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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2019 20.
Jul

Das Wort Vignette kommt aus dem Franz├Âsischen und bedeutet Randverzierung. Bei Fotos benutzt man diesen Begriff, um einen Randlichtabfall, also eine Abdunkelung des Fotos von der Mitte zu den R├Ąndern zu beschreiben. Heutzutage kann man das Dank verschiedener Bildbearbeitungsprogramme schnell nachtr├Ąglich hinzuf├╝gen. Mein Interesse lag aber eher darin, diesen Effekt bereits beim Fotografieren zu erzeugen. Im September, dem Monat in welchem ich dieses Thema eingeplant hatte, waren wir allerdings mehr als die H├Ąlfte des Monats im Urlaub auf Hawaii, daher versuchte ich es unterwegs zun├Ąchst eher mit ganz nat├╝rlichen Mitteln.

Ein strahlendes und farbintensives Motiv war dort zum Gl├╝ck so gut wie immer verf├╝gbar: die Sonne. Wenn sie durch die Bl├Ątter der B├Ąume schien, hatte ich ja bereits die gew├╝nschte Wirkung:

Zuhause konnte ich dann meine Vorstellungen, die ich beim Festlegen des Projekts zu Jahresbeginn im Sinn hatte, aufgrund der wenigen Zeit bis zum Monatsende lediglich auf einen einzigen Nachmittag legen.

Ich suchte in meinem Haushalt unterschiedliche Stoffe zusammen,  wie z.B. Papiertaschentuch, Alufolie, Pergamentpapier, Mullbinde, durchsichtige Stofffetzen und einen Gummiring. Alle Hilfsmittel mussten nur so gro├č sein, dass ich damit m├╝helos das Objektiv meiner Kamera abdecken und sie darauf mit dem Gummiring festmachen konnte.

Die L├Âcher darin hatten eine direkte Auswirkung darauf, wie letzten Endes das Bildmotiv (hierbei habe ich mich f├╝r f├╝r eine brennende Kerze entschieden) auf den Betrachter wirkt.

Beispiel Nummer 1 der etwas l├Ąnglich geratene Durchblick beim Papiertaschentuch:

Die Alufolie hat erwartungsgem├Ą├č einen ziemlich klaren und dadurch etwas h├Ąrteren Rand erzeugt:

Ich habe danach den Ausschnitt etwas vergr├Â├čert und da die Folie dadurch mehr auf den Rand des Bilder verschoben wurde, hat man eben auch mehr von der Kerze gesehen:

Das Butterbrotpapier lie├č am Rande leider auch nicht so viel Licht durch, aber ich finde, das gesamte Bild wirkt schon etwas weicher als beim Versuch mit der Alufolie:

Das Schleifenband aus zart gr├╝nen Organza war zu schmal f├╝r mein Vorhaben, aber ich wolle es trotzdem nutzen. Deshalb habe ich es in drei St├╝cke geschnitten und mit dem Gummi in Form eines Dreiecks an meinem Objektiv fest gemacht. Mit dem Ergebnis war ich durchaus zufrieden:

Dichtere Stoffe decken nat├╝rlich auch etwas mehr ab. Es spielt dabei allerdings auch noch eine Rolle, ob der Stoff wei├č …

… oder schwarz ist:

Wie schon am Anfang gesagt, waren diesmal leider nicht so viele Versuche m├Âglich, da die Zeit f├╝r meine Ideen am Ende nicht vollst├Ąndig ausgereicht hat. Ich f├╝r meinen Teil habe dennoch einige neue Erkenntnisse gewonnen und kann nun auch auf die Schnelle und mit einfachen Mitteln einen weichen Randabfall bei meinen Bildern herzaubern. Vielleicht habt ihr hier ja jetzt auch die eine oder andere Inspiration f├╝r euch entdeckt?



2019 14.
Jul

In meinem Leben passieren mal wieder jede Menge interessanter Dinge, die mir in dem derzeit recht anstrengendem Arbeitsalltag (aufgrund Urlaubsvertretung) immer wieder Aufwind geben.

Als erstes m├Âchte ich nat├╝rlich davon berichten, was mich ├╝berhaupt auf diesen etwas ungew├Âhnlichen Vergleich gebracht hat. Wie letztes Jahr wurde vom Sportstudio unseres Arbeitgebers auch in diesem Sommer als Spezialevent Fl├╝ge mit einem Segelflieger angeboten. Zwar ohne Carsten, aber daf├╝r mit meiner besten Freundin Anna, war ich deshalb erneut mal wieder auf dem Flugplatz des Fliegerclubs in Bronkow … da kannte ich mich also inzwischen schon ein wenig aus.

Anna wollte es diesmal eben auch ausprobieren und zum Gl├╝ck hatte sie vorher Geburtstag und somit fiel meine Entscheidung f├╝r ein geeignetes Geschenk sehr schnell: ein Gutschein f├╝r zwei Fl├╝ge    zwinker
So wie es aussieht, ist sie jetzt wohl ebenfalls (wie wir) auf den Geschmack gekommen    standard

Ich bin nat├╝rlich auch zweimal mit einem erfahrenen Piloten geflogen. Beim ersten Mal hatten wir sehr viel Gl├╝ck mit der Thermik und konnten kreisend immer mehr an H├Âhe gewinnen, beim zweiten Flug hat das leider nicht mehr so geklappt, weshalb es nur eine schnelle Nummer wurde – aber sch├Ân war es trotzdem! Die Jungs des Fliegervereins k├╝mmern sich au├čerdem immer ├Ąu├čerst r├╝hrend um ihre Flugg├Ąste! Nur das Catering an Bord l├Ą├čt bedauerlich sehr zu w├╝nschen ├╝brig    lachen

Im Gegenzug k├╝mmerten Anna und ich uns dann freiwillig und mit viel Herz um Max … ein schwarzer Hund, den der Pilot Manfred mit zum Flugplatz gebracht hat:

Es war aber auch ein so lieber, der Max … Manfred nat├╝rlich auch    standard

Wir hatten jedenfalls alle einen sehr tollen Freitagnachmittag und damit einen absolut hervorragenden Start ins Wochenende. Und dieses hatte f├╝r mich noch weitere Highlights im Angebot.

Zum einen konnte ich zwei ganz bezaubernde Models fotografieren, die ein gro├čes Faible f├╝rs Mittelalter haben – zumindest in Bezug auf die Kleidung. Ich pr├Ąsentiere euch an dieser Stelle „Schneewei├čchen und Rosenrot“ a.k.a. Romy und Julia:

Es sind sehr viele sch├Âne und lebendige Bilder entstanden. Vielleicht komme ich irgendwann mal zeitlich dazu, hier in meinem Blog in altbekannter Manier eine Geschichte damit zu „basteln“    zwinker
Romy ist allerdings nicht nur vom Mittelalter angetan, sondern hat au├čerdem noch eine Vorliebe f├╝r das Universum der Elfen, was man auf diesem Bild sicherlich unschwer erkennen kann:

An dem Wochenende konnten Carsten und ich zudem noch unser Interessen in Bezug auf Dresdner Geschichten auf einen weiteren bislang unbekannten Bereich richten: bei der Igeltour „Dresdens zweite Gartenstadt – die Eigenheimsiedlung in Briesnitz“ . Daf├╝r mussten wir nur ganz in die N├Ąhe unseres ehemaligen Wohnsitzes fahren und konnten dort beim Gang durch die Strassen am Rande des Zschonergrundes in die liebevoll erz├Ąhlten Geschichten aus den vergangenen Jahrhunderten eintauchen.

Am Ende dieser Tour haben wir noch einen kleinen Abstecher zur ehemaligen Grundschule unserer Kinder gemacht, da diese quasi auf dem R├╝ckweg lag. Wir waren beide sehr ├╝berrascht, wie pr├Ąchtig sich die 2006 eigenh├Ąndig von uns als Abschlussgeschenk gepflanzte H├Ąngebirke inzwischen entwickelt hat:

Hier ist das Vergleichsbild – so sah das Birkchen aus, als es in die karge und steinige Erde am Rande des Schulhofs eingebuddelt wurde:

Was die vergangenen 13 Jahre doch ausmachen, nicht wahr?

Am Montag haben Carsten und ich dann relativ spontan beschlossen, abends mal wieder ins Kino zu gehen.

Wir sahen vor einiger Zeit den Trailer zur Doku „Unsere gro├če kleine Farm“ und diese Vorschau hat uns so neugierig auf den Film gemacht, dass wir gleich die M├Âglichkeit der Preview genutzt haben – seit dem 11. Juli (Donnerstag) kann man ihn dann ganz regul├Ąr im Kino sehen … sehr wahrscheinlich aber auch nur in ausgew├Ąhlten Programmkinos.

Wir k├Ânnen ihn wirklich sehr empfehlen, denn die darin agierenden Leute, die aus einem unwirtlichen, ausgebeuteten und vernachl├Ąssigten St├╝ck Land bei Los Angeles im Einklang mit den Gesetzen der Natur ein gr├╝nes und bl├╝hendes Paradies erschaffen haben, erz├Ąhlen ihre Geschichte so pers├Ânlich, dass es einen einfach nur ber├╝hren kann. Und die Tiere, welche in diesem Film definitiv den gr├Â├čten Platz einnehmen, sind einfach nur goldig – wenn auch nicht immer artig    zwinker

Mit meinen Arbeitskolleginnen aus den Patientenaufnahmen habe ich dann am Donnerstag einen sehr sch├Ânen Abend im Biergarten „Paul Rackwitz“ verbracht, denn im Alltagsgeschehen kommt man ja eher selten dazu, ausgiebig (├╝ber private Dinge) zu schwatzen.

Wir verstehen uns alle recht gut und da war ein entspannter Abend zum Schnattern bei einem Bierchen bzw. Weinchen ein sch├Âner Ausklang nach getaner Arbeit. Ich bin an dieser Stelle den Mitarbeitern des Biergartens zudem sehr dankbar, dass sie nach nur einer kurzen Reservierung per Email am Vormittag extra f├╝r uns zw├Âlf Personen eine gro├če Tafel vorbereitet haben, die wir dann um 18 Uhr ganz f├╝r uns alleine hatten. In einem Biergarten eher selten, oder nicht?

Dieses Wochenende war wieder nahezu ein sehr ruhiges, denn wir mussten nicht gro├č raus oder waren zeitlich an irgendetwas gebunden. Carsten hat zwar seinem Arbeitskollegen versprochen, sich von Freitag bis Montag um dessen Stubentiger zu k├╝mmern …

… aber die jeweils kleinen, ca. 10 min langen Spazierg├Ąnge schoben wir irgendwann mal nachmittags zwischen das allgemein recht gro├če Faulenzen. War aber auch kein gro├čer Akt, denn wir ├╝bernahmen schon ab und zu mal diesen Dosen├Âffnerdienst, nur bei den vorherigen F├╝tterungsbesuchen hat sich die Katze immer nur in einer gesch├╝tzten Ecke hinter der Couch im Wohnzimmer versteckt. Erstaunlicherweise blieb sie jetzt trotz unserer Anwesenheit doch mal auf ihrem Beobachtungsposten:

Man beachte ihre Schwanzposition    zwinker    wir haben uns auf jeden Fall dar├╝ber gefreut, dass sie jetzt nicht mehr so ver├Ąngstigt ist. Allerdings konnten wir des Halters Wunsch nicht nachkommen, dem Tier auch noch eine Tablette zu verabreichen, denn so nah lie├č sie uns dann doch nicht an sich heran. Wir haben es beim ersten Besuch kurz versucht, aber ihre Z├Ąhne und Krallen sind nicht zu verachten …

Was vergessen? Ach ja, wir bekamen auch mal wieder f├╝r ein paar Tage Besuch von Stephanie. Diesmal hatte sie allerdings im Vorfeld ihres Dresdenbesuchs ziemlich viele Verabredungen mit ihren Freunden ausgemacht und daher haben wir nicht so oft zusammenhocken k├Ânnen. Aber das holen wir dann w├Ąhrend unseres vierw├Âchigen Urlaubs in Kanada nach … in etwas mehr als eine Monat ist es n├Ąmlich endlich soweit und wir werden mit ihr 30 Tage in einem Wohnwagen irgendwo zwischen Vancouver und Calgary verbringen.



2019 30.
Jun

Am letzten Juni-Donnerstag dieses Jahres habe ich erneut einen Russisch-Kurs an der VHS zu Ende gebracht. Diesmal war es f├╝r meine Teilnehmer besonders spannend: ich habe einen Konversationskurs durchgef├╝hrt, bei dem nicht ich als Lehrerin die meiste Zeit reden musste, sondern sie selber. Ich habe allerdings festgestellt, dass es f├╝r mich als Kursleiterin ebenfalls eine geh├Ârige Herausforderung war, denn es gibt einfach keine Lehrb├╝cher und auch keine Leitlinien, wie man so einen Kurs gestalten kann. Da gab ich meinem Affen Zucker und erstellte einfach einen eigenen Unterrichtsaufbau und die dazugeh├Ârigen Methoden – schlie├člich hatte ich einst in meinem Studium als Lehrerin f├╝r Russische Sprache und Literatur an der Uni Charkow auch solche F├Ącher wie „Methodik des Unterrichts“. Die Unterrichtsvorbereitungen waren dadurch zwar etwas zeitintensiv, daf├╝r hatte ich aber auch unglaublich viel Freude, wenn ich im Unterricht merkte, dass Leute sich immer mehr trauten, offen zu reden. Nach lediglich 13 Abenden war aus meiner Sicht schon ein sehr gro├čer Fortschritt zu merken!

