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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 19.
Dez

Unsere dritte Insel hei├čt offiziell Big Island of Hawaii, im allt├Ąglichen Sprachgebrauch gibt man sich aber schon mit Big Island zufrieden. Fl├Ąchenm├Ą├čig ist sie definitiv die gr├Â├čte von allen und geologisch die j├╝ngste. Dank unerm├╝dlicher Arbeit der auf dieser Insel sehr pr├Ąsenten und von den Einwohnern mit Hochachtung verehrten Feuer- und Vulkang├Âttin Pele w├Ąchst diese Insel auch heutzutage noch weiter. Man sieht zwar ├╝berall riesengro├če Felder mit Vulkangestein, aber Lavasteine nach Hause, geschweige denn au├čerhalb der Insel, mitzunehmen sollte man trotz der gro├čen Versuchung nicht. Pele kann es einfach nicht ausstehen, dass ihr Grund weggetragen wird. Der Legende nach werden Leute, welche dieses „Kapu“ (hawaiianisch f├╝r „Tabu“) missachten, so lange von Ungl├╝ck verfolgt, bis sie die Steine wieder zur├╝ckbringen oder gar zur├╝ckschicken.

Zu unserem Leidwesen war Pele auch gerade vor und w├Ąhrend unseres Besuches dabei, die Inselfl├Ąche Big Islands noch mehr zu vergr├Â├čern. Deswegen war auch ein Besuch im Volcano Park nicht m├Âglich, da aufgrund der Aktivit├Ąt des Vulkans Kilauea, wo Pele ├╝brigens ihren Wohnsitz hat, gro├če Gebiete im S├╝dosten der Insel abgesperrt oder nur f├╝r die Durchfahrt freigegeben waren. Aus dem Fernsehen kennen sicherlich viele die Spalten und Risse, aus denen Lavastr├Âme sich ihren zerst├Ârerischen Weg in Richtung Meer gebahnt haben, doch bei einem Vulkanausbruch setzen auch so manche Erdbeben Kr├Ąfte frei, die H├Ąuser unbewohnbar und ganze Museen unpassierbar machen.

Daf├╝r konnten wir auf dieser Insel einen anderen, gl├╝cklicherweise seit ca. 4.000 Jahren schlafenden Vulkan kennen und lieben lernen – den Mauna Kea. Wir haben schon von Deutschland aus eine gef├╝hrte Tour zum Gipfel dieses Vulkans gebucht und es keine Sekunde lang bereut. Der Mauna Kea ist mit etwa 4.207 m der h├Âchste Berg auf Hawaii. Mitunter kann man ihn aber auch als h├Âchsten Berg der Erde betrachten, denn wenn man seine H├Âhe nicht ab Normalnull, sondern ab dem Fu├č auf dem Meeresgrund bis zum Gipfel misst, kommt man auf ├╝ber 10.000 m! Bei der dreist├╝ndigen Auffahrt im klimatisierten Mercedes-Kleinbus ab Kailua-Kona auf Meeresh├Âhe mussten unsere Reisef├╝hrer insgesamt zwei l├Ąngere Zwischenstopps bis zum Gipfel auf 13,803 feet einlegen, damit wir uns zum einen an die immer d├╝nnere Luft gew├Âhnen und uns zum anderen immer w├Ąrmer anziehen konnten. Warme Parkas und Handschuhe hat man uns zum Gl├╝ck dort ausgegeben – wer f├Ąhrt schon mit einer dicken Winterausr├╝stung in den Urlaub auf Hawaii?

Da die Spitze des Vulkans oberhalb der Wolkengrenze liegt, befinden sich dort auch einige Observatorien und die darin stehenden Teleskope werden zu Forschungszwecken von insgesamt 11 Nationen betrieben. Man betrachtet den Gesamtkomplex als gr├Â├čte Sternwarte der Welt.

Wir konnten nat├╝rlich nicht in die Observatorien hineingehen, denn der F├╝hrer sagte etwas von ca. 50.000 US-Dollar Verlust bei jedem Tag ohne freie Sicht und Forschungen, aber stattdessen haben wir einen unbeschreiblich sch├Ânen Sonnenuntergang auf dem Mauna Kea erleben d├╝rfen!

Die Sonne fiel von oben in eine geschlossene Wolkendecke hinein, doch da sich darin eine relativ gro├če L├╝cke auftat, konnten wir den Sonnenuntergang dieses Tages innerhalb kurzer Zeit sogar zweimal sehen! Und dann dieses Rot am Himmel – einfach unbeschreiblich … hoffentlich geben es wenigstens die Fotos f├╝r euch wieder.

Dass es kurz danach aufgrund der ├äquatorn├Ąhe innerhalb von nur ca. 20 min stockdunkel wird, wussten wir alle, die wir schon so einige Sonnenunterg├Ąnge auf Hawaii erleben durften. Wir haben recht schnell danach den Gipfel in den beiden Tourbussen verlassen und wurden zusammen mit den anderen ca. 20 Touristen unserer Reisegruppe auf ein kleines Plateau etwas unterhalb der Bergspitze gebracht. Dort haben Maka und Ehitu, so die Namen unserer beiden Kleinbusfahrer und Reisef├╝hrer, zwei transportable und computergesteuerte Teleskope aufgebaut, um uns in den n├Ąchsten zwei Stunden einen wolkenfreien und dadurch sternen├╝bers├Ąten Himmel ganz nah zu zeigen und uns nebenbei viel ├╝ber Sternenbilder, Planeten und Galaxien n├Ąherzubringen.

Carsten und ich haben dadurch zum ersten Mal so richtig verinnerlicht, wie man die sichtbaren Planeten unseres Sonnensystems aufgereiht an einer Himmelsachse mit blo├čem Auge erkennt und konnten sogar Venus, Mars, Jupiter und Saturn durch das aufgestellte Teleskop genauer betrachten. F├╝r mich wurde dadurch ein Traum wahr, denn ich habe tats├Ąchlich die Ringe von Saturn in Echt gesehen! Au├čerdem habe ich gelernt, wie ich das Sternzeichen Skorpion am Himmel finde und auch, wie die Lage meines eigenen Sternzeichens, den Sch├╝tzen, zu ermitteln ist. Schade nur, dass man eine solche Pracht inklusive einer prall gef├╝llten Milchstra├če nicht mit einer Standardkamera einfangen und sich immer wieder an diesen Bildern erg├Âtzen kann. Aber ihr k├Ânnt euch sicherlich vorstellen, dass jegliche K├Ąlte schier zur Nebensache wurde.

Aber zur├╝ck zum Irdischen. Auf Big Island haben wir am l├Ąngsten verweilt und da die Insel wirklich gro├č und jede Ecke sehenswert ist, haben wir insgesamt zwei Unterk├╝nfte darauf gebucht: eine im Westen im ├ľrtchen Captain Cook und eine im Osten in der N├Ąhe der Hauptstadt Hilo.

Unsere ersten f├╝nf Tage waren wir im B&B von Svetlana und Lee – ein Traum!

Allein schon die Auffahrt zu dieser Unterkunft w├Ąre eigentlich einen gesonderten Blogeitrag inklusive Actionvideo wert.

Von der Hauptstra├če schl├Ąngelt sich ein unbefestigter, eher als off-road zu bezeichnender Weg mit ca. 1,5 km L├Ąnge und 125 H├Âhenmetern mitten durch riesengro├če Kaffeeplantagen ohne jegliche Z├Ąune und an nur zwei anderen H├Ąusern vorbei. Man f├Ąhrt da schon freiwillig ├Ąu├čerst langsam, zumal man keine weite Sicht nach Vorne hat und jederzeit damit rechnen muss, dass flinke Mungos oder ausgewilderte Schweinefamilien den Weg kreuzen k├Ânnten.

So haben wir auf diesem Abschnitt quasi unsere ersten Offroad-Erfahrungen mit dem kleinen und wendigen Jeep Wrangler (im Gegensatz zu Oahu und Kauai nur ein Zweit├╝rer und somit um einiges k├╝rzer) sammeln k├Ânnen, die wir dann bei den noch folgenden Gel├Ąndefahrten sehr gut anwenden konnten. Diese Zufahrt nahm einem jegliche Angst vor heftigem Hin- und Herwackeln, tiefen Schlagl├Âchern und Neigungen, bei denen man in Deutschland sicherlich Angst um sein Auto gehabt h├Ątte.

Diese Unterkunft k├Ânnen wir auf jeden Fall nur jedem weiterempfehlen! Abgesehen davon, dass Svetlana und ich auch noch eine andere gemeinsame Sprache als Englisch haben, sind die Gastgeber sehr herzlich, fr├╝hst├╝cken immer mit den G├Ąsten mit und teilen dabei nur zu gern ihr Wissen dar├╝ber, was man in dieser Gegend auf jeden Fall sehen und erleben sollte. Das Fr├╝hst├╝ck wird von Svetlana t├Ąglich frisch zubereitet und besteht nur aus nat├╝rlich, hier von der Insel stammenden Zutaten, welche sie oder Lee zuvor auch noch zum gr├Â├čten Teil aus dem eigenen Garten eingesammelt haben.

Generell ist dieses B&B ein hervorragendes Beispiel daf├╝r, dass man ein solches Unternehmen im Einklang mit der Natur f├╝hren kann: das Regenwasser wird gesammelt und zum Duschen und Waschen benutzt, das Essen kommt wie gesagt haupts├Ąchlich aus dem eigenen Garten bzw. von den direkten Nachbarn und die H├╝hner, welche f├╝r die t├Ąglich ben├Âtigten Eier sorgen, d├╝rfen sich tags├╝ber ungehindert im gro├čz├╝gig angelegtem Grundst├╝ck bewegen.

Dieses wiederum beheimatet aus unserer Sicht pure Exotik und uns in der Regel nur aus dem Supermarkt bekannte Erzeugnisse, wie z.B. Macadamia …

… Banane, Surinamkirsche …

… Brotfrucht, Taro, Papaya, Mango, Sternfrucht, Ananas, Lilikoi …

… und noch so vieles mehr.

Die andere Unterkunft lag im Osten der Insel, direkt an den Kulaniapia Falls.

Auch hier f├╝hrte ein sehr langer Weg, diesmal fast 6 km lang, von der Stra├če bis zum Schlafplatz durch riesige Macadamia-Plantagen, allerdings diesmal ├╝ber eine enge, daf├╝r sehr gut ausgebaute Teerstra├če. Wir haben uns f├╝r dieses Ressort vor allen Dingen deshalb entschieden, weil sich dort ein 36 m hoher Wasserfall in eine Art Badestelle ergie├čt, wobei sich beides in direkter N├Ąhe zur Unterkunft befindet. So hat man zum Beispiel schon von der Fr├╝hst├╝cksterrasse einen fantastischen Blick auf die herabst├╝rzenden Wassermassen und das best├Ąndige Rauschen wiegte uns abends immer zuverl├Ąssig in den Schlaf.

Da die ganze Gegend Privatgel├Ąnde ist, hat man beim Baden eben auch keine Massen an Mitbadenden zu erwarten. Das Baden musste allerdings schon morgens beim Personal angek├╝ndigt und die lebensrettenden Hinweise per Unterschrift von allen Schwimmern best├Ątigt werden – Amerika und seine (Haftungs-)Gesetze! Die insgeheim gehegte Erwartung an diesen Ort der Ruhe hat sich am Ende aber mehr als erf├╝llt, denn bei unserem Badegang hat sich au├čer uns nur eine Familie mit erwachsener Tochter dorthin bewegt, aber sie haben sich doch nur kurz ins Wasser getraut. So hatten wir gr├Â├čtenteils die ganze Natursch├Ânheit nur f├╝r uns. Dabei lernten wir unter anderem recht flott, wie die sehr doch die stetigen Str├Âme des Wasserfalls unaufh├Ârlich in Richtung des Abflusses oder an den Uferrand schieben k├Ânnen, sodass ein direktes Schwimmen zum freien Fall selbst fast unm├Âglich war.

Zum Gl├╝ck gab es dort ein Kanu, mit dessen Hilfe und Carstens Armkraft schafften wir es endlich mal, ganz nah an den Wasserfall bzw. direkt unter ihn zu kommen – ein einmaliges Erlebnis!

Das Element Wasser war auf dieser Insel endlich so eine Art von Begleiter, wie wir es uns von Hawaii erhofft hatten. So gibt es auf Big Island unglaublich viele und traumhafte Str├Ąnde.

F├╝r jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei, egal ob man lieber Schnorcheln oder nur Baden wollte.

Insbesondere von den Vertretern der hiesigen Tierwelt wurden wir so richtig verw├Âhnt.

Neben den vielen atemberaubenden Schnorchelspots mit ├╝ppigen Korallenb├Ąnken und den vielen bunten Fischen darin …

… waren auch immer mal Schildkr├Âten im Wasser oder am Ufer pr├Ąsent.

