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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 26.
Jul

Wenn ich eine lĂ€ngere Schreibpause habe, dann deutet diese oft daraufhin, dass in meinen Leben einiges los ist. Zum GlĂŒck passiert dann aber auch ĂŒberwiegend etwas Positives    zwinker

Also dann versuche ich mal kurz zu berichten, was bei uns in den vergangenen Tagen so passierte.

Fangen wir damit an, dass Carsten und ich ein HĂ€uschen gebaut haben. Wir haben an unserer Wohnung einen wirklich großen Balkon dran und inzwischen haben wir dafĂŒr auch einige Gartenmöbel und einen Gasgrill zugelegt. Damit all diese Sachen nicht stets und stĂ€ndig der Sonne, dem Wind, dem Regen usw. ausgesetzt werden, haben wir schon vor einer Weile ins Auge gefasst, dafĂŒr mal einen passenden Schuppen zu suchen und aufzustellen. Vor einer Woche brachte ein Paketbote fĂŒr dieses Bauvorhaben zwei große Pakete mit vielen Einzelteilen zu unserer Wohnung. Carsten stellt sich solchen Herausforderungen nur all zu gern und so verbrachten wir fast den ganzen lieben Samstag damit, alles genau nach Anleitung zusammen zu bauen – zig Schrauben wollten verbaut werden:

Bei solchen Projekten bin ich sooooo froh, einen derart handwerklich begabten Mann „mein Schatz“ nennen zu dĂŒrfen    standard     allein wĂ€re ich damit schon beim Lesen der Anleitung gnadenlos ĂŒberfordert!

Aber am Ende des Tages war alles gĂ€nzlich aufgebaut und alle Draußendinge fanden darin tatsĂ€chlich ihren Platz:

Ich habe aber auch nicht nur zugeguckt, sondern ĂŒbernahm bereitwillig meine Lieblingsrolle: Helferlein. Wenigstens mit diesen beiden Werkzeugen kann ich inzwischen ein bisschen umgehen    zwinker

Da unser letztes Wochenende sehr arbeitsreich geworden ist, gönnten wir uns mal einen freien Tag wĂ€hrend der Arbeitswoche. Zum GlĂŒck hatten wir genug Überstunden angesammelt, um uns diesen Luxus ohne große Probleme leisten zu können.

Deshalb ging es am Dienstag gleich nach dem FrĂŒhsporteln, Duschen und FrĂŒhstĂŒcken mit dem Smartie nach Mölln. Dieser Ort gönnt sich den Beinamen „Eulenspiegelstadt“ – denn der wohl berĂŒhmteste Narr Deutschlands, Till Eulenspiegel, ist in dieser Stadt gestorben. Das steht zumindest auf seinem Gedenkstein an der St. Nikolai-Kirche:

Auf dem Marktplatz gibt es auch ein Eulenspiegelmuseum – es ist das linke, das kleinere GebĂ€ude auf dem Foto:

Und natĂŒrlich gibt es auf dem gleichen Platz auch die passende Figur am Brunnen. Wenn man bei dieser gleichzeitig an der Fußspitze und dem Daumen reibt und sich etwas wĂŒnscht, dann soll man damit auch entsprechendes GlĂŒck haben. Und da man von GlĂŒck nie genug haben kann, packte ich nur zu gern die bereits von vielen GlĂŒcksritterfingern glĂ€nzend polierten Teile der Figur ebenfalls an    standard

Es gab an diesem Dienstag nicht so viele Touristen in den Möllner Straßen, sodass uns mache StraßenzĂŒge ganz allein gehörten:

NatĂŒrlich findet man hier gefĂŒhlt an jeder Ecke entweder einen Narren …

… oder eine Eule:

An einer Straßenecke war die heitere Stimmung leider kurz vorbei, denn hier erinnerte man an ein ziemlich dunkles Kapitel der Möllner Geschichte:

Der Anschlag von Mölln war damals in allen Medien sehr prĂ€sent, das habe sogar ich trotz meiner zu dem Zeitpunkt noch recht eingeschrĂ€nkten Deutschkenntnissen verstanden …

Wir erkundeten weiterhin die Stadt per pedes, schlenderten durch den Kurpark inklusive Kneipp-Areal (siehe ganz unten), stapften einen HĂŒgel hoch zu einem markanten Wasserturm und landeten schon recht bald in einem Wildpark, welcher sogar ohne Eintritt zu besuchen war:

Schon am Eingang hörten wir GerĂ€usche, welche wir so nur von einer Passage aus Jurassic Park kannten. Das schrille, hochtönige Quicken mit asthmatisch anmutenden AtemzĂŒgen wurde hier allerdings von zwei Wildschweinkeilern erzeugt, welche wohl die Rangordnung untereinander klĂ€ren mussten. Das hat diese Hirsche nicht im geringsten gestört, denn sie erholten sich trotzdem in einem, fĂŒr Besucher frei zugĂ€nglichen Gehege und wirkten ganz entspannt hinter ihrer Zweigenbarriere:

Da war dieser WaschbĂ€r wesentlich hektischer unterwegs … immerzu auf der Suche nach etwas Fressbaren, allerdings zum Teil nur mit wenig Erfolg:

Als wir uns ursprĂŒnglich fĂŒr Mölln als Ausflugsziel entscheiden haben, hatten wir unter anderem den Gedanken, dass, falls es regnen sollte, wir die Zeit in einem Laden oder im Museum ĂŒberbrĂŒcken könnten. Aber der Petrus hatte seine eigenen PlĂ€ne und ließ den großen Regen erst dann auf die Erde los, als wir im Wildpark bzw. Wald und somit am weitesten vom stĂ€dtischen Leben entfernt waren:

Die mitunter heftigen Schauer sind derzeit aber nie von langer Dauer und wir hatten sogar das unendlich große GlĂŒck, zugleich einen kleinen Unterstand mit HolzbĂ€nkchen erreicht zu haben – so sehe ich einem Platzregen beim Prasseln auf die BlĂ€tter gern zu    standard

Am gestrigen Samstag machten wir uns in die Großstadt auf – es ging diesmal nach Hamburg. Genauer gesagt, wollten wir uns einen Überblick darĂŒber verschaffen, was man in der FußgĂ€ngerzone von HH-Bergedorf so alles zu sehen bekommt. Ich fand, dass hier eine gute Mischung aus LĂ€den und alten GebĂ€uden angeboten wird. Dies mal ein paar Impressionen unseres Einkaufs bzw. Ausflugs:

NatĂŒrlich haben wir auch den einen oder anderen Laden besucht, eine Kleinigkeit gegessen, einem Straßenmusiker zugehört  – eben das, was man bei einem Bummelnachmittag so macht … es ist ja schließlich Wochenende.

Eine Sache muss ich euch aber noch unbedingt berichten: unsere BÀrenfamilie hat völlig unerwartet Zuwachs bekommen    standard    dem Blick dieses kleinen BÀren konnten wir beide einfach nicht widerstehen    zwinker

Darf ich vorstellen: BÀrnie    standard    er wurde von den alteingesessenen BÀren schon mal sehr herzlich empfangen und liebevoll in ihren Kreis mit aufgenommen.

So, das war es, was es von uns zu berichten gibt. Carsten und ich haben uns heute recht spontan einen LĂ€mpeltag gegönnt, d.h. nicht besonders produktiv, aber dafĂŒr sehr sehr erholsam. Muss doch auch mal sein, nicht wahr?    zwinker



2020 12.
Jul

Ich muss mich ganz schön bĂ€renstark zusammenreißen, denn ich muss zugeben, dass mir das Reisen doch ganz schön fehlt – plödes Corona! Da freue ich mich schon wie ein BĂ€rserker, wenn wir wenigstens einen Ausflug in die Umgebung machen können! Und so war es auch neulich: wir fuhren fĂŒr einen Tag nach RatzebĂ€rg, auch wenn meine BĂ€reneltern diese Stadt liebĂ€r Ratzeburg nennen. Naja, sollen sie, abĂ€r ich habe es einfach im GefĂŒhl, dass sich da im Laufe der vielen Jahren ein Rechtschreibfehler eingeschlichen haben muss.

Denn gleich am Anfang wird jedem Reisendem sofort klar, wer hier das Sagen hat – man muss ĂŒbĂ€rall den BĂ€rentatzenspuren folgen:

Ich habe mir so meine eigenen Gedanken gemacht, warum diese eine so ungewöhnliche Farbe haben und bin zu dem Schluss gekommen, dass der WegweiserbÀr wahrscheinlich zuerst in einem ErdbÀrfeld war, bevor er dann zur Arbeit ging.