Aber nun ist bei mir, zumindest vorerst, Schluss mit dem Unterrichten. Zum einen habe ich sowieso wie gewohnt nach einem Semesterende Ferien, aber zum anderen beschloss ich auch nach langem Abw├Ągen und ├ťberlegen, mal auf unbestimmte Zeit eine Pause von meiner Rolle als Kursleiterin einzulegen – zumal sich der Unterricht (zwei Stunden am Donnerstag) und die Vorbereitungen (i.d.R. 2-3 Stunden am Wochenende) ja auch noch zu meiner 40-Stunden-Arbeitswoche addieren. Ich habe f├╝r mich diese Entscheidung schon am Anfang des Semesters gef├Ąllt und meine VHS-Chefin wusste ebenfalls beizeiten dar├╝ber Bescheid. Auch meine Teilnehmer habe ich rechtzeitig informiert, dass es von diesem Kurs (leider) keine Weiterf├╝hrung geben wird … nicht alle waren gl├╝cklich dar├╝ber, aber es ist wie es ist.

Seit M├Ąrz 2012, also ganze sieben Jahre lang, habe ich nun parallel zu meiner Vollzeitstelle unterrichtet und es hat mir immer sehr, sehr viel Spa├č gemacht. Aber nun merke ich, dass ich inzwischen eine kreative Pause gebrauchen kann. Dazu kommen noch einige andere Ver├Ąnderungen, z.B. bei meinem Hauptarbeitgeber: meine unmittelbare Chefin wird das Unternehmen am kommenden Freitag f├╝r immer verlassen und ab da ihre Zeit als fitte und reiselustige Rentnerin genie├čen. Ich g├Ânne ihr das von ganzem Herzen … aber weder ich noch andere Kolleginnen und Kollegen der Abteilung wissen derzeit, wie es mit der neuen Leitung weitergehen wird. Wir lassen uns einfach mal ├╝berraschen    zwinker

Zur├╝ck zu VHS. Ich habe urspr├╝nglich geplant, aufgrund der zum ersten Mal reduzierten Stundenanzahl von 13 Unterrichtseinheiten (normalerweise sind es 14 Abende mit insgesamt 3 x 45 min) bis zur letzten Minute ordentlich zu unterrichten, aber meine Gruppe hat mich ├╝berzeugt, dass wir am letzten Unterrichtstag genauso gut einfach nur alle gem├╝tlich beisammen sitzen k├Ânnten. Jeder von ihnen und nat├╝rlich auch meine Wenigkeit hat etwas zum Buffet beigesteuert und so hatten wir am Ende eine recht gut gedeckte Tafel beisammen:

Auf dem Foto fehlen allerdings noch das Gurkenschaums├╝ppchen und der Pudding aus wei├čer Schokolade mit Lavendel – die kamen erst ein wenig sp├Ąter dazu. Wir hatten eine sch├Âne Mischung aus deutschen und russischen Gerichten – V├Âlkerfreundschaft funktioniert beim Essen und Trinken nun immer noch am besten    zwinker

Da ich mich im Unterricht beim Thema „Hobby“ mal verquatscht habe und von meiner Affinit├Ąt zu B├Ąren berichtete, haben sich die Teilnehmer als Abschlussgeschenk etwas ganz Besonderes ausgedacht:

Ich fand das echt lieb! Ich bin der Meinung, dass dies nun eine wundervolle und sehr pers├Ânliche Erinnerung an meine Kursleiterzeit ist! Das B├Ąrchen wurde von der Schw├Ągerin eines Teilnehmers extra f├╝r mich erschaffen! Als ich mit Karlchen nach Hause kam, seufzte mein Mann zwar ganz tief, rollte aber nur ganz leicht die Augen, sodass der Kleine auch mit seinem Segen ins Apartamento OLCA einziehen durfte    standard    seinem Teddyblick kann doch einfach keiner widerstehen, oder?    zwinker

Nun beginnt auch f├╝r mich (zumindest am Donnerstagabend und am Wochenende) die unbeschwerte Sommerzeit, wobei ich ehrlich gestehen muss, dass es mir immer noch etwas komisch vorkommt, dass ich jetzt keine Unterrichtsvorbereitung mehr machen muss und mich nun jeden Abend mit Freunden und Bekannten verabreden kann. Ich denke aber, daran werde ich mich ganz schnell gew├Ânnen    standard



2019 16.
Jun

Endlich habe ich die Zeit gefunden, meine Quadrologie zu unserem Hawaii-Urlaub im Sommer 2018 abzuschlie├čen – nach den Teilen …

Unser Hawaii-Urlaub Teil 1 von 4

Unser Hawaii-Urlaub Teil 2 von 4

Unser Hawaii-Urlaub – Teil 3 von 4

folgt jetzt Teil 4 – viel Spa├č damit.

Maui war also unsere letzte Station bei diesem Inselhopping. Wir empfanden sie nach den bereits gemachten Erfahrungen als touristisch besonders gut erschlossen, daf├╝r aber auch am wenigsten hawaiianisch. Man hat auf der Insel zum Beispiel mehr „Bleichgesichter“ (sogenannte Haoles) wie wir es sind gesehen und nicht wie auf den vorherigen das braungebr├Ąunte, runde und strahlende Ureinwohnerl├Ącheln.

Auch auf dieser Insel waren wir sehr viel unterwegs. Dabei ist Maui fl├Ąchenm├Ą├čig lediglich 54 x 42 km gro├č, aber wir haben es wieder einmal geschafft, innerhalb von acht Tagen insgesamt 1173 km mit unserem Jeep abzufahren.

Unser B&B lag in Kihei (relaiv im S├╝den), hei├čt ÔÇ×SojournÔÇť und wird ganz liebevoll von Lila und James betrieben.

Beide sind vor Jahren vom Festland hierher gezogen, um vom gut entwickelten Tourismus zu profitieren und sich den Traum von immerw├Ąhrenden Sommer zu verwirklichen – das ist ihnen gelungen:

Dieses B&B hatte aber eine – besondern f├╝r amerikanische Verh├Ąltnisse – au├čergew├Âhliche Besonderheit, denn im gesamten Haus gab es keinen einzigen Fernseher. Nein, auch nicht auf den G├Ąstezimmern! Daf├╝r hatte man somit mehr als genug M├Âglichkeiten, immer wieder mit den Gastgebern und auch mit den anderen G├Ąsten ins Gespr├Ąch zu kommen. Besonders abends am Pool bzw. auf der Terrasse … vor allem bei den immer wieder atemberaubenden Sonnenunterg├Ąngen (s.o.):

Der Fr├╝hst├╝ckstisch wurde auch hier jedes Mal mit sehr viel Liebe gedeckt und das Essen war auch in diesem Haushalt stets ÔÇ×organicÔÇť

Der oben erw├Ąhnte Pool stand nat├╝rlich auch uns als G├Ąsten zur Verf├╝gung, aber wir haben lediglich nur ein einziges dieses Recht f├╝r uns beansprucht …

… denn wir waren nach wie vor viel viel lieber im Ozean baden:

James hat uns zudem seinen Lieblingsschnorchelplatz verraten – der Strand hei├čt ÔÇ×Secret BeachÔÇť und liegt ganz in der N├Ąhe unseres B&B und des sehr viel mehr bekannten sowie besuchten Poolenalena-Strand. Im Gegensatz dazu hat man am Secret Beach tats├Ąchlich fast kaum Menschen gesehen:

Deshalb wird ein Abschnitt dieses Strandes auch gern von FKK-Anh├Ąngern genutzt, was f├╝r uns, die im Osten Deutschlands beheimatet sind, nat├╝rlich gar kein Problem darstellte. Aber ich muss schon gestehen, das es schon ├Ąu├čerst ein spannendes Bild ist, einem nackten Mann bei seinen Yoga├╝bungen zuzusehen    zwinker

Wir waren hier aber viel mehr im Wasser als am Strand und erlebten dort eine wahre Schildkr├Âtenautobahn:

Die lebenden Panzer schweben n├Ąmlich vom Strand aus gesehen immer zwischen zwei ca. 100 m voneinander entfernten Felsformationen von rechts nach links und wieder zur├╝ck, wohl um immer mal zwischen den Mahlzeiten ein wenig Bewegung zu haben. Badende und Schnorchelnde haben sie dabei auf dem nur von Sand bedeckten Abschnitt so gut wie gar nicht beachtet:

So viel Ruhe hatte man an den hotelnahen Str├Ąnden im Norden der Insel dann nicht mehr, denn es tummelten sich f├╝r mein Gef├╝hl einfach viel zu viele Menschen im Wasser. An so einer ├╝berf├╝llten Stelle habe ich mal erfolglos versucht, einer auf mich zusteuernden Schildkr├Âte auszuweichen, denn ich hatte noch die H├Âhe der Strafe f├╝r das Ber├╝hren dieser Tiere gut im Kopf – somit schulde ich dem US-Bundesstaat Hawaii jetzt wohl 3000 USD:

Aber unseren vielen Fahrtkilometer haben wir nat├╝rlich nicht beim Schnorcheln gesammelt. Auf Maui gibt es eine sehr ber├╝hmte, 103 km lange Stra├če, welche die St├Ądte Kahului und Hana verbindet und den Namen ÔÇ×Road to HanaÔÇť tr├Ągt:

Auf dieser Strecke erwarten einen 54 Br├╝cken, 619 Haarnadelkurven und immer wieder jede Menge umwerfende Panoramablicke:

Da das Abfahren inzwischen zu einem ÔÇ×Must-seeÔÇť auf der Insel geh├Ârt, empfahlen uns Lila und James, die Strecke lieber in umgekehrter Richtung zu fahren, also von Hana nach Kahului und zum Teil auf unbefestigten Stra├čen. W├Ąhrend also der touri-guide-gesteuerte Normalo morgens im Uhrzeigersinn vom Norden der Insel in den Osten bis Hana und nachmittags dann die gleiche Strecke zur├╝ckgefahren ist, starteten wir unsere „Road to Hana“ morgens im S├╝den und sind immer gegen den Uhrzeigersinn durch Hana bis Kahului und durch die Inselmitte zur├╝ck zum B&B gefahren. Damit zuckelten wir eben nicht die ganze Zeit in einer Kolonne mit all den anderen Touristen – das war ein richtig guter Tipp! Wir konnten unterwegs so auch viel ungest├Ârter an vielen Stellen anhalten und uns das eine oder andere genauer ansehen.

Auf dieser Strecke gibt es zum Beispiel auch eine ganz tolle M├Âglichkeit, in einem Wasserfall zu baden. Man muss zudem nicht so wie wir auf Oahu zuerst viele Kilometer durch den Dschungel laufen, sondern erreicht nach nur ein paar Metern vom Parkplatz plus eine kleine Kletterpartie auf Felsbrocken die Alelele-Falls:

Ein wenig abseits der Hauptstra├če gibt es eine kleine Kirche namens ÔÇ×Palapala Hoomau Congregational ChurchÔÇť , welche 1864 gegr├╝ndet wurde:

Auf ihrem Friedhof fand der ber├╝hmte Pilot Charles Lindbergh, der 1927 im Alleinflug nonstop den Atlantik von New York nach Paris ├╝berquerte, seine letzte Ruhe:

Ebenfalls etwas abseits des Hauptwegs liegt der Red Sand Beach. Da wir aber noch einige Kilometer Autofahrt vor uns hatten, entschlossen wir uns kurzerhand nur zu einer Wanderung dorthin und dem obligatorischen Foto f├╝r meine „F├╝├če-im-Wasser-Galerie“. Den Fu├čweg dorthin hat man typisch amerikanisch mit einer Dangerous-Warnung versehen …

… doch f├╝r uns, die bereits das Dschungelabenteuer auf Oahu ├╝berlebt und viele Wanderungen in der S├Ąchsischen Schweiz hinter uns haben, war es wirklich nur ein 20-min├╝tiger Spaziergang:

Als wir aber an diesem bilderbuchhaften Strand ankamen, bereuten wir zutiefst, dass wir unsere Badesachen im Auto zur├╝ckgelassen haben. Carsten war deshalb so lieb und ist freiwillig die gesamte Strecke nochmals zum Wagen gelaufen, um unser Zeug zu holen. Es war wirklich eines der sch├Ânsten Badeerlebnisse des Urlaubs!

Drau├čen tobte zwar das Meer, aber die Wellen wurden durch vorgelagerte Felsen, welche den Bereich bis zum Strand zu einem nat├╝rlichen Becken machten, gebrochen – so hatte man ein tolles und mitunter kr├Ąftiges Wellenschauspiel vor Augen w├Ąhrend man dennoch im erfrischenden und recht ruhigen Wasser lag:

Unsere Road-to-Hana-Fahrt endete schlie├člich im beschaulichen St├Ądtchen Paia und bevor man zum Stadtzentrum kam, hatte man noch eine gute M├Âglichkeit, vom Felsen herab zahlreichen Surfern bei ihrem Warten und Wellenreiten zuzusehen:

Hier mal unsere erste gro├če Erkenntnis ├╝ber das Surfen im Allgemeinen: Um Geduld zu erlernen, muss man einfach mal mit dem Surfen anfangen, denn das Gros der Zeit verbringen die Surfer nur damit, auf die f├╝r sie in dem Moment perfekte Welle zu warten – aber es gibt sicherlich sehr viel Unangenehmeres:

An einem anderen Tag entdeckten wir genau an dem Strand einen fast komplett mit gro├čen schwarzen Steinen bedeckten Abschnitt. Und da die Leute diesen mit viel Hingabe fotografierten, kamen auch wir etwas n├Ąher heran und dann wussten wir warum: es war gerade eine Ruhestelle von mindestens 40 Schildkr├Âten!

Ja, nicht alles, was hier wie ein Felsen oder nasser Stein aussieht, ist auch einer …

Und es kamen sogar immer mehr an, nur leider hatten sie kaum eine Chance, noch ein gutes und trockenes Pl├Ątzchen zu finden. Manche davon lie├čen sich daraufhin wieder ganz langsam von den Wellen ins Meer hinausziehen:

Nachdem wir alle Br├╝cken passiert und alle Haarnadelkurven auf der „Road to Hana“ mit Bravour gemeistert haben …

… trieb uns der Hunger ins Zentrum von Paia. So landeten wir im ÔÇ×Paia Fish MarketÔÇť , was aber anders als der Name suggeriert kein Markt, sondern ein Schnellimbiss. Das Bier dort war sehr erfrischend und das Essen wird erst bei Bestellung zubereitet und ist somit ├Ąu├čerst frisch und auch ganz ganz lecker.

