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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2012 29.
Apr

Seit Mittwochnacht bin ich wieder zu Hause. Wenn man alles zusammenzählt, dann bin ich volle 6 Tage in Charkiw gewesen. Ich hatte unerwartetes Glück mit dem Wetter, was mich allerdings arg überrascht hat, denn so viele kurzärmlige Sachen hatte ich gar nicht mit eingepackt     sprachlos     ich habe es sogar geschafft, in der Ukraine meinen ersten Sonnenbrand des Jahres zu holen, denn auch an Sonnenmilch habe ich keine Sekunde gedacht.

Aber das Wetter war bei dieser Reise im Gegensatz zu den üblichen Urlauben nicht sonderlich wichtig. Viel wichtiger waren für mich die Begegnungen mit meinen Freunden und ehemaligen Kommilitonen sowie natürlich mit Walja und Sveta. Zum Treffen der ehemaligen Mitstudenten sind leider weniger Leute gekommen, als ich anhand des im Vorfeld online bekundeten Interesse gedacht habe, aber diejenigen, welche gekommen sind, waren eine fabelhafte Auslese der guten Erinnerungen an unsere gemeinsame, schöne Studienzeit. Im Unigebäude selber hat sich einiges verändert: Unsere Kantine wurde nun zu einem Museum der Unigeschichte umgebaut und ein Cafe im Keller, in welchem jeder von uns mehr als nur eine Vorlesung geschwänzt hat, gibt es ebenfalls nicht mehr. Leider waren die Türen unserer Lehrstühle für Russische Sprache sowie Russische Literatur geschlossen - irgendwie hat die philologische Fakultät wohl beschlossen, in 2012 an den Feierlichkeiten nicht mehr teilzunehmen. Schade, aber nicht zu ändern. Unterwegs wurde unsere Gruppe immer größer, denn rein zufällig haben wir auch einige Jungs getroffen, welche 1987 ihr Studium mit uns zwar angefangen, aber aufgrund des 2-jährigen Wehrdienstes nicht mehr mit uns abgeschlossen haben. Wir haben sie dennoch nicht vergessen, denn die Männer unter Philologen sind immer eine Rarität gewesen. Solche Leute vergessen Studentinnen nie     zwinker

Außerdem habe ich mir einige Stadtteile von Charkiw angeschaut und festgestellt, dass man das Stadtzentrum zur EM richtig herausgeputzt hat. Auch der Flughafen hat mich enorm beeindruckt, sowohl die neugebaute, helle und große Halle, als auch die überaus freundliche Behandlung der Fluggäste durch Sicherheitsdienst und Zollbeamte.

Die Gegend, wo ich einst mit Uwe, dem Vater meiner Kinder, zusammengelebt habe, hat sich ebenfalls enorm verändert. Ich habe unser Studentenwohnheim nicht mal auf Anhieb finden können     erroeten

Natürlich gab ich einiges an Geld für Bücher und Süßigkeiten aus und habe unter anderem für Andrea das Buch “The Hunger Games” von Suzanne Collins in Russisch besorgt. Bin mal gespannt, wie lange sie dafür brauchen wird     zwinker
Gefreut hat sie sich darüber auf jeden Fall     standard

Da ich ab dem Tag meiner Rückkehr in die Casa OLCA beide Hände mit Arbeit, Unterricht und Haushalt zu tun hatte und dazu noch das sehr schönes Sommerwetter endlich auch in Dunkeldeutschland auftauchte, wird es wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich eine Auswahl von Fotos hochladen werde, aber die kommen nach – versprochen!



2012 10.
Apr

Dieses Jahr ist Ostern den Medien nach kälter gewesen als Weihnachten 2011. Keine Ahnung, ob das stimmt, denn ich habe mir die Temperaturen vom Dezember nicht gemerkt. Aber der Schneeregen, welcher sich am Samstag kurzzeitig sogar in Schneefall umwandelte, sah schon beeindruckend aus. Auf jeden Fall haben wir unser Vorhaben, am Samstag mit einigen Kumpels zu grillen, recht schnell auf die späteren, wärmeren Zeiten verlegt - zumal zwei Teilnehmer von dreien kurzfristig absagen mussten.

