{"id":815,"date":"2012-03-04T16:18:19","date_gmt":"2012-03-04T15:18:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/?p=815"},"modified":"2012-03-04T16:18:19","modified_gmt":"2012-03-04T15:18:19","slug":"wenn-du-gott-zum-lachen-bringen-willst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marvinchen.de\/olgas_welt\/blog\/2012\/03\/wenn-du-gott-zum-lachen-bringen-willst\/","title":{"rendered":"Wenn du Gott zum Lachen bringen willst &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; dann mache Pl\u00e4ne !<\/p>\n<p>Da ich mich schon eine Weile nicht mehr zu Wort gemeldet habe, m\u00f6chte ich die lange Schweigepause wenigstens mal erkl\u00e4ren. Es kam bei uns n\u00e4mlich einiges v\u00f6llig anders als es urspr\u00fcnglich geplant war.<\/p>\n<p>Carsten und ich haben unsere Reise nach Fuerteventura zum 6. Hochzeitstag\u00a0so gelegt, dass wir bereits\u00a0Donnerstagnacht am 16. Februar\u00a0wieder in Dresden sein konnten. Der Grund hierf\u00fcr\u00a0war unsere liebe, &#8222;kleine&#8220; Tochter gewesen,\u00a0welche schon am Mittwoch wieder in der Casa OLCA eintrudelte und mit der ich am Freitag in aller Ruhe shoppen gehen wollte. Au\u00dferdem hatte ich das darauffolgende Wochenende daf\u00fcr vorgesehen, mein Haushalt wieder auf\u00a0Vordermann zu bringen und auch die Urlaubsw\u00e4sche von uns Dreien im Akkord zu waschen.<\/p>\n<p>Die Zeit auf Fuerteventura war fabelhaft! Das Wetter hat super mitgespielt und auch die vielf\u00e4ltige Landschaft, geniale und\u00a0schier endlose\u00a0Sandstr\u00e4nde und superleckeres Essen gaben uns das Gef\u00fchl,\u00a0vollkommen im Urlaubsmodus zu sein. Das Gef\u00fchl hielt auf der h\u00f6chsten Stufe bis zum 15. Februar an. Als wir auf einer Landstra\u00dfe mitten im Nirgendwo unterwegs waren, klingelte Carstens Diensthandy und wir mussten erfahren, dass seine Mutter an diesem Tag um 8:05 im Krankenhaus f\u00fcr immer eingeschlafen ist.<\/p>\n<p>Unser Verh\u00e4ltnis zu ihr war bestimmt nicht einfach, es gab immer wieder H\u00f6hen und Tiefen, bis\u00a0am Ende eine 8 Jahre lange\u00a0Funkstille daraus wurde. Wir versuchten\u00a0trotz dieser Umst\u00e4nde aus dem Resturlaub noch das Beste zu machen, wenn auch\u00a0ein totales Abschalten\u00a0nicht mehr so in der Luft lag, wie an den Tagen davor &#8230;<\/p>\n<p>Wieder im Dresden, verbrachten Carsten und ich den ganzen Tag am Telefon, um\u00a0uns ein Bild davon zu machen, was uns nun eigentlich erwartet und was wir\u00a0vor Ort oder aus der Ferne regeln\u00a0m\u00fcssen.\u00a0Schlie\u00dflich haben wir beide unsere Arbeitgeber angerufen und um eine Urlaubsverl\u00e4ngerung\u00a0von 2 weiteren Tagen gebeten. Gl\u00fccklicherweise haben sich alle Chefs sehr verst\u00e4ndnisvoll gezeigt. Nachmittags\u00a0konnte ich dennoch einige Stunden mit Stephanie im Elbe-Park verbringen, denn wir haben uns beide auf dieses Mutter-Tochter-Ritual gefreut und\u00a0wir wollten es uns nicht nehmen lassen.<\/p>\n<p>Am Samstag sind Carsten und ich schon um 5 Uhr aufgestanden, um so fr\u00fch wie m\u00f6glich den 700 km langen Weg nach NRW anzutreten. Stephanie blieb allein zu Hause. Inzwischen vertrauen wir ihr, dass sie das Sturmfrei\u00a0nicht f\u00fcr\u00a0wilde Feten\u00a0nutzt und das Haus bei ihrem Kochen keine Brandsch\u00e4den abbekommt. Sie hat sich\u00a0bislang f\u00fcr eine 16-j\u00e4hrige als\u00a0\u00e4u\u00dferst zuverl\u00e4ssig\u00a0erwiesen.