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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2010 24.
MĂ€rz

Genau so hieß das Buch von Meir Shalev. Ich war gestern abend nach meiner Turnstunde noch bei einer Lesung im Kulturhaus Loschwitz. Den Tipp fĂŒr diese Veranstaltung habe ich von Margarete, meiner HebrĂ€isch-Lehrerin, bekommen, denn Meir Shalev gehört zu einem der bekanntestens modernen israelischen Schriftsteller.

Ich habe schon einige Lesungen in meinem Leben besucht, aber diese war doch etwas außergewöhnlich. Zu Beginn der Veranstaltung sang eine junge Frau mit wundervoller Stimme einen hebrĂ€ischen Psalm (das hörte sich wesentlich besser an als man sich unter dem Begriff „Psalm“ vorstellt, ein sehr melodisches Lied und das ganz ohne begleitende Instrumente). Danach tauchten 3 Personen auf der sogenannten BĂŒhne auf. Meir Shalev persönlich, eine sympatische schwangere junge Frau und eine weitere Dame, ein wenig Ă€lter und blond. Der Schriftssteller spricht nur HebrĂ€isch und Englisch, die Blondine, welche aus seinem Buch in Deutsch vorgelesen hat, sprach nur Deutsch … daher brauchte man noch eine dritte Person, welche Deutsch und Englisch beherrschte. So hatten alle etwas zu tun    😀 

Adon (hebr. Herr) Shalev las am Anfang ein wenig in HebrĂ€isch aus seinem Buch vor. Danach war mir schlagartig klar, dass ich noch wahnsinnig viel zu lernen habe, denn das Gros der Worte war mir immer noch unbekannt.     😉   

Dann ging es abwechselnd: Meir Shalev erzĂ€hlte ĂŒber sein Buch in Englisch, die Schwangere dolmetschte – der Schriftsteller verzog sich in einen Sessel und schwieg und die Blondine las in Deutsch – danach kam erneut das englischsprachige Duo auf die BĂŒhne und so weiter.

Das Buch habe ich mir noch nicht gekauft, werde das vielleicht aber spĂ€ter noch besorgen, wenn ich mit den jetzigen LektĂŒren fertig bin, denn so wie er sich mit der Bibel auseinandergesetzt hat, fand ich es sehr interessant. Es geht dabei viel darum, in welchem Zusammenhang etwas zum ersten Mal vorkommt, z.B.  das erste Lachen, der erste Hass, das erste Weinen  oder das Wort „Liebe“. Wer bei Letzterem an Adam und Eva denkt, liegt nĂ€mlich falsch    🙂     Aber alles zu berichten wĂŒrde meinen Beitrag noch lĂ€nger machen und das will dann keiner mehr lesen    😉

Gekauft habe ich mir schon zur Beginn der Veranstaltung ein anderes Buch von ihm: „Ein Russischer Roman“. Dieses beinhaltet nun sogar seine Signatur. Wenn ich es gelesen habe schreibe ich vielleicht mal darĂŒber – mal sehen wie lange ich dafĂŒr brauchen werde    :erroeten:    😉



2010 21.
Feb.

Die Zeit in Andalusien war trotz des hĂ€ufigen Regens richtig schön    🙂    Zu unserem 4. Hochzeitstag schien sogar die Sonne.    🙂     Wir haben in der Urlaubswoche wirklich viel gesehen und viel erlebt. Ich konnte endlich mal die Alhambra sehen und durch Cordobas berĂŒhmte Mezquita laufen – es war so schön, wie ich es mir schon durch jede Menge Geschichten darĂŒber vorgestellt habe. In ein paar Monaten (mit Sonne, WĂ€rme und AufblĂŒhen) sieht das bestimmt ganz und garÂ ĂŒberwĂ€ltigend aus!