Aber wenn ich das Osterwochenende in der richtigen Reihenfolge berichten möchte, dann fängt das Ganze eigentlich so an:

Am Donnerstag (der Rest meiner Familie hatte schon “Urlaub”) habe ich noch meine Russisch-Stunde in der VHS gegeben. Dabei schüttete ich die Leute erst mit ernsten Dingen wie Dialoge und Grammatik zu und in den letzten 45 Minuten durften sie dafür “Scrabble” in Russisch bzw. Kyrillisch spielen. Anfangs waren sie ziemlich unsicher ob sie das schaffen, aber als ich sie in zwei Mannschaften aufteilte, lief das quasi von allein. Noch nie habe ich diese Leute so eifrig in Wörterbüchern blättern sehen wie bei diesem Spiel    zwinker

Am Karfreitag fuhren wir zu Kerstin und Elli. Diesen Besuch hatten wir eigentlich schon mehrfach ins Auge gefasst, aber durch die Krankheiten beider Parteien jedes Mal wieder verschoben. Jetzt war es dann endlich soweit und es gab nicht nur die von ihr zubereiteten und von uns mitgebrachten Leckerlies, sondern auch Bildvorträge über unsere Reisen. Wir berichteten über den Februarausflug auf Fuerteventura und sie zeigte uns ihre Eindrücke ihres 3-wöchigen Indienaufenthaltes. Sooooo toll !

Am Samstag kam meine Anna zu Besuch. Es war wie immer herzlich ohne Ende. Auch hier wurden Reiseerfahrungen bei leckerem Essen ausgetauscht, denn sie kam erst vor einigen Tagen aus Australien zurück, wo sie ihre Tochter besucht hat. Ihr hat das Land genau so gut gefallen wie uns    standard
Bei diesem Treffen gab es aber nicht nur das österliche Mästen, sondern auch ein kleines Sportprogramm, denn ich weiß ja, dass sie unheimlich gern tanzt. So schwangen wir zwei bald eifrig unsere Controller und Hüften zum Wii-Spiel “Just Dance”. Das war echt lustig und wir sind ganz schön ins Schwitzen gekommen    lachen

Der Ostersonntag war schon vor langer Zeit als Familenostereierundgeschenkesuchtag auserkoren worden. Stephanie traf sich davor noch mit den Leuten ihrer Radio-AG zum gemeinsamen Essen und Quatschen, aber um 15 Uhr wurde sie von ihrer Schwester abgeholt und die beiden sind zusammen nach Hause gekommen.

Natürlich haben wir die süßen Osterhasen ins Haus gelassen! Danach gehörte Rest des Tages nur der Familie und wir hatten wirklich wahnsinnig viel Spaß dabei - nicht nur beim Verstecken und beim Suchen    zwinker

Es war schon kurz vor Mitternacht als die Frage gestellt wurde, ob Andrea in ihr Wohnheim gebracht werden möchte oder bei uns übernachten will. Sie hat sich recht spontan für das Schlafen in der Casa OLCA entschieden und so wurde zugleich der Plan des Ostermontags besiegelt. Auch dieser Tag gehörte dann nämlich dem gemütlich-entspannten Familenleben mit einem ewig langen Frühstück, Rückenmassagen für alle Mädels, Spielen, Rumhopsen nach Noten und einfach nur gediegen chillen … erst am späten Nachmittag zog sich unser großes Kind in ihr eigenes Domizil zurück. Bevor wir ins Bett gegangen sind gönnten wir uns abends zum Abschluß dieses wunderbaren Wochenendes noch einen Film, den Stephanie abgöttisch liebt und welchen wir schon lange nicht mehr gesehen hatten: Roland Emmerichs Endzeitspektakel “2012″.

Und wie war es bei euch so ?

Heute beginnt für Carsten und mich eine kurze Arbeitswoche, während Stephanie noch die Vorzüge des Schülerlebens, spricht eine Woche Osterferien, geniessen darf.



2012 02.
Apr

Neuerdings hat sich mein Verhältnis zur VHS in Dresden ziemlich verändert. Ich habe schon mal erwähnt, dass ich mich dort als Lehrerin für Russisch beworben habe und sehr gespannt war, wie viele Dresdner denn Interesse daran haben können, ihre Schulsprachkenntnisse aufzufrischen.

