Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2010 17.
März

Wer mein Blog verfolgt weiss, dass ich normalerweise am Wochenende schreibe. Aber je ausgefüllter die Tage, um so weniger Zeit sich in Ruhe an den Rechner zu setzen und zu berichten     *seufz*

Das kinderfreie Wochenende war nämlich wirklich toll. Irgendwie hat sich das schon vor Wochen nach und nach ergeben, dass wir uns eigentlich jeden Tag mit Freunden zum Essen und Trinken getroffen haben. Ok, am Freitagabend waren wir mit unserem liebsten Freitaler Pärchen sogar noch im Kino, bevor wir bei ihnen zu Hause bis um 3 Uhr nachts bei Wein, Spaghetti usw. versackten. Der Film“ Auftrag Rache“ mit Mel Gibson fand ich recht beeindruckend. Entgegen der Erwartung nach den bereits gesehenen Trailern ist es aber kein reiner Actionstreifen, sondern eher eine Art politischer Thriller, wobei auch eine Vater-Tochter-Beziehung eine sehr wichtige Rolle spielt.

Am Samstag verbrachten wir zunächst fast den ganzen lieben Tag im Bett. Nach dem Frühstück hatten wir uns zwar jede Menge Sachen vorgenommen (Wäsche waschen, aufräumen usw.), aber als wir uns für all die Tätigkeiten umziehen wollten, landeten wir wieder zwischen den Kissen und Decken, wo es so warm und gemütlich zum Schlafen, Lesen und Dösen war … meine Hebräisch-Hausaufgaben habe ich deswegen auch erst um 16 Uhr angefangen, bin aber rechtzeitig zum nächsten Besuch bei Freunden fertig geworden    😀
Auf uns wartete außer witziger Unterhaltung auch ein superleckerer Gulasch mit selbstgemachten Semmelknödel und Bayrischem Kraut. Dazu goß in Strömen: Rotwein, B52’s und zum Abschluß eine Flasche Wodka. Wir mussten uns aber an diesem Abend schon um Mitternacht verabschieden, denn der Sonntagstermin war schon auf 10 Uhr morgens gesetzt.

Zu dem kamen wir dann auch pünktlich an – trotz Schlafsandsäcken ! Während Carsten sich mit Günters Laptop beschäftige zeigte mir Barbara, dass das Zubereiten einer leckeren Ente wirklich kein Hexenwerk ist. Der Vogel war superlecker!  Das war aber nicht das Einzige, was wir zu essen bekamen    😉

Gegen 18 Uhr kamen wir erst zu Hause an, denn dann trudelten auch unsere Mädels schon wieder ein. Es gab beim gemeinsamen Abendessen diesmal wirklich sehr viel zu berichten, denn auch sie hatten kein langweiliges, wenn auch nicht so ein verfressenes, Wochenende hinter sich.



2010 07.
März

Die Messe ist vorbei und ich konnte deswegen gestern um 22:30 Uhr wieder die eigene Haustür aufmachen und mit dem eigenen Mann im eigenen Bett einschlafen – schöööön!!!

Während ich gearbeitet habe vergnügte sich mein Groß-Dinkelman wunderbar im Hotelzimmer:

Währenddessen war mein Mann ganz fleißig und hat unseren Jahresbericht 2009 auf www.marvinchen.de den interessierten Lesern präsentiert.

Heute war ein Gammel- & Haushaltstag, aber da auch die Kinder am Samstag spät ins Bett gegangen sind (Andrea eigentlich erst am Sonntag, weil sie bei ihrer Freundin eine DVD-Nacht eingelegt hat) wird es heute für uns alle einen ziemlich kurzen Abend geben.

Ich habe heute zum ersten Mal in meinem Leben nach einem Kochbuch Rosinenschnecken gebacken. Diese werden mit Sicherheit keinen Schönheitswettbewerb gewinnen können, aber ich hoffe, dass sie wenigstens einigermaßen gut schmecken. Der Geschmackstest gibt es in ein paar Minuten.

