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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 11.
Nov

Unsere n√§chste Insel ist Kauai und wer „Lilo & Stitch“ (eines unserer Familienfilme) sehr aufmerksam angeschaut hat, wei√ü, dass es genau die Insel ist, auf welcher der kleine Au√üerirdische per Zufall landete. Nun landeten auch wir trotz der Wetterkapriolen des inzwischen auf einen tropischen Sturm herabgestuften Hurrikan Lane ebenfalls hier.

Kauai wird „Garden Island“ genannt und dies ist absolut gerechtfertigt, denn dort geht es der Pflanzenwelt wirklich gut – an Feuchtigkeit mangelt es jedenfalls nicht. Da diese aber eben vor T√ľren und Fenstern nicht Halt macht, sind solche Bedingungen aber leider auch √§u√üerst feindselig f√ľr B√ľcher, Fotos und Holzprodukte. Deshalb gibt es hier neben Klimaanlagen eben auch etwas im Gro√üformat f√ľr den Kleiderschrank, was wir in Deutschland oft nur beim Neukauf von elektronischen Ger√§ten in kleinen S√§ckchen finden und eigentlich sogleich wegwerfen … bei uns nennt man es Silicagel. Ohne solche Luftentfeuchter w√§ren frische Klamotten im Regal grunds√§tzlich klamm und muffig. Hier mal in Gro√üaufnahme ein solcher Beutel mit nur noch wenig Kristallgel (unten) und schon viel eingefangenem Wasser:

W√§hrend unserer Urlaubswoche haben wir eben auch gelernt, wie es sich anf√ľhlt, wenn es den ganzen Tag einen tropischer Regen gibt und wie stark dann neben des kr√§ftigen Windes auch die zahlreiche Regentropfen auf den breiten Bl√§ttern von Bananen, Papaya und anderen tropischen Gew√§chsen herabtrommeln.

Zudem haben wir jeden Tag sehen können, wie sich aufgrund der täglichen Regenfälle die Opakeaa-Wasserfälle verändert haben.

Leider hat das Wetter unsere in Deutschland vorbereiteten Pläne zum Wandern, Baden und Schnorcheln total zunichte gemacht.

Besonders deshalb ist Kauai f√ľr uns die entspannteste aller Inseln auf unserer Reise geworden. Wir haben sogar Zeit gefunden, uns beim US- Netflix die ersten Folgen von „Hawaii-5-0“ anzusehen und hatten zudem beim Schwatzen √ľber dies und jenes mit unserer B&B-Gastfamilie ganz viel Spa√ü. Schlie√ülich nahm der Regen am Ende nat√ľrlich auch erheblichen Einfluss auf den allgemeinen Tagesablauf von Darcy, Tim und ihren drei Kindern plus zwei Minidackeln – vieles wurde abgesagt und kurzerhand ins Haus verlegt.

Diese westlichste der gro√üen Hawaii-Inseln und hat lediglich knapp 66.000 Einwohner. An der Lage ist zudem zu erkennen, dass sie geologisch betrachtet auch die √Ąlteste ist. W√§hrend unseres Aufenthaltes haben wir das nat√ľrlich genauer erkl√§rt bekommen: die letzte Insel im Osten ist Big Island (stellen wir in Wort und Bild im dritten Teil des Reiseberichts genauer vor) und sie ist aus vulkanischer Sicht das Epizentrum, da nur hier noch Austritt von Lava und Magma stattfindet. Die gesamte Inselgruppe Hawaiis inklusive der unz√§hligen Atolle driftet zudem kontinuierlich gen Westen. Verl√§sst eine Landmasse so also den unterirdischen „√úberlauf“ und hat gen√ľgend Zeit sich zu entfernen, entsteht dadurch wiederum eine eigenst√§ndige Insel – von Ost nach West, also von Heute in die Vergangenheit, formierten sich demzufolge Big Island (vulkanisch als einziges noch aktiv), Maui (plus Kaholawe, Lanai & Molokai), Oahu und Kauai (plus Puuwai). Wind, Wasser und Wetter nagen allerdings seit Jahrmillionen kontinuierlich an dem, was sich √ľber der Wasseroberfl√§che befindet und deshalb ist alles westlich von Kauai nicht mehr als Insel zu erkennen, sondern nur noch als Atoll. Dieses Bild von Google-Earth zeigt es noch einmal sehr anschaulich:

Genug der Lehrstunde, zur√ľck zu unseren pers√∂nlichen Eindr√ľcken. Ein Wahrzeichen von Kauai sind zweifelsohne die zahlreich auf der Insel vorkommenden H√ľhner und schon bei unserer Ankunft haben wir sie nahezu auf jeder Stra√üe gesehen. Ich dachte zuerst, es w√§re ein wenig wie in der Ukraine: Tags√ľber sind die H√ľhner allein unterwegs und abends kommen sie wieder zur√ľck nach Hause. Aber dann haben wir von Tim gelernt, dass sie wirklich freilebend bzw. wild sind. Ihre Vorfahren wurden einst auf der Insel f√ľr illegale aber sehr beliebte Hahnenk√§mpfe gez√ľchtet, doch 1992 fegte Hurrikan Iniki √ľber das Land. Dabei gingen die meisten Stallungen kaputt, sodass die H√ľhner in eine ungewohnte Freiheit entlassen wurden, die sie anscheinend bis heute sichtlich genie√üen. Da sie sich von allem m√∂glichen Zeugs auf den Stra√üen ern√§hren, was sich nat√ľrlich letztendlich auch auf ihren Fleischgeschmack auswirkt, und sie auch sonst wohl sehr z√§h sind, lohnt es sich nicht, diese als Mahlzeit zu betrachten. Tims vorgeschlagenes Kochrezept f√ľr das hiesige Federvieh: In einem Topf stellt man ein Huhn zum Kochen auf den Herd und in einem anderen Topf zehn Lavasteine. Wenn die Lavasteine dann mal weich geworden sind, ist auch das Huhn fertig    standard

Jetzt ein paar Impressionen von dem, was wir sonst noch so auf der Insel entdeckt haben.

Regenbogen-Eukalyptusb√§ume haben zwar keine Regenbogenfarben a la Einh√∂rner zu bieten, die mehrfarbige Rinde ist aber auch mit Grau-Braun-Orange-Gr√ľn-Beige ein herrlicher und beeindruckender Anblick!

Die Landschaft im Waimea Canyon hat bei uns sofort Erinnerungen an unseren Ausflug in das Outback von Australien erinnert: rote Erde und blauer Himmel.

Dazu gab es Berge und Täler in der Ferne, soweit das Auge reicht.

Im Kokee State Park haben wir laut Schild eines der nassesten Aussichtspunkte der Erde erreicht. Ich f√ľr meinen Teil kann diese Stelle nun als den absoluten Gewinner meiner pers√∂nlichen N√§ssehighlights f√ľhren, denn die Luft war mit Wasser durchtr√§nkt, es tropfte kontinuierlich vom Himmel und als Aussicht hat man nur eine dichte Hexensuppe genie√üen k√∂nnen.

Wir haben nat√ľrlich auch das kleine St√§dtchen Hanapepe besucht, welche die Macher von „Lilo & Stich“ inspirierte. Leider waren die L√§den im Zentrum alle geschlossen und wegen der √úberschwemmungsgefahr mit Sands√§cken abgedichtet bzw. wegen des vermuteten Hurrikans gr√∂√ütenteils noch verbarrikadiert.

Im Dauerregen haben wir allerdings noch die L√§den eines anderen auf der Insel bekannten St√§dtchen besuchen k√∂nnen, bevor es dann am n√§chsten Tag vollkommen √ľberschwemmt und aufgrund eines Br√ľckenschadens komplett von der Au√üenwelt abgeschnitten wurde.

Wir kauften in Hanalei noch ohne Probleme das eine oder andere Schmuckst√ľck ein und nur 24 Stunden sp√§ter stand das von den Bergen kommende und schlammgeschw√§ngerte Wasser bis zu den D√§chern der einst√∂ckigen Holzh√§user. So haben wir das zumindest in den Nachrichten gesehen, denn wie geschrieben, die Zufahrtsstra√üen waren fortan f√ľr jeglichen Verkehr gesperrt:

Eine absolute √úberraschung f√ľr mich war es, hier die sp√§rlichen √úberreste eines russischen (!) Forts Elisabeth aus dem Jahre 1815 zu entdecken.

Damals gab es hier eine russisch-amerikanische Kompanie, welche sich um die Sicherheit der Schiffe beider Staaten k√ľmmerte, die auf dem Pazifischen Ozean zwischen dem amerikanischen Nordwesten und Asien unterwegs waren. Die zu der Zeit noch nicht der USA angeh√∂rigen Hawaiianer haben das allerdings nicht f√ľr sehr gut befunden und die Russen bereits 1817 aufgefordert, die Insel wieder zu verlassen. Diese Stelle liegt √ľbrigens auch an der Einm√ľndung des Flusses Waimea, wo Captain James Cook 1778 mit seinem Schiff anlegte.

Wir haben trotz Regen nat√ľrlich immer wieder die Chance genutzt, um rauszugehen bzw. zu fahren – allein auf der 60*45 km gro√üen Insel Kauai legten wir in 6 Tagen insgesamt 617 km zur√ľck. Wir guckten den Surfern bei ihren Ausritten zu …

… gingen am Strand spazieren…

… unternahmen z.B. eine kleine Wanderung zur Makauwahi Cave …

… und entdeckten dabei eine alte, verlassene Zuckerfabrik. Wie schnell doch unter den hier vorherrschenden klimatischen Bedingungen die Natur wieder Geb√§ude und zur√ľckgelassene Maschinen aller Art f√ľr sich zur√ľckgewinnen kann:

Wir haben auch hier recht schnell gelernt, dass der Begriff „Fish Market“ keine gro√üe Markthalle mit frisch gefangenem Fischen bedeuten muss. In Koloa ist ein Laden mit solchem Namen winzig klein (vergleichbar mit einem Tante Emma-Laden oder Schnellimbiss), aber das dort verkaufte Poke schmeckt einfach gro√üartig.

Apropos Essen. Ich habe jeden Morgen zum Fr√ľhst√ľck frisches Obst und rosafarbenes Guava Bread mit diversen Fruchtaufstrichen gegessen. Das Brot schmeckte zwar nicht so sehr nach der mir bekannten Frucht, aber die Farbe war einfach genial! Dank der von Darcy und Keahna, die √§lteste Tochter der Familie, jeden Tag hervorragend vorbereiteten Obstplatten bin ich zudem schnell auf den Geschmack der einheimischen Fr√ľchte gekommen, wie z.B. Ananas, Papaya, Mango und dortigen kleinen Bananen. Die Papaya hat Darcy direkt vom Baum hinter ihrem Haus geerntet – frischer konnte es also nicht sein!

