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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2011 30.
Okt

W√§hrend unserer dreit√§gigen Reise in den Westen habe ich mich irgendwie¬†die ganze Zeit¬† wie ein japanischer Tourist gef√ľhlt. In¬†der kurzen Zeit haben wir schlie√ülich 1544 km sowie 286 verwertbare Fotos geschafft.¬†Der Ausl√∂ser f√ľr unsere Tour¬†nach NRW war ein besonderer Tag, n√§mlich der 26.10. 2011. Exakt 10 Jahre davor kam Carsten mit einem 7,5-Tonner, welcher sein gesamtes Hab und Gut beinhaltete, nach Dresden.

Zur Feier des Tages haben wir beschlossen, nun¬†die gegens√§tzliche Richtung einzuschlagen und all die Pl√§tze zu besuchen, welche er aus seiner Kinder-, Jugend- und Studentenzeit in Erinnerung hatte. Ich habe immer ein Interesse an pers√∂nlichen Lebensgeschichten, daher¬†wollte ich zu Carstens gro√üer √úberraschung alle „Sehensw√ľrdigkeiten“ aus seinem Leben besichtigen. Ich habe schon so oft von vielen Sachen geh√∂rt und wollte nun unbedingt diese H√§user, Schulen, Spielpl√§tze und was auch immer mit eigenen Augen sehen.

Außerdem haben wir uns mit Frank, dem Kumpel aus seiner Jugendzeit, verabredet. 

Die Kinder hatten allerdings nicht so ein gro√ües Interesse wie ich. Andrea h√§tte nicht mal mit uns¬†fahren k√∂nnen, da sie als Student¬†jetzt keine Herbstferien mehr hat. Stephanies Neugier hielt sich ebenfalls in Grenzen, aber da sie noch nicht vollj√§hrig ist, wollten wir sie auf keinen Fall allein zu Hause lassen. Sie k√ľmmerte sich um eine Alternative und¬†quartierte sich f√ľr die 3 Tage und 2 N√§chte bei ihrer Schulfreundin Lisa ein.

Als alles gekl√§rt und geregelt war, blieb uns nur noch f√ľr gutes Wetter und freie Autobahn zu beten. Beides wurde uns geg√∂nnt.

Am Dienstag starteten wir um 5 Uhr morgens gen Westen und kamen ohne Zwischenf√§lle p√ľnktlich nach Plan an unserem Ziel an. Ab da gab es f√ľr mich ein Karussell der √Ėrtlichkeiten: Schermbeck, Dorsten, Wesel, Dortmund, Bochum, Essen …

¬†Und¬†√ľberall gab es mehrere Ecken, welche f√ľr meinen Mann eine besondere Bedeutung haben. Da er sich als Kind eisern an das Faustrecht hielt, musste er einige Schulen wechseln, aber nach der 13-j√§hrigen Schulzeit und seinem Internatsleben bei den Salesianern Don Bosco in Essen hat er sich zum Gl√ľck stark ge√§ndert. Sonst h√§tte ich ihn ganz gewiss nicht zum Mann¬†genommen¬†¬†¬† zwinker

Die Abende mit Frank waren ebenfalls¬†sehr lustig, aber ich bin kaum zu Wort gekommen, denn die beiden Br√ľder im Geiste hatten sich wirklich¬†unheimlich viel zu erz√§hlen:

Zum Abschlu√ü unserer Reise haben wir¬†f√ľr unsere Kinder am Donnerstag in Essen eine 18-er Packung s√ľ√üe Schmalzkringel bei „Dunkin Donuts“ besorgt und in Dortmund die Regale¬†im „Decathlon“ gepl√ľndert. Diese beiden L√§den gibt es leider nicht in Dresden. Hier findet man¬†an jeder Ecke nur „Subway“ sowie „Orsay“ …

