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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2022 19.
Jan

Zugegeben, es f√§llt mir eigentlich immer schwerer, die (f√ľr uns stets) tollen Wochenenden und den Besuch im Pflegezentrum am Dienstag so zusammenzufassen, dass nicht stets alles doppelt erw√§hnt wird oder gar langweilig ist. Man kann bei Stephanie zwar noch lange nicht von einer Stagnation in ihrer positiven Entwicklung sprechen, daf√ľr lernt sie andauernd neue Dinge hinzu, aber durch die mittlerweile sehr gut eingespielte Routine und die vielen t√§glichen Wiederholungen, machen wir viel weniger Fotos und kommen zudem auch so gut wie gar nicht raus. Zum einen nat√ľrlich wegen Corona und den zig Einschr√§nkungen, aber solange das Wetter nicht sch√∂ner und die Tage nicht l√§nger werden, lohnen sich auch keine gro√üartigen Ausfl√ľge. Doch ein Ende d√ľrfte ja bald in Sicht sein – jedenfalls was die Helligkeit und den baldigen Fr√ľhling angeht    zwinker

Ok, dann berichte ich heute mal ein wenig √ľber die allgemeine, w√∂chentliche Routine, ok?

Dienstags fahren wir f√ľr ca. ein bis zwei Stunden nach L√ľneburg (so kommt der Smart wenigstens auch mal wieder regelm√§√üig mit den R√§dern auf die Stra√üe), verbleiben aber meist mit dem Kind quatschend auf ihrem Zimmer, da es drau√üen noch viel zu kalt, zu dunkel und vor allem zu ungem√ľtlich ist. Doch aufgrund des fehlenden Tisches und auch der recht kurzen Besuchszeit lohnt eben auch kein gro√üartiges Besch√§ftigungsprogramm, denn sp√§testens zum Abendessen m√ľssen wir aufgrund der Corona-Einschr√§nkungen schon wieder gehen. Wir d√ľrfen derzeit nicht einmal wie fr√ľher mitgebrachtes Essen verdr√ľcken und hungrig dem Kind beim Kauen zugucken ist auch bl√∂d    zunge-rechts
Also muss das Quatschen und Ausfragen (leider) reichen … manchmal k√∂nnen wir zudem noch zus√§tzliche Infos vom Pflegepersonal oder den Therapeuten abgreifen.

Der Freitag ist nun wie folgt getaktet: am Nachmittag nach getaner Arbeit abholen, das Kind ins Auto und den Rollstuhl in den Anh√§nger verladen, ca. 10 min fahren, um dann beim L√ľneburger Kaufland wieder alles auf dem Parkplatz „zusammenzuf√ľgen“. Dort starten wir nach alter OLCA-Tradition mit einem Au√üer-Haus-Essen (derzeit eine W√ľrschtlbude mit Th√ľringer Bratwurst oder Currywurst), um wie damals das kommende Wochenende einzul√§uten. Anschlie√üend erledigen wir unseren gro√üen Wochen(end)einkauf und w√§hrend Carsten und ich mit Bienenflei√ü den Einkaufswagen f√ľllen, darf Stephanie die Waren auf der Einkaufsliste abstreichen:

Nach ungef√§hr einer Stunde fahren wir dann die ca. 40 min bis zu uns nach Hause, verstauen alles in der K√ľche und so gegen 20:00 bzw. 21:00 kann endlich mal der Tagesabschnitt namens Freizeit beginnen – ob auf dem Sofa, vor dem Fernseher oder am Rechner entscheiden wir dann immer ganz spontan. Doch sp√§testens gegen 23:00 liegen wir definitiv alle v√∂llig platt im Bettchen …

Am Samstag und Sonntag wird in der Regel ausgeschlafen, d.h. wir Erwachsenen bis ca. 7:00 und das Kind so bis ca. 9:00. Nach der sogenannten Morgentoilette f√ľr unser Kind (wir drei (!!!) sind mit 40 min schon recht flott geworden) und dem In-den-Rolli-setzen des Kindes wird dann ausgiebig gefr√ľhst√ľckt – oftmals sogar bis weit nach 12:00    standard

Da wir Stephanie gerne m√∂glichst viel in alles mit einspannen wollen, dauert es eben so seine Zeit: das gemeinsame Aufdecken …

… die Zubereitung ihres Kaffees, das Aufschneiden und Schmieren des Br√∂tchens …

(um das Schmieren k√ľmmern wir uns fast gar nicht mehr, aber beim Aufschneiden suchen wir noch den besten Weg f√ľr sie – dieses Wochenende probierten wir es mal waagerecht und mal senkrecht)

… und nat√ľrlich das Essen. Vor allem, da sie derzeit jeden Bissen gef√ľhlt 63 mal kaut … das hat sie noch so vom E√ütraining beibehalten. Doch egal, wir haben Zeit und eigentlich immer auch ganz viel zu erz√§hlen, aufzufrischen und erinnern. Dabei freuen wir uns immer wie ein Schneek√∂nig, wenn wir merken, wie ihr Kurzzeitged√§chtnis so langsam wieder zur√ľckkommt oder sie doch mal wieder eine Erinnerung aus alten Tagen auskramen kann.

Dieses Wochenende haben wir erstmals das Sitzen am Tisch auf das Fr√ľhst√ľck sowie das Mittagessen ausgeweitet und erreichten bei beidem schon so ca. 60 bis 90 Minuten – pro Mahlzeit!

Aber man sieht am Ende schon ganz deutlich, wie anstrengend es noch f√ľr sie ist und da sie sich leider noch nicht selbst neu positionieren bzw. zwischendurch mal ihre Haltung √§ndern kann, wird es ihr am Hintern und R√ľcken zunehmend ungem√ľtlich. Wir variieren mittlerweile das Anlehnen und durch √ľbertriebenes Beugen nach vorne k√∂nnen wir zudem das Zur√ľck in den Rolli weiter hinausz√∂gern. Zur weiteren Ablenkung w√§hrenddessen lie√üen wir dieses Wochenende u.a. einen Videochat …

… und die Suche in einem Wimmelbild mit einflie√üen:

Ich war echt erstaunt, wie viele Einzelheiten sie auf einem solchen Bild gefunden hat (Carsten fragte z.B. „Wo ist das Einhorn?“), denn vor ein paar Monaten w√§re so ein Durcheinander f√ľr ihre Wahrnehmung und Orientierung ein echtes Fiasko gewesen. Klar, sie braucht immer noch etwas l√§nger, aber sie wird am Ende meist selbst f√ľndig und es verwirrt sie nicht mehr so sehr wie damals. Fr√ľher galt so etwas f√ľr sie noch als visueller Overkill.

Ein fester Bestandteil unserer Wochenendroutine sind danach meist Ruhe- und Beautyzeiten, wie das t√§gliche Fu√übad inklusive anschlie√üender Fu√ümassage, sonntags zudem noch Haare waschen und in der Regel dann auch noch eine reinigende Gesichtsmaske hintendran. Dabei darf f√ľr sie vor allem die Musik nicht fehlen! Noch kann sie zwar keinen MP3-Player oder gar den Kopfh√∂rer selbst bedienen, aber mit Musik an oder auf den Ohren ist sie immer sowas von gl√ľcklich:

Dieses ein bis zwei Stunden lange Relaxen g√∂nnen wir ihr auf jeden Fall sehr gerne, denn bei den zahlreichen √úbungen und Trainings macht sie wiederum so intensiv mit, dass es manchmal wirkt, als w√ľrde sie das am liebsten stundenlang durchf√ľhren wollen. Doch so lange h√§lt ihre Konzentration aber noch nicht durch.