P.S.: Geschmackstest bestanden! Ich muss also nur noch meine Backtechnik verfeinern    *grins*



2010 31.
Jan.

Der gestrige Tag gehörte mal wieder ganz und gar unseren lieben Kindern.

Zum einen hatten sie beide wie üblich beim Tag der Offenen Tür in ihrem Gymnasium mitgeholfen. Stephanie war in ihrem Element und stand den wissbegierigen Besuchern vom Radio „Resonanz“ zur Verfügung.  Andrea dagegen verschlug es diesmal in die kulinarische Ecke, denn sie hat beim Crepebacken für das „Cafe Europa“ mitgewirkt. Wir besuchten beide traditionell auf ihren Posten, aber vorher, direkt am Schuleingang, gaben wir noch das bis dahin gesammelte Altpapier im Namen der beiden Mädels ab. Da wir schon etliche Wochen fleißig Zeitungen & Co in unserem Keller eingelagert haben, konnte durch unsere Lieferung bei der Ausbeute jeder Klasse 20,5 kg dazugerechnet werden. Am Ende der Aktion werden nämlich der beste Sammler und die beste Klasse gekürt und der Gesamterlös kommt einem Schulprojekt zu Gute.

Im Schulgebäude schlemmten Carsten und ich hier und da einige Kleinigkeit an diversen Ständen und unterhielten uns mit 2 Lehrerinnen. Danach durften die Kinder sich ohne unsere Anwesenheit entspannen    😉

Abends zogen wir uns anständig an, klemmten eine Dose mit selbstgemachten Brownies für Stephanies Premierenparty unter den Arm und trabten zum nahegelegenen Theater Junge Generation. Mann, war ich vielleicht aufgeregt – vermutlich viel schlimmer als unsere Kleine, welche eigentlich auf der Bühne stand !

Nach einer Stunde war das Stück vorbei und meine Aufregung verflog, da ich viel Platz für meinen Mutterstolz brauchte – ich bin fast geplatzt davon    :erroeten:     Stephanie hat ihre textlose Rolle als neugierige Nachbarin und eine zweite, mit Textpassage, als Englischlehrerin, gut gemeistert. Das Stück „Point of No Return“ bestand allerdings nicht nur aus der Schauspielgruppe, bei der sie mitgewirkt hat. Ihr Können konnten auch Mitstreiter aus der Tanzgruppe sowie vom Objekttheater dem Publikum zeigen. Das Stück war dadurch etwas avantgardistisch geraten, aber mit viel Fantasie konnte man wenigstens erahnen, um was es dort im Großen und Ganzen ging. Es ist, wie mein Mann in solchen Situationen zu sagen pflegt, eben Kunst    😀

Das Stück wird noch morgen Abend und am Dienstagvormittag gezeigt. Danach haben wir bzw. Stephanie erstmal Ruhe von der ganzen Proberei. Die Wiederaufnahme wird es erst im Juni geben. Bis dahin muss Stephanie ihren verpassten Schulstoff der letzten Woche aufholen, was ihr hoffentlich nicht sehr schwer fallen wird    :unschuldig:

Carsten hat übrigens eine schöne Zusammenstellung über die erste richtige Theatererfahrung unserer Jüngsten erstellt und diese in unserem OLCA-Tagebuch veröffentlich. Für die bequemen Leser    😉     hier der direkte  Link dorthin –> zum Eintrag



2010 23.
Jan.

Heute hat Andrea einen wichtigen Tag. Jetzt ist sie gerade bei ihrer DELF-Prüfung (Diplôme d’Etudes en langue française), welche einen mündlichen und einen schriftlichen Teil beinhaltet.

