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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 10.
Juli

Die letzte Woche hatte für mich einen recht guten Anfang, denn dieses Jahr fiel der 4. Juli, welchen ich auch aus persönlichen Gründen gern feiere, eben auf einen Montag. Deshalb trafen Carsten und ich uns mit Andrea im benachbarten Biergarten „El Horst“ ,  um meine 24 Jahre Deutschlandlebenserfahrung zu feiern.

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Da es nächstes Jahr schon 1/4 Jahrhundert sein wird, werden die Feierlichkeiten wohl etwas größer ausfallen, aber bis dahin habe ich noch gut ein Jahr Zeit, um zu überlegen, was und wo ich mit meiner Familie und Freunden etwas machen möchte    😉

Am Dienstag war ich den ganzen lieben Tag ziemlich unruhig, denn meine Zahnbrücke saß seit geraumer Zeit nicht mehr fest und ich habe mir einen Termin für eben diesen Dienstagabend bei unserer Haus- und Hof-Zahnärztin geholt. Ehrlich gesagt, rechnete ich ganz fest damit, dass meine tragenden Zähne irgendwelche Schäden haben und dass ich vermutlich wieder Geld in die Hand nehmen muss, um meine Zahnlücke wieder irgendwie ausfüllen zu müssen. Da ich außerdem aus Erfahrung wusste, dass dafür nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Zeit beansprucht wird, wollte ich das alles bis zum unseren Urlaub ab Mitte August fertig haben. In der Praxis angekommen, rutschte mir mein Herz noch tiefer in die Hose, denn unsere Zahnärztin und ihr ganzes Team sollte ab der kommenden Woche bis Monatsende wegen Sommerurlaub abwesend seien    :schreien:    aber am Ende war dann doch alles halb so wild: Die Brücke war locker, aber die Zähne darunter waren top    🙂
Also wurde einfach alles gereinigt und der künstliche Teil wieder eingeklebt. Ich sollte für diese Leistung  knapp 26 Euro  zuzahlen, aber da ich regelmäßig zur Kontrolle komme, schmolz mein Eigenanteil dann doch auf 2,94 Euro    😀    dafür kann ich jetzt wieder alles bedenkenlos essen    *freu*

Weniger Grund zur Freude hatte ich zusammen mit allen anderen Fans der Deutschen Nationalelf am Donnerstag. Carsten und ich folgten einer Einladung von Mathias und Claudia, das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich bei ihnen im Garten zusammen mit anderen Freunden und Nachbarn zu gucken. Aber egal wie sehr wir die deutsche Elf anfeuerten, es wollte ihnen einfach kein Tor gelingen! Am Ende des Spiels haben sich die anderen Mitgucker gegenseitig damit getröstet, dass unsere Nationalmannschaft vor zwei Jahren immerhin den Weltmeistertitel geholt hat    😉

Bei unserem Wochenendeinkauf am Freitagnachmittag nahmen Carsten und ich unter anderem Wanderproviant mit, denn für den Samstag war schon seit geraumer Zeit zusammen mit drei ehemaligen Teilnehmerinnen eines Russischkurses eine Tour in der Sächsischen Schweiz geplant. Das Wetter spielte glücklicherweise wunderbar mit und so erkundeten wir in der Schwarzbachtalgegend die Strecke einer alten Schmalspurbahn und liefen über Brücken oder stapften durch den einen oder anderen alten Eisenbahntunnel … alles allerdings inzwischen gänzlich ohne Schienen & Co:

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Wir hatten den ganzen lieben Tag einen traumhaft schönen Weitblick gehabt:

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Nach dieser ca. 15 km langen Wanderung mit einigen Abstechern jenseits der Hauptroute, landeten wir im Gohrischer Sommerhaus von Kerstin, wo wir zuerst ganz gemütlich Kaffee getrunken, dann gegrillt und letzten Endes uns bei einem Gläschen Wein an der Feuerschale eingefunden haben, bis es stockdunkel wurde.

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Es war ein supertoller Tag, den wir alle so richtig genossen haben – in unserem ziemlich durchgeplanten Leben ist so ein Samstag, bei welchem lediglich die Uhrzeit zum morgendlichen Treffen feststand und alles andere zeitlich völlig flexibel war bzw. von anderen durchorganisiert wurde, schon wie eine richtige Auszeit    😉



2016 28.
Mai

Es wiederholt sich immer wieder aufs Neue – derzeit hat mich das Leben mit seinen interessanten Seiten so stark im Griff, dass ich einfach nicht dazu komme, darüber in diesem Blog zu berichten    😉    denn in den vergangenen zwei Wochen habe ich wieder allerhand Schönes und Spannendes erleben dürfen.