Dieses Wochenende konnten wir insgesamt viermal je 20 Minuten Sprech√ľbungen durchf√ľhren (das haben wir der Ergo- und Logotherapeutin quasi versprochen) und wenn ich die Videos von der ersten √úbung (Samstagvormittag) und von der letzten (Sonntagnachmittag) vergleiche, merke ich schon nach nur zwei Tagen einen recht gro√üen Unterschied. Man mag es kaum glauben, wie sehr unsere Zunge f√ľr das Sprechen antrainiert werden muss und dann aber auch weiterhin stets in √úbung bleiben muss!    standard

Zwischendurch fordern wir Stephanie zudem mit eigenst√§ndiger K√∂rperpflege, Schnibbeln und Kochen, Abwasch bzw. Abtrocknen, (handgeschriebene) Briefe lesen, Nachrichten per Messenger oder Email tippen und regelm√§√üigem Ged√§chtnistraining. Als „Belohnung“ winken daf√ľr eben ein DVD-Abend (samstags) sowie Spielen mit Apps oder old-school bzw. analog auf dem Tisch:

Bitte nicht falsch verstehen: es ist nicht so, dass wir Dinge vom Kind verlangen, die sie nicht mag oder die am Ende viel zu viel sein k√∂nnten. Ganz im Gegenteil, sie ist regelrecht entt√§uscht, wenn wir mal nicht sp√ľlen wollen oder letztendlich etwas aus zeitlichen Gr√ľnden rausfallen muss. Am Samstag sollte ich ihr ein ca. 10-zeiliges Gedicht raussuchen, welches sie gerne auswendig lernen m√∂chte. Vor allem durch die Reimform erhofft sie sich eine bessere Orientierung und eine schnellere Umsetzung. Meine Wahl fiel ganz spontan auf „Die drei Spatzen“ von Christian Morgenstern, da mir dieses Wintergedicht schon damals gefiel, als meine M√§dels es einmal in der Grundschule auswendig lernen mussten:

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendr√ľber, da schneit es, hu!

Sie r√ľcken zusammen dicht an dicht.
So warm wie der Hans hat’s niemand nicht.

Sie h√∂r’n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

Mal sehen, was Stephanie davon am kommenden Wochenende aufsagen kann. Am Dienstag sind ihr schon die ersten Zeilen (fast) fehlerfrei gelungen. Wie gesagt, sie selbst m√∂chte so gefordert werden, um dadurch schnellstm√∂glich wieder zu ihrem alten Zustand zur√ľck zu gelangen. Carsten und ich sind dabei weniger die (An-)Treiber, sondern mehr die Gehilfen.

Carsten und ich stellen √ľbrigens immer wieder fest, dass wir ein richtig gut eingespieltes Team sind. Wir sind ganz gewiss keine perfekten Pfleger der klassischen Art und Weise, aber dem Kind geht es bei unseren inzwischen routinierten Abl√§ufen offensichtlich gut und sie ist gern bei uns – das ist doch die Hauptsache, oder?



2021 07.
Dez

Entschuldigt bitte die versp√§tete Berichterstattung, aber mit dem – wie wir es jetzt ausdr√ľcken – Wechsel in die „vierte Phase“ √§ndern sich nun auch f√ľr uns bislang etablierte Gewohnheiten. Die ersten drei Phasen (der ausschlie√üliche Aufenthalt in der Charit√© Berlin, Vamed-Klinik Geesthacht und im Pflegezentrum L√ľneburg) waren lokal f√ľr Stephanie und uns ja immer sehr eingeschr√§nkt (nur im Zimmer bzw. auf dem Gel√§nde) und vor allem auf die Besuchszeiten reduziert. Dementsprechend war ich in der Regel schon Sonntagnachmittags zuhause und konnte abends die Wochenzusammenfassung schreiben und hier ver√∂ffentlichen.

Doch ab jetzt gestalten sich unsere Wochenenden aber erst einmal gravierend anders, denn wir holen Stephanie freitags nach getaner Arbeit gegen 17:00 im Pflegezentrum ab und bringen sie erst am Sonntagabend bis 19:00 zur√ľck nach L√ľneburg … plus ca. 45 min R√ľckfahrt in die Residencia OLCA. Dies ist somit definitiv viel zu sp√§t, um noch einen kompletten Blogeintrag zusammenzuschrauben und Fotos auszusuchen – leider… zumal Carsten und ich nach dieser Heimkehr irgendwie doch recht m√ľde sind, denn die Zeit mit dem Kind ist immer sehr intensiv und zum Teil auch k√∂rperlich √§u√üerst anstrengend.

Da sich aber eben an genau dieser Konstellation sicherlich so schnell nichts √§ndern wird, muss ich euch ab jetzt leider eurer sonnt√§glichen Abendlekt√ľre berauben und ich kann je nach Terminen und To-Do-Liste erst am Montag oder gar erst am Mittwoch liefern (dienstags sind wir immer zu Besuch bei Stephanie). Doch ich glaube sehr an euer Verst√§ndnis hierf√ľr    standard

Aber kommen wir endlich zur Protagonistin dieses Berichterstattung. Und da die Dienstagsbesuche aufgrund der neueren Corona-Beschränkungen eher unspektakulär sind, gibt es erneut nur Infos und Bilder vom absolut actionreichen Wochenende Рerstmals in voller Eigenregie inklusive Transport:

Der Anh√§nger ist mittlerweile von Carstens geschickten H√§nden voll pr√§pariert, sodass der Rollstuhl gesichert bzw. gesch√ľtzt ist und mit nur wenigen Handgriffen auf- und abgeladen sowie zum Teil auseinander- und wieder zusammengebaut werden kann. Auch der k√∂rperlich f√ľr beide Parteien recht anstrengende Transfer vom Rolli ins Auto und zur√ľck geht zunehmend routinierter vonstatten und dauert jetzt sogar nur noch ca. 10-15 min … ganz ohne blaue Flecke oder anderer Blessuren    zwinker

Den Freitagabend, von uns auch gern „das Einl√§uten des Wochenendes“ genannt, wollen wir wie fr√ľher mit einem gemeinsamen Abendessen starten, doch an Ermangelung eines mit Dresden vergleichbaren Haus- & Hofd√∂nermanns werden wir hier in Wentorf die vielen anderen M√∂glichkeiten der Au√üer-Haus-Verk√∂stigung nutzen und immer wieder wechseln. Letztes Mal war es Pizza, diesmal holten wir uns diese Spezialit√§t von einer mobilen Brutzelbude:

In der alten (Zwischen-)Heimat √ľberall als „Broiler“ bekannt, bestellt man hier im Norden ganz unspektakul√§r ein halbes H√§hnchen. Die Namensgebung ist Stephanie aber schnurzpiepegal – geschmeckt hat es ihr trotzdem sehr! So soll es auch sein …

Weitere Geschmackserlebnisse, welche sie nun endlich wieder von ihrer pers√∂nlichen Wunschliste streichen kann, w√§ren Pelmeni mit Smetana (am Samstag) …

… und D√ľr√ľm (am Sonntag):

Letzteres war u.a. auch eine Vor√ľbung zu ihrem finalen H√∂hepunkt und Wunschobjekt: einem D√∂ner. Da sie jetzt alles ohne Probleme, Verschlucken und Husten geschafft hat, wird dieser auch noch hundertprozentig in diesem Jahr mal geordert werden. Aber was kommt dann? Wir werden sehen, welches Geschmackserlebnis sie sich w√ľnscht und welches Ziel sie sich als n√§chstes setzt.