Wo wir mal wieder beim Thema Essen angelangt sind: da dies nun unsere letzte Station auf unserer Hawaii-Reise war, lie├čen wir uns an einem Abend f├╝r ein immer recht schnell ausgebuchtes Luau auf die Warteliste setzen. Ich war etwas besorgt, ob wir am Ende tats├Ąchlich drankommen w├╝rden, aber Lila meinte, dass es so gut wie immer klappt und ich vertraute ihren Worten. Eigentlich hatten wir ein solches Festessen im Freien, mit traditionellen Gerichten der Einheimischen und den dazugeh├Ârigen Tanzauff├╝hrungen schon auf Kauai und auf Big Island ins Auge gefasst, aber es hat sich irgendwie nie ergeben.

An diesem Abend mussten wir also mal unsere, inzwischen fast mit der Haut verschmolzenen Badesachen ablegen und zogen uns nach gef├╝hlten Monaten zum ersten Mal wieder gut b├╝rgerlich an:

Wir trugen sogar unsere „normalen“ Schuhe statt Badelatschen und Sandalen!

Die Veranstaltung fand im K├╝stenst├Ądtchen Lahaina statt und tr├Ągt einen stolzen Namen ÔÇ×Luau Feast At LeleÔÇť … Lele ist der fr├╝here Name von Lahaina. Ich muss sagen, es war ein wirklich luxuri├Âses Luau – mit einem fabelhaften Sonnenuntergang direkt am Strand …

… mit sehr gutem Essen und feurigen T├Ąnzen von den vier verschiedenen Regionen des Pazifiks: Hawaii, Tahiti, Samoa und Aotearoa (bei uns wohl eher unter dem Namen Neuseeland bekannt).

Erstaunlicherweise waren alle Getr├Ąnke, auch Spirituosen und alkoholische Cocktails, im Preis inbegriffen und ich habe dabei feststellen m├╝ssen, dass man beim Mixen mit dem Alkohol definitiv nicht gegeizt hat.

├ťbrigens, Lahaina haben wir noch ein weiteres Mal besucht, um am letzten Abend vor der Abreise dort zu essen. Diese kleine Stadt ist zweifelsohne ein sehr gut entwickeltes Touristenzentrum, das hat man sofort an den zahlreichen L├Ąden gesehen, die die Hauptstra├če der Stadt s├Ąumen und in denen man jede Menge Badesachen und Nippes f├╝r zu Hause kaufen konnte. Wir h├Ârten auch diesmal wieder auf die Empfehlung eines Ortskundigen und g├Ânnten uns eine, zugegeben etwas kostenintensive, aber daf├╝r sehr gute Henkersmahlzeit mit Blick auf den Ozean:

Ich habe vorletztes Jahr im Monterey Aquarium (Kalifornien, USA) eine Abalone als ein f├╝r mich ganz neues Wesen entdecken d├╝rfen und hier im ÔÇ×HonuÔÇť konnte ich diese Seeschnecke nicht nur meinem Zahn und im Mund f├╝hlen, sondern durfte auch noch die herrliche Perlmuttmuschel behalten. Auf die war ich wirklich sehr scharf, denn ich liebe Perlmutt!

Auf Maui konnten wir allerdings nicht immer ins Wasser springen wie es uns gefiel, denn es gab w├Ąhrend unseres Aufenthalts auf der Insel immer wieder mal eine Sturmwarnung auf Carstens Handy:

Der n├Ąchste Hurrikan hielt auf die Inseln zu und die H├Ąndler der zahlreichen Touri-Shops reagierten sofort: Olivia, so der Name dieses Wirbelsturms, war zwar noch gar nicht angekommen, aber die obligatorischen „I survived“-T-Shirts konnte man bereits kaufen:

Die Sonne lie├č uns auf Maui fast nie im Stich, aber in den h├Âheren Lagen der Insel kann das trotzdem auch mal ganz anders aussehen. Im Haleakala-Nationalpark (nebenbei erw├Ąhnt der einzige NP auf Hawaii, f├╝r den wir Eintritt zahlen mussten) waren wir sehr froh, dass wir unsere Fleecejacken immer griffbereit im Auto platziert hatten!

Nur um diese Anh├Âhe lag eine dichte Wolkendecke und somit war es dort im Allgemeinen ├Ąu├čerst k├╝hl, feucht und neblig:

Den dort beheimateten Rebh├╝hnern macht das offensichtlich genau so wenig aus wie die H├Âhe, in welcher sie ganz entspannt herumspazieren:

Auch die seltene, einheimische Pflanze mit dem Namen Silberschwert gedeiht dort pr├Ąchtig:

Uns war die Luft bzw. der Sauerstoffgehalt in einer H├Âhe von 3055 m doch etwas zu d├╝nn …

… so habe ich diesen Umstand anfangs ein wenig untersch├Ątzt und bezwang die etwa 40 Treppenstufen zu dieser Anzeige noch im Schweinsgalopp. Aber als ich dann oben ankam, blieb mir nicht nur wie gewohnt ein wenig die Puste weg, sondern komplett. An dem Tag habe ich verstanden, was man meint, wenn man einen Zustand als ÔÇ×atemlosÔÇť beschreibt. Ich h├Ątte nur zu gern Helene Fischer in dieser H├Âhe gesehen!   zwinker

Der von mir schon erw├Ąhnte Hurrikan Olivia schickte wie sein Vorg├Ąnger Lane (siehe Teil 2: Kauai) etliche Regenausl├Ąufer voraus, was uns zumindest die geplanten Wanderpl├Ąne in h├Âheren Lagen zunichte machte:

Das wurde selbst den sonst recht widerstandsf├Ąhigen K├╝hen zu viel und sie suchten noch ein relativ trockenes Pl├Ątzchen unter B├Ąumen:

Zum Gl├╝ck war der Tag der Abreise in Kihei ├╝berall wieder sch├Ân sonnig. Wir nutzten die Zeit bis zum Abflug in heimische Gefilde, um nochmals am Secret Beach Schnorcheln zu gehen. Es war ein absolut perfekter Abschluss!

Wir mussten nach vier Wochen allerdings nicht nur von tollen Menschen, traumhaft sch├Ânen Str├Ąnden, Abenteuern aller Art und im positiven Sinne einpr├Ągsamen Erlebnissen Abschied nehmen … Carstens Lieblingsreisesandalen, welche schon das Wasser und die Str├Ąnde von Bali, Miami und nun auch Hawaii hautnah miterleben durften, quittierten genau am letzten Urlaubstag bzw. sogar in den letzten Stunden vollst├Ąndig ihren Dienst und durften daher auf Maui bleiben:

Wir dagegen zwangen uns abends im Flughafen von Kahului wieder in unsere langen Jeans und traten die R├╝ckreise nach Dresden an. Aloha, Hawaii! Und Mahalo f├╝r diese wundersch├Âne Zeit!



2019 10.
Jun

Irgendwie hat es sich so ergeben, dass die Elbe in unserer verflossenen Woche eine sehr zentrale Rolle gespielt hat. Vor knapp zwei Jahren habe ich Carsten zum Geburtstag ganz uneigenn├╝tzig    zwinker    einen Gutschein f├╝r die Fahrt mit dem Elbe-Taxi geschenkt. Mein Mann machte f├╝r den vergangenen Mittwochabend einen Termin aus und so sa├čen wir schon eine gute Stunde vor der geplanten Abfahrt um 21:15 Uhr im Biergarten „F├Ąhrgarten Johannstadt“ … praktischerweise befindet sich die Anlegestelle von Elbe-Taxi n├Ąmlich direkt am Ufer davor. Es war ein lauer Sommerabend wie es im Buche steht – ein perfekter Auftakt f├╝r eine romantische Bootsrundfahrt!

Das Motorboot kam ├╝berp├╝nktlich an. Wir waren die einzigen G├Ąste und schon bald sa├čen wir bei einem vom Fahrer spendierten, gek├╝hlten Prosecco im Boot, um die Tour „Dresden @ Night“ zu beginnen. Zuerst ging es mit jede Menge Power von der Anlegestelle flussaufw├Ąrts bis zum Blauen Wunder.

Man glaubt gar nicht, mit wie vielen Insekten man pl├Âtzlich eine mehr als enge Bekanntschaft macht, wenn man so schnell auf dem Wasser unterwegs ist! So f├╝hlt sich also eine Windschutzscheibe    standard

Hinter der Br├╝cke, in der H├Âhe des „Schillergarten“ , wurde gewendet und dann tuckerten wir ganz gem├╝tlich flussabw├Ąrts Richtung der Dresdner Altstadt und somit diesem Sonnenuntergang entgegen:

Die Farben des heutigen waren wieder einmal einfach nur m├Ąrchenhaft! Wir konnten uns an diesen die ganze Fahrt lang nicht satt sehen …

Schon bald darauf folgte die Blaue Stunde und die Lichter der Stadt gingen nach und nach an.

Das Zusammenspiel des nat├╝rlichen und k├╝nstlichen Lichtes fanden wir ├Ąu├čerst harmonisch!

Wer schon mal abends in Dresden unterwegs war, wei├č, dass man von der barocken Skyline der Altstadt niemals genug haben kann, wenn man auf dem gegen├╝berliegenden K├Ânigsufer Posten bezogen hat. Von der Elbe aus hat man schon wieder einen ganz anderen Blick auf diese Sch├Ânheit – eine solche Kulisse hat uns beide sehr ber├╝hrt:

Ich kann diese Erfahrung wirklich nur w├Ąrmstens weiterempfehlen!

Wie ich schon eingangs schrieb, war das nat├╝rlich nicht unsere einzige Begegnung mit der Elbe in dieser Woche. Wir wollten die Gunst eines langen Pfingstwochenendes nutzen und haben f├╝r den Samstag einen Tagesausflug inklusive 20 km Wanderung zur Elbquelle geplant – vor allem, um danach noch zwei weitere Tage zur Erholung zu haben.

Im Januar konnten wir in Cuxhaven sehen, wo die Elbe in der Nordsee m├╝ndet – an dieser Kugelbake:

Nun also mal ans Ende unseres Hausflusses in die andere Richtung, denn die Quelle liegt im Nachbarland Tschechien. Von Dresden muss man mit dem Auto allerdings schon so ca. 3,5 Stunden Fahrzeit einplanen, um endlich via Bundesstra├čen und vielen Serpentinen zum Anfang des zur Elbquelle f├╝hrenden Wanderweges in der Stadt Spindlerm├╝hle im Riesengebirge anzukommen.

Gl├╝cklicherweise ist unsere Entscheidung ein Rundweg    standard    denn diese Hin- und Zur├╝cktouren damals auf Madeira waren nicht wirklich mein Fall – alles Rauf muss im Gegenzug auch wieder runter und umgekehrt und man bekommt eben nicht auf der gesamten Strecke immer nur Neues zu sehen. Hier ist das total anders. Man sieht auf dem Foto, dass die Wege der Strecke gut ausgebaut und ordentlich markiert sind:

Der Aufstieg ist zum Gl├╝ck nicht zu steil. Wir sind au├čerdem erst bei 1200 m H├Âhe gestartet und als h├Âchsten Punkt mussten wir 1484 m erklimmen, das Ende lag dann wieder bei 752 m … 

… und ja, wir haben bei der urspr├╝nglichen 25 km langen Wanderung etwas geschummelt und sind von der Spindlerm├╝hle zur Spindlerbaude ca. 5 km bzw. 450 H├Âhenmeter zuerst bequem mit dem Bus gefahren.

Zum Gl├╝ck gab es auf dem ausgesuchten Weg immer wieder die M├Âglichkeit, eine kleine Pause einzulegen und bei umwerfendem Weitblick einen Schluck Wasser zu trinken oder eine der mitgeschleppten Kleinigkeiten zu essen:

Je h├Âher wir kamen, um so h├Ąufiger hat man in der Umgebung Stellen entdeckt, wo auch noch im Juni Schnee zu sehen ist!

Die Vegetation in diesen H├Âhen entsprach ziemlich genau dem in der Schule m├╝hsam erworbenen Wissen: niedrig gewachsen und sehr robust:

Carsten meinte bei dieser Landschaft, dass sie ihn ganz stark zum einen an die L├╝neburger Heide und zum anderen an eine gro├čfl├Ąchig angelegte Landesgartenschau erinnert – ich gebe  ihm (ausnahmsweise) in beiden Punkten recht.

Die Elbquelle, welche sich ganz offiziell so nennen darf, liegt in einer H├Âhe von 1386 m. Eigentlich beginnen die Quellb├Ąche der Elbe schon ein paar hundert Meter abseits auf einer Wiese, aber da man sich in einem Nationalpark befindet und die vorgegebenen Wege nicht verlassen soll, hat man extra f├╝r die vielen Besucher eine etwas besser erreichbare Stelle als das eigentliche, sumpfartige Gebiet eingerichtet:

Hier ist der Beweis, dass ich es tats├Ąchlich bis dorthin geschafft habe    standard    und im Hintergrund sieht man die ersten Meter eines der gr├Â├čten Fl├╝sse Deutschlands mit insgesamt 1095 km L├Ąnge, wovon 727 km innerdeutsch sind:

Und ja, auch hier habe ich kurz meine F├╝├če ins Wasser gehalten    standard

Die Elbe ist an dieser Stelle wirklich noch ungewohnt schmal und zierlich:

Aber auf unserem R├╝ckweg haben wir schon einige B├Ąche gesehen, welche von der Seite dazukommen und ihr richtig viel Wasser hinzuf├╝gen. Bereits nach wenigen hundert Metern, welche den Beginn des Abstiegs markieren, hat die Elbe als Wasserfall bedeutend mehr Inhalt zu bieten:

F├╝r mich, die sonst eine Elbe immer nur als halbwegs breiten und gem├Ąchlichen Fluss in der S├Ąchsischen Schweiz, in Dresden und in Mei├čen sowie als ganz breiten Strom im Norden bzw. in Hamburg erleben konnte, ist es immer noch schwer zu realisieren, dass ich hier nun einen Rinnsal und einen lauten und st├╝rmischen Elbfall gesehen habe.

