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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 31.
Mrz

Was erwartet ein Einwohner der Bundesrepublik Deutschland in der zweiten M√§rzh√§lfte? Etwas Sonne, etwas W√§rme und einen beginnenden Fr√ľhling – das m√ľssten meiner Meinung nach die √ľblichen Antworten sein. Aber das Klima hatte in diesem Jahr mit uns ganz andere Pl√§ne: Es gab richtig harten Frost und nochmals Schneefall …

Aber selbst diese ungem√ľtlichen Begleiterscheinungen haben Carsten und mich nicht daran gehindert, jede Menge au√üerh√§usliche Unternehmungen ins Auge zu fassen    standard    besonders voll ist der Tag am 18. M√§rz geworden. Carsten und ich standen bereits um 10 Uhr am Dresdner Zwinger, denn wir wollten unbedingt bei der Igel-Tour „Dichter, Denker, Literaten – eine LiteraTour“ dabei sein.

Carsten hat beim Verlassen der Wohnung leider seine Handschuhe und sein „Ohren“ (= ein Fleece-Stirnband mit Ohrensch√ľtzern) vergessen mitzunehmen. Bei der fast 2-st√ľndigen F√ľhrung und viel Wind hat er das nat√ľrlich sehr bereut, wusste sich aber wenigstens etwas zu helfen:

Zudem schneite es auch etwas, doch wenigstens gab es jede Menge geometrisch perfekte und somit sehr kunstvolle Schneeflocken zu sehen, die auf unserer Kleidung landeten und verweilten:

Aber die F√ľhrung war das Frieren wert! Der Igel-Mitarbeiter Matthias Stresow ist nicht nur sehr wissend, sondern teilt sein Wissen auch gern und unterhaltsam. Wir haben bislang schon mindestens an drei seiner F√ľhrungen in diversen Stadtteilen bzw. zu verschiedenen Themen teilgenommen und alle waren √§u√üerst interessant. Nur, so durchgefroren wie bei dieser, waren wir bislang noch nie    zwinker

Da ich gegen 14 Uhr auf dem Dampfschiff „August der Starke“ sein sollte, um bei der inzwischen traditionellen St. Patrick’s Feier die Auftritte der T√§nzerinnen von der Irish Dance Company im Bild festzuhalten, wollten wir uns nach der F√ľhrung nur ganz schnell noch bei der Kutschersch√§nke etwas Hei√ües zu essen g√∂nnen, um wenigstens von Innen wieder ein bisschen warm zu werden.

Zu Feier des (gr√ľnen) Tages habe ich gleich mal die Gelegenheit genutzt, einen meiner neu erworbenen Verlaufsfilter, nat√ľrlich den Gr√ľnen, auszutesten. Bildlich gesehen wirkt das Ergebnis, wenn man viel Fantasie hat, wie eine Mischung aus wei√üem Winter und der Hoffnung auf frisches Gr√ľn des Fr√ľhlings    zwinker

Da man diesen Filter problemlos drehen konnte, habe ich auch ein Bild mit einem gr√ľnen Himmel anzubieten    standard

Das Schiff war nat√ľrlich auch passend zur Feier des Tages geschm√ľckt …

… und ich selber trug nat√ľrlich auch gr√ľn:

Die Kombination aus „aufgrund des Windes durchgefroren“ und „zum Einstieg ein Minibecher Whiskey“ steht mir sichtlich ins Gesicht geschrieben –> ich sehe nach beidem immer so knallrot aus!

Die M√§dels haben insgesamt vier Auftritte auf zwei unterschiedlichen Decks absolviert, wobei eine Ecke aus meiner Sicht zum Tanzen vom Platzangebot her leider sehr minimalistisch ausfiel    standard

Nachdem das Schiff am Abend wieder in Dresden anlegte, gab es eine St. Patrick’s Day Parade durch die Dresdner Innenstadt. Ich bewunderte die M√§dels echt, da sie mit Winterstiefeln auf dem Kopfsteinpflaster genau so leicht tanzten, also wenn sie mit Softschuhen auf einem Teppichboden herumwirbeln:

Das gleiche haben sie nochmals in der N√§he der Wilsdruffer Stra√üe auf dem von zahlreichen Touristen fest getretenen, aber gl√ľcklicherweise zum gr√∂√üten Teil schon weggefegten Schnee, unfallfrei wiederholen k√∂nnen:

Es war ein toller (Sams-)Tag und ein wundersch√∂ner Abend, der im geheizten St. Patrick’s Day-Festzelt auf dem Postplatz langsam ausklingen durfte – toll gemacht, M√§dels!

Am darauffolgenden Dienstag packte ich erneut meine Kamera ein, diesmal aber ohne irgendein Farbmotto, denn bei der Leseb√ľhne Phrase 4 geht es mehr darum, zuzuh√∂ren, um neben der tollen acht Kurzgeschichten auch eine vorab bekannt gegebene Phrase von einem der vier Autoren zu erkennen und sich schnell bzw. laut zu melden. Spoiler: ich war diesmal zu langsam    standard    es muss an dem immer noch anhaltenden Winter gelegen haben:

Die Betreiber der Ver√§nderBar, in der die Leseb√ľhne seit Jahren ihre Heimat gefunden hat, haben √ľbrigens einen leuchtenden, stimmungsvollen Hinweis mit auf den Weg gegeben:

Drinnen war es allerdings noch etwas k√ľhl, aber nachdem man sich ein Glas Wein geg√∂nnt und die Geschichten einen abwechselnd ber√ľhrt, bewegt, zum Nachdenken und zum Lachen anregt haben, wurde es schon sehr bald warm ums Herz.
Zur Stammbesetzung Francis Mohr, Henning H.Wenzel und Lars Hitzing gesellte sich diesmal Arne Hirsemann aus Leipzig dazu und er hat seine Geschichten sehr lebendig und emotional mit dem Publikum geteilt:

Und das war erst der Anfang, was mich davor abgehalten hat, einen f√§lligen Blogeintrag schon eher zu schreiben    zwinker

Mit Carsten war ich einen Abend im Kino, um uns „Unsere Erde 2“ anzusehen … und wir haben ihn f√ľr richtig gut befunden! Das einzige, was auf uns etwas befremdlich wirkte, war G√ľnther Jauchs Stimme als Erz√§hler – aber das ist wohl Geschmackssache …

Mit Anna war ich einen anderen Abend im Boulevardtheater, wo wir die Premiere von „Azzurro – Wie z√§hme ich einen Italiener“ gesehen haben – das St√ľck macht echt gute Laune, zumindest f√ľr unsere Generation, welche mit Italo-Pop immer wieder sch√∂ne Erinnerungen an die Jugendzeit verbindet und die den Film „Der gez√§hmte Widerspenstige“ vermutlich mehr als nur einmal gesehen hat. Warum? Weil man diesen damals soooooo toll fand    standard    Anna und ich waren uns einig: das St√ľck ist auf jeden Fall einen Besuch wert!!!

