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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2018 21.
Okt

Oahu war die erste Hawaii-Insel, welche wir w√§hrend unseres vierw√∂chigen Urlaubs erkundeten. Hier haben wir also auch sehr viele, bis dato f√ľr uns v√∂llig unbekannte Sachen erleben d√ľrfen: (richtig gro√üe) Schildkr√∂ten im Meer …

… ein unfreiwilliges Kennenlernen des spitzenm√§√üig ausgekl√ľgelten Hurrikanwarnsystems auf Hawaii, das megaleckere rohe-Fisch-Gericht Poke-Bowl …

… (schmeckt am besten mit dieser Thunfischart) …

… unsere ungeschickten Versuche, mit einem Boogie-Board gegen kleine fiese Wellen anzuk√§mpfen …

… und nat√ľrlich die ersten, postkarten- und bilderbuchreifen Str√§nde Hawaiis …

Ja, die Str√§nde auf Hawaii sind definitiv immer eine Erw√§hnung wert. Was mich an diesen n√§mlich sehr beeindruckt hat, ist der in der der Regel per Gesetz vorgeschriebene, kostenlose Zugang zu diesen. Damit kann kein noch so gro√ües Ressort, wie z.B. in der T√ľrkei oder in Spanien, ganze Strandabschnitte f√ľr sich beanspruchen, sondern muss auch Nichtg√§sten einen sogenannten „public access“ garantieren – selbst, wenn daf√ľr am Ende Hotelgel√§nde und Lobbys von jedermann befahren bzw. durchlaufen werden muss. Lediglich das vom Staat Hawaii bewirtschaftete Naturreservat Hanauma-Bay verlangte Eintrittsgeld von uns, daf√ľr hat man allerdings auch eine Infrastruktur aufgebaut, welche die Bed√ľrfnisse der unz√§hligen, √ľberwiegend japanischen Touristen abdeckt.

Vor der ersten Ber√ľhrung mit dem Wasser gibt es sogar extra einen Einf√ľhrungsfilm √ľber die Benimmregeln, Gefahren und andere wichtigen Hinweise. Damit war es der f√ľr uns einzige Schnorchelspot auf der gesamten Reise, wo man vor dem Gang vom Parkplatz zum Strand noch zuerst in ein kleines Kino gef√ľhrt wird, damit man am Ende wei√ü, dass man keine Meeresbewohner anfassen darf oder dass ein Riff und das offene Meer samt Str√∂mung immer eine Gefahr darstellen k√∂nnen. Im Gesamtres√ľmee der Reise muss ich aber sagen, dass es f√ľr mich pers√∂nlich weder der sch√∂nste Strand noch das sch√∂nste Schnorchelerlebnis war – viel zu √ľberf√ľllt und bzgl. der geringen Wassertiefe leider recht schnorchelunfreundlich.

Aber genau dort haben wir zum ersten Mal Mungos in Aktion gesehen und verstehen nun, warum sie bei den Hawaiianern nicht sonderlich beliebt sind. Zum einem sind sie f√ľr die am Boden nistenden Seev√∂gel ganz gef√§hrliche Nestr√§uber …

… zum anderen machen sie bei ihren Raubz√ľgen nicht einmal an menschlichen Dingen Halt, wie z.B. an einem nicht sonderlich gut verschlossenen und mit Essen gef√ľllten Rucksack, der vor unseren Augen in gerade mal 3 bis 4 Metern Entfernung stand und rotzfrech von den geschickten und flinken Tierchen „gepl√ľndert“ wurde.

Diese Mangustenart stammt eigentlich aus S√ľdostasien (na, bei wem klingelt es, wenn ich „Rikki-Tikki-Tavi“ schreibe?), welche man vor langer Zeit mal zur Rattenbek√§mpfung auf die Inseln gebracht hat, wo sie sich danach aber zu einer sogenannten invasiven Spezies entwickelte, die insbesondere einheimische Arten gef√§hrdet und hier selbst eigentlich keinerlei Fressfeinde hat.

Bleiben wir doch gleich mal bei den Tieren. Wir bereits erw√§hnt, haben wir auf Oahu unsere ersten Gr√ľnen Meeresschildkr√∂ten (im Allgemeinen auch unter dem Namen „Suppenschildkr√∂te“ bekannt) gesehen: mal bei unseren Schnorchelg√§ngen grasend an den Klippen …

… oder auch im warmen Sand des Strandes ruhend.

Ist schon sehr beeindruckend, dass sie sich von uns Menschen √ľberhaupt nicht st√∂ren lassen – wenn man sie nat√ľrlich in Ruhe l√§sst. Auf Hawaii gibt es deshalb f√ľr alle die klare Ansage, dass man zu einer am Strand liegenden Schildkr√∂te einen Abstand von mindestens 3 m zu halten hat und wer eine Schildkr√∂te anfasst, kann sogar mit einer Strafe von bis zu 25.000 Dollar rechnen.

Dass wir beim Schnorcheln jede Menge bunter Fische und nat√ľrlich auch den hawaiianischen Staatsfisch Humuhumu-nukunuku-apua‚Äôa (ein Dr√ľckerfisch mit einem Maul wie ein Schwein) gesehen haben, versteht sich bei der exquisiten Pazifiklage ca. 4.000 km von jeglichem Festland entfernt und den unz√§hligen Korallenriffen fast von selbst. Gl√ľcklicherweise darf man das unaussprechliche Kerlchen auch einfach Humu nennen, denn ich verhaspele mich irgendwie immer bei der Nennung seines vollen Namens.

Nach unseren ausgiebigen Badeeinheiten in salzigen Gew√§ssern planten wir auch mal eine Erfrischung in einem recht bekannten, weit im Regenwald befindlichen Wasserfall. Die Wegbeschreibung versprach „eine kleine Wanderung von ca. einer halben Stunde“ – bei uns wurden daraus anderthalb Stunden … in nur eine Richtung! Denn nach einigen Regeng√ľssen an den Tagen zuvor und wahrscheinlich auch wegen des hohen Bekanntheitsgrades haben sich die aufgeweichten, lehmigen, mit Wurzeln durchzogenen Wege im tropischen Wald zu regelrechten Stolperfallen und einem rutschig, nassen Hindernisparcours gewandelt …

… und dazu mussten wir an drei Stellen noch einen kleinen Fluss ohne Br√ľcken √ľberqueren, indem man von Stein zu Stein balancierte.

Als wir dann endlich am Wasserfall ankamen, hat mich die Vorstellung, anschlie√üend auch wieder die gleiche Strecke mit nassen Sachen zur√ľcklegen zu m√ľssen, doch irgendwie vom Baden abgehalten. Carsten blieb wie immer hart im Nehmen und gesellte sich zu ein paar jungen Leuten, welche uns unterwegs √ľberholt hatten und schon vor Ort im Wasser waren.

Bei all den Verz√∂gerungen auf dem Wanderweg blieb uns allerdings nicht mehr sehr viel Zeit zum Verweilen im Wasser, da ein Sonnenuntergang auf Hawaii ziemlich genau zwischen 18:00 und 18:30 Uhr beginnt und es danach recht schnell stockdunkel wird – die Zeit um 21:00 Uhr nennen die Einheimischen deswegen auch gerne mal Hawaiianische Mitternacht. Trotz der langsameren Geschwindigkeit auf den t√ľckischen Wegen sind wir zwar etwas verdreckter als gedacht, aber dennoch gl√ľcklich im Hellen wieder an unserem Auto angekommen. Im Dunkeln h√§tten wir uns sicherlich die Haxen gebrochen oder w√§ren erst nach Stunden zur√ľckgekehrt. Das Baden kam diesmal sicherlich zu kurz, aber daf√ľr war der Indianer Jones-Abenteuerfaktor umso h√∂her    standard

Oahu war bei unserer Urlaubstour die einzige Insel mit einer richtigen Großstadt: Honolulu, die Hauptstadt von Hawaii.

