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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2019 11.
Mai

Vor Wochen haben wir an beide Kinder die Frage gestellt, ob sie ein gemeinsames Osterwochenende einplanen w├╝rden. Als dies mit nachvollziehbaren Begr├╝ndungen verneint wurde, suchten Carsten und ich nach einer alternativen Besch├Ąftigung und beschlossen, die vier kombinierbaren, arbeitsfreien Ostertage (Karfreitag bis Ostermontag) f├╝r eine weitere Tour durch Europa zu nutzen. Schlie├člich gibt es ja noch so viele Reiseziele auf unserer Wunschliste, die endlich mal besucht werden m├Âchten. Nach Sichtung dieser fiel die Entscheidung kurzerhand auf Belgien und als Stadt w├Ąhlten wir Br├╝ssel plus Antwerpen im Rahmen eines Tagesausflugs, weil es nur ca. 55 km entfernt liegt.

Auf unserem Arbeitszeitkonto gab es zudem noch ausreichend ├ťberstunden, um den Mittwochnachmittag und den ganzen Donnerstag frei zu nehmen. Daher verlie├čen wir schon am 17. als Mittagskinder (f├╝r die Nicht-DDRler: gegen 12:00) die Arbeit und machten uns mit dem Suzuki schnellstm├Âglich auf die A4 in Richtung Chemnitz auf. F├╝r den gesamten Weg bis nach Br├╝ssel – immerhin fast 800 km – war es allerdings schon zu sp├Ąt und somit haben wir im Vorfeld f├╝r einen geplanten Zwischenstopp ein Zimmer im Ibis Budget Essen-Nord gebucht. Warum ausgerechnet dort, da es zudem etwas abseits der direkten Route zwischen Dresden und Br├╝ssel liegt ? Nennen wir es mal Sehnsucht … das Abendessen gab es in der Pizzeria „Bei Salvatore“ , welche zu Carstens Schulzeit quasi das Stammlokal f├╝r einen gro├čen Salatteller war. Inzwischen kann ich meinem Mann aber beipflichten, dass es dort mit Abstand neben einem ├╝ppigen und ├Ąu├čerst leckeren Salatmix eben auch die besten Pizzabr├Âtchen mit selbstgemachter Knoblauchbutter gibt.

Am Donnerstag ging es nach einem ebenfalls nostalgisch beeinflussten Fr├╝hst├╝ck in einer der zahlreichen Filialen der B├Ąckerei D├Âbbe (lecker Ei-Br├Âtchen !) dann auf direktem Weg gen Br├╝ssel. Das Osterwetter in Belgien war gl├╝cklicherweise genau so sommerlich wie in Deutschland und wir konnten uns bei strahlendem Sonnenschein so vieles in der Stadt ansehen.

Selbstverst├Ąndlich auch das weltweit bekannte Manneken Pis – den pinkelnden Jungen. Um diese nur ca. 60 cm gro├če Bronzeskulptur zu sehen, musste man sich allerdings schon mit viel M├╝he einen guten Platz zwischen den unz├Ąhligen Touristen erobern, die genauso wie wir das wohl meist erw├Ąhnte Wahrzeichen von Br├╝ssel fotografieren wollten:

├ähnlich voll war es auch in der engen Gasse beim Jaenneke Pis – dem ebenfalls Wasser lassenden M├Ądchen:

Dagegen war beim wesentlich dezentraler aufgestellten Zinneke Pis, dem Hund mit hochgehobenen Bein, kaum ein Besucher zu sehen:

Weitere Orte, welche bei einem Abstecher nach Br├╝ssel gesehen werden m├╝ssen, sollen nun in Wort und Bild folgen. Dazu geh├Ârt zweifelsohne der K├Ânigspalast. Wir haben diesen zwar nur von Au├čen betrachtet, was aber auch ziemlich imposant war:

Ein anderes Bauwerk der Stadt hat uns obgleich seiner Gr├Â├če und Gestaltung recht unerwartet beeindruckt: der Triumphbogen im Jubelpark:

Dieser ist mit seiner oben aufgesetzten Quadriga ca. 50 m hoch, w├Ąhrend das uns wesentlich bekanntere Brandenburger Tor in Berlin gerade einmal eine H├Âhe von 26 m hat. Diese doppelte Gr├Â├če schindet schon ganz sch├Ân Eindruck, wenn man erst einmal davorsteht.

Wir besuchten auch das sehr modern hochgezogene EU-Viertel, denn man m├Âchte ja schon mal gerne sehen, wo ein Teil unserer Steuern versackt    zwinker

Vom Parlamentarium, dem Besucherzentrum des EU-Parlaments, haben wir uns allerdings sehr viel mehr an Informationen zur EU samt deren Entwicklung (EG -> EU) und Geld (ECU -> Euro) erhofft, als wir am Ende bekommen haben. Wir sind nach der Stunde darin jedenfalls um eine weitere Erkenntnis reicher geworden: Zu viel Multimedia in einer Ausstellung kann am Ende auch daneben gehen … man h├Ątte unserer Meinung nach sicherlich vieles besser und interessanter gestalten k├Ânnen. Zum Gl├╝ck war der Eintritt kostenfrei.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt zu sehen, hat uns trotz der gro├čen Menschenmenge weitaus mehr Spa├č gemacht: der Grand Place / Grote Markt ist im positiven Sinne des Wortes einfach ├╝berw├Ąltigend! Allein die Zunfth├Ąuser sind ├Ąu├čerst schmuck:

Und wenn man sie dann auch noch samt Erkl├Ąrb├Ąr-Text aus dem Internet sehr viel genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt man an deren Fassaden Symbole, welche auf die jeweilige Zunft der damaligen Epoche hinweisen. Wundert es jemanden von euch, dass z.B. das Haus der Zunft der Kr├Ąmer ausgerechnet ein Fuchs schm├╝ckt?

Weitere Symboliken w├Ąren u.a. Schubkarren = Zunft der Lebensmittelh├Ąndler, W├Âlfin = Zunft der Bogensch├╝tzen, Schwan = Zunft der Fleischer, Windm├╝hle = Zunft der M├╝ller und Zinnkrug = Zunft der Zimmerer und Wagenbauer. Wer mal selbst nach Br├╝ssel m├Âchte, kann gerne bei mir die komplette Liste samt Hausnummern abfragen.

Das Br├╝sseler Rathaus, welches ebenfalls auf diesem Platz steht, ist in der Nacht sogar noch imposanter als tags├╝ber – seine Beleuchtung ist sehr gut durchdacht und einfach hervorragend!

Wir w├Ąren abends vielleicht nicht mehr auf dem Platz gewesen, wenn der Zufall und das gl├╝ckliche H├Ąndchen von Kerstin aus Wiesbaden nicht im Spiel gewesen w├Ąren    zwinker    denn Dank ihres Hinweises hat uns ihr Arbeitskollege Daniel, welcher gerade ebenfalls mit seiner Freundin die Osterzeit in Belgien verbrachte, kontaktiert und wir haben uns sehr schnell auf einen Treffpunkt f├╝r ein Bierchen geeinigt. Ich kenne sowohl Kerstin als auch Daniel aus meiner Plastikkartenzeit und sie geh├Ârten von Anfang an zu meinen Lieblingskunden, einfach weil wir uns dienstlich und privat schon immer sehr gut verstanden haben. An dem Abend a├čen und tranken wir uns vom urspr├╝nglichen Treffpunkt im Restaurant „Chez Leon“ mit traditioneller, belgischen K├╝che ├╝ber das „Delirium Cafe“ mit belgischem Bier in allen erdenklichen Brauvarianten bis eben nach Einbruch der Dunkelheit ins „Le Roy d’Espagne“ am Grote Markt.

Wie man zweifelsfrei erkennen kann, hatten wir einen fabelhaften Abend zu viert    standard

Nat├╝rlich durfte bei unseren Streifz├╝gen der Abstecher zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt nicht fehlen:

Genau, es ist das Atomium    standard    wobei wir uns hier nicht nur mit der Au├čenansicht begn├╝gt haben, sondern auch trotz langer Warteschlangen das Innere erkunden wollten. Man kann einen Teil der G├Ąnge und Kugeln mit je 18 m Durchmesser zu Fu├č ablaufen, sich mit der Geschichte des 102 m hohen Bauwerks vertraut machen und unter anderen auch einige faszinierende und mit Elektromusik kombinierte Lichtinstallationen bewundern. ├ťber das Einreihen in einer weiteren Schlange gelangt man zum Abschlu├č via Aufzug direkt in die oberste Kugel, von wo aus man einen prima Ausblick auf die etwas entfernte Skyline, auf das ehemalige Weltausstellungsgel├Ąnde von 1935, auf das Expo-Gel├Ąnde von 1958 und ├╝ber das mittlerweile recht vielf├Ąltig genutzte, riesengro├če Gesamtgel├Ąnde hat.

Unter anderem sieht man von dort auch den Park Mini-Europa, welcher direkt zu F├╝├čen des Atomiums liegt und zu dem wir gl├╝cklicherweise ein Kombiticket erworben hatten … also auf zu einem Ausflug nach Europa im Miniaturformat:

Wer diesen Park besucht, sollte unbedingt auf die vielen Kleinigkeiten achten, sonst entgehen euch wom├Âglich ein paar interessante Details, welche rund um die ber├╝hmteste Bauwerke der EU-L├Ąnder positioniert sind, wie z.B. Sherlock Holmes & Dr. Watson auf der Jagd nach Prof. Moriarti:

Man kann dort unter anderem auch in verschiedene Rollen bzw. Kost├╝me schl├╝pfen – was sagt ihr zu meinem Mann als Soldat der britischen Grenadier-Garde?

Wer uns kennt wei├č, dass wir uns immer auch gerne neben der ├╝blichen Touristenpfade bewegen wollen. In Br├╝ssel war es f├╝r uns die in der gesamten Stadt verteilte Comic Strip-Route. Da die Belgier neben den Franzosen jede Menge zur europ├Ąischen und mitunter weltweiten Comic-Kultur beigetragen haben, ist die Huldigung in Form von fassadenf├╝llenden Strips der jeweiligen Comic-Helden nicht weiter verwunderlich. Unser erstes Fundst├╝ck dieser Route hei├čt „Oh! Lieve hemel“ , was man nat├╝rlich mit „Du lieber Himmel“ ├╝bersetzt:

Es gibt aber auch Figuren aus sehr viel bekannteren Comics, wie z.B. Tim & Struppi, Asterix & Obelix, Stups & Steppke, Spirou & Fantasio, Marsupilami, Gaston oder wie auf dieser Fassade mit einer Szene aus „Lucky Luke“:

Man beachte das eingearbeitete Atomium im Hintergrund    standard

Auf einem anderen Bild hat man die Umgebung ebenfalls wunderbar integriert. Die derzeit einger├╝stete Kuppel geh├Ârt zum Justizpalast, spielt aber im Comic ebenfalls eine sehr wichtige Rolle:

Mein pers├Ânliches Favorit dieser Route wurde der wei├če Hund Cubitus (hier als Manneken Pis), welcher wahrscheinlich nicht nur f├╝r mich irgendwie doch sehr b├Ąrig aussieht    zwinker

Qualitativ hochwertige Wandmalereien spielen in Br├╝ssel ├╝berhaupt eine gro├če Rolle, egal ob an den Fassaden …

… oder als ein Teil der Inneneinrichtung, wie hier im Restaurant „Le Bugatti“ :

Da ist es f├╝r mich nicht weiter ├╝berraschend, dass die Br├╝sseler ihren Stolz auf ihre Stadt ebenso in gemalter Form verk├╝nden    zwinker

Der Ausflug nach Antwerpen war ebenfalls sehr interessant und kurzweilig. Auf dem Grote Markt gab es auch in dieser Stadt wundersch├Âne, sehr stylischen Geb├Ąude aus l├Ąngst vergangener Zeit:

Noch wichtiger ist auf dem gleichen Platz allerdings der Brabobrunnen:

Die obere Figur zeigt den Stadtheld Silvius Brabo und wie man sofort erkennen kann, wirft er gerade eine abgehakte Hand weg. Der ├ťberlieferung nach leitet sich der Name der Stadt Antwerpen eben genau von diesem „Hand werfen“ ab und bezieht sich dabei auf eine Legende, in welcher Brabo einen Riesen besiegt. Der Riese hat am Ufer des Flusses Schelde von allen Vorbeifahrenden Wegzoll verlang und wer es nicht bezahlen konnte, b├╝├čte bei dem gierigen Druon Antigon seine rechte Hand. Letztendlich bek├Ąmpft Brabo den Riesen und was mit der Hand des Unterlegenden passiert, sieht man ganz deutlich an jener Bronzeplastik.

Eine andere Skulptur diese Stadt bezieht sich auf das Buch „Ein Hund von Flandern“ und zeigt den Jungen Nello mit seinem Hund Patrasche:

Die beiden sind wirklich sehr s├╝├č, aber die dazugeh├Ârige Geschichte ist allerdings ganz sch├Ân traurig.

Nat├╝rlich haben wir auch den ber├╝hmten Bahnhof in Antwerpen besucht und konnten die Begeisterung jener Bekannten und Freunde teilen, die schon mal dort waren und uns dar├╝ber berichteten. Er ist regelrecht palastartig – sowohl von Au├čen …

… als auch von Innen!

Weniger Begeisterung l├Âsten bei uns die Diamantenauslagen im Diamantenviertel aus …    zwinker

… denn die richtig sch├Ânen Schmuckst├╝cke samt hochwertiger Steinchen verbargen sich haupts├Ąchlich nur hinter heruntergelassenen Rolll├Ąden und in den Auslagen der L├Ąden, welche wir aus Mangel am n├Âtigen Kleingeld nat├╝rlich nicht betraten.