Habt keine Angst, auch an gesunde Dinge wagt sie sich ran Рund das sogar schon recht selbstständig, wenn auch noch teilweise recht langsam und vorsichtig:

Manchmal braucht sie noch Hilfe, da die linke Hand daf√ľr viel zu steif bzw. nicht so flexibel in der Nutzung (Drehen, Greifen, Anwinkeln) ist:

Doch wir √ľben sehr viel mit ihr und binden Linki auch immer wieder fest in diese Dinge und Rituale mit ein (auch wenn es DIESE Fotos jetzt nicht gerade zeigen), ob beim Aufdecken des Fr√ľhst√ľckstisches …

… beim Aufh√§ngen und Abnehmen der W√§sche …

… beim Kochen und Backen …

… und ab jetzt auch beim Gucken nach der Uhrzeit:

Insbesondere durch das Drehen des Armes, um das Ziffernblatt ablesen zu k√∂nnen, erhoffen wir uns wieder etwas mehr unterbewusstes Training f√ľr diese Hand.

Neben Linki leiden auch noch ihre F√ľ√üe unter der Spastik, weshalb wir jetzt ein regelm√§√üiges Verw√∂hnprogramm mittels warmem Fu√übad etablieren wollen – zumindest am Samstag und Sonntag haben wir genug M√∂glichkeiten dazu und Stephanie genie√üt es sichtlich!!!

Vor allem auch die darauffolgende Massage:

Apropos genie√üen: bei uns hat es am Samstag ein wenig (!) geschneit …

… und Stephanie hatte gro√üen Spa√ü dabei, den Flocken da drau√üen zuzugucken:

Ja, da kommt wieder einmal ihre gro√üe Vorliebe f√ľr K√§lte zum Vorschein … ihr erinnert euch: sie mochte doch schon immer lieber einen Sommerurlaub auf Island verbringen, als auf einer Insel in Spanien oder woanders im Warmen.

Die Dinge, die ich schon im letzten Blogeintrag fotografisch und textlich zum Besten gegeben habe, konnten wir diesmal wieder vertiefen und zum Teil auch neue (Finger-)Fertigkeiten entdecken. So z.B. beim Anz√ľnden unserer Adventskerzen mit einem Streichholz …

… beim Malen eines Weihnachtsbaumes mit bunten Kugeln …

… beim Rollen (s.o.) und Verzieren unserer diesmal gebackenen Zimtb√§llchen …

… oder beim Tippen auf der Tastatur:

Schrittchen f√ľr Schrittchen zwar, aber in unseren Augen dann doch wieder eine Entwicklung in rasender Geschwindigkeit. Weiter so, mein Sonnenschein!

Wir erlangen nun in unserem neuen Wochenendablauf immer mehr Routine und werden sicherlich auch w√§hrend der n√§chsten Besuche mal den ein oder anderen Ausflug unternehmen k√∂nnen – jetzt wo das mit dem Anh√§nger schon so gut klappt. Ist ja eben auch f√ľr uns eine Abwechslung zum anstrengenden Arbeitsalltag im HomeOffice. Hier mal ein Symbolfoto dazu mit dem passenden Untertitel „Ey, warum klappt der Mist denn schon wieder nicht?!?!“:

Wobei es mir nun ganz deutlich wird, dass ich die Ausstattung meines eigenen Arbeitsplatzes dringend um eine Fu√übadoption erweitern sollte    zwinker
Aber ganz im Ernst, wir sind erstaunt, dass Stephanie derzeit zwar immer noch mit einem Finger tippt, aber schon jetzt am zweiten Wochenende nicht mehr so lange nach den Buchstaben auf der Tastatur suchen musste und sich mittlerweile sogar an die Satzzeichen, wie z.B. das Fragezeichen, heranwagt. Daf√ľr muss man ja auch schon zwei Tasten gleichzeitig dr√ľcken und somit kommt Linki ebenfalls zum Zuge    zwinker

Wir finden bei all den Arbeiten und √úbungen aber auch ganz viel Zeit f√ľr angenehme und ruhef√∂rdernde Punkte auf unserer Wochenende-To-Do-Liste: lange schlafen, wie in alten guten Zeiten zusammen im Bett kuscheln, ausgedehnt fr√ľhst√ľcken und auch mal die ein oder andere DVD gucken (diesmal war es „Der Grinch“ als Animationsfilm aus 2018).

Die Tage sind somit im positiven Sinne ausgeplant und mit vielen sinnvollen und sinnlosen Sachen gespickt. Was uns dabei auf jeden Fall immer begleitet, ist Musik. Dabei fungiert Carsten auch sehr gern mal als geschickter DJ und stellt das Programm ein wenig nach Stephanies W√ľnschen zusammen. Sie erinnert sich erstaunlicherweise noch an unfassbar viele Lieder und singt diese dann auch sehr gern mit, sodass auch ich bei der ein oder anderen Zeile einfach mit einsteigen muss – zusammen zu singen ist schon etwas Sch√∂nes! Wo man sing, da lass dich ruhig nieder … nicht wahr?    zwinker

Wir drei w√ľnschen euch allen jedenfalls noch eine wundersch√∂ne Vorweihnachtszeit und hoffentlich stressfreie Wochen bis zum 24. Dezember sowie dem anschlie√üenden Jahreswechsel.



2017 15.
Jun

Wie ihr schon sicher gemerkt habt, hat die Anzahl und die Regelm√§√üigkeit meiner Blogeintr√§ge in den letzten Wochen ziemlich nachgelassen. Der Grund daf√ľr waren einige Kurzreisen, welche wir auf ein normales und zwei verl√§ngerte, aber alle aufeinander folgende Wochenenden gelegt haben.

Unser erstes Reiseziel war vom 19. bis 21. Mai die Hauptstadt von √Ėsterreich. Ich war zwar schon einmal da, aber nur auf Dienstreise und das bereits vor knapp 20 Jahren. Diesmal wollten wir Wien richtig kennenlernen und daf√ľr habe ich mir sogar extra Schuhe mit einer wolkenweichen Sohle gekauft. Ich muss gestehen, dass sich diese Investition wirklich sehr gelohnt hat.

Wir waren gut vorbereitet (dreimal d√ľrft ihr raten, wer die meiste Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt hat    standard    nein, ich war es nicht) und Carsten hat sogar einen Audioreisef√ľhrer vom ADAC als MP3 herunterladen k√∂nnen, sodass wir interessante Geschichten √ľber diverse Sehensw√ľrdigkeiten dieser Stadt zu zweit, auf einer Bank sitzend und mit Knopf im Ohr lauschen konnten.