Fangen wir einfach mal mit dem Futter für den Kopf an    🙂

Da am vorletzten Dienstag die letzte Lesung aller vier Autoren der Phrase4-Gruppe vor der Sommerpause war, ließ ich mich von meinem Schatz direkt nach dem Russisch-Unterricht von der VHS abholen und zur Veränderbar bringen. Leider habe ich durch meine Unterrichtszeit den Anfang der Veranstaltung und somit zwei neue Geschichten, eine von Sabine Dreßler und eine von Francis Mohr, verpasst. Aber es gab trotzdem noch jede Menge Spannendes, Lustiges und Nachdenkliches zum Hören … nur Carstens Phrase vom April habe ich nicht mehr mitbekommen können:

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Jetzt muss ich genau so wie viele andere Fans dieser Lesebühne bis September warten, bis es mit den immer so tollen Geschichten weiter geht.

Schon einen Tag später lockte das nächste Lesevergnügen und ging ich zum Deutsch-Russischen Kulturinstitut, um an einem Treffen mit dem schon zu Sowjetzeiten sehr bekannten Krimiautoren Çingiz Abdullayev teilzunehmen. Ich habe zwar nicht alle seiner 194 Büchern gelesen, aber so um die 40 habe ich schon im Laufe der Zeit nach und nach verschlungen    😉

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Das Treffen war sehr entspannt und interessant zugleich. Herr Abdullaev ist eine äußerst charismatische Persönlichkeit und ein sehr guter Erzähler – das Treffen mit seinen Lesern in Dresden ging länger als angekündigt, aber ich denke, nicht nur ich habe diese ungeplante Verlängerung von Herzen genossen.

Doch wir haben uns die ganzen Tagen nicht nur irgendetwas vorlesen lassen. Am letzten Sonntag entdeckten wir dank einer passenden Igel-Tour per pedes viel Neues und Geschichtsträchtiges über unseren benachbarten Stadtteil Blasewitz.

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Unsere Aufmerksamkeit für das Schriftliche und Wissenschaftliche im Alltag ging aber noch viel weiter, denn Carsten und ich haben in den vergangenen beiden Wochen einiges unserer Freizeit darauf verwendet, Andreas Bachelorarbeit zum Thema „1812 im kulturellen Gedächtnis der Russen“ aufmerksam durchzulesen und dementsprechend zu korrigieren. 43 DinA4-Seiten reinen Volltext kann man ganz schön unterschätzen, denn man sitzt schon etliche Stündchen daran … Carsten bevorzugte das gesamte letzte Wochenende dafür und zählte insgesamt ca. 15 Stunden konzentriertes Arbeiten – immer wieder unterbrochen von augenschonenden und zerstreuenden Pausen am PC oder vor dem Fernseher. Unsere Korrekturen wurden dann zusammen mit Andrea am darauffolgenden Montag in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr direkt am Laptop live eingearbeitet – und dabei kamen wir gerade mal auf Seite 32 an. Für den Rest nahm sie unsere Aufzeichnungen mit in ihre Wohnung und verdonnerte Karl für weitere drei Stunden am Dienstagvormittag für das Einfügen unserer Anstriche. Am letzten Donnerstag konnte sie dann endlich ihre gebundene Arbeit mitsamt Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Fußnoten und weiteren Pflichtseiten fristgerecht abgegeben. Nun sind wir auf das Ergebnis gespannt, aber bis es bekannt gegeben wird, dürften noch einige Wochen ins Land ziehen.