Nach der erfolgreichen Aufteilung der 20 Interessierten habe ich nun 12 Kursteilnehmer bekommen. Und nach mittlerweile schon drei Abendveranstaltungen (3 x 45 Minuten jeden Donnerstag) muss ich sagen, dass ich mit meiner Gruppe sehr glücklich bin. Es ist menschlich sehr harmonisch,  sie sind wissbegierig und dennoch nicht verbissen, alle gehen respekt- und humorvoll miteinander um - also aus meiner Sicht sind das optimale Bedingungen, um das etwas verrostete Wissen gut aufzupolieren.

Mir macht es auf jeden Fall viel Freude, meine Donnerstagabende mit ihnen zu verbringen, auch wenn ich dafür ein Teil meines Wochenendes für die Vorbereitung aufbringen muss. Das Lehrbuch ist für den vorhandenen Wissensstand nicht ausreichend, daher versuche ich noch einiges in Eigenregie zu erarbeiten und im Unterreicht einzubringen. Da kommt mir meine pädagogische Ausbildung doch noch zu Gute.

Apropos pädagogische Ausbildung: Mein Flug nach Charkow zum Ehemaligentreffen rückt immer näher. Am 19. April fahre ich nach der Arbeit nach Berlin, um von dort über Wien nach Charkow zu fliegen. Ich bin schon jetzt wahnsinnig aufgeregt und habe neuerdings geträumt, dass ich meine Digicam vergessen habe – da bin ich schweißgebadet aufgewacht!     lachen

Ich hoffe, das passiert mir im richtigen Leben nie!



2012 11.
Mrz

Irgendwie komme ich niemals so richtig zu Ruhe und dabei bin ich meistens auch noch selber schuld daran    zwinker

Dass ich mir immer wieder irgendwelche Kurse bei der VHS ausgesucht und gewissenhaft besucht habe, ist ja inzwischen nichts Außergewöhnliches mehr. Aber nun habe ich mir einen Kurs ausgesucht, bei dem ich immer gut vorbereitet auftauchen muss und außerdem keine Stunde ausfallen lassen kann, denn jetzt wechsel ich die Seiten und werde bei der VHS Dresden zunächst ein Semester lang den Reaktivierungskurs Russisch für Erwachsene unterrichten.  Ich freue mich sehr darüber, bin natürlich aber auch wahnsinnig aufgeregt. Ich bin wirklich gespannt, mit welchen Erwartungen die Leute in diesem Kurs auftauchen und welches Wissensniveau sie mitbringen. Womit ich übrigens gar nicht gerechnet habe ist, dass sich so viele Teilnehmer für diese Lerneinheit entscheiden, sodass man sie auf 2 Gruppen aufteilen wird. Offensichtlich habe ich bislang den Bedarf an einer Auffrischung von Russischkenntnissen ernsthaft unterschätzt    zwinker

Die zweite Gruppe übernimmt parallel zu meinen Unterrichtsstunden eine erfahrene Lehrerin, welche zwar inzwischen das Rentenalter erreicht hat, aber geistig echt topfit ist! Ich hoffe sehr, dass ich noch von ihrer langjährigen Erfahrung als VHS-Kursleiterin profitieren kann. Bereits bei unserem ersten Treffen haben wir festgestellt, dass wir beide aus der gleichen Stadt in der Ukraine kommen und sogar die gleiche Uni absolviert haben - allerdings mit einem Versatz von ein paar Jahrzehnten    standard

Die Welt ist also doch ein Dorf, denn es ist egal, wo man ist, es findet sich immer eine Seele, mit der man wunderbar Erinnerungen und Erfahrungen austauschen kann    standard



2011 16.
Nov

Ich habe es ja schon im vorherigen Post erwähnt, dass die Tür der Casa OLCA ein zweites Wochenende in Folge für russische Couchsurfer (es ist zugleich am 11.11.11 unser 33. CS-Besuchertreffen seit 2007) offen sein wird … am liebsten hätten wir diesen Besuch sogar glatt bei uns behalten!

