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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 19.
Sep

Diesmal hat meine Schreibabstinenz einen ziemlich bewegenden und sehr emotionalen Grund. Ein ganz schwieriges Thema … wie fängt man am besten an ?

Zuerst eine Kurzform: Unsere Stephanie liegt seit dem 26. August im Krankenhaus Charité in Berlin und ist bis heute leider nicht in einen ansprechbaren bzw. kommunikativen Zustand zurückgekehrt. Es hat mit einem künstlichen Koma angefangen und sie scheint jetzt hoffentlich in einer Art Wachkoma zu liegen … genaueres weiß man allerdings noch nicht.

Wir haben tagelang auf die erlösende Nachricht gewartet, aber aus einer Woche (danach wollte man die Aufwachphase einleiten) sind mittlerweile fast 4 Wochen geworden. Und um nun die besorgten, freundlichen, lieb und nett gemeinten Nachfragen von Freunden, Bekannten und Kollegen an uns, an unsere Familie und vor allem an ihren Freund etwas einzudämmen, möchten wir hier auf diesem Blog die Möglichkeit nutzen, über ihren Zustand, ihre Entwicklung und vor allem über ihre Rückkehr ins tägliche Leben zu berichten … was allerdings mitunter noch Wochen und Monate dauern kann und vermutlich nicht nur aus Fortschritten bestehen wird. Also bitte bitte weniger direkt bei uns nachfragen und dafür öfter einfach mal hier reinschauen – die Situation ist für uns und allen Beteiligten aus dem engerem Familienkreis momentan bereits schwer genug. Wir müssen jetzt unsere Zeit, Energie und Kraft weniger für Nachfragen, sondern mehr für das Bewältigen der Situation und vor allem für unsere Kleine aufwenden. Wäre das OK für euch ?

Dann will ich mal einen Versuch starten, die letzten 24 Tage hoffentlich verständlich und nachvollziehbar zusammenzufassen:

Stephanie ist an besagtem Mittwochmorgen im August aufgrund einer Lungenembolie zusammengesackt und musste vor Ort sowie im Krankenwagen dreimal reanimiert werden. Vorangegangen ist wohl eine Thrombose im Bein (vielleicht durch die Sportuntätigkeit aufgrund der Coronamaßnahmen seit März?), wobei sich der Thrombus dann irgendwie gelöst hat (wir vermuten durch ihren Start eines Kurses im Fitnessstudio am vorherigen Montag) und durch das Herz bis in die Lunge gelangte, in der er sich dann letztendlich wieder festgesetzt hat. Dies führte am Dienstagabend zu Kreislaufproblemen und dann am nächsten Morgen, als sie eigentlich zum Hausarzt gebracht werden sollte, zu einem Kreislaufzusammenbruch mit Atemstillstand. Wir können wirklich von einem unglaublichen Glück sprechen, dass sie zu dieser Zeit ihren Freund Fabian an ihrer Seite hatte und er sehr schnell reagiert hat, indem er umgehend den Rettungsdienst anrief.

Bis zur Erstbehandlung durch den Notarzt erlitt sie ca. 10-15 Minuten lang eine Sauerstoffunterversorgung des Körpers, dabei litt insbesondere das Gehirn. Im Krankenhaus versetzte man sie deshalb sofort in ein künstliches Koma und die Körpertemperatur wurde auf ca. 33 Grad reduziert, um ihr Gehirn vor weiteren Schäden zu bewahren. Damit sollen heutzutage alle Körperfunktionen auf ein Minimum reduziert werden, um mittels Abregulierung des Energiehaushaltes größere Schäden am Gehirn zu minimieren – ich hoffe, ich drücke mich medizinisch auch korrekt aus. Bitte seht es mir nach, sollte ich irgendwie etwas falsch verstanden und somit hier wiedergegeben haben …