Es war aber immer noch nicht alles, womit mein Kopf sich beschäftigen durfte, denn am Mittwoch war ich im Rahmen meiner Arbeit bei einem Vortrag von Irina Slot. Diesmal ging es um Interkulturelle Besonderheiten:

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Frau Slot bewies eine sehr lebendige Art, ihren Vortrag zu halten und konnte ihr Publikum immer direkt in den Ablauf mit einbeziehen, indem sie anhand von Beispielen aus dem wahren Leben die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede erklärte. Auf jeden Fall hat mein Gehirn seitdem einiges zum Grübeln und sucht auch jetzt noch immer wieder nach weiteren Parallelen aus meinem Alltag für jene Kulturdimensionen    😀

Soviel zum Futter für den Kopf    😀    der Bauch ist in der letzten Zeit ebenfalls nicht zu kurz gekommen. Am vorletzten Freitag waren Carsten und ich mit den beiden Arbeitskollegen, mit denen ich seit September fünf Tage die Woche in einem Büro auf engstem Raum zusammen bin, samt ihren Partnern im russischen Restaurant „Odessa“ essen. Das Wetter war total auf unserer Seite und so genossen wir im ruhigen und gemütlichen Innenhof bzw. Gärtchen des Lokals stundenlang allerhand heimatliche Leckereien, wie z.B. Schaschlik, Pelmeni, Kaviar, Speck, Wodka, Bliny, Zharkoe (Foto) und Kuchen.

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Am Tag darauf war dann Essen in der spanischen Variante angesagt. Schon vor langer Zeit verabredeten wir uns mit Ines und Torsten, dieses Jahr wieder zusammen das DFB-Pokalendspiel Borussia Dortmund gegen Bayern München zu gucken. Damit die Gastgeber nicht zu viel für die Vorbereitung tun mussten, übernahmen wir kurzerhand die Versorgung mit Speisen und da wir uns schon einiges an der spanischen Art zu essen abgucken konnten, entschieden wir uns eben für deren Futterportfolio aus Tapas, Chorizo, Aioli, Jamon und andere gefüllte Kleingkeiten.

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Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Papas arrugadas (Meersalzkartoffeln) selber gekocht und war vom Ergebnis sehr positiv überrascht. Die dazugehörigen Mojos (Dips) hatten wir schon im Februar von unserem Ausflug auf Gran Canaria mitgebracht    😀    und ich denke, Ines gehört ab jetzt ebenfalls zu Anhängern des Tinto de verano, welches ich allerdings nicht mit Gaseosa, sondern wie einst in Torremolinos gesehen, mit Bitter Lemon mache.

Gestern war ich dann noch mit den Arbeitskollegen aus meiner gesamten Abteilung unterwegs, denn eine Kollegin meinte bei der letzten Weihnachtsfeier, dass man sich ja auch mal im Sommer treffen könnte. Also hat bei sich zu Hause eine Gartenparty organisiert, bei der der Wettergott uns zuerst ganz schön geärgert hat, denn es regnete fast zwei Stunden in Strömen und ein kräftiges Gewitter ging hernieder. Aber als sich das Unwetter endlich verzog, konnte der Grill endlich angeworfen werden und es wurde ein richtig schöner und lustiger Abend    🙂

Jedenfalls muss ich wieder einmal bekennend zugeben, dass ich mich bei all dem Essen in guter Gesellschaft enorm über die Option, Sport in unserem betriebsinternen Fitnessstudio machen zu können, über alle Maßen freue, denn sonst bliebe mir wohl jede Leckerei der letzten Tage dauerhaft auf dem Bauch, Oberschenkel oder Pops in Erinnerung. So bleibt es wenigstens halbwegs im Gleichgewicht    😉



2014 13.
Juli

Das Gefühl, von zahlreichen Terminen immerzu gejagt zu werden ist uns allen wohl nicht fremd. Auch ich hetzte in der letzten Woche wieder einmal mit meinem Kalender durch die Wochentage, ständig mit Termindruck im Nacken. Aber nun lässt das zum Glück langsam nach: die Fussball-WM wird heute zu Ende gehen und mein VHS-Kurs wurde bereits am Donnerstag abgepfiffen – die chillige Freizeit dehnt sich nach und nach aus    😉

Aber ich kann einfach nicht ruhig sitzen und nix tun – das habe ich schon vor langer Zeit irgendwie verlernt. Ständig kreisen im Kopf neue Ideen und wollen endlich verwirklicht werden. Auch einige Pläne fordern ihr Tribut. Die Bilder für die versprochene Brunnen-Galerie haben Carsten und ich schon im Großen und Ganzen vorbereitet, nun geht es um die Feinarbeit – es wird also nicht mehr lange dauern, bis wir sie zeigen können    🙂