Die langen Tage und kurzen Nächte haben sich bei der Ankunft in der Casa OLCA um 22 Uhr gerächt: Carsten fiel prompt ins Bett und auch ich folgte ihm recht schnell. In den darauf folgenden Tagen haben wir uns immer wieder ein Nickerchen auf dem Sofa und in der Hängematte gegönnt, das war offensichtlich wirklich sehr nötig    zwinker



2011 23.
Okt

Wenn die M√§dels greifbar sind, verbringen wir nach wie vor sehr gern viel Zeit mit ihnen zusammen, aber das kennen ja die Leser dieses Blogs bereits zu Gen√ľge ¬†¬† zwinker

Gestern haben wir uns das neuer√∂ffnete Milit√§rhistorische Museum als Ziel der Familienunternehmung auserkoren, auch wenn das Wetter sich¬†¬†genau so gut f√ľr¬†eine lange Wanderung h√§tte eignen k√∂nnen. Die Medien berichteten seit Tagen von langen Warteschlangen und √ľberf√ľllten R√§umen, aber Dank der gro√üz√ľgigen Raumgestaltung und vermutlich auch des sch√∂nen Wetters haben wir problemlos unseren Rundgang durch alle vier Etagen des Museums¬†meistern k√∂nnen, ohne anderen Besuchern im Weg zu stehen. Die Ausstellung ist sehr interessant und vielseitig, allerdings haben wir manchmal mit der Beschilderung der Exponate ein paar Problemchen gehabt: Manche Schilder waren zu weit von den von ihnen beschriebenen Gegenst√§nden entfernt, andere Sachen waren¬† gar nicht beschriftet. So¬†konnten Carsten und ich unsere Diskussion √ľber eine Rakete im Ausstellungsraum erst beenden, nachdem wir eine Museumsmitarbeiterin befragt haben. Ich h√§tte nie gedacht, dass die V2¬† so riesig war!!! Carsten hat mit seiner Vermutung wirklich Recht gehabt … ¬†¬† ¬†sprachlos¬†¬†¬† Aber das Schild dazu war eben genau so wenig zu finden wie¬†eins zu der Landungskapsel von Siegmund J√§hn.

Es gab noch einige Exponate¬†im Hof und manches davon h√§tte Andrea wohl gern mitgenommen, aber daf√ľr haben wir leider keinen Platz in der Garage¬†¬†¬†¬†zwinker¬†¬†¬† :

Das Museumsgeb√§ude ist √ľbrigens auch eine Augenweide, da hat Herr Libeskind wirklich etwas Sch√∂nes zustande gebracht.

Die Stahlkonstruktion beherbergt eine Aussichtsplattform – ein Besuch ist wirklich zu empfehlen! √úbrigens, bis Jahresende zahlt man f√ľr den Rundgang im Museum keinen Eintritt¬†¬†¬†¬†lachen

Nach¬†√ľber 3 Stunden hatten unsere K√∂pfe jede Menge Eindr√ľcke und Informationen zu verarbeiten, nur die M√§gen w√ľnschten nun eine F√ľllung und die F√ľ√üe¬†etwas Erholung. Daher lie√üen wir unseren Samstag im Schnitzelgarten ausklingen.

Heute war wieder ein sch√∂ner, sonniger Herbsttag. Trotzem lie√üen wir es ganz gem√ľtlich angehen und g√∂nnten uns nach dem sp√§ten und ausgedehnten Fr√ľhst√ľck erstmal eine kuschelige Runde im Fernsehraum, um¬†uns nochmals mit dem „Leben des Brian“ zu befassen. Erst am Nachmittag habe ich meine B√§ren in die Tasche gepackt und¬†meine beiden M√§dels sowie Andreas Freundin My¬†zu den benachbarten Streuobstwiesen im Zschonergrund f√ľr eine Fotosession entf√ľhrt.

Es war zwar etwas windig, aber sonnig, insofern auch noch relativ warm, solange man sich nicht im Schatten aufgehalten hat    zwinker

Es sind ganz viele Bilder entstanden, aber ich muss sie noch sichten und sortieren, bevor ich erneut mein Profil bei Artflakes auff√ľlle¬†¬†¬† zwinker

Ein paar kann ich doch schon mal zeigen.   lachen

Ich finde, das war ein hervorragender Start in die Urlaubswoche!