Bei dieser TatzengrĂ¶ĂŸe sind auch die Schritte entsprechend groß geworden. Und da meine Beine etwas kleiner sind, habe ich kurz darĂŒbĂ€r nachgedacht, ob ich einen Hilfsmittel nutzen will, abĂ€r das Pferd sah mir einfach viel zu wild aus:

Ich habe beschlossen, mich liebÀr ab und zu beim Laufen auszuruhen. Und das war auch gut so, denn ich konnte einen ganz netten Mann kennen lernen, welcher mir bei Orientierung in der Stadt sehr geholfen hat:

Er hob mich ganz behutsam auf seinen Hut und da fĂŒhlte ich mich im wahrsten Sinne des Wortes so richtig wohlbehĂŒtet:

Ich musste als Nachhut ja auch immer wieder Acht auf meine Eltern geben. Auf dem Marktplatz entfernte sich Papa meiner Meinung nach viel zu schnell, abÀr ich habe ihn dennoch immer gut im Blick behalten können:

In der Stadt gab es ĂŒbĂ€rall ganz viele Blumen, die mir sehr gut gefallen haben – ich fand das sooooo romantisch: diese vielen, bezaubĂ€rnden und duftenden Rosen!

Einfach ĂŒbĂ€rwĂ€ltigend! Ich hĂ€tte gern welche davon mitgenommen, denn ich habe in einem Schaufenster ein Portrait von einer ĂŒbĂ€rirdischen Schönheit gesehen:

Wenn ich sie finde, dann schenke ich ihr ganz bestimmt eine schöne Rose. Das wĂŒrde ihr sicher bestimmt gefallen.

Ich habe ab da versucht, mich durchzufragen, um diese bezaubÀrnde Dame zu finden, abÀr mir konnte leider keiner helfen. Ein Mann hat mir sogar seine Taschen gezeigt, um zu beweisen, dass er keine Karte zu ihrem Herzen hat:

Vielleicht mache ich mich nach Corona eine weitere Reise, um die BÀrenschönheit irgendwo unterwegs zu finden. Immerhin bin ich ja ein ganz doll erfahrener SeebÀr!

AbĂ€r das Reisen in Zeiten von Corona hat ĂŒbĂ€rraschenderweise auch seine schönen Seiten. Normalerweise besuche ich die Kirchen immer nur in einer Handtasche, abĂ€r jetzt waren so gut wie keine anderen Besucher da und ich konnte mir ungestört einmal eine Orgel ansehen. Sonst habe ich sie immer nur gehört, abĂ€r nie gesehen. Nun war es andersherum: gesehen, abĂ€r nicht gehört:

Ich hatte auch endlich mal die Chance, in einem Kreuzgang zu sitzen und meinen Gedanken nachzuhÀngen:

Ich weiß immer noch nicht so richtig, warum dieser lange Flur mit Bögendecken „Kreuzgang“ heißt. Ich habe mir die Kreuze in der Kirche immer anders vorgestellt. AbĂ€r ich fand ihn trotzdem sehr schön.

Nach so vielen EindrĂŒcken hatte ich einen BĂ€renhunger. Der Otter, der gerade einen Fisch gefangen hatte, wollte diesen abĂ€r auf gar keinen Fall mit mir teilen:

In einem Lokal war an Essen trotz des lecker riechenden Fischbrötchens auch nicht zu denken – doofer Mund-Nasen-Schutz!

Zum GlĂŒck konnte ich an einer anderen Stelle etwas von Mamas Kirschkuchen ergattern!

Das war ĂŒbĂ€rhaupt ein sehr teddyfreundliches Cafe, dort gab es fĂŒr solche wie mich sogar extra BĂ€nke in einem Strandkorb!

Diese sind zwar nicht gepolstert, wie die Menschensitze, abĂ€r ich habe ja nicht nur ein weiches Herz, sondern auch einen weichen Pops    zwinker

Kurz bevor wir wieder nach Hause fuhren, blieben wir alle noch eine Weile am RatzebĂ€rger See sitzen und haben uns ĂŒbĂ€r die bislang gemachten Reisen unterhalten und PlĂ€ne fĂŒr zukĂŒnftige AusflĂŒge geschmiedet:

Es gibt doch noch soooo viel zu entdecken!



2020 05.
Jul

Die treuen Leser meines Blogs werden bestimmt auch ohne meinen Hinweis wissen, dass der 4. Juli fĂŒr mich persönlich ein besonderer, quasi mein eigener UnabhĂ€ngigkeitstag ist. Denn genau an diesem Tag ĂŒberquerte ich 1992 die deutsch-polnische Grenze und bin seitdem in Deutschland hĂ€ngen geblieben. Nach Adam Ries sind es also inzwischen 28 Jahre geworden! Aber auch nach so vielen Jahren hierzulande stelle ich immer wieder fest, dass ich bei Weitem noch nicht alles gesehen habe, was dieses vielfĂ€ltige und geschichtlich sehr interessante Land zu bieten hat.

