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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2022 03.
Mrz

Die erste Woche unseres Home-Office zusammen mit Stephanie ist rum und wie gehofft, kann sie sich mittlerweile so lange und auch „selbstständig“ beschäftigen, dass sie uns nie sonderlich von der Arbeit abgehalten hat. Aber zugegeben, es ist schon etwas anstrengend, neben dem Kind und der, im Gegensatz zur Urlaubszeit mit bedeutend wenigeren Stunden Freizeit nun auch noch eine 40-Stundenwoche mit unterzubringen. Hinzu kommen zudem die derzeitigen Ereignisse in meinem Heimatland und vor allem in meiner Heimatstadt. Auch wenn ich glücklicherweise keine direkte Verwandtschaft mehr dort habe, versuche ich natürlich so viel wie möglich in Erfahrung zu bringen (Nachrichten, Sonderberichte, Internet-Zeitungen und Soziale Medien aus westlicher, ukrainischer & russischer Sicht) und mit ehemaligen Kommilitonen und Freunden aus Charkiw in Verbindung zu bleiben. Obwohl ich nun ja schon seit fast 30 Jahren in Deutschland wohne (ich bin am 4. Juli 1992 über die deutsch-polnische Grenze gekommen), geht einem das Ganze schon ganz schön nahe … Heimat bleibt Heimat, Geburtsstadt bleibt Geburtsstadt.

Aber bleiben wir bei Stephanie, hier ist sie schließlich die Protagonistin.

Wie geschrieben, während wir unsere Brötchen verdient haben und unserem Arbeitgeber wie gewohnt zur Verfügung standen, saß unser Kind immer in der Nähe und verbrachte die Stunden mit Training, Spiel, Spaß oder Entspannung.

D.h. sie puzzelte, hörte Musik, las, schrieb mit der Hand, antwortete ihren Kontakten im Chat, knackte Erdnüsse, half, wo sie nur konnte beim Kochen, malte, chillte, ging einmal ihre gesamten Briefe aus der Zeit nach dem Vorfall durch und vieles mehr …

Sicherlich war dies für ihre Genesung nicht immer das Beste und Sinnvollste – Therapien wären da definitiv viel besser – aber die Begründung, warum wir sie nach dem gemeinsamen Urlaub nicht wieder zurück ins Pflegezentrum gebracht haben, gab ich ja schon im letzten Blogeintrag. Solange wir können, werden wir sie trotz Booster von einer möglichen Corona-Ansteckung fernhalten, denn im August 2020 hat ihre Lunge wahrlich schon genug abbekommen.

Das Wochenende brachte dann aber auch die willkommene Abwechslung – vor allem das Wetter hat uns hier oben sehr verwöhnt.

Am Samstag sind zwei ehemalige Geo-Kommilitoninnen aus Potsdam vorbeigekommen und haben viel Zeit mit Stephanie verbringen können … ohne uns Alten    zwinker

Bei strahlendem Sonnenschein (zugegeben, etwas kalt war es leider doch noch, aber dafür gibt es schließlich Kleidung und Decken) nutzen die drei die Gelegenheit und sind fast zwei Stunden lang im Wentorfer Casinopark herumspaziert. Stephanie schwärmt noch heute davon!

Da uns das Wetter auch am Sonntag so wohlgesonnen war, sind wir erneut mit unserem dick eingepackten Kind fast den ganzen Tag draußen gewesen – diesmal bei einem mehr als dreistündigen Rundgang in der Wentorfer Lohe.

Dieses weitläufige Areal (ein ehemaliges Militär- und Panzerübungsgelände) lädt heute mit vielen recht gut ausgebauten Wegen und einer tollen Mischung aus Wiesen, Feldern und Wald zu kilometerlangen Spaziergängen ein – wir legten an dem Tag insgesamt 9,8 km zurück.

Zuerst an Straßen vorbei und durch eine Neubausiedlung aus Wentorf raus …

… wo wir gleich zu Anfang des Rundgangs an einer erstaunlich großen Hundewiese vorbeikamen, an der wir natürlich sehr interessiert den Vierbeinern und Herrchen bzw. Frauchen ein Weilchen zuschauen mussten:

Doch dann machten wir uns auf den Weg, den Carsten vorher per Karte und Google-Maps ausfindig gemacht hatte, und wir genossen diesen Frühlingsausritt so sehr! Dies ist definitiv eines meiner Lieblingsfotos:

Echt toll, oder? Wir haben sogar daran gedacht, alles für ein Picknick einzupacken.

Ausgerechnet am entferntesten Punkt unserer Tour wurden die Wege für ca. 150 m etwas abenteuerlich, denn die Sturmschäden der letzten Woche und das schwere Gerät, um diese zu beseitigen, hinterließen in einem moorähnlichen Waldabschnitt richtig schlammige Spurrillen:

Hier war ein Durchkommen mit dem Rollstuhl nur rückwärts möglich, da sich die kleinen Vorderräder beim Schieben sofort eingegraben haben. Doch wie erwähnt, blieb uns diese Passage zum Glück nur ein kurzes Stück erhalten:

Der restliche Weg war überaus phantastisch für Stephanies Rolli geeignet und somit bleibt uns dieser Spaziergang sicherlich noch sehr lange in guter Erinnerung – vor allem nach den letzten Tagen mit viel Regen und starkem Wind. Endlich mal wieder draußen sein … herrlich!!!

Das soll es auch schon wieder gewesen sein, was es von der 73. Woche zu berichten gibt. Warum es diesmal so lange gedauert hat, bis ich sie zusammenfassen konnte, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal. Keine Angst, es ist nichts Schlimmes … eher etwas total Schönes, was man gerne dem Schreiben vorzieht    standard

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