{"id":2901,"date":"2015-02-16T22:16:48","date_gmt":"2015-02-16T21:16:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/?p=2901"},"modified":"2015-02-16T22:16:48","modified_gmt":"2015-02-16T21:16:48","slug":"der-9-hochzeitstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/2015\/02\/der-9-hochzeitstag\/","title":{"rendered":"Der 9. Hochzeitstag"},"content":{"rendered":"<p>Es kommt uns gar nicht so lang vor, aber der Kalender sagte eindeutig, dass unser diesj\u00e4hriger Valentinstag bereits unser 9. Hochzeitstag sein soll. Da wir keine schulpflichtigen Kinder mehr unter unserem Dach haben, ist es etwas schwieriger geworden, in der hei\u00dfbegehrten Zeit der s\u00e4chsischen Winterferien\u00a0Urlaub zu bekommen. Deshalb\u00a0blieb uns diesmal\u00a0nur ein Wochenendausflug\u00a0ins Nachbarland, man wohnt hier ja schlie\u00dflich quasi im Dreil\u00e4ndereck\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Ich\u00a0habe als Ziel ein kleines St\u00e4dtchen namens <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jelenia_G%C3%B3ra\" target=\"_blank\">Jelenia G\u00f3ra<\/a>, in Deutschland eher als Hirschberg bekannt, ausgesucht, welches im polnischen Riesengebirge liegt. Die Entfernung zu Dresden betr\u00e4gt 180 km, ein Hotel direkt im Stadtzentrum war schnell gefunden und gebucht, Carsten \u00fcbernahm alles, was\u00a0die Planung der Reiseroute anging und schon waren wir recht schnell ger\u00fcstet, dort hinzufahren.<\/p>\n<p>Am Freitag, dem 13. Februar,\u00a0verlie\u00dfen wir beide eher\u00a0als sonst \u00fcblich die Arbeitsst\u00e4tte und brachen nach einem kurzen Wechselstopp (EUR gegen PLN) am Hauptbahnhof gen Osten auf. Die Anreise verlief ohne Probleme. Etwas eigenartig ist f\u00fcr uns allerdings immer noch\u00a0eine \u00f6stliche Grenz\u00fcberquerung ohne jegliche Kontrolle &#8230;\u00a0sch\u00f6n, aber immer noch irgendwie ungewohnt. In Polen merkten wir sofort im wahrsten Sinne des Wortes die gravierende Luftver\u00e4nderung, denn\u00a0auf unserer Route\u00a0wird dem Geruch nach immer noch ganz viel mit Kohle beheizt, denn die Rauchwolken aus den Schornsteinen hatten die Farbpallette zwischen hellgrau und fast schwarz. Ich kannte diesen Geruch nur noch zu gut\u00a0aus meinen Greizer Zeiten Anfang der 90er, als ich selber noch eine Ofenheizung hatte.\u00a0Ganz ehrlich, vermisst habe ich diese bis heute\u00a0nicht wieder\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude09<\/p>\n<p>In Hirschberg fanden wir Dank Planung und Navi recht schnell unser Hotel, bekamen unsere Zimmerschl\u00fcssel und waren mit dem zugewiesenen \u00dcbernachtungsort\u00a0ausgesprochen zufrieden. Unser Auto stand direkt vor unserem Fenster im 1. Obergeschoss auf einem bewachten Parkplatz, das machte unseren Schlaf noch entspannter\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude09<br \/>\nAber wir gingen ja nicht gleich und sofort schlafen &#8211; es war ja auch erst um F\u00fcnf! Erst machten wir noch eine erste Kennenlernrunde durch die Innenstadt im Dunklen und\u00a0dann kehrten wir in das Lokal <a href=\"http:\/\/www.kuznia-smaku.com\/pl\/797\/start.html\" target=\"_blank\">Kuznia Smaku<\/a> f\u00fcr unser Abendessen ein. Diese Lokalit\u00e4t\u00a0direkt am Rathausplatz kann man echt nur empfehlen! F\u00fcr den Nachtisch\u00a0haben wir uns noch einmal auf die Suche begeben und endeten ganz gem\u00fctlich\u00a0im Restaurant\u00a0<a href=\"http:\/\/sofa.jgora.pl\/\" target=\"_blank\">Sofa<\/a>.\u00a0Hier trifft man vor allem\u00a0auf junges Volk, aber wir f\u00fchlten uns dort keineswegs deplatziert. Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel bzw. im Bettchen.<\/p>\n<p>Am Hochzeitstag selber haben wir die Stadt schon fr\u00fch Morgens (andere drehen sich um 9:15 Uhr an einem Samstagmorgen gerade zum ersten Mal im Bett um) im Hellen erkundet und sind dabei immer wieder irgendwo eingekehrt, um weitere K\u00f6stlichkeiten der polnischen K\u00fcche kennenzulernen, sowohl die herzhaften als auch die s\u00fc\u00dfen:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0158.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2902\" src=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0158.jpg\" alt=\"IMG_0158\" width=\"560\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0158.jpg 800w, https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0158-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ja, ihr habt es richtig gesehen, Heini war diesmal auch mit von der Partie\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude09\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 also wird es \u00fcber kurz oder lang an dieser Stelle auch noch seine Sicht auf diese Reise geben\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude00<br \/>\nNachdem wir alle Sehensw\u00fcrdigkeiten abgegrast haben, g\u00f6nnten wir uns noch einen sch\u00f6nen Spaziergang im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=f-6noH1czGY\" target=\"_blank\">Stadtpark<\/a> auf dem Cavalierberg, denn das Wetter war einfach perfekt daf\u00fcr! Abends entschieden wir uns aus Bequemlichkeit im hoteleigenen Gasthof zu essen. Das Essen war sehr lecker, nur die Sitzgelegenheit (Holzhocker) lie\u00dfen kein gro\u00dfes Gef\u00fchl der Gem\u00fctlichkeit aufkommen &#8211; wir blieben dennoch fast\u00a0zwei Stunden.