2011 19.
Okt

Ich habe eigentlich immer die Arbeit¬†von Politessen verteidigt und¬†bin nie in den allgemeinen Kanon „Halsabschneider“, „moderne Raubritter“ oder „Wegelagerer“ mit eingestiegen, denn wer (bewu√üt) falsch parkt, der¬†mu√ü am Ende auch immer damit rechnen, erwischt zu werden. Ausreden, wie z.B. „aber ich war doch nur kurz weg“ oder „hier gibt es ja nirgendwo Parkpl√§tze“, habe ich¬†ebenfalls nie gelten lassen, denn hier siegt in der Regel ja nur die Bequemlichkeit √ľber das Einhalten der StVO.

Und nun bin ich gestern selbst in den Strudel geraten … nat√ľrlich zu unrecht wie ich finde. Zwar kenne ich noch nicht den genauen Vorwurf, da es bislang nur das ber√ľhmte Zettelchen „… sie haben gegen die¬†Stra√üenverkehrsordnung versto√üen … sie werden noch Post bekommen …“ hinter dem Scheibenwischer gab, aber ein Halteverbotsschild in der N√§he spricht da wohl f√ľr sich.

Was ist bei mir anders, als bei den vielen bekannten Ausreden ? Seht selbst auf den folgenden Bildern:

 

Der Vorwurf des Falschparkens wäre doch wohl ein Witz, oder ? Mal sehen, was im Briefchen der Stadt stehen wird und was am Ende mein Einspruch mit Fotobeweisen bringt. Vielleicht unterstellt man mir dann sogar noch, daß ich meinen Wagen vorgefahren hätte. Pech, die Fotos der Ventilstellungen gibt es dann im zweiten Anlauf     zwinker



2011 16.
Okt

Da sich das Wochenende von seiner besten Seite gezeigt hat, w√§re es eine S√ľnde, das sonnige Herbswetter nicht auszunutzen. Also habe ich am Samstag¬†noch etwas Zeit in meinem Vorgarten zugebracht und viele abgebl√ľhte Blumenstengel entfernt. Diese Tat musste gefeiert werden und deshalb habe ich ein ganzes Blech¬†leckeren Zwiebelkuchen¬†gebacken. Den dazu passenden Federwei√üen habe ich mir wohlweislich bereits am Vortag organisiert.¬†¬†¬† zwinker

Heute¬†standen eher¬†au√üerh√§usliche Aktivit√§ten auf dem Plan. Da Carsten und ich beim letzten Couchsurfing-Treffen ein nettes Studentenp√§rchen aus Karlsruhe kennenlernten, die ihr Studium genau so wie unsere Gro√üe vor einer Woche an der TU Dresden angefangen haben, wollten wir noch etwas mehr Zeit mit den beiden verbringen und ihnen gleichzeitig noch etwas mehr¬†in der N√§he ihres neuen Wohnsitzes zeigen. Wir haben uns als Ziel die Pillnitzer Gegend ausgesucht. Die Weinberge dort und auch der Park um das Schloss sind im Herbst immer einen Besuch wert. Das mussten wir einfach der zugezogenen Jugend vorf√ľhren.¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† Und was soll ich sagen, sie fanden es toll!¬†¬†¬† standard¬†¬†¬† Das Wetter hat phantastisch mitgespielt und unterwegs haben wir sogar eine wirklich au√üergew√∂hnliche Begegnung gehabt.¬† Mal ehrlich, wie¬†oft trefft¬†ihr¬†T√ľr-zu-T√ľr-Nachbarn ausgerechnet in einer ziemlich weit entfernten Ecke der Stadt?¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† Wir haben das heute sogar zweimal geschafft.¬†¬†¬† standard

Die 5 Stunden vergingen wie im Fluge und dann haben wir unsere CS-Freunde zur√ľck nach Hause gebracht. Die Studenten mussten noch lernen, w√§hrend unsereiner mit gutem Gewissen den Abend in Ruhe am Rechner und vorm Fernseher ausklingen lassen kann.

