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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2026 04.
Apr.

Uff, nun springe ich ja direkt von den Weihnachtsgrüßen im letzten Jahr auf die Ostergrüße in diesem Jahr … man, wie schnell doch die Zeit vergeht – bitte entschuldigt meine Blogabstinenz & Schreibfaulheit.

Die Kurzversion: es geht uns allen blendend, Stephanie macht weiter in kleinen Schrittchen ihre Fortschritte, das Bootcamp und ihre Therapien sind selbstverständlich ihre täglichen Begleiter und nebenbei stopfen wir unsere Freizeit mit ganz ganz vielen Unternehmungen voll. Da bleibt am Ende leider weder genug Zeit zum Schreiben, noch zum Langweilen – wir konnten die letzten fast vier Monate echt genießen und standen unter ständigem (aber schönem) Termindruck. Wir leben, genießen und gedeihen    ðŸ˜‰

Die Langversion: zuerst einmal wünschen die OLCAs allen Lesern ein frohes und erholsames Osterfest und genießt vor allem das superlange Wochenende.

Eben genau so wie wir es auch tun werden, u.a. mit einem Stadionbesuch beim HSV, einem Osterbrunch mit Freunden und einem Besuch des Frühlingsdoms … nee, das ist in Hamburg keine Kirche, sondern man kennt es im Allgemeinen besser unter den Bezeichnungen Rummel oder Kirmes:

Vor allem das Fußballstadion und der Rummelplatz werden definitiv mal wieder absolute Premieren für das Kind – doch hier im Norden auch gleich mal für Carsten und mich.

Ich versuche nun, die letzten 3,5 OLCA-Monate in Wort und Bild zusammenzufassen, damit ihr merkt, wie positiv vollgestopft unsere Zeit war.

Den Anfang machten natürlich 16 ganz wundervolle Tage mit unseren beiden Kindern, Andreas Mann und meiner dreijährigen Enkelin in einer Ferienwohnung am Faaker See in Österreich:

Mit absolut pünktlichem Schneefall zu Heiligabend, einer ganz tollen Sicht auf die Berge …

… und einem total klaren Himmel zu Silvester:

Es war echt eine tolle Zeit mit der erweiterten OLCA-Familie und vor allem mit meiner kleinen, zuckersüßen Enkelin    ðŸ˜‰

Zurück in der Residencia OLCA fanden wir zum Glück ganz unproblematisch wieder zurück in den Alltag – mit Stephanies Bootcamp-Übungen, einer Fünf-Tage-HomeOffice-Arbeitswoche bei Carsten (vorbei ist die Zeit der Freistellungen) und meinem ständigen Wechsel zwischen HomeOffice (3 Tage) und Büroleben (2 Tage). Nebenbei fielen noch die üblichen Neujahrsarbeiten, wie z.B. die Aktualisierung unserer Unternehmungstafel …

… und das Auspacken der Jahreskisten:

Am 19. Januar kam schon mein erstes Highlight für dieses Jahr … wenn nicht sogar fürs ganze Leben: Stephanie und ich konnten uns an den Polarlichtern über Wentorf überhaupt nicht sattsehen, …

… während Carsten versuchte, die schönsten Momente im Foto und als Video festzuhalten – keine Angst, die anderen 56 wunderbaren Bilder erspare ich euch hier    ðŸ™‚

Damit kann ich nun einen weiteren Haken auf meiner Bucket-List eintragen: einmal Polarlichter sehen … checked!

Im gesamten letzten Jahr waren wir gerade zweimal im Kino, in 2026 sind wir bis heute schon gleich dreimal in einem gewesen: den Anfang machte „Avatar 3 – Fire And Ash“ (in 3D) im Februar, danach folgten „Hoppers“ (echt süß gemacht) und die wirklich beeindruckende Naturdokumentation „Die wilde Nordsee – Natur, die sich nicht zähmen läßt“ inklusive Live-Interview mit den Machern und Sponsoren. Es waren tolle Abende und auch mit Rollstuhl bekamen wir echt gute Plätze.

