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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2019 18.
Okt

Wir empfinden BĂŒcher als etwas ganz natĂŒrliches in unserer Umgebung …

… dabei ist es absolut gleich, ob es sich um einen Ratgeber handelt, …

… um ein MĂ€rchen, welches immer wieder unsere Seele berĂŒhrt, …

… oder um ein Gedichtband:

BĂŒcher sind aufgrund ihrer Herkunft mit den BĂ€umen verwandt. Besonders deutlich wird dies bei einer Buche:

Sowohl das eine als auch das andere haben, wie man sich erinnert, jede Menge BlÀtter zu bieten:

Oft genug sind die schĂŒtzenden EinbĂ€nde der BĂŒcher und ebenfalls schĂŒtzende Borke der BĂ€ume sogar farblich kaum voneinander zu unterscheiden:

Beide können ziemlich alt werden. Sehr hĂ€ufig sieht man das wahre Alter sogar mit bloßem Auge. Schicht fĂŒr Schicht offenbart sich das unscheinbare Innere, was einst alles zusammen hielt:

BĂŒcher helfen uns dabei, unseren Blick auf diese Welt abzurunden:

Sie machen sie auch mit ganz einfachen Mitteln mitunter bunter:

Unsere BĂŒcher wecken in uns die Lust, Neues und Unbekanntes in weiter Ferne zunĂ€chst zumindest beim Lesen kennen zu lernen:

Aber sie sorgen auch fĂŒr jede Menge GemĂŒtlichkeit in den eigenen vier WĂ€nden:

Am Anfang ist jedes Buch fĂŒr den Leser ein unbeschriebenes Blatt …

… aber nach und nach erkennen wir das, was sich wirklich darin verbirgt:

BĂŒcher sind fĂŒr uns Orte der Erinnerungen. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es um ein gedrucktes Buch geht …

… oder ein handgeschriebenes, wie z.B. ein Poesiealbum:

Ich finde, BĂŒcher sind genau so wichtig fĂŒr unsere seelische Gesundheit wie ein tĂ€glicher Apfel fĂŒr die körperliche ist:

Wer weiss, vielleicht bekommt ihr jetzt Lust, in einem lĂ€ngst angefangenen und noch nicht durchgelesenen Buch das Lesezeichen wieder zu finden und weiter in der LektĂŒre zu schmöckern    standard    ?

Das wĂŒrde mich sehr freuen!



2019 13.
Okt

Es wird langsam zu einer Tradition, dass die Bilder diverser GewĂ€sser unserer Ausflugs- und Urlaubsziele viel schneller online gestellt werden als ein vollstĂ€ndiger Reisebericht – natĂŒrlich ist es auch diesmal nicht anders geworden. In meiner „FĂŒĂŸe im Wasser“-Galerie, die von Carsten immer mit viel Liebe gepflegt wird,  gibt es 23 NeuzugĂ€nge, die nun auch gerne angesehen werden wollen. Um dorthin zu gelangen, soll man einfach hier klicken oder ab dem Klingelbrett auf marvinchen.de diesem Weg folgen –> Olgas Welt / zu meiner 4. Obsession

Die Wassertemperaturen waren in Kanada verstĂ€ndlicherweise ganz anders als die aus dem vergangenen Jahr auf Hawaii und erinnerten mich zudem viel mehr an die schweizer oder die norwegischen Seen und BĂ€che. Gerade in den Bergen merkten meine Zehen und anderen Fußbestandteile, dass das Gletscherwasser ganz schön erfrischend … um nicht zu sagen wahnsinnig kalt … ist.

Carsten traut sich ĂŒbrigens inzwischen zunehmend mehr ans Wasser, aber er behĂ€lt lieber seine FĂŒĂŸe trocken und lĂ€sst dabei auch noch seine Schuhe an – wie hier am Lake Moraine:

Ich bin aber nicht die einzige, welche ihre Tatzen immer gern ins kĂŒhle Nass stellen möchte. Offensichtlich ist die „FĂŒĂŸe im Wasser“-Nachahmergemeinde grĂ¶ĂŸer als man ahnt:

Dieser Wasseranbeter hat mich allerdings ĂŒbertrumpft, denn fĂŒr die nĂ€chste Stufe seiner Begeisterung fĂŒhle ich mich im Gegensatz zu ihm noch nicht bereit    zwinker

Da bleibe ich lieber bei meiner gewohnten Version, verschiedene GewĂ€sser dieser Welt (fuß)hautnah kennenzulernen    standard

Und bevor ich es vergesse zu erwĂ€hnen: Auf einem der in Kanada aufgenommenen Bilder aus der Galerie gibt es sogar ein Foto mit einem Zuschauer des Fotoshootings – erkennt ihr diese Person?



2019 24.
Sep

Den treuen Lesern meines Blogs ist bestimmt schon eine sehr ausgedehnte Schreibpause aufgefallen. Wer uns aber schon lange kennt, wusste wohl, dass dies auch ein Hinweis auf unseren Jahresurlaub sein könnte. Und so war es auch.

Diesmal zog es Carsten und mich allerdings anders als in den vergangenen paar Jahren nicht in die WĂ€rme und an SandstrĂ€nde, denn unser Ziel hieß Kanada. Anfangs hatten wir sogar die Idee, das Land in seiner gesamten Breite innerhalb von vier Wochen, also von der OstkĂŒste an die WestkĂŒste, zu erkunden, aber der Blick auf die Karte und ein kurzes Überschlagen der dortigen Entfernungen (ĂŒber 5000 km) haben uns schnell auf den Boden der RealitĂ€t zurĂŒckgeholt. So malten wir unsere Route nur auf den sĂŒdwestlichen Teil des riesigen Landes auf und haben unsere Eckdaten bzw. das Streckendreieck gefunden: Vancouver – Calgary – Jasper – Vancouver = ca. 2500 km

Uns schwebte schon lange vor, mal auszuprobieren, wie es so ist, mit einem Wohnwagen zu reisen und Kanada schien uns eine sehr gute Gegend fĂŒr eine derartige Erfahrung zu sein. Da man in so einem Wagen auch jede Menge Platz haben kann, luden wir unsere beiden MĂ€dels ein, mitzufahren. Stephanie war sofort dabei, Andrea musste leider ablehnen, da sie zu der Zeit endlich ihre Masterarbeit fertig schreiben wollte (diese hat sie in der Tat am Tag unserer RĂŒckkehr abgegeben) und auch noch eine kleine Reise mit Karl in Aussicht hatte. So wurde es dann eben ein Vater-Mutter-Kind-Urlaub aus (leider) nur drei OLCAs. Ich kann nun sagen, dass das Reisen mit erwachsenen und selbstĂ€ndigen Kindern viel mehr Spaß macht als mit Teenagern    zwinker

Damit wir beim Fahren alle miteinander reden können, haben wir uns fĂŒr die Variante Truck + Fifth Wheel entschieden. Der WohnanhĂ€nger konnte somit auch immer wieder mal am Stellplatz abgekoppelt werden und man war dann eben nur mit dem Auto unterwegs, was uns viel mehr FlexibilitĂ€t beim Erkunden verschiedener Ausflugsziele bot. In Deutschland hat ein LKW in der Regel eine max. LĂ€nge von 12 m … unser Gespann war insgesamt 14,5 m lang! Ich bin aber auch selber mal ein StĂŒck des Weges gefahren und war ĂŒberrascht, dass man den WohnanhĂ€nger auch aufgrund des Aufliegers (auf der LadeflĂ€che des Pickups ist eine Sattelkupplungsplatte montiert – also keine AnhĂ€ngerkupplung, wie bei den hiesigen Varianten) eigentlich nur beim Bremsen, Anfahren und bei Bodenwellen wahrnimmt, denn die Art der AnhĂ€ngung stabilisiert ungemein und der 355 PS starke Motor des Dodge RAM war stark genug, um auch auf bergigen Straßen ohne Probleme in die Höhe und wieder nach unten zu fahren.

Dieses „Haus auf RĂ€dern“ ermöglichte uns nicht nur eine besonders komfortable Art zu campen, da man darin solche Luxus-Goodies wie vollwertige Dusche, WC, Heizung und auch KĂŒche mit Gasherd hatte, sondern auch die Option, sich in aller Ruhe auch die Gegenden anzusehen, wo eben keine B&B- bzw. Übernachtungsangebote vorhanden sind.

In den vier Wochen sind wir mit unserem Truck sogar insgesamt 5005 km gefahren, obwohl bei der Anmietung eigentlich nur 4000 km veranschlagt wurden – 2500 km Entfernung und 1500 km zum Rumfahren. Aber der Wille, so viel wie möglich zu sehen, und die unendlichen Weiten Kanadas sowie der Rocky Mountains haben letztendlich gesiegt.