Hier ist etwas sch√∂nes Herbstliches f√ľr die geduldigen Leser:¬†¬†¬† standard

 



2011 09.
Okt

Nachdem die Woche derart ereignisreich war, habe ich viel Wert darauf gelegt, mir am Wochenende etwas mehr Freizeit zu gönnen. Dennoch konnte ich es mir nicht entgehen lassen, am Samstag die Schule unserer Kinder zu besuchen. Es sollte ja schließlich der letzte Tag der Feierwoche sein.

Stephanie wurde gleich nach dem Fr√ľhst√ľck von Carsten zum Gymmi gebracht, weil es just in dem Augenblick begonnen hat, wie aus den Eimern zu sch√ľtten! Eigentlich war es geplant, dass sie wie immer zu Fu√ü l√§uft, aber bei dieser Wetterlage wollten wir unsere Maus doch nicht im Regen stehen lassen. ¬†¬† zwinker

Als wir uns ein paar Stunden später selbst auf den Weg machten, schien die Sonne so unschuldig, als ob sie bereits den ganzen Vormittags da gewesen wäre!  Den Wetterlaunen nach sollte der gestrige Samstag definitiv statt Oktober in April umbenannt werden.    zwinker

Das Gelände das Gymnasiums war recht gut besucht, allerdings verringerte sich der Anteil der Menschen in der Gängen von Etage zu Etage. Da Stephanie ihren Dienst unterm Dach schob, hatte sie und ihre Kumpels nicht sonderlich viel zu tun.  Es verirrten sich nur wenige  Besucher dorthin, die meisten blieben bei diversen Ständen im Erdgeschoß bzw. im 1. Stock hängen. 

Carsten und ich schafften es unter anderem, einen Teil¬†des gro√üen Showprogramms der Sch√ľler mitzuerleben und ich stellte fest, dass ich inzwischen so sentimental geworden bin, dass mich nicht nur die Auftritte meiner M√§dels, sondern eigentlich aller¬†Kinder zur Tr√§nen r√ľhren kann.¬†¬†¬†¬†erroeten

Nach dem Schulfestbesuch fuhren wir kurz zu einem relativ kleinen Shoppingscenter in der N√§he, wo wir unser Mittagessen organisierten und ich im Anschlu√ü noch ein paar Kleinigkeiten f√ľr meien Garderobe¬†in¬†zwei L√§den besorgen konnte.

Und das war’s mit unseren au√üerh√§uslichen Aktivit√§ten. Der Rest ist schnell beschrieben: essen, lesen, schlafen, viel Zeit am Rechner verbringen (ich war schon ewig nicht mehr einige Stunden am St√ľck dran), miteinander quatschen, bl√∂deln und einfach die Beine in der H√§ngematte hochlegen,¬†in den H√§nden eine Fotozeitschrift haltend.

Ich glaube, jetzt habe ich genug Kraft, um die nächste Woche zu wuppen.    lachen



2011 07.
Okt

Meine Freizeit ist meistens nicht wirklich frei. Nach dem wohlverdienten Feierabend ist bei mir selten Schluss mit zeitraubenden Aktivitäten. Im Gegensatz, ich neige stark dazu, meine Spalte im Familienplaner recht gnadenlos vollzuschreiben. Aber was soll ich machen, wenn das Leben so vielseitig ist und ich schon immer so wissbegierig (bzw. neugierig) bin?

Auf jeden Fall begann meine (deutsche) Kurzwoche am Dienstag zuerst mit¬†Sp√§tdienst. An dem Tag haben sich die Termine diesmal sogar √ľberlagert und ich konnte nicht gleichzeitig auf dem Stuhl im B√ľro¬†und auf dem im Gymnasium sitzen. Deshalb begleitete Carsten ganz allein Stephanie zu einer Infoveranstalung f√ľr alle k√ľnftigen Austauschsch√ľler. So wie es derzeit aussieht, f√§hrt unsere Kleine im November wohl tats√§chlich f√ľr einige Tage nach Italien!

