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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2015 22.
Feb

Meine B√§renmama hat ja schon angek√ľndigt, dass ich auch √ľber meine Reiseeindr√ľcke im Nachbarsland schreiben darf. Und diesmal m√∂chte ich das lieb√§r gleich sofort machen solange die Erinnerungen noch frisch sind und nicht wieder¬†wochenlang warten¬†¬†¬† standard

Also, ich, Heini, durfte mal wieder als Anstandsb√§r mitreisen. Und wie ihr nun schon wisst, ging es nach Polen, in ein St√§dtchen namens Jelenia G√≥ra. Und da „Jelen“ im polnischen „Hirsch“ bedeutet, habe ich schon fest damit gerechnet, dass¬†dort ein kleiner B√§r auf den Stra√üen st√§ndig ganz vielen Hirschen ausweichen muss … meine Mama sagt ja auch, dass in unserer Stadt ganz viele Ochsen Auto fahren.

Wir sind also am Freitagnachmittag losgefahren und kamen¬†ganz schnell durch. Seltsam fand ich nur, dass wir uns im Auto etwas von den Chroniken eines K√§ngurus¬†angeh√∂rt haben – ich fand das als Reisevorb√§reitung eher unpassend. Da w√§re „K√∂nig Hirsch“ wohl eher angesagt gewesen, aber wer h√∂rt schon auf die Meinung eines B√§ren¬†¬†¬† zwinker

In Hirschberg (so hei√üt dieses Stadt komplett in deutsch) habe ich noch am gleichen Abend versucht, mal eine Einheimische im Restaurant kennenzulernen. Sie war ganz bunt angezogen, hatte ein sch√∂nes L√§cheln und¬†war echt hei√ü, aber leider auch arg steif im Benehmen. Also trotz der Sch√∂nheit eher nix f√ľr einen lockeren B√§ren wie mich¬†¬†¬† zwinker

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Während ich meine Zeit mit der Dame verplemperte verbrachte, hat meine Bärenmama festgestellt, dass dass die Biersorten der Brauerei Lwówek echt lecker sind. Abär egal, wie sehr ich meinen besten Bettelblick aufsetzte, ich durfte davon nix probieren:

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Nach dem Spaziergang in der winterlichen Innenstadt war¬†mir etwas kalt geworden, zum Gl√ľck konnte ich mich im Cafe Sofa¬†etwas aufw√§rmen. Die Sofas waren zwar alle besetzt, aber ein Heizk√∂rper war mir in dem Moment sowieso viel lieb√§r …

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Die Heizk√∂rper werden in Hirschberg¬†wohl in der Wandfarbe gestrichen, ich habe aber keine Ahnung, wieso. Solange ich mich darauf aufw√§rmte, haben die Erwachsenen die Gunst der Stunde genutzt und den Kuchen ganz alleine aufgegessen … f√ľr mich blieb am Ende¬†nur noch Zucker √ľbrig:

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G√§be es so einen Spruch in Deutsch und ich w√ľrde das nur zu gern meiner lieben Ines schenken! Denn meine Mama sagte, dort steht „Lass uns den Tag zusammen begr√ľ√üen!“ und das finde ich echt romantisch¬†¬†¬†¬†verliebt !

Am n√§chsten Tag erkundeten wir Hirschberg im Hellen. Zuerst gingen wir in einen kleinen Zaub√§rwald. Die hiesigen B√§ren m√ľssen echt starke Klauen haben, denn sie haben irgendwelche seltsame Zeichen in die Steine geritzt

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Ich glaube, ich sollte mal einen Kurs in Altbärpolnisch belegen, um dies zu entziffern. Dann haben wir auf einer Lichtung einen hohen Turm entdeckt

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Ich habe nach Rapunzel gerufen, sie war abär vermutlich gerade beim Frisör oder so. Da habe ich stattdessen den tanzenden Lichtern an diesem sonnigen Wintertag zugeschaut:

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Die Br√ľcke, welche das Zaub√§rw√§ldchen mit der Stadt verbindet, wurde definitiv nach dem (Farb-)Wunsch einer M√§rchenprinzessin gestrichen:

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Ich habe gehofft, im Wasser einen Goldfisch zu sehen, aber es waren nur hässliche Entlein unterwegs. In der Innenstadt bestaunte ich dann das wirklich beeindruckende Rathaus auf dem Rathausplatz:

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Dann wollte ich ein Käffchen im Straßencafe haben und habe dabei einen sehr ungeschickten Kellner erwischt. Der Kaffee war noch in der Tasse, abär der Henkel war abgebrochen:

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Auf dem Rathausplatz habe ich dann auch den ersten Hirsch in dieser Stadt entdeckt. Der war ganz schön hochnäsig und das nur, weil er sooooo ein Geweih hat!