Das Geburtshaus von Rubens hat uns optisch auch nicht besonders beeindruckt. Ein wenig ung├╝nstig fanden wir zudem die Lage eines modernen Glaspavillons mit allem erdenklichen Merchandising zu dem K├╝nstler, welcher direkt gegen├╝ber der alten Fassade erbaut worden war und somit die M├Âglichkeit verhinderte, zumindest ein halbwegs ordentliches Foto der gesamten H├Ąuserfront zu machen:

Wenn man dann genug von der Innenstadt gesehen hat, empfehlen wir auf jeden Fall noch einen Besuch des Beginenhofes. Dieser liegt nicht direkt im Stadtzentrum und man muss ein wenig laufen, aber daf├╝r ist er eine wunderbare Oase der Ruhe inmitten eines dichten Verkehrsaufkommens. Beginen waren sehr gl├Ąubige Frauen, welche in kloster├Ąhnlichen Einrichtungen lebten, ohne dass sie ein Klostergel├╝bde ablegten und im Gegensatz zu Nonnen weitaus mehr Freiheiten hatten. Der Antwerpener Beginenhof existiert dort seit Mitte des 16. Jahrhunderts:

Auch der umz├Ąunte Garten in der Mitte der Anlage ist sehr einladend und am f├╝r uns einzigen Zugang an diesem Tag war zudem ein gro├čes Schild mit nur einem einzigen Wort in mehreren Sprachen aufgeh├Ąngt: Stille … ganz ehrlich, man kommt unweigerlich automatisch zur absoluten Ruhe. F├╝r uns war es jedenfalls eine sehr, sehr entspannende und entschleunigende Gegend:

Die letzte Begine starb 1986, seitdem ist das gesamte Areal ein „normales“ Wohnviertel geworden. Aber dennoch h├Ąlt man sich noch immer sehr an das Gebot der Ruhe – ich denke, die Einwohner genie├čen das sehr    standard

Bei so viel Herumlaufen hatten wir logischerweise immer mal wieder Hunger    standard    und nat├╝rlich freute ich mich sehr auf die klassische K├╝che Belgiens – hier ganz vortrefflich in nur einem Bild festgehalten:

Pommes mit Muscheln habe ich w├Ąhrend unseres Frankreich-Urlaubs 2006 bei Kerstin kennen und lieben gelernt und hier konnte ich mich diesbez├╝glich wieder voll und ganz ausleben    zwinker

Carsten hielt sich eher an die fleischigen Gen├╝sse der Belgier, wie hier z.B. das Filet Americain – einem mit Kapern und Worcestersauce gew├╝rzten Rindertatar:

Er hat sich auch an Vol au Vent (H├╝hnerfrikassee mit Bl├Ątterteig) …

… sowie an Stoovflees (Schmorfleischeintopf) herangewagt und wurde zu keiner Zeit entt├Ąuscht:

Das gr├╝ne „Zeug“ im Hintergrund war ├╝brigens mein Essen: Paling in het groen, zur Deutsch „S├╝├čwasseraal mit gr├╝ner Kr├Ąutersauce“. Ich fand es zwar sehr lecker, wenn blo├č nicht immer wieder diese kleinen, st├Ârenden Gr├Ąten w├Ąren    zwinker

Was man (jedenfalls als Dresdner) in Belgien gar nicht zu essen braucht: D├Âner oder D├╝r├╝m. Denn die Portionen sind echt mickrig und zu wenig gef├╝llt im Vergleich zu dem, was wir aus Dresden, Sachsen oder auch Deutschland kennen. Carstens Entt├Ąuschung kann man sicher in seinem Gesicht ablesen:

Waffeln wiederum konnte man ganz gut essen – der Geschmack war toll und erst die Gr├Â├če ist gar nicht so ├╝bel    zwinker

Da wir zu Osterzeit unterwegs waren, haben wir nat├╝rlich auch das eine oder das andere Schokoladenei gefunden:

Belgische Pralinen sind zwar ein Muss, aber am Ende hat mein armer Mann gesagt: „Ich habe noch nie im meinen Leben so viel Geld f├╝r so wenig Schokolade ausgegeben!“. 100 g schlagen mitunter gleich mal mit bis zu 10 Euro zu Buche und f├╝r diese Quer-durchs-Sortiment-Packung mit 390 g waren gleich 30 Euro f├Ąllig:

Aber ich bin der Meinung, dass belgische Schokolade auf jeden Fall etwas richtig Leckeres ist!

Am Ostermontag d├╝sten wir dann direkt nach dem Fr├╝hst├╝ck im Hotel auf direktem Weg gen Dresden, denn am Dienstagmorgen rief schon wieder der Arbeitsalltag an die Werkbank namens Schreibtisch. Es waren aber wunderbare, lustige und sonnige Tage mit herrlichen Begegnungen, so vielen positiven Erlebnissen, gro├čartigen und sicherlich auf lange Zeit bleibenden Eindr├╝cken, so vielen kleinen Entdeckungen und vor allem gutem Essen – obwohl es nur ein Kurzurlaub war, f├╝hlte er sich beinah wie ein vollwertiger mit zwei oder mehr Wochen an!



2019 08.
Apr

Nachdem die letzten Urlaube viel mit Sand, Strand und Badewasser zu tun hatten, war es nun mal wieder an der Zeit, etwas anderes zu planen … zum Beispiel einen Wanderurlaub. Man hat ja schlie├člich nicht umsonst mal Wanderschuhe f├╝r viel Geld gekauft    standard

Deshalb fiel die Wahl f├╝r die Feier unseres 13. Hochzeitstages auf die portugiesische Insel Madeira. Bis jetzt haben alle Freunde und Bekannte, die schon vor uns dort waren, sie als Wanderinsel, aber auch als Blumeninsel beschrieben. Jetzt wollen wir den beiden Beschreibungen hundertprozentig zustimmen – und auch gleich die Beweise daf├╝r abliefern.

F├╝r Madeira sprach aus unserer Sicht auch noch der Umstand, dass wir zur Abwechslung mal direkt ab Dresden fliegen konnten und nicht mit Berlin-Tegel, Frankfurt oder Leipzig planen mussten. Leider hat sich dies am Ende nur zur H├Ąlfte als zutreffend erwiesen: Die Fluggesellschaft „Germania“ brachte uns noch ohne Probleme auf die Insel, aber nur drei Tage sp├Ąter hat sie Insolvenz angemeldet und alle Fl├╝ge wurden gestrichen. Meistens sind wir Individualreisende, aber diesmal hatten wir gl├╝cklicherweise pauschal im Reiseb├╝ro unseres Vertrauens gebucht, so dass wir uns deshalb keine sehr gro├čen Sorgen machten, ob und wie wir in eineinhalb Wochen nach Hause kommen w├╝rden. Am Ende hat aber Dank TUI doch alles in unserem Sinne funktioniert. Urspr├╝nglich wollte man uns zwar einen Tag eher, also genau am 14. Februar, nach Leipzig zur├╝ckfliegen, aber unsere Argumente „Hochzeitstag“ und „Candle-Light-Dinner statt Flugzeugessen“ wurden erh├Ârt. Wir konnten am Ende dadurch sogar einen zus├Ątzlichen Urlaubstag auf der Insel und in unserem Hotel ergattern, sind daf├╝r aber dann eben am Samstag gegen 22:00 in K├Âln statt in Sachsen oder gar im Osten Deutschlands gelandet. Ich habe mich noch einmal mehr in meinem Leben dar├╝ber gefreut, dass mein Mann auch in der Nacht gut und sicher Auto f├Ąhrt    standard     so kamen wir gegen 5:00 morgens heil mit dem Mietwagen in Dresden an.

Auf der Insel stellte er seine Fahrk├╝nste ohnehin an jedem Tag ganz souver├Ąn unter Beweis. Wir hatten zum ersten Mal im Leben einen Fiat 500 als fahrbaren Untersatz f├╝r unsere kurvenreichen und zum Teil sehr steilen Strecken:

Ich hoffe, dass dieses Foto eine solche Steigung wenigstens ein wenig wiedergibt:

Runter war immer recht easy, aber bergauf musste zum Teil ├╝ber Kilometer hinweg im ersten Gang gefahren werden, da der Motor im zweiten es nicht geschafft h├Ątte und abgew├╝rgt w├Ąre. Doch unser kleiner Wei├čer hat uns zu keiner Zeit im Stich gelassen und war die Zuverl├Ąssigkeit in Blech!

Die Inselautobahn war gr├Â├čtenteils sehr gut ausgebaut und durch zahlreiche, breite und moderne Tunnel waren die Hauptwege von einem Ende der Insel bis zum anderen recht kurzweilig – kleine Madeira-Inselkunde: Ost-West-Ausdehnung = ca. 50 km, Nord-S├╝d ca. 25 km. Wir versuchten aber auch mal ├Âfters ein St├╝ck der alten, urspr├╝nglichen Stra├če zu fahren, doch es war gar nicht so einfach, einen freigegebenen Teil zu finden, denn viele Abschnitte wurden wegen des schlechten Zustands aus gutem Grund gesperrt. 

Insbesondere Felsbl├Âcke und Steine wurden eben nicht mehr nicht zeitnah von der Strecke ger├Ąumt und so mancher Wasserfall ergo├č sich direkt auf die Stra├če:

Auf dem Hochplateau Paul da Serra hatten wir auch mal au├čergew├Âhnliche Wegbegleiter auf der Stra├če    standard

Die Insel selber ist vulkanischen Ursprungs und die Hinweise darauf konnte man unterwegs immer wieder entdecken. Hier sieht man man z.B. erstarrte Lavas├Ąulen von unten nach oben verlaufen:

Auch Lavabomben haben wir gefunden:

In den Grotten des Museums in Sao Vicente kann man die h├Âhlenartigen Wege („Tubes“) sehen, durch welche einst Lava ihren Weg nach drau├čen gesucht hat:

Die Idee, in den nat├╝rlichen Lavapools in Porto Moniz schwimmen zu gehen, mussten wir aufgrund von sehr hohen und starken Wellen schnell verwerfen:

Das Meer war sowohl tosend als auch im ruhigen Zustand an jedem K├╝stenabschnitt der Insel immer wieder sch├Ân anzusehen:

Das Wasser verw├Âhnte unsere Augen zudem mit verschiedenen Farbspielen …

… und einmal sogar mit einem fantastischen Regenbogen – etwas, was man w├Ąhrend der Wintermonate in Deutschland wohl kaum zu sehen bekommt    zwinker

Das Meer an der Steilklippe Cabo Girao lag uns buchst├Ąblich zu F├╝├čen – Skywalk sei dank    standard

Habe ich eigentlich schon jemals erw├Ąhnt, dass wir sehr gro├če Anh├Ąnger von Sonnenunterg├Ąngen und der damit einhergehenden, tollen F├Ąrbung des Himmels sind? Bestimmt noch nie …    zwinker

Der wohl ber├╝hmteste Mann Madeiras ist Cristiano Ronaldo. Am Flughafen – der im ├ťbrigen seinen Namen tr├Ągt – haben wir eine B├╝ste von ihm gefunden, aber die ├ähnlichkeit mit dem echten, ber├╝hmten Fu├čballer suchen wir immer noch    zwinker

Der anfangs schon erw├Ąhnte Beiname „Blumeninsel“ stimmte definitiv. Unsere Hotelanlage „Quinta Splendida“ verf├╝gte sogar ├╝ber eigenen Botanischen Garten:

Gef├╝hlt bl├╝hte da mitten im Februar einfach alles!

… sogar mein Mann sieht darin wie das bl├╝hende Leben aus    zwinker

Entlang der Wanderwege sahen wir zahlreich wildwachsende Blumen, die man hierzulande mit ganz viel M├╝he und Pflege verw├Âhnen kann und sie gehen dann doch noch dabei ein – zumindest bislang immer bei mir, trotz meiner ach so f├╝rsorglichen Pflege    zwinker

Gestatten, die Callas …

… und die Hortensie:

Man hat aber Blumenpracht nicht nur auf bzw. an Wanderwegen und in G├Ąrten gesehen, sie wurden zum Beispiel auch mal f├╝r die Augen der Besucher als Blumenteppich ├╝ber ein Fl├╝sschen im St├Ądtchen Santa Cruz ausgebreitet:

Einige Blumenarten sahen so weich aus, dass man der Versuchung, sie zu streicheln, einfach nicht widerstehen konnte    standard

Man musste allerdings dabei aufpassen, dass man nicht eine der schon munter umherbrummenden, flei├čigen Bienchen bei ihrer Arbeit st├Ârte:

Die Tierwelt auf Madeira war aber stets entspannt und Eidechsen wie diese genossen quasi an jeder Ecke die w├Ąrmenden Sonnenstrahlen …

… beobachteten vorbeilaufende Wanderer immerzu mit einem wachsamen Auge …

… und einige nahmen sogar das Angebot einer einheimischen, nat├╝rlichen S├╝├čspeise dankbar an:

Ich h├Ątte bestimmt noch stundenlang dabeisitzen und dem kleinen Kumpel zuzusehen k├Ânnen, wie er das Innere der Bananenschale weggefuttert hat, aber mein Mann wollte weiterwandern und so habe ich den Nachtisch der kleinen Eidechse mitgenommen – sie h├Ątte es ganz sicher nicht geschafft, diese noch im frischen Zustand ganz aufzuessen    standard

Andere Tierchen kamen ebenfalls auf mich zu, um etwas Leckeres aus meiner Hand zu bekommen – Kekse gehen einfach immer!

Danach haben wir ein kleines Plauderst├╝ndchen eingelegt, bevor sich unsere Wege wieder getrennt haben:

Wir haben auch selber sehr gut gegessen und dabei immer etwas Neues entdecken k├Ânnen. Eine f├╝r mich ganz neue Frucht war die Anona, die man in Deutsch auch Zuckerapfel genannt wird:

Wir beide sind sehr schnell auf den Geschmack dieser kleinen Geb├Ąckteilchen mit dem Namen „Pastel de Nata“ gekommen und haben w├Ąhrend des Urlaubs jeden, aber wirklich jeden (!) Tag mindestens eines davon gegessen    standard

Die beiden Getr├Ąnke Coral (Bier) und Brisa (Limonade) sind ├╝brigens auch sehr typisch f├╝r diese Insel. Aber welches Getr├Ąnk verbindet man aber noch viel eher mit Madeira? Nat├╝rlich den Madeira-Wein:

Aus dem Reich der Fische m├╝ssen wir nat├╝rlich den Schwarzen Degenfisch, auf portugiesisch Espada, erw├Ąhnen. Den habe ich sowohl in den Markthallen in Funchal, der Hauptstadt von Madeira …

… als auch auf meinem Teller gesehen. Im zweiten Fall auch nat├╝rlich gegessen:

Selbstredend haben wir bei dem vielf├Ąltigen Angebot an diversen Meeresfr├╝chten so oft wir konnten beherzt zugegriffen … ob als Oktopus, Calamari, Muscheln oder Napfschnecken:

F├╝r uns gab es die besten Steaks der Insel in unserem ├ľrtchen Canico, in dem kleinen Restaurant „Laranjinha“ :

Dass sie weich und auf den Punkt genau so gegrillt waren, wie wir sie bestellt haben (Well-done f├╝r Carsten & Medium f├╝r mich), hat nicht nur beim ersten Besuch geklappt – der Grillmeister beherrschte die Kunst der Zubereitung hervorragend. Ja, wir waren dort mehr als nur einmal und es hat jedesmal oberlecker geschmeckt! Wir f├╝hlten uns in diesem Lokal sogar so wohl, dass wir zwischenzeitlich beschlossen haben, auch unseren 13. Hochzeitstag (der eigentliche Anlass unserer Reisen im Februar) dort zu feiern.

