2010 20.
Nov
Jaja, so konnte man in der vergangenen Woche unsere geliebte Casa OLCA tatsächlich umbenennen.
Ich hatte bis Donnerstag noch mit meinen Stimmbändern zu kämpfen, aber immerhin bin ich inzwischen so weit, dass ich vernünftig reden kann. Schreien, Brüllen, laut Lachen und Singen geht allerdings immer noch nicht so gut. Ok, das Problem mit dem Singen hatte ich schon immer gehabt, ohne Stimme und ohne musikalisches Gehör kann ich eigentlich nur bei völlig ausgelassenen Feiern oder in einem großen Chor singen, denn dort fällt es keinem so richtig auf, dass ich dafür absolut untauglich bin 
Aber als ich am Donnerstag gesundheitstechnisch schon nahezu die Kurve gekriegt habe war der Rest meiner geliebten Familie nicht mehr so gesund und munter wie sonst.
Carsten kann derzeit nicht gut sitzen, was bei einem Arbeitstag am Rechner natürlich nicht so prickelnd ist. Stephanie musste sich von ihrem ausgefallenen Unterlippen”schmuck” trennen und ließ sich ihre Ranula entfernen. Danach war für sie ein Leben mit Kühlakkus und Babynahrung angesagt. Ihre Empfindungen hat sie im eigenen Blog verarbeitet und für die Welt dokumentiert. Andrea war mal wieder bei einer Untersuchung in UKD und kam mit schwerem Geräten nach Hause zurück. Sie hatte 24 Stunden lang ein Päckchen und eine Armmanschette zu tragen, da man bei ihr eine Langzeitblutdruckmessung machen wollte.
Über eine Sache bin ich aber wirklich sehr froh: Meine Familie mag zwar zeitweise nicht 100%-ig gesund sein, aber selbst wenn es ihnen nicht sonderlich gut geht, verlieren sie nicht ihren Sinn für Humor, so lässt sich das Ganze auf jeden Fall leicher ertragen 

2 Kranke(n)schwestern
2010 05.
Nov
Es gibt in der russischen Sprache eine Beschreibung “…как собака: все понимает, только сказать не может”, was so viel heisst “… wie ein Hund: Versteht alles, kann aber nichts sagen”. Irgendwie begreife ich diesen Satz jetzt wesentlich besser. Es ist schon wirklich-wirklich seltsam, wenn man nicht zu Wort kommt, weil man einfach nicht gehört wird. Dafür wird meine Nackenmuskulatur durch das ständige Nicken oder Kopfschütteln gut in Schuß bleiben
Meine Familie trägt das mit Humor, klar, ich kann jetzt nicht meckern, nicht maulen und nicht diskutieren. Nicht nur die Kinder finden das toll
Glücklicherweise ist Carsten keine verschwiegene Person und so führt er auch weiterhin souverän die alltäglichen Diskussionen mit den Mädels.
Gestern habe ich lange überlegt, ob ich meinen Mann zum Spanisch-Unterricht begleite. Ich habe mich dann doch dafür entschieden, mit einem Sprachrohr nebenan ist das auf jeden Fall zu schaffen. Winnie, unsere Lehrerin, war sehr nachsichtig mit mir, aber sie ist ja ohnehin eine ganz Liebe. So habe ich meine Sätze geschrieben oder sie Carsten ganz leise gesagt. Er hat dann den Rest erledigt.
Ich werde jetzt meine sturmfreie Bude geniessen und meine Finger über die Tastatur laufen lassen. Es ist sozusagen Glück im Unglück, dass ich durch diese Krankheit etwas Ruhe habe und mich mit unserem Australienbericht befassen kann.
2010 04.
Nov
Jep, das bin ich jetzt im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Ehrgeiz, mit nicht 100%-ig auskuriereter Erkältung wieder an der Kundenfront tätig zu sein, wurde nun von Mutter Natur mit verstummten Stimmbändern “belohnt”. Ich darf jetzt 2 Wochen lang nur minimal sprechen, allerdings reden und nicht flüstern. Solche Tätigkeiten wie Telefonieren, Schreien, Singen sind jetzt überhaupt nicht mehr angesagt.
Erstaunlicherweise haben das alle Männer, die von meinem Zustand erfuhren, als ein Segen betrachtet – eine Frau, die einen nicht zuquatscht und nicht diskutieren kann ist wohl doch ganz selten und daher begehrenswert. 
Da ich nun zu Hause bin, habe ich noch auf die Schnelle den Kühlschrank aufgefüllt und im Laden meinen Kopf über das Einkaufsverhalten der Senioren unserer Gesellschaft geschüttelt. Erstens war ich überrascht, wie viele davon um 10 Uhr vormittags die Läden stürmen, zweitens wurde es mir klar, wie Mr. Brown seinerzeit seine Entdeckung von der nach ihm benannten Bewegung gemacht hat. Er ging einfach einmal vormittags Lebensmittel im Supermarkt kaufen. Die Rentner mit den Einkaufswagen haben einen wirklich unberechenbaren Weg und ihre Abbiege- und Haltemanöver sind für berufstätige Knappvierziger kaum zu erahnen. Ich musste wirklich aufpassen, dass ich keine Oma oder keinen Opa ohne böse Absichten in die Hacken fahre.
An der Kasse hatte ich gemerkt, dass es ganz schön blöd ist, wenn man gar nichts sagen kann. Ich versuchte mit Lächeln und Kopfnicken bzw. – scchütteln alle Aussagen der netten Kassiererin zu beantworten. Hoffentlich hat sie mich nicht in der Kathegorie “nett, aber völlig bekloppt” abgespeichert.
Immerhin kann ich noch schreiben, laufen und viele andere Dinge, welche nicht mit dem Sprechen zu tun haben.