Bei dem zun├Ąchst 4 km langen und steilen Abstieg war man vom Flusslauf eine Zeit lang (leider) g├Ąnzlich voneinander getrennt:

Aber als dieser Abschnitt dann zu Ende war, haben wir eine schon um einiges breitere, wenn auch noch recht flache Elbe bewundern k├Ânnen, die in der Abendsonne einen richtig goldfarbenen Touch bekam:

Auf den letzten 5,5 km bis zum Parkplatz, wo unser Smart ganz brav einen ganzen langen Tag auf uns gewartet hat, sahen wir noch viel mehr Zufl├╝sse, die hineinstr├Âmten, und die Elbe somit weiter anschwellen lie├čen:

Der im tschechischen als Labe bezeichnete Fluss ist auf diesem Bild ├╝brigens links.

Am Ende dieser Wanderung meinte Carsten, dass er sich in seinem Leben noch mit keinem anderen Fluss derart intensiv gelebt hat: Besuch der Quelle im Riesengebirge, Besuch der Einm├╝ndung an der Kugelbake in Cuxhaven, Abschnitte in ├Üst├ş nad Labem, Dec├şn, der S├Ąchsischen Schweiz, Dresden, Radebeul, Mei├čen, Riesa, Torgau, Hamburg und Brunsb├╝ttel, zweimal (2002 & 2013) mit extremem Hoch- und unz├Ąhlige Male mit Niedrigwasser. Und da meine Orangenh├Ąlfte Ende Oktober dieses Jahres bereits sein 18. Umzugsjubil├Ąum feiern wird, hatte er inzwischen jede Menge Zeit, die Elbe von ihrer Entstehung bis zu ihrer Aufl├Âsung kennen zu lernen … zugegeben, ich auch    standard



2019 04.
Jun

Nach der Wikipedia-Definition ist „Quality Time“ die Zeit,  in der man seiner Familie und seinen Freunden besondere Aufmerksamkeit widmet. So gesehen hatte ich in der vergangenen Woche jede Menge Quality Time erleben d├╝rfen. Andrea kam am Montag f├╝r ein paar Tage in das Apartamento OLCA und da wir schon eine Weile nicht mehr ausgiebig miteinander quatschen konnten, holten wir das zum einen beim Sushi-Essen im „Tokyo-Kaiten-Sushi“ in der Innenstadt direkt am Montag und zum anderen im Rahmen eines Familientages am Donnerstag nach. Jener Donnerstag war n├Ąmlich Christi Himmelfahrt, ein deutschlandweit freier Tag. Insbesondere auch als Herren- oder M├Ąnnertag bekannt, wird er im Osten der Bundesrepublik allerdings gern von M├Ąnnern jeder Altersklasse dazu genutzt, in Gr├╝ppchen durch die Gegend zu ziehen und Bierprodukte sowie diverse kleine Schn├Ąpse zu vernichten. Da Carsten kein Alkohol trinkt und an einem solchen Zeitvertreib eh kein gro├čes Interesse hat, wurde es bei uns eben kurzerhand ein OLCA-Familientag … leider ohne Stephanie, die sich mit Freunden zu einem verl├Ąngerten Paintball-Wochenende inklusive Turnier verabredet hat. Nach einem gem├╝tlichen Fr├╝hst├╝ck in den eigenen vier W├Ąnden ging es f├╝r uns drei dann in den Gro├čen Garten zum Minigolfspielen. Das Wetter war ja an dem Tag spitzenm├Ą├čig!

Es spielten allerdings nicht nur Kinder und Frauen auf den 18 Bahnen    zwinker

Die Herren hinter Andreas R├╝cken waren mit 8 Spielern zwar zahlreicher als jede andere Minigolfgruppe, aber dennoch sehr umg├Ąnglich – sie fielen gar nicht mehr aus der Masse auf, wenn man denn mal endlich an ihnen vorbeigezogen ist (unsere Wege kreuzten sich auf dem Bahnen 6 bis 8).

In Bezug auf Minigolf kann ich nur eines sagen:  ich bin stets bem├╝ht …

… aber meine Familie wei├č dennoch meine spielerischen F├Ąhigkeiten realistisch einzusch├Ątzen    zwinker

Ich muss gestehen, dass ich gar keine Chance habe, hierbei einen Widerspruch einzulegen. Ich habe wie immer gedacht, dass der Gewinner die meisten Punkte haben muss … und die hatte ich mir auch diesmal wieder mit 87 Z├Ąhlern (von immerhin maximal 126 m├Âglichen: 6 Schl├Ąge + 1 Strafpunkt bei 18 L├Âcher) hundertprozentig gesichert    zwinker

Ich hoffe, dass ich wenigstens als Gewinnerin der Herzen gelten kann, denn meine Schl├Ąge haben am Ende nicht nur meine eigene Begleitung zum Grinsen gebracht, sondern auch zur Belustigung nebenan spielender Minigolfer beigetragen    standard     ja, auch die Herrengruppe wurde auf mich aufmerksam.

Nach der sportlichen Bet├Ątigung ging es dann weiter per Pedes zum Mittagessen in die Innenstadt.

Wir haben uns dort f├╝r das „Ontario“ entschieden, denn Steaks gehen in unserer Familie immer!

Der anschlie├čende Verdauungsspaziergang f├╝hrte uns ├╝ber die Br├╝hlsche Terrasse und am Altmarkt vorbei schlie├člich wieder zur├╝ck in den Gro├čen Garten. Am Ende unseres Ausflugs landeten wir in dem am Rande des Parks in diesem Jahr neu er├Âffneten Biergarten „Paul Rackwitz Neue Welt“ – wir hatten zwar keinen gro├čen Hunger mehr, aber es war einfach ein zu sch├Âner Tag, um so schnell wieder nach Hause in die eigenen vier W├Ąnde zu kommen.

Die Getr├Ąnke- und Speisekarte lie├č sich sehr gut lesen. Man merkte allerdings, dass heuer die erste Saison ist und das auch gerade mal am unmittelbaren (Sommer-)Anfang, denn das Bewirtungsteam muss sich noch sehr viel besser einspielen – aber f├╝r uns war es nicht wirklich schlimm, denn wir hatten es ja nicht eilig. Ich sch├Ątze trotzdem, dass wir diesen Biergarten noch einige Male besuchen werden. Sicherlich lassen sich die Fortschritte bei der Bestellung und dem Abholen dann auch schnell erkennen …

Ein anderes Highlight der Woche war f├╝r mich der Ausflug nach Polen am Samstag. Die Stadt Liegnitz, auf polnisch hei├čt sie Legnica, hat eine lange und recht ereignisreiche Geschichte vorzuweisen. Mir ist der Name beim Lesen einer alten Chroniken aufgefallen – ja, gelegentlich lese ich auch solche B├╝cher    zwinker
Im Jahr 1241 fand bei Liegnitz eine gro├če Schlacht zwischen dem mongolischen Heer und einer deutsch-polnischen Streitmacht statt. Die Armee der Goldenen Horde (damals auch Tataren genannt) war st├Ąrker und konnte diese Schlacht am Ende siegreich f├╝r sich entscheiden. Dennoch hat Batu Khan danach nicht noch weitere Teile Westeuropas angegriffen und erobert, sondern kehrte ab dieser Stelle einfach wieder um – warum dies geschah, wei├č bis heute keiner genau. Als m├Âgliche Antworten liest man, dass sie einen neuen Anf├╝hrer w├Ąhlen wollten oder auch, dass sie vom Mut der deutschen und polnischen Krieger derart beeindruckt waren, dass sie ihre ├╝brig gebliebenen K├Ąmpfer schonen wollten.

Soviel aber zum Grund meines Interesses an diesen Ort. Es hat sich dazu noch ergeben, dass sowohl Anna als auch Julia an diesem Tag nichts weiter geplant hatten und somit recht spontan mitkommen wollten. Man f├Ąhrt zudem von Dresden nur ca. zwei Stunden dorthin – also ein perfekter Tagesausflug.

Die Stadtarchitektur ist eine Mischung aus Historischem und Sozialistisch-Modernem:

Diese Mischung gilt aber leider auch f├╝r den Markt bzw. den alten Stadtkern:

Auf der rechten Seite des Bildes sieht man ├╝brigens das Haus „Unter dem Wachtelkorb“ , das Geb├Ąude stammt aus dem 16. Jahrhundert und man erkennt es leicht an dem runden Erker mit zwei Etagen sowie an der mit Sgraffiti reich verzierten Wand.

Ebenfalls sch├Âne und sehr beeindruckende Sgraffiti gibt es an der Fassade des ehemaligen Scholz-Hauses:

Diese Art von Wandschmuck ziert auch eines der sogenannten Heringsbuden am Markt, aber leider kann man es auf dem Bild nur schwach erkennen (das f├╝nfte Haus), aber ich verlasse mich da einfach auf eure Vorstellungskraft    zwinker

Wir besuchten au├čerdem noch das Piastenschloss:

Heutzutage beherbergt es nur noch B├╝ros und Verwaltungsr├Ąume, deshalb hat man jetzt dort kaum noch Glanz und Gloria zum Anfassen.

Sehr ├╝berrascht hat es mich, im ansonsten sehr katholischen Polen eine evangelische Kirche, die Liebfrauenkirche zu sehen, die dazu noch einen farblich etwas au├čergew├Âhnlichen Innenausbau vorweisen kann:

Es war wirklich alles sehr interessant, aber eigentlich war es noch nicht das, weshalb ich urspr├╝nglich in diese Gegend wollte. Daf├╝r mussten wir noch ca. 10 km gen Osten fahren, um in das Dorf Legnickie Pole zu gelangen. Dort besuchten wir in der gotischen Dorfkirche das Museum der Schlacht von Wahlstatt:

Die Ausstellung ist klein aber fein und dazu noch gleich in mehreren Sprachen – auch in Deutsch.

Man kann zwar auch noch auf den Turm hochgehen, aber von dort l├Ąsst sich die Umgebung leider nur von Innen durch ein paar kleinere Fenster ansehen. Allerdings sind beim Aufstieg an den W├Ąnden jede Menge Fotos zu entdecken, welche die Geschichte der l├Ąngste vergangenen Tag noch etwas lebendiger machen – Freunde von „Ritterspielen“ und dem Nachstellen von Schlachten in Originalkost├╝men sei Dank:

Gegen├╝ber der kleinen Museumskirche befindet sich die Kirche zum Heiligen Kreuz und St. Hedwig von Schlesien,  welche einst ein Benediktiner-Kloster war:

Wir haben das gro├če Gl├╝ck gehabt, dass wir zwischen zwei hintereinander stattfindenden Hochzeiten kurz hineingehen konnten – es w├Ąre auch zu schade gewesen, wenn wir diese ├╝ppigen Fresken von Cosmas Damian Asam nicht gesehen h├Ątten!

Wir fanden seine Art der Malerei bereits vor Jahren, w├Ąhrend unseres Besuchs in der Asamkirche in M├╝nchen, wundersch├Ân.

Nach so vielen Eindr├╝cken und Herumlaufen hatten wir Hunger und kehrten in der von der Mitarbeiterin des Museums empfohlenen Gastst├Ątte im Hotel Dworek ein. Ich war etwas ├╝berrascht, dass in der Speisekarte Reibekuchen bei den Fleischgerichten standen – allerdings mit dem Zusatz „ungarischer Art“ … meine Neugier hat am Ende wie immer gesiegt und nach der Bestellung hatte die L├Âsung vor mir stehen:

Der sogenannte Ungarische Reibekuchen f├Ąllt ganz sch├Ân gro├č aus und ist sehr gro├čz├╝gig mit Paprika-Gulasch gef├╝llt. Lecker war es auf jeden Fall! Carsten nahm das Schnitzel mit Spiegelei und unsere Begleitungen haben sich f├╝r das in Polen sehr bekannte Gerichte Pierogi entschieden:

Am bezauberndsten fanden wir alle allerdings die „Freikarten“ f├╝r den ansonsten kostenpflichtigen Besuch der Toilette – diese Zettel mit Stempeldrucken waren wirklich f├Ąlschungssicher    zwinker

Es gab pro Kunde der Gastst├Ątte je ein Zettel und alle anderen WC-Suchenden mussten bei der Toilettenfrau f├╝r ihre Bed├╝rfnisse bar bezahlen.

Mit einem Schmunzeln und vollen B├Ąuchen rollten wir dann vergn├╝gt wieder nach Hause. Da der Sommer es jetzt wohl endlich auch nach Dresden schafft, sch├Ątze ich, dass nun noch jede Menge Quality Time mit unseren Freunden Einzug in unseren Alltag halten wird. So soll es doch auch sein, oder?



2019 19.
Mai

Der Monat Mai hat sich bislang zwar recht k├╝hl und vergleichsweise bew├Âlkt gezeigt, aber das tat unserem Freizeitspa├č dennoch keinen Abbruch. Nat├╝rlich legt man als Arbeitnehmer sehr gerne einige Erlebnisse lieber auf ein ganzes Wochenende, als nur auf ein kleines Vergn├╝gen am vergleichsweise kurzen Feierabend … das gilt f├╝r uns in erster Linie bei Treffen mit Leuten und den damit ggf. verkn├╝pften Kurztrips. Als uns Jesus, welchen wir letztes Jahr ├╝ber Couchsurfing in Miami kennenlernten, im Dezember in Dresden besuchte, haben wir gleich das erste Mai-Wochenende f├╝r ein Gegentreffen seiner neuen Wahlheimat eingeplant. Er wohnt jetzt seit etwa einem Jahr in Frankfurt am Main, da er ein Arbeitsvisum f├╝r Deutschland bekam und dort seinem Beruf im Bankenumfeld am besten nachkommen konnte. Da sowohl Carsten als auch ich von Frankfurt bislang au├čer der Messe und dem Flughafen kaum etwas anderes gesehen haben, waren wir nat├╝rlich sehr gespannt, was die Stadt sonst noch so zu bieten hat. Was soll ich sagen – wir sind sehr positiv ├╝berrascht worden!

