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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 29.
Jan

Ich habe meine Jahreskiste schon vor einigen Tagen zusammen mit meinem Mann geleert. Auch diesmal platzte sie buchst√§blich aus allen N√§hten, denn sie hatte erneut unfassbar viele sch√∂ne Erinnerungen zusammen zu halten. Nun genie√üt sie es vorerst wieder, lediglich ein paar Zettel im Inneren zu haben und deshalb auch mit einem geschlossenen Deckel zu sein    zwinker

Und beim Durchsehen haben wir unseren ersten R√ľckblick auf das vergangenen Jahr 2016 geworfen. Prinzipiell l√§sst sich behaupten, dass wir einiges an Zeit f√ľr Kultur, Bildung, Reisen und wie immer f√ľr Essen investiert haben    lachen

Erinnerungskiste-2016

Zum Thema Kultur:

  • Wir haben uns ein paar mehr Veranstaltungen als sonst in der Com√∂die Dresden geg√∂nnt. Das St√ľck „Ganz gro√ües Kino“ , bei welchen auch die Musikgruppe Firebirds eine gro√üe, gar tragende Rolle gespielt hat, gefiel uns ausgesprochen gut … machte es doch richtig gute Laune. Sehr herzlich gelacht haben wir beim Gastspiel von Gerburg Jahnke und ihrem Programm „Frau Jahnke hat eingeladen, mal gucken wer kommt“ –> gekommen sind Frieda Braun, Sarah Bosetti, Barbara Kuster und Katie Freudenschuss – alle sind sehr zu empfehlen!
  • Ich habe mit Ines, Torsten und Manu „eine Nacht im Russenpuff“ verbracht. Das dazugeh√∂rige Programm „Schwarze Augen“ mit Tom Pauls, Detlef Rothe und Katrin Weber ist echt grandios! Obwohl urspr√ľnglich die Intention war, Tom Pauls auf der B√ľhne zu sehen, war ich vom Auftritt der Katrin Weber wesentlich mehr beeindruckt – die Frau ist unglaublich wandlungsf√§hig!
  • Im „Theaterhaus Rudi“ schaute ich mit einigen Freunden und wissbegierigen Teilnehmern meines VHS-Russischkurses das St√ľck von Nikolai Gogol „Die Heirat“ an.
  • Nat√ľrlich hatten Carsten und ich auch wieder ganz viel Spa√ü beim vereinsinternen St. Patrick’s Day, welchen die Irish Dance Company Dresden dieses Jahr zum 10. Mal ausrichtete.
  • Eine Veranstaltung von Cornamusa hat ebenfalls f√ľr sch√∂ne Musik und flotte Tanzschritte auf der B√ľhne gesorgt.
  • Ein besonderes Highlight f√ľr mich war das Konzert von Juri Schewtschuk … eine Jugenderinnerung als alten Sowjettagen!
  • Und einen ehemaligen Kollegen singend auf der B√ľhne live zu erleben kann man auch nicht alle Tage. Also lie√ü ich es mir nicht entgehen, Daniel Zieschang im Club Tante Ju bei der Release-Party von Projekt: Pandora zu sehen und zu h√∂ren – irgendwie enorm beeindruckend.
  • Ins Kino haben wir es wieder einmal nicht sonderlich oft geschafft („nur“ 5x … die Jahre davor waren wir immer zweistellig!), was man an der geringen Anzahl von Eintrittskarten sehen kann. Immerhin haben wir auf der gro√üen Leinwand „X-Men: Apokalypse“, „Money Monster“, „Deadpool“, „Zoomania“ und „Star Trek Beyond“ angeschaut.
  • Mein eigener Beitrag zur Dresdner Kulturlandschaft war die Ausstellung „Teddyb√§ren auf Tour“ , welche in zwei Tagen zu Ende gehen wird. Aber ich habe schon Gespr√§che zu einem anderen Ausstellungsort aufgenommen und es sieht zumindest so aus, als dass meine B√§ren wohl noch mehr Leute sehen werden k√∂nnen    zwinker

Nun zur Bildung:

  • Gleich zur Beginn des Jahres durfte ich mich erneut als Ersthelfer bei DRK ausbilden lassen.
  • Carsten und ich haben wieder durch zahlreiche Igeltouren Teile unserer Stadt besser kennenlernen d√ľrfen.
  • Dass ich Russisch unterrichte, ist ja schon lange bekannt, aber seit Herbst gebe ich auch Nachhilfeunterricht in Spanisch f√ľr eine Kollegin. Ihren Dank hat sie zu Weihnachten u.a. auch mit sehr lieben Worten auf einer Karte zum Ausdruck gebracht, die selbstverst√§ndlich ebenfalls ihren Weg in die Erinnerungskiste fand.
  • Bei einem stundenlangen Besuch der Windsurfschule am Niederwarthaer Stausee lernten wir die Grundlagen und Sch√∂nheiten des Stand-Up-Paddlings.
  • Ist zwar nicht direkt Bildung, aber dennoch etwas Amtliches: Ich habe gleich im Januar meinen Doppelnachnamen gegen einen einfacheren eingetauscht und danach mussten nat√ľrlich mein Ausweis und mein Reisepass neu erstellt werden. Zumindest habe ich gelernt, was alles bei einer Namenskl√§rung zu tun ist    zwinker
  • Bei einem Vortrag von Prof. Dr. Norbert Franz erfuhren Carsten, Andrea und ich einiges √ľber die „Russen in Hollywood“ und deren Einfl√ľsse.
  • Einen anderen Bildervortrag besuchten Carsten und ich zusammen mit Ines und Torsten im Flughafen Dresden. Es ging um den Westen der USA und der Vortrag hatte mit „Go-West – Von den Rocky Mountains zum Pazifik“ den daf√ľr √ľberaus passenden Namen.

Und mit dieser √úberleitung kommen wir schon zu den Reisen   standard

  • Wir haben Annas Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr eingel√∂st und f√ľhrten ihr pers√∂nlich die sch√∂nen Seiten der Ostsee, speziell von der Insel R√ľgen vor.
  • Carsten und ich haben durch unsere Besuche bei Stephanie im Winter und im Sommer viele sch√∂ne, interessante und auch historisch bedeutende Seiten von Potsdam kennengelernt, u.a. die Gedenkst√§tte Lindenstra√üe und das Schlo√ü Cecilienhof.
  • F√ľr unseren Stadt-Dreisprung im Mai haben wir CZK (tschechische Kronen) ben√∂tigt und wie wir anhand der Quittung gesehen haben, organisierten wir uns diese in der Reisebank am Hauptbahnhof. Zu dieser kleinen Rundreise geh√∂rt auch eine auf Papier gedruckte Zimmernummer eines Ibis Budget Hotels in Chemnitz.
  • Eine Wegbeschreibung f√ľr die von Kerstin organisierte Wanderung zwischen Ober- und Niederwartha hat ebenfalls ihren Platz in meiner Erinnerungskiste gefunden. Beim sch√∂nstem Maiwetter wurde es ein total toller Tag mit gut gelaunten Leuten zum Teil nur aus ihrem, aber auch aus dem gemeinsamen Freundeskreis – so etwas k√∂nnte man in 2017 eigentlich gern wiederholen … mal sehen was mir da so einf√§llt.
  • Ein kleines P√§ckchen, auf welchem „Merica“ steht, ist eine kleine Erinnerung an unsere unbeschreiblich sch√∂ne Zeit auf Bali. Merica bedeutet auf Indonesisch „Pfeffer“ und ich habe es auf einem unserer Essensstopps bei den zahlreichen Ausfl√ľgen auf der Insel zur Erinnerung mit eingesteckt.
  • Die blauen AI-Plastikb√§ndchen sind Andenken an unseren Hochzeitstagurlaub im Februar auf der Insel Gran Canaria – die landschaftliche Vielseitigkeit dieser Insel hat uns wirklich sehr imponiert!
  • Die gelben AI-Plastikb√§ndchen, die Visa-Stempelkarten und Boarding P√§sse sind wirklich als Letztes in die Jahreskiste gekommen, denn das sind unsere Erinnerungsst√ľcke an den Familienurlaub zum Jahreswechsel mit den Kindern in Side.