2010 06.
Jun
Ein kleines Lebens-/Lesezeichen aus der Casa OLCA 
Ich bin seit letzten Donnerstag wegen rechtseitiger Rückenschmerzen bis zum nächsten Freitag krank geschrieben. Es gilt auch, die rechte obere Hälfte meines Körpers nicht zu sehr zu belasten, daher ist meine PC-Zeit äußerst rar. Wie zum Hohn ist bei uns jetzt ein supertolles Wetter, aber ich kann nichts im Garten machen und auch solche Sachen wie Rad fahren schiebe ich meiner Genesung zuliebe vor mir her …
Immerhin kann ich wenigstens Bücher lesen …
2009 21.
Nov
Zur Zeit bin ich stark rechtslastig drauf. Nicht im Geiste, aber in meinem Körper. Die Schmerzen in der linken Hälfte meines Rückens lassen nur langsam nach, aber immerhin konnte ich diese Nacht sogar schon auf beiden Schultern schlafen und nicht wie die Nächte davor nur auf der rechten Seite.
Alle Taschenwärmer (Beutel mit Flüssigkeit und Metallplättchen) gehören seit Tagen nur mir! Zum Glück ist das Wetter so mild, dass meine Kinder diese Dinger in Herz-, Bären- oder Hasenform für sich gar nicht beanspruchen wollen. Aber nun ziert ein großflächiges Wärmepflaster für 12 Stunden am Stück meine linke Schulter. Die Wärme tut echt gut.
Mein Haushalt fühlt sich unter den gegebenen Umständen ziemlich vernachlässigt, aber derzeit mag ich an das Bügeln, Waschen oder Putzen gar nicht denken. Ok, ich mag auch normalerweise an solche Tätigkeiten nicht zu denken, aber jetzt habe ich sogar eine plausible Begründung. Heute und morgen heißt es bei allen Bewegungen noch aufpassen, danach hoffe ich fit genug für den Arbeitsalltag zu sein.
Und ich werde mir demnächst mehr linksdrehende Joghurts gönnen, vielleicht hilft allein schon der Name 
2009 19.
Nov
Auch wenn wir Sachsen den Buß- und Bettag mittels Pflegeversicherung teuer bezahlen müssen, tut ein freier Tag mitten in der Woche gut. Wir konnten in aller Ruhe Sachen aufarbeiten, welche am Wochenende nicht drangekommen sind und Kinder hatten die Chance nach der dienstaglichen Geburtstagsfeier bei unseren Freunden, welche etwa um 1 Uhr in der Nacht zu Ende ging, richtig auszuschlafen.
Natürlich haben wir an einem Tag auch nicht alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben, aber das Hauptziel dieses Tages haben wir, schätze ich, doch ganz gut erfüllt. Es hieß ja, dass Leute sich an diesem Feiertag auf christliche Werte besinnen sollen. Wir haben den Tag als Familie verbracht und damit ganz bestimmt im Sinne der christlichen Lehre, oder? Abends schauten wir uns gemeinsam den dritten Teil von “Matrix” an. So beeindruckend und innovativ der 1. Teil ist, so langweilig und mit Kämpfen überladen ist Teil 2 und so in die Länge gezogen der dritte. Naja, jetzt haben wir das Thema für uns endlich abhaken können (Teil 3 haben wir im Kino boykottiert). Andrea wollte diese cineastische Lücke für sich schließen und nach dem Film “Matrix” auch das Ende von Zion & Co. erfahren.
Nun gehen wir noch 2 Tage arbeiten, bis das Wochenende kommt. 
Nachtrag: die äußerst schmerzhaft verspannte linke Rückenhälfte hat meine Arbeitstage nun in Krankentage verwandelt. Jetzt muss ich nur noch eine Position finden, bei welcher ich mich wohlfühle. Im Stehen in der Küche zu tippen geht grade noch so … bin aber auch schon gespritzt und die erste Schmerztablette vergnügt sich in meinem Körper. Ihr werden heute noch zwei weitere folgen …
2009 30.
Aug
Nach einer Woche des Betthütens fühle ich mich inzwischen so gut, dass ich mich wieder unter die Leute traue. Ich bin auch körperlich und geistig soweit, dass ich ab morgen auch das Telefon bedienen kann und meinen Kopf für die Kalkulationen und Joborganisation bei verschiedenen kleinen Projekten bereit ist.
Es war aus verschiedenen Gründen nicht der perfekte Zeitpunkt um krank zu werden, aber wann ist die Zeit dafür überhaupt richtig …
Heute hat mein Mann und mein großes Kind trotz des schönen Spätsommerwetters sich die Zeit lieber für mich und für John McClain genommen. Wir haben uns im Sommer die beiden Weihnachtsfilme (Teil 1 + 2) aus der “Stirb Langsam”-Reihe angesehen. Andrea ist inzwischen sowohl von den Filmen als auch von Bruce Willis schwer begeistert und ich gestehe, ich teile diese Begeisterung schon seit Jahren. Sehr interessant war, dass sie Alan Rickman nicht auf Anhieb erkannt hat, dabei kennt sie ihn doch so gut aus den “Harry Potter”-Filmen. Da merkt man, wie man sich bestimmte Schauspieler nur mit Mühe in einer anderen Rolle vorstellen kann.
Einen Ausflug habe ich auch noch mit Andrea am Wochenende gemacht, als Carsten zum Sommerfest seines Arbeitgebers ging –> ins Kino. Wir schauten uns den Film “LOL” mit Sophie Marceau an. Ein schöner Streifen, besonders toll, wenn man ihn sich als Mutter mit der Teenager-Tochter ansehen kann. Man sieht dann die Alltagssituationen aus einem etwas veränderten, offeneren Blickwinkel. Sehr zu empfehlen!
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