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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 03.
Apr

Mama sagt, dass die Feiertage immer viel zu schnell vorbei sind. Ich glaube, sie hat auch diesmal, wie so oft, Recht. Zum Beispiel habe ich zu Ostern so viel erlebt, dass ich erst den Rest der Woche gebraucht habe, um alles Erlebte in meinem kleinen Kopf zu sortieren Рso viel war das!

Meine Bäreneltern haben mich nämlich zu einem Osterspaziergang mitgenommen. Ich dachte zuerst, dass dieser Wegweiser schon die ganze versprochene Übärraschung verderben wird:

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B√§renstein ist bestimmt f√ľr mich und meine B√§renkumpels ein Must-See-Ort! Ab√§r heute¬†war das erst einmal nicht unser Ziel. Wir wanderten los und ich hatte allerhand Hindernisse zu √ľb√§rstehen:

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Bloss gut, dass die Natur im Wald schon mal ab und an f√ľr¬†eine¬†passende Sitzgelegenheit f√ľr m√ľde B√§renf√ľ√üe gesorgt hat:

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Mama hat auch gesagt, dass ich √ľb√§rall sch√∂n aufpassen soll, denn es ist Ostern und der¬†Osterhase verliert gern aus seinem prall gef√ľllten Korb irgendwelche Eier. Und ich habe tats√§chlich eines davon gefunden!

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Ich habe es abär nicht sofort verputzt, sondern heimlich in Mamas Tasche untergebracht:

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Ich dachte dann, dass B√§rM√§rzenbecher auch ein gutes Versteck f√ľr Ostereier w√§ren, aber ich habe leider nur ganz viele wei√üe Bl√ľmchen gefunden. Da ich so ein kleiner¬†Teddy bin, waren die f√ľr mich schon fast so undurchdringlich wie ein gro√üer Wald!

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Es hat gedauert, bis ich da wieder rausgekommen bin! Danach f√ľhlte ich mich echt ersch√∂pft und musste mich in einem Baumwurzelsessel ausruhen:

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Als ich mich in meinem bequemen Sitz umdrehte, habe ich die versprochene Übärraschung gesehen! Meine Ines ist auch zu diesem Spaziergang gekommen! Sie und ich haben dann zusammen geguckt, ob wir hinter den Wolken auch etwas Sonne sehen können, haben aber nichts Helles und Rundes entdecken können, so oft wir das auch versuchten:

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Da haben wir uns liebär auf unsere Picknickvorräte gefreut:

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Nat√ľrlich sind wir danach Seite an Seite weitergewandert und schon bald habe ich ein verwunschenes M√§rchenschloss entdeckt.

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Ines hat mich dann hochgehoben, damit ich dieses klarer sehen konnte:

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Sie sagte, dass dieses Schloss Kuckuckstein hei√üt. Ab√§r als wir in das Schlo√ü hineingegangen sind, habe ich dort zwar B√§rge von Steine gesehen, aber keinen einzigen Kuckuck! Zum Kuckuck aber auch! Daf√ľr habe ich dort viele anderen Dinge entdeckt. Ich habe einen Drachen mit dem Wappen in den Krallen gesehen:

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Und danach habe ich das Schossgespenst erschreckt:

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In seinem Gewölbe war es so kalt, dass ich mich liebär mal zum Aufwärmen auf einen Ofen setzte!

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Und einen Zaubärspiegel habe ich in einem der vielen Räume entdeckt. Ich saß direkt davor, abär man konnte mich im Spiegel nicht sehen! So eine Zaubärei!

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Als ich meine Ines wieder gefunden hatte, musste ich ihr nat√ľrlich √ľber alles b√§richten! Sie h√∂rte mir wie immer sehr aufmerksam zu.

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Sie erz√§hlte mir, dass w√§hrend ich so viele Entdeckungen machte, sie auch etwas¬†angeschaut hat¬†– ein echtes Frauenzimmer. Das musste sie mir nat√ľrlich auch gleich zeigen:

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Ich habe dann zu Ines gesagt, dass dies kein Zimmer f√ľr sie w√§re. So viel Platz f√ľr nichts und wieder nichts – das muss doch nur f√ľr total dicke Frauen gebaut worden sein und hei√üt bestimmt nur deshalb Frauenzimmer, weil sie mit ihren Ausmassen durch die¬†T√ľr nicht mehr herausgekommen sind und f√ľr immer und ewig im Zimmer bleiben mussten! Also nix f√ľr sie, denn meine Ines ist so sch√∂n schlank!

Und da dachte ich, weil sie so sch√∂n aussieht, kann sie bestimmt auch zur Feier des Tages mit gutem Gewissen etwas Schoki genie√üen und deshalb habe ich etwas Buntes f√ľr sie organisiert:

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Im Gegenzug habe ich von ihr ein St√ľck vom selbst gebackenen Osterbrot bekommen – das war soooo lecker!

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Ich werde sie mal bei unserem nächsten Übärraschungstreffen nach dem Rezept fragen. So ein Osterbrot mit Rosinen schmeckt bestimmt auch meinen Eltern sehr gut! Und meine Kumpels sind ja auch echte Leckermäulchen, sie werden das sicherlich genau so gerne mögen    standard
Nun muss ich bloss noch wissen, wann ich sie wiedersehen kann ¬† ¬†verliebt ¬† ¬†…



2016 05.
Mrz

Vor kurzem haben unsere B√§reneltern uns alle √ľb√§rrascht und gefragt, ob wir damit einverstanden sind,
dass ich, Heini, und mein Kumpel, Kl. Dinkelmann, auf eine Insel fliegen. Ich war so aufgeregt! Und Dinki auch! Ab√§r zum Gl√ľck sagten Bonnie und Gr. Dinkelmann, dass sie ja schon mal auf einer Kanareninsel waren und dass wir das jetzt auch mal d√ľrfen. Da waren wir vielleicht erleichtert!

Nun sind wir wieder zur√ľck und k√∂nnen von unseren Abenteuern bei der Erob√§rung der Insel Gran Canaria b√§richten. Weil ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, haben wir beide f√ľr euch ein paar ganz besondere Urlaubsmomente rausgesucht¬†¬†¬† standard ¬† ¬†wir w√ľnschen euch nun ganz viel Spa√ü¬†beim Gucken!



2015 26.
Dez

Wie die treuen Leser vermutlich schon gemerkt haben, bin ich meinem Schreibrhythmus untreu geworden¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†aber seit einer Woche hatte ich im wahrsten Sinne des Wortes ein volles Programm und¬†es gab¬†so viel¬†Interessantes zu erleben, da blieb einfach keine Zeit zum Schreiben √ľbrig¬†¬†¬† standard

Genau eine Woche vor Heiligabend waren Anna, Carsten und ich auf dem Loschwitzer Weihnachtsmarkt¬†– dieser ist im Vergleich zu denen in der Innenstadt klein … daf√ľr aber fein und mit liebevoll best√ľckten Marktst√§nden sowie leckeren Essen und Getr√§nken, wo¬†ein Orangenpunsch auch noch wirklich nach Orange schmeckt und Apfelgl√ľhwein noch echten Apfelgeschmack beinhaltet. Davor machten wir noch einen Abstecher zur Russischen Weihnacht¬†– dieser Markt war wirklich mini und bestand aus sage und schreibe drei St√§nden. Aber der Schaschlik¬†schmeckte gro√üartig und auch die Tschebureki¬†(flache gro√üe halbrunde Teigtaschen mit Hackfleischf√ľllung, welche¬†gebraten oder frittiert werden) waren nicht von schlechten Eltern ¬† ¬†standard
Nach dem Besuch beider M√§rkte bzw. auf dem Heimweg, liefen wir an einem Geschenkeladen vorbei, welcher extrem s√ľ√üe Keramikb√§ren verkaufte:

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Einer von ihnen durfte mit zu uns nach Hause und schaute ein paar Tage später zu, wie Heini und Kl. Dinkelmann unseren Tannenbaum dekorierten:

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Am Freitagabend waren wir zu Katjas Geburtstagsfeier in die L’Osteria eingeladen. Ich habe mich gegen eine wagenradgro√üe Pizza entschieden, welche zwar verlockend, aber auch zu riesig aussah,¬†und nahm stattdessen lieber Muscheln in Wei√üweinso√üe – sie¬†waren echt lecker!

