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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 31.
Aug

Als ich mir dieses Thema fĂŒr meinen Jahresplan ausgesucht habe, schwebten mir einige Aufnahmen mit trockenen KrĂ€utern vor …

… dann kam ich aber auch auf den Gedanken, dass man die in der KĂŒche hĂ€ufig verwendeten KrĂ€uter natĂŒrlich auch frisch zeigen könnte:

Klar, zum Kochen brÀuchte man schon etwas kleiner geschnitten

Ich habe sogar einen ehrgeizigen Plan entwickelt, eigenen Dill auszusĂ€en, um diesen immer frisch zur Hand zu haben …

… ich muss allerdings zugeben, dass ich das inzwischen mehr als nur einmal probiert habe. Jedes Mal keimen die Samen sehr schnell und die kleinen PflĂ€nzchen schießen eifrig in die Höhe – aber dann klappen sie einfach zusammen. Ich gebe aber noch nicht auf    zwinker

Ich habe in Mai auch angefangen, mich intensiver mit den Pflanzen am Wegesrand zu befassen, denn es gibt ja wesentlich mehr essbare und heilende Pflanzen, welche man auch HeilkrĂ€uter nennen kann, als das, was man ĂŒblicherweise in eigener KĂŒche immer zum WĂŒrzen nimmt.

Dies hier erkennt bestimmt jeder auf Anhieb:

Eine Kamille ist immer leicht zu erkennen. Und wie sieht es mit diesem PflÀnzchen aus?

Schöllkraut kenne ich seit meiner Kindheit als „Zaubermittel“ gegen Kratzer und SchĂŒrfwunden    standard

Diese riesigen BlÀtter helfen auch als Heilkraut gegen Wunden:

Ja, hier reden wir von einer ĂŒberall wachsenden Klette    standard

Um mein Wissen ĂŒber das GrĂŒnzeug um uns herum zu erweitern, habe ich extra in diesem Monat bei einer KrĂ€uterwanderung mitgemacht. Dabei habe ich mich unter anderem wieder daran erinnert, dass diese Blumen tatsĂ€chlich sĂŒĂŸ schmecken und gar nicht giftig sind:

Man muss beim Zubeißen lediglich darauf achten, dass man keine Hummel mitkaut, denn das mögen sie bekanntlich nicht so sehr    zwinker    aber auf Klee fahren die dicken und felligen Bienenverwandten sehr wohl ab!

Im Klosterpark Altzella gab es auch einen mit viel Liebe angelegten, beschrifteten KrĂ€utergarten. Dort habe ich jede Menge PflĂ€nzchen wiedererkannt und jede Menge neu kennengelernt. Manche habe ich schon als pflanzliche Heilmittel zu mir genommen, hatte aber keine Vorstellung, wie ein Ysop …

… oder ein Mönchspfeffer eigentlich aussehen:

Wesentlich leichter war es bei Oregano …

… Liebstöckel …

… Thymian …

… und Rosmarin:

Dort, in dem KrÀutergarten, habe ich auch festgestellt, dass Salbei ganz unterschiedlich aussehen kann.

Die wohl bekannteste Salbeiart ist diese:

Es gibt ihn aber auch als Muskat-Salbei:

Und auch als grĂŒn-gelbe Version:

Einen Sauerampfer auf der Wiese oder am Wegesrand zu erkennen fiel mir schon immer leicht …

… das kann ich ĂŒber die BlĂ€tter von Blutampfer allerdings nicht behaupten:

Diese WissenslĂŒcke hat mich so aufgeregt, dass ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich zur Beruhigung lieber auf Johanniskraut …

… oder auf Baldrian zurĂŒckgreifen sollte    zwinker

Die Mojito-Minze wĂ€re vermutlich noch sehr viel besser (mit WĂ€sserchen drumherum) gewesen     zwinker

Das Thema hat mich wĂ€hrend der Suche nach passenden Motiven fĂŒr mein Projekt wirklich gepackt. Und auf die Idee, dass Heilpflanzen auch eine ganz andere Wirkung, eher eine „lebensverkĂŒrzende“, haben können,  brachte mich das Buch „Giftmorde: 15 tödliche Anleitungen„. Ich habe das Buch von Francis Mohr, einem der Phrase4-Autoren geschenkt bekommen, er hat nĂ€mlich eine Geschichte zu diesem Buch beigesteuert. Leider war der Monat Mai dann schon zu Ende, als ich alle Kurzkrimis durchgelesen habe, sonst hĂ€tte mein KrĂ€uter-Fotoprojekt bestimmt auch eine giftige Seite erhalten. Vielleicht mache ich das Thema „Giftiges“ irgendwann zu einem eigenstĂ€ndigen Projekt, wir werden sehen, wie sich das Marienblatt so wendet    zwinker



2018 15.
Aug

Um sich in unserem, inzwischen etwas fortgeschrittenen, Alter wieder jung zu fĂŒhlen, braucht man ein paar junge Leute um sich herum. Solange sie nicht nur aus Mitleid, sondern freiwillig Zeit mit uns verbringen möchten, ist ja alles noch nicht so schlimm mit den eigenen Jahreszahlen, finde ich    zwinker

In den letzten Tagen hatten wir reichlich Gelegenheit, uns mit der Jugend „abzugeben“.

