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Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2019 10.
Jun

Irgendwie hat es sich so ergeben, dass die Elbe in unserer verflossenen Woche eine sehr zentrale Rolle gespielt hat. Vor knapp zwei Jahren habe ich Carsten zum Geburtstag ganz uneigennĂŒtzig    zwinker    einen Gutschein fĂŒr die Fahrt mit dem Elbe-Taxi geschenkt. Mein Mann machte fĂŒr den vergangenen Mittwochabend einen Termin aus und so saßen wir schon eine gute Stunde vor der geplanten Abfahrt um 21:15 Uhr im Biergarten „FĂ€hrgarten Johannstadt“ … praktischerweise befindet sich die Anlegestelle von Elbe-Taxi nĂ€mlich direkt am Ufer davor. Es war ein lauer Sommerabend wie es im Buche steht – ein perfekter Auftakt fĂŒr eine romantische Bootsrundfahrt!

Das Motorboot kam ĂŒberpĂŒnktlich an. Wir waren die einzigen GĂ€ste und schon bald saßen wir bei einem vom Fahrer spendierten, gekĂŒhlten Prosecco im Boot, um die Tour „Dresden @ Night“ zu beginnen. Zuerst ging es mit jede Menge Power von der Anlegestelle flussaufwĂ€rts bis zum Blauen Wunder.

Man glaubt gar nicht, mit wie vielen Insekten man plötzlich eine mehr als enge Bekanntschaft macht, wenn man so schnell auf dem Wasser unterwegs ist! So fĂŒhlt sich also eine Windschutzscheibe    standard

Hinter der BrĂŒcke, in der Höhe des „Schillergarten“ , wurde gewendet und dann tuckerten wir ganz gemĂŒtlich flussabwĂ€rts Richtung der Dresdner Altstadt und somit diesem Sonnenuntergang entgegen:

Die Farben des heutigen waren wieder einmal einfach nur mĂ€rchenhaft! Wir konnten uns an diesen die ganze Fahrt lang nicht satt sehen …

Schon bald darauf folgte die Blaue Stunde und die Lichter der Stadt gingen nach und nach an.

Das Zusammenspiel des natĂŒrlichen und kĂŒnstlichen Lichtes fanden wir Ă€ußerst harmonisch!

Wer schon mal abends in Dresden unterwegs war, weiß, dass man von der barocken Skyline der Altstadt niemals genug haben kann, wenn man auf dem gegenĂŒberliegenden Königsufer Posten bezogen hat. Von der Elbe aus hat man schon wieder einen ganz anderen Blick auf diese Schönheit – eine solche Kulisse hat uns beide sehr berĂŒhrt:

Ich kann diese Erfahrung wirklich nur wÀrmstens weiterempfehlen!

Wie ich schon eingangs schrieb, war das natĂŒrlich nicht unsere einzige Begegnung mit der Elbe in dieser Woche. Wir wollten die Gunst eines langen Pfingstwochenendes nutzen und haben fĂŒr den Samstag einen Tagesausflug inklusive 20 km Wanderung zur Elbquelle geplant – vor allem, um danach noch zwei weitere Tage zur Erholung zu haben.

Im Januar konnten wir in Cuxhaven sehen, wo die Elbe in der Nordsee mĂŒndet – an dieser Kugelbake:

Nun also mal ans Ende unseres Hausflusses in die andere Richtung, denn die Quelle liegt im Nachbarland Tschechien. Von Dresden muss man mit dem Auto allerdings schon so ca. 3,5 Stunden Fahrzeit einplanen, um endlich via Bundesstraßen und vielen Serpentinen zum Anfang des zur Elbquelle fĂŒhrenden Wanderweges in der Stadt SpindlermĂŒhle im Riesengebirge anzukommen.

GlĂŒcklicherweise ist unsere Entscheidung ein Rundweg    standard    denn diese Hin- und ZurĂŒcktouren damals auf Madeira waren nicht wirklich mein Fall – alles Rauf muss im Gegenzug auch wieder runter und umgekehrt und man bekommt eben nicht auf der gesamten Strecke immer nur Neues zu sehen. Hier ist das total anders. Man sieht auf dem Foto, dass die Wege der Strecke gut ausgebaut und ordentlich markiert sind:

Der Aufstieg ist zum GlĂŒck nicht zu steil. Wir sind außerdem erst bei 1200 m Höhe gestartet und als höchsten Punkt mussten wir 1484 m erklimmen, das Ende lag dann wieder bei 752 m … 

… und ja, wir haben bei der ursprĂŒnglichen 25 km langen Wanderung etwas geschummelt und sind von der SpindlermĂŒhle zur Spindlerbaude ca. 5 km bzw. 450 Höhenmeter zuerst bequem mit dem Bus gefahren.

