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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 31.
Dez

Ich weiß, meine These ist etwas sehr übertrieben und natürlich hat Technik auch seine guten Seiten … ich als Systemadministrator dürfte ja auf keinen Fall technikfeindlich sein. Aber gestern sind mir gleich mehrere Fallstricke der zunehmenden Technolgiesierung und leider auch „Verblödung“ der Nutzer aufgefallen – und am Ende hat es mich sogar selbst erwischt !

Situation 1: Ein Aufeinandertreffen am Männerrefugium, dem Pissoir bzw. Urinal.
Früher (man, klingt das alt !) ist man an selbiges herangetreten, hat sein kleines Geschäft absolviert und vor dem Weggang wurde zum Spülen ein Hahn aufgedreht oder ein Knöpfchen gedrückt.  Mittlerweile trifft man immer öfter eine automatische Spülung an, die mittels Bewegungsmelder das Ankommen und vor allem das Weggehen registriert und danach völlig selbstverständlich für eine kurze Zeit den Wasserfluß aufdreht. Und gestern dann mein Bespiel für eine technologisch initiierte, schleichende Verblödung: mein Pinkelnachbar verläßt sein Keramikrund ohne (!) die händische Spülung zu betätigen. Absichtlich ? Vergessen ? Oder einfach schon zu technisch geprägt ?

Situation 2: Regen und Rückwärtskamera vertragen sich nicht.
Auch unser neues Auto verfügt mittlerweile über technische Gadgets, die ich als Autofahrer der alten Schule eigentlich gar nicht vermißt habe und gerne beim Kaufpreis eingespart hätte, wie z.B. Frontradar mit Bremsassistent, schlüsselloser Startknopf (keyless Mode), überdimensioniertes Entertainmentsystem inklusive Smartphone-Verbindung und eine Rückfahrkamera. Letztere ist zwar sehr hilfreich und verlockend, als einzige Einparkhilfe zu fungieren, aber bei Regen bzw. nach einer Fahrt mit heckseitiger Gischt eigentlich recht nutzlos. Und das Ergebnis: sehr viele Leute (Männlein wie Weiblein !) können eigentlich ohne Piepen und Kamera nicht mehr vernünftig einparken und stochern mit dem Vehikel in Parklücken herum, wie ein sattes Kind mit der Gabel im Essen. Meine Beispiele von gestern ? Auf dem großen Parkplatz am Elbe-Park hätte man darüber stundenlange Dokumentationen drehen können.

Situation 3: Warum sind bei Dunkelheit so viele ohne Licht im Auto unterwegs ?
Als wir dann abends vom Inder nach Hause gefahren sind, habe ich mich mal wieder über so einen autofahrenden Idioten aufgeregt, der ohne Licht über die Straßen huschte – Fahrradfahrer haben leider keine technologisch bedingte Ausrede für das Fahren ohne Licht … hier scheint in der Regel immer Ignoranz vorzuliegen, gepaart mit Dummheit, Faulheit und Gottvertrauen auf die spärlichen Reflektoren. Aber zurück zum Autofahrer: warum merkt er das denn nicht ? Draußen ist es relativ dunkel und nur durch Straßenlaternen erhellt und drinnen kann er doch seine Amaturenbrettinstrumente gar nicht erkennen. Falsch ! Die neuen Autos verfügen als technologischen Fortschritt mittlerweile über kleine LED-Applikationen, die wenigstens ein wenig nach vorne (!) auf die Straße funzeln und selbst bei ausgeschaltetem Fahrlicht ist die Instrumententafel dank Illumination (hell) erleuchtet. Also bekommt der Fahrer eines aktuellen Autos seinen Fehler eigentlich gar nicht mehr so schnell mit, wie ich als gewohnter Lenker veralteter Modelle, wie meinen Golf II in den 90ern, unseren Smart ForTwo seit 2004 und Olgas diverse KIA Carens, bei denen mindestens das Armaturenbrett den anfänglichen Fehler des Nichteinschaltens von Licht deutlich gemacht hat. Und genau das wurde mir gestern bei unserem neuen Suzuki Vitara zum Verhängnis, denn nachdem ich mich über den vermeindlichen „Lichtidioten“ beruhigt hatte und zwischendurch auch noch auf weitere Verkehrsrowdies getroffen bin (Abbiegen ohne Blinker, Warten auf mich obwohl selbst vorfahrtsberechtigt etc.), fiel mir auf einem etwas dunkleren Straßenabschnitt ohne LED-strotzende Laternen auf, daß auch ich die letzten 2 km ohne Licht gefahren bin – AUTSCH, die Verdummung hat nun auch bei mir zugeschlagen !!! Für mich wirkte eben alles normal: innen konnte ich alle Zeiger und Infotafeln wie gewohnt ablesen und außen sah ich auch genug im funzeligen Lichtkegel meiner LED-Zierbeleuchtung plus der städtischen Helligkeitsversorgung … 

Na hoffentlich passiert mir das nicht mehr so schnell wieder. Und was ist eigentlich mit denen, die irgendwie nur noch mit den Gegebenheiten der modernen Technik aufwachsen ? Werden diese Technologiejünger und Stromabhängigen dann nur noch verblödet die Macht an Siri, Alexa, Cortana und Google abgeben oder ohne spezielle App nicht mehr wissen, wie man Licht einschaltet, ein Radio bedient, mit anderen auch ohne Smileys und Memes kommuniziert, in Büchern nach Informationen sucht oder eine Straßenkarte liest ? Welch düstere Gedanken zum Ende des Jahres 2017 …

Nun bleibt mir nur noch, euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen sowie gemeinsam einem tollem, erfolgreichem und gesundem 2018 entgegenzufiebern. Machen wir das Beste daraus !

Eine Antwort zu “Carstens Gastbeitrag: Technik verblödet ?!”

  1. Anna Potter sagt:

    Ach lieber Carsten, Cyber-neffe und -freund
    Ein Jahreswechsellaecheln an Dich und Deine Liebste.

    Auch ich habe ein neues Auto (seit 13.12. Honda HR-V) und konnte 2000 Dollar einsparen, als ich auf einigen Schnickschnack verzichtete (wie z.B. Knopfstarter, Abbiegekamera und andere Dinge, die ich vorher nicht hatte und deshalb auch nicht vermisse)

    Das mit dem „ohne Licht fahren“ kann mir jedoch kaum passieren, seit ich immer – auch tagsueber – mit Licht fahre (um besser gesehen zu werden).
    Eine Rueckwaertskamera habe ich nun auch (die gehoert in USA ab 2018 zur „Standardausfuehrung“) Mir fiel neulich bei Regen jedoch ebenfalls auf, dass diese – wenn sie nass/verschmiert ist – eigentlich nicht hilft. Meist vergesse ich aber sowieso, dass ich eine solche „Sehkruecke“ habe und fahre weiterhin mit Selbst-um-blick rueckwarts. Gluecklicherweise lebe ich in einem Land mit grosszuegigen Parkflaechen und – ehrlich geschrieben – bin ich heute wohl auch kaum noch in der Lage „rueckwaerts einzuparken“ weil ich das hier nie tun muss.
    Und wo bitte bekomme ich eine Toblerone mit „ANNA“?

    Ich wuensche euch einen wunderbaren Jahresbeginn.

    Carsten antwortet: natürlich bei Toblerone selbst ;o) das war eine Weihnachtsaktion von denen. Da Toblerone aber in der Schweiz sitzt, konnte man das in Deutschland z.B. über Geschenkidee.de bestellen.

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