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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 26.
Nov

Mein Deckelchen wird „rund“ und am Ende kann Olga Dank Corona, Lockdown und Reiseverbot leider nur einen sehr zweisamen und traurigen 50. Geburtstag feiern – sowohl heute als auch am kommenden Wochenende. Blöd, blöd. blöd …

Die Große kommt aus Österreich ohne 14-tägige Quarantäne nicht raus bzw. hinterher auch nicht wieder rein, Stephanie bekommt aufgrund ihres Gesundheitszustandes von alldem gar nichts mit, Freund und Bekannte können nicht zu uns kommen und nicht einmal ein feierliches Essen im Restaurant nur mit mir ist möglich ! 

Dabei haben wir Anfang des Jahres aufgrund unseres Umzugs in den Hohen Norden noch ganz andere Pläne geschmiedet und uns eher über den Feierort (Schleswig-Holstein oder Sachsen ?) und die Anzahl der Einzuladenden (wie groß muss die Partylokation werden ?) Gedanken gemacht. Aber der November war damals ja noch in so weiter Ferne und wir wollten zuerst die neuen Jobs und die Wohnungssuche inklusive Umzug ins Visier nehmen … dann kamen die beiden „Lockdowns“, das HomeOffice (ich jetzt schon seit dem 13.3. !) und am Ende auch noch der Unfall mit Stephanie. 

Aber wer uns kennt, der weiß, dass wir so schnell nicht den Sand in den Kopp stecken – oder umgekehrt ! Dann fällt der 50. eben dieses Jahr aus und mein Schatz wird erst in 2021 oder 2022 „fuffzig“. Basta !!!

So bleibt mir jetzt an dieser Stelle eigentlich nur noch die Möglichkeit, virtuell das Glas zu erheben und dir, meine liebe Olga, alles Gute zum Geburtstag zu wünschen und für dich weiterhin viel Liebe, Glück, Gesundheit, Freude, Zuversicht, Mut, Spaß, Erfolg, Reisen, Lachen und vieles mehr im Gepäck dabei zu haben. Vor 19 Jahren haben wir uns gefunden und seitdem bislang noch jede Durststrecke und Happy Hour bewältigt – nächstes Jahr wird auch dieser Abschnitt des OLCA-Lebens rund und vielleicht dann auch wieder mit der gesamten Familie und unserem Freundeskreis.

AUF DIE NÄCHSTEN 50 !!!

Übrigens: Selbst Argentinien hat ab heute eine dreitägige Staatstrauer anberaumt … zwinker



2020 24.
Aug

Diese Frage stellen sich derzeit wahrscheinlich viele Blogleser, denn seit nunmehr fast einem Monat hat sie hier kein Update mehr abgegeben … seltsam, seltsam.

Aber ich kann euch beruhigen: es ist alles in bester Ordnung ! Kein Covid, kein Schwächeanfall, keine Hoch-im-Norden-sein-Depression, ehrlich !

Wir waren die letzten vier Wochen allerdings entweder schwer in Action (Treffen mit Leuten, Werkeln an der Gemütlichkeit der Wohnung und Tagesausflüge) oder mussten uns irgendwie mit dem Tauwetter für Dicke arrangieren (Couch + Ventilator = das Beste, was man bei dieser Sommerhitze in einer Wohnung direkt unterm Dach machen kann).

Ihr seht, es geht uns gut und diese Woche wird Olga bestimmt auch mal wieder genügend Zeit und Muse für einen neuen Blogeintrag finden – der Dauerregen und damit die Abkühlung sind auch endlich im Norden angekommen. Vielleicht berichtet sie über unseren Ausflug in den Hamburger Stadtpark, über die großangelegte Deko-Einkaufstour, über das Wiedersehen mit Anne & Nao (zuletzt in 2015), über das Essengehen mit den Nachbarn, über die zahlreichen dekorativen Handgriffe und Bohrarbeiten innerhalb unserer neuen vier Wände, über unseren Tagesausflug in die südliche Lüneburger Heide oder aber über ihre seit heute überstandene Probezeit beim neuen Arbeitgeber Keysurgical …

Also bitte keine Angst, Olga ist und bleibt auch weiterhin unser allseits geliebter Wonneproppen:



2020 27.
Apr

Dank einer lieben Arbeitskollegin sind wir seit Sonntag mustergültig gewappnet …

… d.h. der Mittwoch kann kommen, denn ab dann gilt für uns Schleswig-Holsteiner eine Nasen- und Mundschutzpflicht in öffentlichen Teilgebieten, wie z.B. Läden und im öffentlichen Nahverkehr. Die Bundesländer um uns herum fangen allerdings schon am heute mit der Maskenpflicht an …

In diesem Sinne: bleibt gesund !



2019 24.
Dez

Ihr könnt mir glauben, eine äußerst turbulente Woche liegt hinter uns … so voll war sicherlich keine andere in 2019 !

So kam z.B. immer wieder wieder Kochen und Backen auf uns zu, denn es war die Zeit der vielen Abschiede von Kollegen, Freunden und Bekannten. Neben kleinerer Treffen auf diversen Weihnachtsmärkten im Rahmen unserer seit Wochen zelebrierten „Abschiedstournee“ gab es am Montag meine große Abschiedrunde vom Geschäftsbereich IT und dem UKD (insgesamt 95 eingeladene Personen), von Dienstag bis Donnerstag je 10-stündige Arbeitstage, um erfolgreich gegen eine Havarie anzukämpfen, am Donnerstag unsere gemeinsame Frühstücks- und Abschiedsrunde im Carus Vital (dem Mitarbeiter-Fitnesszentrum unseres Arbeitgebers), am Freitag das Abschiedsfrühstück mit meiner Abteilung Basisinfrastruktur (18 eingeladene Kollegen) sowie die Räumung des 17 Jahre lang von mir genutzten Arbeitsplatzes, am Freitagabend und Samstag ein gemütliches Beisammensein mit beiden Kindern samt deren Freunden, am Samstagabend ein Bowlen mit Familie und Freunden, am Sonntag die Fahrt nach Hamburg, um die Schlüssel der Übergangswohnung entgegenzunehmen und gestern dann schon wieder die Rückfahrt nach Dresden – der To-Do-Zettel wir gefühlt immer nur länger und länger.