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Da fand ich diesen Kleinen ein paar Straßen weiter wesentlich netter!

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Und einen Ochsen habe ich auch gesehen! Dieser ging abär im Gegensatz zu den Dresdnern zu Fuß:

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Ich war hier sehr von der Größe der Spatzen beeindruckt und habe sich sogleich eigentatzig fotografiert:

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Rein zufällig habe ich ihr Größengeheimnis von allein lösen können: Die Spatzenknödel in Hirschberg sind ja echt riesig und gar nicht mit unseren Meisenknödel zu vergleichen!

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Daraufhin brauchte auch ich erst einmal eine gute St√§rkung! Diese war in jeder Hinsicht richtig s√ľ√ü!

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Nach dieser¬†V√∂llerei schaute ich mir noch eine riesengro√üe Kirche an …

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… und bei der Betrachtung¬†der alten Friedhofmauern kam ich ins Gr√ľbeln …

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… denn man kann immer nur nachsehen, wo die Menschen begraben werden. Aber wo bleiben denn die¬†dahingeschiedenen Pl√ľschtiere? Ich habe zwar mal von einem Friedhof der Kuscheltiere geh√∂rt, aber das war wohl als letzte Ruhest√§tte eher nicht so toll. Vielleicht sind wir einfach unsterblich?

Als ich den absoluten¬†„Punkt Null“¬†der Stadt entdeckte,¬†stand auch ich einmal kurzzeitig¬†im Mittelpunkt¬†¬†¬† standard

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Dann gingen wir einem Park spazieren, denn ich wollte noch ein paar V√∂gelchen sehen. Der erste See war noch komplett zugefroren und vogelfrei …

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… ab√§r auf dem¬†n√§chsten gab¬†es ganz, ganz viele Schw√§ne! So ein echter Schwanensee! Nur die Tanzprobe habe ich wohl verpasst:

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Am Tag darauf – leider auch schon wieder der letzte – wollten wir alle zusammen auf die Schneekoppe fahren, nur war der Wind leider nicht auf unserer Seite. Er war so stark, dass der Sessellift nicht fuhr und wir per Tatze aufsteigen mussten. So sind wir wenigstens ein wenig im Schnee gewandert. Es war echt viel Schnee! Und kalt! Ein Gl√ľck, dass meine B√§renmama mir noch auf der Hinfahrt eine M√ľtze gestrickt hat!

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Unterwegs wollte ich noch ein Fl√ľsschen angucken und kletterte daf√ľr auf eine Anh√∂he. Da war mir meine gro√üe Nase doch etwas im Weg!

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Ich habe es abär am Ende ganz ohne fremde Hilfe geschafft *stolzsei* !

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Die Wege waren ganz sch√∂n steil und zum Teil auch ganz sch√∂n schr√§g …

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… und beim Anblick des Wurzelwerks¬†dieser B√§umen habe ich verstanden, warum man bei starkem Wind lieb√§r nicht auf die Spitze der Schneekoppe gehen sollte:

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Es dauerte zwar eine Weile, trotzdem haben wir unser Wanderziel erreicht. Leider nicht die Bärgspitze namens Schneekoppe auf 1602 Meter, sondern nur eine Baude auf 1258 Meter Höhe, abär immerhin    lachen

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Am liebsten w√§re ich genau so schnell nach unten gesaust wie der Typ hinter meinem R√ľcken …

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… nur passten meine Tatzen nicht so richtig in dieses Halterungsgeflecht. Hmm,¬†gibt¬†es keine Skischuhe f√ľr¬†B√§ren in meiner Gr√∂√üe, oder was? Das gleiche Problem hatte ich ja schon damals mal mit¬†Tanzschuhen! Ich glaube, ich habe da eine Marktl√ľcke¬†aufgetan …

Beim Abstieg¬†entdeckte ich im Wald einen Schneemann mit Handschuhen! Damit wird er ja schon vor dem Fr√ľhling schmelzen!

