Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2022 31.
Mai

Aufgrund des Feiertags (Christi Himmelfahrt bzw. Herrentag bzw. Vatertag) holten wir das Kind diesmal schon am Mittwochnachmittag ab und sie blieb dann wie gewohnt bis zum Sonntagabend in Wentorf. Somit hatten wir insgesamt 4,5 Tage für uns, wobei am Freitag für uns noch etwas Arbeiten im Home-Office angesagt war. Leider blieb das Wetter genau so unbeständig wie die letzten Wochenenden und wir mussten dadurch fast die ganze Zeit in der Wohnung bleiben – das war echt blöd!    🙁

Wenigstens konnten wir nach unserer Rückkehr aus Lüneburg das vorgezogene Wochenende mit einem Besuch beim Dönermann um die Ecke einläuten und dabei sogar draußen sitzen, denn die Überdachung schützte uns vor dem ein oder anderen Schauer:

Vor allem waren wir gefühlt schon eine Ewigkeit nicht mehr „Dönertier“ essen. Tja, was das angeht, hat uns Dresden alle drei sehr verwöhnt, denn die Döner und Dürüms hier im Norden können mit den Kreationen unserer ehemaligen Haus-und-Hof-Dönermännern aus Briesnitz und Striesen einfach nicht mithalten – sorry. Alleine schon die Frage hier, ob man Cocktail- oder Currysoße auf dem Döner haben möchte?!?! Nee, selbst Stephanie freut sich wie Bolle auf den nächsten Besuch im Sachsenländle, um dort endlich mal wieder in diesen herrlichen Genuss kommen zu können. Den kommenden Sommer werden wir sicherlich die 500 km in Angriff nehmen und damit gleichzeitig die Tauglichkeit des Kindes und unsere Möglichkeiten für eine längere Urlaubsfahrt auszutesten. Es fängt ja schon bei der Unterkunft an (Rollitauglichkeit, Platz für die Körperwäsche, ein passendes Bett, …) und geht nahtlos in die Möglichkeiten vor Ort über (Parken mit Anhänger, Ausflüge für Rollstuhlfahrer, …). Abwarten und austesten, bisher ist unser mehrwöchige und mit Sicherheit gemeinsame Sommerurlaub ist noch völlig ungeplant.

Am Donnerstag stellten wir während des ausgedehnten Frühstücks als erstes fest, dass Stephanie beim Einschütten von Flüssigkeiten (Wasserkessel, Milchtüte & Saftflasche) noch so ihre Probleme mit dem Halten und vorsichtigen Einknicken des rechten Handgelenks hat und Carsten überlegte sich ein paar muskelstärkende Übungen. Zuerst mit einer Hantelstange (2 kg) und später erbarmte er sich und wechselte zu einem Gymnastikball (500 g) …

… doch am Ende stellte er fest, dass es gar nicht an ihrer Kraft oder Geschicklichkeit liegt, sondern eher an der Ansteuerung dieses Körperteils. Die Hand in geballter Form nach vorne zu klappen ist kein Problem, aber die richtigen Befehle, um sie wieder nach hinten bzw. oben zu holen, kann das Gehirn wohl noch nicht so richtig senden oder verarbeiten. Auch ohne Gewichte bleibt das Steuern des Handgelenks eine kleine Herausforderung für Stephanie und sie benötigt dementsprechend viel Geduld und große Konzentration. Ok, die Problematik ist also erkannt, bleibt jetzt nur noch ein stetiges Training. Damit beginnen die beiden aber erst ab kommenden Samstag, wenn Stephanie fast 10 Tage am Stück bei uns ist. Wäre doch gelacht …

Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem Aufhübschen des Balkons (fünf Blumenkästen sowie ein großes und ein kleines Hochbeet wurden neu befüllt) …

… und mit der umfangreichen Körperpflege und Schönheitskur beim Kind – Baden & Haare waschen, sie liebt es!!! Danach landeten wir drei auf der Couch und ließen diesen Abend, sowie auch die folgenden, unseren gemeinsamen Kanada-Urlaub mittels Fotos, Videos und vielen Erzählungen noch einmal Revue passieren:

Leider kann sich Stephanie an fast gar nichts mehr erinnern und selbst meine vielen Fotos frischen das Gedächtnis nicht auf, sondern befüllen es neu mit den erzählten und gezeigten Erlebnissen. Ist zwar schade, aber allemal besser als diese tollen vier Wochen komplett zu vergessen und außer Acht zu lassen. Und wer weiß, vielleicht bringt es die grauen Zellen am Ende doch wieder etwas mehr zum Nachdenken und auf einmal kommen dadurch eventuell sogar noch eigene Erinnerungen zurück – wir lassen jedenfalls nichts unversucht.