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Und weil die Pizzen alle so riesig waren, sodass unsere Nachbarinnen mit ihren alleine nicht fertig wurden, durften Carsten (er hatte sich Nudeln ausgesucht) und ich eben so von jeder etwas kosten    zwinker
Wir hatten ganz viel Spaß bei der Feier und bei den lustigen Gesprächen verging die Zeit superschnell. Am Ende verließen wir das Lokal gutgelaunt erst irgendwann gegen Mitternacht    unschuldig

Wie sich¬†am Tag danach herausstellte, war jene¬†Geburtstagsfeier quasi eine „Aufw√§rm√ľbung“ f√ľr den nun folgenden Geburtstag von Francis Mohr. Seine¬†Feier begann erst um 20 Uhr und auch hier geh√∂rten Carsten und ich zu den letzten G√§sten, denn es war eine sch√∂ne, bunte Gesellschaft und man hatte √ľber den gesamten Abend verteilt, ganz viele verschiedene Themen zu besprechen. Wie √ľblich fand¬†mein letztes Gespr√§ch in der K√ľche statt, diesmal¬†mit Claudia, der Hausherrin, welche ein gro√üartiges Talent hat, alles perfekt zu organisieren ¬† ¬†standard
Man wei√ü ja, K√ľchengespr√§che sind meistens die spannendsten ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†und nach diesem wunderbaren Geburtstagsfest landeten wir sogar erst um 3 Uhr in unseren Betten!

Aber leider stand Ausschlafen an diesem Sonntag nicht zur Debatte, denn zum einen erwarteten wir gegen Mittag unsere lieben Freunde aus Breslau bei uns in Striesen und gegen Abend¬†sollte¬†Stephanie √ľber die nun noch verbleibende Adventszeit bei uns einziehen. Ergo, die Zeit bis zur Ankunft von Kasia, Rafal, Natalka und Zuzia wurde mit Budenschwung (s√§chsisch f√ľr Hausputz)¬†verbracht – blo√ü gut, dass ich nicht mehr ein ganzes Haus, sondern nur noch eine Wohnung¬†in Ordnung zu bringen¬†hatte ¬† ¬†zwinker
Unsere polnische G√§ste wollten nach einer kleinen F√ľhrung durch das Apartamento OLCA vorrangig die Dresdner Weihnachtsm√§rkte besuchen und so st√ľrzten wir uns entgegen aller Gewohnheiten auch mal an einem Wochenende ins Gew√ľhl, was sonst die Einheimischen lieber¬†versuchen zu vermeiden. Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt im Stallhof wird unseren Freunden wohl als sch√∂nster in Erinnerung bleiben, denn da man dort am Wochenende Eintritt bezahlen muss, war dieser nicht ganz so √ľberlaufen, wie der anschlie√üend besuchte¬†Advent auf dem Neumarkt¬†und nat√ľrlich der mittlerweile √ľber die s√§chsischen Grenzen hinaus bekannte¬†Striezelmarkt.

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Zeitlich hat am Sonntag alles so perfekt gepasst, dass wir nach der Verabschiedung der Breslauer, welche auf der Heimfahrt noch einen Stopp in Bautzen und G√∂rlitz einlegen wollten, nicht ganz eine Stunde sp√§ter unsere Kleine am Busbahnhof abholen konnten. Danach geh√∂rte ihr und¬†zwei Tage sp√§ter auch ihrer gro√üen Schwester unsere (beihnah) ganze Aufmerksamkeit … abgesehen von ein paar Tagen (Mo & Di) auf Arbeit gehen. Unter anderem haben wir es in dieser Zeit sogar geschafft, ins Kino zu gehen und zusammen mit Stephanie „Star Wars VII – Das Erwachen der Macht“¬†anzusehen. Die Geschichte ist leider etwas d√ľnn, aber der Film ist dennoch sehenswert, besonders f√ľr die, welche die urspr√ľnglichen Teile aus den 70ern¬†m√∂gen. Stephanie hat es¬†auf dem Heimweg¬†aus meiner Sicht so richtig gut¬†zusammengefasst: „Chewbacca und Han Solo sind die besten“ ¬† ¬†zwinker

Am Montag waren wir bei Ines und Torsten zum Raclette in ihrer neuen K√ľche eingeladen. Diese ist nigelnagelneu, sehr modern und vollgespickt mit ganz viel High-Tech – sehr beeindruckend!¬†Aber die¬†Gem√ľtlichkeit beim Raclette ist zum¬†Gl√ľck so herrlich unver√§ndert altmodisch geblieben und¬†darum wurde auch dieser Abend seeehr lang¬†¬†¬† standard

Am Mittag des Heiligabend vernichteten wir mit den M√§dels den am¬†Tag zuvor¬†gemeinsam zubereiteten Kartoffelsalat a la OLCA¬†inklusive der obligatorischen W√ľrstchen, denn gegen 18 Uhr stand Uwe schon vor der T√ľr, um die Kinder f√ľr die restlichen Weihnachtstage zu sich nach Miltitz zu holen. Danach gab es aber kein Halten mehr und der Weg f√ľhrte ins Wohnzimmer, wo unser Tannenb√§umchen als Kr√∂nung schon auf dem √ľblichen Geschenkeberg thronte – bei uns wird eben auch jede noch so kleine Kleinigkeit eingepackt, um den Spa√ü des Auspackens unter Aufsicht der insgesamt drei wartenden Augenpaaren so richtig zu zelebrieren:

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Und dann ging endlich die Bescherung los und es wurde wie jedes Jahr ein stundenlanges Vergn√ľgen!

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Ich habe wie so oft, ein paar „b√§rige“ Geschenke bekommen: ein Buch¬†√ľber Paddington B√§r, denn diese Kultgeschichten haben bei mir in den B√ľcherregalen¬†tats√§chlich noch gefehlt, und die¬†Trickfilm-DVD „Ernest & Celestine“ – ich finde, es ist alles so liebevoll gezeichnet und auch die gesamte Geschichte drumherum mochte ich sehr. Die gr√∂√üte √úberraschung war f√ľr mich aber ein Gutschein von Carsten f√ľr¬†einen Weit-Weit-weg-Strandurlaub. Wenn wir uns festgelegt haben, werde ich euch verraten, wohin die Reise gehen soll ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†mein Schatz ist eigentlich¬†ein Berge-Fan, aber nicht nur deshalb rechne ich ihm das Geschenk sehr hoch an!

Carsten hat von Kindern z.B. etwas zum Spielen bekommen:

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Irgendwie habe ich aber das Gef√ľhl, er wird nicht sehr lange damit spielen k√∂nnen ¬† ¬†zwinker
Ein¬†anderes Spiel, welches die Kinder uns schenkten, wird da wohl etwas l√§nger √ľberleben:¬†Bezzerwizzer. Das wurde nat√ľrlich auch gleich nach der Bescherung eingeweiht und ob man es glaubt oder nicht, ich habe tats√§chlich sogar¬†eine von zwei Runden gewonnen¬†¬†¬† lachen !