Aber zum Glück lassen sich jetzt auch schon baldige Ruhephasen und Verschnauftage erahnen. Deshalb wird von meiner Seite auch sicherlich nicht gemosert, versprochen ! Wer mich kennt, der weiß, daß mir ein geordneter Arbeitsalltag voller Aufgaben immer besser gefällt, als ein täglicher Aufbruch ins Neuland – wir rechnen so ab Mitte Januar mit dem Einfinden eines ersten Gewohnheitsgefühls.

Da ich nun im Rahmen meiner großen Rede für die GB IT-Kollegen und UKD-Mitarbeiter am Montag das bisherige OLCA-Leben genauer reflektieren konnte, möchte ich die folgenden Stellen aus selbiger sehr gerne auch hier in Olgas Blog veröffentlichen:

Beim Zusammenstellen einer geeigneten Präsentation habe ich eines herausgefunden, was zwar offensichtlich vor- bzw. hinter uns liegt, aber so noch nicht auf den Punkt gebracht worden ist: In uns schlagen zwei Herzen. Zum einen das heimatbezogene, welches sich an einem Ort sichtlich wohl fühlt, und zum anderen das vagabundierende, welches nach einiger Zeit dann doch mal wieder auf ein Weiterziehen pocht. Und da laut Definition EINE Generation ca. 20-25 Jahren entspricht, könnten man uns also quasi gut und gern als „Generationen-Weiterzieher“ bezeichnen. Hier kommt der Beweis …

Die Kindheit und Jugend verbrachte Olga ab 1970 im ukrainischen Pokotilovka bei Charkow, damals allerdings noch UdSSR. Für mich Wessi gleichbedeutend mit der CCCP (liest sich „CeCeCePe“ und nicht wie im kyrillischen „EsEsEsEr“), denn so stand es schließlich immer z.B. bei James Bond auf den Raketen oder anderen sowjetischen Dingen. Ich wuchs ab 1974 ohne jeglichen sozialistischen Einfluß (weder DDR noch Sowjetunion) im Ruhrgebiet oder am Rande dessen auf – Essen, Schermbeck, Raesfeld-Erle, Dortmund. Mein Heimatbundesland NRW ist heute wie damals für hier Ansässige besser als „Der Westen“ bekannt.

Dann kam der erste große Wechsel … für Olga mit 22 und für mich mit 27 Jahren. Sie zieht 1992 mit einem Rucksack und ihrem Zukünftigen zunächst nach Greiz in Thüringen. Mit ihrem beim Goethe-Institut erlerntem Deutsch hat sie sich im Vogtland natürlich anfangs recht schwer getan, denn die Einheimischen leben u.a. nach diesen Leitspruch:“Wou di Hasen Hosen heeßen un de Hosen Husen heeßen“. Ein paar Jahre später verschlägt es die beiden nach Dresden, wo u.a. auch die jüngere Tochter geboren wird. Ich dagegen bin erst nach meinem Studium in Dortmund Ende 2001 mit einem 7 1/2-Tonner in die Hauptstadt Sachsens gekommen. Man beachte den gravierenden Unterschied: sie mit Rucksack, ich mit LKW. Unser Fazit könnte aber auf jeden Fall sein: sie hat in den Westen gemacht, ich in den Osten.

Es folgt das erste Arbeitsleben. Olga ergattert nach ein paar Eingewöhnjobs (zu dem Zeitpunkt ist ihr Migrationshintergrund eben noch zu dominant) eine 17 Jahre andauernde Einstellung bei einem lokalen Kartenhersteller und arbeitet später noch einmal 4 Jahre im International Office des Universitätsklinikums Dresden. Ich bin das erste Jahr fernab der Heimat arbeitslos (genau zu der Zeit ist die DotCom-Blase geplatzt und sowohl AMD als auch Infineon, beides lokale IT-Schwergewichte, verhängen einen Einstellungsstop), verrichte danach ca. 1 Jahr in der IT-Branche Zeitarbeit und kann dann 2003 im Medizinischen Rechenzentrums des Uniklinikums unterkommen. Eingestellt als Netzwerkadministrator sollte ich eigentlich eine Verstärkung für das Team des stark expandierenden Datennetzes sein, aber mein erstes Großprojekt (120 PCs, Monitore, Laserdrucker und Etikettendrucker für die Einführung des neuen Krankenhaus-Informationssystems (KIS) müssen vorinstalliert werden – heutzutage werden am UKD ca. 8000 Clients dafür genutzt !) und der Vorstandswunsch, mittels Blackberry-Technologie Emails auf einem kleinen Telefon verwalten zu können (2003 noch ein absolutes Novum !), drücken mich immer mehr in die Server- & Clientbetreuung. 2005 wird meinen Aufgabengebiet noch um die Telekommunikation erweitert, denn mein Wissen aus dem Studium (Informations- & Kommunikationstechnik mit Schwerpunkt TK-Anlagen) stellt sich beim Umbau des telefonischen Herzstückes des Krankenhauses als äußerst nützlich heraus. Mit gleichzeitiger Einführung der DECT-Schnurlostelefonie besiegelte ich auch das Ende der Nutzung von bis dahin sehr verbreiteten Pieper. Damals noch völlig unerfahren im Krankenhaus-Jargon, verfaßte ich sicherlich eine der bis heute lustigsten Fundstücke im UKD-Intranet:“Falls Sie noch einen Pieper im Schieber liegen haben sollten, …“ – zwar heißt im Osten die Schublade „Schieber“ (so viel hatte ich mittlerweile gelernt), aber im Krankenhausumfeld entspricht der Schieber eben leider auch der Bettpfanne …

Und nun, bei Olga 27 und bei mir 18 Jahre später (aus dem Wessi ist längst ein Wossi geworden), steht der zweite große Wechsel bevor – eine weitere Generation ist vorbei. Für uns heißt es jetzt „auf in den hohen Norden“ … der Süden muß also noch etwas warten. Am 2. Januar 2020 beginne ich im Team „Mobile Competence Center“ meine Tätigkeit beim u.a. in Hamburg ansässigen IT-Dienstleister Dataport.

