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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 25.
Feb

Wie ich bereits versprochen habe, m√∂chte ich gern einige Eindr√ľcke von unserem zweiw√∂chigen S√ľdfloridaurlaub mit euch teilen. Es ist gar nicht so einfach, sich bildertechnisch zusammenzurei√üen und nur eine kleine Auswahl der letzten 14 Tage zu geben, das k√∂nnt ihr mir glauben! Ein paar Bilder und Infos hat Carsten bereits an anderen Stellen auf unserer Homepage untergebracht. Zum einen kann man die lieben und netten Menschen, welche wir bei unserer Reise wiedergesehen oder kennengelernt haben, auf der Wall of Visitors (ganz nach unten scrollen oder per Flagge dorthin springen) ansehen. Zum anderen kann man einen recht guten √úberblick √ľber die von uns besuchten Str√§nde bekommen, wenn man sich meine Obsession Nr. 4-Galerie anschaut, denn die letzten 11 Aufnahmen sind eben w√§hrend dieser Reise entstanden.

Die Idee, nach Miami zu gehen, ist definitiv unserer gemeinsamen Begeisterung f√ľr diverse Filme und Serien geschuldet, welche in dieser Stadt spielen, z.B., „Miami Vice“ , „Bad Boys“ , „Dexter“ und „CSI:Miami“ , wobei sowohl Carsten als auch ich nicht zuletzt immer so sehr von den kr√§ftigen Farben dieser Gegend angetan waren. Es war also mal an der Zeit, mit den eigenen Augen zu √ľberpr√ľfen, ob diese auch im wahren Leben so sind    zwinker    Achtung Spoiler: JA, SIND SIE !!!

Um ein richtig dekadentes Lebensgef√ľhl zu genie√üen, haben wir uns diesmal nicht in einem popeligen Hotel oder einer Ferienwohnung einquartiert, sondern gleich mal stilecht in einer kleinen, gem√ľtlichen Yacht in einer Marina im Stadtteil Aventura:

Wenn wir nach dem Aufwachen unsere Köpfe aus der oberhalb des Bettes vorhandenen Dachluke schoben, wurden wir mit diesem Ausblick belohnt:

Als Auto g√∂nnten wir uns passend zur Gegend zudem ein Mustang Cabrio    standard

Es hat allerdings ein paar Tage gedauert, bis wir den bestellten Autotyp von unserem Autovermieter, es war die f√ľr uns beide bis dato unbekannte Firma Thrifty, erhalten haben, denn nach unserer Ankunft gegen 23:00 Uhr am Flughafen war das bestellte Auto nicht verf√ľgbar und wir haben uns mit einem Infinity Q30 zufrieden gegeben, um weit nach Mitternacht endlich vom Flughafen zu unserer Unterkunft zu kommen. Am n√§chsten Tag waren wir wir abgesprochen kurz vor Mittag da und nachdem wir uns ca. 40 Minuten lang die Ausreden „Der Wagen wird gereinigt“ und „Kommt sofort“ angeh√∂rt haben, hat man uns zur √úberbr√ľckung einen Chevrolet Camaro (allerdings kein Cabrio !) √ľbergeben. Abends dann der n√§chste Versuch und nach einem v√∂llig unn√∂tigen Chaos (der Mitarbeiter hat bei der √úbergabe des Camaro statt Umtausch die R√ľckgabe des Wagens im System eingetragen) konnten wir endlich die Schl√ľssel f√ľr DEN Wagen, welchen wir schon von Deutschland aus bestellt und bezahlt haben, in Empfang nehmen. Wenn es sich vermeiden l√§√üt, werden wir bei dieser (Billig-)Firma nie wieder ein Auto mieten! Aber nun konnte es f√ľr uns auch endlich autotechnisch mit dem richtigen und geplanten Urlaub losgehen.

Zwischen Autotausch 1 und 2 (Infinity & Camaro) haben wir mit einem Doppeldecker eine mehrst√ľndige F√ľhrung durch die Stadt genossen, welche wir ebenfalls schon von Dresden aus buchten:

Es war eine Kombi aus Stadt- und Boottour, was einfach perfekt passte, denn das Ende der ca. 90-min√ľtigen Bootstour fiel genau (wie geplant) auf die Zeit des Sonnenuntergangs, welcher derzeit immer p√ľnktlich auf 18:15 Uhr fiel – allein das war schon ein unglaublich sch√∂ner Moment und wir f√ľhlten uns durch die Serien und Filme nicht in die Irre gef√ľhrt! Wer hat bei diesem Anblick nicht das „Yeeeeaaaahhhh“ von The Who aus dem Intro von „CSI-Miami“ im Ohr …

Miami hatte aber auch sonst noch ein paar √úberraschungen f√ľr uns parat, denn z.B. habe ich vorher nicht mal ann√§hernd gedacht, dass es in dieser teuren Stadt ein kostenloses Transportmittel geben k√∂nnte – man kann mit dem Metromover in Downtown tats√§chlich ohne Ticket fahren:

Ich kam auch nie auf die Idee, dass sich die Banyan-B√§ume, welche wir auf Bali zum ersten Mal gesehen haben, auch in Florida sehr heimisch f√ľhlen:

Doch den gr√∂ssten Teil der Sehensw√ľrdigkeiten kannten wir schon sehr wohl aus Film, Fernsehen und dem Internet und erliefen diese immer wieder auch auf eigenen Entdeckersohlen, wie z.B. hier den SoBe a.k.a. South Beach:

Außerdem besuchten wir ein echtes und mein allererstes Basketballspiel: Miami Heat spielte gegen Houston Rockets:

Ich fand das Spiel wesentlich spannender und auch kurzweiliger als Fu√üball, denn es war eigentlich immer viel los auf dem Spielfeld    :)    selbst bei den Pausen und Time-Outs verk√ľrzten kleine Programmpunkte auf dem Feld und im Zuschauerrund die Wartezeit. Und dann nat√ľrlich die in der NBA festgelegte Angriffszeit von nur 24 Sekunden … da war nix mit Ball-in-den-eigenen-Reihen-halten und Auf-Zeit-spielen!

Leider haben die Gastgeber mit 101:109 verloren … dabei sah es zwischenzeitlich f√ľr sie echt gut aus! Der Stimmung im Stadion tat das aber keinen Abbruch und T-Shirts mit dem Heat-Logo habe ich dennoch gekauft    zwinker

Wer Streetart mag, sollte unbedingt die Winwood Walls besuchen – sehr beeindruckende Grafiken sowie Graffitis und das nicht nur innerhalb des Areals, sondern auch in der ganzen Gegend um diese Freiluftausstellung herum:

H√§tten wir Heimweh gehabt, k√∂nnten wir diesen √ľbrigens auf schnellem Weg  lindern    zwinker    diesen Hinweis haben wir auf der Suche nach Dexters Filmhaus in Bal Harbour zuf√§llig im Vorbeifahren entdeckt:

Doch unter uns: hatten wir nicht    :-P

Stattdessen besuchten wir gleich mehrere Male lieber die Gegend, wo sich Kubaner quasi wie zu Hause f√ľhlen k√∂nnen, denn Little Havanna ist fest in deren (Kultur-)Hand:

H√§hne gelten bei den Kubanern als Gl√ľcksbringer und deshalb sind sie an vielen Orten der Calle Ocho, die bekannteste Stra√üe dieses Stadtviertels, ganz leicht zu finden … teilweise tippeln sie sogar in Echt zwischen den Autos herum:

Auch als absolute Nichtraucher haben wir mal die Gelegenheit genutzt, der Herstellung von Zigarren zuschauen zu können:

Diese Gr√∂√üe war allerdings einmalig    zwinker    und bestimmt unrauchbar:

Der ber√ľhmte Domino-Park war selbstverst√§ndlich ebenfalls ein Muss f√ľr uns. Erst beim sp√§teren Sichten der Fotos und nach dem Dominoabend bei Jesus (s.u.) haben wir gemerkt, dass die Anzahl der Augen auf den Spielsteinen wesentlich h√∂her sein kann, als die gewohnten 6 … und damit liegen nat√ľrlich am Ende auch sehr viel mehr Spielsteine auf dem Tisch:

Das d√ľrfte wohl auch die Erkl√§rung daf√ľr sein, warum sich Spieler dort Tag f√ľr Tag gleich mehrere Stunden aufhalten und strategische Pl√§ne schmieden k√∂nnen    zwinker

Wir haben gleich zu Anfang mal einen ganzen Tag daf√ľr eingeplant, die Florida Keys zu besuchen. Unterwegs sind bis heute noch jede Menge Spuren der zerst√∂rerischen Kraft von Hurrikan Irma vom September 2017 zu sehen. Wir dachten zudem, dass wir unterwegs immer die parallel zum Highway verlaufende, ehemalige Eisenbahnstrecke sehen w√ľrden, aber diese Ber√ľhmtheit war leider nur f√ľr ca. 50 km im mittleren Abschnitt der ca. 300 km langen Strecke von Aventura nach Key West sichtbar. Das Ganze sieht aber trotzdem echt schick aus!