Ein solches Durchsehen und Erzählen habe ich auch mit ihren Zeugnissen, Auszeichnungen und Urkunden gemacht: Grundschule (Dresden), Raduga (Russische Schule am Wochenende), Gymnasium (Dresden), Känguru-Wettbewerb (Mathe), The Big Challenge (Englisch), Sprachzertifikat DELF (Französisch), Fußballurkunden (FFC Dresden-Rähnitz), Theaterprojekte, Universität (Geologie in Potsdam & Meteorologie in Berlin) u.v.m. … sie war echt überrascht und fast schon baff, was sie doch schon so alles geschafft und geleistet hat.

Wie oben kurz erwähnt, mussten Carsten und ich am Freitag im Home-Office arbeiten, aber für Stephanie ist so etwas mittlerweile kein Problem mehr. Sie konnte an dem Tag ausschlafen, freute sich auf ihr Frühstücksmüsli, erledigte nebenbei das WORDLE und verbrachte dann so einige Zeit mit ihren Messengerdiensten sowie mit Lesen.

Natürlich löst sie auch bei uns in der Wohnung begeistert immer wieder mal ein paar Sudokus. Ablenken ließ sie sich davon dann nur, wenn der Regen von draußen so schön an die Scheibe prasselte oder die Wolken mit einem Affenzahn vorbeizogen – eine Meteorologin eben    😉

Am Wochenende konnten wir uns an beiden Tagen wieder mal viel Zeit lassen (das Wetter verhinderte eine Samstagstour inklusive frühem Aufstehen) und dehnen dann das Frühstück immer sehr gerne aus. Zur Abwechslung gab es am Samstag neben den üblichen Brötchen diesmal Spiegelei mit Schinken – bei ihr natürlich beides in kleine Stücke geschnitten, damit sie es ganz alleine vom Teller essen kann:

Wir beginnen immer mit dem Essen – ist ja klar – und bleiben danach aber noch mit einer ablenkenden Beschäftigung am Tisch. Sie schaffte diesmal insgesamt 2 Stunden und 50 min (SA) sowie 1 Stunde und 45 min (SO) auf dem Stuhl zu sitzen. Ihr Gleichgewichtssinn wird zusehends besser und sie wackelt nun auch nicht mehr so oft hin und her oder muss sich ständig korrigieren. Sie schafft es nur noch nicht sehr viel länger, da das Sitzen zunehmend unbequemer für sie wird. Für uns ist das kein Problem, denn schließlich bewegen wir uns ja ständig auf der Sitzfläche hin und her, positionieren unsere Beine anders oder rutschen herum und entlasten somit unseren Hintern und die Beine. Diese Fähigkeit fehlt ihr noch komplett …

Jedenfalls spielen wir dann immer etwas am Tisch, wie z.B. Memory …

… oder am Samstag zum ersten Mal Activity:

Natürlich modifizieren wir noch das Meiste, um Stephanie langsam an die eigentlichen Spielprinzipien heranzuführen. Beim Memory belassen wir es vorerst noch bei nur sechs Pärchen und vom Activity nutzen wir hauptsächlich die Wortkarten. Zuerst hat nur Carsten nacheinander die gezogenen Begriffe für Stephanie und mich pantomimisch dargestellt, beschrieben oder aufgemalt:

Danach durfte ich mich an den drei Gestaltungsarten versuchen und zum Schluss überließen wir dem Kind auch mal die Bühne – zumindest das Beschreiben kann sie ja:

Leider sind die Begriffe unserer Travel-Edition nicht gerade kindgerecht und vieles kannte Stephanie erst gar nicht, aber sie konnte die zusammengesetzten Wörter wenigstens annähernd in ihre bekannten Bestandteile zerlegen und erklären, wie z.B. „Club-Schiff“ oder „Salz-Kammer-Gut“. Und da bei ihr vorerst Malen und Zeichnen sowie Pantomime nicht ganz so möglich sind, werden wir uns wohl mal auf die Suche nach einem „Tabu“ machen, wenn es geht natürlich in der Kinder-Edition    🙂

Aber wir haben trotz der „erwachsenen“ Begriffe sehr viel gelacht (vor allem über uns selbst) und Spaß gehabt – Spiel- und Familienziel erreicht!    😉
Kleine Randnotiz: als wir mit den Kindern vor Jahren das erste Mal Activity spielten, mußte laut Vorgabe der Begriff „Westpeloponnes“ pantomimisch dargestellt werden    :lachen-xxl:

Komplett neu war für sie auch mal das Zähneputzen am Waschbecken … für uns normal, doch sie hat es ja eigentlich seit 21 Monaten nicht mehr gemacht:

Selbst mit dem sehr viel kleineren Transportrolli ist es noch lange nicht optimal und wenn ich zeitgleich meine Beißerchen schrubbe, kann ich auch nur unverständlich(e) Anweisungen geben    😉
Aber bitte nicht falsch verstehen: das Zähneputzen beherrscht sie schon seit längerem ganz alleine (von Zahnpastatube öffnen bis Mund ausspülen), doch am Waschbecken ergibt sich für sie eben eine völlig andere Handhabung. Zuerst fehlt ihr der Tisch, auf dem sie alles ablegen und koordinieren kann, und dann wäre da auch noch der Wasserhahn mit fließend Wasser zu nutzen. Mir ist bei dieser Übung erst einmal wieder bewusst geworden, was für uns selbstverständlich und für sie völlig unbekanntes Terrain ist. Aber dafür machen wir das ja alles, damit sie immer mehr kennenlernt und flexibler in ihrem Handeln wird. Wir sind definitiv auf einem sehr guten Weg.

Apropos, den Weg zurück ins Pflegezentrum kennt sie allerdings schon und es ist jedes Mal so unendlich traurig, sie dort wieder abgeben zu müssen – für beide Seiten. Glaubt mir, wenn Carsten und ich das mit der Pflege, der medizinischen Versorgung, der Koordination mit den Ärzten, der therapeutischen Übungen, der behördlichen Erledigungen und der vielen anderen kleinen Dinge und Termine, die einem vom Pflegezentrum abgenommen werden, neben unserer Jobtätigkeit stemmen könnten, wären wir sofort bereit dazu. Doch zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir da leider noch keine Möglichkeit, die Arbeit, das Familienleben, die Pflege und die dafür notwendige Organisation unter einen Hut zu bekommen, ohne am Ende selbst daran zugrunde zu gehen. Dafür muss Stephanie noch sehr viel selbstständiger werden und vor allem ihren Körper immer mehr beherrschen – dabei können und werden wir ihr natürlich mit größtem Einsatz helfen.

Also bitte nicht jedes Mal so traurig gucken, wenn wir in Lüneburg ankommen    😉

Am Sonntagabend bekamen wir zudem seit Monaten wieder ein Stück Normalität und gewohntes OLCA-Leben zurück:

Denn als wir nach Hause kamen, konnten wir nach insgesamt 115 Tagen zum ersten Mal das Schrankbett (links im Bild) wie vorgesehen einklappen – insgesamt fast vier Monate verblieb es nun in einem dauerhaft ausgeklappten Zustand. Damit steht uns endlich wieder einmal der volle Platz im Besucherzimmer bzw. Sportraum für unseren Frühsport zur Verfügung … neben den beiden Crosstrainern im Bild unten nutze ich nämlich auch gerne mal den Boden (in der Bildmitte) für Dehnungsübungen. Man, bin ich in der letzten Zeit eingerostet! Seit dem Hochzeitstagsurlaub im Februar zu dritt wurde das Bett nun durchgängig jeden Tag genutzt: zuerst aufgrund Stephanies corona-bedingter Heimfahrtverlängerung auf insgesamt sechs Wochen und nach Svetas Einzug am 6.3. in unser eigentliches Schlafzimmer durch die wechselnde Nutzung von Kind und uns – eben je nach Besucherwoche(nende). Seit letztem Mittwoch ist Sveta nun schon in ihrer eigenen Wohnung untergekommen und wir können wieder im Ehebett schlafen. Im Besucherbett wird Stephanie erst am nächsten Wochenende schlafen dürfen …

Mit Verlaub: die kleinen Freuden des Alltags    😉



2014 02.
Sep.

