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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2012 13.
Mai

Diesmal darf ich, Heini, von meinen Reiseabenteuern berichten, da meine Bärenmutti immer noch zu beschäftigt ist, um selber über unseren gemeinsamen Ausflug ( nur zu zweit!) in die Ukraine zu erzählen.

Ich durfte sie begleiten, weil ich zum einem gerade groß genug für eine Ecke in ihrer Handgepäcktasche war und zum anderen ein gutes Näschen für Neues habe     zwinker

Eines wurde mir schnell klar: Im Flughafen Berlin-Tegel wird in der Nacht alles zugemacht, wo Mensch und Bär Spaß haben könnten. Statt dessen durften wir beide in einem Terminal die Zeit um die Ohren schlagen. Ich als echter Gentleman habe sogar auf Muttis Handgepäck aufgepasst, damit sie in aller Ruhe ihr Buch lesen konnte.

Unseren fehlenden Schlaf haben wir erst beim Fliegen und dann auf der Couch von Tatiana, einer Freundin von meiner Mutti, bei welcher wir bleiben durften, nachgeholt:

Sie wohnt in einem gaaaaaanz großen Haus, aber zum Glück am Rand eines Walds. So konnten wir manchmal schön spazieren gehen, wenn uns der Trubel der Millionenstadt Charkow zu viel wurde. Die Stadt ist riesig und alle Dinge darin auch, deshalb gibt es keine Fotos von “Heini in the City”, weil entweder nur ich oder nur die Sehenswürdigkeiten zu sehen waren, beides passte nicht auf ein Bild …

Aber der Wald war total teddybärgerecht!

Ich konnte dort ein wenig auf einem Baumstumpf verweilen:

Es gab auch neue Futterquellen zu finden. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob dieses Essen auch bärentauglich ist     zwinker

Ich konnte mir an einem zurückgelassenen, noch glimmenden Lagerfeuer meine Nase wärmen:

Auch ein bisschen umherwandern und über alte Baumstämme klettern ging problemlos:

Der Duft zarter Veilchen war genau das richtige für meinen Riechorgan!

Aber die vertrockneten Pilze auf einem moosbewachsenen Baumstumpf fand ich irgendwie seltsam:

Doch wer braucht schon solch altes Zeug vor der Nase, wenn es Frühling ist und alles um einen herum blüht und duftet! Meine persönliche Duftorgie erlebte ich hier:

In Tatianas Wohnung bin ich übrigens zwei Enten begegnet, welche mich sehr streng anguckten:

Aber in ihrer Seele sind sie ganz lieb und schon bald wurden wir gute Freunde. Nur nach Dresden begleiten durften sie mich irgendwie nicht     traurig

In der gleichen Wohnung konnte ich mich auch ein wenig in Kunstgeschichte weiterbilden und einige Ikonen aus der Nähe genauer anschauen:

Übrigens, ich kann jetzt auch einen weiteren Beweis liefern, dass mir meine Mutti bedingungslos vertraut – ich durfte ihr ganzes ukrainisches Geld verwalten!     lachen

Aber nach 5 Tagen mussten wir wieder unsere Sachen packen, die restlichen Hryvnas (ausgesprochen wird es “Grivnas”) ausgeben und zurück nach Deutschland fliegen.

Diesmal waren wir gut ausgeruht, also konnte ich die Zeit in der Maschine viel interessanter verbringen. Zum Beispiel kenne ich mich jetzt mit den aktuellen Bademodentrends gut aus:

Mamas Baguette sah sehr verlockend aus, aber ich habe es ihr gegönnt – wahr eh zur kross für mich     zwinker

Da fand ich die Wolken draußen viel kuscheliger und hockte ganz lange vor dem Fenster, um sie zu beobachten.

Es war eine wirklich tolle Reise, aber ich habe meine Kumpels zum Quatschen vermisst. Daher war ich froh, als ich wieder zu ihnen durfte und von meinen Erlebnissen erzählen konnte.



2012 29.
Apr

Seit Mittwochnacht bin ich wieder zu Hause. Wenn man alles zusammenzählt, dann bin ich volle 6 Tage in Charkiw gewesen. Ich hatte unerwartetes Glück mit dem Wetter, was mich allerdings arg überrascht hat, denn so viele kurzärmlige Sachen hatte ich gar nicht mit eingepackt     sprachlos     ich habe es sogar geschafft, in der Ukraine meinen ersten Sonnenbrand des Jahres zu holen, denn auch an Sonnenmilch habe ich keine Sekunde gedacht.