Und last but not least – Essen:

  • Unsere Lieblings“futterstellen“ haben uns auch 2016 bei sich begr√ľ√üen d√ľrfen: „Shou Sushi-Running“ , „Ocakbasi“ , „Rivoli“ , „Odessa“ , „El Horst“ , „Olympia“ und „Dschingiskhan“ in Dresden, sowie das Caf√© „Guam“ in Potsdam … zum Gl√ľck bekommen wir bei unserem Haus-&-Hof-D√∂nermann, wo wir mindestens jeden Freitag das Wochenende einl√§uten, keinen Bon, denn dann w√ľrde die Kiste ja schon nach kurzer Zeit √ľberquellen!
  • Den Spanier „Espitas“ in Gruna haben wir dieses Jahr gleich mehrmals besucht, denn wir k√∂nnen seit unserem Umzug nach Striesen bis dorthin wunderbar laufen oder mit dem Rad fahren. Beide Optionen f√ľr den Heimweg sind nach einem reichlichen und leckeren Essen dort sehr hilfreich    zwinker
  • Der Besuch im „Zum Knipser“ war ein Dankesch√∂n von Kathrin und Axel f√ľr meine Familienfotos am Elbufer. Diese urige Gastst√§tte an der Dresdner B172 ist eine interessante und liebevoll gef√ľhrte Lokalit√§t – der Besuch lohnt sich wirtklich sehr.
  • Zu Ostern wurden wir von Andrea und Karl zum Brunchen ins Restaurant „Zum Atrium“ eingeladen. Danach war ein ausgedehnter Osterspaziergang f√ľr unsere prall gef√ľllten B√§uche auf jeden Fall ein Muss    lachen
  • Die „Elbterrasse Wachwitz“ entdeckten wir mehr oder weniger zuf√§llig, denn wir mussten mal in der Gegend etwas Zeit vor einer Igeltour √ľberbr√ľcken. Nach einem Radausflug auf dem rechtsseitigen Elbradweg ist das zum Beispiel eine √§u√üerst sch√∂ne M√∂glichkeit, mit einem fabelhaften Blick auf die Elbe etwas zu trinken und zu essen.
  • Eine andere Igeltour mit Essensverkn√ľpfung f√§llt mir beim griechischen Restaurant „Atlantis“ ein. Die Tour hat am Ende etwas l√§nger als gedacht gedauert und wir hatten einen Mordshunger. Statt wie geplant zuhause etwas zu kochen, sind wir kurzerhand dort eingekehrt. Zum Gl√ľck gab es trotz der nahenden Mittagspausenzeit doch noch etwas zu essen f√ľr uns – daf√ľr waren wir diesem Restaurant sehr dankbar!

Es gibt aber auch noch ein paar ganz besondere Erinnerungsst√ľcke zu erw√§hnen, z.B. die Einladung zum 125. Jubil√§um von Ines und Torsten, ein Brief von Andrea, in der sie sich w√§hrend unseres Sommerurlaubs mit unseren Nachbarn wegen der Schl√ľssel√ľbergabe f√ľr den Briefkasten und die Wohnung abstimmt, eine Vollmachtkarte der Post, welche einst von Andrea f√ľr mich ausgestellt wurde, damit ich ihre P√§ckchen abholen kann und welche nun nutzlos ist, weil sowohl mein Nachname nicht mehr stimmt, als auch weil Andrea ja seit September in Chemnitz wohnt, der Lieferschein eines Blumenversandes, √ľber den mir Stephanie zum Muttertag einen Blumenstrau√ü zustellen lie√ü, der Kassenzettel einer Zoohandlung f√ľr eine H√§ngematte f√ľr Stephanies Hamster Mr. Schnuffel und und und …

Dabei ist das alles eigentlich nur ein Bruchteil der wunderbaren Ausfl√ľge, Treffen und Begegnungen, welche wir in 2016 erleben durften – das Jahr war so ereignisreich wie wohl keines jemals zuvor. Ich glaube, ich sollte deshalb so langsam mal mit unserem Jahresbericht anfangen, damit uns am Ende nicht noch die eine oder andere Erinnerung durch die Lappen geht    zwinker



2015 13.
Dez

Eigentlich denkt man, dass der Dezember sozusagen der Freitag des Jahres ist und dass man seine Zeit daf√ľr verwenden sollte, all die Sachen zum Abschlu√ü zu bringen, welche man in den vorherigen 11 Monaten angefangen hat. Aber das Leben bietet auch am Jahresende jede Menge Neues:

1.) Carsten und ich durften bei der Premiere-Lesung des Erstlingswerks von Sabine Dre√üler¬†als G√§ste mit dabei sein. Sie hat sich f√ľr ihre Buchvorstellung einen f√ľr uns ganz neuen Ort ausgesucht, der Name passte aber perfekt zum Ziel –>¬†Hole of Fame¬† ¬†zwinker
Das Buch von Sabine ist eigentlich nicht nur 1 Buch, nein es ist ein Zwiebook. Ich glaube, ich kann das am einfachsten mit einem Bild erklären   zwinker

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Es sind zwei vollst√§ndige B√ľcher („Therese“ & „Andererseits – Ausschweifungen im Paradies“) in einem Einband und das Ende jeder Geschichte hat seinen Abschluss¬†somit platztechnisch immer in die Mitte des Druckwerks … man kann es damit sogar¬†von beiden Seiten anfangen zu lesen. Durch Phrase4-Lesungen kenne ich bereits einige Kapitel aus beiden Werken¬†und freue mich, dass ich nun die Wissensl√ľcken bei jeder Story schlie√üen kann.

2.) Ich habe √ľbrigens bereits vor der Ver√∂ffentlichung ehrenamtlich zwei Geschichten daraus ins Russische √ľbersetzt. Denn diese Geschichten sind im Rahmen des Projekts D, welches sich der¬†Verbesserung der V√∂lkerverst√§ndigung zwischen Deutschland und Russland widmet, nach Sibirien und Fernosten gefahren, um dort an diversen Unis vorgetragen zu werden.¬†Am Samstagabend lauschten¬†wir in der Ver√§nderbar¬†den Reiseeindr√ľcken der drei Dresdner Musiker¬†und es war, glaube ich, nicht nur f√ľr¬†Stefan und Martina von „Die Ukrainiens“ und Wilhelmine von „Baran Butz“¬†ein unvergessliches Erlebnis, sondern auch¬†f√ľr die Zuh√∂rer ihres¬†Fotovortrags¬† ¬† zwinker
Bei ihren Ausf√ľhrungen war auch f√ľr mich¬†die ein oder andere neue Information dabei, sodass ich sogar schon manches f√ľr eine Vertiefung meines Wissens nachgeschlagen habe.