Am Icefields Parkway kamen wir z.B. so nah an den Athabasca Gletscher, wie es ohne zusĂ€tzliche, kostenpflichtige Tour mit dem Bus oder als eine nicht gerade preiswerte FĂŒhrung möglich war:

NatĂŒrlich haben wir auch jede Menge die fĂŒr Kanada typischen und ĂŒberaus beeindruckenden Berge sowie wundervolle Seen gesehen. Der wohl bekannteste See – Lake Louise – hat uns allerdings weniger begeistert als der unbekanntere Lake Morraine. Die Besuchermenge hier war weitaus kleiner und das tief-tĂŒrkisfarbene Wasser war ein wahrer Augenschmaus!

Den Cobb Lake hatten wir sogar ganz allein fĂŒr uns, da man erst einmal hinfahren und dann vom Parkplatz auch noch 2,7 km durch einen Wald stapfen muss, um diesen in all seiner Pracht sehen zu können. Die Spiegelung darin war postkartenreif! Die Stille, die lediglich durch das gelegentliche PlĂ€tschern beim Herausspringen eines Fisches kurz unterbrochen wurde, war etwas, was man im allgemein bekannten und mitunter sehr hektischen Stadtleben in dieser IntensitĂ€t gar nicht mehr erlebt. Dieser Weg hat sich fĂŒr uns auf jeden Fall sehr gelohnt!

Das Gros der Zeit verbrachten wir in der Natur, aber wir besuchten auch zwei GroßstĂ€dte: Vancouver und Calgary. Die Zeit in Calgary und Umgebung verbrachten wir ĂŒberwiegend mit Ines und ihrer Familie – sie ist eine deutsche Auswanderin, die wir durch IDA (Interessengemeinschaft deutschsprachiger im Ausland) schon vor 18 Jahren kennenlernen durften:

In Vancouver trafen wir uns an unserem ersten Abend auch mit Keiko … sie lernten Carsten und ich letztes Jahr auf Big Island, Hawaii kennen:

Leider war sie am Ende unserer Reise, wo wir noch vier Tage in Vancouver verbrachten, selber in den Staaten unterwegs – so haben wir uns die Stadt auf eigene Faust erschlossen. Die Gegend um den Stanley Park z.B. erkundeten wir auf LeihfahrrĂ€dern. Carsten und ich probierten zum ersten Mal ein Tandem aus … seitdem weiß ich, dass ich das fĂŒr uns nicht haben möchte, denn derjenige, der hinten sitzt, hat ja am Ende gar keine Befugnisse: keinen nutzbaren Lenker, keine eigene Bremse und in unserem Fall auch so gut wie keine Sicht nach vorne. Ich habe zwar immer volles Vertrauen in meinen Mann, aber ich habe auch gern mein Leben selber im Griff   zwinker

Falls jemand wissen möchte, ob wir auch BĂ€ren gesehen haben –> ja, einmal bei voller Fahrt auf dem Highway mit 100 km/h im starken Regen am Waldesrand. Wir konnten mit dem Gespann erst nach 5 km wenden und als wir wieder an der gleichen Stelle waren, war die BĂ€renmutter mit dem Nachwuchs (Stephanie und ich haben ein BĂ€renjunges gesehen, Carsten glaubt zwei erkannt zu haben) schon wieder ins Unterholz verschwunden. DafĂŒr haben wir zahlreiche MinibĂ€ren a.k.a. Eichhörnchen gesehen:

Auch Streifenhörnchen haben sich sehr oft gezeigt und sind ja sooooooo sĂŒĂŸ!

Naja, immerhin haben diese beiden Spezies ebenfalls ein schönes Fell und sind zudem nicht so gefĂ€hrlich wie Meister Petz – vor denen wurde am Ende auch nicht so oft gewarnt     zwinker 

Schon seit letzter Woche Mittwoch gehen Carsten und ich wieder arbeiten und versuchen uns in den (vergleichsweise langweiligen) Alltag einzufinden. Eigentlich klappt alles ganz gut, nur unser WĂ€scheberg, der inzwischen zum GlĂŒck nur noch ein HĂŒgel ist, beleidigt ein wenig meine Hausfrauenseele.

Wenn wir unsere knapp 10.000 Bilder gesichtet haben, erzĂ€hlen wir natĂŒrlich etwas ausfĂŒhrlicher ĂŒber unsere Wege und Erlebnisse aus dem Westen Kanadas. Ich kann außerdem auch schon jetzt und hier verraten, dass es etliche neue Aufnahmen meiner FĂŒĂŸe-im-Wasser-Bildersammlung hinzukommen werden. Aber alles nach und nach – ihr dĂŒrft also auch weiterhin gespannt bleiben   zwinker



2019 27.
Jul

Ich, Heini, habe jetzt mit Schrecken festgestellt, dass ich schon ganz lange nichts mehr von meinen Erlebnissen bĂ€richtet habe – Vulkanasche auf meinen BĂ€renkopf!

Ich versuche deshalb jetzt in den nĂ€chsten Wochen mal nach und nach von meinen vielen Reisen zu erzĂ€hlen. Der Wille ist jedenfalls da!     zwinker

Meine Mama hat ja schon geschrieben, dass wir im Februar auf Madeira waren.

AbĂ€r sie hat es natĂŒrlich nur aus ihrer Sicht bĂ€richtet … jetzt erzĂ€hle ich mal selbĂ€r, was ich in diesen zwei Wochen auf der Vulkaninsel gemacht habe. Am Anfang dachte ich, dass es ein ruhiger Urlaub wird:

  • ganz gemĂŒtlich im Bett auf dem Zimmer ein bisschen Internetten …

  • einen Blick auf die nĂ€here Umgebung werfen …

  • und vielleicht auch mal am Pool abhĂ€ngen …

AbÀr es dauerte nur ein paar Tage und schon juckte es mir doch gewaltig in den Tatzen! So ruhig die Zeit zu verbringen kann ich liebÀr zu Hause, mit meinen Kumpels. In der Ferne lockt eben das Abenteuer und so machte ich mich auf den Weg, um diese auch hautnah zu erleben:

Ich legte mir fĂŒr mein Vorhaben sogar extra einen echten Wanderstock zu! Der war zwar ein bisschen zu groß, abĂ€r im Laufe der Zeit wurde er von steinigen Wegen und unwegsamen Pfaden ganz gut auf meine GrĂ¶ĂŸe abgeschliffen:

Unterwegs war es ebenfalls immer sehr spannend und es gab so viel zu entdecken! Ich habe den kleinen WasserfĂ€llen beim Tröpfeln zugeschaut …

… aber auch den großen auf ihren langen Wegen von oben nach unten mit Getöse fallen sehen:

Ich gab meinem Drang, auf BĂ€ume zu klettern, nur zu gern nach:

AbÀr auch mit den ganz ganz riesigen StÀmmen habe ich es aufnehmen wollen, doch da bin ich mit meinen kleinen Tatzen nicht sehr hoch gekommen:

Selbst nicht so hochgewachsenen Pflanzen ĂŒbĂ€rraschten mich mit ihren Ausmaßen:

Die Natur dieser Insel ist so nah beieinander – der Himmel und die Erde!

Auf meinen Entdeckungsreisen schob ich mich immer wieder durch die steinigsten EngpĂ€sse …

… suchte nach GeheimgĂ€ngen zu eventuell unerschöpflichen HonigvorrĂ€ten …

… und entdeckte mehr oder weniger zufĂ€llig, dass das Rutschen auf glatten BlĂ€ttern einen enormen Spaß macht:

Manche Höhlen, die ich unterwegs gefunden habe, waren so unfassbar groß! So groß, dass ich mich nicht mal hineintraute. Ich hatte schließlich Bedenken, dass ich den Ausgang nicht mehr erreiche – man konnte den vom Eingang aus auch ĂŒbĂ€rhaupt nicht sehen!

Die BĂ€rge um mich herum waren einfach großartig! Diese hĂŒgeligen Landschaften könnten einem Heini-BĂ€rchen echt den Atem rauben, wenn ich denn welchen hĂ€tte …

Die felsigen KĂŒsten am Rande der Insel mit dem unendlichen Ozean waren auch wunderschön! Man konnte dort ganz lange sitzen und dem Wellenspiel stundenlang zusehen:

Auf meinem Weg begegnete ich auch so manchem Ureinwohnern der Insel – sie waren allerdings nicht sonderlich gesprĂ€chig. Nicht schlimm, denn ich Dummerchen hatte sowie so mein Wörterbuch „BĂ€risch-Portugiesisch / Portugiesisch-BĂ€risch“ vergessen …

Wenn meine Tatzen vom vielen Laufen zu mĂŒde waren, erholte ich mich in einem der vielen weichen und leichten Blumenbetten:

Essen habe ich unterwegs immer problemlos gefunden. Zum GlĂŒck sind BĂ€ren ja Allesfresser! Manchmal habe ich sogar einen ganzen Kohlkopf auf meinem Speiseplan gehabt:

Der liegt abÀr ziemlich schwer im Bauch, dagegen war ein Salat vom Feld schon eine wesentlich leichtere Kost:

Rote Beete gab es gelegentlich auch, abĂ€r bis man diese aus der Erde herausgezogen hat,  ist man ja schon fast verhungert!