Außerdem habe ich schon einige Bilder für mein aktuelles Fotoprojekt „Insekten“ zu machen versucht. Mann, ich vermisse echt die Brunnen! Die standen wenigstens an Ort und Stelle, aber die Brummer, die flattern nur wie bekloppt umher    :teufel:    ! Und die Blumen, welche Bienen und Co. interessant finden, sind immer so kleinwüchsig, dass man eigentlich ständig nur auf dem Boden liegen müsste, aber dann liegt man womöglich auf einer Biene und diese kann bekanntlich stacheln – Entscheidungen, Entscheidungen …

Heute habe ich es mal im Guten versucht, habe auf dem Gartentisch insektenfreundliches Gelb hingelegt, duftende Blümchen im Garten gepflückt um sie darauf zu drapieren und als i-Tüpfelchen positionierte ich sogar einen Löffel mit Honig in einer Schale in meiner direkten Nähe. Meine Kamera lag immer griffbereit in der Nähe und ich versuchte so zu tun, als ob ich mich für die Insekten überhaupt nicht interessiere und las das Buch von Friedrich Dürrenmatt „Der Richter und sein Henker“ (muss doch noch so einige Bildungslücken schließen – es gibt einfach viel zu viele Bücher!).

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Ratet mal, wie viele Bienen oder Wespen oder Hummel darauf reingefallen sind – genau, gar keine! Da musste ich mir erst einen bärigen Helfer organisieren und sieh einer an, Heini hat sogar recht schnell eine Biene angelockt:

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Bären wissen eben, wie man es richtig macht    😉

Er hat sie mir also als Model quasi zur Verfügung gestellt, aber diese Bilder werde ich erst zusammen mit den anderen Juli-Aufnahmen präsentieren, deshalb bitte ich um ein wenig Geduld    😉    das Problem ist nur: Heini träumt jetzt von eigener Bienenzucht – mal sehen, ob ich ihm das noch ausreden kann    🙂



2014 18.
Mai

In letzter Zeit werde ich immer wieder auf die aktuelle politische Situation meines Heimatlandes angesprochen und meistens komme ich mir dabei vor, als ob meine geliebte Oma schwer erkrankt ist: Keiner kann feststellen, was sie hat, woher das kam und wie wohl der weitere Verlauf sein wird … darüber fragen aber einen immer wieder (wildfremde) Leute aus und erwarten, dass ich ein fachmännisches Urteil abgeben kann, weil es ja schließlich „meine Oma“ ist und ich wohl am besten über sie sprechen kann. Vielleicht hinkt der Vergleich etwas, aber ich hoffe, man versteht trotzdem was ich damit sagen möchte … nachdem ich nun ja auch schon mehr als die Hälfte meines 44 jährigen Lebens in Deutschland verbracht habe.

Allerdings hindert mich die aktuelle politische Situation meines Heimatlandes keineswegs daran, auch weiterhin mit gutem Gewissen Russischunterricht an der VHS zu geben und glücklicherweise sind meine Kursteilnehmer sehr einfühlsame Menschen, welche einfach nur Interesse an der Sprache und der Kultur haben. Um ihre Sprachkenntnisse auf eine neue Stufe zu bringen, habe ich ihnen verraten, dass ich am 16. Mai ins Theater gehen möchte, um ein Stück in russischer Sprache anzuschauen. Wer es sich einrichten könne und Interesse hätte, war mir als Begleitung herzlich willkommen. So trafen sich also am letzten Freitag insgesamt fünf Leute aus meiner Gruppe, meine beste Freundin Anna und mein Töchterlein Andrea vor dem Theaterhaus Rudi, um zusammen die neue Tragikomödie „Sojas Wohnung“ nach Geschichten von Michail Bulgakow zu erleben. Mit viel Liebe und Leidenschaft wurde das Stück von der hiesigen, russischen Theatergruppe Gesangstheater Expression auf die Beine gestellt. Es war super! Für diejenigen, welche dem Russischen als Muttersprache nicht mächtig waren, gab es sogar Untertitel bzw. kurze Inhaltsangaben über das aktuelle Szenengeschehen an einer speziell dafür aufgehängten Leinwand.

Den Samstagvormittag habe ich damit verbracht, einen großen Topf Borschtsch nach bewährtem Familienrezept zu kochen, denn den Abend des DFB-Pokalspiels BVB gegen FCB wollten wir mit Torsten und Ines verbringen und ich stellte dazu ein russisch-ukrainisches Essen- und Getränkevergnügen in Aussicht.