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3.)¬†Ein weiteres Novum ergab sich f√ľr mich beim Backen der OLCA-Weihnachtspl√§tzchen. Ich habe von meiner Freundin Kerstin aus Wiesbaden zum Geburtstag ein Ausstechf√∂rmchen im B√§rchenform bekommen … das musste ich nun nat√ľrlich einweihen¬†¬†¬† lachen
Ich muss gestehen, die vorgefertigte Augen aus dem „Kaufland“ sind etwas zu gro√ü f√ľr die zarten Keksb√§rengesichter¬†¬†¬† zwinker

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Irgendwie erinnerten sie mich mit diesen Glubschies an die ber√ľhmte Katze von Simon¬† ¬† unschuldig

Und da am Ende eine Packung dieser¬†Augen nicht f√ľr alle B√§ren gereicht hat, gab es am Ende sogar ein paar B√§ren a la Minions – ein√§ugig. Als auch die mir ausgegangen sind, bastelte ich ganz am Ende einfach auch welche nur mit bunten Streuseln ¬† ¬†zwinker

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4.) Zu guter Letzt gibt es von unserer Familie einen neuen Weihnachtsgruß, welcher hier angesehen und bewundert werden kann.

Ich finde, dass waren ganz sch√∂n viele neue Sachen und Erlebnisse f√ľr die viertletzte Woche des Jahres ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†und nun kann ich mich wieder den altbew√§hrten Dezemberritualen, wie z.B. Weihnachtsgeschenke besorgen und mit Freunden durch die Weihnachtsm√§rkte stapfen widmen¬†¬†¬† standard

In diesem Sinne w√ľnsche ich euch auch eine sch√∂ne Zeit auf den jahresendzeitbedingten Kaufveranstaltungen unter freiem Himmel und m√∂ge euch immer eine Handbreit hei√üer Gl√ľhwein, Punsch,¬†Kakao oder¬†Tee w√§rmen.



2015 05.
Sep

Ich bin meinem Mann sehr dankbar, dass er schon mal seine Eindr√ľcke √ľber unsere Ukraine-Reise in einem¬†Eintrag hier¬†zusammen gefasst hat. Es war auf jeden Fall¬†im positiven Sinne eine richtige Abenteuerreise. Wir haben in etwas mehr als einer Woche so viele verschiedene Sachen gesehen und erlebt, so viele liebe und nette Menschen kennengelernt – das passt nicht mal auf diese Kuhhaut ¬† ¬†zwinker

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Ich war schon einmal in der Karpaten-Gegend, welche wir besucht haben … als ich noch zur Schule ging, also¬†vor arg langer Zeit. Allerdings waren sowohl Kolomyja als auch Lviv f√ľr mich genau so wie f√ľr meinen Mann absolutes Neuland.¬† Um ehrlich zu sein, kam beim¬†Rundgang von Iwano-Frankiwsk, eben jene¬†Stadt, welche ich mit 13-14 Jahren einst besuchte, gar keine Erinnerung in den Sinn. Also eigentlich war alles quasi wie neu¬†¬†¬† standard

Ganz neu war f√ľr mich zum Beispiel das starke nationale Gef√ľhl, welches durch diverse Stra√üennamen, Denkm√§ler und die verst√§rkt √∂ffentliche Symbolik der Ukrainischen Aufst√§ndischen Armee¬†zum Ausdruck gebracht wurde. Die Namen, welche zu Sowjetzeiten als Feinde des Volkes bezeichnet worden sind, geh√∂ren jetzt zu den Helden … ist vom Kopf wirklich nicht so einfach und da habe ich die Probleme von¬†√§lteren¬†Menschen aus der Ex-DDR zum ersten Mal, glaube ich, doch etwas besser verstanden. Denn man hatte jahrelang ein klares Bild, was gut und was schlecht ist, wer Feind und wer Freund ist usw. Und dann, nach einem politischen Umbruch, werden all diese Begriffen pl√∂tzlich komplett auf den Kopf gestellt.

Um das Ganze etwas konkreter zu machen, ein Beispiel.

Wir¬†besuchten¬†in Kolomyja eine kleine, h√ľbsche Holzkirche aus dem 16 Jh. und liefen durch den angrenzenden Friedhof. Ihr wisst ja, dass wir gern Friedh√∂fe besuchen, besonders in anderen L√§ndern ¬† ¬†zwinker

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Dort bin ich auf einen Grabstein f√ľr die Opfer der Aktion Weichsel aufmerksam geworden – ich habe noch nie zuvor etwas dar√ľber geh√∂rt oder gelesen! Bedenkt: es ist ein Kapitel der ukrainischen bzw. sowjetischen Geschichte – also etwas, was ich als Sowjetb√ľrger und Ukrainerin eigentlich wenigstens im Ansatz mal geh√∂rt haben sollte. Zum Gl√ľck erkl√§rte mir Khrystinas Vater, was¬†damals genau passiert sei. Ich fand, dass¬†eine derartige Zwangsumsiedlung immer ein¬†√§u√üerst trauriges Kapitel in Geschichte eines Landes ist.¬†Und wie das Leben so spielt, war damals auch die¬†Familie unserer lieben Agata aus Katowice, welche wir auf unserem R√ľckweg nach Dresden¬†im Dorf Hutki besuchten, pers√∂nlich von dieser Aktion betroffen.

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Da soll einer sagen, Reisen bildet nicht!

Ansonsten war¬†ich selber sehr √ľberrascht, wie gut mein Ukrainisch ist, obwohl ich diese Sprache¬†schon seit Jahren sporadisch bis gar nicht nutze. Jeden Tag fielen mir immer mehr Worte ein – es war einfach erstaunlich, was ich noch so drauf habe¬†¬†¬† zwinker
Nein, Russisch und Ukrainisch können total anders sein und selbst bei den einfachsten Phrasen, wie z.B. Bitte, Danke, Guten Tag und Auf Wiedersehen gibt es unterschiedliche Vokabeln. Ist ein bisschen wie das Verhältnis zwischen Deutsch und Holländisch, kann aber auch so krass wie Deutsch und Platt auseinanderdriften.

Die Stra√üenverh√§ltnisse, welche bei Carsten einen derart bleibenden Eindruck hinterlassen haben, waren f√ľr mich nichts Neues, denn eigentlich gab es diese fiesen Schlagl√∂cher und gemeingef√§hrliche, weil unerwartet tiefe Pf√ľtzen¬†schon bei meiner Oma in Ochtyrka. Ich wurde zu ihr immer in den Sommerferien geschickt, um gesunde Dorfluft zu tanken¬†¬†¬† zwinker
Auch, dass ich die Texte der ukrainischen Lieder noch kannte, hat mich ebenfalls √ľberrascht¬†¬†¬† standard ¬† ¬† damit ich diesbez√ľglich k√ľnftig dauerhaft fit bleibe, habe ich mir eine Musik-CD gekauft. Derzeit¬†fahre ich zur Arbeit und nach Hause mit ukrainischer Beschallung ¬† ¬†standard

Das Essen war so lecker, wie ich es erwartet habe, und auch den Kaffee habe ich in vollen Z√ľgen genossen – an den kommt keine Kaffeemaschine in Deutschland auch nur ann√§hernd ran, egal ob mit Filtert√ľten oder mit Pads¬†– sorry, Leute!

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Die M√§rkte in der Ukraine sind ebenfalls ganz anders, als man es hierzulande kennt: eine F√ľlle von Lebensmittel¬†zwischen „Profist√§nden“ und Omis, welche eigentlich nur¬†etwas Milch oder¬†Obst aus¬† dem eigenen G√§rtchen verkaufen.