An diesem Tag gehen mir immer ganz viele Gedanken durch den Kopf.

Als erstes ist natürlich gleich morgens die Erinnerung an die 10 Schul- und weitere 5 Studienjahre, denn in der UdSSR hat man immer am 1. September die Kinder und Jugendlichen an den Pforten der Schulen und anderen Bildungseinrichtungen begrüßt. In der Schulzeit war man noch mit Paradeuniform angekommen und mit dem obligatorischen Blumenstrauß für den Klassenlehrer.

Das Bild wurde zwar zu einem anderen feierlichen Anlaß aufgenommen, aber so sieht man, was ich mit Paradeschuluniform meine:

0008-web

An der Uni war es dann nicht mehr so förmlich    😉    ich bin auf diesem Foto übrigens auch zu sehen    😉

1

Dieses Jahr ist in Sachsen der Beginn des neuen Schuljahres ebenfalls der 1.September. Als ich an dem (inzwischen ehemaligen – juhuuu!!!) Gymnasium meiner Mädels vorbeifuhr, sah ich besorgte Eltern, ihre kleinen, zarten Fünftklässler in das riesige Gebäude bringen und verabschieden – das war irgendwie ganz rührend, schließlich war ich einst genau so eine besorgte Mutti    😉

Dann ging mir noch mein Autounfall von 2001 am gleichen Datum durch den Kopf. Das Auto war Totalschaden und ich hatte nichts weiter als ein „Knutschfleck“ vom Sicherheitsgurt an meinem Hals. Da hatte mein Schutzengel ganze Arbeit geleistet! Und danach habe ich beschlossen, mein Privatleben endlich nicht nur nach den Vorstellungen der anderen, sondern nach meinen eigenen umzukrempeln.

Auch das Geschichtliche geht mir natürlich nicht aus dem Kopf, denn was in Polen 1939 an diesem Datum passierte, weiss doch sicher jeder. Was mich aber dabei nachdenklich macht, ist der vorgeschobene Grund des deutschen Führers. Er wollte schließlich die unterdrückte deutsche Minderheit in Polen aus deren, in seinen Reden stets als misslich dargestellten Lage befreien. Beim Lesen der aktuellen Nachrichten über die Entwicklung in der Ukraine und der Gründe, welche der russische Präsident als Rechtfertigung für die Krimannektion sowie weitere Aktivitäten nennt, wird mir persönlich schon ganz anders, denn zu offensichtlich sind für mich die Parallelen und die Reaktion der Weltpolitik … ich hoffe, ich sehe Gespenster und alles wird diesmal ganz, ganz anders.

Irgendwie finde ich eigenartig, dass ein schlichtes Datum im Kalender so viele, völlig unterschiedliche Erinnerungen und Gefühle hervorrufen kann. Da sind wohl manche Tagen besonders dafür geeignet, in meinem Gedächtnis einen Extraplatz zu beanspruchen.



2014 29.
Juni

Am Freitag bin ich so früh von der Arbeit verschwunden wie schon lange nicht mehr. Aber der Grund hierfür war auch extrem wichtig, denn an diesem Tag war bereits am frühen Nachmittag im Congress Center Dresden die Zeugnisausgabe und im Anschluß der Abiball von Stephanies Jahrgangsstufe angesetzt worden.

Vorher sollten sich noch alle hübsch machen können und das am besten ohne zu hetzen. Es hat alles großartig funktioniert. Wir waren sehr pünktlich vor Ort und hatten damit genug Zeit, um noch das Familienfoto mit einer glücklichen Abiturientin und superstolzem Rest der Familie zu machen:

IMG_0005

Die Veranstaltung war für uns wundervoll. Stephanie musste insgesamt dreimal auf die Bühne: einmal um ihr Abizeugnis in Empfang zu nehmen, einmal um eine besondere Anerkennung der Tutoren zu bekommen und noch einmal um die Dankesrede ihres Kurses zu halten.

