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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2022 16.
Feb

Die erste Woche unseres Urlaubs ist schon wieder vorbei und mit Stephanie wird es eigentlich nie langweilig – eher sehr kurzweilig! Wir haben so viel zusammen gemacht, uns aber auch sehr sehr viel erholt und gaaaaanz lange gechillt. Dank einer Freundin aus Dresden heißen solche Nix-Tun-Tage seit unserem Wohnwagentrip durch Kanada bei uns nun auch „Lämpeltage“.

Die damit verbundenen Ruhephasen verbrachten wir mal auf dem Sofa …

… mal vor dem Fernseher …

… mal am Rechner …

… und manche von uns ab und zu auch mal mit einem Fußbad inklusive Musik auf den Ohren:

Hmmm, mache ich irgendetwas falsch, wenn ich bislang noch kein Fußbad mit anschließender Fußmassage bekommen habe?!?!    zwinker

Aber wie gesagt, trotz so einiger Lämpelphasen waren wir die letzten Tage durchaus auch sehr aktiv, wie z.B. beim Kochen (hier: Salat) …

… beim Backen (hier: Pampuschki = kleine Brötchen) …

… und beim Spielen (hier: ein auf zwei Karten geteiltes Tier wieder zusammenlegen):

Meteorologisch richtig schöne Tage hielten sich zwar noch in Grenzen, aber wenn es dann mal nicht bewölkt, regnerisch, windig und/oder kalt war, versuchten wir das gleich mit auszunutzen. Leider hat es aber nie so richtig gut für unseren geplanten Tagesausflug an die See (entweder Nordsee oder Ostsee) gereicht, doch noch haben wir etwas Hoffnung    zwinker

Dauerhaft war es nur am Wochenende so richtig schön, doch für diesen Zeitraum hatten sich schon vor Wochen Stephanies Vater und seine Frau angekündigt. Die letzten Monate mussten sie ihre Besuchsversuche leider immer wieder mal wegen Corona-Einschränkungen verschieben, doch diesmal konnten sie die weite Anreise aus Sachsen antreten – und prompt passte eben auch das Wetter perfekt dazu. Die Drei sind in der nahe der gebuchten Ferienwohnung gelegenen Boberger Düne spazieren gegangen …

… und haben dort auch gleich mal (sehr zur Freude von Stephanie) ein wenig gepicknickt:

Im Vorfeld hatte man Stephanie auch gefragt, was sie denn gerne mal wieder essen würde und sie entschied sich für Roulade … voila:

Es war ja sooooooo lecker und sie hat noch lange davon erzählt!

Doch von diesem Wochenende dürfte ihr wohl eher DIESES noch sehr viel mehr im Gedächtnis bleiben:

 
Ja, ihr seht richtig: sie ist mit Carstens Hilfe ca. 3 m weit „gelaufen“. Und das an diesen Besuchstagen sogar gleich insgesamt vier Mal!!!

Wir mussten aus der Not heraus spontan improvisieren, denn trotz der Zusage des Vermieters passte der Rollstuhl nicht durch die Zimmertür – es fehlten 5 cm. Also wurde Stephanie erst auf einen Stuhl zwischengeparkt, der Rolli quer durch die Tür bugsiert …

… und die ca. 3 m des engen Flurs an der Eingangstür überbrückten wir mit Stephanies ersten – zugegeben noch sehr staksigen – Gehversuchen. Wie schon öfters von mir erwähnt, entspricht das alles sicherlich nicht den Vorgaben aus dem Pflegerhandbuch, der Therapeutenbibel und dem Pfadfinderhandbuch des Fähnlein Fieselschweif, aber an dem Wochenende war es eben eine sehr gute und vielleicht auch die einzige Lösung, damit Stephanie den Besuch ihres Vaters und seiner Frau in vollen Zügen und mit leckerem, gemeinsamen Essen genießen konnte. Draußen wäre es bei der Kälte sicherlich niemals so schön und lustig geworden    zwinker

Mein anderes Highlight in dieser Woche ist zudem ihre Steigerung beim Puzzeln und somit auch das Wiederentdecken ihrer ehemaligen großen Leidenschaft – damals wie heute kann sie sich stundenlang damit beschäftigen.