Ich habe auf Kauai auch wieder mal ein Hawaiian Shave Ice probiert. Diese, auf den Hawaii-Inseln und mittlerweile sogar schon in den USA sehr verbreitete Leckspezialit√§t, ist eigentlich nur ein ganz normales Wassereis, welches dann je nach Wunsch mit diversen Sirups durchtr√§nkt wird. Der Name kommt daher, dass man in eine Shave-Maschine einen gew√∂hnlichen Eisblock einlegt und durch Drehen des gesamten Blocks um die eigene Achse wird an einem Messer das Eis f√ľr den Becher abrasiert:

Die kurze Woche war schneller vorbei als wir dachten und da stand auch schon der Flug auf die nächste Insel an Рdiesmal sogar ganz und gar ohne Sturm und Zwischenfälle.



2017 01.
Okt

Die vergangenen zwei Wochen waren voll des Lebens, so dass sich mein virtuelles Tagebuch ganz bestimmt vergessen und vernachl√§ssigt f√ľhlte. Ich hoffe aber, dass sowohl mein Blog als auch meine Leserschaft ein wenig Nachsehen mit mir haben werden, wenn sie all das gelesen haben, was ich euch jetzt erz√§hlen m√∂chte.

Eine zentrale Rolle in meiner Freizeitgestaltung hat zweifelsohne mein Mann schon allein durch die Tatsache, dass er Geburtstag hatte, bekommen. Ja, auch wenn die Ehem√§nner junger sind als ihre Frauen, werden sie dennoch von Jahr zu Jahr √§lter    zwinker
Dieses Jahr hat er ein besonders gro√ües Geschenk bekommen, allerdings durfte er das auch selber bezahlen    zwinker    wir haben uns n√§mlich f√ľr ein neues Auto entschieden, weil jedes Mal, wenn wir als Familie etwas unternehmen wollten, es zu einer richtig spannenden und logistischen Herausforderung wurde, dass alle Familienmitglieder zum gleichen Zeitpunkt am vereinbarten Ort ankommen, obwohl wir manchmal sogar vom gleichen Ort aus starteten … im SMART gibt es eben nur zwei Sitze. Nun haben wir einen Suzuki Vitara in unsere Familie mit aufgenommen.

Und punktgenau an Carstens Geburtstag durften wir es aus dem Autohaus abholen … und das sogar mit meinem alten KIA-Nummernschild, welches ich von 2011 bis 2014 durch Dresden und das Umland gefahren habe. Eigentlich wollten wir so gerne wieder ein Cabrio haben, nur eben als Familienauto. Aber leider sind solche mittlerweile weit oberhalb des Betrags angesiedelt, welchen wir ausgeben wollten. Beim jetzigen Sandermobil (nat√ľrlich stilecht mit einem „S“ auf dem Lenkrad) haben wir beim Fahren immerhin ein Schiebedach f√ľr die Frischluftzufuhr    standard

Nachdem wir also nach der Arbeit den Wagen abgeholt haben, sind wir damit nat√ľrlich auch sch√∂n in die Dresdner Innenstadt gefahren, um in der M√ľnzgasse im „Steakhouse Alte M√ľnze“ lecker zu essen. Wir konnten sogar drau√üen sitzen, denn es war warm und der f√ľr den Abend angek√ľndigte Regen blieb aus.

Damit war das Feiern f√ľr Carsten aber noch nicht zu Ende. Seinen Geburtstag hatte er am Montag und am Sonntag verabredete sich unsere ganze Familie in Chemnitz zu einem Wiedersehen und Feiern. Stephanie kam nach dem W√§hlen in Potsdam kurz vorher zu uns nach Dresden, wir sackten unterwegs noch Andreas Freund ein und schon bald standen wir gegen Mittag vor der T√ľr unserer Gro√üen. In ihrer Wohnung galt aber zun√§chst die ganze Aufmerksamkeit ihrer neuen Mitbewohnerin Neda – einem Teddyhamsterm√§dchen.

Noch ist sie ein wenig scheu, deshalb kann man auf dem Foto nur ein kleines bisschen von ihr sehen, aber ihr k√∂nnt mir aufs Wort glauben, sie ist eine wirklich S√ľ√üe! Allerdings war ich ob ihrer Gr√∂√üe √ľberrascht, denn sie ist um einiges gr√∂√üer als Stephanies Mr. Schnuffel … ist eben eine andere Rasse. Zusammen sind wir dann zu unserem Lieblingsrestaurant in Chemnitz gefahren, wo Andrea bereits vorsorglich einen Tisch f√ľr ein Geburtstagskind plus vier Mitesser bestellte. Da war dann nicht nur der Tisch feierlich dekoriert, sondern f√ľr den besondern Gast gab es auch einen passenden Kopfschmuck und extra liebevoll eingerichteten Nachtisch auf Kosten des Hauses:

Das (wieder selbst bezahlte) Geburtstagsfestessen meiner Orangenhälfte sah so aus:

Die Portionen der anderen Familienmitglieder waren nur unwesentlich kleiner, daher lag es auf der Hand, dass uns allen ein Verdauungsspaziergang um den hiesigen Schlo√üteich gut tun w√ľrde. Um Enten bei Paddeln, Schnattern und Fressen zuzuschauen und dabei viel Spa√ü zu haben, ist man wohl nie zu alt    zwinker

Das Schloß in Chemnitz sieht jetzt im Herbst echt romantisch aus, findet ihr nicht auch?

Insgesamt habe ich das Gef√ľhl, dass wir dieses Jahr bislang sehr viel Gl√ľck mit den sch√∂nen Herbsttagen hatten – ich kann mich an der t√§glich ver√§ndernden Laubf√§rbung einfach nicht satt sehen!

Aber zur√ľck zum Essen. Eine Woche vor dem Besuch in Chemnitz waren wir bei Dana zum Fr√ľhst√ľck eingeladen – da gab es wesentlich ges√ľndere, aber nicht minder leckere Kost    standard

Besonders toll finde ich, dass es keine enorm aufw√§ndigen Rezepte sind, denn das Gros geht recht schnell zuzubereiten – ich bin jedes Mal sehr beeindruckt. Gerade heute habe ich mal ein K√ľrbisbrot nach ihrem Rezept gebacken – so lecker! Inzwischen ist wesentlich weniger davon √ľbrig als auf dem nach dem ersten Schnitt gemachten Foto    zwinker

Irgendwann werde ich mir auch mal Danas Lieblinge, diese Dinkelvollkornbr√∂tchen, vornehmen, denn bei ihr haben sie unbeschreiblich gut geschmeckt    standard

Aber auch wenn es so scheint, wir haben in den letzten Tagen nicht nur gegessen, sondern uns auch sportlich bet√§tigt. Zum einen waren Carsten und ich ein Teil des Mitarbeiterteams, welches sich nach der Arbeit zusammengefunden hat, um die Regeln des Raftings auf der Wildwasseranlage in Markkleeberg kennen zu lernen. Wir waren von der dortigen Organisation der Abl√§ufe sehr beeindruckt – es war alles so perfekt! Alleine vom Angucken hat z.B. ein Angestellter h√∂chst professionell die Gr√∂√üen der Neoprenanz√ľge bestimmt und auch die Zeiten f√ľrs Umziehen, Anziehen, Sammeln und Einweisen konnten passender nicht sein. Nur beim ersten Blick auf die Anlage schoss mir ein zweifelnder Gedanke durch den Kopf: „Was hast du dir dabei gedacht!? Das √ľberlebst du nie!“

Da sowohl die Ausr√ľstung als auch die Kommandos, welche die Mitarbeiter des Kanuparks an andere Teams gegeben haben und die Tatsache, dass  bereits vor uns so viele andere Menschen auf dem Wasser in den Gummibooten unterwegs waren und es anscheinend schadlos und gl√ľcklich √ľberlebten, gab mir am Ende doch noch das Gef√ľhl, ich werde das schon irgendwie schaffen    standard

Die fast 45 min√ľtige Einweisung und Trocken√ľbung auf dem Rasen beinhaltete alles, was man dann im rei√üenden Wasser so ben√∂tigen w√ľrde: Was ist zu tun, wenn man selber im Wasser landet, wie ziehe ich meinen im Wasser treibenden Mitinsassen ins Boot und nat√ľrlich die wichtigsten Kommandos, wie z.B. „Vorw√§rts!“, „R√ľckw√§rts!“, „Pause!“, „Achtung“ und andere, wurden witzig korrekt eingetrichtert. Und diese Vorbereitung auf alle Eventualit√§ten war echt gut, denn das Team unseres Boots hat sich zwar gegen ein geplantes Kentern geeinigt, wurde aber dann kurz vor dem Ende doch noch durch eine ung√ľnstige Konstellation an einer Stelle das „Opfer“ eines ungeplanten Kenterns. Die anf√§ngliche Theorie der Anweisung sa√ü dann so gut, dass wir das unerwartete Baden in den Stromschnellen souver√§n und ohne Blessuren √ľberstanden haben    standard    diese Erfahrung h√§tte mir aber trotzdem auch gerne erspart bleiben k√∂nnen. Da hat mir das Fahren mit Bug voraus, mit Heck voraus, kreiselnd und auch kreuz & quer sehr viel besser gefallen. Selbst die vermeintlich kleinen Katarakte hatten es mitunter ganz sch√∂n in sich und man wurde zum Teil ganz sch√∂n durcheinandergewirbelt – trocken bleib man dabei auf keinen Fall!

Am Ende dieser aufregenden Fahrt wurden wir alle noch mit einem märchenhaften Sonnenuntergang belohnt:

Wesentlich weniger Aufregung brachte da eine Fahrt mit dem Segway, doch der Spa√ü kommt auch hier nicht zu kurz. Das war diesmal ein ganz uneigenn√ľtziges Geschenk an Anna    ;o)    denn Carsten und ich haben das ja bereits mal im Sommer ausprobiert und f√ľr ganz cool befunden. Da Anna mal in einem Nebensatz ihr Interesse daran verk√ľndete, bekam sie kurzerhand einen Gutschein f√ľr einen gemeinsamen Ausritt mit mir    standard
Auch diesmal haben wir uns vertrauensvoll an S&V Mobility gewandt und hatten erneut ein ganz besonders sch√∂nes Erlebnis – ich auf dem motorisierten Zweirad und Carsten mit dem mittels Pedal angetriebenen. Zuerst gab es f√ľr Anna und mich eine Anweisung und √úbungen auf dem Parcours im Fun-Park …

… aber danach lie√ü man uns auch wieder auf dem Elbradweg auf die Menschheit los. Carsten ist allerdings diesmal nur als Fotograf dabei gewesen und er d√ľste um uns herum, um jede Menge Bilder von der Beschenkten, der Nutznie√üerin und dem Verantwortlichen zu machen. Dabei entstanden dann auch solche Actionfotos mit Dynamik:

Die Tour hie√ü nicht umsonst Canaletto-Blick, denn diesen hatten wir tats√§chlich auf unserer Route und f√ľgten uns ganz harmonisch mit unseren modernen, fahrbaren Unters√§tzen in die historische Landschaft Dresdens ein    standard

Ich f√ľr meinen Teil fand auch diesmal das Fahren auf dem Elbradweg bedeutend sch√∂ner und entspannter als die √úbungen auf dem Parcour. Meine slawische Seele verlangt eben in allen Lebenslagen nach unendlichen Weiten und der Fun-Park ist eben doch nur ein eingegrenztes Gel√§nde    zwinker
Danke nochmals an Martin Moh von S&V Mobility f√ľr diesen tollen Nachmittag. Ich mag seine Art, den Anf√§ngern die Angst zu nehmen, sehr und bewundere seine eigene Leichtigkeit beim Fahren – das will man dann nat√ľrlich auch selbst erlernen!