Eines der sch├Ânsten Erlebnisse war eine Stadtf├╝hrung, die von Frankfurt Free Walking Tour angeboten wurde. Unser Tourguide hie├č Jenna … 

… und sie hat uns trotz des immer wieder aufs Neue einsetzenden Regens durch einige interessante Ecken der Stadt gef├╝hrt, auf die wir sonst sicherlich nicht aufmerksam geworden w├Ąren.

Wir waren eine durch und durch sehr bunt gemischte, aber sehr lockere Gruppe und Carsten witzigerweise der einzige Deutsche von uns allen:

Wir konnten uns unterwegs immer wieder mit den anderen Teilnehmern aus USA, Gro├čbritannien, Schweiz, Bosnien, Singapur, Schweiz, Indien, Wei├čru├čland, Ru├čland und Brasilien ├╝ber alles M├Âgliche austauschen und hatten trotz der Sprachenvielfalt sehr, sehr viel Spa├č miteinander. Am Ende haben wir uns sogar mit dem jungen Inder Nishant (2. v. r.) angefreundet und fast den gesamten restlichen Tag zusammen verbracht:

Den alten Kern der Innenstadt, genauer gesagt den R├Âmerplatz mit seinen besonders kunstvollen Fachwerkh├Ąusern und einem majest├Ątischen Rathaus, fanden wir auf Anhieb sehr sympatisch:

Der Platz hat allerdings auch eine, geschichtlich betrachtet, traurige Stelle:

Bei den dort auf den Buchseiten aufgef├╝hrten Schriftstellern sind ├╝brigens auch zwei aus Dresden mit dabei: Ludwig Renn und Erich K├Ąstner.

Eine weitere, f├╝r Deutschland historisch sehr bedeutende St├Ątte, welche uns Jenna zeigte, war die Paulskirche. Dort tagten im Jahre 1848 sowohl das Deutsche Vorparlament als auch die Deutsche Nationalversammlung, bei der die Fragen bez├╝glich einer Deutschen Verfassung, dem Aufbau des Staates und auch die Ausdehnung des k├╝nftigen deutschen Reiches vereinbart wurde.

Bei unserer z.T. alternativen Stadtf├╝hrung steuerten wir auch ein paar historisch nicht so bedeutenden Anlaufpunkte an, die aber genau so zu Frankfurt dazugeh├Âren, wie die Gr├╝ne So├če … dazu sp├Ąter mehr. Wie lernten dabei eben auch etwas ├╝ber die Drogenszene und die mitunter sehr erfolgreichen Gegenma├čnahmen (Stichwort: Dr├╝ckerstuben) und das nicht gerade kleine Rotlichtviertel der Stadt:

Bezeichnenderweise liegt dieses ganz nah am Bankenviertel und wie man so erfahren hat, wird hier wohl ausgerechnet zur Mittagszeit der gr├Â├čte Umsatz erzielt – ein Schuft, wer B├Â(r)ses dabei denkt …

Zudem gibt es in Frankfurt so einige Spidermanfiguren an den Fassaden und auf den D├Ąchern zu entdecken: mal in seiner klassischen Gestalt …

… oder durchaus auch als Venom (schwarz statt rot), wie hier auf dem Vordach der „Bar ohne Namen“ :

Aber all das ist nur ein Bruchteil der F├╝hrung gewesen – um alles dar├╝ber zu erfahren, kann ich jedem eine solche Tour durch die Stadt nur sehr ans Herz legen, denn man erf├Ąhrt unter anderem noch, wo das Geburtshaus von Goethe steht, warum auf der Dachspitze vom Frankfurter Rathaus eine Katze sitzt, welche Rolle Kaugummis bei der Stadtentwicklung gespielt haben und wozu die oben erw├Ąhnten Drogenkonsumr├Ąume gut sind bzw. was damit erzielt wurde.

Nach dieser ca. 2,5 Stunden langen Tour folgten wir sehr gerne der Restaurantempfehlung von Jenna, um auch noch das klassische Gericht aus dieser Gegend probieren zu k├Ânnen: Frankfurter Gr├╝ne So├če und nat├╝rlich dem allseits bekannten Apfelwein (Ebblewoi). Die Apfelweinwirtschaft „Dax“ befindet sich in Sachsenhausen, DEM Kneipengebiet der Stadt, und l├Ądt in urgem├╝tlicher Atmosph├Ąre zum Sitzen, Essen und Trinken ein.

Zur „Grie So├č“, dem kalten Sieben-Kr├Ąuter-Mix, haben Carsten, Jesus und ich jeweils ein Schnitzel genommen, Nishant entschied sich f├╝r die vegetarische und eigentlich sehr viel urspr├╝nglicheren Zusammenstellung mit gekochten Eiern. Beide Variationen sind ├Ąu├čerst lecker!

Am darauffolgendem Tag haben wir auf den Rat von Maria, der Freundin von Jesus, geh├Ârt und sind, obwohl urspr├╝nglich ein Verlassen Frankfurts nicht geplant war, mit den beiden im Auto zum ca. 70 km entfernten R├╝desheim aufgebrochen. Bereits auf dem Weg dorthin waren Carsten und ich von der Sch├Ânheit des Rheintals sehr angetan – vor allem die Menge an Burgen und Burgruinen hat uns sehr ├╝berrascht. Wir wollten unbedingt zur Loreley, denn wenn man schon einmal in dieser Gegend ist, muss man diesen Felsen einfach gesehen haben!

Die Loreley selber sitzt allerdings nicht wie man erwarten k├Ânnte dort oben, sondern unten, direkt am Rhein – ganz vorne auf der Spitze der Hafendamm-Mole bei St. Goarshausen (am Ende der Landzunge links im Bild):

Von dort war der Rhein nat├╝rlich im Nu zu erreichen und ich konnte der Versuchung, meine F├╝├če ins Wasser einzutauchen, einfach nicht widerstehen. Das Beweisbild gibt es wie immer in meiner F├╝├če-im-Wasser-Fotosammlung    standard

Auf dem R├╝ckweg fuhren wir f├╝r einen weiteren Zwischenstopp nach R├╝desheim. Diese Stadt ist touristisch voll und ganz erschlossen, wie wir beim Schlendern durch die gerade mal 2 m breite Drosselgasse und die benachbarten Str├Ą├čchen und G├Ąsschen schnell feststellen mussten. Nippes und Tand aus ganz Deutschland (z.B. Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald, Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge und Diverses aus Bayern) wird hier dem internationalen Publikum zum Kauf angeboten, sodass uns pers├Ânlich sogar ein wenig der direkte Bezug zum Rheintal und der Weinregion fehlte – hier kann man sich f├╝r die Lieben daheim gleich mit allem eindecken, was man sicherlich sonst nur m├╝hsam auf einer Fahrt durch alle 16 Bundesl├Ąnder zusammenklauben k├Ânnte:

Zum Gl├╝ck waren wir aber noch weit au├čerhalb der Saison, denn ich kann mir vorstellen, dass es hier in der Sommerzeit von Touris nur so wimmelt. Obwohl die H├Ąuschen und L├Ąden mitunter sehr h├╝bsch sind, wenn auch zum Teil inzwischen etwas abgerockt, waren wir mit der Besichtigung doch recht schnell fertig, denn inzwischen forderten Hunger und Durst ihren Tribut. Maria hat deshalb ein Abendessen auf dem „Weingut Magdalenenhof“ vorgeschlagen und wir als Ausw├Ąrtige haben uns voll darauf eingelassen. Bereut haben wir nix, denn die Empfehlung war echt klasse! Maria, Jesus und ich g├Ânnten uns zu dritt diesen Testkreisel der dortigen Weine:

Gl├╝cklicherweise haben sich unsere Geschmacksknospen auf unterschiedliche Weine gefreut und so waren wir uns nach kurzem Nippen von allen Gl├Ąsern sehr schnell einig, wer was am liebsten trinkt. Das Essen war aber auch sehr lecker und die K├Ąseplatte f├╝r zwei Personen war einfach genial – f├╝r 17 Euro ├Ąu├čerst ├╝ppig und vielf├Ąltig:

Erst am Montag sind Carsten und ich wieder zur├╝ck nach Dresden gefahren, denn Dank unserer ├ťberstunden konnten wir den gesamten Tag f├╝r eine v├Âllig entspannte R├╝ckreise gen Osten freimachen. Unsere Arbeitswoche war dadurch nat├╝rlich k├╝rzer und das n├Ąchste Wochenende fing f├╝r uns bereits schon gleich am Freitagabend wieder mit einen kleinen Event an. Lars Hitzing, einer der Phrase4– Stammautoren, hat ein neues Buch ver├Âffentlicht. So planten wir am 10. Mai im kleinen, sehr liebevoll ausgestatteten Buchladen Shakespeares Enkel die Premiere seines neuen Kurzgeschichtenbands „Destiller’s Edition“ ein.

Nat├╝rlich wurden ein paar Geschichten daraus vorgelesen und einige davon habe ich bereits im Rahmen der Phrase4-Leseb├╝hne geh├Ârt. Die Frau zur Lars‘ Linken ist ├╝brigens Katharina Salomo, seine Verlegerin:

Es war ein sehr vergn├╝glicher Abend mit guten Storys, interessanten Gespr├Ąchen nach der Lesung der vier ausgew├Ąhlten Geschichten und auch einigen Gl├Ąsern mit leckeren Quittenwein aus der kleinen Eckkneipe gegen├╝ber    standard

Am darauffolgenden Samstag wollten Carsten und ich an einer Igeltour teilnehmen, die am Dr.-K├╝lz-Ring in der Innenstadt beginnen sollte. Wir waren zwar zusammen mit weiteren 10 Interessierten rechtzeitig an Ort und Stelle, doch am Ende fehlte die Tourleiterin. Das war uns noch nie passiert! Nachdem wir alle ganz brav eine gute halbe Stunde auf die Frau gewartet haben, sind wir leicht entt├Ąuscht auseinander gegangen. Immerhin hatten wir aber supersch├Ânes Wetter und wir entdeckten auf dem Altmarkt einen kleinen Fr├╝hlingsmarkt, welcher weit sichtbar durch einen in den blauen Himmel ragenden Maibaum angek├╝ndigt wurde:

Dort schlenderten wir etwas herum und auf der Prager Stra├če entdeckten wir auch noch, dass dort gerade die 1. Dresdner Bierb├Ârse erneut zum Herumlaufen und Verweilen einlud. Zur Mittagszeit war es mir f├╝r ein Bier noch etwas zu fr├╝h, aber obgleich dieses neuen Wissens kehrten wir am Nachmittag nochmals mit Kerstin ganz spontan dorthin zur├╝ck. Eigentlich hatten wir uns nur zum Kaffee verabredet, aber um das sch├Âne Wetter so richtig ausnutzen zu k├Ânnen, liefen wir zu dritt noch einmal an den St├Ąnden der beiden M├Ąrkte vorbei. Carstens Interesse lag wie ├╝blich eher beim Essen …

… w├Ąhrend ich mich mit den Schottischen Biersorten besch├Ąftigt habe. Das Getr├Ąnk auf dem Tisch (s.o.) ist Scottish Brown Ale. Die andere Sorte (s.u. rechts) hie├č Belhaven Stout und war wirklich-wirklich dunkel!

Wie man unschwer erkennt, l├Ą├čt Carstens Cola die Sonnenstrahlen noch durch, bei meinem Stout hat das nicht mehr funktioniert    standard
Wir hatten alle unseren Spa├č dort und wurden auch kulinarisch je nach Geschmack f├╝ndig.

Aber das noch laufende Wochenende ist (endlich mal) g├Ąnzlich ereignislos und so komme ich wenigstens heute dazu, einmal ├╝ber die zwei davor liegenden zu berichten    zwinker    f├╝r die kommenden Wochen und Wochenenden haben sich schon wieder viele Termine bei uns eingefunden – dazu aber erst sp├Ąter an dieser Stelle mehr.



2019 11.
Mai

Vor Wochen haben wir an beide Kinder die Frage gestellt, ob sie ein gemeinsames Osterwochenende einplanen w├╝rden. Als dies mit nachvollziehbaren Begr├╝ndungen verneint wurde, suchten Carsten und ich nach einer alternativen Besch├Ąftigung und beschlossen, die vier kombinierbaren, arbeitsfreien Ostertage (Karfreitag bis Ostermontag) f├╝r eine weitere Tour durch Europa zu nutzen. Schlie├člich gibt es ja noch so viele Reiseziele auf unserer Wunschliste, die endlich mal besucht werden m├Âchten. Nach Sichtung dieser fiel die Entscheidung kurzerhand auf Belgien und als Stadt w├Ąhlten wir Br├╝ssel plus Antwerpen im Rahmen eines Tagesausflugs, weil es nur ca. 55 km entfernt liegt.

Auf unserem Arbeitszeitkonto gab es zudem noch ausreichend ├ťberstunden, um den Mittwochnachmittag und den ganzen Donnerstag frei zu nehmen. Daher verlie├čen wir schon am 17. als Mittagskinder (f├╝r die Nicht-DDRler: gegen 12:00) die Arbeit und machten uns mit dem Suzuki schnellstm├Âglich auf die A4 in Richtung Chemnitz auf. F├╝r den gesamten Weg bis nach Br├╝ssel – immerhin fast 800 km – war es allerdings schon zu sp├Ąt und somit haben wir im Vorfeld f├╝r einen geplanten Zwischenstopp ein Zimmer im Ibis Budget Essen-Nord gebucht. Warum ausgerechnet dort, da es zudem etwas abseits der direkten Route zwischen Dresden und Br├╝ssel liegt ? Nennen wir es mal Sehnsucht … das Abendessen gab es in der Pizzeria „Bei Salvatore“ , welche zu Carstens Schulzeit quasi das Stammlokal f├╝r einen gro├čen Salatteller war. Inzwischen kann ich meinem Mann aber beipflichten, dass es dort mit Abstand neben einem ├╝ppigen und ├Ąu├čerst leckeren Salatmix eben auch die besten Pizzabr├Âtchen mit selbstgemachter Knoblauchbutter gibt.