Und wie man an uns sieht, sind die winterlichen Tage inzwischen Geschichte geworden    standard    man muss einfach nur die Zeit, bis der Fr√ľhling richtig ankommt, mit vielen sch√∂nen Unternehmungen und Menschen ausf√ľllen, dann kann das Warten auch sehr kurzweilig sein!



2016 24.
Jan

Meine Mama hat ja schon geschrieben, dass wir am vergangenen Wochenende wieder einmal unterwegs waren. Ich, Heini, durfte auch mitreisen. Es ist wirklich sehr vorteilhaft, handtaschenklein zu sein    zwinker
Ich habe vorher auch meinen Kumpel, den Kl. Dinkelmann gefragt, ob er mitkommen möchte, abär er hat im Radio gehört, dass es kalt werden sollte. Da er nicht so ein dickes Fell wie ich hat, zog er es vor, doch liebär in der warmen Wohnung zu Hause zu bleiben.

Also, Potsdam. Ich habe festgestellt, dass es eine tierisch coole Stadt ist und man kann dort so viele spannende¬†Dinge entdecken – das ist echt Wahnsinn! Ich habe zum Beispiel zum ersten Mal in meinem Leben einen Chinesen gesehen. Er schaute zwar etwas grimmig drein, ab√§r ich konnte meine, vom Laufen ganz m√ľde Tatzen in der N√§he seiner w√§rmenden Laterne ein wenig ausruhen lassen.

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Nur die Unterhaltung wollte nicht so richtig in Gang kommen … mein Teddyb√§risch hat er nicht verstanden und ich verstand sein Chinesisch nicht¬†¬†¬† erroeten ¬† ¬†vielleicht lerne ich irgendwann mal seine Sprache noch, ab√§r sie ist f√ľr B√§ren echt schwierig – da kommen ja¬†keine „rrrrr“s¬† drin vor! Er nannte mich wohl auch deshalb immer „B√§ !“ ¬† ¬†zwinker

Ich habe au√üerdem einen Baum entdeckt, der so √§hnlich aussieht, wie der Baum der Seelen¬†der Na’vi aus „Avatar“. Als ich darin sa√ü, dachte ich ernsthaft dar√ľb√§r nach, hier vielleicht den zweiten Teil des Films zu drehen. Aber vielleicht etwas ver√§ndert … sowas wie „Ava-Teds“ zu drehen. Die Babelsb√§rg-Studios liegen ja schlie√ülich auch in Potsdam.

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Die Kulissen f√ľr irgendwas anderes hatte man auch schon im Innenhof des Filmmuseums aufgebaut, was ich mir nat√ľrlich aus allern√§chster N√§he angesehen habe. Na, wer findet¬†mich ?

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Sieht wirklich wie echt aus! Ab√§r das Klettern darauf hatte seinen Preis – mein Pops war ja nach oben gestreckt und k√ľhlte sich pl√∂tzlich ganz sch√∂n ab. Blo√ü gut, dass man da in dem Hof neben den Pappkulissenpavillions rechts und links auch so eine w√§rmende Rotlichtlampe f√ľr kleine B√§ren hingestellt hat!

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√úbrigens, das einzeln stehende¬†Geb√§ude hinter dem Filmmuseum hat man vermutlich zu oft gegossen und zu gut ged√ľngt – das ist ja echt riesig geworden und so sehr in die H√∂he geschossen!

Ab√§r zur√ľck zu meiner √úb√§rschrift, also dazu, dass Potsdam eine tierisch coole Stadt ist. Ich habe einen kurzen Augenblick nicht aufgepasst und schwuppdiwupp wurde ich von einem dicken und komischen L√∂wen fast verschluckt!

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Ich konnte ihn gerade noch √ľb√§rzeugen, dass ich kein Leckerbissen, sondern ein Tourist auf Abwegen bin! Und ich habe mich wirklich ein wenig verirrt, denn eine ordentliche Stadtkarte in Teddygr√∂√üe ist nach wie vor eine riesige Marktl√ľcke. Zum Gl√ľck habe ich ein paar s√ľ√üe Nilpferde getroffen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Sie haben mir dann die richtige Richtung gefl√ľstert:

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Die wei√üen B√ľffel, welche ich danach getroffen habe, haben mich sogar einfach so nach Hause getragen! Das fand ich ob√§rsuperlieb von ihnen!

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Zu Hause angekommen suchte ich den geheimnisvollen Mr. Schnuffel, von welchem die ganze Familie so viel und so oft gesprochen hat:

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Ab√§r er hat sich irgendwo versteckt. Ich erinnerte mich an das Sprichwort „Mit Speck f√§ngt man M√§use“ und dachte mir meinen Teil dazu: „mit K√∂rnern lernt man Dsungarische Hamster kennen“. Immerhin habe ich ihn mit meiner¬†mitgebrachten Nuss- und K√∂rnerstange¬†aus seinem Versteck locken k√∂nnen:

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Dann kamen wir quasi Nase an Nase zusammen und haben uns blendend verstanden

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Am nächsten Tag wollten wir alle zusammen, allerdings ohne Mr. Schnuffel, in den Park Sanssouci gehen und Enten gucken. In der Nacht hat es abär ganz schön viel geschneit! Bloss gut, dass ich meinen Schal in Mamas Tasche mit reingeschmuggelt habe!

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Auf dieser Seite der Br√ľcke waren viel zu wenige Enten unterwegs. Ich habe gewartet und gewartet und meine Ohren waren ganz sch√∂n kalt geworden … da hat meine Mama auch noch meine M√ľtze aus ihrer Handtasche gezaub√§rt! Es ist und bleibt eben eine ganz zaub√§rhafte Mama, sag ich euch!