√úbrigens, B√§nke gab es √ľberall in der Stadt und in jedem Park und davon wirklich jede Menge! Ich fand das echt super! Selbstverst√§ndlich g√∂nnten wir uns ein paar richtig leckere Sachen und fr√ľhst√ľckten unter anderem direkt im Cafe Sacher, um mit einer Sacher-Torte unsere Ern√§hrung kurzzeitig auf „zuckerhaltig-ungesund“ umzustellen … wenn schon, dann wenigstens mit einem Original    lachen

Wir haben ein St√ľck zusammen gegessen, denn die Torte ist zwar megalecker, aber auch ganz sch√∂n m√§chtig …

Zum Schnitzelessen haben wir nat√ľrlich auch etwas ganz Feines aufgesucht und landeten ohne Reservierung beim Figlm√ľller. Wir mussten ein wenig auf unseren Sitzplatz warten, aber dieser kleine Aufschub war perfekt im Eingangsbereich platziert und wir bekamen einen niedlichen 2er-Tisch direkt an der Bar und am Fenster. Das Warten aufs Essen hat sich ebenfalls mehr als gelohnt:

Was wir ansonsten gemacht haben? Wir haben immer auf die Warnschilder wie diese geachtet, weil es schon recht windig war:

Au√üerdem haben wir unseren Mist immer wie vorgeschrieben entsorgt und das, ohne das Misttelefon benutzen zu m√ľssen    standard

Nat√ľrlich haben wir auch jede Menge bekannte Sehensw√ľrdigkeiten angeschaut, denn davon hat Wien wirklich allerhand im Angebot. Hier nur ein paar davon, denn ich kann hier unm√∂glich unsere gesamte Fotoausbeute von 800+ Bildern unterbringen    zwinker

Uns hat z.B. die Karlskirche sehr gut gefallen:

Darin durften wir sogar bis unters Dach steigen und das Innere der Kirche sehen, wie es sonst nur die Deckenmaler sehen k√∂nnen:

Ich fand das alles wirklich sehr beeindruckend!

Ich wollte auch unbedingt das Hundertwasserhaus mit meinen eigenen Augen sehen – wenn wir schon mal da sind:

Dabei habe ich festgestellt, dass bei den Internetbildern dieses Hauses ganz sch√∂n kr√§ftig an der Farbs√§ttigung gedreht wurde … oder das Haus hatte fr√ľher tats√§chlich eine sehr viel kr√§ftigere Farbe an der Fassade gehabt. Sehr interessant war es, in einem Cafe am Haus einen Film √ľber Herrn Hundertwasser und seine Philosophie in Bezug auf dieses Bauwerk zu erfahren. Dieser ist wirklich sehr empfehlenswert und der Kaffee schmeckte dort auch gut    standard

Es ist bei Weitem nicht das Einzige, was es von diesem K√ľnstler in der Stadt zu sehen gibt:

Nat√ľrlich waren wir auch im Prater und konnten aufgrund des Preises jeder Versuchung, mit dem einen oder anderen Fahrgesch√§ft mitzufahren, grade noch so widerstehen    ;)

Alleine eine 30 min√ľtige Fahrt mit dem durch den Film „Der dritte Mann“ bekannten Riesenrad h√§tte 10 Euro pro Person gekostet. Nee, das war es uns wirklich nicht wert.

Selbstverst√§ndlich schauten wir uns in der √∂sterreichischen Hauptstadt auch die wundersch√∂n angelegten Parkanlagen mit dazugeh√∂rigen Palais an. Zuerst waren wir in Belvedere:

Dort ist von vorn bis hinten alles ganz ganz toll und h√ľbsch:

Das Schlo√ü Sch√∂nbrunn hielt auch m√ľhelos das ein, was sein Name versprach – es war dort sch√∂n an sich und dazu gab es auch noch sch√∂ne Brunnen    standard

Leider waren wir dort gerade dann da, als die Vorbereitungen f√ľr das Sommernachtskonzert auf Hochtouren liefen und aus dem Grund einige Wege, Parkabschnitte und auch Brunnen abgesperrt und nicht zug√§nglich waren.

Auf dem H√ľgel steht √ľbrigens die Kleine Gloriette. Wir sind nat√ľrlich auch dort gewesen und haben den wunderbaren Ausblick auf den Park und das Schlo√ü von der Anh√∂he sehr genossen    standard

Da ich immer wieder gro√üen Wert auf Denkmale der Sowjetischen Armee √ľberall in Europa lege, haben wir auch ein solches in Wien besucht. Hier hei√üt es √ľbrigens Heldendenkmal der Roten Armee:

Eine weitere Begegnung mit Erinnerungen an diverse kämpferische Auseinandersetzungen der Menschheit entdeckten wir relativ zufällig erst aus der Ferne und dann aus der Nähe:

Das Motto des Heeresgeschichtlichen Museums stimmt mit meiner pers√∂nlichen Meinung absolut √ľberein:

Leider war unsere Zeit f√ľr den Besuch der Ausstellungsr√§ume zu knapp, deshalb schauten wir nur die Ausstellungsst√ľcke an, welche frei zug√§nglich im Hof standen.

Es gab bereits in diesem offenen Pavillon jede Menge zu besichtigen…

Was mir in Wien au√üerdem sehr gut gefiel, waren v√∂llig unterschiedliche und nicht unbedingt klassische Kunstobjekte, wie zum Beispiel das Fat House von Erwin Wurm:

In seinem Eingang f√ľhlte ich mich pl√∂tzlich so schlank und rank wie sonst sehr selten    zwinker

√úbrigens, insgeheim hoffe ich immer noch, dass wir beim Projekt Pi von Ken Lum auch unseren kleinen Beitrag leisten konnten, indem wir diese Kennziffer durch unsere Anwesenheit in Wien beeinflussten    zwinker

Nach unserem sehr ausgef√ľllten und lauffreudigen Wochenende in dieser bezaubernden Stadt sind wir von ihr wirklich sehr angetan. Nat√ľrlich haben die Einheimischen auch sehr viel dazu beigetragen, dass wir Wien so in unser Herz geschlossen haben. Alle waren unglaublich freundlich, nett und immer f√ľr einen kleinen Schmunzler zu haben. Und ich bin immer noch in die Kellner dieser Stadt unsterblich verliebt – so eine Professionalit√§t mit Leichtigkeit und mit sehr gutem Sinn f√ľr Humor – unbezahlbar! Aber auch von ihnen mussten wir uns an jenem Sonntag trennen, denn besonders die sch√∂nen und die interessanten Tage vergehen wie im Fluge.