Am Donnerstag ging es nach einem ebenfalls nostalgisch beeinflussten Fr├╝hst├╝ck in einer der zahlreichen Filialen der B├Ąckerei D├Âbbe (lecker Ei-Br├Âtchen !) dann auf direktem Weg gen Br├╝ssel. Das Osterwetter in Belgien war gl├╝cklicherweise genau so sommerlich wie in Deutschland und wir konnten uns bei strahlendem Sonnenschein so vieles in der Stadt ansehen.

Selbstverst├Ąndlich auch das weltweit bekannte Manneken Pis – den pinkelnden Jungen. Um diese nur ca. 60 cm gro├če Bronzeskulptur zu sehen, musste man sich allerdings schon mit viel M├╝he einen guten Platz zwischen den unz├Ąhligen Touristen erobern, die genauso wie wir das wohl meist erw├Ąhnte Wahrzeichen von Br├╝ssel fotografieren wollten:

├ähnlich voll war es auch in der engen Gasse beim Jaenneke Pis – dem ebenfalls Wasser lassenden M├Ądchen:

Dagegen war beim wesentlich dezentraler aufgestellten Zinneke Pis, dem Hund mit hochgehobenen Bein, kaum ein Besucher zu sehen:

Weitere Orte, welche bei einem Abstecher nach Br├╝ssel gesehen werden m├╝ssen, sollen nun in Wort und Bild folgen. Dazu geh├Ârt zweifelsohne der K├Ânigspalast. Wir haben diesen zwar nur von Au├čen betrachtet, was aber auch ziemlich imposant war:

Ein anderes Bauwerk der Stadt hat uns obgleich seiner Gr├Â├če und Gestaltung recht unerwartet beeindruckt: der Triumphbogen im Jubelpark:

Dieser ist mit seiner oben aufgesetzten Quadriga ca. 50 m hoch, w├Ąhrend das uns wesentlich bekanntere Brandenburger Tor in Berlin gerade einmal eine H├Âhe von 26 m hat. Diese doppelte Gr├Â├če schindet schon ganz sch├Ân Eindruck, wenn man erst einmal davorsteht.

Wir besuchten auch das sehr modern hochgezogene EU-Viertel, denn man m├Âchte ja schon mal gerne sehen, wo ein Teil unserer Steuern versackt    zwinker

Vom Parlamentarium, dem Besucherzentrum des EU-Parlaments, haben wir uns allerdings sehr viel mehr an Informationen zur EU samt deren Entwicklung (EG -> EU) und Geld (ECU -> Euro) erhofft, als wir am Ende bekommen haben. Wir sind nach der Stunde darin jedenfalls um eine weitere Erkenntnis reicher geworden: Zu viel Multimedia in einer Ausstellung kann am Ende auch daneben gehen … man h├Ątte unserer Meinung nach sicherlich vieles besser und interessanter gestalten k├Ânnen. Zum Gl├╝ck war der Eintritt kostenfrei.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt zu sehen, hat uns trotz der gro├čen Menschenmenge weitaus mehr Spa├č gemacht: der Grand Place / Grote Markt ist im positiven Sinne des Wortes einfach ├╝berw├Ąltigend! Allein die Zunfth├Ąuser sind ├Ąu├čerst schmuck:

Und wenn man sie dann auch noch samt Erkl├Ąrb├Ąr-Text aus dem Internet sehr viel genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt man an deren Fassaden Symbole, welche auf die jeweilige Zunft der damaligen Epoche hinweisen. Wundert es jemanden von euch, dass z.B. das Haus der Zunft der Kr├Ąmer ausgerechnet ein Fuchs schm├╝ckt?

Weitere Symboliken w├Ąren u.a. Schubkarren = Zunft der Lebensmittelh├Ąndler, W├Âlfin = Zunft der Bogensch├╝tzen, Schwan = Zunft der Fleischer, Windm├╝hle = Zunft der M├╝ller und Zinnkrug = Zunft der Zimmerer und Wagenbauer. Wer mal selbst nach Br├╝ssel m├Âchte, kann gerne bei mir die komplette Liste samt Hausnummern abfragen.

Das Br├╝sseler Rathaus, welches ebenfalls auf diesem Platz steht, ist in der Nacht sogar noch imposanter als tags├╝ber – seine Beleuchtung ist sehr gut durchdacht und einfach hervorragend!

Wir w├Ąren abends vielleicht nicht mehr auf dem Platz gewesen, wenn der Zufall und das gl├╝ckliche H├Ąndchen von Kerstin aus Wiesbaden nicht im Spiel gewesen w├Ąren    zwinker    denn Dank ihres Hinweises hat uns ihr Arbeitskollege Daniel, welcher gerade ebenfalls mit seiner Freundin die Osterzeit in Belgien verbrachte, kontaktiert und wir haben uns sehr schnell auf einen Treffpunkt f├╝r ein Bierchen geeinigt. Ich kenne sowohl Kerstin als auch Daniel aus meiner Plastikkartenzeit und sie geh├Ârten von Anfang an zu meinen Lieblingskunden, einfach weil wir uns dienstlich und privat schon immer sehr gut verstanden haben. An dem Abend a├čen und tranken wir uns vom urspr├╝nglichen Treffpunkt im Restaurant „Chez Leon“ mit traditioneller, belgischen K├╝che ├╝ber das „Delirium Cafe“ mit belgischem Bier in allen erdenklichen Brauvarianten bis eben nach Einbruch der Dunkelheit ins „Le Roy d’Espagne“ am Grote Markt.

Wie man zweifelsfrei erkennen kann, hatten wir einen fabelhaften Abend zu viert    standard

Nat├╝rlich durfte bei unseren Streifz├╝gen der Abstecher zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt nicht fehlen:

Genau, es ist das Atomium    standard    wobei wir uns hier nicht nur mit der Au├čenansicht begn├╝gt haben, sondern auch trotz langer Warteschlangen das Innere erkunden wollten. Man kann einen Teil der G├Ąnge und Kugeln mit je 18 m Durchmesser zu Fu├č ablaufen, sich mit der Geschichte des 102 m hohen Bauwerks vertraut machen und unter anderen auch einige faszinierende und mit Elektromusik kombinierte Lichtinstallationen bewundern. ├ťber das Einreihen in einer weiteren Schlange gelangt man zum Abschlu├č via Aufzug direkt in die oberste Kugel, von wo aus man einen prima Ausblick auf die etwas entfernte Skyline, auf das ehemalige Weltausstellungsgel├Ąnde von 1935, auf das Expo-Gel├Ąnde von 1958 und ├╝ber das mittlerweile recht vielf├Ąltig genutzte, riesengro├če Gesamtgel├Ąnde hat.

Unter anderem sieht man von dort auch den Park Mini-Europa, welcher direkt zu F├╝├čen des Atomiums liegt und zu dem wir gl├╝cklicherweise ein Kombiticket erworben hatten … also auf zu einem Ausflug nach Europa im Miniaturformat:

Wer diesen Park besucht, sollte unbedingt auf die vielen Kleinigkeiten achten, sonst entgehen euch wom├Âglich ein paar interessante Details, welche rund um die ber├╝hmteste Bauwerke der EU-L├Ąnder positioniert sind, wie z.B. Sherlock Holmes & Dr. Watson auf der Jagd nach Prof. Moriarti:

Man kann dort unter anderem auch in verschiedene Rollen bzw. Kost├╝me schl├╝pfen – was sagt ihr zu meinem Mann als Soldat der britischen Grenadier-Garde?

Wer uns kennt wei├č, dass wir uns immer auch gerne neben der ├╝blichen Touristenpfade bewegen wollen. In Br├╝ssel war es f├╝r uns die in der gesamten Stadt verteilte Comic Strip-Route. Da die Belgier neben den Franzosen jede Menge zur europ├Ąischen und mitunter weltweiten Comic-Kultur beigetragen haben, ist die Huldigung in Form von fassadenf├╝llenden Strips der jeweiligen Comic-Helden nicht weiter verwunderlich. Unser erstes Fundst├╝ck dieser Route hei├čt „Oh! Lieve hemel“ , was man nat├╝rlich mit „Du lieber Himmel“ ├╝bersetzt:

Es gibt aber auch Figuren aus sehr viel bekannteren Comics, wie z.B. Tim & Struppi, Asterix & Obelix, Stups & Steppke, Spirou & Fantasio, Marsupilami, Gaston oder wie auf dieser Fassade mit einer Szene aus „Lucky Luke“:

Man beachte das eingearbeitete Atomium im Hintergrund    standard

Auf einem anderen Bild hat man die Umgebung ebenfalls wunderbar integriert. Die derzeit einger├╝stete Kuppel geh├Ârt zum Justizpalast, spielt aber im Comic ebenfalls eine sehr wichtige Rolle:

Mein pers├Ânliches Favorit dieser Route wurde der wei├če Hund Cubitus (hier als Manneken Pis), welcher wahrscheinlich nicht nur f├╝r mich irgendwie doch sehr b├Ąrig aussieht    zwinker

Qualitativ hochwertige Wandmalereien spielen in Br├╝ssel ├╝berhaupt eine gro├če Rolle, egal ob an den Fassaden …

… oder als ein Teil der Inneneinrichtung, wie hier im Restaurant „Le Bugatti“ :

Da ist es f├╝r mich nicht weiter ├╝berraschend, dass die Br├╝sseler ihren Stolz auf ihre Stadt ebenso in gemalter Form verk├╝nden    zwinker

Der Ausflug nach Antwerpen war ebenfalls sehr interessant und kurzweilig. Auf dem Grote Markt gab es auch in dieser Stadt wundersch├Âne, sehr stylischen Geb├Ąude aus l├Ąngst vergangener Zeit:

Noch wichtiger ist auf dem gleichen Platz allerdings der Brabobrunnen:

Die obere Figur zeigt den Stadtheld Silvius Brabo und wie man sofort erkennen kann, wirft er gerade eine abgehakte Hand weg. Der ├ťberlieferung nach leitet sich der Name der Stadt Antwerpen eben genau von diesem „Hand werfen“ ab und bezieht sich dabei auf eine Legende, in welcher Brabo einen Riesen besiegt. Der Riese hat am Ufer des Flusses Schelde von allen Vorbeifahrenden Wegzoll verlang und wer es nicht bezahlen konnte, b├╝├čte bei dem gierigen Druon Antigon seine rechte Hand. Letztendlich bek├Ąmpft Brabo den Riesen und was mit der Hand des Unterlegenden passiert, sieht man ganz deutlich an jener Bronzeplastik.

Eine andere Skulptur diese Stadt bezieht sich auf das Buch „Ein Hund von Flandern“ und zeigt den Jungen Nello mit seinem Hund Patrasche:

Die beiden sind wirklich sehr s├╝├č, aber die dazugeh├Ârige Geschichte ist allerdings ganz sch├Ân traurig.

Nat├╝rlich haben wir auch den ber├╝hmten Bahnhof in Antwerpen besucht und konnten die Begeisterung jener Bekannten und Freunde teilen, die schon mal dort waren und uns dar├╝ber berichteten. Er ist regelrecht palastartig – sowohl von Au├čen …

… als auch von Innen!

Weniger Begeisterung l├Âsten bei uns die Diamantenauslagen im Diamantenviertel aus …    zwinker

… denn die richtig sch├Ânen Schmuckst├╝cke samt hochwertiger Steinchen verbargen sich haupts├Ąchlich nur hinter heruntergelassenen Rolll├Ąden und in den Auslagen der L├Ąden, welche wir aus Mangel am n├Âtigen Kleingeld nat├╝rlich nicht betraten.

Das Geburtshaus von Rubens hat uns optisch auch nicht besonders beeindruckt. Ein wenig ung├╝nstig fanden wir zudem die Lage eines modernen Glaspavillons mit allem erdenklichen Merchandising zu dem K├╝nstler, welcher direkt gegen├╝ber der alten Fassade erbaut worden war und somit die M├Âglichkeit verhinderte, zumindest ein halbwegs ordentliches Foto der gesamten H├Ąuserfront zu machen:

Wenn man dann genug von der Innenstadt gesehen hat, empfehlen wir auf jeden Fall noch einen Besuch des Beginenhofes. Dieser liegt nicht direkt im Stadtzentrum und man muss ein wenig laufen, aber daf├╝r ist er eine wunderbare Oase der Ruhe inmitten eines dichten Verkehrsaufkommens. Beginen waren sehr gl├Ąubige Frauen, welche in kloster├Ąhnlichen Einrichtungen lebten, ohne dass sie ein Klostergel├╝bde ablegten und im Gegensatz zu Nonnen weitaus mehr Freiheiten hatten. Der Antwerpener Beginenhof existiert dort seit Mitte des 16. Jahrhunderts:

Auch der umz├Ąunte Garten in der Mitte der Anlage ist sehr einladend und am f├╝r uns einzigen Zugang an diesem Tag war zudem ein gro├čes Schild mit nur einem einzigen Wort in mehreren Sprachen aufgeh├Ąngt: Stille … ganz ehrlich, man kommt unweigerlich automatisch zur absoluten Ruhe. F├╝r uns war es jedenfalls eine sehr, sehr entspannende und entschleunigende Gegend:

Die letzte Begine starb 1986, seitdem ist das gesamte Areal ein „normales“ Wohnviertel geworden. Aber dennoch h├Ąlt man sich noch immer sehr an das Gebot der Ruhe – ich denke, die Einwohner genie├čen das sehr    standard

Bei so viel Herumlaufen hatten wir logischerweise immer mal wieder Hunger    standard    und nat├╝rlich freute ich mich sehr auf die klassische K├╝che Belgiens – hier ganz vortrefflich in nur einem Bild festgehalten:

Pommes mit Muscheln habe ich w├Ąhrend unseres Frankreich-Urlaubs 2006 bei Kerstin kennen und lieben gelernt und hier konnte ich mich diesbez├╝glich wieder voll und ganz ausleben    zwinker

Carsten hielt sich eher an die fleischigen Gen├╝sse der Belgier, wie hier z.B. das Filet Americain – einem mit Kapern und Worcestersauce gew├╝rzten Rindertatar:

Er hat sich auch an Vol au Vent (H├╝hnerfrikassee mit Bl├Ątterteig) …

… sowie an Stoovflees (Schmorfleischeintopf) herangewagt und wurde zu keiner Zeit entt├Ąuscht:

Das gr├╝ne „Zeug“ im Hintergrund war ├╝brigens mein Essen: Paling in het groen, zur Deutsch „S├╝├čwasseraal mit gr├╝ner Kr├Ąutersauce“. Ich fand es zwar sehr lecker, wenn blo├č nicht immer wieder diese kleinen, st├Ârenden Gr├Ąten w├Ąren    zwinker

Was man (jedenfalls als Dresdner) in Belgien gar nicht zu essen braucht: D├Âner oder D├╝r├╝m. Denn die Portionen sind echt mickrig und zu wenig gef├╝llt im Vergleich zu dem, was wir aus Dresden, Sachsen oder auch Deutschland kennen. Carstens Entt├Ąuschung kann man sicher in seinem Gesicht ablesen:

Waffeln wiederum konnte man ganz gut essen – der Geschmack war toll und erst die Gr├Â├če ist gar nicht so ├╝bel    zwinker

Da wir zu Osterzeit unterwegs waren, haben wir nat├╝rlich auch das eine oder das andere Schokoladenei gefunden:

Belgische Pralinen sind zwar ein Muss, aber am Ende hat mein armer Mann gesagt: „Ich habe noch nie im meinen Leben so viel Geld f├╝r so wenig Schokolade ausgegeben!“. 100 g schlagen mitunter gleich mal mit bis zu 10 Euro zu Buche und f├╝r diese Quer-durchs-Sortiment-Packung mit 390 g waren gleich 30 Euro f├Ąllig:

Aber ich bin der Meinung, dass belgische Schokolade auf jeden Fall etwas richtig Leckeres ist!