Bei unserem dortigen Tagesausflug waren wir u.a. auf dem Aloha-Tower, wo man erstaunlicherweise ohne jegliches Eintrittsgeld mit einem historischen Aufzug ganz nach oben fahren und den tollen Rundumblick √ľber die Str√§nde und das Hafengebiet bekommen konnte.

Die aus der Serie „Hawaii Five-O“ als Einblendung f√ľr das Hauptquartier recht bekannte Statue von King Kamehameha lie√üen wir ebenfalls nicht aus. Wir hatten zwar bis dahin noch keine einzige Folge der Serie geguckt, aber dank Carstens Zappen erkannten wir das markante St√ľck Stadtgeschichte trotzdem.

Den ganzt√§gigen Stadtausflug begannen wir morgens mit einem Aufstieg auf den ehemaligen Vulkankrater Diamond Head, von dem man einen tollen √úberblick √ľber die ganze Stadt hat und der eigentlich von fast √ľberall in Honolulu zu sehen ist. Und zum Gl√ľck waren wir auch schon sehr fr√ľh dort oben, denn so erwischten wir ohne Probleme noch innerhalb des Kraters einen guten Parkplatz, hatten beim Aufstieg nicht so viele Japaner und andere Touristen um uns herum …

… und auf den insgesamt drei Aussichtsplattformen konnten wir uns noch ohne gro√ües Gedr√§nge frei bewegen und mehr als eine Stunde lang die Blicke in alle Himmelsrichtungen schweifen lassen.

Als wir dann aber von oben zur√ľck zum Wagen liefen, stapften uns Menschenmassen, gr√∂√ütenteils eben aus dem Land der aufgehenden Sonne, wie eine nicht enden wollende Ameisenstra√üe entgegen und der innere Parkplatz war schon wegen √úberf√ľllung geschlossen – alles richtig gemacht. Insgesamt hat Honolulu auf uns einen sehr japanisch beeinflussten Eindruck gemacht, denn es gab sogar extra Haltestellen und Pendelbusse zwischen den gro√üen Hotelkomplexen, die komplett nur in japanischen Schriftzeichen gehalten waren … eine v√∂llig eigene Infrastruktur im einstigen Kriegsgegnerland.

Liegt es eigentlich an Pearl Harbor, dass eben so viele Japaner auf Oahu Urlaub machen oder ist es doch nur die N√§he zwischen diesen beiden Inseln? Apropos Pearl Harbor: dieses Muss der heroischen Geschichte Amerikas haben wir uns gespart – zu teuer, zu wenig zu sehen und f√ľr uns beide einfach viel zu patriotisch. Daf√ľr war ein Besuch des weltber√ľhmten Waikiki-Strandabschnitts f√ľr uns obligatorisch. Aber trotz seiner Ber√ľhmtheit ist dies absolut nicht der einzige tolle Strand der Stadt und wir haben vom Ala Moana Beach im Westen √ľber Magic Island Lagoon, Kahanamoku Beach bis zum Waikiki Beach und Kuhio Beach im Osten mehr als zweieinhalb Stunden gebraucht, um die gesamte Strecke mit flottem Schritt immer entlang der Wasserkante abzulaufen.

Zur Belohnung gab es am Übergang zwischen Waikiki und Kuhio noch einen märchenhaften Sonnenuntergang und eine typisch hawaiianische Performance mit Einblicken in die Kultur, die Tänze und die Gewohnheiten.

Die von mir ganz zur Anfang erw√§hnte Hurrikanwarnung hat uns zum Ende unserer Woche auf Oahu  ziemlich kalt erwischt. Wir kaufen inzwischen immer f√ľr USA-Reisen entsprechende SIM-Karten und das lokale Warnsystem funktioniert auf dem Handy zum einen mittels SMS und vorinstallierter Notfall-App und zum anderen werden Updates auch nach einem sehr eindringlichen Warnton im Autoradio √ľbertragen.

Dadurch und die Berichterstattung im Fernsehen waren wir und alle anderen auf den Inseln √ľber den herannahenden Hurrikan Lane immer gut informiert – wenn nicht sogar verr√ľckt bzw. kirre gemacht worden. Neben Hamsterk√§ufen, leeren Tankstellen und Hausverbarrikadieren wurden wir zudem immer wieder mit dem Gedanken an abgesagte Fl√ľgen erinnert. Lane sollte am Freitag auf Oahu treffen und ausgerechnet an dem Tag fand eben auch unser erstes Inselhopping nach Kauai statt. Am Ende hatten wir unversch√§mtes Gl√ľck und kurz vor dem Abflug wurde der Hurrikan Stufe 5 auf einen tropischen Sturm herabgestuft, sodass die „Rednecks“ von Hawaiian Airlines wohl gar nicht erst √ľber Flugstreichungen nachgedacht haben – mit American Airline h√§tten wir an dem Tag sehr viel mehr Pech gehabt.

Die Berichterstattung zeigte jedenfalls Wirkung und so haben wir es sogar nicht einmal mehr geschafft, unseren Mietwagen, einen Jeep Wrangler Sahara, …

… wie √ľblich voll aufgetankt abzugeben, da alle auf dem Weg befindlichen Tankstellen leergepumpt und geschlossen waren. Der Flug selber verlief aber ganz problemlos und wir landeten wohlbehalten auf Kauai, dem zweiten Teil unseres Hawaii-Urlaubs. Was wir dort gesehen und erlebt haben, davon werde ich in einem sp√§teren Blogeintrag in Wort und Bild berichten.



2018 29.
Jul

In meinem Leben passieren so viele sch√∂ne Dinge und so viele wundervolle Begegnungen, dass ich euch jetzt einfach mal ein wenig davon erz√§hlen muss    standard

Schon am Anfang des Monats, n√§mlich am 3. Juli, haben Carsten und ich uns mit Sabine und ihren bezaubernden T√∂chtern Kaitlyn und Emily, welche w√§hrend ihres Deutschland/Prag-Roadtrips einen Nachmittag f√ľr Dresden eingeplant haben, getroffen. Ich kenne Sabine √ľber das Internet wohl schon seit √ľber 18 Jahren und wir haben uns damals nicht nur Emails, sondern auch ganz klassische Briefe auf Papier mit ausgedruckten Fotos geschrieben. Das jetzige war allerdings unser erstes Treffen in Persona! Und ich fand das echt sch√∂n! Carsten hat bereitwillig die Rolle des Stadtf√ľhrers √ľbernommen und pr√§sentierte unseren G√§sten aus den USA aus meiner Sicht die sch√∂nen Seiten von Dresden hervorragend.

Nachdem wir die wichtigsten Punkte unserer Altstadt gezeigt haben und uns zur Belohnung eine ordentliche Portion Eis an diesem warmen Tag g√∂nnten, gab es nat√ľrlich auch noch ein Erinnerungsfoto mit uns allen:

Dieses Bild hat jetzt seinen Ehrenplatz auf unserer Wall of Visitors gefunden. Wir hoffen, dass wir die drei, vielleicht dann sogar noch mit ihrem vierten, männlichen Familienmitglied a.k.a Ehemann und Papa, nochmals in Dresden oder gar ganz woanders treffen können. Der Mann des Hauses musste leider arbeiten und konnte die Mädels bei ihrem gesamten Roadtrip nicht begleiten. Aber unter uns: ein Wiederkommen lohnt sich auf jeden Fall, denn wir haben bei Weitem noch nicht alles gezeigt, was unsere schöne Stadt so zu bieten hat.

