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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 11.
Okt

Die erste Woche nach Stephanies Umzug in die Rehaklinik ist fast rum … insgesamt ist sie mittlerweile leider schon seit 46 Tagen ohne Bewusstsein.

Einerseits vergeht die Zeit schnell, andererseits aber auch nicht schnell genug. Doch wie immer wieder betont, es sind die kleinen, langsamen Schrittchen, die zählen. Und davon hatten wir ein paar seit der Verlegung in den Hohen Norden:

  • Sie wird immer mehr von den Medikamenten der Sedierung, der Schmerzlinderung und der Antiepileptika entwöhnt … auch das will langsam geschehen, da andernfalls Entzugserscheinungen auftreten können.
  • Vor allem werden „Hammerpräparate“ gegen weniger extreme Alternativen nach und nach ausgetauscht – als Test, was sie verträgt, nicht verträgt oder was eventuell nicht sonderlich wirkt.
  • In erster Linie wünschen wir uns aber, dass sie bald vom Halluzinationen fördernden (= verzerrte Wahrnehmung von Geräuschen und Licht) Medikament „Ketamine“ und vom Sucht fördernden „Morphin“ wegkommt. Die Dosierungen gehen seit der Einlieferung kontinuierlich runter und sie scheint es gut zu vertragen.
  • Sie bekommt schon einzelne Therapien (Ergo, Logopädie, Physio) und ist mit den meisten auch ganz zufrieden. Bei der Mundpflege macht sie wohl z.B. gut mit und auch gut gemeinte Berührungen und Streicheleinheiten zeigen bei ihr immer häufiger eine beruhigende Wirkung.
  • Leider spielt sich bei ihr aber noch alles im Unterbewusstsein ab, d.h. sie bewegt sich noch nicht bewusst und befindet sich demnach noch fest in der Sedierung oder in einer Art Wachkoma – das muss sich erst noch zeigen.
  • Fieber und Entzündungen kommen und gehen, allerdings sind diese wohl eher stressbedingt, d.h. sozusagen mehr vom Kopf gesteuert als durch Erreger. Wenn wir da sind, fällt es uns immer wieder auf, dass das Fieber in ihren Ruhephasen fällt und bei ihren unruhigen unbewussten Bewegungen steigt.
  • Die Beatmungsmaschine mag sie immer noch nicht so gerne … erst wenn sie selbst ein bisschen bestimmen kann, ist sie fast schon die Ruhe selbst. Aber zur vollständigen Eigenatmung fehlen eben noch bestimmte Reflexe und Trainings. Wir können nur hoffen, das sie so bald wie möglich genug Kraft und Ruhe hat, ihre Atmung komplett eigenständig zu übernehmen. Es ist schon erstaunlich, dass in ihrem Zustand sogar solche für uns alle völlig selbstverständliche Dinge komplett neu erlernt werden müssen.
  • Hier in der Rehaklinik spricht man sie auch endlich mit Stephanie bzw. Steffi an und nicht mit „Frau Meier“ … auf die „erwachsene“ Anrede reagiert sie sicherlich überhaupt nicht.

Mehr gibt es leider nicht von ihr zu berichten, da sich noch nicht so viel verändert hat. Deshalb schon an dieser Stelle einen Gruß in die weite Welt hinaus und bitte drückt Stephanie weiterhin alle Daumen. Herzlichsten Dank!

6 Antworten zu “Wie geht es Stephanie ? … Fazit der ersten Woche”

  1. Sabine Hudenburg sagt:

    Ihr seid immer in meinem Gebet. Wuensche Euch weiterhin viel Kraft und für S ganz viel Liebe!

  2. Anna in Nashville sagt:

    danke für den Update
    … ich schicke weiterhin gute Gedanken
    und Wünsche und Cyberumarmungen. blume

  3. Claudia Mathias Mohr sagt:

    Ihr Lieben,

    das sind ja ganz kleinschrittige Fortschritte. Wir hoffen sehr mit Euch und Stephanie. Seid herzlich umarmt. Hg von Mathias und Claudia

  4. Daniela sagt:

    Hallo OLCA’s,
    Vielen Dank für das update. So schlimm wie alles ist, so interessant ist es auch und ich bin gespannt wie alles weiter geht. Ich bin fasziniert wie die medizinische Seite und die menschliche Seite zusammen arbeiten inclusive auch Stephanie dass sie wieder gesund wird. Ich bin froh dass sie jetzt in eurer Nähe ist und das die Reha doch auch viel Wert auf den Menschen legt. Ich freue mich dass sie bei ihrem Vornamen genannt wird, das bin ich von den USA her ja doch gewohnt eben auch im Gesundheitswesen. Es macht es gleich etwas persönlicher und gerade in Stephanie’s Fall ist es sicher hilfreich. Wünsche weiterhin viel Kraft und Geduld, denken an euch! Liebe Grüße

  5. Alex sagt:

    Lieben Dank für deine ausführlichen Berichte! Ich denke an euch und wünsche Stefanie von Herzen eine baldige Besserung und euch ein Zeichen des Fortschritts. Ganz liebe Grüße, Alex

  6. Anna sagt:

    Vielen Dank für euren Berich. Warte immer gespannt, was ihr erzählt. Es ist wirklich sehr lange Weg, aber mit viel Geduld, Liebe und Streicheleinheiten ist es für Stephanie alles leichter zu ertragen.
    Viel Geduld euch und gaaanz liebe Grüße!

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