Und obwohl wir uns inzwischen schon so sehr an sie gew├Âhnt hatten, entglitt uns doch noch immer wieder ein „Schau da!“ wenn man eine entdeckte.

Alleinig auf dieser Insel haben sich uns zwei andere Tierarten gezeigt, die es ausschlie├člich wohl nur auf Hawaii gibt: Spinnerdelphine und Hawaii-M├Ânchsrobben.

W├Ąhrend wir das Treiben der Delphine nur aus der Ferne vom Ufer aus beobachten konnten und uns trotzdem sehr an den verr├╝ckten Spr├╝ngen des Nachwuchses erfreuten, sahen wir einer der ├╝beraus seltenen M├Ânchsrobben (man sch├Ątzt die weltweite Gesamtpopulation dieser akut vom Aussterben bedrohten Art auf nur ca. 600 bis 1400 Tiere) knapp eine Stunde lang aus n├Ąchster N├Ąhe zu, wie sie sich m├╝hevoll aus dem Wasser auf den Sandstrand ├Ąchzte, w├Ąlzte oder robbte – je nachdem, wie man dieses augenscheinlich Kraft zehrende Bem├╝hen bezeichnen m├Âchte.

Als sie es dann endlich schaffte und sich zum Schlafen legte, kamen zwei junge Frauen vorbei und haben dieses Areal weitr├Ąumig mit F├Ąhnchen und Hinweisschildern abgesteckt, damit auch ja keiner die Ruhephase des Tieres st├Ârt. Wir haben mal eine der M├Ądels gefragt, ob und wie sie gewusst haben, dass die Robbe hier rauskommen wird, aber f├╝r die Hawaiianer ist der Schutz dieser und anderer Tiere nicht nur eine Sache der Ranger. Wenn jemand ein solches Tier in Strandn├Ąhe sieht, ruft man eine offensichtlich sehr bekannte Telefonnummer an und man bekommt sofort die Info, wo sich in unmittelbarer N├Ąhe Schilder und Absperrb├Ąnder zum Abstecken der Umgebung finden lassen. So kann am Ende jeder etwas dazu beitragen, dass sich diese Meeresbewohner am Strand ungest├Ârt erholen k├Ânnen.

Insbesondere f├╝r die einheimischen Schildkr├Âtenarten, M├Ânchsrobben und Spinnerdelfine gibt es rigorose Gesetze, die mitunter Strafzahlungen von bis zu 25.000 US-Dollar vorsehen – allein schon das Ber├╝hren bzw. Streicheln oder Festhalten der Tiere kann zu solchen Geldbu├čen f├╝hren.

Ein anderes Tierchen ist auf dieser Insel zwar ebenfalls allgegenw├Ąrtig, wird von den Einheimischen aber nicht besonders beliebt – der Coqui-Frosch, kurz Coqui. Diese kleinen, nur ca. 2,5 cm gro├čen, braunen Fr├Âsche fangen mit ihrem Quaken an, sobald es dunkel wird, was auf Hawaii demnach schon um 18:30 der Fall ist. Ab da rufen sie so lange nach einer Partnerin, bis sich eine ihrer erbarmt … dies kann mitunter aber auch gut und gern mal die ganze Nacht dauern. Nicht schlimm? Ihr hochfrequentes Quaken (entsprich in etwa ihrem Namen: „Kookii“) erreicht eine Lautst├Ąrke von fast 100 Dezibel … und das eben die ganze Nacht von zig dieser Tierchen.

Da es auf dieser Insel f├╝r sie keine nat├╝rlichen Feinde gibt, haben sie sich diese eingeschleppten Puertoricaner seit den 90ern rasend schnell ├╝ber die gesamte Insel verbreitet und sorgen seit ca. 2005 f├╝r zahlreiche Beschwerden bei Touristen und Einheimischen. Wir hingegen hatten selbst mit ihnen keine Einschlafprobleme, auch nicht im unaufh├Ârlichen Duett mit dem Rauschen des Wasserfalls – Gott sei Dank.

Apropos Str├Ąnde. Auf Big Island gibt es sie gleich in zig verschiedenen Farben.

Die wei├čen, gelben und schwarzen Sandstr├Ąnde kannten wir bereits, aber einer mit gr├╝nem Sand?! Da mussten wir nat├╝rlich hin. Uns wurde schon im Vorfeld berichtet, dass es nicht besonders empfehlenswert ist, den ca. 4,5 km langen Weg zwischen Parkplatz und dem Strand mit dem eigenen Auto zur├╝ckzulegen, denn hier braucht man wahre Off-Road-Kenntnisse und vor allem eine genaue Vorstellung davon, wo es eigentlich lang geht und welche der labyrinthartigen Pistenarme zum unausgeschilderten Ziel f├╝hrt.

Man kann also entweder eine Stunde immer der K├╝ste entlang bei starkem Wind und sengender Sonnenhitze wandern oder sich f├╝r 20 US-Dollar pro Person von dem auf dem Parkplatz wartenden Einheimischen mit ihren T├ťV-untauglichen Pickups in ca. 20 min hinbringen lassen.

Urspr├╝nglich wollten wir sogar wandern, aber es ist ein sehr hei├čer Tag gewesen und Schatten ist auf der gesamten Strecke nicht zu erwarten. Zudem wollten wir nicht zu viel Zeit vertr├Âdeln und daher lie├čen wir uns auf die fremdgesteuerte Abenteuerfahrt ein. Das war „unser“ Zubringer.

Als unser Fahrer genug Passagiere f├╝r seine Kabine und stehend auf der Ladefl├Ąche (!) zusammen hatte, fuhren wir los.

Abenteuer pur! Eine Achterbahn kann dagegen sogar schon etwas blass aussehen!

Unser Fahrer kannte seine Wege, brachte uns gesch├╝ttelt (nicht ger├╝hrt) sicher ans Ziel und wartete geduldig knapp eine Stunde auf unsere Truppe, w├Ąhrend diese sich die weltweite Rarit├Ąt aus n├Ąchster N├Ąhe ansah. Die gr├╝ne Farbe hat der Sand durch das Mineral Olivin erhalten und dass dieses Mineral ausgerechnet hier vorkommt, haben wir – wie kann es anders sein – einem Vulkan zu verdanken.

Der Maunaloa-Schlackenkegel ist sogar jetzt noch ein zuverl├Ąssiger Lieferant von Olivin, welches am Ende nicht nur daf├╝r sorgt, dass der gesamte Strand olivgr├╝n aussieht, sondern auch ein leicht metallisches Glitzern in den Sandk├Ârnern hervorruft. Wenn man den nassen Sand in der Hand h├Ąlt, k├Ânnte man meinen, man h├Ąlt goldhaltige Kristalle in den H├Ąnden und die in jedem befindlichen, rudiment├Ąren Goldgr├Ąbergene rufen zum Herauswaschen auf. Kein Foto kann dieses dezente Glitzern wiedergeben – das muss man einfach mit eigenen Augen gesehen haben!

Kurz vor dem Green Sand Beach kamen wir an einem anderen Punkt auf dieser Insel vorbei, den man unbedingt gesehen haben muss. Am South Point steht man n├Ąmlich am s├╝dlichsten Punkt der gesamten Vereinigten Staaten von Amerika.

Wenn man dort steht, sieht man eigentlich fast nichts anderes als Ozean und Himmel sowie die Wagemutigen, welche von einer Rampe 12 m von den Klippen in die Tiefe springen, um danach eine wenig vertrauenserweckende und kraftraubende H├Ąngeleiter wieder hoch zu klettern.

Damit haben wir dieses Jahr also beide, als s├╝dlichster Punkt der USA bezeichnete Orte gesehen – zum einen im Februar auf Key West in Florida (Festland) und hier nun South Point auf Big Island (absolut).

Ein f├╝r uns immer wieder sehr wichtiges Thema haben wir bislang noch gar nicht erw├Ąhnt: das Essen. Auf Big Island sind wir in den Genuss von vielen hiesigen Sachen gekommen, die wir zuvor so noch nicht probieren konnten. Zum Beispiel Kona-Kaffee, den wir auf unserem Weg zum B&B von Lee und Svetlana sogar beim Wachsen zugucken konnten …

… Wei├če Ananas, die nur auf dieser Insel w├Ąchst und aufgrund des weitaus geringeren S├Ąuregehaltes als in anderen Sorten sehr viel s├╝├čer und angenehmer schmeckt …

… sowie die oben schon erw├Ąhnten Macadamia-N├╝sse, die man sicherlich auch frisch gepfl├╝ckt selber knacken k├Ânnte, wenn die Schale nur nicht so hart w├Ąre. Wir lernten Lilikoi, die hiesige Passionsfrucht, n├Ąher kennen und meine hei├čgeliebten Strawberry Guavas habe ich sogar auf dem R├╝ckweg vom Wasserfall zum Resort eigenh├Ąndig einsammeln k├Ânnen.

Von den Fr├╝chten der Natur mal einen Schwenk zu weiteren ganz besonderen Essenshighlight, die wir einheimischen M├Ądels zu verdanken haben. Wir wollten eigentlich schon lange ein typisches hawaiianisches Gericht namens Laulau (in Bananenbl├Ąttern gegartes Schweinefleisch) probieren, aber es hat nie geklappt, denn entweder war der Laden schon zu oder das Laulau kurz vor uns ausverkauft. Rene und Sharrie haben wir per Zufall im Kulaniapia Ressort kennengelernt, wo sie einen Bekannten besuchten und im typisch amerikanischen Smalltalk erw├Ąhnten wir wohl auch unser Pech mit dieser Spezialit├Ąt. Wir waren am n├Ąchsten Morgen sehr ├╝berrascht, als Sharrie bei unserem Fr├╝hst├╝ck auftauchte und einen von vier Laulau mitbrachte, die sie am Vorabend selbst von den Nachbarn geschenkt bekamen und den einen eben nicht mehr aufessen konnten.

Sie hat auch gleich alles Notwendige mit dem K├╝chenpersonal des Hotels gekl├Ąrt und somit kamen wir endlich in den Genuss dieser absolut leckeren, hawaiianischen Spezialit├Ąt.

Schon beim allerersten Aufeinandertreffen am Vorabend haben uns Rene und Sharrie bei einem anderen Essensexperiment unterst├╝tzt, denn wir erz├Ąhlten ihnen, dass wir auch das auf Hawaii so beliebte Dosenfleisch namens Spam probieren wollten und daf├╝r extra mal eine solche Dose im Supermarkt gekauft haben.

Allerdings waren die beiden Einheimischen sehr ├╝berrascht, dass wir es roh (aus der Dose) essen w├╝rden, denn hierzulande wei├č jeder, dass eine Scheibe Spam angebraten werden muss. Sharrie ├╝berzeugte Carsten, seine Dose aus dem Zimmer zu holen, w├Ąhrend sie den in der offenen K├╝che an einem erstklassigen Mehrg├Ąngemen├╝ werkelnden Koch ├╝berzeugte, nebenbei doch bitte auch unseren Spam anzubraten. Am Ende haben wir den direkten Test zwischen zwei rohen und mehreren gebratenen Scheiben gehabt und m├╝ssen nat├╝rlich wir dem hawaiianischen Volk Recht geben, denn in diesem f├╝r uns au├čergew├Âhnlichen Zustand kann man das bei uns wohl am ehesten mit Fr├╝hst├╝cksfleisch vergleichbaren Schnellimbiss sogar richtig genie├čen.

Mein pers├Ânliches, alkoholisches I-T├╝pfelchen war an diesem Abend noch ein auf Maui hergestellter Ananaswein – fruchtig, leicht und lecker! Damit wusste ich schon, was ich auf der n├Ąchsten Insel gerne wieder trinken w├╝rde, auch wenn es den Einheimischen eher nach franz├Âsischen, spanischen und italienischen Weinen gel├╝stet. Das war in dem Glas neben den Strawberry Guavas    standard

Ich k├Ânnte noch seitenweise so weitermachen! Aber wirklich alle Dinge aufzuz├Ąhlen, die wir allein auf dieser Insel gesehen haben und erleben durften, w├╝rde den Rahmen eines Blogeintrags noch mehr sprengen, als es ohnehin schon bis hier der Fall ist. Deshalb kann ich leider weder auf das St├Ądtchen Hilo …

… noch auf die Vulkanlandschaft Kahuku Unit als ein besuchbarer Ableger des Volcanoes Nationalpark …

… auf mehrere Panoramastra├čen entlang der K├╝ste …

… auf diverse Wasserf├Ąlle …

… oder auf die von uns besuchten, zahlreichen Str├Ąnde n├Ąher eingehen …

Sehenswert war aber alles davon!



2018 02.
Dez

In den letzten Tagen und Wochen war ich erneut in so viele Sachen eingebunden, dass ich hiermit eine kleine Verschnaufpause suche, um alles in Ruhe mal Revue passieren zu lassen.