Schwenk zum nächsten Treffen:
Als Kerstin, unsere langj√§hrige Freundin, ihren Geburtstag in Mai feierte, schenkten wir ihr einen Gutschein f√ľr einen gemeinsamen Wandertag – organisiert und durchgef√ľhrt durch uns. Das Geschenk wurde von ihr am 7. Juli  eingel√∂st. Wir haben uns gemeinsam auf einen 20 km langen Rundwanderweg vom Dresdner Stadteil Lockwitz √ľber die Burgst√§dtler Linde nach Kreischa und √ľber die Babisnauer Pappel zur√ľck nach Lockwitz verst√§ndigt. Das Wetter war uns hold und wir hatten unterwegs eine wunderbare Sicht, hin und wieder etwas Wegesrandproviant in Form von S√ľ√ükirschen, Brombeeren, kleinen (noch nicht ganz reifen) Birnen und Mirabellen sowie dazu noch einen Himmel mit herrlich anzusehenden Wolkenformationen:

Au√üerdem haben ich mich unterwegs noch mit einer Ziege angefreundet. Als Andrea das Bild von unserer Bekanntschaft gesehen hat, meinte sie: „Die Ziege hat sich bestimmt √ľber diese riesige, laufende Karotte gefreut.“ … gemeint ist nat√ľrlich die Farbe des T-Shirts    standard

Ein weiterer Begleiter eines anderen Wegabschnitts hat Carsten und mich als seine Ballwurfmaschinen sehr ins Herz geschlossen – ich war f√ľr die Kurzsprints und Carsten f√ľr die Langstrecken zust√§ndig.

Und das hat er auch wirklich immer f√ľr sich entschieden, denn wenn er weit rennen wollte, brachte er seinen Tennisball zu Carsten und wenn er dabei zu sehr au√üer Puste geriet, trug er sein Spielzeug zu mir. Ich kann eben nicht so weit werfen wie mein Mann     zwinker

Übrigens, unterwegs habe ich entdeckt, wie man die heißgeliebten Teddybären der Welt offline präsentieren kann:

In diesem H√§uschen waren alle Doppelfenster inklusive 20 cm breiter, innenliegender Fensterbank des Erdgeschosses mit viel „b√§rigem Leben“ gef√ľllt – ich fand das klasse!

Treffen Nummer 3:
Da ich auf Arbeit zwei Kolleginnen – Kathrin und Lisa –  einmal in der Woche nach Feierabend helfe, ihre etwas versch√ľtteten Russisch-Kenntnisse wieder auszugraben und aufzupolieren, war es nat√ľrlich nur logisch, dass sie auch mal die russische K√ľche richtig kennen lernen sollten. Mein Vorschlag, an einem Dienstagabend ins Restaurant „Odessa“ zu gehen, wurde dabei dankbar aufgenommen. Trotz eines vorherigen Regenschauers setzten wir uns in das G√§rtchen im Innenhof des Restaurants, denn das aufgespannte Segel √ľber der Terrasse versprach einen zuverl√§ssigen Schutz bei einer etwaigen Wiederkehr von Regentropfen. Die Kollegen im Restaurant waren wie immer klasse: Das Essen schmeckte k√∂stlich, der Service war stets zu Stelle, wenn man ihn sich gew√ľnscht hat, aber dennoch nicht aufdringlich – alles perfekt f√ľr einen gem√ľtlichen Abend. Dazu hatten meine Sch√ľlerinnen eine tolle M√∂glichkeit, ihr Russisch gleich anzuwenden und das auch sehr erfolgreich! Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und ich zeigte meine absolute Lieblingsstelle in Dresden: das Nymphenbad im Zwinger. Beides war an diesem Dienstagabend nahezu menschenleer – eine ganz bezaubernde Atmosph√§re!

Ich glaube, auch Lisa ist diesem Zauber verfallen    standard

Auf zum nächsten Treffen:
Da wir schon √ľber Arbeit gesprochen haben    standard    Carus Vital, das Gesundheitszentrum unseres Arbeitgebers, √ľber welches ich schon paar mal geschrieben habe, bietet nicht nur sportliche Veranstaltungen, sondern auch Kochkurse an. Vor einigen Tagen gab es dann den Kurs „Vegetarisches Grillen“. Ich hatte mich leider etwas zu sp√§t angemeldet und stand lange Zeit auf der Warteliste, aber gl√ľcklicherweise wurde noch ein Pl√§tzel frei und ich konnte nachrutschen    standard    Carsten hat beim Wort „vegetarisch“ lieber gleich beschlossen, dass ich ohne ihn teilnehmen kann    zwinker
Diese Veranstaltung wurde netterweise von „meiner“ Julia vorbereitet und durchgef√ľhrt. Das Grillgut in Form von eingelegtem Hirtenk√§se und ebenfalls eingelegtem Zucchini-Champignon-Gem√ľse hat sie eigenh√§ndig schon vorbereitet gehabt. Solange das Grillgut nun vor sich hinbrutzelte, machten die Kursteilnehmer sich daran, nach ausgegebenen Rezepten die passenden Beilagen zuzubereiten.

Von links nach rechts: Sommernudelsalat, Tomaten-Hirtenk√§seaufstrich, Tzaziki, Pesto, Linsensalat und gegrillte Kartoffeln, die mit dem Pesto gegessen werden sollten. Es war alles sehr, sehr lecker geworden … dass wir dabei mit jeder Menge Knoblauch gearbeitet haben, hat unsere Umgebung auch noch am n√§chsten Tag sicherlich deutlich wahrgenommen    standard

Nun zu unserem Hausgast:
Das Essensthema bringt mich auf das n√§chste Highlight: Wir haben seit √ľber einer Woche jemanden, den ich zum Anbei√üen s√ľ√ü finde, zur Pflege in unserer Wohnung aufgenommen:

Es ist der Dsungarische Zwerghamster namens Egon von Andrea. Sie ist aktuell viel unterwegs (Umzugsplanungen nach √Ėsterreich & Kurzurlaub mit ihrer Schwester) und ihr Kumpel, welcher sonst die Tagespflege dieses kleinen Knuffels √ľbernommen hat, ist derzeit selbst im Urlaub. So hat sie ihren kleinen Mitbewohner aus Chemnitz zu uns gebracht. Ich denke, wir haben uns zu dritt inzwischen richtig gut eingelebt    standard

Er darf bei uns noch eine weitere Woche bleiben, danach bringen wir ihn wieder zur√ľck. Dort hat er auch ein wesentlich gr√∂√üeres Gehege als bei uns.

Überleitung zum nächsten Thema:
Einen gro√üen Auslauf im Freien hatten Carsten und ich am Samstag vor einer Woche. Wir waren erneut mit Teilnehmerninnen eines ehemaligen VHS-Russisch-Kurses von mir wandern, diesmal √ľberwiegend am Grenzflu√ü Kirnitzsch entlang. Aber die unverwechselbaren Formationen des Elbsandsteingebirges durften nat√ľrlich nicht fehlen, zumal man dort an einem hei√üen Tag ein ganz besonders sch√∂nes und schattiges Pl√§tzchen zum Sitzen finden konnte    zwinker

Solche, zwischen Felsw√§nden eingeklemmte Steinbrocken finde ich immer wieder beeindruckend …

… ich versuche allerdings an solchen Stellen immer sehr schnell durch zu laufen, denn man wei√ü ja nie, wann dieser Halt mal br√∂ckelt    zwinker

Entlang eines recht langen Abschnitts des Wanderwegs wuchsen richtig gro√üen Farne – ich f√ľhlte mich ein wenig wie im Urwald von Jurassic Park    zwinker

Das Wasser der Kirnitzsch war kristallklar, wie diese Spiegelung und Durchlässigkeit am oberen Bildrand eindrucksvoll zeigt:

Das Gr√ľn der Wasserpflanzen wirkte auf mich sehr m√§rchenhaft – insbesondere, wenn sie im flie√üenden Wasserverlauf immer sanft hin- und herwiegten:

Es war so unglaublich ruhig dort! Nat√ľrlich konnte ich der Versuchung, meine F√ľ√üe von Wanderschuhen zu befreien und die Zehen in das Wasser einzutauchen, nicht widerstehen. Ein Beweisfoto gibt es in meiner „F√ľ√üe-im-Wasser„-Galerie    standard

Sp√§ter, auf der Oberen Schleuse g√∂nnten wir uns eine Kahnfahrt – die von der Wanderung erm√ľdeten F√ľ√üe waren uns wirklich sehr dankbar. Bei so einer Fahrt erinnert man sich wieder, dass man nicht immer schnell von A nach B kommen muss, es geht auch langsam und entspannt.