Tanja und Anja fügten sich völlig unproblematisch in unsere alltäglichen Abläufe ein und erfrischten mit einer Lebensfreude, die man nicht beschreiben kann, sondern einfach erleben sollte    standard    Die Unterhaltungen verliefen meist dreisprachig, weil beide Mädels perfekt in Russisch und ziemlich gut in Englisch waren, aber nur Tanja konnte und wollte bei sich gebenden Gelegenheiten Deutsch sprechen. Wir haben übrigens wieder mal sehr gestaunt, wie schnell slawische Studentinnen die deutsche Sprache erlernen können, denn nach nur 3 Monaten in St. Gallen (liegt zudem ”nur” in der deutschsprachigen Schweiz) konnte sie wunderbare, lange Sätze bilden und das nicht nur zum Thema  Essen und Klamotten.

Wir latschten am Sonnabend durch die Stadt, wärmten uns mit einem Glühwein auf und schwatzten über Gott und die Welt.

 Zum Schluß kehrten wir noch bei Curry & Co ein, um uns eine typisch deutsche Spezialität zu gönnen. Für eine weitere habe ich übrigens meine eisernen Prinzipien verraten, als ich schon im November einen echten Dresdner Christstollen gekauft und zusammen mit den Mädels schon vor dem Weihnachtsfest gegessen habe. Sonst warte ich eigentlich immer recht brav bis zum Beginn der Adventszeit    zwinker

Da Tanja und Anja eine für Dresden unverzeihliche cineastische Lücke hatten, empfand ich es als meine Pflicht diese zu füllen. So verbrachten wir den Abend damit, unseren müden Füßen Ruhe und den Augen sowie Ohren den Genuss von “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” (auf Russisch) zu gönnen - Carsten hat sich bei dieser Kinovorstellung lieber an sein Rechner verzogen    lachen

Ich dagegen konnte bereits während des Films die Szenen mit Schloß Moritzburg betonen, denn am Sonntag nahmen wir dieses Bauwerk auch gleich live in Augenschein. Gegen Nachmittag brachten wir die beiden Reisemäuse in den Elbepark, da sie ab dort durch die Mitfahrzentrale eine Weiterfahrt nach St. Gallen ergattert haben.

Da ich die letzten beiden Wochenenden dann so gut im russischen Trott angekommen war, gönnte ich mir heute noch den krönenden Abschuß und traf mich im Ausländerrat zum Tag des Offenen Projektes mit einer Namensvetterin. Olga kenne ich von der Plattform odnoklassniki.ru und nach ca. 3 Jahren Schreiben haben wir uns nun entschieden, dass es mal an der Zeit ist, sich auch persönlich kennenzulernen. So nutzte ich den heutigen Buß-und Bettag um etwas Gutes für die Gesellschaft  (habe nach besten Wissen und Gewissen bei PR-Gruppe des Vereins mitgemischt) und für mich zu tun, denn die Chemie zwischen uns hat auf Anhieb gestimmt. Ganz ulkig war übrigens immer wieder die Situation, wenn jemand “Olga” gerufen hat, während wir beide uns unterhielten. Klar, haben wir uns beide sofort umgedreht und synchron “ja” gesagt    lachen
Zudem konnte ich bei dieser Veranstaltung einige bekannten Gesichter antreffen, z.B. Mädels, mit denen ich vor etlichen Jahren regelmäßig zu den feurigen Klängen afrikanischer Musik getanzt habe.

Die national gemischte Truppe vom Ausländerat war übrigens auch schon ein guter Übergang zur baldigen “deutschen” Freizeit, denn in ca. einer Stunde werden Carsten und ich ins germanische Mittelalter eintauchen und uns die Speisen und Getränke im “Anno Domini”  schmecken lassen. Dem Gerd, welcher uns eingeladen hat, sei Dank!



2011 08.
Nov

Wenn wir Couchsurfer bei uns aufnehmen, dann wissen wir bereits aus Erfahrung, dass wir nach solchen Wochenenden definitiv am Schlafmangel leiden werden    zwinker

Natürlich ist es auch diesmal mit der kleinen Familie Denis, Alla und ihrer 7-jährigen Tochter Polina aus Moskau nicht viel anders geworden. Ab Freitagabend herrschte mal wieder das wilde Sprachendurcheinander von Deutsch, Englisch und Russisch in unserem Haus, doch unsere Gäste sprachen zum Glück ganz gut Englisch. Ich musste daher nicht permanent als Verständigungsbindeglied agieren    zwinker

