Okt.
Nachdem wir in den letzten Tagen einige Sprünge in der Zeit zusammen mit Marty McFly und Emmet Brown von der immer noch aktuellen und faszinierenden Filmtrilogie „Zurück in die Zukunft“ unternommen haben, wagten auch wir einen Sprung durch die Epochen.
Heute machten wir zusammen mit den Mädels eine Zeitreise in die DDR. Es ist vielleicht erstaunlich, aber in unserem Haus gibt es keine Person, welche die DDR richtig kennenlernen konnte. Die Kinder sind in den Neunzigern geboren und ich kam auch schon nach der Wende nach Deutschland (im Jahre 1992). Nur Carsten hat als Einziger ein wenig von dem Regime östlich seiner Heimat mitbekommen, als er mit anderen Reisenden der Jugendgruppe die Transitstrecke passierte, um das Ziel Berlin zu erreichen.
Daher sind wir froh, dass es seit 2006 eine Möglichkeit in der Nähe von Dresden, nämlich in Radebeul, gibt, sich das Leben in der DDR in einem Museum anzusehen. Man findet in der Ausstellung, welche auf 4 Etagen eines großen Gebäudes Platz gefunden hat, nicht nur die Alltagsgegenstände sondern auch die poltischen Informationen von der Entstehung der Deutschen Demokratischen Republik bis zu ihren letzten Tagen. Man bekommt dort übrigens keine Eintrittskarte, sonder ein „Visum für Bürger der Bundesrepublik Deutschland“. Das Visum gilt für einen Tagesaufenthalt in „Kreisen laut Berechtigungsschein“ – welchen wir allerdings nicht bekommen haben  🙂
Die Kinder waren nach dem Durchgang durch unterschiedliche Bereiche vor allen Dingen über den Satz verblüfft, welcher sowohl Carsten als auch mir herausrutschte: „Das hatten wir auch!“ oder etwas modifiziert: „Das kenne ich von meiner Oma“ (Carsten) oder „So etwas ähnliches von der Funktion, nur etwas anders gestaltet, hatten wir ebenfalls“ (mein Spruch). So groß waren also die Unterschiede zwischen West, Ost und Noch-Östlicher offensichtlich doch nicht gewesen.
Außerdem habe ich eine Chance für die gute Tat des Tages genutzt und dem Museum zwei original verpackten Stücke „Novum Universalreiniger“ geschenkt. Das hatte ich schon vor Jahren als „Erbe“ von Uwes Oma bekommen und seitdem bei uns im Schrank deponiert. Nun schmücken die beiden seifenähnlichen Reiniger die Regale des nachgebauten „Konsum“ im Radebeuler Museum.
Wer mehr über das Museum erfahren möchte kann gern einen Blick auf die Homepage http://www.ddr-museum-dresden.de werfen.

22. Oktober 2009 um 22:52
Aber 25 DM wie zu DDR-Zeiten musstet ihr nicht umtauschen gegen Ostmark? 😉
Ich war zu DDR-Zeiten nur zwei Mal in Ost-Berlin, nach dem Mauerfall dann um so öfter. Ich fand die beiden Teile der Stadt schon sehr unterschiedlich.
Olga antwortet: Nein, die Euros hat man dort gern genommen :0) Man sagt übrigens, dass Berlin nicht Deutschland ist ;0). Ich schätze, noch ein Grund mehr, Sachsens Hauptstadt so schnell wie möglich zu besuchen ;0)