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Als wir schon fast wieder im Städtchen Karpacz waren, wo unser Auto stand, glaubte ich meinen Knopfaugen nicht mehr! Waren wir schon so weit gewandert, dass wir jetzt wieder in Norwegen waren?! Die Kirche sah zumindest genau so aus wie dort:

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Das habe ich mir mal aus nächster Nähe angesehen:

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Zum Gl√ľck stand¬†auch eine Erkl√§rung dabei:¬†Die Kirche Wang ist zwar eine echte norwegische Stabkirche, sie steht ab√§r wirklich in Polen! Puh! Ich dachte schon, dass wir eine ganz lange R√ľckreise vor uns h√§tten! Wir gingen einmal um die Kirche rum und auf einer Bank habe ich ein eingeritztes Zeichen entdeckt, welche ich¬†vom Tanzkleid meiner lieben Ines her kenne!

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Ich habe versucht, es mir ganz genau einzupr√§gen, denn¬†vielleicht kann ich das auch mal selb√§r zeichnen und damit meine Ines¬†noch mehr beeindrucken? Denn ich weiss, dass wir uns zum baldigen St. Patrick Day wiedersehen werden! Bis dahin gehe ich jetzt Zeichnen √ľben. Tatzige Gr√ľ√üe!



2015 21.
Feb

Dass ich eine Schw√§che f√ľr B√ľcher habe, ist ein offenes Geheimnis. Schlie√ülich war einst meine Entscheidung, Philologie zu studieren, eine Entscheidung des Herzens und nicht des Gehaltszettels in Spe. Es ist dann nat√ľrlich auch sehr schmeichelhaft, einige Autoren in seinem Bekanntenkreis zu haben, z.B. das kreative Quartett von Phrase4. Ich geniesse jeden Monat deren Kurzgeschichten¬†wirklich sehr, weiss aber, dass¬†sie auch dickere B√ľcher schreiben k√∂nnen¬†¬†¬† zwinker

So hat Francis Mohr nun nach monatelanger Arbeit und ausgepr√§gter Geheiminskr√§merei ein neues Buch erschaffen und da ich schon sein „Flashback Ost“¬†verschlungen habe, konnte ich mir nat√ľrlich die Premiere von „Februar“, seinem neuen Buchkind, nicht entgehen lassen.¬†Der gestrige Freitagabend war extra daf√ľr in unserem FamilienP√§rchenkalender reserviert.

Der Weg in die Ver√§nderbar, wo auch die regelm√§√üigen Lesungen von Phrase4 stattfinden,¬†ist mir¬†nat√ľrlich schon¬†mehr als bekannt und so¬†traf ich¬†dort oberp√ľnktlich ein –¬†war aber¬†bei Weitem nicht die Erste! Zwischen den G√§sten habe ich dann auch noch einige bekannte Gesichter entdeckt, die ich sonst nicht bei¬†solchen Lesungen treffe, was mir ein weiteres Mal deutlich bewiesen hat, dass Dresden trotz √ľber 500.000 Einwohnern doch mehr als ein Dorf zu sehen ist¬†¬†¬† lachen

Damit die Lesestunde nicht zu „trocken“ wird, hat Francis als Unterst√ľtzung einen Musiker namens Rany eingeladen. Der Mann hat eine echt geniale Stimme!¬†Die von der Sorte,¬†bei der¬†auch eine gestandene und, zumindest dem im Ausweis stehenden Alter nach, erwachsene Frau schmachtend vor der B√ľhne¬†sitzt und dahinschmilzt¬†¬†¬†¬†standard

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Francis hat nat√ľrlich einiges¬†aus seinem neuen¬†Buch vorgelesen. So kenne ich jetzt zumindest schon einige Charaktere¬†der Geschichte¬†und weiss, dass es ein Krimi ist. Ich weiss wer stirbt und sogar auf welche Art und Weise,¬†aber¬†wer der T√§ter ist, hat der schlaue Autor nat√ľrlich nicht verraten¬†¬†¬† zwinker

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Ein Buch brauchte ich mir nicht zu kaufen, denn ich habe davon profitiert, dass ein Bild von mir in das neue Werk von Herrn Mohr geschafft hat und deswegen habe ich ein Belegexemplar bekommen    lachen
Ich bin sogar namentlich in der Danksagung¬†des Buches¬†erw√§hnt und ich gestehe, dass in einem solchen Fall eine gewisse Portion Eitelkeit auch mir nicht fremd ist, denn ich f√ľhle mich wirklich sehr geschmeichelt¬†¬†¬† erroeten

Nat√ľrlich habe ich mir das¬†frischgedruckte¬†Buch gleich vom Meister selbst signieren lassen!