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Carsten hat sich immer wieder in guter deutscher bzw. EU-Manier √ľber die fehlenden K√ľhlketten echauffiert, denn wenn bei Sommertemperaturen frisch geschlachtete Fleischwaren oder Fische stundenlang ungek√ľhlt auf den Tischen drapiert werden, dann ist ein solcher Anblick mehr als ungewohnt. Daf√ľr gibt es eben in der Ukraine keine Rohware a la Mett/Hackepeter oder ein blutiges Steak – hier wird alles total durchgebraten.

Ich habe diese Reise insgesamt sehr genossen, leider hat mir eine zu gut eingestellte Klimaanlage in unserem Hotel in Lviv einen kleinen Strich durch die Gesundheitsrechnung gemacht Рich kämpfe immer noch mit meiner mitgebrachten Erkältung. Aber was uns nicht tötet, macht uns nur stark    zwinker

Eigentlich k√∂nnte ich jetzt analog zu¬†Carsten endlos weiter erz√§hlen, denn wie gesagt, wir haben sehr viel Interessantes, Au√üergew√∂hnliches¬†und Sch√∂nes bei der Reise „Dresden – Kolomyja (UA) – Lemberg/Lviv (UA) – Kattowitz/Katowice (PL) – Dresden“ erleben durften. Vielleicht fragt ihr einfach, was euch interessiert, dann berichte ich detaillierter dar√ľber¬†– wie w√§r’s?



2015 16.
Feb

Es kommt uns gar nicht so lang vor, aber der Kalender sagte eindeutig, dass unser diesjähriger Valentinstag bereits unser 9. Hochzeitstag sein soll. Da wir keine schulpflichtigen Kinder mehr unter unserem Dach haben, ist es etwas schwieriger geworden, in der heißbegehrten Zeit der sächsischen Winterferien Urlaub zu bekommen. Deshalb blieb uns diesmal nur ein Wochenendausflug ins Nachbarland, man wohnt hier ja schließlich quasi im Dreiländereck    zwinker

Ich¬†habe als Ziel ein kleines St√§dtchen namens Jelenia G√≥ra, in Deutschland eher als Hirschberg bekannt, ausgesucht, welches im polnischen Riesengebirge liegt. Die Entfernung zu Dresden betr√§gt 180 km, ein Hotel direkt im Stadtzentrum war schnell gefunden und gebucht, Carsten √ľbernahm alles, was¬†die Planung der Reiseroute anging und schon waren wir recht schnell ger√ľstet, dort hinzufahren.

Am Freitag, dem 13. Februar,¬†verlie√üen wir beide eher¬†als sonst √ľblich die Arbeitsst√§tte und brachen nach einem kurzen Wechselstopp (EUR gegen PLN) am Hauptbahnhof gen Osten auf. Die Anreise verlief ohne Probleme. Etwas eigenartig ist f√ľr uns allerdings immer noch¬†eine √∂stliche Grenz√ľberquerung ohne jegliche Kontrolle …¬†sch√∂n, aber immer noch irgendwie ungewohnt. In Polen merkten wir sofort im wahrsten Sinne des Wortes die gravierende Luftver√§nderung, denn¬†auf unserer Route¬†wird dem Geruch nach immer noch ganz viel mit Kohle beheizt, denn die Rauchwolken aus den Schornsteinen hatten die Farbpallette zwischen hellgrau und fast schwarz. Ich kannte diesen Geruch nur noch zu gut¬†aus meinen Greizer Zeiten Anfang der 90er, als ich selber noch eine Ofenheizung hatte.¬†Ganz ehrlich, vermisst habe ich diese bis heute¬†nicht wieder¬†¬†¬† zwinker

In Hirschberg fanden wir Dank Planung und Navi recht schnell unser Hotel, bekamen unsere Zimmerschl√ľssel und waren mit dem zugewiesenen √úbernachtungsort¬†ausgesprochen zufrieden. Unser Auto stand direkt vor unserem Fenster im 1. Obergeschoss auf einem bewachten Parkplatz, das machte unseren Schlaf noch entspannter¬†¬†¬† zwinker
Aber wir gingen ja nicht gleich und sofort schlafen – es war ja auch erst um F√ľnf! Erst machten wir noch eine erste Kennenlernrunde durch die Innenstadt im Dunklen und¬†dann kehrten wir in das Lokal Kuznia Smaku f√ľr unser Abendessen ein. Diese Lokalit√§t¬†direkt am Rathausplatz kann man echt nur empfehlen! F√ľr den Nachtisch¬†haben wir uns noch einmal auf die Suche begeben und endeten ganz gem√ľtlich¬†im Restaurant¬†Sofa.¬†Hier trifft man vor allem¬†auf junges Volk, aber wir f√ľhlten uns dort keineswegs deplatziert. Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel bzw. im Bettchen.

Am Hochzeitstag selber haben wir die Stadt schon fr√ľh Morgens (andere drehen sich um 9:15 Uhr an einem Samstagmorgen gerade zum ersten Mal im Bett um) im Hellen erkundet und sind dabei immer wieder irgendwo eingekehrt, um weitere K√∂stlichkeiten der polnischen K√ľche kennenzulernen, sowohl die herzhaften als auch die s√ľ√üen:

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Ja, ihr habt es richtig gesehen, Heini war diesmal auch mit von der Partie¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬† also wird es √ľber kurz oder lang an dieser Stelle auch noch seine Sicht auf diese Reise geben¬†¬†¬† lachen
Nachdem wir alle Sehensw√ľrdigkeiten abgegrast haben, g√∂nnten wir uns noch einen sch√∂nen Spaziergang im Stadtpark auf dem Cavalierberg, denn das Wetter war einfach perfekt daf√ľr! Abends entschieden wir uns aus Bequemlichkeit im hoteleigenen Gasthof zu essen. Das Essen war sehr lecker, nur die Sitzgelegenheit (Holzhocker) lie√üen kein gro√ües Gef√ľhl der Gem√ľtlichkeit aufkommen – wir blieben dennoch fast¬†zwei Stunden.

Am Sonntag packten wir¬†nach dem Fr√ľhst√ľck¬†unsere Siebensachen ein und brachen nach Karpacz, den Deutschen mehr als Krummh√ľbel bekannt, auf. Die Entfernung von 20 km ist ja wirklich nur ein Katzensprung! Daf√ľr kamen wir bis direkt an den Fu√ü der¬†Schneekoppe, welche mit 1603 m als h√∂chste Erhebung¬†des Riesengebirges gilt. Unser Plan war, mit der Seilbahn¬†sowie weit es geht („Kopa“) nach oben zu fahren und dann den Rest des Weges bis zur Bergspitze zu laufen, aber aufgrund des starken Windes gab es keine Liftverbindung nach oben! Daher entschieden wir uns wenigstens eine Wanderung in der bezaubernden Schneelandschaft zu machen und von ca. 640 m die Hampelbaude in der H√∂he von 1258 m zu erreichen. Ich finde¬†Bergwanderungen an und f√ľr sich sch√∂n, aber dieses Gestapfe nach oben macht mich echt fertig¬†¬†¬† zwinker¬†¬†¬†¬† !