Beim Frühstück bemühte sich die gesamte Familie sie aufzumuntern, was uns, schätze ich, ganz gut gelungen ist. Sie hat das Haus recht entspannt verlassen. Aber als sie weg war fing ich an, mich mit dem Thema Prüfungsangst & Co. zu beschäftigen. Nun bin ich wirklich gespannt, wie sie das Ganze meistert. Schließlich ist das ihre erste richtige Prüfung in diesem Leben! Auf jeden Fall ist das eine gute Vorbereitung auf den ganzen Abistress im nächsten Schuljahr.

Ich versuche mich gerade durch Kochen (auf Wunsch eines einzelnen Herren gibt es heute Gulaschsuppe – meine Premiere des Tages   😀    ), Surfen und jede Menge Hausarbeit abzulenken, um mir nicht die Gedanken machen zu müssen, wie es ihr geht. Sie wird das ganz bestimmt gut meistern, aber Mütter sind schon immer ein furchtbar aufgeregtes und ungeduldiges Völkchen gewesen.    :zunge-rechts:



2010 16.
Jan.

Ich liebe meine Kinder wirkich sehr und verbringe wahnsinnig gern Zeit mit ihnen (selbst wenn sie mich manchmal in den Wahnsinn treiben können :teufel: 😉  ). Es ist aber auch schön zu wissen, dass sie zwar nicht zu Hause sind, es ihnen dennoch auch ohne mich richtig gut geht.

Solche freien Tagen nutze ich dann zur totalen Enspannung und zur Erledigung liegengebliebener Projekte aller Art. Heute konnte ich recht lange schlafen, danach haben mein Mann und ich die Zeit im Bett nicht dazu genutzt, wozu es wohl die meisten Paare nutzen würden, sondern zum Lesen. Danach schauten wird das Ende des Films „Shooter“ an, welchen ich am Vorabend unbedingt sehen wollte, aber in der Mitte der wirklich spannenden Geschichte  nur noch müde mit der Augen klimperte. Dieser Streifen mit Mark Wahlberg ist echt gut gemacht, hat aber zu Recht die FSK 18 bekommen.

Danach gab es gemütliches Frühstück und als wir ausgefertig waren einen schönen Spaziergang durch die winterliche Umgebung. Noch liegt zum Glück reichlich Schnee in Dresden und offentsichtlich teilen jede Menge Häuslebesitzer unsere Schneeräumphilosophie. Wir glauben nämlich daran, dass es ausreicht, wenn auf dem freigeräumten Fußweg 2 Erwachsene problemlos aneinander vorbei gehen können. Einge unserer Nachbarn stehen eher auf das Programm AMW  – *Alles Muss Weg* und verteilen die winterlichen Geschenke des Himmels lieber auf den öffentlichen Straßen, u.a. mit der Konseqenz, dass die parkenden Autos einfach vorn und hinten einen Schneeberg haben. An der Stelle bin ich sowas von froh, einen TG-Stellplatz zu haben!

Als wir nach Hause zurückkamen kochte ich uns eine große Portion überbackenes Sahnegeschnetzeltes und danach landeten wir von unseren PC-Freunden. Carsten hat noch einen „Gast“ dazu bekommen, denn er hilft hin und wieder Freunden mit ihren Rechnern, falls sich da Problemchen auftun.

Ich hoffe sehr für mich, dass ich die freie Zeit jetzt nicht nur zum Surfen nutze, sondern auch langsam mit unserem Jahresbericht beginne, denn neulich stellte ich mit Schrecken fest, dass die Hälfte des Januars schon vorbei ist und wir bis zu unserem Spanienurlaub nur noch weniger als einen Monat warten müssen 🙂



2010 14.
Jan.

Lieber Blog!

Ich, deine Mutti, gratuliere dir ganz herzlich zu deinem heutigen 3. Geburtstag! :geschenk: :blume:

Das vergangene Lebensjahr war für dich ganz bedeutend. Du hast den größten Umzug deines Lebens geschafft und gehörst jetzt voll und ganz zu der marvinchen-Familie. Deine erste Bleibe bei Yahoo! mussten wir leider auflösen, da sie dort keine Bewohner mehr haben wollten.