Am Ostermontag d├╝sten wir dann direkt nach dem Fr├╝hst├╝ck im Hotel auf direktem Weg gen Dresden, denn am Dienstagmorgen rief schon wieder der Arbeitsalltag an die Werkbank namens Schreibtisch. Es waren aber wunderbare, lustige und sonnige Tage mit herrlichen Begegnungen, so vielen positiven Erlebnissen, gro├čartigen und sicherlich auf lange Zeit bleibenden Eindr├╝cken, so vielen kleinen Entdeckungen und vor allem gutem Essen – obwohl es nur ein Kurzurlaub war, f├╝hlte er sich beinah wie ein vollwertiger mit zwei oder mehr Wochen an!



2019 13.
Apr

Wie schon im vorangegangen Eintrag erw├Ąhnt, finde ich, dass die Wanderwege auf Madeira einen eigenen Bericht wert sind. Rolf Goetz hat einst das Buch ÔÇ×Madeira. Die sch├Ânsten Levada- und Bergwanderungen – 60 TourenÔÇť im Rother Bergverlag herausgegeben. Auf der Insel hatten wir das Gef├╝hl, dass dieses mit seinem auffallenden, roten Umschlag eine Pflichtlekt├╝re f├╝r alle Wanderer hier ist, denn man konnte es in vielen H├Ąnden, Wanderhosen oder Rucks├Ącken sehen und man hat es auf Anhieb immer wiedererkannt – egal ob in deutscher, in franz├Âsischer, in englischer und selbstverst├Ąndlich auch in portugiesischer Sprache. Wir konnten unsere Version dieses Wanderf├╝hrers bei Kathrin und Axel f├╝r die Reise ausborgen und Carsten hat schon vor der Abreise einige Touren daraus zusammengesucht … um ehrlich zu sein, es gab nahezu f├╝r jeden unserer Tage eine Wanderung. Carsten hat dabei manchmal auch ein paar Touren, die ├Ârtlich aneinander ankn├╝pften, zu einer gr├Â├čeren Laufrunde zusammengest├╝ckelt. Auf den Bildern im Wanderf├╝hrer sah das alles sehr klein, gem├╝tlich und harmlos aus … doch dann kam die Realit├Ąt!!!

Mein Mann liebt Bergwanderungen genau so sehr wie ich Strandspazierg├Ąnge. Da meine Vorliebe in den letzten Urlauben (Hawaii, Miami, Kapverden, Bali, IJsselmeer etc.) sehr befriedigt wurde, g├Ânnte ich Carsten diesmal eben seinen Spa├č. Nach einer kompletten Inselumrundung mit dem Auto am ersten Tag fingen wir quasi zur Eingew├Âhnung erst mal an den n├Ąchsten drei Tagen ganz harmlos mit K├╝sten- und Levadawanderungen samt spektakul├Ąrer Tunnelpassagen an. Und nachdem wir uns so ein wenig warm gelaufen hatten, folgte aufgrund des perfekten Wetters mit Aussicht auf Weitblick (auf Madeira durch die starke Wolkenbildung nicht immer eine Selbstverst├Ąndlichkeit) am f├╝nften Urlaubstag eine erste H├Âhenbew├Ąltigung. Den Berg Pico do Arieiro (1810 m) besuchen bestimmt die meisten Madeira-Touristen …

… ein Kinderspiel, denn der dritth├Âchste Berg der Insel zieht mit seinem gro├čz├╝gigen Parkplatz unmittelbar in der N├Ąhe des Gipfelkreuzes vom Kleinkind bis zum Greis einfach jeden Urlauber an. Von dort wollten wir dann gem├Ą├č der Rother-Route ├╝ber einen „anspruchsvollen“ Bergpfad auf den Pico Ruivo (1862 m), den h├Âchsten Gipfel der Insel, ├╝bersetzen.

Die Wanderzeit mit fast 7 Stunden (hin und zur├╝ck) und die dabei in der Mitte final zu erreichende H├Âhe von 1862 m klangen f├╝r mich nicht so schlimm, solange ich diese Zahlen nur auf dem Papier gelesen habe. Und dass der Weg an manchen Passagen auch sehr steil ist, war im Wanderf├╝hrer ebenfalls sehr gut angegeben. Aber irgendwie habe ich der dazugeh├Ârigen Grafik vor dem Abmarsch leider nicht gen├╝gend Beachtung geschenkt. Das Fazit der Tageswanderung vom Gipfel des Pico do Arieiro durch mehrere T├Ąler zum Gipfel des Pico Ruivo und anschlie├čend die gesamte Strecke wieder zur├╝ck: 2600 H├Âhenmeter gesamt f├╝r diverse Auf- und Abstiege bei einem 15 km langen Wanderweg … und genau diese H├Âhenmeter waren mir sowohl aus der Grafik als auch aus dem Text einfach nicht so bewusst geworden.

Am Ende des Tages waren wir beide sowas von platt, wobei ich dazu auch noch Knieschmerzen von den zahlreichen und ungleichm├Ą├čig hohen Stufen bekam. Der Rundumblick vom Pico Ruivo und teilweise auch die angenehm zu laufenden Passagen der Wanderroute waren allerdings schon absolut toll!

Und genau mit diesem Argument k├Âderte mich Carsten dann auch vier Tage sp├Ąter, als erneut tolles Weitsichtwetter zur Spitze des Pico Grande (1654 m) lockte – das Ziel unserer n├Ąchsten, ganzt├Ągigen Bergwanderung. Der Startpunkt liegt bereits in 1235 m H├Âhe, die Gesamtlaufzeit der fast 10 km wird mit 4 Stunden angegeben und der H├Âhenunterschied betr├Ągt nur 670 m in jede Richtung – insgesamt also 1340 m. Das Gros der Strecke lie├č sich wahrlich ganz gut erlaufen …

… aber dann kam relativ kurz vor dem Gipfel ein Kraxeln auf ├Ąu├čerst felsigen und steilen Ger├Âllpfaden, die wiederum tunnelartig von mannshohen B├╝schen umgeben waren. Im Wanderf├╝hrer wird dies zurecht mit „Ein an Karabinerhaken befestigtes Drahtseil signalisiert nun den schwierigsten Teil des Aufstiegs.“ beschrieben:

Das brachte mich dann doch etwas auf die Palme, denn in dieser Umgebung hatte ich einfach keine Vorstellung davon, wie lange man noch gehen muss, um letztendlich das dem Gipfelanstieg vorgelagerte Plateau zu erreichen. Jene Passage zog sich damit f├╝r mich so derma├čen in die L├Ąnge, dass meine Laune geh├Ârig in den Keller gezogen wurde – ich wollte am Ende des verhassten Abschnitts sogar nicht mal mehr bis zum Fu├č des Gipfels weitergehen, sondern hier bleiben und auf seine R├╝ckkehr vom Mittelpunkt der Wanderung warten. Aber Carsten setzte all seine ├ťberzeugungskraft ein …

… und so erreichten wir dann doch noch gemeinsam jenes vorgelagerte Plateau. Bis hier hat es mir allerdings so viel Kraft geraubt, weshalb ich auch beschlossen habe, dass das Klettern auf den Gipfelfelsen f├╝r mich jetzt nicht mehr drin ist. Ich musste Energie f├╝r den R├╝ckweg tanken und genoss schon von hier die Sonne und die Aussicht:

Als wahrer Bergfan lie├č sich Carsten das Aufsteigen auf die Bergspitze aber nicht mehr entgehen – die letzten 10 Minuten auf nacktem Felsen an einem Drahtseil hoch zu klettern war f├╝r ihn Ehrensache. Deshalb auch von hier sein Blick auf meine Wenigkeit, den kleinen, rosa Punkt in der Bildmitte    zwinker

Er f├╝hlte sich dem Himmel gleich so nah!

Diese Siegerpose ist nat├╝rlich eine Anspielung auf Michelangelos Deckenfresko „Die Erschaffung Adams“ … der Kleider wollte er sich aber nicht entledigen    zwinker

Der R├╝ckweg war weniger anstrengend und f├╝r mich auch wieder vers├Âhnlich, aber zugegeben, ich habe auf dieser Insel eine sehr pers├Ânliche Feindschaft entdeckt: Stufen! Denn die haben nat├╝rlich bei keiner Wanderroute gefehlt. Manchmal bestanden sie nur aus tausenden, von Touristenf├╝├čen eingetretenen Vertiefungen im Boden …

… mal waren es ordentlich aus Stein geformte, in der H├Âhe einigerma├čen gleichm├Ą├čig angelegte …

… oder sie waren grob in den Stein gemei├čelt und ggf. sogar mit einem provisorischen Drahtseilhandlauf versehen, damit man nicht sofort in die Tiefe st├╝rzen w├╝rde. Letztere waren f├╝r mich der Hass:

Die Wanderungen entlang der Levadas sind da schon eher mein Ding. Levadas sind kleine, k├╝nstlich angelegte Kan├Ąle, welche das Wasser vom regenreichen, aber landwirtschaftlich kaum nutzbaren Norden der Insel in die fruchtbaren Regionen im S├╝den transportieren. Das Bemerkenswerteste daran: die Insel Madeira mit seinen Ma├čen von ca. 50 x 25 km verf├╝gt angeblich ├╝ber mehr als 1500 km (manchmal liest man auch 2500 km) dieser Wasserkan├Ąle. Das Gef├Ąlle einer Levada ist aufgrund der gem├Ą├čigten Flie├čeigenschaft verst├Ąndlicherweise recht klein und somit angenehm und in der Regel ohne gro├če Stufenanlagen zu bew├Ąltigen.

Der einzige Nachteil beim Wandern entlang solcher Levadas war allerdings, dass man bei einem Weg von der „Quelle“ zum Bew├Ąsserungsort so gut wie nie einen Rundweg hatte, sondern meistens die gleiche Strecke erst hin lief und dann nat├╝rlich auch wieder zur├╝ck musste. Aber das war bei den rausgesuchten Bergwanderungen ja auch nicht anders gewesen.

Die Wege entlang der Wasserl├Ąufe fand ich dennoch bedeutend reizvoller und man hat unterwegs zahlreiche, mal gro├če, mal kleine Wasserf├Ąlle sehen k├Ânnen:

Auf vielen Strecken lief man mitten durch den Wald:

Manchmal war man von Eukalyptusb├Ąumen umgeben, die ihren typischen, w├╝rzigen Geruch verstr├Âmten:

Manchmal sahen die Pfade im Wald regelrecht wie verwunschen und m├Ąrchenhaft aus:

Und h├Ąufig lief man auf einer Betonwand, die gleichzeitig auch die bergabgewandte Kanalseite der Levada war:

Sehr oft hatte man dabei flie├čendes, kaltes Wasser auf der einen Seite und auf der anderen Seite ging es mitunter sehr steil bergab in eine tiefe Schlucht – ohne der in Deutschland typischen Absicherung:

Zwar hat man auf einigen Abschnitten Seile aufgespannt, aber das war eben nicht ├╝berall die Regel, insbesondere, da heftige Steinschl├Ąge immer wieder die Absicherung zerst├Âren. Man sollte also auf diesen Wegen keine H├Âhenangst haben, das Balancieren nicht f├╝rchten und nat├╝rlich immer schwindelfrei sein.

Manchmal hat man die Kan├Ąle mit Betonplatten abgedeckt, um ein bequemeres Laufen an schmalen Stellen zu erm├Âglichen, aber auch, um das Verstopfen der Wasseradern durch st├Ąndig herabfallende Felsen und Steine zu verhindern:

Bei vielen Levadarouten mussten wir unsere u.a. auf Anraten von Kathrin und Axel mitgebrachten Taschenlampen einschalten, denn zahlreiche Abschnitte f├╝hrten durch mitunter kilometerlange Tunnel. Ohne unsere Funzeln war es stockdunkel darin! Zudem konnte man damit die Pf├╝tzen und die scharfkantigen Steine auf dem Weg sehen und einen gro├čen Schritt ├╝ber solche Hindernisse machen – ein Ausweichen zur Seite war aufgrund der Enge nicht m├Âglich. Manchmal f├╝hlte man sich wie ein Entdecker in einem Abenteuerbuch und auch das wiederkehrende Titelthema der Indiana Jones-Filme haben wir das ein oder andere Mal zum Besten gegeben.

