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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2011 26.
Dez.

Heute ist schon der 2. Weihnachtstag und morgen heisst es für Carsten und mich wieder:  die Büromöbel der Arbeitgeber abzunutzen. Ich hoffe nur, dass das Gros der Kunden und Mitarbeiter anders mit der Zeit zwischen den Jahren umgeht und sie alle sich ganz gemütlich zu Hause ausruhen    🙂

Da die Feiertage dieses Jahr auf ein Wochenende fallen, lebe ich persönlich eher in einem Wochenend- statt Feiertagsmodus.

Aber Heiligabend hatte für uns schon immer eine besondere Bedeutung. Ich habe bereits am Vorabend 49 unterschiedlich große Päckchen gepackt, Kartoffelsalat mit Stephanie zubereitet sowie meine Tannenbaumattrappe aufgestellt  und dekoriert. Einen Weihnachtsbaum habe ich auch dieses Jahr nicht holen wollen und besorgte statt dessen erneut drei Bündel Tannenäste, welche jetzt statt einem Baum das Wohnzimmer mit Duft ausfüllen. Ich persönlich brauche diesen Geruch, Carsten ist ein Weihnachtsmuffel und die Mädels verbringen die Feiertage eh bei ihrem Papa, also habe ich es nicht eingesehen, viel Geld für einen großen Nadelbaum auszugeben. Außerdem kann ich dadurch meine „Weihnachts-Ikebana“ so hinstellen, wie es mir gefällt    😀

Wichtig ist und bleibt nur, dass wir unter diesem Grün noch genug Platz für Massen von Geschenken haben. Auch die Kinder packen alles, selbst die kleinesten Kleinigkeiten, inzwischen einzeln ein. Um alles nacheinander auszupacken haben wir über 2 Stunden gebraucht und hatten wie immer viel Spaß dabei    🙂
Da die Mädels abends zu Papas Bescherung wollten / mussten / durften haben wir unser typisches Weihnachtsessen, Kartoffelsalat mit Würstchen, schon vor dem Auspacken vertilgt. Eine Portion davon bewahren wir immer noch für Stephanie im Kühlschrank auf. Sie liebt meine russische Variante abgöttisch und hat um einen kleinen Rest für ihre Rückkehr am Dienstag gebeten. Sie wird dieses Jahr nicht die ganze Weihnachtsferienzeit bei Papa verbringen, sondern kommt schon etwas eher in die Casa OLCA zurück.

Gestern, am 1. Feiertag, gönnten Carsten und ich uns zwei Highlights: einen Weihnachtsbrunch in der Mongbar und einen chilligen Schnatterabernd mit unseren Freitalern.

Heute wollen wir zum Abendessen ins Steakhaus „Maredo“ gehen. Hoffentlich gibt es dort noch 2 freie Sitzplätze zu dem Zeitpunkt, wenn wir Hunger bekommen    😉    ansonsten wird es wohl oder übel eine Hüttengaudi bei McD werden    😉

Einige Fotos vom Heiligabend habe ich bereits bei picasa hochgeladen. Viel Spaß beim Anschauen!



2011 25.
Dez.

So, nun sind wir alle von Advents- und Weihnachtsvorbereitungsstress befreit    😉

Ich nutze jetzt die freie Zeit dazu, allen lieben Seelen, welche mir bzw. uns eine Weihnachtskarte geschrieben haben, ein herzliches Dankeschön zu sagen    :herz:

Als erstes gebührt mein Dank Paula, denn sie hat sich wieder mal ausgezeichnet um die komplette Organisation der Weihnachskartenwichtelaktion gekümmert. Meine Wichtel haben sich echt ins Zeug gelegt und ganz unterschiedliche Karten geschickt:

Vielen lieben Dank an Marianne, Melly und Susanne Kristin!!!!    🙂

Aber nur drei Weihnachskarten wären ziemlich einsam ohne die zahlreiche Post von meinen / unseren Freunden von Nah und Fern. Im Laufe des Dezembers kamen noch liebe Grüße aus München, Lund in Schweden, Plochingen, Madrid, Mainz, Sofia in Bulgarien, Oberhausen und Ibbenbüren dazu:

Ich freue mich jedesmal wie ein kleines Kind, wenn ich einen Brief oder eine Postkarte aus dem Briefkasten herausholen kann. Ganz, ganz lieben Dank für die vielen Glücksmomente!



