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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 29.
Mrz

Es ist derzeit ein Thema, welches alle Lebensbereiche von uns allen betrifft. Die Worte „Coronavirus“ und „Pandemie“ beherrschen alle Medien und sind in aller Munde. Man richtet sich das Leben mit sozialer Distanz und Home Office ein, deckt sich mit Vorräten für die noch schlimmeren Zeiten ein und wartet, bis der ganze Spuk irgendwann vorbei ist.

Auch wir verlassen unser Domizil so selten wie es nur geht. Carstens Firma hat ihre Angestellten alle ins Home Office geschickt. Ich „darf“ noch zur Arbeit gehen, was ich ehrlich gesagt irgendwie angenehm finde. Die leeren Straßen auf meinem 5-minütigen Fußweg sind am frühen Morgen gut dafür geeignet, danach ganz entspannt im Büro zu erscheinen. Dennoch ist es ein etwas gespenstiges Bild, wenn am Wochenende bei schönstem Wetter der Platz vor unserem Haus menschenleer bleibt:

Ich finde allerdings, dass es ein gutes Zeichen ist, dass die Wentorfer die Ermahnung, lieber zu Hause zu bleiben, ernst nehmen. Mir gibt es auf jeden Fall ein sichereres Gefühl, obwohl ich von Panik so oder so recht weit entfernt bin    zwinker

Nach vielen Jahren als Fotografin der Irish Dance Company war mein St. Patrick’s Day in diesem Jahr etwas sehr viel einsamer ausgefallen, als ich es mir anfangs dachte. Ich hatte mir schon sogar einen Irish Pub im benachbarten Reinbek zum Feiern auserkoren, aber durch Corona wurde auch diese Idee Geschichte, da die Gastronomie ihren Betrieb zurückfahren bzw. ganz schließen musste. Aber ein Guinness in den eigenen vier Wänden und mit grünem Beiwerk musste es dann doch sein    zwinker

Mit unserer nordischen Integration sind wir übrigens einen weiteren Schritt vorangekommen. Unsere Autos haben beide die Nummernschildern DD (für Dresden) gegen RZ (für Ratzeburg) getauscht. Das Procedere der Ummeldung ist aufgrund Corona auch wieder etwas außergewöhnlich gelaufen. Carsten hatte bereits einen Monat vorab ein Zeitfenster für diesen amtlichen Akt gesichert und am 10. März war es dann auch soweit. Wir fuhren nach Schwarzenbek zur Zulassungsstelle. Bedingt durch die neuen Regeln des Zusammenlebens in den Zeiten dieser Pandemie (Kontaktvermeidung etc.) wurden wir genau so wie alle anderen nicht mehr ins Gebäude der KFZ-Zulassungsstelle gelassen. Jetzt wurde man buchstäblich ans Fenster gerufen:

Eines der Fenster im Erdgeschoss ging auf, es wurde eine vierstellige Nummer ausgerufen und in der Regel fand sich auch ein Besitzer dieser unter den ca. 10 Wartenden. Unser Termin war für 17:15 Uhr angesetzt und was muss ich sagen: absolut pünktlich um diese vergebene Zeit wurde ein Fenster geöffnet und unsere Nummer wurde ausgerufen – Respekt!

Die Mitarbeiter waren trotz dieser Umstände gut drauf, man war immer für einen lockeren Spruch zu haben. Das fanden wir wirklich gut. So kam unsere Sachbearbeiterin selbst bei unserer umfangreichen Ummeldung (drei Autos, zwei bekamen RZ statt DD und eines sollte das DD-Kennzeichen behalten) nicht aus der Ruhe und nach ca. 20 min war alles in Sack und Tüten. Der Suzuki kurvt nun mit RZ OC 1402 (Olga & Carsten + Hochzeitstag) und der Smart mit RZ OC 2006 (Olga & Carsten + Hochzeitsjahr) durch die Gegend und Stephanies Hyundai darf auf eigenen Wunsch das DD P 1000 (P für Potsdam) behalten.

Aber bevor Corona mit derartigen Einschränkungen Einzug in unser Leben gehalten hat, haben wir es tatsächlich noch geschafft, mit unseren Kindern in Andreas und Karls Wohnung in Leoben (Österreich !!! Ein paar Tage später schon Teilrisikogebiet) endlich einmal unsere Weihnachtsgeschenke auszutauschen und unsere schon seit 2010 traditionelle Jahresendauswertungen (a.k.a. persönliche Jahresrückblicke) durchzusprechen. Durch den Umbruch in unserem Leben, also den Umzug in den Norden genau zur Weihnachtszeit bzw. zum Jahreswechsel haben wir leider beides auf später verschieben müssen.

Carsten und ich flogen von Hamburg nach Wien, Stephanies Flug kam von Berlin. Wir drei trafen uns am Wiener Flughafen und fuhren dann mit dem Zug zu unserem großen Kind in die Steiermark. Wir haben dort ein schönes langes Wochenende verbracht und haben uns sowohl Leoben genauer angesehen als auch einen Tagesausflug nach Graz geplant:

Der Grazer Uhrturm ist ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt und auf jeden Fall einen Besuch wert!