Ein Besuch beim s√ľdlichsten Punkt der kontinentalen USA geh√∂rte f√ľr uns nat√ľrlich ebenfalls zum Programm:

Der Name „Home of the Sunset“ beschreibt dieses Fleckchen der Erde sehr, sehr treffend – wir h√§tten stundenlang zuschauen k√∂nnen, aber nach ca. 20 min ist auch der noch so sch√∂nste „Sunset“ leider vorbei:

Auch auf den Keys glaubt man felsenfest daran, dass H√§hne Gl√ľck bringen, doch statt der √ľbergro√üen Plastikversionen setzt man hier allerdings nur auf das echte Federvieh, welches ausgesprochen zahlreich v√∂llig ungeniert auf den Stra√üen von Key West flanieren darf:

Aufgrund fehlender Strassen und nat√ľrlich der dort vorkommenden Fressfeinde sieht man im Everglades-Nationalpark keine Gockel    standard    wir dagegen haben dort an einer gef√ľhrten Tour mit dem Airboot teilgenommen:

Selbstverst√§ndlich wollten wir neben Reihern und anderen Wasserv√∂geln unbedingt die Ureinwohner der Everglades in ihrer authentischen Umgebung sehen. Zum Gl√ľck hat es aus n√§chster Nahe funktioniert:

So ein Alligator h√§tte sich ganz bestimmt √ľber ein gl√ľckbringendes H√§hnchen gefreut    zwinker

Die Riesenechsen auf den B√§umen sind dagegen erst sp√§ter und mithilfe der Menschen in dieses Gebiet eingewandert, f√ľhlen sich aber ganz offensichtlich sehr wohl dort:

Dank der anschließend folgenden Show haben wir verstanden, dass Alligatoren eigentlich nicht besonders angriffslustig sind:

Es gab allerdings die ausdr√ľckliche Empfehlung, DAS nicht in Eigenregie und in der freien Natur zu wiederholen    zwinker

Mit dieser Warnung im Ohr sind wir nach dem Besuch des f√ľr Touristen erschlossenen Everglades Holiday Parks noch zur Loop Road gefahren. Diese Fahrt auf der ca. 38 km langen und zum Teil unbefestigten Stra√üe hat unsere Erwartungen bei Weitem √ľbertroffen. Es war mit uns kaum ein anderer Besucher dort, es herrschte eine erholsame Stille und doch gab es jede Menge Leben neben und auch auf der Stra√üe. Aber seht es euch selbst an    standard

Letzteres sind zwei von drei Geier, die locker-flockig √ľber die Stra√üe h√ľpften und uns mit dem Auto passieren lie√üen.

Und dies ist der mit Abstand gr√∂sste Alligator, den wir an dem Tag gesehen haben … min. 2 Meter hatte er schon und fauchen konnte er ebenfalls sehr bedrohlich – wohl gemerkt: da ist kein Zaun und keine Absperrung zwischen mir und der √ľberdimensionalen Handtasche!

Wir durften √ľbrigens noch sehr viel mehr von Floridas Tierwelt kennenlernen … nur ausgerechnet die Tiere, die wir besonders gern gesehen h√§tten, haben sich uns einfach nicht gezeigt: Manatees. Das erinnert uns ganz stark an die Reise nach S√ľdaustralien, wo wir leider keine Wombats (gibt es hier nicht) und Schnabeltiere (tauchten nicht auf) zu Gesicht bekamen.

Aber die sich Zeigenden sind auch sehr sch√∂n gewesen    standard

Diese Lebewesen habe ich erst gar nicht als etwas Lebendiges angesehen, sondern als ein St√ľck Plastik:

Weit gefehlt, es sind n√§mlich nicht ganz ungef√§hrliche Quallen, die den Namen Portugiesische Galeere tragen. Carsten kl√§rte mich zwar schon vor Ort √ľber die Gattung Qualle auf, aber die „Kleinigkeit“ der Gef√§hrlichkeit habe ich zum Gl√ľck erst zu Hause nachlesen k√∂nnen    zwinker    denn so hatte ich doch noch jede Menge Spa√ü beim Baden zwischen den vereinzelt auftretenden, aufgeblasenen Viechern. Zum Gl√ľck hatten wir genug Abstand von ihnen halten k√∂nnen und die zum Teil meterlangen Tentakeln hinterlie√üen bei uns keinerlei Brandwunden:

Wir haben aber nicht nur die wilde Tierwelt von Florida kennengelernt, sondern auch die gez√§hmte und sehr-sehr freundliche    standard

Das ist Roscoe, der ganz knuffige Haussitter von Sandra und Jim in Cape Coral. Wir haben uns mit ihm trotz seiner Z√§hne blendend verstanden    standard

√úberhaupt war das Wochenende bei Sandra auf der anderen Seite der Florida-Halbinsel supersch√∂n. Nicht zuletzt auch durch die Zeit, welche wir zusammen an den dortigen Str√§nden des Golfs von Mexiko verbrachten und die Seelen baumeln lie√üen … mit dem Sammeln von Muscheln sowie dem Beobachten von Delfinen in Strandn√§he und den Pelikanen auf dem Wasser und an der Pier: 

In Cape Coral haben wir mit Sandras Hilfe zudem noch eine weitere, f√ľr uns bis dato unbekannte Tierart entdeckt … oder habt ihr schon jemals ein in Erdh√∂hlen lebenden Kaninchenkauz gesehen?

Eine weitere neue Erfahrung, welche Carsten und ich gemeinsam am letzten Tag vor der Abreise gemacht haben, war ein Rundflug √ľber Miami. Und zwar genau mit dem kleinen, viersitzigen Flugzeug, welches hinter uns steht:

Um ehrlich zu sein, hatte ich anfangs sogar wirklich ein paar Bedenken, da einzusteigen. Aber Brian, der Pilot von der ATA Flight School, hatte die Kiste perfekt im Griff. So habe ich w√§hrend des Fluges nichts anderes als Begeisterung empfunden, denn der Blick von oben auf die Stadt, die Inseln und die Str√§nde ist einfach nur atemberaubend!

So einen Rundflug kann ich echt jedem nur empfehlen!

Nach dem Propellerabenteuer waren wir noch bei Jesus (sprich: „Chesuuss“), einem im Miami kennengelernten Couchsurfer, eingeladen, um bei seinem regelm√§√üigen Domino-Turnier mit Freunden aus Venezuela erst nur zuzusehen und dann sogar mitzuspielen – ja, Domino ist nicht nur das plumpe Aneinanderlegen von Steinen, bei dem man ein gl√ľckliches H√§ndchen im Ziehen seiner Anfangs-Dominos und dem anschlie√üenden Ablegen seiner Spielkameraden hoffen darf. Die Taktik ist in etwa mit Skat oder Doppelkopf zu vergleichen, denn man muss alle noch vorhandenen und gelegten Spielsteinkombinationen im Kopf haben und sich innerhalb der zwei Zweierteams blind durch „richtiges“ Ablegen mit seinem Spielpartner die Strategie auskundschaften.

Zur Stärkung gab es die traditionell venezolanischen Maisfladen Arepa Рsehr lecker!

Dank Jesus haben wir √ľbrigens eine Woche zuvor die Gegend von Whiskey Creek entdecken k√∂nnen, wo man unter anderem im Ozean baden, in einer urgem√ľtlichen Strandbar diverse Getr√§nke zum Spottpreis zischen (ein Bier f√ľr 2 Dollar – normalerweise kostete das immer so ab 6 Dollar aufw√§rts!!!) und mit geliehenen Kanus bzw. Kayaks zwischen Mangroven herumpaddeln konnte.

Wir sind ein paar Tage sp√§ter nochmals dort gewesen, denn der touristisch nicht √ľberf√ľllte Strandabschnitt und auch der oben beschriebene „Hideout“ mit Alkoholischem und BBQ-Leckerlies haben uns einfach so gut gefallen.