2011 19.
Dez.

Ich bin wirklich sehr froh, dass meine wilde Medizinmischung aus Ingwertee, Honig, selbstgemachter Hühnersuppe und den Tabletten vom Arzt sowie viel Ruhe und Schlaf ihre Wirkung gezeigt haben.

Katja hat uns nämlich schon vor Monaten zur ihrer Geburtstagsfeier eingeladen. Das arme Mädel ist in Dezember geboren, da ist es nicht so einfach die Leute zum Feiern zusammenzutrommeln, insbesondere, wenn der Geburtstag wie dieses Jahr auf einen Adventssonntag fällt. Zu ihrem 30. hat sie daher alle bereits schon im Oktober zum Reinfeiern eingeladen. Wir sind noch nicht sehr lange mit ihr befreundet und das Gros der Gäste war uns daher unbekannt. Aber sie hat das Problem für alle mit einer chronologisch gestalteten Vorstellungsrunde wunderbar gelöst. Mein persönliches Aha-Erlebinis dieses Abends war das Kennenlernen ihrer jüngeren Schwester, denn beim Vorstellen schaute sie mich an und meinte „Ich kenne dich schon“. Ich war sprachlos, weil ich mir sicher war, dass ich außer Katjas Sohn noch keine Person aus ihrer Familie vorher gesehen habe. Auf meine Nachfrage, wo wir uns denn kennengelernt hätten, meinte Linda, dass sie mich von ihrer Arbeit her kennt. Ich wühlte krampfhaft in meinem Gedächtnis, aber mir fiel echt nichts Passendes zu ihrem Gesicht ein. Ich musste mir die Blöße geben und sie fragen, wo sie denn ihre Brötchen verdient. Als sie das Wort „Lidl“ aussprach und dazu noch die Adresse der Filiale, wo ich oft genug in meiner Mittagspause die Einkäufe erledige, wusste ich Bescheid. Zum Glück bin ich ihr niemals negativ aufgefallen    😀    
Diese Begegnung hat mich noch mehr in meiner persönlichen Philosophie bestärkt, zu allen Dienstleistern immer nett zu sein, denn man weiß nie wann man sich wiedersieht. Tja, nun weiss ich noch besser, dass sich jede Kassiererin plötzlich als Schwester einer neuen Freundin herausstellen kann.

Das Reinfeiern führte am Sonntagmorgen dazu, dass Carsten und ich für uns ungewöhnlich lange schlafen konnten und uns erst gegen 11 Uhr zum Frühstück aufrafften. Wir mussten uns dann allerdings ein wenig beeilen, da wir für 15 Uhr schon wieder Besuch erwarteten. Wir hatten ein Couchsurferpärchen aus Dresden zum gemeinsamen Plätzchenbacken eingeladen. Ich kümmerte mich vorab um Teig & Co und habe dann die meiste Arbeit in die Hände von Petra und Joris gelegt. Nach zwei Stunden Arbeit duftete unser Haus herrlich nach Vanillekipferln und Zimtplätzchen    🙂
Danach entspannten wir uns bei einem Glas Rotwein auf unserer Couch.  Als die beiden nach Hause gingen, haben wir unsere Gebäckvorräte brüderlich aufgeteilt. Ich glaube, dass nun das, was bei uns blieb, bis Heiligabend reichen wird. Allerdings hat Steph schon den Wunsch geäußert, selber nocheinmal Plätzen zu backen, da werde ich dann wohl einiges zur Arbeit mitnehmen müssen, denn wie mein Mann zu sagen pflegt: „Alleine essen macht dick“    😉

Wer übrigens wissen möchte, wie unsere fleissigen Plätzchenbäcker aussehen, möge hier klicken und gaaaanz nach unten scrollen    :lachen-xxl:



2011 17.
Dez.