Am 14. Februar nahem wir zuerst das Angebot unseres Hotels wahr:

Wir lie├čen uns mal ordentlich durchkneten, doch leider lagen wir nicht so nah beieinander, wie auf dem Werbebild. Anschlie├čend verbrachten wir einige Stunden im Spa-Bereich der Anlage. Allerdings waren wir ├╝ber dessen Gr├Â├če sehr ├╝berrascht, denn im Vergleich zur imposanten Ausdehnung des Hotels fiel der Wellness-Bereich wirklich sehr klein aus. Zudem war dieser trotz des Valentinstages nicht sonderlich gut besucht, was vermutlich aber auch daran lag, dass man selbst als Hotelgast einen eigenen Obolus zu entrichten hatte, selbst wenn man nur ein bisschen schwimmen wollte und nicht mal Whirlpool, Sauna, Dampfbad oder Trainingsraum nutzen w├╝rde.

Hier mal ein Bild der gesamten Hotelanlage inklusive aller Unterbringungsm├Âglichkeiten und der enormen Gartenanlage – alles, was man innerhalb des Geb├Ąuderinges in der Mitte sieht plus des oberen W├Ąldchens:

Egal ob alleine oder nicht, wir besuchten beide Dampfb├Ąder, k├╝hlten unsere Gem├╝ter anschlie├čend im K├Ąltebecken und enspannten uns im Whirlpool – wir haben gef├╝hlt nichts ausgelassen    standard

Unser Candle-Light-Dinner gab es dann wie geplant im „Laranjinha“ – es war ein toller Abend mit einem ausgezeichneten 3-G├Ąnge-Men├╝!

Das war aus meiner Sicht ein ├Ąu├čerst toller Start in unser 14-tes Ehejahr     standard

├ťber die auf Madeira gewonnen Wandererfahrungen schreibe ich mal in einem Extrabeitrag, denn dieser R├╝ckblick ist ohnehin schon viel zu lang geworden    zwinker



2019 10.
Mrz

Dieses Jahr wird irgendwie alles etwas sp├Ąter als die Jahre zuvor. Aber so ist das Leben    zwinker    ├╝berhaupt haben die Leute fr├╝her das Neue Jahr immer erst im Fr├╝hling gefeiert. Aber eigentlich ist es egal, welche Ausrede ich mir aussuche, die OLCA-Erinnerungskiste wurde diesmal auch erst im M├Ąrz geleert. So lange mussten die Erinnerungsst├╝cke f├╝r das neue Jahr 2019 strategisch in der Wohnung verteilt werden, denn die Kiste war ja noch mit 2018-Derivaten belegt. Aber nun haben Carsten und ich uns beim Herausholen diverser Rechnungen, Fahr- und Eintrittskarten, pers├Ânliche Zeilen, Infozettel und Brosch├╝ren an die zahlreichen Augenblicke des vergangenen Jahres erinnert … und sie werden alle einen Platz in unserem Ged├Ąchtnis sicher haben:

Auch im vergangenen Jahren haben wir wieder einmal zahlreiche neue Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt.

  • Carsten hatte sich im Biergarten so gut mit einer Schweinshaxe angefreundet, dass ihm ein St├╝ck davon im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken blieb. An den Besuch in der Notaufnahme erinnerten uns die entsprechenden Befunde und der Entlassbrief.
  • ein paar Quittungen von Apotheken waren auch da, um mich an meine gelegentliche Erk├Ąltungen zu erinnern.
  • Wir sind selber schon einige Male umgezogen und haben auch unseren Kindern dabei geholfen, aber einen Umzug ├╝ber Landesgrenzen hinweg mussten wir bislang noch nicht gemeinsam durchf├╝hren. Jetzt ist Andrea aus unserer Familie die Erste, welche ihren Wohnsitz ins Ausland, genauer gesagt nach ├ľsterreich, verlegt hat. Deshalb war im Oktober ein ganzes Wochenende die Fahrten von Dresden ├╝ber Chemnitz in die Steiermark und wieder zur├╝ck nach Dresden notwendig, woran uns Tankquittungen aus Tschechien und ├ľsterreich, sowie eine Rechnung aus dem Cafe Styria in Leoben erinnerten.
  • Amira, eine Sch├╝lerin aus meiner VHS-Klasse, welche sonst immer mit Druckbuchstaben schreibt, gab sich unglaublich viel M├╝he und beschriftete eine kleine Pralinenschachtel in Russisch in Schreibschrift – ich habe mich sehr ├╝ber diesen Erfolg gefreut!
  • Wir besuchten im Fr├╝hling zum ersten Mal den B├Ąrenwald M├╝ritz. Es war wie schon im B├Ąrenpark Worbis einfach toll zu sehen, wie B├Ąren, die sonst bislang kein einfaches Leben hatten, sich jetzt in einem gro├čen Areal bewegen k├Ânnen und einfach mal B├Ąren sein d├╝rfen und keine Belustigung f├╝r Besucher von einem Wanderzirkus oder einer Kneipe.
  • Carsten hat zum Geburtstag von Ines und Torsten eine Einladung zum gemeinsamen Bowlen geschenkt bekommen – an dem Tag machte nicht nur das Spielen, sondern auch ein Spaziergang und ein Eis im Freien (wohlgemerkt: im November) ganz viel Spa├č.
  • Mit den beiden waren wir im Fr├╝hling auch mal in Chemnitz, woran uns die Rechnung vom Meyer’s Diner sowie an das tolle Essen, einen Spaziergang in der Innenstadt sowie im Stadtpark erinnerten.
  • Ein weiterer Tagesausflug mit Ines und Torsten f├╝hrte nach Prag … die Eintrittskarte f├╝r den Turmaufstieg auf den Petrin und diverse Bons erinnerten uns nochmals daran.
  • Im letzten Jahr war ich im Dezember ├Âfter auf den Weihnachtsm├Ąrkten der Stadt als die Jahre zuvor: gemeinsam mit Carsten mit Jesus aus Miami / Frankfurt und mit Claudia und Jan aus Uelzen, sowie als reine M├Ądelsrunde mit Anna, Ines, Manu und Romy. Carsten musste zum Treffen mit Karin und Eberhard trotz der urspr├╝nglichen Planung allein gehen, denn mich haben an dem vereinbarten Tag ein paar fiese Viren vollends ausgeknockt.
  • Mit Claudia aus Uelzen sind wir auch zum ersten Mal auf den Aussichtsturm der Dreik├Ânigskirche hochgestapft. Der Ausblick hat uns allen au├čerordentlich gut gefallen!
  • Im Februar waren Anna, Julia, Grit und ich auf dem Dresdner Winterzauber, um dort eine Runde Schlittschuh zu laufen und bei nicht nur einem Gl├╝hwein ausgiebig zu schnattern – all das haben wir v├Âllig unfallfrei geschafft!
  • An eine Wanderung in der S├Ąchsischen Schweiz mit Ines, Katrin, Kerstin und Lothar erinnerten die Karten f├╝r die Historische Kahnfahrt auf der „Oberen Schleuse“.
  • Mit Kathrin und Axel besuchten wir die Tissauer W├Ąnde in Tschechien … auch hier halfen die Eintrittskarten dem Ged├Ąchtnis auf die Spr├╝nge.
  • Die Sch├Ânheiten der S├Ąchsischen Schweiz f├╝hrten wir Lisa und Maria beim Wandern mit gr├Â├čtem Vergn├╝gen vor. Ein Mittagessen auf dem Lilienstein in der Felsenbaude geh├Ârte, wie die Rechnung in der Kiste beweist, ebenfalls dazu.
  • Kerstin aus Kaisitz bekam von uns zum Geburtstag einen Gutschein f├╝r eine Wanderung, welcher von ihr umgehend eingel├Âst wurde. Zur Belohnung gab es nach ca. 20 km ein Eis im Cafe Tortuga.
  • Meinen 10er-Gutschein der Salzgrotte habe ich lange genug und ├╝ber mehrere Jahre ausgedehnt, aber nun waren alle Sitzungen endg├╝ltig vorbei. Ab jetzt geht es wieder nur noch auf eigene Rechnung hin    standard
  • Jede Menge Tickets bezeugen, dass wir erneut an einigen Igeltouren teilgenommen haben. Die „Wahr “ und „Falsch“ Karten geh├Âren ├╝brigens auch zu solch einer Igel-Tour … Motto: „Alles L├╝ge oder was?“
  • Wir g├Ânnten uns auch dieses Jahr etwas Kultur bei diversen B├╝hnenprogrammen, Konzerten und Lichtspielh├Ąusern. Unsere Kinokarten zeigen allerdings, dass wir in Dresden nur insgesamt zwei Filme im Kino gesehen haben: „Unsere Erde 2“ und „Deadpool 2“ … das dritte Kinoeerlebnis hatten wir f├╝r insgesamt 40 Dollar in New York („The Grinch„) in ultragem├╝tlichen, elektronisch verstellbaren Sesseln mit Beinfreiheiten bis zur Fu├čspitze!
  • Mit Anna besuchte ich die Sonderausstellung „Monster & Mythen“ im Japanischen Palais.
  • Ebenfalls mit Anna war ich im Theaterst├╝ck „Azurro – wie z├Ąhme ich einen Italiener?“ im Boulevardtheater.
  • Im Boulevardtheater war ich auch mal mit Carsten, um das Programm „Superwomen“ von Gayle Tufts anzusehen. Die Frau macht allerdings nicht nur Comedy, sie kann auch hervorragend singen!
  • Das Programm „Gegendarstellungen“ von Max Uthoff sahen mein Mann und ich im Alten Schlachthof. Wir kennen und lieben diesen Kabarettisten aus der satirischen ZDF-Sendung „Die Anstalt“ … live auf der B├╝hne ist der Mann eine Wucht!
  • Nicht zu vergessen das gro├čartige Elif-Konzert mit Stephanie und einer Freundin, die gerade in Dresden zu Besuch waren.
  • Arbeitstechnisch besuchte ich Ende des Jahres eine Veranstaltung im Schlo├č Albrechtsberg, wo ich unter anderem die Veranstalterin der j├Ąhrlichen Hope-Gala pers├Ânlich kennenlernen durfte. Frau Klein ist eine unglaublich charismatische und dennoch sehr zug├Ąngliche Pers├Ânlichkeit!
  • Nat├╝rlich sind wir auch in diesem Jahr viel gereist. Aber eine Reise machte ich sogar ganz ohne meinen Mann. Es ging dienstlich in die Ukraine nach Kiew. Eine entsprechende SIM-Karte f├╝r das ukrainische Vodafone-Netz hat mein Mann mir ganz schnell besorgt, denn so konnten wir immer in Kontakt bleiben. Die Zeit nach getaner Arbeit vor Ort wurde unter anderem daf├╝r genutzt, abends mal zu einer „Carmen“-Auff├╝hrung zu gehen oder etwas mehr ├╝ber die ukrainische Geschichte im Freilichtmuseum „Mamayeva Sloboda“ zu erfahren. Meine Chefin, welche ich auf dieser Dienstreise begleitete, war jedenfalls von meiner Heimat sehr angetan!
  • Unseren 12. Hochzeitstag verbrachten wir diesmal in Miami, FL und wir haben uns in diese Stadt regelrecht verliebt! Sie hat Esprit!
  • Im Sommerurlaub haben wir uns einen langersehnten Traum erf├╝llt und besuchten innerhalb von vier Wochen die vier gr├Â├čten Hawaii-Inseln. Wir haben unwahrscheinlich nette Menschen kennen gelernt, haben an traumhaft sch├Ânen Str├Ąnden gebadet und geschnorchelt, waren auf dem Gipfel des h├Âchsten Berges im ganzen Pazifikraum (Mauna Kea) und damit am Ende den Sternen sogar so nah wie noch nie zuvor – kurzum es waren unvergessliche Tage!
  • Vor dem gro├čen Sommerurlaub g├Ânnten wir uns einen Tagesausflug zum Partwitzer See-Strand in der Lausitz – Karibikgef├╝hle k├Ânnen doch schon so nah sein    standard
  • In unserer unmittelbaren N├Ąhe entdeckten wir ein schmuckes Kleinod namens Klosterpark Altzella – einfach nur entspannend und bezaubernd!
  • Dass wir wie immer viel ausw├Ąrts essen waren, wei├č sicher jeder, der uns kennt    standard    eine Neuentdeckung in Dresden war f├╝r uns das karibische Restaurant „Turtle Bay“ … dort werden wir uns k├╝nftig wahrscheinlich immer wieder einmal blicken lassen. Dem Steakhaus „Estancia“ haben wir nach langer Zeit seit dem ersten entt├Ąuschenden Besuch eine zweite Chance gegeben – es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Auch im „Raskolnikoff“ , wo wir uns mit Barbara zum Schwatzen getroffen haben, gab es viele leckere und gesunde Gerichte, vor allem mit Zutaten direkt aus der Region. Aber auch die mittlerweile lieb gewonnenen Lokale wie „Odessa“ , „Dschingiskhan“ , „El Rodizio“ , „Milchm├Ądchen“ , „Ballhaus Watzke“ , „Mama Afrika“ sowie B├Ąckereien mit Cafe in unserem Umkreis besuchten wir immer wieder mal. Von den unz├Ąhligen Freitagabenden beim D├Ânermann will ich erst gar nicht anfangen …

Ihr d├╝rft mir glauben, es ist nur ein kleiner Auszug der sch├Ânen und spannenden Erlebnisse des Jahres 2018. Es sind ja nur die, f├╝r welche es in der Kiste nachweislich einen Beleg gab und ich glaube sogar, nicht mehr alle auf dem Foto f├╝r den Blog wiedergefunden zu haben und habe sicherlich manches ├╝bersehen. Aber am Ende gibt es eben auch kein Kistenfutter f├╝r einen Schnatterabend mit guten Freunden, f├╝r einen Sonnenuntergang mit dem Mann meiner Tr├Ąume, f├╝r Spazierg├Ąnge, f├╝r Fototermine oder f├╝r einen Spielabend – daf├╝r hat man Tageb├╝cher, Bilder und, wenn die Zeit es zul├Ąsst, vielleicht auch mal wieder einen Jahresbericht    zwinker



2018 19.
Dez

Unsere dritte Insel hei├čt offiziell Big Island of Hawaii, im allt├Ąglichen Sprachgebrauch gibt man sich aber schon mit Big Island zufrieden. Fl├Ąchenm├Ą├čig ist sie definitiv die gr├Â├čte von allen und geologisch die j├╝ngste. Dank unerm├╝dlicher Arbeit der auf dieser Insel sehr pr├Ąsenten und von den Einwohnern mit Hochachtung verehrten Feuer- und Vulkang├Âttin Pele w├Ąchst diese Insel auch heutzutage noch weiter. Man sieht zwar ├╝berall riesengro├če Felder mit Vulkangestein, aber Lavasteine nach Hause, geschweige denn au├čerhalb der Insel, mitzunehmen sollte man trotz der gro├čen Versuchung nicht. Pele kann es einfach nicht ausstehen, dass ihr Grund weggetragen wird. Der Legende nach werden Leute, welche dieses „Kapu“ (hawaiianisch f├╝r „Tabu“) missachten, so lange von Ungl├╝ck verfolgt, bis sie die Steine wieder zur├╝ckbringen oder gar zur├╝ckschicken.