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Ich¬†bin dann¬†ganz sch√∂n √ľb√§rmutig geworden und habe einen Schneemann gebaut, um¬†dann zu vergleichen, wer von uns den gr√∂√üeren Kugelbauch hat. Ich glaube, ich habe gewonnen¬†¬†¬† zwinker

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Hier seht ihr mein vollendetes Schneewerk und mich nach getaner Arbeit:

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Ich bin danach ganz von alleine auf die Idee gekommen, bei Gelegenheit mal irgendwo noch ein paar Handschuhe f√ľr mich zu organisieren, denn Schnee ist irgendwie immer nass und kalt – egal ob in Deutschland oder zum Beispiel in Polen¬†…

Nach so viel frischer Luft und so viel Schnee sind wir alle zusammen in das ber√ľhmteste¬†K√§sekuchencaf√© der ganzen Stadt eingekehrt, wo auch ich mir ein eigenes St√ľck bestellen durfte:

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Ab√§r weil es so riesengro√ü war, habe ich es nat√ľrlich mit meiner Mama gro√üz√ľgig geteilt¬†¬†¬† erroeten
Es war sooooooooooooooooooooooooooooooooooo obärlecker!

Danach war unser Ausflug nach Potsdam aber auch schon wieder vorbei. Wir werden bestimmt noch einmal kommen, denn es gibt noch sicher ganz viel zu entdecken in dieser Stadt! Aber erst in einer wärmeren Jahreszeit, ok?



2016 18.
Jan

Es hat sich seit Jahren zu einer guten Tradition in unserer Familie entwickelt, irgendwann im Januar zusammen zu kommen und einen R√ľckblick auf das vergangene Jahr zu werfen. Damit man bei der lustigen/traurigen/sentimentalen Besprechung nicht den Faden verliert, gibt es einen vorbereiteten¬†Fragebogen, den wir vier im Vorfeld, meist direkt am Anfang des neuen Jahres, ausf√ľllen. Diese Geschichten und Erinnerungen, welche immer mit den einzelnen Antworten verbunden sind, werden dann beim gem√ľtlichen Beisammensein erz√§hlt¬†¬†¬† standard
Normalerweise haben wir uns daf√ľr bislang in der Casa bzw. dem Apartamento OLCA getroffen, doch diesmal haben wir den Standort nach Potsdam verlegt. Stephanie hat n√§mlich seit November zusammen mit Tobi eine WG gegr√ľndet und wir √ľbrigen haben sie bis dato noch nicht gesehen – ergo: das N√ľtzliche mit dem Sch√∂nen verbinden.

Deshalb sind Carsten und ich gleich am Freitag nach der Arbeit mit unserem Smart nach Potsdam gefahren. Andrea musste am Samstagvormittag noch bei einem blau-gelben schwedischen Möbelhaus an der Kasse ihre Brötchen verdienen und kam deshalb erst am Abend dazu.

Am Samstag hatten wir Erwachsenen mit Stephanie als kundige Reisef√ľhrerin genug Zeit, um uns die wichtigsten Sehensw√ľrdigkeiten des Stadtzentrums anzusehen. Die Markanteste davon ist wohl ohne Zweifel die Nicolaikirche:

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Sie hat f√ľr uns¬†irgendwie keine typische Kirchenarchitektur, aber es ist ein wirklich sch√∂nes und sehr beeindruckendes Geb√§ude – sowohl von Au√üen als auch von Innen!

Was uns auf jeden Fall bei diesem Rundgang aufgefallen ist, sind die starken Architekturkontraste. Die Stadt hat während des II. Weltkriegs enorm gelitten und man stampfte danach schnell Wohnraum aus dem Boden. Wenn man auf dem oberen Bild genauer nach rechts und links schaut, sieht man in der unmittelbaren Nähe schlichte, sozialistische Wohnkontainer a la Plattenbau oder WBS 70.

Ein weiteres Beispiel f√ľr unsere Ansicht gef√§llig ? Hier einmal die Nicolaikirche¬†aus einem anderen Blickwinkel gesehen:

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Das Haus 54/55¬†in der Lindenstra√üe, etwas weiter von der Nicolaikirche entfernt, hat ebenfalls sehr viel unserer Besichtigungszeit beansprucht. Darin ist eine Gedenkst√§tte f√ľr die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert¬†(Gerichtsgeb√§ude – Nazigef√§ngnis – Sowjetgef√§ngnis – Stasigef√§ngnis) untergebracht. Von Au√üen ist das Geb√§ude v√∂llig unauff√§llig, aber im Innenhof merkt man, welche Dimensionen dieses Gef√§ngnis angenommen hat, um Andersdenkende – egal unter welcher Regierung – wegzusperren:

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Die Ausstellung ist ziemlich umfangreich und mit sehr vielen Biografien der H√§ftlinge, welche¬†entweder unter den Nationalsozialisten¬†1933-1945, nach der Eroberung durch die Sowjets unter der Willk√ľr des¬†NKWD¬†1945-1952 oder sp√§ter unter der Stasi 1952-1989 leiden mussten und meist unberechtigt in den Zellen dieses Hauses eingesperrt¬†wurden:

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Wie gesagt, wir haben dort jede Menge Zeit verbracht und kamen erst im Dunkeln wieder heraus:

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Diese Gedenkstätte ist einen Besuch wirklich wert!

