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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 05.
Mrz

In der vergangenen Woche haben wir uns vom Winter verabschiedet und den Frühling begrüßt. Zumindest hat das schon mal kalendarisch betrachtet gut funktioniert. Das Wetter spielte in den Tagen allerdings wirklich verrückt! Da hatte man tatsächlich das Gefühl, dass der Winter überhaupt nicht daran denken mag, dass er gehen soll, der Frühling aber mit aller Kraft versuchte, ihn von seiner Position wegzuschubsen. Ein Umschwung von strahlendblauem Himmel zu starkem Wind mit Schneeregen und zurück passierte mehrmals täglich innerhalb von Minuten! Aber es hat uns dennoch nicht davon abgehalten, in den letzten sieben Tagen erneut ganz viel Schönes und Interessantes zu erleben    standard

Zwei Abende in dieser Woche verbrachten wir zusammen mit Ines und Torsten, denn wir wagen dieses Jahr im Sommer ein gemeinsames Urlaubsabenteuer und das erfordert noch einiges an vorheriger Planung.  So wie es bis jetzt aussieht, werden das ganz gewiss sehr superinteressante und lustige Tage werden! Außerdem haben wir zwei Mädels ausgesprochen viel Glück, dass unsere beiden Männer viel Spaß beim Planen haben – sprich: verschiedene Angebote einholen, Preise und Beschreibungen vergleichen und sich einfach darum kümmern, dass es eine im positiven Sinne unvergessliche Reise wird.

Mittwochabend gehörte bei uns ganz klar der Kultur. So uneigennützig wie wir nun mal sind    lachen     haben wir Anna zum Geburtstag im Juni eine Karte für eine Lesung von Wladimir Kaminer im Dresdner Boulevardtheater geschenkt und uns beide gab es dann als Begleitung und Bonus gleich noch mit dazu    zwinker

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Vor der Veranstaltung kehrten wir noch für ein Abendessen bei Shou Sushi ein. Von dort rollten wir nach einer knappen Stunde mit vollen Bäuchen zur Lesung. Das Wetter war uns hold und so sind wir trockenen Fußes und mit einem viertelstündigen Verdauungsspaziergang an unserem Ziel angekommen und erst dann goß es erneut in Strömen auf die Straßen der Stadt herunter. Den Rest des Abends haben wir uns von Herrn Kaminer seine bereits veröffentlichten und auch nigelnagelneuen Geschichten vorlesen und erzählen lassen    standard    wir lachten wirklich Tränen in Minutentakt! Ich finde, er wird mit jedem neuen Buch besser    verliebt    und mal Hand aufs Herz, sieht er nicht liebenswürdig aus?

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Am Donnerstagabend hatte ich dafür meinen eigenen „Bühnenauftritt“, denn ich stand erneut vor meinen Schülern und führte sie gekonnt in weitere Geheimnisse der russischen Sprache im Rahmen eines VHS-Kurses ein. Eigentlich ist das ja schon wieder mal ein Folgeunterricht zu meinem vorherigen Erstsemsterkurs und in der Regel bleibt in etwa nur maximal die Hälfte der ursprünglichen Gruppe bei einem solch weiteren Halbjahr dabei. Diesmal fühlte ich mich aber enorm geschmeichelt, denn im letzten Semester hatte ich 14 Teilnehmer und nun habe ich insgesamt 12 auf der Anwesenheitsliste stehen, wovon aber nur zwei Namen neu hinzukamen, weil die übrigen Schüler „Wiederholungstäter“ sind. Das verleiht mir viel mehr Flügel als jegliche Dosis Red Bull    zwinker

Damit auch ich mich als Lehrerin weiter entwickeln kann und nicht selbst auf der Stelle trete, wandelte ich bei meinem Hauptarbeitgeber für den Freitagnachmittag meine Überstunden zu Freizeit um, damit ich an der VHS-Weiterbildung „Wie lernt man eigentlich fremde Sprachen? Erkundungen zwischen Neurowissenschaften, Lehrwerk und Unterricht“ von Barbara Biechele teilnehmen konnte. Die Zeit war eigentlich viel zu kurz für ein derart umfangreiches Thema, aber dennoch habe ich für mich einige neue Erkenntnisse mitgenommen und dazu noch einige Bestätigungen dafür, dass meine Art zu unterrichten gar nicht so schlecht zu sein scheint    standard
Auf jeden Fall bin ich jetzt noch um ein paar Ideen reicher, wie ich meinen Unterricht noch interessanter und praxisorientierter gestalten kann. Außerdem habe ich dort meine ehemalige Hebräisch-Lehrerin Margarete getroffen und natürlich haben wir uns in der Pause und auch nach dem Vortragende rege ausgetauscht, was es denn so in unseren Leben an Neuem gibt    standard

Jetzt (Sonntagnachmittag) warten Carsten und ich im Grunde genommen nur noch darauf, dass Stephanie heute Abend bei uns eintrudelt und sich für die nächsten 3-4 Tag einquartiert … morgen kommt sogar noch Andrea dazu. Dann ist unser Familien-Glückskleeblatt für einige Tage wieder vereint    standard

Es bleibt also auch in den kommenden Tagen alles schön positiv (&) spannend    zwinker



2016 28.
Mai

Es wiederholt sich immer wieder aufs Neue – derzeit hat mich das Leben mit seinen interessanten Seiten so stark im Griff, dass ich einfach nicht dazu komme, darüber in diesem Blog zu berichten    zwinker    denn in den vergangenen zwei Wochen habe ich wieder allerhand Schönes und Spannendes erleben dürfen.

Fangen wir einfach mal mit dem Futter für den Kopf an    standard

Da am vorletzten Dienstag die letzte Lesung aller vier Autoren der Phrase4-Gruppe vor der Sommerpause war, ließ ich mich von meinem Schatz direkt nach dem Russisch-Unterricht von der VHS abholen und zur Veränderbar bringen. Leider habe ich durch meine Unterrichtszeit den Anfang der Veranstaltung und somit zwei neue Geschichten, eine von Sabine Dreßler und eine von Francis Mohr, verpasst. Aber es gab trotzdem noch jede Menge Spannendes, Lustiges und Nachdenkliches zum Hören … nur Carstens Phrase vom April habe ich nicht mehr mitbekommen können:

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Jetzt muss ich genau so wie viele andere Fans dieser Lesebühne bis September warten, bis es mit den immer so tollen Geschichten weiter geht.

Schon einen Tag später lockte das nächste Lesevergnügen und ging ich zum Deutsch-Russischen Kulturinstitut, um an einem Treffen mit dem schon zu Sowjetzeiten sehr bekannten Krimiautoren Çingiz Abdullayev teilzunehmen. Ich habe zwar nicht alle seiner 194 Büchern gelesen, aber so um die 40 habe ich schon im Laufe der Zeit nach und nach verschlungen    zwinker

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Das Treffen war sehr entspannt und interessant zugleich. Herr Abdullaev ist eine äußerst charismatische Persönlichkeit und ein sehr guter Erzähler – das Treffen mit seinen Lesern in Dresden ging länger als angekündigt, aber ich denke, nicht nur ich habe diese ungeplante Verlängerung von Herzen genossen.