Was bedeutet das alles für unsere Zukunft ? Entweder wird landen generationenbedingt 2040/2050 (also im zarten Rentenalter von 70/80) im Süden der Republik oder vielleicht werden sich unsere Auslandsträume (USA, Kanada, Australien oder Neuseeland) doch noch erfüllen. Heißt: es bleibt auch weiterhin sehr spannend bei den OLCAs !

Bis zum 30.12. werden wir noch ein paar Tage in Dresden verbringen, aber dann verlassen wir unsere lieb gewonnene Heimat und ziehen mit einem Teil des Hausrates in die Übergangswohnung nach Hamburg-Hohenfelde. Vor Ort werden wir uns dann sicherlich noch viel besser um eine „richtige“ Bleibe und um einen neuen Job für Olga kümmern können. Wohnungs-/Hausbesichtigungen und Bewerbungsgespräche auf 500 km Entfernung haben sich in den letzten Wochen als sehr aufwändig herausgestellt, sodaß wir nach meiner Jobzusage und dem Finden der 45 qm großen, vollmöblierten Interimswohnung die anderen beiden Suchen getrost auf das neue Jahr 2020 verlegt haben. Wünscht uns bitte Glück und viel Erfolg dabei !

Wir wünschen nun allen Lesern noch eine schöne Weihnachtszeit und ein frohes Fest im Kreise der Familie. Allen bisherigen Weggefährten möchten wir zudem für alles danken und wir werden auf jeden Fall immer wieder sehr sehr gerne an die gemeinsame Zeit zurückdenken.



2018 24.
Apr

Da Olga auf Reisen ist …

… soll ich euch von ihr …

… herzliche Grüße aus der Ukraine schicken. Wenn sie am Wochenende wieder zurück ist und am Sonntag die Kinder verabschiedet worden sind, wird sie euch bis zum Feiertag endlich wieder selbst mit ihren Schreibergüssen erfreuen. Welches Thema das dann wohl sein wird … ?!?    zwinker



2017 31.
Dez

Ich weiß, meine These ist etwas sehr übertrieben und natürlich hat Technik auch seine guten Seiten … ich als Systemadministrator dürfte ja auf keinen Fall technikfeindlich sein. Aber gestern sind mir gleich mehrere Fallstricke der zunehmenden Technolgiesierung und leider auch „Verblödung“ der Nutzer aufgefallen – und am Ende hat es mich sogar selbst erwischt !

Situation 1: Ein Aufeinandertreffen am Männerrefugium, dem Pissoir bzw. Urinal.
Früher (man, klingt das alt !) ist man an selbiges herangetreten, hat sein kleines Geschäft absolviert und vor dem Weggang wurde zum Spülen ein Hahn aufgedreht oder ein Knöpfchen gedrückt.  Mittlerweile trifft man immer öfter eine automatische Spülung an, die mittels Bewegungsmelder das Ankommen und vor allem das Weggehen registriert und danach völlig selbstverständlich für eine kurze Zeit den Wasserfluß aufdreht. Und gestern dann mein Bespiel für eine technologisch initiierte, schleichende Verblödung: mein Pinkelnachbar verläßt sein Keramikrund ohne (!) die händische Spülung zu betätigen. Absichtlich ? Vergessen ? Oder einfach schon zu technisch geprägt ?

Situation 2: Regen und Rückwärtskamera vertragen sich nicht.
Auch unser neues Auto verfügt mittlerweile über technische Gadgets, die ich als Autofahrer der alten Schule eigentlich gar nicht vermißt habe und gerne beim Kaufpreis eingespart hätte, wie z.B. Frontradar mit Bremsassistent, schlüsselloser Startknopf (keyless Mode), überdimensioniertes Entertainmentsystem inklusive Smartphone-Verbindung und eine Rückfahrkamera. Letztere ist zwar sehr hilfreich und verlockend, als einzige Einparkhilfe zu fungieren, aber bei Regen bzw. nach einer Fahrt mit heckseitiger Gischt eigentlich recht nutzlos. Und das Ergebnis: sehr viele Leute (Männlein wie Weiblein !) können eigentlich ohne Piepen und Kamera nicht mehr vernünftig einparken und stochern mit dem Vehikel in Parklücken herum, wie ein sattes Kind mit der Gabel im Essen. Meine Beispiele von gestern ? Auf dem großen Parkplatz am Elbe-Park hätte man darüber stundenlange Dokumentationen drehen können.

Situation 3: Warum sind bei Dunkelheit so viele ohne Licht im Auto unterwegs ?
Als wir dann abends vom Inder nach Hause gefahren sind, habe ich mich mal wieder über so einen autofahrenden Idioten aufgeregt, der ohne Licht über die Straßen huschte – Fahrradfahrer haben leider keine technologisch bedingte Ausrede für das Fahren ohne Licht … hier scheint in der Regel immer Ignoranz vorzuliegen, gepaart mit Dummheit, Faulheit und Gottvertrauen auf die spärlichen Reflektoren. Aber zurück zum Autofahrer: warum merkt er das denn nicht ? Draußen ist es relativ dunkel und nur durch Straßenlaternen erhellt und drinnen kann er doch seine Amaturenbrettinstrumente gar nicht erkennen. Falsch ! Die neuen Autos verfügen als technologischen Fortschritt mittlerweile über kleine LED-Applikationen, die wenigstens ein wenig nach vorne (!) auf die Straße funzeln und selbst bei ausgeschaltetem Fahrlicht ist die Instrumententafel dank Illumination (hell) erleuchtet. Also bekommt der Fahrer eines aktuellen Autos seinen Fehler eigentlich gar nicht mehr so schnell mit, wie ich als gewohnter Lenker veralteter Modelle, wie meinen Golf II in den 90ern, unseren Smart ForTwo seit 2004 und Olgas diverse KIA Carens, bei denen mindestens das Armaturenbrett den anfänglichen Fehler des Nichteinschaltens von Licht deutlich gemacht hat. Und genau das wurde mir gestern bei unserem neuen Suzuki Vitara zum Verhängnis, denn nachdem ich mich über den vermeindlichen „Lichtidioten“ beruhigt hatte und zwischendurch auch noch auf weitere Verkehrsrowdies getroffen bin (Abbiegen ohne Blinker, Warten auf mich obwohl selbst vorfahrtsberechtigt etc.), fiel mir auf einem etwas dunkleren Straßenabschnitt ohne LED-strotzende Laternen auf, daß auch ich die letzten 2 km ohne Licht gefahren bin – AUTSCH, die Verdummung hat nun auch bei mir zugeschlagen !!! Für mich wirkte eben alles normal: innen konnte ich alle Zeiger und Infotafeln wie gewohnt ablesen und außen sah ich auch genug im funzeligen Lichtkegel meiner LED-Zierbeleuchtung plus der städtischen Helligkeitsversorgung … 

