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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2022 22.
Feb

Dann will ich doch mal gleich da weitermachen, wo ich letzte Woche mit dem Spoilern aufgehört habe: am Montag war Valentinstag … ach ja, und unser 16. Hochzeitstag    zwinker

An dem Tag war sogar der Wettergott äußerst gnädig mit uns …

… und deshalb haben wir unser Vorhaben in die Tat umgesetzt und sind zu dritt in die Fußgängerzone von Hamburg-Bergedorf aufgebrochen. Das Auto samt Anhänger konnten wir glücklicherweise ganz in der Nähe abstellen und so lustwandelten wir gleich mehrere Stunden über die Einkaufsmeile. Carsten und Stephanie gestatteten mir sogar den ein oder anderen Blick in ausgewählte Läden – leider kann das Kind mit ihrem überdimensionalen Rollstuhl nicht überall mit rein, sodass sie mit meiner Orangenhälfte draußen gewartet hat und die beiden die Umgebung beobachtet (vor allem Tiere) und gequatscht haben. Im Gegenzug musste ich dafür aber den ein oder anderen lukullischen Genuss organisieren, wie hier z.B. holländische Poffertjes:

Indoor konnte sich Stephanie insbesondere für Rolltreppen begeistern, war sie bislang doch nur Fahrstuhl gefahren – sie fand es echt spannend und toll:

Doch natürlich wollte ich meine beiden Begleiter nicht nur an meiner Kauflaune teilhaben lassen, denn eigentlich haben Carsten und ich dem Kind ein Besuch im Steak-Restaurant in Aussicht gestellt. Wir konnten ja schon letztes Jahr unseren 15. Hochzeitstag coronabedingt nicht in gewohnter Weise mit einem Gaumenschmaus zelebrieren. Für dieses Jahr war das aber fest geplant … wenn nur wieder der überdimensionale Rolli nicht gewesen wäre. Man war im „Block House“ äußerst hilfsbereit und der nette Herr am Eingang hat auch mehrfach die Lage sondiert, aber leider sah er am Ende keine Möglichkeit für uns    traurig

Wir haben dann noch etwas weiter in Bergedorf gesucht und sind letztendlich bei „Ruff’s Burger“ fündig geworden: ebenerdig, breite Gänge, viel Platz am Tisch – perfekt!

Stephanie war total begeistert – zur Erinnerung, es war ihr erster Restaurantbesuch seit mehr als zwei Jahren gewesen (Mäcces mal ausgenommen). Völlig selbstständig entschied sie sich aus der Karte für einen Limette-Minze-Eistee, einen Pulled Pork-Burger und dazu Süßkartoffelpommes mit Mayo. Als unsere Bestellung kam, musste der Kellner aber zunächst Carstens BBQ-Platte bei ihr zwischenlagern – bei der Menge an Futter hat sie echt nicht schlecht gestaunt …

… und fast schon froh, dass sie „nur“ einen Burger bestellt hatte:

Zwar sah das Wetter der nachfolgenden Tage eher nicht danach aus (mehrere Tiefdruckgebiete mit viel Regen und starkem Wind bis hin zum Orkan), aber Stephanie aß ihre Bestellung plus mehrerer Probierhäppchen aus unseren Speisen bis auf ein paar mickrige Pommes wirklich ganz alleine auf. Wir waren echt hin und weg!

Nach fast drei Stunden im Restaurant rollten wir satt, glücklich und sogar mit einer Valentinstags-Rose im Gepäck zurück zum Auto:

Es war endlich mal wieder ein richtig toller Ausflug, ein schönes Hochzeitstagsessen unter Corona-Bedingungen und ein erster Einblick, wie der kommende Frühling wohl werden könnte. Hoffentlich gibt es bald mehr davon!!!

Denn auch in der zweiten Woche unseres Urlaubs schafften wir es wetterbedingt nicht wie erhofft an die Nord- oder Ostsee, sondern mussten fast ausschließlich in den eigenen vier Wänden bleiben. Ich machte aus Verzweiflung sogar die ein oder andere Fotosession mit meinem Reisebären inhouse:

Aber ich will nicht meckern, denn trotz zweier Orkane, wackelnder Fenster und knirschender Fassade blieb unsere Dachgeschosswohnung von Sturmschäden, vermissten Gegenständen und im Gegenzug erhaltenen Sturmwichtelgeschenken verschont. Andere hatten da ja leider nicht so viel Glück mit den Tiefs Ylenia und Zeynep …