Au√üerdem haben die Kinder meinen Wunsch, unseren Tassenvorrat zu erweitern, erf√ľllt:

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Ich war wirklich sehr √ľberrascht, als ich erfahren habe, dass sie beide¬†die Tassen selbst bemalt haben, denn ich dachte, sie wurden bereits mit diesen Zeichnungen verkauft. Ich bin wirklich sehr stolz auf meine kreativen Kinder und freue mich auf den Einsatz des neuen Geschirrs in unserer K√ľche!

Da die Mädels uns noch am Heiligabend verließen, um in Miltitz weiterzufeiern, gönnten Carsten und ich und gestern, am 1. Feiertag, ganz viele entspannten Stunden in der Toskana Therme in Bad Schandau Рvom Liquidsound-Becken kann ich einfach nicht genug bekommen! Aber auch das entspannte Saunieren samt Ausprobieren aller vorhandenen Schwitzbuden hat mir und meinem Körper sehr gut getan.

Und nun heute, am 2. Feiertag, kommen wir endlich einmal dazu, all die vielen sch√∂nen Erlebnisse Revue passieren zu lassen und voller Dankbarkeit an unsere Familie und unsere Freunde von Nah und Fern zu denken, welche uns in den letzten Tagen so viel Freude geschenkt haben – sch√∂n, dass es euch gibt und das zum Gl√ľck nicht nur zu Weihnachten¬†¬†¬† standard ¬† ¬†verliebt



2015 27.
Sep

Wenn jemand denkt, dass Teddybären nur aus Spaß an der Freude verreisen, der ist definitiv schief gewickelt. Unsere Nasen sind sehr neugierig wissbegierig und die Knopfaugen stets wachsam. In diesem Sommer haben Kl. Dinkelmann und ich uns eine wissenschaftliche Aufgabe gestellt und uns dem Vogelleben gewidmet. Ein echt spannendes Thema, sag ich euch! Und egal wo wir waren: in Polen oder in der Ukraine, an der Ostsee oder an der Alster Рwir waren immer bäreit als Vogelkundler zu agieren. Manchmal hat man einen Tipp von einem Insider gebraucht:

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K√§fer wissen komischerweise immer, wo man V√∂gel finden kann, ab√§r ich verstehe ich nach wie vor nicht, warum sie uns nie zu ihnen f√ľhren wollten …

Ab und zu standen wir allerdings vor geschlossener T√ľr. Da waren die V√∂gelchen wohl gerade ausgeflogen.

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Da wir ja Novizen auf dem Feld der B√§rnithologie sind, mussten wir manch peinlichen R√ľckschlag einstecken. Kl. Dinkelmann hat gelesen, dass Kanarienvogel klein und gelb sind und freute sich b√§rig, dass er unterwegs ganz viele von ihnen auf einem Haufen entdeckte:

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Ja, sie waren klein, gelb und s√ľ√ü, hie√üen ab√§r Mirabellen und nicht Kanarienvogel! Mama sagte, das sie nicht fliegen k√∂nnen (nur nach unten) und dass man sie essen kann.

Und beinahe hat man uns auch f√ľr lecker befunden! Da sind wir den hungrigen M√§ulern vermutlich ein wenig zu nah gekommen:

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Gl√ľcklicherweise haben wir ihren Geschmack nicht getroffen, wir waren wohl zu pelzig! Nach unserer Befreiung mussten wir erst einmal etwas Luft schnappen und verschnaufen:

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Ab da haben wir angefangen, uns mit einer besseren Tarnung zu beschäftigen. Einmal tat ich so als ob ich gerade im Sinkflug bin, um die Tauben zu verwirren:

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Wir lernten nat√ľrlich, vorhandene¬†M√∂glichkeiten f√ľr einen guten Beobachtungsposten zu nutzen:

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Den Nachteil eines zu guten Verstecks könnt ihr sicher selbär sehen Рda sieht man nicht sehr viel, besonders, wenn die doofen Vögel sich auch noch liebär als U-Boot statt wie ein Segelschiff benehmen. Wie uns der Schwan dort entdecken konnte, bleibt immer noch ein Rätsel, abär er hat uns ganz gewiss gesehen, so wie er uns anguckt!

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Dieser Schwan war anfangs auch ganz schön misstrauisch:

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Hat uns dann doch seiner Familie vorgestellt, abär wir durften von ihnen nur ein Foto im Bäricht verwenden, auf welchen sie nicht eindeutig zu identifizieren sind. Deshalb seht ihr keine Vogelgesichter, das mussten wir eben versprechen.

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Wir haben auch Sand als Versteckoption genutzt, bei mir ging das ziemlich gut, aber Kl. Dinkelmann ist ein wenig zu auffällig mit seinem blauen Pelz. Vorsichtshalbär schauten wir uns deshalb die Möwen liebär aus der Ferne an:

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Bei einer Taube konnten wir uns einfach dazusetzten. Sie war ein wenig einsam, die graue Taube, und hat sich √ľb√§r unsere Gesellschaft gefreut.

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Sie hat uns √ľbrigens erz√§hlt, dass V√∂gel aus Eiern kommen. Dem wollten wir nachgehen und machten uns wieder auf den Weg. Ich war wie √ľblich der Spurenleser:

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Und dann haben wir zusammen ger√§tselt, wohin die Spur uns f√ľhren mag:

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Am Ende haben wir Eier gefunden. Sie waren echt sch√∂n! Daraus werden bestimmt einmal viele¬†h√ľbsche V√∂gelchen schl√ľpfen!

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Dem V√∂gelchen aus diesem Ei m√∂chte ich ehrlich gesagt nach dem Schl√ľpfen lieb√§r gar nicht erst begegnen! Ich sch√§tze, ihm wird unser pelziger Geschmack am Ende egal sein!

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F√ľr unsere wissenschaftliche Erkenntnisse haben wir sogar einige Hindernisse √ľb√§rwunden. Zusammen schafften wir das ganz locker!

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Dieses Luftikuslebewesen, welches bei uns landete, konnte auch fliegen, ab√§r ein V√∂gelchen war das definitiv nicht … eher ein komischer Kauz!

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So, damit wären wir am Ende unserer bärigen Vogelkundestunde angelangt. Was wir uns im nächsten Jahr genauer angucken wollen, wissen wir jetzt noch nicht. Vielleicht mal Fische?

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Bis demnächst! Euer Heini.



2015 01.
Mai

Vor zwei Wochen hat meine B√§renmama mir gesagt, dass, wenn ich ganz, ganz fr√ľh aufstehe, ich eine sch√∂ne √úb√§rraschung erleben werde. Das wollte ich nat√ľrlich sehen! Deshalb bin ich sehr fr√ľh aufgestanden, habe mein Fell vorbildlich gek√§mmt und bin dann wie immer in Mamas Handtasche geschl√ľpft. Das war ein Fehler! Zum Gl√ľck hat sie mich da noch entdeckt und in ihre Fototasche umgesiedelt. Puh, das w√§re ja fast schief gelaufen!

Als ich aus der Fototasche wieder meine Nase rausstecken konnte, sp√ľrte ich dass es drau√üen ganz sch√∂n kalt war! Und ich dachte eigentlich, da ich den Fr√ľhling schon gefunden hatte, sollte er doch auch da sein! Hmm, ich glaube, ich sollte noch einmal zu ihm gehen und ein ernstes W√∂rtchen mit ihm sprechen! So friert¬†sich ein anst√§ndiger Teddyb√§r ja die Tatzen in seinem frischgek√§mmten Sommerfell ab, von anderen noch empfindlicheren K√∂rperteilen wie Nase und Ohren ganz zu schweigen.