Als wir an der unteren Staumauer gestartet sind, lag die Wassertiefe noch bei 4 m. An der weiter oben liegenden Bootsstation ist es ganz offensichtlich wesentlich flacher geworden.

Die Kirnitzsch ist schon sein Jahrhunderten ein Grenzflu√ü zwischen Tschechien und Deutschland. Doch die Namen der L√§nder √§nderten sich im Laufe der Jahre und manche Zeichen sind nur leicht etwas angepasst worden. Achtet einfach auf den Hintergrund vom Buchstaben „D“:

Hier kann man noch deutlich die DDR-Vergangenheit erkennen und auf tschechischer Seite zeigte auf manchem Grenzstein das L√§nderk√ľrzel ńĆS noch die damalige Abk√ľrzung der Tschechoslowakei.

Den Abend durften wir wieder mal im Garten von Kerstin und Lothar beim Grillen und einem Feuerchen ausklingen lassen:

Es war ein wunder-wunderschöner Sommertag!

Einen habe ich noch !
Auch Sommerabende k√∂nnen mal nach drau√üen locken und so folgte ich Annas Vorschlag, mal beim Palais-Sommer zu einem Konzert zu gehen. Letzten Dienstagabend, ich habe noch Kathrin mit dazu eingeladen, lauschen wir zu dritt den hervorragend gespielten Jazzkl√§ngen der Klazz Brothers:

Die Jungs haben mit einer Pause ganze zwei Stunden lang gespielt und es war wirklich klasse! Als der Auftritt zu Ende war, strahlte man das Gebäude vom Japanischen Palais, welches einige Museen beherbergt, noch mit einem Bild von einem bekannten Maler an. Erkennt ihr es?

Es ist ein Bild von Paul Gauguin: „Zwei Frauen auf Tahiti“. Ich gebe zu, den K√ľnstler habe ich sofort erkannt, aber um zu wissen, wie genau dieses Bild hei√üt, musste ich recherchieren    standard

Oh, es ist ein ziemlich langer Beitrag geworden, aber es sind einfach zu viele zu schöne Erlebnisse passiert, welche ich mit euch hier schon seit langer Zeit teilen wollte. Mal schauen, was die nächsten Tage und Wochen so mit sich bringen werden!



2017 23.
Mai

Jetzt, wo die Tage endlich l√§nger, heller und etwas w√§rmer geworden sind, zieht es uns, wie¬†wohl auch die meisten Mitmenschen, ins Freie. Man ist wieder gern¬†unterwegs, die Augen bekommen etwas anderes zu sehen, als nur die √ľblichen vier W√§nde zu Hause und die auf Arbeit. Hiermit¬†m√∂chte ich nun ein paar Eindr√ľcke unserer Ausfl√ľge¬†der letzten Tage teilen.

Das frische Gr√ľn erfreut nicht nur unsere Sehorgane, sondern auch die Seele … da macht ein Spaziergang in netter Gruppe doppelt so viel Spa√ü:

Wir haben uns aber auch auf anspruchsvollere und ziemlich schweißtreibende Wege eingelassen:

Und wenn man die Wilde H√∂lle¬†dann endlich √ľberstanden hat, f√ľhlt man sich zu Recht wie ein Sieger¬†¬†¬† zwinker

Ich wei√ü √ľbrigens nicht, ob euch aufgefallen ist, dass mein Mann einen Rucksack vor seinem Bauch tr√§gt, aber lasst euch sagen, er hat auf dem R√ľcken noch einen zweiten h√§ngen. Mein lieber Mann war bei den Kletterphasen so hilfsbereit, denn er hat mir meine Last im wahrsten Sinne des Wortes von den Schultern genommen, damit ich leichter durch die H√∂lle kommen kann¬†¬†¬† verliebt

Die Sächsische Schweiz ist zu jeder Jahreszeit magisch und bezaubernd. Es ist egal, wie oft man schon dort war, von solchen Landschaften hat man doch irgendwie nie genug, oder?

Und wenn man unterwegs anhielt, um kurz zu verschnaufen, entdeckte man √ľberall Sch√∂nes, gleich ob in der S√§chsischen Schweiz …

… oder in der Lommatzscher Pflege.

Bei unserem Ausflug durch die Lommatzscher Pflege blieben wir √ľbrigens so gut wie nie unbeobachtet¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†manchmal folgten uns die Blicke ganz offensichtlich …

… manchmal aus einem sicheren Versteck heraus:

Immerhin konnten wir nicht nur Trampelpfade und Wanderwege f√ľr uns entdecken, sondern auch das:

Wenigstens kein Highway to Hell    zwinker

Ich verrate euch noch ein kleines Geheimnis    zwinker    ich persönlich finde, dass bei jeder Wanderung die schöne Pause schon fast das Wichtigste ist    zwinker

Denn erst nach einer entspannten Pause findet man wieder Kraft, neue Wege zu gehen und neue Gipfel zu erklimmen, nicht wahr?    zwinker



2017 17.
Apr

Es hat lange gedauert, aber nun l√§sst sich endlich der Fr√ľhling an einigen Tagen auch in unserer Gegend samt Begleitung von Sonne und W√§rme blicken. Noch hat er sich zwar nicht f√ľr einen dauerhaften Aufenthalt entschieden, aber wir lassen uns nicht durch seine Unentschlossenheit entmutigen und genie√üen einfach all das, was man nach einem langen Winter vermisst hat.

Zum Beispiel einen Wandertag als Familie (so passiert am 2.4.):

Hier haben wir schon wieder gut zu lachen, denn der lange und mit Steigungen gespickte Weg zu den Schrammsteinen liegt bereits hinter uns.

So haben wir den recht steilen Auf- und Abstieg absolut unfallfrei gemeistert    lachen

Die W√§rme eines sch√∂nen Freitagnachmittags (es war der 31.3.) lockte Julia, Randy, Carsten und mich auch zu einem Treffen bei unserem Haus- und Hofd√∂nermann und danach beschlossen wir ganz spontan, dass sich dazu perfekt eine Portion Eis bei „Willy Vanilli“ als Nachtisch anbietet. Damit noch nicht genug, g√∂nnten wir uns anschlie√üend sogar noch einen gem√ľtlichen Schwatz im nicht weit entfernten Biergarten „El Horst“ – mal ehrlich, so f√§ngt ein Wochenende doch wirklich toll an, oder nicht ?    standard

An einem anderen sch√∂nen Sonntag (9.4.) war unser Tagesprogramm ziemlich stark auf gutes Essen in noch besserer Gesellschaft ausgerichtet    standard    und wer uns kennt, weiss, dass wir beides stets sehr gut zu sch√§tzen wissen    zwinker

Vormittags gab es leckeres und wirklich gesundes Fr√ľhst√ľck bei Dana …

… und weil wir ganz schlecht im Schnorren sind, haben wir nat√ľrlich ein paar Beitr√§ge aus der russischen K√ľche beigesteuert: eine kalte Gem√ľsesuppe namens Okroschka (die Sch√ľssel mit milchig-wei√üem Inhalt in der Mitte), einen traditionellen Schichtsalat mit Hering (hinten neben der Kaffeekanne), eine 1 Liter-Packung Birkensaft (leider nicht auf dem Tisch) und eingelegte Patissons (die gelben, kleinen K√ľrbisse hinter der K√§seplatte). Ihre Dinkelvollkornbr√∂tchen (ganz vorne rechts) mit Waln√ľssen passten jedenfalls perfekt dazu! Und erst recht die zahlreichen selbstgemachten Aufstriche in den vielen kleinen Glasd√∂schen! Wir hatten nach dem Essen kugelrunde B√§uche, aber wenigstens ein reines Gewissen, weil man sich immerhin recht gesund ern√§hrt hat    lachen

Nachmittags genossen wir die Sonne im Garten von Ines und Torsten. Wie man sehen kann, ist deren Katze Lisa besonders gut im Genie√üen:

Sie wusste immer ganz genau, wo sie gerade am besten ihre Streicheleinheiten abholen konnte    zwinker

Ich f√ľr meinen Teil freue mich au√üerdem enorm dar√ľber, jeden Tag das Erwachen der Natur zu entdecken. Ist es nicht faszinierend, zu sehen, wie die alten, schwarzen und knorrigen √Ąste frische, gl√§nzende Bl√§tter bekommen?