Am Samstag, dem 3. August, sind Carsten und ich schon um 5 Uhr aufgestanden, um Maria aus Dnipro vom Fernbusbahnhof abzuholen, denn ihrer kam um 5:50 Uhr aus Bielefeld in Dresden an. Maria ist die Tochter einer meiner Kumpelinen aus der Studienzeit (heißt auch Olga) und findet Deutschland und die deutsche Sprache so toll, dass sie sich wĂ€hrend ihres Sommerurlaubs fĂŒr einen Sprachkurs in NRW eingeschrieben hat. Mit ihr hatten wir deshalb schon einige Monate vorher regen Austausch per Fazzebuck-Messenger. Da ich quasi parallel dazu angefangen habe, zwei Kolleginnen damit zu helfen, ihre etwas verschĂŒtteten Russisch-Kenntnisse aufzufrischen und eine davon etwa im gleichen Alter wie Maria ist, habe ich die beiden online bekannt gemacht. Deshalb ist es natĂŒrlich nur logisch, dass auch Lisa die Gelegenheit nutzen wollte, Maria persönlich kennen zu lernen. Und wie kommt man am einfachsten zu einem ungezwungenen Austausch? NatĂŒrlich beim Essen und beim Wandern. Also trafen wir uns um 8 Uhr in der Dresdner Neustadt zum FrĂŒhstĂŒck, besuchten in der SĂ€chsischen Schweiz den Basteifelsen, erwanderten den 415 m hohen Lilienstein, gönnten uns auf dem erklommenen Gipfel in der AusflugsgaststĂ€tte ein Mittagessen, ließen die MĂ€dels auf dem RĂŒckweg eine MĂŒtze Schlaf nachholen und kehrten zum Abendessen in den gemĂŒtlichen Biergarten „Ball- & Brauhaus Watzke“ ein. Auf dem im wahrsten Sinne erreichten Höhepunkt des Tages haben wir dann auch ein Erinnerungsbild gemacht:

Am Sonntag konnten wir Maria in aller Ruhe die schönen Seiten unserer bezaubernden Stadt zeigen. Ich hoffe, sie kommt im Dezember noch einmal zu uns, denn wir haben so viel von unseren WeihnachtsmÀrkten erzÀhlt und geschwÀrmt. Aber Dresden im Sommer sieht auch toll aus    zwinker

Nach dem Rundgang durch die Altstadt und einem kleinen Abstecher in die Neustadt machten wir einen Zwischenstopp zu Hause, um Marias Sachen zu holen, denn sie musste abends schon wieder zum Busbahnhof, um nach Bielefeld zurĂŒckzufahren. Sie ist dann dort um 5 Uhr morgens angekommen und anschließend ganz vorbildlich beim Unterrichtsbeginn um 8 Uhr aufgetaucht!

Am Dienstag packten Carsten und ich nach fast dreiwöchiger AsylgewĂ€hrung unseren Gasthamster Egon ein und sind mit ihm und seinem gesamten Hab und Gut nach Chemnitz gefahren. Andrea war mit ihrem Reisen fertig und hat den kleinen Buddler und Baumeister sogar schon echt stark vermisst. Egon hat seine Heimkehr im Auto ganz gut ĂŒberstanden und war zuhause völlig baff, dass er in seinem Gehege wieder so viel Platz zum Laufen und Buddeln hat. Wir haben ihn dort mit gutem Gewissen zurĂŒckgelassen, denn er war schon wieder vollauf damit beschĂ€ftigt, vor seiner Ruhezeit erst einmal seine GĂ€nge neu anzulegen, und sind mit Andrea zu unserem Lieblingslokal in Chemnitz gefahren – „Meyers Diner“ .

Dort gab es wie immer sehr leckere, wenn auch nicht immer sehr gesunde Sachen zum Essen   zwinker

Schon ganz frĂŒh am Mittwochmorgen kam Stephanie mit ihrer Freundin Lisa fĂŒr drei Tage aus Potsdam nach Dresden. Stephanies Lisa kannten wir schon flĂŒchtig, denn wir hatten uns schon in Potsdam in der Wohnung unserer Kleinen mal getroffen. Sie war aber bislang noch nie in Dresden – es war also an der Zeit, das zu Ă€ndern. FĂŒr den Abend haben Carsten und ich schon vor Wochen geplant, zu einem Konzert der SĂ€ngerin Elif zu gehen und die Kinder haben spontan beschlossen, auch mit zu der Veranstaltung im Rahmen des Palais Sommers zu kommen. Vor dem Konzert konnten wir uns noch im Restaurant „Mama Africa“ stĂ€rken und waren eine gute Stunde vor Beginn der Veranstaltung auf der Wiese vor der BĂŒhne. Wir gönnten uns auch diesmal LiegestĂŒhle, um bequem und nicht auf dem Boden zu sitzen. Obwohl zweiteres kostenlos wĂ€re, empfanden wir 3,50 Euro LeihgebĂŒhr pro Liegestuhl fĂŒr einen gemĂŒtlichen Abend mehr als gĂŒnstig    standard

Keine Angst, so leer blieb das StĂŒck Rasen hinter uns nicht, denn nur 30 min spĂ€ter konnte man keinen einzigen ausgedörrten Grashalm mehr sehen!!! Und ĂŒbrigens, die zwei Personen im Hintergrund sind Stephanie und Lisa. Stephanie hat natĂŒrlich die Gelegenheit genutzt, unseren berĂŒhmten Canaletto-Blick auf die Altstadt von Dresden zu zeigen. Carsten und ich haben wĂ€hrenddessen der Probe von Elif und ihren beiden Musikern gelauscht:

Ich war sehr beeindruckt, denn sie kling live genau so wie auf der CD! Das ist heutzutage gar nicht mehr so selbstverstÀndlich!!!

Das Konzert war großartig – die junge SĂ€ngerin verstand es super, das Publikum ins Geschehen mit einzubeziehen. In so einer großen Menge singe sogar ich als musikalisch völlig unbegabte Person gerne mit – da fallen meine schiefen Töne wenigstens nicht so auf    zwinker

Am Donnerstag gab es fĂŒr mich von den anfangs erwĂ€hnten zwei Kolleginnen, welchen ich bei der Auffrischung ihrer Russischkenntnisse helfe, eine unerwartete Überraschung als Dankeschön dafĂŒr, dass ich sie mit vielen Vokabeln und Endungen „quĂ€le“. Das kleine PĂ€ckchen machte ich erst zu Hause auf und war von dem Inhalt völlig geplĂ€ttet: eine ReisehĂ€ngematte! Sie wiegt nicht mal 700 g und geht ganz einfach zu befestigen. Das habe ich mit Carstens Hilfe natĂŒrlich gleicht an unserem HĂ€ngemattengestell testen mĂŒssen    standard    woanders brauche ich natĂŒrlich zwei BĂ€ume oder Ă€hnliches.