Zum Gl√ľck habe ich an der Stelle ja schon meine √úb√§rraschung entdeckt! Und sie entdeckte mich auch! Wir freuten uns sooooo sehr auf unser Wiedersehen, da war uns die K√§lte¬†fast schon wieder egal. Aber nur fast¬†¬†¬† zwinker

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Meine Ines hatte ja eine schöne kuschelige und warme Strickjacke in Braunbärenfellfarbe    lachen
So w√§rmten wir uns gegenseitig. Ich durfte sogar meine arg unterk√ľhlte Nase an ihrer Wange wieder auf normale Teddyb√§rtemperatur bringen – bin ja schlie√ülich kein Eisb√§r!

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Dann durfte ich mich auf die Fototasche setzen und meiner B√§renmama und meiner Ines beim Fotosmachen zugucken. Ines war ganz, ganz tapfer, denn sie hat ihre Strickjacke f√ľr sch√∂ne Bilder ausgezogen! Und sie hat einen Hei√üluftballon am Himmel entdeckt und mir gezeigt:

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Habt ihr ihn auch gesehen? Dann hat sie wieder auf den Himmel gezeigt, ab√§r irgendwie hatte ich nicht das Gef√ľhl, dass sie mir noch einen gro√üen Luftballon zeigen wollte.

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Und dann habe ich gesehen, was sie mir zeigen wollte. Manchmal sind die gro√üen Ohren beim Gucken wohl¬†doch etwas hinderlich, wenn man den Kopf nicht dreht …

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Soooo schöne Vögelchen!

Endlich hatte Ines wieder eine kleine Photopause und wir konnten ein wenig √ľber dies und das plaudern:

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Und sogar ein wenig schmusen, denn schließlich bin ich ja ein Schmusebär    zwinker    verliebt

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Ines freute sich so sehr √ľb√§r unser Wiedersehen, dass sie echte Freudespr√ľnge machte:

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Danach hat sie mir aller √ľb√§r die Br√ľcke „Blaues Wunder“ b√§richtet …¬†das war sehr interessant. Ich will bei Gelegenheit mal meinen Kumpel Klein-Dinkelmann fragen, ob er vielleicht am Anfang nicht auch gr√ľn war¬†¬†¬† zwinker¬†

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Die Sonne w√§rmte immer besser und schon bald froren wir √ľberhaupt nicht mehr. Wir gingen in ein G√§rtchen, wo man extra eine Bank f√ľr kleine B√§ren hingestellt hat:

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Dort haben wir noch ein wenig Zeit miteinander verbracht und ich konnte in ihre wunderschönen blauen Augen gucken    verliebt

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Nun leider hat alles Schöne ein Ende und auch meine Ines musste leider gehen.

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Abär ich hoffe sehr, dass wir uns schon bald wieder treffen können!



2015 19.
Apr

Das Wetter wird schöner und man merkt sofort einen enormen Tatendrang in sich. Da geht es auch mir nicht anders, irgendwie passiert jeden Tag etwas Interessantes    zwinker

Diesmal muss ich wirklich weit ausholen, genauer gesagt¬†ab dem¬†Samstag vor einer Woche. Zum¬†40. Geburtstag hat¬†Carsten einen Geschenkgutschein von Kathrin und Axel¬†f√ľr einen von ihnen gef√ľhrten Ausflug¬†nach Bautzen, inklusive¬†Mittagessen in einem sorbischen Restaurant, bekommen.¬†An besagtem Samstag¬†war es dann endlich soweit. Bautzen ist im Fr√ľhling wirklich sehr sch√∂n. Eine kleine, aber sehr h√ľbsche Stadt, finde ich. Dazu gilt sie inoffiziell als die Hauptstadt der Sorben. Gegessen haben wir im wundersch√∂nen und sehr zu empfehlenden Restaurant Wjelbik, wo wir von sehr freundlichen Frauen in traditionell sorbischen Trachten bedient wurden. Das Essen war sehr lecker, speziell die Nachspeise¬†und das sorbische Bier schmeckt ebenfalls sehr gut¬†¬†¬† standard

Da wir alles ganz brav aufgegessen haben, machte man auf unseren Wunsch hin auch ein Erinnerungsbild:

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Weil¬†die Stadt klein und gem√ľtlich ist, war auch unser Rundgang nicht sehr lang. Mein Mann f√ľhlte sich deshalb irgendwie nicht genug ausgelastet und nach langem Diskutieren f√ľgte ich mich am Sonntag meinem Schicksal und willigte mehr oder weniger freiwillig¬†zu einer 20 km langen Wanderung ein. Was man nicht alles¬†aus Liebe¬†macht! Das Wetter war auf unserer Seite, es gab nicht zu viele Wanderer und so¬†konnten wir sogar einige Tiere von ganz Nah sehen. Sogar ein schwarzes Eichh√∂rnchen lief ganz¬†ruhig vor uns her! Die Strecke haben wir dann in ca. 7 Stunden mit Pausen bew√§ltigen k√∂nnen. Hier ein typisches Olga-Pausenbild¬†¬†¬† zwinker

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Danach waren wir aber platt, besonders ich. Ich¬†erhielt als „Bonus“ einen Mini-Sonnenbrand auf der Stirn (nur ein schmaler Streifen direkt am Haaransatz, wo ich wohl zu wenig Sonnenmilch aufgetragen habe) und¬†eine Blutblase am Fu√ü. Daf√ľr habe ich mir anschlie√üend einen langen Badewannenaufenthalt¬†geg√∂nnt und konnte ungest√∂rt im Buch „Der Fremdling“ von Max Frei schm√∂kern.¬†Nebenbei beobachtete ich, wie sich das Ostergeschenk der Kinder, ein goldenes Bade-Ei, vollst√§ndig im Wasser aufl√∂ste. Danach duftete¬†nicht nur¬†ich penetrant nach einer Mischung aus Vanille und Honig, sondern gleich die ganze Wohnung¬†¬†¬†¬†zwinker

Am Montag trafen wir uns zum Essen und Quatschen mit Katja und Gerd im¬†griechischen Restaurant¬†Olympia. Ich brauche wohl nicht zu erw√§hnen, dass wir danach kugelrunde B√§uche hatten. Ich habe mich bis dahin zum Gl√ľck von der Sonntagsstrapazen ganz gut erholt und so liefen wir sogar zu Fu√ü dorthin¬†sowie auch wieder nach Hause. Jetzt ist es ja f√ľr uns nicht mehr so weit bis dahin¬†…¬†der Verdauungsspaziergang tat echt gut¬†¬†¬† zwinker

Am Dienstagabend durfte ich wieder meine Kursteilnehmer in die Geheimnisse der russischen Sprache einweihen – davon habe ich schon gen√ľgend erz√§hlt und werde keinen mit weiteren Ausf√ľhrungen langweilen.