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Aber letzten Endes haben wir das angepeilte Ziel doch noch erreicht und g√∂nnten uns¬†in der¬†„Schronisko Strzecha Akademicka“¬†etwas Ess- und Trinkbares (meine quarkgef√ľllten Eierkuchen sind noch nicht fertig, deshalb sitze ich nur mit dem Tee da)

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Man glaubt es kaum, wie komisch und unbeholfen Leute laufen können, wenn sie die nur die klobigen Schuhe der Abfahrtskier anhaben! Und welches Getrampel dadurch in einem Holzhaus entstehen kann! Seitdem liebe ich meine bequemen Wanderschuhe noch viel mehr!

Auf dem Weg nach unten hatten wir sogar ein wenig Zeit f√ľr das eine oder das andere kleine P√§uschen.

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Die Strecke, welche wir ins Auge gefasst haben, war allerdings f√ľr¬†Wanderer wegen Lawinengefahr gesperrt, aber der alternative Weg war auch sehr gut zu erlaufen.

Als wir zur√ľck im Karpacz ankamen, schauten wir uns noch von Au√üen die wohl au√üergew√∂hnlichste Kirche in ganz Polen an¬†– die Kirche Wang:

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Was f√§llt euch bei dieser Kirche auf? Genau,¬†es ist eigentlich eine typisch norwegische Stabkirche! Sie ist sogar tats√§chlich norwegischer Herkunft und sollte einst im √Ėrtchen namens Vang¬†abgerissen werden, um durch eine modernere Bauweise ersetzt zu werden. Zum Gl√ľck hat¬†der in Deutschland lebende Maler J.C.C. Dahl¬†diese gekauft und dann im Riesengebirge wieder aufbauen lassen. Dort f√§llt sie wirklich sehr auf, passt aber ganz gut zu den Schneelandschaften –¬†finde ich.

Das war der letzte Höhepunkt unseres Ausflugs. Von dort ging es mit einem kleinen Zwischenstopp zum Essen und zum Einkaufen von polnischen Lebensmittel direkt nach Hause.

Ich habe bei dieser Reise √ľbrigens festgestellt, dass mein Polnisch inzwischen ziemlich gut geworden ist, denn ich¬†wurde sowohl verstanden als auch verstand ich das geschriebene und gesprochene Wort, vorausgesetzt, es¬†wurde nicht zu schnell ausgesprochen¬†¬†¬† zwinker
Das war insofern sehr n√ľtzlich, da sich die Deutsch- und Englisch-Kenntnisse¬†der von uns kennengelernten, polnischen Bev√∂lkerung als nicht wirklich gut erwiesen haben, obwohl der Wille, sich in diesen Sprachen zu unterhalten, stets vorhanden war.¬†Allerdings d√ľrfte¬†mein Polnisch auch¬†noch seeeeehr ausbauf√§hig sein¬†¬†¬† zwinker

Das war also die kurze Zusammenfassung von unserem Hochzeitstagausflug in die slawische Nachbarschaft    standard



2014 25.
Jun

Dass ich mal wieder eine etwas l√§ngere Schreibpause eingelegt habe, ist dem Umstand geschuldet, dass in meinem Leben erneut allerhand los ist. Da siegt eben das reale Leben √ľber das virtuelle¬†¬†¬† zwinker

Wobei einige Erlebnisse ohne Unterst√ľtzung¬†des Internets vermutlich nie passieren w√ľrden. Zum Beispiel h√§tten wir ohne dies nie ein so wundervolles Wochenende mit zwei jungen Kanadierinnen namens Val√©rie und Charlotte aus Montreal verbracht, denn ohne Couchsurfing¬†w√§ren wir uns wohl nie begegnet. Wir hatten ganz viel Spa√ü zusammen und lernten nebenbei¬†auch viel √ľber Kanada und insbesondere √ľber Quebec dazu. Unvergessen wird uns auf jeden Fall ein Austausch √ľber die Schimpfw√∂rter in den verschiedenen Sprachen bleiben. Ganz ehrlich, ich h√§tte nie gedacht, dass das Wort „Tabernak“, welches sich vom Tabernakel in der katholischen Kirche ableitet, so viele negative Gef√ľhle ausdrucken kann¬†¬†¬† zwinker
Wir revanchierten uns nat√ľrlich mit unserer Couch, Essen, einem Stadtrundgang und einem Ausflug in die S√§chsische Schweiz, wie z.B. auf den Berg Lilienstein:

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Mein Monatsprojekt hält uns ebenfalls ganz schön auf Trab Рin Dresden gibt es einfach zu viele schöne und interessante Brunnen. Aber dennoch hatten wir am Montag nach der Fotojagd abends zudem genug Zeit, um diesen romantischen Sonnenuntergang an der Elbe geniessen zu können:

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Und da ich schon √ľber die Fotos berichte, darf ich an dieser Stelle voller Stolz angeben, dass¬†sich f√ľr mich eine Chance ergab, alle 4 Autoren von Phrase4¬†bei einem Outdoor-Fotoshooting in der Dresdner Neustadt abzulichten – wir hatten ganz viel Spa√ü und die¬†(Einzel-)Portraits sind auch sehr gut und recht unkonventionell¬†geworden …¬†es sind ja auch au√üergew√∂hnliche Schriftsteller¬†¬†¬† standard
Ihre nächste Lesung gibt es erst nach der Sommerpause: im September. Einzelheiten und die nächste Phrase stehen auf deren Homepage.

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Ansonsten war ich zwischenzeitlich mal wieder mit den Teilnehmern meines VHS-Russischkurses im „Odessa“ essen – es war wie immer einfach nur super. Noch ist¬†unser Semester zwar nicht zu Ende, aber zu den n√§chsten Stunden werden immer mal einige Leute fehlen – Reisezeit fordert ihr Tribut¬†¬†¬† zwinker
Einer von ihnen, Michael, ist schon seit einigen Tagen mit¬†einem „Ural“ Motorrad unterwegs von Dresden nach Murmansk¬†und f√ľhrt einen Blog √ľber seine Reiseerlebnisse.

Und nat√ľrlich darf man den Zeitfresser namens Fussball-WM nicht √ľbergehen¬†¬†¬† lachen¬†¬†¬† wir schauen uns bei Weitem nicht alle Spiele an, aber der eine oder der andere Abend wird schon gern¬†mit 22 Million√§ren¬†und einem Ball gewidmet¬†¬†¬† zwinker

Wie man merkt, f√ľr Langeweile bleibt keine Zeit und das finde ich ganz gut so¬†¬†¬† zwinker



2013 14.
Okt

Momentan durchlebe ich wieder verstärkt den Einfluß meiner russischen Wurzeln     standard

Zum Einen darf man mir gratulieren, denn aktuell habe ich als Kursleiter gleich zwei Reaktivierungskurse in Russisch bekommen. Eine Gruppe macht schon ihr zweites Semester mit mir und die andere hat sich zum ersten Semester in der Gorbitzer Filiale der Dresdner VHS zusammengefunden. Diese Außenstelle wurde im letzten Jahr komplett saniert und sieht jetzt einfach umwerfend schön aus! Die neue Gruppe gefällt mir zudem auch richtig gut. Ich schätze, auch hier werden wir nicht nur am trockenen Granit der Sprachwissenschaft nagen, sondern ebenfalls viel Spaß beim Lernen haben     lachen

Am Samstagabend bin ich der Einladung einer guten Bekannten aus den Zeiten des gemeinsamen Unterrichts in der russischen Samstagsschule „Raduga“ gefolgt und habe mir einen Besuch in einem kleinen Theater namens „Rudi“ geg√∂nnt. Dort wurde zum vorletzten Mal das St√ľck „Ach, Odessa!“ in¬†meiner Muttersprache¬†aufgef√ľhrt. Ich hatte zudem sehr nette Begleitung, denn eine junge Frau aus meiner¬†allerersten Gruppe (2012) und ein „Sch√ľler“ aus meinem aktuellen Kurs hatten ebenfalls Interesse an diesem Musical. Es war eine richtig witzige Veranstaltung ¬†und es hat uns dreien auf jeden Fall jede Menge Spa√ü gemacht!