Nach dem Ausritt am Elbufer kehrten wir mit Anna noch f√ľr ein St√ľndchen beim Dresdener City-Beach zum Sitzen und zum Schwatzen ein. Da quasi schon die Nachsaison war, konnten wir aufgrund des fehlenden Andrangs die sonst so sehr begehrten Schaukelpl√§tze f√ľr uns erobern    standard

So, nun glaubt ihr mir bestimmt aufs Wort, dass ich dadurch kaum noch Zeit gefunden habe, mich zum Schreiben von Blogeintr√§gen hinzusetzen? Dabei habe ich schon auf die ausf√ľhrliche Beschreibung und das Zeigen von Foto weiterer Freizeitaktivit√§ten, wie z.B. dem Einstieg der Leseb√ľhne Phrase4 in die neue Saison, bei welchem ich nat√ľrlich mit dabei war, einem Treffen mit Julia und Grit zum Schwatzen und Fotografieren f√ľr mein Monatsprojekt, gleich mehreren Schnatterstunden und einem Besuch in der Salzgrotte mit der georgischen Patientin Tamara und einer Igeltour durch Trachenberge, verzichtet. Und nebenbei unterrichtete ich noch jeden Donnerstag ganz flei√üig Russisch an der VHS, sodass ich mir jetzt zwei Wochen Ferien redlich verdient habe    standard

Mal sehen, ob der Oktober genau so viel Sch√∂nes und Spannendes zu bieten hat wie sein Vorg√§nger    zwinker



2017 10.
Sep

Erneut liegt eine sehr intensive und ereignisreiche Woche hinter mir – sowohl auf Arbeit als auch im privaten Umfeld.

Mein Lieblingskollege durfte auf eine l√§ngere Dienstreise gehen und ich mutierte zur H√ľterin und Verteidigerin unseres B√ľros    lachen    … ich wei√ü nicht, wie das immer wieder passiert, aber jedes Mal wenn ich allein im B√ľro bleibe, dann kommen unz√§hlige Anfragen aus aller Herren L√§nder, die nat√ľrlich alle superdringend sind. Das muss man nat√ľrlich durch t√§gliches, telefonisches Nachfragen immer wieder betonen. Und auch pers√∂nliche Patientenbesuche direkt im B√ľro nehmen in solchen Zeiten rapide zu. Aber all das geh√∂rt nun mal zu meinem Job und so hei√üt es f√ľr mich, stets gem√§√ü dem Spruch der Pinguine aus „Madagascar“ zu agieren: „L√§cheln und Winken“    standard

Die Woche hatte selbstverst√§ndlich auch jede Menge richtig tolle Sachen zu bieten, denn ich kann stolz verk√ľnden, dass Carsten und ich uns inzwischen f√ľr ein neues Auto entschieden haben. Und zwar so fest, dass wir bereits am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Kaufvertrag unterschreiben konnten. Wenn jetzt alles nach Plan geht, dann haben wir in ca. drei Wochen die Z√ľndschl√ľssel eines Suzuki Vitara 1.6 Allgrip M/T Limited mit Panoramaschiebedach in der Hand – und das sogar mit meinem alten KIA-Kennzeichen von 2011 bis 2014. Auch wenn die Kinder nicht mehr zu Hause wohnen, wird es ein etwas gr√∂√üeres Auto f√ľr uns zwei, denn man nimmt hin und wieder ja gerne auch mal Freunde oder Bekannte mit. Unser SMART Baujahr 2004 wird trotz seines Alters nicht in Zahlung gegeben, sondern als Zweitwagen und OLCA-Spa√ümobil weiterhin an unserer Seite bleiben, bis dass der T√úV uns scheidet.

Nach diesem Geldausgeben g√∂nnten wir uns noch ein wenig Kultur und besuchten eine Ausstellung, welche noch bis zum 14. September im Bahnhof Dresden-Neustadt zu besichtigen ist. Sie hei√üt „Faces behind the Voices“ und ist vom Berliner Fotografen Marco Justus Sch√∂ler ins Leben gerufen worden. Er hat zur Abwechslung mal die Leute fotografiert, welche fremdsprachige Filme synchronisieren und dadurch normalerweise nicht f√ľr den Zuschauer sichtbar sind – somit kennt man die Stimmen zwar aus dem Effeff, aber erkennen w√ľrde man die sprechende Person auf der Stra√üe nicht. Da Carsten und ich sehr gern Filme sehen, fanden wir es ganz spannend, bei dieser multimedialen Ausstellung die individuellen Vorstellungen dieser insgesamt 30 Personen per Kopfh√∂rer anzuh√∂ren und schon dabei versuchen zu erraten, woher wir diese Stimmen kennen. Bei manchen war es relativ einfach, bei anderen wiederum hatten wir bis zur Aufl√∂sung nur eine ganz leise Ahnung, wer es denn sein k√∂nnte. Und wenn der Sprecher mal Namen aufz√§hlte, die auf Anhieb keinem Gesicht zugeordnet werden konnten, so hatte man am Ende auf Knopfdruck noch kleine Bilder des jeweiligen Schauspielers auf einem Tablet angezeigt bekommen. Hier sieht man zum Beispiel das ber√ľhmte Gespann aus der Action-Filmreihe „Fast & Furios“: Martin Kessler ist die deutsche Stimme von Vin Diesel und David Nathan war die von Paul Walker

Wir hatten ganz viel Spa√ü dabei und eine Stunde bis 90 Minuten (so genau wissen wir das nicht einmal) vergingen beim Anh√∂ren, Raten und Bildbetrachten unglaublich schnell    standard

Der Mittwochnachmittag war bei mir schon vor ganz langer Zeit verplant worden. Anna hat mir letztes Jahr zum Geburtstag einen Gutschein von einer Schmuckwerkstatt namens Perlaffaire geschenkt und nun war es an der Zeit, diesen einzul√∂sen. Susanne hatte an diesem Tag ebenfalls noch freie Kapazit√§ten und kam kurzentschlossen zu unseren Bastelrunde noch dazu. Die Auswahl an Perlen ist dort echt √ľberw√§ltigend! Sich auf eine Auswahl f√ľr die eigene Kette zu konzentrieren fiel mir da genauso wie meiner Begleitung unglaublich schwer. Nachdem wir aber jeweils die ersten Perlen gefunden und auf einer Schablone aufgereiht haben, konnten wir uns in unseren Bastelraum zur√ľckziehen und bei einem (mitgebrachten) Weinchen die bunten Fundst√ľcke arrangieren und auff√§deln. Danach haben wir so richtig Blut geleckt, sodass sich Anna sogar noch an Ringen und Ohrringen ausprobiert hat und ich am Ende drei identische Ketten f√ľr uns alle machte, weil mein Entwurf den M√§dels so gut gefallen hat    standard

√úbrigens, diese Legebretter, die man auf dem Foto sieht, sind eine ganz gro√üe Hilfe beim Zusammensuchen der Perlen f√ľr das k√ľnftige Unikat mit pers√∂nlicher Note, denn damit kann man sie von Anfang an in die richtige Position bringen und nach Lust und Laune noch austauschen, bevor man mit dem eigentlichen Auff√§deln anf√§ngt. Der Bastelladen ist alles in allem sehr gem√ľtlich, die Ladeninhaberin ist eine supernette, sehr hilfsbereite und dabei dennoch nicht aufdringliche Person. F√ľr uns M√§dchen – egal in jedem Alter – ist diese Schmuckwerkstatt ein wahrer Paradies    :)
Nach dem Basteln sind Susanne und ich noch zum Sushi essen in die Altstadt gefahren. Anna musste leider absagen, denn sie war leider in fordernder Begleitung: Leon, ihr vierbeiniger Begleiter, hat unsere Bastelorgie zwar noch ganz geduldig abgewartet, aber danach wollte er noch seine Runde an der Elbe drehen und anschlie√üend nach Hause auf seinen Schlafplatz gehen. Zum Essen kam deshalb noch mein Mann dazu und so haben wir ganz w√ľrdig das Bergfest der Woche mit japanischen Delikatessen an der Frauenkirche im Restaurant Tamakuchi gefeiert.

Am Donnerstag hatte ich meinen pers√∂nlichen Schulanfang: das n√§chste VHS-Herbstsemester ging f√ľr meine Sch√ľler und mich nun wieder los. √úberraschenderweise haben sich zu „meinen“ Teilnehmern aus dem vorherigen Halbjahr noch ein paar Neue dazugesellt, also werde ich an den Tagen, an denen alle vollz√§hlig im Klassenraum erscheinen, vor insgesamt 12 Russischinteressierten unterrichten d√ľrfen … und das im 3. Semester! Ich bin erstaunt (normalerweise waren wir dann nur noch zu sechst oder acht) und freue mich sehr √ľber diese indirekte W√ľrdigung. Mein Plan ist es nun, bis Weihnachten das Lehrbuch komplett zu beenden – also genau das letzte Drittel. Ich bin gespannt, wie leicht oder wie schwer sich das Vorhaben umsetzen l√§sst    zwinker

Am Freitagnachmittag lief alles wie gewohnt: Nach der Arbeit D√∂ner essen und einkaufen gehen. Nur ein Punkt der Planung hat leider nicht geklappt, denn Andrea wollte urspr√ľnglich gegen 18 Uhr zu uns sto√üen, musste aber absagen, da es ihr nicht so gut ging. Zum Gl√ľck f√ľhlte sie sich am Samstagvormittag wieder wohl und kam ins Apartamento OLCA. Wir hatten somit gestern und heute ganz viel Zeit zum Quatschen, Bilder gucken, zusammen Kochen und Abwaschen zu dritt    lachen
Ich habe mich au√üerdem schon vor l√§ngerer Zeit als Versuchskaninchen f√ľr ein Interview mit Andrea √ľber meine pers√∂nliche Intergrationsgeschichte angeboten – selbst daf√ľr hatten wir genug Zeit    :)
Im Gegenzug musste mein Kind als Model f√ľr mein September-Fotoprojekt „K√∂rpersprache“ herhalten. Das hat sie wirklich sehr gut und mit vollstem K√∂rpereinsatz gemacht    verliebt    hier schon ein kleiner Spoiler    zwinker