Doch wir haben uns die ganzen Tagen nicht nur irgendetwas vorlesen lassen. Am letzten Sonntag entdeckten wir dank einer passenden Igel-Tour per pedes viel Neues und Geschichtsträchtiges über unseren benachbarten Stadtteil Blasewitz.

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Unsere Aufmerksamkeit für das Schriftliche und Wissenschaftliche im Alltag ging aber noch viel weiter, denn Carsten und ich haben in den vergangenen beiden Wochen einiges unserer Freizeit darauf verwendet, Andreas Bachelorarbeit zum Thema „1812 im kulturellen Gedächtnis der Russen“ aufmerksam durchzulesen und dementsprechend zu korrigieren. 43 DinA4-Seiten reinen Volltext kann man ganz schön unterschätzen, denn man sitzt schon etliche Stündchen daran … Carsten bevorzugte das gesamte letzte Wochenende dafür und zählte insgesamt ca. 15 Stunden konzentriertes Arbeiten – immer wieder unterbrochen von augenschonenden und zerstreuenden Pausen am PC oder vor dem Fernseher. Unsere Korrekturen wurden dann zusammen mit Andrea am darauffolgenden Montag in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr direkt am Laptop live eingearbeitet – und dabei kamen wir gerade mal auf Seite 32 an. Für den Rest nahm sie unsere Aufzeichnungen mit in ihre Wohnung und verdonnerte Karl für weitere drei Stunden am Dienstagvormittag für das Einfügen unserer Anstriche. Am letzten Donnerstag konnte sie dann endlich ihre gebundene Arbeit mitsamt Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Fußnoten und weiteren Pflichtseiten fristgerecht abgegeben. Nun sind wir auf das Ergebnis gespannt, aber bis es bekannt gegeben wird, dürften noch einige Wochen ins Land ziehen.

Es war aber immer noch nicht alles, womit mein Kopf sich beschäftigen durfte, denn am Mittwoch war ich im Rahmen meiner Arbeit bei einem Vortrag von Irina Slot. Diesmal ging es um Interkulturelle Besonderheiten:

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Frau Slot bewies eine sehr lebendige Art, ihren Vortrag zu halten und konnte ihr Publikum immer direkt in den Ablauf mit einbeziehen, indem sie anhand von Beispielen aus dem wahren Leben die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede erklärte. Auf jeden Fall hat mein Gehirn seitdem einiges zum Grübeln und sucht auch jetzt noch immer wieder nach weiteren Parallelen aus meinem Alltag für jene Kulturdimensionen    lachen

Soviel zum Futter für den Kopf    lachen    der Bauch ist in der letzten Zeit ebenfalls nicht zu kurz gekommen. Am vorletzten Freitag waren Carsten und ich mit den beiden Arbeitskollegen, mit denen ich seit September fünf Tage die Woche in einem Büro auf engstem Raum zusammen bin, samt ihren Partnern im russischen Restaurant „Odessa“ essen. Das Wetter war total auf unserer Seite und so genossen wir im ruhigen und gemütlichen Innenhof bzw. Gärtchen des Lokals stundenlang allerhand heimatliche Leckereien, wie z.B. Schaschlik, Pelmeni, Kaviar, Speck, Wodka, Bliny, Zharkoe (Foto) und Kuchen.

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Am Tag darauf war dann Essen in der spanischen Variante angesagt. Schon vor langer Zeit verabredeten wir uns mit Ines und Torsten, dieses Jahr wieder zusammen das DFB-Pokalendspiel Borussia Dortmund gegen Bayern München zu gucken. Damit die Gastgeber nicht zu viel für die Vorbereitung tun mussten, übernahmen wir kurzerhand die Versorgung mit Speisen und da wir uns schon einiges an der spanischen Art zu essen abgucken konnten, entschieden wir uns eben für deren Futterportfolio aus Tapas, Chorizo, Aioli, Jamon und andere gefüllte Kleingkeiten.

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Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Papas arrugadas (Meersalzkartoffeln) selber gekocht und war vom Ergebnis sehr positiv überrascht. Die dazugehörigen Mojos (Dips) hatten wir schon im Februar von unserem Ausflug auf Gran Canaria mitgebracht    lachen    und ich denke, Ines gehört ab jetzt ebenfalls zu Anhängern des Tinto de verano, welches ich allerdings nicht mit Gaseosa, sondern wie einst in Torremolinos gesehen, mit Bitter Lemon mache.

Gestern war ich dann noch mit den Arbeitskollegen aus meiner gesamten Abteilung unterwegs, denn eine Kollegin meinte bei der letzten Weihnachtsfeier, dass man sich ja auch mal im Sommer treffen könnte. Also hat bei sich zu Hause eine Gartenparty organisiert, bei der der Wettergott uns zuerst ganz schön geärgert hat, denn es regnete fast zwei Stunden in Strömen und ein kräftiges Gewitter ging hernieder. Aber als sich das Unwetter endlich verzog, konnte der Grill endlich angeworfen werden und es wurde ein richtig schöner und lustiger Abend    standard

Jedenfalls muss ich wieder einmal bekennend zugeben, dass ich mich bei all dem Essen in guter Gesellschaft enorm über die Option, Sport in unserem betriebsinternen Fitnessstudio machen zu können, über alle Maßen freue, denn sonst bliebe mir wohl jede Leckerei der letzten Tage dauerhaft auf dem Bauch, Oberschenkel oder Pops in Erinnerung. So bleibt es wenigstens halbwegs im Gleichgewicht    zwinker



2016 28.
Feb

Zu meinem 45. Geburtstag im letzten November habe ich unter vielen anderen schönen Geschenken auch eine Eintrittskarte für ein Rockkonzert bekommen. Ich war hin und weg! Ein Konzert von einem meiner Lieblingssänger aus meiner Studienzeit und dazu noch in Begleitung von Anna, meiner besten Freundin, denn das Geschenk war von ihr!

Der Sänger heißt Juri Schewtschuk und er hat Anfang 80er Jahre eine Gruppe namens DDT gegründet. Ich habe davon zum ersten Mal im Oktober 1988 gehört. Es hat alles mit einem Lied „Дождь“ (Regen) begonnen, einer wunderschönen Ballade, welche nach wie vor zu meinen Lieblingsliedern nicht nur von dieser Gruppe, sondern für mich zu den besten Liedern aller Zeiten gehört … leider kann ich das Video zu dem Lied nicht verlinken, da die GEMA irgendetwas dagegen hat   *grmpf*
Im November 1988 fuhr ich mit ein paar Freunden nach Leningrad und habe damals in einer U-Bahnstation Karten für das Konzert von DDT gekauft. Es war ein grandioses Erlebnis für eine 18-jährige! Und von einem Kumpel, welcher ebenfalls damals bei diesem Konzert war, den Sänger persönlich kannte, ihn nach der Veranstaltung hinter den Kulissen traf und ein Foto machte, bekam ich einen Abzug als Geschenk. Diese Aufnahme habe ich seitdem wie einen Schatz gehütet.

