Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2020 14.
Jan

Auch wenn die eigenen Kinder erwachsen und fl├╝gge werden, hat man immer wieder mit irgendeinem Teenager zu tun. Ab heute kommt mein Blog in diese Phase, denn er wird nun schon 13 Jahre alt ÔÇŽ jetzt schon ?!?! Ja, es ist soweit.

Ich hoffe aber, dass er auch weiterhin ohne teenager├╝bliche Eskapaden auskommt und nicht herumzickt, wenn ich mal zu wenig Zeit f├╝r ihn habe    standard
Ich nehme mir wirklich ernsthaft jedes Jahr vor, ├Âfters zu schreiben. Leider kennen wir alle nur zu gut, was mit all den guten Vors├Ątzen sp├Ątestens Mitte des Jahres passiert    zwinker    aber vielleicht wird es jetzt im Norden anders werden und ich komme wieder viel mehr dazu, etwas Interessantes aus unserem Leben im hohen Norden zum Besten zu geben.

Ideen zum Schreiben habe ich mehr als genug und vielleicht kann ich meinen Blog ├Âfter, daf├╝r aber mit k├╝rzeren Geschichten f├╝ttern und dabei hoffen, dass es den lieben und aufmerksamen Bloglesern am Ende nicht unbedingt zu viel wird    standard    denn ohne euch und eure Kommentare macht das Schreiben dann doch nur halb so viel Freude!

Auf jeden Fall wird heute ein Sekt(chen) aufgemacht. Zum einen muss der Geburtstag meines Teenager-Blogs w├╝rdig gefeiert werden und zum anderen haben Carsten und ich seit heute unseren neuen Mietvertrag in die H├Ąnde bekommen – schwarz auf wei├č und mit Stempel. Wir d├╝rfen ab 1. Februar die Miete f├╝r unsere favorisierte Wohnung in Wentorf zahlen. Einziehen mit Sack und Pack und Mobiliar k├Ânnen wir nat├╝rlich auch, aber das wird wohl aus logistischen Gr├╝nden nicht gleich am Monatsanfang passieren k├Ânnen. Heute Abend werden wir einen ungef├Ąhren Zeitplan ausknobeln – dar├╝ber schreibe ich aber lieber extra    standard

Denn jetzt hei├čt es: Alles Gute zum Geburtstag! Hoch die Tassen!



2020 11.
Jan

Derzeit gibt es jede Menge Neues in unserem Leben als Nordl├Ąnder. Carsten f├Ąhrt t├Ąglich ganz brav mit dem Rad zur Arbeit – zum Gl├╝ck noch ohne mal in ein richtiges Hamburger Schietwedder gekommen zu sein. Inzwischen kennt er auch alle Kollegen aus seiner Abteilung pers├Ânlich, denn das ist mit den zwei ersten Arbeitstagen (DO & FR) zum Jahresanfang und der insgesamt vorhandenen Home-Office-Option f├╝r das Team nicht immer so einfach wie man denkt. So musste der Limokuchen, welchen ich noch am Wochenende in Dresden gebacken habe und der dann auf dem Blech 500 km Anreise ├╝berlebt hat, sowohl am Montag als auch am Dienstag aufgedeckt werden, da eben manche entweder an einem oder am anderen Tag von Zuhause gearbeitet haben:

Warum ich in Dresden gebacken habe ist schnell erkl├Ąrt: Die K├╝che unserer ├ťbergangswohnung hat leider keinen Backofen … aber da es nur ein vor├╝bergehender Zustand ist, kann ich damit ganz gut leben     standard

Als n├Ąchstes haben wir schon am Montag eine m├╝ndliche Zusage erhalten, dass die Wohnung, welche wir am letzten Tag des Jahres angesehen und f├╝r gut befunden haben, uns ist. Der Mietvertrag ist somit nach Dresden geschickt worden und wenn alles nach Plan geht, dann k├Ânnten wir uns schon ab Anfang Februar ernsthafte Gedanken ├╝ber die Einrichtung des neuen OLCA-Domizils machen und nach und nach diese umsetzen. Folgerichtig hei├čt das aber auch, dass wir mit dieser Sicherheit jetzt unsere 60 Quadratmeter in Striesen sowie die beiden extra angemieteten Stellpl├Ątze k├╝ndigen k├Ânnen. Die zwei Monate Februar & M├Ąrz werden wir dann zwar insgesamt drei Wohnungen bezahlen d├╝rfen, aber damit haben wir schon gerechnet – Dank unseres Erspartem wird uns dieser Umstand aber nicht gleich in eine finanzielle Krise rei├čen.

Und w├Ąhrend mein Mann flei├čig das Geld f├╝r all diese Dinge verdient, nutzte ich meine arbeitsungebundene Zeit, um mal eben allein f├╝r ein paar Tage nach Sylt zu fahren. Keine Sorge, wir brauchen keine Trennung auf Zeit und ich bin auch noch lange nicht so weit, mich im Winter auf eine Nordseeinsel zur├╝ckziehen zu m├╝ssen, um mal ├╝ber mein Leben nachzudenken. Ich habe mich mit Freunden getroffen …

Maria aus dem ukrainischen Dnipro, welche uns schon mal im August 2018 und im Januar 2019 in Dresden besucht hat, fand vor ein paar Monaten eine Arbeitsstelle in einer Reha-Klinik auf Sylt. Ihre Eltern kamen daraufhin zum Jahreswechsel f├╝r ein paar Tage vorbei, um sie zu besuchen. Ich habe Maria durch ihre Mama kennen gelernt, die praktischerweise auch Olga hei├čt. Wir haben das gleiche in Charkow studiert, sie hat ihr Studium lediglich ein Jahr nach mir angefangen. Urspr├╝nglich hatte ich vor, an einem Tag hin und zur├╝ck zu fahren, damit wir uns nach ca. 28 Jahren mal wieder treffen k├Ânnen:

Mein lieber Mann legte mir allerdings ans Herz, doch lieber ein paar Tage l├Ąnger dort zu verbringen, damit wir genug Zeit zum Quatschen haben. Maria wiederum empfahl mir, ein Zimmer bei ihrem Vermieter zu buchen, was ich dann auch aufgrund der somit sehr kurzen Wege liebend gern gemacht habe. Kurzentschlossen wurde die Unterkunft f├╝r zwei N├Ąchte gebucht und die Zugtickets von Hamburg nach Westerland und zur├╝ck besorgt. Ehrlich, ich bin schon seit Ewigkeiten nicht mehr alleine im Fernzug gefahren! Auf der Hinfahrt musste ich auch sehr genau aufpassen, wo ich mich mit meinem K├Âfferchen niederlasse, denn bereits nach wenigen Kilometern wurde w├Ąhrend der Fahrt durchgesagt, dass in Nieb├╝ll von „meinem“ IC ein paar Waggons abgekoppelt werden und nicht nach Westerland, wo ich hinwollte, sondern woandershin fahren. Nat├╝rlich sa├č ich anfangs in genau so einem „falschen“ Waggon. Aber ich wechselte noch rechtzeitig und hatte danach eine sehr entspannte Reisezeit mit Lesestoff und am Fenster vor├╝berziehenden Landschaften, die ich mir mit meinem Reiseb├Ąren immer wieder gerne angesehen habe:

Das Wiedersehen machte ja so viel Freude! Kennt ihr das Gef├╝hl, wenn man sich nach enorm langer Zeit mit jemanden trifft und dennoch irgendwie ├╝berzeugt ist, sich gerade erst gestern voneinander verabschiedet zu haben? Genau so war es bei uns. Von Dienstagnachmittag bis Donnerstagnachmittag schwatzten wir (nat├╝rlich auf Russisch), spazierten durch die Innenstadt von Westerland, in den D├╝nen von List und auch bei starkem Regen und mit viel Wind durch die klatschnassen Stra├čen von H├Ârnum. Dabei konnten wir viel Fisch essen, meinen k├╝rzlich gewonnenen Erdbeerwein der Phrase4 trinken und die gemeinsame Zeit vollends genie├čen:

├ťbrigens, die Vermieter, das Ehepaar Fr├Âschel, sind herzensgute Menschen und ich war ganz bestimmt nicht zum letzten Mal bei ihnen – ich habe mich in ihrer / meiner Ferienwohnung sehr sehr wohl gef├╝hlt:

Olga und Oleg sind am Freitag wieder nach Hause geflogen, dabei haben sie sich sehr in die Insel verliebt! Der raue Charme einer Nordseeinsel bringt um diese touristenarme Jahreszeit eigentlich jede vom Hamsterrad des Lebens erm├╝dete Seele zur langersehnten Erholung. Ich sch├Ątze, die beiden werden ihr Kind wohl noch einige Male besuchen, sodass unserem Aufeinandertreffen sicherlich noch einige weitere folgen werden. Ich freue mich schon jetzt sehr darauf!

Carsten und mein Wochenende begann wie in letzter Zeit ├╝blich am Freitagnachmittag auf der Autobahn gen Dresden. Am Samstag wird dann unser Leben weiter ganz flei├čig in zahlreiche Kisten und Kartons eingemottet und am Sonntag geht es nach dem Fr├╝hst├╝ck im pickepackevollen Suzuki erneut zur├╝ck nach Hamburg in die 45 qm gro├če Interimswohnung, in der sich mittlerweile so einige Umzugskisten zwischenstapeln:

In der ├ťbergangswohung haben die T├╝rme aus Kartons aber noch etwas Platz bis zur Decke und da sorgen wir selbstverst├Ąndlich sehr gern f├╝r den entsprechenden Nachschub    zwinker    Fortsetzung folgt.



2020 01.
Jan

Als allererstes m├Âchte ich allen Lesern ein gesundes, gl├╝ckliches, erfolgreiches und erfreuliches Jahr 2020 w├╝nschen!

Wir haben das neue Jahr bereits in Hamburg begr├╝├čt. Von unserer derzeitigen ├ťbergangswohnung kommt man in etwa 10 Minuten zu Fu├č ganz entspannt an die Au├čenalster. Wir waren dort kurz nach 23 Uhr und hatten einen guten Platz mit Blick auf das gegen├╝berliegende Ufer ergattert, um das Silvesterfeuerwerk gut sehen zu k├Ânnen. In unserer N├Ąhe hat man sogar (f├╝r unsere Ohren) Gute-Laune-Musik laut laufen lassen. Geknallt wurde nat├╝rlich auch hier schon lange vor Mitternacht – das scheint irgendwie inzwischen normal zu sein. Das Wetter war wirklich nett zu uns: es hat weder geregnet noch war es zu windig oder zu kalt. Um Mitternacht z├╝ndete ich mit Carstens Hilfe meine obligatorischen Wunderkerzen an, wir haben gegenseitig mit Sekt und Wasser angesto├čen (ihr d├╝rft nun raten, wer von uns beiden was davon getrunken hat    standard    ) und dem Feuerwerk um uns herum und auch auf der anderen Alsterseite zugesehen.

Das Spiegeln der Funkenb├╝ndel im Wasser sah wirklich zauberhaft aus!

Am ersten Tag des neuen Jahrzehnts versackten wir ziemlich unerwartet schon gegen 9 Uhr vor dem Fernseher. Aber der WDR hat eine sehr interessante Reihe ├╝ber die 90er-Jahre herausgebracht und wir haben uns beim Schauen der Folgen 1990 bis 1995 ausgetauscht, wie wir das eine oder das andere Ereignis damals, als wir uns noch nicht kannten, so empfunden haben. Gegen 12 Uhr fr├╝hst├╝ckten wir dann auch mal endlich so nebenbei. Da das Wetter hier in Hamburg sonnig und f├╝r einen Spaziergang perfekt war, haben wir nach ’95 dem Leben mit der Flimmerkiste ein Ende bereitet und sind im Hellen wieder an die Stelle der Au├čenalster gegangen, wo wir gestern im Dunklen das neue Jahr begr├╝├čt haben.

Das Wetter lockte jede Menge Mitmenschen aus ihren vier W├Ąnden an die Luft, die Geb├Ąude am gegen├╝berliegenden Alsterufer wurden anfangs in weichen Nebel eingewickelt und die Strahlen der Wintersonne waren warm und weich – im Endeffekt sind wir fast zwei Stunden unterwegs gewesen:

Es hat einfach Spa├č gemacht, am Wasser entlang spazieren zu gehen und den ersten Tag des Jahres zu genie├čen. Ich bin als eine typische Vertreterin slawischer Kultur etwas abergl├Ąubig und habe das alles auf uns bezogen als ein gutes Zeichen f├╝r unseren neuen Lebensabschnitt gewertet. Ich hoffe, ich liege damit richtig    zwinker

Aber nun f├Ąllt es mir ein, dass ich euch noch ein paar Infos aus der Zeit zwischen dem letzten Eintrag zum Umzugsthema und heute vorenthalten habe.