Anfang Februar ist Stephanie dann noch 30 Jahre geworden – herzlichen Glückwunsch meine Kleeene. Jetzt fühlt sie sich schon richtig alt!    ðŸ˜‰

Dies war auch schon fast der Auftakt zu einem darauf folgenden Ausflugsmarathon in und um Hamburg, denn unseren anschließenden Hochzeitstagsurlaub verbrachten wir diesmal zuhause – Fliegen & Co. war uns bei Krieg, Arbeitskampf und Streik viel zu unsicher.

Hier eine Auswahl unserer Aktivitäten:

Besuch des Paradox Museums, …

… der Dinosaurier-Lichtshow im Port des Lumieres, …

… des Archäologischen Museums, des Zoologisches Museums, eines Museums über die Superhelden der Antike und der heutigen Zeit, …

… des Projektes Dialog im Dunkeln, …

[ja, so viel sahen wir drei von der Umgebung, als wir in einer 8er-Gruppe von zwei Blinden durch ABSOLUT dunkle Räume mit den Szenen Waldweg, Straßenkreuzung, Küche und Kneipe geführt wurden – jawoll, auch Stephanie im Rollstuhl war mit dabei!]

… einer Greenpeace-Ausstellung, des Museums der Illusionen

… und unseres nächstes Highlights: insgesamt 8 Stunden (!) im Miniaturwunderland.

Also was die mittlerweile auf die Beine gestellt haben, ist der absolute Wahnsinn!!!

Wir drei konnten uns einfach nicht sattsehen und letztendlich werden wir in der Zeit sicherlich auch nur insgesamt 75% aller Dinge & Gags gesehen haben.

Stephanie konnte trotz Rollstuhl das Meiste erreichen, aber durch das fehlende Aufstehen blieben ihr leider ein paar wirklich witzige Dinge verborgen – doch ihr Gehirn hatte nach den Urlaubstagen eh schon genug zu verarbeiten.

Nur ein paar Tage später folgte Stephanies großes Spektakel, auf das sie sich schon seit Monaten gefreut hatte: Jason Derulo spielte sein Programm „The Last Dance World Tour“ in der Barclays Arena … mit einer Stunde Verspätung, aber die Bühnenshow ist einfach fantastisch!

Mein Gott, was haben wir beide abgetanzt!!!

Und bezüglich Stroboskop und Epilepsie bei Stephanie machen wir uns nach der Show bestimmt gar keine Gedanken mehr    ðŸ˜‰

Das Kind bekam zwischenzeitlich auch externes Training, denn an einem ganzen Tag in Bad Oldeslohe lernte sie beim RoMoWo (RollstuhlMobilität Wohnortnah) einen noch besseren Umgang mit ihrem Rollstuhl – zumindest die ersten Ansätze dafür.

Auf dem Programm standen Grundlagen für einen Wheelie, wie man über Seile, Kanten und Kopfsteinpflaster fährt, wie man Steigungen und Schrägen besser bewältigt …

… und wie man selbstschließende Türen durchfährt. In ein paar Wochen hat sie einen Folgetermin, damit man das Gelernte und Geübte noch einmal vertiefen kann und mit Sicherheit noch weitere Kniffe erklärt bekommt.

Als das Wetter besser wurde – hier bei uns ab 8. März, also pünktlich zum Frauentag – starteten Carsten und Stephanie erfolgreich in die Zugrad-Saison:

Zunächst noch auf einem großen und menschenleeren Platz in einem Park, doch an den folgenden Tagen legten die beiden hier in der Umgebung schon 7 km und 11 km zurück … wobei meine Orangenhälfte sie dabei schon mit dem Fahrrad begleiten musste, denn bei 10 km/h kann man nicht mehr ganz per Pedes mithalten.

Zu dritt besuchten wir Mitte März die Tanz- & Theatershow „This Is Me“ in Glinde, in der eine ihrer Ergotherapeutinnen eine „kleine“ Hauptrolle hatte, …

… und schon nur eine Woche später ging Stephanie mit einem ganz lieben Besuch aus Dresden zum sehr viel größeren Musical „Der König der Löwen“ in Hamburg:

Letzteres ist Stephanies absolutes Lieblings … hmmm … wie kann man Animationsfilm, Realverfilmung, Musical und Musik-CD zusammenfassen? … Lieblingsthema, ok?