Wir wussten aber, dass es erst nur ein Auftakt f√ľr die weiteren Wochenendausfl√ľge war. In der Woche darauf ging es f√ľr uns nach Tschechien und danach nach London – aber diese Geschichten sind einen Extraeintrag wert    zwinker



2016 07.
Mrz

Ja, ich weiss, die √úberschrift ist eine offensichtliche Wahrheit¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†aber es ist wirklich so: Schon auf dem Weg von der Arbeit nach Hause f√ľhlt man sich am Freitagnachmittag /-abend v√∂llig anders als nach dem Feierabend einer der √ľblichen Arbeitstage. Am vergangenen Freitag freuten Carsten und ich uns nicht nur √ľber¬†die Aussicht auf¬†zwei freie Tage, sondern auch darauf, ein Weihnachtsgeschenk einl√∂sen zu k√∂nnen. So uneigenn√ľtzig wie ich nun mal bin, schenkte ich¬†meinem Mann am Heiligabend zwei Eintrittskarten f√ľr das St√ľck „Ganz gro√ües Kino“ in der Com√∂die Dresden. Nun war es an der Zeit, sich diese Vorstellung mit musikalischen, schauspielerischen und zitierenden Verweisen auf √ľber hundert Filmklassikern von „Dirty Dancing“ √ľber „Matrix“ bis „Star Wars“ auch anzusehen. Was soll ich sagen: wir hatten enorm viel Spa√ü und haben schon lange nicht mehr so laut und so viel gelacht! Es waren dabei eigentlich nur 6 Leute auf der B√ľhne: 4 Jungs von der Musikgruppe Firebirds, Christian K√ľhn (er hat au√üerdem¬†das Drehbuch geschrieben und Regie gef√ľhrt) und Dorothea Maria Kriegl¬†– aber sie alle¬†sind so wandlungsf√§hig! Sehr sch√∂n fand ich, dass es nach dem Ende der Vorstellung noch ein kleines Konzert der Firebirds im Foyer gab – Rock’n’Roll vom Feinsten!

Dem so gro√üartigen Beginn des Wochenendes folgte f√ľr mich am Samstagabend noch ein weiteres musikalisches Highlight, diesmal im StadtKulturHaus Freital. An diesem Abend¬†trug die Veranstaltung aber einen wesentlich l√§ngeren Namen: „Cornamusa – World of Pipe Rock und Irish Dance„. Man nehme einfach irische und schottische Volkslieder, mixe die traditionellen Musikinstrumente wie Dudelsack, Gitarre und Geige mit¬†einem modernen Schlagzeug, Keyboard und Bassgitarre, spiele das gesamte Liedgut rockiger als es urspr√ľnglich gewesen ist¬†und – voila! – hat man eine Vorstellung davon, was ich erleben durfte¬†¬†¬† standard
Dazwischen gab es Irish Dance, wobei ich einen T√§nzer dank der¬†Irish Dance Company und deren Vorbereitungen zum gro√üen Auftritt im Oktober 2015¬†inzwischen sogar pers√∂nlich kannte:¬†Gyula Glaser. Ich habe ihn allerdings an diesem Abend zum ersten Mal auf einer B√ľhne live tanzen gesehen und ich muss sagen, dass ich enorm beeindruckt war! Es wurde auch dies ein fabelhafter Abend, allerdings mit einem kleinen Wermutstropfen: gleich beim ersten Tanz ist eine T√§nzerin ungl√ľcklich aufgekommen¬†und ging sofort von der B√ľhne. Sp√§ter h√∂rte ich, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste. Ich w√ľnsche ihr auf jeden Fall eine schnelle und gute Besserung!

Am Sonntag bekamen Carsten und ich ziemlich spontan¬†Lust, wieder mal an einer Igeltour teilzunehmen. Der Dresdner Stadtteil namens Strehlen war uns bis dato ziemlich unbekannt und au√üerdem leitete diesen Rundgang ein gewisser Herr Holger Lippert. Wir haben mit ihm bereits die Stadtteile Striesen und Plauen erkunden d√ľrfen und fanden seine Art zu erz√§hlen wirklich spitze! Nat√ľrlich hat uns¬†auch diese Tour genau so gut gefallen, wie all die anderen von ihm. Diesmal kamen mit ca. 50 Leuten auch wesentlich mehre Leute zu der Stadtteilf√ľhrung, als man es √ľblicherweise (10-20) gewohnt ist, und dennoch konnte er alles so klar, deutlich und ausreichend laut erz√§hlen, dass jeder viel Neues und Interessantes lernen und entdecken durfte.

Alle Eintrittskarten meiner Wochenenderlebnisse haben inzwischen ihren Ehrenplatz in meiner Erinnerungskiste gefunden und wir werden noch ganz lange von den schönen Erlebnissen dieser vergangenen drei Tagen schwärmen.

Zumindest bis zum nächsten Wochenende    zwinker

Wochenende-beginnt-am-freit



2015 25.
Okt

Wenn die Temperaturen sinken und man √∂fter mal aus dem Fenster nur das Grau der Regenzeiten¬†sieht, genie√üt man die seltenen sonnigen Herbsttage um so mehr. Der gestrige Samstag war hierf√ľr¬†ein wirklich sehr gutes Beispiel. Schon gleich nach dem Aufstehen, als wir die Fenster aufmachten, wurden wir vom satten Herbstgold der B√§ume aus¬†unserem Innenhof angestrahlt.

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An solchen Tagen will man einfach nur noch nach Drau√üen! Gl√ľcklicherweise hatten wir uns schon vor ein paar Tagen¬†f√ľr einen Spaziergang an der Elbe mit Anna und Leon verabredet. Leon war diesmal sogar ganz leger gekleidet ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†der Hintergrund ist leider nicht so erfreulich: aufgrund einer Hundebei√üerei hat er zur Zeit an der Flanke eine Wunddrainage, die er sich ohne T-Shirt herausziehen w√ľrde.

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Ich nutzte diesen Spaziergang auch ganz eigenn√ľtzig daf√ľr, weitere Bilder f√ľr mein aktuelles Monatsprojekt zu bekommen¬†– „Naturpfade“ gibt es an der Elbe schlie√ülich fast¬†√ľberall. Offensichtlich habe ich mich bei manchen Motiven aber zu lange aufgehalten, denn einen solch fordernden Blick kenne ich normalerweise nur von meinem Mann ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†das sieht doch voll nach „Kommst du endlich auch mal nach?“ aus, oder nicht ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†?

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Aber es gab so vieles zu entdecken und ich wollte auch einfach mal das herbstliche Spiel mit den verschiedenen Farben im weichen Sonnenlicht genie√üen! Eine √ľberraschende Entdeckung dabei kann ich sogar jetzt schon zeigen: Fr√ľhjahrsbl√ľher im Oktober. Ist das eigentlich normal?!