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Und da ich heute mein¬†aktuelle¬†Lekt√ľre zu Ende gelesen habe, kann ich sogar schon morgen mit dem Lesen von „Februar“ loslegen … ich m√∂chte ja schlie√ülich wissen, warum das Opfer¬†starb und wer daran schuld ist¬†¬†¬†¬†zwinker



2015 16.
Feb

Es kommt uns gar nicht so lang vor, aber der Kalender sagte eindeutig, dass unser diesjähriger Valentinstag bereits unser 9. Hochzeitstag sein soll. Da wir keine schulpflichtigen Kinder mehr unter unserem Dach haben, ist es etwas schwieriger geworden, in der heißbegehrten Zeit der sächsischen Winterferien Urlaub zu bekommen. Deshalb blieb uns diesmal nur ein Wochenendausflug ins Nachbarland, man wohnt hier ja schließlich quasi im Dreiländereck    zwinker

Ich¬†habe als Ziel ein kleines St√§dtchen namens Jelenia G√≥ra, in Deutschland eher als Hirschberg bekannt, ausgesucht, welches im polnischen Riesengebirge liegt. Die Entfernung zu Dresden betr√§gt 180 km, ein Hotel direkt im Stadtzentrum war schnell gefunden und gebucht, Carsten √ľbernahm alles, was¬†die Planung der Reiseroute anging und schon waren wir recht schnell ger√ľstet, dort hinzufahren.

Am Freitag, dem 13. Februar,¬†verlie√üen wir beide eher¬†als sonst √ľblich die Arbeitsst√§tte und brachen nach einem kurzen Wechselstopp (EUR gegen PLN) am Hauptbahnhof gen Osten auf. Die Anreise verlief ohne Probleme. Etwas eigenartig ist f√ľr uns allerdings immer noch¬†eine √∂stliche Grenz√ľberquerung ohne jegliche Kontrolle …¬†sch√∂n, aber immer noch irgendwie ungewohnt. In Polen merkten wir sofort im wahrsten Sinne des Wortes die gravierende Luftver√§nderung, denn¬†auf unserer Route¬†wird dem Geruch nach immer noch ganz viel mit Kohle beheizt, denn die Rauchwolken aus den Schornsteinen hatten die Farbpallette zwischen hellgrau und fast schwarz. Ich kannte diesen Geruch nur noch zu gut¬†aus meinen Greizer Zeiten Anfang der 90er, als ich selber noch eine Ofenheizung hatte.¬†Ganz ehrlich, vermisst habe ich diese bis heute¬†nicht wieder¬†¬†¬† zwinker

In Hirschberg fanden wir Dank Planung und Navi recht schnell unser Hotel, bekamen unsere Zimmerschl√ľssel und waren mit dem zugewiesenen √úbernachtungsort¬†ausgesprochen zufrieden. Unser Auto stand direkt vor unserem Fenster im 1. Obergeschoss auf einem bewachten Parkplatz, das machte unseren Schlaf noch entspannter¬†¬†¬† zwinker
Aber wir gingen ja nicht gleich und sofort schlafen – es war ja auch erst um F√ľnf! Erst machten wir noch eine erste Kennenlernrunde durch die Innenstadt im Dunklen und¬†dann kehrten wir in das Lokal Kuznia Smaku f√ľr unser Abendessen ein. Diese Lokalit√§t¬†direkt am Rathausplatz kann man echt nur empfehlen! F√ľr den Nachtisch¬†haben wir uns noch einmal auf die Suche begeben und endeten ganz gem√ľtlich¬†im Restaurant¬†Sofa.¬†Hier trifft man vor allem¬†auf junges Volk, aber wir f√ľhlten uns dort keineswegs deplatziert. Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel bzw. im Bettchen.

Am Hochzeitstag selber haben wir die Stadt schon fr√ľh Morgens (andere drehen sich um 9:15 Uhr an einem Samstagmorgen gerade zum ersten Mal im Bett um) im Hellen erkundet und sind dabei immer wieder irgendwo eingekehrt, um weitere K√∂stlichkeiten der polnischen K√ľche kennenzulernen, sowohl die herzhaften als auch die s√ľ√üen:

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Ja, ihr habt es richtig gesehen, Heini war diesmal auch mit von der Partie¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬† also wird es √ľber kurz oder lang an dieser Stelle auch noch seine Sicht auf diese Reise geben¬†¬†¬† lachen
Nachdem wir alle Sehensw√ľrdigkeiten abgegrast haben, g√∂nnten wir uns noch einen sch√∂nen Spaziergang im Stadtpark auf dem Cavalierberg, denn das Wetter war einfach perfekt daf√ľr! Abends entschieden wir uns aus Bequemlichkeit im hoteleigenen Gasthof zu essen. Das Essen war sehr lecker, nur die Sitzgelegenheit (Holzhocker) lie√üen kein gro√ües Gef√ľhl der Gem√ľtlichkeit aufkommen – wir blieben dennoch fast¬†zwei Stunden.