Aber das Wetter war bei dieser Reise im Gegensatz zu den üblichen Urlauben nicht sonderlich wichtig. Viel wichtiger waren für mich die Begegnungen mit meinen Freunden und ehemaligen Kommilitonen sowie natürlich mit Walja und Sveta. Zum Treffen der ehemaligen Mitstudenten sind leider weniger Leute gekommen, als ich anhand des im Vorfeld online bekundeten Interesse gedacht habe, aber diejenigen, welche gekommen sind, waren eine fabelhafte Auslese der guten Erinnerungen an unsere gemeinsame, schöne Studienzeit. Im Unigebäude selber hat sich einiges verändert: Unsere Kantine wurde nun zu einem Museum der Unigeschichte umgebaut und ein Cafe im Keller, in welchem jeder von uns mehr als nur eine Vorlesung geschwänzt hat, gibt es ebenfalls nicht mehr. Leider waren die Türen unserer Lehrstühle für Russische Sprache sowie Russische Literatur geschlossen - irgendwie hat die philologische Fakultät wohl beschlossen, in 2012 an den Feierlichkeiten nicht mehr teilzunehmen. Schade, aber nicht zu ändern. Unterwegs wurde unsere Gruppe immer größer, denn rein zufällig haben wir auch einige Jungs getroffen, welche 1987 ihr Studium mit uns zwar angefangen, aber aufgrund des 2-jährigen Wehrdienstes nicht mehr mit uns abgeschlossen haben. Wir haben sie dennoch nicht vergessen, denn die Männer unter Philologen sind immer eine Rarität gewesen. Solche Leute vergessen Studentinnen nie     zwinker

Außerdem habe ich mir einige Stadtteile von Charkiw angeschaut und festgestellt, dass man das Stadtzentrum zur EM richtig herausgeputzt hat. Auch der Flughafen hat mich enorm beeindruckt, sowohl die neugebaute, helle und große Halle, als auch die überaus freundliche Behandlung der Fluggäste durch Sicherheitsdienst und Zollbeamte.

Die Gegend, wo ich einst mit Uwe, dem Vater meiner Kinder, zusammengelebt habe, hat sich ebenfalls enorm verändert. Ich habe unser Studentenwohnheim nicht mal auf Anhieb finden können     erroeten

Natürlich gab ich einiges an Geld für Bücher und Süßigkeiten aus und habe unter anderem für Andrea das Buch “The Hunger Games” von Suzanne Collins in Russisch besorgt. Bin mal gespannt, wie lange sie dafür brauchen wird     zwinker
Gefreut hat sie sich darüber auf jeden Fall     standard

Da ich ab dem Tag meiner Rückkehr in die Casa OLCA beide Hände mit Arbeit, Unterricht und Haushalt zu tun hatte und dazu noch das sehr schönes Sommerwetter endlich auch in Dunkeldeutschland auftauchte, wird es wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich eine Auswahl von Fotos hochladen werde, aber die kommen nach – versprochen!



2012 15.
Apr

Seit einigen Tagen habe ich meine Fähigkeit klar zu denken und mich nicht ablenken zu lassen definitiv eingebüßt. Es geistern immer wieder und in unregelmäßigen Abständen Gedanken über meine bevorstehende Reise in die Ukraine im  Kopf herum, egal ob beim Lesen, beim Wäscheaufhängen oder beim Filmgucken. Heute habe ich noch eine Rundmail an die ehemaligen Uni-Mitstreiter geschrieben und hoffe, dass ich am 21.April, am Tag der ehemaligen Studenten, nicht allein vor dem Eingang zu meiner alma mater stehen werde, sondern auch anderen Ex-Kommilitonen einfällt, dass wir inzwischen vor 20 Jahren unsere Diplome bekommen und unser Studium abgeschlossen haben.

Vor der Abreise am Donnerstag (direkt nach der Arbeit) habe ich aber noch alle Hände voll zu tun.  Dabei muss ich mich nämlich nicht nur um meinen eigenen Kram kümmern … es steht inzwischen wesentlich mehr auf meiner To-Do-Liste. Denn während ich in die Ukraine entschwinde, kommt Stephanies Austauschschüler aus Italien in Dresden an. Ich schätze, es wird keine leichte Zeit für meinen armen, allein gelassenen Mann sein, aber er wird das zweifelsohne gut meistern. Allerdings stocke ich davor noch unsere Vorräte auf und poliere die Bude mit Stephanies Hilfe noch etwas auf.