Die Wetterkapriolen mit t├Ąglich ver├Ąndernden Temperaturen haben leider einen sehr schlechten Einfluss auf mein Immunsystem gehabt. Ich musste eine reichliche Woche mit einer Bronchitis leben und eifrig gegen diese mit allen verf├╝gbaren Mitteln wie Schlaf, Kr├Ąutertee mit Honig, Inhalieren & Co ank├Ąmpfen. Seit geraumer Zeit kann ich aber stolz berichten, dass ich aus diesem Gefecht als stolze Gewinnerin hervorgegangen bin … mehr wird jetzt auch nicht mehr gejammert.

Wie ich schon schrieb,  es war erneut reichlich los in meinem Leben. Neben der Arbeit habe ich nach wie vor donnerstags einige erwachsene und zum Teil schon pensionierte Lernwillige in der VHS vor mir sitzen, die ich in die Geheimnisse der russischen Sprache einweihen darf. Ich bin, wie es sich nun mal f├╝r eine vorbildliche Lehrerin geh├Ârt, so gut wie immer als erste da und genie├če dann noch ein wenig die Ruhe vor dem Sturm    standard

Aber man hat ja zum Gl├╝ck nicht nur die Arbeit im Kopf, egal wie viel Spa├č sie auch macht    zwinker    deshalb ab hier meine kleinen, als Update gedachten Geschichten aus der Freizeit:

Ines und Torsten haben Carsten zum Geburtstag ein gemeinsames Bowling-Event geschenkt – dieses wurde nun im November eingel├Âst:

Und wie es so ist, in jeder Gruppe muss es einen geben, der konsequent den letzten Platz belegt – ich habe diese Rolle wie so oft beim Bowlen ziemlich schnell an mich gerissen. Doch meinem Spa├č mit einer Kugel und 10 Pinnen samt netten Menschen um einen herum tat es dennoch keinen Abbruch:

Zum Gl├╝ck war Ines punktetechnisch stets ziemlich in meiner N├Ąhe, wenn auch immer recht knapp vor mir. Die Zeit dazwischen konnten wie vier nutzen, um ausgiebig von Angesicht zu Angesicht zu quatschen und hin und wieder wieder einen Ausflug zum mit inbegriffenen Brunchbuffet zu unternehmen. Zudem gaben wir uns stets der ein oder anderen Fotopose oder Bl├Âdelei („Strikemaker“ – pah ! Nicht mit mir !!!) hin:

Da der deutsche November in diesem Jahr ├╝berraschend warm und sehr h├Ąufig sonnig war, konnten wir nach dem Spiel noch locker und vergn├╝gt im Freien spazieren und genossen die kr├Ąftigen Herbstfarben:

Zudem war der Tag perfekt f├╝r einen Besuch in einem nicht weit entfernten Eiscaf├ę, wo ich zu meinem Eisbecher auch gleich mal meinen ersten Gl├╝hwein der Saison bestellte – man muss ja der Jahreszeit dennoch irgendwie Tribut zollen    zwinker

Apropos Wein. Am 20. November verbrachte ich wie so oft, einen Abend in der „ver├Ąnderbar“ in der Neustadt, um den Geschichten der Phrase4-Autoren zu lauschen. Diesmal habe ich als einzige aus dem gesamten Publikum die gesuchte Phrase in einer der Storys wiedererkannt. Niemand, eigentlich auch ich erst nach einigem Gr├╝beln, haben damit gerechnet, dass die gesuchte Phrase des Abends („nur kurze Sprints“) bereits in der allerersten Geschichte, geschrieben und gelesen von Henning H. Wenzel, vorkommen wird. Deshalb habe ich sogar erst bis zum letzten Wort der Story gewartet und anschlie├čend ganz brav wie in der Schule meine Hand hochgehoben, um zu fragen, ob ich richtig geh├Ârt habe. Habe ich in der Tat und somit durfte ich eine der beiden Flaschen mit nach Hause nehmen und mir gleich auch noch eine neue Phrase f├╝r das n├Ąchste Mal ausdenken:

Mal sehen, wer diese w├Ąhrend der Januarlesung aus einer der 8 Kurzgeschichten heraush├Ârt    standard

Am Wochenende vor meinem Geburtstag kam Stephanie zu uns zu Besuch. Da man als Student und vor allem nicht f├╝r sich allein den Aufwand betreibt, einen Braten zu machen, gab es diesen auf Wunsch einer einzelnen Dame eben am Sonntag bei den Eltern – nat├╝rlich mit allem, was dazugeh├Ârt:

F├╝r das Geburtsgasessen am Montag entschieden wir uns allerdings zur Ausw├Ąrtsvariante und wir nahmen das AYCE-Rippchen-Angebot im „Rauschenbach Deli“ gern als Anlass, dort (nur) zu dritt anzurauschen:

Eine famili├Ąre Vollzusammenkunft klappt eben nicht immer – vor allem nicht, wenn eines der Kinder aus dem nahen Chemnitz vor Kurzem ins bergige Ausland gezogen ist. Andrea kommt somit erst n├Ąchstes Wochenende nach Sachsen und wir werden ein klein wenig nachfeiern.

Mitte Oktober hatte ich ja bereits geschrieben, dass meine Kinder mir ihr Geschenk schon „verraten“ haben. Ich erhielt eine Patenschaft ├╝ber (m)ein Tief, welches nach mir benannt wurde. Jetzt, zum Geburtstag, bekam ich zusammen mit anderen netten Sachen noch die gesamte Lebensgeschichte dieses Tiefs nachgereicht. Daraus entnehme ich, dass ich mich bei den Briten, Schotten und Norwegern aufrichtig f├╝r das Benehmen meines Patenkindes entschuldigen muss, denn dort sorgte das Tief f├╝r viel Regen und einen heftigen Sturm, w├Ąhrend wir uns in Deutschland zeitgleich der W├Ąrme des Hochs Viktor vergn├╝gen konnten. Wer Interesse hat, kann mich gerne kontaktieren und ich lasse ihm die Biografie per Internet zukommen.

Ja, der 26.11. wurde mal wieder f├Ąllig und ich bin somit erneut um ein Jahr ├Ąlter. Doch ich war wieder sehr ger├╝hrt und ├╝berrascht, wie viele Menschen an meinen Geburtstag gedacht haben und mir gratulierten. Die Geschenke waren sowohl im ├╝bertragenen als auch im direkten Sinne einfach b├Ąrig!

Ein ganz herzliches Dankesch├Ân nochmals an alle, die mich in dieser Woche angerufen haben, vorbeigekommen sind, mir ganz klassische Post geschickt haben und nat├╝rlich alle Mittel der modernen Kommunikation nutzten, um mir Gesundheit und viel Gutes f├╝r das n├Ąchste Lebensjahr zu w├╝nschen – ihr seid einfach klasse!

Meine diesj├Ąhrige Adventszeit begann ein paar Tage vorher mit einem ├ťberraschungspaket aus ├ľsterreich – Andrea hat es geschickt:

Der Inhalt sind 24 kleine Pappboxen mit diversen Kleinigkeiten meiner Gro├čen. Ich bin echt gespannt, was sie sich so alles ausgedacht hat. Am ersten Dezember gab es Schokob├Ąrchen und einen „Women’s Energy“-Tee. Heute durfte ich eine kleine Aufgabe l├Âsen: etwas Lustiges im Internet oder drau├čen suchen und das mit meiner Familie teilen. Ich habe mich daf├╝r entschieden:

… das Bild habe ich gestern in der Neustadt gemacht.

Carsten und ich waren Freitag und Samstag viel unterwegs, um Jesus unser sch├Ânes Dresden zu zeigen und gleich auch mal ├╝ber die vielen Weihnachtsm├Ąrkte zu tingeln. Diesen Gast aus Miami haben wir im Februar w├Ąhrend unseres Urlaubs in Florida ├╝ber die Couchsurfing-Plattform kennengelernt. Er stammt urspr├╝nglich aus Venezuela und sein Name, welcher in Gegenden mit spanischem Einfluss keinesfalls so exotisch wirkt wie bei uns in Deutschland, wird „Chessuss“ ausgesprochen – wir konnten ihn also sehr unauff├Ąllig bei unseren Rundg├Ąngen rufen bzw. ansprechen, ohne gleich ├Ąu├čerst ungl├Ąubige Blicke auf uns zu ziehen. Derzeit wohnt und arbeitet er in Frankfurt und nutzte somit die Gelegenheit, um einmal nach Dresden zu kommen, sich die Stadt anzusehen und ├╝ber die diversen Weihnachtsm├Ąrkte zu schlendern.

Wer z.B. mal den Zwinger ganz f├╝r sich allein, ohne alle anderen Touristen haben m├Âchte, muss wohl an einem Freitagmittag dorthin gehen … idealerweise vielleicht im November    standard

Wir haben an den beiden letzten Tagen den Striezelmarkt, das Stallh├Âfische Adventsspektakel, den Advent auf den Neumarkt, den Augustusmarkt und den Winterzauber in der M├╝nzgasse besucht, konnten dabei einiges essen und trinken und uns fr├Âhlich in das vorweihnachtliche Gewusel st├╝rzen:

An beiden Abenden rollten wir erst nach 20 Uhr tiefgek├╝hlt, aber durch und durch satt zur├╝ck ins Apartamento OLCA, wo dann noch die ein oder andere Kleinigkeit aufgetischt wurde: Cognac und Wodka sowie Christstollen, Obst, Kaviar und Schokolade.

Heute fr├╝h (sehr fr├╝h: 6:30 Uhr !!!) ist unser Gast aber schon wieder nach Frankfurt zur├╝ckgeflogen. Wir g├Ânnen uns dann an diesem Sonntag eine kleine Pause zu Hause und widmen uns eifrig der To-Do-Liste, denn morgen nach der Arbeit treffe ich mich mit ehemaligen Kollegen auf dem Striezelmarkt und Carsten geht am Dienstagabend mit seinen Abteilungskollegen wie jedes Jahr zum Jahresabschlussbowling. Und weitere Weihnachtsmarkttreffen sind in unserem Kalender ebenfalls reichlich vertreten, d.h. auch der Dezember verspricht, sehr ereignisreich zu werden.



2018 29.
Jul

In meinem Leben passieren so viele sch├Âne Dinge und so viele wundervolle Begegnungen, dass ich euch jetzt einfach mal ein wenig davon erz├Ąhlen muss    standard

Schon am Anfang des Monats, n├Ąmlich am 3. Juli, haben Carsten und ich uns mit Sabine und ihren bezaubernden T├Âchtern Kaitlyn und Emily, welche w├Ąhrend ihres Deutschland/Prag-Roadtrips einen Nachmittag f├╝r Dresden eingeplant haben, getroffen. Ich kenne Sabine ├╝ber das Internet wohl schon seit ├╝ber 18 Jahren und wir haben uns damals nicht nur Emails, sondern auch ganz klassische Briefe auf Papier mit ausgedruckten Fotos geschrieben. Das jetzige war allerdings unser erstes Treffen in Persona! Und ich fand das echt sch├Ân! Carsten hat bereitwillig die Rolle des Stadtf├╝hrers ├╝bernommen und pr├Ąsentierte unseren G├Ąsten aus den USA aus meiner Sicht die sch├Ânen Seiten von Dresden hervorragend.

Nachdem wir die wichtigsten Punkte unserer Altstadt gezeigt haben und uns zur Belohnung eine ordentliche Portion Eis an diesem warmen Tag g├Ânnten, gab es nat├╝rlich auch noch ein Erinnerungsfoto mit uns allen:

Dieses Bild hat jetzt seinen Ehrenplatz auf unserer Wall of Visitors gefunden. Wir hoffen, dass wir die drei, vielleicht dann sogar noch mit ihrem vierten, m├Ąnnlichen Familienmitglied a.k.a Ehemann und Papa, nochmals in Dresden oder gar ganz woanders treffen k├Ânnen. Der Mann des Hauses musste leider arbeiten und konnte die M├Ądels bei ihrem gesamten Roadtrip nicht begleiten. Aber unter uns: ein Wiederkommen lohnt sich auf jeden Fall, denn wir haben bei Weitem noch nicht alles gezeigt, was unsere sch├Âne Stadt so zu bieten hat.