Am Sonntag packten wir¬†nach dem Fr√ľhst√ľck¬†unsere Siebensachen ein und brachen nach Karpacz, den Deutschen mehr als Krummh√ľbel bekannt, auf. Die Entfernung von 20 km ist ja wirklich nur ein Katzensprung! Daf√ľr kamen wir bis direkt an den Fu√ü der¬†Schneekoppe, welche mit 1603 m als h√∂chste Erhebung¬†des Riesengebirges gilt. Unser Plan war, mit der Seilbahn¬†sowie weit es geht („Kopa“) nach oben zu fahren und dann den Rest des Weges bis zur Bergspitze zu laufen, aber aufgrund des starken Windes gab es keine Liftverbindung nach oben! Daher entschieden wir uns wenigstens eine Wanderung in der bezaubernden Schneelandschaft zu machen und von ca. 640 m die Hampelbaude in der H√∂he von 1258 m zu erreichen. Ich finde¬†Bergwanderungen an und f√ľr sich sch√∂n, aber dieses Gestapfe nach oben macht mich echt fertig¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬† !

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Aber letzten Endes haben wir das angepeilte Ziel doch noch erreicht und g√∂nnten uns¬†in der¬†„Schronisko Strzecha Akademicka“¬†etwas Ess- und Trinkbares (meine quarkgef√ľllten Eierkuchen sind noch nicht fertig, deshalb sitze ich nur mit dem Tee da)

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Man glaubt es kaum, wie komisch und unbeholfen Leute laufen können, wenn sie die nur die klobigen Schuhe der Abfahrtskier anhaben! Und welches Getrampel dadurch in einem Holzhaus entstehen kann! Seitdem liebe ich meine bequemen Wanderschuhe noch viel mehr!

Auf dem Weg nach unten hatten wir sogar ein wenig Zeit f√ľr das eine oder das andere kleine P√§uschen.

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Die Strecke, welche wir ins Auge gefasst haben, war allerdings f√ľr¬†Wanderer wegen Lawinengefahr gesperrt, aber der alternative Weg war auch sehr gut zu erlaufen.

Als wir zur√ľck im Karpacz ankamen, schauten wir uns noch von Au√üen die wohl au√üergew√∂hnlichste Kirche in ganz Polen an¬†– die Kirche Wang:

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Was f√§llt euch bei dieser Kirche auf? Genau,¬†es ist eigentlich eine typisch norwegische Stabkirche! Sie ist sogar tats√§chlich norwegischer Herkunft und sollte einst im √Ėrtchen namens Vang¬†abgerissen werden, um durch eine modernere Bauweise ersetzt zu werden. Zum Gl√ľck hat¬†der in Deutschland lebende Maler J.C.C. Dahl¬†diese gekauft und dann im Riesengebirge wieder aufbauen lassen. Dort f√§llt sie wirklich sehr auf, passt aber ganz gut zu den Schneelandschaften –¬†finde ich.

Das war der letzte Höhepunkt unseres Ausflugs. Von dort ging es mit einem kleinen Zwischenstopp zum Essen und zum Einkaufen von polnischen Lebensmittel direkt nach Hause.

Ich habe bei dieser Reise √ľbrigens festgestellt, dass mein Polnisch inzwischen ziemlich gut geworden ist, denn ich¬†wurde sowohl verstanden als auch verstand ich das geschriebene und gesprochene Wort, vorausgesetzt, es¬†wurde nicht zu schnell ausgesprochen¬†¬†¬† zwinker
Das war insofern sehr n√ľtzlich, da sich die Deutsch- und Englisch-Kenntnisse¬†der von uns kennengelernten, polnischen Bev√∂lkerung als nicht wirklich gut erwiesen haben, obwohl der Wille, sich in diesen Sprachen zu unterhalten, stets vorhanden war.¬†Allerdings d√ľrfte¬†mein Polnisch auch¬†noch seeeeehr ausbauf√§hig sein¬†¬†¬† zwinker

Das war also die kurze Zusammenfassung von unserem Hochzeitstagausflug in die slawische Nachbarschaft    standard