Das Essen war sehr lecker und das Ambiente richtig feierlich – alles stilvoll, aber nicht überkandidelt.

IMG_0097

Es gab natürlich auch Spiele, bei welchen Schüler, Eltern und Lehrer gegeneinander gespielt haben. Am Ende gewannen die Eltern – auch wenn ich nicht direkt mitgespielt habe, hat mir dieses Ergebnis schon irgendwie gefallen    😉

Kurz vor Mitternacht sind wir nach Hause gegangen und haben unterwegs unsere Große wohl zum letzten Mal an ihrem Wohnheim abgesetzt, denn sie zieht im Juli in ein anderes um. Eines, wo sie etwas mehr Platz für sich hat, als ihre derzeitigen 11 qm.

Also passt in unserem Leben derzeit wie immer der Spruch „Geht eine Tür zu, dann öffnet sich dafür eine andere“ und auch bei uns bleibt nach einer erreichten Etappe nicht einfach alles stehen, sondern es halten sich schon die nächsten Herausforderungen bereit. Aber auch diese werden wir alle in OLCA-Stehaufmännchen-Manier meistern, da bin ich mir sicher    🙂



2014 15.
Juni

Der vergangene Donnerstag war mit Abstand der beste Tag der gesamten kurzen Woche. Die ganze Familie, besonders aber natürlich Stephanie, haben völlig gesapannt auf die Ergebnisse für die schriftlichen Abiprüfungen gewartet. Die mündlichen liefen ja schon wunderbar, aber die schriftlichen blieben eben über zwei Wochen lang die großen Unbekannten in unseren Berechnungen des Abischnitts unserer jüngeren Tochter.

Eine SMS am späten Vormittag löste endlich all unsere Spannung: Die Noten waren allesamt besser als wir gedacht haben und damit hat Stephanie ihren Gymnasiumabschluß mit einer für uns sensationellen Endnote 1,8 geschafft!!! Ich war vor 3 Jahren schon von Andreas 2,2-Abischnitt völlig hin und weg und nun das    😀    !!! Ich war soooooo froh und soooooo glücklich! Das Kind natürlich auch, denn sie ist damit die Zweitbeste in ihrem Kurs und schon allein wegen der Endnoten bzw. der geschafften Schulzeit einfach nur happy!

In zwei Wochen wird dann allerdings auch schon ihr Abiball, ein weiterer Lebensabschnittshöhepunkt, Geschichte sein …

Wenn alles nach Plan läuft, dann beginnt sie im Oktober in Potsdam ihr Studium der Geowissenschaften. Meine süße Kleine und doch schon so groß – ich kann das irgendwie immer noch nicht so richtig fassen     :verliebt:    😉



2014 11.
Apr.

Ich versuche immer wieder an jedem einzelnen Tag etwas Besonderes zu finden … man muss sich schließlich auch über die kleinen netten Dinge des Alltags freuen, denn diese passieren viel öfter als Hochzeiten, Weihnachten oder Geburtstage    😉

Und heute hatte ich sogar gleich zwei persönliche Höhepunkte an einem Tag !

Zum einen hat mir mein persönlicher Sysadmin am Telefon verraten, was der Blogzähler anzeigt: schon über 15.000! So viele Besucher meines Blogs gibt es schon! Ich bin wirklich gerührt und freue mich sehr, dass ich solche treuen Leser habe. Danke schön an euch    :verliebt:    !!! Wie ihr seht, versuche ich mal wieder öfter zu schreiben, der Wille ist somit schon mal da    😉