Wir haben am 22. 12.2019 die Schl├╝ssel f├╝r unsere Interimswohnung ├╝bergeben bekommen, konnten darin schon unsere ersten 9 Kartons voll mit B├╝chern zwischenlagern und uns ein wenig mit der Umgebung vertraut gemacht. Den Abend dieses Tages verbrachten wir damit, durch die Weihnachtsm├Ąrkte in Hamburger Innenstadt zu schlendern und es uns einfach nur gut gehen zu lassen. Am n├Ąchsten Morgen fuhren wir schon wieder die 500 km zur├╝ck nach Dresden, denn noch fehlten uns in Hamburg so einige Kleinigkeiten des t├Ąglichen Bedarfs und zum Wohlf├╝hlen, wie z.B. DVD-Player, Teddyb├Ąren im Bett usw.

Die Weihnachtstage nutzten Carsten und ich ├╝berwiegend dazu, mal mit gutem Gewissen nur zu l├Ąmpeln (= s├╝├čes Nichtstun) und auszuschlafen, aber auch, um weitere Kisten zu packen und einige Vorbereitungen f├╝r das kommende Jahr zu treffen. Wir hatten nach unserem sehr turbulenten Dezember in der Tat eine kleine Pause gebraucht – das sp├╝rten wir beide ganz deutlich. Daher waren diese Tage f├╝r uns ein ersehntes Geschenk und eine gute Zeit, wieder Kraft f├╝r die anstehenden Aufgaben zu tanken.

Am 30.12. waren wir dann erneut mit einem vollbeladenen Auto auf der Bahn. Jetzt hat unsere Hamburger Wohnung in einem gewissen Rahmen an Wohlf├╝hlfaktor dazugewonnen und wir haben das Gef├╝hl, immer mehr hier anzukommen:

Wegen der Suche nach einer festen Bleibe gibt es auch eine kleine Hoffnung. Carsten hat vor einigen Tagen wieder die Wohnungsanzeigen im Web durchgesehen und noch eine Wohnung gefunden, die uns von der Beschreibung und den Fotos ganz gut gefiel. Am 30. Dezember hat mein lieber Mann die Maklerin angerufen und unser Interesse an diesem Objekt gezeigt. ├ťberraschenderweise meldete sich die Dame nur ein paar Stunden sp├Ąter zur├╝ck und meinte, dass wenn wir spontan sein k├Ânnen, w├Ąre diese Wohnung noch am n├Ąchsten Tag um 11:00 Uhr zu besichtigen. Und dank unserer derzeitigen ├ťbergangswohnung in der Hansestadt und somit einem kurzen Weg konnten wir tats├Ąchlich zusagen. Die Besichtigung hat unser Interesse an dieser Wohnung nur noch mehr best├Ąrkt, sodass wir unsere Schufa-Auskunft und ein paar andere Unterlagen daher gleich abgegeben haben. Aber nun m├╝ssen wir uns noch etwas gedulden, denn vor Montag ist keiner der Entscheider im B├╝ro. Daumendr├╝cken ist wie immer sehr erw├╝nscht    standard

Mein Mann hat morgen seinen ersten Arbeitstag und ich muss gestehen, dass ich bei ihm fast genau so aufgeregt bin, wie damals bei Einschulung meiner Kinder    standard    aber eine Zuckert├╝te wird es f├╝r ihn nicht geben    standard

Am Wochenende (FR oder SA) geht es erneut auf die Bahn gen Dresden, um weitere Gegenst├Ąnde aus unserem Hausrat in Kisten zu packen. Diese werden dann zwar noch dort bleiben m├╝ssen, denn zun├Ąchst darf uns das Gros unserer Kleidung und Schuhe in den hohen Norden begleiten. Unser Lebensmittelpunkt verlagert sich also immer mehr nach Hamburg und in Zukunft werden wir in Dresden sicherlich immer nur noch als „Besucher f├╝r kurze Zeit“ auftauchen. Ehrlich gesagt, auch wenn ich diese Tatsache hier aufschreibe, so richtig verinnerlicht habe ich es noch nicht. Aber wie unsere gute Freundin Barbara immer sagt: „budjet“ (es wird schon). Ich werde euch auch im neuen Jahr auf dem Laufenden halten – versprochen!



2019 08.
Dez

Wir kommen allm├Ąhlich immer st├Ąrker in eine wahrhaftige Aufbruchslaune.

Einerseits haben wir unseren Kalender f├╝r den laufenden Monat derzeit ganz prall mit diversen Treffen von ganz vielen lieben Menschen gef├╝llt. Im Dezember bieten sich als Treffpunkt mit guten Freunden aus Nah und Fern nat├╝rlich die zahlreichen Weihnachtsm├Ąrkte bestens an:

Weitere Termine resultieren aus Carstens Verabschiedungen auf Arbeit. Man kann doch nach 17 tollen Jahren nicht einfach eine Kusshand in die Menge werfen und „War sch├Ân mit Euch, ich geh‘ dann mal!“ zurufen. Schlie├člich hat mein Mann in all diesen Jahren mit seinen Kollegen zusammen wirklich sehr gern jede Menge verschiedenster Aufgaben Hand in Hand bew├Ąltigt. Deshalb gibt er am 16.12. (Montag) seinen Ausstand f├╝r den Gesch├Ąftsbereich und andere UKD-Kollegen (ca. 95 Einladungen) und macht am 20.12. (Freitag) ein Fr├╝hst├╝ck exklusiv nur mit seiner Abteilung (18 Leute). Aus diesem Grund werden jetzt schon kleine Schlachtpl├Ąne f├╝rs Besorgen diverser Leckereien, aber auch f├╝rs Kochen und Backen geschmiedet und eifrig notiert. Sonst verliert man ja zu schnell den ├ťberblick, was wann und wof├╝r gebraucht wird: Abschiedsrunde im Gesch├Ąftsbereich, Abschiedsrunde in der Abteilung und auch f├╝r ein Jahresabschlu├čfr├╝hst├╝ck im Carus Vital, dem von uns ganz gern genutzten Fitnessstudio f├╝r Mitarbeiter des Klinikums. Wir haben jetzt schon einen g├╝t gef├╝llten Einkaufszettel f├╝r den Wochen(end)einkauf am Freitag … 5x 10 Eier, eine Stiege Milch, 2-3 Margarinen, viel Zucker und Mehl u.v.m.