Also gab es zuerst eine Runde Borschtsch für alle:

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Das war sogar eine Premiere für Ines, Torsten und ihre Tochter – zum Glück hat ihnen die typisch ukrainische Suppenvariation sehr gemundet    🙂

Zu Spielbeginn um 20 Uhr wurde der Wohnzimmertisch mit weiteren Leckereien aus dem Russenladen sowie mit Oliven und einem leckerem Kirschdessert gedeckt, wobei die beiden letztgenannten Dinge von den Gastgeber beigesteuert waren.

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Das russische Nationalgetränk fehlt allerdings noch auf dem Bild, denn zum Fotozeitpunkt lag es noch im Tiefkühlfach    😀

Der Abend verlief nahezu perfekt. Der einzige Wermutstropfen war nur, dass der BVB nicht gewonnen hat … vor allen Dingen war es echt schade, dass ein reguläres Tor (der Ball war definitiv mit vollem Umfang hinter der Linie) von den Schiedsrichtern nicht als solches gewertet wurde und somit die Bayern in der Verlängerung noch zwei Mal treffen konnten. Hätte das Tor der Borussen in der 64. Spielminute gezählt, wäre es vermutlich gar nicht erst zur dieser Verlängerung gekommen. Doch auch dieses Ergebnis hat unsere gute Laune nicht verderben können und heute morgen war wie erwartet sogar der Kater ausgeblieben – mit echtem, ukrainischen Wodka und gutem russisch-ukrainisch-deutschem Essen kennt man so etwas eben nicht    😉



2010 09.
Juli

Da heute mal wieder Spätdienst angesagt ist, habe ich ein wenig Zeit die Ereignisse der Woche schon jetzt mal aufzuschreiben.

Meine Sehnsucht zu verreisen hat einen neuen Schub am Montagabend bekommen als ich mit 2 Couchsurfern aus Kemerovo (Russland) durch die Altstadt von Dresden schlenderte und eine Pause im Narrenhäusl-Biergarten mit ihnen einlegte. Da Carsten nicht mitgekommen war, mussten wir uns nicht in Englisch unterhalten, sondern tauschen unsere Erlebnisse und Erfahrungen in unserer Muttersprache aus, was immer wesentlich witziger ist. Ich brachte sie am Ende der Tour zu ihrem Gastgeber, der sie abends leider wegen der Arbeit nicht begleiten konnte, und auch da hocken wir noch weiter zusammen, bis ich kurz vor Mitternacht beschloss nach Hause zu fahren.

Dass ein paar Abende den Halbfinalspielen zu Opfer fielen, versteht sich ganz gewiss von selbst. Leider haben es die Deutschen diesmal bzw. wieder einmal nur ins kleine Finale geschafft, aber gegen die angriffslustigen Spanier nur mit 0:1 zu verlieren würdige ich als wirklich gute Leistung. Mein Star der diesjährigen Deutschen Elf ist definitiv Manuel Neuer.  

Gestern war Familienabend angesagt: Wäschezusammenlegen und der Film „96 Hours“ mit den Mädels gucken. Diesmal habe ich bei Stephanie FSK gespielt und hielt ihr bei besonders heftigen Szenen die Augen zu. Ich hoffe, dass unsere Große sich jetzt ein paar Gedanken über ihr Verhalten während der bevorstehenden RUF-Jugendreise nach Spanien machen wird    😀

Der heutige Tag wird bei mir ganz lang werden, denn ich muss bis 18:30 Uhr arbeiten und das bei den derzeitgen tropischen Temperaturen im Büro … unterm Dach und auf der sonnigen Seite des Lebens   😎    🙂



2010 27.
Juni

Es ist endlich in Dresden Sommer an einem Wochenende!

Die Kinder haben am Freitag ihre Zeugnisse nach Hause gebracht, mit denen wir mehr als nur zufrieden sein können. Stephanie ist die Zweitbeste in ihrer Klasse und Andrea hat sich in den naturwissenschafltichen Fächern auf jeden Fall verbessert.  Andreas Lernen in diesem Halbjahr ist damit allerdings noch nicht abgeschlossen. Derzeit büffelt sie ganz fleißig für ihre Theorie-Führerscheinprüfung am Dienstag. Das große Ziel ist nämlich den begehrten Lappen noch vor ihrer Abfahrt nach Spanien in knapp 3 Wochen zu schaffen. Dazu muss natürlich zuerst die Theorie irgendwie bestanden werden    😉

Den guten Abschluß des Schuljahres feierten wir in Western-Inn Saloon, welches zwischen Dresden und Meißen ganz romantisch an der Elbe liegt.  Es war ein ganz lustiger Abend, es gab viel leckeres Essen und es war vor allen Dingen sehr entspannt.