<\/p>\n<p>Am Sonntag packten wir\u00a0nach dem Fr\u00fchst\u00fcck\u00a0unsere Siebensachen ein und brachen nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karpacz\" target=\"_blank\">Karpacz<\/a>, den Deutschen mehr als Krummh\u00fcbel bekannt, auf. Die Entfernung von 20 km ist ja wirklich nur ein Katzensprung! Daf\u00fcr kamen wir bis direkt an den Fu\u00df der\u00a0Schneekoppe, welche mit 1603 m als h\u00f6chste Erhebung\u00a0des Riesengebirges gilt. Unser Plan war, mit der Seilbahn\u00a0sowie weit es geht (&#8222;Kopa&#8220;) nach oben zu fahren und dann den Rest des Weges bis zur Bergspitze zu laufen, aber aufgrund des starken Windes gab es keine Liftverbindung nach oben! Daher entschieden wir uns wenigstens eine Wanderung in der bezaubernden Schneelandschaft zu machen und von ca. 640 m die <a href=\"http:\/\/www.strzechaakademicka.pl\/\" target=\"_blank\">Hampelbaude<\/a> in der H\u00f6he von 1258 m zu erreichen. Ich finde\u00a0Bergwanderungen an und f\u00fcr sich sch\u00f6n, aber dieses Gestapfe nach oben macht mich echt fertig\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude09\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 !<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0319.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2903\" src=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0319.jpg\" alt=\"IMG_0319\" width=\"420\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0319.jpg 600w, https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0319-300x400.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber letzten Endes haben wir das angepeilte Ziel doch noch erreicht und g\u00f6nnten uns\u00a0in der\u00a0&#8222;Schronisko Strzecha Akademicka&#8220;\u00a0etwas Ess- und Trinkbares (meine quarkgef\u00fcllten Eierkuchen sind noch nicht fertig, deshalb sitze ich nur mit dem Tee da)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0345.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2904\" src=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0345.jpg\" alt=\"IMG_0345\" width=\"420\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0345.jpg 600w, https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0345-300x400.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Man glaubt es kaum, wie komisch und unbeholfen\u00a0Leute laufen k\u00f6nnen, wenn sie die nur die klobigen Schuhe der Abfahrtskier anhaben! Und welches Getrampel dadurch in einem Holzhaus entstehen kann! Seitdem liebe ich meine bequemen Wanderschuhe noch viel mehr!<\/p>\n<p>Auf dem Weg nach unten hatten wir sogar ein wenig Zeit f\u00fcr das eine oder das andere kleine P\u00e4uschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0365.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2905\" src=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0365.jpg\" alt=\"IMG_0365\" width=\"560\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0365.jpg 800w, https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0365-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Strecke, welche wir ins Auge gefasst haben, war allerdings f\u00fcr\u00a0Wanderer wegen Lawinengefahr gesperrt, aber der alternative Weg war auch sehr gut zu erlaufen.<\/p>\n<p>Als wir zur\u00fcck im Karpacz ankamen, schauten wir uns noch von Au\u00dfen die wohl au\u00dfergew\u00f6hnlichste Kirche in ganz Polen an\u00a0&#8211; die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stabkirche_Wang\" target=\"_blank\">Kirche Wang<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0431.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2906\" src=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0431.jpg\" alt=\"IMG_0431\" width=\"560\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0431.jpg 800w, https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0431-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Was f\u00e4llt euch bei dieser Kirche auf? Genau,\u00a0es ist eigentlich eine typisch norwegische Stabkirche! Sie ist sogar tats\u00e4chlich norwegischer Herkunft und sollte einst im \u00d6rtchen namens Vang\u00a0abgerissen werden, um durch eine modernere Bauweise ersetzt zu werden. Zum Gl\u00fcck hat\u00a0der in Deutschland lebende Maler <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johan_Christian_Clausen_Dahl\" target=\"_blank\">J.C.C. Dahl<\/a>\u00a0diese gekauft und dann im Riesengebirge wieder aufbauen lassen. Dort f\u00e4llt sie wirklich sehr auf, passt aber ganz gut zu den Schneelandschaften &#8211;\u00a0finde ich.<\/p>\n<p>Das war der letzte H\u00f6hepunkt unseres Ausflugs. Von dort ging es mit einem kleinen Zwischenstopp zum Essen und zum Einkaufen von polnischen Lebensmittel direkt nach Hause.<\/p>\n<p>Ich habe bei dieser Reise \u00fcbrigens festgestellt, dass mein Polnisch inzwischen ziemlich gut geworden ist, denn ich\u00a0wurde sowohl verstanden als auch verstand ich das geschriebene und gesprochene Wort, vorausgesetzt, es\u00a0wurde nicht zu schnell ausgesprochen\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude09<br \/>\nDas war insofern sehr n\u00fctzlich, da sich die Deutsch- und Englisch-Kenntnisse\u00a0der von uns kennengelernten, polnischen Bev\u00f6lkerung als nicht wirklich gut erwiesen haben, obwohl der Wille, sich in diesen Sprachen zu unterhalten, stets vorhanden war.\u00a0Allerdings d\u00fcrfte\u00a0mein Polnisch auch\u00a0noch seeeeehr ausbauf\u00e4hig sein\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Das war also die kurze Zusammenfassung von unserem Hochzeitstagausflug in die slawische Nachbarschaft\u00a0\u00a0\u00a0 \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es kommt uns gar nicht so lang vor, aber der Kalender sagte eindeutig, dass unser diesj\u00e4hriger Valentinstag bereits unser 9. 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