Aber die zwei Wochen gingen viel zu schnell vorbei und dann war es auch schon wieder an der Zeit, sich von der bunten Welt Floridas zu verabschieden:

Alle Erwartungen und Vorstellungen durch die oben erw√§hnten Serien und Filme sind erf√ľllt und gr√∂√ütenteils auch √ľbertroffen worden:

  • das kristallklare Karibikblau des Wassers
  • der zweimal am Tag in s√§mtlichen Rott√∂nen erstrahlende Himmel und Horizont
  • die zahlreichen Gr√ľnt√∂ne der Palmen, B√§ume, Str√§ucher und Parkanlagen
  • das Wei√ü und Pastell der (Art Deco-)H√§user sowie Wolkenkratzer
  • das √§u√üerst stimmige Arrangement der Glas- und Stahlbetonbauten (im Gegensatz z.B. zu Dubai)
  • die freundlichen, vor allem spanisch sprechenden Menschen
  • die sommerlichen Temperaturen von 25 bis 30 Grad
  • … diese Liste k√∂nnte sich noch √ľber mehrere DinA4-Seiten erstrecken!

Aber auch jeder Traum geht einmal zu Ende … so sind wir letztes Wochenende wieder wie gebucht und geplant in einem Dresden mit Minusgraden angekommen und haben auch schon unsere erste Arbeitswoche (ohne gr√∂√üere Katastrophen) hinter uns bringen k√∂nnen. Damit bleibt uns die Erholung sogar noch etwas l√§nger erhalten. Auch die extra f√ľr diesen Trip hervorgekramten Sommersachen sind wieder gewaschen und tief unten in den Schr√§nken verstaut, aber der n√§chste Sommer kommt bestimmt    zwinker



2017 26.
Feb

Dieses Jahr haben wir uns relativ sp√§t um unsere Hochzeitstagreise gek√ľmmert, aber wenigstens das Ziel stand bereits seit geraumer Zeit fest. Nachdem wir im Fernsehen mal einen Beitrag √ľber Sand bzw. darin auch von Sanddieben auf den Kapverden sahen (es wird ab 2:10 Minute f√ľr diesen Blogeintrag relevant), wollten wir auf diese Inseln im Atlantik fliegen, bevor die gesamten sch√∂nen Sandstr√§nde dort zur Geschichte werden. In unserem Reiseb√ľro konnten wir uns zwischen den Inseln Sal und Boa Vista entscheiden, die anderen acht Eilands dieser Inselgruppe vor der Westk√ľste Afrikas werden noch nicht wirklich als Touristenziele angeboten. Wir entschieden uns f√ľr Boa Vista und haben es echt nicht bereut    lachen

Bereits nach der Landung unserer Boing 737 hatten wir unsere erste √úberraschung –> der Flughafen auf dieser Insel hat kein Dach! Damit wurde uns schlagartig klar, hier erwartet man keinen anhaltenden Regen, wie es derzeit bei uns Deutschland √ľblich ist.

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Nebenbei erw√§hnt hat dieser internationale (!) Flughafen auch kein Radar … es wird nur auf Sicht geflogen und gelandet bzw. gestartet!!! Keine Sicht, z.B. durch einen Sandsturm, dann eben auch kein Flughafenbetrieb – so einfach ist das. No Stre√ü …

Unsere Hotelanlage Rui Karamboa gl√§nzte wetterbedingt ebenfalls mit vielen offenen R√§umen und √úberg√§ngen. Die wei√üen Geb√§ude hinter meinem Mann sind keine Stadt, es geh√∂rt alles zu unserem Hotel (sichtbar ist hier ca. 1/4).

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Wie man sehen kann, geh√∂rt dieser Strand quasi dazu. Er war zu unserem gro√üen Gl√ľck  immer noch mit ganz ganz viel Sand gef√ľllt    zwinker

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√úbrigens, Carsten hat die Akazien√§ste auf dem vorletzten Foto nicht einfach so angesehen – wir haben dort ziemlich gro√üe Heuschrecken mit ca. 10-15 cm entdeckt. Gl√ľcklicherweise hatten sie mehr Angst vor uns als wir vor ihnen und so flogen sie im Schwarm immer ganz schnell weg, sobald wir uns den B√ľschen n√§herten.

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Die Hotelausstattung fanden wir √ľbrigens ganz gro√üe Klasse … mitten im Februar schmeckt so ein Drink am Pool und in der Sonne gleich doppelt gut    zwinker

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Im gleichen Pool haben Carsten und ich dann an unserem Hochzeitstag eine Tauchschnupperstunde genommen. Der junge Mann rechts im Bild hat uns in die Geheimnisse des Tauchens angewiesen und hei√üt √ľbrigens Platini    standard

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Ich habe festgestellt, dass eine Taucherausstattung auf dem Kopf optimal die F√§ltchen in meinem Gesicht verschwinden l√§sst    zwinker

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An unserem 11. Hochzeitstag war auch das Bett besonders liebevoll dekoriert:

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Zur Feier des Tages gönnten wir uns ein Abendessen im afrikanischen Spezialitätenrestaurant des Hotels und es gab eine viel zu große Auswahl:

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So haben wir uns vom Buffet wieder von jedem ein bisschen auf den Teller gepackt:

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Die Schildkr√∂tenbr√∂tchen (oben mittig auf meinem Teller) hat man mit so viel Liebe und so kunstvoll gebacken, dass ich mir fast wie eine M√∂rderin vorkam, als ich die Beinchen und den Kopf abgerissen habe, um diese als erstes zu essen    erroeten

Aber wir haben nat√ľrlich nicht nur gefeiert, gefaulenzt und gegessen, sondern uns auch andere Ecken und Gegenden der Insel von Birte, einer wirklich erstklassigen Reiseleiterin von Boa Vista Tours, zeigen lassen. Unter anderem haben wir die Reste des Schiffswracks Cabo Santa Maria gesehen. Auf den Bildern im Internet, welche wir uns vorher angeschaut haben, war noch wesentlich mehr an dem gestrandeten Schiff dran, aber es war auch f√ľr uns noch ausreichend zum Angucken da    zwinker

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Da merkt man wieder, was Salzwasser zusammen mit Wind anrichten kann. Diesen Gedanken hatten wir auch beim Besuch des Farols auf der Ostseite der ca. 30×30 km gro√üen Insel. Dieser Leuchtturm ist allerdings nicht mehr in Betrieb.

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Auf eigene Verantwortung konnte man hineingehen und nach oben klettern. Die Leitern sind noch ziemlich stabil und der Blick von oben war eine solche Kletterei auf jeden Fall wert. Hier mal ein Ausblick zum Strand:

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Und hier von der k√ľstenabgewandten Seite. Man kann unsere Pick-Ups (rot & blau) sehen. Ansonsten erinnerten uns diese Weite und diese Farben sehr an Australien.

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So klein diese Insel auch ist, es dauert immer eine Weile, bis man von A nach B kommt. Solche Pick-Ups, √ľberwiegend das unverw√ľstliche Model Hilux von Toyota, sind schon eine sehr praktisches Gef√§hrt, denn einen √∂ffentlichen Nahverkehr gibt es auf der Insel nicht und Zweir√§der, egal ob mit oder ohne Motor, machen bei den dortigen Buckelpisten (es gibt auf der gesamten Insel nur drei kleine Abschnitte mit geteerter Stra√üe) keinen Sinn. Daf√ľr k√∂nnen die Transportmittel auch sehr oft ziemlich traditionell sein:

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Carsten und ich f√ľhlten uns auf der Au√üensitzfl√§che der Pick-Ups richtig wohl, allerdings waren wir nach jedem Ausflug v√∂llig verstaubt und hatten richtig stumpfe, glanzlose Haare. Das waren aber Kleinigkeiten im Vergleich zum gebotenen Fahrspa√ü!

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Wir hatten insgesamt jede Menge Spa√ü! Sowohl beim beim Springen von den feinen Sandd√ľnen der W√ľste von Viana …

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… als auch beim Baden am karibisch anmutenden Santa Monica-Strand …

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… als auch beim Sammeln von Fechterschneckenh√§uschen am Strand bei Porto Ferreira …

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… als auch beim Sandboarden …

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… als auch beim schlichten Sitzen am Strand im Sand unter einer Palme.