Ihr merkt schon, ich komme nun ins Schwärmen, denn ich werde gerade von Erinnerungen an meine Jugendzeit überflutet    unschuldig

Zurück zu den jetzigen Zeiten. Am Freitag war es endlich an der Zeit, mein Geschenk einzulösen. Anna und ich trafen uns lange genug im Voraus und fuhren zum Veranstaltungsort. Natürlich haben wir dort jede Menge Bekannte, vorrangig aus russischsprachigen Kreisen, getroffen. Es gab Sitzplatznummern, was ich für ein Rockkonzert zwar etwas komisch fand, aber am Ende für uns auch ein paar Vorteile hatte, z.B. mussten wir keinen Kampf um die besten (Steh-)Plätze ausfechten    zwinker    . Und so hatten wir noch genügend Zeit für ein paar Bilder vor dem Konzert    lachen

Ich zusammen mit Anna …

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… und ich allein mit meinen Pommesgabeln    lachen

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Das Konzert war spitze: es ging über 2 Stunden samt einer 5-minütigen Pause und begann sogar mit meinem Lieblingslied. Es wurden im Laufe des Abends viele alte Lieder gesungen und natürlich auch neue. Außerdem hat Juri Schewtschuk einige Gedichte vorgelesen und ich finde, er ist ein großartiger Poet.

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Es waren nicht alle sechs Teilnehmer von DDT angereist – zusammen mit dem Sänger waren sie nur zu dritt, aber es war immer noch großartig!

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Nach dem Konzert blieb noch eine Handvoll Fans da, um ein Autogramm von ihm zu bekommen. Natürlich waren auch Anna und ich unter ihnen. Nun habe ich auf dem Bild von 1988 ein Autogramm aus 2016 stehen und bin verdammt stolz darauf    standard

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Es war soooooo toll, denn ich habe mich dank Annas Geschenk und dem Auftritt von DDT einen Abend lang mal wieder wie 18 gefühlt    zwinker



2015 29.
Nov

Wie ich schon in meinem letzten Blogeintrag angedeutet habe, hatte ich sehr große Erwartungen an diese Woche. Was soll ich nun sagen: sie wurden nicht erfüllt, ich finde, sie wurden sogar übertroffen    standard

Die Feierlichkeiten gingen schon am Donnerstag los, kaum, dass wir die Mitternacht geschafft hatten. Wir waren nach langer Zeit wieder mal zu viert unter einem Dach vereint und so habe ich meine Geschenke und die Glückwünsche von meinem Mann und den beiden Kindern bereits vorm Schlafengehen bekommen. Es war so süß! Carsten war sogar etwas übereifrig und hat mir schon meine „Sherlock“-DVD-Box überreicht, obwohl er sie eigentlich als Weihnachtsgeschenk gekauft hatte. Unseligerweise hat er sie zusammen mit den Geburtstagsgeschenken an einem Ort versteckt und so landete diese Box zusammen mit einem Brotausstecher in Bärenkopfform und einem Gutschein für zehn Besuche in der Salzgrotte auf meinem Geschenketisch. Von den Kindern  bekam ich einen Korb. Genauer gesagt einen Korb, welcher als Adventskalender dient und voll mit verschiedenen Überraschungen gefüllt ist, die ich im nächsten Monat nach und nach auspacken werde. Nur das Päckchen für den 1. Dezember war schon ausgepackt: ein Moosbär, was nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich eine Moosfigur in Bärenform ist. Der braucht eben auch schon vor dem nächsten Monat etwas Wasser in seiner Schale, damit er nicht austrocknet    zwinker

Der Geburtstag selber war ein richtig schöner und gemütlicher Familientag! Am Anfang gönnten wir uns ein Frühstück vom Buffet in der „Planwirtschaft“ – kein Überangebot, aber alles, was man zum Frühstück braucht und das, was es dort gab, fanden wir sehr lecker. Außerdem ich war echt froh, dass es dieses Möglichkeit überhaupt gibt, denn mitten in der Woche (Donnerstag) ein Frühstücksbuffet zu finden ist wahrlich keine leichte Aufgabe! Nach dem Essen fuhren wir in die „Bowling Arena“ zum Spielen. Bloss gut, dass ich weit im Vorfeld eine Bowlingbahn für uns reserviert hatte    zwinker    denn wir konnten uns vor anderen Spielern auf den übrigen 14 Bahnen gar nicht retten … nee, wir waren die absolut einzigen Bowlern an diesem Nachmittag    lachen

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Auch wenn ich auf dem Foto so zufrieden aussehe – gespielt habe ich echt miserabel und belegte auf der Familienrangliste des Tages sowohl bei der Gesamtpunktzahl als auch bei den Einzelwertungen der vier Spiele den untersten Platz. Selbst meine Hoffnungen, wenigstens einmal eines der Kinder zu überholen, wurden schon bei den ersten Würfen jäh zerstört. Naja, hoffentlich lerne ich nun mit (weisen) 45 Jahren, wie man richtig eine ruhige Kugel schiebt    zwinker

Nach der sportlichen Betätigung kehrten wir erneut in die Innenstadt zurück und nutzten die Gelegenheit über den Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Stallhof zu schlendern, nachdem wir die Menschenmassen auf dem 581. Striezelmarkt hinter uns gelassen hatten. Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit, denn es begann immer stärker zu regnen. Glücklicherweise hatten wir schon vor Tagen einen Tisch im „Ayers Rock„, einem australischen Restaurant nicht weit vom Dresdner Schloss entfernt, reserviert und konnten diesen schon ein paar Minütchen vorher als regenschützenden Unterschlupf für uns beanspruchen    standard    für mehr als drei Stunden wurde es ein richtig gemütlicher Ort, warm, mit supergutem Essen und sehr nettem Personal – perfekt für ein Geburtstagsessen im Kreise der Familie    verliebt

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Am Freitag habe ich anfangs ganz viel Zeit in der Küche verbracht, um für meine werten Gäste Borschtsch, Plow und Napoleon zu machen. Bei der Zubereitung der verschiedenen Vorspeisen wie Salate und gefüllte Eier konnte ich mein neues, in Lviv gekauftes Buch „Ukrainische Küche“ nutzen. Da all das, was ich aufgetischt habe, mit viel Appetit und Freude in Begleitung von lobenden Worten fast komplett aufgegessen wurde, läßt es mich annehmen, dass mein Speiseplan den Geschmack der Freunde getroffen hat    standard    Das hat mich echt gefreut! Und ich erfreute mich natürlich auch an den vielen schönen und liebevoll ausgesuchten Geschenke meiner Freunde:

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Am Samstag haben wir – leider ohne Andrea – einen ganz ruhigen Familientag mit Stephanie gemacht: ausschlafen, gemütlich frühstücken, ins Kino gehen und „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“ anschauen – wobei ich zugeben muss, dass die Endszenen mein Kind und mich sogar zu Tränen gerührt haben. Zurück im Apartamento OLCA kochten wir zusammen Wirsingrouladen, vernichteten diese auch mit viel Genuss und beendeten den Tag abschließend mit Spielen, wie „Kniffel“, „Mensch-ärgere-dich-nicht“ und „Mikado“. Das war soooooo schön! Soll ich mal am Rande erwähnen, dass ich auch diesmal bei keinem der Spielerunden (2x/2x/1x) gewonnen habe    zwinker    ?