2015 09.
Feb

*r√§usper*¬†¬†¬† Die Feiertage sind allesamt vorbei, der so m√ľhsam geschm√ľckte Baum ist Geschichte¬†und das Wetter drau√üen tut¬†sich immer noch so komisch. Da sitzen auch¬†B√§ren gern bei¬†Sommerfotos und erinnern sich an die warmen Tage. Dabei fiel¬†dem Kleinen Dinkelmann und mir auf, dass wir euch ja noch nie von unseren Abenteuern in NRW berichtet haben. Unsere B√§renmutti hat das zwar noch geschafft, aber wir haben da wohl schon wieder andere B√§renpl√§ne geschmiedet. Um so besser! Nun k√∂nnen wir euch alle an den Erinnerungen von unserem damaligen¬†Kurzurlaub teilhaben lassen¬†¬†¬† zwinker

Aaaaalso, wir, Heini und Kleiner Dinkelmann, waren bei der 4-tägigen Reise im Mai mit dabei und haben allerhand gesehen und erlebt. Zum Beispiel haben wir das riesige Herrmanndenkmal mit den eigenen Knopfaugen gesehen:

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Und auch an der beeindruckenden Möhnetalsperre waren wir

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Da oben, in dem Turm, haben die Menschen ein Gittertor mit unfassbar vielen Vorhängeschlössern behangen:

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Und in Wuppertal sind wir sogar mit der Schwebebahn gefahren … vor uns hat das wohl auch mal Elefant namens Tuffi versucht, aber der ist einfach mittendrin in der Fahrt ausgestiegen und gleich mal in die Wupper gefallen – so bl√∂d waren wir nicht! Wenn die B√§ren schon nicht so gut fliegen k√∂nnen, dann k√∂nnen sie mit dieser Bahn zumindest v√∂llig entspannt √ľber die Erde und das Wasser schweben:

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Ganz toll war auch unser Ausflug zu den Externsteinen. Die haben wir uns erst einmal lieber von Weitem angesehen:

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Danach kletterten wir doch mal da rauf, denn ein Bär hat sicherlich keine Angst vor Bärgen!

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Oben waren wir ganz schön platt und haben uns ein wenig in der Sonne erholt:

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Das war richtig gut, denn so waren wir im Anschluss fit f√ľr eine Wanderung auf diesem b√§rigen Weg.¬†DEN konnten wir doch nicht ausfallen lassen!

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Wir waren auch in M√ľnster. Das Schloss dort ist echt der Hammer!

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Aber die Innenstadt war ganz sch√∂n nass … beim Fotografieren bekamen wir andauernd einen nassen Pops.

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Und dann haben wir eine Übärfrau entdeckt. Sie war riesig, aber die kleinen Leutchen um sie herum waren echt klasse! Einer Frau habe ich den Kopf mehr als verdreht, sie hat ihn meinetwegen beinah ganz verloren:

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Wir¬†zwei haben¬†dem V√∂lkchen auch beim Schrauben geholfen. Kleiner Dinkelmann hat daf√ľr extra die Bauanleitung gelesen:

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Ich habe mich da lieber als Praktiker eingebracht:

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Nach dem Feierabend durften wir dann sogar FEUCHTfröhlich mitfeiern:

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Die M√ľnsteraner verstehen sowieso ganz viel vom Essen und Trinken:¬†Brot gibt es hier in H√ľlle und F√ľlle … ich konnte mich echt nicht entscheiden!

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Darum haben wir uns lieber einen Kakao und einen Latte Macchiato organisiert:

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Danach haben wir statt eines eigenen Verdauungspaziergangs lieber am Ufer des Aasees (der heißt echt so!) den anderen beim Spazierengehen zugeschaut und ein wenig gelästert Рwer das selber nie gemacht hat, soll eine Zimtschnecke nach uns werfen!

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Aber die spannendsten Sachen haben wir dann im Römermuseum in Xanten erlebt. Erst haben wir geguckt, wie die Römer so gelebt haben. Keine Teddys im Bett!!! Kein Wunder, dass sie ausgestorben sind!