W√§hrend unserer zwei Tage zog es uns recht h√§ufig ins Holl√§ndische Viertel …

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… denn wir waren insgesamt zweimal¬†im Caf√© Guam, denn die K√§sekuchen sind dort einfach unversch√§mt lecker und gut¬†¬†¬† verliebt

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An beiden Tagen war es hier im Gegensatz zur benachbarten Gastronomie¬†rappelvoll! Aber wir¬†bekamen zum Gl√ľck immer recht schnell einen Platz, denn schlie√ülich hatten wir ja auch unser „Vitamin B“ dabei – Stephanie verdient hier neben ihrem Studium nebenbei etwas Geld. Eine ihrer Kolleginnen hat sie beim ersten Besuch als Scherz sogar unsere gesamte Bestellung selber aufschreiben¬†lassen, denn schlie√ülich kennt sich unsere Kleine mit den K√ľrzeln dieses Cafes¬†bestens aus ¬† ¬†zwinker

Und nat√ľrlich waren wir auch einmal im Park Sanssouci¬†– hier sogar zusammen mit Andrea – und das¬†am Sonntag, nachdem es die ganze Nacht geschneit hat. Es war einfach bezaubernd und wir waren bei Weitem nicht die einzigen Spazierg√§nger, welche diese Winterlandschaft sichtlich genossen haben:

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Es gab an einer nicht zugefrorenen Stelle eines Sees¬†zahlreiche¬†Enten, die die Kinder total in den Bann gezogen haben. Also hat sich meine Familie an eine Br√ľcke gestellt und das Federvieh¬†fasziniert bei ihrem Treiben beobachtet. Leider¬†entging es den lieben Kleinen¬†dennoch nicht, dass ich sie gerade fotografieren wollte ¬† ¬†zwinker

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Ein Bild von mir und meinen M√§dels gibt es nat√ľrlich auch ¬† ¬†verliebt

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Und √ľbrigens, wir haben bei diesem Ausflug „unser“ neustes Familienmitglied kennen- und lieben gelernt. Nein, es ist nicht Stephanies Mitbewohner Tobi, obwohl er¬†von uns auch als Supertyp¬†eingestuft wird … er ist aber nur der¬†WG-Mitbewohner und nix weiter¬†¬†¬† zwinker
Das Neumitglied hört auf den Namen Mr. Schnuffel und hat unsere Herzen im Nu erobert. Wer kann denn schon so einem Blick widerstehen    zwinker    ?

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Auch wenn er aussieht wie eine Maus, ist er in Wirklichkeit ein Dsungarischer Zwerghamster¬†– klein, s√ľ√ü und sehr flink … nur manchmal hat¬†er f√ľr ein Foto¬†kurz still gehalten, wie hier auf Andreas Armen:

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Es war ein wundersch√∂nes Familienwochenende und wir hatten wie immer sehr viel Spa√ü zusammen. Da spielt bei uns der Standort f√ľr unser Zusammensein keine Rolle – Hauptsache wir haben uns¬†¬†¬† standard



2015 22.
Feb

Meine B√§renmama hat ja schon angek√ľndigt, dass ich auch √ľber meine Reiseeindr√ľcke im Nachbarsland schreiben darf. Und diesmal m√∂chte ich das lieb√§r gleich sofort machen solange die Erinnerungen noch frisch sind und nicht wieder¬†wochenlang warten¬†¬†¬† standard

Also, ich, Heini, durfte mal wieder als Anstandsb√§r mitreisen. Und wie ihr nun schon wisst, ging es nach Polen, in ein St√§dtchen namens Jelenia G√≥ra. Und da „Jelen“ im polnischen „Hirsch“ bedeutet, habe ich schon fest damit gerechnet, dass¬†dort ein kleiner B√§r auf den Stra√üen st√§ndig ganz vielen Hirschen ausweichen muss … meine Mama sagt ja auch, dass in unserer Stadt ganz viele Ochsen Auto fahren.

Wir sind also am Freitagnachmittag losgefahren und kamen¬†ganz schnell durch. Seltsam fand ich nur, dass wir uns im Auto etwas von den Chroniken eines K√§ngurus¬†angeh√∂rt haben – ich fand das als Reisevorb√§reitung eher unpassend. Da w√§re „K√∂nig Hirsch“ wohl eher angesagt gewesen, aber wer h√∂rt schon auf die Meinung eines B√§ren¬†¬†¬† zwinker

In Hirschberg (so hei√üt dieses Stadt komplett in deutsch) habe ich noch am gleichen Abend versucht, mal eine Einheimische im Restaurant kennenzulernen. Sie war ganz bunt angezogen, hatte ein sch√∂nes L√§cheln und¬†war echt hei√ü, aber leider auch arg steif im Benehmen. Also trotz der Sch√∂nheit eher nix f√ľr einen lockeren B√§ren wie mich¬†¬†¬† zwinker

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Während ich meine Zeit mit der Dame verplemperte verbrachte, hat meine Bärenmama festgestellt, dass dass die Biersorten der Brauerei Lwówek echt lecker sind. Abär egal, wie sehr ich meinen besten Bettelblick aufsetzte, ich durfte davon nix probieren:

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Nach dem Spaziergang in der winterlichen Innenstadt war¬†mir etwas kalt geworden, zum Gl√ľck konnte ich mich im Cafe Sofa¬†etwas aufw√§rmen. Die Sofas waren zwar alle besetzt, aber ein Heizk√∂rper war mir in dem Moment sowieso viel lieb√§r …

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Die Heizk√∂rper werden in Hirschberg¬†wohl in der Wandfarbe gestrichen, ich habe aber keine Ahnung, wieso. Solange ich mich darauf aufw√§rmte, haben die Erwachsenen die Gunst der Stunde genutzt und den Kuchen ganz alleine aufgegessen … f√ľr mich blieb am Ende¬†nur noch Zucker √ľbrig:

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G√§be es so einen Spruch in Deutsch und ich w√ľrde das nur zu gern meiner lieben Ines schenken! Denn meine Mama sagte, dort steht „Lass uns den Tag zusammen begr√ľ√üen!“ und das finde ich echt romantisch¬†¬†¬†¬†verliebt !

Am n√§chsten Tag erkundeten wir Hirschberg im Hellen. Zuerst gingen wir in einen kleinen Zaub√§rwald. Die hiesigen B√§ren m√ľssen echt starke Klauen haben, denn sie haben irgendwelche seltsame Zeichen in die Steine geritzt

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Ich glaube, ich sollte mal einen Kurs in Altbärpolnisch belegen, um dies zu entziffern. Dann haben wir auf einer Lichtung einen hohen Turm entdeckt

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Ich habe nach Rapunzel gerufen, sie war abär vermutlich gerade beim Frisör oder so. Da habe ich stattdessen den tanzenden Lichtern an diesem sonnigen Wintertag zugeschaut:

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Die Br√ľcke, welche das Zaub√§rw√§ldchen mit der Stadt verbindet, wurde definitiv nach dem (Farb-)Wunsch einer M√§rchenprinzessin gestrichen:

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Ich habe gehofft, im Wasser einen Goldfisch zu sehen, aber es waren nur hässliche Entlein unterwegs. In der Innenstadt bestaunte ich dann das wirklich beeindruckende Rathaus auf dem Rathausplatz:

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Dann wollte ich ein Käffchen im Straßencafe haben und habe dabei einen sehr ungeschickten Kellner erwischt. Der Kaffee war noch in der Tasse, abär der Henkel war abgebrochen:

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Auf dem Rathausplatz habe ich dann auch den ersten Hirsch in dieser Stadt entdeckt. Der war ganz schön hochnäsig und das nur, weil er sooooo ein Geweih hat!