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Es war zweifelsohne eine sch√∂ne und bunte Woche. Ich f√ľr meinen Teil habe mich besonders an den kr√§ftigen Farben des Himmels und des Ozeans erfreut – es war ein wahrer Augenschmaus nach den „50 Shades of Grey“ eines deutschen Winters    lachen    ich hoffe ihr gebt mir sp√§testens nach diesem Bild vom Santa Monica-Beach recht    zwinker 

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Jedenfalls scheint es so zu sein, dass auf Boa Vista der Sandklau vorerst noch kein Thema ist. Im Gegenteil, hier wird auf die Str√§nde sehr gut aufgepasst, denn demn√§chst werden mindestens f√ľnf weitere Hotelkomplexe auf dieser Insel verteilt gebaut. Es wird bestimmt sehr positiv f√ľr die Einheimischen sein, denn Hotels bringen eben auch viele Arbeitspl√§tze mit sich. Aber ich bin doch sehr froh, dass wir die Boa Vista noch in ihrer mehr oder weniger urspr√ľnglichen Gestalt kennenlernen durften. Dazu konnte ich meine versch√ľtteten Portugiesisch-Kenntnisse wieder ausbuddeln und anwenden. Wir haben wieder sehr nette Menschen getroffen und ihnen ein Pl√§tzchen in unserem Herzen und auf unserer Wall of Visitors reserviert. Auch die Fotogalerie √ľber meine 4. Obsession wurde mit mehreren Bildern aufgef√ľllt – ich w√ľnsche euch viel Spa√ü beim St√∂bern und Entdecken    standard



2015 21.
Sep

Neben unseren ersten Eindr√ľcken (Carstens Version & Olgas Version) gibt es auf vielfachen Wunsch jetzt noch mehr Bilder und die dazugeh√∂rigen, kurz zusammengefassten¬†Geschichten … es war megaschwer sich auf nur 100 Fotos zu beschr√§nken. Es sind diesmal sogar nicht nur unsere Momentaufnahmen¬†in der Galerie zu finden, denn durch den Austausch der Dateien¬†mit den anderen Hochzeitsg√§sten bekamen wir so manches Bild in die Finger, was besser als unsere eigenen war oder von uns gar nicht fotografiert wurde. Deswegen bedanken wir uns ganz herzlich bei Gerald, Baptiste, Fabien¬†und Ramiro f√ľr ihre tollen Aufnahmen! Aber das Gros wurde doch noch eigenst√§ndig gesehen und als bildliche Erinnerung dauerhaft gespeichert¬†¬†¬† zwinker

In einer Buchhandlung in Lemberg haben wir auf einem Buch das folgende Zitat gefunden: „Die Ukraine wird ein neues Griechenland werden …“ –> derzeit mu√ü man wohl eher sagen: HOFFENTLICH NICHT ! ¬† ;o)

Dies das vollst√§ndige Zitat von Johann Gottfried Herder (1769): „Die Ukraine wird ein neues Griechenland werden; der sch√∂ne Himmel dieses Volkes, ihr lustiges Wesen, ihre musikalische Natur, ihr fruchtbares Land usw. werden einmal aufwachen.“ –> das wiederum unterschreiben wir voll und ganz !

Wir w√ľnschen euch ganz viel Spa√ü beim Bildergucken und fragt uns ruhig, wenn euch irgendetwas unklar oder seltsam vorkommt – das, was wir selber wissen,¬†teilen wir gern mit euch!



2015 04.
Aug

Am vergangenen Wochenende haben Carsten und ich festgestellt, dass es v√∂llig egal ist, was man macht und tut – das Leben der Erwachsenen ist und bleibt nicht jugendfrei¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†die Jugend ist n√§mlich √ľberall ¬† ¬†zwinker

Zum Beispiel haben wir am Samstag Carstens Geburtstagsgeschenk – ein Schnupperkurs im Gleitschirmzentrum¬†– eingel√∂st. Wir waren wohl die √§ltesten Teilnehmer an diesem Tag, nur die Kursleiter waren in etwa unsere Altersklasse. Ja, ich war auch zu dem Kurs angemeldet, man muss ja schlie√ülich so viel wie es geht selber ausprobieren … solange es noch geht¬†¬†¬† zwinker
Schon¬†unsere Mitfahrer, welche wir in unserem Wagen zur Flugwiese mitgenommen haben,¬†waren zwei Studenten und ein Sch√ľler der 9. Klasse – der Rest der Mitflieger war zumindest optisch genau so alt¬†¬†¬† standard
Aber das hat uns ja wie immer nicht gestört    zwinker    Carsten legte als erster von uns beiden los:

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Und ist sogar ein kleines bisschen geflogen:

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Bei mir hat der Wind nicht so gut mitgespielt, ich durfte nur rennen    lachen

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Es war im Grunde genommen wie beim Schlittenfahren: nach unten ging es schnell und machte Spa√ü und den H√ľgel wieder hinauf zu stapfen, war da schon etwas m√ľhsamer:

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Ich w√ľrde au√üerdem allen Gleitschirminteressenten dazu raten, beim Schnupperkurs lang√§rmlige Kleidung zu tragen, damit die Arme¬†am Ende des Tages nicht so aussehen wie meine ¬† ¬†zwinker
Wenn sich die Stricke des Gleitschirms beim Aufblähen des Stoffs anspannen, dann streifen sie eben ganz kräftig an den Oberarmen.

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Ansonsten war das schon ein echt au√üergew√∂hnliches Erlebnis. Dennoch glaube ich nicht, dass es unser Dauerhobby wird, denn daf√ľr ist man zu sehr vom Wind abh√§ngig …

Aber zur√ľck zur Jugend¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†–> gleich nach dem Schnupperkurs trafen wir uns mit Couchsurfern aus Nowosibirsk. Ivan ist erst 18 und Julia ist 19 Jahre alt. Aber sie haben √ľber das Internet so nett angefragt, dass ich einfach nicht „nein“ sagen konnte¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†sind sie nicht knuffig?

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Man beachte √ľbrigens¬†unter anderem den Farbunterschied bei den Gesichtern von uns – nach mehreren Stunden an einem Flug√ľbungshang mit voller Sonneneinstrahlung – und von ihnen ¬† ¬†zwinker
Besonders aus mir wäre bestimmt eine tolle Indianerin geworden    zwinker
Nach der Stärkung bei unserem Haus- und Hofdönermann zeigten wir den Beiden noch die Altstadt von Dresden. Am Sonntag besuchten wir mit unseren Gästen zuerst die Bastei und danach marschierten wir auf das Plateau vom Lilienstein.

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Als Sahneh√§ubchen f√ľr unsere kleinen Wanderfreunde gab es noch einen Ausflug zum Felsenlabyrinth.¬†Da es bereits sp√§ter Nachmittag war, hatten wir alle Felsen allein f√ľr uns und besonders Ivan bl√ľhte dort richtig auf. Erst kurz nach Mitternacht haben wir die beiden Reisenden an ein vorher kontaktiertes Mitnahmeauto √ľbergeben, welches sie dann noch nach Prag brachte.

Das war eigentlich das erste Mal, dass mich Couchsurfer von Anfang bis Ende gesiezt haben¬†¬†¬† unschuldig ¬† ¬†es ist zwar ein seltsames Gef√ľhl, aber man kann es nicht abstreiten: ich bin so alt wie ihre M√ľtter ¬† ¬†zwinker

Jedenfalls, ihr merkt, es war tatsächlich ein jugendvolles und keinesfalls jugendfreies Wochenende, nicht wahr?



2013 28.
Aug

Es wei√ü sicher jeder, dass der Urlaub die sch√∂nste, aber auch die k√ľrzeste Zeit des Jahres ist. Auf jeden Fall haben Carsten und ich so 3 Wochen in der wundersch√∂nen und herrlich enspannten, allerdings etwas kostspieligen Schweiz empfunden. Der Wettergott war komplett auf unserer Seite und hat uns jede Menge Sommertage wie aus dem Bilderbuch sowie ein paar Regentage zum Entspannen, Lesen¬†und Spielen in der Ferienwohnung oder f√ľr einen Museumsbesuch beschert. Wir sind viel und oft¬†im¬†offenen Smart Cabrio durch die Gegend gefahren, waren auf den Bergen Rigi, B√ľrgenstock, Pilatus und Pragel¬†sowie auf der R√ľckreise sogar auf der Zugspitze, haben den Aletschgletscher (gr√∂√üter Gletscher Europas) gesehen und¬†St√§dte wie Zug, Z√ľrich, Luzern, Basel, Bern, Vaduz¬†und Schaffhausen besucht. Au√üerdem bewunderten wir den Rheinfall aus n√§chster N√§he, badeten im Vierwaldst√§ttersee und in der schnell flie√üenden¬†Aare. Kurzum: Es war ein toller Mix aus Natur, Kultur und St√§dtetouren. Dazu trafen wir uns mit den alten Bekannten und CouchSurfern Suse, Khrystyna & Kostya und Beat – es war einfach toll sie alle wieder in Persona zu sehen!¬†¬†¬†¬† herz¬†¬†¬†¬† Und das ist bei Weitem noch nicht alles, was wir erleben durften!

Und wir haben erfahren, dass die K√ľhe auf den Almen genau so viel Vertrauen und Sehnsucht nach Streicheleinheiten wie die dortigen Ziegen haben ¬† ¬† lachen¬†¬†¬†¬†¬†nur¬†die G√§mse und Murmeltiere waren leider nicht so zutraulich wie die oben genannten Glockentr√§ger ¬†¬†¬† zwinker

Gewohnt haben wir √ľbrigens in einem sch√∂nen St√§dtchen namens Weggis, welches von Mark Twain nach seinem Besuch als „der sch√∂nste Flecken der Erde“ beschrieben wurde.