Mein persönliches Entspannungsrezept mit Erfolgsgarantie ist: In der HÀngematte zu liegen und ein Buch zu lesen. Hilft (mir) sogar besser als jeder Spaziergang! Auf jeden Fall wollen wir nun mein Geschenk in den Urlaub mitnehmen und hoffen, dass wir vor Ort zwei Palmen im richtigen Abstand finden werden    standard

Lange konnte ich meine neue HĂ€ngematte nach Feierabend allerdings nicht testen, denn ich habe schon vor einigen Wochen den TĂ€nzerinnen vom IDC versprochen, mal wieder ein paar Bilder von ihnen zu machen. Trotz der Hitze, welche in einem Trainingsraum unterm Dach und einem Baustrahler als zusĂ€tzliche Lichtquelle natĂŒrlich noch stĂ€rker war als auf der Straße, haben die MĂ€dels trotzdem immer schön fröhlich gelĂ€chelt. Ok, sie haben zwischenzeitlich auch ganz schön viel Unsinn veranstaltet, aber welches Fotoshooting besteht schon ausschließlich nur aus ernsten Bildern    zwinker    ?

Ich habe zwar nicht nur eine einzige „anstĂ€ndige“ Aufnahme gemacht, aber diese mag ich irgendwie besonders:

Den Freitag widmeten wir unserem inzwischen vernachlĂ€ssigten Haushalt und fĂŒllten unseren KĂŒhlschrank auf … allerdings erst, nachdem wir unsere BĂ€uche beim Dönermann gefĂŒllt hatten    zwinker

Am vergangenen Samstag war dann schon wieder frĂŒhes Aufstehen angesagt. Denn als wir im MĂ€rz mit Ines und Torsten durch Chemnitz schlenderten, war die Idee geboren, zusammen einen Tagesausflug nach Prag zu machen. Der Termin dafĂŒr war kurz danach festgelegt und dieses Wochenende war nun gekommen. Das Wetter war perfekt, denn die Hitze der letzten Tagen hatte sich verzogen und geregnet hat es dennoch nicht – optimal fĂŒr einen ausgedehnten Stadtbummel!

Die KarlsbrĂŒcke war selbstverstĂ€ndlich ein Muss, genau so wie der Petƙín-Aussichtsturm, Hradčany (Hradschin) und AltstĂ€dter Ring. Leider war die berĂŒhmte und wirklich beeindruckende Rathausuhr, fĂŒr mich eigentlich eines der Highlights dieser Stadt, nicht zu sehen – der Turm wird gerade auf Vordermann gebracht. Also wird das wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir diese Stadt unsicher machen    zwinker

Zum Abschluß des lauffreudigen Tages (die Fitnessuhren von Ines und Torsten haben mit einer kleinen Abweichung knapp 20.000 Schritte gezĂ€hlt) kehrten wir noch in einem Brauhaus namens „Pivovarsky Dum“ außerhalb der ĂŒblichen Touristenpfade ein. Wir haben dies bei unserem langen Aufenthalt im Februar 2011 auf Empfehlung von unserer Hotel-Rezeptionistin besucht und fĂŒr gut befunden. Da war eine Wiederkehr nach sieben Jahren ein Muss. Diesmal habe ich nicht wie damals das Karussell mit acht verschiedenen Biersorten genommen, denn das hat Torsten erledigt. Ich wagte mich diesmal an ein Karussell mit sieben tschechischen SchnĂ€psen, habe diese aber immer großzĂŒgig mit meinen Begleitern (außer Carsten) geteilt    standard

Es war also wie in guten alten Zeiten –> eine Stadt unsicher machen und sich am Abend viele verschiedene Alkoholsorten gönnen    zwinker

Wie gesagt: wir hatten in den vergangenen Tagen ein wirklich frohes Jugendleben    zwinker



2018 29.
Jul

Mit einer Mauer verbindet man gerade hierzulande eine schmerzhafte Geschichte der Teilung. Zum GlĂŒck muss das im Großen und Ganzen nicht immer der Fall sein. Klar, man zieht eine Mauer hoch, um sich abzugrenzen, aber auch um hinter ihr, wenn es brenzlig wird, Schutz zu suchen.

Der Schutz wird nicht nur den Menschen gewĂ€hrt, auch Pflanzen genießen die Geborgenheit durch hohe Mauern.

Die Steine sehen zwar hart und unnachgiebig aus, aber auch sie haben im Grunde genommen einen weichen Kern. Wenn die harte Oberschicht bröckelt, kommen die schwachen Stellen zum Vorschein.

Wenn darin dann sogar noch ein Samenkorn landet, wÀchst ein PflÀnzchen unter UmstÀnden direkt an der Mauer in die Höhe.

Mauern mĂŒssen nicht zwingend aus einem Naturstein bestehen …

… in einer Fabrik gefertigte Ziegelsteine tun es auch.

Oft werden Mauern auch von Menschenhand durch Farbe aufgehĂŒbscht.

Es muss natĂŒrlich nicht immer eine krĂ€ftige, vollflĂ€chig aufgetragene Farbe sein, denn ein paar liebevoll aufgemalte Margeriten tun es auch.

In Kiew habe ich einige Mauern mit wunderschönen und kunstvollen Malereien an Kirchen entdeckt,  Bei den Ă€lteren von ihnen waren die Farben im Laufe der Zeit etwas ausgeblichen …

… bei den neueren waren die Malereien noch richtig farbenfroh.

Alte GemĂ€uer sind fĂŒr einen Betrachter immer wieder besonders interessant.

Man ist beeindruckt ob ihrer Standhaftigkeit und auch ob ihrer StÀrke bzw. Dicke.

Mauern mĂŒssen aber auch nicht immer so dĂŒster historisch und sehr erwachsen aussehen    standard

Da lacht nicht nur ein Kinderherz!

Auch Hausmauern können sehr kunstvoll gestaltet werden.