Na hoffentlich passiert mir das nicht mehr so schnell wieder. Und was ist eigentlich mit denen, die irgendwie nur noch mit den Gegebenheiten der modernen Technik aufwachsen ? Werden diese Technologiejünger und Stromabhängigen dann nur noch verblödet die Macht an Siri, Alexa, Cortana und Google abgeben oder ohne spezielle App nicht mehr wissen, wie man Licht einschaltet, ein Radio bedient, mit anderen auch ohne Smileys und Memes kommuniziert, in Büchern nach Informationen sucht oder eine Straßenkarte liest ? Welch düstere Gedanken zum Ende des Jahres 2017 …

Nun bleibt mir nur noch, euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen sowie gemeinsam einem tollem, erfolgreichem und gesundem 2018 entgegenzufiebern. Machen wir das Beste daraus !



2016 23.
Dez

… und deshalb bleibt leider auch ihr Blog-Baby etwas auf der Strecke – sie bittet euch, liebe Leser, um Entschuldigung. Aber seit dem letzten Wochenende mit den Kindern haben sich so viele Termine, Verpflichtungen und To-Dos in den Kalender eingereiht, dass für ein Stündchen Blogpflege einfach keine Zeit mehr übrig blieb.

Sogar eine kleine Raubtierfütterung gehörte dazu:

raubtierfuetterung

Selbstverständlich war nichts davon belastend oder negativ, doch wenn man auch in die schönen Dinge Stunden und Minuten investiert, nagt das an anderer Stelle am verfügbaren Zeitkontingent. Kurzum, Olga bzw. wir hatten trotz vollem Terminplan immer eine gute Zeit und machten uns definitiv keinen Stress. 

Da wäre gleich am Montag, nachdem sich die Kinder sonntags wieder zurück in ihre Studentenhöhlen verkrochen haben, gemeinsam mit den Walzogs ein abendlicher Reisevortrag zum Westen der USA zu nennen, da wir in 2017 beabsichtigen, mit ihnen dorthin zu fahren. Und ja, es kam schon jetzt ein wenig Fernweh auf, aber bis zum Sommer müssen wir vier doch noch etwas warten …

Danach folgten drei Weihnachtsfeierabende mit Arbeitskollegen und natürlich Olgas obligatorische VHS-Stunden am Donnerstag, die trotz Jahresendzeittrubel immer noch gut besucht waren – als Lehrer darf man ja sowieso nicht fehlen. Zwei Lesungen von Kurzgeschichten (einmal Lars Hitzing im Solo und einmal die gesamte Truppe der Phrase4) und ein geplanter aber nie durchgeführter Konzertbesuch im Deutsch-Russischen-Kulturinstitut (Annas Wohnung hatte am Ende einfach die größere Anziehungskraft) bildeten das Kulturprogramm der letzten 14 blogfreien Tage. Freunde kamen die letzten Wochen sowieso nicht zu kurz, denn das Geburtstagsfrühstück von Katja sowie der Weihnachtsmarktbesuch in Dresden-Loschwitz mit Michelle (unsere ehemalige VHS-Englischlehrerin) beanspruchten ebenfalls wertvolle das-wäre-Zeit-für-den-Blog-Stunden … aber missen wollten wir das auf keinen Fall.

Lediglich auf die Weihnachtseinkäufe in der (Neu-)Stadt und das Einpacken der wie immer zahlreichen Groß- und Kleingeschenke hätten wir verzichten können, aber dann würden enttäuschte Gesichter der OLCA-Familie den hier wartenden Bloglesern gegenüberstehen – für das, was am Ende gesiegt hat, braucht sich Olga bestimmt nicht rechtfertigen, oder ?     zwinker 

Und jetzt haben wir beide heute unseren letzten Arbeitstag gehabt und freuen uns riesig auf die viele Zeit, die wir ab morgen mit den Kindern verbringen dürfen, denn zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es die von Olga schon im letzten Beitrag angekündigte Familienzusammenführung. Sorry, aber da bleibt bestimmt keine Möglichkeit für den Blog … deshalb auch jetzt mein Gastbeitrag, während Olga schon am traditionellen Kartoffelsalat bastelt und alles für den morgigen Abend mit allen OLCAs vorbereitet. Ihr seht, es geht uns gut, auch wenn wir kein bloggigen Lebenszeichen von uns geben.

Wir wünschen nun allen Lesern eine gemütliche, frohe und besinnliche Weihnachtszeit, viel Freude und Spaß mit der Familie und hoffen auf einen guten Rutsch in 2017 ohne größere Blessuren. Die OLCAs melden sich im Januar wieder regelmäßig mit spannenden Geschichten und schönen Fotos zurück – versprochen !

Die allerherzlichste Grüße aus dem Apartamento OLCA …



2016 25.
Nov

Auf diesem Foto sitzt Olga inmitten der neun bärigen Exponate ihrer baldigen Fotoausstellung beim Betriebsärztlichen Dienst des Universitätsklinikums Dresden (1. OG im Haus 70 in der Senefelder Straße 2, Zugang über Eingang an der Blasewitzer Straße):

ausstellung

Die Ausstellung „Teddybären auf Achse“ wird voraussichtlich ab dem 29.11. zu sehen sein und bis Ende Januar die Flurwände des Betriebsärztlichen Dienstes schmücken. Aber wenn ihr lieb in den Kommentaren fragt, wird Olga hier im Blog sicherlich auch eine großformatige Sonderausstellung für Auswärtige und Verhinderte zum Besten geben …  lachen



2016 06.
Nov

Schon die alten Römer haben dieses Fleckchen direkt am Rhenus für sich entdeckt und es als Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) genannt. Die Rede ist natürlich von Köln am Rhein. Aber warum Insel ? Ganz einfach:

  • hier gibt es eine eigene Sprache: den kölschen Dialekt bzw. Kölsch … von der Akademie för uns kölsche Sproch im „Das Kölsche Wörterbuch“ festgehalten –> „Dat es doch janz einfach !“
  • hier gibt es ein eigenes Nationalgetränk: das obergärige Kölsch … versucht das mal woanders in einer Kneipe zu bekommen !
  • hier gibt es eigene Nationalgerichte: lecker Flönz, den Halven Hahn, das Röggelchen, Himmel un Ääd, Hämchen, Rievkooche … zumindest die Namen sind schon einzig nur auf dieser Insel zu finden.
  • hier gibt es einen Nationalfeiertag bzw. gleich mehrere: die fünfte Jahreszeit namens Karneval … eigentlich beginnt die schon am 11.11. um 11:11 Uhr, aber der Höhepunkt sind Rosenmontag und Faschingsdienstag im Februar bzw. März – je nachdem wie Ostern fällt. Das jecke Treiben endet erst am Aschermittwoch mit der Nubbelverbrennung.
  • hier gibt es ein eigenes Entlohnungsystem: dat Bützje … am liebsten natürlich von einem Mariechen verteilt.
  • hier gibt es eine eigene Grundsicherung bei der Bierversorgung: sobald das Kölschglas leer ist, wird aus dem ständig durch den Schankraum kreisenden Bierkranz vom „Köbes“ (kölsche Kellner) nachgereicht … ungefragt ! Erst ein Bierdeckel auf dem Glas signalisiert „Isch häb keene Doosch mih !“
  • so manche Persönlichkeit ist nie von der Insel runtergekommen und bleibt somit überregional relativ unbekannt: z.B. Tünnes und Schäl, Böckderöck Wau-Wau oder Bullewuh … kennse nich ? Siehste !
  • die Einwohner selbst teilen die Insel in noch kleinere „Parzellen“ ein: Veedel … in einem solchen Stadtviertel befinden sich mit der Eckkneipe, dem Büdchen (oder auch Trinkhalle oder Kiosk), einem größeren Platz mit Bänken für Markt und Festivitäten, einem Supermarkt, einem Bäcker und einem Café eigentlich alles, was man zum Leben bzw. Wohnen braucht.
  • hier gibt es sogar eine eigene Gesetzgebung: das kölsche Grundgesetz mit 11 Artikeln … „Et kölsche Jrundjesetz“ genannt.
  • hier gibt es auch eine eigene Gattung von Gastarbeitern: die Heinzelmännchen zu Köln … nachzulesen im gleichnamigen Gedicht von August Kopisch.

Aber was hat uns nun eigentlich auf diese Insel verschlagen ? Es fielen gleich mehrere glückliche Umstände zusammen: Olga hat zwei Karten für die WDR-Show „Kölner Treff“ mit Bettina Böttinger bekommen, der auf das Wochenende folgende Montag war in Sachsen Feiertag (Reformationstag), wir hatten noch ein paar Überstunden für das Freimachen des vor dem Wochenende liegenden Freitags über und eigentlich ist es fast auf den Tag genau 15 Jahre her, daß ich mit einem 7,5-Tonner von Dortmund / aus dem Ruhrgebiet / aus Nordrhein-Westfalen in den wilden Osten ausgewandert bin. Also waren diese vier NRW-Tage von Freitag bis Montag Ehrensache !

Am Freitagmorgen wurde unser smartes Schlachtroß aus der Garage geholt und nach einem Frühstück in Dresden-Brisnitz fuhren wir einen kleinen Bogen über das Ruhrgebiet nach Köln. Dieser Umweg mußte sein, denn mich gelüstete es wieder einmal nach ein paar Leckereien aus meiner ehemaligen Lieblingspizzeria in Essen-Borbeck, wo ich zu meiner Schulzeit mindestens einmal die Woche einen großen Salat und Pizzabrötchen mit Knoblauchbutter vernichtet habe. Mit Olga war ich schon einmal während unserer NRW-Nostalgiefahrt vor fünf Jahren dort und der Sohnemann von Salvatore, welche mittlerweile den Laden führt, hat mich wie 2011 auch diesmal wiedererkannt.

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Und das liegt bestimmt nicht an der wenigen Kundschaft der letzten Jahre, denn er konnte seinen Stehimbiß mittlerweile erweitern, indem er den Nachbarladen übernommen und zu einem Gastraum ausgebaut hat. Für mich bleibt der Geschmack dieser Sachen wohl immer ein Stück Heimat:

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Der Weg von Essen an der Ruhr zum Hotel in Frechen bei Köln wurde natürlich von der ach so bekannten Stausituation auf dem Kölner Ring (A1 & A3) begleitet, aber wir schafften es dennoch pünktlich einzuchecken, uns nach der langen Fahrt etwas frisch zu machen und dann auch rechtzeitig zum Einlaß in das WDR-Studio vor Ort zu sein. Wir sind zwar keine regelmäßigen Gucker des „Kölner Treff“, aber wir mögen beide den lockeren Interviewstil von Bettina Böttinger und wenn wir beim Zappen mal bei ihr ankommen, dann wird die Sendung in der Regel immer auch zu Ende geguckt. Diesmal hatte sie folgende Gäste am Tisch …

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von unten links nach oben rechts:

  • Patricia Riekel (Journalistin & ehemalige Chefredakteurin der BUNTE)
  • Gayle Tufts (gebürtige Amerikanerin & Entertainerin, tourt mit ihrem Programm „Superwoman“ und ist derzeit in Deutschland eine sehr gefragte Trump-Erklärerin)
  • Palina Rojinski (Moderatorin & Schauspielerin, besonders der Jugend bekannt als Sidekick von Joko & Klaas)
  • Wanja Mues (Schauspieler, seit 2014 besonders bekannt als Matula-Nachfolger in „Ein Fall für Zwei“)
  • Claudia Kleinert (Wetterfee in der ARD, erklärt ihre persönliche „Charismaformel“ in einem kürzlich erschienenen Buch)
  • Bettina Böttinger
  • Peter Wohlleben (Diplom-Förster und Baumversteher, sein Buch „Das geheime Leben der Bäume“ wurde weltweit zum Bestseller)
  • Björn Freitag (Sterne- & Fernsehkoch, Currywurst gehört weiterhin zu seinen Lieblingsgerichten)

Neben all den Prominenten, war es aber auch sehr interessant zu sehen, wie solche Sendungen gemacht werden und was sich alles so im Hintergrund abspielt: die Auswahl der im Vordergrund sitzenden Zuschauer, die ganzen Kameras und die jeweilige Kameraführung bei den Interviews, die für Bettina sichtbaren Regieanweisungen im Hintergrund (bis hin zur Verzweiflung bei Redezeitüberziehung und dem dann hochgehaltenen Schild „ENDE !“), der vorherige Stimmungsmacher und seine Klaschproben u.v.m..