Aber insgesamt sind beide Städte einen Besuch wert. Leoben ist eher klein, ruhig und beschaulich, in Graz steppt dagegen der Bär und man hat ein bedeutend größeres gastronomisches Angebot als in der neuen Wahlheimat von Andrea und Karl.

Da unser Weihnachten und überhaupt das Jahr 2019 für uns nun abgeschlossen war, freuten wir uns sehr über die ersten schönen Frühlingszeichen des noch jungen Jahres 2020:

Es wurde ein ganz wundervolles Familienwochenende und glücklicherweise noch ein paar Tage bevor durch Corona alle Länder und Bundesländer dicht gemacht haben bzw. die Menschen in die Quarantäne verdammt wurden. Wäre echt schade gewesen, wenn sich die fällige Familienzusammenkunft noch weiter ins Jahr 2020 verschoben hätte …

Carsten und ich sind jetzt auch sehr froh darüber, dass wir noch ohne Bedenken unseren 14. Hochzeitstag am 14. Februar gebührend in einem Restaurant feiern konnten. Wir entschieden uns damals ohne Vorkenntnisse für das „Rindock’s Steakhouse“ in Hamburg-Bergedorf, quasi um die Ecke von Wentorf:

Es wurde ein richtig schöner und romantischer Abend bei gutem Essen und Kerzenschein – genau so, wie es aus unserer Sicht an diesem Tag mindestens sein sollte    standard

Zum ersten Mal gab es bei uns zum Hochzeitstag aufgrund des ganzen Neustarts ja keine Fernreise wie in all den Jahren zuvor – wir konnten eben nicht weiter als 1-2 Monate im Voraus planen, denn Wohnungssuche, Umzug, meine Jobsuche und all die anderen organisatorischen Dinge eines Neuanfangs ließen das nicht verbindlich zu. Wobei, wenn man so richtig überlegt, haben wir dieses Jahr eigentlich sogar eine besonders große Reise im Februar unternommen … aber eben mit unserem gesamten Hab und Gut    standard    abenteuerlich genug war es auf jeden Fall    zwinker
Wir hoffen übrigens sehr stark, dass dieses Steakhouse die Quarantäne-Zeiten gut übersteht und danach wieder aufmacht, denn wir haben uns an besagtem Abend fest vorgenommen, dort auch einmal an einem anderen Tag essen zu gehen. Es hat uns dort sehr sehr gut gefallen.

Ich schätze, dass es nicht nur für uns schwer ist, auf auswärtiges Essen verzichten zu müssen. Aber zum Wohle aller kann man sich damit irgendwie arrangieren und wir hoffen, dass die guten Restaurants und Kneipen die derzeit herrschende Durststrecke ohne Insolvenz & Co meistern können!

Wir mussten zwischenzeitlich noch zusätzlich ein ganz anderes Problem meistern. Am ersten Wochenende mit Ausgangsbeschränkung gab es bei uns im Haus einen Wasserrohrbruch im Erdgeschoss. Wir hatten den ganzen Samstag in der Wohnung gewerkelt und als wir soweit waren, uns zumindest die Hände waschen zu wollen, kam aus dem Wasserhahn kein Wasser. Kurze Zeit später hatten wir wenigstens noch kaltes Wasser da. Aber diese Freude währte nicht lange, denn schon bald klingelte es an unserer Tür und man verkündete uns, dass nun auch das Kaltwasser in ca. 10 Minuten für den Rest des Wochenendes abgestellt werden muss. Wir füllten prompt alle greifbaren Gefäße mit dem noch möglichen Wasser … die Flaschen links schafften noch eine gesunde Farbe, die in der Spüle rechts fielen da schon aus dem Rahmen:

Auch die Badewanne wurde natürlich mit Wasser gefüllt …

Am Anfang war das Wasser, wie man es in den Wasserflaschen sieht, noch ganz klar. Aber schon bald kam nur noch eine echt braune Brühe raus – was soll’s, diese Qualität war zumindest für die Klospülung noch völlig ausreichend gewesen. Duschen fiel an dem Wochenende flach (was waren wir aufgrund der Einzugswerkeleien verschwitzt!) und ich musste mich für die Arbeit am Montagmorgen mit dem klaren Inhalt einer Wasserflasche einer Katzenwäsche unterziehen.

Am Montagmittag wurde das Problem mit dem geplatzten Rohr dann zum Glück gelöst und ist seitdem nicht noch einmal aufgetreten, was uns tatsächlich sehr freut    standard    denn mit Wasser, Strom und Internet lässt sich auch ein quarantäneähnliches Zuhausesein noch ganz gut ertragen. Wir wollen hoffen, dass diese drei Sachen uns alle zumindest so lange nicht im Stich lassen, bis wir wieder bedingungslos nach Draußen gehen und uns umarmen dürfen – immer wenn es uns danach ist    standard

Darum, bleibt bitte alle gesund und wer kann, bleibt auch zu Hause!

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