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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2013 30.
Jun

Nat√ľrlich merkt jeder von uns, dass die Zeit immer schneller vergeht, je √§lter man wird. Alles wird schneller, wir sind immer und √ľberall erreichbar und wenn unser Smartphone pl√∂tzlich keine Lust mehr hat oder man bei einer Umstellung durch Telefongesellschaften nicht mehr ins Internet kann, f√ľhlt man sich inzwischen wie von der Welt abgeschnitten.

Auch¬†aktuelle Filme bzw. Serien bringen uns mit ihren schnellen Schnitten, schnellen Abfolgen, k√ľnstlichem Ruckeln¬†und mehreren Kleinbildern in einem gro√üen Gesamtbild nicht unbedingt zur Ruhe, da man permanent h√∂llisch aufpassen muss, um nichts zu verpassen. Wir schauen uns zwar gern solche¬†Dinge an, aber wenn wir uns¬†etwas Ruhe und Gelassenheit inklusive¬†filmischer Unterhaltung g√∂nnen m√∂chten, greifen wir¬†immer wieder¬†mal zu¬†Machwerken aus guten alten Zeiten. Kameraschwenks laufen sehr viel entspannter ab, Verfolgungen werden nicht mit Ruckelpartien gleichgesetzt und auch die langsamen Schnitte entspringen sehr deutlich aus einer Zeit vor der MTV-√Ąsthetik mit „128 cuts per minute“.

Ich pers√∂nlich staune dann selber immer wieder, wie viel¬†Ruhe man¬†fr√ľher z.B. in eine Folge von „Auf Achse“ mit dem jungen Manfred Krug gepackt hat, denn f√ľr den¬†stimmungsvollen Aufbau von Fernfahreratmosph√§re werden auch mal 3 Minuten lang nur LKW-Fahrten durch die Landschaft gezeigt. Klar, LKW-Fahren ist an sich keine schnelle Sache, aber ich sch√§tze mal, dass man heute aus R√ľcksicht auf die erforderlichen Werbepausen die Reisebilder enorm abk√ľrzen w√ľrde. Damit ginge doch¬†aber das Gef√ľhl einer langen Fahrt verloren, nicht wahr?

Auch ein „James Bond“-Streifen mit einem jungen Sean Connery wirkt inzwischen nahezu entspannend auf mich. Selbst die B√∂sewichte sind, verglichen mit den modernen Ausf√ľhrungen solcher Rollen, nicht so gruselig wie jetzt.¬†Zudem hat die Brutalit√§t bei den K√§mpfen inzwischen ganz andere Dimensionen angenommen, die Waffen sind krasser und¬†die technische Ausstattung ebenfalls … stundenlange Nahk√§mpfe wirken aber auch¬†heute¬†noch einschl√§fernd auf mich¬†¬†¬†¬†¬†zwinker

Bitte, versteht mich nicht falsch, ich werde auch weiterhin dem Genre Actionfilm treu bleiben, hoffe allerdings, dass die Filmindustrie vielleicht nicht mehr nur noch auf das gro√ü inszenierte „KA-Wumm!“ achtet, sondern nebenbei auch eine interessante und wenigstens an manchen Stellen langsam erz√§hlte Geschichte vorweisen kann.

Nat√ľrlich hat die Schnelligkeit nicht nur in¬†realen Verfilmungen – insbesondere durch die 3D-Effekthascherei – ihren Platz erobert, sondern findet sich auch immer mehr in der Trickfilmindustrie wieder. Gestern haben wir uns „Die Monster Uni“ im Kino angesehen (wir waren vermutlich das einzige P√§rchen ohne Kind im ganzen gro√üen Saal¬†¬†¬†¬†¬†lachen¬†¬†¬†¬† ). Es war zweifelsohne nette Unterhaltung, aber die Geschichte¬†ist nicht mehr so gut und √ľberraschungsreich wie noch beim ersten Teil „Die Monster AG„. Schade fand ich √ľbrigens, dass die Leute immer noch nicht verinnerlicht haben, dass es sich lohnt, bei Pixar-Filmen bis zum bitteren Ende im Kinosaal zu bleiben. So haben die witzige Stelle ganz zum¬†Schlu√ü au√üer uns nur noch eine handvoll Familien gesehen – Pech f√ľr die Anderen!

Das¬†Schlu√üwort¬†geh√∂rt „Auf Achse“:¬†noch mindestens 60 Folgen lang¬†werde¬†ich mir immer wieder mal etwas Entspannung beim Begleiten von G√ľnther Willers und Franz Meersdonk¬†g√∂nnen –¬†einfach, um ganz gem√ľtlich andere L√§nder von meiner Couch aus zu bereisen und deren Abenteuer ohne Handy, Kreditkarten, Navi, Laptop oder Tablet usw. zu erleben ¬† ¬† zwinker

3 Antworten zu “Die Langsamkeit der alten Filme”

  1. Willi sagt:

    Ich habe genau die selbe Beobachtung gemacht… auch wenn ich ein bisschen j√ľnger bin (aber das hole ich bei Filmen ja zu einem gro√üen Teil mit Freuden nach). Deswegen habe ich mich um so mehr √ľber „Side Effects“ gefreut. Anscheinend sind wir nicht die Einzigen, die auch ein mal in ruhe verharren wollen und die wissen, dass Spannung nicht durch einen √úberfluss an Bildern und Handlungen entsteht.
    Side Effects ist kein Meisterwerk, aber eine sehr schöne Entwicklung in der Erzählweise und sollte genau aus diesem Grund angeguckt werden РIn der Hoffnung, dass sich andere Produzenten daran ein Beispiel nehmen.

  2. Birgit sagt:

    Lustig – ich hatte mir gerade „Der Zauberer von Oz“ geholt, den ich jetzt in aller Ruhe und Langsamkeit ansehen werde. standard

  3. Monique sagt:

    So wahr! Erst k√ľrzlich sah ich „Das Fenster zum Hof“ von Hitchcock wieder, einer meiner erkl√§rten Lieblingsfilme des Meisters. Dabei ging mir durch den Kopf, wie langsam das Geschehen doch abl√§uft. Und wie diskret sich der Fotograf den Mord an der Frau zusammenreimt, die man zu keinem Zeitpunkt als Leiche sieht. Und doch packt einen das Grausen, wenn man sich vorstellt, wie der M√∂rder seine Frau wohl in der Kiste verpackt nach drau√üen schaffen l√§sst. Vorgezogene Vorh√§nge sind f√ľr die Fanasie viel fruchtbarer! Nichts mit Handy, das der Fotograf mal schnell benutzen k√∂nnte, um seine Freundin in der Wohnung des M√∂rders zu warnen.

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