Entlang dieser Wasserrouten ├╝berwand man so manche Hindernisse …

… bekam die ein oder andere Dusche eines Wasserfalls ab …

… und ab und zu waren die Levadas wegen Instandhaltung auch mal ohne oder nur mit sehr wenig Wasser gef├╝llt …

… doch wenn das klare Nass ausreichend pl├Ątscherte, konnte man gelegentlich sogar eine Forelle ersp├Ąhen. Sie waren allerdings unfassbar flink beim Verstecken und so gut wie dieses Foto ist selten eines m├Âglich gewesen:

Eine kleine Wanderung unternahmen wir zudem auch mal in Funchal, der Hauptstadt der Insel. Am sch├Ânsten fanden wir die die Gegend um die Rua (= Stra├če) de Santa Maria. Wir beide stehen auf gut gemachte und interessante Street Art und dort ist nahezu jede T├╝r ein kleines Kunstwerk:

Meine Lieblingst├╝r war die der Rua de Santa Maria Nr. 1 – die Unendlichkeit des Weges. F├╝r uns beide, die wir immer wieder gern unterwegs sind, sehe ich darin eine symbolische Bedeutung:

So werden wir denn auch nicht mehr lange rasten, denn schon zu Ostern geht es f├╝r ein paar Tage nach Belgien – welche Wege wir dort ablaufen werden, berichte ich hoffentlich zeitnah irgendwann nach unserer R├╝ckkehr …



2019 08.
Apr

Nachdem die letzten Urlaube viel mit Sand, Strand und Badewasser zu tun hatten, war es nun mal wieder an der Zeit, etwas anderes zu planen … zum Beispiel einen Wanderurlaub. Man hat ja schlie├člich nicht umsonst mal Wanderschuhe f├╝r viel Geld gekauft    standard

Deshalb fiel die Wahl f├╝r die Feier unseres 13. Hochzeitstages auf die portugiesische Insel Madeira. Bis jetzt haben alle Freunde und Bekannte, die schon vor uns dort waren, sie als Wanderinsel, aber auch als Blumeninsel beschrieben. Jetzt wollen wir den beiden Beschreibungen hundertprozentig zustimmen – und auch gleich die Beweise daf├╝r abliefern.

F├╝r Madeira sprach aus unserer Sicht auch noch der Umstand, dass wir zur Abwechslung mal direkt ab Dresden fliegen konnten und nicht mit Berlin-Tegel, Frankfurt oder Leipzig planen mussten. Leider hat sich dies am Ende nur zur H├Ąlfte als zutreffend erwiesen: Die Fluggesellschaft „Germania“ brachte uns noch ohne Probleme auf die Insel, aber nur drei Tage sp├Ąter hat sie Insolvenz angemeldet und alle Fl├╝ge wurden gestrichen. Meistens sind wir Individualreisende, aber diesmal hatten wir gl├╝cklicherweise pauschal im Reiseb├╝ro unseres Vertrauens gebucht, so dass wir uns deshalb keine sehr gro├čen Sorgen machten, ob und wie wir in eineinhalb Wochen nach Hause kommen w├╝rden. Am Ende hat aber Dank TUI doch alles in unserem Sinne funktioniert. Urspr├╝nglich wollte man uns zwar einen Tag eher, also genau am 14. Februar, nach Leipzig zur├╝ckfliegen, aber unsere Argumente „Hochzeitstag“ und „Candle-Light-Dinner statt Flugzeugessen“ wurden erh├Ârt. Wir konnten am Ende dadurch sogar einen zus├Ątzlichen Urlaubstag auf der Insel und in unserem Hotel ergattern, sind daf├╝r aber dann eben am Samstag gegen 22:00 in K├Âln statt in Sachsen oder gar im Osten Deutschlands gelandet. Ich habe mich noch einmal mehr in meinem Leben dar├╝ber gefreut, dass mein Mann auch in der Nacht gut und sicher Auto f├Ąhrt    standard     so kamen wir gegen 5:00 morgens heil mit dem Mietwagen in Dresden an.

Auf der Insel stellte er seine Fahrk├╝nste ohnehin an jedem Tag ganz souver├Ąn unter Beweis. Wir hatten zum ersten Mal im Leben einen Fiat 500 als fahrbaren Untersatz f├╝r unsere kurvenreichen und zum Teil sehr steilen Strecken:

Ich hoffe, dass dieses Foto eine solche Steigung wenigstens ein wenig wiedergibt:

Runter war immer recht easy, aber bergauf musste zum Teil ├╝ber Kilometer hinweg im ersten Gang gefahren werden, da der Motor im zweiten es nicht geschafft h├Ątte und abgew├╝rgt w├Ąre. Doch unser kleiner Wei├čer hat uns zu keiner Zeit im Stich gelassen und war die Zuverl├Ąssigkeit in Blech!

Die Inselautobahn war gr├Â├čtenteils sehr gut ausgebaut und durch zahlreiche, breite und moderne Tunnel waren die Hauptwege von einem Ende der Insel bis zum anderen recht kurzweilig – kleine Madeira-Inselkunde: Ost-West-Ausdehnung = ca. 50 km, Nord-S├╝d ca. 25 km. Wir versuchten aber auch mal ├Âfters ein St├╝ck der alten, urspr├╝nglichen Stra├če zu fahren, doch es war gar nicht so einfach, einen freigegebenen Teil zu finden, denn viele Abschnitte wurden wegen des schlechten Zustands aus gutem Grund gesperrt. 

Insbesondere Felsbl├Âcke und Steine wurden eben nicht mehr nicht zeitnah von der Strecke ger├Ąumt und so mancher Wasserfall ergo├č sich direkt auf die Stra├če:

Auf dem Hochplateau Paul da Serra hatten wir auch mal au├čergew├Âhnliche Wegbegleiter auf der Stra├če    standard

Die Insel selber ist vulkanischen Ursprungs und die Hinweise darauf konnte man unterwegs immer wieder entdecken. Hier sieht man man z.B. erstarrte Lavas├Ąulen von unten nach oben verlaufen:

Auch Lavabomben haben wir gefunden:

In den Grotten des Museums in Sao Vicente kann man die h├Âhlenartigen Wege („Tubes“) sehen, durch welche einst Lava ihren Weg nach drau├čen gesucht hat:

Die Idee, in den nat├╝rlichen Lavapools in Porto Moniz schwimmen zu gehen, mussten wir aufgrund von sehr hohen und starken Wellen schnell verwerfen:

Das Meer war sowohl tosend als auch im ruhigen Zustand an jedem K├╝stenabschnitt der Insel immer wieder sch├Ân anzusehen:

Das Wasser verw├Âhnte unsere Augen zudem mit verschiedenen Farbspielen …

… und einmal sogar mit einem fantastischen Regenbogen – etwas, was man w├Ąhrend der Wintermonate in Deutschland wohl kaum zu sehen bekommt    zwinker

Das Meer an der Steilklippe Cabo Girao lag uns buchst├Ąblich zu F├╝├čen – Skywalk sei dank    standard

Habe ich eigentlich schon jemals erw├Ąhnt, dass wir sehr gro├če Anh├Ąnger von Sonnenunterg├Ąngen und der damit einhergehenden, tollen F├Ąrbung des Himmels sind? Bestimmt noch nie …    zwinker

Der wohl ber├╝hmteste Mann Madeiras ist Cristiano Ronaldo. Am Flughafen – der im ├ťbrigen seinen Namen tr├Ągt – haben wir eine B├╝ste von ihm gefunden, aber die ├ähnlichkeit mit dem echten, ber├╝hmten Fu├čballer suchen wir immer noch    zwinker

Der anfangs schon erw├Ąhnte Beiname „Blumeninsel“ stimmte definitiv. Unsere Hotelanlage „Quinta Splendida“ verf├╝gte sogar ├╝ber eigenen Botanischen Garten:

Gef├╝hlt bl├╝hte da mitten im Februar einfach alles!

… sogar mein Mann sieht darin wie das bl├╝hende Leben aus    zwinker

Entlang der Wanderwege sahen wir zahlreich wildwachsende Blumen, die man hierzulande mit ganz viel M├╝he und Pflege verw├Âhnen kann und sie gehen dann doch noch dabei ein – zumindest bislang immer bei mir, trotz meiner ach so f├╝rsorglichen Pflege    zwinker

Gestatten, die Callas …

… und die Hortensie:

Man hat aber Blumenpracht nicht nur auf bzw. an Wanderwegen und in G├Ąrten gesehen, sie wurden zum Beispiel auch mal f├╝r die Augen der Besucher als Blumenteppich ├╝ber ein Fl├╝sschen im St├Ądtchen Santa Cruz ausgebreitet:

Einige Blumenarten sahen so weich aus, dass man der Versuchung, sie zu streicheln, einfach nicht widerstehen konnte    standard

Man musste allerdings dabei aufpassen, dass man nicht eine der schon munter umherbrummenden, flei├čigen Bienchen bei ihrer Arbeit st├Ârte:

Die Tierwelt auf Madeira war aber stets entspannt und Eidechsen wie diese genossen quasi an jeder Ecke die w├Ąrmenden Sonnenstrahlen …

… beobachteten vorbeilaufende Wanderer immerzu mit einem wachsamen Auge …

… und einige nahmen sogar das Angebot einer einheimischen, nat├╝rlichen S├╝├čspeise dankbar an:

Ich h├Ątte bestimmt noch stundenlang dabeisitzen und dem kleinen Kumpel zuzusehen k├Ânnen, wie er das Innere der Bananenschale weggefuttert hat, aber mein Mann wollte weiterwandern und so habe ich den Nachtisch der kleinen Eidechse mitgenommen – sie h├Ątte es ganz sicher nicht geschafft, diese noch im frischen Zustand ganz aufzuessen    standard

Andere Tierchen kamen ebenfalls auf mich zu, um etwas Leckeres aus meiner Hand zu bekommen – Kekse gehen einfach immer!

Danach haben wir ein kleines Plauderst├╝ndchen eingelegt, bevor sich unsere Wege wieder getrennt haben:

Wir haben auch selber sehr gut gegessen und dabei immer etwas Neues entdecken k├Ânnen. Eine f├╝r mich ganz neue Frucht war die Anona, die man in Deutsch auch Zuckerapfel genannt wird:

Wir beide sind sehr schnell auf den Geschmack dieser kleinen Geb├Ąckteilchen mit dem Namen „Pastel de Nata“ gekommen und haben w├Ąhrend des Urlaubs jeden, aber wirklich jeden (!) Tag mindestens eines davon gegessen    standard

Die beiden Getr├Ąnke Coral (Bier) und Brisa (Limonade) sind ├╝brigens auch sehr typisch f├╝r diese Insel. Aber welches Getr├Ąnk verbindet man aber noch viel eher mit Madeira? Nat├╝rlich den Madeira-Wein:

Aus dem Reich der Fische m├╝ssen wir nat├╝rlich den Schwarzen Degenfisch, auf portugiesisch Espada, erw├Ąhnen. Den habe ich sowohl in den Markthallen in Funchal, der Hauptstadt von Madeira …

… als auch auf meinem Teller gesehen. Im zweiten Fall auch nat├╝rlich gegessen:

Selbstredend haben wir bei dem vielf├Ąltigen Angebot an diversen Meeresfr├╝chten so oft wir konnten beherzt zugegriffen … ob als Oktopus, Calamari, Muscheln oder Napfschnecken:

F├╝r uns gab es die besten Steaks der Insel in unserem ├ľrtchen Canico, in dem kleinen Restaurant „Laranjinha“ :

Dass sie weich und auf den Punkt genau so gegrillt waren, wie wir sie bestellt haben (Well-done f├╝r Carsten & Medium f├╝r mich), hat nicht nur beim ersten Besuch geklappt – der Grillmeister beherrschte die Kunst der Zubereitung hervorragend. Ja, wir waren dort mehr als nur einmal und es hat jedesmal oberlecker geschmeckt! Wir f├╝hlten uns in diesem Lokal sogar so wohl, dass wir zwischenzeitlich beschlossen haben, auch unseren 13. Hochzeitstag (der eigentliche Anlass unserer Reisen im Februar) dort zu feiern.

Am 14. Februar nahem wir zuerst das Angebot unseres Hotels wahr:

Wir lie├čen uns mal ordentlich durchkneten, doch leider lagen wir nicht so nah beieinander, wie auf dem Werbebild. Anschlie├čend verbrachten wir einige Stunden im Spa-Bereich der Anlage. Allerdings waren wir ├╝ber dessen Gr├Â├če sehr ├╝berrascht, denn im Vergleich zur imposanten Ausdehnung des Hotels fiel der Wellness-Bereich wirklich sehr klein aus. Zudem war dieser trotz des Valentinstages nicht sonderlich gut besucht, was vermutlich aber auch daran lag, dass man selbst als Hotelgast einen eigenen Obolus zu entrichten hatte, selbst wenn man nur ein bisschen schwimmen wollte und nicht mal Whirlpool, Sauna, Dampfbad oder Trainingsraum nutzen w├╝rde.

Hier mal ein Bild der gesamten Hotelanlage inklusive aller Unterbringungsm├Âglichkeiten und der enormen Gartenanlage – alles, was man innerhalb des Geb├Ąuderinges in der Mitte sieht plus des oberen W├Ąldchens:

Egal ob alleine oder nicht, wir besuchten beide Dampfb├Ąder, k├╝hlten unsere Gem├╝ter anschlie├čend im K├Ąltebecken und enspannten uns im Whirlpool – wir haben gef├╝hlt nichts ausgelassen    standard

Unser Candle-Light-Dinner gab es dann wie geplant im „Laranjinha“ – es war ein toller Abend mit einem ausgezeichneten 3-G├Ąnge-Men├╝!

Das war aus meiner Sicht ein ├Ąu├čerst toller Start in unser 14-tes Ehejahr     standard

├ťber die auf Madeira gewonnen Wandererfahrungen schreibe ich mal in einem Extrabeitrag, denn dieser R├╝ckblick ist ohnehin schon viel zu lang geworden    zwinker