Apropos unsere Kleine. Im Grossen und Ganzen hat sie dann auch am Mittwoch den Zeitrahmen bestimmt. Ihr Gymnasium feierte in dieser Woche ihr 100-j√§hriges Jubil√§um und aus diesem Anlass organisierte man einen Ball in der ca. 40 Autominuten entfernten B√∂rse Coswig. Unser verantwortungsbewusstes Kind hat sich freiwillig als Garderobenm√§dchen gemeldet. Da Coswig f√ľr¬†Dresdner ziemlich am Ende der Welt liegt und die √∂ffentlichen Verkehrsmitteln nachts nur alle Jubelstunden kommen, versprachen wir Stephanie, dass wir sie dort um 23 Uhr abholen. Die Zeit bis¬†dahin haben wir mit Katja und Gerd verbracht, die eigentlich nur¬†unsere Fotos von Waldbad Weixdorf ansehen wollten, welche ich mal an drei verschiedenen Tagen im Sommer gemacht habe. Danach hatten Carsten und ich eigentlich PC-Zeit geplant. Aber man kennt das ja: zusammen essen, Wein/Bier/Cola trinken, quatschen und schon vergingen die drei Stunden wie im Fluge!

Gestern jagte bei mir schon wieder ein Termin den anderen. Im Gymmi war als weiterer Jubil√§umsprogrammpunkt ein Kabarettauftritt von Schaller Sr. und Schaller Jr. angeboten worden. Das konnte ich mir nat√ľrlich nicht entgehen lassen, zumal man¬†keinen Eintritt zahlen musste! Die Lesung hat nicht nur mir, sondern auch Stephanie¬†sehr gut gefallen. Danach mussten wir allerdings mit Carstens Hilfe noch die Frage „Wer ist Achim Menzel?“ kl√§ren (der kam ein paar Male in dem St√ľck vor).
Nach einer sehr am√ľsanten Stunde flitzte ich mit meinem Kind schnell nach Hause, bastelte mir eine Schnitte, k√ľsste meinen Man gleichzeitig zur Begr√ľssung und zum Abschied und hetzte in die VHS. In der heutigen „Kreatives Schreiben“- Stunde war¬†zudem noch¬†meine eigene Textpassage dran. Ich hatte schlicht und einfach Lampenfieber. Aber am Ende kam ich strahlend wie ein Honigkuchenpferd nach Hause, weil zwei Leute mir direkt gesagt haben, dass sie es interessant fanden. Das tollste f√ľr mich war dabei, dass eine Person unsere Dozentin war, welche selber Krimis schreibt und ver√∂ffentlicht.
So einen tollen Abend rundeten Carsten und ich dann noch zusammen mit dem Film „Russland – Im Reich der Tiger, B√§ren und Vulkane“ im Fernsehraum ab. Wer gut gemachte Naturfilme mag, wird genau so viel Spass bei diesem Streifen haben wie wir. Es gab nicht nur faszinierende Landschaftsaufnahmen, sondern auch witzige und sehr beeindruckende Tiergeschichten zu sehen. Vor allen Dingen stellten wir beide fest, dass es Tieraten gibt, von¬†denen wir bislang sogar noch nie etwas geh√∂rt oder gesehen haben. Dabei sehen sie so putzig aus!

Heute steht erneut was Tolles auf dem Plan, denn unser Wochenende beginnt zunächst mit dem nahezu obligatorischen Freitagsdöner und anschliessend fahren wir in die Neustadt zum Couchsurfing-Monatstreffen in der Canape-Bar. Ich freue mich!