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Gem√ľtlich schlendernd kamen wir von der Waldschl√∂√üchenbr√ľcke zum Flohmarkt an der Albertbr√ľcke. Anna und ich schauten uns ein paar Kleinigkeiten auf den¬†zahlreichen St√§nden an und ich w√§re bei einem sogar beinahe richtig schwach geworden:¬†es gab dort Geschirr in Teddyb√§rengr√∂√üe. Ich konnte mich aber noch beherrschen, hab ich doch eigentlich noch genug Zubeh√∂r f√ľr viele¬†weitere¬†B√§renstorys¬†¬†¬† zwinker
Bei einem Obst- und Gem√ľsestand, welcher von polnischen Verk√§ufern¬†aufgestellt wurde,¬†haben Anna und ich aber¬†ein paar Pflaumen gekauft. Die¬†waren unglaublich saftig und lecker! Manche davon haben nicht mal den Weg nach Hause geschafft¬†¬†¬† lachen

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Heute, nach der f√ľr unsere K√∂rper ohne Nachwirkungen durchlebte¬†Zeitumstellung, hatten wir genug Zeit, um einiges um uns herum aufzuarbeiten, so habe ich z.B. alles f√ľr den Russischunterricht am Dienstagabend vorbereitet und Carsten konnte das OLCA-Tagebuch wieder auf einen ganz aktuellen Stand bringen. Zudem blieb¬†unsere K√ľche an diesem Sonntag¬†kalt, denn Ines und Torsten haben schon lange von einem Fischrestaurant namens Schwindts vorgeschw√§rmt und ich bekam¬†vor ein paar¬†Tagen so¬†gro√üen¬†Appetit auf leckeren Fisch, dass wir uns dort f√ľr heute Mittag einen Tisch reservierten. Wir wurden wahrlich nicht entt√§uscht! Das Kellergew√∂lbe¬†ist sehr liebevoll und gem√ľtlich eingerichtet und¬†die Tischbeleuchtung w√§re genau das Richtige f√ľr meine liebe Freundin Kerstin¬†aus Wiesbaden ¬† ¬†standard

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Das Essen war richtig lecker und so geschickt portioniert, dass man es tatsächlich schaffen kann, eine Vor-, Haupt- und Nachspeise zu essen    lachen    hier ein Bild vom Hauptgang:

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Ich muss allerdings zugeben, dass ich bei meinem „Sturmsack“ mit Baileys und Waldfr√ľchten¬†dann doch etwas geschw√§chelt und ihn mit meinem Mann freiwillig geteilt habe¬†¬†¬† zwinker

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Aber es war alles soooooo köstlich!

Den Rest unseres Wochenendes verbringen wir, wie man nach diesem Blogeintrag vermuten kann, ganz entspannt zu Hause. Ich hoffe, dass ihr an den letzten beiden Tagen auch eine Möglichkeit hattet, ein wenig zu entschleunigen und die schönen Seiten des Lebens nach euren Vorstellungen zu genießen    standard



2015 04.
Aug

Am vergangenen Wochenende haben Carsten und ich festgestellt, dass es v√∂llig egal ist, was man macht und tut – das Leben der Erwachsenen ist und bleibt nicht jugendfrei¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†die Jugend ist n√§mlich √ľberall ¬† ¬†zwinker

Zum Beispiel haben wir am Samstag Carstens Geburtstagsgeschenk – ein Schnupperkurs im Gleitschirmzentrum¬†– eingel√∂st. Wir waren wohl die √§ltesten Teilnehmer an diesem Tag, nur die Kursleiter waren in etwa unsere Altersklasse. Ja, ich war auch zu dem Kurs angemeldet, man muss ja schlie√ülich so viel wie es geht selber ausprobieren … solange es noch geht¬†¬†¬† zwinker
Schon¬†unsere Mitfahrer, welche wir in unserem Wagen zur Flugwiese mitgenommen haben,¬†waren zwei Studenten und ein Sch√ľler der 9. Klasse – der Rest der Mitflieger war zumindest optisch genau so alt¬†¬†¬† standard
Aber das hat uns ja wie immer nicht gestört    zwinker    Carsten legte als erster von uns beiden los:

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Und ist sogar ein kleines bisschen geflogen:

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Bei mir hat der Wind nicht so gut mitgespielt, ich durfte nur rennen    lachen

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Es war im Grunde genommen wie beim Schlittenfahren: nach unten ging es schnell und machte Spa√ü und den H√ľgel wieder hinauf zu stapfen, war da schon etwas m√ľhsamer:

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Ich w√ľrde au√üerdem allen Gleitschirminteressenten dazu raten, beim Schnupperkurs lang√§rmlige Kleidung zu tragen, damit die Arme¬†am Ende des Tages nicht so aussehen wie meine ¬† ¬†zwinker
Wenn sich die Stricke des Gleitschirms beim Aufblähen des Stoffs anspannen, dann streifen sie eben ganz kräftig an den Oberarmen.

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Ansonsten war das schon ein echt au√üergew√∂hnliches Erlebnis. Dennoch glaube ich nicht, dass es unser Dauerhobby wird, denn daf√ľr ist man zu sehr vom Wind abh√§ngig …

Aber zur√ľck zur Jugend¬†¬†¬† lachen ¬† ¬†–> gleich nach dem Schnupperkurs trafen wir uns mit Couchsurfern aus Nowosibirsk. Ivan ist erst 18 und Julia ist 19 Jahre alt. Aber sie haben √ľber das Internet so nett angefragt, dass ich einfach nicht „nein“ sagen konnte¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†sind sie nicht knuffig?

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Man beachte √ľbrigens¬†unter anderem den Farbunterschied bei den Gesichtern von uns – nach mehreren Stunden an einem Flug√ľbungshang mit voller Sonneneinstrahlung – und von ihnen ¬† ¬†zwinker
Besonders aus mir wäre bestimmt eine tolle Indianerin geworden    zwinker
Nach der Stärkung bei unserem Haus- und Hofdönermann zeigten wir den Beiden noch die Altstadt von Dresden. Am Sonntag besuchten wir mit unseren Gästen zuerst die Bastei und danach marschierten wir auf das Plateau vom Lilienstein.

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Als Sahneh√§ubchen f√ľr unsere kleinen Wanderfreunde gab es noch einen Ausflug zum Felsenlabyrinth.¬†Da es bereits sp√§ter Nachmittag war, hatten wir alle Felsen allein f√ľr uns und besonders Ivan bl√ľhte dort richtig auf. Erst kurz nach Mitternacht haben wir die beiden Reisenden an ein vorher kontaktiertes Mitnahmeauto √ľbergeben, welches sie dann noch nach Prag brachte.

Das war eigentlich das erste Mal, dass mich Couchsurfer von Anfang bis Ende gesiezt haben¬†¬†¬† unschuldig ¬† ¬†es ist zwar ein seltsames Gef√ľhl, aber man kann es nicht abstreiten: ich bin so alt wie ihre M√ľtter ¬† ¬†zwinker

Jedenfalls, ihr merkt, es war tatsächlich ein jugendvolles und keinesfalls jugendfreies Wochenende, nicht wahr?



2014 13.
Jul

Das Gef√ľhl, von zahlreichen Terminen immerzu gejagt zu werden ist uns allen wohl nicht fremd. Auch ich hetzte in der letzten Woche¬†wieder einmal¬†mit meinem Kalender durch die Wochentage, st√§ndig mit Termindruck im Nacken. Aber nun l√§sst das zum Gl√ľck langsam nach: die Fussball-WM wird heute zu Ende gehen und¬†mein VHS-Kurs wurde bereits am Donnerstag abgepfiffen – die chillige Freizeit dehnt sich nach und nach aus¬†¬†¬† zwinker

Aber ich kann einfach nicht ruhig sitzen und nix tun – das habe ich schon vor langer Zeit irgendwie verlernt. St√§ndig kreisen im Kopf neue Ideen und wollen endlich verwirklicht werden. Auch einige Pl√§ne fordern ihr Tribut. Die Bilder f√ľr die versprochene Brunnen-Galerie haben Carsten und ich schon im Gro√üen und Ganzen vorbereitet, nun geht es um die Feinarbeit – es wird also nicht mehr lange dauern, bis wir sie zeigen k√∂nnen¬†¬†¬† standard