Nun bist du auf jeden Fall gewachsen und hast dich ganz toll weiterentwickelt. Deine Mom schafft es endlich, dich etwas öfter mit den Beiträgen zu füttern. Dein Paps, der beste Sysadmin der Welt, schenkte dir zwischenzeitlich tolle Kategorienverzeichnisse, Blogroll und zu guter Letzt gab es sogar einen Besucher-Zähler.

Ich kann dir jetzt unter uns verraten, dass er noch viele anderen schönen Dinge mit dir vorhat, ich verrate aber nicht, welche genau.

Ich werde heute ein Gläschen Sekt auf dein kleines Jubiläum heben und hoffe, dass ich das nicht allein tue, sondern auch der Rest der Familie mitmacht (ok, die Bären vielleicht ausgenommen, die kleckern zu sehr 😉  ).

Bleib weiterhin fit, mein kleiner Blog, wachse, gedeih und entwickel dich auch weiterhin so toll, wie du das bislang getan hast!

Deine Schreibmutti



2010 01.
Jan.

Liebe Besucher und Leser,

ich wünsche allen ein wundervolles Jahr 2010.  Es ist nach dem chinesischen Horoskop das Jahr des weißen Tigers. Ich hoffe, dass das Tier uns allen viel Glück bringt.

Wir sind sehr schön reingerutscht, im Kreise guter Freunde. Es war keine laute Feier, dafür aber sehr persönliche und lustige. Das Buffet war so reichhaltig, dass wir das nicht mal in 2 Jahren geschafft haben, alles aufzuessen 😉  Das Neue Jahr haben wir mit Champagner begrüßt, es war für mich eine neue Erfahrung, aber ich werde vermutlich doch eher bei dem vertrauten Rotkäppchen-Sekt bleiben, falls keine weitere Flasche von dem teureren Getränk geschenkt wird.

Dank einem vorbereiteten Fragebogen haben wir uns alle sehr ausführlich über das inzwischen verflossene Jahr unterhalten, über die freudigen Höhepunkte, aber auch über die Niederlagen oder einfach Sachen, welche uns in den vergangenen 365 Tagen traurig gestimmt haben. Nachdem wir das Silvesterfeuerwerk über der Stadt von einem tollen Aussichtspunkt, nämlich dem Balkon der Dachwohnung in der wir feierten, ausgiebig genossen und zusätzlich mit unseren Wunderkerzen die bösen Geister aus unserer Umgebung vertrieben haben, gingen wir direkt zum traditionellen „Guten Vorsatz“ über.

Die beiden mitfeiernden Pärchen haben sich nämlich vor Kurzem eine Wii bzw. Wii Fit zugelegt, daher konnten wir sofort mit dem persönlichen Fitnessprogramm 2010 beginnen 😀 . Wir hatten zusammen jede Menge Spaß, selbst als Carsten und ich beim Bowlen den letzten Platz nehmen mussten (hauptsächlich, weil ich nicht genug Punkte geholt habe). Erst um 3 Uhr haben wir angefangen unsere Sachen wieder zusammen zu packen. Etwa eine halbe Stunde später brachten wir ein Pärchen nach Hause und kurz darauf landeten auch wir in unserem eigenen Bett.

Heute haben wir sogar etwas länger geschalfen als sonst, aber trotz der kurzen Nacht saßen wir bereits um 11 Uhr am Frühstückstisch.

Nun beginnt für uns einfach ein schönes langes Wochenende, bis am Sonntag unsere Mädels wieder nach Hause kommen. Ich wasche inzwischen ganz fleißig die Wäsche, damit sie nach ihrer Rückkehr genug Platz im Bulla, unserem Wäschesack, für die bis dahin benutzten Klamotten haben.

Ein paar Silvesterbilder sind bei picasa zu finden:

http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/Silvester200910VstrechaNovogo2010Goda#



2009 27.
Dez.