Als sĂŒĂŸen Abschluss einer Mahlzeit gab es entweder Orangen, direkt vom Baum …

… oder Bananen, die zwar noch grĂŒn aussahen, aber fĂŒr einen BĂ€rengaumen schon ausreichend SĂŒĂŸe besaßen:

Nur Wasser zum Trinken gab es so gut wie gar nicht in der Wildnis zu finden. Manchmal habe ich dann gleich am frĂŒhen Morgen einfach ein paar Tröpfchen auf einer Pflanze abgestaubt:

Das war abĂ€r immer nur ein Tropfen auf der trockenen BĂ€renzunge … andere Versuche, an eine trinkbare FlĂŒssigkeit ranzukommen, waren auch nicht immer erfolgreich. Diese Flaschen hier waren alle leer …

… und die FĂ€sser leider auch:

Ich wollte dann eben mal einen Rat von der waldÀltesten Pflanze holen und kletterte eifrig auf ihren BlÀttern bis zur Mitte:

Die Farne wollen abĂ€r ihr Millionen Jahre altes ÜbĂ€rlebensgeheimnis mit niemanden teilen und schauten lediglich etwas hochnĂ€sig von oben auf mich herab:

Also war ich gerne bĂ€reit, in die Zivilisation zurĂŒckzukehren. Als eines der ersten HĂ€user habe ich gleich eine GaststĂ€tte entdeckt und freute mich schon wie ein Kamel auf eine Oase:

AbĂ€r egal, wie stark ich klopfte und auf die TĂŒrklinke drĂŒckte, die TĂŒr des Restaurants blieb mir verschlossen. Mein Durst, von dieser vergeblichen Hoffnung noch mehr geweckt, war schlimmer als zuvor. In meiner Verzweifelung schaute ich sogar nach, ob ich in der nĂ€chstliegenden Levada etwas frisches Wasser bekommen könnte:

Es sah nicht gut fĂŒr mich aus … außerdem war meine Nase inzwischen schwerer als mein Bauch und ich fiel in den Kanal hinein. Das Klettern auf den rauen, zementierten WĂ€nden war ganz schön kraftraubend:

Hilfe kam buchstÀblich in letzter Sekunde:

Die rettende Hand von meinem Papa war gerade rechtzeitig zur Stelle! Ab da war alles wieder gut. Ich musste auch nicht mehr selbÀr laufen, was ich nach meinen ganzen Abenteuern sehr entspannend fand:

Ich wurde mit einer superleckeren Pastel de Nata und einem stÀrkenden Kaffee verwöhnt:

Auf unseren weiteren, jetzt wieder gemeinsamen Unternehmungen, ließ ich es mir so richtig gut gehen, denn jetzt war ich wirklich bĂ€reit fĂŒr den chilligen Teil des Urlaubs:

Bei unseren AusflĂŒgen achteten wir wie immer aufeinander. Hier passe ich auf meinen Papa auf, der da ganz weit oben, auf der absoluten Spitze vom Pico Grande steht:

Meiner Mama mit ihrer Kamera in der Hand entgeht ja ohnehin nichts, zumindest nichts, was sie unbedingt als Foto haben möchte    zwinker

Bei der RĂŒckkehr nach Dresden hatten meine Eltern mehr Abenteuer durchzustehen als ich (Mama hat ja bĂ€richtet), denn ich bin in der glĂŒcklichen Lage, bei allen FlĂŒgen und An- bzw. Abreisen einfach schlafen zu dĂŒrfen.

So viel zu meiner Madeira-Geschichte. Es dauert ĂŒbrigens gar nicht mehr lange, dann geht es fĂŒr meine Eltern, mich und Stephanie nach Kanada. Vielleicht kann ich dort mal mit eigenen Knopfaugen die echten (!) und großen Schwarz- oder GrizzlybĂ€ren aus sicherer Entfernung sehen? Ich gebe mir dann auf jeden Fall ganz ganz viel MĂŒhe, meinen ReisebĂ€richt so schnell wie möglich zu schreiben – BĂ€renehrenwort!



2019 20.
Jul

Das Wort Vignette kommt aus dem Französischen und bedeutet Randverzierung. Bei Fotos benutzt man diesen Begriff, um einen Randlichtabfall, also eine Abdunkelung des Fotos von der Mitte zu den RĂ€ndern zu beschreiben. Heutzutage kann man das Dank verschiedener Bildbearbeitungsprogramme schnell nachtrĂ€glich hinzufĂŒgen. Mein Interesse lag aber eher darin, diesen Effekt bereits beim Fotografieren zu erzeugen. Im September, dem Monat in welchem ich dieses Thema eingeplant hatte, waren wir allerdings mehr als die HĂ€lfte des Monats im Urlaub auf Hawaii, daher versuchte ich es unterwegs zunĂ€chst eher mit ganz natĂŒrlichen Mitteln.

Ein strahlendes und farbintensives Motiv war dort zum GlĂŒck so gut wie immer verfĂŒgbar: die Sonne. Wenn sie durch die BlĂ€tter der BĂ€ume schien, hatte ich ja bereits die gewĂŒnschte Wirkung:

Zuhause konnte ich dann meine Vorstellungen, die ich beim Festlegen des Projekts zu Jahresbeginn im Sinn hatte, aufgrund der wenigen Zeit bis zum Monatsende lediglich auf einen einzigen Nachmittag legen.

Ich suchte in meinem Haushalt unterschiedliche Stoffe zusammen,  wie z.B. Papiertaschentuch, Alufolie, Pergamentpapier, Mullbinde, durchsichtige Stofffetzen und einen Gummiring. Alle Hilfsmittel mussten nur so groß sein, dass ich damit mĂŒhelos das Objektiv meiner Kamera abdecken und sie darauf mit dem Gummiring festmachen konnte.

Die Löcher darin hatten eine direkte Auswirkung darauf, wie letzten Endes das Bildmotiv (hierbei habe ich mich fĂŒr fĂŒr eine brennende Kerze entschieden) auf den Betrachter wirkt.

Beispiel Nummer 1 der etwas lÀnglich geratene Durchblick beim Papiertaschentuch:

Die Alufolie hat erwartungsgemĂ€ĂŸ einen ziemlich klaren und dadurch etwas hĂ€rteren Rand erzeugt:

Ich habe danach den Ausschnitt etwas vergrĂ¶ĂŸert und da die Folie dadurch mehr auf den Rand des Bilder verschoben wurde, hat man eben auch mehr von der Kerze gesehen:

Das Butterbrotpapier ließ am Rande leider auch nicht so viel Licht durch, aber ich finde, das gesamte Bild wirkt schon etwas weicher als beim Versuch mit der Alufolie:

Das Schleifenband aus zart grĂŒnen Organza war zu schmal fĂŒr mein Vorhaben, aber ich wolle es trotzdem nutzen. Deshalb habe ich es in drei StĂŒcke geschnitten und mit dem Gummi in Form eines Dreiecks an meinem Objektiv fest gemacht. Mit dem Ergebnis war ich durchaus zufrieden:

Dichtere Stoffe decken natĂŒrlich auch etwas mehr ab. Es spielt dabei allerdings auch noch eine Rolle, ob der Stoff weiß …

… oder schwarz ist:

Wie schon am Anfang gesagt, waren diesmal leider nicht so viele Versuche möglich, da die Zeit fĂŒr meine Ideen am Ende nicht vollstĂ€ndig ausgereicht hat. Ich fĂŒr meinen Teil habe dennoch einige neue Erkenntnisse gewonnen und kann nun auch auf die Schnelle und mit einfachen Mitteln einen weichen Randabfall bei meinen Bildern herzaubern. Vielleicht habt ihr hier ja jetzt auch die eine oder andere Inspiration fĂŒr euch entdeckt?



2019 14.
Jul

In meinem Leben passieren mal wieder jede Menge interessanter Dinge, die mir in dem derzeit recht anstrengendem Arbeitsalltag (aufgrund Urlaubsvertretung) immer wieder Aufwind geben.

Als erstes möchte ich natĂŒrlich davon berichten, was mich ĂŒberhaupt auf diesen etwas ungewöhnlichen Vergleich gebracht hat. Wie letztes Jahr wurde vom Sportstudio unseres Arbeitgebers auch in diesem Sommer als Spezialevent FlĂŒge mit einem Segelflieger angeboten. Zwar ohne Carsten, aber dafĂŒr mit meiner besten Freundin Anna, war ich deshalb erneut mal wieder auf dem Flugplatz des Fliegerclubs in Bronkow … da kannte ich mich also inzwischen schon ein wenig aus.