Nat√ľrlich haben auch unsere B√§ren viel erleben d√ľrfen¬†¬†¬†¬† lachen¬†¬†¬†¬† diesmal durften sogar alle 4 mitreisen. Ich werde die vielen Bilder schnellstm√∂glich sichten und dann hier die sch√∂nsten pr√§sentieren ¬†¬†¬† zwinker

Nur¬†zwei Tage nach unserer Ankunft packten wir schon wieder¬†Koffer und Taschen in den Kofferraum, denn gestern ist Andrea zu ihrem Praktikum in die Ukraine, genauer gesagt, in meine Heimatstadt, aufgebrochen und wir haben sie samt¬†Gep√§ck f√ľr 3 Monate (2 Koffer, insgesamt 50 kg) zum Bus gebracht. Sie m√ľ√üte sogar¬†jetzt noch unterwegs sein und wenn alles gut geht morgen Nacht in Charkiw ankommen. Ich bin sehr gespannt, wie sie das Leben und die Leute dort findet ¬† ¬† zwinker
Aber es wird ganz gewiss alles gut werden!



2013 19.
Mai

Es ist wie immer gar nicht einfach aus der F√ľlle der Bilder nur eine kleine Auswahl zu treffen. Nach langem hin und her sind es nun 60 Aufnahmen aus¬†sehr erlebnisreichen 4 Tagen im Nachbarland geworden. Ich hoffe, es ist mir mit dieser Auswahl gelungen, die bezaubernde Atmosph√§re der beiden St√§dte Breslau (Wroclaw) und Krakau (Krakow) sowie das bedr√ľckende Bild¬†des KZ-Lagers¬†Auschwitz wider zu geben.

Auf der Fahrt zur√ľck nach Breslau haben wir vier (Carsten, Kasia, Rafal und ich) uns noch intensiv √ľber das Gesehene und Erlebte ausgetauscht, nat√ľrlich besonders √ľber den Auschwitz-Besuch. Ich denke, das haben wir alle gebraucht, um wieder zur Normalit√§t zur√ľckzufinden.

Ich freue mich sehr, dass ihr mich jetzt ein wenig auf unserer Reise begleiten konntet und hoffe, es hat euch trotz der außergewöhnlichen Mischung gefallen     lachen
Die versprochenen Breslau-Zwerge bekommen noch einen Extraeintrag, ich arbeite schon daran     lachen

 



2013 13.
Mai

Ich habe schon gedacht, dass ich diesen Besuch abblasen muss, denn es ging mir einige Tage zuvor nicht sonderlich gut. Aber gl√ľcklicherweise besserte sich mein Zustand, so dass Carsten und ich am Donnerstag¬†bzw. M√§nnertag¬†unsere Siebensachen ins Auto geworfen haben und zu unseren Freunden Kasia und Rafal nach Breslau gefahren sind. Wir haben sie und ihr T√∂chter vor ziemlich genau einem Jahr √ľber Couchsurfing kennengelernt. Breslau war schon seit Langem eine Stadt, welche ich unbedingt sehen wollte. Au√üerdem ist Kasia genauso an europ√§ischen Geschichte der 30er & 40er- Jahre des¬†20. Jahrhunderts interessiert und¬†darum beschlossen wir schon damals, dass wir mal gemeinsam¬†zu den¬†KZs¬†Buchenwald¬†und Auschwitz fahren sollten. Da die Stadt Auschwitz¬†zudem in der N√§he von Krakau liegt, bot es sich f√∂rmlich an, diese historische und f√ľr Polen ebenfalls sehr bedeutende Stadt wenigstens mal kurz pers√∂nlich kennen zu lernen.

Breslau – die Polen¬†nennen es¬†WrocŇāaw – ist eine ganz bezaubernde Stadt! Vom Lebensgef√ľhl erinnerte sie mich sehr stark an Santiago de Compostela, denn auch hier wird Altes und Neues perfekt ausbalanciert. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes fr√∂hliches Jugendleben (Studenfestival „Juwenalia“) mitbekommen und¬†konnten sowohl unz√§hlige Kirchen als auch andere historische Ecken und Geb√§ude, z.B.¬†die Uni, besuchen. Au√üerdem habe ich etliche Zloty f√ľr polnische DVDs ausgegeben – ich freue mich schon auf den n√§chsten verregneten und terminfreien Sonntag ¬†¬†¬† lachen
Witzigerweise¬†gibt es √ľberall in dieser Stadt¬†verteilt 95¬†Bronzezwerge (polnisch: krasnale) und die, die ich fotografiert habe, werde¬†ich auch¬†in K√ľrze mal hier zeigen. Aber mein Herz hat definitiv die „B√§renstatue mit Zunge“ am Rathaus erobert ¬† ¬† lachen

Krakau – auf polnisch Krak√≥w¬†– ist ebenfalls einen Besuch wert und auch hier¬†fanden wir den interessanten Mix aus Studentenleben und ganz viel gelebter alte und neue Geschichte. Allerdings¬†wurde¬†diese Stadt schon seit L√§ngerem¬†exzessiv f√ľr Touristen erschlossen und so fehlte mir besonders das Eintauchen ins normale Leben der Einheimischen, welches ich in Breslau so genossen habe. Sehr beeindruckend fand ich den Marktplatz, aber auch das Schlo√ü ist grandios –¬†dabei darf man nat√ľrlich nicht den hin und wieder feuerspeienden Drachen am Ufer der Weichsel vergessen! Das J√ľdische Viertel¬†kommt vom Flair her¬†der Dresdner Neustadt recht nahe. Leider schafften wir es aber nicht mehr, noch die Ausstellung¬†in der¬†Fabrik von Oskar Schindler zu besuchen. Vielleicht wird das fr√ľher oder sp√§ter mal ein Grund sein, f√ľr eine zweite Reise nach Krakau zu kommen –¬†wer wei√ü …

Die Kleinstadt Auschwitz wird von den Polen OŇõwińôcim¬†genannt und¬†wird nat√ľrlich immer mit dem gr√∂√üten Vernichtungslager der Nazis in Verbindung gebracht. Dieses Ziel hat mich schon immer sehr interessiert, obwohl ich gleichzeitig etwas Angst vor diesem Besuch hatte. Kasia ging es √§hnlich und so kam es, dass sie trotz der relativen N√§he zu Breslau (etwa 2 Stunden Autofahrt) die Gedenkst√§tte¬†ebenfalls noch nie besucht hat. Zusammen und mit der Unters√ľtzung unserer M√§nner¬†lie√üen wir uns auf diese emotionsbeladene Reise ein. Da die F√ľhrungen durch das Lager Auschwitz und das Lager Auschwitz-Birkenau in verschiedenen Sprachen angeboten werden, trennten wir uns f√ľr¬†die Dauer von 4 Stunden –¬†Carsten und ich meldeten uns f√ľr eine in Deutsch gef√ľhrte Gruppe und Kasia und Rafal f√ľr die polnische an. Wir zahlten mit¬†35 Zloty¬†(ca. 10 Euro) pro Person etwas mehr¬†als unsere polnischen Freunde (20 Zloty), aber am Ende stellten wir im Gespr√§ch fest, dass unsere Gruppenleiterin sich wesentlich mehr Zeit f√ľr die Ausstellungsr√§ume und ihre Erkl√§rungen genommen hat und¬†sehr ausf√ľhrlich durch die beiden Lager f√ľhrte. Am Ende hat uns die Tour¬†emotional sehr ber√ľhrt und das Wetter h√§tte den Ernst des Themas nicht besser unterstreichen k√∂nnen: bei grauen Regenwolken wirkten die dunklen Baracken, die bedrohlichen Wacht√ľrme und die hohen Stacheldrahtz√§ume umringt von frischem, gr√ľnen Gras nahezu gespenstisch. Anfangs nieselte es nur, aber am Ende der F√ľhrung verst√§rkte sich der Regen … es w√§re irgendwie nicht richtig gewesen, einen derart traurigen Ort¬†bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel zu besichtigen.

Auf der R√ľckfahrt nach Dresden¬†brachten wir Kasia und Rafal noch auf halbem Wege nach Hause und¬†gegen 19 Uhr¬†hie√ü es auch f√ľr uns Abschied zu nehmen und¬†wieder zur√ľck nach Deutschland zu fahren – das verl√§ngerte Wochenende war leider¬†definitiv vorbei.