Zum anderen wissen wir auch endlich seit gestern, wo wir ab Januar unsere K├Âpfe f├╝r mindestens drei Monate in Hamburg betten k├Ânnen. Wir haben nun eine kleine m├Âblierte Wohnung in unmittelbarer N├Ąhe von Carstens neuer Arbeitsst├Ątte klar gemacht. Von dort werden wir uns dann auch schon aufgrund der k├╝rzeren Anfahrtswege verst├Ąrkt um eine dauerhafte Wohnung k├╝mmern und ich werde mich noch mehr ins Zeug legen, um schnell wieder in Lohn und Brot zu kommen. Falls ihr im neuen Jahr neben der Erf├╝llung von frischen, guten Vors├Ątzen noch den einen oder anderen Daumen zum Dr├╝cken frei habt … wir w├╝rden uns ├╝ber das feste Dr├╝cken derer sehr freuen!

Dass wir jetzt nun tats├Ąchlich eine Unterkunft haben, hat meinen Mann gestern derart befl├╝gelt, dass er sogar schon mit dem ersten Packen von Kartons angefangen hat:

Der Blick auf die Regale oberhalb des Fernsehers ist seitdem sehr gew├Âhnungsbed├╝rftig …

Morgen muss ich mich dann entscheiden, ob ich die weiteren Kartons eher mit B├╝chern oder mit Andenken aus der Vitrine best├╝cken will – wahrscheinlich klappt beides, denn wir haben noch an die 20-25 leere f├╝r den Anfang. Es sollten zumindest die Sachen sein, auf die wir ggf. Wochen und Monate verzichten k├Ânnen, denn die Dresdner Wohnung wird erst gek├╝ndigt und leer ger├Ąumt, wenn eine Neue in Sicht ist. Also darf nix verpackt werden, was wir jeden Tag ben├Âtigen. 

Ich schwanke zwischen Vorfreude auf den neuen Abschnitt unseres Lebens und einer leichten Wehmut, denn die jetzige Wohnung wird in absehbarer Zeit einiges an Gem├╝tlichkeit einb├╝├čen. Aber unbequem sind Ver├Ąnderungen doch immer, stimmt’s?



2019 02.
Dez

Einige unserer Freunde kennen bereits unsere Pl├Ąne, aber nun ist die Zeit reif, die Katze endlich mal f├╝r alle aus dem Sack zu lassen und auch euch auf den gleichen Stand zu bringen.

Keine Angst, wir bleiben nach wie vor zusammen! Wir ├Ąndern lediglich unseren Standort. Carsten tritt am 2. Januar seine neue Stelle in der Hansestadt Hamburg an. F├╝r ihn ist das ein nahezu nahtloser ├ťbergang von einer Arbeitsst├Ątte in die andere. Er hat zum 31.12.2019 gek├╝ndigt.

Ich dagegen bin schon seit Oktober zu Hause und habe mich nat├╝rlich ganz brav als arbeitssuchend bei der Agentur f├╝r Arbeit gemeldet    standard    aber noch hat sich die optimale Stelle f├╝r meine F├Ąhigkeiten nicht gefunden. Dazu kommt das Problem, dass man f├╝r ein Vorstellungsgespr├Ąch von recht kurzer Dauer erst f├╝nf Stunden Fahrt in eine und anschlie├čend genau so lang in die andere Richtung fahren muss. Wenn man das einmal gemacht hat (10 Stunden Fahrt f├╝r 30 min Bewerbungsgespr├Ąch), dann ist man ganz schnell bereit, die exzessive Arbeitssuche lieber auf die Zeit zu verlagern, wenn man vor Ort ist.

Unter uns gesagt, in den ersten Tagen und Wochen hatte ich das Gef├╝hl, dass ich meine Arbeit schw├Ąnze. Inzwischen ist dieses Gef├╝hl zwar weg und ich genie├če einfach diese, nach 21 Jahren ununterbrochener Arbeitnehmerbiografie irgendwie schon verdiente Pause. Zudem hat jeder sicherlich genug eigene Projekte und Ideen, f├╝r welche man sonst entweder die Zeit nicht gefunden hat oder die Kraft nach einem anstrengenden Arbeitstag fehlte. Jetzt kommen meine endlich auch mal an die Reihe.

Nachdem wenigstens nun eine Verdienstquelle gesichert ist, sind wir eifrig dabei, uns eine Bleibe im Norden zu suchen. Es wird wohl so sein, dass wir vorerst f├╝r 1-2 Monate eine m├Âblierte Wohnung mieten und erst dann einen festen Wohnsitz sichern k├Ânnen. Die Mieten sind nat├╝rlich nicht ganz ohne, aber das ist inzwischen leider ├╝berall Usus.

Ihr fragt euch nat├╝rlich, wie es dazu kam, dass wir diesen Umzug ins Auge gefasst haben … es kamen einfach mehrere Faktoren zusammen. Unsere Kinder haben schon vor Jahren Dresden den R├╝cken gekehrt und sind in weiter entfernte Ecken gezogen – Andrea weilt derzeit in ├ľsterreich im St├Ądtchen Leoben, Stephanie bleibt wenigstens bis zum Ende ihres Masters ihrem Potstdam treu. Dazu haben wir schon vor f├╝nf Jahren unser Haus verkauft und auch auf Arbeit wird derzeit einiges umgestrickt. Kurzum: wir beide f├╝hlten uns reif, etwas Neues loszutreten. Noch sind wir nicht zu alt daf├╝r, zumindest f├╝hlen wir uns so    zwinker    Carsten erz├Ąhlt immer wieder, dass er zuerst 27 Jahre im Westen der Bundesrepublik verbracht hat, danach ist er im Osten vollj├Ąhrig (18) geworden und nun ist mal der Norden dran. Ich als Meerliebhaber freue mich nat├╝rlich dar├╝ber, dass wir jetzt auch jederzeit einen kurzentschlossenen Tagesausflug an die K├╝ste machen k├Ânnen – da kommen bestimmt noch jede Menge F├╝├če-im-Wasser-Bilder zu meiner Fotosammlung dazu   standard

Aber davor m├╝ssen wir erst noch das Umkrempeln unseres gesamten Lebens und Alltags ohne Sch├Ąden durchstehen    zwinker
Wir sch├Ątzen, dass die ersten Monate des Jahres 2020 ein wenig anstrengend sein k├Ânnten, schlie├člich hat man noch ganz viel zu erledigen: die Zelte in Dresden abbauen … diese dann in Hamburg aufschlagen … sich an die neue Umgebung gew├Âhnen … der Dialekt ist auch ganz anders    zwinker

Man hat hier jede Menge gute Freunde ins Herz geschlossen und diese werden uns ganz gewiss an unserem neuen Standort fehlen. Wenigstens kann man Dank der modernen Kommunkationsm├Âglichkeiten aber auch auf solche Entfernung immer im Kontakt bleiben.