<\/p>\n<p>4 Tage lang\u00a0verbrachten Carsten und ich nun damit, alles \u00fcber seine Mutter zu erfahren, haben ihre Freunde und einige Bekannten sowie Nachbarn vor Ort kennen gelernt, sammelten alles, was an Papieren vorhanden war, haben Kontakt zur Vermieterin und\u00a0Bank aufgenommen und immer wieder\u00a0im Stillen dar\u00fcber geflucht, dass uns ein Arbeitstag durch die Faschingszeit verloren ging, denn an einem Rosenmontag arbeitet in NRW kein Mensch. Es hat uns beruhigt, als wir aus den Erz\u00e4hlungen\u00a0ihrer engsten Vertrauten und aus den Fotos erfahren haben, dass sie ihre Zeit ohne uns in vollen Z\u00fcgen genossen hat. Nur\u00a0ihre Freundschaften dauerhaft aufrecht zu halten fiel ihr\u00a0nach wie vor sehr schwer, denn sie schaffte es, sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter\u00a0immer wieder mit einigen\u00a0heftigst zu verkrachen &#8230;<\/p>\n<p>Am Dienstagabend sind wir\u00a0wieder in der Casa OLCA\u00a0angekommen, haben schnell unser Zeug in die Ecke geworfen und fielen total abgek\u00e4mpft ins Bett, da wir ja am Mittwoch schon wieder arbeiten mussten.\u00a0Seitdem\u00a0besteht das Gros unserer Freizeit\u00a0aus dem Durchforsten der mitgenommenen Ordner, \u00dcberpr\u00fcfen\u00a0der vorhandenen Kontoausz\u00fcge, Schreiben diverser K\u00fcndigungen, usw.. Langsam sieht mein Schatz aber wieder etwas Land,\u00a0doch\u00a0er ist\u00a0noch lange nicht fertig.\u00a0Durch mich hat der W\u00e4schesack inzwischen wieder Aufnahmekapazit\u00e4ten, die Schr\u00e4nke sind mit sauberen Klamotten gef\u00fcttert und nach und nach schaffen wir es, unseren Alltag zur\u00fcckzuerobern.<\/p>\n<p>Ich vermute, es gibt noch\u00a0ein paar Dinge, welche meine Blog-Leser interessieren k\u00f6nnten und\u00a0deshalb gebe ich\u00a0noch ein paar\u00a0Informationen gleich jetzt mit:<\/p>\n<p>Carstens Mutter hat sich immer eine Feuerbestattung und als letzte Ruhest\u00e4tte eine anonyme Wiese gew\u00fcnscht &#8211; dieser Wunsch wurde ihr erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Im Dezember hat man\u00a0bei ihr Lungenkrebs festgestellt, war aber guter Dinge, was auch\u00a0der anf\u00e4ngliche Erfolg der\u00a0Chemotherapie zeigte. Bei einer onkologischen Nachuntersuchung wies man sie am Montag\u00a0gleich ins\u00a0Krankenhaus ein und\u00a0dort ist sie dann am Mittwochmorgen im Schlaf verstorben &#8211; damit wurde ihr zweiter, sehnlichster Wunsch erf\u00fcllt, denn sie hatte immer panische Angst vor einer Existenz an Schl\u00e4uchen und Maschinen.<\/p>\n<p>Ihr Lungenkrebs hat uns eigentlich nicht sonderlich \u00fcberrascht, da sie seit Jahrzehnten eine sehr starke Raucherin war.<\/p>\n<p>M\u00f6ge sie nun in Frieden ruhen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; dann mache Pl\u00e4ne ! Da ich mich schon eine Weile nicht mehr zu Wort gemeldet habe, m\u00f6chte ich die lange Schweigepause wenigstens mal erkl\u00e4ren. Es kam bei uns n\u00e4mlich einiges v\u00f6llig anders als es urspr\u00fcnglich geplant war. Carsten und ich haben unsere Reise nach Fuerteventura zum 6. Hochzeitstag\u00a0so gelegt, dass wir bereits\u00a0Donnerstagnacht am 16. 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