Am Samstag besorgten wir neben Fleisch für das geplante abendliche Grillen noch 2 Säcke Blumenerde für mich. Da das Wetter das ganze Wochenende lang so gut sein sollte, nahm ich mir eisern vor, endlich die armen Zimmerpflanzen umzutopfen – Platz und Erde wurde eng! Als wir zu Hause waren, verschwand ich aber zuerst in der Küche und machte auf der Schnelle für unseren Grillabend noch je einen Kartoffel-, Nudel-, Gemüse- und Möhren-Knoblauch-Salat. Den letzten aß ich mehr oder weniger allein und war sehr froh, dass mein Mann aus Neugier einen richtig großen Haps davon probiert hat    :lachen-xxl:  

Die Zeit zwischen Kochen und Grillen verbrachten Carsten, Stephanie und ich auf dem Gelände der Messe Dresden bei der Prologveranstaltung der Rallye Dresden-Breslau, wo man viele außergewöhnliche Fahrzeuge, verschwitzte Männer und ähnliches zu sehen bekam. Wir positionierten uns an einem tiefen, mit Schlamm gefüllten Graben und sahen zu, wie die Motormonster erst da reingefahren und dann wieder rausgebrettert sind. Dass der Dreck gehörig durch die Gegend flog, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Und staubig war es in dem Gelände sowieso. Ein Teilnehmer aus Italien hat übrigens die Abfahrt in die Schlammgrube falsch eingeschätzt und deswegen sah für ihn das Ganze erst so aus:

und dann so:

Wir waren dagegen nur mit Schlammbröckchen voll gespritzt und fürchterlich verstaubt. Daher gingen wir zu Hause als erstes unter die Dusche bevor wir zum Grillen und anschließendem Zusammengucken von einigen Folgen „Mein cooler Onkel Charlie“ bzw. „Two And A Half Men“ übergingen.

Heute machte ich die letzte Stunde Russisch für dieses Schuljahr mit meinen Mädels. Auf diesen Tag haben sie sehr lange gewartet, denn ich habe ihnen noch am Anfang dieses Jahres in Aussicht gestellt, dass ich ihnen ein paar russische Schimpfworte beibringe. Ich tat es wirklich, sowohl die halbwegs gesellschaftlich akzepierten als auch solche, die man lieber niemanden ins Gesicht sagt    😉

Und dann legte ich mit den Zimmerpflanzen los. Ich weiss schon, warum ich mir das nur maximal einmal im Jahr antue: ich war dreckig, mir war heiß, die Kakteen piksten, die Töpfe passten nicht so recht zu den gewachsenen Pflanzen, und die Übertöpfe passten auch nicht so richtig dazu, irgendwelche Viecher haben mich gestochen, die Spinnen nutzten mich als willkommene Stütze, um ein neues Netz anzufangen … dazu kam noch meine Familie auf die Idee, Hunger zu haben! Durch die Essenspause bin ich nicht rechtzeitig zu Beginn des Fussballspiels Deutschland-England fertig geworden und habe 2 deutsche Tore und das einzige englische verpasst    :schreien: :veraergert:  

Wenigstens konnte ich frisch geduscht noch die zweite Halbzeit ansehen –  zum Glück war auch diese nicht von schlechten Eltern    😉

Morgen trabe ich wieder ins Büro, während meine Brut ihre ganztägige Ferien- bzw. Freizeit geniessen kann … Kind müsste man wieder sein  *seufz*    😉



2010 17.
Juni

Der Tagesablauf in der Casa OLCA wird derzeit von der Fussball-WM regiert. Auf Arbeit hilft mir eine Handy-App immer den Überblick über die aktuellen Spielstände zu behalten, zuhause hocken wir jeden Abend vor der Glotze und hoffen auf das ultimativ spannende Spiel der Vorrunde. Glücklicherweise haben wenigstens ein paar Mannschaften Spannung und Unterhaltung für die Zuschauer abgeliefert. Die deutsche Mannschaft hat sich von der richtig guten Seite gezeigt und auch die Koreaner, egal ob kapitalistisch oder kommunistisch geführt, hatten das Spiel gut kontrolliert. Die große Spannung gab es dann gestern bei den Schweizern, denn sie haben tatsächlich geschafft, den amtierenden Europameister ohne Tor abtraben zu lassen. Die Favoriten spielen dagegen eher lausig. Hoffentlich ändert sich das noch, wenn es richtig ans Eingemachte geht, denn erst dann lohnt sich auch ein Gang an die Elbe zum gemeinsamen Mitfiebern.