Mittwochs hat sich bei uns irgendwie ein Filmabend manifestiert, da¬†wir¬†gerne den Lovefilm-Postversandservice nutzen und somit immer mittwochs und samstags eine neue Silberscheibe eintrifft, wenn wir sie p√ľnktlich am Montag- und Donnerstagmorgen in den Postkasten geworfen haben. Diesmal¬†bekamen wir die DVD „Madame Mallory und der Duft von Curry“ zugestellt. Vorher aber machte ich meinen ersten Fahrradausflug in diesem Jahr, denn Carsten und ich sind zusammen zum Blauen Wunder gefahren,¬†da ich¬†dort f√ľr Sonntag ein Fotoshooting geplant hatte.¬†Deshalb wollte ich mir die M√∂glichkeiten, mein Model zu positionieren, vorher genauer ansehen. Unterwegs g√∂nnten wir uns ein Abendessen bei Curry & Co. Die Curryw√ľrste von dort sind in Dresden ziemlich ber√ľhmt, aber sie kamen nat√ľrlich nicht an die Gerichte ran, welche wir danach in oben¬†besagtem Film sehen¬†durften¬†¬†¬†¬†standard
Der Streifen ist √ľbrigens √§u√üerst sehenswert, weil mit viel Liebe gemacht und¬†zudem mag ich Helen Mirren¬†sehr ¬†¬† zwinker

Am Donnertagabend ging es f√ľr Carsten und mich¬†auf die Schulbank, denn wir haben uns gemeinsam f√ľr einen Business English-Kurs bei der VHS angemeldet und¬†wir hatten nun unsere erste Stunde. Es war sehr interessant festzustellen, wie viel¬†wir in dieser Sprache doch schon wissen! Man untersch√§tzt sich offensichtlich doch zu sehr¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† aber es gibt auch noch einiges zu lernen und darauf freuen wir uns beide sehr!

Freitagabend war mal wieder Familienzeit, denn Stephanie weilte erneut in ihrer Heimatstadt    zwinker
Auf den¬†gemeinsamem Besuch beim neuen Haus&Hof-D√∂nermann (Jusuf erkannte¬†„seine Stephie“¬†sofort wieder,¬†obwohl wir die Kleine zun√§chst ganz alleine reingeschickt haben)¬†folgte anschlie√üend¬†ganz viel Zeit f√ľr den regen Austausch von Neuigkeiten und alten Geschichten – das war echt sch√∂n!

Gestern traf ich mich am Nachmittag mit Barbara, um zusammen eine F√ľhrung zur derzeitigen Ausstellung im Kraszewski-Museum zu besuchen. Es ging um das Leben und die Werke von einer sehr interessanten, polnischen Regisseurin – Agnieszka Holland. Ich bin durch eine Empfehlung von unseren Freunden aus Breslau auf sie aufmerksam geworden und war von ihrem Film „In Darkness“ sehr beeindruckt!

Am heutigen Sonntag¬†war f√ľr mich ein Aufstehen in aller Himmelherrgottesfr√ľhe angesagt, denn ich habe mich mit Ines zum Bildermachen schon¬†f√ľr 7 Uhr verabredet. Die Sonne war zum Gl√ľck sehr auf unserer Seite, aber es war am Anfang doch ganz sch√∂n kalt! Da durfte mein tapferes Model nat√ľrlich ihre Daunenjacke f√ľr die warme Schultern und den Heini f√ľr ein warmes Herz haben¬†¬†¬† zwinker

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Und nach etwa 3 Stunden Knipsen und Posieren hatten wir uns definitiv ein Kaffee und ein kleines St√ľck Kuchen verdient, oder nicht ?¬†¬†¬† zwinker

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Obwohl so voll, war es¬†eine echt tolle Woche! Allerdings ist die kommende schon jetzt genau so prall mit diversen Terminen gef√ľllt – ich werde nat√ľrlich wieder in gewohnter Blog-Manier berichten¬†¬†¬† standard



2015 11.
Apr

Meine Mama sagt immer wieder, dass es zwar schon April ist und Ostern vorbei ist, ab√§r der Fr√ľhling ist immer noch nicht zu sehen. Irgendwie hat er sich versp√§tet oder sogar versteckt, sagt sie. Da dachte ich mir, ich kann meiner B√§renmama doch mal bei ihrer Suche nach dem Fr√ľhling¬†helfen. Dass er nicht bei uns zu Huase verloren ging, das wusste ich schon und darum habe ich beschlossen, ihn drau√üen zu suchen

Zuerst habe ich im Fluß nachgeguckt, da war das Wasser abär zu schnell und ich konnte nichts erkennen:

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Ich wechselte meinen Standpunkt und bin auf eine einsame Insel angekommen. Die Palmen in Dresden sind echt mickrig! Ab√§r immerhin gr√ľn!¬†Da wusste ich, dass ich¬†wenigstens schon einmal die richtige Richtung erschnuppert habe.

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Der steinige Boden wurde mir zu kalt, da kehrte ich lieb√§r auf die „Gro√üe“ Erde zur√ľck. Ich musste daf√ľr ganz sch√∂n hoch klettern.¬†Wir¬†B√§ren k√∂nnen das ja b√§rfekt:

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Seht ihr das, was ich da oben gesehen habe? Sonne!

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Ich komme dem Fr√ľhling also etwas n√§her. Und da ich schon so im Klettermodus war, ging es dann gleich weiter auf einen Baum. Eine Pause war trotzdem¬†sch√∂n irgendwie n√∂tig:

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Abär dann bin ich endlich ziemlich weit oben angekommen:

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Und von oben habe ich ganz viele verschiedene Fr√ľhlingsboten entdeckt! Die waren wei√ü oder lila oder blau oder alles durcheinander!!! Schaut mal selber!

Hier ist ein einsamer weißer Bote:

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Und hier könnte ich mich glatt unter ihnen verstecken. Wenn nur meine Nase und die Augen nicht so verräterisch wären    *seufz*

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Dann habe ich einen blauen Boten aus der Nähe kennengelernt:

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Die Lilafarbenen kennen keine Einsamkeit, sie kommen immer alle im Rudel:

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Die roten Boten¬†wollten mir nichts sagen, sie waren so verschlossen und in sich gekehrt …

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Der erste gelbe Fr√ľhlingsbote war schon etwas gespr√§chiger, sprach ab√§r seeeeeehr leise, ich musste mich sogar auf die Erde legen, um sein Fl√ľstern zu verstehen:

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Er hat mir gesagt, dass die gelben Boten den engsten Kontakt zum Fr√ľhling haben und erz√§hlt,¬†wo ich die anderen¬†seiner Farbe¬†finden kann. Ich habe sie danach ge- und besucht:

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Und ratz-fatz kamen noch ganz viele gelbe Fr√ľhlingsboten dazu!

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Alle zusammen haben mir einstimmig gesagt, dass ich nicht mehr suchen muss. Ich habe damit den Fr√ľhling¬†tats√§chlich gefunden!

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Das wird meine Mama ganz sicher freuen! Ich habe √ľbrigens¬†bei meiner Suche nach dem Fr√ľhling aka Fr√ľhjahr aka Lenz sogar ein kleines Gedicht geschrieben. Lacht ab√§r nicht, ist n√§mlich mein erstes¬†¬†¬† zwinker

                Die Blumen duften so verschieden:
                Die blauen herb und weißen zart,
                und wäre die Seele nun im Frieden
                nur die Erde ist noch ganz hart.
                Das Schwänzel friert,
                die Ohren zittern,
                die Nase wackelt hin und her,
                der Lenz ist da, er kann ihn wittern,
¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ein ganz verz√ľckter Teddyb√§r.

Ganz schlimm oder geht es noch halbwegs    erroeten    ?



2015 29.
Mrz

Wenn jemand denkt, dass¬†Teddyb√§ren immer nur auf der Couch sitzen und sch√∂n aussehen tun, dann kann ich, Heini, sagen: Das stimmt nicht! Bei uns k√ľmmern sich Kleiner Dinkelmann und ich immer wieder aufs Neue um diverse Festvorbereitungen. Ihr erinnert euch ja noch ganz sicher an die Baumschm√ľckaktion zu Weihanchten, oder? Nun steht das Osterfest quasi vor der T√ľr und ich f√ľhlte mich verpflichtet, endlich einmal alles f√ľr ein sch√∂nes Fest in die Tatze zu nehmen. Na, was ist wohl das Wichtigste zu Ostern? Na klar, die bunten Eier!