Ich hatte im April wirklich viele interessante Mauern in Dresden und, dank meiner Dienstreise, auch in Kiew entdeckt. Vielleicht habt ihr jetzt auch Lust bekommen, die Mauern in eurer NĂ€he genauer unter die Lupe zu nehmen und diese auch mal ganz erstaunt anzusehen?

FĂŒr mich kann ich diese Frage nur mit einem „ja“ beantworten    standard



2018 10.
Jun

Um ehrlich zu sein, ich kann keine vernĂŒnftige Antwort darauf geben, denn in meinem Leben kommt dieser Zustand so gut wie nie vor. Stattdessen gibt es ĂŒber jede Menge Erlebnisse zu berichten, die in den vergangenen zwei Wochen meine Schreibzeit fĂŒr sich beanspruchten    zwinker

Carsten und ich haben uns am Sonntag vor zwei Wochen recht spontan entschlossen, das schöne Sommerwetter fĂŒr einen Fahrradausflug auf dem Elbradweg zu nutzen. Es hat jede Menge Spaß gemacht und nach der Tour bis Pillnitz waren wir uns einig, dass wir uns ein spĂ€tes Mittagessen im Biergarten redlich verdient haben. Als Radfahrerin gönnte ich mir natĂŒrlich stilecht ein Radler    standard

Bei der Auswahl des Essens waren die Augen natĂŒrlich mal wieder etwas grĂ¶ĂŸer als der Mund    zwinker

Diese schöne, knusprige Haxe oben links bestimmte sogar völlig unerwartet noch den Ablauf der folgenden Tage. Ein StĂŒck von ihr hat sich nĂ€mlich in Carstens Speiseröhre als Nahrungsbolus festgesetzt und er konnte ab Sonntagnachmittag nichts mehr trinken und essen, weil der Pfropfen den Zugang zum Magen fest verschlossen hat. Atmen ging aber noch problemlos, sodass Carsten am Montag sowohl zum Sport gehen als auch zwei Meetings als Einladender abhalten konnte. Aber gegen 14 Uhr war Schluss mit Lustig und meine OrangenhĂ€lfte bewegte sich in die UKD-Notaufnahme, um das Problem endlich lösen zu lassen. Dank Magenspiegelung unter Vollnarkose war alles recht schnell erledigt und als ich nach meiner Arbeit an seinem Bett stand, war Carsten sogar schon wieder von allen SchlĂ€uchen befreit … nur die KanĂŒle sollte noch fĂŒr den Fall der FĂ€lle bis zur Entlassung dran bleiben.

Und hier ist ein Bild von seinem, wie wir es in der Familie genannt haben, „Alien“:

Die Haxe konnte ĂŒbrigens nix dafĂŒr, sie war wirklich lecker und ich habe sie am Dienstag noch völlig unfallfrei aufgegessen.

Da mein armer Mann dank Ă€rztlicher Hilfe nun wiederhergestellt war, konnte ich ganz beruhigt ein paar Tage spĂ€ter mit Anna zu einer FĂŒhrung durch die Ausstellung „Monster und Mythen“ ins Japanische Palais gehen.

Die Ausstellung ist klein, aber oho! Die riesigen Bewohner der Meere haben uns am meisten beeindruckt. Die FĂŒhrung war sehr entspannt und verstĂ€ndlich abgehalten, dazu war die junge Dame bestens ĂŒber alle AusstellungsstĂŒcke und die damit verbundenen Legenden und Geschichten informiert – es war sehr interessant und kurzweilig. Nachdem wir unseren Bildungsauftrag erfĂŒllt haben, gönnten Anna und ich uns noch einen schönen Abend beim Trinken und Schwatzen im Freien, denn das Wetter war wirklich einladend, um so lange wie möglich draußen zu bleiben. Inzwischen sind die SonnenuntergĂ€nge in Dresden sehr farbenfroh und richtig romantisch geworden:

Bei solch schönem Wetter macht es auch wieder sehr viel Freude, Menschen draußen im GrĂŒnen zu fotografieren. So passte es hervorragend, dass Manu und Ines, welche inzwischen ihr eigenes Tanzprojekt Irish Dance Women Dresden auf die Beine gestellt haben, ein paar Bilder fĂŒr ihre Homepage und andere Gelegenheiten brauchten. Bei den beiden komme ich irgendwie nie drum herum, mich auch mal vor die Kamera zerren zu lassen    zwinker

Wir haben sogar KrĂ€fte gemessen, doch auf dem Foto sieht man ganz deutlich den Unterschied zwischen einer Elfe und einer (haxenessenden) Steinbeißerfrau    zwinker

Beide MĂ€dels hatten in den letzten 14 Tagen auch ihren ersten großen Auftritt auf dem 3. Freitaler Irish Folk Festival und ich durfte natĂŒrlich ebenfalls viel knipsen und blitzen. Dabei hat Julia mich kurz gebeten, ihr Bierglas gegen meine Kamera zu tauschen … da ich dem MĂ€del mit den große Kulleraugen nichts abschlagen kann, ist so ganz nebenbei dieses Bild entstanden:

Hier haben Ines und Manu ĂŒbrigens die Rolle der Leprechauns ĂŒbernommen. In den HĂŒten, welche sie in der Hand halten,  ist das Geld, welches zahlreiche Zuschauer an die Musiker und TĂ€nzer gespendet haben, denn es wurde kein Eintritt zu der Veranstaltung verlangt. Es war insgesamt ein sehr fröhlicher und lustiger Abend!

Auf zum nĂ€chsten Ereignis: Wir haben schon lange vorgehabt, unsere OLCA-Mobile-Webseite auf den neuesten Stand zu bringen, schließlich ist der Suzuki Vitara schon seit dem 18. September letzten Jahres ebenfalls zum Familienmitglied geworden. Endlich haben wir es tatsĂ€chlich geschafft, unsere beiden fahrbaren UntersĂ€tze zu waschen und fĂŒr ein gemeinsames Fotoshooting im GrĂŒnen herauzuputzen. Das Ergebnis könnt ihr hier bewundern    standard

Gestern haben Carsten und ich uns wieder etwas Geschichtsunterricht gegönnt und liefen bei der Igeltour „Cottas Norden – Vom Wildwasser zur BestĂ€ndigkeit“ mit. Der Dresdner Stadtteil Cotta grenzt direkt an Briesnitz an und war somit frĂŒher, als wir noch im Haus wohnten, quasi unser Einzugsgebiet und wir kannten eben sehr viele Stellen der Tour.