Zu unserem Leidwesen war Pele auch gerade vor und w├Ąhrend unseres Besuches dabei, die Inselfl├Ąche Big Islands noch mehr zu vergr├Â├čern. Deswegen war auch ein Besuch im Volcano Park nicht m├Âglich, da aufgrund der Aktivit├Ąt des Vulkans Kilauea, wo Pele ├╝brigens ihren Wohnsitz hat, gro├če Gebiete im S├╝dosten der Insel abgesperrt oder nur f├╝r die Durchfahrt freigegeben waren. Aus dem Fernsehen kennen sicherlich viele die Spalten und Risse, aus denen Lavastr├Âme sich ihren zerst├Ârerischen Weg in Richtung Meer gebahnt haben, doch bei einem Vulkanausbruch setzen auch so manche Erdbeben Kr├Ąfte frei, die H├Ąuser unbewohnbar und ganze Museen unpassierbar machen.

Daf├╝r konnten wir auf dieser Insel einen anderen, gl├╝cklicherweise seit ca. 4.000 Jahren schlafenden Vulkan kennen und lieben lernen – den Mauna Kea. Wir haben schon von Deutschland aus eine gef├╝hrte Tour zum Gipfel dieses Vulkans gebucht und es keine Sekunde lang bereut. Der Mauna Kea ist mit etwa 4.207 m der h├Âchste Berg auf Hawaii. Mitunter kann man ihn aber auch als h├Âchsten Berg der Erde betrachten, denn wenn man seine H├Âhe nicht ab Normalnull, sondern ab dem Fu├č auf dem Meeresgrund bis zum Gipfel misst, kommt man auf ├╝ber 10.000 m! Bei der dreist├╝ndigen Auffahrt im klimatisierten Mercedes-Kleinbus ab Kailua-Kona auf Meeresh├Âhe mussten unsere Reisef├╝hrer insgesamt zwei l├Ąngere Zwischenstopps bis zum Gipfel auf 13,803 feet einlegen, damit wir uns zum einen an die immer d├╝nnere Luft gew├Âhnen und uns zum anderen immer w├Ąrmer anziehen konnten. Warme Parkas und Handschuhe hat man uns zum Gl├╝ck dort ausgegeben – wer f├Ąhrt schon mit einer dicken Winterausr├╝stung in den Urlaub auf Hawaii?

Da die Spitze des Vulkans oberhalb der Wolkengrenze liegt, befinden sich dort auch einige Observatorien und die darin stehenden Teleskope werden zu Forschungszwecken von insgesamt 11 Nationen betrieben. Man betrachtet den Gesamtkomplex als gr├Â├čte Sternwarte der Welt.

Wir konnten nat├╝rlich nicht in die Observatorien hineingehen, denn der F├╝hrer sagte etwas von ca. 50.000 US-Dollar Verlust bei jedem Tag ohne freie Sicht und Forschungen, aber stattdessen haben wir einen unbeschreiblich sch├Ânen Sonnenuntergang auf dem Mauna Kea erleben d├╝rfen!

Die Sonne fiel von oben in eine geschlossene Wolkendecke hinein, doch da sich darin eine relativ gro├če L├╝cke auftat, konnten wir den Sonnenuntergang dieses Tages innerhalb kurzer Zeit sogar zweimal sehen! Und dann dieses Rot am Himmel – einfach unbeschreiblich … hoffentlich geben es wenigstens die Fotos f├╝r euch wieder.

Dass es kurz danach aufgrund der ├äquatorn├Ąhe innerhalb von nur ca. 20 min stockdunkel wird, wussten wir alle, die wir schon so einige Sonnenunterg├Ąnge auf Hawaii erleben durften. Wir haben recht schnell danach den Gipfel in den beiden Tourbussen verlassen und wurden zusammen mit den anderen ca. 20 Touristen unserer Reisegruppe auf ein kleines Plateau etwas unterhalb der Bergspitze gebracht. Dort haben Maka und Ehitu, so die Namen unserer beiden Kleinbusfahrer und Reisef├╝hrer, zwei transportable und computergesteuerte Teleskope aufgebaut, um uns in den n├Ąchsten zwei Stunden einen wolkenfreien und dadurch sternen├╝bers├Ąten Himmel ganz nah zu zeigen und uns nebenbei viel ├╝ber Sternenbilder, Planeten und Galaxien n├Ąherzubringen.

Carsten und ich haben dadurch zum ersten Mal so richtig verinnerlicht, wie man die sichtbaren Planeten unseres Sonnensystems aufgereiht an einer Himmelsachse mit blo├čem Auge erkennt und konnten sogar Venus, Mars, Jupiter und Saturn durch das aufgestellte Teleskop genauer betrachten. F├╝r mich wurde dadurch ein Traum wahr, denn ich habe tats├Ąchlich die Ringe von Saturn in Echt gesehen! Au├čerdem habe ich gelernt, wie ich das Sternzeichen Skorpion am Himmel finde und auch, wie die Lage meines eigenen Sternzeichens, den Sch├╝tzen, zu ermitteln ist. Schade nur, dass man eine solche Pracht inklusive einer prall gef├╝llten Milchstra├če nicht mit einer Standardkamera einfangen und sich immer wieder an diesen Bildern erg├Âtzen kann. Aber ihr k├Ânnt euch sicherlich vorstellen, dass jegliche K├Ąlte schier zur Nebensache wurde.

Aber zur├╝ck zum Irdischen. Auf Big Island haben wir am l├Ąngsten verweilt und da die Insel wirklich gro├č und jede Ecke sehenswert ist, haben wir insgesamt zwei Unterk├╝nfte darauf gebucht: eine im Westen im ├ľrtchen Captain Cook und eine im Osten in der N├Ąhe der Hauptstadt Hilo.

Unsere ersten f├╝nf Tage waren wir im B&B von Svetlana und Lee – ein Traum!

Allein schon die Auffahrt zu dieser Unterkunft w├Ąre eigentlich einen gesonderten Blogeitrag inklusive Actionvideo wert.

Von der Hauptstra├če schl├Ąngelt sich ein unbefestigter, eher als off-road zu bezeichnender Weg mit ca. 1,5 km L├Ąnge und 125 H├Âhenmetern mitten durch riesengro├če Kaffeeplantagen ohne jegliche Z├Ąune und an nur zwei anderen H├Ąusern vorbei. Man f├Ąhrt da schon freiwillig ├Ąu├čerst langsam, zumal man keine weite Sicht nach Vorne hat und jederzeit damit rechnen muss, dass flinke Mungos oder ausgewilderte Schweinefamilien den Weg kreuzen k├Ânnten.

So haben wir auf diesem Abschnitt quasi unsere ersten Offroad-Erfahrungen mit dem kleinen und wendigen Jeep Wrangler (im Gegensatz zu Oahu und Kauai nur ein Zweit├╝rer und somit um einiges k├╝rzer) sammeln k├Ânnen, die wir dann bei den noch folgenden Gel├Ąndefahrten sehr gut anwenden konnten. Diese Zufahrt nahm einem jegliche Angst vor heftigem Hin- und Herwackeln, tiefen Schlagl├Âchern und Neigungen, bei denen man in Deutschland sicherlich Angst um sein Auto gehabt h├Ątte.

Diese Unterkunft k├Ânnen wir auf jeden Fall nur jedem weiterempfehlen! Abgesehen davon, dass Svetlana und ich auch noch eine andere gemeinsame Sprache als Englisch haben, sind die Gastgeber sehr herzlich, fr├╝hst├╝cken immer mit den G├Ąsten mit und teilen dabei nur zu gern ihr Wissen dar├╝ber, was man in dieser Gegend auf jeden Fall sehen und erleben sollte. Das Fr├╝hst├╝ck wird von Svetlana t├Ąglich frisch zubereitet und besteht nur aus nat├╝rlich, hier von der Insel stammenden Zutaten, welche sie oder Lee zuvor auch noch zum gr├Â├čten Teil aus dem eigenen Garten eingesammelt haben.

Generell ist dieses B&B ein hervorragendes Beispiel daf├╝r, dass man ein solches Unternehmen im Einklang mit der Natur f├╝hren kann: das Regenwasser wird gesammelt und zum Duschen und Waschen benutzt, das Essen kommt wie gesagt haupts├Ąchlich aus dem eigenen Garten bzw. von den direkten Nachbarn und die H├╝hner, welche f├╝r die t├Ąglich ben├Âtigten Eier sorgen, d├╝rfen sich tags├╝ber ungehindert im gro├čz├╝gig angelegtem Grundst├╝ck bewegen.

Dieses wiederum beheimatet aus unserer Sicht pure Exotik und uns in der Regel nur aus dem Supermarkt bekannte Erzeugnisse, wie z.B. Macadamia …

… Banane, Surinamkirsche …

… Brotfrucht, Taro, Papaya, Mango, Sternfrucht, Ananas, Lilikoi …

… und noch so vieles mehr.

Die andere Unterkunft lag im Osten der Insel, direkt an den Kulaniapia Falls.

Auch hier f├╝hrte ein sehr langer Weg, diesmal fast 6 km lang, von der Stra├če bis zum Schlafplatz durch riesige Macadamia-Plantagen, allerdings diesmal ├╝ber eine enge, daf├╝r sehr gut ausgebaute Teerstra├če. Wir haben uns f├╝r dieses Ressort vor allen Dingen deshalb entschieden, weil sich dort ein 36 m hoher Wasserfall in eine Art Badestelle ergie├čt, wobei sich beides in direkter N├Ąhe zur Unterkunft befindet. So hat man zum Beispiel schon von der Fr├╝hst├╝cksterrasse einen fantastischen Blick auf die herabst├╝rzenden Wassermassen und das best├Ąndige Rauschen wiegte uns abends immer zuverl├Ąssig in den Schlaf.

Da die ganze Gegend Privatgel├Ąnde ist, hat man beim Baden eben auch keine Massen an Mitbadenden zu erwarten. Das Baden musste allerdings schon morgens beim Personal angek├╝ndigt und die lebensrettenden Hinweise per Unterschrift von allen Schwimmern best├Ątigt werden – Amerika und seine (Haftungs-)Gesetze! Die insgeheim gehegte Erwartung an diesen Ort der Ruhe hat sich am Ende aber mehr als erf├╝llt, denn bei unserem Badegang hat sich au├čer uns nur eine Familie mit erwachsener Tochter dorthin bewegt, aber sie haben sich doch nur kurz ins Wasser getraut. So hatten wir gr├Â├čtenteils die ganze Natursch├Ânheit nur f├╝r uns. Dabei lernten wir unter anderem recht flott, wie die sehr doch die stetigen Str├Âme des Wasserfalls unaufh├Ârlich in Richtung des Abflusses oder an den Uferrand schieben k├Ânnen, sodass ein direktes Schwimmen zum freien Fall selbst fast unm├Âglich war.

Zum Gl├╝ck gab es dort ein Kanu, mit dessen Hilfe und Carstens Armkraft schafften wir es endlich mal, ganz nah an den Wasserfall bzw. direkt unter ihn zu kommen – ein einmaliges Erlebnis!

Das Element Wasser war auf dieser Insel endlich so eine Art von Begleiter, wie wir es uns von Hawaii erhofft hatten. So gibt es auf Big Island unglaublich viele und traumhafte Str├Ąnde.

F├╝r jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei, egal ob man lieber Schnorcheln oder nur Baden wollte.

Insbesondere von den Vertretern der hiesigen Tierwelt wurden wir so richtig verw├Âhnt.

Neben den vielen atemberaubenden Schnorchelspots mit ├╝ppigen Korallenb├Ąnken und den vielen bunten Fischen darin …

… waren auch immer mal Schildkr├Âten im Wasser oder am Ufer pr├Ąsent.

Und obwohl wir uns inzwischen schon so sehr an sie gew├Âhnt hatten, entglitt uns doch noch immer wieder ein „Schau da!“ wenn man eine entdeckte.

Alleinig auf dieser Insel haben sich uns zwei andere Tierarten gezeigt, die es ausschlie├člich wohl nur auf Hawaii gibt: Spinnerdelphine und Hawaii-M├Ânchsrobben.

W├Ąhrend wir das Treiben der Delphine nur aus der Ferne vom Ufer aus beobachten konnten und uns trotzdem sehr an den verr├╝ckten Spr├╝ngen des Nachwuchses erfreuten, sahen wir einer der ├╝beraus seltenen M├Ânchsrobben (man sch├Ątzt die weltweite Gesamtpopulation dieser akut vom Aussterben bedrohten Art auf nur ca. 600 bis 1400 Tiere) knapp eine Stunde lang aus n├Ąchster N├Ąhe zu, wie sie sich m├╝hevoll aus dem Wasser auf den Sandstrand ├Ąchzte, w├Ąlzte oder robbte – je nachdem, wie man dieses augenscheinlich Kraft zehrende Bem├╝hen bezeichnen m├Âchte.

Als sie es dann endlich schaffte und sich zum Schlafen legte, kamen zwei junge Frauen vorbei und haben dieses Areal weitr├Ąumig mit F├Ąhnchen und Hinweisschildern abgesteckt, damit auch ja keiner die Ruhephase des Tieres st├Ârt. Wir haben mal eine der M├Ądels gefragt, ob und wie sie gewusst haben, dass die Robbe hier rauskommen wird, aber f├╝r die Hawaiianer ist der Schutz dieser und anderer Tiere nicht nur eine Sache der Ranger. Wenn jemand ein solches Tier in Strandn├Ąhe sieht, ruft man eine offensichtlich sehr bekannte Telefonnummer an und man bekommt sofort die Info, wo sich in unmittelbarer N├Ąhe Schilder und Absperrb├Ąnder zum Abstecken der Umgebung finden lassen. So kann am Ende jeder etwas dazu beitragen, dass sich diese Meeresbewohner am Strand ungest├Ârt erholen k├Ânnen.

