm von den Kindern, welche mit uns einen Buchstabierwettbewerb veranstalteten, „WĂŒrdest-du-lieber…“ spielten und uns die Zukunft vorausgesagt haben, wofĂŒr sie WĂŒrfel von Witch-Zeitschrift, eine Zauberkugel, unsere HĂ€nde und Teesatz nutzten. Es sieht fĂŒr uns im Jahr 2010 ganz gut aus, wenn man ihren Prophezeiungen glauben darf   standard

Als alles ausgepackt war, packten die Kinder Sachen fĂŒr eine Woche zusammen und wir brachten sie zum Papa nach Miltitz. Sie werden wir nun erst im neuen Jahr zurĂŒckbekommen.

Am 1. Feiertag fuhren Carsten und ich nach Moritzburg, wo wir einen schönen Spaziergang um das Schloß und den halben Teich machten und diesen mit dem Besuch der Ausstellung „Drei HaselnĂŒsse fĂŒr Aschenbrödel“ abrundeten. Schön war’s! Die Ausstellung ist zwar nicht besonders groß, aber liebevoll gemacht, mit vielen Infos ĂŒber die Entstehung des Kultfilms, ĂŒber die Schauspieler und allem was dazu gehörte. Man konnte die Kleider und einige RequisitenstĂŒcke bewundern und staunen, dass der Streifen schon so alt ist! Man hat ihn nĂ€mlich 1972/73 gedreht und ab 1974 zog das schöne WintermĂ€rchen in die Herzen der großen Fangemeinde ein. FĂŒr viele von uns ist Weihnachten ohne diesen Film doch unvorstellbar, oder?

Nach dem wir genug in Erinnerungen geschwelgt haben, widmeten Carsten und ich uns der Zukunft und schauten in der UCI-Kinowelt den neuen Streifen von James Cameron an: „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. Sagen wir es so, nicht die ausgefallene Geschichte und nicht die geistreichen Dialoge machen diesen Film sehenswert, es sind die Bilder, welche in 3D absolut genial wirken und den Zuschauer glauben lassen, dass man selber fast dabei ist. Nach 160 Minuten in fremden Welten bekamen wir Hunger und fuhren zum Dresdner Fischrestaurant „Hein MĂŒck – Gastmahl des Meeres“, wo wir uns eine große Fischplatte gegönnt haben. Mit prall gefĂŒlltem Bauch landeten wir in den eigenen vier WĂ€nden wie erwartet im TV-Zimmer, wo man natĂŒrlich im Fernsehen einen typischen Weihnachtsfilm ausgestrahlt hat – „Mission Impossible III“. Die erste Werbepause nach nicht mal 10 Minuten hat uns aber so sehr empört, dass wir einfach unsere DVD mit dem gleichen Film in den Player einlegten und die Geschichte ohne störenden Unterbrechnungen angesehen haben.

Am 2. Weihnachtstag haben wir uns fast gemĂ€ĂŸ deutscher Tradition benommen, denn unsere GĂ€ste hĂ€tten rein theoretisch auch unsere Eltern sein können, zumindest vom Alter her. Zum GlĂŒck, nur wenn man die Zahlen nimmt, den geistig und körperlich sind sie nach wie vor richtig fit. GĂŒnter und Barbara haben 3 Wochen auf Neuseeland und 1 Woche auf Rorotonga verbracht und wir waren natĂŒrlich sehr auf ihre Reisegeschichten gespannt. Zum Essen gab es Ente, KlĂ¶ĂŸe und Rotkohl, gemacht von meiner Meisterhand. cool  Die gute Unterhaltung und Rotwein machten diesen Tag schlicht und einfach toll!

Summa summarum –  es war ein richtig schönes Weihnachtsfest!



2009 10.
Dez

Wer kennt das nicht? Kaum ist der  Totensonntag vorbei, schon hÀufen sich die die Weihnachtsfeierntermine im Familienplaner. Dieses Jahr ist es bei uns vergleichsweise harmlos, da die Kinder inzwischen weder woanders betreut werden noch in irgendwelchen Vereinen ihre Freizeit vertrödeln   zwinker .

Bei uns gibt es nur eine Person im Haus, welche noch dem Vereinsalltag die Treue hÀlt: Carsten. Gelegentlich schafft er es zum Badmintontraining, hin und wieder zu manch einem Turnier, aber bei den Vorstandsitzungen ist er immer dabei. So viel Engagement von ihm und so viel Toleranz bei mir wird jÀhrlich mit einer Weihnachtsfeier im Kreise der anderen Vorstandsmitglieder belohnt.

So auch gestern. Wir holten unterwegs noch drei weitere Feierlustige ab und kamen ĂŒberpĂŒnktlich zu unserem diesjĂ€hrigen Veranstaltungsort, das Gut Pesterwitz. Familie Folde leistet dort ganze Arbeit und das ist als Lob gemeint! Umweltgerecht werden Äpfel, Birnen, Kirschen, Quitten und Erdbeeren angebaut und verarbeitet. Vieles davon wird im hofeigenen Laden verkauft. Die Weintrauben fehlen im Sortiment natĂŒrlich auch nicht und was daraus gemacht wird muss man nicht lange raten –> Wein. Deswegen hatten wir auch eine Weinvorkostung mit dem netten und auskunfsbereiten Herrn Folde gemacht. Ich war bislang den sĂ€chsischen Weinen gegenĂŒber recht skeptisch, Federweißen ausgenommen. cool

Gestern abends wurde ich aber eines Besseren belehrt. Wir probierten Weiß-, RosĂ©- und Rotwein und jeder schmeckte wirklich gut! Dazu gab es leckeres Essen in dem gemĂŒtlich hergerichteten Schafstall und die gut gelaunte Gesellschaft rundete das Ganze perfekt ab. Erst um etwa 23:30 gingen auch wir, diesmal als die absolut letzten GĂ€ste. Wir brachten unsere Begleiter nach Hause und bewegten auch uns in die Richtung der heimischen Betten und Kissen.