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Da fand ich diesen Kleinen ein paar Straßen weiter wesentlich netter!

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Und einen Ochsen habe ich auch gesehen! Dieser ging abär im Gegensatz zu den Dresdnern zu Fuß:

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Ich war hier sehr von der Größe der Spatzen beeindruckt und habe sich sogleich eigentatzig fotografiert:

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Rein zufällig habe ich ihr Größengeheimnis von allein lösen können: Die Spatzenknödel in Hirschberg sind ja echt riesig und gar nicht mit unseren Meisenknödel zu vergleichen!

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Daraufhin brauchte auch ich erst einmal eine gute St√§rkung! Diese war in jeder Hinsicht richtig s√ľ√ü!

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Nach dieser¬†V√∂llerei schaute ich mir noch eine riesengro√üe Kirche an …

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… und bei der Betrachtung¬†der alten Friedhofmauern kam ich ins Gr√ľbeln …

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… denn man kann immer nur nachsehen, wo die Menschen begraben werden. Aber wo bleiben denn die¬†dahingeschiedenen Pl√ľschtiere? Ich habe zwar mal von einem Friedhof der Kuscheltiere geh√∂rt, aber das war wohl als letzte Ruhest√§tte eher nicht so toll. Vielleicht sind wir einfach unsterblich?

Als ich den absoluten¬†„Punkt Null“¬†der Stadt entdeckte,¬†stand auch ich einmal kurzzeitig¬†im Mittelpunkt¬†¬†¬† standard

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Dann gingen wir einem Park spazieren, denn ich wollte noch ein paar V√∂gelchen sehen. Der erste See war noch komplett zugefroren und vogelfrei …

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… ab√§r auf dem¬†n√§chsten gab¬†es ganz, ganz viele Schw√§ne! So ein echter Schwanensee! Nur die Tanzprobe habe ich wohl verpasst:

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Am Tag darauf – leider auch schon wieder der letzte – wollten wir alle zusammen auf die Schneekoppe fahren, nur war der Wind leider nicht auf unserer Seite. Er war so stark, dass der Sessellift nicht fuhr und wir per Tatze aufsteigen mussten. So sind wir wenigstens ein wenig im Schnee gewandert. Es war echt viel Schnee! Und kalt! Ein Gl√ľck, dass meine B√§renmama mir noch auf der Hinfahrt eine M√ľtze gestrickt hat!

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Unterwegs wollte ich noch ein Fl√ľsschen angucken und kletterte daf√ľr auf eine Anh√∂he. Da war mir meine gro√üe Nase doch etwas im Weg!

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Ich habe es abär am Ende ganz ohne fremde Hilfe geschafft *stolzsei* !

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Die Wege waren ganz sch√∂n steil und zum Teil auch ganz sch√∂n schr√§g …

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… und beim Anblick des Wurzelwerks¬†dieser B√§umen habe ich verstanden, warum man bei starkem Wind lieb√§r nicht auf die Spitze der Schneekoppe gehen sollte:

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Es dauerte zwar eine Weile, trotzdem haben wir unser Wanderziel erreicht. Leider nicht die Bärgspitze namens Schneekoppe auf 1602 Meter, sondern nur eine Baude auf 1258 Meter Höhe, abär immerhin    lachen

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Am liebsten w√§re ich genau so schnell nach unten gesaust wie der Typ hinter meinem R√ľcken …

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… nur passten meine Tatzen nicht so richtig in dieses Halterungsgeflecht. Hmm,¬†gibt¬†es keine Skischuhe f√ľr¬†B√§ren in meiner Gr√∂√üe, oder was? Das gleiche Problem hatte ich ja schon damals mal mit¬†Tanzschuhen! Ich glaube, ich habe da eine Marktl√ľcke¬†aufgetan …

Beim Abstieg¬†entdeckte ich im Wald einen Schneemann mit Handschuhen! Damit wird er ja schon vor dem Fr√ľhling schmelzen!

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Als wir schon fast wieder im Städtchen Karpacz waren, wo unser Auto stand, glaubte ich meinen Knopfaugen nicht mehr! Waren wir schon so weit gewandert, dass wir jetzt wieder in Norwegen waren?! Die Kirche sah zumindest genau so aus wie dort:

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Das habe ich mir mal aus nächster Nähe angesehen:

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Zum Gl√ľck stand¬†auch eine Erkl√§rung dabei:¬†Die Kirche Wang ist zwar eine echte norwegische Stabkirche, sie steht ab√§r wirklich in Polen! Puh! Ich dachte schon, dass wir eine ganz lange R√ľckreise vor uns h√§tten! Wir gingen einmal um die Kirche rum und auf einer Bank habe ich ein eingeritztes Zeichen entdeckt, welche ich¬†vom Tanzkleid meiner lieben Ines her kenne!

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Ich habe versucht, es mir ganz genau einzupr√§gen, denn¬†vielleicht kann ich das auch mal selb√§r zeichnen und damit meine Ines¬†noch mehr beeindrucken? Denn ich weiss, dass wir uns zum baldigen St. Patrick Day wiedersehen werden! Bis dahin gehe ich jetzt Zeichnen √ľben. Tatzige Gr√ľ√üe!