Die Russisch-Kenntnisse meiner Familie haben sich nach diesem Besuch dennoch enorm gebessert. Carsten erinnerte sich selbst an die Vokabeln, welche wir aufgrund des fortgeschrittenen Alters unserer Mädels nicht mehr so oft nutzen müssen, wie z.B. “Osotorzhno!” (Vorsicht!). Solche Ausrufe brauchen wir inzwischen für die nicht mehr, aber wenn man mit einer bis dato bergunerfahreren kleinen Maus im Felsenlabyrinth in der Sächsischen Schweiz unterwegs ist, kann ein solcher Ausruf viele unschönen Erfahrungen und schmerzhafte Flugeinlagen ersparen. Andrea hat uns zudem beim Samstagsprogramm in die Dresdner Innenstadt begleitet und Polina hat sie dabei sehr ins Herz geschlossen - daher glaube ich felsenfest daran, dass der Wortschatz meiner Großen am vergangenen Wochenende einen enormen Zuwachs erhalten hat    zwinker

Ja, wir haben mit unseren Gästen diesmal eine etwas ungewohnte Route ausgesucht. Natürlich grasten wir zuerst am Samstag die Altstadt mit all ihren Klassikern ab, nur für die Galerie “Alte Meister” war leider keine Zeit mehr geblieben. Dafür konnten wir den “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”-Fans wenigstens noch Schloß Moritzburg zeigen.
Am Sonntag fuhren wir zuerst zur Bastei, weil diese Aussicht aus unserer Erfahrung einfach jeden umhaut    standard    und so war es auch diesmal. Danach entschieden wir uns, auch dem Kinde etwas Gutes zu tun und fuhren zum Felsenlabyrinth, wo sie ausgiebigst herumklettern konnte ohne gleich in die Nähe von über hundert Meter tiefe Abgründe zu geraten. Ich schätze, diese Erfahrung bleibt für unseren Besuch ebenfalls sehr positiv bzw. einmalig in Erinnerung    standard    nicht nur wegen des Picknicks auf dem Felsenplateau:

Ich kann an diesem Wochenende mein i-Tüpfelchen mit Denis verbuchen. Er schreibt in seinem Blog nicht nur über seine Reisen, sondern bewertet auch unterschiedliche Weine. Da wollte ich mit meinem Mini-Weinkeller seinem Gaumen mit einigen neuen Weinerfahrungen aushelfen. Unser Mitbringsel aus Australien kam bei ihm genau so gut an, wie ein trockener Sekt vom Schloß Wackerbarth    standard    ich bin mal gespannt, wie er es in Worte fassen wird.

Nur der Abschied am Montagmorgen war etwas schmerzhaft für uns, denn der Bus nach Berlin, welcher unsere Gäste zum Flughafen bringen sollte, fuhr bereits um 4:45 Uhr am Hbf-Dresden ab und wir unterbrachen unsere Nachtruhe gegen 3:30 Uhr für eine halbe Stunde, um unsere Gäste noch gebührend verabschieden zu können. Dann stand das Taxi auch schon vor der Casa OLCA und hat sie mitgenommen …



2010 26.
Sep

Diese Überschrift ist aus dem Kommentar auf Facebook entstanden, denn so klang die Rückmeldung von Gaby als ich in 2 Sätzen beschrieben habe, was wir uns im Großen und Ganzen vorgenommen haben: Dieses Wochenende verlief komplett im Zeichen der Familie und Freunde.

Freitagabend genossen unsere Teenager ein sturmfreies Haus während Carsten und ich durch Altkötzschenbroda , einem Teil von Radebeul, stapften. Am dritten Wochenende im September ist dort immer Weinfest angesagt und der Federweißer fließt in Strömen.  Trotz der schlechten Wettervorhersage wurde es ein lauer, fast sommerlicher Abend und ich nippte hier und da an dem süffigen Wein während wir uns umherschubsen ließen. Irgendwann war uns dieses Geschubse an den Ständen zu doof und wir seilten uns mal in den einen, mal in einen anderen Seitenhof ab, wo kleine Bands Live-Musik gespielt haben. Wahrscheinlich werden wir langsam alt, denn zu viel Publikumsverkehr auf solchen Festen passt uns nicht mehr so recht. Aber wir konnten immerhin die ersten gebrannten Mandeln dieser Saison kaufen, denn auf diese habe ich wirklich Appetit bekommen, weil sie sooooo schön gerochen haben!

