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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 29.
Sep

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich mit allen EindrĂŒcken der vier Reisewochen fertig sein werde – es sind einfach zu viele und zu unterschiedliche. Da aber eure Neugier auf unsere Erlebnisse mehrmals zum Ausdruck gebracht wurde, versuche ich wenigstens einen Teil davon hier zu zeigen. Als Frau weiß ich nur zu genau, dass Kleidung sehr viele Botschaften transportieren kann, darum habe ich ein paar passende Bilder ausgesucht.

Auf Bali war das Wetter optimal fĂŒr kurze Hosen, welche Carsten und ich nur zu gern fĂŒr unsere AusflĂŒge zu verschiedenen Destinationen nah und fern angezogen haben. Wir fĂŒhlten uns wohl darin und hatten außerdem das GefĂŒhl, dass man damit nicht irgendwie komisch angesehen wird. Die Insel ist Touristen gewohnt, und dass wir solche sind, verriet nicht so sehr die kurzen Beinkleider, sondern unser eindeutig blasses, europĂ€isches Aussehen.

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Um die zahlreichen und bezaubernden Tempelanlagen zu besuchen, waren unsere Hosen dann aber doch zu kurz. Aber zum GlĂŒck konnte man ĂŒberall unentgeldlich vor dem Betreten einer solchen Tempelanlage einen Sarong bekommen … wenn man eine kleine Spende oder sein Eintrittsgeld bezahlt hat. Bei den Einheimischen sah diese Kleidung aber immer irgendwie bedeutend besser aus

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Auf Bali konnte ich mir außerdem einen Kindheitstraum erfĂŒllen, denn ich wollte schon immer einen spitzen Strohhut aufsetzen. Eben so einen, wie man ihn immer im Fernsehen bei den Vietnamesen gesehen hat. Auf Bali werden solche HĂŒte auch getragen, auf den Reisfeldern vor allen Dingen der Sonne wegen. Ein solcher, allerdings zusĂ€tzlich schön bunt bemalter, hing in unserem Hotelzimmer und ich konnte einfach der Versuchung, diesen aufzusetzen, nicht widerstehen    standard

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Auf unseren Fahrten durch die StĂ€dte und Dörfer von Bali haben wir sehr oft Kinder in Schuluniformen gesehen. Ich dachte frĂŒher immer, dass die Schuluniform aus meiner Zeit schon mit sehr vielen Vorschriften gespickt war, aber auf Bali fiel mir auf, dass enorm viele MĂ€dchen, welche die Schule nach dem Unterricht verlassen haben, nicht nur gleichfarbige Anziehsachen tragen, sie hatten sogar die gleichen Frisuren und je nach Farbe der Schuluniform auch die Schleifen in einheitlicher Farbe in den Zöpfen.

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WĂ€hrend unserer Katamaran-Kreuzfahrt waren bei uns ĂŒberwiegend Bade- und Schnorchelsachen angesagt. Damit war man am besten fĂŒr das Beobachten des Treibens auf dem Meeresboden vorbereitet und die bunten Farben passten perfekt in die farbige Fisch- und Korallenwelt.

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Als unsere Bali-Zeit zu Ende war und wir Dubai und Abu Dhabi unsicher machten, Ă€nderte sich zumindest bei mir die Hosen- und ÄrmellĂ€nge gravierend. Zum einen hat man RĂŒcksicht auf die Befindlichkeiten der Einheimischen genommen und zum anderen waren lange Ärmel und lange Hosenbeine aus dĂŒnnem Stoff die beste Option, um sich draußen bei + 40°C /+45°C aufzuhalten. Geschwitzt habe ich trotzdem ohne Ende … aber, wie ich fand, haben diese Sachen in den meisten Ecken der Stadt schon ziemlich passend ausgesehen.

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Trotz der großen Hitze hĂ€tte ich mich nur zu gern mit diesem sĂŒĂŸen BĂ€renfell samt BĂ€r in der Öffentlichkeit gezeigt, aber da nahmen schon 4 kg Muscheln von unserer Katamaranfahrt viel zu viel Platz im Koffer ein. Carsten konnte daher sehr gut den Blicken des BĂ€ren und auch meinen widerstehen …

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Das Outfit dieses BĂ€ren aus einem „Build-a-Bear“-Laden in der Dubai Mall passte wirklich perfekt zur Umgebung – das nenne ich „gute Tarnung“

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Ich habe natĂŒrlich ebenfalls versucht, mich mithilfe einer Abaya zu tarnen. Beim Besuch des Kulturzentrums an der Jumeirah-Moschee in Dubai funktioniert das meiner Meinung nach einigermaßen gut … und es sieht sogar recht fesch aus, oder ?