Auch √ľber die Bienen und andere Summ-Tierchen, welche sch√∂n eifrig bei der Arbeit sind,  freue ich mich sehr!

Da man bei dem Wetter wieder √§u√üerst gerne seine gem√ľtliche Wohnung verl√§sst, kann man auch einiges Neues entdecken. So haben Andrea, Carsten und ich gestern mehr oder weniger zuf√§llig entdeckt, dass es in Dresden einen Edward-Snowden-Platz gibt … wenn auch nur inoffiziell:

Wir waren √ľbrigens zu dem hinter dem Stra√üenschild beworbenen Cafe „Eivissa“ beim Osterbrunch:

Das Essen war wirklich klasse, nur organisatorisch lief dort leider noch nicht alles rund. Wir wollen aber Nachsicht √ľben, denn es war f√ľr die Mitarbeiter dieses Caf√©s wohl das allererste des bald regelm√§√üig stattfindenden Brunchens. Hoffen wir, dass sie k√ľnftig das Buffet schon vor dem Eintreffen der G√§ste aufbauen und dass die Zuordnung der Kellner zu den Tischen klarer definiert wird. Vielleicht probieren wir es nochmals mit einem weiteren Brunch irgendwann in der Sommerzeit, denn diesmal war an das Sitzen unter Sonnenschirmen auf der Terrasse aufgrund von viel zu klein geratenen Temperaturen und immer wiederkehrenden Regeng√ľssen leider nicht zu denken …

Der Nachmittag, welchen wir in einer anderen, f√ľr uns ebenfalls neuen Lokalit√§t verbracht haben, war zwar schon um einiges sonniger, aber auch im Caf√© „Milchm√§dchen“ blieben wir dennoch lieber drinnen, denn wir wissen ja, dass man im April nicht auf best√§ndiges Wetter bauen kann    zwinker

Die selbstgemachten Kuchen dort waren wirklich oberlecker und sehr zu empfehlen!

Sie passen perfekt zu meinem ersten Eiskaffee dieses Jahres    standard    na, wer erkennt darin auch einen Osterhasen?

Dass es am Ende eine Milchm√§dchenrechnung (so stand es original auf der Quittung!) gab, versteht sich ja von selbst    standard

Wir haben dieses Jahr alles in allem ein eher gem√ľtliches Osterfest gefeiert und eine sehr sch√∂ne, entspannte und lustige Zeit sowohl zu zweit als auch in Gesellschaft von Andrea und Karl verbracht, z.B. mit einem Spieleabend. Zum Zuge gekommen sind Halt mal kurz, das gute alte „Mensch √§rgere dich nicht“ und Potato Man – es gab bei jedem Spiel wirklich sehr viel zu lachen    lachen

Ansonsten haben Carsten und ich unsere viert√§gige, dienstfreie Zeit dazu genutzt, einiges vom Tisch zu bekommen, was schon viel zu lange darauf gewartet hat, endlich erledigt zu werden. Ich habe mir au√üerdem nach einer langen Pause wieder mal richtig viel Lesezeit verordnet – das tut immer wieder so gut!

Nun seid ihr an der Reihe, mir zu berichten, was ihr an den sch√∂nen Fr√ľhlingstagen und zu Ostern erlebt habt    zwinker



2016 10.
Jul

Die letzte Woche hatte f√ľr mich¬†einen recht guten Anfang, denn dieses Jahr fiel der 4. Juli, welchen ich auch aus pers√∂nlichen Gr√ľnden gern feiere, eben auf einen Montag. Deshalb trafen Carsten und ich uns mit Andrea im benachbarten Biergarten „El Horst“ , ¬†um meine 24 Jahre Deutschlandlebenserfahrung zu feiern.

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Da es n√§chstes Jahr schon 1/4 Jahrhundert sein wird, werden die Feierlichkeiten wohl etwas gr√∂√üer ausfallen, aber bis dahin habe ich noch gut ein Jahr Zeit, um zu √ľberlegen, was und wo ich mit meiner Familie und Freunden etwas machen m√∂chte ¬† ¬†zwinker

Am Dienstag war ich den ganzen lieben Tag ziemlich unruhig, denn meine Zahnbr√ľcke sa√ü seit geraumer Zeit nicht mehr fest und ich habe mir einen Termin f√ľr¬†eben diesen Dienstagabend¬†bei unserer Haus- und Hof-Zahn√§rztin geholt. Ehrlich gesagt, rechnete ich ganz¬†fest damit, dass meine tragenden Z√§hne irgendwelche Sch√§den haben und dass ich vermutlich wieder Geld in die Hand nehmen muss, um meine Zahnl√ľcke wieder irgendwie ausf√ľllen zu m√ľssen. Da ich au√üerdem aus Erfahrung wusste, dass daf√ľr nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Zeit beansprucht wird, wollte ich das alles bis zum unseren Urlaub ab Mitte August fertig haben. In der Praxis angekommen, rutschte mir mein Herz noch tiefer¬†in die Hose, denn¬†unsere Zahn√§rztin und ihr ganzes Team¬†sollte ab der kommenden Woche bis Monatsende wegen Sommerurlaub abwesend seien¬† ¬† schreien ¬† ¬†aber am Ende war dann doch alles halb so wild: Die Br√ľcke war locker, aber die Z√§hne darunter waren top¬†¬†¬† standard
Also¬†wurde einfach alles gereinigt und der k√ľnstliche Teil wieder eingeklebt. Ich sollte f√ľr diese Leistung¬† knapp 26 Euro ¬†zuzahlen, aber da ich regelm√§√üig zur Kontrolle komme, schmolz mein Eigenanteil dann doch¬†auf 2,94 Euro ¬† ¬†lachen ¬† ¬†daf√ľr kann ich jetzt wieder alles bedenkenlos essen ¬† ¬†*freu*

Weniger Grund zur Freude hatte ich zusammen mit allen anderen Fans der Deutschen Nationalelf am Donnerstag. Carsten und ich folgten einer Einladung von Mathias und Claudia, das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich bei ihnen im Garten zusammen mit anderen Freunden und Nachbarn zu gucken. Aber egal wie sehr wir die deutsche Elf anfeuerten, es wollte ihnen einfach kein Tor gelingen! Am Ende des Spiels haben sich die anderen Mitgucker gegenseitig damit getröstet, dass unsere Nationalmannschaft vor zwei Jahren immerhin den Weltmeistertitel geholt hat    zwinker

Bei unserem Wochenendeinkauf am Freitagnachmittag nahmen¬†Carsten und ich unter anderem Wanderproviant mit, denn f√ľr den Samstag war schon seit geraumer Zeit zusammen mit drei ehemaligen Teilnehmerinnen eines Russischkurses eine Tour¬†in der S√§chsischen Schweiz geplant. Das Wetter spielte gl√ľcklicherweise wunderbar mit und so erkundeten wir in der Schwarzbachtalgegend die Strecke¬†einer alten Schmalspurbahn und liefen √ľber Br√ľcken oder stapften durch den einen oder anderen alten Eisenbahntunnel … alles allerdings inzwischen g√§nzlich ohne Schienen & Co:

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Wir hatten den ganzen lieben Tag einen traumhaft schönen Weitblick gehabt:

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Nach dieser ca. 15 km langen Wanderung mit einigen Abstechern jenseits¬†der Hauptroute, landeten wir im Gohrischer Sommerhaus von Kerstin, wo wir zuerst ganz gem√ľtlich¬†Kaffee getrunken, dann gegrillt und letzten Endes uns bei einem Gl√§schen Wein an der Feuerschale eingefunden haben, bis es stockdunkel wurde.