Sie ist inzwischen wieder bei sich in Chemnitz und ich bereite mich den Restsonntag schon mal mental auf die kommende Woche vor, denn auch in den n√§chsten Tagen sind einige interessante Treffen und Unternehmungen eingeplant. Und au√üerdem soll der Lieblingskollege ab Donnerstag wieder auf Arbeit sein und somit mehr Ruhe einkehren. Es wird also bestimmt wieder eine im positiven Sinne spannende Woche    zwinker



2017 05.
Mrz

In der vergangenen Woche haben wir uns vom Winter verabschiedet und den Fr√ľhling begr√ľ√üt. Zumindest hat das schon mal kalendarisch betrachtet gut funktioniert. Das Wetter spielte in den Tagen allerdings wirklich verr√ľckt! Da hatte man tats√§chlich das Gef√ľhl, dass der Winter √ľberhaupt nicht daran denken mag, dass er gehen soll, der Fr√ľhling aber mit aller Kraft versuchte, ihn von seiner Position wegzuschubsen. Ein Umschwung von strahlendblauem Himmel zu starkem Wind mit Schneeregen und zur√ľck passierte mehrmals t√§glich innerhalb von Minuten! Aber es hat uns dennoch nicht davon abgehalten, in den letzten sieben Tagen erneut ganz viel Sch√∂nes und Interessantes zu erleben    standard

Zwei Abende in dieser Woche verbrachten wir zusammen mit Ines und Torsten, denn wir wagen dieses Jahr im Sommer ein gemeinsames Urlaubsabenteuer und das erfordert noch einiges an vorheriger Planung.  So wie es bis jetzt aussieht, werden das ganz gewiss sehr superinteressante und lustige Tage werden! Au√üerdem haben wir zwei M√§dels ausgesprochen viel Gl√ľck, dass unsere beiden M√§nner viel Spa√ü beim Planen haben – sprich: verschiedene Angebote einholen, Preise und Beschreibungen vergleichen und sich einfach darum k√ľmmern, dass es eine im positiven Sinne unvergessliche Reise wird.

Mittwochabend geh√∂rte bei uns ganz klar der Kultur. So uneigenn√ľtzig wie wir nun mal sind    lachen     haben wir Anna zum Geburtstag im Juni eine Karte f√ľr eine Lesung von Wladimir Kaminer im Dresdner Boulevardtheater geschenkt und uns beide gab es dann als Begleitung und Bonus gleich noch mit dazu    zwinker

web-die-Karten

Vor der Veranstaltung kehrten wir noch f√ľr ein Abendessen bei Shou Sushi ein. Von dort rollten wir nach einer knappen Stunde mit vollen B√§uchen zur Lesung. Das Wetter war uns hold und so sind wir trockenen Fu√ües und mit einem viertelst√ľndigen Verdauungsspaziergang an unserem Ziel angekommen und erst dann go√ü es erneut in Str√∂men auf die Stra√üen der Stadt herunter. Den Rest des Abends haben wir uns von Herrn Kaminer seine bereits ver√∂ffentlichten und auch nigelnagelneuen Geschichten vorlesen und erz√§hlen lassen    standard    wir lachten wirklich Tr√§nen in Minutentakt! Ich finde, er wird mit jedem neuen Buch besser    verliebt    und mal Hand aufs Herz, sieht er nicht liebensw√ľrdig aus?

web-mit-Kaminer

Am Donnerstagabend hatte ich daf√ľr meinen eigenen „B√ľhnenauftritt“, denn ich stand erneut vor meinen Sch√ľlern und f√ľhrte sie gekonnt in weitere Geheimnisse der russischen Sprache im Rahmen eines VHS-Kurses ein. Eigentlich ist das ja schon wieder mal ein Folgeunterricht zu meinem vorherigen Erstsemsterkurs und in der Regel bleibt in etwa nur maximal die H√§lfte der urspr√ľnglichen Gruppe bei einem solch weiteren Halbjahr dabei. Diesmal f√ľhlte ich mich aber enorm geschmeichelt, denn im letzten Semester hatte ich 14 Teilnehmer und nun habe ich insgesamt 12 auf der Anwesenheitsliste stehen, wovon aber nur zwei Namen neu hinzukamen, weil die √ľbrigen Sch√ľler „Wiederholungst√§ter“ sind. Das verleiht mir viel mehr Fl√ľgel als jegliche Dosis Red Bull    zwinker

Damit auch ich mich als Lehrerin weiter entwickeln kann und nicht selbst auf der Stelle trete, wandelte ich bei meinem Hauptarbeitgeber f√ľr den Freitagnachmittag meine √úberstunden zu Freizeit um, damit ich an der VHS-Weiterbildung „Wie lernt man eigentlich fremde Sprachen? Erkundungen zwischen Neurowissenschaften, Lehrwerk und Unterricht“ von Barbara Biechele teilnehmen konnte. Die Zeit war eigentlich viel zu kurz f√ľr ein derart umfangreiches Thema, aber dennoch habe ich f√ľr mich einige neue Erkenntnisse mitgenommen und dazu noch einige Best√§tigungen daf√ľr, dass meine Art zu unterrichten gar nicht so schlecht zu sein scheint    standard
Auf jeden Fall bin ich jetzt noch um ein paar Ideen reicher, wie ich meinen Unterricht noch interessanter und praxisorientierter gestalten kann. Au√üerdem habe ich dort meine ehemalige Hebr√§isch-Lehrerin Margarete getroffen und nat√ľrlich haben wir uns in der Pause und auch nach dem Vortragende rege ausgetauscht, was es denn so in unseren Leben an Neuem gibt    standard

Jetzt (Sonntagnachmittag) warten Carsten und ich im Grunde genommen nur noch darauf, dass Stephanie heute Abend bei uns eintrudelt und sich f√ľr die n√§chsten 3-4 Tag einquartiert … morgen kommt sogar noch Andrea dazu. Dann ist unser Familien-Gl√ľckskleeblatt f√ľr einige Tage wieder vereint    standard

Es bleibt also auch in den kommenden Tagen alles sch√∂n positiv (&) spannend    zwinker



2017 29.
Jan

Ich habe meine Jahreskiste schon vor einigen Tagen zusammen mit meinem Mann geleert. Auch diesmal platzte sie buchst√§blich aus allen N√§hten, denn sie hatte erneut unfassbar viele sch√∂ne Erinnerungen zusammen zu halten. Nun genie√üt sie es vorerst wieder, lediglich ein paar Zettel im Inneren zu haben und deshalb auch mit einem geschlossenen Deckel zu sein    zwinker

Und beim Durchsehen haben wir unseren ersten R√ľckblick auf das vergangenen Jahr 2016 geworfen. Prinzipiell l√§sst sich behaupten, dass wir einiges an Zeit f√ľr Kultur, Bildung, Reisen und wie immer f√ľr Essen investiert haben    lachen

Erinnerungskiste-2016

Zum Thema Kultur:

  • Wir haben uns ein paar mehr Veranstaltungen als sonst in der Com√∂die Dresden geg√∂nnt. Das St√ľck „Ganz gro√ües Kino“ , bei welchen auch die Musikgruppe Firebirds eine gro√üe, gar tragende Rolle gespielt hat, gefiel uns ausgesprochen gut … machte es doch richtig gute Laune. Sehr herzlich gelacht haben wir beim Gastspiel von Gerburg Jahnke und ihrem Programm „Frau Jahnke hat eingeladen, mal gucken wer kommt“ –> gekommen sind Frieda Braun, Sarah Bosetti, Barbara Kuster und Katie Freudenschuss – alle sind sehr zu empfehlen!
  • Ich habe mit Ines, Torsten und Manu „eine Nacht im Russenpuff“ verbracht. Das dazugeh√∂rige Programm „Schwarze Augen“ mit Tom Pauls, Detlef Rothe und Katrin Weber ist echt grandios! Obwohl urspr√ľnglich die Intention war, Tom Pauls auf der B√ľhne zu sehen, war ich vom Auftritt der Katrin Weber wesentlich mehr beeindruckt – die Frau ist unglaublich wandlungsf√§hig!
  • Im „Theaterhaus Rudi“ schaute ich mit einigen Freunden und wissbegierigen Teilnehmern meines VHS-Russischkurses das St√ľck von Nikolai Gogol „Die Heirat“ an.
  • Nat√ľrlich hatten Carsten und ich auch wieder ganz viel Spa√ü beim vereinsinternen St. Patrick’s Day, welchen die Irish Dance Company Dresden dieses Jahr zum 10. Mal ausrichtete.
  • Eine Veranstaltung von Cornamusa hat ebenfalls f√ľr sch√∂ne Musik und flotte Tanzschritte auf der B√ľhne gesorgt.
  • Ein besonderes Highlight f√ľr mich war das Konzert von Juri Schewtschuk … eine Jugenderinnerung als alten Sowjettagen!
  • Und einen ehemaligen Kollegen singend auf der B√ľhne live zu erleben kann man auch nicht alle Tage. Also lie√ü ich es mir nicht entgehen, Daniel Zieschang im Club Tante Ju bei der Release-Party von Projekt: Pandora zu sehen und zu h√∂ren – irgendwie enorm beeindruckend.
  • Ins Kino haben wir es wieder einmal nicht sonderlich oft geschafft („nur“ 5x … die Jahre davor waren wir immer zweistellig!), was man an der geringen Anzahl von Eintrittskarten sehen kann. Immerhin haben wir auf der gro√üen Leinwand „X-Men: Apokalypse“, „Money Monster“, „Deadpool“, „Zoomania“ und „Star Trek Beyond“ angeschaut.
  • Mein eigener Beitrag zur Dresdner Kulturlandschaft war die Ausstellung „Teddyb√§ren auf Tour“ , welche in zwei Tagen zu Ende gehen wird. Aber ich habe schon Gespr√§che zu einem anderen Ausstellungsort aufgenommen und es sieht zumindest so aus, als dass meine B√§ren wohl noch mehr Leute sehen werden k√∂nnen    zwinker

Nun zur Bildung:

  • Gleich zur Beginn des Jahres durfte ich mich erneut als Ersthelfer bei DRK ausbilden lassen.
  • Carsten und ich haben wieder durch zahlreiche Igeltouren Teile unserer Stadt besser kennenlernen d√ľrfen.
  • Dass ich Russisch unterrichte, ist ja schon lange bekannt, aber seit Herbst gebe ich auch Nachhilfeunterricht in Spanisch f√ľr eine Kollegin. Ihren Dank hat sie zu Weihnachten u.a. auch mit sehr lieben Worten auf einer Karte zum Ausdruck gebracht, die selbstverst√§ndlich ebenfalls ihren Weg in die Erinnerungskiste fand.
  • Bei einem stundenlangen Besuch der Windsurfschule am Niederwarthaer Stausee lernten wir die Grundlagen und Sch√∂nheiten des Stand-Up-Paddlings.
  • Ist zwar nicht direkt Bildung, aber dennoch etwas Amtliches: Ich habe gleich im Januar meinen Doppelnachnamen gegen einen einfacheren eingetauscht und danach mussten nat√ľrlich mein Ausweis und mein Reisepass neu erstellt werden. Zumindest habe ich gelernt, was alles bei einer Namenskl√§rung zu tun ist    zwinker
  • Bei einem Vortrag von Prof. Dr. Norbert Franz erfuhren Carsten, Andrea und ich einiges √ľber die „Russen in Hollywood“ und deren Einfl√ľsse.
  • Einen anderen Bildervortrag besuchten Carsten und ich zusammen mit Ines und Torsten im Flughafen Dresden. Es ging um den Westen der USA und der Vortrag hatte mit „Go-West – Von den Rocky Mountains zum Pazifik“ den daf√ľr √ľberaus passenden Namen.