Da der Abend am Ende der Sendung noch jung war (Kartenausgabe war 17:30 Uhr, Aufzeichungsbeginn 19 Uhr, Sendungsende 20:45 Uhr, Ausstrahlung im Fernsehen ist aber erst um 22 Uhr), konnten Olga und ich das lange NRW- bzw. Köln-Wochenende mit einem zünftigen Essen bei „Miss Pepper“ einläuten und fielen danach mit supervollen Bäuchen ins nahegelegene Hotelbett … begleitet von den letzten 30 Minuten vom „Kölner Treff“ im Fernsehen.

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Für den Samstag war vormittags der Besuch des Doms und die nähere Umgebung geplant, da wir schon ab 15 Uhr mit unserer langjährigen Freundin Alex (seit 2001 !!!) in ihren vier Wänden verabredet sind.

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Für Olga ist der Dom, seine vielen Altäre, der Dreikönigenschrein und die Besteigung des Südturms eine Premiere … 533 Stufen bis zur 97,25 m hohen Aussichtsplattform fordern allerdings ihren Tribut in Form von Knieschlackern und noch Tage später auftretendem Muskelkater in den Waden.

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Dafür erwartet einen dort oben ein so toller Ausblick über Köln und Rhein:

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Wieder unten angekommen, erkunden wir noch die Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung, wie z.B. den Ladenverkauf von „4711“ (Echt Kölnisch Wasser / Original Eau de Cologne), den Heinzelmännchenbrunnen und die insbesondere für ihre Liebesschlösser mittlerweile sehr berühmt gewordene Hohenzollernbrücke (siehe dort unter Trivia).

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Auf der flußaufwärts gerichteten Seite scheint bereits kein Zentimeter mehr ungenutzt …

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… aber die gegenüberliegende Seite dürfte noch Potential haben.

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Selbst diese Fluchttürwarnung verpufft … da hat sicherlich schon lange keiner illegal angebrachte Schlösser entfernt !

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Viel Zeit hatten wir allerdings nicht mehr und so mußten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg zur Straßenbahnhaltestelle begeben …

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… um nach einem kleinen, auffrischenden Zwischenstop im Hotel noch rechtzeitig zum verabredeten Termin bei Alex, Manni und Töchterlein Annika erscheinen zu können.

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Wir haben uns schon seit 8 Jahren (guckst du hier bei Tag 9) nicht mehr gesehen und so kann sich jeder denken, daß beim vielen Aufarbeiten und Quatschen der Abend sehr, sehr lang geworden ist. Wir waren erst kurz vor der Zeitumstellung wieder im Bettchen     lachen

Für den Sonntag war ein ganzer Tag in der Innenstadt von Köln geplant und trotz kurzer Nacht konnten wir fast alle gesteckten Ziele erreichen – ohne groß aus der Puste zu kommen ! Diese waren unter anderem:

Essen-Pflichtprogramm Nr. 1: ne Currywurst

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Das berühmte Puppenspiele-Theater oder besser bekannt als Hänneschen-Theater … nur die Willy Millowitsch-Figur auf der Bank am Haupteingang haben wir nicht mehr gesehen, denn die wurde in 2014 auf den Willy-Millowitsch-Platz umgesetzt.

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Zwischendurch guckte ich Olga ein paar Male freudestrahlend an und schrie „Der Zoch kütt“, aber keiner hat sich mit mir gefreut      traurig    und Kamelle gab’s auch keine …

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Dafür ließ sich Olga aber sehr gerne mit dem echten Kölner (FC-)Jung Poldi fotografieren.

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Die Häuserzeilen Kölns sind wirklich schön aufgehübscht worden, insbesondere wenn man an die großen Zerstörungen im II. Weltkrieg denkt.

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Natürlich durften bei unserem Rundgang auch Tünnes und Schäl nicht fehlen !

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Eher durch Zufall kamen wir auch an der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchives (passiert im März 2009) vorbei … allerdings ist bis heute noch nicht juristisch geklärt, wer nun eigentlich Mitschuld an diesem Unglück mit zwei Toten und einer Schadenssumme von ca. 400 Millionen Euro trägt.

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So wie der FC ist das Kölsch natürlich ebenfalls allgegenwärtig !

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Dies ist der wohl bekannteste Anbick von Köln: der Dom, der Rhein und die Hohenzollernbrücke.

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Ein Spaziergang am Rhein entlang, durch den Rheinpark und eine Fahrt mit der Rheinseilbahn (935 m Länge) sollten auf jeden Fall Bestandteil eines Köln-Besuchs sein.

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Und wer hätte es gewußt bzw. gedacht, aber auch diese Kameraden gehören schon seit den späten 60ern zur Stadt und Region –> wildlebende Halsbandsittiche sind irgendwie heimisch geworden und man schätzt die Gesamtpopulation im Rheinland auf ca. 5000 Tiere. Allein im Rheinpark haben wir so an die 50 Stück herumfliegen oder in den Bäumen sitzen sehen.

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Essen-Pflichtprogramm Nr. 2: Dicke Bohnen, Kölsche Kaviar mit Röggelchen (Blutwurst im Roggenbrötchen), Himmel un Ääd mit Flönz (Kartoffeln, Apfelstückchen, Zwiebeln und gebratene Blutwurst) und ein Apfelpfannkuchen (und das hat in keinster Weise etwas mit einem Berliner zu tun !!!) … samt Kölsch natürlich.

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Wir sind danach mehr als satt und selig ins Bett gefallen.