Zum anderen wurde es mir heute klar, dass meine kleine Tochter ihren allerallerletzten regulären Schultag hatte. Irgendwie ist das ein seltsames Gefühl, denn das verdeutlicht, dass sich Stephanie in Kürze ihren Abiprüfungen stellen wird und wenn alles gut geht (wovon ich natürlich ausgehe    😉   ) wird sie im Oktober studieren gehen. Die Fachrichtung und der Wunschstudienort stehen ja schon etwas länger fest, das macht die ganze Sache dann sogar noch etwas entspannter    🙂
Aber anderseits freue ich mich auch, dass ich nun nie mehr zu Elternversammlungen gehen muss    😀    und bei diesen Veranstaltungen nie mehr betreten zu Boden oder aus dem Fenster gucken muß, wenn es darum geht, Elternvertreter für die Klasse zu wählen. Ein einziges Mal habe ich mich in der Grundschulzeit erweichen lassen und musste dann sogar so etwas wie Elternversammlungen plötzlich selber organisieren. Das war mir dann parallel zu meiner Familie und meinem Job doch etwas zu fülle. Aber nun, wie schon gesagt, ist das nicht mehr mein Kummer. Auch muss ich ab sofort keine Kuchen mehr für Schulfeste und Kuchenbasare backen, sich nicht mehr die Frage „Abitur – was dann?“ stellen und und und …

Die Kinder werden erwachsener und die Eltern bekommen mehr Freizeit geschenkt – so komme ich wohl doch noch schneller dazu, öfter hier zu schreiben    😉



2013 01.
Sep.

Es ist schon phänomenal, wie schnell man sich nach einem Urlaub wieder im Alltagstrott einfinden kann     😀

Carsten und ich arbeiten nach und nach unsere To-Do-Listen ab und wir haben inzwischen schon die „Säuberungsaktion“ bei unseren Urlaubsbildern gemacht (von 4863 auf 3821 Stück). Außerdem habe ich bereits alle Bären-Bilder separat abgespeichert und festgestellt, dass es über 500 Stück geworden sind. Ich werde demnächst ein paar meiner Favoriten für einen Blogeintrag aussuchen     😉
Den Bären geht es übrigens blendend, denn sie haben eine große und liebevolle Handwäsche über sich ergehen lassen und ihr Fell ist jetzt sauber, glänzend und gekämmt. Das Wasser war fast nach jedem eine total dreckige Brühe und ich musste es immer wieder wechseln, damit nicht nur der Erstbadende richtig sauber wird     😀

Andrea ist inzwischen gut in Charkiw angekommen und gewöhnt sich nach und nach an die Wunderlichkeiten, aber auch an die Annehmlichkeiten des ukrainischen Alltags. Sie hat endlich auch im Wohnheim Zugang ins Internet und fast eine Stunde lang haben Carsten, Stephanie und ich gestern mit ihr telefoniert. Sie schreibt für die Dauer ihrer Praktikumszeit einen Blog: http://dreiplusdrei.blogspot.de/ und ich finde ihre Einträge sind sehr erfrischend     :verliebt:

Carsten war auch schon fleißig und hat meine 4. Obsession sowie unsere Wall of Visitors auf den neusten Stand gebracht. Wir hatten ja immerhin drei wundervolle Treffen oder besser gesagt Wieder-Sehen während unseres Urlaubs gehabt und nun ist alles in Flagge und Bild auf unserer Seite zugänglich     🙂

Stephanie hat ihre erste Schulwoche im letzten Schuljahr auch ohne große Probleme gemeistert. Da höre ich von den Eltern der aktuellen Erstklässler ganz andere Geschichten     😉

Und damit dieser Zwischenbericht nicht wieder komplett fotofrei ist     😉     hier eine Olga mit Bär:

aletsch14

Zwischen den vorderen und hinteren Bergen könnte man den größten und längsten Gletscher der Alpen sehen – den Großen Aletschgletscher – aber diesen zeige ich Euch erst in voller Pracht in meinem Fotoprojektbericht für August     :-P:



2013 14.
Juli

Die letzte Woche war irgendwie extrem seltsam, es ging täglich immer wieder auf und ab und man hatte recht oft das Gefühl, dass es sich gar nicht lohnt, etwas zu planen – es klappt doch eh nicht     🙁
Übrigens, ich habe festgestellt, dass es diesmal nicht nur mich betraf, denn auch viele anderen Leute haben über das Gleiche geklagt. Aber interessanterweise behielten alle eine Art Galgenhumor aufrecht und das Leben schenkte als Belohnung auch ein paar schöne Momente     🙂