Außerdem haben wir einen netten Couchsurfer in Torremolinos kennen gelernt, der uns mit den Köstlichkeiten dieses Landes vertraut gemacht hat, und in Cordoba haben wir Eva (http://sonnigersueden.blogspot.com/) mitsamt Familie getroffen, welche dort zum gleichen Zeitpunkt einen Kurzurlaub machten – es war einfach nur toll!
Mein kĂŒmmerliches Portugiesisch reichte auch hier, um viel zu verstehen und sich zu verstĂ€ndigen. Aber ab September lernen ja Carsten und ich zusammen Spanisch, da kann die nĂ€chste Reise in dieses schöne Land kommen    😉
Wir kamen am Mittwoch, dem 17.02., kurz vor Mitternacht zurĂŒck. Die Kinder waren bereits zu Hause, haben aber schon geschlafen bzw. waren kurz vorm Einschlafen. Deswegen packten wir schnell die Koffer aus und gingen ins Bett, denn am Donnerstag ging fĂŒr uns beiden Erwachsenen schon wieder der BĂŒroalltag los. Ab Morgen beginnt auch fĂŒr die beiden MĂ€dels der harte Schulalltag – es gibt sie doch noch, die ausgleichende Gerechigkeit    😀


2010 23.
Jan.

Heute hat Andrea einen wichtigen Tag. Jetzt ist sie gerade bei ihrer DELF-PrĂŒfung (DiplĂŽme d’Etudes en langue française), welche einen mĂŒndlichen und einen schriftlichen Teil beinhaltet.

Beim FrĂŒhstĂŒck bemĂŒhte sich die gesamte Familie sie aufzumuntern, was uns, schĂ€tze ich, ganz gut gelungen ist. Sie hat das Haus recht entspannt verlassen. Aber als sie weg war fing ich an, mich mit dem Thema PrĂŒfungsangst & Co. zu beschĂ€ftigen. Nun bin ich wirklich gespannt, wie sie das Ganze meistert. Schließlich ist das ihre erste richtige PrĂŒfung in diesem Leben! Auf jeden Fall ist das eine gute Vorbereitung auf den ganzen Abistress im nĂ€chsten Schuljahr.

Ich versuche mich gerade durch Kochen (auf Wunsch eines einzelnen Herren gibt es heute Gulaschsuppe – meine Premiere des Tages   😀    ), Surfen und jede Menge Hausarbeit abzulenken, um mir nicht die Gedanken machen zu mĂŒssen, wie es ihr geht. Sie wird das ganz bestimmt gut meistern, aber MĂŒtter sind schon immer ein furchtbar aufgeregtes und ungeduldiges Völkchen gewesen.    :zunge-rechts:



2010 10.
Jan.

Die erste Woche des Jahres war schon so mit diversen Ereignissen gespickt, dass ich kaum noch Zeit zum Entspannen, geschweige denn zum Schreiben hatte.

Es gibt sehr viel personelle Bewegung auf Arbeit, aber ich glaube nicht, dass ich um meine Stelle zittern muss. Dennoch beschĂ€ftigt das natĂŒrlich alle Mitarbeiter und GesprĂ€chsstoff nimmt einfach kein Ende …

Am Donnerstag hatte ich SpĂ€tdienst und freute mich bereits auf 2 Stunden morgens allein zu Hause, wo ich tun und lassen kann, was ICH will, aber ein Anruf brachte meine ganzen PlĂ€ne durcheinander. WĂ€hrend ich noch in gemĂŒtlichen Hausklamotten, ungeduscht und ungekĂ€mmt, meinen Obstsalat machen wollte, rief mich der Schuldirektor wegen meiner Großen an. Ihr geht es nicht gut, sie hat MagenkrĂ€mpfe und auch das GefĂŒhl immerzu brechen zu mĂŒssen, deshalb sollte ich sie abholen. Ich wechselte flott die Klamotten, zog eine  MĂŒtze ĂŒber die Haare und kaute auf dem Weg zu Gymmi einen Kaugummi, denn auch zum ZĂ€hneputzen bin ich nicht gekommen. Das Kind lag in der Schule kreidebleich auf einer Liege, deswegen packte ich sie einfach in den Wagen und brachte sie nach Hause.