2015 16.
Feb

Es kommt uns gar nicht so lang vor, aber der Kalender sagte eindeutig, dass unser diesjähriger Valentinstag bereits unser 9. Hochzeitstag sein soll. Da wir keine schulpflichtigen Kinder mehr unter unserem Dach haben, ist es etwas schwieriger geworden, in der heißbegehrten Zeit der sächsischen Winterferien Urlaub zu bekommen. Deshalb blieb uns diesmal nur ein Wochenendausflug ins Nachbarland, man wohnt hier ja schließlich quasi im Dreiländereck    zwinker

Ich¬†habe als Ziel ein kleines St√§dtchen namens Jelenia G√≥ra, in Deutschland eher als Hirschberg bekannt, ausgesucht, welches im polnischen Riesengebirge liegt. Die Entfernung zu Dresden betr√§gt 180 km, ein Hotel direkt im Stadtzentrum war schnell gefunden und gebucht, Carsten √ľbernahm alles, was¬†die Planung der Reiseroute anging und schon waren wir recht schnell ger√ľstet, dort hinzufahren.

Am Freitag, dem 13. Februar,¬†verlie√üen wir beide eher¬†als sonst √ľblich die Arbeitsst√§tte und brachen nach einem kurzen Wechselstopp (EUR gegen PLN) am Hauptbahnhof gen Osten auf. Die Anreise verlief ohne Probleme. Etwas eigenartig ist f√ľr uns allerdings immer noch¬†eine √∂stliche Grenz√ľberquerung ohne jegliche Kontrolle …¬†sch√∂n, aber immer noch irgendwie ungewohnt. In Polen merkten wir sofort im wahrsten Sinne des Wortes die gravierende Luftver√§nderung, denn¬†auf unserer Route¬†wird dem Geruch nach immer noch ganz viel mit Kohle beheizt, denn die Rauchwolken aus den Schornsteinen hatten die Farbpallette zwischen hellgrau und fast schwarz. Ich kannte diesen Geruch nur noch zu gut¬†aus meinen Greizer Zeiten Anfang der 90er, als ich selber noch eine Ofenheizung hatte.¬†Ganz ehrlich, vermisst habe ich diese bis heute¬†nicht wieder¬†¬†¬† zwinker

In Hirschberg fanden wir Dank Planung und Navi recht schnell unser Hotel, bekamen unsere Zimmerschl√ľssel und waren mit dem zugewiesenen √úbernachtungsort¬†ausgesprochen zufrieden. Unser Auto stand direkt vor unserem Fenster im 1. Obergeschoss auf einem bewachten Parkplatz, das machte unseren Schlaf noch entspannter¬†¬†¬† zwinker
Aber wir gingen ja nicht gleich und sofort schlafen – es war ja auch erst um F√ľnf! Erst machten wir noch eine erste Kennenlernrunde durch die Innenstadt im Dunklen und¬†dann kehrten wir in das Lokal Kuznia Smaku f√ľr unser Abendessen ein. Diese Lokalit√§t¬†direkt am Rathausplatz kann man echt nur empfehlen! F√ľr den Nachtisch¬†haben wir uns noch einmal auf die Suche begeben und endeten ganz gem√ľtlich¬†im Restaurant¬†Sofa.¬†Hier trifft man vor allem¬†auf junges Volk, aber wir f√ľhlten uns dort keineswegs deplatziert. Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel bzw. im Bettchen.

Am Hochzeitstag selber haben wir die Stadt schon fr√ľh Morgens (andere drehen sich um 9:15 Uhr an einem Samstagmorgen gerade zum ersten Mal im Bett um) im Hellen erkundet und sind dabei immer wieder irgendwo eingekehrt, um weitere K√∂stlichkeiten der polnischen K√ľche kennenzulernen, sowohl die herzhaften als auch die s√ľ√üen:

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Ja, ihr habt es richtig gesehen, Heini war diesmal auch mit von der Partie¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬† also wird es √ľber kurz oder lang an dieser Stelle auch noch seine Sicht auf diese Reise geben¬†¬†¬† lachen
Nachdem wir alle Sehensw√ľrdigkeiten abgegrast haben, g√∂nnten wir uns noch einen sch√∂nen Spaziergang im Stadtpark auf dem Cavalierberg, denn das Wetter war einfach perfekt daf√ľr! Abends entschieden wir uns aus Bequemlichkeit im hoteleigenen Gasthof zu essen. Das Essen war sehr lecker, nur die Sitzgelegenheit (Holzhocker) lie√üen kein gro√ües Gef√ľhl der Gem√ľtlichkeit aufkommen – wir blieben dennoch fast¬†zwei Stunden.

Am Sonntag packten wir¬†nach dem Fr√ľhst√ľck¬†unsere Siebensachen ein und brachen nach Karpacz, den Deutschen mehr als Krummh√ľbel bekannt, auf. Die Entfernung von 20 km ist ja wirklich nur ein Katzensprung! Daf√ľr kamen wir bis direkt an den Fu√ü der¬†Schneekoppe, welche mit 1603 m als h√∂chste Erhebung¬†des Riesengebirges gilt. Unser Plan war, mit der Seilbahn¬†sowie weit es geht („Kopa“) nach oben zu fahren und dann den Rest des Weges bis zur Bergspitze zu laufen, aber aufgrund des starken Windes gab es keine Liftverbindung nach oben! Daher entschieden wir uns wenigstens eine Wanderung in der bezaubernden Schneelandschaft zu machen und von ca. 640 m die Hampelbaude in der H√∂he von 1258 m zu erreichen. Ich finde¬†Bergwanderungen an und f√ľr sich sch√∂n, aber dieses Gestapfe nach oben macht mich echt fertig¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬† !

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Aber letzten Endes haben wir das angepeilte Ziel doch noch erreicht und g√∂nnten uns¬†in der¬†„Schronisko Strzecha Akademicka“¬†etwas Ess- und Trinkbares (meine quarkgef√ľllten Eierkuchen sind noch nicht fertig, deshalb sitze ich nur mit dem Tee da)

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Man glaubt es kaum, wie komisch und unbeholfen Leute laufen können, wenn sie die nur die klobigen Schuhe der Abfahrtskier anhaben! Und welches Getrampel dadurch in einem Holzhaus entstehen kann! Seitdem liebe ich meine bequemen Wanderschuhe noch viel mehr!

Auf dem Weg nach unten hatten wir sogar ein wenig Zeit f√ľr das eine oder das andere kleine P√§uschen.

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Die Strecke, welche wir ins Auge gefasst haben, war allerdings f√ľr¬†Wanderer wegen Lawinengefahr gesperrt, aber der alternative Weg war auch sehr gut zu erlaufen.