Schwenk zum n├Ąchsten Treffen:
Als Kerstin, unsere langj├Ąhrige Freundin, ihren Geburtstag in Mai feierte, schenkten wir ihr einen Gutschein f├╝r einen gemeinsamen Wandertag – organisiert und durchgef├╝hrt durch uns. Das Geschenk wurde von ihr am 7. Juli  eingel├Âst. Wir haben uns gemeinsam auf einen 20 km langen Rundwanderweg vom Dresdner Stadteil Lockwitz ├╝ber die Burgst├Ądtler Linde nach Kreischa und ├╝ber die Babisnauer Pappel zur├╝ck nach Lockwitz verst├Ąndigt. Das Wetter war uns hold und wir hatten unterwegs eine wunderbare Sicht, hin und wieder etwas Wegesrandproviant in Form von S├╝├čkirschen, Brombeeren, kleinen (noch nicht ganz reifen) Birnen und Mirabellen sowie dazu noch einen Himmel mit herrlich anzusehenden Wolkenformationen:

Au├čerdem haben ich mich unterwegs noch mit einer Ziege angefreundet. Als Andrea das Bild von unserer Bekanntschaft gesehen hat, meinte sie: „Die Ziege hat sich bestimmt ├╝ber diese riesige, laufende Karotte gefreut.“ … gemeint ist nat├╝rlich die Farbe des T-Shirts    standard

Ein weiterer Begleiter eines anderen Wegabschnitts hat Carsten und mich als seine Ballwurfmaschinen sehr ins Herz geschlossen – ich war f├╝r die Kurzsprints und Carsten f├╝r die Langstrecken zust├Ąndig.

Und das hat er auch wirklich immer f├╝r sich entschieden, denn wenn er weit rennen wollte, brachte er seinen Tennisball zu Carsten und wenn er dabei zu sehr au├čer Puste geriet, trug er sein Spielzeug zu mir. Ich kann eben nicht so weit werfen wie mein Mann     zwinker

├ťbrigens, unterwegs habe ich entdeckt, wie man die hei├čgeliebten Teddyb├Ąren der Welt offline pr├Ąsentieren kann:

In diesem H├Ąuschen waren alle Doppelfenster inklusive 20 cm breiter, innenliegender Fensterbank des Erdgeschosses mit viel „b├Ąrigem Leben“ gef├╝llt – ich fand das klasse!

Treffen Nummer 3:
Da ich auf Arbeit zwei Kolleginnen – Kathrin und Lisa –  einmal in der Woche nach Feierabend helfe, ihre etwas versch├╝tteten Russisch-Kenntnisse wieder auszugraben und aufzupolieren, war es nat├╝rlich nur logisch, dass sie auch mal die russische K├╝che richtig kennen lernen sollten. Mein Vorschlag, an einem Dienstagabend ins Restaurant „Odessa“ zu gehen, wurde dabei dankbar aufgenommen. Trotz eines vorherigen Regenschauers setzten wir uns in das G├Ąrtchen im Innenhof des Restaurants, denn das aufgespannte Segel ├╝ber der Terrasse versprach einen zuverl├Ąssigen Schutz bei einer etwaigen Wiederkehr von Regentropfen. Die Kollegen im Restaurant waren wie immer klasse: Das Essen schmeckte k├Âstlich, der Service war stets zu Stelle, wenn man ihn sich gew├╝nscht hat, aber dennoch nicht aufdringlich – alles perfekt f├╝r einen gem├╝tlichen Abend. Dazu hatten meine Sch├╝lerinnen eine tolle M├Âglichkeit, ihr Russisch gleich anzuwenden und das auch sehr erfolgreich! Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und ich zeigte meine absolute Lieblingsstelle in Dresden: das Nymphenbad im Zwinger. Beides war an diesem Dienstagabend nahezu menschenleer – eine ganz bezaubernde Atmosph├Ąre!

Ich glaube, auch Lisa ist diesem Zauber verfallen    standard

Auf zum n├Ąchsten Treffen:
Da wir schon ├╝ber Arbeit gesprochen haben    standard    Carus Vital, das Gesundheitszentrum unseres Arbeitgebers, ├╝ber welches ich schon paar mal geschrieben habe, bietet nicht nur sportliche Veranstaltungen, sondern auch Kochkurse an. Vor einigen Tagen gab es dann den Kurs „Vegetarisches Grillen“. Ich hatte mich leider etwas zu sp├Ąt angemeldet und stand lange Zeit auf der Warteliste, aber gl├╝cklicherweise wurde noch ein Pl├Ątzel frei und ich konnte nachrutschen    standard    Carsten hat beim Wort „vegetarisch“ lieber gleich beschlossen, dass ich ohne ihn teilnehmen kann    zwinker
Diese Veranstaltung wurde netterweise von „meiner“ Julia vorbereitet und durchgef├╝hrt. Das Grillgut in Form von eingelegtem Hirtenk├Ąse und ebenfalls eingelegtem Zucchini-Champignon-Gem├╝se hat sie eigenh├Ąndig schon vorbereitet gehabt. Solange das Grillgut nun vor sich hinbrutzelte, machten die Kursteilnehmer sich daran, nach ausgegebenen Rezepten die passenden Beilagen zuzubereiten.

Von links nach rechts: Sommernudelsalat, Tomaten-Hirtenk├Ąseaufstrich, Tzaziki, Pesto, Linsensalat und gegrillte Kartoffeln, die mit dem Pesto gegessen werden sollten. Es war alles sehr, sehr lecker geworden … dass wir dabei mit jeder Menge Knoblauch gearbeitet haben, hat unsere Umgebung auch noch am n├Ąchsten Tag sicherlich deutlich wahrgenommen    standard

Nun zu unserem Hausgast:
Das Essensthema bringt mich auf das n├Ąchste Highlight: Wir haben seit ├╝ber einer Woche jemanden, den ich zum Anbei├čen s├╝├č finde, zur Pflege in unserer Wohnung aufgenommen:

Es ist der Dsungarische Zwerghamster namens Egon von Andrea. Sie ist aktuell viel unterwegs (Umzugsplanungen nach ├ľsterreich & Kurzurlaub mit ihrer Schwester) und ihr Kumpel, welcher sonst die Tagespflege dieses kleinen Knuffels ├╝bernommen hat, ist derzeit selbst im Urlaub. So hat sie ihren kleinen Mitbewohner aus Chemnitz zu uns gebracht. Ich denke, wir haben uns zu dritt inzwischen richtig gut eingelebt    standard

Er darf bei uns noch eine weitere Woche bleiben, danach bringen wir ihn wieder zur├╝ck. Dort hat er auch ein wesentlich gr├Â├čeres Gehege als bei uns.

├ťberleitung zum n├Ąchsten Thema:
Einen gro├čen Auslauf im Freien hatten Carsten und ich am Samstag vor einer Woche. Wir waren erneut mit Teilnehmerninnen eines ehemaligen VHS-Russisch-Kurses von mir wandern, diesmal ├╝berwiegend am Grenzflu├č Kirnitzsch entlang. Aber die unverwechselbaren Formationen des Elbsandsteingebirges durften nat├╝rlich nicht fehlen, zumal man dort an einem hei├čen Tag ein ganz besonders sch├Ânes und schattiges Pl├Ątzchen zum Sitzen finden konnte    zwinker

Solche, zwischen Felsw├Ąnden eingeklemmte Steinbrocken finde ich immer wieder beeindruckend …

… ich versuche allerdings an solchen Stellen immer sehr schnell durch zu laufen, denn man wei├č ja nie, wann dieser Halt mal br├Âckelt    zwinker

Entlang eines recht langen Abschnitts des Wanderwegs wuchsen richtig gro├čen Farne – ich f├╝hlte mich ein wenig wie im Urwald von Jurassic Park    zwinker

Das Wasser der Kirnitzsch war kristallklar, wie diese Spiegelung und Durchl├Ąssigkeit am oberen Bildrand eindrucksvoll zeigt:

Das Gr├╝n der Wasserpflanzen wirkte auf mich sehr m├Ąrchenhaft – insbesondere, wenn sie im flie├čenden Wasserverlauf immer sanft hin- und herwiegten:

Es war so unglaublich ruhig dort! Nat├╝rlich konnte ich der Versuchung, meine F├╝├če von Wanderschuhen zu befreien und die Zehen in das Wasser einzutauchen, nicht widerstehen. Ein Beweisfoto gibt es in meiner „F├╝├če-im-Wasser„-Galerie    standard

Sp├Ąter, auf der Oberen Schleuse g├Ânnten wir uns eine Kahnfahrt – die von der Wanderung erm├╝deten F├╝├če waren uns wirklich sehr dankbar. Bei so einer Fahrt erinnert man sich wieder, dass man nicht immer schnell von A nach B kommen muss, es geht auch langsam und entspannt.

Als wir an der unteren Staumauer gestartet sind, lag die Wassertiefe noch bei 4 m. An der weiter oben liegenden Bootsstation ist es ganz offensichtlich wesentlich flacher geworden.

Die Kirnitzsch ist schon sein Jahrhunderten ein Grenzflu├č zwischen Tschechien und Deutschland. Doch die Namen der L├Ąnder ├Ąnderten sich im Laufe der Jahre und manche Zeichen sind nur leicht etwas angepasst worden. Achtet einfach auf den Hintergrund vom Buchstaben „D“:

Hier kann man noch deutlich die DDR-Vergangenheit erkennen und auf tschechischer Seite zeigte auf manchem Grenzstein das L├Ąnderk├╝rzel ─îS noch die damalige Abk├╝rzung der Tschechoslowakei.

Den Abend durften wir wieder mal im Garten von Kerstin und Lothar beim Grillen und einem Feuerchen ausklingen lassen:

Es war ein wunder-wundersch├Âner Sommertag!

Einen habe ich noch !
Auch Sommerabende k├Ânnen mal nach drau├čen locken und so folgte ich Annas Vorschlag, mal beim Palais-Sommer zu einem Konzert zu gehen. Letzten Dienstagabend, ich habe noch Kathrin mit dazu eingeladen, lauschen wir zu dritt den hervorragend gespielten Jazzkl├Ąngen der Klazz Brothers:

Die Jungs haben mit einer Pause ganze zwei Stunden lang gespielt und es war wirklich klasse! Als der Auftritt zu Ende war, strahlte man das Geb├Ąude vom Japanischen Palais, welches einige Museen beherbergt, noch mit einem Bild von einem bekannten Maler an. Erkennt ihr es?

Es ist ein Bild von Paul Gauguin: „Zwei Frauen auf Tahiti“. Ich gebe zu, den K├╝nstler habe ich sofort erkannt, aber um zu wissen, wie genau dieses Bild hei├čt, musste ich recherchieren    standard

Oh, es ist ein ziemlich langer Beitrag geworden, aber es sind einfach zu viele zu sch├Âne Erlebnisse passiert, welche ich mit euch hier schon seit langer Zeit teilen wollte. Mal schauen, was die n├Ąchsten Tage und Wochen so mit sich bringen werden!



2018 03.
Mai

Eine der sch├Ânen Nebenwirkungen von Dienstreisen ist die M├Âglichkeit, sich vor und nach der Arbeitszeit wie ein Tourist zu benehmen und die Gegend ein wenig anzusehen. Vor dem Flug in die Ukraine zu einer Messe habe ich eine Zeit lang ├╝berlegt, wann ich das letzte Mal in der Hauptstadt des Landes war. Ich stellte fest, dass ich, seit ich im Juni 1992 mein Visum dort in der Deutschen Botschaft erhalten habe, diese Stadt maximal auf einer Durchreise mit dem Zug „besuchte“. Die Erinnerungen waren sehr verschwommen, Kiew war nach so langer Zeit f├╝r mich eine Terra Incognita geworden.

Und was soll ich sagen – ich wurde dort prompt von einem auf der Stra├če freilaufenden B├Ąren angefallen!

Zum Gl├╝ck sind ukrainische B├Ąren gut erzogen, er hat sich f├╝r sein unfl├Ątiges Benehmen entschuldigt und mich getr├Âstet    standard

Einem Igelchen bin ich ebenfalls begegnet. Diese Figur kennt jedes Kind, welches in der UdSSR gro├čgeworden ist, aus dem Trickfilm „Igelchen im Nebel

Auf einem meiner Spazierg├Ąnge habe ich ein Denkmal f├╝r meine Namensgeberin gefunden – F├╝rstin Olga

In der Geschichte von Kiew und vom Kiewer Rus spielte sie eine enorme Rolle und sorgte f├╝r geregelte Verh├Ąltnisse in ihrem F├╝rstentum, wobei sie mit ihren Feinden nicht besonders zimperlich umging.

Ein Denkmal f├╝r den Dichter Taras Shewtschenko war auch einfach zu finden. F├╝r die ukrainische Sprache und Literatur spielt er eine ├Ąhnliche Rolle wie Goethe f├╝r die Deutschen. Allerdings war sein Leben weitaus beschwerlicher, denn als Leibeigener hat man es bedeutend schwerer im Leben …

Nat├╝rlich war ein Besuch auf dem Majdan ein Muss und gl├╝cklicherweise lag unser Hotel nur ein Katzensprung davon entfernt.