Aber nicht nur das Zugrad wurde aus dem Winterschlaf geholt, sondern vor ein paar Tagen auch noch unser Smart. Leider musste der ADAC trotz abgeklemmter Batterie nach mehr als 6 Monaten etwas nachhelfen, denn der Generator hatte sich ein wenig festgefressen. Doch meine beiden konnten schließlich noch am gleichen Tag einen längeren Ausritt inklusive kurze Überfahrt mit der Zollenspieker -Elbfähre machen und das Kind war überglücklich.

Glaubt mir, das waren bei Weitem noch nicht alle Unternehmungen und Freizeitaktivitäten, die wir während der letzten Monate gemacht haben – doch mit Sicherheit die Größten und Schönsten. Wir konnten bis jetzt schon wieder so einiges von der Unternehmungstafel für 2026 streichen:

Und eben genau das alles hat mich leider immer wieder vom Blogschreiben abgehalten. Verzeiht ihr mir bitte?

Ach ja, da wären auch noch Stephanies Erfolge aus dieser Zeit – im Folgenden seien jetzt erst einmal nur die größten und herausragendsten Dinge erwähnt.

In der Ferienwohnung konnten wir zum ersten Mal (nach ihrem Vorfall) Tischtennis ausprobieren und sie hatte nach nur 30 min den Dreh raus, um schon ein paar gezielte Ballwechsel mit Carsten hinzubekommen:

Sie kann nun ohne Probleme (wenn auch nur kurz) auf den Knien stehen und mit dem Oberkörper Dinge erledigen, z.B. Puzzeln oder Klötze stapeln:

An unserer improvisierten Sprossenwand schafft sie mittlerweile den sogenannten Prinzensitz … leider noch nur für eine sehr kurze Zeit, dann zieht es gewaltig in ihren Beinmuskeln:

Das Krabbeln sieht mittlerweile bei ihr schon recht dynamisch aus, aber die Haut auf den Knien ist leider noch viel zu empfindlich, sodass wir immer wieder mit offenen Schürfwunden zu tun haben und deshalb des Öfteren pausieren müssen:

Die ersten zaghaften Hüftbewegungen nach rechts und links werden ebenfalls schon sichtbar – vor allem, wenn sie sich nicht gerade darauf konzentriert, sondern es ganz beiläufig macht.

Ebenfalls erwähnenswert: ganz freiwillig und ohne Druck von mir („Isch schwöre!“) hat sie nun mit dem Schreiben der russischen Schrift bzw. kyrillischen Buchstaben begonnen – auch das kommt anscheinend genau so schnell zurück, wie vor Jahren ihr ABC-Schreiben nach dem wochenlangen Üben der Graphomotorik.

Ihr seht, es geht herrlich weiter in Richtung Besserung und von Stagnation kann zum Glück noch keine Rede sein. Also bleiben natürlich auch wir gemeinsam mit ihr weiter am Ball und mit den oben genannten, vielen Unternehmungen wollen wir zudem stetig Input geben, damit ihr Wissen, ihre Erfahrungen und vor allem die Eigenständigkeit weiter angefüttert werden kann. Wir sehen uns auf sehr gutem Wege und das Bootcamp war vor etwas mehr als einem Jahr die beste Entscheidung, die wir diesbezüglich treffen konnten. Auch wenn der damalige Umzug in die häusliche Pflege einen ganz großen Umbruch mit sich brachte – durch den gewinnt sie nun sogar noch sehr viel mehr an Lernprozessen und an Lebenserfahrung zurück.

Versprochen, wir halten weiter durch. Stephanie geht es weiterhin zwar nicht schnell genug, doch mit all dem Zuspruch und der Hilfe aus unserem Therapeuten- sowie Freundes- und Bekanntenkreis sollte es derzeit auch weiterhin nur steil nach oben gehen.

Tschakka, wir schaffen das!!!

 

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