Ich kam spĂ€ter zur Arbeit als geplant, aber zum GlĂŒck habe ich verstĂ€ndnisvolle Kollegen und ein krankes Kind ist nun mal ein krankes Kind, egal ob 6 oder 16. Als Ausgleich gab es im BĂŒro eine Überraschung fĂŒr mich. Ich habe eine Dankeschön-Karte und einen riesigen Blumenstrauß von einem Verehrer bekommen, welcher sich fĂŒr eine tolle Saison 2009 bedankte. Ich grĂŒbelte und rief einige VerdĂ€chtige an, bis ich endlich den richtigen „erwischt“ habe. Es war ein Kunde, wer sonst    😀
Die Geste hat mich wirklich außerordentlich gefreut, denn eine Anerkennug im Job tut immer gut    🙂

Carsten und ich haben uns am Freitag den Film „Gamer“ im Kino angesehen, aber ich glaube nicht, dass wir uns die DVD davon kaufen. Die KamerfĂŒhrung war zum Teil zu zappelig und ahmte grĂ¶ĂŸtenteils Computerspielbilder von Ego-Shooter nach. Daher wurden die Bewegeungen zu ruckelig, die Bilder wechselten sich zu rasant, um alles auf Anhieb erfassen zu können. Schade eigentlich, denn das Thema ist nicht schlecht und hĂ€tte aus meiner Sicht eine bessere Umsetzung verdient. Es geht im Grunde genommen darum, dass eine Möglichkeit entwickelt wurde, mit echten Menschen zu „spielen“, bzw. sie zu kontrollieren. Man erfĂ€hrt aber normalerweise nicht, wer denjenigen kontrolliert, es ist eben ein Spiel, nur dass man die wirklichen Menschen aus Fleisch und Blut als Spielfiguren benutzt, mit allen Konsequenzen …

Am Samstagvormittag zĂ€hlte ich von 8 bis 13 Uhr mit anderen Arbeitskollegen bei der Inventur unsere LagerbestĂ€nde. Den Nachmittag zuhause verbrachte ich zum Teil im Bett, weil ich so mĂŒde war, dass ich wirklich eine zusĂ€tzliche MĂŒtze Schlaf benötigte. Erst danach war ich fit fĂŒr 2 Stunden Russisch mit meinen Kinder und auch fĂŒr 2 Folgen „Fraggles“ mit der ganzen Familie.

Heute ist mehr oder weniger Familientag mit ausgedehnten Mahlzeiten und viel Zeit zum Reden bzw. Diskutieren. Zwischenzeitlich habe ich unsere Weihnachtsecke endgĂŒltig aufgelöst, HebrĂ€isch gelernt, die PlĂ€ne fĂŒr unsere Februarreise nach Andalusien verfeinert und natĂŒrlich nebenher ein wenig den Haushalt geschmissen, denn irgendwie klappt es bei mir nicht ganz so wie im Lied, er macht sich leider nicht von allein   🙁    🙂

Gleich spielen wir noch gemeinsam, es steht aber noch nicht fest was genau. Ich lasse mich ĂŒberraschen, was meine Lieben so aussuchen 😎



2009 05.
Dez.

Jeden Tag erfĂŒllen Carsten und ich ganz brav unsere Pflichten als Brötchenverdiener, Erzieher und Hausangestellte in der Casa OLCA. Gestern abends haben wir uns aber eine Auszeit gegönnt und uns unter Jungvolk gemischt.

Es ist mal wieder ein Papa-Wochenende, d.h. sturmfrei fĂŒr uns beide. Und da mein Schatz vor ein paar Tagen in der Uni-Zeitung einen Artikel ĂŒber die große, internationale Weihnachtsfeier an der TU (Technische Uni) entdeckt hat, stand unser Plan fĂŒr den Freitagabend fest: Wir gehen hin.