Ich bin wirklich wahnsinnig aufgeregt. Vor allem die zu überbrückende Nacht im/am Berliner Flughafen Tegel macht mir etwas zu schaffen, aber es gab leider keine andere gescheite Möglichkeit von Dresden nach Charkiw zu kommen. Austrian Airlines findet den Dresdner Flughafen offensichtlich nicht mehr attraktiv genug, um die Verbindung nach Wien aufrecht halten zu wollen    traurig    vor fünf Jahren war das noch meine Anreisestrecke. Deshalb werde ich schon am Donnerstagabend gegen 18 Uhr mit dem Linienbus nach Berlin fahren müssen (Dauer ca. 2 Stunden), um dann (erst) am Freitagmorgen um 7:40 Uhr gen Wien starten und von dort direkt nach Charkiw fliegen zu können.

Das letzte Mal war ich im Mai 2007 in meiner alten Heimat und bin wirklich gespannt wie sehr sich die Stadt auch im Zuge der EM 2012 verändert hat. Ich hoffe, dass es mir gelingt einige aussagekräftige Bilder zu machen und auch genug Zeit übrig bleibt, um ausreichend Notizen für einen Reisebericht zu sammeln.



2012 04.
Mrz

… dann mache Pläne !

Da ich mich schon eine Weile nicht mehr zu Wort gemeldet habe, möchte ich die lange Schweigepause wenigstens mal erklären. Es kam bei uns nämlich einiges völlig anders als es ursprünglich geplant war.

Carsten und ich haben unsere Reise nach Fuerteventura zum 6. Hochzeitstag so gelegt, dass wir bereits Donnerstagnacht am 16. Februar wieder in Dresden sein konnten. Der Grund hierfür war unsere liebe, “kleine” Tochter gewesen, welche schon am Mittwoch wieder in der Casa OLCA eintrudelte und mit der ich am Freitag in aller Ruhe shoppen gehen wollte. Außerdem hatte ich das darauffolgende Wochenende dafür vorgesehen, mein Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen und auch die Urlaubswäsche von uns Dreien im Akkord zu waschen.

Die Zeit auf Fuerteventura war fabelhaft! Das Wetter hat super mitgespielt und auch die vielfältige Landschaft, geniale und schier endlose Sandstrände und superleckeres Essen gaben uns das Gefühl, vollkommen im Urlaubsmodus zu sein. Das Gefühl hielt auf der höchsten Stufe bis zum 15. Februar an. Als wir auf einer Landstraße mitten im Nirgendwo unterwegs waren, klingelte Carstens Diensthandy und wir mussten erfahren, dass seine Mutter an diesem Tag um 8:05 im Krankenhaus für immer eingeschlafen ist.

Unser Verhältnis zu ihr war bestimmt nicht einfach, es gab immer wieder Höhen und Tiefen, bis am Ende eine 8 Jahre lange Funkstille daraus wurde. Wir versuchten trotz dieser Umstände aus dem Resturlaub noch das Beste zu machen, wenn auch ein totales Abschalten nicht mehr so in der Luft lag, wie an den Tagen davor …

Wieder im Dresden, verbrachten Carsten und ich den ganzen Tag am Telefon, um uns ein Bild davon zu machen, was uns nun eigentlich erwartet und was wir vor Ort oder aus der Ferne regeln müssen. Schließlich haben wir beide unsere Arbeitgeber angerufen und um eine Urlaubsverlängerung von 2 weiteren Tagen gebeten. Glücklicherweise haben sich alle Chefs sehr verständnisvoll gezeigt. Nachmittags konnte ich dennoch einige Stunden mit Stephanie im Elbe-Park verbringen, denn wir haben uns beide auf dieses Mutter-Tochter-Ritual gefreut und wir wollten es uns nicht nehmen lassen.

Am Samstag sind Carsten und ich schon um 5 Uhr aufgestanden, um so früh wie möglich den 700 km langen Weg nach NRW anzutreten. Stephanie blieb allein zu Hause. Inzwischen vertrauen wir ihr, dass sie das Sturmfrei nicht für wilde Feten nutzt und das Haus bei ihrem Kochen keine Brandschäden abbekommt. Sie hat sich bislang für eine 16-jährige als äußerst zuverlässig erwiesen.