Stephanie brachte am Freitag ihr Zeugnis nach Hause und ich bin mit ihren Leistungen mehr als zufrieden. Dass sie manches noch besser kann, brauche ich ihr nicht zu sagen, denn sie ist schon von allein sehr ehrgeizig. Gleichzeitig bekam sie auch ihr DELF-Ergebnis (Diplôme d’Etudes en langue française, ein freiwilliger Zusatztest) und sie liegt nur 3 Punkte hinter ihrer sprachbegabten und nun auch Französisch studierenden Schwester: Andrea hatte damals 86 von 100, Stephanie hat eben 83 von 100 Punkten. Dass ich auch damit sehr zufrieden bin, versteht sich von selbst     😀     Super gemacht, mein Kind!

Weniger zufrieden bin ich allerdings damit, dass am Freitagnachmittag eine Frau an einer Ampelkreuzung mein kleines (!) Auto übersehen und ihren Wagen förmlich in meine rechte Seite hinein geschoben hat. Ich weiß nicht, wer von uns blechschadentechnisch mehr betroffen ist, aber alles wirkte irgendwie absurd und unwirklich – wie in einem Film ohne Drehbuch. Auf jeden Fall waren wir beide bzgl. Unfälle absolute Laien und haben aufgrund von leidlichem Blech- aber keinem Personenschaden nicht die Polizei gerufen. Nun bleibt es abzuwarten, ob ich mich noch auf einen Gerichtsstreit einlassen muss oder ob sich die Frau genau so aufrichtig benimmt, wie sie das schon am Unfallort tat, wo sie ihre Alleinschuld zugab. Mein Autohändler hat bei den Worten „HUK Coburg“ nämlich gleich dazu geraten, einen Anwalt zu nehmen, weil diese Versicherung wohl sehr ungern bezahlt und sich mit der Gegenpartei auch gerne mal streitet. Ich bin gespannt, ob ich mein gutgläubiges Verhalten bereuen werde oder die Menschheit noch nicht so ganz die Regeln des Anstands vergessen hat.

Diesen zermürbenden Ärger am Ende zu meistern halfen mir zwei wunderbare Treffen mit Freunden. Am Freitagabend genossen wir mit Kathrin und Axel ein leckeres Buffet beim Griechen und hatten wirklich viel Spaß. Am Samstagabend haben uns Ines und Torsten zu sich eingeladen und auch dieser Abend wurde lang (erst um 1:30 Uhr lagen wir im Bett), aber kurzweilig.

Der heutige Tag entwickelte sich dann glücklicherweise zu einem Tag der totalen Entspannung mit lange im Bett liegenbleiben, viel Lesen, die DVD „Chinese zum Mitnehmen“ gucken, Fotos für mein Monatsprojekt schießen und alles ganz ruhig angehen lassen. War irgendwie auch nötig – ich spüre schon jetzt, dass mir ein Urlaub gut täte, aber bis dahin muss ich noch 3 Wochen Geld verdienen     😉

Und noch etwas zum Thema Auto     😀     Carsten hat überlegt, dass wir am Samstag vielleicht mal die US Car Convention besuchen könnten. Aber am Eingang angekommen, war uns die Schlange einfach zu lang und das Wuhling für 6 EUR pro Nase zu groß. Zudem konnte man einige Autos auch schon so auf der Straße sehen und hören, was uns am Ende sogar ausreichte     😉

webIMG_0016

Auf jeden Fall bleibe ich bei meiner Meinung: Es war eine seltsame Woche und ich hoffe stark, dass die kommende besser wird!



2011 09.
Okt.

Nachdem die Woche derart ereignisreich war, habe ich viel Wert darauf gelegt, mir am Wochenende etwas mehr Freizeit zu gönnen. Dennoch konnte ich es mir nicht entgehen lassen, am Samstag die Schule unserer Kinder zu besuchen. Es sollte ja schließlich der letzte Tag der Feierwoche sein.