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Allerdings habe ich am gleichen Tag wohl meinen Schal, welchen ich bis dato immer als Kopftuch nutzte, in einem Taxi liegen gelassen. Der Verlust fiel mir erst in Abu Dhabi auf, als wir schon auf dem Sprung zur Weißen Moschee waren. Deshalb habe ich mich dort komplett aus dem Moscheefundus einkleiden mĂŒssen. Ergebnis: Schwarz macht zwar schlank, aber nicht unbedingt hĂŒbsch und glĂŒcklich    zwinker

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Das LĂ€cheln fiel mir dann am Strand nach einem Bad im tĂŒrkisblauen Wasser bedeutend leichter. Ich fĂŒhlte mich vier Wochen lang mit meinem Badeshirt tatsĂ€chlich am wohlsten !

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Aber nun bin ich wieder hier zu Hause und es ist Herbst, daher gewöhne mich lieber ganz schnell an Strumpfhosen und Jacken. Aber das Barfußlaufen im warmen Sand und im Salzwasser des Meeres vermisse ich immer noch sehr …



2016 26.
Sep

Na, dann will ich mal anfangen, eine erste kleine Zusammenfassung unseres 4-wöchigen Sommerurlaubes zu geben. Mittlerweile sind wir ja schon wieder seit ĂŒber zwei Wochen im Apartamento OLCA angekommen, haben es aber immer noch nicht geschafft, etwas hier im Blog darĂŒber zu schreiben … die To-Do-Liste, der Arbeitsalltag und etliche Termine mit Freunden, Bekannten und leider auch Ärzten haben uns immer wieder davon abgehalten. Nicht zu vergessen 9463 Fotos und 159 Videos, die ebenfalls durchgesehen, aussortiert und genossen werden wollen. Nach der ersten Sortierung konnten wir uns immerhin schon auf 9097 Fotos und nur noch 100 Videos einigen, doch eigentlich soll noch sehr viel mehr reduziert werden. Die erste Fotoshow mit Freunden beinhaltete immer noch 630 Bilder und 16 Filme – die insgesamt ca. 2 Stunden mit ErklĂ€rungen und Anekdoten waren hoffentlich nicht zu langweilig fĂŒr alle Beteiligten.

Bei der heutigen Zusammenfassung versuche ich natĂŒrlich (insbesondere fototechnisch) sehr viel kĂŒrzer zu treten, aber die anfĂ€ngliche als „kleine“ bezeichnete Übersicht kann ich bestimmt nicht einhalten … am Ende wissen wir mehr.

Olga hat fĂŒr das Urlaubsjahr 2016 als Thema „Strand & Wasser“ gewĂŒnscht und wie schon bei der Hochzeitsreise im Februar auf Gran Canaria konnten wir mit der indonesischen Insel Bali (2,5 Wochen) sowie den Emiraten Dubai (4,5 Tage) und Abu Dhabi (3,5 Tage) jene Vorgabe auch beim Sommerurlaub einhalten. Die EindrĂŒcke dieser Strand- und Kulturreise werden mit Sicherheit noch einige Monate in unseren Köpfen herumwuseln: kilometerlange SandstrĂ€nde, eine uns völlig unbekannte Flora & Fauna, noch nie probierte Köstlichkeiten, ein direkter Kontakt mit dem Hinduismus und dem Islam, fantastische und uns völlig neuartige Welten unter Wasser, acht Tage lang auf einem Katamaran die Ruhe und Gelassenheit abseits vom Festland, völlig neue Transportmittel und das GefĂŒhl, wenigstens in einem der beiden LĂ€nder mal MillionĂ€r zu sein !

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Fangen wir mit den UnterkĂŒnften an: wir hatten mit dem Bali Mandira Beach Resort in Legian zweimal eine traumhafte und grĂŒne Hotelanlage mit tollem Personal, einem leckeren FrĂŒhstĂŒcksbuffet, mehreren Pools und nur ca. fĂŒnf Meter bis zum Strand bzw. Indischen Ozean.