Ich verspreche, euch Leser auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Es wird bestimmt ganz interessant    standard

Momentan haben Carsten und ich nat├╝rlich allerhand zu bedenken, zu beachten, zu planen und zu tun.

Ich wei├č aber, dass ich einen perfekten Planer an meiner Seite habe – wenn ich ihm dann helfend unter die Arme greife, dann kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen    zwinker    dennoch w├Ąren wir f├╝r euer Daumendr├╝cken nat├╝rlich sehr dankbar!



2019 29.
Nov

Ich pers├Ânlich finde es wirklich schwierig, die Frage nach meinem Alter richtig zu beantworten. Die Zahl ├Ąndert sich ja auch jedes Jahr aufs Neue!    zwinker
Am vergangenen Dienstag war wieder mal der n├Ąchste Zahlenwechsel dran und zum letzten Mal in diesem Leben habe ich nun eine Zahl mit einer Vier als erste Ziffer … 400 werde ich ja sicherlich nicht mehr werden    standard

Da die 49 im gesellschaftlichen Sinne kein besonderer Geburtstag ist, wurde dieser ganz einfach gehalten und nur im kleinen Familienkreis gefeiert. Andrea reiste dazu schon am Vorabend aus ├ľsterreich an, so hatten wir sogar noch genug Zeit, vorher einen sch├Ânen Mutter-Tochter-Tag zu verbringen. Noch bevor wir aus dem Haus gingen, kamen Barbara und Anna vorbei, um mir pers├Ânlich zu gratulieren und nat├╝rlich trudelten auch von Fr├╝h bis Sp├Ąt Gl├╝ckw├╝nsche von anderen Freunden aus Nah und Fern auf diversen Kommunikationskan├Ąlen der modernen Zeit ein. Ich war wirklich ger├╝hrt …

Aber definitiv als Erster hat mir mein Mann alles Gute gew├╝nscht (beim allt├Ąglichen Aufstehen um 5:30 Uhr) und kurz danach rief auch schon Stephanie an, die gerade ihren Nachtdienst als Wetterbeobachterin beendete. Sie durfte sich auf m├╝tterlichen Gehei├č noch f├╝r ein paar Stunden ins eigene Bett verziehen, bevor sie sich dann aber schon auf den Weg zu uns nach Dresden machte. Auch Andrea war schon beizeiten wach geworden und fl├╝sterte mir bei einer herzlichen Umarmung jede Menge guter W├╝nsche zu.

Als sich dann am Nachmittag die gesamte Familie unter einem Dach versammelte, fuhren wir nach Mei├čen, denn mein Wunsch f├╝r MEINEN Abend war der gemeinsame Besuch eines Weihnachtsmarktes, aber in Dresden machten sie leider erst einen Tag sp├Ąter auf. Da die Mei├čner schon seit Montag er├Âffnet haben, war das eben der entscheidende Grund f├╝r unseren Ausflug in die Domstadt.

Und was macht man vornehmlich auf einem Weihnachtsmarkt? Nat├╝rlich, man trinkt Gl├╝hwein, bei├čt in eine Bratwurst rein, knuspert frisch gebrannte Mandeln und traut sich so wie wir vielleicht auch an einen Langos oder ein Knoblauchbrot ran. Das Wetter war sehr nett zu uns, denn es war weder sehr kalt, noch hat es geregnet – also: „Schmecken lassen!“

Erst als es 20 Uhr wurde und die Verk├Ąufer kurz davor waren, Feierabend zu machen, fuhren auch wir wieder nach Hause. Allerdings nicht ohne 10 Minuten vor Ladenschluss im Schweinsgalopp zum Stand mit den Pulsnitzer gef├╝llten Spitzen zu rennen, denn frisch schmecken diese einfach umwerfend! Carsten und Stephanie waren wie ├╝blich schneller als Andrea und ich, dennoch standen sie schon vor heruntergelassenen Rolladen am Stand. H├Ąh ?!?! Die Entt├Ąuschung war gro├č! Aber pl├Âtzlich bewegte sich die Jalousie wieder nach oben … die Verk├Ąuferin war zum Gl├╝ck nur mal kurz weg, um die Bestellung f├╝r den n├Ąchsten Tag aufzugeben. So konnten wir unser Vorhaben doch noch umsetzen und unseren Vorrat an diesen Leckereien gro├čz├╝gig auff├╝llen    standard

Zu Hause hockten wir noch eine ganze Weile beisammen und quatschten ├╝ber dies und das. Wir bleiben zwar dank der heutigen M├Âglichkeiten via Messenger, Email, Telefon oder Skype in recht engem Kontakt, aber bei einem pers├Ânlichen Gespr├Ąch, ggf. auch mit Kuscheleinheiten auf dem Sofa, erz├Ąhlt man einfach noch viel mehr aus dem Leben.

F├╝r mich war das ein ganz wunderbarer, lustiger und gleichzeitig sehr gem├╝tlicher Geburtstag! Mal schauen, wie ich in 366 Tagen den gro├čen Wechsel von der 49 auf die 50 feiern werde    zwinker    zum Gl├╝ck habe ich ja noch ein knappes Jahr, um mir dar├╝ber mehr Gedanken zu machen    standard



2019 21.
Nov

Eigentlich sind wir inzwischen ja schon in der zweiten Novemberh├Ąlfte angekommen und sollten schon probehalber einen R├╝ckblick auf das Jahr 2019 werfen, aber unsere Familie hat es bis dato einfach noch nicht geschafft, den Jahresbericht f├╝r das Jahr davor fertigzustellen    standard    das aktuelle Jahr hat sich als ├Ąu├čerst turbulent gezeigt und wir fanden zwischenzeitlich irgendwie nicht die n├Âtige Ruhe, um das Vergangene zu verarbeiten und abzuspeichern.

Nun ist das Schriftst├╝ck mit vielen Erinnerungen fertig und sogar bereit, sich der ├ľffentlichkeit zu pr├Ąsentieren. Einfach auf www.marvinchen.de gehen und auf dem Klingelbrett in der linken Reihe die zweite Klingel von oben bet├Ątigen. Diese ist extra rot eingef├Ąrbt und mit dem Schriftzug „neu“ gekennzeichnet.

Wir w├╝nschen euch ganz viel Spa├č beim Lesen!