Polen ist auf jeden Fall eine Reise wert, zumal gerade Breslau mit ca. 2,5 Stunden Autofahrt¬†f√ľr uns doch so nah ist. Ich konnte meine Polnischkenntnisse etwas aufpolieren und √ľbte flei√üig das Sprechen mit¬†Einheimischen. Sie haben mich sogar recht gut verstanden!¬†Und zudem schmeckt das polnische Essen einfach¬†verdammt gut¬†¬†¬†¬†¬†standard¬†¬†¬†¬† das Bier √ľbrigens auch ¬† ¬† standard



2013 03.
Feb

Wer denkt, dass die Überschrift nur darauf hindeutet, dass ich ganz viel Zeit mit meinem Schatz verbringe, täuscht sich diesmal gewaltig     lachen     Selbstverständlich ist er auch in meiner Freizeit absolut unentbehrlich, aber das Leben birgt noch mehr Schätze in sich.

Am Freitagabend hatte ich einen „Schatz“ zum Tr√§umen gehabt – wir waren mal wieder beim allmonatlichen Couchsurfing-Treffen in Dresden dabei. Bei zahlreichen Gespr√§chen mit den vielen verschiedenen Leuten √ľber ihre gemachten und geplanten Reisen komme ich immer wieder aufs Neue ins Schw√§rmen, denn es gibt noch so viele Reiseziele, welche ich noch nie besucht habe, aber unbedingt noch sehen m√∂chte. So ein Treffen gie√üt¬†leider auch flei√üig √Ėl in mein Reisezielefeuer ¬† ¬† standard
Apropos CouchSurfing: dieses Jahr ergibt sich¬†wom√∂glich eine Kurzreise nach Polen bzw. Breslau und KZ Ausschwitz-Birkenau¬†…¬†schon seit Jahren¬†gro√üe Wunschziele von mir. Im¬†Mai planen wir Couchsurfer in Wrozlaw (Breslau) zu besuchen, welche im letzten Jahr bei uns zu Besuch waren – ich freue mich schon wahnsinnig drauf!

Gestern konnte ich mit meiner besten Freundin Anna im Dresdner¬†Museum Gr√ľnes Gew√∂lbe¬†„Sch√§tze“ der Zaren bestaunen. Die Sonderausstellung „Zwischen Orient und Okzident“ mit √ľber 140 herrlichen, kunst- und prunkvoll ausgestatteten Gegenst√§nden aus dem Kreml¬†ist nicht sehr gro√ü, aber f√ľr uns beide war sie perfekt. Bei vielen Sachen hatten wir¬†die gleichen Gedanken, erinnerten uns zusammen an einige historischen Filme aus unserer sowijetischen Kindheit, r√§tselten vor einer Russland-Karte aus dem 17 Jh. dar√ľber, was f√ľr St√§dte und Gegenden dort abgebildet¬†sind und tauschten unsere Erinnerungen aus dem Geschichtsunterricht √ľber das osmanische Reich aus. Es hat unglaublich viel Spa√ü gemacht, allein w√§re das nur halb so am√ľsant und interessant gewesen. Danach versackten wir zwei in einem Eiscafe, bis¬†man uns freundlicherweise gebeten hat zu gehen, damit sie abschlie√üen k√∂nnten.¬†Hier¬†wurde mir bewusst, dass ich auch den „Schatz“ der Freundschaft in meinem Leben auf jeden Fall¬†ber√ľcksichtigen muss.

Diesen „Freundschaftsschatz“ werden Carsten und ich auch heute noch genie√üen, da wir den Nachmittag mit Barbara verplant haben. Sie kommt urspr√ľnglich aus Th√ľringen und kennt sich dort hervorragend aus. Da wir f√ľr¬†unsere Hochzeitstagswoche nach Weimar fahren m√∂chten und sich daraus auch Ausfl√ľge nach Erfurt, Plauen und zu den Drei-Gleichen-Burgen¬†ergeben, lechzen wir buchst√§blich nach n√ľtzlichen Tipps.¬†Bestimmt ergeben sich nach dem heutigen Kaffeetrinken¬†noch ein paar¬†weitere Ausflugsziele¬†¬†¬†¬†¬†standard¬†¬†¬†¬† –> Urlaub, ick h√∂r dir trapsen!



2012 18.
Aug

Die Hoffnung, dass ich nach der R√ľckkehr in die eigenen vier W√§nde und in der Ferienzeit √∂fter schreiben kann, hat sich leider nicht erf√ľllt.

Deshalb nutze ich bereits Geschriebenes, um meinen Lesern einen kurzen √úberblick √ľber unsere Reiseroute und auch √ľber ein paar Eindr√ľcke anzubieten. Diese e-mails sind damals als Update so an die Kinder geschickt worden und jetzt nur ein wenig auf das Wesentliche gek√ľrzt. ¬†Nochmals zu Erinnerung: Dresden – Strassburg – Bordeaux – Bilbao – Santander – Oviedo – La Coruna – Santiago de Compostela – Porto – Salamanca – Madrid – Zaragoza – Barcelona – Marseille – Strassburg – Dresden mit einigen kleinen Abweichungen zu weiteren interessanten Stellen abseits der Autobahn ¬† ¬† lachen

Viel Spaß beim Lesen!

20.07. um 22:52 Uhr

Wir sind gut und staufrei in unserem ersten Etap Hotel angekommen ¬† ¬† :o)) ¬† ¬† als¬†Abendessen gab es ein Buffet im benachbarten Restaurant mit vielen¬†Leckereien zum vern√ľnftigen Preis. Ausserdem wurden wir wohl aufgrund
unserer Versuche Franz√∂sisch zu sprechen, von zwei benachbarten Tischen¬†bzw. Menschen, die dort gesessen haben, „adoptiert“ . Die Franzosen nutzen¬†offensichtlich auch gern die seltene Gelegenheit, mal Deutsch sprechen zu k√∂nnen ¬† ¬†¬†;o))

22.07. um 9:08 Uhr

Wir sind seit Gesternabend in Bordeaux. Haben uns gleich mit der Couchsurferin Jocelyne¬†getroffen, ein Weinchen in einer Weinbar getrunken, eine supermoderne Strassenbahn benutzt, festgestellt, dass die Einheimischen das Bezahlen¬†daf√ľr als √ľberbewertet sehen und den ersten Spaziergang durch die Stadt¬†gemacht. Heute sind wir um 8 Uhr aufgestanden und fahren nun in die¬†Innenstadt, um alles abzugrasen, was ein Touri gesehen haben muss ¬† ¬† :o))

22.07. um 20:15 Uhr

Wir haben jetzt die Innenstadt von Bordeaux abgegrast, stapften √ľber zwei¬†Flohm√§rkte und einen richtigen Markt, haben unsere ersten rohen Austern¬†gegessen, wilde Nutrias im lehmigen Garonne-Gew√§ssern entdeckt und unter¬†anderem festgestellt, dass die Toilettennutzung √ľberall gratis ist – daf√ľr¬†aber sind die Lebensmittelpreise ganz sch√∂n hoch. Was sch√§tzt ihr, was¬†eine Kugel Eis kostet? 2, 20!!! Wir dachten, wir holen uns dann lieber ein¬†McSundae f√ľr einen Euro, aber auch diese Eissorte kostet hier 2,15 EUR! Von¬†Burgerpreisen ganz zu schweigen ¬† ¬† ;o)
Ein wenig Sonnenbrand haben wir uns auch gegönnt, aber das gehört nun mal zum Sommerurlaub der Käseweissen     ;o))
Jetzt gehen wir uns noch irgendwas zum Abendessen organisieren und dann¬†in die Heia. Morgen geht es zur gr√∂ssten Wanderd√ľne Europas und danach¬†nach Bilbao.

23.07. um 22:59 Uhr

Wir sind seit heute Spätnachmittag im Baskenland. Davor hatten wir einen riesigen Sandberg zum Spielen gehabt und trauten uns sogar im Atlantik zu baden, denn das Wasser dort war um 2 Grad wärmer als die Ostsee bei unserem Hiddenseeausflug. In Bilbao ist die Beschriftung von allen möglichen Dingen zweisprachig: Spanisch und Baskisch und beide Sprachen haben so gut wie nichts gemeinsam. Morgen werden wir die Innenstadt ablaufen und vielleicht mal wieder einen Strandpaziergang machen.

24.07 um 22:23 Uhr

Wir haben heute die Innenstadt von¬†Bilbao abgegrast. √úbrigens, die Stadt heisst auf Baskisch Bilbo. Na, woran¬†denkt ihr bei diesem Namen? ¬† ¬† ;o)) ¬† ¬† Nachmittags waren wir wieder am Strand –¬†war echt sch√∂n, wenn wir auch nicht gebadet haben. Ganz viele¬†Spanierinnen im unterschiedlichen Alter lagen und sassen oben ohne –¬†ungewohntes Bild ¬† ¬† :o))
Heute waren wir relativ fr√ľh zur√ľck, so um 7 Uhr rum,¬†gammelten ein wenig im Hotel und bereiteten uns auf die morgige Fahrt nach¬†Santander vor. Nun schl√§ft Carsten schon, w√§hrend ich noch Abenteuer¬†von Auswanderern auf VOX anschaue und Notizen sowie e-mails schreibe.