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Unterbrochen wurde dieser Landaufenthalt durch eine Woche Herumschippern mit einem Katamaran (wir, ein anderes deutsches PĂ€rchen und vier Crewmitglieder), dessen Interieur aufgrund der engen Möglichkeiten eher einem Ferienlager gleichkam, dafĂŒr mit einem Exterieur a la MasterCard aufartete: UNBEZAHLBAR ! Das an Board immer frisch zubereitete Essen – wenn auch in der SchĂ€rfe europĂ€isiert – war megalecker, die angefahrenen Schnorchelspots von Lombok und den nahe Bali gelegenen Inseln traumhaft, die AnkerplĂ€tze samt Sonnenauf- und -untergang sowie einem Sternenhimmel inklusive breiter Milchstraße unvergesslich und die Crew trotz großer Sprachbarrieren mehr als hilfsbereit. Da werden enge Kojen und Kabinen ohne SchrĂ€nke, eine Dusche mit nur erfrischendem Kaltwasser aus einem 400-Liter-Tank und eine Toilette mit „gewissen“ Extras zur reinen Nebensache.

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Bei der RĂŒckkehr ins Bali Mandira Beach Resort wurden wir natĂŒrlich sofort vom Personal wiedererkannt und ĂŒberschwĂ€nglich von allen unseren balinesischen Bekanntschaften begrĂŒĂŸt. Außerdem bekamen wir fĂŒr die restlichen fĂŒnf Tage ein lohnendes Zimmerupgrade mit grĂ¶ĂŸerem und schönerem Badezimmerbereich.

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Unsere anfĂ€ngliche EnttĂ€uschung beim Zimmerbezug in Dubai gegen 6 Uhr morgens (doch kein City-View ?) löste sich in Wohlgefallen auf, als wir erfuhren, dass wir in dem uns jetzt zugewiesenen Zimmer erst einmal zur Ruhe kommen, duschen und schlafen könnten. Gegen Nachmittag wĂŒrden dann unsere Koffer wie gebucht in ein Zimmer mit Stadtblick im 30. Stock des Nassima Royal Dubai gebracht werden …

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… und an dem Blick konnten wir uns dann weder am Morgen aus dem Bett noch am Abend aus der Badewanne heraus satt sehen !

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Eigentlich war dies unser einziges Refugium ohne direkte Meeranbindung, denn das letzte Hotel, das InterContinental in Abu Dhabi, verfĂŒgte ebenfalls ĂŒber einen kleinen Privatstrand und einer nicht gerade kleine Poollandschaft. NatĂŒrlich gab es auch hier eine tolle Aussicht …

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Wechseln wir nun einmal von der Umgebung zu den Menschen, die einen solchen Aufenthalt natĂŒrlich auch immer sehr mit beeinflussen. Davor mĂŒssen wir aber wohl mal unsere eigenen Gedanken (!) bezĂŒglich drei bislang nĂ€her kennengelernter Weltreligionen wiedergeben, denn die haben unserer Meinung nach ebenfalls sehr großen Einfluß auf das gesellschaftliche Miteinander. Bitte nicht ĂŒbel nehmen, sollten wir mit der ein oder anderen EinschĂ€tzung nicht die allgemeine Meinung des Lesers treffen.

Durch die Heimat kennen wir natĂŒrlich das Christentum und durch Bekanntschaften und Freunde machen wir immer mehr die Erfahrung, daß nur noch die Wenigsten so richtig glauben bzw. gemĂ€ĂŸ der christlichen Vorgaben leben. Damit meinen wir in erster Linie natĂŒrlich das Beten und den Gang zur Kirche … ist eher selten geworden, oder nicht ? Demnach können wir irgendwie auch den allgemein vorherrschenden, gesellschaftlichen Umgang in Deutschland im Vergleich zu den jetzt gemachten Urlaubserfahrungen „tolerieren“: Unfreundlichkeit, Vorteilsverschaffung und GriesgrĂ€migkeit sind doch mittlerweile irgendwie an der Tagesordnung und lassen sich mit der religiösen Loslösung vereinbaren. Uns sind unglĂ€ubige Christen mit egoistischen ZĂŒgen irgendwie lieber, als nach außen hin streng GlĂ€ubige, die aber dennoch nicht das Bild der eigenen Religion zeigen. Wir wĂŒrden letzteres wohl eher als große Scheinheiligkeit bezeichnen.