2019 09.
Nov

Wenn wir alle ehrlich sind, dann wird mir gewiss jeder zustimmen, dass man nie zu alt zum Spielen ist. Der Spieltrieb ist eine ganz nat├╝rliches Verlangen, das sieht man sogar bei unseren vierbeinigen Freunden, denn sie spielen zumindest so ziemlich mit allem. Dabei ist es v├Âllig egal, ob es ein Fundst├╝ck vom Strand ist …

… oder etwas, was auch die Menschen zum Spielen benutzen:

Wir haben uns im Laufe der Zeit ganz viele Spielarten ausgedacht. Es gibt Aktivit├Ąten, wo man immer jemanden als Partner braucht:

Manche Spielsachen sind aus hartem Holz geschnitzt:

Ich bin zudem bereit zu wetten, dass in so gut wie jedem Haushalt zumindest ein Pl├╝schtier als Mitbewohner zugegen ist:

Die Auswahl solcher Sofa- und Bettgenossen ist heutzutage wirklich riesengro├č!

Wir lieben sie daf├╝r, dass sie uns von Anfang an liebhaben und bei uns bleiben m├Âchten:

Manch ein Teddy muss allerdings etwas l├Ąnger auf eine „Adoption“ warten:

Sie nehmen es dennoch ganz gelassen in Kauf:

Aber die Welt der Spielsachen besteht nicht nur aus Teddys    zwinker    das Sch├Ânste an Spielen mit den dazugeh├Ârigen Sachen ist n├Ąmlich, dass wir der realen Welt f├╝r einige Zeit den R├╝cken kehren k├Ânnen und uns in einer Phantasiewelt wiederfinden. Welches M├Ądchen, egal in welchem Alter, tr├Ąumte nicht  wenigstens einmal davon, eine Prinzessin zu sein und in einem Schloss zu leben?

Die Tr├Ąume der Jungs drehen sich dann schon eher eher um Pferde – anfangs als Ritter, Cowboy oder Indianer und anschlie├čend konzentrieren sie sich eher auf Pferdest├Ąrken:

Das Eintauchen in eine andere Welt wird aber auch oft vom Verkleiden begleitet:

Manche von uns verdienen damit sogar ihren Lebensunterhalt:

F├╝r Spiel und Spa├č sorgen zudem zahlreiche Freizeitparks:

Wobei in der Winterzeit eher die Indoor-Attraktionen interessant werden:

Beim Spielen werden alle Register gezogen. Es gibt sowohl f├╝r unsere H├Ąnde genug zu tun …

… als auch f├╝r unsere F├╝├če:

In der moderner Zeit ist die Technik als Spielbegleiter schon lange mit dabei, ob als ein Spielautomat …

… oder als Rechner. Zumindest war das noch so in der Zeit vor den allgegenw├Ąrtigen Smartphones:

Das Spielen auf einem Musikinstrument kann ├╝brigens auch sehr lustig sein:

Nat├╝rlich darf man bei diesem Thema Puppen nicht vergessen. Diese gehen jetzt mit der Zeit, so dass jedes Kind f├╝r sich eine passende Figur finden kann, mit der es sich identifiziert:

Damit man das Leben auch so richtig nachspielen kann, darf bei einem M├Ądchen nat├╝rlich der m├Ąnnliche Puppen-Part nicht fehlen. Ich bin ├╝brigens von seiner Frisur sehr angetan    standard

Beim Spielen mit Puppen oder anderen Figuren, welchen wir daf├╝r auch mal gerne unsere Stimme leihen, vergisst man oft, dass sie ja gar nicht lebendig sind und schon diskutiert man mit ihnen ├╝ber Benimmregeln:

Wie auch immer es w├Ąhrend des Spiels zugeht, im Endeffekt ist es nur wichtig, dass alles mit ganz viel Liebe und auch viel Phantasie geschieht:

Ich k├Ânnte zu diesem Thema noch ganz lange philosophieren, aber vielleicht haben auch meine Leser etwas dazu beizutragen? Das w├╝rde mich sehr freuen!    standard



2019 03.
Nov

Ich stelle mal wieder mit Schrecken fest, dass ich mich beim Schreiben hier erneut rar gemacht habe. Nun versuche ich euch mal ganz schnell in all das einzuweihen, was Carsten und ich in den letzten Tagen so erleben konnten.

Vor genau zwei Wochen beschlossen wir beide, einen schon etwas l├Ąnger an unserer Pinnwand h├Ąngenden Gutschein einzul├Âsen. Diesen hatte ich┬áschon vor knapp einem Jahr┬ávon Lisa und Kathrin als Dankesch├Ân f├╝r meine Russisch-Nachhilfe erhalten. Jetzt waren wir reif daf├╝r, mal wieder so richtig sch├Ân brunchen zu gehen und da kam uns dieses Geschenk von den beiden M├Ądels nat├╝rlich gerade recht. Wir haben bislang noch nie im Rosengarten┬ágegessen und waren dementsprechend sehr gespannt. Trotz Nieselregens entschieden wir uns vom Apartamento OLCA bis dort zu Fu├č zu gehen, denn wir konnten auf der Altst├Ądter Seite gem├╝tlich entlang der Elbe schlendern, einen Blick auf den heute stattfindenden Flohmarkt werfen, musste dann nur noch den Flu├č via Albertbr├╝cke ├╝berqueren und liefen sogar erst noch durch den f├╝r dieses Lokal namensgebenden Rosengarten. Es gab auch noch vereinzelt ein paar Bl├╝tenst├Ąnde …

Die gesamte Umgebung machte selbst bei diesem etwas ungem├╝tlichen Herbstwetter einen sehr netten Eindruck als man auf das Restaurant zuging:

Das Ganze sieht im Sommer bestimmt noch sehr viel besser aus! Nur den Gedanken, eventuell drau├čen sitzen zu k├Ânnen, haben wir ├Ąu├čerst schnell verworfen:

Im Herbst bleibt man doch lieber in ├╝berdachten und beheizten R├Ąumen sitzen, um das melancholisch anmutende Wetter nur durch ein sch├╝tzendes Fenster zu beobachten. Der Brunch richtete sich ganz nach italienischem Geschmack und auch die Musik, welche im Hintergrund lief, kam aus Italien: Eros Ramazotti schmachtete mehrere Lieder lang aus den Lautsprechern. Wir fanden das Angebot auf dem Buffet sehr ansprechend, das Personal sehr entspannt und hilfsbereit und haben unsere Zeit mit mehrg├Ąngigem Herumnaschen zusammen mit Reden ├╝ber alles m├Âgliche, was uns gerade durch den Kopf ging, sehr genossen.