Heute früh packte Stephanie dann nach dem Frühstück ihren Rucksack, um mittags von Papa abgeholt zu werden. Ich musste mich allerdings schon um halb 10 von ihr verabschieden, da ich mich mit Andrea und Karl in der Stadt verabredet hatte, denn sie wollten vom mir ein paar Fotos von Dresden und sich machen lassen. Nun ja, es sind etwas unkonventionelle Aufnahmen geworden    zwinker

Man, was muß der Wind aber stark gewesen sein    zwinker

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Zudem war es so kalt, so dass man sich gegenseitig wärmen musste … und das unter den strengen Blicken dieser Herren aus dem Morgenland    zwinker

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Ihr merkt, die letzte Woche war eine sehr familienverbundene Zeit, in der ich meine Schnapszahl (44) in ein halbrundes Lebensjahr (45) verwandeln konnte. Und ich freue mich bereits jetzt schon wieder sehr darauf, dass in weniger als einem Monat die ganze Familie wieder zusammenkommen wird. Bis dahin werde ich allerdings noch verstärkt auf Geschenkejagd gehen müssen, denn die verstärkten Weihnachtsvorbereitungen werden bei uns immer erst nach dem letzten Familiengeburtstag (6.2., 7.6., 18.9. & 26.11.) in Angriff genommen. Glücklicherweise habe ich wenigstens ein paar Ideen, welche Päckcheninhalte es für meine Lieben geben soll    zwinker



2015 15.
Nov

Inspiriert durch das Bühnenprogramm „Treasure of the Celts – Ein Tanzmärchen“ von der Dresdner Irish Dance Company am letzten Wochenende, habe ich mir gedacht, dass ich eine Fotoserie von meinem Shooting am 25. Mai diesen Jahres ebenfalls zu einem Märchen zusammensetzen kann. Die beiden Modells sind dabei nur zufälligerweise    lachen    auch aus dem Hopserensemble des oben genannten Irish-Dance-Märchens, bei dem sich die Menschen der „Grünen Insel“ durch die Einflussnahme von Elfen und einem Kobold auf die Suche nach dem Schatz der Kelten begeben und musikalisch um die Welt reisen. Ich würde euch ja gerne nahelegen, dieses Stücke ebenfalls zu besuchen, aber leider gab es im Stadtkulturhaus Freital nur zwei Auftritte aufgrund des 10-jährigen Vereinsjubiläums des IDC – die Premiere am 7. zu der wir anwesend sein durften und die Zugabevorstellung am 8.11. … so müsst ihr, liebe Leser, wohl zwangsläufig auf die hoffentlich bald erscheinende DVD/BluRay in 3D und DTS-Surroundsound warten   zwinker

Nun aber zu meiner Geschichte:
Es war einmal eine Waldelfe. Die echten Namen nennen ihre Elfen nie, deshalb werden wir sie Yrlissa taufen. Sie lebte ganz für sich allein in einem wunderschönen Wald und hatte darin einen Lieblingsstein zum Sitzen und Träumen.

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Zum Wald gehörte auch ein verzauberter See, dessen Oberfläche ruhig und verschlafen zum Verweilen einlud. In letzter Zeit schaute Yrlissa immer öfter sehnsüchtig hinein und wünschte sich, darin nicht nur immer ihr eigenes Spiegelbild zu sehen.

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Denn so schön ihr ruhiges und gelassenes Waldleben auch war, so fühlte sie sich an manchen Tagen doch ziemlich einsam und wünschte sich eine Freundin. Da ihr Herzenswunsch immer stärker und inniger wurde, ging er eines Tages in Erfüllung und Yrlissa sah an einem Baumstamm in ihrem Wald eine andere Waldelfe.

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Sie freute sich, war aber auch noch etwas misstrauisch, denn obwohl sie sich so sehr eine Freundin gewünscht hatte, wusste sie eben nicht, wir ihr Leben sich jetzt verändern würde. Deshalb näherte sie sich der zarten, jungen Elfe noch nicht an. Im Kopf der Yrlissa kreisten dabei ganz viele Gedanken: Wird das eine gute Freundin für mich sein? Sie sieht doch so unschuldig aus. Ist sie vielleicht zu zart besaitet und wird immer wieder eingeschnappt sein, wenn ich irgendwas Falsches mache oder sage? Und was wird nun aus meinen Traumstunden?

Am Ende steigerte sie sich so sehr in ihre Gedanken hinein, dass sie traurig wurde, anstatt sich über die Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches zu freuen. Da kam die Neue auf sie zu und tröstete sie, denn auch ihr war die neue Situation nicht ganz geheuer.

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So haben die beiden Elfen gemerkt, dass sie beide sehr gute Freundinnen sein können, wenn sie es nur wollen. Die neue Elfe hieß Malon und sie wünschte, einmal das ganze Waldreich von Yrlissa zu sehen. Dieser Wunsch war leicht zu erfüllen. Von einem Baum aus konnte man schon ganz weit in die Ferne blicken, ohne gleich die Baumwipfeln dafür erreichen zu müssen.

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Der verschlafene See hat Malon sehr beeindruckt, denn noch nie zuvor hat sie ihr eigenes Spiegelbild gesehen. Yrlissa freute sich aber am meisten darüber, dass sie an der spiegelglatten Oberfläche endlich in zwei Elfengesichter blicken konnte.

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Sie lasen stundenlang und sehr oft gemeinsam in dem Zauberbuch, welches jede Elfe in einem Versteck ihres Waldes liegen hat.

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Bei einer solchen Lesestunden kam Yrlissa ein neuer Gedanke in den Kopf, welchen sie natürlich sofort ihrer neuen Freundin anvertraute.

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Auch Malon fand die etwas verrückte Idee ihrer Freundin richtig gut. Soll ich euch den geheimen Gedanken dieser beiden Waldelfen verraten? Ich tu es. Sie wollten nämlich mithilfe von Magie ihre Elfentänze den Menschen, welche in der Nähe des Waldes lebten, beibringen.