Das Wetter ließ Dienstagmittag aber noch einen kleinen Ausflug mit Stephanie und windanfälligem Anhänger zu. Auf dem obligatorischen Weg zum Pflegezentrum in Lüneburg, um die nächste Wochenration Medikamente abzuholen, machten wir um Punkt 12 Uhr einen kleinen Zwischenstopp in Geesthacht und besuchten die ihre beiden ehemaligen Stationen IMC und B2 in der Vamed-Klinik. Stephanie hatte sich das Wiedersehen so sehr gewünscht und wollte noch einmal selbst für alles Danke sagen, was Pflege-, Therapeuten- und Ärztepersonal am Ende zu ihrer Genesung mit beigetragen haben. Das im Dienst befindliche Personal war sehr erfreut, sie in dieser Verfassung begrüßen zu können, aber dennoch irgendwie auch erstaunt, wie weit es das Kind bisher schon (wieder) geschafft hat – eigentlich hatte man ehrlich gesagt anfangs nie und nimmer mit solch großen Fortschritten gerechnet. Nicht nur wir waren bei unserem Besuch den Tränen manchmal sehr nahe    standard

Stephanie überreichte dabei auch eine von uns allen unterschriebene Dankeskarte:


[sie zeichnet hierbei Bleistiftlinien nach, obwohl sie eigentlich alle Buchstaben kennt und auch sehr gut lesen kann – wir haben heute im Therapeutengespräch gelernt, dass es ihr noch an der Graphomotorik mangelt]

Die restlichen Tage brauche ich nicht tageweise zusammenfassen, denn aufgrund des oben beschriebenen Sauwetters haben wir die Zeit größtenteils mit Faulenzen und Chillen verbracht – erzwungene Lämpeltage eben.

Wir kochten oder backten fast jeden Tag zusammen und auch hier sind schon wieder ein paar Fortschritte sichtbar, denn mittlerweile schneidet Stephanie zwar langsam, dafür aber selbstständig und nur noch sehr selten mit Carstens oder meiner Hilfe:

Wir guckten diese Tage ein paar DVDs sowie Filme im Fernsehen, spielten …

… sie puzzelte weiter eifrig (mit viel Hilfe und Anleitung) …

… und fast jeden Abend bekam sie ihr entspannendes Fußbad inklusive abschließender Fußmassage von mir. Mal so:

Aber auch mal so:


[man beachte das Entertainmentpaket aus Fußentspannung, Fingerbeschäftigung, Musik und dem DJ-Pult rechts]

Natürlich hielten wir trotz des erholsamen Mix aus Faulenzen, Chillen und Lämpeln an unseren Trainingseinheiten, Alltagsübungen …


[einen Deckel aufzudrehen ist mittlerweile überhaupt kein Problem mehr, er sollte allerdings nicht zu fest sitzen]

… und medizinischer Versorgung fest. Hier ist Stephanie in orthopädischer Vollmontur abgelichtet, also mit beiden Fußorthesen (leider nicht zu sehen) und ihrer Handorthese – sie lächelt zum Glück trotzdem    zwinker

Am Freitag ist zudem noch endgültig die Entscheidung gefallen, dass sie auch die nächsten zwei Wochen bei uns in der Residencia OLCA verbringen wird, da im Pflegezentrum ein paar Corona-Fälle gemeldet worden sind und aus dem Grund fast überall eine Quarantänesituation gegeben ist. Die Bewohner sind ja auch nicht in einer geschlossenen Einrichtung und können sich somit frei bewegen, also z.B. in die Stadt fahren, um sich dort mit jemandem zu treffen. Aber da sich Stephanie mittlerweile für mehrere Stunden ganz gut selbst beschäftigen kann, wird sie Carsten und mich im Home-Office wohl nicht sonderlich stören. Am 4.3. wird das nächste Mal anhand der aktuellen Lage entschieden, ob noch weiter verlängert wird oder sie mal wieder in ihr Zimmer nach Lüneburg zurück kann.

Oh, fast hätte ich es vergessen: am Donnerstag bekam sie noch vom Hausarzt die beiden Fäden gezogen und wir nennen die nette Linienformation auf ihrem Kinn jetzt liebevoll „H-Schaltung“    zwinker
Autofahrer mit Schaltgetriebe werden diese Anspielung auf jeden Fall verstehen:

Wir werden somit auch weiterhin eine schöne Zeit zusammen haben und Stephanie kann ihre 2:1-Betreuung ohne Unterbrechung in vollen Zügen genießen. Davon dann beim nächsten Mal mehr – diesmal keine weiteren Spoiler von mir    zunge

2 Antworten zu “Wie geht es Stephanie ? … Fazit der zweiundsiebzigsten Woche”

  1. Anne sagt:

    Freut mich für Euch, dass Ihr Spaß zusammen habt. Über euren Kalorien-Input bin ich immer erstaunt, aber wenn er eben zur Lebensfreude beiträgt… es gibt sicher Schlimmeres. Wie zB die Situation in der Ukraine, ich wette, Olga, du wirst dazu dauergefragt, nicht?

  2. Anne sagt:

    https://m.youtube.com/watch?v=aaOChwNPg5o
    Vielleicht gefällt das ja auch Steph‘…

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