Wir haben wie immer viel Neues erfahren und sind nun auf eine Tour durch das gesamte Cotta gespannt. Wenn wir es richtig verstanden haben, dann dĂŒrfte es wohl ĂŒber kurz oder lang eine solche FĂŒhrung von einem Igelaner geben.

Da wir schon in Hinterkopf hatten, dass Kirschenzeit ist, sind wir nach der Tour noch etwas weiter westlich nach BrabschĂŒtz gefahren, wohin wir inzwischen beinah jĂ€hrlich mindestens einmal zum KirschenpflĂŒcken fahren. Diesmal bemerkten wir, dass die unteren Äste der KirschbĂ€ume fachmĂ€nnisch gestutzt worden sind und somit nicht mehr alles vom Boden aus so gut zu erreichen war. Daher durfte Carsten seine KletterkĂŒnste und seinen Gleichgewichtssinn unter Beweis stellen:

Ich hĂŒpfte eher von unten, um an den einen oder anderen reich mit Kirschen bestĂŒckten Ast ranzukommen. Aber die MĂŒhe hat sich gelohnt, denn in etwa einer halben Stunde hatten wir zwei volle Plastikeimer gesammelt – die heimische Waage hat uns stolze 6 kg angezeigt.

Einer dieser Eimer ist ĂŒbrigens inzwischen schon wieder leer    standard

Auf dem Heimweg hielten wir noch ganz kurz an der ehemaligen Grundschule unserer MĂ€dels an, denn Stephanies Klasse hat 2006 als Abschlussgeschenk an die Schule eine HĂ€ngebirke gepflanzt. Dieses magere BĂ€umchen haben wir damals im Auftrag der Klasse in einer GĂ€rtnerei besorgt und in den steinigen Untergrund eingegraben:

12 Jahre spĂ€ter sieht es schon ganz anders aus – wow:

Nur das Holzschildchen hat nicht lange ĂŒberlebt    zwinker
Die Birke aber hat sich trotz des mageren Bodens unglaublich prÀchtig entwickelt, oder?

Beim KirschenpflĂŒcken haben wir schon stetiges Grummeln aus der Ferne gehört, aber das darauf folgende Gewitter ĂŒber Dresden hat uns zum GlĂŒck erst bei der Fahrt nach Hause erwischt:

Den Abend verbrachten wir in den eigenen vier WĂ€nden und schauten uns beim gleichzeitigen Vernichten der ersten Kilos frischer Kirschen die von Videobuster zugeschickte DVD „Reset“ an. Obwohl ich Filme mit Action und Zeitreisen mag, fand ich diesen aber leider nur eher durchschnittlich. Da bereiteten mir die Kirschen mehr GlĂŒck und Freude    zwinker



2018 06.
Mai

Augen sind die Spiegel der Seele und damit haben sie auf jeden Fall auch mal ein eigenes Fotoprojekt in meinem Jahresplan verdient. Nun möchten wir ein paar Augen genauer unter die Lupe nehmen.

Zuerst habe ich Augen im eigenem Haushalt gesucht. Kartoffeln haben sich als unkooperativ erwiesen und auch auf Fettaugen konnte ich mich nicht verlassen. Aber ich fand kleine braune Äuglein bei unserem TĂŒrstopperbĂ€ren …

… einen traurigen Blick bei „Olga“, denn so heißt diese kleine Knautschkugel nun mal in unserem Haus …

…und auch Heidi, mein hilfreiches Lichtmodel, hat mir gern ihr Auge geliehen:

Anschließend musste ich meinen Mann ins Auge fassen:

Aber er war nicht der Einzige, der fĂŒr mich große Augen machte    zwinker

Andere machten dann lieber schöne Augen    zwinker

Und hin und wieder muss man auch auch mal beide Augen zudrĂŒcken …

… um spĂ€ter wieder ganz Auge sein zu können:

Übrigens, wie Heinrich Heine einst sagte, bedeuten grĂŒne Augen den FrĂŒhling der Seele:

Außerdem sieht mancher mit einem Auge mehr als ein anderer mit Zweien – ich finde, das passt perfekt zu meiner OrangenhĂ€lfte … ihm entgeht wirklich nichts    zwinker

Nun hoffe ich, dass ihr beim Lesen diesen Beitrags nicht die Augen verdreht habt und mein Bericht nicht vollends ins Auge ging. Die Schönheit liegt eben im Auge des Betrachters … ich hoffe, ihr werdet auch weiterhin meinen Blog im Auge behalten, denn ich möchte nur ungern ein Dorn in eurem Auge sein    zwinker



2018 02.
Apr

Meinen guten Vorsatz fĂŒr 2018 habe ich wohl schneller gebrochen als gedacht, denn eigentlich wollte ich in diesem Jahr meine Berichte ĂŒber die monatlich geplanten Fotoprojekte schneller veröffentlichen als im Jahr davor. Hat wohl schon im Januar nicht geklappt … daher habe ich nun endlich die Osterfeiertage dafĂŒr genutzt, euch die Bilder, welche ich ganz brav rechtzeitig im jeweiligen Monat gemacht habe, zu prĂ€sentieren. Wie sagt man so schön: „Lieber spĂ€ter als nie“    standard

Also das Thema vom Januar war/ist „Alkoholisches“ – davon hat ja sicherlich jeder von uns irgendwas im Schrank. Und so habe auch ich zuerst auf die GetrĂ€nke zurĂŒckgegriffen, welche sich in unserer Wohnung befinden. Da wĂ€ren bei mir ein Whiskey …

… ein Sahnelikör …

… und natĂŒrlich ein Wodka    standard

Da bei uns die unterschiedlichen Weinsorten stets im Keller lagern, durften die drei Weinfarben ebenfalls eine Rolle beim ersten Projekt des neuen Jahres spielen:

Unterschiedliche Farbabstufungen lassen sich auch pÀrchenweise ganz gut kombinieren:

Ich war auch von manchem FarbĂŒbergang zwischen den unterschiedlichen Weinsorten ganz angetan:

Und auch die Spiegelung der Weinkelche ineinander fand ich ein Foto wert:

Mal ehrlich, ein Glas Rotwein hat manchmal schon etwas blutrĂŒnstiges in sich, nicht wahr?