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Es weiß sicherlich jeder, dass Elfen gern und mit einer eben elfengleichen Leichtigkeit über den Boden tanzend schweben. Nun ging es darum, die leichtfüßigen Schritte so anzupassen, dass auch die, im Vergleich zu Elfen eher schwerfälligen Menschen diese leicht erlernen könnten.

Es wurde geübt und geübt, einen Fuß vor den anderen gesetzt und immer wieder geschaut, wie die Tanzfigur nun wirkt.

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Jede Drehung musste so gut sitzen, dass man diese nicht nur als Elfe ausführen vermochte, sondern dass sie auch „menschentauglich“ war.

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Selbst wenn die Aufgabe noch so ernst war, Yrlissa und Malon hatten viel Spaß dabei und gönnten sich hin und wieder sogar eine Blödelpause.

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Nach getaner Arbeit wurde wie immer reichlich Zeit zum Träumen genutzt. Nun saß Yrlissa aber nicht mehr allein auf ihrem Stein im Schatten der Bäume, sondern auf einer bunten Wiese mit ihrer Seelenschwester Malon.

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Nach diesen Mußestunden ging es immer wieder erneut zurück an die Arbeit, denn alle Tanzschritte mussten einfach perfekt werden … darin waren sich beide Freundinnen von Anfang an einig.

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Als sie sicher waren, dass ihnen das Vorhaben gelungen ist, die Elfentänze in menschliche Schritte umzusetzen, freuten sie sich vom Herzen.

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Die Menschen, welchen Yrlissa und Malon die Tänze zeigten, waren sofort von den neuen Möglichkeiten verzaubert und wollten diese ungewohnten Bewegungsabläufe mit Begeisterung sofort selbst erlernen. Und wer sehen möchte, was die menschlichen Tänzer am Ende daraus gemacht haben, sollte sich unbedingt diese Geschichte in Videoform ansehen.

Die Menschen waren glücklich und genau so glücklich fühlten sich die beiden Freundinnen, die Waldelfen Yrlissa und Malon. Und wer weiß, vielleicht denken sich die Zwei noch ein anderes Geschenk für ihre menschlichen Nachbarn aus und ich darf dann wieder darüber berichten … wir werden sehen.



2015 20.
Sep

Nein, nein, es geht nicht um die derzeit so stark beworbenen Schokoerzeugnisse mit Kirschenfüllung    zwinker
Wobei, über diese freuen wir uns derzeit, ehrlich gesagt, auch    zwinker
Aber da man sich nicht nur um den Leib kümmern sollte, sondern auch um die Seele, geht es diesmal ausnahmsweise nicht ums Essen, sondern um Kultur    lachen

Meine Lieblingslesebühne Phrase4 hat sich in der Ferienzeit ebenfalls eine Sommerpause gegönnt, aber nun im September ging wieder los mit den lustigen und nachdenklichen Kurzgeschichten. Diesmal endlich wieder in der ursprünglichen Stammbesetzung: Francis Mohr, Lars Hitzing, Henning H.Wenzel und Sabine Dressler. Sabine musste für ein halbes Jahr aus beruflichen Gründen aussteigen und jetzt kehrte sie wieder auf die Couch in der VeränderBar zurück.

Vorher haben wir uns aber für ein Fotoshooting getroffen, bei welchem Carsten mir wieder mal als treuer und gewissenhafter Assistent zur Seite stand. Die Models wollten unbedingt eine „abgerockte“ Kulisse für diese Aufnahmen haben. Da zahlten sich meine Streifzüge für meine diversen Fotoprojekte aus und ich schüttelte ganz locker eine passende Gegend aus dem Ärmel. Die Vier freuten sich ganz offensichtlich sehr darüber    lachen

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Aber sie konnten sich auch ganz geschickt völlig lässig ins Bild setzen oder stellen:

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Ich habe auch wieder meine Lieblingspose namens „Käfer auf dem Rücken“ angenommen, um die Perspektive etwas zu verändern:

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Doch ich habe meine Chance zur Vergeltung ebenfalls genutzt    zwinker

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Ich sagen nur: Glitter und Glamour    standard

Bei der nächsten Einstellung kann ich nur hoffen, dass man dabei nicht zwingend an Anna Karenina und ihr Ende denken muss    zwinker

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Auch ihre bereits erschienen Bücher durften mal ins Bild:

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Im November kommt noch eins dazu, denn auch Sabines Geschichten dürfen demnächst die DIN A4-Blätter verlassen und bekommen einen festen Einband beim Zwiebook-Verlag. Aber auf dem anschließenden Leseabend nach dem Fotoshooting war noch die für lesende Nutzer unhandliche Form angesagt:

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Alle acht vorgelesenen Geschichten waren diesmal echt spitze! Und ist das nicht mit das schönste Lob für einen Autoren, wenn die Kollegen auf der Couch sich genau so wie das Publikum kaputtlachen ?!    zwinker

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Ich habe mich diesmal übrigens ganz bewusst beim Erraten der aktuellen Phrase zurückgehalten. Zum einen habe ich schon beim Plausch während des Shootings mitbekommen, in welcher Geschichte sie eingebaut wurde und zum anderen habe ich eine Phrase4-Weinflasche bereits vor der Lesung als Lohn für die Fotomühen einstecken dürfen    lachen

Also, egal wie ich den vergangenen Dienstagsabend betrachte – es war rundum gelungen    standard
Leider werde ich demnächst wieder nicht so oft bei den Lesungen auftauchen können, denn seit gestern steht fest, dass ich meine VHS-Gruppe der Russischinteressierten ein weiteres Semester in die Geheimnisse dieser Sprache einweihen darf … jeden Dienstagabend. Sorry liebe Autoren, aber das ist für mich nicht minder schön, als euren Geschichten zu lauschen. Ich darf auch mal der aktive Part sein, ok ?



2015 05.
Sep

Ich bin meinem Mann sehr dankbar, dass er schon mal seine Eindrücke über unsere Ukraine-Reise in einem Eintrag hier zusammen gefasst hat. Es war auf jeden Fall im positiven Sinne eine richtige Abenteuerreise. Wir haben in etwas mehr als einer Woche so viele verschiedene Sachen gesehen und erlebt, so viele liebe und nette Menschen kennengelernt – das passt nicht mal auf diese Kuhhaut    zwinker

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Ich war schon einmal in der Karpaten-Gegend, welche wir besucht haben … als ich noch zur Schule ging, also vor arg langer Zeit. Allerdings waren sowohl Kolomyja als auch Lviv für mich genau so wie für meinen Mann absolutes Neuland.  Um ehrlich zu sein, kam beim Rundgang von Iwano-Frankiwsk, eben jene Stadt, welche ich mit 13-14 Jahren einst besuchte, gar keine Erinnerung in den Sinn. Also eigentlich war alles quasi wie neu    standard

Ganz neu war für mich zum Beispiel das starke nationale Gefühl, welches durch diverse Straßennamen, Denkmäler und die verstärkt öffentliche Symbolik der Ukrainischen Aufständischen Armee zum Ausdruck gebracht wurde. Die Namen, welche zu Sowjetzeiten als Feinde des Volkes bezeichnet worden sind, gehören jetzt zu den Helden … ist vom Kopf wirklich nicht so einfach und da habe ich die Probleme von älteren Menschen aus der Ex-DDR zum ersten Mal, glaube ich, doch etwas besser verstanden. Denn man hatte jahrelang ein klares Bild, was gut und was schlecht ist, wer Feind und wer Freund ist usw. Und dann, nach einem politischen Umbruch, werden all diese Begriffen plötzlich komplett auf den Kopf gestellt.

