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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2010 03.
Juli

Dieser Wunsch wurde mir in dieser Woche 100%-ig erfüllt.

Wir haben plötzlich festgestellt, dass wir beim Urlaub in Australien mit unserem rüstigen und bewährten rosafarbenen Lappen kein Auto fahren dürfen. Dafür ist ein internationaler Führerschein vorgeschrieben. Diesen gibt es zwar kurzfristig (in weniger als 1 Stunde), aber nur in Verbindung  mit dem EU-Führerschein im Checkkartenformat. Diesen bekommt man aber in frühestens nach 3 Wochen (Bundesdruckerei), was für uns aber dann viel zu lang ist. Die einzige andere Option ist eine beeidigte und beglaubigte Übersetzung in Englisch. Aufgrund der kurzen Zeitspanne kam für uns nur dieser Weg in Frage.

Wir begaben uns also auf die Suche nach solchen Profis und ich nahm mal wieder den Hörer in die Hand. Das Übersetzungsbüro, wo wir in 2006 unsere Hochzeitspapiere für die Anerkennung in Deutschland gemacht haben und eigentlich nicht so recht glücklich mit dem Service waren, bekam eine zweite Chance. Dieses hat es nun mit großem Erfolg endgültig verspielt, denn die Auskunft „Naja, wir berechnen pro Zeile 1 Euro, aber eine Zeile ist nur die, welche 55 Anschläge hat, dann kommt noch die Bestätigungsgebühr und dann noch die Mehrwertsteuer … nein, ich weiss nicht genau wie lange das dauert, ich bin nur als Vertretung da, aber morgen sollte der Kollege kommen, der Bescheid wissen müsste … usw. …“ für ein allgemein bekanntes Dokument ist mehr als ungenügend. Auf jeden Fall war ich danach genau so schlau wie vorher und mit der Situation verständlicherweise völlig unzufrieden.

Unsere zweite Wahl war ein Online-Übersetzungsbüro, welches wir im Internet gefunden haben. Ich grübelte schon, wie ich ohne Führerschein zu Arbeit kommen soll, solange die Originale per Post unterwegs sind und überhaupt, ob ich Lust hätte, mich von der Fahrerlaubnis auf dieser ungewisse Art und Weise zu trennen, denn das Büro ist in Holzkirchen beheimatet. Ein Anruf hat aber alles zu unserer vollsten Zufriedenheit geklärt und ich muss sagen, ich bin sehr selten so freundlich und kompetent beraten worden, wie eben bei dieser Firma GermanyTS! Schnell und unkompliziert – sehr zu empfehlen!



2010 13.
Juni

So, die Woches des Ausnahmezustands ist vorbei. Es war eine genesende und recht außergewöhnliche Erfahrung für meinen Körper und Geist. Hier sind einige Fazitpunkte aus den vergangenen Tagen:

–  Das Leben lässt sich auch ohne Rechner ganz gut meistern.

– Erstaunlicherweise fanden die Kinder meine Anweisenheit nachmittags schön und nicht nervig.

– Das Vormittagsprogramm im Deutschen Fernsehen ist besser als sein Ruf. Man muss nur an Barbara Salesch und Co. vorbeizappen.     😀    Die Berichte bei ARTE und ZDF NEO sind einfach toll gemacht. So habe ich meinen Horizont z.B. um die Höhlenhäuser in Andalusien, eine Rundreise durch Australien (äußerst passend als Urlaubsvorbereitung!), eine ausführliche Biographie von Jeanna d’Arc und noch mehr erweitern können.

– Das Buch „Die Pubertistin: die willste nicht geschenkt haben“ ist ein MUSS für alle Eltern mit pubertierenden Töchtern und auch für die pubertierenden Töchter selber (danke nochmals, dass du mir das mitgebracht hast, meine liebe Große!     :-x:    ).

– Für das Buch „Die Eleganz des Igels“  von Muriel Barbery muss man wirklich Ruhe zum Lesen haben, denn es ist sehr philosophisch und regt zum Grübeln über das Leben und Schicksal an.

– Für „Die Schachspielerin“ von Bertina Henrichs sollte sich eigentlich jede Frau Zeit nehmen. Das Buch ist gut dafür, uns zu bestärken, sich nicht nur nach den Regeln der Gesellschaft zu richten, sondern auch eigene Begabungen auszuleben (Danke, meine liebe Anna für diese wundervolle Leihgabe    :verliebt:   ).

– Nicht ganz fertig geworden bin ich mit „Frühstück mit Kängurus“ von Bill Bryson sowie mit der ausführlichen Biografie „Olga Benario“ von Ruth Werner, aber bei beiden Lektüren bin ich zumindest sehr weit fortgeschritten.

– Der Film „Sterben für Anfänger“ ist eine typisch englische Komödie, schräg und dennoch absolut liebenswürdig.