Die Erinnerungen an die Ereignisse von 2014 werden nach wie vor in Ehren gehalten. Fotos ├╝ber das Geschehene sind aufgestellt, Bilder der im Kampf gefallenen sind ebenfalls ├╝berall zu sehen … man spricht dabei ├╝brigens von einer Revolution der W├╝rde.

Politik und Krieg spielen dort auf jeden Fall eine wichtige Rolle. Auf den Stra├čen habe ich des ├ľfteren junge M├Ąnner in Milit├Ąruniform gesehen. Auch einige Statuen auf den Stra├čen wiesen auf die aktuelle Lage hin – diese hier fand ich besonders einleuchtend, die Symbolik ist quasi selbsterkl├Ąrend …

… doch aufgrund der Gr├Â├če des Fotos will ich eine kleine Erkl├Ąrung geben: auf der Erde sind die Umrisse der Ukraine zu sehen, links/im Westen ein ukrainischer Freiheitsk├Ąmpfer in Tracht (Kosak), der gegen einen doppelk├Âpfigen Drachen (siehe Flagge bzw. Wappen von Russland) aus dem Osten k├Ąmpft, dessen Schwanz bereits auf der Krim liegt und Hinterl├Ąufe auf der Ostukraine stehen.

Aber es gab auch andere, nicht politische, sondern romantische, Kunstwerke zu sehen.

Da wir im Zentrum der Stadt lebten, hatten wir kurze Wege zu unterschiedlichen Kirchen. Das St. Michaelskloster befand sich am Ende unserer Stra├če und ist einfach nur wundersch├Ân!

Bevor wir in die ├Ąlteste Kirche der Stadt, die im 11. Jahrhundert erbaute Sophienkathedrale, gegangen sind, stiegen wir erst einmal auf den dazugeh├Ârigen Glockenturm auf – von oben hatte man einen tollen Blick ├╝ber die ganze Gegend!

Dass die Sophienkathedrale von der Aussichtsplattform in voller Gr├Â├če zu sehen ist, versteht sich ja von selbst.

In diese Kirche sind wir auch hineingegangen. Die Fresken und Mosaiken sind noch im Original erhalten geblieben – es war irgendwie eigenartig, so viel Zeit(geschichte) mit eigenen Augen zu sehen: 10 Jahrhunderte! Fotografieren war allerdings nicht erlaubt, aber ich habe an einem anderen Portal eine Mosaik gefunden. Diese ist zwar vermutlich nicht so alt wie die Adorantfigur in Sophia, aber sie vermittelt zumindest den Eindruck der Sch├Ânheit, welche ich gesehen habe.

Die St. Andreas Kirche ist etwas weiter entfernt, aber sie zu sehen, war ein Muss … allerdings nur von Au├čen.

Dort beginnt auch der Andreassteig, eine Stra├če, welche den oberen und den unteren Teil der Stadt auf k├╝rzestem Wege verbindet und auf welcher K├╝nstler und Souvenirh├Ąndler ihre Werke und ihre Waren zum Verkauf anbieten. Die Verk├Ąufer waren sehr unaufdringlich und man konnte sich mit ihnen sogar unterhalten, ohne dass sofort etwas angedreht wurde – kann ich nur empfehlen! Und ja, ich habe sogar am Ende ein paar Sachen gekauft    standard

Apropos H├Ąndler. Am Ende der k├╝rzesten (nur 1.200 m) und breitesten Hauptstra├če in Europa – Chreschtschatyk – befindet sich eine Markthalle, welche von 6:00 fr├╝h bis 4:00 fr├╝h immer ge├Âffnet ist: die Bessarabska-Markthalle:

Ich sch├Ątze, vormittags wird da mehr los sein als sp├Ątabends, als wir hineingegangen sind. Aber das, was ich gesehen habe, brachte mich bereits zum Sabbern    standard    hier nur mal exemplarisch zwei Beispiele    zwinker

Erstens,  eingelegtes Gem├╝se in H├╝lle und F├╝lle:

Zweitens, Wurst und Speck bis zum Abwinken:

Ja, ich bin in meinem Herzen tats├Ąchlich eine Ukrainerin, denn der Speck sah auch f├╝r mich als Frau echt zum Reinbeissen aus!

Ich konnte mich aber noch beherrschen, denn anschlie├čend sind wir in das ukrainische Restaurant Kortschma Taras Bulba gegangen, wo meine Geschmacksknospen ebenfalls voll auf ihre Kosten kamen    standard

Nach meiner R├╝ckkehr habe ich meiner Familie von dieser Stadt so viel vorgeschw├Ąrmt, dass wir nun ├╝berlegen, auch mal abseits der Arbeit einen gemeinsamen Kurztrip dahin zu wagen. Ein Visum muss man ja zum Gl├╝ck nicht beantragen, denn als EU-Europ├Ąer kann man sich bis 90 Tage in der Ukraine problemlos aufhalten – dass muss man ausnutzen    zwinker

Ich habe das Gef├╝hl, Kiew wartet schon auf uns    standard



2017 25.
Dez

In der letzten Woche vor Weihnachten sind Carsten und ich endlich einmal ├╝ber ein paar Weihnachtsm├Ąrkte in der Dresdner Innenstadt gelaufen, um uns wenigstens ein wenig in festliche Stimmung zu bringen. Auch wenn die hiesigen M├Ąrkte inzwischen alle geschlossen sind, m├Âchte ich euch auf eine kleine Reise durch die strahlende Weihnachtswelt in der s├Ąchsischen Hauptstadt mitnehmen    standard

Zuerst sind wir auf dem Weihnachtsmarkt auf der Prager Stra├če gewesen:

Dort gab es vor allem sehr viele Optionen, etwas zu essen und zu trinken. Bei einem Stand bin ich sogar fast schon schwach geworden, konnte mich allerdings nach dem genauen Durchlesen der Zutaten doch nicht dazu durchringen, dieses Getr├Ąnk trotz seines sehr geschickt gew├Ąhlten Namens zu trinken    zwinker

Vielleicht n├Ąchstes Jahr …    zwinker

Auf dem 583. Striezelmarkt, urkundlich eines der ├Ąltesten Weihnachtsm├Ąrkte Deutschlands, war ich zu dem Zeitpunkt allerdings schon zum zweiten Mal. Da ich beim ersten Besuch zusammen mit Ines, Anna und Manu jede Menge des klassischen Gl├╝hweins getrunken habe, war ich diesmal auf der Suche nach etwas Besonderen. Et voila!  Hei├če Caipirinha:

Hier sind ein paar Impressionen der wirklich sehr aufw├Ąndig, liebevoll und gekonnt geschm├╝ckten Verkaufsst├Ąnde des Striezelmarkts. Es ist nur eine Mini-Auswahl – alle St├Ąnde und B├╝dchen sind echt wundersch├Ân und sehr einladend!

Diesen Stand „durfte“ ich nur aus sicherem Abstand anschauen … da hat mein Mann ganz genau darauf geachtet, denn in unserer kleinen Wohnung gibt es seiner Meinung nach bereits zu viele b├Ąrige Mitbewohner     erroeten

Ein Pflaumentoffel durfte auf einem traditionellem Weihnachtsmarkt nat├╝rlich auch nicht fehlen:

Was ich immer wieder sehr sch├Ân finde, ist die gro├čz├╝gig gestaltete Ecke f├╝r die kleinen und im Herzen jung gebliebenen Besucher des Marktes mit bekannten M├Ąrchenfiguren – da freut man sich auch als Erwachsener immer wieder wie ein Kind. Allerdings ist das Fahren mit der Bahn durch das M├Ąrchenland tats├Ąchlich nur den Kleinsten unter uns vorbehalten    standard

Damit man eine Vorstellung bekommen kann, wie gro├č die Gesamtfl├Ąche ist, versuchte ich ein paar „├╝berblickende“ Aufnahmen zu machen. Hier das offizielle Eingangstor zum Striezelmarkt in Schwibbogenform:

Man kann links sogar die Treppe zur kleinen Aussichtsplattform erkennen. Selbstverst├Ąndlich waren auch wir auf dem ├╝berdimensionalen Schwibbogen, denn man hat von dort einen unheimlich guten ├ťberblick ├╝ber den gesamten Striezelmarkt mit dem dazugeh├Ârigen, festlich geschm├╝ckten Tannenbaum …

… und der ebenso f├╝r Dresdner mittlerweile unentbehrlichen Weihnachtspyramide. Diese ist, wenn ich mich nicht irre, immer noch die Gr├Â├čte der Welt:

Nachdem wir uns auf dem Striezelmarkt umgesehen und kulinarisch gest├Ąrkt haben, gingen wir zum Romantischen Weihnachtsmarkt Anno 1900 an der Frauenkirche. Dort geht es weniger darum, mit viel Lichterglanz zu punkten, sondern eher darum, Bew├Ąhrtes und zum Teil auch etwas in Vergessenheit geratenes zu pr├Ąsentieren. Mit wenig Bling-Bling und im Stile alter Dienstleistungen dominieren hier vor allem Handwerkskunst und „alte“, traditionelle Speisen – eben kein neumodischer Kram, wie z.B. Langos, Sushi, Empanadas etc.:

Man hat dabei nat├╝rlich auch darauf geachtet, dass es etwas besinnlicher und ruhiger zugeht als auf dem Striezelmarkt. Daher war auch die Beleuchtung nicht auf viele Kilowatt ausgelegt, sondern auf W├Ąrme und Gem├╝tlichkeit:

Die Gestaltung der Verkaufst├Ąnde entsprachen nat├╝rlich auch dem gleichen, back-to-the-roots-├Ąhnlichen Konzept:

Jedes Jahr baut man dort auch eine Kulisse auf, welche an den Ursprung des Weihnachtsfestes erinnert, die Geburt Christi:

Im Stall rechts neben dieser Treppe gibt es an Seite von gemalten Heiligen Drei K├Ânigen auch lebende Schafe. Sie haben sich diesmal allerdings so gut versteckt, dass sie leider die Gelegenheit verpasst haben, in meinem Blogeintrag als Foto zu erscheinen    zwinker

Ganz in der N├Ąhe des romantischen Weihnachtsmarkts an der Frauenkirche, befindet sich im Stallhof der Mittelalter-Weihnachtsmarkt:

Hier wird, wie man sieht, ebenfalls auf zu viel grelles Licht verzichtet. Daf├╝r hat man eine, aus meiner Sicht richtig sch├Âne Idee entwickelt, denn auf die W├Ąnde des Dresdner Schlosses wird sanfter Schneefall und Fackeln samt deren flackerndes Licht projiziert (in der Bildmitte):

Dieser Markt ist an jedem Wochentag und zu jeder Tageszeit sehr gut besucht:

Man kann dort au├čergew├Âhnliche Kleidungs- und Schmuckst├╝cke kaufen, den Handwerkern, wie z.B. Schmieden, beim Arbeiten zusehen, bei einer Wahrsagerin die eigene Zukunft erfahren oder einfach nur beim Bierchen … ├Ąhm … Met f├╝r eine Stunde in einem gro├čen, ├Âffentlichen Badezuber mit Freunden abh├Ąngen:

Sich einen Obstwein oder Met f├╝r den Eigengebrauch oder als Geschenk aussuchen …

… und bevor man nach Hause geht, sich noch einen frischgebackenen, hei├čen und appetitlich duftenden Apfelkrapfen kaufen:

Das letzte habe ich ebenfalls gemacht und nicht bereut – er war soooooooooo lecker und die gerade gebackene Leckerei w├Ąrmte zudem noch meine H├Ąnde, meinen Bauch und mein Herz    standard

Das sind wahrlich nur minimale Eindr├╝cke von ein paar der zahlreichen Weihnachtsm├Ąrkte, welche es im Dezember in Dresden gibt – laut Stadtwebseite ├Âffneten in 2017 insgesamt 11 St├╝ck. Es hat sich eben inzwischen herumgesprochen, wie sch├Ân die Adventszeit in unserer Stadt ist … deshalb gehen wir, die Einheimischen, auch eher in der Woche dorthin, um sich mit Freunden zu treffen und einen Gl├╝hwein zusammen zu trinken, denn am Wochenende ├╝berlassen wir die G├Ąnge zwischen den Verkaufsst├Ąnden lieber unseren ausw├Ąrtigen G├Ąsten und damit sich die H├Ąndler von Montag bis Donnerstag nicht langweilen    standard



2017 08.
Nov

Ich wei├č nicht, ob es alle schon mal wahrgenommen haben, aber auf unserer Familienhomepage gibt es unter anderem auch ein Kochbuch    standard
Die Rezepte, welche darin ihren Ehrenplatz finden, wurden alle eigenh├Ąndig und eigenm├Ągenig durchgetestet und von meiner Familie f├╝r gut befunden … andere Gerichte kommen da einfach nicht rein    standard    keine Chance !