Anna wollte es diesmal eben auch ausprobieren und zum GlĂŒck hatte sie vorher Geburtstag und somit fiel meine Entscheidung fĂŒr ein geeignetes Geschenk sehr schnell: ein Gutschein fĂŒr zwei FlĂŒge    zwinker
So wie es aussieht, ist sie jetzt wohl ebenfalls (wie wir) auf den Geschmack gekommen    standard

Ich bin natĂŒrlich auch zweimal mit einem erfahrenen Piloten geflogen. Beim ersten Mal hatten wir sehr viel GlĂŒck mit der Thermik und konnten kreisend immer mehr an Höhe gewinnen, beim zweiten Flug hat das leider nicht mehr so geklappt, weshalb es nur eine schnelle Nummer wurde – aber schön war es trotzdem! Die Jungs des Fliegervereins kĂŒmmern sich außerdem immer Ă€ußerst rĂŒhrend um ihre FluggĂ€ste! Nur das Catering an Bord lĂ€ĂŸt bedauerlich sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig    lachen

Im Gegenzug kĂŒmmerten Anna und ich uns dann freiwillig und mit viel Herz um Max … ein schwarzer Hund, den der Pilot Manfred mit zum Flugplatz gebracht hat:

Es war aber auch ein so lieber, der Max … Manfred natĂŒrlich auch    standard

Wir hatten jedenfalls alle einen sehr tollen Freitagnachmittag und damit einen absolut hervorragenden Start ins Wochenende. Und dieses hatte fĂŒr mich noch weitere Highlights im Angebot.

Zum einen konnte ich zwei ganz bezaubernde Models fotografieren, die ein großes Faible fĂŒrs Mittelalter haben – zumindest in Bezug auf die Kleidung. Ich prĂ€sentiere euch an dieser Stelle „Schneeweißchen und Rosenrot“ a.k.a. Romy und Julia:

Es sind sehr viele schöne und lebendige Bilder entstanden. Vielleicht komme ich irgendwann mal zeitlich dazu, hier in meinem Blog in altbekannter Manier eine Geschichte damit zu „basteln“    zwinker
Romy ist allerdings nicht nur vom Mittelalter angetan, sondern hat außerdem noch eine Vorliebe fĂŒr das Universum der Elfen, was man auf diesem Bild sicherlich unschwer erkennen kann:

An dem Wochenende konnten Carsten und ich zudem noch unser Interessen in Bezug auf Dresdner Geschichten auf einen weiteren bislang unbekannten Bereich richten: bei der Igeltour „Dresdens zweite Gartenstadt – die Eigenheimsiedlung in Briesnitz“ . DafĂŒr mussten wir nur ganz in die NĂ€he unseres ehemaligen Wohnsitzes fahren und konnten dort beim Gang durch die Strassen am Rande des Zschonergrundes in die liebevoll erzĂ€hlten Geschichten aus den vergangenen Jahrhunderten eintauchen.

Am Ende dieser Tour haben wir noch einen kleinen Abstecher zur ehemaligen Grundschule unserer Kinder gemacht, da diese quasi auf dem RĂŒckweg lag. Wir waren beide sehr ĂŒberrascht, wie prĂ€chtig sich die 2006 eigenhĂ€ndig von uns als Abschlussgeschenk gepflanzte HĂ€ngebirke inzwischen entwickelt hat:

Hier ist das Vergleichsbild – so sah das Birkchen aus, als es in die karge und steinige Erde am Rande des Schulhofs eingebuddelt wurde:

Was die vergangenen 13 Jahre doch ausmachen, nicht wahr?

Am Montag haben Carsten und ich dann relativ spontan beschlossen, abends mal wieder ins Kino zu gehen.

Wir sahen vor einiger Zeit den Trailer zur Doku „Unsere große kleine Farm“ und diese Vorschau hat uns so neugierig auf den Film gemacht, dass wir gleich die Möglichkeit der Preview genutzt haben – seit dem 11. Juli (Donnerstag) kann man ihn dann ganz regulĂ€r im Kino sehen … sehr wahrscheinlich aber auch nur in ausgewĂ€hlten Programmkinos.

Wir können ihn wirklich sehr empfehlen, denn die darin agierenden Leute, die aus einem unwirtlichen, ausgebeuteten und vernachlĂ€ssigten StĂŒck Land bei Los Angeles im Einklang mit den Gesetzen der Natur ein grĂŒnes und blĂŒhendes Paradies erschaffen haben, erzĂ€hlen ihre Geschichte so persönlich, dass es einen einfach nur berĂŒhren kann. Und die Tiere, welche in diesem Film definitiv den grĂ¶ĂŸten Platz einnehmen, sind einfach nur goldig – wenn auch nicht immer artig    zwinker

Mit meinen Arbeitskolleginnen aus den Patientenaufnahmen habe ich dann am Donnerstag einen sehr schönen Abend im Biergarten „Paul Rackwitz“ verbracht, denn im Alltagsgeschehen kommt man ja eher selten dazu, ausgiebig (ĂŒber private Dinge) zu schwatzen.

Wir verstehen uns alle recht gut und da war ein entspannter Abend zum Schnattern bei einem Bierchen bzw. Weinchen ein schöner Ausklang nach getaner Arbeit. Ich bin an dieser Stelle den Mitarbeitern des Biergartens zudem sehr dankbar, dass sie nach nur einer kurzen Reservierung per Email am Vormittag extra fĂŒr uns zwölf Personen eine große Tafel vorbereitet haben, die wir dann um 18 Uhr ganz fĂŒr uns alleine hatten. In einem Biergarten eher selten, oder nicht?

Dieses Wochenende war wieder nahezu ein sehr ruhiges, denn wir mussten nicht groß raus oder waren zeitlich an irgendetwas gebunden. Carsten hat zwar seinem Arbeitskollegen versprochen, sich von Freitag bis Montag um dessen Stubentiger zu kĂŒmmern …

… aber die jeweils kleinen, ca. 10 min langen SpaziergĂ€nge schoben wir irgendwann mal nachmittags zwischen das allgemein recht große Faulenzen. War aber auch kein großer Akt, denn wir ĂŒbernahmen schon ab und zu mal diesen Dosenöffnerdienst, nur bei den vorherigen FĂŒtterungsbesuchen hat sich die Katze immer nur in einer geschĂŒtzten Ecke hinter der Couch im Wohnzimmer versteckt. Erstaunlicherweise blieb sie jetzt trotz unserer Anwesenheit doch mal auf ihrem Beobachtungsposten:

Man beachte ihre Schwanzposition    zwinker    wir haben uns auf jeden Fall darĂŒber gefreut, dass sie jetzt nicht mehr so verĂ€ngstigt ist. Allerdings konnten wir des Halters Wunsch nicht nachkommen, dem Tier auch noch eine Tablette zu verabreichen, denn so nah ließ sie uns dann doch nicht an sich heran. Wir haben es beim ersten Besuch kurz versucht, aber ihre ZĂ€hne und Krallen sind nicht zu verachten …

Was vergessen? Ach ja, wir bekamen auch mal wieder fĂŒr ein paar Tage Besuch von Stephanie. Diesmal hatte sie allerdings im Vorfeld ihres Dresdenbesuchs ziemlich viele Verabredungen mit ihren Freunden ausgemacht und daher haben wir nicht so oft zusammenhocken können. Aber das holen wir dann wĂ€hrend unseres vierwöchigen Urlaubs in Kanada nach … in etwas mehr als eine Monat ist es nĂ€mlich endlich soweit und wir werden mit ihr 30 Tage in einem Wohnwagen irgendwo zwischen Vancouver und Calgary verbringen.



2019 03.
Jul

Ich habe da noch ein paar „Schreibschulden“ vom letzten Jahr, die ich nun zeitlich eintakten und nach und nach abarbeiten möchte    zwinker

Wenn wir Innerdeutschen (also weitab jeglichen Meeres) vom Strandurlaub reden, dann hat man so gut wie immer einige Vorstellungen darĂŒber, wie ein richtiger Traumstrand auszusehen hat:

Das Wasser muss ein herrliches blau tragen …

Ein immens wichtiger Bestandteil dieser Vorstellung sind auch zahlreiche Kokospalmen …

Man kann die totale Einsamkeit genießen …

SelbstverstĂ€ndlich hat man strahlenden Sonnenschein, wenn man sich am Strand aufhĂ€lt …

Man hat endlich mal Zeit und findet zur seelischen Ruhe …

… oder zur inneren Balance …

Nicht zu vergessen sind die mĂ€rchenhaft schönen SonnenuntergĂ€nge, wenn die rot-gelbe Kugel in dem endlosen GewĂ€sser eintaucht und dabei der ganzen Welt einen goldenen Schimmer verleiht …

Aber entsprechen all diese Vorstellungen ĂŒberhaupt dem, was wir dann an manch einem, seit Langem ersehnten Urlaubstag letzten Endes wirklich vorfinden?