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Es war ein supertoller Tag, den wir alle so richtig genossen haben Рin unserem ziemlich durchgeplanten Leben ist so ein Samstag, bei welchem lediglich die Uhrzeit zum morgendlichen Treffen feststand und alles andere zeitlich völlig flexibel war bzw. von anderen durchorganisiert wurde, schon wie eine richtige Auszeit    zwinker



2016 03.
Apr

Mama sagt, dass die Feiertage immer viel zu schnell vorbei sind. Ich glaube, sie hat auch diesmal, wie so oft, Recht. Zum Beispiel habe ich zu Ostern so viel erlebt, dass ich erst den Rest der Woche gebraucht habe, um alles Erlebte in meinem kleinen Kopf zu sortieren Рso viel war das!

Meine Bäreneltern haben mich nämlich zu einem Osterspaziergang mitgenommen. Ich dachte zuerst, dass dieser Wegweiser schon die ganze versprochene Übärraschung verderben wird:

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B√§renstein ist bestimmt f√ľr mich und meine B√§renkumpels ein Must-See-Ort! Ab√§r heute¬†war das erst einmal nicht unser Ziel. Wir wanderten los und ich hatte allerhand Hindernisse zu √ľb√§rstehen:

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Bloss gut, dass die Natur im Wald schon mal ab und an f√ľr¬†eine¬†passende Sitzgelegenheit f√ľr m√ľde B√§renf√ľ√üe gesorgt hat:

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Mama hat auch gesagt, dass ich √ľb√§rall sch√∂n aufpassen soll, denn es ist Ostern und der¬†Osterhase verliert gern aus seinem prall gef√ľllten Korb irgendwelche Eier. Und ich habe tats√§chlich eines davon gefunden!

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Ich habe es abär nicht sofort verputzt, sondern heimlich in Mamas Tasche untergebracht:

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Ich dachte dann, dass B√§rM√§rzenbecher auch ein gutes Versteck f√ľr Ostereier w√§ren, aber ich habe leider nur ganz viele wei√üe Bl√ľmchen gefunden. Da ich so ein kleiner¬†Teddy bin, waren die f√ľr mich schon fast so undurchdringlich wie ein gro√üer Wald!

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Es hat gedauert, bis ich da wieder rausgekommen bin! Danach f√ľhlte ich mich echt ersch√∂pft und musste mich in einem Baumwurzelsessel ausruhen:

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Als ich mich in meinem bequemen Sitz umdrehte, habe ich die versprochene Übärraschung gesehen! Meine Ines ist auch zu diesem Spaziergang gekommen! Sie und ich haben dann zusammen geguckt, ob wir hinter den Wolken auch etwas Sonne sehen können, haben aber nichts Helles und Rundes entdecken können, so oft wir das auch versuchten:

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Da haben wir uns liebär auf unsere Picknickvorräte gefreut:

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Nat√ľrlich sind wir danach Seite an Seite weitergewandert und schon bald habe ich ein verwunschenes M√§rchenschloss entdeckt.

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Ines hat mich dann hochgehoben, damit ich dieses klarer sehen konnte:

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Sie sagte, dass dieses Schloss Kuckuckstein hei√üt. Ab√§r als wir in das Schlo√ü hineingegangen sind, habe ich dort zwar B√§rge von Steine gesehen, aber keinen einzigen Kuckuck! Zum Kuckuck aber auch! Daf√ľr habe ich dort viele anderen Dinge entdeckt. Ich habe einen Drachen mit dem Wappen in den Krallen gesehen:

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Und danach habe ich das Schossgespenst erschreckt:

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In seinem Gewölbe war es so kalt, dass ich mich liebär mal zum Aufwärmen auf einen Ofen setzte!

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Und einen Zaubärspiegel habe ich in einem der vielen Räume entdeckt. Ich saß direkt davor, abär man konnte mich im Spiegel nicht sehen! So eine Zaubärei!

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Als ich meine Ines wieder gefunden hatte, musste ich ihr nat√ľrlich √ľber alles b√§richten! Sie h√∂rte mir wie immer sehr aufmerksam zu.

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Sie erz√§hlte mir, dass w√§hrend ich so viele Entdeckungen machte, sie auch etwas¬†angeschaut hat¬†– ein echtes Frauenzimmer. Das musste sie mir nat√ľrlich auch gleich zeigen:

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Ich habe dann zu Ines gesagt, dass dies kein Zimmer f√ľr sie w√§re. So viel Platz f√ľr nichts und wieder nichts – das muss doch nur f√ľr total dicke Frauen gebaut worden sein und hei√üt bestimmt nur deshalb Frauenzimmer, weil sie mit ihren Ausmassen durch die¬†T√ľr nicht mehr herausgekommen sind und f√ľr immer und ewig im Zimmer bleiben mussten! Also nix f√ľr sie, denn meine Ines ist so sch√∂n schlank!

Und da dachte ich, weil sie so sch√∂n aussieht, kann sie bestimmt auch zur Feier des Tages mit gutem Gewissen etwas Schoki genie√üen und deshalb habe ich etwas Buntes f√ľr sie organisiert:

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Im Gegenzug habe ich von ihr ein St√ľck vom selbst gebackenen Osterbrot bekommen – das war soooo lecker!

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Ich werde sie mal bei unserem nächsten Übärraschungstreffen nach dem Rezept fragen. So ein Osterbrot mit Rosinen schmeckt bestimmt auch meinen Eltern sehr gut! Und meine Kumpels sind ja auch echte Leckermäulchen, sie werden das sicherlich genau so gerne mögen    standard
Nun muss ich bloss noch wissen, wann ich sie wiedersehen kann ¬† ¬†verliebt ¬† ¬†…



2016 26.
Mrz

Wozu nutzt man in der Regel die Feiertage? Genau, um diverse Sachen zu Ende zu bringen, welche im Alltag immer wieder aufgeschoben waren. So haben auch wir die Osterzeit schon zu Beginn daf√ľr genutzt, unseren Jahresbericht f√ľr das Jahr 2015 fertig zu schreiben. Wie immer habe ich schon vor einigen Tagen den ersten Entwurf zusammengeschustert, Carsten hat diesen¬†dann¬†in eine lesbare und verst√§ndlichere Form gebracht und die beiden Kinder wurden anschlie√üend als Korrekturleser eingespannt. Nun ist unser pers√∂nlicher R√ľckblick auf das vergangene Jahr auf unserer Seite ver√∂ffentlicht und ab jetzt unter dem¬†passenden Klingelknopf¬†zu finden:

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Die OLCAs w√ľnschen euch viel Spa√ü beim Lesen¬†¬†¬† standard

Und wozu nutzt man die Feiertage noch? Genau, um sich mit Freunden zu treffen und auch irgendetwas Neues zu entdecken. Also waren wir gestern mit Ines und Torsten unterwegs. Die beiden haben Carsten und mich zu einer Überraschungswanderung eingeladen. Mit dem Auto fuhren wir zum Städtchen Liebstadt, um dort eine kleine Wanderung auf dem Walter-Jobst-Lehrpfad zu machen. Unterwegs haben wir sogar ab und an ein paar Schokoeier gefunden:

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Ein Teil der 5,5 km langen Strecke erinnerte uns sehr stark an einen echten Hexenwald aus dem Märchen: Bäume standen nackt und leblos da, Moos breitete sich auf dem Gestein aus und auch die Tatsache, dass wenn man nicht aufpasste, man schnell vom Pfad abkommen und hinunterrutschen konnte, verlieh diesem Abschnitt etwas Respekteinflößendes:

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Aber es ist alles gutgegangen und sp√§ter haben unsere Ehem√§nner, welche nat√ľrlich etwas schneller unterwegs waren als Ines und ich, eine Zeitlang¬†sogar noch eine andere Begleitung auf dem Wanderweg gehabt:

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Die beiden Kinder haben in unseren Orangenhälften eine ernstzunehmende Konkurrenz bei der Ostereiersuche gesehen und ließen sie nicht aus den Augen bzw. versuchten sich immer wieder an die Spitze abzusetzen. Ihre Familien schlenderten derweil ganz entspannt hinter uns her.