In den letzten Wochen und Monate gab es darin, in dem erw├Ąhnten Kochbuch, kaum etwas Neues zu entdecken. Allerdings habe ich im Hintergrund immer wieder meine Kochexperimente in Form einer Datei abgespeichert. Am vergangenen Wochenende hat mein lieber Mann dann mal alle diese Dateien in die Hand genommen und 32 neue Rezepte in dieses virtuelle Buch einsortiert.

Also lade ich euch nun alle an dieser Stelle ein, sich die „Neuzug├Ąnge“, welche ganz treffend mit einem roten F├Ąhnchen „NEU!“ gekennzeichnet sind, anzuschauen. Wer wei├č, vielleicht inspirieren diese Eintr├Ąge euch, meine lieben Leser, ebenfalls, mal ein paar neue Gerichte auszuprobieren. Gutes Gelingen! Und guten Appetit    standard



2017 01.
Nov

Unser Arbeitgeber w├╝nscht, dass man bereits im November des Vorjahres seine Urlaubstage f├╝r das gesamte Folgejahr einreicht – f├╝r einen 24/7-Unternehmen sowie Abteilungen mit Schichtbetrieb und im Vorfeld auszuarbeitenden Dienstpl├Ąnen auf jeden Fall ein Muss. Wir fanden Ende November 2016 den Gedanken recht reizvoll, den in Sachsen schon immer freien Reformationstag am 31.10. (diesmal ein Dienstag) dazu zu nutzen, um mit zwei weiteren Urlaubstagen am Montag und Mittwoch fast eine ganze Woche verreisen zu k├Ânnen. Da aber das Jahr 2017 gleichzeitig auch die gro├če 500 Jahr-Feier der Lutherschen Reformation sein sollte, gab es eben diesen freien Tag ausnahmsweise auch mal f├╝r alle 16 deutschen Bundesl├Ąnder und nicht nur f├╝r die f├╝nf im Osten. Die Vorstellung, sich dann mit unheimlich vielen Leuten die Autobahnen und Ferienunterk├╝nfte teilen zu m├╝ssen, fanden wir am Ende wieder nicht so umwerfend. Zudem hatten wir in den letzten Wochen sehr viel um die Ohren gehabt, weshalb wir recht kurzfristig beschlossen, die freien Tage doch lieber zu Hause zu bleiben und endlich mal ungest├Ârt sehr viel Zeit f├╝r lange aufgeschobene Aufgaben, Treffen, Vorhaben und Projekte zu nutzen – unser ber├╝hmt-ber├╝chtigter To-Do-Zettel … ein seit Jahren stetig anwachsendes und gelegentlich auch mal schrumpfendes OLCA-Urgestein.

Das Ergebnis eines Vorhabens hat uns am Ende selber sehr ├╝berrascht, denn wir stellten unerwartet fest, dass wir das Ausschlafen bis um 10 Uhr doch noch nicht verlernt haben! Normalerweise sind wir n├Ąmlich auch an freien Wochenenden mit 7 bzw. 8 Uhr recht fr├╝h wach, doch wenn man ├╝ber mehr als zwei Tage ein bisschen zur Ruhe kommt, schl├Ąft man offensichtlich auch etwas entspannter … sogar unabh├Ąngig davon, ob man mit oder ohne Zeitumstellung    zwinker
Nur die Qualit├Ąt meiner Tr├Ąume hat sich nicht verbessert, denn sie waren bunt und verwirrt wie immer bei mir    lachen

An den Ausspanntagen habe ich mir au├čerdem reichlich Zeit zum Lesen von B├╝chern geg├Ânnt – das fehlt mir im Alltag doch ziemlich oft.

Halloween und Jahreszeit bringen etwas anderes Interessantes in den Fokus: K├╝rbis. Ich habe in der kurzen Zeit gleich zwei Male K├╝rbisbrot mit K├╝rbiskernen gebacken, wobei ich beim ersten Mal unabsichtlich etwas zu fl├╝ssigen Teig gemacht habe und es am Ende auf dem Backblech eher ein flaches Fladenbrot geworden ist. Die Besucher waren von dieser Darreichungsform zur Suppe und bestrichen mit Butter aber begeistert und so floss beim zweiten Mal schon etwas mehr Absicht in diese ungew├Âhnliche Form – sie l├Ąsst sich so eben sehr viel besser in kleine H├Ąppchen schneiden als bei einem „anst├Ąndigen“ Brot    standard
Logischerweise gab es auch dieses Jahr immer wieder mal K├╝rbissuppen, seitdem die Herbstfrucht k├Ąuflich erh├Ąltlich ist – zum Besuch der Kinder mal zur Abwechslung mit Kokosmilch und Ingwer:

Die K├╝rbisrezepte werden ├╝ber kurz oder lang in unserem Kochbuch erscheinen … ich gebe nach der Ver├Âffentlichung kurz Bescheid, versprochen    standard

Das erste (Fladen-)Brot wurde f├╝r einen Besuch von Andrea und Karl gebacken. Wir haben endlich mal wieder viel Zeit zum Quatschen gefunden und es blieb sogar genug Zeit, um zusammen zwei Runden Bezzerwizzer zu spielen. Die „Kinder“ ├╝bernachteten auch bei uns, aber leider konnten wir am darauffolgenden Morgen nicht mehr zusammen fr├╝hst├╝cken, da wir bereits mit Ines und Torsten f├╝r einen Brunch im Grunaer Espitas verabredet waren.

Das dortige Brunchangebot war wie immer umfangreich und lecker und diesmal gab es sogar noch eine ganz besondere Zugabe obendrauf! Da das mexikanische Fest Dia de los Muertos quasi vor der T├╝r stand, kam ├╝berraschend eine Gruppe entsprechend verkleideter Menschen ins Restaurant, welche tanzten und unentgeltlich Fotos von sich machen lie├čen:

Diese ├ťberraschungsaktion machte echt gute Laune, auch wenn es „nur“ eine Werbeaktion f├╝r das mexikanische Bier Sol war. Als weiteres i-T├╝pfelchen war im Angebot, dass man sich kostenlos passend zum bevorstehenden Feiertag schminken lassen konnte. Ines und ich haben von diesem verlockenden Angebot nat├╝rlich recht schnell Gebrauch gemacht    standard

Das beworbene Bier gab es dann sogar noch als Zugabe dazu, allerdings war es geschminkt nicht mehr so einfach, es auf gewohnte Art und Weise zu trinken    zwinker

Aber ich habe es dennoch mit etwas Zusatzgehabe geschafft    zwinker

Leider konnte ich meine Totenbemalung nur f├╝r ein paar St├╝ndchen und f├╝r Fotos im Gesicht behalten, denn am gleichen Abend war ich mal wieder mit Anna verabredet und wollten raus aus den Wohnungen. Wir gingen zusammen in den Club Tante Ju zu einem Konzert der Band Apparatschik:

Von Anna, welche diese Band schon einmal live erlebt hat, wusste ich, dass es keine Musik wird, bei der man ruhig auf seinem St├╝hlchen sitzen bleibt. Und so war es auch! Sie spielen j├╝disch-russisch-ukrainische Musik zum Mittanzen und es gab schon von Anfang an jede Menge Platz im Saal, um diesem Verlangen auch nachgeben zu k├Ânnen – wir hatten soooooo viel Spa├č!

Am Montagabend kam Julia vorbei, um sich von uns ├╝ber die Reise nach den Niederlanden erz├Ąhlen und Fotos zeigen zu lassen und speziell f├╝r diesen Zweck aus Friesland/Noord-Holland mitgebrachten K├Ąse sowie Bier zu genie├čen. Dazu gab es das bereits oben angesprochene, zweite K├╝rbis(fladen)brot. Das Bier ist alle geworden, vom K├Ąse haben wir ihr noch jede Menge mitgeben k├Ânnen und trotzdem liegt immer noch reichlich davon in unserem K├╝hlschrank. Aber es waren eben bei der Menge auch besondere Sorten dabei, wie z.B. mit Waldpilzen oder mit Spargel oder mit Nelken oder auch mit irischem Porter. Der klassische Gouda durfte bei der Auswahl nat├╝rlich auch nicht in mehreren Varianten fehlen    standard

Ich habe die letzten Tage zudem etwas Zeit gefunden, bei Tageslicht noch ein paar Bilder f├╝r mein Monatsprojekt „Blattwerk“ zu knipsen. Aber wie so oft, konnte ich mich nicht nur auf das eigentliche Thema konzentrieren, sondern fotografierte gleich noch ein paar andere Sch├Ânheiten entlang des Weges    standard

Das Wetter war leider nicht so wahnsinnig gut geeignet, um gro├če Spazierg├Ąnge zu machen. Aber eigentlich bin ich gar nicht so entt├Ąuscht, denn es passt perfekt zur meiner Erwartung an diese Jahreszeit, schlie├člich haben wir heute unsere Kalender ja auch schon auf November umgebl├Ąttert …

Morgen geht es nach f├╝nf Tagen Erholung und drei Tagen Pause wieder zur Arbeit. Doch schon am Freitag (also ├╝bermorgen !) sind wir beide schon wieder Mittagskinder, denn da kommen unsere M├Ądels zu uns nach Dresden ins Apartamento OLCA. Bei sowas z├Ąhlt schlie├člich jede Minute, die man zusammen verbringen kann, nicht wahr?



2017 01.
Okt

Die vergangenen zwei Wochen waren voll des Lebens, so dass sich mein virtuelles Tagebuch ganz bestimmt vergessen und vernachl├Ąssigt f├╝hlte. Ich hoffe aber, dass sowohl mein Blog als auch meine Leserschaft ein wenig Nachsehen mit mir haben werden, wenn sie all das gelesen haben, was ich euch jetzt erz├Ąhlen m├Âchte.

Eine zentrale Rolle in meiner Freizeitgestaltung hat zweifelsohne mein Mann schon allein durch die Tatsache, dass er Geburtstag hatte, bekommen. Ja, auch wenn die Ehem├Ąnner junger sind als ihre Frauen, werden sie dennoch von Jahr zu Jahr ├Ąlter    zwinker
Dieses Jahr hat er ein besonders gro├čes Geschenk bekommen, allerdings durfte er das auch selber bezahlen    zwinker    wir haben uns n├Ąmlich f├╝r ein neues Auto entschieden, weil jedes Mal, wenn wir als Familie etwas unternehmen wollten, es zu einer richtig spannenden und logistischen Herausforderung wurde, dass alle Familienmitglieder zum gleichen Zeitpunkt am vereinbarten Ort ankommen, obwohl wir manchmal sogar vom gleichen Ort aus starteten … im SMART gibt es eben nur zwei Sitze. Nun haben wir einen Suzuki Vitara in unsere Familie mit aufgenommen.

Und punktgenau an Carstens Geburtstag durften wir es aus dem Autohaus abholen … und das sogar mit meinem alten KIA-Nummernschild, welches ich von 2011 bis 2014 durch Dresden und das Umland gefahren habe. Eigentlich wollten wir so gerne wieder ein Cabrio haben, nur eben als Familienauto. Aber leider sind solche mittlerweile weit oberhalb des Betrags angesiedelt, welchen wir ausgeben wollten. Beim jetzigen Sandermobil (nat├╝rlich stilecht mit einem „S“ auf dem Lenkrad) haben wir beim Fahren immerhin ein Schiebedach f├╝r die Frischluftzufuhr    standard

Nachdem wir also nach der Arbeit den Wagen abgeholt haben, sind wir damit nat├╝rlich auch sch├Ân in die Dresdner Innenstadt gefahren, um in der M├╝nzgasse im „Steakhouse Alte M├╝nze“ lecker zu essen. Wir konnten sogar drau├čen sitzen, denn es war warm und der f├╝r den Abend angek├╝ndigte Regen blieb aus.

Damit war das Feiern f├╝r Carsten aber noch nicht zu Ende. Seinen Geburtstag hatte er am Montag und am Sonntag verabredete sich unsere ganze Familie in Chemnitz zu einem Wiedersehen und Feiern. Stephanie kam nach dem W├Ąhlen in Potsdam kurz vorher zu uns nach Dresden, wir sackten unterwegs noch Andreas Freund ein und schon bald standen wir gegen Mittag vor der T├╝r unserer Gro├čen. In ihrer Wohnung galt aber zun├Ąchst die ganze Aufmerksamkeit ihrer neuen Mitbewohnerin Neda – einem Teddyhamsterm├Ądchen.

