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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2013 28.
Okt

Ich sch√§tze, es ist inzwischen¬†hinreichend bekannt, dass wir unsere Jahrestage immer gerne mit einer Kombination aus Ausfl√ľgen und Essengehen feiern.¬†Wir blieben dieser Tradition auch am vergangenem Samstag treu, denn vor genau 12 Jahren kam Carsten mit einem 7,5-Tonner voll M√∂bel nach Dresden und ich habe vor 15 Jahren die Arbeit in der gleichen Firma aufgenommen,¬†in der¬†ich immer noch meine Br√∂tchen verdiene.

Als¬†Andenken an seine Kindheit im goldenen Westen bekam Carsten am fr√ľhen Morgen zur Feier des Tages von mir eine Kleinigkeit geschenkt …

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… keine Angst, das Verfallsdatum war nicht (!) hoffnungslos √ľberschritten, denn bei Lidl hei√üt Twix¬†kurz mal wieder Raider – sonst √§ndert sich nix!

Danach haben wir beim B√§cker etwas gefr√ľhst√ľckt, um¬†unseren zu Hause schlafenden Teenager ungest√∂rt pennen zu lassen und brachen im Anschluss daran zu unserem Ziel des Tages auf, dem Milit√§r- und Bunkermuseum in Kossa:

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Wir kauften¬†Tageskarten, damit wir nicht nur vormittags gem√ľtlich¬†die Entdeckertour auf eigene Faust und nachmittags mit einer Gruppe auf¬†die gef√ľhrte Exkursion gehen konnten, sondern auch noch eine (echt superleckere!) Erbsensuppe mit je einem Getr√§nk dazu nehmen durften.

Unsere Tageskarten zeigte Carsten auch ganz gewissenhaft jedem mageren und vermummten Soldaten am Eingang zu den frei zugänglichen Ausstellungen, egal ob es der Museumsbunker, der Rechnerbunker oder der Technikbunker war.

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Man beachte auch die Kamera links √ľber dem Soldatenkopf! ¬† ¬† lachen¬†¬†¬†¬† In dem¬†Geh√§use war wohl einst¬†eine wesentlich gr√∂√üere Ausf√ľhrung¬†beheimatet, heute verrichtet eine sehr viel kleinere¬†ihren Dienst darin¬†¬†¬†¬† zwinker

Wir mussten uns auch mit der damaligen Verst√§ndigung beim Betreten der¬†drei Zugangsschleusen vertraut machen – die 1. Schleuse war f√ľr das S√§ubern und Ablegen der¬†√§u√üeren Kleidung, die 2. f√ľr die Unterw√§sche und die 3. f√ľr die nackte Haut (wenn man mal von einer Gasmaske und Handschuhen absieht):

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Der Hammer war bei unserem Besuch √ľbrigens weg! Bestimmt hat er aber schon zu sozialistischen Zeiten eine andere Heimst√§tte gefunden ¬† ¬† zwinker¬†¬†¬†¬† es hie√ü¬†in der DDR ja schlie√ülich nicht umsonst „Aus unseren Betrieben ist noch mehr herauszuholen“ ¬† ¬† lachen

Die Freizeitecke der NVA-Soldaten kam mir sehr bekannt vor, auch wenn ich selber nie gedient habe     zwinker

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Weiss noch jeder, wie die drei bärtigen Herren hießen?

Manche Ecken der Bunkeranlagen habe ich lieber nur aus der Entfernung angeschaut, denn eine Familientruppe, der wir im Rechnerbunker begegneten und aufgrund des Prollbenehmens kurzerhand den Nachnamen „Flodder“ verpassten, bemerkte d√§mlich aber wahrheitsgem√§√ü: „Mann, ist das alles dreckig hier! K√∂nnen die nicht mal putzen?“
Da guckte ich auf irgendwelche Dieselgeneratoren lieber von Weitem und sah aus wie ein Schwein, das ins Uhrwerk blickt:

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Allerdings glänzte der Rechnerbunker ziemlich sauber und Carsten war sehr von der damaligen Technik angetan Рman beachte die hellblauen Lochstreifen im Vordergrund     zwinker

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Nach der Entdeckertour genossen wir die megaleckere Erbsensuppe mit Br√ľhwurst und r√ľmpften unseren Nasen √ľber eine Truppe extrem lauter Jungkerle, welche mit ihrem un√ľberh√∂rbaren Stimmen den ganzen Kantinenraum √ľbert√∂nten. Mann, was war es ruhig als¬†die endlich gingen!