24.07. um 22:27 Uhr

Nachtrag: ja, Spanisch hilft uns schon, aber der Dialekt hier ist schrecklich und viele Vokabeln klingeln nicht mal in meinen Ohren vetraut     ;o))     Aber wir schlagen uns gut durch     :o))

25.07. um 21:43 Uhr

Wir haben unser Geld in Santander besucht, es geht ihm hier offensichtlich besser als in strandlosem Dresden     ;o)
Und ja, wir haben heute wieder an einem Sandstrand gegammelt und im Meer¬†gebadet ¬† ¬† :o) ¬† ¬† Nachmittags sind wir aber wirklich viel gelaufen, meine F√ľsse sind jetzt echt froh, einfach im Bett liegen zu d√ľrfen ¬† ¬† ;o)
Morgen geht es nach Oviedo, um UNESCO-gesch√ľtzte, pr√§romanische Kirchen zu¬†besuchen und nachmittags nach Gijon zum Sandstrand zu fahren ¬† ¬† ;o))

26.07. um 13:51 Uhr

Wir sind jetzt schon in Asturien angekommen und erkunden gerade das Städtchen Oviedo. Von hier bis zum Meer sind es 40km, daher ist das erstmal fraglich, ob wir heute noch baden gehen     ;o)
Bis jetzt hatten wir nur eine CSlerin getrroffen, Jocelyne in Bordeaux,¬†aber am Wochenende werden wir bei Emilio in La Coruna sein und in Porto werden wir uns mit Flavia treffen.¬†Marseille wird diesbez√ľglich am interessantesten, dort gibt es jeden¬†Mittwoch ein CS-Treffen am Strand ¬† ¬† :o)

26.07. um 22:52 Uhr

Wir haben heute auf die Strandgeschichte verzichtet, denn Carsten war platt und auch mir tat die Ruhe zum Lesen und Schreiben in einem klimatisierten Zimmer gut     :o))
Danach haben wir ein¬†paar Essenssachen f√ľr das morgigen Fr√ľhst√ľck besorgt und superlecker und¬†preiswert im hoteleigenem Restaurant gegessen.
Couchsurfer wollen wir nur¬†dort treffen, wo wir 2 √úbernachtungen haben, sonst ist das zu stressig. In¬†manchen St√§dten haben sich keine Leute zur√ľckgemeldet, in anderen ist¬†alles geritzt und in wieder anderen ist das noch in der Schwebe ¬† ¬† ;o)
Wegen der Brände: Wir werden durch Katalonien fahren, aber wir wollen in Barcelona 2 Tage verbringen. Ist allerdings erst ziemlich am Ende unserer Reise, Barcelona ist unsere letzte spanische Stadt.

27.07. um 20:45 Uhr

Wir sind jetzt unterwegs in La Coruna. Heute gab es an zwei verschiedenen Str√§nden einen Spaziergang, da d√ľrfte unsere Hornhaut an den Fusssohlen schon fast komplett weg sein ¬† ¬† :oD
Bei Emilio d√ľrfen wir erst um 21:30 Uhr auftauchen, vorher ist er nicht zu Hause. Deshalb haben wir schon auf eigene Faust Europas √§ltesten Leuchtturm besucht, ein paar Spiele von einem Strandfussballturnier angesehen und geniessen nun die Sonnenstrahlen auf einer Promenadenbank ¬† ¬† ¬†:o) ¬† ¬† ¬†Mal sehen, was wir morgen machen k√∂nnen, aber auf jeden Fall muss ich eine Ladung W√§sche waschen, denn Carsten schwitzt hier bei mehr als 30¬į ohne Ende ¬† ¬† ;o))

29.07. um 12:26 Uhr

So, La Coruna ist erforscht     :o)     nun sind wir auf dem Weg nach Santiago de Compostela, um Pilger anzugucken     ;o)

29.07. um 12:43 Uhr

Wir haben gerade La Coruna verlassen.¬†Erinnert ihr euch noch an Emilio? Wir haben in seiner, f√ľr eine Person¬†einfach riesigen (2 Schlafzimmer, zwei B√§der, grosses Wohnzimmer, K√ľche,¬†eine Art Musikzimmer und Terrasse unterm Dach) Wohnung geschlafen. Jetzt¬†sind wir unterwegs nach Santiago de Compostela. Wir haben schon¬†etliche Bilder¬†auf der Speicherkarte, 3000 km auf dem Tacho und der Taschenteddy Heini¬†macht sich als Reisefotomodel wie immer richtig gut ¬† ¬† ;o)
Wir haben etliche Strandspazierg√§nge und alte Kirchen hinter uns ¬† ¬† :o) ¬† ¬† Bald wird es mit¬†den Str√§nden f√ľr eine Weile aufh√∂ren, aber die Menge der Kirchen und alten¬†Geb√§uden wird sicher zulegen ¬† ¬† ;o)

30.07. um 11:16 Uhr

Wir sind nun unterwegs nach Porto. Santiago de Compostela hat uns in¬†jeder Hinsicht positiv √ľberrascht. Eine sch√∂ne, autentisch wirkende¬†Altstadt, Party f√ľr jedermann in einem kleinen Park, moderate Preise f√ľr¬†alles, insgesamt eine sehr lebendige Stadt mit tollem Flair! Die¬†Kathedrale, welche als Endpunkt der Pilgerreise gilt, ist gigantisch und¬†echt sch√∂n anzusehen. Ein paar Pilgerbilder haben wir nat√ľrlich auch¬†gemacht ¬† ¬† :o)
So, Zeit f√ľr unsere Fr√ľhst√ľcksrast ¬† ¬† :o))

30.07. um 13:43 Uhr

Wir sind in Portugal angekommen und haben uns eben noch die¬†historische Altstadt von Valenca angesehen. Das ist die erste portugiesische Stadt nach der Grenze, ihr Gegen√ľber auf der spanischen Seite und somit die letzte Stadt des¬†Landes heisst √ľbrigens Tui ¬† ¬† :o)) ¬† ¬† Wirklich! Nun fahren wir weiter nach Porto.

31.07. um 20:48 Uhr

Wir haben uns gestern mit¬†Flavia und ihrer Familie getroffen und es wurde ein sehr langer Abend ¬† ¬† :o) ¬† ¬† Heute schauten wir uns Portos Kirchen, Denkm√§ler und Br√ľcken an und f√ľllten unseren Essensvorrat in einem Supermarkt in einer Mall auf. Die¬†L√§den haben alle Schlussverkauf, aber ich kann nix Klamottiges kaufen wegen des Platzes im Auto ¬† ¬†*seufz* ¬† ¬†;o)
Daf√ľr habe ich echten Portwein und 2 B√ľcher¬†abgestaubt ¬† ¬† :oD

01.08. um 11:34 Uhr

Gerade qu√§len wir uns auf den Bergstrassen mit nur einer Spur hinter zahlreichen LKWs zur√ľck nach Spanien. Zuerst wollen wir uns einen¬†Naturpark ansehen und dann weiter nach Salamanca fahren. Zur Info: Lebensmittel in Spanien kosten in etwa genau so wie in Deutschland,¬†Portugal ist aber noch ein wenig g√ľnstiger. Unsere Steph h√§tten wir aber¬†in Portugal nicht zum Einkaufen schicken k√∂nnen, denn Fischgeruch ist dort allgegenw√§rtig, was bei der enormen Auslage und Vielfalt auch kein Wunder ist ¬† ¬† ;o)
In Porto sind¬†die Br√ľcken wegen ihrer Gr√∂sse sehr beeindruckend, die Kirchen sind alt und¬†interessant und die Denkm√§ler imposant ¬† ¬† :o) ¬† ¬† In Salamanca werden wir an der¬†Unifassade den ber√ľhmten, versteckten Frosch auf dem Totensch√§del suchen, er soll wohl Gl√ľck bringen ¬† ¬† :o) ¬† ¬† Die Uni¬†dort ist die √§lteste in Spanien. Und dort werden wir auch sicherlich wieder viel schwitzen, denn laut TV wird es in ganz Mittelspanien nicht unter 30 Grad,¬†sondern eher Richtung 40 sein. Wir lassen uns √ľberraschen ¬† ¬† ;o)

02.08. um 14:53 Uhr

Nun sitzen wir einem Strassencafe auf der Plaza Mayor und beobachten Leute hier     :o)     Die Altstadt ist echt schön und wir haben sowohl den Frosch auf dem Portal von der Uni als auch den Astronauten vom Kathedralenportal
gefunden. Mittagessen gab es diesmal bei McD, daf√ľr haben wir heute fr√ľh¬†ganz Spanisch gefr√ľhst√ľckt ¬† ¬† :o))

03.08. um 11:19 Uhr

Den gestrigen Spätnachmittag und Abend haben wir im Bett bei Fernsehen, Lesen, Sonnenblumenkerneknacken und Dösen verbracht     :o)     Aber wir brauchten eine Chillpause vor den Städten, die jetzt noch kommen, denn Madrid, Barcelona und Marseille haben um einiges mehr im Angebot als z.B. Salamanca oder Bilbao     ;o)
Wir werden in ca. 1 Std in Spaniens Hauptstadt ankommen und können schon bestimmt auch heute ein paar Plätze besuchen.