Die blassen Versionen musste ich ja erst einmal organisieren.

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So ein Wagen voller Eier zu ziehen ist¬†f√ľr einen kleinen, weichen B√§ren wie mich, schon ein echt hartes St√ľck Arbeit! Zum Gl√ľck kann ich immer auf meinen besten Kumpel, den Kl. Dinkelmann z√§hlen. Er schob den Wagen mit voller (Nasen-)Kraft mit an:

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Zu zweit hat es schon wesentlich mehr Spa√ü gemacht, wir¬†konnten den Wagen sogar ein wenig mit Bl√ľmchen schm√ľcken, denn schlie√ülich ist ja endlich auch mal der Fr√ľhling bei uns angekommen:

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Sogleich kamen wir bei den Osterhasen an und haben ihnen unsere Eier vorgelegt:

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Sie haben echt sonnige Gem√ľter und es war¬†so einfach, mit ihnen alle unsere W√ľnsche zu besprechen:

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Sie waren sogar schon supergut vorbereitet und das Bemalen konnte gleich beginnen:

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Schon bald kam ein neugieriges Schäfchen dazu, um die Osterhasen bei der Arbeit zu beobachten:

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Kl. Dinkelmann und ich fanden das Sch√§fchen sehr s√ľ√ü und haben¬†es mit unsere Bl√ľmchen gef√ľttert:

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Danach haben wir¬†es noch gaaaaanz lange gestreichelt, denn das Fell war so¬†herrlich weich! Kl. Dinkelmann fand, dass das Sch√§fchen au√üerdem richtig sch√∂n nach Fr√ľhling riecht:

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Die Zeit beim Streicheln verging sehr schnell. Die fleißigen Osterhasen präsentierten schon bald ganz stolz ihr Werk:

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Wir begutachteten deren Arbeit aus der Nähe und waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Besonders das hellblaue Ei hat uns beiden gut gefallen. Mir fiel da nämlich noch ein, dass Blau die Lieblingsfarbe von meiner Ines ist. Es hat aber ganz lange gedauert, bis Kl. Dinkelmann sich von diesem Ei zugunsten meiner Liebe trennen konnte:

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Das Sch√§fchen hat die Eier auch bewundert und offensichtlich f√ľr richtig sch√∂n befunden. So¬†wurde es zumindest von einem der Osterhasen gesagt:

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Der Eimer war f√ľr uns kleine Teddys viel zu schwer, deshalb sagte ich zum meinen besten Kumpel: „Dinkelmann, hol schon mal den Wagen!“ Das hat er superschnell gemacht:

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Da hat sein Herausklettern und das Umladen der Eier irgendwie länger gedauert. Aber was lange währt, wird ja endlich gut:

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Nun mussten wir unser wertvolle Fracht bloß noch heil nach Hause bringen. Kl. Dinkelmann hatte die anspruchsvolle Aufgabe, darauf zu achten, dass kein Ei herunterrollt. Er legte sich beim Aufpassen ja wirklich richtig rein!

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Unterwegs habe ich noch die Lieblingsblumen von meiner Ines entdeckt – Tulpen! Ich wollte f√ľr sie die Sch√∂nste aussuchen. Das ging von unten nicht, deshalb musste ich nach oben klettern:

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Als ich dann auf dem Tulpenbaum ganz oben saß, merkte ich, dass sie alle wunderschön sind! Wie sollte ich da die Schönste finden?!

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Alle Tulpen pfl√ľcken und ohne Schaden zu Ines zu bringen konnte ich leider wirklich nicht machen. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich f√ľr sie ein Foto mit den Tulpen und auch mit unseren wundersch√∂nen Ostereiern mache, um es¬†ihr¬†dann zu Ostern schenken¬†¬†¬† standard

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Ich hoffe, sie freut sich √ľber dieses Bild! Und allen anderen w√ľnschen Kl. Dinkelmann, ich und der Rest unserer B√§renfamilie ein buntes, sonniges und kuschliges Osterfest!



2015 22.
Feb

Meine B√§renmama hat ja schon angek√ľndigt, dass ich auch √ľber meine Reiseeindr√ľcke im Nachbarsland schreiben darf. Und diesmal m√∂chte ich das lieb√§r gleich sofort machen solange die Erinnerungen noch frisch sind und nicht wieder¬†wochenlang warten¬†¬†¬† standard

Also, ich, Heini, durfte mal wieder als Anstandsb√§r mitreisen. Und wie ihr nun schon wisst, ging es nach Polen, in ein St√§dtchen namens Jelenia G√≥ra. Und da „Jelen“ im polnischen „Hirsch“ bedeutet, habe ich schon fest damit gerechnet, dass¬†dort ein kleiner B√§r auf den Stra√üen st√§ndig ganz vielen Hirschen ausweichen muss … meine Mama sagt ja auch, dass in unserer Stadt ganz viele Ochsen Auto fahren.

Wir sind also am Freitagnachmittag losgefahren und kamen¬†ganz schnell durch. Seltsam fand ich nur, dass wir uns im Auto etwas von den Chroniken eines K√§ngurus¬†angeh√∂rt haben – ich fand das als Reisevorb√§reitung eher unpassend. Da w√§re „K√∂nig Hirsch“ wohl eher angesagt gewesen, aber wer h√∂rt schon auf die Meinung eines B√§ren¬†¬†¬† zwinker

In Hirschberg (so hei√üt dieses Stadt komplett in deutsch) habe ich noch am gleichen Abend versucht, mal eine Einheimische im Restaurant kennenzulernen. Sie war ganz bunt angezogen, hatte ein sch√∂nes L√§cheln und¬†war echt hei√ü, aber leider auch arg steif im Benehmen. Also trotz der Sch√∂nheit eher nix f√ľr einen lockeren B√§ren wie mich¬†¬†¬† zwinker

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Während ich meine Zeit mit der Dame verplemperte verbrachte, hat meine Bärenmama festgestellt, dass dass die Biersorten der Brauerei Lwówek echt lecker sind. Abär egal, wie sehr ich meinen besten Bettelblick aufsetzte, ich durfte davon nix probieren:

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Nach dem Spaziergang in der winterlichen Innenstadt war¬†mir etwas kalt geworden, zum Gl√ľck konnte ich mich im Cafe Sofa¬†etwas aufw√§rmen. Die Sofas waren zwar alle besetzt, aber ein Heizk√∂rper war mir in dem Moment sowieso viel lieb√§r …

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Die Heizk√∂rper werden in Hirschberg¬†wohl in der Wandfarbe gestrichen, ich habe aber keine Ahnung, wieso. Solange ich mich darauf aufw√§rmte, haben die Erwachsenen die Gunst der Stunde genutzt und den Kuchen ganz alleine aufgegessen … f√ľr mich blieb am Ende¬†nur noch Zucker √ľbrig:

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G√§be es so einen Spruch in Deutsch und ich w√ľrde das nur zu gern meiner lieben Ines schenken! Denn meine Mama sagte, dort steht „Lass uns den Tag zusammen begr√ľ√üen!“ und das finde ich echt romantisch¬†¬†¬†¬†verliebt !