4 Tage lang verbrachten Carsten und ich nun damit, alles über seine Mutter zu erfahren, haben ihre Freunde und einige Bekannten sowie Nachbarn vor Ort kennen gelernt, sammelten alles, was an Papieren vorhanden war, haben Kontakt zur Vermieterin und Bank aufgenommen und immer wieder im Stillen darüber geflucht, dass uns ein Arbeitstag durch die Faschingszeit verloren ging, denn an einem Rosenmontag arbeitet in NRW kein Mensch. Es hat uns beruhigt, als wir aus den Erzählungen ihrer engsten Vertrauten und aus den Fotos erfahren haben, dass sie ihre Zeit ohne uns in vollen Zügen genossen hat. Nur ihre Freundschaften dauerhaft aufrecht zu halten fiel ihr nach wie vor sehr schwer, denn sie schaffte es, sich früher oder später immer wieder mit einigen heftigst zu verkrachen …

Am Dienstagabend sind wir wieder in der Casa OLCA angekommen, haben schnell unser Zeug in die Ecke geworfen und fielen total abgekämpft ins Bett, da wir ja am Mittwoch schon wieder arbeiten mussten. Seitdem besteht das Gros unserer Freizeit aus dem Durchforsten der mitgenommenen Ordner, Überprüfen der vorhandenen Kontoauszüge, Schreiben diverser Kündigungen, usw.. Langsam sieht mein Schatz aber wieder etwas Land, doch er ist noch lange nicht fertig. Durch mich hat der Wäschesack inzwischen wieder Aufnahmekapazitäten, die Schränke sind mit sauberen Klamotten gefüttert und nach und nach schaffen wir es, unseren Alltag zurückzuerobern.

Ich vermute, es gibt noch ein paar Dinge, welche meine Blog-Leser interessieren könnten und deshalb gebe ich noch ein paar Informationen gleich jetzt mit:

Carstens Mutter hat sich immer eine Feuerbestattung und als letzte Ruhestätte eine anonyme Wiese gewünscht – dieser Wunsch wurde ihr erfüllt.

Im Dezember hat man bei ihr Lungenkrebs festgestellt, war aber guter Dinge, was auch der anfängliche Erfolg der Chemotherapie zeigte. Bei einer onkologischen Nachuntersuchung wies man sie am Montag gleich ins Krankenhaus ein und dort ist sie dann am Mittwochmorgen im Schlaf verstorben – damit wurde ihr zweiter, sehnlichster Wunsch erfüllt, denn sie hatte immer panische Angst vor einer Existenz an Schläuchen und Maschinen.

Ihr Lungenkrebs hat uns eigentlich nicht sonderlich überrascht, da sie seit Jahrzehnten eine sehr starke Raucherin war.

Möge sie nun in Frieden ruhen.



2011 30.
Okt

Während unserer dreitägigen Reise in den Westen habe ich mich irgendwie die ganze Zeit  wie ein japanischer Tourist gefühlt. In der kurzen Zeit haben wir schließlich 1544 km sowie 286 verwertbare Fotos geschafft. Der Auslöser für unsere Tour nach NRW war ein besonderer Tag, nämlich der 26.10. 2011. Exakt 10 Jahre davor kam Carsten mit einem 7,5-Tonner, welcher sein gesamtes Hab und Gut beinhaltete, nach Dresden.

Zur Feier des Tages haben wir beschlossen, nun die gegensätzliche Richtung einzuschlagen und all die Plätze zu besuchen, welche er aus seiner Kinder-, Jugend- und Studentenzeit in Erinnerung hatte. Ich habe immer ein Interesse an persönlichen Lebensgeschichten, daher wollte ich zu Carstens großer Überraschung alle “Sehenswürdigkeiten” aus seinem Leben besichtigen. Ich habe schon so oft von vielen Sachen gehört und wollte nun unbedingt diese Häuser, Schulen, Spielplätze und was auch immer mit eigenen Augen sehen.

Außerdem haben wir uns mit Frank, dem Kumpel aus seiner Jugendzeit, verabredet. 

Die Kinder hatten allerdings nicht so ein großes Interesse wie ich. Andrea hätte nicht mal mit uns fahren können, da sie als Student jetzt keine Herbstferien mehr hat. Stephanies Neugier hielt sich ebenfalls in Grenzen, aber da sie noch nicht volljährig ist, wollten wir sie auf keinen Fall allein zu Hause lassen. Sie kümmerte sich um eine Alternative und quartierte sich für die 3 Tage und 2 Nächte bei ihrer Schulfreundin Lisa ein.