Nun ist die ganze Geheimniskrämerei in Bezug auf die Geschenke und die Spannung, ob sie dem Beschenkten denn auch gefallen, vorbei.

Der Heiligabend mit den Kindern war wie immer eine schöne Zeit. Ich muss sagen, dass sowohl mein Mann als auch die beiden Mädels mich diesmal richtig überrascht haben und gerührt war ich sowieso. Für mich war das im wahrsten Sinne des Wortes ein bäriges Weihnachten. Meine Liebe zu dieser Tiergattung spiegelte sich in dem selbstgestalteten Kalender der Kinder, welche in der Adventszeit heimlich meine Bett-Teddys „entführt“ , in der Innenstadt einen Fotoshooting mit ihnen veranstalteten und die Bilder davon im Ganzjahreswandschmuck präsentierten, wieder. Aber auch mein Mann folgte dieser Spur und überraschte mich mit einem riesigen Bilderrahmen, in welchen viele Tatzino-Bärlis ihre Lebensweisheiten verkündeten (http://www.tatzino-shop.de/) und rundete die Reihe mit einer passenden Kuscheldecke und sogar mit dazugehörigen Taschentüchern ab   😀

Die Kinder haben sich sehr über die Fahrradgutscheine gefreut, so können sie im Januar ihren Wunschdrahtesel selber aussuchen. Vielleicht macht das Radfahren danach auch Andrea wesentlich mehr Spaß als jetzt. Wer sich einen Eindruck machen möchte, wie der Heiligabend bei uns gelaufen ist kann gern in unserem online-Fotoalbum bei picasa blättern: http://picasaweb.google.de/nimkenjaKH/Weihnachten2009Rozhdestvo2009#

Vor dem Auspacken gab es aber auch den traditionellen Kartoffelsalat mit Würstchen und ein kleines Unterhaltungsprogramm von den Kindern, welche mit uns einen Buchstabierwettbewerb veranstalteten, „Würdest-du-lieber…“ spielten und uns die Zukunft vorausgesagt haben, wofür sie Würfel von Witch-Zeitschrift, eine Zauberkugel, unsere Hände und Teesatz nutzten. Es sieht für uns im Jahr 2010 ganz gut aus, wenn man ihren Prophezeiungen glauben darf   🙂

Als alles ausgepackt war, packten die Kinder Sachen für eine Woche zusammen und wir brachten sie zum Papa nach Miltitz. Sie werden wir nun erst im neuen Jahr zurückbekommen.

Am 1. Feiertag fuhren Carsten und ich nach Moritzburg, wo wir einen schönen Spaziergang um das Schloß und den halben Teich machten und diesen mit dem Besuch der Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ abrundeten. Schön war’s! Die Ausstellung ist zwar nicht besonders groß, aber liebevoll gemacht, mit vielen Infos über die Entstehung des Kultfilms, über die Schauspieler und allem was dazu gehörte. Man konnte die Kleider und einige Requisitenstücke bewundern und staunen, dass der Streifen schon so alt ist! Man hat ihn nämlich 1972/73 gedreht und ab 1974 zog das schöne Wintermärchen in die Herzen der großen Fangemeinde ein. Für viele von uns ist Weihnachten ohne diesen Film doch unvorstellbar, oder?

Nach dem wir genug in Erinnerungen geschwelgt haben, widmeten Carsten und ich uns der Zukunft und schauten in der UCI-Kinowelt den neuen Streifen von James Cameron an: „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. Sagen wir es so, nicht die ausgefallene Geschichte und nicht die geistreichen Dialoge machen diesen Film sehenswert, es sind die Bilder, welche in 3D absolut genial wirken und den Zuschauer glauben lassen, dass man selber fast dabei ist. Nach 160 Minuten in fremden Welten bekamen wir Hunger und fuhren zum Dresdner Fischrestaurant „Hein Mück – Gastmahl des Meeres“, wo wir uns eine große Fischplatte gegönnt haben. Mit prall gefülltem Bauch landeten wir in den eigenen vier Wänden wie erwartet im TV-Zimmer, wo man natürlich im Fernsehen einen typischen Weihnachtsfilm ausgestrahlt hat – „Mission Impossible III“. Die erste Werbepause nach nicht mal 10 Minuten hat uns aber so sehr empört, dass wir einfach unsere DVD mit dem gleichen Film in den Player einlegten und die Geschichte ohne störenden Unterbrechnungen angesehen haben.