Und sowas – sorry fĂŒr diese Offenheit – haben wir im muslimischen Teil des Urlaubs vollends zu spĂŒren bekommen. In den Emiraten, wo ca. 20% Einheimische tĂ€glich fĂŒnfmal dem islamischen Gebet nachgehen und auch so ĂŒberall die religiösen Befindlichkeiten berĂŒcksichtigen, können wir nicht nachvollziehen, warum die restlichen 80% Gastarbeiter dieses Landes nahezu wie moderne Sklaven gehalten werden. Arbeitzeiten von bis zu 24/7-Diensten und nur 200 Dollar Entlohnung im Monat (die Kaufkraft dĂŒrfte in etwa der in Deutschland entsprechen), eine sehr offene Unfreundlichkeit gegenĂŒber dieser „Diener“ und einer spĂŒrbar gesellschaftliche Meidung von AndersglĂ€ubigen, lassen sich unserer Meinung nach nicht im Entferntesten mit einer aus Toleranz und NĂ€chstenliebe bestehenden Religion wie dem Islam vereinbaren. Lediglich solche Emirati, die fĂŒr ihre Religion und ihr Land gesellschaftliche Werbung bzw. AufklĂ€rung betreiben wollen, haben uns gegenĂŒber einen vorhandenen Einklang mit dem Glauben und der damit verbundenen Lebensweise gezeigt. Hierbei wird uns insbesondere das Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding (SMCCU) der Jumeirah-Moschee immer in bester Erinnerung bleiben, wo Muslime uns nicht nur durch die einzige, von Nicht-Muslimen zugĂ€ngliche Moschee in Dubai fĂŒhrten, sondern auch bestmöglich den Glauben von A-Z, die Gebetsabfolgen, die Besonderheiten und die gesellschaftlichen AusfĂŒhrungen zu erklĂ€ren versuchten. Erkenntnis des Tages: die Theorie des islamischen Glaubens ist Ă€ußerst positiv, aber die gesellschaftliche Umsetzung, wie z.B. Glaubenskriege (aktuelles Beispiel ISIS), Frauendiskriminierung, Vollverschleierung und das von uns kennengelernte Ausbeuten der (auswĂ€rtigen) Arbeiterschaft, lĂ€sst oftmals zu wĂŒnschen ĂŒbrig – doch auch damit hat sich die christliche Kirche bekanntlich nicht immer rĂŒhmen können !
Wer uns gegenĂŒber immer sehr höflich, freundlich und zuvorkommend war, sind die vielen ServicekrĂ€fte und Arbeiter, die wir kennenlernen durften. Egal, ob aus Indien, Pakistan und von den Philippinen (diese drei machen wohl ca. 50 % aller Gastarbeiter aus) oder aus der Ukraine, Nepal und all den vielen anderen LĂ€ndern, die vertraglich gebundene Arbeiter in die V.A.E. schleppen, wir haben uns immer gut mit ihnen verstanden und konnten uns toll mit ihnen unterhalten. Im Nachhinein betrachtet haben sogar nur diese uns gegenĂŒber den gastfreundlichen Charme von Dubai und Abu Dhabi entgegengebracht …

Aber warum erklĂ€re ich das hier ĂŒberhaupt alles ? Weil wir wĂ€hrend unserer Reise ja auch den Hinduismus, mit der speziell auf Bali praktizierten Form des Hindu-Dharma-Glaubens kennengelernt haben … und diese Art der Religion und des gesellschaftlichen Umgangs hat uns sehr stark beeindruckt. Wir sind beide bekanntlich keine GlĂ€ubigen und denken auch eher selten an ein Geschöpf, was ĂŒber allem steht und alles lenkt, aber auf uns wirkt die Lebensweise der Balinesen Ă€ußerst stimmig im Zusammenhang zwischen Glaubenstraditionen und dem gesellschaftlichen Umgang.

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Auf Bali wird viel und fĂŒr alles gebetet, jedes Haus und jeder Ort verfĂŒgt ĂŒber einen Tempelbereich, götterbesĂ€nftigende Opfergaben werden an allen nur erdenklichen Orten mit kurzen und langen Zeremonien verteilt, nahezu alle Tiere bekommen einen religiösen Status und man ist auch eigentlich fĂŒr alles dankbar oder versucht das Schlechte mit Hilfe der Götter und durch Gebete abzuwenden.