2011 03.
Okt

Da das Wetter einfach märchenhaft war und die Kinder sich mit ihren Kumpels verabredet hatten, entschieden wir, also Carsten und ich, uns einen schönen Herbstspaziergang zu gönnen. Mich zog es nach langer Zeit mal wieder nach Wachwitz. Das letzte Mal waren wir dort mit einer befreundeten Familie im Jahre 2003! 

Ohne Kinder und bei strahlendem Sonnenschein packten wir in unseren K√ľhlrucksack einige Flaschen Wasser, eine kleine Stange Salami und eine Packung Gummitiere. Schon die Fahrt zum Ziel¬†mit dem Cabrio hat wie immer viel Spa√ü gemacht!

Im Wald war es echt idyllisch, naja eigentlich fast idyllisch. Die Bl√§tter haben noch weitgehend ihre sommerlich gr√ľne Farbe behalten, aber andere Anzeichen von Herbst¬†waren kaum zu √ľberh√∂ren. Wir hatten das Gef√ľhl, mitten in einem Baumkrieg geraten zu sein! Von nah und fern h√∂rten wir immerzu das Fallen von Eicheln, Kastanien, Bucherckern¬†oder Maronen und haben nur noch darauf gewartet, dass eines¬†dieser Wurfgeschosse auf unseren K√∂pfen landet. Aber gl√ľcklicherweise sind wir heile von unserem Rundgang zur√ľckgekommen. Wir haben uns unterwegs sogar mit lecker Essen¬†eindecken k√∂nnen, denn einige Maronen sind mit in den Rucksack gekommen und landen in ein paar Tagen im Ofen.

Carsten hat sich zudem sehr¬†viel M√ľhe gegeben, aus unserem „normalen“ Spaziergang eine Abenteuerwanderung zu machen!¬†Nachdem wir¬†ca.¬†¬†anderthalb Stunden in der Natur¬†gewandert waren, in der Sonne auf einer Bank gesessen, unsere Vorr√§te¬† gemampft und auf den nahen Dresdner Fernsehturm geschaut haben, suchte er einen besonderen Trampelpfad aus. Dieser f√ľhrte an einem Maschendrahtzaun entlang und sah so aus, dass er uns auch zur√ľck zum Auto f√ľhren k√∂nnte,¬†aber dieses Gef√ľhl hatten wir¬†nur solange, bis wir direkt vor einem Zaun am Abgrund standen, keinen Weg mehr vor¬†uns hatten¬†und zwangsl√§ufig umkehren mussten. Das tat der Sache aber kein Abbruch und wir versuchten eine weitere Abzweigung zu erlaufen.

Ich f√ľhlte mich auf dem schr√§gen Hang, √ľber welchen der ausgesuchte Pfad sich schl√§ngelte, ziemlich unsicher. Das Problem waren die¬†unz√§hligen Eicheln, welche fast den gesamten Weg bedeckten und so einen fast spiegelglatten Untergrund bildeten. Ich hatte ziemlich viel Angst¬†einen falschen Schritt¬†zu machen und daraufhin mit einem Karacho in den Abgrund hinab zu rutschen¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† eine wilde Rutschpartie auf einem steilen Hang mit anschlie√üenden Blessuren¬†habe ich schon vor knapp 2 Jahren gemacht und war auf eine Wiederholung nicht sonderlich scharf .¬†¬†

Wie es sich bald herausstellte, f√ľhrte¬†uns auch der zweite¬†Weg¬†in eine gemeine Sackgasse, wo wir vor der Entscheidung standen, ob wir weiterhin den Zaun anstarren, den steilen Hang ins Unsgewisse auf unseren vier Buchstaben herunter rutschen oder umkehren und uns endlich an die offizellen¬†Wanderwege halten. Die Vernunft hat gesiegt und zur√ľck zum richtigen Weg¬†balancierte ich erneut auf den glatten Eichelboden und hielt mich an allem auf der Erde fest, was¬†Wurzeln zu haben schien.