Und mit dieser √úberleitung kommen wir schon zu den Reisen   standard

  • Wir haben Annas Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr eingel√∂st und f√ľhrten ihr pers√∂nlich die sch√∂nen Seiten der Ostsee, speziell von der Insel R√ľgen vor.
  • Carsten und ich haben durch unsere Besuche bei Stephanie im Winter und im Sommer viele sch√∂ne, interessante und auch historisch bedeutende Seiten von Potsdam kennengelernt, u.a. die Gedenkst√§tte Lindenstra√üe und das Schlo√ü Cecilienhof.
  • F√ľr unseren Stadt-Dreisprung im Mai haben wir CZK (tschechische Kronen) ben√∂tigt und wie wir anhand der Quittung gesehen haben, organisierten wir uns diese in der Reisebank am Hauptbahnhof. Zu dieser kleinen Rundreise geh√∂rt auch eine auf Papier gedruckte Zimmernummer eines Ibis Budget Hotels in Chemnitz.
  • Eine Wegbeschreibung f√ľr die von Kerstin organisierte Wanderung zwischen Ober- und Niederwartha hat ebenfalls ihren Platz in meiner Erinnerungskiste gefunden. Beim sch√∂nstem Maiwetter wurde es ein total toller Tag mit gut gelaunten Leuten zum Teil nur aus ihrem, aber auch aus dem gemeinsamen Freundeskreis – so etwas k√∂nnte man in 2017 eigentlich gern wiederholen … mal sehen was mir da so einf√§llt.
  • Ein kleines P√§ckchen, auf welchem „Merica“ steht, ist eine kleine Erinnerung an unsere unbeschreiblich sch√∂ne Zeit auf Bali. Merica bedeutet auf Indonesisch „Pfeffer“ und ich habe es auf einem unserer Essensstopps bei den zahlreichen Ausfl√ľgen auf der Insel zur Erinnerung mit eingesteckt.
  • Die blauen AI-Plastikb√§ndchen sind Andenken an unseren Hochzeitstagurlaub im Februar auf der Insel Gran Canaria – die landschaftliche Vielseitigkeit dieser Insel hat uns wirklich sehr imponiert!
  • Die gelben AI-Plastikb√§ndchen, die Visa-Stempelkarten und Boarding P√§sse sind wirklich als Letztes in die Jahreskiste gekommen, denn das sind unsere Erinnerungsst√ľcke an den Familienurlaub zum Jahreswechsel mit den Kindern in Side.

Und last but not least – Essen:

  • Unsere Lieblings“futterstellen“ haben uns auch 2016 bei sich begr√ľ√üen d√ľrfen: „Shou Sushi-Running“ , „Ocakbasi“ , „Rivoli“ , „Odessa“ , „El Horst“ , „Olympia“ und „Dschingiskhan“ in Dresden, sowie das Caf√© „Guam“ in Potsdam … zum Gl√ľck bekommen wir bei unserem Haus-&-Hof-D√∂nermann, wo wir mindestens jeden Freitag das Wochenende einl√§uten, keinen Bon, denn dann w√ľrde die Kiste ja schon nach kurzer Zeit √ľberquellen!
  • Den Spanier „Espitas“ in Gruna haben wir dieses Jahr gleich mehrmals besucht, denn wir k√∂nnen seit unserem Umzug nach Striesen bis dorthin wunderbar laufen oder mit dem Rad fahren. Beide Optionen f√ľr den Heimweg sind nach einem reichlichen und leckeren Essen dort sehr hilfreich    zwinker
  • Der Besuch im „Zum Knipser“ war ein Dankesch√∂n von Kathrin und Axel f√ľr meine Familienfotos am Elbufer. Diese urige Gastst√§tte an der Dresdner B172 ist eine interessante und liebevoll gef√ľhrte Lokalit√§t – der Besuch lohnt sich wirtklich sehr.
  • Zu Ostern wurden wir von Andrea und Karl zum Brunchen ins Restaurant „Zum Atrium“ eingeladen. Danach war ein ausgedehnter Osterspaziergang f√ľr unsere prall gef√ľllten B√§uche auf jeden Fall ein Muss    lachen
  • Die „Elbterrasse Wachwitz“ entdeckten wir mehr oder weniger zuf√§llig, denn wir mussten mal in der Gegend etwas Zeit vor einer Igeltour √ľberbr√ľcken. Nach einem Radausflug auf dem rechtsseitigen Elbradweg ist das zum Beispiel eine √§u√üerst sch√∂ne M√∂glichkeit, mit einem fabelhaften Blick auf die Elbe etwas zu trinken und zu essen.
  • Eine andere Igeltour mit Essensverkn√ľpfung f√§llt mir beim griechischen Restaurant „Atlantis“ ein. Die Tour hat am Ende etwas l√§nger als gedacht gedauert und wir hatten einen Mordshunger. Statt wie geplant zuhause etwas zu kochen, sind wir kurzerhand dort eingekehrt. Zum Gl√ľck gab es trotz der nahenden Mittagspausenzeit doch noch etwas zu essen f√ľr uns – daf√ľr waren wir diesem Restaurant sehr dankbar!

Es gibt aber auch noch ein paar ganz besondere Erinnerungsst√ľcke zu erw√§hnen, z.B. die Einladung zum 125. Jubil√§um von Ines und Torsten, ein Brief von Andrea, in der sie sich w√§hrend unseres Sommerurlaubs mit unseren Nachbarn wegen der Schl√ľssel√ľbergabe f√ľr den Briefkasten und die Wohnung abstimmt, eine Vollmachtkarte der Post, welche einst von Andrea f√ľr mich ausgestellt wurde, damit ich ihre P√§ckchen abholen kann und welche nun nutzlos ist, weil sowohl mein Nachname nicht mehr stimmt, als auch weil Andrea ja seit September in Chemnitz wohnt, der Lieferschein eines Blumenversandes, √ľber den mir Stephanie zum Muttertag einen Blumenstrau√ü zustellen lie√ü, der Kassenzettel einer Zoohandlung f√ľr eine H√§ngematte f√ľr Stephanies Hamster Mr. Schnuffel und und und …

Dabei ist das alles eigentlich nur ein Bruchteil der wunderbaren Ausfl√ľge, Treffen und Begegnungen, welche wir in 2016 erleben durften – das Jahr war so ereignisreich wie wohl keines jemals zuvor. Ich glaube, ich sollte deshalb so langsam mal mit unserem Jahresbericht anfangen, damit uns am Ende nicht noch die eine oder andere Erinnerung durch die Lappen geht    zwinker



2016 17.
Jul

Die letzte Woche war erneut mit vielen sch√∂nen Treffen ausgef√ľllt. Gleich am Montag war¬†ich um 18 Uhr¬†mit Natalia und ihrem Sohn Gleb zum Quatschen im „El Horst“ verabredet, denn aus meiner Sicht ist dieser beschauliche Biergarten in Mitten einer Kleingartensparte wirklich super f√ľr solche¬†Begegnungen geeignet … er liegt f√ľr uns zudem fu√ül√§ufig ganz in der N√§he und man kann sich¬†dort stundenlang ungest√∂rt und ohne Trubel unterhalten.
Ich habe die beiden Besucher aus Russland auf meiner Arbeit kennengelernt, weil das Kind bei uns behandelt wird, und auf Anhieb stimmte die Chemie zwischen uns. Wir hatten an jenem Abend beim Schnattern √ľber Gott und die Welt in unserer Muttersprache sehr¬†viel Spa√ü und verabschiedeten uns auch erst, als der Biergarten um¬†23 Uhr langsam seinen Betrieb einstellte.

Am Dienstagabend waren Carsten und ich bei Dana zum gemeinsamen Kochen nach Radebeul eingeladen. Sie kocht n√§mlich f√ľr ihr Leben gern und weil sie gleichzeitig auch Fitnesstrainerin ist, landen auf ihrem Teller eben verst√§rkt solche Sachen, welche man in Kochb√ľchern unter der Rubrik „Bewusste Ern√§hrung“ findet. Dass aber solches Essen nicht immer fad und farblos sein muss, davon haben wir uns sehr schnell √ľberzeugen lassen ¬† ¬†standard
Sie kreierte uns als Vorspeise einen Melonen-Feta-Salat mit Chilisosse und packte dazu gef√ľllte Zucchinir√∂llchen sowie die Eigencreation „Knusperchampignons“:

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Als Nachspeise gab es weiße Mousse au Chocolat und Baileyscreme:

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F√ľr den Hauptgang war allerdings ich zust√§ndig und deshalb gab es etwas aus meiner Heimat: Buchweizen mit Fleisch und Gem√ľse nach diesem russischen Rezept. Da ich das bereits schon einige Male gekocht habe, dachte ich am Ende leider gar nicht daran, ein Foto davon zu machen¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†aber es sah so √§hnlich aus wie auf der verlinkten Seite¬†¬†¬† zwinker

Am Mittwoch landete erneut Gesundes auf meinem Teller, denn unsere Abteilung war nach dem Arbeitstag zu einem kleinen Gesch√§ftsessen im vegetarischen Restaurant „Brennnessel“ verabredet. Wer einmal in der Dresdner Innenstadt einen fleisch- und fischlosen Tag einlegen und trotzdem lecker essen gehen m√∂chte, der wird sich dort sicherlich sehr wohl f√ľhlen. Das Essen wird frisch zubereitet, die Speisekarte wird immer wieder alle drei Monate dem Obst- und Gem√ľseangebot entsprechend angepasst, die Portionen sind √ľppig und die Bedienung nett und nicht aufdringlich. Da das Wetter unbest√§ndig war, blieben wir drinnen sitzen, aber der gem√ľtliche Innenhof h√§tte mir an einem sonnigen Tag sicherlich auch ganz gut gefallen ¬†¬† standard