Das Wasser kann bei unbestĂ€ndigem Wetter ziemlich schnell vom zauberhaften Blau in ein matschig wirkendes Grau umschlagen …

Eine einsame Palme trotzt ganz standhaft mit aller Kraft dem peitschenden Regen und den stĂŒrmischen Winden …

Man muss die LiegeflĂ€che und das strandnahe Wasser mit zahlreichen anderen Bade- und Sonnenhungrigen teilen, die sich natĂŒrlich genau in unmittelbarer NĂ€he positionieren …

Es gibt mitunter stĂŒrmische Tage, an welchen auch der Himmel nicht strahlend aussehen mag, sondern sehr mĂŒrrisch dreinschaut …

Sand ist einfach ĂŒberall – in jeder Ritze!!! Eben nicht nur an den FĂŒĂŸen und die Sandkörner kleben felsenfest an all den Körperteilen, die sie erreichen …

… und  fĂŒr sich beansprucht haben …

Der Begriff „Ruhe“ entpuppt sich als enorm dehnbar, denn jeder stellt sich darunter wohl ganz unterschiedliche Sachen vor …

Nur auf den goldenen Schimmer eines Sonnenuntergangs ist so gut wie immer Verlass, selbst wenn ein Wolkenband die Sicht auf die untergehende Sonne verdeckt …

Aber der Strand gehört nicht nur uns Menschen, auch wenn wir das alles gern fĂŒr uns allein beanspruchen möchten …

So bringen wir manche Tiere mit und auch sie haben dabei ganz viel Spaß an einem Strandausflug und frischem, kĂŒhlen Wasser …

Andere wiederum haben allerhand Respekt vor dem lauten Getöse und der GrĂ¶ĂŸe heranrollender Wellen …

Oder manche warten nur noch darauf, diesen, fĂŒr ihr Empfinden ganz furchtbaren, Ort wieder verlassen zu können …

Dagegen fĂŒhlen sich die Lebewesen, welche schon immer zum Strand und Meer gehören, hier selbstverstĂ€ndlich ganz wohl …

Denn hier kann man in der Tat entspannt liegen und Kraft fĂŒr den nĂ€chsten Gang ins Wasser tanken …

Man kann am Strand auch nach Essen suchen …

Dabei stellen sich Krabben als besonders geduldige SpĂ€her heraus …

FĂŒr sie ist es nur wichtig, auf der Nahrungssuche immer so zu tun, dass man die anderen nicht sieht und stets darauf zu achten, dass die eigenen Wege sich nicht mit der Konkurrenz kreuzen …

Kleinere von ihnen sind wahre Meister im Tarnen, denn es ist mitunter gar nicht so leicht, sie auf dem Sand zu entdecken …

Anders ist da eine leuchtend blaue, wie aus Fernost-Kunststoff hergestellt aussehende Portugiesische Galeere – sie ist auf dem hellen Sand definitiv und zum GlĂŒck auf Anhieb sichtbar …

Diese Quallenart scheint aber auch nur fĂŒr uns Menschen eine Gefahr darzustellen, denn diese kleine Krabbe hat sie dagegen zum Fressen gern …

Diese Krabbe scheint gerade eine Umgestaltung ihres Baus vorzunehmen, denn sie rannte immer wieder emsig mit leeren Scheren hinein und kam mit viel Sand heraus …

Auf jeden Fall ist es zweifelsohne immer wieder schön, das ausgefĂŒllte Leben der ursprĂŒnglichen Strandbewohner nĂ€her unter die Lupe zu nehmen und nach einem Strandspaziergang die kleinen und großen Entdeckungen des Tages bei einem Bierchen in einer Strandbar und beim Sonnenuntergang auszutauschen. Auf Euch, ihr Strandlebewesen aller Art!



2019 30.
Jun

Am letzten Juni-Donnerstag dieses Jahres habe ich erneut einen Russisch-Kurs an der VHS zu Ende gebracht. Diesmal war es fĂŒr meine Teilnehmer besonders spannend: ich habe einen Konversationskurs durchgefĂŒhrt, bei dem nicht ich als Lehrerin die meiste Zeit reden musste, sondern sie selber. Ich habe allerdings festgestellt, dass es fĂŒr mich als Kursleiterin ebenfalls eine gehörige Herausforderung war, denn es gibt einfach keine LehrbĂŒcher und auch keine Leitlinien, wie man so einen Kurs gestalten kann. Da gab ich meinem Affen Zucker und erstellte einfach einen eigenen Unterrichtsaufbau und die dazugehörigen Methoden – schließlich hatte ich einst in meinem Studium als Lehrerin fĂŒr Russische Sprache und Literatur an der Uni Charkow auch solche FĂ€cher wie „Methodik des Unterrichts“. Die Unterrichtsvorbereitungen waren dadurch zwar etwas zeitintensiv, dafĂŒr hatte ich aber auch unglaublich viel Freude, wenn ich im Unterricht merkte, dass Leute sich immer mehr trauten, offen zu reden. Nach lediglich 13 Abenden war aus meiner Sicht schon ein sehr großer Fortschritt zu merken!

Aber nun ist bei mir, zumindest vorerst, Schluss mit dem Unterrichten. Zum einen habe ich sowieso wie gewohnt nach einem Semesterende Ferien, aber zum anderen beschloss ich auch nach langem AbwĂ€gen und Überlegen, mal auf unbestimmte Zeit eine Pause von meiner Rolle als Kursleiterin einzulegen – zumal sich der Unterricht (zwei Stunden am Donnerstag) und die Vorbereitungen (i.d.R. 2-3 Stunden am Wochenende) ja auch noch zu meiner 40-Stunden-Arbeitswoche addieren. Ich habe fĂŒr mich diese Entscheidung schon am Anfang des Semesters gefĂ€llt und meine VHS-Chefin wusste ebenfalls beizeiten darĂŒber Bescheid. Auch meine Teilnehmer habe ich rechtzeitig informiert, dass es von diesem Kurs (leider) keine WeiterfĂŒhrung geben wird … nicht alle waren glĂŒcklich darĂŒber, aber es ist wie es ist.

Seit MĂ€rz 2012, also ganze sieben Jahre lang, habe ich nun parallel zu meiner Vollzeitstelle unterrichtet und es hat mir immer sehr, sehr viel Spaß gemacht. Aber nun merke ich, dass ich inzwischen eine kreative Pause gebrauchen kann. Dazu kommen noch einige andere VerĂ€nderungen, z.B. bei meinem Hauptarbeitgeber: meine unmittelbare Chefin wird das Unternehmen am kommenden Freitag fĂŒr immer verlassen und ab da ihre Zeit als fitte und reiselustige Rentnerin genießen. Ich gönne ihr das von ganzem Herzen … aber weder ich noch andere Kolleginnen und Kollegen der Abteilung wissen derzeit, wie es mit der neuen Leitung weitergehen wird. Wir lassen uns einfach mal ĂŒberraschen    zwinker

ZurĂŒck zu VHS. Ich habe ursprĂŒnglich geplant, aufgrund der zum ersten Mal reduzierten Stundenanzahl von 13 Unterrichtseinheiten (normalerweise sind es 14 Abende mit insgesamt 3 x 45 min) bis zur letzten Minute ordentlich zu unterrichten, aber meine Gruppe hat mich ĂŒberzeugt, dass wir am letzten Unterrichtstag genauso gut einfach nur alle gemĂŒtlich beisammen sitzen könnten. Jeder von ihnen und natĂŒrlich auch meine Wenigkeit hat etwas zum Buffet beigesteuert und so hatten wir am Ende eine recht gut gedeckte Tafel beisammen:

Auf dem Foto fehlen allerdings noch das GurkenschaumsĂŒppchen und der Pudding aus weißer Schokolade mit Lavendel – die kamen erst ein wenig spĂ€ter dazu. Wir hatten eine schöne Mischung aus deutschen und russischen Gerichten – Völkerfreundschaft funktioniert beim Essen und Trinken nun immer noch am besten    zwinker

Da ich mich im Unterricht beim Thema „Hobby“ mal verquatscht habe und von meiner AffinitĂ€t zu BĂ€ren berichtete, haben sich die Teilnehmer als Abschlussgeschenk etwas ganz Besonderes ausgedacht:

Ich fand das echt lieb! Ich bin der Meinung, dass dies nun eine wundervolle und sehr persönliche Erinnerung an meine Kursleiterzeit ist! Das BĂ€rchen wurde von der SchwĂ€gerin eines Teilnehmers extra fĂŒr mich erschaffen! Als ich mit Karlchen nach Hause kam, seufzte mein Mann zwar ganz tief, rollte aber nur ganz leicht die Augen, sodass der Kleine auch mit seinem Segen ins Apartamento OLCA einziehen durfte    standard    seinem Teddyblick kann doch einfach keiner widerstehen, oder?    zwinker

Nun beginnt auch fĂŒr mich (zumindest am Donnerstagabend und am Wochenende) die unbeschwerte Sommerzeit, wobei ich ehrlich gestehen muss, dass es mir immer noch etwas komisch vorkommt, dass ich jetzt keine Unterrichtsvorbereitung mehr machen muss und mich nun jeden Abend mit Freunden und Bekannten verabreden kann. Ich denke aber, daran werde ich mich ganz schnell gewönnen    standard



2019 16.
Jun

Endlich habe ich die Zeit gefunden, meine Quadrologie zu unserem Hawaii-Urlaub im Sommer 2018 abzuschließen – nach den Teilen …

Unser Hawaii-Urlaub Teil 1 von 4

Unser Hawaii-Urlaub Teil 2 von 4

Unser Hawaii-Urlaub – Teil 3 von 4

folgt jetzt Teil 4 – viel Spaß damit.