In die gro├če Uhr ├╝ber dem Buffet haben wir uns auch verliebt, denn wir beide finden, dass diese auf der Klinkerwand einfach spitzenm├Ą├čig aussieht! W├╝rden wir sofort kaufen wollen, aber uns fehlt einfach eine entsprechende Wand daf├╝r …

An dieser Stelle nochmals ein riesengro├čes Dankesch├Ân an Kathrin und Lisa – ohne euch h├Ątten wir dieses Kleinod der Dresdner Gastronomie h├Âchstwahrscheinlich nie entdeckt!

Als wir dann mit vollen B├Ąuchen durch den Rosengarten zur├╝ck zur Innenstadt liefen, entdeckten wir durch Zufall noch etwas ganz Besonderes!

Dieser B├Ąr von Rudolf L├Âhner ist wirklich zum Schreien liebensw├╝rdig!

Wir gingen nach dem Essen ├╝brigens nicht nach Hause, sondern mal wieder zu einer Igeltour. Diesmal war es eine F├╝hrung, welche durch die Innenstadt f├╝hrte und das Thema „Der 9. November ÔÇô (K)ein deutscher Schicksalstag in Dresden?“ behandelte. Gemeint sind nat├╝rlich die Jahre 1918 (Novemberrevolution), 1938 (Brand der Synagoge) und nat├╝rlich 1989 (Wende).┬á Wir konnten mal wieder einiges aus einem anderen Blickwinkel sehen und nun habe ich auch eine genaue Vorstellung dar├╝ber, wie die Dresdner Synagoge vor dem Brand aussah und was dabei passierte. Das neu errichtete Nachfolgegeb├Ąude fand ich noch nie sonderlich h├╝bsch – es erinnert mich eher an eine Burg mit Schie├čscharten. Jetzt kenne ich sogar auch das alte Aussehen und finde die neue Version bei weitem nicht so attraktiv wie das urspr├╝ngliche Werk von Gottfried Semper – Architekt der ber├╝hmten Semperoper:

Am darauffolgenden Sonntag war das Wetter wesentlich besser und wir folgten nur allzu gern einer Einladung von Kerstin, mit ihr und ein paar ihrer Freunde durch den Rabenauer Grund zu wandern.

Dies war nicht unsere erste Laufrunde in dieser Gegend, denn wir waren schon einmal mit Ines und Torsten dort unterwegs und ein weiteres Mal zu einer gef├╝hrten Wanderung mit einem Trainer aus dem Fitnessstudios unseres Arbeitgebers. Aber selbst bei diesem dritten Mal entdeckten wir wieder etwas komplett Neues, wie zum Beispiel die Somsdorfer Klamm (steil bergauf) und die Himmelsleiter (steil bergab) … beides war obgleich der vielen Stufen und der rutschigen Bl├Ątter definitiv nicht meine Lieblingsabschnitte dieser Ganztagswanderung! Ich liebe eben ein entspanntes Laufen und Umhergucken, doch diese beiden Strecken erforderten jegliche Aufmerksamkeit und gro├če Konzentration von einem. Ansonsten war es ein wundersch├Âner, sonniger Herbsttag und man hatte viele netten Menschen um sich, mit den man ├╝ber Gott und die Welt plaudern konnte.

Jetzt, wo wir schon mal im Entdeckermodus waren, trauten wir uns gerne an die n├Ąchste neue Erfahrung: Ich war schon mal vor 2 Jahren zu einem Gesch├Ąftsessen im vegetarischen Restaurant „brennNessel“ und damals sehr von der gem├╝tlichen Atmosph├Ąre und den leckeren Gerichten angetan. Schon damals konnte ich mit meiner Schw├Ąrmerei auch Carstens Neugier wecken, aber als spontaner Besucher hat man so gut wie nie eine Chance, einen Tisch zu bekommen und wir hatten es leider immer wieder verpasst, vorab zu reservieren. Also planten wir unseren Besuch nun sehr zeitig und bekamen auch erfolgreich einen Tisch am Dienstagabend. Der Laden war tats├Ąchlich auch an dem Tag (mitten in der Woche!) rappelvoll! Das Essen schmeckte erneut superlecker. Ich hatte einen Polenta-Spinat-Auflauf und dies war Carstens Sp├Ątzle-Lauch-Zucchini-Auflauf mit Brie:

Auch wenn das f├╝r die meisten unserer Freunde und Bekannte v├Âllig unglaubw├╝rdig klingt, aber mein Mann fand das vegetarische Essen tats├Ąchlich sehr lecker und hat alles ganz brav aufgegessen! Danach kehrten wir noch bei McDonalds ein … nein, Scherz! ┬á ┬ázwinker

Der Abend des darauffolgenden Mittwochs n├Ąhrte mich mit geistiger Nahrung, denn in der Dresdner Hauptbibliothek wurde das neue Buch der inzwischen sehr angesagten russischen Autorin Gusel Jachina vorgestellt und ich bin Anna sehr dankbar, dass sie an mich gedacht und mich mitgenommen hat. Ich habe mal von einer Freundin ihr erstes Buch als Geschenk bekommen – nat├╝rlich in der Originalsprache. Dieses Buch ist inzwischen in 34 Sprachen ├╝bersetzt: auf deutsch „Suleika ├Âffnet die Augen“ . Wer ernste Literatur mag und keine Probleme damit hat, sich mit dem traurigen Kapitel der russischen Geschichte zur Zeit Stalins zu befassen, dem kann ich das Buch nur w├Ąrmstens empfehlen! Ich konnte es beim Lesen einfach nicht zur Seite legen! Diesmal wurde ihr neues Buch „Wolgakinder“ vorgestellt. Es geht darin um die Geschichte der deutschen Familien, welche einst einer Einladung Katharina der Gro├čen folgten, sich an der Wolga ansiedelten und nun den Wirrungen und Katastrophen der Zeiten nach der Oktoberrevolution ausgeliefert waren. Leider wurde es vor Ort nur in deutscher ├ťbersetzung verkauft.┬áZum Gl├╝ck hat die Autorin auch mitgebrachte B├╝cher signiert:

Das neue Buch habe ich mir nun in russischer Sprache ├╝ber einen Online-Buchversand bestellt, es ist gerade geliefert worden. Ich sch├Ątze, dass ich f├╝r die knapp 490 Seiten auch diesmal nicht zu viel Zeit ben├Âtigen werde, weil ich es hintereinander weg lesen will.