Aber es ist und bleibt eine schöne und richtig krÀftige Farbe:

Ein Rose sieht naturgemĂ€ĂŸ etwas zarter aus:

Ich trinke gelegentlich gerne auch mal einen Cocktail, habe aber bis jetzt noch nie einen selber gemischt. Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich deswegen bis zu unserem Februar-Urlaub gewartet habe und deshalb diese Aufnahmen hier ausnahmsweise mal nicht nur aus dem Januar stammen    zwinker
Ich finde, mit einem solchen MixgetrĂ€nk kann man eine entspannte Stimmung, welche ĂŒberwiegend beim Trinken dieser zu sommerlichen Temperaturen am Strand entsteht, so unkompliziert und am besten vermitteln    standard

Unter uns gesagt, in so einer Umgebung sieht auch ein Bier in einem Plastikbecher herrlich aus    zwinker

Hoffentlich wird es bei uns in Deutschland demnĂ€chst genau so warm und sonnig und dann könnt ihr euch selbst schon bald von meinen Worten in einem heimischen Biergarten ĂŒberzeugen    zwinker

Zum Wohl!



2018 29.
Jan

Fototechnisch habe ich das vergangene Jahr immer noch nicht abgeschlossen – nun wird es langsam Zeit dies zu tun. Das Thema fĂŒr mein Jahresprojekt war einfach gewĂ€hlt: 4 Jahreszeiten, 12 Monate.

Ich fand, dass man den Wechsel der Jahreszeiten am deutlichsten bei einem Baum sehen kann. So fiel die Entscheidung auf den wohl deutschesten Vertreter: die Eiche    standard
Nun können wir mal schauen, wie sich dieser Baum im Laufe des Jahres 2017 verÀnderte.

Januar – Kein BlĂ€ttchen vom Vorjahr zu sehen:

Februar – Eine dĂŒnne, weiße Schneeschicht bedeckt die kahlen Äste:

MĂ€rz – Im Sonnenschein des beginnenden FrĂŒhlings sieht alles nicht mehr so durchgefroren aus:

April – Endlich kann man die frischen, jungen BlĂ€tter sehen:

Mai – Es grĂŒnt so grĂŒn:

Juni – Immer noch ganz grĂŒn, aber nicht mehr so frisch … eher gedĂ€mpft oder ausgeblichen:

Juli – Das GrĂŒn der BlĂ€tter wird zunehmend dunkler:

August – Die BlĂ€tterfarbe dunkelt immer mehr nach, ein erster Hauch vom gelben Touch ist aber auch schon zu sehen:

September – Die BlĂ€tter sind nicht mehr einheitlich grĂŒn und jetzt sieht man auf Anhieb, dass sie an manchen Stellen gelb werden :

Oktober – Die BlĂ€tter sind inzwischen ĂŒberwiegend gelb-braun und einige von ihnen sind nicht mehr auf den Ästen zu sehen:

November – Nun sind lediglich nur noch ein paar einzelne BlĂ€ttchen dran:

Dezember – Die BlĂ€tter sind ab und nun ist winterliches Schlummern unterm matschgrauen Himmel angesagt:

Ich habe beim ursprĂŒnglichen Festlegen auf dieses Themas auf etwas mehr Schnee gehofft (ausgerechnet in diesem Jahr in Dresden totale Fehlanzeige!) und auch auf eine ausgeprĂ€gtere herbstliche LaubfĂ€rbung. Ich schĂ€tze nun, fĂŒr das zweite hĂ€tte ich mich wohl eher fĂŒr eine Verkörperung der russischen Seele entscheiden mĂŒssen: fĂŒr eine Birke    standard

Vielleicht mache ich das in einigen Jahren beim nĂ€chsten Versuch     zwinker



2018 07.
Jan

Bei diesem Projekt wĂŒrde ich gern das Wort meinem Hauptmodel ĂŒbergeben, denn er kann seine Geschichte besser selber erzĂ€hlen als ich    zwinker    es geht los:

Hallo, die meisten von euch kennen mich bestimmt schon, aber offensichtlich noch nicht persönlich, wenn ihr hier noch mitlesen könnt.

Meistens verbinden die Menschen mit meiner Gestalt irgendwie ein sehr unangenehmes GefĂŒhl. Dabei gab es schon jede Menge Optionen, mich auch von meiner anderen Seite kennen zu lernen, z.B. ĂŒber die zahlreichen BĂŒcher von Terry Pratchett. Ein Buch habe ich inzwischen sogar selbst schon geschrieben, aber da kein Verleger zu einem persönlichen GesprĂ€ch bereit war, habe ich mein Werk einem Markus Zusak ĂŒbergeben. Er hatte keine Angst und mit seiner Hilfe habe ich es in der Tat gleich auf die Bestsellerlisten geschafft. Aber Schreiben ist nicht das Einzige, was ich in meiner arbeitsfreien Zeit so mache. Ich bin zwar oft dienstlich unterwegs, aber privat zu reisen macht definitiv mehr Spaß. Vor Kurzem bin ich mit dem Auto sogar im Schnee gewesen, hierzulande fehlt er ja (leider) noch.

Dort habe ich einen kleinen BĂ€ren entdeckt, aber seine Zeit ĂŒber die RegenbogenbrĂŒcke zu gehen, war noch nicht gekommen … seinem hilfesuchenden Blick konnte nicht mal ich widerstehen.