04.08. um 20:45 Uhr

So, das meiste unseres Madrider Plans ist jetzt besichtigt und¬†fotografiert worden. Meine F√ľsse wissen auch ganz genau, was sie heute¬†getan haben, Carstens Sohlen sind da irgendwie unempfindlicher ¬† ¬† ;o)
Das Metrosystem hier ist spitzenmässig, so können wir die grössten Entfernungen ganz bequem ohne Parklplatzsuche erledigen. Was nervt, sind die zahlreichen Bettler und Zigeuner in der Innenstadt, die wie von Zauberhand verschwinden, wenn man nicht mehr in den angesagten Tourigebieten ist     ;o)
Gestern haben wir uns mit Luisa, einer hiesigen Couchsurferin, getroffen , welche auch fliessend Deutsch sprechen kann. Sie hat ihr Kindheit und Jugend in der Schweiz verbracht      :o)      Jetzt bleiben uns noch ein paar Hochhäuser am Stadtrand und ein Abendessen in einer der zahlreichen Tapasbars in dieser Stadt, bis wir selig in unserem Zimmer schlafen können. Dann bis Zaragoza!

05.08. um 16:55 Uhr

Wir sind jetzt in unserer vorletzten spanischen Stadt, diesmal in¬†Aragonien, unterwegs. Hier ist es echt br√ľtend heiss! Wir warten noch auf¬†unsere Tour durch den Palast Aljaferia. Die Kirchen in Zaragoza sind echt¬†sehenswert, aber leider etwas schlecht klimatisiert. Es war schon sehr¬†seltsam beim Gottesdienst Frauen mit wedelnden F√§chern in der Hand zu sehen ¬† ¬† :o)

06.08. um 8:28 Uhr

So, in Zaragoza hatten wir unseren ersten Regen, nat√ľrlich an dem vom Hotel am weitesten entfernten Punkt ¬† ¬† :o) ¬† ¬† zum Gl√ľck nur recht kurz und in der N√§he gab es eine Bushaltestelle, wo wir unterkommen konnten. Abends g√∂nnten wir uns ein spanisches All-You-Can-Eat, wozu ich noch ein Liter Sangria nahm ¬† ¬† :o) ¬† ¬† ich habe danach geschlafen wie ein Stein, Carsten hatte aber mit dem vollen Bauch ganz sch√∂n zu k√§mpfen, der Arme ¬† ¬† :o)
Gleich geht’s unter die Dusche und dann nach Barcelona.

06.08. um 16:03 Uhr

So, wir sitzen jetzt in der Metro von Barcelona und lassen uns in einem¬†klimatisierten Waggon zur Sagrada Familia bringen. ¬†Dort werden wir ein wenig umherschlendern und gegen¬†6 Uhr abends treffen wir uns mit Katrin, die wir vor √ľber 10¬†Jahren durch die IDA-Liste kennengelernt haben, bislang allerdings nur¬†Kontakt per e-mail bzw. neuerdings Facebook hatten ¬† ¬† :o)
Morgen gibt es dann eine ganz laaaange Tour durch die Stadt     :oD

07.08. um 10:43 Uhr

Nun sind wir in unserer letzten spanischen Stadt dieser Reise¬†angekommen.¬†Gestern haben wir die Sagrada Familia aussen und innen besichtigt und¬†fanden das Ganze trotz der Baukr√§ne echt beeindruckend. ¬†Abends haben¬†wir uns mit Katrin getroffen und quatschten 3 Stunden lang in einer Bar am¬†Strand bis die Sonne verschwand und ihr und mir etwas zu kalt wurde ¬† ¬† :oD ¬† ¬† gestern fr√ľh (also bevor wir kamen) hatte es hier wohl ganz stark¬†gewittert, aber wir haben keine Spur mehr davon entdecken k√∂nnen ¬† ¬† ¬†;o)
Jetzt fahren wir mit der Metro in die Stadt f√ľr die gaaaanz lange¬†Tageslaufrunde ¬† ¬† :o)

08.08. um 8:46 Uhr

Nun brechen wir zu unserer letzten Besichtigungsstation auf dieser Reise¬†auf und fahren nach Marseille. Gestern verbrachten wir den ganzen Tag in¬†Barcelona. Am sch√∂nsten fanden wir den Park G√ľell und die Aussicht vom Berg
Tibidabo. Carstens Beschreibung f√ľr diese Stadt „Hatz nach¬†Sehensw√ľrdigkeiten“ stimmt aus meiner Sicht voll und ganz. Nirgends anders gab es¬†solche Menschenmassen, welche wie Ameisen auf einer Zuckerstrasse auf¬†den von Guides und Reisef√ľhrer vorgegebenen Pfaden durch die Gegend¬†liefen. Am wenigsten haben mir die Ramblas gefallen: zu voll und zu viel¬†Schnullifax ¬† ¬† ¬†;o)

09.08. um 13:37 Uhr

Marseille ist eine riesige Baustelle und derzeit eine Stadt mit einem totalem¬†Verkehrschaos. Da leuchtet es uns ein, was die Filme „Taxi, Taxi“ und¬†„Transporter“ in ihrer Entstehung beg√ľnstigt hat: der Traum vom schnellen¬†Fahren in dieser Stadt ¬† ¬† ¬†;o)
Wir waren gestern abends am Strand, erst zum¬†Baden und Sonnen und dann zum CS-Treffen – alles total lustig und herzlich. Problematisch¬†war nur, dass sehr viele der CSler vorrangig nur franz√∂sisch sprachen, aber es gab¬†auch einige Deutsche unter ihnen. Ein M√§del aus K√∂ln hatte noch keine Bleibe und¬†wir haben sie zu uns ins Zimmer mitgenommen, du weisst ja, im „Etap“ hat¬†man ein zus√§tzliches Hochbett.¬†Jetzt besuchten wir eine Kirche oben auf einem Berg und qu√§len uns nun¬†nach und nach wieder in die Stadt hinein :o))

10.08. um 9:43 Uhr

Unser Auto ist vollgepackt und vollgetankt und wir verlassen nun definitiv die Strandgegenden von Europa um ein gutes St√ľck des Weges zur√ľck nach Hause zu schaffen …

11.08. um 11:13 Uhr

So, wir haben gerade unsere letzte Etappe angebrochen, aber die Nacht davor war schrecklich. Carsten ging es echt nicht gut, er hat das Klo in Strassburger Etap seeehr gut kennengelernt und wir wissen leider nicht genau, was die Ursache daf√ľr war. Aber er f√ľhlt sich momentan dennoch fit genug um zu fahren. Gerade haben wir die franz√∂sisch-deutsche Grenze √ľberquert und jetzt m√ľssen wir es bloss noch nach Dresden schaffen.

 



2012 12.
Aug

Die letzte Nacht haben Carsten und ich nach langer Zeit mal wieder in den eigenen vier Wänden verbracht. Die drei Wochen davor haben wir nämlich etliche Hotels und Hostels in Frankreich, Spanien und sogar in Portugal kennenlernen durften.

Da wir dieses Jahr unseren Urlaub kinderfrei gestalten durften, haben wir uns eine √ľber 6.000 km lange Rundreise durch Westeuropa ausgesucht. Carsten hat die Route geplant und Hotels reserviert, ich k√ľmmerte mich um die Sehensw√ľrdigkeiten der jeweiligen Ziele sowie ggf. um Treffen mit Couchsurfern und anderen netten Menschen vor Ort. Es waren sehr ereignisreichen Tage, aber nur im positiven Sinne.

Mehr gibt es leider erst in K√ľrze, denn im Augenblick sind wir noch eifrig am Waschen, Sichten der Bilder, Abarbeiten der angesammelten To-Do-Dinge, usw.
Aber wir leben noch und das nicht mal schlecht     zwinker