Die Pausen zwischen Arbeit und Fussball nutzte ich, um etwas Ordnung in meinem Garten zu schaffen, denn derzeit kann man dort einen starken Trend zur Dschungelentwicklung erkennen. Auf jeden Fall hocken im Jasmingebüsch gefährliche (für mich sind das alle    😀   ) Spinnen:

Und auch ein Tiger beobachtete mich heimlich bei der Arbeit. Zum Glück hat er nicht zum Angriff ausgeholt     😉

Jetzt fahre ich meinen Rechner herunter und werde meine Spätdienstzeit und schönes Wetter dazu nutzen, die Wildnis vor unserem Zaun bzw. auf dem Gehsteig zu beseitigen.



2010 13.
Juni

So, die Woches des Ausnahmezustands ist vorbei. Es war eine genesende und recht außergewöhnliche Erfahrung für meinen Körper und Geist. Hier sind einige Fazitpunkte aus den vergangenen Tagen:

–  Das Leben lässt sich auch ohne Rechner ganz gut meistern.

– Erstaunlicherweise fanden die Kinder meine Anweisenheit nachmittags schön und nicht nervig.

– Das Vormittagsprogramm im Deutschen Fernsehen ist besser als sein Ruf. Man muss nur an Barbara Salesch und Co. vorbeizappen.     😀    Die Berichte bei ARTE und ZDF NEO sind einfach toll gemacht. So habe ich meinen Horizont z.B. um die Höhlenhäuser in Andalusien, eine Rundreise durch Australien (äußerst passend als Urlaubsvorbereitung!), eine ausführliche Biographie von Jeanna d’Arc und noch mehr erweitern können.

– Das Buch „Die Pubertistin: die willste nicht geschenkt haben“ ist ein MUSS für alle Eltern mit pubertierenden Töchtern und auch für die pubertierenden Töchter selber (danke nochmals, dass du mir das mitgebracht hast, meine liebe Große!     :-x:    ).

– Für das Buch „Die Eleganz des Igels“  von Muriel Barbery muss man wirklich Ruhe zum Lesen haben, denn es ist sehr philosophisch und regt zum Grübeln über das Leben und Schicksal an.

– Für „Die Schachspielerin“ von Bertina Henrichs sollte sich eigentlich jede Frau Zeit nehmen. Das Buch ist gut dafür, uns zu bestärken, sich nicht nur nach den Regeln der Gesellschaft zu richten, sondern auch eigene Begabungen auszuleben (Danke, meine liebe Anna für diese wundervolle Leihgabe    :verliebt:   ).

– Nicht ganz fertig geworden bin ich mit „Frühstück mit Kängurus“ von Bill Bryson sowie mit der ausführlichen Biografie „Olga Benario“ von Ruth Werner, aber bei beiden Lektüren bin ich zumindest sehr weit fortgeschritten.

– Der Film „Sterben für Anfänger“ ist eine typisch englische Komödie, schräg und dennoch absolut liebenswürdig.

– Auch die DVD „Saint Jacues … Pilgern auf Französisch“ hat mich sehr berührt, weil es ein schöner französischer Streifen ist, in dem es um die Menschen, ihre Wünsche und Sehnsüchte geht. Denn das, was ein Mensch lebt, ist oft gar nicht das wie ein Mensch in seinem Inneren ist …

Aber nun füllt die Fussball-WM unsere Tage bzw. Abende. Beim Anschauen der Fankleidung wurde mir übrigens schmerzlich bewusst, dass ich zum diesjährigem Sommerurlaub keine kurzen Hosen brauchen werde und auch keine Tops (es sei denn ich kann sie als Unterhemden einsetzen    😉    ).
Denn: Juli auf der Südhalbkugel = Wintermonat    😀



2008 13.
Juli

Derzeit geniessen mein Mann und ich die traute, ungestörte Zweisamkeit.