Jedenfalls steht es derzeit aufgrund der erlittenen Hypoxie schlecht um ihren Allgemeinzustand und man kann bis heute noch nicht genau feststellen, welche Hirnschädigung sie am Ende davontragen wird. Die bisher durchgeführten Untersuchungen zeigen auf jeden Fall abgestorbene Hirnregionen (CT, MRT), aber andere Tests machen auch Hoffnung, dass sie wieder zu Bewusstsein kommen wird und halbwegs gesund werden und hoffentlich auch ein eigenständiges Leben in absehbarer Zukunft führen kann. Sie reagiert in den letzten Tagen, nachdem die Sedativa (die wie eine Narkose wirken) abgesetzt wurden, auf Geräusche sowie ihren Namen und schlägt dabei die Augen auf … sie fokussiert aber nichts, ihr Blick wandert lediglich umher. Mechanische Reize am Körper kommen definitiv in der Hirnrinde an und auch spezielle Blutwerte (sogenannte NSE-Werte bzw. Marker) zeigen immer noch genügend Kapazitäten, die irreparable Schäden in Hirnregionen mal kompensieren könnten. Unklar ist derzeit allerdings, welche Steuerungszentren letztendlich genau betroffen sein könnten: Sprache, Bewegung, Erinnerung, Intelligenz oder ein Mix aus allem. Dies wird erst eine mehrwöchige bzw. mehrmonatige Reha zeigen müssen.

Hierzu habe ich jetzt, als die von einem Amtsgericht bestimmte Bevollmächtigte (mit 24 ist sie eben nicht mehr automatisch unter der Vormundschaft der Eltern), nach langer Überlegung und vielen Gesprächen mit Carsten letztendlich für eine Verlegung in eine Rehaklinik in der Nähe von Hamburg entschieden. Leider auch immer mit dem Wissen, dass wir sie dadurch vom Freund (Berlin), von der Familie des Vaters (Meißen / Berlin) und von den vielen Freunden in Potsdam und Berlin entfernen – es tut uns wirklich sehr sehr leid und die Entscheidung ist uns definitiv nicht leicht gefallen. Aber die 2-3 Stunden Fahrt in eine Richtung von uns nach Berlin bzw. Brandenburg sind an einem Tag hin und zurück einfach nicht zu schaffen und andererseits sind wir als Bezugspersonen, die mit ihr lange Zeit unter einem Dach gelebt haben, vermutlich derzeit diejenigen, die ihr trotz unseres Arbeitsleben über einen langen Zeitraum eine Rundumbetreuung auch nach stationärer Reha vor Ort ermöglichen könnten. Das ist wenigstens der Gedanke für die nächsten Monate, denn wir stehen der Sache natürlich auch immer positiv gegenüber und glauben ganz fest daran, dass sie eines Tages wieder ein eigenständiges Leben führen kann. Dann soll sie auch selbst entscheiden, ob sie wieder zurück in ihre Berliner Umgebung möchte. Aber das ist leider alles noch offen und Wunschdenken …

Also lasst uns jetzt alle das Beste für sie hoffen, informiert euch bitte lieber hier im Blog über ihren Gesundheitszustand und ihre Fortschritte statt per Email, Posting oder Anruf bei Angehörigen nachzufragen und bringt vor allem viel Geduld auf. Denn wie wir jetzt die letzten Wochen lernen mussten, geht es derzeit nur sehr sehr langsam voran. Selbst die Reha wird wohl in mühevoller und zeitaufwändiger Kleinarbeit erst nach und nach Aufklärung sowie Besserung bringen. Ärzte und unsere Freunde mit medizinischen Wissen stimmen uns auf eine sehr lange Behandlungszeit ein, da ist nie die Rede von Tagen, sondern vielmehr von Monaten. Die Neuigkeiten von Stephanies Entwicklung gebe ich dann nur zu gerne so schnell wie möglich an euch über diesen Blog weiter, versprochen.

Drückt uns allen und vor allem ihr ganz fest die Daumen und glaubt bitte immer ganz doll an sie – das Wort „konventionell“ kam in Stephanies Sprachgebrauch doch noch nie so richtig vor, oder ? Möge ihr Dickkopf und ihre Beharrlichkeit am Ende ihr eine gelungene Rückkehr in die Normalität ermöglichen.

Derzeit ist ein Besuch bei ihr auf der Intensivstation nur von einem kleinen Personenkreis (Uwe, Fabian und wir wechseln uns dabei ab) und auch nur für kurze Zeit am Tag möglich, aber wenn sie dann später in der Reha wieder allgemeine Besuche empfangen kann, seid ihr alle recht herzlich willkommen. Wir können dann sicherlich auch den einen oder anderen bei uns in Wentorf beherbergen …

29 Antworten zu “Wie geht es Stephanie? … der Start”

  1. anna sagt:

    Ach Ihr Lieben
    Umarmungen und unendlich viele gute Wünsche für euch.
    Mögen euch in dieser schweren Zeit immer wieder neue Kräfte wachsen
    und die Hoffnung auf einem festen Platz in eurem Herzen verankert sein.
    Ein liebevoller Freundinnen- und Cybertanten-gruß aus Nashville

  2. Olga sagt:

    Милая Оля, я желаю Вам всем и в особенности Штефани терпения и оптимизма, чтобы выдержать это не легкое испытание. Все будет хорошо! От всего сердца, Оля

  3. Wiebke sagt:

    Ich schicke euch ganz viel Kraft und Mut ,
    viele positive und gute Gedanken .
    Ich drücke euch ganz liebevoll .
    ❤️❤️❤️❤️

  4. Daniela sagt:

    Ihr Lieben OLCA’s,
    Bin ohne Worte. Wünsche euch einfach viel Kraft, wenig bürokratische Hürden, viel positive Entwicklungen und bleibende Hoffnung.
    Drücken euch ganz fest!

  5. Kerstin sagt:

    Ich bin erschuettret. Wuensche euch ganz viel Kraft. Bin von ganzem Herzen bei euch.

  6. Susanne, NL sagt:

    Liebe Olga,
    wir mögen uns aus den Augen verloren haben, aber nicht aus dem Herzen. Mein Herz krampfte zusammen, als ich deinen letzten Bericht gelesen habe.
    Vielleicht hilft es dir, zu lesen, dass euch viele Menschern gern haben und aus der Ferne versuchen, euch die spirituelle Kraft zu schicken, die ihr nötig habt.
    Stephanie hat einen weiten Weg vor sich, um zu ihrem alten Selbst zurückzukehren. Ich bin mir sicher, dass ihr sie dort stützen werdet, wo sie ihn nicht allein gehen kann.
    Alles Liebe,
    Susanne

  7. Martina sagt:

    Liebe Olga und Carsten,
    das sind ja erschuetternde Neuigkeiten. Ich wuensche Euch die noetige Kraft dies durchzustehen und deiner Kleinen schicke ich alle moeglichen positiven Gedanken auf dass sie die Kraft in sich findet und heilen kann. Seit fest umarmt.

  8. Alex sagt:

    Oh Olga, wie furchtbar. Ich bin erschrocken und traurig.
    Ich drücke dich und deine ganze Familie ganz fest und wünsche euch ganz viel Kraft und immerwährende Hoffnung, um durch diese schwere Zeit zu kommen und darüber hinaus.
    Danke für die schönen Bilder von Stephanie! Ich wünsche euch von Herzen, dass es auch in Zukunft viele solcher Fotos gibt.
    Ganz liebe Grüße, Alex

  9. Sabine sagt:

    Wir denken ganz tüchtig an Euch und Eure Familie, es tut ubs unendlich leid, dass Ihr so viel durchmachen muesst und wünschen Euch viel Kraft ubd Geduld und schicken Umarmungen und viel Liebe für Eure Stephanie❤️

  10. Josephina Schneider sagt:

    Ich wünsche euch für die nächsten Wochen und Monaten ganz viel Kraft und drücke Stephanie ganz fest die Daumen, dass es ihr bald wieder besser geht und in ihr normales Leben zurückkehren kann.

  11. Vera McShane sagt:

    Liebe Olga, lieber Carsten,

    Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an euch denke.

  12. Stefanie & Chris sagt:

    Liebe Olga und lieber Carsten!!! Wir denken fest an Stephanie und wünschen euch viel Kraft für die kommende Zeit!!!!

  13. Gundel und Peter sagt:

    Wir sind mit unseren Gedanken bei euch und wünschen viel Kraft und Geduld für die nächste Zeit.

  14. Susi und Martin sagt:

    Ganz viel Kraft und Liebe von uns ❤️

  15. Elli sagt:

    Ich denke an Euch und sende alle Kraft und guten Wünsche an Stephanie! blume herz

  16. Meli sagt:

    Ich schicke euch ganz viel Kraft und gute Gedanken. Ich hoffe, dass Stephanie wieder ganz gesund wird egal wie lange es dauert. Fühlt euch fest umarmt. Meli

  17. Couchsurfing Maria sagt:

    Liebe Olga, lieber Carsten,
    Was für eine schwere Zeit für euch und alle, die eurer Tochter nahe stehen! Wir hoffen sehr, dass sie bald wieder auf euch reagiert und dass ihr die Hoffnung nicht verliert. Wir denken ganz fest an euch und wünschen euch, dass ihr im Umfeld Unterstützung bekommt und eure Arbeitgeber Verständis haben. Seid lieb gedrückt! Viele Grüße aus Dresden
    Maria und Markus