Als wir zur√ľck im Karpacz ankamen, schauten wir uns noch von Au√üen die wohl au√üergew√∂hnlichste Kirche in ganz Polen an¬†– die Kirche Wang:

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Was f√§llt euch bei dieser Kirche auf? Genau,¬†es ist eigentlich eine typisch norwegische Stabkirche! Sie ist sogar tats√§chlich norwegischer Herkunft und sollte einst im √Ėrtchen namens Vang¬†abgerissen werden, um durch eine modernere Bauweise ersetzt zu werden. Zum Gl√ľck hat¬†der in Deutschland lebende Maler J.C.C. Dahl¬†diese gekauft und dann im Riesengebirge wieder aufbauen lassen. Dort f√§llt sie wirklich sehr auf, passt aber ganz gut zu den Schneelandschaften –¬†finde ich.

Das war der letzte Höhepunkt unseres Ausflugs. Von dort ging es mit einem kleinen Zwischenstopp zum Essen und zum Einkaufen von polnischen Lebensmittel direkt nach Hause.

Ich habe bei dieser Reise √ľbrigens festgestellt, dass mein Polnisch inzwischen ziemlich gut geworden ist, denn ich¬†wurde sowohl verstanden als auch verstand ich das geschriebene und gesprochene Wort, vorausgesetzt, es¬†wurde nicht zu schnell ausgesprochen¬†¬†¬† zwinker
Das war insofern sehr n√ľtzlich, da sich die Deutsch- und Englisch-Kenntnisse¬†der von uns kennengelernten, polnischen Bev√∂lkerung als nicht wirklich gut erwiesen haben, obwohl der Wille, sich in diesen Sprachen zu unterhalten, stets vorhanden war.¬†Allerdings d√ľrfte¬†mein Polnisch auch¬†noch seeeeehr ausbauf√§hig sein¬†¬†¬† zwinker

Das war also die kurze Zusammenfassung von unserem Hochzeitstagausflug in die slawische Nachbarschaft    standard



2014 29.
Dez

In den letzten paar Tagen ist mir richtig bewusst geworden, dass ich ein echtes Winterkind bin. Was will  man ja auch sonst von einer Person erwarten, welche Ende November in den ukrainischen Weiten geboren wurde    zwinker

Auf jeden Fall geh√∂re ich hierzulande zu einer Minderheit, welche sich nun aufrichtig √ľber den reichlichen Schneefall freut¬†¬†¬† standard
Denn w√§hrend die Leute sich √ľber das Schneechaos aufregen, versuche ich immerzu einen Blick aus dem B√ľrofenster zu erhaschten, um das m√§rchenhafte Wei√ü zu sehen. Sobald alles schneebedeckt ist, f√ľhle ich mich wie in alten, guten Kindertagen …¬†mittendrin in einem Winterm√§rchen. Die B√§ume sehen so aus, als ob sie einer Strichzeichnung entwichen sind: nur schwarz und wei√ü, nichts weiter, was das Auge¬†von Wichtigem ablenkt und alles um sie herum wirkt so neu und so frisch!

Heute hat es in der Nacht noch mehr geschneit und da ich¬†fr√ľh aufgestanden bin,¬†weil ich zur Arbeit nicht zu sp√§t¬†aufbrechen¬†wollte, konnte ich aus dem Fenster eine beinah komplett unber√ľhrte, weiche Schneedecke sehen. Mein Auto abzufegen ging ganz¬† leicht, es war zum Gl√ľck nichts angefroren. Und dann genoss ich es mit einigen Gleichgesinnten (oder Leidensgenossen – je nachdem wie man das betrachtet)¬†in¬†einer Stadt ohne Hektik,¬†mit nur 30 km/h zu fahren. Es gab zum Gl√ľck heute Morgen kaum ein Auto auf der Stra√üe. Die Stra√üen waren noch nicht ger√§umt, und so glitzerte der Weg wei√ü statt dem gew√∂hnlichen Schwarz vom Asphalt. Diese Ruhe beim Fahren, der¬†Schein des Schnees im Licht der Stra√üenlaternen und den¬†Autolichtern¬†sowie mit bezaubernden Musik von Ludovico Einaudi im Hintergrund – das war der perfekte √úbergang von chilligen Feiertagen zum Einstieg in eine kurze Arbeitswoche¬†¬†¬† standard

Als ich abends nach¬†Hause fuhr, war es √§hnlich, aber nun waren die Stra√üen ber√§umt und von wesentlich mehr Autos befahren – der Zauber hat etwas an Ausstrahlung eingeb√ľ√üt. Aber¬†dann sah ich Familien mit kichernden, gl√ľcklichen Kindern, welche von ihren Eltern auf¬†Schlitten gezogen wurden und eine neue Seite vom¬†diesj√§hrigen Winterm√§rchen √∂ffnete sich wieder vor meinem Auge.¬† Das Buch der Winterfreuden hat unglaublich viele sch√∂ne Seiten und ich hoffe, ¬†auch ihr k√∂nnt diese geniessen!

winterfreude-web



2013 01.
Apr

Ich w√ľnsche allen Lesern ein frohes Osterfest … gehabt zu haben¬† lachen

Dass dieses Jahr das Osterfest nicht ins Wasser fiel, sondern von einer Schneedecke¬†ganz in Wei√ü getaucht wurde, brauche ich wohl nicht zu berichten – es gibt ohnehin auch schon ohne mich genug Klagen √ľber das Wetter.

Aber alles ist besser, wenn man sich auf die eigene B√§renbande verlassen kann. Hinter meinem R√ľcken haben sie f√ľr ihre Menschenfamilie ein sch√∂nes Osterfest vorbereitet. Der Gro√üe Dinkelmann musste uns w√§hrenddessen ablenken, deshalb taucht er diesmal nicht pers√∂nlich in der Geschichte auf.