Das Schuljahr der sächsischen Kinder ist am Freitag zu Ende gegangen. Die Zeugnisse unserer Mädels konnten sich sehen lassen. Andrea hat sich in einigen Fächern verbessert, Stephanie hat geschafft, nach wie vor nur Einsen und Zweien nach Hause zu bringen. Wir waren mit den Ergebnissen sehr zufrieden, auch wenn ich es (pädagogisch in dem Moment wohl überhaupt nicht wertvoll ;0) ) gesagt habe, dass in den beiden noch mehr Potenzial steckt.

Wie immer hatte Stephanie am Freitag Fussballtraining gehabt. Zur Feier des Tages haben wir sie sogar zum Sportplatz hingefahren und uns dort ein wenig mit den Trainern und anderen Eltern über dies und jenes unterhalten, dann sind wir nach Hause verschwunden. Allerdings durften wir uns gar nicht lange daheim ausruhen, denn es hat angefangen ganz toll zu blitzen und zu donnern und natürlich wie aus Eimern zu giessen. Prompt kam ein Anruf und wir haben unser untrainiertes Kind abgeholt.

Die Mädels haben ihre Sachen für den Urlaub schon vorher in die Koffer gepackt und so schoben wir die Reiseutensilien der Ferienkinder ins Auto und haben sie zum Papa gebracht. Laut Plan sollten sie gleich am Samstag früh gen Südtirol aufbrechen, inzwischen dürften sie dort angekommen sein und ihr Zeug ausgepackt haben.

Wir nutzen die kinderfreie Zeit zum Entspannen, Bummeln und um meinen verspannten Hals zu kurieren. Das Wetter ist zum Glück so, dass wir nicht zwingend raus müssen, es hat sich nämlich eingeregnet. Carsten leidet allerdings ein wenig, denn gestern haben wir unter anderem für ihn Rollerblades gekauft und natürlich hat er jetzt Lust sie auszuprobieren, aber da muss er sich wohl ein wenig in Geduld üben.



2008 02.
Juli

Vorbei ist die Zeit des Mitfieberns und Mitfühlens – die Fussball-EM ging am Sonntag mit dem verdienten Sieg der spanischen Mannschaft zu Ende.

Carsten hat Stephanie bereits vor einigen Tagen versprochen, dass wenn die deutsche Nationalelf es schafft, ins Finale zu kommen, wir zusammen zu Fanmeile ans Elbufer gehen werden. Andrea hat ebenfalls beschlossen, das Finale mit uns gemeinsam anzuschauen. Wir haben uns recht früh auf den Weg gemacht, dennoch als wir um 18:30 an der Carola-Brücke angekommen waren haben wir unseren Augen nicht geglaubt: alle Sitze waren bereits besetzt, die angrenzenden Wiesen hatten immer weniger grün zur Schau gestellt, da dort immer mehr fans sich niedergelassen haben und die Menschentrauben an den beiden Eingängen war wirklich überwältigend!.

Somit haben wir sehr schnell beschlossen, das Spiel woanders zu schauen, damit war das Zuhause gemeint. Um den umgemodelten Abend ein wenig zu versüßen, sind wir zu unserem Lieblingsitaliener „La Contadina“ gegangen, um eine leckere Pizza zu essen. Dort fiel uns spontan ein, dass in der Nähe Andreas liebste Schulfreundin wohnt, mit ihrer Mutter sind wir auch befreundet. Also schnell das Handy gezückt und gefragt, ob man gemeinsam Fussball gucken könne und wolle. Ja, es hat geklappt! Also hockten auf der Couch drei aufgeregten Mädels, gekleidet mit Fussbaltricots oder in den Farben „schwarz, rot, gelb“ (sollte gold darstellen) und haben lebhaft mitgefiebert.

Leider war das Spiel aus der Sicht der Deutschen nicht wirklich toll gelaufen, unseren Spaß hatten wir dennoch gehabt.

Jetzt versuchen wir uns wieder in den Alltag zurückzufinden, was gar nicht so einfach ist, denn zum einen ist es unglaublich heiß geworden und zum zweiten, das Ende des Schuljahres in die Nähe rückt. In Sachsen werden die Zeugnisse am 11.Juli ausgegeben. Wir glauben, die Noten unserer Grazien zu kennen und schätzen, dass uns böse Überraschungen erspart bleiben.