Maui war also unsere letzte Station bei diesem Inselhopping. Wir empfanden sie nach den bereits gemachten Erfahrungen als touristisch besonders gut erschlossen, dafĂŒr aber auch am wenigsten hawaiianisch. Man hat auf der Insel zum Beispiel mehr „Bleichgesichter“ (sogenannte Haoles) wie wir es sind gesehen und nicht wie auf den vorherigen das braungebrĂ€unte, runde und strahlende UreinwohnerlĂ€cheln.

Auch auf dieser Insel waren wir sehr viel unterwegs. Dabei ist Maui flĂ€chenmĂ€ĂŸig lediglich 54 x 42 km groß, aber wir haben es wieder einmal geschafft, innerhalb von acht Tagen insgesamt 1173 km mit unserem Jeep abzufahren.

Unser B&B lag in Kihei (relaiv im SĂŒden), heißt „Sojourn“ und wird ganz liebevoll von Lila und James betrieben.

Beide sind vor Jahren vom Festland hierher gezogen, um vom gut entwickelten Tourismus zu profitieren und sich den Traum von immerwĂ€hrenden Sommer zu verwirklichen – das ist ihnen gelungen:

Dieses B&B hatte aber eine – besondern fĂŒr amerikanische VerhĂ€ltnisse – außergewöhliche Besonderheit, denn im gesamten Haus gab es keinen einzigen Fernseher. Nein, auch nicht auf den GĂ€stezimmern! DafĂŒr hatte man somit mehr als genug Möglichkeiten, immer wieder mit den Gastgebern und auch mit den anderen GĂ€sten ins GesprĂ€ch zu kommen. Besonders abends am Pool bzw. auf der Terrasse … vor allem bei den immer wieder atemberaubenden SonnenuntergĂ€ngen (s.o.):

Der FrĂŒhstĂŒckstisch wurde auch hier jedes Mal mit sehr viel Liebe gedeckt und das Essen war auch in diesem Haushalt stets „organic“

Der oben erwĂ€hnte Pool stand natĂŒrlich auch uns als GĂ€sten zur VerfĂŒgung, aber wir haben lediglich nur ein einziges dieses Recht fĂŒr uns beansprucht …

… denn wir waren nach wie vor viel viel lieber im Ozean baden:

James hat uns zudem seinen Lieblingsschnorchelplatz verraten – der Strand heißt „Secret Beach“ und liegt ganz in der NĂ€he unseres B&B und des sehr viel mehr bekannten sowie besuchten Poolenalena-Strand. Im Gegensatz dazu hat man am Secret Beach tatsĂ€chlich fast kaum Menschen gesehen:

Deshalb wird ein Abschnitt dieses Strandes auch gern von FKK-AnhĂ€ngern genutzt, was fĂŒr uns, die im Osten Deutschlands beheimatet sind, natĂŒrlich gar kein Problem darstellte. Aber ich muss schon gestehen, das es schon Ă€ußerst ein spannendes Bild ist, einem nackten Mann bei seinen YogaĂŒbungen zuzusehen    zwinker

Wir waren hier aber viel mehr im Wasser als am Strand und erlebten dort eine wahre Schildkrötenautobahn:

Die lebenden Panzer schweben nĂ€mlich vom Strand aus gesehen immer zwischen zwei ca. 100 m voneinander entfernten Felsformationen von rechts nach links und wieder zurĂŒck, wohl um immer mal zwischen den Mahlzeiten ein wenig Bewegung zu haben. Badende und Schnorchelnde haben sie dabei auf dem nur von Sand bedeckten Abschnitt so gut wie gar nicht beachtet:

So viel Ruhe hatte man an den hotelnahen StrĂ€nden im Norden der Insel dann nicht mehr, denn es tummelten sich fĂŒr mein GefĂŒhl einfach viel zu viele Menschen im Wasser. An so einer ĂŒberfĂŒllten Stelle habe ich mal erfolglos versucht, einer auf mich zusteuernden Schildkröte auszuweichen, denn ich hatte noch die Höhe der Strafe fĂŒr das BerĂŒhren dieser Tiere gut im Kopf – somit schulde ich dem US-Bundesstaat Hawaii jetzt wohl 3000 USD:

Aber unseren vielen Fahrtkilometer haben wir natĂŒrlich nicht beim Schnorcheln gesammelt. Auf Maui gibt es eine sehr berĂŒhmte, 103 km lange Straße, welche die StĂ€dte Kahului und Hana verbindet und den Namen „Road to Hana“ trĂ€gt:

Auf dieser Strecke erwarten einen 54 BrĂŒcken, 619 Haarnadelkurven und immer wieder jede Menge umwerfende Panoramablicke:

Da das Abfahren inzwischen zu einem „Must-see“ auf der Insel gehört, empfahlen uns Lila und James, die Strecke lieber in umgekehrter Richtung zu fahren, also von Hana nach Kahului und zum Teil auf unbefestigten Straßen. WĂ€hrend also der touri-guide-gesteuerte Normalo morgens im Uhrzeigersinn vom Norden der Insel in den Osten bis Hana und nachmittags dann die gleiche Strecke zurĂŒckgefahren ist, starteten wir unsere „Road to Hana“ morgens im SĂŒden und sind immer gegen den Uhrzeigersinn durch Hana bis Kahului und durch die Inselmitte zurĂŒck zum B&B gefahren. Damit zuckelten wir eben nicht die ganze Zeit in einer Kolonne mit all den anderen Touristen – das war ein richtig guter Tipp! Wir konnten unterwegs so auch viel ungestörter an vielen Stellen anhalten und uns das eine oder andere genauer ansehen.

Auf dieser Strecke gibt es zum Beispiel auch eine ganz tolle Möglichkeit, in einem Wasserfall zu baden. Man muss zudem nicht so wie wir auf Oahu zuerst viele Kilometer durch den Dschungel laufen, sondern erreicht nach nur ein paar Metern vom Parkplatz plus eine kleine Kletterpartie auf Felsbrocken die Alelele-Falls:

Ein wenig abseits der Hauptstraße gibt es eine kleine Kirche namens „Palapala Hoomau Congregational Church“ , welche 1864 gegrĂŒndet wurde:

Auf ihrem Friedhof fand der berĂŒhmte Pilot Charles Lindbergh, der 1927 im Alleinflug nonstop den Atlantik von New York nach Paris ĂŒberquerte, seine letzte Ruhe:

Ebenfalls etwas abseits des Hauptwegs liegt der Red Sand Beach. Da wir aber noch einige Kilometer Autofahrt vor uns hatten, entschlossen wir uns kurzerhand nur zu einer Wanderung dorthin und dem obligatorischen Foto fĂŒr meine „FĂŒĂŸe-im-Wasser-Galerie“. Den Fußweg dorthin hat man typisch amerikanisch mit einer Dangerous-Warnung versehen …

… doch fĂŒr uns, die bereits das Dschungelabenteuer auf Oahu ĂŒberlebt und viele Wanderungen in der SĂ€chsischen Schweiz hinter uns haben, war es wirklich nur ein 20-minĂŒtiger Spaziergang:

Als wir aber an diesem bilderbuchhaften Strand ankamen, bereuten wir zutiefst, dass wir unsere Badesachen im Auto zurĂŒckgelassen haben. Carsten war deshalb so lieb und ist freiwillig die gesamte Strecke nochmals zum Wagen gelaufen, um unser Zeug zu holen. Es war wirklich eines der schönsten Badeerlebnisse des Urlaubs!