Der Osterhase hatte sich trotz des „Schietwedders“ gut auf das bevorstehend Fest vorbereitet und¬†eine Menge Eier f√ľr jeden Geschmack bemalt:

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Seine Pause nach getaner Arbeit dauerte nicht lang, denn schon bald hatte er eine Bestellung vom Kleinen Dinkelmann bekommen und lieferte ¬†h√ľbsche Ei-chen an ihn aus. Der kleine B√§r √ľberpr√ľfte sehr sorgf√§ltig¬†seine Lieferung:

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Dann hat er sich entschieden, zur Sicherheit noch eine zweite Meinung einzuholen und rief noch den Heini dazu. Der Hase hatte es  zwar arg eilig, wollte aber sicher sein, dass seine Arbeit richtig geschätzt wird. Darum blieb er immer noch stehen, währen sie die beiden kleinen Bären noch beraten haben.

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Die B√§ren waren sich einig – die Eier sind toll! ¬†Nachdem sich der zufriedene Hase¬†der n√§chsten Lieferung widmen konnte, versp√ľrte der Kleine Dinkelmann ganz viel Lust, mal selbst ein Ei zu bemalen:

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Heini gönnte sich in der Zeit ein kleines Nickerchen mit einem Schäfchen:

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Dabei ist ihm eine grandiose Idee gekommen, welche er ganz schnell mit seinen Freunden durchgesprochen hat und alle waren sofort dabei. Bonnie, als einziges Mädchen wurde als Überbringerin auserkoren. So gab es in der Casa OLCA zu Ostern nicht nur Eier, sondern auch zwei Sonnen dazu:

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Und der Kleine Dinkelmann steuerte eine eigene, kleine und lustige noch dazu:

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Deshalb ist es uns nun völlig egal, ob es draußen schneit oder regnet Рin unserem Haus gibt es immer genug Sonnenlicht!



2010 16.
Dez

Ich werde das Gef√ľhl nicht los, dass im Dezember immer jemand¬†seinen Spass daran hat, die Uhren schneller laufen zu lassen. Ich schreibe mir Listen √ľber Listen und trotzdem habe ich nicht genug Zeit um alles zu erledigen und irgendetwas bleibt immer auf der Strecke.

Viel Zeit verbringen wir nat√ľrlich damit, den Teil des √∂ffentlichen Weges vor unserem Haus schneefrei zu halten. Deswegen ist auch meine Morgenrechnerzeit ganz sch√∂n kurz geworden. In der letzten Nacht hat es aber zum¬†Gl√ľck nicht mehr geschneit, so kann ich heute endlich mal mein Dankesch√∂n loswerden.¬† erroeten¬†¬† standard¬†¬†

Ich habe mich vor ein paar Wochen bei Paulas Blog¬†f√ľrs Weihnachtskartenwichteln angemeldet. Am Samstag kam diese coole Karte bei mir an:

Danke, liebe Karla!!!!



2010 04.
Dez

Diese Frage haben neuerdings mir meine B√§ren gestellt, da sie in den letzten Tagen¬†von √ľberallher immer nur „Schneefall“, „Schneechaos“, „Schneefegen“ und √§hnliches zu h√∂ren bekommen haben.

Im Januar haben sich 4 von Ihnen die seltsame weiße Decke auf dem Dach des Nachbarshauses und in unserem Garten ganz vorsichtig aus dem Fenster beobachtet.

Jetzt waren alle, aber wirklich alle Pl√ľschtiere bereit f√ľr das Experiment „Ausflug in den Schnee“. Zum Gl√ľck haben wir im Garten mehr als genug davon. Hier sind einige Bilder von heute:

¬†Heini fand, dass der Schnee seinen Pops ganz sch√∂n abk√ľhlt:

Da war ihm meine Fleecejackentasche schon lieber:

Bruno dagegen rollte gleich einen Schneeball zurecht, er war aber zu gro√ü f√ľr eine Schneeballschlacht der kleinen B√§ren¬†geworden:

Kl. Dinkelmann traute sich in Carstens Fußstapen:

Sleepy staunte: „Bei uns in Australien ist der Sand rot und hot, aber hier ist er wei√ü, kalt und nass!“

Sunny hat versucht einen Schnemann zu machen, aber leider hielt der Schnee nicht wirklich zusammen:

Bonnie freute sich √ľber den Ausflug und nutzte die Gelegenheit, um einen Schneeengel zu machen:

Gr. Dinkelmann gesellte sich zu ihr und schob ihr einen kleinen Schneeball zu:

Die zwei Neuzug√§nge, welche seit meinem Geburtstag die Couch im Wohnzimmer f√ľr sich erobert haben und auf die Namen Yin (der dunkelbraune) und Yang (der Helle) getauft wurden, konnten sich da nat√ľrlich¬†auch nicht beherrschen und bei so einem lustigen Ausflug einfach nur in der warmen Stube bleiben:

Am Ende waren sich alle einig: es hat viel Spa√ü gemacht! Danach wird das Fell zwar etwas zu feucht, was aber auch nicht schlimm ist, denn Olga k√ľmmert sich ja schon darum, dass es ihnen allen wieder gut geht.



2010 01.
Dez

Jetzt beginnt¬†endlich der Weihnachtscountdown. P√ľnktlich dazu¬†startet auch der richtiger Winter durch, genau so wie ich ihn mag: mit K√§lte und viel Schnee. Ich f√ľhle mich wie ein Kind und geniesse die wei√üen Massen. Ich weiss, damit¬†gelte ich in Sachsen oder gar in Deutschland als¬†ziemlich verr√ľckt, aber ich finde es einfach nur toll. Da st√∂rt mich nicht mal die regelm√§√üige Pflege unseres Teils des √∂ffentlichen Weges vorm Haus.¬†¬†Wenn ich keine Zeit daf√ľr habe, √ľbernehmen das auch¬†mal die Kinder. Trotzdem,¬†die Begeisterung √ľber¬†wei√üen Winter geh√∂rt mir ¬†¬† lachen¬†

Nicht weniger bin ich √ľber eines der Geburtstagsgeschenke¬†meiner M√§dels begeistert: (m)ein ganz pers√∂nlicher¬†Adventskalender. Ich finde ihn einfach nur s√ľ√ü. So etwas habe ich mir wirklich gew√ľnscht und freue mich schon auf die geheimen Botschaften, welche sich hinter den einzelnen Sternchen verbergen. Heute, zum Auftakt der Adventszeit,¬†durfte ich ein S√§ckchen aufmachen und¬†2 Rochers zu Arbeit mitnehmen.¬†

Wollt ihr ihn auch sehen? Bitte schön!