Insbesondere f├╝r die einheimischen Schildkr├Âtenarten, M├Ânchsrobben und Spinnerdelfine gibt es rigorose Gesetze, die mitunter Strafzahlungen von bis zu 25.000 US-Dollar vorsehen – allein schon das Ber├╝hren bzw. Streicheln oder Festhalten der Tiere kann zu solchen Geldbu├čen f├╝hren.

Ein anderes Tierchen ist auf dieser Insel zwar ebenfalls allgegenw├Ąrtig, wird von den Einheimischen aber nicht besonders beliebt – der Coqui-Frosch, kurz Coqui. Diese kleinen, nur ca. 2,5 cm gro├čen, braunen Fr├Âsche fangen mit ihrem Quaken an, sobald es dunkel wird, was auf Hawaii demnach schon um 18:30 der Fall ist. Ab da rufen sie so lange nach einer Partnerin, bis sich eine ihrer erbarmt … dies kann mitunter aber auch gut und gern mal die ganze Nacht dauern. Nicht schlimm? Ihr hochfrequentes Quaken (entsprich in etwa ihrem Namen: „Kookii“) erreicht eine Lautst├Ąrke von fast 100 Dezibel … und das eben die ganze Nacht von zig dieser Tierchen.

Da es auf dieser Insel f├╝r sie keine nat├╝rlichen Feinde gibt, haben sie sich diese eingeschleppten Puertoricaner seit den 90ern rasend schnell ├╝ber die gesamte Insel verbreitet und sorgen seit ca. 2005 f├╝r zahlreiche Beschwerden bei Touristen und Einheimischen. Wir hingegen hatten selbst mit ihnen keine Einschlafprobleme, auch nicht im unaufh├Ârlichen Duett mit dem Rauschen des Wasserfalls – Gott sei Dank.

Apropos Str├Ąnde. Auf Big Island gibt es sie gleich in zig verschiedenen Farben.

Die wei├čen, gelben und schwarzen Sandstr├Ąnde kannten wir bereits, aber einer mit gr├╝nem Sand?! Da mussten wir nat├╝rlich hin. Uns wurde schon im Vorfeld berichtet, dass es nicht besonders empfehlenswert ist, den ca. 4,5 km langen Weg zwischen Parkplatz und dem Strand mit dem eigenen Auto zur├╝ckzulegen, denn hier braucht man wahre Off-Road-Kenntnisse und vor allem eine genaue Vorstellung davon, wo es eigentlich lang geht und welche der labyrinthartigen Pistenarme zum unausgeschilderten Ziel f├╝hrt.

Man kann also entweder eine Stunde immer der K├╝ste entlang bei starkem Wind und sengender Sonnenhitze wandern oder sich f├╝r 20 US-Dollar pro Person von dem auf dem Parkplatz wartenden Einheimischen mit ihren T├ťV-untauglichen Pickups in ca. 20 min hinbringen lassen.

Urspr├╝nglich wollten wir sogar wandern, aber es ist ein sehr hei├čer Tag gewesen und Schatten ist auf der gesamten Strecke nicht zu erwarten. Zudem wollten wir nicht zu viel Zeit vertr├Âdeln und daher lie├čen wir uns auf die fremdgesteuerte Abenteuerfahrt ein. Das war „unser“ Zubringer.

Als unser Fahrer genug Passagiere f├╝r seine Kabine und stehend auf der Ladefl├Ąche (!) zusammen hatte, fuhren wir los.

Abenteuer pur! Eine Achterbahn kann dagegen sogar schon etwas blass aussehen!

Unser Fahrer kannte seine Wege, brachte uns gesch├╝ttelt (nicht ger├╝hrt) sicher ans Ziel und wartete geduldig knapp eine Stunde auf unsere Truppe, w├Ąhrend diese sich die weltweite Rarit├Ąt aus n├Ąchster N├Ąhe ansah. Die gr├╝ne Farbe hat der Sand durch das Mineral Olivin erhalten und dass dieses Mineral ausgerechnet hier vorkommt, haben wir – wie kann es anders sein – einem Vulkan zu verdanken.

Der Maunaloa-Schlackenkegel ist sogar jetzt noch ein zuverl├Ąssiger Lieferant von Olivin, welches am Ende nicht nur daf├╝r sorgt, dass der gesamte Strand olivgr├╝n aussieht, sondern auch ein leicht metallisches Glitzern in den Sandk├Ârnern hervorruft. Wenn man den nassen Sand in der Hand h├Ąlt, k├Ânnte man meinen, man h├Ąlt goldhaltige Kristalle in den H├Ąnden und die in jedem befindlichen, rudiment├Ąren Goldgr├Ąbergene rufen zum Herauswaschen auf. Kein Foto kann dieses dezente Glitzern wiedergeben – das muss man einfach mit eigenen Augen gesehen haben!

Kurz vor dem Green Sand Beach kamen wir an einem anderen Punkt auf dieser Insel vorbei, den man unbedingt gesehen haben muss. Am South Point steht man n├Ąmlich am s├╝dlichsten Punkt der gesamten Vereinigten Staaten von Amerika.

Wenn man dort steht, sieht man eigentlich fast nichts anderes als Ozean und Himmel sowie die Wagemutigen, welche von einer Rampe 12 m von den Klippen in die Tiefe springen, um danach eine wenig vertrauenserweckende und kraftraubende H├Ąngeleiter wieder hoch zu klettern.

Damit haben wir dieses Jahr also beide, als s├╝dlichster Punkt der USA bezeichnete Orte gesehen – zum einen im Februar auf Key West in Florida (Festland) und hier nun South Point auf Big Island (absolut).

Ein f├╝r uns immer wieder sehr wichtiges Thema haben wir bislang noch gar nicht erw├Ąhnt: das Essen. Auf Big Island sind wir in den Genuss von vielen hiesigen Sachen gekommen, die wir zuvor so noch nicht probieren konnten. Zum Beispiel Kona-Kaffee, den wir auf unserem Weg zum B&B von Lee und Svetlana sogar beim Wachsen zugucken konnten …

… Wei├če Ananas, die nur auf dieser Insel w├Ąchst und aufgrund des weitaus geringeren S├Ąuregehaltes als in anderen Sorten sehr viel s├╝├čer und angenehmer schmeckt …

… sowie die oben schon erw├Ąhnten Macadamia-N├╝sse, die man sicherlich auch frisch gepfl├╝ckt selber knacken k├Ânnte, wenn die Schale nur nicht so hart w├Ąre. Wir lernten Lilikoi, die hiesige Passionsfrucht, n├Ąher kennen und meine hei├čgeliebten Strawberry Guavas habe ich sogar auf dem R├╝ckweg vom Wasserfall zum Resort eigenh├Ąndig einsammeln k├Ânnen.

Von den Fr├╝chten der Natur mal einen Schwenk zu weiteren ganz besonderen Essenshighlight, die wir einheimischen M├Ądels zu verdanken haben. Wir wollten eigentlich schon lange ein typisches hawaiianisches Gericht namens Laulau (in Bananenbl├Ąttern gegartes Schweinefleisch) probieren, aber es hat nie geklappt, denn entweder war der Laden schon zu oder das Laulau kurz vor uns ausverkauft. Rene und Sharrie haben wir per Zufall im Kulaniapia Ressort kennengelernt, wo sie einen Bekannten besuchten und im typisch amerikanischen Smalltalk erw├Ąhnten wir wohl auch unser Pech mit dieser Spezialit├Ąt. Wir waren am n├Ąchsten Morgen sehr ├╝berrascht, als Sharrie bei unserem Fr├╝hst├╝ck auftauchte und einen von vier Laulau mitbrachte, die sie am Vorabend selbst von den Nachbarn geschenkt bekamen und den einen eben nicht mehr aufessen konnten.

Sie hat auch gleich alles Notwendige mit dem K├╝chenpersonal des Hotels gekl├Ąrt und somit kamen wir endlich in den Genuss dieser absolut leckeren, hawaiianischen Spezialit├Ąt.

Schon beim allerersten Aufeinandertreffen am Vorabend haben uns Rene und Sharrie bei einem anderen Essensexperiment unterst├╝tzt, denn wir erz├Ąhlten ihnen, dass wir auch das auf Hawaii so beliebte Dosenfleisch namens Spam probieren wollten und daf├╝r extra mal eine solche Dose im Supermarkt gekauft haben.

Allerdings waren die beiden Einheimischen sehr ├╝berrascht, dass wir es roh (aus der Dose) essen w├╝rden, denn hierzulande wei├č jeder, dass eine Scheibe Spam angebraten werden muss. Sharrie ├╝berzeugte Carsten, seine Dose aus dem Zimmer zu holen, w├Ąhrend sie den in der offenen K├╝che an einem erstklassigen Mehrg├Ąngemen├╝ werkelnden Koch ├╝berzeugte, nebenbei doch bitte auch unseren Spam anzubraten. Am Ende haben wir den direkten Test zwischen zwei rohen und mehreren gebratenen Scheiben gehabt und m├╝ssen nat├╝rlich wir dem hawaiianischen Volk Recht geben, denn in diesem f├╝r uns au├čergew├Âhnlichen Zustand kann man das bei uns wohl am ehesten mit Fr├╝hst├╝cksfleisch vergleichbaren Schnellimbiss sogar richtig genie├čen.

Mein pers├Ânliches, alkoholisches I-T├╝pfelchen war an diesem Abend noch ein auf Maui hergestellter Ananaswein – fruchtig, leicht und lecker! Damit wusste ich schon, was ich auf der n├Ąchsten Insel gerne wieder trinken w├╝rde, auch wenn es den Einheimischen eher nach franz├Âsischen, spanischen und italienischen Weinen gel├╝stet. Das war in dem Glas neben den Strawberry Guavas    standard

Ich k├Ânnte noch seitenweise so weitermachen! Aber wirklich alle Dinge aufzuz├Ąhlen, die wir allein auf dieser Insel gesehen haben und erleben durften, w├╝rde den Rahmen eines Blogeintrags noch mehr sprengen, als es ohnehin schon bis hier der Fall ist. Deshalb kann ich leider weder auf das St├Ądtchen Hilo …

… noch auf die Vulkanlandschaft Kahuku Unit als ein besuchbarer Ableger des Volcanoes Nationalpark …

… auf mehrere Panoramastra├čen entlang der K├╝ste …

… auf diverse Wasserf├Ąlle …

… oder auf die von uns besuchten, zahlreichen Str├Ąnde n├Ąher eingehen …

Sehenswert war aber alles davon!



2018 02.
Dez

In den letzten Tagen und Wochen war ich erneut in so viele Sachen eingebunden, dass ich hiermit eine kleine Verschnaufpause suche, um alles in Ruhe mal Revue passieren zu lassen.

Die Wetterkapriolen mit t├Ąglich ver├Ąndernden Temperaturen haben leider einen sehr schlechten Einfluss auf mein Immunsystem gehabt. Ich musste eine reichliche Woche mit einer Bronchitis leben und eifrig gegen diese mit allen verf├╝gbaren Mitteln wie Schlaf, Kr├Ąutertee mit Honig, Inhalieren & Co ank├Ąmpfen. Seit geraumer Zeit kann ich aber stolz berichten, dass ich aus diesem Gefecht als stolze Gewinnerin hervorgegangen bin … mehr wird jetzt auch nicht mehr gejammert.

Wie ich schon schrieb,  es war erneut reichlich los in meinem Leben. Neben der Arbeit habe ich nach wie vor donnerstags einige erwachsene und zum Teil schon pensionierte Lernwillige in der VHS vor mir sitzen, die ich in die Geheimnisse der russischen Sprache einweihen darf. Ich bin, wie es sich nun mal f├╝r eine vorbildliche Lehrerin geh├Ârt, so gut wie immer als erste da und genie├če dann noch ein wenig die Ruhe vor dem Sturm    standard

Aber man hat ja zum Gl├╝ck nicht nur die Arbeit im Kopf, egal wie viel Spa├č sie auch macht    zwinker    deshalb ab hier meine kleinen, als Update gedachten Geschichten aus der Freizeit:

Ines und Torsten haben Carsten zum Geburtstag ein gemeinsames Bowling-Event geschenkt – dieses wurde nun im November eingel├Âst:

Und wie es so ist, in jeder Gruppe muss es einen geben, der konsequent den letzten Platz belegt – ich habe diese Rolle wie so oft beim Bowlen ziemlich schnell an mich gerissen. Doch meinem Spa├č mit einer Kugel und 10 Pinnen samt netten Menschen um einen herum tat es dennoch keinen Abbruch:

Zum Gl├╝ck war Ines punktetechnisch stets ziemlich in meiner N├Ąhe, wenn auch immer recht knapp vor mir. Die Zeit dazwischen konnten wie vier nutzen, um ausgiebig von Angesicht zu Angesicht zu quatschen und hin und wieder wieder einen Ausflug zum mit inbegriffenen Brunchbuffet zu unternehmen. Zudem gaben wir uns stets der ein oder anderen Fotopose oder Bl├Âdelei („Strikemaker“ – pah ! Nicht mit mir !!!) hin:

Da der deutsche November in diesem Jahr ├╝berraschend warm und sehr h├Ąufig sonnig war, konnten wir nach dem Spiel noch locker und vergn├╝gt im Freien spazieren und genossen die kr├Ąftigen Herbstfarben:

Zudem war der Tag perfekt f├╝r einen Besuch in einem nicht weit entfernten Eiscaf├ę, wo ich zu meinem Eisbecher auch gleich mal meinen ersten Gl├╝hwein der Saison bestellte – man muss ja der Jahreszeit dennoch irgendwie Tribut zollen    zwinker

Apropos Wein. Am 20. November verbrachte ich wie so oft, einen Abend in der „ver├Ąnderbar“ in der Neustadt, um den Geschichten der Phrase4-Autoren zu lauschen. Diesmal habe ich als einzige aus dem gesamten Publikum die gesuchte Phrase in einer der Storys wiedererkannt. Niemand, eigentlich auch ich erst nach einigem Gr├╝beln, haben damit gerechnet, dass die gesuchte Phrase des Abends („nur kurze Sprints“) bereits in der allerersten Geschichte, geschrieben und gelesen von Henning H. Wenzel, vorkommen wird. Deshalb habe ich sogar erst bis zum letzten Wort der Story gewartet und anschlie├čend ganz brav wie in der Schule meine Hand hochgehoben, um zu fragen, ob ich richtig geh├Ârt habe. Habe ich in der Tat und somit durfte ich eine der beiden Flaschen mit nach Hause nehmen und mir gleich auch noch eine neue Phrase f├╝r das n├Ąchste Mal ausdenken:

Mal sehen, wer diese w├Ąhrend der Januarlesung aus einer der 8 Kurzgeschichten heraush├Ârt    standard

Am Wochenende vor meinem Geburtstag kam Stephanie zu uns zu Besuch. Da man als Student und vor allem nicht f├╝r sich allein den Aufwand betreibt, einen Braten zu machen, gab es diesen auf Wunsch einer einzelnen Dame eben am Sonntag bei den Eltern – nat├╝rlich mit allem, was dazugeh├Ârt:

F├╝r das Geburtsgasessen am Montag entschieden wir uns allerdings zur Ausw├Ąrtsvariante und wir nahmen das AYCE-Rippchen-Angebot im „Rauschenbach Deli“ gern als Anlass, dort (nur) zu dritt anzurauschen:

Eine famili├Ąre Vollzusammenkunft klappt eben nicht immer – vor allem nicht, wenn eines der Kinder aus dem nahen Chemnitz vor Kurzem ins bergige Ausland gezogen ist. Andrea kommt somit erst n├Ąchstes Wochenende nach Sachsen und wir werden ein klein wenig nachfeiern.