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Und genau diese (zugegeben etwas ĂŒbertriebene) Frömmigkeit spiegelt sich aber auch im Umgang mit den Mitmenschen und im Alltag wieder. Egal wo wir waren, ob in der Hotelanlage, in dem stĂ€dtischen Moloch von Denpasar mit allen seinen direkt angrenzenden StĂ€dten oder weit draußen, abseits der Touristenpfade auf dem Land, uns wurden nur Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und positive Energien entgegengebracht. Einer von uns fast zwei Wochen spĂ€ter angebrachten Reklamation in einem kleinen Touristenverkaufsladen wurde ohne Bon und Diskussion begegnet, falsch herausgegebenes Wechselgeld wurde auch nach zwei Minuten Unterhaltung ĂŒber unsere Herkunft und der Meinung zur Insel vom Kassierer selbst hinterfragt und die ĂŒberall entgegengebrachte Freundlichkeit hatte nie den bitteren Charme von UnterwĂŒrfigkeit oder Touristenbonus. Genau dieses Zusammenspiel von Glauben und gesellschaftlichem Umgang ist das, was wir eigentlich weltweit suchen und uns natĂŒrlich auch sehr in Deutschland wĂŒnschen wĂŒrden. Ausgerechnet wir Deutsche hĂ€tten keinen Grund, chronisch schlecht gelaunt oder unglĂŒcklich zu sein.

Ich hoffe, wir konnten unsere Erfahrungen relativ verstĂ€ndlich beschreiben und haben keine GefĂŒhle unserer Leser verletzt … wie gesagt, es ist nur die Wiedergabe unserer eigenen Erfahrungen und Meinung, ohne durch Pauschalisierung jemand anderem auf den Schlips treten zu wollen. NatĂŒrlich tauschen wir auch mit jedem gerne seine persönlichen Gedanken zu diesem Thema aus und sind offen fĂŒr andere Meinungen.

Schwenken wir nun aber lieber einmal zu den ĂŒbrigen Lebewesen dieser Reise um – manches kannten wir, manches war aber auch völlig neu fĂŒr uns: eine ĂŒberschaubare Anzahl an streunenden Hunden auf Bali, die aufgrund der religiösen Auslegung weder gehasst noch ignoriert werden, eine völlig neue und zum Greifen nahe Welt unterhalb der WasseroberflĂ€che mit farbenfrohen Seesternen und Fischen …

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… atemberaubende Korallenformationen, drei in der Brandung schwebende und zum Greifen nahe Mantarochen mit ca. 2,5 bis 3 Meter Spannweite …

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… in Dude-Manier (siehe „Findet Nemo“) dahin gleitende Schildkröten, vom Boot aus gesichtete Kleinwale, Delphine und fliegende Fische, Teiche voller riesiger Koi-Karpfen …

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… Affen an allen Ecken und Enden, die durch Kopi Luwak bzw. Katzenkaffee bekannt gewordenen Schleich-/Zibetkatzen, den kleinsten Hirsch der Welt namens Pudu(-Pudu) …

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… kleine und große FledermĂ€use, handtellergroße Schmetterlinge und KĂ€fer …

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… durch die WĂŒste spazierende Kamele und Dromedare und die ĂŒberall herumkriechenden Eidechsen. Nur Schlangen und große Spinnen blieben uns zum GlĂŒck erspart ! Ach so: natĂŒrlich waren wir fĂŒr all diese Begegnungen nicht in einem Zoo      zwinker

Auf unseren zahlreichen AusflĂŒgen mit und ohne FĂŒhrer …

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… z.B. durch den ruhrgebietsĂ€hnlichen Stadtzusammenschluß von Denpasar, Kuta (Australiens Mallorca) und Legian, an verschiedenen StrĂ€nden und Orten auf Balis SĂŒdhalbinsel sowie in der Mitte und im Osten, durch die von Baustellen geprĂ€gten StĂ€dte Dubai und Abu Dhabi, eine WĂŒstensafari im SUV samt erfahrenem DĂŒnenlenker und natĂŒrlich die Inselchen und TraumstrĂ€nde der Balisee und der Straße von Lombok, dienten uns nicht immer nur unsere FĂŒĂŸe, sondern auch zum Teil bislang unbekannte oder zumindest wenig genutzte Transportmittel, wie z.B. ein Dingi bzw. Schlauchboot und Roller, welche auf Bali Scooter genannt werden und zum Teil fast 60% aller Verkehrsmittel auf den vollgestopften Straßen in und um Denpasar ausmachen …

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… Kamele und Kajaks …

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… sowie supergĂŒnstige Taxis auf Bali und in den V.A.E. (15 min ca. 3,50 Euro – damit startet unseres Wissens nach ein Taxi in Deutschland seine Fahrt !).