Draußen tobte zwar das Meer, aber die Wellen wurden durch vorgelagerte Felsen, welche den Bereich bis zum Strand zu einem natĂŒrlichen Becken machten, gebrochen – so hatte man ein tolles und mitunter krĂ€ftiges Wellenschauspiel vor Augen wĂ€hrend man dennoch im erfrischenden und recht ruhigen Wasser lag:

Unsere Road-to-Hana-Fahrt endete schließlich im beschaulichen StĂ€dtchen Paia und bevor man zum Stadtzentrum kam, hatte man noch eine gute Möglichkeit, vom Felsen herab zahlreichen Surfern bei ihrem Warten und Wellenreiten zuzusehen:

Hier mal unsere erste große Erkenntnis ĂŒber das Surfen im Allgemeinen: Um Geduld zu erlernen, muss man einfach mal mit dem Surfen anfangen, denn das Gros der Zeit verbringen die Surfer nur damit, auf die fĂŒr sie in dem Moment perfekte Welle zu warten – aber es gibt sicherlich sehr viel Unangenehmeres:

An einem anderen Tag entdeckten wir genau an dem Strand einen fast komplett mit großen schwarzen Steinen bedeckten Abschnitt. Und da die Leute diesen mit viel Hingabe fotografierten, kamen auch wir etwas nĂ€her heran und dann wussten wir warum: es war gerade eine Ruhestelle von mindestens 40 Schildkröten!

Ja, nicht alles, was hier wie ein Felsen oder nasser Stein aussieht, ist auch einer …

Und es kamen sogar immer mehr an, nur leider hatten sie kaum eine Chance, noch ein gutes und trockenes PlĂ€tzchen zu finden. Manche davon ließen sich daraufhin wieder ganz langsam von den Wellen ins Meer hinausziehen:

Nachdem wir alle BrĂŒcken passiert und alle Haarnadelkurven auf der „Road to Hana“ mit Bravour gemeistert haben …

… trieb uns der Hunger ins Zentrum von Paia. So landeten wir im „Paia Fish Market“ , was aber anders als der Name suggeriert kein Markt, sondern ein Schnellimbiss. Das Bier dort war sehr erfrischend und das Essen wird erst bei Bestellung zubereitet und ist somit Ă€ußerst frisch und auch ganz ganz lecker.

Wo wir mal wieder beim Thema Essen angelangt sind: da dies nun unsere letzte Station auf unserer Hawaii-Reise war, ließen wir uns an einem Abend fĂŒr ein immer recht schnell ausgebuchtes Luau auf die Warteliste setzen. Ich war etwas besorgt, ob wir am Ende tatsĂ€chlich drankommen wĂŒrden, aber Lila meinte, dass es so gut wie immer klappt und ich vertraute ihren Worten. Eigentlich hatten wir ein solches Festessen im Freien, mit traditionellen Gerichten der Einheimischen und den dazugehörigen TanzauffĂŒhrungen schon auf Kauai und auf Big Island ins Auge gefasst, aber es hat sich irgendwie nie ergeben.

An diesem Abend mussten wir also mal unsere, inzwischen fast mit der Haut verschmolzenen Badesachen ablegen und zogen uns nach gefĂŒhlten Monaten zum ersten Mal wieder gut bĂŒrgerlich an:

Wir trugen sogar unsere „normalen“ Schuhe statt Badelatschen und Sandalen!

Die Veranstaltung fand im KĂŒstenstĂ€dtchen Lahaina statt und trĂ€gt einen stolzen Namen „Luau Feast At Lele“ … Lele ist der frĂŒhere Name von Lahaina. Ich muss sagen, es war ein wirklich luxuriöses Luau – mit einem fabelhaften Sonnenuntergang direkt am Strand …

… mit sehr gutem Essen und feurigen TĂ€nzen von den vier verschiedenen Regionen des Pazifiks: Hawaii, Tahiti, Samoa und Aotearoa (bei uns wohl eher unter dem Namen Neuseeland bekannt).

Erstaunlicherweise waren alle GetrĂ€nke, auch Spirituosen und alkoholische Cocktails, im Preis inbegriffen und ich habe dabei feststellen mĂŒssen, dass man beim Mixen mit dem Alkohol definitiv nicht gegeizt hat.

Übrigens, Lahaina haben wir noch ein weiteres Mal besucht, um am letzten Abend vor der Abreise dort zu essen. Diese kleine Stadt ist zweifelsohne ein sehr gut entwickeltes Touristenzentrum, das hat man sofort an den zahlreichen LĂ€den gesehen, die die Hauptstraße der Stadt sĂ€umen und in denen man jede Menge Badesachen und Nippes fĂŒr zu Hause kaufen konnte. Wir hörten auch diesmal wieder auf die Empfehlung eines Ortskundigen und gönnten uns eine, zugegeben etwas kostenintensive, aber dafĂŒr sehr gute Henkersmahlzeit mit Blick auf den Ozean:

Ich habe vorletztes Jahr im Monterey Aquarium (Kalifornien, USA) eine Abalone als ein fĂŒr mich ganz neues Wesen entdecken dĂŒrfen und hier im „Honu“ konnte ich diese Seeschnecke nicht nur meinem Zahn und im Mund fĂŒhlen, sondern durfte auch noch die herrliche Perlmuttmuschel behalten. Auf die war ich wirklich sehr scharf, denn ich liebe Perlmutt!

Auf Maui konnten wir allerdings nicht immer ins Wasser springen wie es uns gefiel, denn es gab wÀhrend unseres Aufenthalts auf der Insel immer wieder mal eine Sturmwarnung auf Carstens Handy:

Der nĂ€chste Hurrikan hielt auf die Inseln zu und die HĂ€ndler der zahlreichen Touri-Shops reagierten sofort: Olivia, so der Name dieses Wirbelsturms, war zwar noch gar nicht angekommen, aber die obligatorischen „I survived“-T-Shirts konnte man bereits kaufen:

Die Sonne ließ uns auf Maui fast nie im Stich, aber in den höheren Lagen der Insel kann das trotzdem auch mal ganz anders aussehen. Im Haleakala-Nationalpark (nebenbei erwĂ€hnt der einzige NP auf Hawaii, fĂŒr den wir Eintritt zahlen mussten) waren wir sehr froh, dass wir unsere Fleecejacken immer griffbereit im Auto platziert hatten!

Nur um diese Anhöhe lag eine dichte Wolkendecke und somit war es dort im Allgemeinen Ă€ußerst kĂŒhl, feucht und neblig:

Den dort beheimateten RebhĂŒhnern macht das offensichtlich genau so wenig aus wie die Höhe, in welcher sie ganz entspannt herumspazieren:

Auch die seltene, einheimische Pflanze mit dem Namen Silberschwert gedeiht dort prÀchtig:

Uns war die Luft bzw. der Sauerstoffgehalt in einer Höhe von 3055 m doch etwas zu dĂŒnn …

… so habe ich diesen Umstand anfangs ein wenig unterschĂ€tzt und bezwang die etwa 40 Treppenstufen zu dieser Anzeige noch im Schweinsgalopp. Aber als ich dann oben ankam, blieb mir nicht nur wie gewohnt ein wenig die Puste weg, sondern komplett. An dem Tag habe ich verstanden, was man meint, wenn man einen Zustand als „atemlos“ beschreibt. Ich hĂ€tte nur zu gern Helene Fischer in dieser Höhe gesehen!   zwinker

Der von mir schon erwÀhnte Hurrikan Olivia schickte wie sein VorgÀnger Lane (siehe Teil 2: Kauai) etliche RegenauslÀufer voraus, was uns zumindest die geplanten WanderplÀne in höheren Lagen zunichte machte:

Das wurde selbst den sonst recht widerstandsfĂ€higen KĂŒhen zu viel und sie suchten noch ein relativ trockenes PlĂ€tzchen unter BĂ€umen:

Zum GlĂŒck war der Tag der Abreise in Kihei ĂŒberall wieder schön sonnig. Wir nutzten die Zeit bis zum Abflug in heimische Gefilde, um nochmals am Secret Beach Schnorcheln zu gehen. Es war ein absolut perfekter Abschluss!

Wir mussten nach vier Wochen allerdings nicht nur von tollen Menschen, traumhaft schönen StrĂ€nden, Abenteuern aller Art und im positiven Sinne einprĂ€gsamen Erlebnissen Abschied nehmen … Carstens Lieblingsreisesandalen, welche schon das Wasser und die StrĂ€nde von Bali, Miami und nun auch Hawaii hautnah miterleben durften, quittierten genau am letzten Urlaubstag bzw. sogar in den letzten Stunden vollstĂ€ndig ihren Dienst und durften daher auf Maui bleiben:

Wir dagegen zwangen uns abends im Flughafen von Kahului wieder in unsere langen Jeans und traten die RĂŒckreise nach Dresden an. Aloha, Hawaii! Und Mahalo fĂŒr diese wunderschöne Zeit!