Als alles geklärt und geregelt war, blieb uns nur noch für gutes Wetter und freie Autobahn zu beten. Beides wurde uns gegönnt.

Am Dienstag starteten wir um 5 Uhr morgens gen Westen und kamen ohne Zwischenfälle pünktlich nach Plan an unserem Ziel an. Ab da gab es für mich ein Karussell der Örtlichkeiten: Schermbeck, Dorsten, Wesel, Dortmund, Bochum, Essen …

 Und überall gab es mehrere Ecken, welche für meinen Mann eine besondere Bedeutung haben. Da er sich als Kind eisern an das Faustrecht hielt, musste er einige Schulen wechseln, aber nach der 13-jährigen Schulzeit und seinem Internatsleben bei den Salesianern Don Bosco in Essen hat er sich zum Glück stark geändert. Sonst hätte ich ihn ganz gewiss nicht zum Mann genommen    zwinker

Die Abende mit Frank waren ebenfalls sehr lustig, aber ich bin kaum zu Wort gekommen, denn die beiden Brüder im Geiste hatten sich wirklich unheimlich viel zu erzählen:

Zum Abschluß unserer Reise haben wir für unsere Kinder am Donnerstag in Essen eine 18-er Packung süße Schmalzkringel bei “Dunkin Donuts” besorgt und in Dortmund die Regale im “Decathlon” geplündert. Diese beiden Läden gibt es leider nicht in Dresden. Hier findet man an jeder Ecke nur “Subway” sowie “Orsay” …

Die langen Tage und kurzen Nächte haben sich bei der Ankunft in der Casa OLCA um 22 Uhr gerächt: Carsten fiel prompt ins Bett und auch ich folgte ihm recht schnell. In den darauf folgenden Tagen haben wir uns immer wieder ein Nickerchen auf dem Sofa und in der Hängematte gegönnt, das war offensichtlich wirklich sehr nötig    zwinker



2011 09.
Apr

Ich glaube, ich kenne jetzt das Patentrezept.    lachen  

Eigentlich hat mein Mann ein solches Gemüt, dass er sich selten von mir ärgern lässt    zwinker    verliebt    aber jetzt kann ihn nicht nur fragen, wann er denn endlich mal Zeit hat, meinen Australienbericht zuende zu korrigieren (momentan sitzt er drüber und ist ungefähr bei der Mitte der 60 Seiten angekommen), sondern nun auch noch den Reisebericht nach Prag. Ich bin nämlich gerade damit fertig geworden, auf 21 Seiten unsere 4 Tage der fünften Hochzeitsreise zu beschreiben.    lachen    Inzwischen habe ich es absolut verinnerlicht, bei unseren Urlauben immer wieder die Zeit für Notizen zu finden, denn diese und die geschossenen Fotos helfen mir enorm dabei, mich an alle Erlebnisse zu erinnern.

Aber nun werde ich nach Australien und Tschechien mal eine Schreibpause einlegen müssen, denn es gibt in meinem Leben noch zu viele angefangene und nicht zu Ende gebrachte Projekte. Außerdem fordert der Frühling im Garten zunehmend meinen verstärkten Einsatz, denn leider war die Story mit dem eigenen Gärtner, welche ich am 1.4. auf “Fazzebuck” veröffentlichte, nur ein Aprilscherz. Daher habe ich heute erneut etwas Geld in der benachbarten Gärtnerei gelassen und muss nun die grünen Neuzugänge in meinen lehmigen Boden einbuddeln.

Morgen werde ich von einer superguten Bekannten besucht, die ich schon sein ca. 1 1/2 Jahren nicht mehr gesehen habe, da freue mich natürlich richtig darauf! Allerdings muss ich vorher noch ein wenig Ordnung im Haus schaffen und für das Treffen einen Kuchen backen. Hoffentlich kann ich das überhaupt noch, denn ich habe schon ewig nicht mehr gebacken.    standard



2011 31.
Mrz

Nachdem Carsten und ich gefühlte Tausende von Ferienwohnungen im Internet durchgesehen und unsere persönliche Favoritenliste erstellt haben, bekam ich heute die Ehrenaufgabe die Top 5 anzuklingeln. Unser Vertrauen in die ziemlich leeren Belegungspläne im Netz ist nicht besonders groß.