Wir haben Gl√ľck gehabt und kamen unbeschadet nach kurzer Zeit wieder bei unserem Wagen an.¬† Jetzt ist OLCAs Erinnerungsschatz um einen weiteren lustigen Wandertag reicher geworden!



2011 01.
Okt

Refrain: Die Zeit zum Blogschreiben ist rar, denn das echte Leben läuft wunderbar!    zwinker

Auf jeden Fall schafft die olle Langweile es nicht, bei uns einzuziehen und unser Familienplaner bekommt stattdessen jeden Tag neues Terminfutter.    standard

Aber ich will mich ja nicht beklagen, denn es passieren so viele sch√∂ne oder einfach nur spannende Dinge in meinem Leben. Ich habe z.B. mein Bewerbungsgespr√§ch bei der VHS gut √ľberstanden und werde f√ľr den „Reaktivierungskurs Russisch“ f√ľrs n√§chste Semester eingeplant. Falls also noch jemand in Dresden¬†seine Russisch-Kenntnisse auffrischen m√∂chte – ich freue mich auch √ľber bekannte Gesichter im Kurs.¬†¬† standard

Au√üerdem haben Carsten und ich das wundervolle Herbstwetter f√ľr viele Taten in unserem Garten genutzt. Die Blase von der Gartenschere auf meinem rechten Daumen ist inzwischen nahezu komplett verheilt. Wir haben es wirklich geschafft, zwei alte eckige Regentonnen aus unserem Garten, die leider mit der Zeit arg spr√∂de und deshalb reif f√ľr die Kippe¬†geworden sind, rappelvoll mit verschiedenstem kleingeschnittenen¬†Ge√§st zu f√ľllen. Die Fahrt zur¬†Abfallwirtschaft war daher ein kleines Abenteuer, aber wozu habe ich schlie√ülich ein so¬†gro√ües Auto!¬†¬† zwinker¬†¬†¬†

Wir haben¬†ebenfalls einige neue Filme angesehen und¬†die Abenteuer von Herrn MacGyver sind mir inzwischen auch zum Teil bekannt. Die M√§nner in meinem Leben sollen echt froh sein, dass ich diese Serie¬†nicht schon fr√ľher gekannt habe, denn das h√§tte meine Ma√üst√§be bei der Auswahl des Lebensgef√§hrten arg ver√§ndert und wom√∂glich w√§re ich immer noch auf der Suche nach einem charmanten Gentleman, der in jeder Situation eine kreative L√∂sung findet und sie mithilfe¬†eines Schweizer Messers auch umsetzen kann, nett zur Kindern ist und keine Feuerwaffen benutzt, um all die B√∂sewichte zu bestrafen. Gl√ľcklichwerweise¬†war Carsten¬†als Jugendlicher¬†gro√üer¬†Fan von ihm (wie schon im vorherigen Eintrag berichtet)¬†und er hat einiges davon √ľbernommen. Wir haben z.B.¬† nach wie vor keine Feuerwaffen im Haus, er besitzt ein (aus meiner Sicht¬†¬† zwinker¬†¬†¬† ) nettes L√§cheln und er ist in der Lage, auch sehr kreative handwerkliche L√∂sungen zu finden, welche im Alltag mit Bravour ihre Tauglichkeit beweisen k√∂nnen.¬†¬†¬† verliebt¬†

Aber das Leben hat nicht nur H√∂hepunkte im Programm.¬†Aktuell kann ich mein Wissen als diplomierte Krankenschwester der Zivilverteidigung bei meiner Gro√üen anwenden. Sie hat eine Entz√ľndung am Fuss¬†verschleppt und nun muss¬†sie nicht nur jede Menge Medikamente schlucken und sich mit Kr√ľcken anfreunden,¬†sondern es muss auch ihr Verband gewechselt werden … da komme ich ins Spiel. Gelernt ist gelernt.¬†Hoffentlich f√ľhlt sie sich am Dienstag wieder fit, denn dann beginnt n√§mlich schon ihr erstes Semester. Ich bitte also ganz doll um Daumendr√ľcken!