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Auch im Bad gab es keine Spur von unseren Vorfahren:

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Wir haben sogar in den Kr√ľgen im Vorratskeller nachgesehen

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und waren bereit daf√ľr auch ganz tief unter die Erde zu gehen, aber der Zugang war leider versperrt:

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Dann haben wir eine Tafel entdeckt, haben sie durchgelesen und stellten fest, dass auch hier keine B√§ren erw√§hnt werden – unsere Suche h√§tte bestimmt nie zum Erfolg gef√ľhrt:

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Dar√ľber musste ich erst einmal in aller Ruhe¬†nachdenken:

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Aber dann haben wir einfach das Beste aus dem Museumsbesuch gemacht und hatten¬†echt viel Spa√ü.¬† Das Kolosseum sah schon aus der Ferne nicht √ľbel aus:

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Und drinnen konnte man supertoll Verstecker spielen und die Eltern erschrecken    zwinker

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Ich sehe doch auch als Feldherr sehr attraktiv aus, nicht wahr?

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Bei diesen bunten Figuren fallen wir zwei doch schon gar nicht mehr auf    zwinker

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Dann haben wir eine Runde¬†der r√∂mischen Version von Dame gespielt. Dass sich der Kleine Dinkelmann¬†sofort f√ľr die blauen Spielfiguren¬†entschieden hat, liegt ja auf der Tatze.

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Gewonnen hat keiner von uns, denn irgendwie waren wir beide mit den vielen Scheiben ein wenig √ľberfordert. Au√üerdem war es nun an der Zeit,¬†nach Hause zu d√ľsen. Deshalb haben wir schnell noch unser strohbetriebenes Navi programmiert:

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Und da hie√ü es f√ľr uns „Bye-bye NRW“

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Nun sitzen wir wieder in unserem gem√ľtlichen Nest und warten auf den n√§chsten Ausflug .. wo es wohl hingehen wird ?!?!

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Die nächsten warmen Tage kommen ganz bestimmt!



2015 07.
Feb

Treue ist nat√ľrlich eine ganz wichtige Sache, aber ab und zu fremd zu gehen muss ja hin und wieder doch sein¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† zumindest wenn es darum geht, eigene Teddyb√§ren zu Hause zu lassen und sich mit fremden B√§ren zu befassen. Ich habe¬†von Ines samt Familie zum Geburtstag einen Gutschein f√ľr einen gemeinsamen Besuch der¬†Ausstellung „Teddy m√∂chte reisen“ bekommen und am letzten Dienstag habe ich diesen nun endlich einmal eingel√∂st.

Ich wurde direkt von der Arbeit angeholt und zum DREWAG-Treffpunkt gebracht. Der Eintritt war frei und die Ausstellung war sch√∂ner als ich dachte. Wobei ich zugeben muss, dass meine Aufmerksamkeit vorrangig nicht den alten Teddys in Stoffgestalt galt, sondern einer Bilderausstellung, welche in den Presseinformationen irgendwie gar nicht auftauchte. Die Kunst von Volker Z√§hme,¬†auch als Volker Brummig bekannt, hat Ines und mir echt viel Spa√ü gemacht. Sie¬†ist einfach witzig und lehrreich zugleich gewesen: Man nehme ein bekanntes Kunstwerk und „verb√§rt“ dieses – schon hat man eine Vorstellung von dem, was wir zu sehen bekamen. Das war mehr als am√ľsant!

Ein Test gefällig? Welches Bild erwartet man nach dieser Beschreibung?

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Wer auf dieses Bild getippt hat, kennt sich gut in Bärenkunst aus   standard

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Ein weiteres hätte ich auch noch im Angebot:

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Und nun die Auflösung:

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Die Bärenwaffen (= Löffel) sind echt göttlich! Aber auch der Bilderrahmen mit Bärenornamenten ist nicht zu verachten    lachen

Insgesamt beobachtete ich bei Herrn Brummig sehr viel Liebe zu bärigen Details:

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Und wer sagt, dass die Venus nach ihrer Geburt sofort gute Laune hatte    zwinker    ?

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Ich habe mir auch einen Bärigen Rahmen gegönnt: links ein Bär, rechts ein Bär Рwas will Olga mär?    lachen

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Die Ausstellung war nicht sehr gro√ü, aber richtig interessant. Wer sich wenigstens oberfl√§chlich mit Kunst auskennt und Sinn f√ľr Humor sowie eine Vorliebe f√ľr die Teddys hat, wird beim Betrachten dieser Werke einiges f√ľr¬†gute Laune entdecken!

