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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 18.
Jan

Es hat sich seit Jahren zu einer guten Tradition in unserer Familie entwickelt, irgendwann im Januar zusammen zu kommen und einen R√ľckblick auf das vergangene Jahr zu werfen. Damit man bei der lustigen/traurigen/sentimentalen Besprechung nicht den Faden verliert, gibt es einen vorbereiteten¬†Fragebogen, den wir vier im Vorfeld, meist direkt am Anfang des neuen Jahres, ausf√ľllen. Diese Geschichten und Erinnerungen, welche immer mit den einzelnen Antworten verbunden sind, werden dann beim gem√ľtlichen Beisammensein erz√§hlt¬†¬†¬† standard
Normalerweise haben wir uns daf√ľr bislang in der Casa bzw. dem Apartamento OLCA getroffen, doch diesmal haben wir den Standort nach Potsdam verlegt. Stephanie hat n√§mlich seit November zusammen mit Tobi eine WG gegr√ľndet und wir √ľbrigen haben sie bis dato noch nicht gesehen – ergo: das N√ľtzliche mit dem Sch√∂nen verbinden.

Deshalb sind Carsten und ich gleich am Freitag nach der Arbeit mit unserem Smart nach Potsdam gefahren. Andrea musste am Samstagvormittag noch bei einem blau-gelben schwedischen Möbelhaus an der Kasse ihre Brötchen verdienen und kam deshalb erst am Abend dazu.

Am Samstag hatten wir Erwachsenen mit Stephanie als kundige Reisef√ľhrerin genug Zeit, um uns die wichtigsten Sehensw√ľrdigkeiten des Stadtzentrums anzusehen. Die Markanteste davon ist wohl ohne Zweifel die Nicolaikirche:

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Sie hat f√ľr uns¬†irgendwie keine typische Kirchenarchitektur, aber es ist ein wirklich sch√∂nes und sehr beeindruckendes Geb√§ude – sowohl von Au√üen als auch von Innen!

Was uns auf jeden Fall bei diesem Rundgang aufgefallen ist, sind die starken Architekturkontraste. Die Stadt hat während des II. Weltkriegs enorm gelitten und man stampfte danach schnell Wohnraum aus dem Boden. Wenn man auf dem oberen Bild genauer nach rechts und links schaut, sieht man in der unmittelbaren Nähe schlichte, sozialistische Wohnkontainer a la Plattenbau oder WBS 70.

Ein weiteres Beispiel f√ľr unsere Ansicht gef√§llig ? Hier einmal die Nicolaikirche¬†aus einem anderen Blickwinkel gesehen:

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Das Haus 54/55¬†in der Lindenstra√üe, etwas weiter von der Nicolaikirche entfernt, hat ebenfalls sehr viel unserer Besichtigungszeit beansprucht. Darin ist eine Gedenkst√§tte f√ľr die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert¬†(Gerichtsgeb√§ude – Nazigef√§ngnis – Sowjetgef√§ngnis – Stasigef√§ngnis) untergebracht. Von Au√üen ist das Geb√§ude v√∂llig unauff√§llig, aber im Innenhof merkt man, welche Dimensionen dieses Gef√§ngnis angenommen hat, um Andersdenkende – egal unter welcher Regierung – wegzusperren:

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Die Ausstellung ist ziemlich umfangreich und mit sehr vielen Biografien der H√§ftlinge, welche¬†entweder unter den Nationalsozialisten¬†1933-1945, nach der Eroberung durch die Sowjets unter der Willk√ľr des¬†NKWD¬†1945-1952 oder sp√§ter unter der Stasi 1952-1989 leiden mussten und meist unberechtigt in den Zellen dieses Hauses eingesperrt¬†wurden:

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Wie gesagt, wir haben dort jede Menge Zeit verbracht und kamen erst im Dunkeln wieder heraus:

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Diese Gedenkstätte ist einen Besuch wirklich wert!

W√§hrend unserer zwei Tage zog es uns recht h√§ufig ins Holl√§ndische Viertel …

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… denn wir waren insgesamt zweimal¬†im Caf√© Guam, denn die K√§sekuchen sind dort einfach unversch√§mt lecker und gut¬†¬†¬† verliebt

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An beiden Tagen war es hier im Gegensatz zur benachbarten Gastronomie¬†rappelvoll! Aber wir¬†bekamen zum Gl√ľck immer recht schnell einen Platz, denn schlie√ülich hatten wir ja auch unser „Vitamin B“ dabei – Stephanie verdient hier neben ihrem Studium nebenbei etwas Geld. Eine ihrer Kolleginnen hat sie beim ersten Besuch als Scherz sogar unsere gesamte Bestellung selber aufschreiben¬†lassen, denn schlie√ülich kennt sich unsere Kleine mit den K√ľrzeln dieses Cafes¬†bestens aus ¬† ¬†zwinker

Und nat√ľrlich waren wir auch einmal im Park Sanssouci¬†– hier sogar zusammen mit Andrea – und das¬†am Sonntag, nachdem es die ganze Nacht geschneit hat. Es war einfach bezaubernd und wir waren bei Weitem nicht die einzigen Spazierg√§nger, welche diese Winterlandschaft sichtlich genossen haben:

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Es gab an einer nicht zugefrorenen Stelle eines Sees¬†zahlreiche¬†Enten, die die Kinder total in den Bann gezogen haben. Also hat sich meine Familie an eine Br√ľcke gestellt und das Federvieh¬†fasziniert bei ihrem Treiben beobachtet. Leider¬†entging es den lieben Kleinen¬†dennoch nicht, dass ich sie gerade fotografieren wollte ¬† ¬†zwinker

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Ein Bild von mir und meinen M√§dels gibt es nat√ľrlich auch ¬† ¬†verliebt

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Und √ľbrigens, wir haben bei diesem Ausflug „unser“ neustes Familienmitglied kennen- und lieben gelernt. Nein, es ist nicht Stephanies Mitbewohner Tobi, obwohl er¬†von uns auch als Supertyp¬†eingestuft wird … er ist aber nur der¬†WG-Mitbewohner und nix weiter¬†¬†¬† zwinker
Das Neumitglied hört auf den Namen Mr. Schnuffel und hat unsere Herzen im Nu erobert. Wer kann denn schon so einem Blick widerstehen    zwinker    ?

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Auch wenn er aussieht wie eine Maus, ist er in Wirklichkeit ein Dsungarischer Zwerghamster¬†– klein, s√ľ√ü und sehr flink … nur manchmal hat¬†er f√ľr ein Foto¬†kurz still gehalten, wie hier auf Andreas Armen:

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Es war ein wundersch√∂nes Familienwochenende und wir hatten wie immer sehr viel Spa√ü zusammen. Da spielt bei uns der Standort f√ľr unser Zusammensein keine Rolle – Hauptsache wir haben uns¬†¬†¬† standard

Eine Antwort zu “Ein Familienwinterwochenende in Potsdam”

  1. saskia sagt:

    Hallo, wie toll. Ein schöner Bericht, ihr hattet es sicher schön zusammen. Und Dsungarische Zwerghamster sind einfach zum Knutschen.
    Lieben Gru√ü von Saskia, quasi „ummecke“ von Potsdam ausgesehen, im S√ľden Berlins

    Olga antwortet: Liebe Saskia, danke! Ja, wir sind wirklich gern zusammen :) Und Mr. Schnuffel ist in der Tat zum Knutschen s√ľ√ü!

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