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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2022 27.
Apr

Einen Dienstagsbesuch gab es in der letzten Woche nicht, da wir sie nach Ostern ja erst am Montagabend zurück ins Pflegezentrum gebracht haben. Bleibt also nur die Zeit des Wochenendes zusammenzufassen. Am Freitag haben wir wieder mal beim Asiaten gegessen und danach den obligatorischen Wochen(end)einkauf erledigt.

Am Samstag gönnten wir uns erneut einen richtig schönen Ausflug und fuhren etwas mehr als eine Stunde in Richtung Norden. Das Wetter passte hervorragend, die Flora kündigt derzeit in tollen Farben den kommenden Frühling an …

… und ich konnte wieder einmal meine geliebte Meeresluft schnuppern:

Keine Angst, auch Stephanie freut sich immer sehr über unsere Ausflüge, allerdings ist es ihr eigentlich egal, wohin es geht – Hauptsache raus!    zwinker

Also durfte ich mich mit meiner Wunschlokation durchsetzen und wir fuhren nach Travemünde an die Ostsee:

Nach einem stärkenden Mittagessen – immer im Dialog mit diversem Federvieh …

… sowie einem aufdringlichen Reisebären – …

… schlenderten wir zuerst an der Strandpromenade bzw. dem Sandstrand entlang – herrlich!!!

Leider war es noch etwas zu kalt für einen Gang zum oder gar ins Wasser. Die meisten Strandkörbe war deshalb noch verschlossen und nur ein paar wenige Wagemutige trauten sich mit Badesachen ganz in die Wellen.

Wir nutzten hier und da lieber die Bänke und Liegen der Promenade, doch zu manchen kam Stephanie in ihrem Rolli leider nicht (mit) ran:

Aber das ist wahrlich Jammern auf höchstem Niveau, denn selbst mit ihrem großen Gefährt kommen wir in der Regel ganz gut durch, voran und darüber hinweg. Nur an Treppen ist nun mal leider Schluss … aber damit können wir ganz gut leben.

Nach dem Sandstrand der offenen See schlenderten wir entlang der Häuser an der Hafenkante bzw. der Flussmündung der Trave (womit nebenbei auch gleich noch die Namensgebung dieses Lübecker Stadtteils geklärt wäre) …

… und wo wir auch ohne (Rolli-)Probleme in ein Fischrestaurant einkehren konnten. Stephanie kann glücklicherweise die Speisekarte ganz alleine lesen und auch für sich daraus bestellen, ohne auf unsere Hilfe angewiesen zu sein:

Sie entschied sich im Gegensatz zu Carsten und mir nicht für Fisch (wen wundert’s!) und nahm lieber eine Ofenkartoffel mit Steakstreifen:

Das Kind war mit ihrer Wahl sehr sehr glücklich! Und damit wäre auch gleich mal ihr dritter Restaurantbesuch absolviert … ab jetzt müssen wir nicht mehr weiter mitzählen, denn es wird mittlerweile zur Routine    standard

Nach so viel Freizeit und Lämpeln musste der Sonntag natürlich umso mehr mit Training, Spiel und Auffrischung gefüllt werden. Erstaunlicherweise wuchs Stephanie hier fast schon über sich hinaus, denn neben den Fortschritten beim Brötchen aufschneiden (Carsten gab nur noch Anweisungen, den Rest erledigte sie eigenhändig), dem Verschließen von Verpackungen (z.B. den Deckel auf die Becherschale der Butter drücken), der Zubereitung ihres Morgenkaffees und das immer flinker werdende Tippen auf der Tastatur, …

… durfte sie heute zum ersten Mal zeigen, dass sie auch etwas ganz alleine eingießen kann:

Zugegeben, gänzlich vertrauten wir ihr dann doch noch nicht und nutzten deshalb eine Flasche mit wenig Saft – aber es war schon sehr souverän, was sie da tat. Beim nächsten Mal wird es sicherlich mehr und somit schwerer zu heben und zu kontrollieren sein …

Doch den Vogel schoss sie beim Lernen und Schreiben mit Carsten ab. Buchstaben gingen noch nicht so richtig, aber ihre Zahlen werden zunehmend besser. Die beiden kombinierten das dann auch gleich mal mit einem einfachen Sudoku:

Die fehlenden Zahlen pro Reihe, Spalte und 3×3-Quadrat musste sie selbst herausfinden, doch beim Schreiben half ihr Carsten noch ein wenig. Oben rechts im Bild ist das gelöste Sudoku und man sieht vor allem an der „3“ (zweite von rechts oben und erste links oben) schon eine deutliche Verbesserung. Das Thema dauert also auch nicht mehr lange!

Und da sie selbst nach dem Sudoku sowie nach einigen Wortgittern und Rätseln noch viel Lust für Neues verspürte, versuchten die beiden es mit dem Lernen der analogen Uhr – in einer Therapie wurde wohl in der Woche schon ein wenig geübt, wie einige Aufzeichnungen zeigten. Carsten malte also für Stephanie ein Ziffernblatt auf, erklärte die grundlegenden Dinge mit Stunden und Minuten (noch ohne solcher Besonderheiten, wie Viertel, Halb, Dreiviertel, Vor und Nach) und mit zwei unterschiedlich langen Bleistiften wurden dann Zeiten angezeigt bzw. abgefragt:

Innerhalb einer Stunde hatte sie es schon relativ gut drauf und erst danach schlichen sich immer mehr Konzentrationsfehler ein. Also heißt es jetzt, einmal ein wenig drüber schlafen, immer wieder mal nachfragen und dann sitzt sicherlich auch das Wissen wieder wie vor dem Vorfall … da bin ich ganz zuversichtlich.

Die anschließende Pause inklusive Verwöhnprogramm mit Badewanne, Haare waschen und Gesichtsmaske hatte sich unser Kind redlich verdient:

Man, was war das für ein Erfolgswochenende – ich bin ganz hin und weg! Und ich kann an dieser Stelle schon verraten, dass Stephanie selbstständig (!!!) im Pflegezentrum weitergemacht hat und jetzt sogar die Buchstaben ganz gut hinbekommt. Hier schon mal eine kleine Sneak-Preview zum nächsten Blogeintrag, fotografiert bei unserem gestrigen Besuch in Lüneburg:

Es gab gleich mehrere solcher Zettel – ich könnte platzen vor Stolz … merkt man nicht, oder?    zwinker

Ehrlich, sowas macht sie jetzt, wenn sie Langeweile hat:

Da scheint bald eine weitere Baustelle endlich vom Tisch zu sein, mein Herz hört gar nicht mehr auf zu hüpfen!!!

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