– Auch die DVD „Saint Jacues … Pilgern auf Französisch“ hat mich sehr berührt, weil es ein schöner französischer Streifen ist, in dem es um die Menschen, ihre Wünsche und Sehnsüchte geht. Denn das, was ein Mensch lebt, ist oft gar nicht das wie ein Mensch in seinem Inneren ist …

Aber nun füllt die Fussball-WM unsere Tage bzw. Abende. Beim Anschauen der Fankleidung wurde mir übrigens schmerzlich bewusst, dass ich zum diesjährigem Sommerurlaub keine kurzen Hosen brauchen werde und auch keine Tops (es sei denn ich kann sie als Unterhemden einsetzen    😉    ).
Denn: Juli auf der Südhalbkugel = Wintermonat    😀



2010 26.
Apr.

Dieser Gedanke ging mir an dem (leider) vergangenen Wochenenende manchmal durch den Kopf.    🙂

Wir hatten mal wieder sturmfrei und verbrachten einen schönen Pärchen-Freitagabend mit gemeinsamen Einkauf in einem für uns bislang unbekannten Laden, besuchten traditionsgemäß unseren Stammdönermann und sanken danach auf unsere Couch im Fernsehraum, um die Verteilung der „Goldenen Lolas“ zu sehen. Ich gestehe, dass mein Mann wesentlich mehr von der Veranstaltung mitbekommt hat als ich, da Couch+Fernsehen bei mir meistens = Dösen bzw. Schlafen bedeutet    :unschuldig:     Aber nun habe ich wirklich große Lust, endlich mal den Film „Das Weiße Band“ zu sehen, denn er hat die meisten Lolas abgestaubt und die gezeigten Ausschnitte weckten erneut mein Interesse.

Am Samstagmorgen war es schon vorbei mit der trauten Zweisamkeit, denn um 10:30 Uhr holten wir eine dritte Person, sprich eine zweite Frau, mit ins Boot … ähh … ins Auto und fuhren nach Tschechien. Wir wanderten ganz gemütlich durch die wie immer wunderschönen und beeindruckenden Felsengebilde der Tissauer Wände, picknickten hier und da und redeten, redeten, redeten mit Kerstin über unsere Teenagerkinder & Termindruck, Haushalt & Traditionen, Reisen &  Sprachen, Gott und die Welt … mit Kerstin gehen uns die Themen niemals aus    😀    . Wir hatten richtig geniales Wetter an dem Tag, der Himmel war strahlendblau und die Sonne schien ununterbrochen – da schmeckt Sekt auf einem Felsen gleich doppelt gut!    😉     Zum Abschluß kehrten wir noch in eine kleine Kneipe ein und stärkten uns mit traditionellen, tschechischen Leckereien bevor wir wie üblich bei solchen Ausflügen auch eine Runde durch den Supermarkt im Petrovice drehten. Es ist dort nicht alles günstiger als in Deutschland, dafür aber gibt es Spezialitäten, wie besondere Käsesorten, die es in deutschen Läden nicht gibt.

Am Sonntagvormittag widmete ich mich zunächst meinem Haushalt und meinen Hausaufgaben. Da das Wetter nach wie vor grandios war, erklärte ich diesen Tag zum Waschtag und habe fleißig meine Waschmachine insgesamt dreimal vollgeladen. Die Sachen waren nach einigen Stunden im Garten absolut trocken und rochen so herrlich frisch! Außerdem habe ich ein neues Rezept für Käsekuchen ausgetestet und auch eine Schüssel Kartoffelsalat gemacht, denn nachmittags erwarteten wir schon wieder eine Frau in der Casa OLCA: Eleanor aus Australien, welche wir beim letzten Couchsurfing-Treffen kennenlernten. Sie arbeitet als Au-Pair in Radebeul und wir wollten uns einfach mal wieder in einer kleinen Runde sehen. Sie kam pünktlich um 15 Uhr bei uns an und den Rest des Tages verbrachten wir unter unserem aufgespannten Sonnensegel auf der Terrasse und unterhielten uns in Englisch über alles Mögliche. Es war für mich u.a. sehr erstaunlich, wie selbstverständlich sie die Themen „Schlangen“, „Spinnen“ und „Krokodile“ behandelte. Klar, wenn man damit groß geworden ist, weiß man damit einfach umzugehen und nicht sofort in Panik zu verfallen wie ich das meistens schon bei deutschen Kleinstspinnen tue    :erroeten:     Sie radelte erst um 22:30 Uhr zurück nach Hause und Carsten und ich räumten erst noch alles auf, bevor wir ins Bett zum Lesen gingen. Ich habe allerdings schon nach einigen Seiten meine Lektüre weggelegt und ließ mich von Morpheus umarmen, da mein Mann für diese Tätigkeit noch nicht zu haben war.    🙂      Ich freue mich aber jedesmal aufs Neue, dass er inzwischen so viel Spaß  am Lesen hat und verzeihe ihm gern, dass er länger dabei bleiben kann als meine Wenigkeit.    😉