Zum GlĂŒck gab es auf dem ausgesuchten Weg immer wieder die Möglichkeit, eine kleine Pause einzulegen und bei umwerfendem Weitblick einen Schluck Wasser zu trinken oder eine der mitgeschleppten Kleinigkeiten zu essen:

Je höher wir kamen, um so hÀufiger hat man in der Umgebung Stellen entdeckt, wo auch noch im Juni Schnee zu sehen ist!

Die Vegetation in diesen Höhen entsprach ziemlich genau dem in der Schule mĂŒhsam erworbenen Wissen: niedrig gewachsen und sehr robust:

Carsten meinte bei dieser Landschaft, dass sie ihn ganz stark zum einen an die LĂŒneburger Heide und zum anderen an eine großflĂ€chig angelegte Landesgartenschau erinnert – ich gebe  ihm (ausnahmsweise) in beiden Punkten recht.

Die Elbquelle, welche sich ganz offiziell so nennen darf, liegt in einer Höhe von 1386 m. Eigentlich beginnen die QuellbĂ€che der Elbe schon ein paar hundert Meter abseits auf einer Wiese, aber da man sich in einem Nationalpark befindet und die vorgegebenen Wege nicht verlassen soll, hat man extra fĂŒr die vielen Besucher eine etwas besser erreichbare Stelle als das eigentliche, sumpfartige Gebiet eingerichtet:

Hier ist der Beweis, dass ich es tatsĂ€chlich bis dorthin geschafft habe    standard    und im Hintergrund sieht man die ersten Meter eines der grĂ¶ĂŸten FlĂŒsse Deutschlands mit insgesamt 1095 km LĂ€nge, wovon 727 km innerdeutsch sind:

Und ja, auch hier habe ich kurz meine FĂŒĂŸe ins Wasser gehalten    standard

Die Elbe ist an dieser Stelle wirklich noch ungewohnt schmal und zierlich:

Aber auf unserem RĂŒckweg haben wir schon einige BĂ€che gesehen, welche von der Seite dazukommen und ihr richtig viel Wasser hinzufĂŒgen. Bereits nach wenigen hundert Metern, welche den Beginn des Abstiegs markieren, hat die Elbe als Wasserfall bedeutend mehr Inhalt zu bieten:

FĂŒr mich, die sonst eine Elbe immer nur als halbwegs breiten und gemĂ€chlichen Fluss in der SĂ€chsischen Schweiz, in Dresden und in Meißen sowie als ganz breiten Strom im Norden bzw. in Hamburg erleben konnte, ist es immer noch schwer zu realisieren, dass ich hier nun einen Rinnsal und einen lauten und stĂŒrmischen Elbfall gesehen habe.

Bei dem zunÀchst 4 km langen und steilen Abstieg war man vom Flusslauf eine Zeit lang (leider) gÀnzlich voneinander getrennt:

Aber als dieser Abschnitt dann zu Ende war, haben wir eine schon um einiges breitere, wenn auch noch recht flache Elbe bewundern können, die in der Abendsonne einen richtig goldfarbenen Touch bekam:

Auf den letzten 5,5 km bis zum Parkplatz, wo unser Smart ganz brav einen ganzen langen Tag auf uns gewartet hat, sahen wir noch viel mehr ZuflĂŒsse, die hineinströmten, und die Elbe somit weiter anschwellen ließen:

Der im tschechischen als Labe bezeichnete Fluss ist auf diesem Bild ĂŒbrigens links.

Am Ende dieser Wanderung meinte Carsten, dass er sich in seinem Leben noch mit keinem anderen Fluss derart intensiv gelebt hat: Besuch der Quelle im Riesengebirge, Besuch der EinmĂŒndung an der Kugelbake in Cuxhaven, Abschnitte in ÚstĂ­ nad Labem, DecĂ­n, der SĂ€chsischen Schweiz, Dresden, Radebeul, Meißen, Riesa, Torgau, Hamburg und BrunsbĂŒttel, zweimal (2002 & 2013) mit extremem Hoch- und unzĂ€hlige Male mit Niedrigwasser. Und da meine OrangenhĂ€lfte Ende Oktober dieses Jahres bereits sein 18. UmzugsjubilĂ€um feiern wird, hatte er inzwischen jede Menge Zeit, die Elbe von ihrer Entstehung bis zu ihrer Auflösung kennen zu lernen … zugegeben, ich auch    standard

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