Am Samstag standen auf dem Tagesplan: Russisch Unterrricht mit den Mädels, Spanisch-Hausaufgaben mit Carsten und als Belohnung für die Mühen des Tages und um meinen ersten erledigten Übersetzungsauftrag zu feiern, gingen wir ins Dresdner “Sushi & Wein”-Restaurant. Ok, am Wein war mal wieder nur ich interessiert, aber Sushi finden schon wieder 3 Familienmitglieder toll. Stephanie kann auf dem Teller fast keiner Fischart etwas abgewinnen, die Ausnahmen sind Thunfisch aus der Dose sowie Fischstäbchen, daher durfte sie a la Card, sprich Nudeln mit Fleisch und Gemüse, essen.  Wir fanden nicht nur das Essen schön, sondern auch die Möglichkeit wieder mal ungestört über alles Mögliche zu reden: Freunde, Erinnerungen, Pläne für die Zukunft, Gefühle, usw., usw.. Unseren Nachtisch haben wir bei Burger-King eingenommen. Ich finde ihre neue süße Sünde “Dessert Shots” nämlich ganz praktisch:  man isst etwas Verführerisches, aber eben nur eine kleine Portion und hat danach kein schlechtes Gewissen. Am leckersten ist  “Caramel”, die Geschmacksrichtung “Zitrone” dagegen fand ich am schlimmsten, weil am künstlichsten.

Am Sonntag stand Sächsisch im Vordergrund. Wenn man schon Freunde aus dieser Gegend zu Besuch hat, dann kann man sich auch der Umgebung anpassen    zwinker    Wir haben schon lange keine Möglichkeit mehr gehabt, ausgiebig mit Jens und Sabine zu quatschen, dabei haben wir noch so viel gemeinsam unternommen, als unsere Kinder noch zusammen in die Schule gingen … ursprünglich war eine Fahrradtour zum oben genannten Weinfest geplant, aber da es seit Samstagmorgen nur noch regnet, haben wir uns lieber gemütlich zu Hause hingesetzt. Für diesen Plan B hatten Carsten und ich nämlich schon vorsorglich etwas Federweißen am Stand bei unserem Lieblingwinzer gekauft    lachen 
Die Händler auf allen Märkten tun mir an diesem Wochenende wirklich leid, denn das Wetter hat ihnen ganz gewiss im wahrsten Sinne des Wortes einen Strich durch die Rechnung gemacht …



2010 04.
Sep

Es ist eine absout erstaunliche Woche für mich gewesen: 2 Männer haben mir berichtet, dass sie Vater werden! Ich habe mich sehr für die Beiden gefreut! Bei einem ist es schon bald so weit (ein guter Beweis dafür, dass Männer ganz gut Geheimnisse bewahren können    lachen   ) und der andere hat noch bis zum nächsten Frühling zu warten.

Das Schönste ist, dass einer davon schon seit einigen Jahren mit seiner Freundin und ihren beiden Töchtern zusammenlebt. Na, erkennt jemand Parallelen zum OLCA-Leben?    zwinker     Aber die Mädchen aus seiner Beziehung beginnen gerade mal ihre Schullaufbahn, während unsere immer mehr in Richting Selbständigkeit abdriften. Also, macht euch keinen Kopf, es ist in der Casa OLCA kein Nachwuchs geplant.    lachen

Da sich unsere Mädels jetzt auch selbst vertun können, geniessen wir natürlich die gewonnene Freizeit. Zum Beispiel gestern Abend: wir waren mal wieder beim CouchSurfing-Treffen in der Neustadt, genauer gesagt in der Bar 100 auf der Alaunstraße. So ein Treffen ist immer sehr spannend, denn man sieht dort die Leute wieder, welche so wie wir sich hin und wieder in der reiselustigen Runde blicken lassen, aber es gibt auch immer neue Gesichter und mit Garantie auch immer eine oder mehrere interessante Unterhaltungen. Die größe Überraschung des gestrigen Abends erwartete uns aber nicht bei den Couchsurfern, sondern es war der Mann hinter der Getränketheke. Wir erkannten ihn erst auf den zweiten Blick, denn seit unserer letzten Begegnung sind geschätzt 7 Jahre vergangen. Felix, der Lieblingszivi aus Stephanies Kindergartenzeit, ist inzwischen etwas älter, gesetzter und auch Vater geworden.    lachen    Von seiner Tochter haben wir zu diesen späten Tagesstunde natürlich nur ein Bild gesehen … ein 1 Jahr altes Mädchen kann nicht anders als nur unbeschreiblich süß sein     herz