Sie wäre ja so schön gewesen, wenn meine Nasennebenhöhlen nicht gestreikt hätten …

Ok, das Wochenende war echt klasse, zweifelsohne. Am Samstag habe ich einige wundervolle und interessante Stunden mit Heike, die ich bislang nur durch ihren Blog kannte, und ihrer Freundlin Liane verbracht, welche Dresden zur Weihnachtszeit besuchten. Mit ihnen zusammen habe ich außerdem eine weitere Bloggerin, diesmal aus meiner näheren Umgebung, kennengelernt: Kerstin. Zu viert drehten wir eine Runde um Schloß Moritzburg und wärmten uns auf dem kleinen Weihnachtsmarkt davor mit einem Kinderpunsch ein wenig auf. Danach ging es zu dritt, ohne Kerstin, in die Innenstadt von Dresden. Die dortigen Weihnachtsmärkte haben wir zum Glück ausgelassen, nur die  überbevölkerte Münzgasse blieb mir bei meiner Stadtführung nicht erspart.

Am Sonntag herrschte in der Casa OLCA richtige Weihnachtsstimmung. Zuerst wurden Plätzchen und Vanillekipferln gebacken:

Danach wurden etliche Weihnachtsseitenbilder geprobt und geschossen. Inszwischen steht der Sieger unserer Fotosession fest und bald wird unsere Weihnachtsgrussseite online sein. Dann kann man sehen, was wir uns diesmal ausgedacht haben    😎    die alten „Jahresendzeitwerke“ kann man übrigens immer noch angucken: hier. 

Aber dann! Schon am Sonntagabend fühlte ich mich nicht mehr sonderlich wohl in meiner Haut, genauer gesagt in meinem Kopf    😉    am Montag traute ich mir dennoch zu, zur Arbeit zu gehen, aber bereits am Ende des Tages wusste ich, dass ein Arztbesuch wohl unumgänglich ist. So habe ich wie erwartet einen gelben Schein bekommen und musste daheim bleiben – mit Tabletten, Inhalationszeug, Tee, Honig, usw. Aber es hat sich gelohnt, denn ich muss noch meine Pillenpackung zu Ende aufbrauchen. Das schaffe ich noch an diesem Wochenende    🙂  

Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es mich nicht in der kommenden Woche erwischt hat, denn nun landen wir in der heißen Feiertagsphase    😀    zum Glück, habe ich das Gros der :geschenk: bereits beisammen    🙂



2011 07.
Dez.

Seit Samstag ist die Anzahl der Bewohner in der Casa OLCA stark reduziert. Es fehlen immerhin 25% der Familie. Unsere Große hat jetzt tatsächlich den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und ist in ihr Zimmer im Studentenwohnheim eingezogen.

Ich miste derweil nach und nach ihre Sachen aus, die noch in ihrem Zimmer lagern, da sie nicht alles auf 11 Quadratmeter unterbringen kann. Gestern abends habe ich alle zurückgelassenen Stifte, Buntstifte, Filzer, usw. durchgetestet und man siehe und staune:  einige davon behalte ich, da sie immer noch tadellos schreiben. Manche davon werden sogar schon bald für die Weihnachtskartenschreiberei eingesetzt    🙂

Das „ausgestossene“ Kind habe ich gestern in ihrem neuen Heim besucht, da ich noch etwas zum Nikolaustag für sie hatte. Und was soll ich sagen: ich bin überzeugt, dass all ihre Schuhe sauber sind, zumindest die Hausschuhe, denn im Flur ihrer Wohneinheit lief sie nur auf Socken herum    :sprachlos:    aber mal ehrlich, das war mir zum ersten Mal in meinem Mutterleben ein wenig egal, da sie jetzt ihre Wäsche allein waschen darf    😀

Es ist immer noch etwas seltsam für uns Daheimgebliebenen, dass ihr Zimmer nun so leer geworden ist, aber dank Vorweihnachtsstress kommen wir nicht so richtig dazu, sie all zu doll zu vermissen    :zunge-rechts:    und glücklicherweise haben wir uns im Guten getrennt, daher halten wir immer wieder auf unterschiedlichen Wegen Kontakt zueinander. Seit gestern kann sie sogar wieder ins Internet und hat als erstes ein Foto von ihrem etwas chaotischen Zimmer gepostet    🙂    ich musste unwillkürlich an dieses Bild von einer russischen Seite denken. Überschriften: “ Mein Zimmer“ / „So sehe ich es“ / „So sieht es meine Mutti“ / “ So beschreibt sie es“. 