Au√üerdem habe ich schon einige Bilder f√ľr mein aktuelles Fotoprojekt „Insekten“ zu machen versucht. Mann, ich vermisse echt¬†die Brunnen!¬†Die standen wenigstens an Ort und Stelle, aber die Brummer, die flattern¬†nur wie bekloppt umher¬†¬†¬† teufel¬†¬†¬† ! Und die Blumen, welche Bienen und Co. interessant finden, sind immer so kleinw√ľchsig, dass man eigentlich st√§ndig nur auf dem Boden liegen m√ľsste, aber dann liegt man wom√∂glich auf einer Biene und diese kann bekanntlich stacheln – Entscheidungen, Entscheidungen …

Heute habe ich es mal im Guten versucht, habe auf dem Gartentisch insektenfreundliches Gelb hingelegt, duftende Bl√ľmchen im Garten gepfl√ľckt¬†um sie¬†darauf zu drapieren und als i-T√ľpfelchen positionierte ich sogar einen L√∂ffel mit Honig in einer Schale in meiner direkten N√§he. Meine Kamera lag immer griffbereit¬†in der N√§he¬†und ich versuchte so zu tun, als ob ich mich f√ľr die Insekten √ľberhaupt nicht interessiere und las das Buch von Friedrich D√ľrrenmatt „Der Richter und sein Henker“ (muss doch¬†noch¬†so einige¬†Bildungsl√ľcken schlie√üen – es gibt einfach viel zu viele B√ľcher!).

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Ratet mal, wie viele Bienen oder Wespen oder Hummel darauf reingefallen sind Рgenau, gar keine! Da musste ich mir erst einen bärigen Helfer organisieren und sieh einer an, Heini hat sogar recht schnell eine Biene angelockt:

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Bären wissen eben, wie man es richtig macht    zwinker

Er hat sie mir also als Model quasi zur Verf√ľgung gestellt, aber diese Bilder werde ich erst zusammen mit den anderen Juli-Aufnahmen pr√§sentieren, deshalb bitte ich um ein wenig Geduld¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬† das Problem ist nur: Heini tr√§umt jetzt von eigener Bienenzucht – mal sehen, ob ich ihm das noch ausreden kann¬†¬†¬† standard



2014 30.
Mrz

Wenn ich an den gestrigen Tag zur√ľckdenke, f√§llt mir dazu nur die Werbung¬†eines Discounters ein: „Supersamstag bei Super-LIDL“ … aber in unserem Fall k√∂nnte man das¬†glatt auf „Supersamstag bei Super-OLCAs“ umdichten¬†¬†¬† standard

Wetterm√§√üig¬†war es ein gro√üartiger Fr√ľhlingstag! Das mussten Carsten und ich nat√ľrlich ausnutzen¬†¬†¬† lachen
Zuerst wurde der Pflichtteil erledigt: mein Mann brauchte neue Alltags- und Hausschuhe, dazu wollten wir¬†endlich mal¬†sein Weihnachtsgeschenk,¬†ein Gutschein von „Globetrotter“, f√ľr ein paar neue Wanderschuhe¬†umsetzen. Naja, ein richtiges Shoppinggef√ľhl kommt bei meiner Orangenh√§lfte einfach nicht auf, denn nach nur einer knappen Stunde war er mit zwei Paar Stra√üenschuhen, einem Paar Hausschuhen und einem Paar Wanderschuhen komplett ausgestattet … aus meiner Sicht¬†ist das viel zu schnell gegangen¬†¬†¬†¬†zwinker

Der Vorteil war allerdings, dass ich dadurch mehr Zeit hatte, ein paar Bilder f√ľr mein Monatsprojekt zu machen. Weiss eigentlich noch jemand, was das Thema sein sollte? Vielleicht hilft euch dieses Bild¬†beim Erinnern¬†¬†¬† zwinker

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Danach gesellten wir uns zu einer F√ľhrung¬†der Igeltour¬†√ľber die Johannstadt. Igel-Touren haben wir seit letztes Jahr ins Herz geschlossen und auch diesmal wurden wir nicht entt√§uscht. Allerdings war die Gruppe wirklich gro√ü und die arme, etwas kleine Erz√§hlerin¬†f√ľr Geschichten¬†zu diesem¬†Stadtteil war immerzu auf der Suche nach einer Erh√∂hung a la Sitzbank oder Blumenk√ľbel, damit auch die letzten Reihen¬†sie gut verstehen k√∂nnten. Das mit dem H√∂ren war bei einigen bestimmt¬†etwas problematischer, denn Carsten und ich¬†sowie 3 weitere Teilnehmern haben den Altersdurchschnitt dieser Runde erheblich nach unten gezogen, alle anderen waren bereits seit geraumer Zeit¬†gestandene Rentner:

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Die fast 2 1/2 Stunden (angesetzt sind sogar nur 2 Stunden) vergingen wie erwartet sehr schnell. Wir haben danach noch eine weitere Location f√ľr mein Monatsprojekt ins Auge gefasst und auch dort gelang es mir einige, aus unserer Sicht passende, Aufnahmen zu schie√üen:

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Das Licht am Nachmittag wurde so schön sanft und weich! Dresden ist auf jeden Fall nicht nur im Stadtzentrum romantisch:

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Anschlie√üend g√∂nnten wir uns ein Abendessen im „Schnizz“¬†und fuhren satt und gl√ľcklich wieder nach Hause.

Heute war mehr oder weniger ein Haushaltstag mit etwas Zeit zum Saubermachen, Gulaschsuppekochen und Inderhängemattelesen. So haben wir die Zeitumstellung ganz gut hinter uns gebracht    zwinker

Aber morgen werde ich wohl oder √ľbel an dieses Bild denken m√ľssen¬†¬†¬† zwinker

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Ich freue mich aber sehr auf die n√§chste Woche, denn am Donnerstag kommt unser gro√ües Kind nach 3 Monaten Praktikum aus dem Elsa√ü zur√ľck nach Hause¬†¬†¬† verliebt



2013 22.
Jul

Auch in Dresden ist der Sommer endlich zu Hause: die Sonne scheint, es ist warm und man f√ľhlt sich schon an einem einzigen Wochenende fast wie im Urlaub. Carsten und ich wollten diesen Effekt noch¬†verst√§rken und haben in den vergangenen 2 Tagen folgende sch√∂ne Sachen gemacht:

– im Garten in der H√§ngematte liegen oder auf den Gartenst√ľhlen mit den F√ľ√üen im Sand sitzen und lesen, lesen, lesen

Рausschlafen, was in unserem Fall ein Aufstehen um 9 Uhr bedeutet und schon als Luxus empfunden wird     zwinker

– abends, wenn die M√ľcken besonders bissw√ľtig werden, einen Film gucken. Diesmal gab es zwei „Klassiker“ in unserem Hauskino-Programm: den allerersten „Final Destination“ zusammen mit Stephanie und den Western „Die glorreichen Sieben“ nur zu zweit. Der¬†letzte Streifen war f√ľr mich √ľbrigens mal wieder eine Premiere und damit¬†konnte eine weitere cineastische L√ľcke in meinem Kopflexikon geschlossen werden¬†¬†¬†¬† zwinker