2019 10.
Jun

Irgendwie hat es sich so ergeben, dass die Elbe in unserer verflossenen Woche eine sehr zentrale Rolle gespielt hat. Vor knapp zwei Jahren habe ich Carsten zum Geburtstag ganz uneigennĂŒtzig    zwinker    einen Gutschein fĂŒr die Fahrt mit dem Elbe-Taxi geschenkt. Mein Mann machte fĂŒr den vergangenen Mittwochabend einen Termin aus und so saßen wir schon eine gute Stunde vor der geplanten Abfahrt um 21:15 Uhr im Biergarten „FĂ€hrgarten Johannstadt“ … praktischerweise befindet sich die Anlegestelle von Elbe-Taxi nĂ€mlich direkt am Ufer davor. Es war ein lauer Sommerabend wie es im Buche steht – ein perfekter Auftakt fĂŒr eine romantische Bootsrundfahrt!

Das Motorboot kam ĂŒberpĂŒnktlich an. Wir waren die einzigen GĂ€ste und schon bald saßen wir bei einem vom Fahrer spendierten, gekĂŒhlten Prosecco im Boot, um die Tour „Dresden @ Night“ zu beginnen. Zuerst ging es mit jede Menge Power von der Anlegestelle flussaufwĂ€rts bis zum Blauen Wunder.

Man glaubt gar nicht, mit wie vielen Insekten man plötzlich eine mehr als enge Bekanntschaft macht, wenn man so schnell auf dem Wasser unterwegs ist! So fĂŒhlt sich also eine Windschutzscheibe    standard

Hinter der BrĂŒcke, in der Höhe des „Schillergarten“ , wurde gewendet und dann tuckerten wir ganz gemĂŒtlich flussabwĂ€rts Richtung der Dresdner Altstadt und somit diesem Sonnenuntergang entgegen:

Die Farben des heutigen waren wieder einmal einfach nur mĂ€rchenhaft! Wir konnten uns an diesen die ganze Fahrt lang nicht satt sehen …

Schon bald darauf folgte die Blaue Stunde und die Lichter der Stadt gingen nach und nach an.

Das Zusammenspiel des natĂŒrlichen und kĂŒnstlichen Lichtes fanden wir Ă€ußerst harmonisch!

Wer schon mal abends in Dresden unterwegs war, weiß, dass man von der barocken Skyline der Altstadt niemals genug haben kann, wenn man auf dem gegenĂŒberliegenden Königsufer Posten bezogen hat. Von der Elbe aus hat man schon wieder einen ganz anderen Blick auf diese Schönheit – eine solche Kulisse hat uns beide sehr berĂŒhrt:

Ich kann diese Erfahrung wirklich nur wÀrmstens weiterempfehlen!

Wie ich schon eingangs schrieb, war das natĂŒrlich nicht unsere einzige Begegnung mit der Elbe in dieser Woche. Wir wollten die Gunst eines langen Pfingstwochenendes nutzen und haben fĂŒr den Samstag einen Tagesausflug inklusive 20 km Wanderung zur Elbquelle geplant – vor allem, um danach noch zwei weitere Tage zur Erholung zu haben.

Im Januar konnten wir in Cuxhaven sehen, wo die Elbe in der Nordsee mĂŒndet – an dieser Kugelbake:

Nun also mal ans Ende unseres Hausflusses in die andere Richtung, denn die Quelle liegt im Nachbarland Tschechien. Von Dresden muss man mit dem Auto allerdings schon so ca. 3,5 Stunden Fahrzeit einplanen, um endlich via Bundesstraßen und vielen Serpentinen zum Anfang des zur Elbquelle fĂŒhrenden Wanderweges in der Stadt SpindlermĂŒhle im Riesengebirge anzukommen.

GlĂŒcklicherweise ist unsere Entscheidung ein Rundweg    standard    denn diese Hin- und ZurĂŒcktouren damals auf Madeira waren nicht wirklich mein Fall – alles Rauf muss im Gegenzug auch wieder runter und umgekehrt und man bekommt eben nicht auf der gesamten Strecke immer nur Neues zu sehen. Hier ist das total anders. Man sieht auf dem Foto, dass die Wege der Strecke gut ausgebaut und ordentlich markiert sind:

Der Aufstieg ist zum GlĂŒck nicht zu steil. Wir sind außerdem erst bei 1200 m Höhe gestartet und als höchsten Punkt mussten wir 1484 m erklimmen, das Ende lag dann wieder bei 752 m … 

… und ja, wir haben bei der ursprĂŒnglichen 25 km langen Wanderung etwas geschummelt und sind von der SpindlermĂŒhle zur Spindlerbaude ca. 5 km bzw. 450 Höhenmeter zuerst bequem mit dem Bus gefahren.

Zum GlĂŒck gab es auf dem ausgesuchten Weg immer wieder die Möglichkeit, eine kleine Pause einzulegen und bei umwerfendem Weitblick einen Schluck Wasser zu trinken oder eine der mitgeschleppten Kleinigkeiten zu essen:

Je höher wir kamen, um so hÀufiger hat man in der Umgebung Stellen entdeckt, wo auch noch im Juni Schnee zu sehen ist!

Die Vegetation in diesen Höhen entsprach ziemlich genau dem in der Schule mĂŒhsam erworbenen Wissen: niedrig gewachsen und sehr robust:

Carsten meinte bei dieser Landschaft, dass sie ihn ganz stark zum einen an die LĂŒneburger Heide und zum anderen an eine großflĂ€chig angelegte Landesgartenschau erinnert – ich gebe  ihm (ausnahmsweise) in beiden Punkten recht.

Die Elbquelle, welche sich ganz offiziell so nennen darf, liegt in einer Höhe von 1386 m. Eigentlich beginnen die QuellbĂ€che der Elbe schon ein paar hundert Meter abseits auf einer Wiese, aber da man sich in einem Nationalpark befindet und die vorgegebenen Wege nicht verlassen soll, hat man extra fĂŒr die vielen Besucher eine etwas besser erreichbare Stelle als das eigentliche, sumpfartige Gebiet eingerichtet:

Hier ist der Beweis, dass ich es tatsĂ€chlich bis dorthin geschafft habe    standard    und im Hintergrund sieht man die ersten Meter eines der grĂ¶ĂŸten FlĂŒsse Deutschlands mit insgesamt 1095 km LĂ€nge, wovon 727 km innerdeutsch sind:

Und ja, auch hier habe ich kurz meine FĂŒĂŸe ins Wasser gehalten    standard

Die Elbe ist an dieser Stelle wirklich noch ungewohnt schmal und zierlich:

Aber auf unserem RĂŒckweg haben wir schon einige BĂ€che gesehen, welche von der Seite dazukommen und ihr richtig viel Wasser hinzufĂŒgen. Bereits nach wenigen hundert Metern, welche den Beginn des Abstiegs markieren, hat die Elbe als Wasserfall bedeutend mehr Inhalt zu bieten:

FĂŒr mich, die sonst eine Elbe immer nur als halbwegs breiten und gemĂ€chlichen Fluss in der SĂ€chsischen Schweiz, in Dresden und in Meißen sowie als ganz breiten Strom im Norden bzw. in Hamburg erleben konnte, ist es immer noch schwer zu realisieren, dass ich hier nun einen Rinnsal und einen lauten und stĂŒrmischen Elbfall gesehen habe.

Bei dem zunÀchst 4 km langen und steilen Abstieg war man vom Flusslauf eine Zeit lang (leider) gÀnzlich voneinander getrennt:

Aber als dieser Abschnitt dann zu Ende war, haben wir eine schon um einiges breitere, wenn auch noch recht flache Elbe bewundern können, die in der Abendsonne einen richtig goldfarbenen Touch bekam:

Auf den letzten 5,5 km bis zum Parkplatz, wo unser Smart ganz brav einen ganzen langen Tag auf uns gewartet hat, sahen wir noch viel mehr ZuflĂŒsse, die hineinströmten, und die Elbe somit weiter anschwellen ließen:

Der im tschechischen als Labe bezeichnete Fluss ist auf diesem Bild ĂŒbrigens links.

Am Ende dieser Wanderung meinte Carsten, dass er sich in seinem Leben noch mit keinem anderen Fluss derart intensiv gelebt hat: Besuch der Quelle im Riesengebirge, Besuch der EinmĂŒndung an der Kugelbake in Cuxhaven, Abschnitte in ÚstĂ­ nad Labem, DecĂ­n, der SĂ€chsischen Schweiz, Dresden, Radebeul, Meißen, Riesa, Torgau, Hamburg und BrunsbĂŒttel, zweimal (2002 & 2013) mit extremem Hoch- und unzĂ€hlige Male mit Niedrigwasser. Und da meine OrangenhĂ€lfte Ende Oktober dieses Jahres bereits sein 18. UmzugsjubilĂ€um feiern wird, hatte er inzwischen jede Menge Zeit, die Elbe von ihrer Entstehung bis zu ihrer Auflösung kennen zu lernen … zugegeben, ich auch    standard