Am Sonntag folgte ich zuerst widerwillig, dann aber sehr dankbar der Einladung meines Mannes     lachen     kuessen
Wir hatten einen bezaubernden Herbsttag und er war nicht m√ľde, mich in den Allerwertesten zu treten, damit ich mit ihm und meiner Kamera einen Spaziergang in der Stadt mache. Er hat ja so Recht, denn leider¬†habe bislang noch nicht sehr viel f√ľr mein Monatsprojekt gemacht¬†¬†¬†¬†¬†zwinker
Ihr könnt gespannt sein, denn es sind auf jeden Fall einige tolle Aufnahmen geworden     zwinker     selbstverständlich konnte ich es nicht lassen,  auch das Denkmal meines Lieblingsschriftstellers Dostojewski zu besuchen:

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Doch in den letzten Tagen hatte ich immer wieder ein paar Zeilen aus einem Gedicht von Puschkin im Kopf, denn besser kann man die derzeitige Herbststimmung wohl nicht wiedergeben:

–£–Ĺ—č–Ľ–į—Ź –Ņ–ĺ—Ä–į! –ĺ—á–Ķ–Ļ –ĺ—á–į—Ä–ĺ–≤–į–Ĺ—Ć–Ķ!
–ü—Ä–ł—Ź—ā–Ĺ–į –ľ–Ĺ–Ķ —ā–≤–ĺ—Ź –Ņ—Ä–ĺ—Č–į–Ľ—Ć–Ĺ–į—Ź –ļ—Ä–į—Ā–į –
–õ—é–Ī–Ľ—é —Ź –Ņ—č—ą–Ĺ–ĺ–Ķ –Ņ—Ä–ł—Ä–ĺ–ī—č —É–≤—Ź–ī–į–Ĺ—Ć–Ķ,
–í –Ī–į–≥—Ä–Ķ—Ü –ł –≤ –∑–ĺ–Ľ–ĺ—ā–ĺ –ĺ–ī–Ķ—ā—č–Ķ –Ľ–Ķ—Ā–į.

Du tr√ľbe Zeit! O welch Bezauberung, welch Freude
Bringt mir der Abschiedsgruß der sterbenden Natur!
Wie schön ihr prunkendes und welkendes Geschmeide,
In Purpurrot und Gold gekleidet Wald und Flur!

Schön, nicht wahr?     zwinker



2013 25.
Sep

Irgendwie habe ich inzwischen das Gef√ľhl, dass unser Urlaub schon von unglaublich langer Zeit war, denn inzwischen h√§tte ich wieder Lust auf weitere 3 Wochen Auszeit ¬†¬†¬† zwinker

Meine Spalte f√ľr September in unserem Familienplaner ist wirklich proppevoll. Ok, ok, dort sind nat√ľrlich nicht nur Ganztagstermine eingetragen, aber dennoch hat man jeden Tag etwas zus√§tzliches zu beachten.

Nat√ľrlich sind¬†aber auch sch√∂ne, witzige und spannende Eintragungen vorhanden. Nehmen wir als Beispiel¬†mal Freitag, den 13. … an diesem Tag sind wir alle schon um 5 Uhr aufgestanden, damit Stephanie rechtzeitig zur ihren praktischen Fahrpr√ľfung¬†aufbrechen kann. Sie hat selbst an diesem Ungl√ľckstag es nicht nur geschafft, p√ľnktlich anzukommen, sondern diese auch gleich beim ersten Mal zu bestehen! Nochmals Gl√ľckwunsch!

Am Mittwoch (18.9.) haben wir Carstens Geburtstags nur im kleinen und beschaulichen Kreis gefeiert und stellten fest, dass es ja sein letzter Geburtstag mit einer 3 als erste Ziffer sein wird     zwinker
Auf eine große Feier haben wir diesmal noch verzichtet, aber das wird nächstes Jahr bestimmt nicht mehr der Fall sein     zwinker

Am Samstagabend durfte ich wieder mal als Fotografin bei einem Auftritt der IDC-Tänzer auf dem Weinfest in Pesterwitz agieren. Die Lichtverhältnisse waren nicht wirklich optimal, aber ein paar Bilder sind doch noch vorzeigbar geworden Рhier ein Beispiel:

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Sogar die Werbung im Hintergrund ist gut lesbar     lachen

Allerdings gibt es keine Bilder vom Ausklang des¬†Abends zusammen mit meiner Anna. Zum Gl√ľck, kann ich nur sagen, denn wer will schon eine Wein trinkende, Lieder gr√∂lende und wild h√ľpfende Olga vor der Linse haben ¬† ¬† lachen

Am Sonntag darauf ging es dann gleich fr√ľh mit Gerd, Katja und¬†Colin sowie Dirk zum Wandern und Futtern sowie einer Fahrt auf dem Dampfer in die S√§chsische Schweiz –¬†es wurde ein langer aber echt toller Tag! Danke nochmals an Gerd f√ľr die Einladung!

Einen Termin habe ich mir dann auch selbst in den Kalender¬†eingetragen:¬†weil¬†ich ein Buch¬†namens¬†„Wyspa ZŇāoczyŇĄc√≥w“ von¬†Zbigniew¬†Nienacki¬†in polnisch ausgelesen habe, wollte ich auch noch unbedingt den Film dazu sehen. Ich habe sogar fast alles verstanden und bin deshalb auch total stolz auf mich¬†¬†¬†¬† standard

Apropos Filme. Ich hatte Lust, ein paar „echte Kerle“ auf ¬†der Leinwand zu sehen und da kamen mir die Neustarts von „White House Down“ mit Channing Tatum sowie „Riddick“ mit Vin Diesel gerade recht. Man merkt, die Jahreszeit wird d√ľsterer, denn dann interessiere ich mich irgendwie immer verst√§rkt f√ľr solche Actionfilme, wo am Ende immer die Guten gewinnen – als Ausgleich eben f√ľr das schlechte Wetter ¬† ¬† zwinker

Der Oktober sieht gl√ľcklicherweise laut Kalender derzeit noch ganz jungfr√§ulich¬†aus, aber irgendwie habe ich das Gef√ľhl, dass es nicht sehr lange so bleiben wird ¬†¬†¬† zwinker



2013 14.
Jul

Die letzte Woche war irgendwie extrem seltsam, es ging t√§glich immer wieder auf und ab und man hatte recht oft das Gef√ľhl, dass es sich gar nicht lohnt, etwas zu planen – es klappt doch eh nicht¬†¬†¬†¬†¬†traurig
√úbrigens, ich habe festgestellt, dass es diesmal nicht nur mich betraf, denn auch viele anderen Leute haben √ľber das Gleiche geklagt. Aber interessanterweise behielten alle eine Art Galgenhumor aufrecht und das Leben schenkte als Belohnung¬†auch ein paar sch√∂ne Momente ¬† ¬†¬†standard

Stephanie¬†brachte am Freitag ihr Zeugnis nach Hause und ich bin mit ihren Leistungen¬†mehr als zufrieden. Dass sie¬†manches noch besser kann, brauche ich ihr nicht zu sagen, denn sie ist schon von allein sehr ehrgeizig. Gleichzeitig bekam¬†sie auch ihr DELF-Ergebnis (Dipl√īme d’Etudes en langue fran√ßaise, ein freiwilliger Zusatztest) und sie liegt nur 3 Punkte hinter ihrer sprachbegabten und nun auch Franz√∂sisch studierenden Schwester: Andrea hatte damals 86 von 100, Stephanie hat eben 83 von 100 Punkten. Dass ich auch damit sehr zufrieden bin, versteht sich von selbst ¬†¬†¬† lachen¬†¬†¬†¬† Super gemacht, mein Kind!