NatĂŒrlich fiel dabei auch so manche kuriose Fortbewegung auf:

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Bleibt zum Abschluß noch das Essen zu erwĂ€hnen. Wir haben in den zweieinhalb Wochen auf Bali bis zu einem GĂŒrtelloch abgenommen, was aber bestimmt nicht an der Menge, sondern viel mehr an der Art und Weise des Essens gelegen hat, denn der gesamte Verlust wurde durch die eineinhalb Wochen in den Emiraten schnell wieder aufgeholt, als wir uns in erster Linie durch urbane Foodcourts der Malls und Einkaufspassagen verköstigen mussten und nicht mehr auf liebevoll zubereitete Hausmannskost aus einheimischen Warungs zurĂŒckgreifen konnten – der damit verbundene „Verlust“ der einheimischen, arabischen KĂŒche ist so schade !

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Aber natĂŒrlich gab es auch auf Bali die eine oder andere Kalorienbombe … doch in der Regel wussten wir nicht, was wir da nun gerade verspeisten. Hauptsache es war lecker und wir hielten uns an den Rat unseres, an vier TagesausflĂŒgen beteiligten Inselfahrers: „Je röter desto schĂ€rfer !“

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Seufz, wir sind nun am Ende der Kurzzusammenfassung (!) angekommen und alleine das Aussuchen und Ansehen der Fotos rief in uns beiden wieder Urlaubsreife und Fernweh hervor. Asien und die Inseln Ozeaniens haben uns schon etwas in ihren Bann gezogen und wir denken bereits ĂŒber Ziele, wie die Philippinen, Thailand, Sri Lanka und Malaysia nach. Aber insbesondere an Indonesien hat Olga Blut geleckt, denn die Sprache scheint wohl sehr einfach gestrickt und somit leicht zu erlernen zu sein … in diesem Sinne „Terima Kasih“ fĂŒrs Begleiten und Durchlesen – eure standesgemĂ€ĂŸe Antwort mĂŒsste jetzt „sama-sama“ lauten     zwinker

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P.S.: und ja, auch wenn das fĂŒr uns wahrlich nicht der Höhepunkt unserer Reise war, darf dieses Superlativ aus Dubai natĂŒrlich nicht fehlen: der Burj Khalifa in voller GrĂ¶ĂŸe

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2016 14.
Sep

Dieses Jahr haben Carsten und ich uns einen richtig langen Urlaub gegönnt: 4 Wochen am StĂŒck … das gab es bei uns noch nie! Damit es sich auch richtig lohnt, haben wir uns gleich mehrere Ziele ausgesucht: Bali, Dubai und Abu Dhabi.

Wir sind erst am letzten Samstagmorgen um 7 Uhr in Dresden angekommen und seitdem versuchen wir alles, was wir in dieser Zeit erlebt haben, irgendwie zu verarbeiten. Wir haben in der Zeit so viele schöne und so unterschiedliche Sachen gesehen, gemacht und probiert, unzĂ€hlige nette Menschen kennengelernt und uns einfach nur gut gehen lassen. Es sind dabei fast 9.500 Bilder entstanden und ich versuche nun nebenbei schon mal ein paar Aufnahmen herauszusuchen, um euch schnellstmöglich an unseren Urlaubserinnerungen teilhaben zu lassen. Eins kann ich aber jetzt schon mit Sicherheit sagen – dieser Urlaub war einfach klasse!

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NatĂŒrlich war unser treuer ReisebĂ€r Heini dabei und auch er hat ganz viele Sachen fĂŒr sich neu entdeckt.

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AbĂ€r das wird er frĂŒher oder spĂ€ter selber mal bĂ€richten    zwinker

Ich merke gerade, meine Waschmaschine möchte von der Last befreit werden … nach so einem langen Urlaub hat man eben auch viel dreckige WĂ€sche im GepĂ€ck    zwinker
Ich werde mich daher erst einmal meinem Haushalt widmen und spÀter mehr von unserem Jahresurlaub schwÀrmen    lachen