Noch ist sie ein wenig scheu, deshalb kann man auf dem Foto nur ein kleines bisschen von ihr sehen, aber ihr k├Ânnt mir aufs Wort glauben, sie ist eine wirklich S├╝├če! Allerdings war ich ob ihrer Gr├Â├če ├╝berrascht, denn sie ist um einiges gr├Â├čer als Stephanies Mr. Schnuffel … ist eben eine andere Rasse. Zusammen sind wir dann zu unserem Lieblingsrestaurant in Chemnitz gefahren, wo Andrea bereits vorsorglich einen Tisch f├╝r ein Geburtstagskind plus vier Mitesser bestellte. Da war dann nicht nur der Tisch feierlich dekoriert, sondern f├╝r den besondern Gast gab es auch einen passenden Kopfschmuck und extra liebevoll eingerichteten Nachtisch auf Kosten des Hauses:

Das (wieder selbst bezahlte) Geburtstagsfestessen meiner Orangenh├Ąlfte sah so aus:

Die Portionen der anderen Familienmitglieder waren nur unwesentlich kleiner, daher lag es auf der Hand, dass uns allen ein Verdauungsspaziergang um den hiesigen Schlo├čteich gut tun w├╝rde. Um Enten bei Paddeln, Schnattern und Fressen zuzuschauen und dabei viel Spa├č zu haben, ist man wohl nie zu alt    zwinker

Das Schlo├č in Chemnitz sieht jetzt im Herbst echt romantisch aus, findet ihr nicht auch?

Insgesamt habe ich das Gef├╝hl, dass wir dieses Jahr bislang sehr viel Gl├╝ck mit den sch├Ânen Herbsttagen hatten – ich kann mich an der t├Ąglich ver├Ąndernden Laubf├Ąrbung einfach nicht satt sehen!

Aber zur├╝ck zum Essen. Eine Woche vor dem Besuch in Chemnitz waren wir bei Dana zum Fr├╝hst├╝ck eingeladen – da gab es wesentlich ges├╝ndere, aber nicht minder leckere Kost    standard

Besonders toll finde ich, dass es keine enorm aufw├Ąndigen Rezepte sind, denn das Gros geht recht schnell zuzubereiten – ich bin jedes Mal sehr beeindruckt. Gerade heute habe ich mal ein K├╝rbisbrot nach ihrem Rezept gebacken – so lecker! Inzwischen ist wesentlich weniger davon ├╝brig als auf dem nach dem ersten Schnitt gemachten Foto    zwinker

Irgendwann werde ich mir auch mal Danas Lieblinge, diese Dinkelvollkornbr├Âtchen, vornehmen, denn bei ihr haben sie unbeschreiblich gut geschmeckt    standard

Aber auch wenn es so scheint, wir haben in den letzten Tagen nicht nur gegessen, sondern uns auch sportlich bet├Ątigt. Zum einen waren Carsten und ich ein Teil des Mitarbeiterteams, welches sich nach der Arbeit zusammengefunden hat, um die Regeln des Raftings auf der Wildwasseranlage in Markkleeberg kennen zu lernen. Wir waren von der dortigen Organisation der Abl├Ąufe sehr beeindruckt – es war alles so perfekt! Alleine vom Angucken hat z.B. ein Angestellter h├Âchst professionell die Gr├Â├čen der Neoprenanz├╝ge bestimmt und auch die Zeiten f├╝rs Umziehen, Anziehen, Sammeln und Einweisen konnten passender nicht sein. Nur beim ersten Blick auf die Anlage schoss mir ein zweifelnder Gedanke durch den Kopf: „Was hast du dir dabei gedacht!? Das ├╝berlebst du nie!“

Da sowohl die Ausr├╝stung als auch die Kommandos, welche die Mitarbeiter des Kanuparks an andere Teams gegeben haben und die Tatsache, dass  bereits vor uns so viele andere Menschen auf dem Wasser in den Gummibooten unterwegs waren und es anscheinend schadlos und gl├╝cklich ├╝berlebten, gab mir am Ende doch noch das Gef├╝hl, ich werde das schon irgendwie schaffen    standard

Die fast 45 min├╝tige Einweisung und Trocken├╝bung auf dem Rasen beinhaltete alles, was man dann im rei├čenden Wasser so ben├Âtigen w├╝rde: Was ist zu tun, wenn man selber im Wasser landet, wie ziehe ich meinen im Wasser treibenden Mitinsassen ins Boot und nat├╝rlich die wichtigsten Kommandos, wie z.B. „Vorw├Ąrts!“, „R├╝ckw├Ąrts!“, „Pause!“, „Achtung“ und andere, wurden witzig korrekt eingetrichtert. Und diese Vorbereitung auf alle Eventualit├Ąten war echt gut, denn das Team unseres Boots hat sich zwar gegen ein geplantes Kentern geeinigt, wurde aber dann kurz vor dem Ende doch noch durch eine ung├╝nstige Konstellation an einer Stelle das „Opfer“ eines ungeplanten Kenterns. Die anf├Ąngliche Theorie der Anweisung sa├č dann so gut, dass wir das unerwartete Baden in den Stromschnellen souver├Ąn und ohne Blessuren ├╝berstanden haben    standard    diese Erfahrung h├Ątte mir aber trotzdem auch gerne erspart bleiben k├Ânnen. Da hat mir das Fahren mit Bug voraus, mit Heck voraus, kreiselnd und auch kreuz & quer sehr viel besser gefallen. Selbst die vermeintlich kleinen Katarakte hatten es mitunter ganz sch├Ân in sich und man wurde zum Teil ganz sch├Ân durcheinandergewirbelt – trocken bleib man dabei auf keinen Fall!

Am Ende dieser aufregenden Fahrt wurden wir alle noch mit einem m├Ąrchenhaften Sonnenuntergang belohnt:

Wesentlich weniger Aufregung brachte da eine Fahrt mit dem Segway, doch der Spa├č kommt auch hier nicht zu kurz. Das war diesmal ein ganz uneigenn├╝tziges Geschenk an Anna    ;o)    denn Carsten und ich haben das ja bereits mal im Sommer ausprobiert und f├╝r ganz cool befunden. Da Anna mal in einem Nebensatz ihr Interesse daran verk├╝ndete, bekam sie kurzerhand einen Gutschein f├╝r einen gemeinsamen Ausritt mit mir    standard
Auch diesmal haben wir uns vertrauensvoll an S&V Mobility gewandt und hatten erneut ein ganz besonders sch├Ânes Erlebnis – ich auf dem motorisierten Zweirad und Carsten mit dem mittels Pedal angetriebenen. Zuerst gab es f├╝r Anna und mich eine Anweisung und ├ťbungen auf dem Parcours im Fun-Park …

… aber danach lie├č man uns auch wieder auf dem Elbradweg auf die Menschheit los. Carsten ist allerdings diesmal nur als Fotograf dabei gewesen und er d├╝ste um uns herum, um jede Menge Bilder von der Beschenkten, der Nutznie├čerin und dem Verantwortlichen zu machen. Dabei entstanden dann auch solche Actionfotos mit Dynamik:

Die Tour hie├č nicht umsonst Canaletto-Blick, denn diesen hatten wir tats├Ąchlich auf unserer Route und f├╝gten uns ganz harmonisch mit unseren modernen, fahrbaren Unters├Ątzen in die historische Landschaft Dresdens ein    standard

Ich f├╝r meinen Teil fand auch diesmal das Fahren auf dem Elbradweg bedeutend sch├Âner und entspannter als die ├ťbungen auf dem Parcour. Meine slawische Seele verlangt eben in allen Lebenslagen nach unendlichen Weiten und der Fun-Park ist eben doch nur ein eingegrenztes Gel├Ąnde    zwinker
Danke nochmals an Martin Moh von S&V Mobility f├╝r diesen tollen Nachmittag. Ich mag seine Art, den Anf├Ąngern die Angst zu nehmen, sehr und bewundere seine eigene Leichtigkeit beim Fahren – das will man dann nat├╝rlich auch selbst erlernen!

Nach dem Ausritt am Elbufer kehrten wir mit Anna noch f├╝r ein St├╝ndchen beim Dresdener City-Beach zum Sitzen und zum Schwatzen ein. Da quasi schon die Nachsaison war, konnten wir aufgrund des fehlenden Andrangs die sonst so sehr begehrten Schaukelpl├Ątze f├╝r uns erobern    standard

So, nun glaubt ihr mir bestimmt aufs Wort, dass ich dadurch kaum noch Zeit gefunden habe, mich zum Schreiben von Blogeintr├Ągen hinzusetzen? Dabei habe ich schon auf die ausf├╝hrliche Beschreibung und das Zeigen von Foto weiterer Freizeitaktivit├Ąten, wie z.B. dem Einstieg der Leseb├╝hne Phrase4 in die neue Saison, bei welchem ich nat├╝rlich mit dabei war, einem Treffen mit Julia und Grit zum Schwatzen und Fotografieren f├╝r mein Monatsprojekt, gleich mehreren Schnatterstunden und einem Besuch in der Salzgrotte mit der georgischen Patientin Tamara und einer Igeltour durch Trachenberge, verzichtet. Und nebenbei unterrichtete ich noch jeden Donnerstag ganz flei├čig Russisch an der VHS, sodass ich mir jetzt zwei Wochen Ferien redlich verdient habe    standard

Mal sehen, ob der Oktober genau so viel Sch├Ânes und Spannendes zu bieten hat wie sein Vorg├Ąnger    zwinker



2017 10.
Sep

Erneut liegt eine sehr intensive und ereignisreiche Woche hinter mir – sowohl auf Arbeit als auch im privaten Umfeld.

Mein Lieblingskollege durfte auf eine l├Ąngere Dienstreise gehen und ich mutierte zur H├╝terin und Verteidigerin unseres B├╝ros    lachen    … ich wei├č nicht, wie das immer wieder passiert, aber jedes Mal wenn ich allein im B├╝ro bleibe, dann kommen unz├Ąhlige Anfragen aus aller Herren L├Ąnder, die nat├╝rlich alle superdringend sind. Das muss man nat├╝rlich durch t├Ągliches, telefonisches Nachfragen immer wieder betonen. Und auch pers├Ânliche Patientenbesuche direkt im B├╝ro nehmen in solchen Zeiten rapide zu. Aber all das geh├Ârt nun mal zu meinem Job und so hei├čt es f├╝r mich, stets gem├Ą├č dem Spruch der Pinguine aus „Madagascar“ zu agieren: „L├Ącheln und Winken“    standard

Die Woche hatte selbstverst├Ąndlich auch jede Menge richtig tolle Sachen zu bieten, denn ich kann stolz verk├╝nden, dass Carsten und ich uns inzwischen f├╝r ein neues Auto entschieden haben. Und zwar so fest, dass wir bereits am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Kaufvertrag unterschreiben konnten. Wenn jetzt alles nach Plan geht, dann haben wir in ca. drei Wochen die Z├╝ndschl├╝ssel eines Suzuki Vitara 1.6 Allgrip M/T Limited mit Panoramaschiebedach in der Hand – und das sogar mit meinem alten KIA-Kennzeichen von 2011 bis 2014. Auch wenn die Kinder nicht mehr zu Hause wohnen, wird es ein etwas gr├Â├čeres Auto f├╝r uns zwei, denn man nimmt hin und wieder ja gerne auch mal Freunde oder Bekannte mit. Unser SMART Baujahr 2004 wird trotz seines Alters nicht in Zahlung gegeben, sondern als Zweitwagen und OLCA-Spa├čmobil weiterhin an unserer Seite bleiben, bis dass der T├ťV uns scheidet.