Mitte Oktober hatte ich ja bereits geschrieben, dass meine Kinder mir ihr Geschenk schon „verraten“ haben. Ich erhielt eine Patenschaft ├╝ber (m)ein Tief, welches nach mir benannt wurde. Jetzt, zum Geburtstag, bekam ich zusammen mit anderen netten Sachen noch die gesamte Lebensgeschichte dieses Tiefs nachgereicht. Daraus entnehme ich, dass ich mich bei den Briten, Schotten und Norwegern aufrichtig f├╝r das Benehmen meines Patenkindes entschuldigen muss, denn dort sorgte das Tief f├╝r viel Regen und einen heftigen Sturm, w├Ąhrend wir uns in Deutschland zeitgleich der W├Ąrme des Hochs Viktor vergn├╝gen konnten. Wer Interesse hat, kann mich gerne kontaktieren und ich lasse ihm die Biografie per Internet zukommen.

Ja, der 26.11. wurde mal wieder f├Ąllig und ich bin somit erneut um ein Jahr ├Ąlter. Doch ich war wieder sehr ger├╝hrt und ├╝berrascht, wie viele Menschen an meinen Geburtstag gedacht haben und mir gratulierten. Die Geschenke waren sowohl im ├╝bertragenen als auch im direkten Sinne einfach b├Ąrig!

Ein ganz herzliches Dankesch├Ân nochmals an alle, die mich in dieser Woche angerufen haben, vorbeigekommen sind, mir ganz klassische Post geschickt haben und nat├╝rlich alle Mittel der modernen Kommunikation nutzten, um mir Gesundheit und viel Gutes f├╝r das n├Ąchste Lebensjahr zu w├╝nschen – ihr seid einfach klasse!

Meine diesj├Ąhrige Adventszeit begann ein paar Tage vorher mit einem ├ťberraschungspaket aus ├ľsterreich – Andrea hat es geschickt:

Der Inhalt sind 24 kleine Pappboxen mit diversen Kleinigkeiten meiner Gro├čen. Ich bin echt gespannt, was sie sich so alles ausgedacht hat. Am ersten Dezember gab es Schokob├Ąrchen und einen „Women’s Energy“-Tee. Heute durfte ich eine kleine Aufgabe l├Âsen: etwas Lustiges im Internet oder drau├čen suchen und das mit meiner Familie teilen. Ich habe mich daf├╝r entschieden:

… das Bild habe ich gestern in der Neustadt gemacht.

Carsten und ich waren Freitag und Samstag viel unterwegs, um Jesus unser sch├Ânes Dresden zu zeigen und gleich auch mal ├╝ber die vielen Weihnachtsm├Ąrkte zu tingeln. Diesen Gast aus Miami haben wir im Februar w├Ąhrend unseres Urlaubs in Florida ├╝ber die Couchsurfing-Plattform kennengelernt. Er stammt urspr├╝nglich aus Venezuela und sein Name, welcher in Gegenden mit spanischem Einfluss keinesfalls so exotisch wirkt wie bei uns in Deutschland, wird „Chessuss“ ausgesprochen – wir konnten ihn also sehr unauff├Ąllig bei unseren Rundg├Ąngen rufen bzw. ansprechen, ohne gleich ├Ąu├čerst ungl├Ąubige Blicke auf uns zu ziehen. Derzeit wohnt und arbeitet er in Frankfurt und nutzte somit die Gelegenheit, um einmal nach Dresden zu kommen, sich die Stadt anzusehen und ├╝ber die diversen Weihnachtsm├Ąrkte zu schlendern.

Wer z.B. mal den Zwinger ganz f├╝r sich allein, ohne alle anderen Touristen haben m├Âchte, muss wohl an einem Freitagmittag dorthin gehen … idealerweise vielleicht im November    standard

Wir haben an den beiden letzten Tagen den Striezelmarkt, das Stallh├Âfische Adventsspektakel, den Advent auf den Neumarkt, den Augustusmarkt und den Winterzauber in der M├╝nzgasse besucht, konnten dabei einiges essen und trinken und uns fr├Âhlich in das vorweihnachtliche Gewusel st├╝rzen:

An beiden Abenden rollten wir erst nach 20 Uhr tiefgek├╝hlt, aber durch und durch satt zur├╝ck ins Apartamento OLCA, wo dann noch die ein oder andere Kleinigkeit aufgetischt wurde: Cognac und Wodka sowie Christstollen, Obst, Kaviar und Schokolade.

Heute fr├╝h (sehr fr├╝h: 6:30 Uhr !!!) ist unser Gast aber schon wieder nach Frankfurt zur├╝ckgeflogen. Wir g├Ânnen uns dann an diesem Sonntag eine kleine Pause zu Hause und widmen uns eifrig der To-Do-Liste, denn morgen nach der Arbeit treffe ich mich mit ehemaligen Kollegen auf dem Striezelmarkt und Carsten geht am Dienstagabend mit seinen Abteilungskollegen wie jedes Jahr zum Jahresabschlussbowling. Und weitere Weihnachtsmarkttreffen sind in unserem Kalender ebenfalls reichlich vertreten, d.h. auch der Dezember verspricht, sehr ereignisreich zu werden.



2018 29.
Jul

In meinem Leben passieren so viele sch├Âne Dinge und so viele wundervolle Begegnungen, dass ich euch jetzt einfach mal ein wenig davon erz├Ąhlen muss    standard

Schon am Anfang des Monats, n├Ąmlich am 3. Juli, haben Carsten und ich uns mit Sabine und ihren bezaubernden T├Âchtern Kaitlyn und Emily, welche w├Ąhrend ihres Deutschland/Prag-Roadtrips einen Nachmittag f├╝r Dresden eingeplant haben, getroffen. Ich kenne Sabine ├╝ber das Internet wohl schon seit ├╝ber 18 Jahren und wir haben uns damals nicht nur Emails, sondern auch ganz klassische Briefe auf Papier mit ausgedruckten Fotos geschrieben. Das jetzige war allerdings unser erstes Treffen in Persona! Und ich fand das echt sch├Ân! Carsten hat bereitwillig die Rolle des Stadtf├╝hrers ├╝bernommen und pr├Ąsentierte unseren G├Ąsten aus den USA aus meiner Sicht die sch├Ânen Seiten von Dresden hervorragend.

Nachdem wir die wichtigsten Punkte unserer Altstadt gezeigt haben und uns zur Belohnung eine ordentliche Portion Eis an diesem warmen Tag g├Ânnten, gab es nat├╝rlich auch noch ein Erinnerungsfoto mit uns allen:

Dieses Bild hat jetzt seinen Ehrenplatz auf unserer Wall of Visitors gefunden. Wir hoffen, dass wir die drei, vielleicht dann sogar noch mit ihrem vierten, m├Ąnnlichen Familienmitglied a.k.a Ehemann und Papa, nochmals in Dresden oder gar ganz woanders treffen k├Ânnen. Der Mann des Hauses musste leider arbeiten und konnte die M├Ądels bei ihrem gesamten Roadtrip nicht begleiten. Aber unter uns: ein Wiederkommen lohnt sich auf jeden Fall, denn wir haben bei Weitem noch nicht alles gezeigt, was unsere sch├Âne Stadt so zu bieten hat.

Schwenk zum n├Ąchsten Treffen:
Als Kerstin, unsere langj├Ąhrige Freundin, ihren Geburtstag in Mai feierte, schenkten wir ihr einen Gutschein f├╝r einen gemeinsamen Wandertag – organisiert und durchgef├╝hrt durch uns. Das Geschenk wurde von ihr am 7. Juli  eingel├Âst. Wir haben uns gemeinsam auf einen 20 km langen Rundwanderweg vom Dresdner Stadteil Lockwitz ├╝ber die Burgst├Ądtler Linde nach Kreischa und ├╝ber die Babisnauer Pappel zur├╝ck nach Lockwitz verst├Ąndigt. Das Wetter war uns hold und wir hatten unterwegs eine wunderbare Sicht, hin und wieder etwas Wegesrandproviant in Form von S├╝├čkirschen, Brombeeren, kleinen (noch nicht ganz reifen) Birnen und Mirabellen sowie dazu noch einen Himmel mit herrlich anzusehenden Wolkenformationen:

Au├čerdem haben ich mich unterwegs noch mit einer Ziege angefreundet. Als Andrea das Bild von unserer Bekanntschaft gesehen hat, meinte sie: „Die Ziege hat sich bestimmt ├╝ber diese riesige, laufende Karotte gefreut.“ … gemeint ist nat├╝rlich die Farbe des T-Shirts    standard

Ein weiterer Begleiter eines anderen Wegabschnitts hat Carsten und mich als seine Ballwurfmaschinen sehr ins Herz geschlossen – ich war f├╝r die Kurzsprints und Carsten f├╝r die Langstrecken zust├Ąndig.

Und das hat er auch wirklich immer f├╝r sich entschieden, denn wenn er weit rennen wollte, brachte er seinen Tennisball zu Carsten und wenn er dabei zu sehr au├čer Puste geriet, trug er sein Spielzeug zu mir. Ich kann eben nicht so weit werfen wie mein Mann     zwinker

├ťbrigens, unterwegs habe ich entdeckt, wie man die hei├čgeliebten Teddyb├Ąren der Welt offline pr├Ąsentieren kann:

In diesem H├Ąuschen waren alle Doppelfenster inklusive 20 cm breiter, innenliegender Fensterbank des Erdgeschosses mit viel „b├Ąrigem Leben“ gef├╝llt – ich fand das klasse!

Treffen Nummer 3:
Da ich auf Arbeit zwei Kolleginnen – Kathrin und Lisa –  einmal in der Woche nach Feierabend helfe, ihre etwas versch├╝tteten Russisch-Kenntnisse wieder auszugraben und aufzupolieren, war es nat├╝rlich nur logisch, dass sie auch mal die russische K├╝che richtig kennen lernen sollten. Mein Vorschlag, an einem Dienstagabend ins Restaurant „Odessa“ zu gehen, wurde dabei dankbar aufgenommen. Trotz eines vorherigen Regenschauers setzten wir uns in das G├Ąrtchen im Innenhof des Restaurants, denn das aufgespannte Segel ├╝ber der Terrasse versprach einen zuverl├Ąssigen Schutz bei einer etwaigen Wiederkehr von Regentropfen. Die Kollegen im Restaurant waren wie immer klasse: Das Essen schmeckte k├Âstlich, der Service war stets zu Stelle, wenn man ihn sich gew├╝nscht hat, aber dennoch nicht aufdringlich – alles perfekt f├╝r einen gem├╝tlichen Abend. Dazu hatten meine Sch├╝lerinnen eine tolle M├Âglichkeit, ihr Russisch gleich anzuwenden und das auch sehr erfolgreich! Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und ich zeigte meine absolute Lieblingsstelle in Dresden: das Nymphenbad im Zwinger. Beides war an diesem Dienstagabend nahezu menschenleer – eine ganz bezaubernde Atmosph├Ąre!

Ich glaube, auch Lisa ist diesem Zauber verfallen    standard

Auf zum n├Ąchsten Treffen:
Da wir schon ├╝ber Arbeit gesprochen haben    standard    Carus Vital, das Gesundheitszentrum unseres Arbeitgebers, ├╝ber welches ich schon paar mal geschrieben habe, bietet nicht nur sportliche Veranstaltungen, sondern auch Kochkurse an. Vor einigen Tagen gab es dann den Kurs „Vegetarisches Grillen“. Ich hatte mich leider etwas zu sp├Ąt angemeldet und stand lange Zeit auf der Warteliste, aber gl├╝cklicherweise wurde noch ein Pl├Ątzel frei und ich konnte nachrutschen    standard    Carsten hat beim Wort „vegetarisch“ lieber gleich beschlossen, dass ich ohne ihn teilnehmen kann    zwinker
Diese Veranstaltung wurde netterweise von „meiner“ Julia vorbereitet und durchgef├╝hrt. Das Grillgut in Form von eingelegtem Hirtenk├Ąse und ebenfalls eingelegtem Zucchini-Champignon-Gem├╝se hat sie eigenh├Ąndig schon vorbereitet gehabt. Solange das Grillgut nun vor sich hinbrutzelte, machten die Kursteilnehmer sich daran, nach ausgegebenen Rezepten die passenden Beilagen zuzubereiten.

Von links nach rechts: Sommernudelsalat, Tomaten-Hirtenk├Ąseaufstrich, Tzaziki, Pesto, Linsensalat und gegrillte Kartoffeln, die mit dem Pesto gegessen werden sollten. Es war alles sehr, sehr lecker geworden … dass wir dabei mit jeder Menge Knoblauch gearbeitet haben, hat unsere Umgebung auch noch am n├Ąchsten Tag sicherlich deutlich wahrgenommen    standard

Nun zu unserem Hausgast:
Das Essensthema bringt mich auf das n├Ąchste Highlight: Wir haben seit ├╝ber einer Woche jemanden, den ich zum Anbei├čen s├╝├č finde, zur Pflege in unserer Wohnung aufgenommen:

Es ist der Dsungarische Zwerghamster namens Egon von Andrea. Sie ist aktuell viel unterwegs (Umzugsplanungen nach ├ľsterreich & Kurzurlaub mit ihrer Schwester) und ihr Kumpel, welcher sonst die Tagespflege dieses kleinen Knuffels ├╝bernommen hat, ist derzeit selbst im Urlaub. So hat sie ihren kleinen Mitbewohner aus Chemnitz zu uns gebracht. Ich denke, wir haben uns zu dritt inzwischen richtig gut eingelebt    standard

Er darf bei uns noch eine weitere Woche bleiben, danach bringen wir ihn wieder zur├╝ck. Dort hat er auch ein wesentlich gr├Â├čeres Gehege als bei uns.