Aber das muss wohl in dieser Lebensphase so sein    😉

Wir sehen uns spätestens am Wochenende wieder, denn es wird langsam Zeit, Weihnachtsplätzchen zusammen zu backen. Da darf die Große natürlich nicht fehlen!    :verliebt:



2011 28.
Nov.

Seit letztem Samstag bin ich noch etwas älter und weiser geworden.

Zumindest reicht meine Weisheit schon dafür, zu begreifen, dass der Abstand zwischen den eigenen Geburtstagen von Jahr zu Jahr immer kürzer wird    😉

Auch dieses Jahr habe ich mit meinen Lieben und einigen guten Freunden gefeiert. Dass die Runde am Tisch diesmal etwas kleiner war, als letztes Jahr zu meinem runden Geburtstag, versteht sich ja sicher schon von selbst    😉    aber ich konnte es mir nicht nehmen lassen, ein neues Pärchen einzuladen. Carsten und ich fanden sie seit Langem supernett und unsere eingefleischte Freundestruppe sah es zum Glück auch so. Wir hatten einen sehr lustigen Nachmittag/Abend mit viel Quatschen, nur etwas Alkohol und Massen an Essen. Zugleich wurden auch meine Kochkünste sehr gelobt und selbst die Ergebnisse meiner Küchenexperimente dankbar verputzt. Daher werde ich auch bald noch ein paar weitere Rezepte für unseren Homepage vorbereiten.

Am Ende kamen viele Buch-Gutscheine und auch Bücher zum Lesen zusammen (nur „Zeit“ konnte mir keiner schenken!). Von Carsten gab es eine „Scheibenwelt“-DVD, eine CD der Gruppe „Space“ (da werden bei mir so viele Erinnerungen an meine Kinderzeiten wach    😀    ) und eine schicke und großräumige Hülle für meine USB-Festplatte, welche fast immer mit mir unterwegs ist. Bislang musste sie ihr Dasein allerdings in einer Klarsichthülle fristen    🙂

Die Mädels haben mir ein Bärenkissen mit dem Aufdruck „Relax“ geschenkt – das liegt jetzt in der Hängematte und wurde gestern schon direkt nach dem Resteessen eingeweiht. Damit liest sich ein Krimi noch viel besser! Der Sonntag war so gesehen eh ein Chilltag: Wir haben gelesen, sind spazieren gegangen, schoben Nachmittags ein Nickerchen ein, haben viel gequatscht und konnten auch noch die DVD „Rückkehr zum Planet der Affen“ anschauen. Allerdings hat mich die wirre Geschichte des SciFi-Streifens so beeinflusst, dass ich die ganze Nacht von übersinnlichen Gestalten geträumt habe    :lachen-xxl:    ergo: ich bin zwar biologisch älter geworden, aber immernoch sensibel geblieben    😉



2011 23.
Nov.

Mutterstolz ist schon eine seltsame Sache, ich bin nämlich einfach süchtig danach, dieses Gefühl immer wieder aufs Neue zu erleben     :unschuldig:

Jetzt habe ich noch einen weiteren Grund bekommen, auf unsere Kleine stolz zu sein. Sie und ihre Freundin Caro haben es geschafft, ein Teil in Deutschlands größtem Tanzvideo zu werden. Zwar hat ihre Perormance nicht für die vorderen Plätze des Wettbewerbs geschafft, das blieb dann doch einer organisierten Tanzgruppe vorbehalten, aber jetzt sind die beiden Mädels immerhin für 2 Sekunden berühmt geworden    😉

Um ganz genau zu sein, sind das 0:37 und 0:38 in diesem Video     😀

Danke, Frida Gold und N-Joy Radio, für diese Aktion!



2011 20.
Nov.

Das schöne Herbstwetter und die bunte Blätterwelt weckten bei unseren Bären die Lust, sich im Garten zu verstecken und von den Menschen suchen zu lassen.