Deshalb ist es auch nur zu verstĂ€ndlich, dass wir in diesem Jahr meinen kleinen Feiertag natĂŒrlich dazu nutzen wollen, sich mit unserer neuen Lebensumgebung vertraut zu machen. Die Empfehlung, einmal durch Ratzeburg zu schlendern, habe ich bereits von vielen Freunden und Bekannten gehört. Und da wir unserem Autokennzeichen „RZ“ nach ohnehin zu diesem Einzugsgebiet gehören, lag dieses Ziel auf der Hand.

Carsten hat im Netz einen schönen ca. 7 km langen Rundgang durch das InselstĂ€dtchen aufgetrieben und gleich nach dem zugegeben etwas sehr spĂ€ten FrĂŒhstĂŒcks (unsere einstĂŒndige Sportstunde ist uns eben heilig … und wir wollen ja schließlich auch unbedingt wissen, wie es bei „Lost“ weitergeht) durfte unser Smartie mal wieder die Tiefgarage verlassen. Leider war nicht wirklich Cabrio-Wetter – etwas kĂŒhl und bewölkt – aber immerhin regnete es nicht in Strömen.

Der Name unseres Ziels deutet ĂŒbrigens nicht auf die besonders ausgeprĂ€gte Schlafgewohnheiten ihrer Bewohner hin, sondern auf den slawischen FĂŒrsten Ratibor, der dort einst in einer Ringburg residierte. Da Slawen schon immer viele Kosenamen erfanden, wurde aus dem stolz klingenden Ratibor eben ein Rat’se, welches am Ende eben auch Pate fĂŒr den Stadtnamen stand.

Man hat an mehreren Stellen Teile der Umrisse der einstigen, slawischen Verteidigungsanlage fĂŒr die Umwelt nachgezeichnet:

Ratzeburg ist außerdem etwas ganz besonderes, weil die Innenstadt eine richtige Inselstadt ist. Die Verbindung zum Festland folgt lediglich ĂŒber insgesamt drei DĂ€mme (2x Auto, 1x ehemalige Kleinbahn), ansonsten ist man ĂŒberall vom Wasser umgeben: vom Ratzeburger See, Domsee, Kleiner KĂŒchensee und vom KĂŒchensee. Um unserem Rundweg mĂŒhelos zu folgen, mussten wir lediglich den pinkfarbenen Tatzen auf den Wegen unsere Aufmerksamkeit schenken:

Die links am Rand liegenden, bunten Steine auf dem Foto sind Teil eines Kunstprojektes, welches zu Corona-Zeiten entstand. Die Steine wurden von verschiedenen Kindern und Erwachsenen bemalt und dort aufgereiht. Dem schriftlichen Aufruf nach war der Fantasie dabei keine Grenzen gesetzt. Hier ein paar meiner FundstĂŒcke:

Die Stadt hat nicht mal 15.000 Einwohner vorzuweisen, dafĂŒr aber eine sehr lange Geschichte. Diese wirkt dort an vielen Ecken sogar noch ziemlich lebendig – zum Greifen nahe. Ich fand es zum Beispiel sehr beeindruckend, von dem jahrhundertealten Heinrichstein am sĂŒdwestlichen Eingang zum Domhof zu stehen (auf dem Foto rechts, eingezĂ€unt):

Damit man eine bessere Vorstellung davon hat, von welchem Stein ich spreche, habe ich noch ein besseres Foto vorbereitet    zwinker

Ich hoffe, dass ihr das ohne Probleme lesen könnt    zwinker    fĂŒr die sprachlich Unbegabten wie mich hat man aber zum GlĂŒck auch die Übersetzung gleich mit aufgeschrieben: „Zu Zeiten König Konrads und Herzog Heinrichs von Sachsen kam Graf Heinrich nach Ratzeburg und gab dort als erster dem Christentum eine feste Grundlage. Seine Seele ruhe in Frieden. Amen“. Daran merkt man, die Sachsen haben schon frĂŒh ihre Spuren in dieser Gegend hinterlassen und bei unserem Besuch im Ratzeburger Dom, welcher ab 1160 gebaut wurde und heute leider zum Teil eingerĂŒstet ist, fanden wir sehr eindeutige, sĂ€chsische Andenken:

Der Dom war natĂŒrlich sehr beeindruckend, auch wenn es fĂŒr uns etwas seltsam war, durch eine Kirche mit Mundschutz laufen und sitzen zu mĂŒssen:

Aber zum GlĂŒck konnte man wenigstens draußen ohne Nase-Mund-Schutz herumlaufen    zwinker

Auch im Klosterhof ging es ohne obligatorischen „Schnutenpulli“ und von dort konnte man beim Sitzen auf einer Bank seinen Gedanken nachhĂ€ngen und sich u.a. den Bettler von Ernst Barlach ansehen:

Ein Teil der großzĂŒgigen Domanlage bietet eine Möglichkeit einer schnellen Durchfahrt – mitten durch ein Wohnhaus:

Allerdings scheint die Spannung dieses Bogens die AußenwĂ€nde des Hauses in eine schiefe Lage zu bringen:

Es sah fĂŒr uns aber dennoch sehr stabil aus    standard

Der große Dom ist natĂŒrlich nicht das einzige Gotteshaus in Ratzeburg. Wir schauten auch mal bei der evangelischen St.Petri-Kirche vorbei:

Innen ist diese sehr weiß und schlicht gehalten. Die Anordnung der BĂ€nke fanden wir allerdings ziemlich ungewohnt, denn es ist weder ein klassisches Kirchenschiff, noch eine Rundkirche – fĂŒr mich war dies eine ganz neue Art. Stellt euch ein Rechteck wie bei einer Tafel Schokolade vor und dieses Altarportal …

… samt „eingebauter Predigtkanzel (grĂŒn) und Orgel darĂŒber ist mittig an einer der beiden LĂ€ngsseiten an der Wand aufgebaut. Die BĂ€nke gehen dabei frontal und zu beiden Seiten weg. Eine Zeit lang rĂ€tselten Carsten und ich auch darĂŒber, wo denn der Orgelspieler bei diesem Aufbau sitzen könnte – wir kamen von links und des RĂ€tsels Lösung fanden wir dann auf der rechten Altarseite (hier leider etwas verdeckt).

Ebenfalls ungewohnt fanden wir auch die 1973 erbaute, katholische St. Answer Kirche – sie ist sehr modern erbaut:

Die Stadt lebt aber nicht nur von der Geschichte und von Kirchen, sondern auch von der Kunst. Das A. Paul Weber-Museum haben wir diesmal zwar nicht besucht, aber das werden wir sicherlich noch ĂŒber Kurz oder Lang nachholen, denn die bisher gesehenen Bilder (i.d.R. Illustrationen und Karikaturen) haben uns sehr gut gefallen:

Auch das Kreismuseum sieht sehr vielversprechend aus:

Man konnte auch auf den Straßen das eine oder das andere Kunstwerk entdecken, wie zum Beispiel die Skulptur „Junger Weidenhengst“ …

… oder die Statue „Der Landsmann“ vor dem Amt Lauenburgische Seen.

Die Darstellung des Braunschweiger Löwen hat in mir etwas Mitleid erweckt – ich fand, dass der Arme fĂŒr einen König der Tierwelt ganz schön mager und traurig aussieht:

Da sieht der „Taschenmann“ wesentlich gelassener aus, selbst wenn seine Taschen offensichtlich leer sind … aber er steht ja direkt vor der Sparkasse und kann dort sicherlich etwas Geld abholen:

Immerhin hat er – wenn schon kein Geld – dann wenigstens schon mal ein eigenes Gedicht von der Sparkasse bekommen:

Das nenne ich mal zielgruppengenaue Werbung    zwinker

Aber es gab unterwegs immer wieder etwas Interessantes zu entdecken. Egal ob eine kleine Lok als Wetterfahne auf dem GebĂ€ude des ehemaligen Bahnhofs …

… lustige Straßennamen und Protestaufkleber („Alpakas gegen Nazis“) …

… einen Otter mit Fisch an einem Jugendzentrum …

… oder auch eine riesige Buche, deren Astwerk einen wie in einem Zelt beherbergt:

Allerdings waren wir leider nicht mehr in ihrer NÀhe, als es ein wenig zu Tröpfeln begann:

Zum GlĂŒck war es nur von kurzer Dauer und wir konnten uns danach am Seeufer im „CafĂ© Köbke“ stĂ€rken:

Das gelbliche GetrĂ€nk im Weinglas ist Limoncello Spritz – sehr lecker, aber es hat es in sich und steigt auch sehr schnell zu Kopf, wie ich nun aus eigener Erfahrung berichten kann    standard    etwas beschwipst machte mir das bisschen Regen aber dann gar nichts mehr aus    zwinker

Alles in allem: ich fand den Ausflug zu meinem persönlichen Independance Day einfach wunderbar!

Zum Abschluss fuhren wir noch nach Salem (Wer kennt Stephen King ?) und hatten ein superleckeres Festmahl mit Antipasti und Steakteller.

Ich freue mich nun wirklich sehr, dass die Corona-Regeln nach und nach gelockert werden und wir demnÀchst sicherlich noch einige Ausflugsziele in der Umgebung aus- und dann auch besuchen können!