├ťberleitung zum n├Ąchsten Thema:
Einen gro├čen Auslauf im Freien hatten Carsten und ich am Samstag vor einer Woche. Wir waren erneut mit Teilnehmerninnen eines ehemaligen VHS-Russisch-Kurses von mir wandern, diesmal ├╝berwiegend am Grenzflu├č Kirnitzsch entlang. Aber die unverwechselbaren Formationen des Elbsandsteingebirges durften nat├╝rlich nicht fehlen, zumal man dort an einem hei├čen Tag ein ganz besonders sch├Ânes und schattiges Pl├Ątzchen zum Sitzen finden konnte    zwinker

Solche, zwischen Felsw├Ąnden eingeklemmte Steinbrocken finde ich immer wieder beeindruckend …

… ich versuche allerdings an solchen Stellen immer sehr schnell durch zu laufen, denn man wei├č ja nie, wann dieser Halt mal br├Âckelt    zwinker

Entlang eines recht langen Abschnitts des Wanderwegs wuchsen richtig gro├čen Farne – ich f├╝hlte mich ein wenig wie im Urwald von Jurassic Park    zwinker

Das Wasser der Kirnitzsch war kristallklar, wie diese Spiegelung und Durchl├Ąssigkeit am oberen Bildrand eindrucksvoll zeigt:

Das Gr├╝n der Wasserpflanzen wirkte auf mich sehr m├Ąrchenhaft – insbesondere, wenn sie im flie├čenden Wasserverlauf immer sanft hin- und herwiegten:

Es war so unglaublich ruhig dort! Nat├╝rlich konnte ich der Versuchung, meine F├╝├če von Wanderschuhen zu befreien und die Zehen in das Wasser einzutauchen, nicht widerstehen. Ein Beweisfoto gibt es in meiner „F├╝├če-im-Wasser„-Galerie    standard

Sp├Ąter, auf der Oberen Schleuse g├Ânnten wir uns eine Kahnfahrt – die von der Wanderung erm├╝deten F├╝├če waren uns wirklich sehr dankbar. Bei so einer Fahrt erinnert man sich wieder, dass man nicht immer schnell von A nach B kommen muss, es geht auch langsam und entspannt.

Als wir an der unteren Staumauer gestartet sind, lag die Wassertiefe noch bei 4 m. An der weiter oben liegenden Bootsstation ist es ganz offensichtlich wesentlich flacher geworden.

Die Kirnitzsch ist schon sein Jahrhunderten ein Grenzflu├č zwischen Tschechien und Deutschland. Doch die Namen der L├Ąnder ├Ąnderten sich im Laufe der Jahre und manche Zeichen sind nur leicht etwas angepasst worden. Achtet einfach auf den Hintergrund vom Buchstaben „D“:

Hier kann man noch deutlich die DDR-Vergangenheit erkennen und auf tschechischer Seite zeigte auf manchem Grenzstein das L├Ąnderk├╝rzel ─îS noch die damalige Abk├╝rzung der Tschechoslowakei.

Den Abend durften wir wieder mal im Garten von Kerstin und Lothar beim Grillen und einem Feuerchen ausklingen lassen:

Es war ein wunder-wundersch├Âner Sommertag!

Einen habe ich noch !
Auch Sommerabende k├Ânnen mal nach drau├čen locken und so folgte ich Annas Vorschlag, mal beim Palais-Sommer zu einem Konzert zu gehen. Letzten Dienstagabend, ich habe noch Kathrin mit dazu eingeladen, lauschen wir zu dritt den hervorragend gespielten Jazzkl├Ąngen der Klazz Brothers:

Die Jungs haben mit einer Pause ganze zwei Stunden lang gespielt und es war wirklich klasse! Als der Auftritt zu Ende war, strahlte man das Geb├Ąude vom Japanischen Palais, welches einige Museen beherbergt, noch mit einem Bild von einem bekannten Maler an. Erkennt ihr es?

Es ist ein Bild von Paul Gauguin: „Zwei Frauen auf Tahiti“. Ich gebe zu, den K├╝nstler habe ich sofort erkannt, aber um zu wissen, wie genau dieses Bild hei├čt, musste ich recherchieren    standard

Oh, es ist ein ziemlich langer Beitrag geworden, aber es sind einfach zu viele zu sch├Âne Erlebnisse passiert, welche ich mit euch hier schon seit langer Zeit teilen wollte. Mal schauen, was die n├Ąchsten Tage und Wochen so mit sich bringen werden!



2018 03.
Mai

Eine der sch├Ânen Nebenwirkungen von Dienstreisen ist die M├Âglichkeit, sich vor und nach der Arbeitszeit wie ein Tourist zu benehmen und die Gegend ein wenig anzusehen. Vor dem Flug in die Ukraine zu einer Messe habe ich eine Zeit lang ├╝berlegt, wann ich das letzte Mal in der Hauptstadt des Landes war. Ich stellte fest, dass ich, seit ich im Juni 1992 mein Visum dort in der Deutschen Botschaft erhalten habe, diese Stadt maximal auf einer Durchreise mit dem Zug „besuchte“. Die Erinnerungen waren sehr verschwommen, Kiew war nach so langer Zeit f├╝r mich eine Terra Incognita geworden.

Und was soll ich sagen – ich wurde dort prompt von einem auf der Stra├če freilaufenden B├Ąren angefallen!

Zum Gl├╝ck sind ukrainische B├Ąren gut erzogen, er hat sich f├╝r sein unfl├Ątiges Benehmen entschuldigt und mich getr├Âstet    standard

Einem Igelchen bin ich ebenfalls begegnet. Diese Figur kennt jedes Kind, welches in der UdSSR gro├čgeworden ist, aus dem Trickfilm „Igelchen im Nebel

Auf einem meiner Spazierg├Ąnge habe ich ein Denkmal f├╝r meine Namensgeberin gefunden – F├╝rstin Olga

In der Geschichte von Kiew und vom Kiewer Rus spielte sie eine enorme Rolle und sorgte f├╝r geregelte Verh├Ąltnisse in ihrem F├╝rstentum, wobei sie mit ihren Feinden nicht besonders zimperlich umging.

Ein Denkmal f├╝r den Dichter Taras Shewtschenko war auch einfach zu finden. F├╝r die ukrainische Sprache und Literatur spielt er eine ├Ąhnliche Rolle wie Goethe f├╝r die Deutschen. Allerdings war sein Leben weitaus beschwerlicher, denn als Leibeigener hat man es bedeutend schwerer im Leben …

Nat├╝rlich war ein Besuch auf dem Majdan ein Muss und gl├╝cklicherweise lag unser Hotel nur ein Katzensprung davon entfernt.

Die Erinnerungen an die Ereignisse von 2014 werden nach wie vor in Ehren gehalten. Fotos ├╝ber das Geschehene sind aufgestellt, Bilder der im Kampf gefallenen sind ebenfalls ├╝berall zu sehen … man spricht dabei ├╝brigens von einer Revolution der W├╝rde.

Politik und Krieg spielen dort auf jeden Fall eine wichtige Rolle. Auf den Stra├čen habe ich des ├ľfteren junge M├Ąnner in Milit├Ąruniform gesehen. Auch einige Statuen auf den Stra├čen wiesen auf die aktuelle Lage hin – diese hier fand ich besonders einleuchtend, die Symbolik ist quasi selbsterkl├Ąrend …

… doch aufgrund der Gr├Â├če des Fotos will ich eine kleine Erkl├Ąrung geben: auf der Erde sind die Umrisse der Ukraine zu sehen, links/im Westen ein ukrainischer Freiheitsk├Ąmpfer in Tracht (Kosak), der gegen einen doppelk├Âpfigen Drachen (siehe Flagge bzw. Wappen von Russland) aus dem Osten k├Ąmpft, dessen Schwanz bereits auf der Krim liegt und Hinterl├Ąufe auf der Ostukraine stehen.

Aber es gab auch andere, nicht politische, sondern romantische, Kunstwerke zu sehen.

Da wir im Zentrum der Stadt lebten, hatten wir kurze Wege zu unterschiedlichen Kirchen. Das St. Michaelskloster befand sich am Ende unserer Stra├če und ist einfach nur wundersch├Ân!

Bevor wir in die ├Ąlteste Kirche der Stadt, die im 11. Jahrhundert erbaute Sophienkathedrale, gegangen sind, stiegen wir erst einmal auf den dazugeh├Ârigen Glockenturm auf – von oben hatte man einen tollen Blick ├╝ber die ganze Gegend!

Dass die Sophienkathedrale von der Aussichtsplattform in voller Gr├Â├če zu sehen ist, versteht sich ja von selbst.

In diese Kirche sind wir auch hineingegangen. Die Fresken und Mosaiken sind noch im Original erhalten geblieben – es war irgendwie eigenartig, so viel Zeit(geschichte) mit eigenen Augen zu sehen: 10 Jahrhunderte! Fotografieren war allerdings nicht erlaubt, aber ich habe an einem anderen Portal eine Mosaik gefunden. Diese ist zwar vermutlich nicht so alt wie die Adorantfigur in Sophia, aber sie vermittelt zumindest den Eindruck der Sch├Ânheit, welche ich gesehen habe.

Die St. Andreas Kirche ist etwas weiter entfernt, aber sie zu sehen, war ein Muss … allerdings nur von Au├čen.

Dort beginnt auch der Andreassteig, eine Stra├če, welche den oberen und den unteren Teil der Stadt auf k├╝rzestem Wege verbindet und auf welcher K├╝nstler und Souvenirh├Ąndler ihre Werke und ihre Waren zum Verkauf anbieten. Die Verk├Ąufer waren sehr unaufdringlich und man konnte sich mit ihnen sogar unterhalten, ohne dass sofort etwas angedreht wurde – kann ich nur empfehlen! Und ja, ich habe sogar am Ende ein paar Sachen gekauft    standard

Apropos H├Ąndler. Am Ende der k├╝rzesten (nur 1.200 m) und breitesten Hauptstra├če in Europa – Chreschtschatyk – befindet sich eine Markthalle, welche von 6:00 fr├╝h bis 4:00 fr├╝h immer ge├Âffnet ist: die Bessarabska-Markthalle:

Ich sch├Ątze, vormittags wird da mehr los sein als sp├Ątabends, als wir hineingegangen sind. Aber das, was ich gesehen habe, brachte mich bereits zum Sabbern    standard    hier nur mal exemplarisch zwei Beispiele    zwinker

Erstens,  eingelegtes Gem├╝se in H├╝lle und F├╝lle:

Zweitens, Wurst und Speck bis zum Abwinken:

Ja, ich bin in meinem Herzen tats├Ąchlich eine Ukrainerin, denn der Speck sah auch f├╝r mich als Frau echt zum Reinbeissen aus!

Ich konnte mich aber noch beherrschen, denn anschlie├čend sind wir in das ukrainische Restaurant Kortschma Taras Bulba gegangen, wo meine Geschmacksknospen ebenfalls voll auf ihre Kosten kamen    standard

Nach meiner R├╝ckkehr habe ich meiner Familie von dieser Stadt so viel vorgeschw├Ąrmt, dass wir nun ├╝berlegen, auch mal abseits der Arbeit einen gemeinsamen Kurztrip dahin zu wagen. Ein Visum muss man ja zum Gl├╝ck nicht beantragen, denn als EU-Europ├Ąer kann man sich bis 90 Tage in der Ukraine problemlos aufhalten – dass muss man ausnutzen    zwinker

Ich habe das Gef├╝hl, Kiew wartet schon auf uns    standard



2017 25.
Dez

In der letzten Woche vor Weihnachten sind Carsten und ich endlich einmal ├╝ber ein paar Weihnachtsm├Ąrkte in der Dresdner Innenstadt gelaufen, um uns wenigstens ein wenig in festliche Stimmung zu bringen. Auch wenn die hiesigen M├Ąrkte inzwischen alle geschlossen sind, m├Âchte ich euch auf eine kleine Reise durch die strahlende Weihnachtswelt in der s├Ąchsischen Hauptstadt mitnehmen    standard

Zuerst sind wir auf dem Weihnachtsmarkt auf der Prager Stra├če gewesen:

Dort gab es vor allem sehr viele Optionen, etwas zu essen und zu trinken. Bei einem Stand bin ich sogar fast schon schwach geworden, konnte mich allerdings nach dem genauen Durchlesen der Zutaten doch nicht dazu durchringen, dieses Getr├Ąnk trotz seines sehr geschickt gew├Ąhlten Namens zu trinken    zwinker

Vielleicht n├Ąchstes Jahr …    zwinker

Auf dem 583. Striezelmarkt, urkundlich eines der ├Ąltesten Weihnachtsm├Ąrkte Deutschlands, war ich zu dem Zeitpunkt allerdings schon zum zweiten Mal. Da ich beim ersten Besuch zusammen mit Ines, Anna und Manu jede Menge des klassischen Gl├╝hweins getrunken habe, war ich diesmal auf der Suche nach etwas Besonderen. Et voila!  Hei├če Caipirinha:

Hier sind ein paar Impressionen der wirklich sehr aufw├Ąndig, liebevoll und gekonnt geschm├╝ckten Verkaufsst├Ąnde des Striezelmarkts. Es ist nur eine Mini-Auswahl – alle St├Ąnde und B├╝dchen sind echt wundersch├Ân und sehr einladend!