Es hat sich erwiesen, dass unser Misstrauen völlig berechtigt war. Bei der ersten Wohnung war die Vermieterin sehr erstaunt, dass jemand in März sein Urlaubsdomizil noch nicht gesichert hat. Nach dem Ende der Schulferien hätten wir die Wohnung haben können, aber das war dann doch nicht so unser Ziel.

Die zweite Wohung war ebenfalls schon lange belegt, aber wenn wir uns abends nochmals melden könnten, würde man sich noch die Mühe machen, andere FeWos vom gleichen Vermieter auf Verfügbarkeit zu prüfen.

Es hat sich mal wieder erwiesen, dass alle guten Dinge doch drei sind, denn dieser Anruf wurde zum Erfolg. Also fahren wir dieses Jahr im Sommer auf Rügen, da mein westdeutschgeborener Mann noch nie an der Ostsee war und die Kinder und ich dort vor einer Ewigkeit mal einen Tag lang weilten.

Carsten hat sich schon die Mühe gemacht nachzuforschen, was man dort so alles unternehmen und anschauen kann. Aber auch einige Faulenzertage werden uns bestimmt gut tun. Eigenlich hätte ich den Urlaub schon jetzt gebrauchen können.   zwinker



2011 17.
Feb

Ich habe jetzt mein ehrgeiziges Vorhaben, noch heute mit der Rohfassung des Jahresberichts fertig zu werden, auf Eis gelegt. Der Wunsch, die Bilder unserer Kurzreise in die Tschechische Hauptstadt zu zeigen, hat dann doch gesiegt.

Nun ist eine relativ kleine Auswahl (etwa ein Viertel) online gestellt und sogar mit Bildunterschriften versehen.

Viel Spaß beim Anschauen!



2011 16.
Feb

In der tschechischen Sprache bedeutet “Ahoi” sowohl “Hallo” als auch “Tschüss”. Ich finde das sehr praktisch, denn Carsten und ich haben am Samstag die ”Goldene Stadt” Prag begrüßt und gestern haben wir uns von dieser tollen Stadt wieder verabschiedet. Es war ein ziemlich kurzer Besuch, aber zum Glück haben wir vor eingen Jahren die interessantesten Ecken bereits mit Günter und Barbara abgelaufen, daher konnten wir uns diesmal sozusagen die Rosinen aussuchen. Natürlich waren wir im Großen und Ganzen in der gesamten Innenstadt unterwegs. Wir standen zur vollen Stunde am Rathausplatz, um das berühmte Puppenschauspiel zu sehen, wir haben um 12 Uhr mittags die große Wachablösung in der Prager Burg auf dem Hradschin miterlebt, sind unzählige Kilometer an der Moldau entlang gelaufen, haben nahezu alle Synagogen des jüdischen Museums in Josefov besucht, ich habe unterschiedliche Biersorten getestet und in einem Jazzcafe haben zwei Musiker ausschließlich für uns gespielt – weil zu der Zeit eben keine anderen Gäste anwesend waren.

Wir werden nun die Bilder sichten und sortieren, es sind wie immer jede Menge entstanden    zwinker
Wenn ich den Jahresbericht für 2010 (mein Ziel ist noch im Februar damit fertig zu werden) zuende geschrieben habe, werde ich mich meinen Notizen aus diesen Prager Tagen widmen.

Jetzt geniessen wir aber noch bis Sonntag unseren Familienurlaub und werden heute abends Kerstin und Elli besuchen … wir haben uns schon ewig nicht mehr gesehen.



2010 17.
Jul

Die Casa OLCA wird nach und nach leerer. Erst packte Andrea am Donnerstag ihren Koffer, um mit ihrer Freundin Elli nach Spanien mit einer Reisegruppe vom Veranstalter RUF Jugendreisen aufzubrechen. Gestern abend holte Papa auch Stephanie ab, um mit ihr nach Kalabrien zu fliegen. Nun sind endlich die Großen an der Reihe, ihre Wintersachen bei der vorherrschenden Sommerhitze zu packen. Ein pelziger Reise- und Schlafbegleiter wurde schon ausgewählt: Der große Dinkelman kommt selten mit, aber diesmal darf er sich eine völlig neue Welt ansehen.

Ich weiss nicht, ob ich zwischenzeitlich schaffen werde, das eine oder das andere Lebenszeichen in den kommenden Wochen hier zu schreiben. Daher wünsche ich allen Lesern auf jeden Fall einen tollen Sommer in Deutschland und schöne Urlaubszeit für alle, die es jetzt geplant haben!