  18. Claudia sagt:

    Viel Kraft schicke ich euch allen für die nächste Zeit, die leider sehr langwierig sein wird. Die Idee uns alle auf diesem Blog auf dem Laufenden zu halten, finde sehr gut! Alles, alles Liebe

  19. Axel und Kathrin sagt:

    Ihr Lieben, wir sind völlig erschüttert, dabei können wir sicher nur ansatzweise eure Gefühle und Sorgen der letzten Wochen nachvollziehen…
    Wir wünschen euch, Andrea, Fabian und allen die Stephanie besonders nah sind von ganzen Herzen Kraft und Zuversicht. Vertraut auf Stephanies Lebensfreude und Beharrlichkeit – wir wünschen Stephanie auch wenn die Schritte klein sein mögen beste Genesung und alles Liebe!
    Meine liebe Olga, du bist eine superstarke Bärenmama und hast den allerbesten Mann an deiner Seite, um das alles Durchzustehen! Fühl dich ganz, ganz lieb umarmt!

  20. Anna sagt:

    Danke für den Bericht, denke so viel an euch…

    Bewundere eure Stärke, Zusammenhalt und Liebe.

    Viel Kraft euch allen und ich hoffe, dass Stephanie bald wieder selber alle Entscheidungen treffen kann!
    Ganz liebe Grüße an Sie!

  21. Uli sagt:

    Ihr Lieben,
    wir wünschen euch ganz viel Kraft und Liebe für die kommende Zeit!
    Stefanie wird es schaffen,daran glauben wir ganz fest und denken an euch.
    Seid lieb gedrückt!
    Uli, Jan mit Hanna und Helene

  22. Annika sagt:

    Meine liebe Olga, ich bin sehr erschüttert und völlig sprachlos, was ich hier nun lesen musste. Es zerreißt mir das Herz, dass ihr so etwas durchstehen müsst.
    Ich wünsche euch von ganzem Herzen ganz viel Kraft und drück euch unendlich doll die Daumen, dass es Stefanie bald besser geht.
    Ihr seid stark und schafft das. Ich drück dich ganz doll!!!!!
    Ganz liebe Grüße,
    Annika

  23. Katja sagt:

    Was für traurige Nachrichten , aber vielen Dank für Eure Offenheit.
    Wir senden ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Stefanie schafft das auf Ihre Weise…sie ist stark und voller Antriebskraft.
    Fühlt Euch alle DOLL gedrückt !!!

  24. Diane sagt:

    Wir wünschen euch und eurer Tochter ganz viel Kraft und dass vielleicht ein kleines Wunder geschieht.

  25. Mathias Mohr sagt:

    Wir Mohren sind in Gedanken bei Euch als Familie und hoffen, dass es gut wird. Das sind ja keine schönen Nachrichten.

  26. Madleen sagt:

    Hallo Liebe Olga und Lieber Carsten ich bin grad völlig sprachlos und hab Gänsehaut als ich das gelesen hab. Es tut mir so wahnsinnig leid was deiner Tochter passiert ist. Ich drücke euch und vor allem Stephanie ganz ganz fest die Daumen und wünsche Euch von Herzen ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit und das Sie schnell wieder auf die Beine kommt.

  27. Simone sagt:

    Liebe Olga und lieber Carsten,
    was für eine schreckliche Nachricht. Es tut mir sehr leid. Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit und das das Licht am Horizont immer heller wird. Fühlt euch gedrückt.
    Herzliche Grüße von Simone

  28. Khrystyna sagt:

    Любі Олю і Карстене!
    Я прочитала ваш допис, і мені захотілося бути зараз з вами, міцно-міцно вас обійняти і запевнити, що все буде добре. Стефані повернеться до свого попереднього життя, і ви будете згадувати цю подію, як якийсь поганий сон. Тримаю за вас кулаки, думаю про вас, і посилаю у думках свою енергію Стефані – вона молода і сильна, я вірю, що вона справиться.
    Чекатиму ваших новин. Христя

  29. Elke Gänsinger sagt:

    Liebe Olga,
    Wie geht es Stephanie?
    Bin in Gedanken immer bei Euch.
    Elke

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