Diesen Stand „durfte“ ich nur aus sicherem Abstand anschauen … da hat mein Mann ganz genau darauf geachtet, denn in unserer kleinen Wohnung gibt es seiner Meinung nach bereits zu viele b├Ąrige Mitbewohner     erroeten

Ein Pflaumentoffel durfte auf einem traditionellem Weihnachtsmarkt nat├╝rlich auch nicht fehlen:

Was ich immer wieder sehr sch├Ân finde, ist die gro├čz├╝gig gestaltete Ecke f├╝r die kleinen und im Herzen jung gebliebenen Besucher des Marktes mit bekannten M├Ąrchenfiguren – da freut man sich auch als Erwachsener immer wieder wie ein Kind. Allerdings ist das Fahren mit der Bahn durch das M├Ąrchenland tats├Ąchlich nur den Kleinsten unter uns vorbehalten    standard

Damit man eine Vorstellung bekommen kann, wie gro├č die Gesamtfl├Ąche ist, versuchte ich ein paar „├╝berblickende“ Aufnahmen zu machen. Hier das offizielle Eingangstor zum Striezelmarkt in Schwibbogenform:

Man kann links sogar die Treppe zur kleinen Aussichtsplattform erkennen. Selbstverst├Ąndlich waren auch wir auf dem ├╝berdimensionalen Schwibbogen, denn man hat von dort einen unheimlich guten ├ťberblick ├╝ber den gesamten Striezelmarkt mit dem dazugeh├Ârigen, festlich geschm├╝ckten Tannenbaum …

… und der ebenso f├╝r Dresdner mittlerweile unentbehrlichen Weihnachtspyramide. Diese ist, wenn ich mich nicht irre, immer noch die Gr├Â├čte der Welt:

Nachdem wir uns auf dem Striezelmarkt umgesehen und kulinarisch gest├Ąrkt haben, gingen wir zum Romantischen Weihnachtsmarkt Anno 1900 an der Frauenkirche. Dort geht es weniger darum, mit viel Lichterglanz zu punkten, sondern eher darum, Bew├Ąhrtes und zum Teil auch etwas in Vergessenheit geratenes zu pr├Ąsentieren. Mit wenig Bling-Bling und im Stile alter Dienstleistungen dominieren hier vor allem Handwerkskunst und „alte“, traditionelle Speisen – eben kein neumodischer Kram, wie z.B. Langos, Sushi, Empanadas etc.:

Man hat dabei nat├╝rlich auch darauf geachtet, dass es etwas besinnlicher und ruhiger zugeht als auf dem Striezelmarkt. Daher war auch die Beleuchtung nicht auf viele Kilowatt ausgelegt, sondern auf W├Ąrme und Gem├╝tlichkeit:

Die Gestaltung der Verkaufst├Ąnde entsprachen nat├╝rlich auch dem gleichen, back-to-the-roots-├Ąhnlichen Konzept:

Jedes Jahr baut man dort auch eine Kulisse auf, welche an den Ursprung des Weihnachtsfestes erinnert, die Geburt Christi:

Im Stall rechts neben dieser Treppe gibt es an Seite von gemalten Heiligen Drei K├Ânigen auch lebende Schafe. Sie haben sich diesmal allerdings so gut versteckt, dass sie leider die Gelegenheit verpasst haben, in meinem Blogeintrag als Foto zu erscheinen    zwinker

Ganz in der N├Ąhe des romantischen Weihnachtsmarkts an der Frauenkirche, befindet sich im Stallhof der Mittelalter-Weihnachtsmarkt:

Hier wird, wie man sieht, ebenfalls auf zu viel grelles Licht verzichtet. Daf├╝r hat man eine, aus meiner Sicht richtig sch├Âne Idee entwickelt, denn auf die W├Ąnde des Dresdner Schlosses wird sanfter Schneefall und Fackeln samt deren flackerndes Licht projiziert (in der Bildmitte):

Dieser Markt ist an jedem Wochentag und zu jeder Tageszeit sehr gut besucht:

Man kann dort au├čergew├Âhnliche Kleidungs- und Schmuckst├╝cke kaufen, den Handwerkern, wie z.B. Schmieden, beim Arbeiten zusehen, bei einer Wahrsagerin die eigene Zukunft erfahren oder einfach nur beim Bierchen … ├Ąhm … Met f├╝r eine Stunde in einem gro├čen, ├Âffentlichen Badezuber mit Freunden abh├Ąngen:

Sich einen Obstwein oder Met f├╝r den Eigengebrauch oder als Geschenk aussuchen …

… und bevor man nach Hause geht, sich noch einen frischgebackenen, hei├čen und appetitlich duftenden Apfelkrapfen kaufen:

Das letzte habe ich ebenfalls gemacht und nicht bereut – er war soooooooooo lecker und die gerade gebackene Leckerei w├Ąrmte zudem noch meine H├Ąnde, meinen Bauch und mein Herz    standard

Das sind wahrlich nur minimale Eindr├╝cke von ein paar der zahlreichen Weihnachtsm├Ąrkte, welche es im Dezember in Dresden gibt – laut Stadtwebseite ├Âffneten in 2017 insgesamt 11 St├╝ck. Es hat sich eben inzwischen herumgesprochen, wie sch├Ân die Adventszeit in unserer Stadt ist … deshalb gehen wir, die Einheimischen, auch eher in der Woche dorthin, um sich mit Freunden zu treffen und einen Gl├╝hwein zusammen zu trinken, denn am Wochenende ├╝berlassen wir die G├Ąnge zwischen den Verkaufsst├Ąnden lieber unseren ausw├Ąrtigen G├Ąsten und damit sich die H├Ąndler von Montag bis Donnerstag nicht langweilen    standard



2017 08.
Nov

Ich wei├č nicht, ob es alle schon mal wahrgenommen haben, aber auf unserer Familienhomepage gibt es unter anderem auch ein Kochbuch    standard
Die Rezepte, welche darin ihren Ehrenplatz finden, wurden alle eigenh├Ąndig und eigenm├Ągenig durchgetestet und von meiner Familie f├╝r gut befunden … andere Gerichte kommen da einfach nicht rein    standard    keine Chance !

In den letzten Wochen und Monate gab es darin, in dem erw├Ąhnten Kochbuch, kaum etwas Neues zu entdecken. Allerdings habe ich im Hintergrund immer wieder meine Kochexperimente in Form einer Datei abgespeichert. Am vergangenen Wochenende hat mein lieber Mann dann mal alle diese Dateien in die Hand genommen und 32 neue Rezepte in dieses virtuelle Buch einsortiert.

Also lade ich euch nun alle an dieser Stelle ein, sich die „Neuzug├Ąnge“, welche ganz treffend mit einem roten F├Ąhnchen „NEU!“ gekennzeichnet sind, anzuschauen. Wer wei├č, vielleicht inspirieren diese Eintr├Ąge euch, meine lieben Leser, ebenfalls, mal ein paar neue Gerichte auszuprobieren. Gutes Gelingen! Und guten Appetit    standard



2017 01.
Nov

Unser Arbeitgeber w├╝nscht, dass man bereits im November des Vorjahres seine Urlaubstage f├╝r das gesamte Folgejahr einreicht – f├╝r einen 24/7-Unternehmen sowie Abteilungen mit Schichtbetrieb und im Vorfeld auszuarbeitenden Dienstpl├Ąnen auf jeden Fall ein Muss. Wir fanden Ende November 2016 den Gedanken recht reizvoll, den in Sachsen schon immer freien Reformationstag am 31.10. (diesmal ein Dienstag) dazu zu nutzen, um mit zwei weiteren Urlaubstagen am Montag und Mittwoch fast eine ganze Woche verreisen zu k├Ânnen. Da aber das Jahr 2017 gleichzeitig auch die gro├če 500 Jahr-Feier der Lutherschen Reformation sein sollte, gab es eben diesen freien Tag ausnahmsweise auch mal f├╝r alle 16 deutschen Bundesl├Ąnder und nicht nur f├╝r die f├╝nf im Osten. Die Vorstellung, sich dann mit unheimlich vielen Leuten die Autobahnen und Ferienunterk├╝nfte teilen zu m├╝ssen, fanden wir am Ende wieder nicht so umwerfend. Zudem hatten wir in den letzten Wochen sehr viel um die Ohren gehabt, weshalb wir recht kurzfristig beschlossen, die freien Tage doch lieber zu Hause zu bleiben und endlich mal ungest├Ârt sehr viel Zeit f├╝r lange aufgeschobene Aufgaben, Treffen, Vorhaben und Projekte zu nutzen – unser ber├╝hmt-ber├╝chtigter To-Do-Zettel … ein seit Jahren stetig anwachsendes und gelegentlich auch mal schrumpfendes OLCA-Urgestein.

Das Ergebnis eines Vorhabens hat uns am Ende selber sehr ├╝berrascht, denn wir stellten unerwartet fest, dass wir das Ausschlafen bis um 10 Uhr doch noch nicht verlernt haben! Normalerweise sind wir n├Ąmlich auch an freien Wochenenden mit 7 bzw. 8 Uhr recht fr├╝h wach, doch wenn man ├╝ber mehr als zwei Tage ein bisschen zur Ruhe kommt, schl├Ąft man offensichtlich auch etwas entspannter … sogar unabh├Ąngig davon, ob man mit oder ohne Zeitumstellung    zwinker
Nur die Qualit├Ąt meiner Tr├Ąume hat sich nicht verbessert, denn sie waren bunt und verwirrt wie immer bei mir    lachen

An den Ausspanntagen habe ich mir au├čerdem reichlich Zeit zum Lesen von B├╝chern geg├Ânnt – das fehlt mir im Alltag doch ziemlich oft.

Halloween und Jahreszeit bringen etwas anderes Interessantes in den Fokus: K├╝rbis. Ich habe in der kurzen Zeit gleich zwei Male K├╝rbisbrot mit K├╝rbiskernen gebacken, wobei ich beim ersten Mal unabsichtlich etwas zu fl├╝ssigen Teig gemacht habe und es am Ende auf dem Backblech eher ein flaches Fladenbrot geworden ist. Die Besucher waren von dieser Darreichungsform zur Suppe und bestrichen mit Butter aber begeistert und so floss beim zweiten Mal schon etwas mehr Absicht in diese ungew├Âhnliche Form – sie l├Ąsst sich so eben sehr viel besser in kleine H├Ąppchen schneiden als bei einem „anst├Ąndigen“ Brot    standard
Logischerweise gab es auch dieses Jahr immer wieder mal K├╝rbissuppen, seitdem die Herbstfrucht k├Ąuflich erh├Ąltlich ist – zum Besuch der Kinder mal zur Abwechslung mit Kokosmilch und Ingwer:

Die K├╝rbisrezepte werden ├╝ber kurz oder lang in unserem Kochbuch erscheinen … ich gebe nach der Ver├Âffentlichung kurz Bescheid, versprochen    standard

Das erste (Fladen-)Brot wurde f├╝r einen Besuch von Andrea und Karl gebacken. Wir haben endlich mal wieder viel Zeit zum Quatschen gefunden und es blieb sogar genug Zeit, um zusammen zwei Runden Bezzerwizzer zu spielen. Die „Kinder“ ├╝bernachteten auch bei uns, aber leider konnten wir am darauffolgenden Morgen nicht mehr zusammen fr├╝hst├╝cken, da wir bereits mit Ines und Torsten f├╝r einen Brunch im Grunaer Espitas verabredet waren.

Das dortige Brunchangebot war wie immer umfangreich und lecker und diesmal gab es sogar noch eine ganz besondere Zugabe obendrauf! Da das mexikanische Fest Dia de los Muertos quasi vor der T├╝r stand, kam ├╝berraschend eine Gruppe entsprechend verkleideter Menschen ins Restaurant, welche tanzten und unentgeltlich Fotos von sich machen lie├čen:

Diese ├ťberraschungsaktion machte echt gute Laune, auch wenn es „nur“ eine Werbeaktion f├╝r das mexikanische Bier Sol war. Als weiteres i-T├╝pfelchen war im Angebot, dass man sich kostenlos passend zum bevorstehenden Feiertag schminken lassen konnte. Ines und ich haben von diesem verlockenden Angebot nat├╝rlich recht schnell Gebrauch gemacht    standard

Das beworbene Bier gab es dann sogar noch als Zugabe dazu, allerdings war es geschminkt nicht mehr so einfach, es auf gewohnte Art und Weise zu trinken    zwinker

Aber ich habe es dennoch mit etwas Zusatzgehabe geschafft    zwinker

Leider konnte ich meine Totenbemalung nur f├╝r ein paar St├╝ndchen und f├╝r Fotos im Gesicht behalten, denn am gleichen Abend war ich mal wieder mit Anna verabredet und wollten raus aus den Wohnungen. Wir gingen zusammen in den Club Tante Ju zu einem Konzert der Band Apparatschik:

Von Anna, welche diese Band schon einmal live erlebt hat, wusste ich, dass es keine Musik wird, bei der man ruhig auf seinem St├╝hlchen sitzen bleibt. Und so war es auch! Sie spielen j├╝disch-russisch-ukrainische Musik zum Mittanzen und es gab schon von Anfang an jede Menge Platz im Saal, um diesem Verlangen auch nachgeben zu k├Ânnen – wir hatten soooooo viel Spa├č!

Am Montagabend kam Julia vorbei, um sich von uns ├╝ber die Reise nach den Niederlanden erz├Ąhlen und Fotos zeigen zu lassen und speziell f├╝r diesen Zweck aus Friesland/Noord-Holland mitgebrachten K├Ąse sowie Bier zu genie├čen. Dazu gab es das bereits oben angesprochene, zweite K├╝rbis(fladen)brot. Das Bier ist alle geworden, vom K├Ąse haben wir ihr noch jede Menge mitgeben k├Ânnen und trotzdem liegt immer noch reichlich davon in unserem K├╝hlschrank. Aber es waren eben bei der Menge auch besondere Sorten dabei, wie z.B. mit Waldpilzen oder mit Spargel oder mit Nelken oder auch mit irischem Porter. Der klassische Gouda durfte bei der Auswahl nat├╝rlich auch nicht in mehreren Varianten fehlen    standard

Ich habe die letzten Tage zudem etwas Zeit gefunden, bei Tageslicht noch ein paar Bilder f├╝r mein Monatsprojekt „Blattwerk“ zu knipsen. Aber wie so oft, konnte ich mich nicht nur auf das eigentliche Thema konzentrieren, sondern fotografierte gleich noch ein paar andere Sch├Ânheiten entlang des Weges    standard

Das Wetter war leider nicht so wahnsinnig gut geeignet, um gro├če Spazierg├Ąnge zu machen. Aber eigentlich bin ich gar nicht so entt├Ąuscht, denn es passt perfekt zur meiner Erwartung an diese Jahreszeit, schlie├člich haben wir heute unsere Kalender ja auch schon auf November umgebl├Ąttert …

Morgen geht es nach f├╝nf Tagen Erholung und drei Tagen Pause wieder zur Arbeit. Doch schon am Freitag (also ├╝bermorgen !) sind wir beide schon wieder Mittagskinder, denn da kommen unsere M├Ądels zu uns nach Dresden ins Apartamento OLCA. Bei sowas z├Ąhlt schlie├člich jede Minute, die man zusammen verbringen kann, nicht wahr?