Bei manchen Bärlis war die Suche relativ unkompliziert. Kl. Dinkelmann hat nun mal blaues Fell und diese Farbe kommt höchstens im Sommer bei einigen Blumen vor.

Seine Färbung hat ihn in den Buchenblättern leider ganz schnell verraten:

Auch eine noch grüne Ecke in der Hecke nützte kaum etwas bei seinem Versteckspiel. Dabei hat er sogar versucht, sich unter einem gelben Blatt zu verbergen, um unentdeckt zu bleiben …

Sein Namensvetter hatte sogar noch viel mehr Probleme. Er ist nun mal größer und passte nicht überallhin. Seine erste Wahl, sich unter einem Busch zu verstecken, war ganz offensichtlich nicht die beste:

Selbst die Blätter auf dem Bauch haben nicht alles abdecken können, so groß ist der Älteste aus der Bärensippe!

Bonnie hat sich wie ein echtes Mädchen benommen und ließ sich von Herbstblumen anlocken:

Aber dann merkte sie, dass Heini eine tolles Versteck gefunden hat. Nur die Nase, die neugierige Bärennase, hat ihn verraten:

Bonnie schätzte schlagartig ein, dass ihr Fell ähnliche Bräune hat und änderte ihre Versteckstrategie.

Die Jungs haben bei solcher Mimese echt das Nachsehen und so wurde das schlaue Bärenmädchen als Gewinnerin des Herbstversteckspiels von allen Pelzkumpels neidlos anerkannt     🙂    :blume:



2011 16.
Nov.

Ich habe es ja schon im vorherigen Post erwähnt, dass die Tür der Casa OLCA ein zweites Wochenende in Folge für russische Couchsurfer (es ist zugleich am 11.11.11 unser 33. CS-Besuchertreffen seit 2007) offen sein wird … am liebsten hätten wir diesen Besuch sogar glatt bei uns behalten!

Tanja und Anja fügten sich völlig unproblematisch in unsere alltäglichen Abläufe ein und erfrischten mit einer Lebensfreude, die man nicht beschreiben kann, sondern einfach erleben sollte    🙂    Die Unterhaltungen verliefen meist dreisprachig, weil beide Mädels perfekt in Russisch und ziemlich gut in Englisch waren, aber nur Tanja konnte und wollte bei sich gebenden Gelegenheiten Deutsch sprechen. Wir haben übrigens wieder mal sehr gestaunt, wie schnell slawische Studentinnen die deutsche Sprache erlernen können, denn nach nur 3 Monaten in St. Gallen (liegt zudem „nur“ in der deutschsprachigen Schweiz) konnte sie wunderbare, lange Sätze bilden und das nicht nur zum Thema  Essen und Klamotten.

Wir latschten am Sonnabend durch die Stadt, wärmten uns mit einem Glühwein auf und schwatzten über Gott und die Welt.

 Zum Schluß kehrten wir noch bei Curry & Co ein, um uns eine typisch deutsche Spezialität zu gönnen. Für eine weitere habe ich übrigens meine eisernen Prinzipien verraten, als ich schon im November einen echten Dresdner Christstollen gekauft und zusammen mit den Mädels schon vor dem Weihnachtsfest gegessen habe. Sonst warte ich eigentlich immer recht brav bis zum Beginn der Adventszeit    😉

Da Tanja und Anja eine für Dresden unverzeihliche cineastische Lücke hatten, empfand ich es als meine Pflicht diese zu füllen. So verbrachten wir den Abend damit, unseren müden Füßen Ruhe und den Augen sowie Ohren den Genuss von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (auf Russisch) zu gönnen – Carsten hat sich bei dieser Kinovorstellung lieber an sein Rechner verzogen    😀

Ich dagegen konnte bereits während des Films die Szenen mit Schloß Moritzburg betonen, denn am Sonntag nahmen wir dieses Bauwerk auch gleich live in Augenschein. Gegen Nachmittag brachten wir die beiden Reisemäuse in den Elbepark, da sie ab dort durch die Mitfahrzentrale eine Weiterfahrt nach St. Gallen ergattert haben.