Fragt bitte nicht, wie ich ihn in meinem Sportwagen mitnehmen konnte … ich möchte nur so viel dazu sagen, dass es gar nicht so einfach war. Wir sind dann recht gut an einer Höhle angekommen, die mir passend fĂŒr diesen BĂ€ren schien. Als ich die Gegend genauer anschaute, kam ein Ă€lterer Mann mit reichlich GepĂ€ck vorbei.

Der neugierige BĂ€r kam gleich hinterhergeschlichen.

Er, der BĂ€r – nicht der Mann, ist dann aber schnell wieder verschwunden. Wie sich spĂ€ter herausstellte, hat er sich  zurĂŒck zum Wagen aufgemacht und schubbelte sich so lange an einer Seite, dass sich der Wagen in Bewegung setzte und direkt an die Felsenwand krachte, welche genau zwischen mir und dem alten Mann war.

Ich wechselte vorsichtshalber mal die Position, denn eine Unfallversicherung gibt es bei meinem Beruf ja nicht.

Es war keine Sekunde zu spĂ€t! Dass der BĂ€r anschließend vom schlechten Gewissen geplagt wurde, war nur logisch.

GlĂŒcklicherweise war niemandem etwas passiert, denn bei keinem von uns war die Deadline des Lebens erreicht – auch nicht bei meinem Auto. Ich habe dann gleich noch eine Probefahrt gemacht, um sicher zu sein, dass alles noch intakt ist.

Der Wagen hat dem alten Herren wohl sehr gut gefallen, denn er wĂŒnschte sich ein Erinnerungsbild damit, bevor er weitermarschieren wollte, um seine Bushaltestelle zu suchen.

Durch den Alten angespornt, wĂŒnschte ein weiterer Wanderer ebenfalls ein solches Foto und natĂŒrlich durfte auch er sich in Pose vor meinem feuerroten Mobil stellen.

Nachdem der alte Herr uns verlassen hat, konnten wir ZurĂŒckgebliebenen danach noch etwas ĂŒber unsere jeweiligen ReiseplĂ€ne sprechen.

Der junge Wanderer wollte gern zum großen Felsenberg und weil das bei mir mit auf dem Weg lag, habe ich ihm vorgeschlagen, mitzufahren. Der BĂ€r war nirgends mehr zu sehen, ich hatte also wieder genug Platz fĂŒr einen Mitfahrer.

Am Fuße des Berges habe ich den jungen Herren abgesetzt und fuhr weiter, nachdem wir uns verabschiedet haben.

Als ich mich beim Wegfahren nochmals umdrehte, um zu sehen, wie weit er schon gekommen ist, habe ich dann doch wieder den BĂ€ren entdeckt.

Diese unterwartete Begegnung mit meinem „Schneefund“ hat den jungen Wanderer wortwörtlich umgehauen.

Ich kam also vorsichtshalber noch einmal zurĂŒck und klĂ€rte alles auf.

Dem BĂ€renblick konnte der Wanderer genau so wenig widerstehen wie ich selber. Er hat seinen Aufstieg auf den Berg verschoben und spielte mit dem BĂ€ren eine Zeit lang „Fangen-um-den-Felsen“.

Nachdem der Wanderer schon ganz aus der Puste war, wollte er doch noch seinen ursprĂŒnglichen Plan umsetzen. Er sagte mir Bescheid und verschwand kurz danach hinter den weiter entfernt liegenden Felsblöcken. Der BĂ€r hat ihn zwischenzeitlich wohl aus den Augen verloren und wirkte ziemlich ratlos, als er Runde um Runde den runden Felsbrocken umrundete und sein Spielkamerad nirgends zu sehen war.

Ich habe aber dank meiner höheren Position gesehen, dass der gesuchte Spielkamerad gerade in der Klemme steckt und ging ihm zur Hilfe.

Doch noch bevor ich etwas Helfendes tun konnte, lag der Pechvogel leider schon auf dem Boden.

Wenigstens beim Aufstehen konnte ich behilflich sein. Zum GlĂŒck hat er diesen Sturz ohne Schaden ĂŒberstanden und war in der Lage, seinen Weg fortzusetzen.

Der BĂ€r hat zwischenzeitlich die Spitze des Berges erklommen.

Und da eben diese Bergspitze auch das Ziel unseres Wanderers war, haben die beiden sich da oben wieder getroffen.

WĂ€hrend der Wanderer sich oben ausruhte, war der BĂ€r zwischenzeitlich wieder unten angekommen. Er hatte im Berg einen Geheimgang entdeckt und genutzt. Nun wartete er dort am Ausgang auf seinen Kumpel.

Ich leistete ihm derweil beim Warten Gesellschaft. Es hat auch nicht lange gedauert, da kam unser Wanderfreund ebenfalls heruntergerutscht …

… und landete perfekt neben dem wartenden BĂ€ren.

In dem Moment wurde es mir klar, dass die zwei gut aufeinander aufpassen werden. Meine dienstfreie Zeit war außerdem ebenfalls zu Ende. So ließ ich den BĂ€ren und den Wanderer miteinander ihrer Wege gehen.

Und ich? Ich kehrte dann zurĂŒck zu meinem Domizil und warte nun auf die nĂ€chstbeste Gelegenheit, wieder unterwegs zu sein, um noch jemanden aus der Patsche zu helfen.

Olga wieder hier: Falls ihr euch fragt, was ich denn so getrunken habe    standard     hier die ErklĂ€rung –> mir war einfach mal so danach und da mein Miniaturprojekt schon bei der Entstehung statt einer kunstvollen Darstellung in einer kleinen Geschichte auszuarten drohte, ließ ich meiner Phantasie freien Lauf. Ich hoffe, ihr könnt mir das wĂ€hrend des teilweise doch recht hektischen Weihnachtsmonats verzeihen und bei der Zusammenstellung der nĂ€chsten 12 Fotoprojekte gelobe ich auch wieder Ernsthaftigkeit und kĂŒnstlerische Arrangements. In den nĂ€chsten Tagen werde ich meine neuen Fotothemen den jeweiligen Monaten zugeordnet haben und natĂŒrlich an dieser Stelle wie gewohnt veröffentlichen.