Am Ende des Rundgangs standen wir von einem weiteren Höhepunkt des Tages: Schloss Kuckuckstein

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Ines und Torsten haben uns alle zu einer historischen Schlossf√ľhrung angemeldet und das war eine echt tolle Idee! Der Geist der ehemaligen Hausherrin,¬†Maria Josepha¬†von Carlowitz, dessen Rolle die Schlo√üverwalterin Michaela Kirstein absolut bezaubernd √ľbernommen hatte, f√ľhrte uns durch diverse R√§ume:

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Ich sch√§tze, ich bin bei Weitem nicht die Einzige in der Gruppe gewesen, welche ganz viel Mitleid mit unserer Schlossf√ľhrerin¬†hatte, denn ihre Verkleidung ist an warmen Sommertagen bestimmt wesentlich passender. Die alten Gem√§uer haben n√§mlich noch die eisige Winterk√§lte¬†in sich gespeichert, so dass¬†man in einigen R√§umen beim Ausatmen Dampfw√∂lkchen aufsteigen¬†gesehen¬†hat. Ich habe meine Nase lieber in meinem Fleeceschal versteckt¬†¬†¬† zwinker

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Bei diesen Temperaturen wusste man auch nicht so recht, ob man auf so ein sch√∂n eingerichtetes Frauenzimmer wirklich neidisch sein m√∂chte, denn lange an diesem wundersch√∂nen Tisch zu sitzen und Tee bei einem Schwatz zu trinken, war bestimmt nicht jederzeit m√∂glich … zumindest nicht in den hauchd√ľnnen, seidenen Kleidern der Empire-Zeit in der Art, wie sie unsere Schlossherrin getragen hat:

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Es war auf jeden Fall trotz der erfrischenden Temperaturen in den R√§umen ein unbeschreiblich sch√∂nes Erlebnis! Ich muss¬†einen Besuch auf diesem Schloss auf jeden Fall sehr empfehlen, allerdings kann man das Geb√§ude nur zu bestimmten Anl√§ssen, wie z.B. angek√ľndigte oder gebuchte F√ľhrungen, der eigenen Hochzeit (man kann sich auch direkt im Schloss trauen lassen)¬†oder anderen eigenen Feiern besichtigen.

Nach der F√ľhrung g√∂nnten wir uns noch einen w√§rmenden Kaffee und leckeren Kuchen im Schlosscaf√©. Danach war das von den Walzogs geplante „Programm“ an und f√ľr sich zu Ende, da wir uns aber noch nicht komplett leergequatscht hatten, kehrten wir etwa um halb vier in deren K√ľche ein. Verabschiedet haben wir uns letztendlich erst¬†nach vielen interessanten Gespr√§chen, einem gutem Essen, Wein, Whiskey und viel Gel√§chter kurz vor¬†Mitternacht. Anne, die Tochter der Beiden hat zwischenzeitlich zwei Osterbrote gebacken und eines davon an uns vier¬†„gespendet“:

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Das war genau so lecker wie es aussieht! Erst als die letzte Rosine aufgegessen war und uns der Blick auf die Uhr verriet, dass es nun doch an der Zeit ist, nach Hause zu fahren, lösten wir unsere Runde auf.

Der gestrige¬†Tag l√§sst sich wohl auf S√§chsisch am besten beschreiben: Schee war’s ¬† ¬†lachen !



2015 09.
Nov

Die Stra√üen der Stadt waren schon dieses Jahr im Januar dran, im Oktober sind nun die Wege in der Natur an der Reihe. Und da ich¬†schon seit Langem f√ľr meine Bilder¬†Zitate bekannter Pers√∂nlichkeiten und andere gute Spr√ľche verwenden m√∂chte, werde ich das¬†bei dem aktuellen Thema nun tun ¬† ¬†standard


„Gehe nicht, wohin der Weg f√ľhren mag, sondern dorthin, wo¬†kein Weg ist und hinterlasse eine Spur“
— ¬† Jean Paul ¬† —

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„Der gerade Weg ist der k√ľrzeste, aber es dauert meist am l√§ngsten, bis man auf ihm zum Ziele gelangt.“
— ¬† Georg Christoph Lichtenberg ¬† —

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„Wer auf der Strecke bleibt, kommt dem Ziel oft n√§her.“
— ¬† Dr. Hanspeter Rings ¬† —

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„Ausgetretene Pfade sind die sichersten, aber es herrscht viel Verkehr.“
— ¬† Jeff Taylor ¬† —

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„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Sch√∂nes bauen.“
— ¬† Johann Wolfgang von Goethe ¬† —

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„An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.“
— ¬† Charlie Chaplin ¬† —

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„Wer ein Ziel will, darf den Weg nicht scheuen, er sei glatt oder rauh.“
— ¬† Theodor Fontane ¬† —

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„Was uns oft im Wege steht, sind die Ziele anderer.“
— ¬† Ernst Ferstl ¬† —

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„Zum Reichtum f√ľhren viele Wege, und die meisten von ihnen sind schmutzig.“
— ¬† Peter Rosegger ¬† —

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„Wer das Ziel nicht wei√ü, kann den Weg nicht haben.“
— ¬† Christian Morgenstern ¬† —

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„Der Weg, den du einschl√§gst, h√§ngt in erster Linie davon ab, wohin du gehen willst.“
— ¬† Lewis Carroll ¬† —

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„Der kommt am weitesten, der nicht wei√ü, wohin er geht.“
— ¬† Oliver Cromwell ¬† —

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„Wer nirgends hingeht, kann auch nirgends hinkommen.“
— ¬† aus Rum√§nien ¬† —

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Und zum Schluß kommt ein Spruch von Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach:
„Am Ziel deiner W√ľnsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.“

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Denn sie hat absolut recht, jetzt, wo ich euch einige Bilder zeige, vermisse ich das unaufh√∂rliche Suchen nach sch√∂nen und interessanten Wegen beim Wandern mit den Freunden¬†oder Spazierengehen mit meinem lieben Mann, welcher unter anderem¬†f√ľr mein Fotohobby an einem freien Tag ganz fr√ľh aufgestanden ist, um mich zu begleiten. Glaubt mir, ich habe weitaus mehr¬†sch√∂ne Aufnahmen zu diesem Thema als ich hier eingestellt habe¬†¬†¬† zwinker



2015 10.
Okt

Eine Woche voller Termine und schon bin ich mit meiner Schreiberei arg im R√ľckstand¬†¬†¬† zwinker
Aber ich m√∂chte es trotzdem noch nachholen, √ľber unser vergangenes Wochenende zu¬†erz√§hlen – das war einfach zu sch√∂n, um nicht dar√ľber zu berichten. Wir waren n√§mlich beide freien Tage auf Achse bzw. auf Schusters Rappen unterwegs ¬† ¬†standard

Am Samstag, dem Tag der deutschen Einheit, machten wir¬†eine lange Wanderung auf dem¬†Panoramaweg¬†in der S√§chsischen Schweiz. Es war erneut ein fr√∂hliches Wiedersehen mit einigen Teilnehmern aus¬†einem meiner vergangenen¬†Russischkurse. Wir sind schon mal¬†im Juni¬†zusammen unterwegs gewesen und es war so sch√∂n, das musste einfach wiederholt werden! Kathrin k√ľmmerte sich um das Organisatorische und brachte in die Gruppe noch eine Schulfreundin mit. Sie hie√ü Kerstin. Da wir ohnehin schon eine Kerstin (und ihren Mann) dabei hatten, hie√ü unser lieber Neuzugang eben „kleine Kerstin“ – es war sogar ihr eigener Vorschlag¬†¬†¬† standard ¬† ¬†!
Die 18 km lange Wanderung zu sechst hat wirklich sehr viel Spa√ü gemacht. Ich war allerdings immer wieder zur√ľckgefallen … nur um Bilder zu machen, versteht sich ¬† ¬†zwinker

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Ich habe außerdem noch mehr neue Freunde gefunden:

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Nat√ľrlich habe ich, genau wie der Rest der Gruppe, die immer noch wundervolle Landschaft bewundert. Obwohl man das schon gef√ľhlt tausendmal gesehen hat, finde ich,¬†die S√§chsische Schweiz ist und bleibt m√§rchenhaft sch√∂n!