Da wir nicht auf der GĂ€steliste standen bezahlten wir je 3 EUR Eintritt, was aber eher ein symbolischer Betrag war. Im Foyer gab es StĂ€nde mit diversen Leckereien aus vielen LĂ€ndern dieser Erde, welche allerdings extra zu zahlen waren. Wir staunten nicht schlecht, dass es keinen russischen, kulinarischen Beitrag zu dieser Veranstaltung gab, hörte ich doch die vertrauten KlĂ€nge meiner Muttersprache nahezu an jeder Ecke. Aber das Essen aus Afrika sah sehr einladend aus und wir versorgten uns dort mit unserem Abendessen: mit Zwiebel gebratene HĂŒhnchenteile mit rotem Reis bzw. frittierten PolentabĂ€llchen. Das war echt lecker! Nachdem unsere BĂ€uche mit dem Verarbeiten dieses Gerichts beschĂ€ftigt waren, gingen wir frĂŒhzeitig ins Audimax, um einigermaßen gute PlĂ€tze fĂŒr das BĂŒhnenprogramm zu ergattern, was wir mĂŒhelos geschafft haben. Die Studenten kamen wie ĂŒblich wesentlich spĂ€ter hinein, da war es schon um einiges schwieriger gute Sitzgelegenheit in BĂŒhnennĂ€he zu finden.

Das Programm wurde von einem als Weihnachtsmann verkleideter Master-Studenten aus China moderiert, welcher auch die sĂ€chsische Mundart ganz gut beherrschte (kein Wunder, er studiert Germanistik mit Schwerpunkt Angewandter Linguistik und Deutsch als Fremdsprache). Unser kultureller Horizont wurde an diesem Abend erheblich erweitert. Wir schauten uns deutsche, bulgarische, afrikanische  und tĂŒrkische VolkstĂ€nze ein, wobei ich feststellte, dass die tĂŒrkische Art zu tanzen mich wahnsinnig an die georgische erinnert. Wir wippten im Takt von heißen Rhythmen der nigerianischen Musikgruppe, klatschten begeistert einer kleinen, aber quirligen Samba-TĂ€nzerin aus Brasilien zu und staunten ĂŒber die unglaublische Choreographie der Indonesier, welche die TĂ€nze im wahrsten Sinne des Wortes auf den Knien durchfĂŒhrten. FĂŒr die orientalische Note des Abends sorgte eine BauchtĂ€nzerin mit Doktor-Titel in klassischer Philologie. Aber nicht nur das Traditionelle kam zum Tragen. Die tĂŒrkische Gruppe „TAD’indan Yenmez“ und ein chinesisches Pendant namens „Element Studio“ haben bewiesen, dass Popmusik ĂŒberall auf der Welt allgegenwĂ€rtig ist.

Am Ende habe ich sogar ein paar Bekannte getroffen, mit denen ich vor ein paar Jahren jeden Mittwoch eine Stunde beim afrikanischen Tanz zugebracht habe.

Der Abend hat wirklich viel Spaß gemacht, nur leider waren schon alle Leckereien abgerĂ€umt, als das Programm zu Ende war. Deswegen holten wir uns noch ein Mitternachtssnack im BurgerKing am Hauptbahnhof, wobei wir enormes GlĂŒck hatten, dass wir noch vor der Schließung dieser Fast-Food-Filiale unsere Bestellung abgegeben und genug Zeit mitgebracht haben. Die KĂŒche kam einfach nicht mehr nach. So hat ein junger Mann, welcher nach uns bestellt und bezahlt hat, auf seine Cheesburger verzichten mĂŒssen, da er es sonst nicht pĂŒnktlich zum Zug geschafft hĂ€tte und schenkte uns seine Bestellung. Vielleicht sehen wir doch nicht so wohlgenĂ€hrt aus wie Carsten und ich immer annehmen ?…    😉



2009 16.
Nov.