Рeinen großen Eisbecher im Eiscafe Venezia geniessen und den Glanz des Goldenen Reiters aus nächster Nähe bewundern

– an zwei Stadtf√ľhrungen teilnehmen. Dank unserer „Dresden-For-Friends“-Karte¬†k√∂nnen wir n√§mlich¬†beide zum Preis f√ľr eine¬†Person an den Standardf√ľhrungen von „Igeltour Dresden“¬†mitmachen. Und wenn das, was wir bei diesen beiden F√ľhrungen erlebt haben, als Standard beschrieben wird, m√∂chte ich mal wissen, was noch danach kommen kann! Es war n√§mlich √§u√üerst interessant und wir¬†durften zwei¬†Stadtteile, von welchen wir dachten, dass wir uns darin gut auskennen, aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen – so viel Neues entdeckt und gelernt!
Die erste Tour hie√ü “ K√ľhl√∂bte mitten in Dresden“ und wir waren ungef√§hr 30 Leute. Ich arbeite in dieser Gegend schon fast 15 Jahre und habe in meinen Mittagspausen schon einiges erkundet, wusste aber z.B. nicht, dass¬†Otto Dix ganz in der N√§he ein Atelier hatte oder dass L√∂btau bei der Eingemeindung zu Dresden bislang der einwohnerst√§rkste Ort ist.
Die Gruppe bei der zweiten Tour „Mythos Dresden – Zerst√∂rung und Erinnerung“ war mit 8 Pers√∂nchen wesentlich kleiner, was aber vielleicht auch an dem doch recht schwierigen Thema liegt. Aber gerade dabei habe ich besonders festgestellt, dass wir trotz unserer zahlreichen G√§stef√ľhrungen durch die Innenstadt einige Dinge niemals gesehen oder besser gesagt bemerkt haben. Zum Beispiel ist mir¬†das Mahnmal zum 13./14. Februar 1945 auf dem¬†Altmarkt nie aufgefallen und ich wusste auch nicht, dass in der Stadt¬†zahlreiche Mahndepots platziert wurden. Ein solches Mahndepot ist diese Edelstahlh√ľlse, auf welche unser Kursleiter gerade zeigt:

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Es gab auch einige andere Entdeckungen f√ľr Carsten und mich, aber dass ich bis jetzt noch nie diesen Schriftzug an der katholischen Hofkirche gesehen habe, hat mich schon etwas betroffen gemacht:

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Seit 1945 prangt er an einer S√§ule direkt am Hauptportal und¬†es steht dort geschrieben¬†„Schlo√ü ist √ľberpr√ľft. Keine Minen. Chanutin“.¬†Ein √§hnlicher Schriftzug im Zwinger f√§llt sofort auf, aber diese Meldung entdeckt man vielleicht doch nur an einem sonnigen Sommertag, so ausgeblichen und verwittert sind die kyrillischen Buchstaben nach all den Jahren schon.

Wir haben nun also festgestellt, dass¬†auch nach vielen Jahren an einem Ort noch vieles zu entdecken gibt und werden¬†andere Angebote¬†der „Igeltour Dresden“ wohl auch k√ľnftig immer wieder nutzen, um noch mehr Entdeckungen direkt vor der Haust√ľr machen zu k√∂nnen.

Summa summarum war das ein wirklich fabelhaftes Wochenende und irgendwie habe ich mich¬†schon wie in einem Kurzurlaub gef√ľhlt … jetzt nur¬†noch 2 Wochen, dann kann auch der lange Urlaub endlich kommen ¬† ¬† lachen



2012 21.
Okt

Bereits am Anfang der Woche wurde einstimmig von allen Radiosendern und Wetterseiten hoch und heilig versprochen, dass das Wochenende warm und sonnig sein wird. Sonst bin ich ziemlich skeptisch wenn solche Aussagen gemacht werden, aber diesmal beschloss ich,  ihnen mein Vertrauen zu schenken     lachen

Daher bot ich meinem Schatz an, endlich mal einen Ausflug an¬†die Stelle zu unternehmen, mit der er bei jeder Fahrt auf der A13 lieb√§ugelt:¬†eine Abraumf√∂rderbr√ľcke F60, welche nun als Besucherbergwerk dient. Unsere Gro√üe konnte oder wollte es leider ¬†nicht einrichten, mit uns mitzukommen, deshalb musste Stephanie eine neue Erfahrung machen und ein Wochenendausflug ganz allein mit den Eltern meistern. Wir bem√ľhten uns wirklich sehr, ihr diesen Tag so angenehm wie m√∂glich zu gestalten, denn Metallkolosse und¬†Bergwerke sind nicht so ganz ihr Ding ¬† ¬† zwinker
Deshalb gab es im Vorfeld einen kleinen¬†Abstecher nach Senftenberg, um am Seeufer in¬†warmer Herbstsonne ein Picknick mit selbstgemachtem Kartoffelsalat a la Olga sowie W√ľrstchen und Tomaten zu genie√üen. Ich selber nutzte die Gunst der Stunde und geisterte mit meiner Spiegelreflexkamera umher, um die Herbststimmung am See einzufangen:

Ich liebe die farbenfrohe Laubfärbung dieser Jahreszeit!

Danach ging es nach Lichterfeld, zum eigentlichen Ziel des Tages. Wir kamen gerade rechtzeitig an, um eine F√ľhrungsgruppe zu erg√§nzen und lie√üen uns dann 90 Minuten lang √ľber die gr√∂√üte bewegliche Maschine der Welt f√ľhren. Es gab erstaunlich viel dar√ľber¬†zu erz√§hlen und die Aussicht darauf war echt klasse! Der h√∂chste f√ľr uns zu erreichende Punkt liegt in 74 m H√∂he und wir hatten dank tollem Wetter einen herrlichen Weitblick¬†√ľber die Gegend, welche nun¬†ein Naturschutzgebiet ist, wo um diese Zeit viele Kraniche zwischenlanden und wo alte Tagebaul√∂cher nach und nach geflutet und¬†zu Seen werden:

(hier sieht man außerdem ganz deutlich, wie groß meine kleine Tochter nun wirklich geworden ist     ueberrascht )

Auch wenn die technischen Details (11000 t schwer, ca. 500 m lang, bis zu 80 m hoch, blabla) bei mir den Zweiohreffekt verursacht haben (da rein – da raus), war ich von der Konstruktion wirklich zutiefst beeindruckt:

Und das ist nur ein Teil davon! Im Ganzen sehen die 502 m der F60 in etwa so aus:

Als es dunkel wurde, schaltete man noch eine Lichtinstallation auf diesem Giganten ein und dazu wurden noch Originalklänge dieser Maschine aus den guten, alten Betriebszeiten eingespielt, die, um ehrlich zu sein, unseren Ohren ziemlich seltsam vorkamen     zwinker

Der Tag war echt wunderbar, es hat einfach alles gestimmt: das Wetter, die Umgebung, das Essen und auch der Spaß, den wir drei miteinander hatten.

Nach so viel Aufenthalt an der frischen Luft g√∂nnten wir uns abends noch auf der heimischen Couch¬†die DVD „X-Men Origins: Wolverine“ und beschlossen einstimmig, dass der Sonntag zu einem Ausschlaf- und Gammeltag erkl√§rt wird ¬† ¬† lachen