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Nat√ľrlich hatten¬†wir genug Verpflegung im Rucksack, aber ich musste¬†bei diesem liebevollen Angebot dennoch zugreifen ¬† ¬†lachen ¬† ¬†und der Apfel, welchen ich gleich noch unterwegs vernichtet habe, war wirklich aromatisch und sehr, sehr lecker!

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Anfang Oktober¬†haben wir nat√ľrlich auch schon die ersten Herbstzeichen gesehen: leere Felder …

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… und an manchen Orten sogar schon √§u√üerst bunt gef√§rbte Bl√§tter:

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Unser¬†Sonntagsausflug mit Kerstin Nummer 3 war dann schon etwas gem√ľtlicher und f√ľr meine F√ľ√üe um einiges entspannter, denn es ging in die Pillnitzer Weinberge:

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Mir pers√∂nlich fehlte die herbstliche Laubf√§rbung, aber die Weintrauben leuchteten in der Sonne ebenfalls wundersch√∂n gelb, zum Beispiel so …

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… oder auch so¬†¬†¬† zwinker

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Allerdings war ich nun¬†in Begleitung von zwei Menschen, welche dem s√ľ√üen Alkoholisch leider¬†nix abgewinnen k√∂nnen – also blieb auch ich anfangs trocken. Auf meinen Federwei√üen habe ich aber am Ende dennoch nicht verzichtet – bin doch schon gro√ü und kann vieles auch allein machen ¬† ¬†;)

Bei einem Weinfest, hier¬†an der Weinbergkirche „Zum Heiligen Geist“ gibt es zum Gl√ľck nicht nur Alkohol¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†sodass wir ein Weilchen geblieben sind … zusammen mit Eierschecke, Zwiebelkuchen und Bratwurscht. Es war aber auch sehr entspannend und gem√ľtlich.

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Da wir uns schon hier herbstliche Leckereien auf der Zunge zergehen lie√üen, war die Entscheidung, anschlie√üend in Dresden noch in die Besenwirtschaft beim Winzer M√ľller einzukehren, ziemlich schnell gefallen. Wir geh√∂rten ganz offensichtlich nicht zu den einzigen Leuten, welche ebenfalls auf diese Idee gekommen sind¬† ¬† zwinker ¬† ¬†denn es sa√üen schon so viele auf der Wiese davor.

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Obwohl auch die wenigen Tische dieser hierzulande auch Strau√üenwirtschaft genannten Lokalit√§t gut besetzt waren, hatten wir Gl√ľck und fanden f√ľr uns drei ein nettes Pl√§tzchen direkt am Weinberg und mit herrlicher Aussicht:

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Mit guten Freunden schmeckt auch Gänsewein super    zwinker

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Mein Federwei√üer hat es¬†auch diesmal leider nicht mit aufs Bild geschafft¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†aber wenigstens gelang das¬†dem √ľberaus leckeren Flammkuchen, auf welchen wir allerdings aufgrund der au√üerordentlich hohen Besucherzahl 40 bis 60 Minuten warten durften:

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Die Wartezeit haben wir uns mit Oliven und ofenfrischen Brot in einer entspannten Umgebung mit einem Blick auf die Elbe und die Weinberge sowie¬†mit dem¬†Quatschen √ľber Gott und die Welt verk√ľrzt:

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Vielleicht braucht man immer eine Kerstin in der Nähe, damit das Wetter einladend, das Essen lecker und der Wein köstlich wird? Wir können das ja noch einige Male austesten, denn erstaunlicherweise haben wir ziemlich viele Kerstins in unserem Bekannten- und Freundeskreis    lachen



2015 04.
Aug

Am vergangenen Wochenende haben Carsten und ich festgestellt, dass es v√∂llig egal ist, was man macht und tut – das Leben der Erwachsenen ist und bleibt nicht jugendfrei¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†die Jugend ist n√§mlich √ľberall ¬† ¬†zwinker

Zum Beispiel haben wir am Samstag Carstens Geburtstagsgeschenk – ein Schnupperkurs im Gleitschirmzentrum¬†– eingel√∂st. Wir waren wohl die √§ltesten Teilnehmer an diesem Tag, nur die Kursleiter waren in etwa unsere Altersklasse. Ja, ich war auch zu dem Kurs angemeldet, man muss ja schlie√ülich so viel wie es geht selber ausprobieren … solange es noch geht¬†¬†¬† zwinker
Schon¬†unsere Mitfahrer, welche wir in unserem Wagen zur Flugwiese mitgenommen haben,¬†waren zwei Studenten und ein Sch√ľler der 9. Klasse – der Rest der Mitflieger war zumindest optisch genau so alt¬†¬†¬† standard
Aber das hat uns ja wie immer nicht gestört    zwinker    Carsten legte als erster von uns beiden los:

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Und ist sogar ein kleines bisschen geflogen:

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Bei mir hat der Wind nicht so gut mitgespielt, ich durfte nur rennen    lachen

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Es war im Grunde genommen wie beim Schlittenfahren: nach unten ging es schnell und machte Spa√ü und den H√ľgel wieder hinauf zu stapfen, war da schon etwas m√ľhsamer:

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Ich w√ľrde au√üerdem allen Gleitschirminteressenten dazu raten, beim Schnupperkurs lang√§rmlige Kleidung zu tragen, damit die Arme¬†am Ende des Tages nicht so aussehen wie meine ¬† ¬†zwinker
Wenn sich die Stricke des Gleitschirms beim Aufblähen des Stoffs anspannen, dann streifen sie eben ganz kräftig an den Oberarmen.

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Ansonsten war das schon ein echt au√üergew√∂hnliches Erlebnis. Dennoch glaube ich nicht, dass es unser Dauerhobby wird, denn daf√ľr ist man zu sehr vom Wind abh√§ngig …

Aber zur√ľck zur Jugend¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†–> gleich nach dem Schnupperkurs trafen wir uns mit Couchsurfern aus Nowosibirsk. Ivan ist erst 18 und Julia ist 19 Jahre alt. Aber sie haben √ľber das Internet so nett angefragt, dass ich einfach nicht „nein“ sagen konnte¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†sind sie nicht knuffig?

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Man beachte √ľbrigens¬†unter anderem den Farbunterschied bei den Gesichtern von uns – nach mehreren Stunden an einem Flug√ľbungshang mit voller Sonneneinstrahlung – und von ihnen ¬† ¬†zwinker
Besonders aus mir wäre bestimmt eine tolle Indianerin geworden    zwinker
Nach der Stärkung bei unserem Haus- und Hofdönermann zeigten wir den Beiden noch die Altstadt von Dresden. Am Sonntag besuchten wir mit unseren Gästen zuerst die Bastei und danach marschierten wir auf das Plateau vom Lilienstein.

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Als Sahneh√§ubchen f√ľr unsere kleinen Wanderfreunde gab es noch einen Ausflug zum Felsenlabyrinth.¬†Da es bereits sp√§ter Nachmittag war, hatten wir alle Felsen allein f√ľr uns und besonders Ivan bl√ľhte dort richtig auf. Erst kurz nach Mitternacht haben wir die beiden Reisenden an ein vorher kontaktiertes Mitnahmeauto √ľbergeben, welches sie dann noch nach Prag brachte.

Das war eigentlich das erste Mal, dass mich Couchsurfer von Anfang bis Ende gesiezt haben¬†¬†¬† unschuldig ¬† ¬†es ist zwar ein seltsames Gef√ľhl, aber man kann es nicht abstreiten: ich bin so alt wie ihre M√ľtter ¬† ¬†zwinker

Jedenfalls, ihr merkt, es war tatsächlich ein jugendvolles und keinesfalls jugendfreies Wochenende, nicht wahr?