Um das Ganze etwas konkreter zu machen, ein Beispiel.

Wir besuchten in Kolomyja eine kleine, hübsche Holzkirche aus dem 16 Jh. und liefen durch den angrenzenden Friedhof. Ihr wisst ja, dass wir gern Friedhöfe besuchen, besonders in anderen Ländern    zwinker

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Dort bin ich auf einen Grabstein für die Opfer der Aktion Weichsel aufmerksam geworden – ich habe noch nie zuvor etwas darüber gehört oder gelesen! Bedenkt: es ist ein Kapitel der ukrainischen bzw. sowjetischen Geschichte – also etwas, was ich als Sowjetbürger und Ukrainerin eigentlich wenigstens im Ansatz mal gehört haben sollte. Zum Glück erklärte mir Khrystinas Vater, was damals genau passiert sei. Ich fand, dass eine derartige Zwangsumsiedlung immer ein äußerst trauriges Kapitel in Geschichte eines Landes ist. Und wie das Leben so spielt, war damals auch die Familie unserer lieben Agata aus Katowice, welche wir auf unserem Rückweg nach Dresden im Dorf Hutki besuchten, persönlich von dieser Aktion betroffen.

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Da soll einer sagen, Reisen bildet nicht!

Ansonsten war ich selber sehr überrascht, wie gut mein Ukrainisch ist, obwohl ich diese Sprache schon seit Jahren sporadisch bis gar nicht nutze. Jeden Tag fielen mir immer mehr Worte ein – es war einfach erstaunlich, was ich noch so drauf habe    zwinker
Nein, Russisch und Ukrainisch können total anders sein und selbst bei den einfachsten Phrasen, wie z.B. Bitte, Danke, Guten Tag und Auf Wiedersehen gibt es unterschiedliche Vokabeln. Ist ein bisschen wie das Verhältnis zwischen Deutsch und Holländisch, kann aber auch so krass wie Deutsch und Platt auseinanderdriften.

Die Straßenverhältnisse, welche bei Carsten einen derart bleibenden Eindruck hinterlassen haben, waren für mich nichts Neues, denn eigentlich gab es diese fiesen Schlaglöcher und gemeingefährliche, weil unerwartet tiefe Pfützen schon bei meiner Oma in Ochtyrka. Ich wurde zu ihr immer in den Sommerferien geschickt, um gesunde Dorfluft zu tanken    zwinker
Auch, dass ich die Texte der ukrainischen Lieder noch kannte, hat mich ebenfalls überrascht    standard     damit ich diesbezüglich künftig dauerhaft fit bleibe, habe ich mir eine Musik-CD gekauft. Derzeit fahre ich zur Arbeit und nach Hause mit ukrainischer Beschallung    standard

Das Essen war so lecker, wie ich es erwartet habe, und auch den Kaffee habe ich in vollen Zügen genossen – an den kommt keine Kaffeemaschine in Deutschland auch nur annähernd ran, egal ob mit Filtertüten oder mit Pads – sorry, Leute!

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Die Märkte in der Ukraine sind ebenfalls ganz anders, als man es hierzulande kennt: eine Fülle von Lebensmittel zwischen „Profiständen“ und Omis, welche eigentlich nur etwas Milch oder Obst aus  dem eigenen Gärtchen verkaufen.

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Carsten hat sich immer wieder in guter deutscher bzw. EU-Manier über die fehlenden Kühlketten echauffiert, denn wenn bei Sommertemperaturen frisch geschlachtete Fleischwaren oder Fische stundenlang ungekühlt auf den Tischen drapiert werden, dann ist ein solcher Anblick mehr als ungewohnt. Dafür gibt es eben in der Ukraine keine Rohware a la Mett/Hackepeter oder ein blutiges Steak – hier wird alles total durchgebraten.

Ich habe diese Reise insgesamt sehr genossen, leider hat mir eine zu gut eingestellte Klimaanlage in unserem Hotel in Lviv einen kleinen Strich durch die Gesundheitsrechnung gemacht – ich kämpfe immer noch mit meiner mitgebrachten Erkältung. Aber was uns nicht tötet, macht uns nur stark    zwinker

Eigentlich könnte ich jetzt analog zu Carsten endlos weiter erzählen, denn wie gesagt, wir haben sehr viel Interessantes, Außergewöhnliches und Schönes bei der Reise „Dresden – Kolomyja (UA) – Lemberg/Lviv (UA) – Kattowitz/Katowice (PL) – Dresden“ erleben durften. Vielleicht fragt ihr einfach, was euch interessiert, dann berichte ich detaillierter darüber – wie wär’s?



2015 19.
Apr

Das Wetter wird schöner und man merkt sofort einen enormen Tatendrang in sich. Da geht es auch mir nicht anders, irgendwie passiert jeden Tag etwas Interessantes    zwinker

Diesmal muss ich wirklich weit ausholen, genauer gesagt ab dem Samstag vor einer Woche. Zum 40. Geburtstag hat Carsten einen Geschenkgutschein von Kathrin und Axel für einen von ihnen geführten Ausflug nach Bautzen, inklusive Mittagessen in einem sorbischen Restaurant, bekommen. An besagtem Samstag war es dann endlich soweit. Bautzen ist im Frühling wirklich sehr schön. Eine kleine, aber sehr hübsche Stadt, finde ich. Dazu gilt sie inoffiziell als die Hauptstadt der Sorben. Gegessen haben wir im wunderschönen und sehr zu empfehlenden Restaurant Wjelbik, wo wir von sehr freundlichen Frauen in traditionell sorbischen Trachten bedient wurden. Das Essen war sehr lecker, speziell die Nachspeise und das sorbische Bier schmeckt ebenfalls sehr gut    standard

Da wir alles ganz brav aufgegessen haben, machte man auf unseren Wunsch hin auch ein Erinnerungsbild:

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Weil die Stadt klein und gemütlich ist, war auch unser Rundgang nicht sehr lang. Mein Mann fühlte sich deshalb irgendwie nicht genug ausgelastet und nach langem Diskutieren fügte ich mich am Sonntag meinem Schicksal und willigte mehr oder weniger freiwillig zu einer 20 km langen Wanderung ein. Was man nicht alles aus Liebe macht! Das Wetter war auf unserer Seite, es gab nicht zu viele Wanderer und so konnten wir sogar einige Tiere von ganz Nah sehen. Sogar ein schwarzes Eichhörnchen lief ganz ruhig vor uns her! Die Strecke haben wir dann in ca. 7 Stunden mit Pausen bewältigen können. Hier ein typisches Olga-Pausenbild    zwinker

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Danach waren wir aber platt, besonders ich. Ich erhielt als „Bonus“ einen Mini-Sonnenbrand auf der Stirn (nur ein schmaler Streifen direkt am Haaransatz, wo ich wohl zu wenig Sonnenmilch aufgetragen habe) und eine Blutblase am Fuß. Dafür habe ich mir anschließend einen langen Badewannenaufenthalt gegönnt und konnte ungestört im Buch „Der Fremdling“ von Max Frei schmökern. Nebenbei beobachtete ich, wie sich das Ostergeschenk der Kinder, ein goldenes Bade-Ei, vollständig im Wasser auflöste. Danach duftete nicht nur ich penetrant nach einer Mischung aus Vanille und Honig, sondern gleich die ganze Wohnung    zwinker

Am Montag trafen wir uns zum Essen und Quatschen mit Katja und Gerd im griechischen Restaurant Olympia. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass wir danach kugelrunde Bäuche hatten. Ich habe mich bis dahin zum Glück von der Sonntagsstrapazen ganz gut erholt und so liefen wir sogar zu Fuß dorthin sowie auch wieder nach Hause. Jetzt ist es ja für uns nicht mehr so weit bis dahin … der Verdauungsspaziergang tat echt gut    zwinker

Am Dienstagabend durfte ich wieder meine Kursteilnehmer in die Geheimnisse der russischen Sprache einweihen – davon habe ich schon genügend erzählt und werde keinen mit weiteren Ausführungen langweilen.

Mittwochs hat sich bei uns irgendwie ein Filmabend manifestiert, da wir gerne den Lovefilm-Postversandservice nutzen und somit immer mittwochs und samstags eine neue Silberscheibe eintrifft, wenn wir sie pünktlich am Montag- und Donnerstagmorgen in den Postkasten geworfen haben. Diesmal bekamen wir die DVD „Madame Mallory und der Duft von Curry“ zugestellt. Vorher aber machte ich meinen ersten Fahrradausflug in diesem Jahr, denn Carsten und ich sind zusammen zum Blauen Wunder gefahren, da ich dort für Sonntag ein Fotoshooting geplant hatte. Deshalb wollte ich mir die Möglichkeiten, mein Model zu positionieren, vorher genauer ansehen. Unterwegs gönnten wir uns ein Abendessen bei Curry & Co. Die Currywürste von dort sind in Dresden ziemlich berühmt, aber sie kamen natürlich nicht an die Gerichte ran, welche wir danach in oben besagtem Film sehen durften    standard
Der Streifen ist übrigens äußerst sehenswert, weil mit viel Liebe gemacht und zudem mag ich Helen Mirren sehr    zwinker

Am Donnertagabend ging es für Carsten und mich auf die Schulbank, denn wir haben uns gemeinsam für einen Business English-Kurs bei der VHS angemeldet und wir hatten nun unsere erste Stunde. Es war sehr interessant festzustellen, wie viel wir in dieser Sprache doch schon wissen! Man unterschätzt sich offensichtlich doch zu sehr    zwinker    aber es gibt auch noch einiges zu lernen und darauf freuen wir uns beide sehr!

Freitagabend war mal wieder Familienzeit, denn Stephanie weilte erneut in ihrer Heimatstadt    zwinker
Auf den gemeinsamem Besuch beim neuen Haus&Hof-Dönermann (Jusuf erkannte „seine Stephie“ sofort wieder, obwohl wir die Kleine zunächst ganz alleine reingeschickt haben) folgte anschließend ganz viel Zeit für den regen Austausch von Neuigkeiten und alten Geschichten – das war echt schön!

Gestern traf ich mich am Nachmittag mit Barbara, um zusammen eine Führung zur derzeitigen Ausstellung im Kraszewski-Museum zu besuchen. Es ging um das Leben und die Werke von einer sehr interessanten, polnischen Regisseurin – Agnieszka Holland. Ich bin durch eine Empfehlung von unseren Freunden aus Breslau auf sie aufmerksam geworden und war von ihrem Film „In Darkness“ sehr beeindruckt!

Am heutigen Sonntag war für mich ein Aufstehen in aller Himmelherrgottesfrühe angesagt, denn ich habe mich mit Ines zum Bildermachen schon für 7 Uhr verabredet. Die Sonne war zum Glück sehr auf unserer Seite, aber es war am Anfang doch ganz schön kalt! Da durfte mein tapferes Model natürlich ihre Daunenjacke für die warme Schultern und den Heini für ein warmes Herz haben    zwinker

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Und nach etwa 3 Stunden Knipsen und Posieren hatten wir uns definitiv ein Kaffee und ein kleines Stück Kuchen verdient, oder nicht ?    zwinker

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Obwohl so voll, war es eine echt tolle Woche! Allerdings ist die kommende schon jetzt genau so prall mit diversen Terminen gefüllt – ich werde natürlich wieder in gewohnter Blog-Manier berichten    standard



2015 22.
Mrz

Diverse Termine in meinem Leben haben schon immer eine seltsame Eigenschaft: Sie treten meistens als geballte Ladung auf. So war das auch mal wieder in der vergangenen Woche. Es kamen einige schöne Veranstaltungen zusammen, welche ich nicht verpassen wollte. Ergo wurde meine Lese- und Schlafzeit ziemlich knapp, dafür aber durfte ich allerhand interessante und witzige Sachen erleben.

Der Dienstag war der Dritte in diesem Monat, also hieß es für mich, dass es mal wieder an der Zeit ist, 8 kurze und kurzweilige Geschichten bei der Phrase4 in der Veränderbar zu hören. Wenn man schon nicht dazu kommt, selber zu lesen, so kann man sich doch auch etwas Neues direkt von Autoren vorlesen lassen    zwinker
Die Phrase habe ich allerdings etwas zu spät entdeckt, was für mich aber persönlich nur halb so wild war, denn diesen leckeren Erdbeerwein hatte ich bereits im April 2014 schon mal als Hauptpreis gewonnen    standard
Aber ich habe an diesem Abend beim Zuhören durch mein Lachen auf jeden Fall mindestens eine weitere Lebensstunde dazu gewonnen – besonders eine Hundegeschichte von Lars Hitzing hat sehr viel dazu beigetragen. Und es ging offensichtlich nicht nur mir so:

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Am darauffolgenden Mittwoch durfte ich als Gast bei einer kleinen, internen St. Patrick’s Day-Feier der IDC-Hüpfer mitmachen. Ich habe dazu einen Kuchen mit Kleeblatt beigetragen:

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Carsten hat mir beim Glasieren und Modellieren geholfen    :)    … das Grundrezept des Kuchens findet man hier. Diesmal habe ich einfach Waldmeisterlimo in flüssigen Form dazu getan und dem Ganzen noch ein Päckchen Waldmeisterpudding beigemischt, so wurde auch das Kucheninnere richtig schön grün    standard

Außerdem wurde ich an dem Abend aufgefordert, an einem Mitmachtanz teilzunehmen. Davon gibt es (zum Glück) keine Bilder    lachen    aber ich hatte noch zwei Tage danach ein leichtes Ziehen in den Waden    zwinker
Den Spaß war es auf jeden Fall wert!