Alles fing damit an, dass Carsten ihr einmal, während ich in der Hängematte döste, anhand von Blankoteilchen das Prinzip eines Puzzles und den Nasen bzw. Einbuchtungen erklärte. Sie startete zunächst mit der Rückseite eines 2er-Puzzles:

Noch am gleichen Abend versuchte sie sich erfolgreich an den Motiven eines einzelnen 2er-Puzzles, welches ihr Carsten auf den Tisch legte:

Schon am nächsten Tag suchte sie sich selbstständig aus 20 vor ihr ausgebreiteten Teilen die benötigten Pärchen zusammen:

Die weitere Steigerung war dann am nächsten Tag der Versuch mit einem 6er-Puzzle:

Am Ende hatte sie sogar schon kurz darauf große Freude an diesem 15er-Puzzle im Rahmen:

Mittlerweile kann sie dieses ganz alleine und ohne Hilfe zusammenlegen … braucht dafür allerdings noch so ca. 5 bis 10 min. (wir Erwachsene i.d.R. weniger als 1 Minute), da ihr der Orientierungssinn gelegentlich ein Bein stellt und sie ein einzelnes Teilchen sehr lange im Kreis drehen muss, bis sie endlich die richtige Richtung gefunden hat. Aber es wird auch hier von Tag zu Tag besser – Schrittchen für Schrittchen!

Ich kann es ja schon vorweg nehmen: in der laufenden Woche hat sie jetzt auch mal mit einen „richtigen“ Puzzle (12 Teile) angefangen. D.h. kein helfender Rahmen und keine Hintergrundpappe, an der man die Ausstanzungen der jeweiligen Teile erkennen kann. Hier muss sie gemäß „Lehrbuch“ vorgehen: immer wieder das Bild anhand des Kartons vergleichen, erst die Ecken legen, dann den Rand und danach mit dem Kartonmotiv prägnante Bereiche zusammenfügen. Hier ist sie von dem Status „alleine“ aber noch gaaaaaaaaaaaaaaaanz weit entfernt…

Ihr ganz großes, persönliches Ziel dürfte ein diesjähriges Geburtstagsgeschenk ihrer Freundin aus der Potsdamer Zeit sein: ein 100 Teile großes Puzzle zu „König der Löwen“ … vielleicht schon im Sommer? Mal sehen!

Wir genießen jetzt erst einmal noch unsere zweite Urlaubswoche und beim nächsten Blogeintrag schildere ich euch dann, was in unserem und Stephanies Leben wieder alles so passiert ist.

Kleine Spoiler:

  • Wir kehrten zum Valentinstag im „Ruff’s Burger“ in HH-Bergedorf ein, was für sie immerhin der erste Restaurantbesuch nach über zwei Jahren war.
  • Morgen bekommt sie die Fäden am Kinn gezogen – es ist alles superschnell verheilt und wir haben eigentlich schon seit Tagen kein Pflaster mehr auf die Wunde gemacht.

Insgesamt stelle ich immer wieder fest, dass Stephanies Lernkurve weiterhin besser wird und sie die neuen Aufgaben mittlerweile sogar schon in recht kurzer Zeit versteht, diese dann mit viel Hingabe übt bis es passt und dabei sogar noch Spaß hat! Ich hoffe, dass ihr dieser Lernwille noch ganz lange erhalten bleibt    standard

2 Antworten zu “Wie geht es Stephanie ? … Fazit der einundsiebzigsten Woche”

  1. Anne sagt:

    Das Video ist einfach umwerfend, Mann, was für eine Leistung, was für eine Geduld und Aufopferung, um das alles zu schaffen! Bravo!
    Sagt mal, da ich muss grad an Anna aus Nashville denken, sie scheint hier leider nicht mehr zu schreiben, sie war doch auch immer so aufmunternd, hoffe sie ist ok?

  2. Daniela sagt:

    Hallo ihr Lieben
    Wieder toller Bericht und ich bin froh dass ihr in die Ferienwohnung gekommen seid. Stephanie hat das super gemeistert, ich kann mir vorstellen dass ist nicht einfach plötzlich stehen und laufen zu müssen. Super Leistung!
    Und die Puzzle kenne ich auch noch von früher, so schön und ich freu mich dass sie auch da immer besser wird.
    Wünsche euch eine super Woche und alles Gute!
    Liebe Grüße von Daniela

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