Donnerstag war bei mir ein Filmtag. Schon seit Langem wollte ich einen russischen Streifen¬†aus der neuen Zeit, er ist aus 2008, ansehen: –°—ā–ł–Ľ—Ź–≥–ł (Stilyagi) … in englischsprachigen L√§ndern ist er besser als Hipsters bekannt und er gilt als einer der besten Werke des modernen russischen Kinos. Wie es nun mal so ist, habe ich aber nie wirklich Zeit gefunden, ihn mir anzusehen. Zum Gl√ľck habe ich aber ein Kind, welches Russisch studiert und diesen Film einst¬†sogar in einem Seminar behandelte. Sie war schon damals sehr davon angetan und nun kam sie extra zu mir, damit wir ihn uns zusammen anschauen k√∂nnen ¬† ¬†verliebt
Ich schließe mich nun, nachdem ich ihn gesehen habe, der allgemeinen Meinung, dass dieser Streifen gut ist, auf jeden Fall an    standard

F√ľrs Wochenende hatte sich bei uns ein CouchSurferp√§rchen aus Indonesien (sie) und Pakistan (er) angemeldet und so haben wir am Freitag zu¬†unserem¬†traditionellen Kaufland-Wochen(end)einkauf die¬†Essensvorr√§te noch etwas umfangreicher als sonst aufgef√ľllt. Wir freuten uns schon sehr auf diesen Besuch, denn neben dem geplanten gemeinsamen Kochen (vegetarisch/halal/koscher) hatten wir so einige Fragen bzgl. ihrer L√§nder und Religion auf dem Herzen. Leider mussten sie uns aber kurzfristig am Samstagmorgen absagen, weil es dem M√§dchen schon in Prag, der Stadt, aus der sie zu uns mit dem Fernbus anreisen wollten, nicht sonderlich gut ging und vorzeitig nach Hause abreisen musste. Carsten und ich¬†hatten also¬†ganz pl√∂tzlich¬†jede Menge¬†unverplante Zeit zur Verf√ľgung …

Ergo¬†nutzten wir diese, um so manche Dinge der To-Do-Liste mit einem „leckeren Abend“ zu kombinieren. Wir fuhren am Nachmittag in die¬†Dresdner¬†Innenstadt, um mir¬†eine¬†Schnorchelausr√ľstung (Brille, Schnorchel & Flossen) f√ľr den baldigen Sommerurlaub¬†zu kaufen.¬†Danach kehrten¬†wir im Restaurant „Wohnstube“ im Swiss Hotel ein, um¬†in den Genuss eines¬†S√§chsisch-Schweizerischen Abendbuffets¬†zu kommen. Dadurch, dass wir seit Jahren eine Dresden-for-Friends-Karte¬†haben,¬†zahlten wir f√ľr das gute¬†Essen¬†zu Zweit nur die H√§lfte ¬† ¬†standard ¬† ¬†und probierten uns durch die lange Tafel an Vorspeisen, warmen Hauptg√§ngen, Salaten und vielf√§ltigen Nachspeisen. Zum herrlichen Abschluss setzen wir uns noch 30 Minuten zum Quatschen mit unseren Getr√§nken in den Innenhof und anschlie√üend rollten wir auf indirektem Weg durch die Stra√üen zum Altmarkt. Bei unseren Abstechern zur Br√ľhlschen Terrasse¬†und zum Neumarkt,¬†lauschten wir noch ein wenig den Kl√§ngen der Musik von K.I.Z., die gerade ein Konzert bei¬†den Filmn√§chten gaben, und Ludovico Einaudi, gespielt von einem Fl√ľgelspieler auf dem Platz vor der Frauenkirche. Wir genossen diesen sch√∂nen Sommerabend in vollen Z√ľgen!

Und heute, ja heute wollten wir urspr√ľnglich aufgrund des freigewordenen Wochenendes einen Ganztagsausflug unternehmen, aber die Wettervorhersage fiel f√ľr alle von uns angepeilten Ziele sehr ung√ľnstig aus … deshalb gibt es¬†eben einen v√∂llig entspannenden Sonntag im Apartamento¬†OLCA.

Ich hoffe, auch ihr könnt trotz der aktuell herrschenden Wetterkapriolen den Sommer und die Freizeit genau so gut genießen wie wir    verliebt



2016 03.
Jul

Ja, in der Tat ich habe jetzt Sommerferien    zwinker

Mein Russischkurs ist zu Ende und, obwohl es mir wie immer unglaublich viel Spa√ü gemacht hat zu unterrichten und die Gruppe mal wieder sehr harmonisch war, freue ich mich wie jeder Lehrer √ľber die zus√§tzliche Freizeit durch alle Ferienzeiten. Den letzten Unterrichtstag haben wir vom √ľberdachten Klassenzimmer in den ruhigen Innenhof des Restaurants „Odessa“ verlegt. Da ich wie gewohnt erneut viel zu viel Zeit vor dem Beginn der Veranstaltung¬†eingeplant habe und das Restaurant f√ľr mich perfekt in der Innenstadt liegt, hatte ich noch ein paar Minuten, um meinen Dresdner Lieblingsort kurz zu besuchen – den Zwinger:

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An einem Dienstagabend hat man kaum Touristen im Innenbereich, da freuen sich offensichtlich sogar die darin befindlichen Skulpturen √ľber solche ruhigen Abende¬†¬†¬† zwinker

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Preisfrage: was macht man nun mit der dazugewonnenen Ferienfreizeit? Richtig, wir gehen zum Beispiel mit mit Katja & Antonia auf ein Erdbeerfeld im Dresdner Westen, um vor Ort seinen Bauch vollzuschlagen, aber auch, um noch etwas f√ľrs Zuhause zu pfl√ľcken:

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Da¬†man aber nicht nur von Erdbeeren satt wird, pfl√ľckten wir noch alle zusammen ein paar S√ľ√ükirschen von den B√§umen im Garten von Katjas Eltern:

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Unsere gesamte Ausbeute (Erdbeeren √ľber 3 kg !) hat trotz der Menge von jeweils einem ehemaligen Popkorneimer¬†nicht einmal bis Montag √ľberlebt¬†¬†¬† lachen

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An einem anderen Tag bin ich mit Anna zur Schlenderweinprobe beim Winzer M√ľller am Schlo√ü Albrechtsberg gegangen. Es war ein wundervoller Sommerabend: Die Sonne schien, der Winzer f√ľhrte uns durch den Park und erz√§hlte Geschichten aus der ganz fernen Vergangenheit¬†sowie √ľber die Entwicklung des Weinanbaus in Dresden¬†und lie√ü uns dabei drei Weinsorten aus seinem Weinkeller probieren:¬†M√ľller-Thurgau, Kerner und einen¬†Ros√© Domina. Hier mein Kerner und ich ¬† ¬†standard

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Wir haben einen anderen Teilnehmer der Gruppe gefragt, ob er ein Bild von uns machen k√∂nnte … nun wei√ü ich nicht, ob die Unsch√§rfe dieses Fotos daran liegt, dass der Herr keine Digitalkamera bedienen konnte oder dass wir inzwischen schon bei der dritten Weinsorte angekommen waren¬†¬†¬† zwinker

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N√§chste Unternehmung: Dass wir seit dem Verkauf des Hauses keine gro√üartige M√∂glichkeiten mehr zum Selbergrillen haben, macht uns eigentlich nicht so traurig, wie vielleicht manch einer denken mag ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†denn in unserer Wohngegend lassen¬†sich gegrillte Leckereien im nur ca. 10 min zu Fu√ü entfernten Biergarten „El Horst“ organisieren. Man muss √ľbrigens nicht zwingend immer nur Bier trinken, denn eine Wei√üweinschorle kann man dort genau so problemlos bekommen sowie eine Flasche¬†Karamalz ¬† ¬†lachen

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Eine weitere M√∂glichkeit f√ľr uns, frisch Gegrilltes auf dem Teller zu bekommen, sind der Besuch guter Freunde, welche im Gegensatz zu uns viel Freude am Garten und den damit verbundenen Arbeiten haben.¬†Wir fanden die Rasenabteilung¬†von Gundel und Peter schon immer¬†echt wundervoll –¬†und dieses Jahr haben sie diese sogar noch vergr√∂√üert und komplett umgestaltet – aber wir selber h√§tten aufgrund unserer „Gartenarbeitphobie“ vermutlich nicht den richtigen Nerv dazu, etwas Vergleichbares aus dem Boden zu stampfen¬†¬†¬† zwinker

Es ist doch ein absolut bezaubernder R√ľckzugsort, nicht wahr?

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Dorthin haben wir uns dann auch zum Essen von leckeren W√ľrstchen, Spie√üen, K√§sen und Steaks hingesetzt, welche Peter mit viel Liebe und Holzkohle zubereitet hat:

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Und sonst so? Das Wetter der letzten Wochen passte leider nicht immer zu unserer Planung und so musste ich gestern wegen der akuten Schauer- und Gewitterwarnung ein Fotoshooting im Freien auf einen sp√§teren Zeitpunkt verschieben. Stattdessen haben Anna und ich uns am Vormittag zu einem spontanen Besuch des Elbflohmarkts getroffen und sind gl√ľcklicherweise gegen Mittag nur leicht durchn√§sst wieder nach Hause gekommen. Wir hatten aber so viel Spa√ü beim St√∂bern und Quatschen, da machten dann ein paar Regentropfen auf dem Heimweg gar nix aus ¬† ¬†zwinker

Ich hoffe, auch euer Sommer bereitet¬†euch genau so viel Freude wie der unsrige. Wenn das noch nicht der Fall war, denkt einfach dran: Der erste Sommermonat ist (leider) schon vorbei, d.h. es sind nur noch zwei davon √ľbrig ¬† ¬†lachen ¬† ¬†–> Macht das Beste draus! Wir werden es auf jeden Fall ebenfalls weiter versuchen¬†¬†¬† standard

Kleine Freude am Rande: mein Blog verzeichnete¬†am Samstag den 1000. Kommentar …
Kleine Enttäuschung am Rande: aber leider nicht auf einen Eintrag von mir, sondern auf den Gasteintrag von Carsten     traurig     leider Pech gehabt!



2016 28.
Mai

Es wiederholt sich immer wieder aufs Neue – derzeit hat mich das Leben mit seinen interessanten Seiten so stark im Griff, dass ich einfach nicht dazu komme, dar√ľber in diesem Blog zu berichten¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†denn in den vergangenen zwei Wochen habe ich wieder allerhand Sch√∂nes und Spannendes erleben d√ľrfen.