Nach diesem Geldausgeben g├Ânnten wir uns noch ein wenig Kultur und besuchten eine Ausstellung, welche noch bis zum 14. September im Bahnhof Dresden-Neustadt zu besichtigen ist. Sie hei├čt „Faces behind the Voices“ und ist vom Berliner Fotografen Marco Justus Sch├Âler ins Leben gerufen worden. Er hat zur Abwechslung mal die Leute fotografiert, welche fremdsprachige Filme synchronisieren und dadurch normalerweise nicht f├╝r den Zuschauer sichtbar sind – somit kennt man die Stimmen zwar aus dem Effeff, aber erkennen w├╝rde man die sprechende Person auf der Stra├če nicht. Da Carsten und ich sehr gern Filme sehen, fanden wir es ganz spannend, bei dieser multimedialen Ausstellung die individuellen Vorstellungen dieser insgesamt 30 Personen per Kopfh├Ârer anzuh├Âren und schon dabei versuchen zu erraten, woher wir diese Stimmen kennen. Bei manchen war es relativ einfach, bei anderen wiederum hatten wir bis zur Aufl├Âsung nur eine ganz leise Ahnung, wer es denn sein k├Ânnte. Und wenn der Sprecher mal Namen aufz├Ąhlte, die auf Anhieb keinem Gesicht zugeordnet werden konnten, so hatte man am Ende auf Knopfdruck noch kleine Bilder des jeweiligen Schauspielers auf einem Tablet angezeigt bekommen. Hier sieht man zum Beispiel das ber├╝hmte Gespann aus der Action-Filmreihe „Fast & Furios“: Martin Kessler ist die deutsche Stimme von Vin Diesel und David Nathan war die von Paul Walker

Wir hatten ganz viel Spa├č dabei und eine Stunde bis 90 Minuten (so genau wissen wir das nicht einmal) vergingen beim Anh├Âren, Raten und Bildbetrachten unglaublich schnell    standard

Der Mittwochnachmittag war bei mir schon vor ganz langer Zeit verplant worden. Anna hat mir letztes Jahr zum Geburtstag einen Gutschein von einer Schmuckwerkstatt namens Perlaffaire geschenkt und nun war es an der Zeit, diesen einzul├Âsen. Susanne hatte an diesem Tag ebenfalls noch freie Kapazit├Ąten und kam kurzentschlossen zu unseren Bastelrunde noch dazu. Die Auswahl an Perlen ist dort echt ├╝berw├Ąltigend! Sich auf eine Auswahl f├╝r die eigene Kette zu konzentrieren fiel mir da genauso wie meiner Begleitung unglaublich schwer. Nachdem wir aber jeweils die ersten Perlen gefunden und auf einer Schablone aufgereiht haben, konnten wir uns in unseren Bastelraum zur├╝ckziehen und bei einem (mitgebrachten) Weinchen die bunten Fundst├╝cke arrangieren und auff├Ądeln. Danach haben wir so richtig Blut geleckt, sodass sich Anna sogar noch an Ringen und Ohrringen ausprobiert hat und ich am Ende drei identische Ketten f├╝r uns alle machte, weil mein Entwurf den M├Ądels so gut gefallen hat    standard

├ťbrigens, diese Legebretter, die man auf dem Foto sieht, sind eine ganz gro├če Hilfe beim Zusammensuchen der Perlen f├╝r das k├╝nftige Unikat mit pers├Ânlicher Note, denn damit kann man sie von Anfang an in die richtige Position bringen und nach Lust und Laune noch austauschen, bevor man mit dem eigentlichen Auff├Ądeln anf├Ąngt. Der Bastelladen ist alles in allem sehr gem├╝tlich, die Ladeninhaberin ist eine supernette, sehr hilfsbereite und dabei dennoch nicht aufdringliche Person. F├╝r uns M├Ądchen – egal in jedem Alter – ist diese Schmuckwerkstatt ein wahrer Paradies    :)
Nach dem Basteln sind Susanne und ich noch zum Sushi essen in die Altstadt gefahren. Anna musste leider absagen, denn sie war leider in fordernder Begleitung: Leon, ihr vierbeiniger Begleiter, hat unsere Bastelorgie zwar noch ganz geduldig abgewartet, aber danach wollte er noch seine Runde an der Elbe drehen und anschlie├čend nach Hause auf seinen Schlafplatz gehen. Zum Essen kam deshalb noch mein Mann dazu und so haben wir ganz w├╝rdig das Bergfest der Woche mit japanischen Delikatessen an der Frauenkirche im Restaurant Tamakuchi gefeiert.

Am Donnerstag hatte ich meinen pers├Ânlichen Schulanfang: das n├Ąchste VHS-Herbstsemester ging f├╝r meine Sch├╝ler und mich nun wieder los. ├ťberraschenderweise haben sich zu „meinen“ Teilnehmern aus dem vorherigen Halbjahr noch ein paar Neue dazugesellt, also werde ich an den Tagen, an denen alle vollz├Ąhlig im Klassenraum erscheinen, vor insgesamt 12 Russischinteressierten unterrichten d├╝rfen … und das im 3. Semester! Ich bin erstaunt (normalerweise waren wir dann nur noch zu sechst oder acht) und freue mich sehr ├╝ber diese indirekte W├╝rdigung. Mein Plan ist es nun, bis Weihnachten das Lehrbuch komplett zu beenden – also genau das letzte Drittel. Ich bin gespannt, wie leicht oder wie schwer sich das Vorhaben umsetzen l├Ąsst    zwinker

Am Freitagnachmittag lief alles wie gewohnt: Nach der Arbeit D├Âner essen und einkaufen gehen. Nur ein Punkt der Planung hat leider nicht geklappt, denn Andrea wollte urspr├╝nglich gegen 18 Uhr zu uns sto├čen, musste aber absagen, da es ihr nicht so gut ging. Zum Gl├╝ck f├╝hlte sie sich am Samstagvormittag wieder wohl und kam ins Apartamento OLCA. Wir hatten somit gestern und heute ganz viel Zeit zum Quatschen, Bilder gucken, zusammen Kochen und Abwaschen zu dritt    lachen
Ich habe mich au├čerdem schon vor l├Ąngerer Zeit als Versuchskaninchen f├╝r ein Interview mit Andrea ├╝ber meine pers├Ânliche Intergrationsgeschichte angeboten – selbst daf├╝r hatten wir genug Zeit    :)
Im Gegenzug musste mein Kind als Model f├╝r mein September-Fotoprojekt „K├Ârpersprache“ herhalten. Das hat sie wirklich sehr gut und mit vollstem K├Ârpereinsatz gemacht    verliebt    hier schon ein kleiner Spoiler    zwinker

Sie ist inzwischen wieder bei sich in Chemnitz und ich bereite mich den Restsonntag schon mal mental auf die kommende Woche vor, denn auch in den n├Ąchsten Tagen sind einige interessante Treffen und Unternehmungen eingeplant. Und au├čerdem soll der Lieblingskollege ab Donnerstag wieder auf Arbeit sein und somit mehr Ruhe einkehren. Es wird also bestimmt wieder eine im positiven Sinne spannende Woche    zwinker



2017 27.
Aug

Normalerweise ist f├╝r mich der Mittwoch ein Bergfest der Arbeitswoche: Man hat bereits zwei Arbeitstage geschafft und hat lediglich nur noch zwei weitere vor sich. In dieser Woche wurde ein einfacher Mittwoch allerdings zu etwas ganz Besonderem. Carsten und ich haben rechtzeitig Antr├Ąge auf Gleitzeitabbau gestellt und auch genehmigt bekommen, d.h. am letzten Mittwoch mussten wir nicht beim Arbeitgeber erscheinen … es lohnt sich also tats├Ąchlich auch mal l├Ąnger zu arbeiten, um dadurch etwas mehr vom Leben zu haben    zwinker

Dieser arbeitsfreier Tag war f├╝r uns beide sehr wichtig, denn noch haben unsere M├Ądels Semesterferien und sie verabredeten sich, einen kleinen, gemeinsamen Schwesternurlaub in Sachsen und Th├╝ringen zu verbringen. Die letzte Station ihrer Kurzreisen war Chemnitz, Andreas derzeitige „Heimat“. Wir haben die Kinder gefragt, ob wir dazusto├čen k├Ânnen, um einen OLCA-Familientag zu machen und beide haben sofort „ja“ gesagt.

Um 9 Uhr sa├čen wir in unserem Smartie und brachen gen Chemnitz auf. Unserer Treffpunkt war das amerikanische Restaurant „Meyers Diner“ , um dort gemeinsam und ausgiebig zu fr├╝hst├╝cken. Wir hatten das Restaurant mal zuf├Ąllig bei unserem Stadt-Dreisprung im Mai 2016 entdeckt und inzwischen ist unsere ganze Familie richtig begeistert davon. Es stimmt einfach alles: Das Essen ist lecker, die Bedienungen sind immer gut drauf und das Ambiente ist sehr liebe- und humorvoll gestaltet.

Alle Familienmitglieder waren p├Ąrchenweise p├╝nktlich vor Ort angekommen und schon bald konnten wir beim Quatschen unseren Hunger stillen.

Gut ges├Ąttigt parkten wir unseren Zweisitzer anschlie├čend vor Andreas Wohnung und stiegen alle in Stephanies „(Zucker-)W├╝rfelchen“ um … das wei├če Auto auf dem obigen Fr├╝hst├╝cksbild, direkt neben unserem Smart. Die Kinder haben f├╝r unseren Familientag etwas Spezielles ausgesucht, doch bis dahin mussten wir noch ein wenig fahren: es ging zum Labyrinthehaus im Altenburg. Bereits der Weg dorthin glich einem Labyrinth, denn wir haben unterwegs keine Hinweisschilder am Stra├čenrand gesehen. Aber wie hei├čt es so sch├Ân: Wer suchet, der findet    standard    … oder wer vorher eine Webseite besuchen und ein Navi bedienen kann, kommt auch an    zwinker

Man merkt, es wird noch eifrig daran gebastelt, aber die vier Labyrinthe (Tinka Tempel, Kongo King, Tiefseelabyrinth und Zauberlabyrinth) im Inneren dieses Hauses sind schon perfekt vorbereitet. Man bekommt am Eingang ein Ticket zum Lochen und muss in den vier Welten insgesamt f├╝nf versteckte Locher finden, um zu beweisen, dass man alles entdeckt hat. Drinnen ist es ziemlich dunkel, also mussten die Locher in den verwinkelten G├Ąngen auch mal nur per Abtasten der W├Ąnde gefunden werden. Stephanie hat an diesem Tag bewiesen, dass sie ein richtiges Gesp├╝r f├╝r solche Aufgaben hat, denn sie hat vier der f├╝nf m├Âglichen ganz allein entdeckt. Lediglich den letzten noch fehlenden fand mehr oder minder per Zufall meine Wenigkeit – ich bin selber ├╝berrascht, dass ich das geschafft habe    erroeten

Wenn man diese Welten und Labyrinthe erkunden m├Âchte, sollte man keine Angst vor Dunkelheit haben und besser keine kleinen Kinder mit rein nehmen. Aber mit gro├čem Nachwuchs und etwas Geduld macht das echt Spa├č    zwinker

An diesem „Fluffy“ (wir haben ihn so aufgrund des mehrk├Âpfigen Hundes aus Harry Potter genannt) sind wir auf der Suche nach dem endg├╝ltigen Ausgang aus den Labyrinthen gef├╝hlt 1000x vorbeigekommen    standard

Wir erreichten das Ziel zuerst nur mit vier Lochungen und es wurde uns gesagt, dass doch noch eine fehlt – zum Gl├╝ck pr├Ązisierte die nette Dame an der Kasse aber den Stempelort („Sucht mal bei der Mumie im Tinka Tempel“) , sodass wir wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt hatten. G├Âttlich waren aber wohl unsere Gesichter mit der aus allen M├╝ndern gleichzeitig gestellten Frage: „Mumie?!?!?“. Also st├╝rmten wir noch einmal die T├╝r zu den Labyrinthen und kamen nach weiteren 20 Minuten Suche endlich mit vollst├Ąndig gelochten Karten durch die T├╝r „Zauberer“ heraus. Daf├╝r durfte sich dann jeder von uns als Belohnung etwas S├╝├čes aus der gro├čen Kiste nehmen.

Nachdem wir so knapp eineinhalb Stunden in den dunklen R├Ąumen verbrachten, freuten wir uns auf den sonnigen Tag im Freien. Der Spielplatz vor dem Haus, welcher an Wochenenden und in den Ferien garantiert gut besucht wird, war nun mitten in der Woche menschenleer. Das haben wir nat├╝rlich ein wenig f├╝r uns ausgenutzt    zwinker    Andrea f├Ąhrt einmal mit der Seilbahn …

… Carsten und Stephanie drehten mehrere Runden im h├Âlzernen Hamsterrad, w├Ąhrend ich lieber die gro├če und gem├╝tliche Liegeschaukel zu meinem Entspannungsplatz erkl├Ąrt habe. Ich blieb so lange darin, bis von ganz allein aufh├Ârte zu schaukeln    zwinker

Blo├č gut, dass Carsten mich vorher ganz flei├čig und hoch angeschubst hat    standard

Da er daf├╝r bestimmt ganz viel Kraft aufwenden musste, hat er sich seinen „Mission Impossible Burger!?!“ ganz ehrlich verdient. Und ja, wir waren auch zum Abendessen wieder im Meyers Diner gelandet    lachen-xxl

Wir M├Ądels waren zwar etwas zur├╝ckhaltender bei der Wahl der Portionsgr├Â├čen unserer Gerichte, aber es war auch diesmal bei allen superlecker!

Alles in allem ein wirklich sch├Âner, lustiger und kuscheliger Familientag und es fiel uns wie immer, ein wenig schwer, sich zu verabschieden. Aber wenigstens bleibt uns das sch├Âne Familienbild, welches unser Lieblingskellner von uns gemacht hat, als eine wundervolle Erinnerung an diesen einfachen und gleichzeitig au├čergew├Âhnlichen Mittwoch.

Danke an alle Beteiligten … den Kindern f├╝r die Organisation … dem Labyrinthehaus f├╝r die Bespa├čung … dem Diner f├╝r das leibliche Wohl … und nat├╝rlich allen OLCAs f├╝r diesen gro├čartigen Zusammenhalt, der auch mit erwachsenen und ausgezogenen Kindern immer noch sehr innig besteht. Ich nehme das keineswegs als Selbstverst├Ąndlichkeit hin!