Weniger zufrieden bin ich allerdings damit, dass am Freitagnachmittag eine Frau an einer Ampelkreuzung mein kleines (!) Auto √ľbersehen und ihren Wagen f√∂rmlich in meine rechte Seite hinein geschoben hat. Ich wei√ü nicht, wer von uns blechschadentechnisch mehr betroffen¬†ist, aber alles wirkte irgendwie absurd und unwirklich – wie in einem Film ohne Drehbuch. Auf jeden Fall waren wir beide¬†bzgl. Unf√§lle¬†absolute Laien und haben aufgrund von¬†leidlichem Blech-¬†aber keinem Personenschaden¬†nicht die¬†Polizei gerufen. Nun bleibt es abzuwarten, ob ich mich noch auf einen Gerichtsstreit einlassen muss oder ob sich die Frau¬†genau so¬†aufrichtig benimmt, wie sie das schon am Unfallort tat, wo sie ihre Alleinschuld zugab. Mein Autoh√§ndler hat bei den Worten „HUK Coburg“ n√§mlich gleich dazu geraten, einen Anwalt zu nehmen, weil diese Versicherung wohl sehr ungern bezahlt und sich mit der Gegenpartei¬†auch gerne mal streitet. Ich bin gespannt, ob ich mein¬†gutgl√§ubiges Verhalten bereuen werde oder die Menschheit noch nicht so ganz die Regeln des Anstands¬†vergessen hat.

Diesen zerm√ľrbenden √Ąrger am Ende zu meistern halfen mir zwei wunderbare¬†Treffen mit Freunden. Am Freitagabend genossen wir mit Kathrin und Axel¬†ein leckeres Buffet beim¬†Griechen¬†und hatten wirklich viel Spa√ü. Am Samstagabend haben uns Ines und Torsten¬†zu¬†sich eingeladen und auch dieser Abend wurde lang (erst um 1:30 Uhr lagen wir im Bett), aber kurzweilig.

Der heutige Tag entwickelte sich¬†dann gl√ľcklicherweise zu einem¬†Tag der totalen Entspannung mit lange im Bett liegenbleiben, viel Lesen,¬†die DVD „Chinese zum Mitnehmen“ gucken, Fotos f√ľr mein Monatsprojekt schie√üen und alles ganz ruhig angehen lassen. War irgendwie auch n√∂tig – ich sp√ľre schon jetzt, dass mir ein Urlaub¬†gut t√§te, aber bis dahin muss ich noch 3 Wochen Geld verdienen ¬†¬†¬† zwinker

Und noch etwas zum Thema Auto ¬†¬†¬† lachen¬†¬†¬†¬† Carsten hat √ľberlegt, dass wir am Samstag vielleicht mal die US Car Convention¬†besuchen k√∂nnten. Aber am Eingang angekommen, war uns die Schlange einfach zu lang und das Wuhling f√ľr 6 EUR pro Nase zu gro√ü. Zudem konnte man einige Autos auch schon so auf der Stra√üe sehen und h√∂ren,¬†was uns am Ende sogar ausreichte¬†¬†¬†¬† zwinker

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Auf jeden Fall bleibe ich bei meiner Meinung: Es war eine seltsame Woche und ich hoffe stark, dass die kommende besser wird!



2013 13.
Mai

Ich habe schon gedacht, dass ich diesen Besuch abblasen muss, denn es ging mir einige Tage zuvor nicht sonderlich gut. Aber gl√ľcklicherweise besserte sich mein Zustand, so dass Carsten und ich am Donnerstag¬†bzw. M√§nnertag¬†unsere Siebensachen ins Auto geworfen haben und zu unseren Freunden Kasia und Rafal nach Breslau gefahren sind. Wir haben sie und ihr T√∂chter vor ziemlich genau einem Jahr √ľber Couchsurfing kennengelernt. Breslau war schon seit Langem eine Stadt, welche ich unbedingt sehen wollte. Au√üerdem ist Kasia genauso an europ√§ischen Geschichte der 30er & 40er- Jahre des¬†20. Jahrhunderts interessiert und¬†darum beschlossen wir schon damals, dass wir mal gemeinsam¬†zu den¬†KZs¬†Buchenwald¬†und Auschwitz fahren sollten. Da die Stadt Auschwitz¬†zudem in der N√§he von Krakau liegt, bot es sich f√∂rmlich an, diese historische und f√ľr Polen ebenfalls sehr bedeutende Stadt wenigstens mal kurz pers√∂nlich kennen zu lernen.

Breslau – die Polen¬†nennen es¬†WrocŇāaw – ist eine ganz bezaubernde Stadt! Vom Lebensgef√ľhl erinnerte sie mich sehr stark an Santiago de Compostela, denn auch hier wird Altes und Neues perfekt ausbalanciert. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes fr√∂hliches Jugendleben (Studenfestival „Juwenalia“) mitbekommen und¬†konnten sowohl unz√§hlige Kirchen als auch andere historische Ecken und Geb√§ude, z.B.¬†die Uni, besuchen. Au√üerdem habe ich etliche Zloty f√ľr polnische DVDs ausgegeben – ich freue mich schon auf den n√§chsten verregneten und terminfreien Sonntag ¬†¬†¬† lachen
Witzigerweise¬†gibt es √ľberall in dieser Stadt¬†verteilt 95¬†Bronzezwerge (polnisch: krasnale) und die, die ich fotografiert habe, werde¬†ich auch¬†in K√ľrze mal hier zeigen. Aber mein Herz hat definitiv die „B√§renstatue mit Zunge“ am Rathaus erobert ¬† ¬† lachen

Krakau – auf polnisch Krak√≥w¬†– ist ebenfalls einen Besuch wert und auch hier¬†fanden wir den interessanten Mix aus Studentenleben und ganz viel gelebter alte und neue Geschichte. Allerdings¬†wurde¬†diese Stadt schon seit L√§ngerem¬†exzessiv f√ľr Touristen erschlossen und so fehlte mir besonders das Eintauchen ins normale Leben der Einheimischen, welches ich in Breslau so genossen habe. Sehr beeindruckend fand ich den Marktplatz, aber auch das Schlo√ü ist grandios –¬†dabei darf man nat√ľrlich nicht den hin und wieder feuerspeienden Drachen am Ufer der Weichsel vergessen! Das J√ľdische Viertel¬†kommt vom Flair her¬†der Dresdner Neustadt recht nahe. Leider schafften wir es aber nicht mehr, noch die Ausstellung¬†in der¬†Fabrik von Oskar Schindler zu besuchen. Vielleicht wird das fr√ľher oder sp√§ter mal ein Grund sein, f√ľr eine zweite Reise nach Krakau zu kommen –¬†wer wei√ü …