Fangen wir einfach mal mit dem Futter f√ľr den Kopf an¬†¬†¬† standard

Da am vorletzten Dienstag die letzte Lesung aller vier Autoren der Phrase4-Gruppe vor der Sommerpause war, lie√ü ich mich von meinem Schatz direkt nach dem Russisch-Unterricht von der VHS abholen und zur Ver√§nderbar bringen. Leider habe ich durch meine Unterrichtszeit den Anfang der Veranstaltung und somit zwei neue Geschichten, eine von Sabine Dre√üler und eine von¬†Francis Mohr, verpasst. Aber es gab trotzdem¬†noch jede Menge Spannendes, Lustiges und Nachdenkliches zum H√∂ren … nur Carstens Phrase vom April habe ich nicht mehr mitbekommen k√∂nnen:

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Jetzt muss ich genau so wie viele andere Fans dieser Leseb√ľhne bis September warten, bis es¬†mit den immer so tollen Geschichten¬†weiter geht.

Schon einen Tag sp√§ter lockte das n√§chste Lesevergn√ľgen und ging ich zum Deutsch-Russischen Kulturinstitut, um an einem¬†Treffen¬†mit dem schon zu Sowjetzeiten sehr bekannten Krimiautoren √áingiz Abdullayev¬†teilzunehmen. Ich habe zwar nicht alle seiner 194 B√ľchern gelesen, aber so um die 40 habe ich schon im Laufe der Zeit nach und nach verschlungen ¬† ¬†zwinker

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Das Treffen war sehr entspannt und interessant zugleich. Herr Abdullaev ist eine √§u√üerst charismatische Pers√∂nlichkeit und ein sehr guter Erz√§hler – das Treffen mit seinen Lesern in Dresden ging l√§nger als angek√ľndigt, aber ich denke, nicht nur ich habe diese ungeplante Verl√§ngerung von Herzen genossen.

Doch¬†wir haben uns die ganzen Tagen nicht nur irgendetwas vorlesen lassen. Am letzten Sonntag entdeckten wir dank einer passenden Igel-Tour per pedes viel Neues und Geschichtstr√§chtiges √ľber unseren¬†benachbarten Stadtteil Blasewitz.

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Unsere Aufmerksamkeit f√ľr das Schriftliche und Wissenschaftliche im Alltag ging aber noch viel weiter, denn Carsten und ich haben in den vergangenen beiden Wochen¬†einiges unserer Freizeit darauf verwendet, Andreas Bachelorarbeit zum Thema „1812 im kulturellen Ged√§chtnis der Russen“ aufmerksam durchzulesen und dementsprechend zu korrigieren. 43 DinA4-Seiten reinen Volltext kann man ganz sch√∂n untersch√§tzen, denn man sitzt schon etliche¬†St√ľndchen daran … Carsten bevorzugte das gesamte letzte Wochenende daf√ľr und z√§hlte¬†insgesamt ca. 15 Stunden konzentriertes Arbeiten – immer wieder unterbrochen von augenschonenden und zerstreuenden Pausen am PC oder vor dem Fernseher.¬†Unsere Korrekturen wurden dann zusammen mit Andrea am darauffolgenden Montag in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr direkt am Laptop¬†live eingearbeitet – und dabei kamen wir gerade mal auf Seite 32 an. F√ľr den Rest nahm sie unsere Aufzeichnungen mit in ihre Wohnung und verdonnerte Karl f√ľr weitere drei Stunden am Dienstagvormittag f√ľr das Einf√ľgen unserer Anstriche. Am letzten Donnerstag konnte sie dann endlich ihre gebundene Arbeit mitsamt Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Fu√ünoten und weiteren Pflichtseiten fristgerecht abgegeben. Nun sind wir auf das Ergebnis gespannt, aber bis es bekannt gegeben wird, d√ľrften noch einige Wochen ins Land ziehen.

Es war aber immer noch nicht alles, womit mein Kopf sich beschäftigen durfte, denn am Mittwoch war ich im Rahmen meiner Arbeit bei einem Vortrag von Irina Slot. Diesmal ging es um Interkulturelle Besonderheiten:

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Frau Slot bewies¬†eine sehr lebendige Art, ihren Vortrag zu halten¬†und konnte¬†ihr Publikum immer direkt in den Ablauf mit einbeziehen, indem sie anhand von Beispielen aus dem wahren Leben die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede¬†erkl√§rte. Auf jeden Fall hat mein Gehirn seitdem einiges zum Gr√ľbeln und sucht auch jetzt noch immer wieder nach weiteren Parallelen aus meinem Alltag f√ľr jene¬†Kulturdimensionen ¬† ¬†lachen

Soviel zum Futter f√ľr den Kopf¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†der Bauch ist in der letzten Zeit¬†ebenfalls¬†nicht zu kurz gekommen. Am vorletzten Freitag waren Carsten und ich mit den beiden Arbeitskollegen, mit denen¬†ich seit September f√ľnf Tage die Woche in einem B√ľro auf engstem Raum zusammen bin, samt¬†ihren Partnern im russischen Restaurant „Odessa“ essen. Das Wetter war total auf unserer Seite und so genossen wir im ruhigen und gem√ľtlichen Innenhof bzw. G√§rtchen des Lokals stundenlang allerhand heimatliche¬†Leckereien, wie z.B. Schaschlik, Pelmeni, Kaviar, Speck, Wodka, Bliny, Zharkoe (Foto) und Kuchen.

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Am Tag darauf war dann Essen in der spanischen Variante angesagt. Schon vor langer Zeit verabredeten wir uns mit Ines und Torsten, dieses Jahr wieder zusammen das DFB-Pokalendspiel¬†Borussia Dortmund gegen Bayern M√ľnchen zu gucken. Damit die Gastgeber nicht zu viel f√ľr die Vorbereitung tun mussten, √ľbernahmen wir kurzerhand die Versorgung mit Speisen und da wir uns schon einiges an der spanischen Art zu essen abgucken konnten, entschieden wir uns eben f√ľr deren¬†Futterportfolio aus Tapas, Chorizo, Aioli, Jamon und andere gef√ľllte Kleingkeiten.

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Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Papas arrugadas¬†(Meersalzkartoffeln) selber gekocht und war vom Ergebnis sehr positiv √ľberrascht. Die dazugeh√∂rigen Mojos (Dips) hatten wir schon im Februar von unserem Ausflug auf Gran Canaria¬†mitgebracht¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†und ich denke, Ines geh√∂rt ab jetzt ebenfalls zu Anh√§ngern des¬†Tinto de verano, welches ich allerdings nicht mit Gaseosa, sondern wie einst in Torremolinos gesehen, mit Bitter Lemon mache.

Gestern war ich dann noch mit den Arbeitskollegen aus meiner gesamten Abteilung unterwegs, denn eine Kollegin meinte bei der letzten Weihnachtsfeier, dass man sich ja auch mal im Sommer treffen könnte. Also hat bei sich zu Hause eine Gartenparty organisiert, bei der der Wettergott uns zuerst ganz schön geärgert hat, denn es regnete fast zwei Stunden in Strömen und ein kräftiges Gewitter ging hernieder. Aber als sich das Unwetter endlich verzog, konnte der Grill endlich angeworfen werden und es wurde ein richtig schöner und lustiger Abend    standard

Jedenfalls muss ich wieder einmal bekennend zugeben, dass ich mich bei all dem Essen¬†in guter Gesellschaft¬†enorm √ľber die Option, Sport in unserem betriebsinternen Fitnessstudio machen zu k√∂nnen, √ľber alle Ma√üen freue, denn sonst bliebe mir wohl jede Leckerei der letzten Tage dauerhaft auf dem Bauch, Oberschenkel oder Pops in Erinnerung. So bleibt es wenigstens halbwegs¬†im Gleichgewicht ¬† ¬†zwinker



2016 15.
Mai

Sch√∂nes Wetter und die damit verbundene M√∂glichkeit, endlich viel Zeit drau√üen beim Wandern, Feiern und Reisen zu verbringen, wirkt sich eindeutig negativ auf das regelm√§√üige Schreiben von¬†Blogeintr√§gen aus ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†da es heute (endlich mal wieder) ein einigerma√üen verregneter Tag geworden ist, kann ich hier¬†nun¬†√ľber unsere kleine Rundreise berichten, welche wir eigentlich schon vor einer Woche unternommen haben.

Schon lange hatte ich Lust darauf, die ber√ľhmten Kurorte Karlsbad und Marienbad¬†im Nachbarland Tschechien mal mit eigenen Augen zu sehen. Schlie√ülich hat man beim Lesen von Biografien russischer Ber√ľhmtheiten des 19. Jahrhunderts¬†immer wieder diese Namen vernommen. Da sowohl Carsten als auch ich noch ein paar √úberstunden auf unseren Arbeitszeitkonten hatten, haben wir uns zum langen Wochenende nach dem Herrentag bzw. Christi Himmelfahrt einen freien Freitag geg√∂nnt und fuhren gleich in der Fr√ľh los. Aber weil alle guten Dinge nun einmal drei sind und wir drei Tage (FR, SA & SO) f√ľr unsere Fahrt eingeplant haben, erg√§nzten wir unsere Reiseroute noch um eine etwas au√üergew√∂hnliche Destination: Chemnitz. Von der letzten Station erhoffte ich mir einige gute Motive f√ľr mein Mai-Fotoprojekt¬†mit dem Thema¬†„DDR-Relikte & Sozialismus im Alltag“.

Zuerst fuhren wir aber gen Karlsbad bzw. nach Karlovy Vary, wie das Städtchen in der Sprache der Einheimischen heißt. Da wir mit unserem Smart unterwegs waren, haben wir nach nicht all zu langer Suche einen kleinen, schönen und sogar kostenlosen Parkplatz gefunden und marschierten entlang des Flusses Tepla in die Stadt hinein:

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Schon bald erreichten wir die vielen Heilbrunnen, f√ľr die die Stadt und auch die gesamte Gegend hier in Tschechien bekannt ist. Um das Wasser stilecht trinken zu k√∂nnen, habe ich einen ortstypischen¬†Kurbecher mit eingebautem Trinkhalm (wir haben einfach¬†Schnabeltasse dazu gesagt)¬†gebraucht … gl√ľcklicherweise entdeckte mein Mann zwischen unz√§hligen, meistens sehr kitschigen¬†Trinkgef√§√üen¬†auch eine B√§rentasse – diese wurde nat√ľrlich sofort gekauft und eingeweiht ¬† ¬†lachen

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√úber die heilenden Gew√§sser kann man nur eines sagen:¬†das salzig, krustige Wasser in kalt und auch in warm (auch mehr als 60¬įC) … *b√§h* … ist wirklich reine Geschmackssache ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†aber die Bauten um diese sind schon √§u√üerst beeindruckend. Vor allen Dingen immer wieder diese langen Kolonnaden, welche zum Teil gleich mehrere Quellen beherbergen:

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Wir wollten uns¬†nat√ľrlich einen allgemeinen √úberblick √ľber die gesamte Stadt¬†verschaffen. Deshalb stapften wir zum Hirschsprung, eines der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt.¬† Die Rundumsicht¬†gefiel uns sehr gut und wir¬†fanden sowohl von unten als auch von hier oben, dass die Stadt¬†wirklich ein einzigartiges und luxuri√∂ses Flair hat ¬† ¬†zwinker

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Übrigens, die russisch-orthodoxe Kirche St. Peter und Paul in Karlsbad ist sehr beeindruckend aufgebaut. In ihrem Inneren habe ich sogar eine Ikone meiner Namensgeberin entdeckt Рder Heiligen Olga. Leider war das Fotografieren in der Kirche nicht erlaubt.