Wir zwei verschwanden anschlie√üend noch ins Eiscafe Venezia, um bei hei√üer Schokolade und anderen Leckereien nicht nur √ľber das Gesehene zu quatschen. Das war ein richtig, richtig sch√∂ner Feierabend! Danke f√ľr das¬†umwerfende Geburtstagsgeschenk und auch f√ľr die Fotos, denn ich selber hatte diesmal (ausnahmsweise) keine Kamera mit¬†¬†¬† zwinker



2015 04.
Feb

Wie schnell 31 Tage bloss vorbeiziehen k√∂nnen! Der Januar ist bereits seit einigen Tagen¬†zuende und nun ist es schon wieder mal an der Zeit, die ersten Ergebnisse meines Fotojahresplans zu pr√§sentieren¬†¬†¬† zwinker ¬†¬†¬†„Stra√üen der Stadt“ als Thema hat mir die M√∂glichkeit gegeben,¬†Bilder an verschiedenen Ecken von Dresden, an unterschiedlichen Tagen und auch zu unterschiedlichen Tageszeiten¬†zu machen. Dann lade ich euch hiermit mal¬†auf einen Spaziergang durch einige Stra√üen von Dresden ein¬†¬†¬† standard

Diesmal einfach alphabetisch und nicht nach Stadtteilen aufgelistet    zwinker

Hier sind wir an der Alberstraße angekommen:

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Altl√∂btau ist so wie der Stra√üenname schon verr√§t der urspr√ľngliche Kern von L√∂btau:

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Dort fand ich unter anderem ein sch√∂nes „Mosaik“ der Stra√üenbel√§ge: Asphalt, Pflaster, Kopfstein, Platten, Randstein, …

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Die Bienertstraße nach einem kleinen Schneefall:

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Die Stra√üe ist ganz in meiner N√§he: Borsbergstra√üe, den Dresdnern¬†auch unter dem Namen „Borsi“ bekannt:

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Jetzt springen wir mal wieder gen Löbtau und gehen auf der Burgkstraße spazieren:

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Im Nachbarstadtteil namens Plauen sind wir hier auf der Chemnitzer Straße unterwegs:

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Willkommen auf der Fritz-L√∂ffler-Stra√üe. Im Hintergrund sieht man √ľbrigens die blauen T√ľrmchen der Russisch-Orthodoxen¬†Kirche:

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Und so sieht der anschließende Fritz-Löffler-Platz aus, wenn die Straßenbahn voll in Fahrt ist    standard

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Wenn man vor dem Goldenen Reiter steht und gen Neustadt schaut, dann sieht man die Hauptstraße:

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Die nächste Straße aus meiner Nachbarschaft РHaydnstraße und rechts das Nexö-Gymnasium:

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Erinnert ihr euch noch an die Hauptstraße? Diese Straße verläuft parallel zu ihr und heißt Königsstraße:

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Die Lenn√©stra√üe am fr√ľhen Morgen:

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und am späten Abend:

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Die L√ľbecker Stra√üe habe ich dagegen im Hellen fotografiert:

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Wenn die Leute am fr√ľhen Morgen zur Arbeit √ľber die M√ľller-Berset-Stra√üe d√ľsen, dann sieht das so aus:

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Auf der M√ľnchner Stra√üe ist ebenfalls die Eile vor dem Beginn des Arbeitstages angesagt:

m√ľnchner

Die Nieritz-Stra√üe, welche zur K√∂nigsstra√üe f√ľhrt:

nieritz

An der Kreuzung Pennricher und L√ľbecker Stra√üe:

pennricher-l√ľbecker

Die Reisewitzer Straße nach einem Sturm:

reisewitzer

Die Ritterstraße mit Blick auf die Neustädter Markthalle (rechts) und im Hintergrund auf die Dreikönigskirche:

ritterstr1

Die St√ľbelallee in der Dunkelheit:

st√ľbelallee

So sieht die Tharandter Straße aus, wenn man nach Freital fährt:

tharandter1

Und so sieht sie aus, wenn man aus Freital kommt und nach Dresden reinfährt:

tharandter4

Und weil ich die Pflastersteine so schön finde, hier noch ein Bild von Theresienstraße:

theresien

Zum Schluß gibt es noch eine Aufnahme von der Zwickauer Straße:

zwickauer1

Ihr merkt, nun sind vor von A bis Z in Dresden unterwegs gewesen, wenn auch ein paar Buchstaben nicht in der Aufzählung vorgekommen sind    zwinker

Wenn ihr noch mehr entdecken wollt, dann k√∂nnt ihr bei der Reise durch Dresden geradeaus fahren oder abbiegen – es gibt √ľberall auf den Stra√üen dieser Stadt viel Interessantes zu entdecken, das versichere ich¬†euch¬†¬†¬† standard

tharandter3