Stephanie wurde gleich nach dem Frühstück von Carsten zum Gymmi gebracht, weil es just in dem Augenblick begonnen hat, wie aus den Eimern zu schütten! Eigentlich war es geplant, dass sie wie immer zu Fuß läuft, aber bei dieser Wetterlage wollten wir unsere Maus doch nicht im Regen stehen lassen.    😉

Als wir uns ein paar Stunden später selbst auf den Weg machten, schien die Sonne so unschuldig, als ob sie bereits den ganzen Vormittags da gewesen wäre!  Den Wetterlaunen nach sollte der gestrige Samstag definitiv statt Oktober in April umbenannt werden.    😉

Das Gelände das Gymnasiums war recht gut besucht, allerdings verringerte sich der Anteil der Menschen in der Gängen von Etage zu Etage. Da Stephanie ihren Dienst unterm Dach schob, hatte sie und ihre Kumpels nicht sonderlich viel zu tun.  Es verirrten sich nur wenige  Besucher dorthin, die meisten blieben bei diversen Ständen im Erdgeschoß bzw. im 1. Stock hängen. 

Carsten und ich schafften es unter anderem, einen Teil des großen Showprogramms der Schüler mitzuerleben und ich stellte fest, dass ich inzwischen so sentimental geworden bin, dass mich nicht nur die Auftritte meiner Mädels, sondern eigentlich aller Kinder zur Tränen rühren kann.    :erroeten:

Nach dem Schulfestbesuch fuhren wir kurz zu einem relativ kleinen Shoppingscenter in der Nähe, wo wir unser Mittagessen organisierten und ich im Anschluß noch ein paar Kleinigkeiten für meien Garderobe in zwei Läden besorgen konnte.

Und das war’s mit unseren außerhäuslichen Aktivitäten. Der Rest ist schnell beschrieben: essen, lesen, schlafen, viel Zeit am Rechner verbringen (ich war schon ewig nicht mehr einige Stunden am Stück dran), miteinander quatschen, blödeln und einfach die Beine in der Hängematte hochlegen, in den Händen eine Fotozeitschrift haltend.

Ich glaube, jetzt habe ich genug Kraft, um die nächste Woche zu wuppen.    😀



2011 05.
Sep.

Das  Wochenende war einfach umwerfend! Solche Freitage+Samstage+Sonntage wünsche ich mir im nächsten Sommer regelmäßig!    🙂

Bei diesem Wetter ging selbst die Arbeit fast wie von Zauberhand: Unser Wäschesack namens Bulla war komplett leergewaschen, die Fahrräder haben sich von den letzten Schlamm- und Sandresten vom Rügen-Urlaub getrennt und auch unser Zaun hat endlich seinen Doppel-Anstrich bekommen:

Mein Mann hat sich erneut als großer MacGyver-Fan geoutet und hat richtig ausgefallene Ideen zur Trocknung der Zaunsegmente umgesetzt. Ich war von seiner kreativen Lösung wirklich sehr beeindruckt!    :verliebt:

Außerdem habe ich die Chance genutzt und Stephanie bei ihren Hausaufgaben für den Kunstunterricht geholfen. Sie hat dafür nämlich einige Aufnahmen von sich selber gebraucht und ich habe mich als Fotografin angeboten.    😉

Hier sind ein paar Ergebnisse des Fotoshootings. Ich finde, meine Kleine macht sich gut als Model.    😉

 

 

Auf jeden Fall hatten wir viel Spaß dabei.    😀

Von dieser Sommerfreude können wir nun ab heute in den schwer verregneten Tagen noch ganz lange zehren … und das ist auch gut so!



2011 29.
Aug.

Die erste Woche nach dem Urlaub hatte es in sich. Jeden Tag gab es in meiner Spalte des Familienplaner einen Termin oder Spätdienst. Unsere Große ist fleißig dabei, ihr Konto aufzustocken und die Kleine hat den Wiedereinstieg in die Schulzeit ganz problemlos gemeistert. Allerdings wird ihre Freizeit ziemlich eingeschränkt bleiben, denn sie möchte weder auf Gitarre noch auf Volleball noch auf Schülerradio verzichten und liebäugelt dazu noch ganz stark mit der Jazz-Dance-AG. Was das angeht, ist sie zweifelsohne meine Tochter.    😉

Trotz der knappen Freizeit habe ich es tatsächlich vollbracht, eine Auswahl der Urlaubsbilder online zu stellen und sie auch zu beschriften.  Um diese zu sehen bitte einfach hier klicken. Viel Spaß beim Ansehen und Kommentieren!     🙂