Die anderen Gesprächspartner waren ebenfalls toll. Maria und Tina, welche das Ganze wie immer gut organisiert haben, ein paar Kumpels vom allerersten Treffen, welches im Januar 2007 war, Leute aus Dresden, Leipzig, Münster, Brisbane … jeder hatte Interessantes von den verschiedenen Reisen und dem Leben zwischen diesen zu berichten und es gelang uns wie üblich nicht, mit jedem im Raum ein Wort zu wechseln   ueberrascht   dafür waren es einfach mal wieder zu viele.  Wir haben uns aber ganz toll mit Yelena aus Tallinn unterhalten, mit welcher ich mal Russisch, mal Englisch und mal Deutsch gesprochen habe. Sie bleibt der Arbeit wegen für die nächsten 11 Monate in Dresden und wir hoffen, dass wir uns auch außerhalb der monatlich einberufenen Treffen mal wiedersehen können.



2010 29.
Aug

Wenn man darüber nachdenkt, was ich an dem Wochenende gesehen und erlebt habe, kommt man recht einfach auf diesen Spruch.

Das Wochenende startete schon am Freitagabend mit einer lustigen und fröhlichen Geburtstagsfeier bei unseren Freunden. In Bezug auf die Trinkspiele & Co hatte ich die harte Schale, in Bezug auf manche Lieder schmolz mein weicher Kern …    zwinker

Am Samstagabend haben wir uns wie Rabeneltern benommen und unseren Nachwuchs (immerhin schon 14 und 17!) alleine zuhause gelassen. War ja auch gut so, denn “The Expandables” ist zu Recht mit FSK 18 gekennzeichnet. Für die Liebhaber des “Knall! Boom! Bang!”-Genres ist der Film absolut empfehlenswert, denn die Kampfszenen waren nicht für sensible Gemüter konzipiert. Dafür hatte man gute Schauspieler der alten und der modernen  Action-Schule zu Gesicht bekommen sowie einige coole Sprüche. Aber man merkte auch, dass Sly den Streifen selber ins Leben gerufen hat, denn man spürte immer wieder, dass “Rambo IV” dort in vielerlei Hinsicht den Paten spielte. Wer eine geistreiche Story sucht, sollte das Geld lieber für irgendwas anderes ausgeben, für eine knallige Actiongeschichte a la Popcornkino ist es aber völlig ausreichend gewesen.   zwinker

Damit war mein harter Teil dieses Wochenendes eigentlich auch schon abgehakt. Der Sonntag entwickelte sich als wunderschöner, spaßiger und fröhlicher Familientag. Die Mädels haben ganz toll beim Russischunterricht mitgemacht. Dabei sollten sie mir unter anderem auch erzählen, um was es im Lied von Evgenij Grischkovetz, welches einfach nur “Singen” (“Петь”)  heisst, eigentlich geht. Sie haben sich gut mit dem Text geschlagen   *lob*   . Danach verbrachten wir einige Stunden bei diversen Spielen wie “Cluedo”, “Popcorn” , “Stadt, Land, Fluß” sowie ”Jenga” und ”Schiffe versenken”, bevor wir uns zum Abschluß noch mit der Frage “Wer bin ich?” beschäftigten. Es war für uns alle nicht einfach, denn im Wohnzimmer saßen laut Stirnzettel Donald Duck, Rübezahl, Pumuckl und Ronaldinho. Wir haben uns echt genial amüsiert und haben viel und lange gegrinst und gelacht. Zum Schluß gingen wir noch gemeinsam ins Kino, um “Toy Story 3″ zu sehen. Der Trickfilm fügt sich perfekt in die Reihe und ist einfach nur schön. An einer Stelle musste ich sogar heimlich die Tränen wegwischen. Es geht dort nämlich darum, dass Andy, dem alle Spielsachen gehören,  inzwischen 17 Jahre alt geworden ist (da hatte ich sofort eine Parallele zu meinem eigenen Kind gezogen) und aufs College ging. Aus diesem Grund räumte er alles aus seinem Zimmer aus. Als seine Mutter dann seufzend mit ihm im leeren Kinderzimmer stand und er schon losfahren wollte, fühlte ich mit der Zeichentrickmutter. Es wird nicht mehr all zu lange dauern, bis auch meine Große ihre Siebensachen für die nächste Bleibe einpacken wird … da sieht man, dass ich doch ein Weichei bin, oder?     standard