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Deshalb kann ich euch nur ein anderes Olga-Heiligenbild zeigen, welches wir am nächsten Tag an der Außenseite der russisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Wladimirs in Marienbad gesehen haben:

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Allerdings ist die Marienbader Kirche insgesamt etwas kleiner und bescheidener    zwinker

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Doch¬†damit passte sie wunderbar in dieses kleine, beschauliche St√§dtchen. F√ľr mich war Karlsbad sehr herausgeputzt, dagegen ist Marienbad¬†(tschechisch Mari√°nsk√© L√°znńõ) richtig klein und kuschelig. Wir haben nach der Ankunft und Zimmer√ľbernahme am Freitagabend auch hier zun√§chst einen Aussichtspunkt in Form eines Steinturmes auf einem H√ľgel aufgesucht, aber leider konnte man von dem nicht sehr mehr viel von der Stadt selbst sehen, da die B√§ume in der Umgebung in den letzten Jahrhunderten doch sehr hoch gewachsen sind. Daf√ľr aber war der Sonnenuntergang soooooo romantisch!

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Auch in Marienbad gab es sehr schöne und große bzw. lange Kolonnaden Рhier Impressionen von unserem Rundgang am Samstagvormittag:

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Wenn man durch diese hindurch lief, hatte man auch immer wieder einen schönen Blick zwischen der einzelnen Kolonne nach Draußen:

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Nat√ľrlich wollte ich auch von den heilenden Quellen dieser Stadt einen Schluck „f√ľr“ statt „auf“ meine Gesundheit trinken, da ich aber meine B√§rchentrinktasse gut verpackt im Auto gelassen habe, musste ich auf das nat√ľrlichste Gef√§√ü der Welt zur√ľckgreifen¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†:

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Bevor wir das gem√ľtliche St√§dtchen, in dem¬†man einfach nichts anderes tun kann, als sich zu entspannen, verlassen haben, h√∂rten wir uns an der Singenden Font√§ne¬†noch zwei¬†Lieder von Celine Dion an, die heute um 11 Uhr auf dem Plan f√ľr die alle zwei Stunden stattfindenden Musikchoreografie standen:

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Gegen sp√§ten Mittag¬†kehrten wir zur√ľck in deutsche Gefilde¬†und steuerten √ľber die kostenfreien Autobahnen¬†Chemnitz an. Als ich im Vorfeld vielen Freunden und Bekannten √ľber unsere Reisepl√§ne erz√§hlte, erntete ich meistens einen sehr BEgeisterten Blick, wenn ich die Worte „Karlsbad“ und „Marienbad“ aussprach und am Ende einen ENTgeisterten, als ich „Chemnitz“ erw√§hnte¬†¬†¬† lachen

Erst mit der Erl√§uterung meiner Fotopl√§ne bekam ich das erwartete Verst√§ndnis, denn bei der Stadt denkt man doch immer zuerst nur an eines, oder ?¬†Das Wahrzeichen der ehemalig genannten Karl-Marx-Stadt ist nat√ľrlich dieses 7,10 m hohe Denkmal, welches im s√§chsischen Volksmund „dor Nischel“ genannt wird:

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Wir fanden die Gr√∂√üe sehr beeindruckend! Au√üerdem musste ich der Ironie des Schicksals meinen Tribut zollen, denn eines¬†der bekanntesten Werke von Karl Marx ist nun mal das Buch „Das Kapital“ , welches sich¬†mit¬†einer ausf√ľhrlichen Analyse √ľber¬†die politische √Ėkonomie und die damit verbundene Kritik gegen√ľber der kapitalistischen Gesellschaft besch√§ftigt … und nun sind in dem Geb√§ude hinter seinem¬†Denkmal und mit dem mehrst√∂ckig hochen Aufruf „Proletarier aller L√§nder vereinigt euch“ (in vier Sprachen !) folgende √Ąmter beheimatet:

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Wenn das mal nicht Ironie ist … !?!?

Ansonsten ist Chemnitz zwar nicht so stark mit Sehensw√ľrdigkeiten √ľberladen, wie z.B. Dresden, dennoch¬†fanden wir das Alte Rathaus und den Marktplatz √§u√üerst¬†h√ľbsch:

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Die H√§user im Stadtteil Ka√überg (wir machen am Samstagabend einen 3-st√ľndigen Rundgang durch diese auff√§llige Wohngegend) sind aus unserer Sicht ebenfalls absolut sehenswert, insbesondere, wenn man den Jugendstil mag. Hier ist z.B.¬†eine sehr attraktive¬†Fassade mit M√§rchenmotiven:

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Dieses Wohngebäude hat zu Recht den Namen Kyffhäuserburg und ist mit außerordentlich vielen passenden Details ausgestattet:

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Und das ehemalige Wohnhaus vom Schriftsteller Stefan Heym zu sehen, war f√ľr mich ein pers√∂nliches Anliegen¬†¬†¬† standard

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Wie ihr seht, in jeder Stadt gibt es viele schöne Sachen zu entdecken    standard
Auf jeden Fall waren das drei sehr intensive und sehr interessante Tage und¬†ich kann auf meiner „Must-See-Liste“ nun gleich drei Punkte abstreichen … damit ich nat√ľrlich bald wieder irgendetwas Neues darauf setzen kann¬†¬†¬† lachen



2016 17.
Mrz

Heute¬†gab es¬†f√ľr Carsten und mich einen guten Grund, unseren Arbeitstag etwas eher zu beenden, denn seit gestern gibt es auf dem Dresdner Neumarkt, direkt vor der Frauenkirche, eine OpenAir-Ausstellung mit¬†dem Namen „Die W√∂lfe sind zur√ľck“ – diese wollten wir uns unbedingt ansehen. Das Wetter war uns hold und so konnten wir sogar ganz entspannt mit dem Rad in die Innenstadt fahren.

Was ist eigentlich das Interessante an dieser Ausstellung, au√üer dem Namen nat√ľrlich? Sagen wir es mal so: seitdem montags immer ein gewisses Klientel seine¬†„Spazierg√§nge“ durch die Dresdner Innenstadt durchf√ľhrt, werden √ľber die Stadt- und Landesgrenzen hinaus auch alle anderen Dresdner in den Augen vieler „gerechter“ Menschen zu dummen Nazis. Wir hatten sogar in unserem langj√§hrigen Bekanntenkreis eine ernste Auseinandersetzung zu diesem Thema und haben nun einen Namen weniger in unseren Adressb√ľchern stehen. Die Person wollte partout nicht einsehen, dass nicht der¬†Wohnort dar√ľber entscheidet, wie die Gesinnung aller Einwohner ist. Naja, ein heikles Thema. Und eigentlich um dieses heikle Thema dreht sich eben¬†diese Ausstellung, welche wir heute besuchten. Sie¬†soll n√§mlich zeigen, dass Dresden nicht nur auf Pegida heruntergebrochen werden soll und kann und, dass es¬†trotz der verst√§rkt negativen Darstellung in den Medien, nach wie vor eine weltoffene Stadt ist.

Die Wolfsfiguren sind von Herrn Reiner Opolka erschaffen worden. Der K√ľnstler war¬†heute und ist¬†auch an jedem Tag seiner Ausstellung selber mit auf dem Platz und steht f√ľr jedermann zu jeder (vern√ľnftigen) Diskussion zur Verf√ľgung. Die¬†mannshohen, braungef√§rbten Wolfsfiguren sind¬†in unterschiedlichen Formationen aufgestellt und sehen auch verdammt angriffslustig aus:

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Sie sind jederzeit bereit, ihre Klauen und Zähne einzusetzen:

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Und das sind nicht die einzigen Waffen:

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Dabei versuchen sie nat√ľrlich die Menschheit zu¬†√ľberzeugen, dass sie ganz und gar harmlos sind und nur das Beste f√ľr alle wollen:

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Aber nicht nur die verkörperte Bedrohung hat ihren Platz in dieser Installation gefunden, denn es gibt auch einige Aufsteller mit Infos, welche zum Nachdenken anregen:

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Außerdem gibt es eine Tafel, auf welcher jeder, der möchte, seine Antwort auf eine wichtige Frage dazuschreiben kann:

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Es gab Einträge in unterschiedlichen Sprachen. Ich habe Spanisch entdeckt, Französisch, Polnisch und auch Russisch:

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Der Spruch in Russisch hei√ü √ľbersetzt: „Verhandeln k√∂nnen. Haltet durch, Europ√§er!“
Nur leider sind diese S√§tze in der rechten Ecke der Tafel gelandet, zwischen den Spr√ľchen auf „Pegidisch“, welche wie √ľblich gar nicht auf die gestellte Frage eingehen, sondern einfach nur als Beleidigung gedacht sind¬†…

Dabei hoffte ich wirklich, dass vielleicht der ein oder andere Montagsmitläufer bei dieser Ausstellung doch noch zum Nachdenken angeregt wird. Ich hoffe dennoch weiterhin, dass unsere schöne Stadt nicht auf Dauer mit solchen Gesten verunstaltet wird:

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Ich hoffe auch darauf, dass wir alle keine Angst vor dem b√∂sen Wolf haben m√ľssen und uns endlich mal darauf verlassen k√∂nnen, dass die J√§ger ihre Aufgaben ernst nehmen …

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Ich finde, dass es ein sehr gelungenes Projekt ist und dass es auf jeden Fall viel Potential hat, Menschen zum Nachdenken √ľber Toleranz und √ľber die Gefahr beim Fehlen dieser anregt:

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Diese Ausstellung kann man in Dresden noch bis zum 23. M√§rz besichtigen. Danach zieht sie weiter nach Potsdam und sp√§ter nach Berlin. Ich f√ľr meinen Teil kann einen Besuch dort sehr empfehlen.

Wenn die Spr√ľche, Informationen und Hinweise der Tafeln interessieren, der findet auch eine PDF-Version als Brosch√ľre auf der¬†Webseite. Leider hat nun mal nicht jeder einen kurzen Weg zu seiner jeweiligen Landeshauptstadt, denn die Ausstellung¬†ist¬†als Wanderausstellung eben nur in den Bundeshauptst√§dten geplant.