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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 08.
Apr

Kaum schrieb ich in diesem Blog meine Klage über den viel zu langen Winter, kam unverzüglich und ganz eilig der Frühling nach Dresden. Er erinnert mich an eine Person, welche sich wahnsinnig verspätet hat, dafür aber bei seiner Ankunft mit voller Wucht in den Raum hereinplatzt, in welchem alle anderen schon lange sitzen und auf eben diese Person warten.

Jedenfalls stelle ich gerade fest, dass ich von meinen Winterstiefel ziemlich nahtlos in Sommerschuhe umsteigen könnte, denn so stark sind die Temperaturen hier tagsüber angestiegen! Ich traue dem allerdings noch nicht so ganz, dazu ist es am frühen Morgen üblicherweise noch ziemlich frisch – heißt: wenn ich zur Arbeit radele, ziehe ich bei meinem Kleidungsstil doch noch einen vernünftigen Zwiebellook vor.

Aber es ist einfach nur schön, wieder am frühen Morgen draußen munteres Vogelgezwitscher zu vernehmen, am Nachmittag und am Wochenende im Innenhof des Häusercarrees die spielenden Kinder zu hören und unterwegs immer mehr frische grüne Blätter sowie jede Menge Blumen zu entdecken.

Und dass der Himmel ein so unglaublich wunderschönes, kräftiges Blau haben kann, hat man in der grauen Jahreszeit auch beinah vergessen … aber nun freut man sich über diesen Farbwechsel um so mehr!

Ja, ihr merkt schon, dass auch Carsten und ich den Frühlingsgefühlen nachgegeben haben und die letzten Tage unbedingt aus den eigenen vier Wänden nach draußen wollten. So zog es uns am Samstag in die Dresdner Innenstadt aus zweierlei Gründen: Erstens wollte ich gern einige Bilder zu meinem Monatsprojekt „Mauern“ machen und zweitens wollten wir an der Igeltour „Erstunken und erlogen – die Schwindeltour für Erwachsene“ teilnehmen.

Beim ersten Vorhaben musste mein armer Mann auf der 90-minütigen Runde durch die Dresdner Innenstadt zwar immer wieder auf mich warten, während ich mich mit den entsprechenden Fotomotiven beschäftigte, aber das ist ja er inzwischen gewohnt    standard

Er hat zum Glück kein Problem, einfach da zu sitzen und Leute zu beobachten – und es waren am gestrigen Tag logischerweise jede Menge Personen unterwegs. Ich finde allerdings schade, dass die Touristen derzeit anstelle einer historischen Augustusbrücke eine moderne Baustelle zu sehen bekommen:

Das wird wohl auch noch so bis 2019 bleiben. Ein Glück, dass Dresden noch sehr viel mehr zu bieten hat!

Das ist ja nur ein Mikroblick auf die schönen Seiten der Stadt!

Doch eigentlich wollten wir nicht nur die schönen und bereits bekannten Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen, denn diese Art von Führungen können wir inzwischen selbst für unser Gäste übernehmen. Die große Frage aber, welche der allgemein bekannten und immer wieder kursierenden Geschichten nun wahr und welche nur eine Legende oder gar Erfindung bis hin zur faustdicken Lüge sind, sollte bei der oben schon erwähnten Igeltour endlich mal beantwortet werden.

Es stellte sich heraus, dass die Einschätzung der Geschichten über deren Wahrheitsgehalt von den Teilnehmer zunächst selbst mit Wahr- und Falsch-Kärtchen gegeben werden musste, bevor die Auflösung durch den Erzähler folgte. Die lebendigen und sehr amüsanten Erzählungen, Anekdoten und Legenden samt der alles entscheidenden Frage gab Herr Stephan Reher zum Besten – erst zeigten alle die ausgegebenen Kärtchen und dann klärte er historisch belegbar auf:

Carsten und ich stellten dabei fest, dass wir bis auf zwei Geschichten von den anderen noch nie etwas gehört hatten, aber dennoch entschieden wir uns intuitiv in vielen Fällen für die richtige Seite der Karte. Von insgesamt 16 Geschichten mit anschließender Frage nach deren Wahrheitsgehalt beantwortete mein Mann 10 und ich 11 richtig. Für jede korrekte Entscheidung gab es immer ein Loch mit einem echten, antiken Fahrkartenknipser und so konnten wir am Ende problemlos feststellen, wie oft wir bei dieser knapp 2 Stunden langen Führung mit unserem Wissen oder unserem Bauchgefühl richtig gelegen haben:

Am Ende der Tour wurde die Gewinnerin, eine ältere Dame mit 15 richtigen Einschätzungen, mit einer kleinen, sehr hübsch verpackten Flasche Sekt ausgezeichnet. Und der Rest der Truppe durfte als Bereicherung viele neue Informationen über die Stadt, in welcher wir wohnen, mitnehmen. Verraten wird hier natürlich nix, damit jeder Dresdner Leser auch mal selbst in den Genuss der „erstunken und erlogenen Schwindeltour für Erwachsene“ kommen kann    zwinker

Auf dem Heimweg ließen wir erneut unseren Blick durch Dresden schweifen. Noch ist die Hochsaison der Touristen nicht gekommen und die Stadt sieht aus wie ein kleines Kind, welches gerade aufwacht und etwas verträumt in die Welt schaut:

Gut gelaunt, holten wir uns unterwegs als Abendessen noch eine Currywurst auf der Wilsdruffer Straße und wurden bei ihrer „Vernichtung“ prompt von Luisa und Romy von der Irish Dance Company überrascht    standard    Dresden ist eben doch nur ein 500.000-Seelendorf, denn egal wo man ist, fast überall trifft man immer irgendwie unverhofft auf bekannte Gesichter    zwinker

Ich schätze, vor allem jetzt wo das Wetter immer besser wird, werden wir unterwegs noch mehr vertraute und unbekannte Leute sehen, denn bei solch einladenden Sonnenschein hält es eben keiner lange in seinen vier Wänden aus    standard

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