2010 22.
Aug

Das Wochenende ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber die aufregendsten Momente haben wir schon alle erlebt. Es fehlt derzeit nur noch die Rückkehr der Mädels vom Papa und ein langes Abendessen, damit Andrea in aller Ruhe von ihrer Schullandheimfahrt erzählen kann.

Am Freitag musste ich planmäßig länger arbeiten. Danach trafen mein Mann und ich uns ganz romantisch zum Essen in einer kleinen ausländischen Gaststätte an der Ecke. Dort gab es wie immer den besten Döner und Dürüm    lachen     Mit einer frischen Knoblauchfahne zogen wir dann ins Kino, um den neuen Streifen mit Frau Jolie zu sehen: “Salt”. Es ist eine spannend erzählte Geschichte mit einigen unerwarteten Wendungen. Wer die “Bourne”-Trilogie mag, wird auch “Salt” ganz gewiss toll finden.

Den Samstagvormittag verbrachten wir mit Hübschmachen und Geschenkeeinpacken, bevor wir uns um ca. 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein im offenen Cabrio auf den Weg zum Schloß Weesenstein aufmachten. Denn dort sollte die Hochzeitsfeier von Sebastian und Helena stattfinden, welche wir schon seit einigen Jahren kennen. Sebastian spielt im gleichen Verein wie Carsten Badminton und sie sind genau so wie wir ein gemischtes, genauer gesagt, russisch-deutsches Pärchen. Ich schätze, diese Gemeinsamkeit war  bestimmt mit ausschlaggebend, dass wir zu  ihrem besonderen Tag eingeladen waren.     standard

Es war eben eine bunt durcheinander gewürfelte Gesellschaft, aber eine sehr gut gelaunte, fröhliche, offene  und herzensgute. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und sowohl die Zeremonie als auch die Führung  durch das Schloß (eine sehr außergewöhnliche Architektur, da es ein Mix aus Schloß und Burg ist) und die Feier als solche genossen. Es war ein wirklich gelungenes Fest … ich habe nur 2 Dinge zu beklagen: einen leichten Sonnenbrand auf den Schultern bzw. im Ausschnitt (der Wettergott hat wohl zu gut gemeint    zwinker   )  sowie etwas schmerzende Füße, denn ich habe schon so lange nicht mehr so viel getanzt    standard

Durch die Feier führte den ganzen Abend eine Tamada (typisch sowjetische Moderator/in für große Feierlichkeiten). Sie hatte eine fantastische Stimme und hat wunderbar live gesungen. Bei einem der lustigen Spiele hat sich herausgestellt, dass sie genau wie ich aus der Ukraine stammt, da war es kein Wunder, dass wir schnell auf unsere Geheimsprache umschalteten, wenn wir zu zweit gesprochen haben.   lachen    So konnte ich mal wieder 3 Sprachen an einem Abend nutzen, was mich sehr gefreut hat.  cool

Für die Übernachtung vor Ort wurde auch gesorgt, so frühstückten wir heute ab 9:00 Uhr noch sehr gemütlich fast bis Mittag mit dem Gros der Gäste, bevor wir erneut beim supersommerlichen Wetter im offenen Cabrio nach Hause fuhren.

Inzwischen sind auch die Mädels wieder in der Casa OLCA angekommen. Jetzt werden die Fotos von der Hochzeitfeier, Andreas Schullandheimfahrt und evtl. von dem Wochenende der Kinder angesehen. Ich liebe es, Fotos zu sehen und die Geschichten dazu zu hören!