Am letzten Tag, eigentlich auch schon der Aufbruch gen Sachsen, habe ich einen Zwischenstop in Attendorn (eine echte Hansestadt im Sauerland !) eingeplant, um Olga mal die dortige Atta-Höhle (leider ist das Fotografieren in der Höhle nicht erlaubt) …

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… und die Biggetalsperre zu zeigen.

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Das herbstliche Farbenspiel von der Aussichtsplattform Biggeblick aus wird uns sicherlich ganz besonders lange in Erinnerung bleiben – so toll ! Selbst bei diesem trüben Wetterchen.

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Mit einem weiteren Zwischenstop in der neuen Wohnung von Andrea – Chemnitz liegt ja günstig auf dem Weg nach Dresden – ging dieses tolle, lange Wochenende dann doch leider zu Ende. Wir waren sehr begeistert und können auch allen anderen die Stadt bzw. Insel Köln für einen Kurzbesuch nur sehr ans Herz legen. Colonia Claudia Ara Agrippinensium ist wirklich eine Reise wert !

Zum Abschluß müssen wir manchem Kölner Inselbewohner aber vielleicht noch eine kleine Belehrung bzgl. der Tierwelt geben: nicht jedes Rüsseltier ist auch gleich ein Elefant … aber zumindest die Farbe stimmt schon mal überein     lachen-xxl

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2016 16.
Okt

Da ich meiner Verwandtschaft nachträglich noch ein paar Urlaubsimpressionen per Email habe zukommen lassen, kann ich euch mit dem gleichen Text (Copy&Paste sei Dank) ebenfalls noch ein paar unbekannte OLCA-Fotos und Informationen nachschieben – viel Spaß.

Wir zusammen mit der lokalen Schönheitskönigin am Tempel Pura Puseh Batuan:

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In die Tempelanlagen auf Bali kommt man nur mit gewickeltem Sarong und einer Schärpe, durch die die Trennung am Körper von Gut (oberhalb) und Schlecht (unterhalb) symbolisiert wird. Deshalb werden die Opfergabe oder auch andere Speisen (also alles beides „gut“) immer auf dem Kopf getragen und nicht an der Hand in Beuteln wie wir es tun würden.

Ein Pärchenbild vor einer Dschungelkulisse im Affenwald von Ubud:

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Eigentlich sind wir in der Regel in diesem Aufzug durch Bali gezogen, schon alleine wegen der Wärme und Luftfeuchtigkeit. Die Stadt Ubud könnte euch namentlich eventuell geläufig sein, wenn ihr den Roman „Eat Pray Love“ oder den gleichnamigen Film mit Julia Roberts kennen solltet.

Auch auf Bali gibt es die bekannte Tradition „Brunnen plus Geld = Glück“:

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Allerdings ist es im „Land der Millionäre“ unter Umständen sehr schwer, überhaupt an Münzen zu kommen. In Bali kam es sehr oft vor, daß wir das Maximum von 2,5 Millionen am Automaten abgeholt haben, was am Ende aber eigentlich gerade mal ca. 170 Euro entspricht. 15.000 Rupien sind in etwa 1 Euro und die größten Münzen wären 500 IDR (= ca. 4 Cent) und 1000 IDR (ca. 7 Cent), danach kommen schon die Scheine mit Werten von 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000. Deshalb wird in der Regel eigentlich alles nur mit Papier bezahlt und Münzen als Wechselgeld selten rausgegeben. Aber nur Münzen lassen sich eben gut in einen Brunnen werfen …     zwinker

Frisch geschlüpfte Schmetterlinge im Schmetterlingspark Taman Kupu-Kupu:

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Am Ende hielten alle Schmetterlinge so gut still, weil sie sich noch in der Trocknungsphase befanden und somit nicht wegfliegen konnten. War schon beeindruckend, was für Größen es so gab.
Hier mal ein kleiner, witziger Einblick in die indonesische Sprache: Schmetterling = kupu … Schmetterlinge (Mehrzahl) = kupu-kupu oder geschrieben sogar als „kupu2“ ! Weitere Beispiele wären anak-anak (Kinder), buku-buku (Bücher), orang-orang (Menschen) kata-kata (Wörter), kaki-kaki (Füße) und mobil-mobil (Autos) – alles Wörter, die wir beim Fernsehen sehr oft in den indonesischen Untertiteln gesehen haben. Das Internet hat uns dann über diese laufenden Dopplungen aufgeklärt.

Wir zusammen mit unserem Fahrer & Führer in der bekannten Tempelanlage Pura Tanah Lot:

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Er hat uns insgesamt 4 Tage über Bali gefahren und dabei die von uns vorher rausgesuchten Ziele angesteuert, um weitere Haltepunkte ergänzt und viele nützliche Tips und Vorschläge gegeben. Einen besseren wie er hätten wir wahrscheinlich nicht so schnell wieder finden können. Anfangs war er noch über das Hotel gebucht (pro Tag 900.000 IDR, wobei er gerade mal davon für 10 Stunden 100.000 IDR bekam = ca. 8 Euro), doch an den Tagen 3 & 4 engagierten wir ihn ohne Zwischenhändler und er bekam von uns trotzdem die vorher vom Hotel für die Touren veranschlagte Summe von 1 Mio. IDR (ca. 80 Euro) pro Tag. Das war uns die Sache auf jeden Fall wert – der Mann war klasse !!! Die Chemie zwischen uns stimmte direkt vom ersten Tag an.

Diese heißen Quellen mit Infinitypool ist ein von unserem Fahrer vorgeschlagenes Ziel:

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Wir stehen zwar nicht auf Selfies, aber in diesem Natural-Hot-Spring-Pool am Batursee gab es eben keine Fotohilfe von Dritten. Also wurde auch mal selbst auf den Auslöser gedrückt.

Sonnenaufgang auf der Katamaran-Kreuzfahrt:

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Unsere 4 Wochen Urlaubsreise waren aufgeteilt in 1 Woche Legian auf Bali, 1 Woche Kreuzfahrt mit einem Katamaran zwischen Bali und Lombok, wieder 4 Tage im Hotel in Legian auf Bali, 5 Tage in Dubai und 4 Tage in Abu Dhabi. Auf dem Katamaran konnten wir jeden Morgen um 6:30 Uhr (so nah am Äquator ist es immer ca. 6:30 Uhr Zeit für den Sonnenauf- und ca. 18 Uhr für den Sonnenuntergang) einen märchenhaften Sonnenaufgang betrachten … wir mußten dafür nur aus der Luke über unserem Bett (ja, ich steht AUF unserem Bett) klettern und wir hatten einen tollen Ausblick. Davon haben wir als morgendliche Bettflüchter (wir können eigentlich gar nicht mehr so richtig lange ausschlafen) natürlich jedes Mal Gebrauch gemacht.