Zum Thema B├╝cher und Neuentdeckungen habe ich noch etwas anderes zu erz├Ąhlen. Ich st├Âberte mal wieder dem Bioladen an der UKD┬áund enteckte dabei neben vielen sehr leckeren Sachen auch einen Jahresplaner von Matabooks: diese werden aus Graspapier gefertigt und ich fand sie nicht nur wegen des Materials und der Haptik oder auch weil es ein Unternehmen aus Dresden ist, echt klasse:

Der Jahresplaner mit dem Elefanten auf dem Buchdeckel wurde von Sophie Thiele, der Tochter von ganz lieben Freunden, gestaltet und unsere ganze Familie ist schon seit Jahren ein echter Bewunderer ihres Talents! Wir durften schlie├člich auch schon ihre gro├čfl├Ąchigeren Werke bestaunen und haben bei so manchem Besuch auch den Schritt der Entstehung gesehen. Nat├╝rlich habe ich gleich zwei Kalender mitgenommen – Weihnachten ist ja schlie├člich nicht mehr weit und unsere Kinder freuen sich schon ┬á ┬ázwinker

Den Reformationstag, welcher mittlerweile gleichzeitig auch als Halloween Einzug in die deutsche Kultur h├Ąlt, haben Carsten und ich diesmal nicht in den eigenen vier W├Ąnden verbracht und wir konnten somit auch keine S├╝├čigkeiten verteilen. Ich habe aber stilecht das T-Shirt angezogen, welches ich quasi nur einmal im Jahr trage kann:

Damit ging es f├╝r uns beide zuerst ins Restaurant „Steak Royal“ , wo der Name nat├╝rlich sehr f├╝r die vorhandene Essensauswahl steht – Steaks in allen Variationen:

Ich sch├Ątze, nach der modernen Kategorisierung von Essgewohnheiten, kann man uns getrost als „Flexitarier“ bezeichnen, denn einen Begriff f├╝r die Menschen, welche einfach abwechselnd so ziemlich alles essen, habe ich sonst bislang nicht entdeckt┬á ┬á standard ┬á ┬áunsere Steaks (Carsten hatte ein┬áargentinisches Roastbeef mit Fettrand und ich ein┬áargentinisches Rinderh├╝ftsteak) waren ├╝brigens sehr gut, auf den gew├╝nschten Punkt gegart und ├Ąu├čerst lecker!

Nach dem fleischigen Mittagessen gingen wir nach langer Abstinenz mal wieder ins Kino:

Wir haben bis jetzt noch keinen einzigen Terminator-Film verpasst und nun kam eine Woche zuvor Teil Nr. 6 in die deutschen Kinos: „Terminator: Dark Fate“ . Nachdem wir den f├╝nften Film der Reihe etwas verworren und die Story relativ nichtssagend fanden, hatten wir trotz recht guter Bewertungen, z.B. bei N-JOY („Nette Action mit starken weiblichen Hauptrollen. Leider wird das Rollenbild nicht ganz zu Ende gedacht, daf├╝r ist der Film aber wirklich sehr witzig, selbstironisch und echt kurzweilig. 4 von 5 Sterne“) nicht allzu hohe Erwartungen gehabt. Um so gr├Â├čer war die ├ťberraschung ├╝ber eine frische Geschichte, ├╝ber die coolen Spr├╝che, ├╝ber knallige Actionszenen und ├╝ber das Wiedersehen mit (einem deutlich gealterten) Arnold Schwarzenegger und (einer noch ├Ąlter und verbraucht wirkenden) Linda Hamilton. Nicht zuletzt fand speziell ich die starken Rolle der Frauen in einem Film wie diesen einfach gro├čartig – die M├Ąnner werden den Film aber auch m├Âgen, da bin ich mir ziemlich sicher. Die ca. 130 Minuten waren viel zu schnell vorbei …

So, nun seid ihr ganz gut ├╝ber unsere letzten Freizeit- und OLCA-Aktivit├Ąten im Bilde. Ich hoffe, ihr genie├čt wie wir die vielen sch├Ânen Seiten dieses Herbstes!



2019 18.
Okt

Wir empfinden B├╝cher als etwas ganz nat├╝rliches in unserer Umgebung …

… dabei ist es absolut gleich, ob es sich um einen Ratgeber handelt, …

… um ein M├Ąrchen, welches immer wieder unsere Seele ber├╝hrt, …

… oder um ein Gedichtband:

B├╝cher sind aufgrund ihrer Herkunft mit den B├Ąumen verwandt. Besonders deutlich wird dies bei einer Buche:

Sowohl das eine als auch das andere haben, wie man sich erinnert, jede Menge Bl├Ątter zu bieten:

Oft genug sind die sch├╝tzenden Einb├Ąnde der B├╝cher und ebenfalls sch├╝tzende Borke der B├Ąume sogar farblich kaum voneinander zu unterscheiden:

Beide k├Ânnen ziemlich alt werden. Sehr h├Ąufig sieht man das wahre Alter sogar mit blo├čem Auge. Schicht f├╝r Schicht offenbart sich das unscheinbare Innere, was einst alles zusammen hielt:

B├╝cher helfen uns dabei, unseren Blick auf diese Welt abzurunden:

Sie machen sie auch mit ganz einfachen Mitteln mitunter bunter:

Unsere B├╝cher wecken in uns die Lust, Neues und Unbekanntes in weiter Ferne zun├Ąchst zumindest beim Lesen kennen zu lernen:

Aber sie sorgen auch f├╝r jede Menge Gem├╝tlichkeit in den eigenen vier W├Ąnden:

Am Anfang ist jedes Buch f├╝r den Leser ein unbeschriebenes Blatt …

… aber nach und nach erkennen wir das, was sich wirklich darin verbirgt:

B├╝cher sind f├╝r uns Orte der Erinnerungen. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es um ein gedrucktes Buch geht …

… oder ein handgeschriebenes, wie z.B. ein Poesiealbum:

Ich finde, B├╝cher sind genau so wichtig f├╝r unsere seelische Gesundheit wie ein t├Ąglicher Apfel f├╝r die k├Ârperliche ist:

Wer weiss, vielleicht bekommt ihr jetzt Lust, in einem l├Ąngst angefangenen und noch nicht durchgelesenen Buch das Lesezeichen wieder zu finden und weiter in der Lekt├╝re zu schm├Âckern    standard    ?

Das w├╝rde mich sehr freuen!