Am n√§chsten Tag erkundeten wir Hirschberg im Hellen. Zuerst gingen wir in einen kleinen Zaub√§rwald. Die hiesigen B√§ren m√ľssen echt starke Klauen haben, denn sie haben irgendwelche seltsame Zeichen in die Steine geritzt

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Ich glaube, ich sollte mal einen Kurs in Altbärpolnisch belegen, um dies zu entziffern. Dann haben wir auf einer Lichtung einen hohen Turm entdeckt

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Ich habe nach Rapunzel gerufen, sie war abär vermutlich gerade beim Frisör oder so. Da habe ich stattdessen den tanzenden Lichtern an diesem sonnigen Wintertag zugeschaut:

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Die Br√ľcke, welche das Zaub√§rw√§ldchen mit der Stadt verbindet, wurde definitiv nach dem (Farb-)Wunsch einer M√§rchenprinzessin gestrichen:

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Ich habe gehofft, im Wasser einen Goldfisch zu sehen, aber es waren nur hässliche Entlein unterwegs. In der Innenstadt bestaunte ich dann das wirklich beeindruckende Rathaus auf dem Rathausplatz:

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Dann wollte ich ein Käffchen im Straßencafe haben und habe dabei einen sehr ungeschickten Kellner erwischt. Der Kaffee war noch in der Tasse, abär der Henkel war abgebrochen:

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Auf dem Rathausplatz habe ich dann auch den ersten Hirsch in dieser Stadt entdeckt. Der war ganz schön hochnäsig und das nur, weil er sooooo ein Geweih hat!

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Da fand ich diesen Kleinen ein paar Straßen weiter wesentlich netter!

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Und einen Ochsen habe ich auch gesehen! Dieser ging abär im Gegensatz zu den Dresdnern zu Fuß:

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Ich war hier sehr von der Größe der Spatzen beeindruckt und habe sich sogleich eigentatzig fotografiert:

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Rein zufällig habe ich ihr Größengeheimnis von allein lösen können: Die Spatzenknödel in Hirschberg sind ja echt riesig und gar nicht mit unseren Meisenknödel zu vergleichen!

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Daraufhin brauchte auch ich erst einmal eine gute St√§rkung! Diese war in jeder Hinsicht richtig s√ľ√ü!

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Nach dieser¬†V√∂llerei schaute ich mir noch eine riesengro√üe Kirche an …

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… und bei der Betrachtung¬†der alten Friedhofmauern kam ich ins Gr√ľbeln …

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… denn man kann immer nur nachsehen, wo die Menschen begraben werden. Aber wo bleiben denn die¬†dahingeschiedenen Pl√ľschtiere? Ich habe zwar mal von einem Friedhof der Kuscheltiere geh√∂rt, aber das war wohl als letzte Ruhest√§tte eher nicht so toll. Vielleicht sind wir einfach unsterblich?

Als ich den absoluten¬†„Punkt Null“¬†der Stadt entdeckte,¬†stand auch ich einmal kurzzeitig¬†im Mittelpunkt¬†¬†¬† standard

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Dann gingen wir einem Park spazieren, denn ich wollte noch ein paar V√∂gelchen sehen. Der erste See war noch komplett zugefroren und vogelfrei …

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… ab√§r auf dem¬†n√§chsten gab¬†es ganz, ganz viele Schw√§ne! So ein echter Schwanensee! Nur die Tanzprobe habe ich wohl verpasst:

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Am Tag darauf – leider auch schon wieder der letzte – wollten wir alle zusammen auf die Schneekoppe fahren, nur war der Wind leider nicht auf unserer Seite. Er war so stark, dass der Sessellift nicht fuhr und wir per Tatze aufsteigen mussten. So sind wir wenigstens ein wenig im Schnee gewandert. Es war echt viel Schnee! Und kalt! Ein Gl√ľck, dass meine B√§renmama mir noch auf der Hinfahrt eine M√ľtze gestrickt hat!

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Unterwegs wollte ich noch ein Fl√ľsschen angucken und kletterte daf√ľr auf eine Anh√∂he. Da war mir meine gro√üe Nase doch etwas im Weg!

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Ich habe es abär am Ende ganz ohne fremde Hilfe geschafft *stolzsei* !

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Die Wege waren ganz sch√∂n steil und zum Teil auch ganz sch√∂n schr√§g …

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… und beim Anblick des Wurzelwerks¬†dieser B√§umen habe ich verstanden, warum man bei starkem Wind lieb√§r nicht auf die Spitze der Schneekoppe gehen sollte:

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Es dauerte zwar eine Weile, trotzdem haben wir unser Wanderziel erreicht. Leider nicht die Bärgspitze namens Schneekoppe auf 1602 Meter, sondern nur eine Baude auf 1258 Meter Höhe, abär immerhin    lachen

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Am liebsten w√§re ich genau so schnell nach unten gesaust wie der Typ hinter meinem R√ľcken …

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… nur passten meine Tatzen nicht so richtig in dieses Halterungsgeflecht. Hmm,¬†gibt¬†es keine Skischuhe f√ľr¬†B√§ren in meiner Gr√∂√üe, oder was? Das gleiche Problem hatte ich ja schon damals mal mit¬†Tanzschuhen! Ich glaube, ich habe da eine Marktl√ľcke¬†aufgetan …

Beim Abstieg¬†entdeckte ich im Wald einen Schneemann mit Handschuhen! Damit wird er ja schon vor dem Fr√ľhling schmelzen!

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Als wir schon fast wieder im Städtchen Karpacz waren, wo unser Auto stand, glaubte ich meinen Knopfaugen nicht mehr! Waren wir schon so weit gewandert, dass wir jetzt wieder in Norwegen waren?! Die Kirche sah zumindest genau so aus wie dort:

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Das habe ich mir mal aus nächster Nähe angesehen:

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Zum Gl√ľck stand¬†auch eine Erkl√§rung dabei:¬†Die Kirche Wang ist zwar eine echte norwegische Stabkirche, sie steht ab√§r wirklich in Polen! Puh! Ich dachte schon, dass wir eine ganz lange R√ľckreise vor uns h√§tten! Wir gingen einmal um die Kirche rum und auf einer Bank habe ich ein eingeritztes Zeichen entdeckt, welche ich¬†vom Tanzkleid meiner lieben Ines her kenne!

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Ich habe versucht, es mir ganz genau einzupr√§gen, denn¬†vielleicht kann ich das auch mal selb√§r zeichnen und damit meine Ines¬†noch mehr beeindrucken? Denn ich weiss, dass wir uns zum baldigen St. Patrick Day wiedersehen werden! Bis dahin gehe ich jetzt Zeichnen √ľben. Tatzige Gr√ľ√üe!



2015 16.
Feb

Es kommt uns gar nicht so lang vor, aber der Kalender sagte eindeutig, dass unser diesjähriger Valentinstag bereits unser 9. Hochzeitstag sein soll. Da wir keine schulpflichtigen Kinder mehr unter unserem Dach haben, ist es etwas schwieriger geworden, in der heißbegehrten Zeit der sächsischen Winterferien Urlaub zu bekommen. Deshalb blieb uns diesmal nur ein Wochenendausflug ins Nachbarland, man wohnt hier ja schließlich quasi im Dreiländereck    zwinker

Ich¬†habe als Ziel ein kleines St√§dtchen namens Jelenia G√≥ra, in Deutschland eher als Hirschberg bekannt, ausgesucht, welches im polnischen Riesengebirge liegt. Die Entfernung zu Dresden betr√§gt 180 km, ein Hotel direkt im Stadtzentrum war schnell gefunden und gebucht, Carsten √ľbernahm alles, was¬†die Planung der Reiseroute anging und schon waren wir recht schnell ger√ľstet, dort hinzufahren.