Selfie Nummer 2 … beim Schnorcheln:

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Vor unserer Reise waren wir uns einig, daß die Kreuzfahrt mit den angekündigten Schnorchelgängen und Touren bestimmt DAS Highlight werden würde, und am Ende hat es sich auch genau so erfüllt. Bali ist wunderschön, die Vereinigten Arabischen Emirate sind wenigstens ein wenig WOW!, aber das Schnorcheln und die Unterwasserwelt in der Straße von Lombok hat all unserer Erwartungen erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Wir sind sogar jetzt ein wenig angefixt und denken über einen Tauchlehrgang nach. Wir haben bei jeden Stopp eigentlich stundenlang Händchen haltend bäuchlings an der Wasseroberfläche getrieben, um die Fische, Korallen und anderen Meeresbewohnern, wie z.B. Schildkröten und riesige Mantarochen, bei ihrem Treiben zu beobachten und mit der eigens für diesen Urlaub angeschafften Unterwasserkamera zu knipsen. Langweilig wurde uns dabei nie ! Und fürs Sonnenbaden waren eigentlich die anderen Passagiere mehr zu begeistern als wir, denn wir liebten einfach das Wasser und die bis dato darin verborgenen Welt.

Ungelogen, man dürfte auf dem Foto ca. 2/3 der gesamten Insel sehen:

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Das Inselchen Gili Kedis hat uns besonders beeindruckt, denn außer dem breiten Sandstrand gab es auf dieser 70*70 Meter großen Insel nur noch einen Kiosk (im Hintergund links), eine Cabana (das Sonnenschutzhäuschen in der Bildmitte) und eine handvoll Bäume bzw. Palmen … sonst nix. Unsere Schiffscrew schickte uns zudem zum genau richtigen Zeitpunkt hier hin, denn vormittags hatten wir acht Gäste (zwei Katamarane mit jeweils zwei Pärchen an Bord) das Fleckchen ganz für uns alleine und erst gegen späten Mittag trudelten weitere Touristen mit ihren Booten ein. Die Unterwasserwelt rundherum konnten wir in ca. 1-2 Stunden erschnorcheln und haben dabei immer wieder etwas neues entdeckt, was wir bis dato so noch nicht gesehen haben. Ein Traum !

Apropos Traum, dieser Strand heißt sogar so –> Dream Beach:

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Der letze Tag der Katamaran-Kreuzfahrt machte den Abschied am nächsten Morgen (Einschiffung) so richtig schwer, denn neben dem Abenteuer, mit ca. 3-Meter-Spannweite großen Mantarochen zu schnorcheln, erwartete uns auch noch eine kleine Rundfahrt mit dem „Scooter“ (Motorroller) auf Nusa Lembongan zu den Mangroven und diesem kleinen Strandabschnitt Dream Beach.

Selfie Nummer 3 … auf dem Scooter:

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Daß wir noch nie auf so einem Gefährt gesessen oder es gar selbst gefahren haben, geschweige denn einen Führerschein für sowas besitzen (das Ding hatte defintiv mehr als 50 ccm und fuhr auch schneller als ein 50 km/h-Mofa), interessierte hier niemanden. Nach ein paar hundert Meter hatte ich den Dreh raus (ist fast wie Fahrradfahren) und wir stürzten und mit sechs Scootern (vier Pärchen und zweimal zwei Crewmitglieder) in den zum Teil sehr chaotischen Straßenverkehr Indonesiens. Auf dem Foto ist hinter uns Mutter & Tocher aus Frankreich und dahinter das Crewgefährt als Korsoende zu sehen … das Auto gehört bereits zum einheimischen Straßenverkehr und dient mitnichten zusätzlich unserer Sicherheit.

Auf dem Weg mit dem Scooter hatten wir einen kleinen Fotostop an einem Aussichtspunkt:

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Unten links stehen irgendwo unsere beiden Katamarane und der Strand in der Bildmitte war unser Start- und Endpunkt mit den Motorrollern. Hier sind wir schon auf dem Rückweg vom Dream Beach und dem Sonnenuntergangsbeobachtungsposten Devil’s Tear zurück zum Strand. Und ja, wir sind alle heile sowie mit viel Spaß in den Backen zurückgekommen.

Gruppenbild unseres Katamarans:

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v.l.n.r.: Kapitän Tri, ein deutsches Pärchen aus Aschaffenburg und neben uns noch drei weitere Crewmitglieder

Gruppenbild der Passagiere beider Katamarane:

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v.l.n.r.: ein Pärchen aus Italien, Mutter & Tochter aus Frankreich, wir und das Pärchen aus Deutschland

Zwischenstopp auf unserer Dünensafari bei Abu Dhabi:

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Nachdem wir in Dubai eigentlich hauptsächlich nur Architektur (moderne, aber auch alte) besichtigen durften, hatten wir in Abu Dhabi eine Möglichkeit gefunden, auch mal raus in die Natur zu fahren. Standesgemäß mit dem SUV bzw. Allradjeep ging es geführt und mit insgesamt ca. 10 Fahrzeugen zunächst ab Mittag a la Rally-Paris-Dakar auf und ab durch die Dünen und endete am Abend in einer touristisch errichteten Beduinenoase inklusive arabischem Essen, Bauchtanz und einem atemberaubenden Sternenhimmel, den wir bislang nur noch besser auf Bali bzw. der Kreuzfahrt erleben durften – so deutlich wie dort zwischen den Inseln haben wir die Milchstraße noch nie sehen können.

… und nicht, daß ihr nun denkt, ich hätte vier Wochen lang immer die gleiche kurze Hose angehabt –> wir hatten im Vorfeld mal zwei identische gekauft (Männer können bei sowas bekanntlich pragmatischer als Frauen sein) und zwischendurch legten wir Dank Reinigungsmitteltube auch mal einen Waschtag ein.