Ich habe natürlich auch ein paar Bilder vom Training gemacht, bei dem man schon für den großen Auftritt am Wochenende geprobt hat. An dem Samstag war ich natürlich ebenfalls mit dabei, denn wollte mir die 4. Dresdner St. Patrick’s Ship-Parade bestimmt nicht entgehen lassen! Das Wetter, welches am Vormittag noch warm und sonnig war, zeigte sich um 16 Uhr pünktlich zum Ablegen des Kahns von seiner irischen Seite. Bloss gut, dass man bei diesem Salonschiff vor solchen Wetterkapriolen gut geschützt ist    zwinker

Übrigens, es war sehr interessant, das ich das, was ich bei der Mittwochsprobe gesehen habe, dann auch beim Auftritt wieder zu sehen bekam. Schaut mal her:

Training:

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Auftritt – Variante 1:

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Auftritt – Variante 2:

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Da merkt man doch leicht, dass der Spruch „Kleider machen Leute“ irgendwie ein Körnchen Wahrheit beinhaltet    zwinker

In der kommenden Woche habe ich nicht mehr so viele kulturelle Highlights, dafür wird es am Dienstag für mich erneut ganz spannend, denn ich fange als Leiterin mit einem neuen VHS-Russischkurs an. Eine völlig neue Gruppe, dazu auch kein Reaktivierungskurs mehr, sondern absolute Beginner. Ich bin sehr gespannt, fühle mich aber ziemlich gut vorbereitet    zwinker
Drückt mir dennoch bitte vorsichtshalber die Daumen für den Abend, damit das Kennenlernen gut verläuft, ok?



2015 03.
Mrz

Wenn die Kinder älter und dazu auch noch flügge werden, wird die gemeinsame Zeit mit ihnen zu einer Rarität. Deshalb geniessen wir diese Möglichkeiten nun besonders intensiv. Das letzte Wochenende war  z.B. nach langer Zeit mal ziemlich stark dem Familienleben gewidmet.

Stephanie kam bereits am Donnerstag aus Potsdam nach Dresden, hat sich aber erst einmal für einen Schwesternabend in Andreas Wohnheim entschieden. Ich möchte gar nicht wissen, wie die Öhrchen der Möchtegernmodels aus Heidi Klums Sendung geklingelt haben, denn beim Schauen solcher Programm“höhepunkte“ wird natürlich unter den beiden Geschwistern ganz kräftig über alle Protagonistinnen abgelästert    zwinker

Am Freitag nach der Arbeit holte ich unsere Kleine von ihrer Schwester ab. Zu dritt gingen wir zu unserem neuen Stamm-Dönermann auf der Borsbergstraße. Inzwischen fühlen wir uns dort richtig heimisch und auch Yusuf meinte, dass wir inzwischen fast wie eine kleine Familie wären. Ich gehe aber nicht nur deswegen gerne zum „Sultan“ essen    standard

Den restlichen Abend haben wir erst ganz edel in der Karl-May-Bar im Kempinski-Hotel verbracht, wobei Andrea und Karl ebenfalls noch dazu gekommen sind. Wir wären wohl nie von allein auf diese Bar aufmerksam geworden, aber dank der Dresden for Friends-Karte war immerhin ein Cocktail für lau zu haben. Und man konnte sich schön unterhalten, denn die Musik war nicht aufdringlich und die Atmosphäre im Raum ganz gemütlich. Danach wechselten wir gegen 23 Uhr von edel zu rustikal und zogen in den benachbarten Irish-Pub Shamrock. Da die Küche dort aber um diese späte Tageszeit schon kalt war, gönnten wir uns noch einen kleinen (ungesunden) Mitternachtssnack bei der wohl weltweit bekanntesten Fastfoodkette dieser Welt, bevor wir Andrea und Karl nach Hause brachten und anschließend auch selber schnell ins Bett fielen.

Am Samstag wurde nicht im Apartamento OLCA gefrühstückt, denn für diesen Morgen konnten wir endlich mal unser Weihnachtsgeschenk einlösen. Beide Mädels haben uns damals nämlich einen Gutschein für „Gemeinsame Zeit“ geschenkt und dieser beinhaltete vor allen Dingen einen gemeinsamen Brunch. Wir all-you-can-eaten/brunchen immer sehr gern, weil man da viel Zeit zum Quatschen und Nebenbei-Essen hat … ohne Druck fertigzuwerden. Das wissen unser Kinder natürlich auch schon lange    standard
Sie haben für das lange Frühstück das Restaurant L’Art de Vie ausgesucht und damit eine richtig gute Wahl getroffen! Nach dem leckeren und schönen Essen sowie viel Geschnatter haben wir uns von unserer Großen verabschiedet, denn sie verfolgte ab da schon wieder ihre eigenen Pläne, aber da sie ja noch in Dresden wohnt, sehen wir uns zwischendurch immer wieder    zwinker

Brunch-mit-Kindern

Mit Stephanie zusammen plünderten wir noch kurz einen Russenladen und schauten dann unsere aktuelle Lovefilm-DVDEdge of Tomorrow“ mit Tom Cruse und Emily Blunt. Aus meiner Sicht eine Mischung aus „Und ewig grüßt das Murmeltier“ und „Krieg der Welten“, aber der Film hat uns alle drei positiv überrascht    zwinker    Leute, welche viel Spaß bei „Source Code“ hatten, werden auch bei diesem Film nicht enttäuscht.

Tja, und ab da waren die Kinderzeiten mehr oder weniger vorbei, denn abends gingen Carsten und ich noch zu zweit in die Comödie, wo wir ganz viel Freude an dem Stück „Ziemlich beste Freunde“ hatten – die Karten hatten wir noch in 2014 gekauft, da war von dem Brunch und dem Kinderwochenende keine Spur. Die vier Schauspieler und auch das Bühnenbild haben den Film hervorragend wiedergegeben und uns enorm beeindruckt!

Am Sonntag verbrachte ich übrigens allerhand Zeit mit Lesen, denn das Buch „Februar“ hat mich wirklich gepackt. Als spannender Krimi mit Bezug zur aktuellen, politischen Situation in meiner Wahlheimat sehr empfehlenswert!