2017 17.
Dez

Erst heute wurde mir so richtig bewusst, dass in genau zwei Wochen das Jahr zu Ende sein wird. Da man nach Möglichkeit keine Schulden ins neue Jahr mitnehmen sollte, möchte ich euch noch etwas bereits lĂ€ngst ÜberfĂ€lliges nachreichen: die Ergebnisse meines Fotoprojekts vom Oktober    zwinker

Beim Fotografieren musste ich immer wieder an die Worte von Gotthold Ephraim Lessing denken: „Wir sind alle BlĂ€tter an einem Baum, keins dem anderen Ă€hnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.“

Auf einem Baum gibt es jede Menge Platz fĂŒr frische und auch fĂŒr schon Ă€ltere BlĂ€tter:

Die warmen Strahlen der Sonne bringen BlÀtter regelrecht zum Leuchten:

Manche der BlĂ€tter öffnen sich der Welt …

… andere wiederum sind ihrer Umwelt gegenĂŒber ziemlich misstrauisch und daher gut „bewaffnet“:

Wenn sie dann aber vom Baum getrennt werden, kann es passieren, dass alle, die auf dem harten Boden gelandet sind, zwar nebeneinander ihr Dasein fristen, aber jeder fĂŒr sich bleibt:

Es kann aber auch anders kommen und sie landen in einem bunt gemischten Haufen Gleichgesinnter:

Vielleicht findet sich darin sogar ein passendes PĂ€rchen?

Es kann aber auch passieren, dass man auf dem Weg ganz allein und zurĂŒckgelassen bleiben muss …

… oder an einem Ort hĂ€ngen bleibt, von welchem man einfach nicht mehr weg kommt:

Man wird oft mit vielen Wassern gewaschen:

Dabei lÀsst man sich dennoch nicht unterkriegen, hÀrtet ab und wird zÀh wie Leder:

Trotz der fĂŒr die Umwelt gezeigten StĂ€rke gibt es Momente, wo man sich einfach mal hĂ€ngen lĂ€sst:

Egal wie es kommt, die zarte Seite der Seele bleibt immer erhalten:

Es gibt viele Wege und oft genug muss man die Anderen einfach weiter ziehen lassen, wÀhrend man selber an Ort und Stelle bleibt:

Die Erinnerungen halten uns aber auch in den kalten und ungemĂŒtlichen Zeiten im Herzen warm:

Besonders jetzt, im Dezember, wo es draußen dunkel und nass ist und die BĂ€ume kahl sind, hat es mich um so mehr gefreut, die bunten Herbstbilder wieder durchzusehen und ein paar fĂŒr euch, meine lieben Leser, zusammenzustellen. Ich hoffe, die Auswahl gefĂ€llt euch!



2017 02.
Nov

Nachdem ich mich im MĂ€rz mit dem Thema „Mimik und GefĂŒhle“ gewidmet habe, war es nun an der Zeit, eine andere Seite der nonverbalen Kommunikation genauer anzusehen: Körpersprache. Ich bin ziemlich sicher, dass jeder von uns auch ohne meine ErklĂ€rungen bestimmte Gesten und Körperhaltungen sofort verstehen wird … aber ich habe ja meinen Blog zum Schreiben ins Leben gerufen, also bleiben euch meine Kommentare nun nicht erspart    zwinker

Wir fangen mit dem Einfachsten an: Gesten

FĂŒr mich ist das eine perfekte Verkörperung fĂŒr „Frauenpower“!

Auch starke Frauen haben ein großes Herz.

Solange man auf diese eindeutige Geste RĂŒcksicht nimmt …

… bleibt alles ok …

… sonst muss man mit einer eindeutig gezeigten Missbilligung seines Tuns leben.

Hier ist jemand keineswegs an einer Kontaktaufnahme oder einem GesprÀch interessiert.

Hier ist es sogar noch eindeutiger, dass man sich jetzt gerade konzentriert und nicht gestört werden möchte.

Die Körpersprache drĂŒckt zum GlĂŒck nicht nur Abgrenzung, sondern auch freundschaftliche Zuneigung aus.

Man kann einfach nebeneinander sitzen und ĂŒber Gott und die Welt reden – die entspannte Haltung zeigt, dass man sich gegenseitig gut versteht.

Frauen sind da in der Regel berĂŒhrungsfreudiger als MĂ€nner und der Abstand auf der SitzflĂ€che lĂ€sst dennoch jede Menge Freiraum zu.

Oft genug reicht es auch, sich einfach gegenseitig den RĂŒcken zu stĂ€rken, wenn man in die gleiche Richtung schaut.

Und wenn man sich gegenseitig hĂ€lt, kann man sich besser gegen Böses (und Nasses    zwinker   ) verteidigen.

Bei solch solider Vertrauensbasis bleibt noch genug Raum fĂŒr Blödeln    zwinker

Darauf kann man ruhig mit einem Bierchen anstoßen!

Und auch MĂ€dels haben ein Recht darauf, BrĂŒderschaft zu trinken    standard

In einer Beziehung möchte man sich gern gegenseitig im Arm halten.

Und HĂ€ndchenhalten gehört sowieso dazu, ganz gleich, wie lange man schon zusammen ist …

Das waren natĂŒrlich nur ein paar kleine Momente, welche von Körpersprache gezeigt haben, was jeder von uns mĂŒhelos erkennen kann … es sei denn, man ist autistisch veranlagt. Es ist aber wirklich immer wieder spannend, Menschen um mich herum zu beobachten und sich dann Gedanken zu machen, was deren Haltung direkt oder indirekt ĂŒber ihren GemĂŒtszustand verrĂ€t. Ich fĂŒr meinen Teil sage jetzt mit einer einfachen, besonders im asiatischen Raum oft vertretenen Geste:

Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, mich auf meiner Reise in die Welt der Gesten zu begleiten!