Dann¬†brachen wir zum Treffpunkt auf, um an der gef√ľhrten Tour mitzumachen. Die gef√ľrchtete Familie Flodder sowie die Kerletruppe waren zum Gl√ľck nicht dabei, daf√ľr hatten wir aber eine andere Familie¬†samt Familienoberhaupt dabei, welches mit¬†gro√üer Klappe, hohler Birne, einem √§u√üerst losem Mundwerk und einer schwachen Blase ausgestattet war. Unser Fremdenf√ľhrer war einsame spitze, denn er verstand es echt gut, diesen Kerl in Schach zu halten! Wie schon mal bei einer historischen St√§dtetour der¬†Erz√§hlende den Satz „Zeitzeugen sind die Schlimmsten“ pr√§gte, wetterte unser Proll schon am ersten Ausstellungsst√ľck (ein Trabbi mit gr√ľner Tarnfarbe), dass das ja wohl niemals die originale Farblackierung sein k√∂nne – er hatte schlie√ülich 19 Jahre im Trabbiwerk gearbeitet.

Mit der Gruppe besuchten wir dann den Nachrichten- und F√ľhrungsbunker. Die Zug√§ge waren verdammt gut gesichert!:

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Übrigens, weiß jemand, wozu dieses Gerät dient?      zwinker

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Die F√ľhrung war sehr interessant, lebendig und sehr informativ. Auch f√ľr euch mal zur Erkl√§rung: Von der Existenz¬†dieser Bunkeranlage wussten nur ganz wenige Eingeweihte und sie wurde prim√§r als Kommandost√ľtzpunkt f√ľr¬†den 3. Weltkrieges gebaut.¬†Von der Fertigstellung in den 70ern bis zur Wiedervereinigung hielt¬†die NVA sie top in Schuss. Im Falle des Falles h√§tte hier die Rote Armee Stellung bezogen und die NVA-Truppen als Kanonenfutter in Richtung Paris geschickt. Um¬†die Bunkerkonstruktion zu errichten, hat man damals mehr als 1 Mio DDR-Mark ausgegeben, von den Kosten des Equipments und der Instandhaltung ganz zu schweigen. Aber so wie es hei√üt,¬†diente es im kalten Krieg zwischen den Nato-Verb√ľndeten und den L√§ndern des¬†Warschauer Vertrages der Friedenssicherung – gl√ľcklicherweise musste man am Ende dort nie¬†ernsthaft¬†Stellung beziehen.

Nach diesem Ausflug in die Geschichte¬†fuhren wir¬†in die¬†Leipziger Innenstadt. Dort wollten wir im „Cafe Madrid“ nach einer w√§rmsten Empfehlung von Francis Mohr lecker essen, was wir auch taten und das Mahl in vollen Z√ľgen genossen! Danke nochmals f√ľr den tollen Tipp! Das Bild sagt doch schon alles, nicht wahr? ¬† ¬† zwinker

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Als wir damit fertig waren, kullerten wir mit vollen Bäuchen zu unserem Tiefgaragenparkplatz eines Einkaufscenters, wo ich noch diesem netten Herren begegnete:

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Ich habe mich aber ganz brav an die Hinweise auf dem Schild gehalten und alle meine S√ľ√üigkeiten sch√∂n bei mir in der Handtasche behalten ¬† ¬† lachen

Wir hatten wirklich viel Spaß bei diesem Tagesausflug und ich kann nun nur noch hoffen, dass ihr es beim Lesen genau so empfunden habt!

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