Da ich die letzten beiden Wochenenden dann so gut im russischen Trott angekommen war, gönnte ich mir heute noch den krönenden Abschuß und traf mich im Ausländerrat zum Tag des Offenen Projektes mit einer Namensvetterin. Olga kenne ich von der Plattform odnoklassniki.ru und nach ca. 3 Jahren Schreiben haben wir uns nun entschieden, dass es mal an der Zeit ist, sich auch persönlich kennenzulernen. So nutzte ich den heutigen Buß-und Bettag um etwas Gutes für die Gesellschaft  (habe nach besten Wissen und Gewissen bei PR-Gruppe des Vereins mitgemischt) und für mich zu tun, denn die Chemie zwischen uns hat auf Anhieb gestimmt. Ganz ulkig war übrigens immer wieder die Situation, wenn jemand „Olga“ gerufen hat, während wir beide uns unterhielten. Klar, haben wir uns beide sofort umgedreht und synchron „ja“ gesagt    😀
Zudem konnte ich bei dieser Veranstaltung einige bekannten Gesichter antreffen, z.B. Mädels, mit denen ich vor etlichen Jahren regelmäßig zu den feurigen Klängen afrikanischer Musik getanzt habe.

Die national gemischte Truppe vom Ausländerat war übrigens auch schon ein guter Übergang zur baldigen „deutschen“ Freizeit, denn in ca. einer Stunde werden Carsten und ich ins germanische Mittelalter eintauchen und uns die Speisen und Getränke im „Anno Domini“  schmecken lassen. Dem Gerd, welcher uns eingeladen hat, sei Dank!



2011 12.
Nov.

In dieser Woche ist es mal wieder die junge Fraktion, welche die Abläufe in unserem Alltag bestimmt    😉

Am Mittwochmorgen kam Stephanie nach einer knappen Woche als Austausschülerin aus Italien zurück. Etwas unausgeschlafen, leicht überdreht und überfüllt mit vielen neuen Lebenserfahrungen    😉    auf jeden Fall weiss sie nun, wie es auf einer lustigen Party zugeht, denn die Italiener haben es der deutschen Austauschjugend in allen Facetten vorgelebt. Allerdings hat meine Kleine trotz des Spassfaktor weder mit dem Trinken noch dem Rauchen angefangen, das fand ich echt toll. Klar, ich hätte es nicht vermeiden können, aber wenn sie selbst Cola einem Wodka-Lemon-Mix vorzieht, zeigt es, dass unsere Erziehung bislang doch noch gefruchtet hat    😀

Andrea hat jetzt ihr Zimmer im Wohnheim ergattert und wenn sie sich noch rechtzeitig um Kleinigkeiten wie Besichtigung & Co. kümmert, dann könnte es sein, dass sie schon Anfang Dezember einen Teil ihrer Sachen packt und in eine 4er-Gruppe auf die Budapester Straße zieht. Damit bekommt sie (endlich wie gewollt) ihre totale Entscheidungsfreiheit und wir wieder unseren ruhigen Tagesablauf    🙂    derzeit kollidiert nämlich die Spontanität der Jugend und die Planungsgeilheit der Eltern immer wieder aufs Neue    😉

Aber ich habe mich trotz dieser turbulenten Terminsituation doch noch entschieden, zwei zwanzigjährige Russinnen, welche grade in St. Gallen studieren und per Couchsurfing Europa entdecken, bei uns aufzunehmen – als ob man nicht schon genug mit der eigenen Brut zu „kämpfen“ hätte. Aber Tatiana hat eine wirklich supernette Anfrage geschickt, da habe ich es nicht fertiggebracht abzusagen. Das werden dann allerdings unsere letzten übernachtenden Couchsurfer für dieses Jahr sein, denn erfahrungsgemäß ist Freizeit im November und Dezember aufgrund von verschiedensten vorweihnachtlichen Aktivitäten noch rarer als in den anderen Monaten    😉

Zu den oben genannten Aktivitäten gehören übrigens u.a. auch das Weihnachtskarten- sowie Regions-Wichteln, welche beide von Paula organisiert werden. Vielleicht hat noch jemand aus meiner Leserschaft Lust da mitzumachen? Ein eigener Blog ist hierfür in keinster Weise erforderlich    😉