Wenn die Kinder ganz klein sind wĂŒnscht man sich doch nichts mehr als lĂ€nger schlafen zu dĂŒrfen. Man hatte jede Menge Tipps und Tricks auf Lager, um die kleinen quirligen Geister wenigstens noch 10 Minuten im Bett zu halten. Dabei war es im Grunde genommen egal, ob es das Gitterbett vom Kind war oder das große Elternbett. Man ertrug Berge an BilderbĂŒchern und Kuscheltiere, nur um ein paar Bett-Minuten zu gewinnen …

Wenn die gleichen Kinder das Teen-Alter erreichen wendet sich das Blatt. Nun sind es die Eltern, die eher aufstehen und die Jugend von heute mit Fragen wie „SchlĂ€fst du noch?!“ oder „FrĂŒhstĂŒck?“ nerven. Manchmal kommt auch der Spruch ĂŒber den frĂŒhen Vogel und den gefangenen Wurm, wahlweise in Deutsch oder Englisch. Man möchte ja die Jugendlichen auch frĂŒhmorgens noch geistig fördern.

Gestern hatten unsere MĂ€dels freies Schlafen, d.h. Auspennen wie es im Buche steht.  Andrea war freiwillig irgendwann zwischen 10 und 11 Uhr ins Fernsehzimmer gekommen, wo Carsten und ich schon seit um 8 Uhr Trailer geguckt haben. Stephanie holten wir als unsere MĂ€gen schon allzusehr knurrten um 11 Uhr dann noch mit Zwang aus dem Bett. Wenn wir sie gelassen hĂ€tten, wer weiss, ob sie zum Abendessen schon so weit gewesen wĂ€re …

Langes FrĂŒhstĂŒcken war danach ja selbstverstĂ€ndlich. Daher haben wir erst gegen 13 Uhr mit dem Russischunterrricht angefangen. Nach 2 Stunden mit den im Russisch ĂŒblichen 6 FĂ€llen entschieden die MĂ€dels, dass es an der Zeit ist, unseren Haaren eine neue Tönung zu gönnen …

Naja, das Ende vom Lied: auf meinem, am Freitag zusammengestellten To-Do-Zettel sind immer noch jede Menge Punkte, welche ich aus Zeitmangel nicht erledigt habe. Aber was soll’s, Familienleben und Wohl der Kinder geht eben vor! Und am Mittwoch haben wir frei, vielleicht schaffe ich dann mehr von meiner Liste abzuhacken.



2009 21.
Sep.

Dank meinem Schatz war das Wochenende ĂŒberfĂŒllt mit vielen schönen Erlebnissen. Das Wetter war ebenfalls fantastisch und die Laune in Casa OLCA passte perfekt zu den sonnigen FrĂŒhherbsttagen.

Der Grund fĂŒr solche fröhlichen Tage war Carstens Geburtstag. Er hat nun die halbe Strecke zwischen 30 und 40 geschafft und das haben wir natĂŒrlich gebĂŒhrend gefeiert.

Freitagabend, an seinem eigentlichen Festtag, gingen wir nach vorherigen Abstimmung in der Familie zu „Maxi-Mahl“ essen. Es hat wie immer richtig gut geschmeckt und das wir satt wurden versteht sich bei den PortionsgrĂ¶ĂŸen, welche der Name verspricht, von selbst. Danach gingen wir ins Kino, um uns Abenteuer von Carl Fredricksen und Russel aus dem neuen Pixar-Trickfilm „Oben“ in 3D anzusehen. Pixar hat uns noch nie enttĂ€uscht und so verließen wir auch diesmal hochvergnĂŒgt den Kinosaal.