Am Freitag, dem 13. Februar,¬†verlie√üen wir beide eher¬†als sonst √ľblich die Arbeitsst√§tte und brachen nach einem kurzen Wechselstopp (EUR gegen PLN) am Hauptbahnhof gen Osten auf. Die Anreise verlief ohne Probleme. Etwas eigenartig ist f√ľr uns allerdings immer noch¬†eine √∂stliche Grenz√ľberquerung ohne jegliche Kontrolle …¬†sch√∂n, aber immer noch irgendwie ungewohnt. In Polen merkten wir sofort im wahrsten Sinne des Wortes die gravierende Luftver√§nderung, denn¬†auf unserer Route¬†wird dem Geruch nach immer noch ganz viel mit Kohle beheizt, denn die Rauchwolken aus den Schornsteinen hatten die Farbpallette zwischen hellgrau und fast schwarz. Ich kannte diesen Geruch nur noch zu gut¬†aus meinen Greizer Zeiten Anfang der 90er, als ich selber noch eine Ofenheizung hatte.¬†Ganz ehrlich, vermisst habe ich diese bis heute¬†nicht wieder¬†¬†¬† zwinker

In Hirschberg fanden wir Dank Planung und Navi recht schnell unser Hotel, bekamen unsere Zimmerschl√ľssel und waren mit dem zugewiesenen √úbernachtungsort¬†ausgesprochen zufrieden. Unser Auto stand direkt vor unserem Fenster im 1. Obergeschoss auf einem bewachten Parkplatz, das machte unseren Schlaf noch entspannter¬†¬†¬† zwinker
Aber wir gingen ja nicht gleich und sofort schlafen – es war ja auch erst um F√ľnf! Erst machten wir noch eine erste Kennenlernrunde durch die Innenstadt im Dunklen und¬†dann kehrten wir in das Lokal Kuznia Smaku f√ľr unser Abendessen ein. Diese Lokalit√§t¬†direkt am Rathausplatz kann man echt nur empfehlen! F√ľr den Nachtisch¬†haben wir uns noch einmal auf die Suche begeben und endeten ganz gem√ľtlich¬†im Restaurant¬†Sofa.¬†Hier trifft man vor allem¬†auf junges Volk, aber wir f√ľhlten uns dort keineswegs deplatziert. Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel bzw. im Bettchen.

Am Hochzeitstag selber haben wir die Stadt schon fr√ľh Morgens (andere drehen sich um 9:15 Uhr an einem Samstagmorgen gerade zum ersten Mal im Bett um) im Hellen erkundet und sind dabei immer wieder irgendwo eingekehrt, um weitere K√∂stlichkeiten der polnischen K√ľche kennenzulernen, sowohl die herzhaften als auch die s√ľ√üen:

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Ja, ihr habt es richtig gesehen, Heini war diesmal auch mit von der Partie¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬† also wird es √ľber kurz oder lang an dieser Stelle auch noch seine Sicht auf diese Reise geben¬†¬†¬† lachen
Nachdem wir alle Sehensw√ľrdigkeiten abgegrast haben, g√∂nnten wir uns noch einen sch√∂nen Spaziergang im Stadtpark auf dem Cavalierberg, denn das Wetter war einfach perfekt daf√ľr! Abends entschieden wir uns aus Bequemlichkeit im hoteleigenen Gasthof zu essen. Das Essen war sehr lecker, nur die Sitzgelegenheit (Holzhocker) lie√üen kein gro√ües Gef√ľhl der Gem√ľtlichkeit aufkommen – wir blieben dennoch fast¬†zwei Stunden.

Am Sonntag packten wir¬†nach dem Fr√ľhst√ľck¬†unsere Siebensachen ein und brachen nach Karpacz, den Deutschen mehr als Krummh√ľbel bekannt, auf. Die Entfernung von 20 km ist ja wirklich nur ein Katzensprung! Daf√ľr kamen wir bis direkt an den Fu√ü der¬†Schneekoppe, welche mit 1603 m als h√∂chste Erhebung¬†des Riesengebirges gilt. Unser Plan war, mit der Seilbahn¬†sowie weit es geht („Kopa“) nach oben zu fahren und dann den Rest des Weges bis zur Bergspitze zu laufen, aber aufgrund des starken Windes gab es keine Liftverbindung nach oben! Daher entschieden wir uns wenigstens eine Wanderung in der bezaubernden Schneelandschaft zu machen und von ca. 640 m die Hampelbaude in der H√∂he von 1258 m zu erreichen. Ich finde¬†Bergwanderungen an und f√ľr sich sch√∂n, aber dieses Gestapfe nach oben macht mich echt fertig¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬† !

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Aber letzten Endes haben wir das angepeilte Ziel doch noch erreicht und g√∂nnten uns¬†in der¬†„Schronisko Strzecha Akademicka“¬†etwas Ess- und Trinkbares (meine quarkgef√ľllten Eierkuchen sind noch nicht fertig, deshalb sitze ich nur mit dem Tee da)

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Man glaubt es kaum, wie komisch und unbeholfen Leute laufen können, wenn sie die nur die klobigen Schuhe der Abfahrtskier anhaben! Und welches Getrampel dadurch in einem Holzhaus entstehen kann! Seitdem liebe ich meine bequemen Wanderschuhe noch viel mehr!

Auf dem Weg nach unten hatten wir sogar ein wenig Zeit f√ľr das eine oder das andere kleine P√§uschen.

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Die Strecke, welche wir ins Auge gefasst haben, war allerdings f√ľr¬†Wanderer wegen Lawinengefahr gesperrt, aber der alternative Weg war auch sehr gut zu erlaufen.

Als wir zur√ľck im Karpacz ankamen, schauten wir uns noch von Au√üen die wohl au√üergew√∂hnlichste Kirche in ganz Polen an¬†– die Kirche Wang:

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Was f√§llt euch bei dieser Kirche auf? Genau,¬†es ist eigentlich eine typisch norwegische Stabkirche! Sie ist sogar tats√§chlich norwegischer Herkunft und sollte einst im √Ėrtchen namens Vang¬†abgerissen werden, um durch eine modernere Bauweise ersetzt zu werden. Zum Gl√ľck hat¬†der in Deutschland lebende Maler J.C.C. Dahl¬†diese gekauft und dann im Riesengebirge wieder aufbauen lassen. Dort f√§llt sie wirklich sehr auf, passt aber ganz gut zu den Schneelandschaften –¬†finde ich.

Das war der letzte Höhepunkt unseres Ausflugs. Von dort ging es mit einem kleinen Zwischenstopp zum Essen und zum Einkaufen von polnischen Lebensmittel direkt nach Hause.

Ich habe bei dieser Reise √ľbrigens festgestellt, dass mein Polnisch inzwischen ziemlich gut geworden ist, denn ich¬†wurde sowohl verstanden als auch verstand ich das geschriebene und gesprochene Wort, vorausgesetzt, es¬†wurde nicht zu schnell ausgesprochen¬†¬†¬† zwinker
Das war insofern sehr n√ľtzlich, da sich die Deutsch- und Englisch-Kenntnisse¬†der von uns kennengelernten, polnischen Bev√∂lkerung als nicht wirklich gut erwiesen haben, obwohl der Wille, sich in diesen Sprachen zu unterhalten, stets vorhanden war.¬†Allerdings d√ľrfte¬†mein Polnisch auch¬†noch seeeeehr ausbauf√§hig sein¬†¬†¬† zwinker

Das war also die kurze Zusammenfassung von unserem Hochzeitstagausflug in die slawische Nachbarschaft    standard