Die Kleinstadt Auschwitz wird von den Polen OŇõwińôcim¬†genannt und¬†wird nat√ľrlich immer mit dem gr√∂√üten Vernichtungslager der Nazis in Verbindung gebracht. Dieses Ziel hat mich schon immer sehr interessiert, obwohl ich gleichzeitig etwas Angst vor diesem Besuch hatte. Kasia ging es √§hnlich und so kam es, dass sie trotz der relativen N√§he zu Breslau (etwa 2 Stunden Autofahrt) die Gedenkst√§tte¬†ebenfalls noch nie besucht hat. Zusammen und mit der Unters√ľtzung unserer M√§nner¬†lie√üen wir uns auf diese emotionsbeladene Reise ein. Da die F√ľhrungen durch das Lager Auschwitz und das Lager Auschwitz-Birkenau in verschiedenen Sprachen angeboten werden, trennten wir uns f√ľr¬†die Dauer von 4 Stunden –¬†Carsten und ich meldeten uns f√ľr eine in Deutsch gef√ľhrte Gruppe und Kasia und Rafal f√ľr die polnische an. Wir zahlten mit¬†35 Zloty¬†(ca. 10 Euro) pro Person etwas mehr¬†als unsere polnischen Freunde (20 Zloty), aber am Ende stellten wir im Gespr√§ch fest, dass unsere Gruppenleiterin sich wesentlich mehr Zeit f√ľr die Ausstellungsr√§ume und ihre Erkl√§rungen genommen hat und¬†sehr ausf√ľhrlich durch die beiden Lager f√ľhrte. Am Ende hat uns die Tour¬†emotional sehr ber√ľhrt und das Wetter h√§tte den Ernst des Themas nicht besser unterstreichen k√∂nnen: bei grauen Regenwolken wirkten die dunklen Baracken, die bedrohlichen Wacht√ľrme und die hohen Stacheldrahtz√§ume umringt von frischem, gr√ľnen Gras nahezu gespenstisch. Anfangs nieselte es nur, aber am Ende der F√ľhrung verst√§rkte sich der Regen … es w√§re irgendwie nicht richtig gewesen, einen derart traurigen Ort¬†bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel zu besichtigen.

Auf der R√ľckfahrt nach Dresden¬†brachten wir Kasia und Rafal noch auf halbem Wege nach Hause und¬†gegen 19 Uhr¬†hie√ü es auch f√ľr uns Abschied zu nehmen und¬†wieder zur√ľck nach Deutschland zu fahren – das verl√§ngerte Wochenende war leider¬†definitiv vorbei.

Polen ist auf jeden Fall eine Reise wert, zumal gerade Breslau mit ca. 2,5 Stunden Autofahrt¬†f√ľr uns doch so nah ist. Ich konnte meine Polnischkenntnisse etwas aufpolieren und √ľbte flei√üig das Sprechen mit¬†Einheimischen. Sie haben mich sogar recht gut verstanden!¬†Und zudem schmeckt das polnische Essen einfach¬†verdammt gut¬†¬†¬†¬†¬†standard¬†¬†¬†¬† das Bier √ľbrigens auch ¬† ¬† standard



2011 08.
Nov

Wenn wir Couchsurfer bei uns aufnehmen, dann wissen wir bereits aus Erfahrung, dass wir nach solchen Wochenenden definitiv am Schlafmangel leiden werden    zwinker

Nat√ľrlich ist es auch diesmal mit der kleinen Familie Denis, Alla und ihrer 7-j√§hrigen Tochter Polina aus Moskau¬†nicht viel¬†anders geworden. Ab Freitagabend herrschte¬†mal wieder¬†das wilde Sprachendurcheinander von Deutsch, Englisch und Russisch in unserem Haus, doch unsere G√§ste sprachen¬†zum Gl√ľck ganz gut Englisch. Ich musste daher nicht permanent als Verst√§ndigungsbindeglied agieren¬†¬†¬† zwinker

Die Russisch-Kenntnisse meiner Familie haben sich nach diesem Besuch dennoch enorm gebessert. Carsten erinnerte sich selbst an die Vokabeln, welche wir aufgrund¬†des fortgeschrittenen Alters¬†unserer M√§dels nicht mehr so oft nutzen m√ľssen, wie z.B. „Osotorzhno!“ (Vorsicht!). Solche Ausrufe brauchen wir inzwischen f√ľr die nicht mehr, aber wenn man mit einer bis dato bergunerfahreren kleinen Maus im Felsenlabyrinth in der S√§chsischen Schweiz unterwegs ist, kann ein solcher Ausruf viele unsch√∂nen Erfahrungen und¬†schmerzhafte Flugeinlagen ersparen. Andrea hat uns¬†zudem beim Samstagsprogramm in die Dresdner Innenstadt begleitet und Polina hat sie dabei¬†sehr ins Herz geschlossen –¬†daher glaube ich felsenfest daran, dass der Wortschatz meiner Gro√üen am vergangenen Wochenende einen enormen Zuwachs erhalten hat¬†¬†¬† zwinker

Ja, wir haben mit unseren G√§sten diesmal eine etwas ungewohnte Route ausgesucht. Nat√ľrlich¬†grasten wir zuerst am Samstag die Altstadt mit all¬†ihren Klassikern ab, nur f√ľr die Galerie „Alte Meister“ war leider keine Zeit mehr geblieben. Daf√ľr konnten wir den „Drei Haseln√ľsse f√ľr Aschenbr√∂del“-Fans wenigstens noch Schlo√ü Moritzburg zeigen.
Am¬†Sonntag fuhren wir zuerst zur Bastei, weil diese Aussicht aus unserer Erfahrung¬†einfach jeden umhaut¬†¬†¬† standard¬†¬†¬† und so war es auch diesmal. Danach entschieden wir uns, auch dem Kinde etwas Gutes zu tun und fuhren zum Felsenlabyrinth, wo sie ausgiebigst herumklettern konnte ohne gleich in¬†die N√§he von √ľber hundert Meter tiefe Abgr√ľnde zu geraten. Ich sch√§tze, diese Erfahrung bleibt f√ľr unseren Besuch ebenfalls sehr positiv bzw. einmalig in Erinnerung¬†¬†¬†¬†standard¬†¬†¬† nicht nur wegen des Picknicks auf dem Felsenplateau:

Ich¬†kann¬†an diesem Wochenende mein i-T√ľpfelchen mit Denis verbuchen. Er schreibt in seinem Blog¬†nicht nur √ľber¬†seine Reisen, sondern bewertet auch unterschiedliche Weine. Da¬†wollte ich mit meinem Mini-Weinkeller seinem Gaumen mit einigen neuen Weinerfahrungen aushelfen. Unser Mitbringsel aus Australien kam bei ihm genau so gut an, wie ein trockener Sekt vom Schlo√ü Wackerbarth¬†¬†¬† standard¬†¬†¬† ich bin mal gespannt, wie er es in Worte fassen wird.

Nur der Abschied am Montagmorgen war etwas schmerzhaft f√ľr uns, denn¬†der Bus nach Berlin, welcher unsere G√§ste zum Flughafen bringen sollte, fuhr bereits um 4:45 Uhr am Hbf-Dresden ab¬†und wir unterbrachen unsere Nachtruhe¬†gegen 3:30 Uhr f√ľr eine halbe Stunde, um unsere G√§ste¬†noch geb√ľhrend¬†verabschieden zu k√∂nnen.¬†Dann stand das Taxi auch schon vor der¬†Casa OLCA¬†und hat sie mitgenommen …