Es war wirklich toll, nur das Aufstehen heute frĂŒh gefiel mir nicht so recht, denn knappe 6 Stunden Schlaf empfand ich dann doch nicht ausreichend genug, um meine Schönheit zu bewahren   lachen



2009 05.
Dez

Jeden Tag erfĂŒllen Carsten und ich ganz brav unsere Pflichten als Brötchenverdiener, Erzieher und Hausangestellte in der Casa OLCA. Gestern abends haben wir uns aber eine Auszeit gegönnt und uns unter Jungvolk gemischt.

Es ist mal wieder ein Papa-Wochenende, d.h. sturmfrei fĂŒr uns beide. Und da mein Schatz vor ein paar Tagen in der Uni-Zeitung einen Artikel ĂŒber die große, internationale Weihnachtsfeier an der TU (Technische Uni) entdeckt hat, stand unser Plan fĂŒr den Freitagabend fest: Wir gehen hin.

Da wir nicht auf der GĂ€steliste standen bezahlten wir je 3 EUR Eintritt, was aber eher ein symbolischer Betrag war. Im Foyer gab es StĂ€nde mit diversen Leckereien aus vielen LĂ€ndern dieser Erde, welche allerdings extra zu zahlen waren. Wir staunten nicht schlecht, dass es keinen russischen, kulinarischen Beitrag zu dieser Veranstaltung gab, hörte ich doch die vertrauten KlĂ€nge meiner Muttersprache nahezu an jeder Ecke. Aber das Essen aus Afrika sah sehr einladend aus und wir versorgten uns dort mit unserem Abendessen: mit Zwiebel gebratene HĂŒhnchenteile mit rotem Reis bzw. frittierten PolentabĂ€llchen. Das war echt lecker! Nachdem unsere BĂ€uche mit dem Verarbeiten dieses Gerichts beschĂ€ftigt waren, gingen wir frĂŒhzeitig ins Audimax, um einigermaßen gute PlĂ€tze fĂŒr das BĂŒhnenprogramm zu ergattern, was wir mĂŒhelos geschafft haben. Die Studenten kamen wie ĂŒblich wesentlich spĂ€ter hinein, da war es schon um einiges schwieriger gute Sitzgelegenheit in BĂŒhnennĂ€he zu finden.

Das Programm wurde von einem als Weihnachtsmann verkleideter Master-Studenten aus China moderiert, welcher auch die sĂ€chsische Mundart ganz gut beherrschte (kein Wunder, er studiert Germanistik mit Schwerpunkt Angewandter Linguistik und Deutsch als Fremdsprache). Unser kultureller Horizont wurde an diesem Abend erheblich erweitert. Wir schauten uns deutsche, bulgarische, afrikanische  und tĂŒrkische VolkstĂ€nze ein, wobei ich feststellte, dass die tĂŒrkische Art zu tanzen mich wahnsinnig an die georgische erinnert. Wir wippten im Takt von heißen Rhythmen der nigerianischen Musikgruppe, klatschten begeistert einer kleinen, aber quirligen Samba-TĂ€nzerin aus Brasilien zu und staunten ĂŒber die unglaublische Choreographie der Indonesier, welche die TĂ€nze im wahrsten Sinne des Wortes auf den Knien durchfĂŒhrten. FĂŒr die orientalische Note des Abends sorgte eine BauchtĂ€nzerin mit Doktor-Titel in klassischer Philologie. Aber nicht nur das Traditionelle kam zum Tragen. Die tĂŒrkische Gruppe „TAD’indan Yenmez“ und ein chinesisches Pendant namens „Element Studio“ haben bewiesen, dass Popmusik ĂŒberall auf der Welt allgegenwĂ€rtig ist.

Am Ende habe ich sogar ein paar Bekannte getroffen, mit denen ich vor ein paar Jahren jeden Mittwoch eine Stunde beim afrikanischen Tanz zugebracht habe.

Der Abend hat wirklich viel Spaß gemacht, nur leider waren schon alle Leckereien abgerĂ€umt, als das Programm zu Ende war. Deswegen holten wir uns noch ein Mitternachtssnack im BurgerKing am Hauptbahnhof, wobei wir enormes GlĂŒck hatten, dass wir noch vor der Schließung dieser Fast-Food-Filiale unsere Bestellung abgegeben und genug Zeit mitgebracht haben. Die KĂŒche kam einfach nicht mehr nach. So hat ein junger Mann, welcher nach uns bestellt und bezahlt hat, auf seine Cheesburger verzichten mĂŒssen, da er es sonst nicht pĂŒnktlich zum Zug geschafft hĂ€tte und schenkte uns seine Bestellung. Vielleicht sehen wir doch nicht so wohlgenĂ€hrt aus wie Carsten und ich immer annehmen ?…    zwinker