Am 2. Weihnachtstag haben wir uns fast gemäß deutscher Tradition benommen, denn unsere Gäste hätten rein theoretisch auch unsere Eltern sein können, zumindest vom Alter her. Zum Glück, nur wenn man die Zahlen nimmt, den geistig und körperlich sind sie nach wie vor richtig fit. Günter und Barbara haben 3 Wochen auf Neuseeland und 1 Woche auf Rorotonga verbracht und wir waren natürlich sehr auf ihre Reisegeschichten gespannt. Zum Essen gab es Ente, Klöße und Rotkohl, gemacht von meiner Meisterhand. 😎  Die gute Unterhaltung und Rotwein machten diesen Tag schlicht und einfach toll!

Summa summarum –  es war ein richtig schönes Weihnachtsfest!



2009 10.
Dez.

Wer kennt das nicht? Kaum ist der  Totensonntag vorbei, schon häufen sich die die Weihnachtsfeierntermine im Familienplaner. Dieses Jahr ist es bei uns vergleichsweise harmlos, da die Kinder inzwischen weder woanders betreut werden noch in irgendwelchen Vereinen ihre Freizeit vertrödeln   😉 .

Bei uns gibt es nur eine Person im Haus, welche noch dem Vereinsalltag die Treue hält: Carsten. Gelegentlich schafft er es zum Badmintontraining, hin und wieder zu manch einem Turnier, aber bei den Vorstandsitzungen ist er immer dabei. So viel Engagement von ihm und so viel Toleranz bei mir wird jährlich mit einer Weihnachtsfeier im Kreise der anderen Vorstandsmitglieder belohnt.

So auch gestern. Wir holten unterwegs noch drei weitere Feierlustige ab und kamen überpünktlich zu unserem diesjährigen Veranstaltungsort, das Gut Pesterwitz. Familie Folde leistet dort ganze Arbeit und das ist als Lob gemeint! Umweltgerecht werden Äpfel, Birnen, Kirschen, Quitten und Erdbeeren angebaut und verarbeitet. Vieles davon wird im hofeigenen Laden verkauft. Die Weintrauben fehlen im Sortiment natürlich auch nicht und was daraus gemacht wird muss man nicht lange raten –> Wein. Deswegen hatten wir auch eine Weinvorkostung mit dem netten und auskunfsbereiten Herrn Folde gemacht. Ich war bislang den sächsischen Weinen gegenüber recht skeptisch, Federweißen ausgenommen. 😎

Gestern abends wurde ich aber eines Besseren belehrt. Wir probierten Weiß-, Rosé- und Rotwein und jeder schmeckte wirklich gut! Dazu gab es leckeres Essen in dem gemütlich hergerichteten Schafstall und die gut gelaunte Gesellschaft rundete das Ganze perfekt ab. Erst um etwa 23:30 gingen auch wir, diesmal als die absolut letzten Gäste. Wir brachten unsere Begleiter nach Hause und bewegten auch uns in die Richtung der heimischen Betten und Kissen.

Es war wirklich toll, nur das Aufstehen heute früh gefiel mir nicht so recht, denn knappe 6 Stunden Schlaf empfand ich dann doch nicht ausreichend genug, um meine Schönheit zu bewahren   😀



2009 05.
Dez.

Jeden Tag erfüllen Carsten und ich ganz brav unsere Pflichten als Brötchenverdiener, Erzieher und Hausangestellte in der Casa OLCA. Gestern abends haben wir uns aber eine Auszeit gegönnt und uns unter Jungvolk gemischt.

Es ist mal wieder ein Papa-Wochenende, d.h. sturmfrei für uns beide. Und da mein Schatz vor ein paar Tagen in der Uni-Zeitung einen Artikel über die große, internationale Weihnachtsfeier an der TU (Technische Uni) entdeckt hat, stand unser Plan für den Freitagabend fest: Wir gehen hin.

Da wir nicht auf der Gästeliste standen bezahlten wir je 3 EUR Eintritt, was aber eher ein symbolischer Betrag war. Im Foyer gab es Stände mit diversen Leckereien aus vielen Ländern dieser Erde, welche allerdings extra zu zahlen waren. Wir staunten nicht schlecht, dass es keinen russischen, kulinarischen Beitrag zu dieser Veranstaltung gab, hörte ich doch die vertrauten Klänge meiner Muttersprache nahezu an jeder Ecke. Aber das Essen aus Afrika sah sehr einladend aus und wir versorgten uns dort mit unserem Abendessen: mit Zwiebel gebratene Hühnchenteile mit rotem Reis bzw. frittierten Polentabällchen. Das war echt lecker! Nachdem unsere Bäuche mit dem Verarbeiten dieses Gerichts beschäftigt waren, gingen wir frühzeitig ins Audimax, um einigermaßen gute Plätze für das Bühnenprogramm zu ergattern, was wir mühelos geschafft haben. Die Studenten kamen wie üblich wesentlich später hinein, da war es schon um einiges schwieriger gute Sitzgelegenheit in Bühnennähe zu finden.

Das Programm wurde von einem als Weihnachtsmann verkleideter Master-Studenten aus China moderiert, welcher auch die sächsische Mundart ganz gut beherrschte (kein Wunder, er studiert Germanistik mit Schwerpunkt Angewandter Linguistik und Deutsch als Fremdsprache). Unser kultureller Horizont wurde an diesem Abend erheblich erweitert. Wir schauten uns deutsche, bulgarische, afrikanische  und türkische Volkstänze ein, wobei ich feststellte, dass die türkische Art zu tanzen mich wahnsinnig an die georgische erinnert. Wir wippten im Takt von heißen Rhythmen der nigerianischen Musikgruppe, klatschten begeistert einer kleinen, aber quirligen Samba-Tänzerin aus Brasilien zu und staunten über die unglaublische Choreographie der Indonesier, welche die Tänze im wahrsten Sinne des Wortes auf den Knien durchführten. Für die orientalische Note des Abends sorgte eine Bauchtänzerin mit Doktor-Titel in klassischer Philologie. Aber nicht nur das Traditionelle kam zum Tragen. Die türkische Gruppe „TAD’indan Yenmez“ und ein chinesisches Pendant namens „Element Studio“ haben bewiesen, dass Popmusik überall auf der Welt allgegenwärtig ist.

Am Ende habe ich sogar ein paar Bekannte getroffen, mit denen ich vor ein paar Jahren jeden Mittwoch eine Stunde beim afrikanischen Tanz zugebracht habe.

Der Abend hat wirklich viel Spaß gemacht, nur leider waren schon alle Leckereien abgeräumt, als das Programm zu Ende war. Deswegen holten wir uns noch ein Mitternachtssnack im BurgerKing am Hauptbahnhof, wobei wir enormes Glück hatten, dass wir noch vor der Schließung dieser Fast-Food-Filiale unsere Bestellung abgegeben und genug Zeit mitgebracht haben. Die Küche kam einfach nicht mehr nach. So hat ein junger Mann, welcher nach uns bestellt und bezahlt hat, auf seine Cheesburger verzichten müssen, da er es sonst nicht pünktlich zum Zug geschafft hätte und schenkte uns seine Bestellung. Vielleicht sehen wir doch nicht so wohlgenährt aus wie Carsten und ich immer annehmen ?…    😉