Samstagvormittag verbrachten wir, nachdem MĂ€dels und ich mit einem kleinen Programm Carsten die GeschenkeÂ ĂŒberreicht haben, alle mit Kochen und Saubermachen, denn Nachmittag und Abend gehörten einer gemĂŒtlichen Freunderunde. Wir haben uns nicht nur auf die Verdienste des Geburtstagskundes konzentriert, sondern schon im Vorfeld gebeten, dass Leute ihre Urlaubsbilder mitbringen. So reisten wir auf der Couch sitzend nach Österreich, an die OstseekĂŒste, auf Fuerteventura und ließen unseren eigenen Urlaub in Italien Revue passieren. Es war schon weit nach 1 Uhr nachts als wir nach dem AufrĂ€umen ins Bett fielen.

SonntagfrĂŒh hatten meine MĂ€dels nach dem FrĂŒhstĂŒck ihre 2 Stunden Russisch bekommen und ab 15 Uhr hatten sie sturmfreie Bude. Wir gingen mit einem befreundeten PĂ€rchen zum Weinfest nach Radebeul, denn es ist die beste Zeit fĂŒr ein GlĂ€schen Federweißen gewesen.

Aber nun geht es zurĂŒck zum Alltag und ich muss ganz flott unter die Dusche hĂŒpfen, um alles rechtzeitig zu schaffen.   🙂



2009 14.
Sep.

Schalom, Schalom!

Nach den recht intensiven anderthalb Stunden zum Einstieg ins neue Unterrichtsjahr ist mein Kopf vorerst randvoll mit hebrĂ€ischen Vokabeln gefĂŒllt. 🙂

Ich freue mich schon auf die nĂ€chsten Wochen und Monate, denn ich hoffe, jetzt nicht nur Lesen zu lernen, sondern auch meinen Wortschatz ausbauen zu können und natĂŒrlich einen tieferen Einblick in die geheimnisvolle Grammatik zu bekommen.

Ich habe mich außerdem sehr gefreut, dass ich dieses Jahr genau so viel bezahle wie im letzten, die Gegenleistung dafĂŒr aber gestiegen ist. FĂŒr den gleichen Betrag geniesse ich zwei Monate mehr Unterricht in einer kleineren Gruppe!



2009 20.
Juni

Ich hĂ€nge immer noch wartend in der Luft, fast wie Hamlet, nur dass meine Gedanken eben „schreiben oder nicht schreiben“ sind.

Allerdings hatte ich in dieser Woche ohnehin kaum eine Möglichkeit etwas zu verfassen. Es war immer irgendwas Interessantes los in der Casa OLCA.

Montags hatte ich wie immer HebrÀisch, allerdings ist in der kommenden Woche die letzte Unterrichtsstunde. Am Montag danach haben wir eigentlich schon Ferien, aber wir treffen uns noch einmal zusammen, um den Abschluss zu feiern.

Am Dienstag kam mein SchĂŒler, um seine Russisch-Kenntnisse auf den neusten Stand zu bringen. Als er nach Hause ging zog ich mich ganz flott um und ging mit der Klasse von meiner Großen als stiller Begleiter ins Theater der Jungen Generation. Eine Gruppenkarte von 4 EUR kann man wirklich als SchnĂ€ppchen betrachten. Das StĂŒck hieß „Falke“ und war wirklich gut gemacht. Es ging um einen Jungen im Untersuchungshaft, von welchen man nicht weiß, ob er seinen Stiefvater im Wald umgebracht hat oder nicht. Er selber berichtet nichts darĂŒber, aber einer Psychologin gelingt es am Ende die Wahrheit beinahe allein zu rekonstruieren, bis sich der Fall aufklĂ€rt. Ich mag die Schauspieler vom Dresdner TJG wirklich sehr gern, denn mich hat das StĂŒck auf jeden Fall noch eine Weile beschĂ€ftigt!

Am Mittwoch zog ich nach der Arbeit durch die LĂ€den, denn ich musste die Geschenke fĂŒr die kommenden zwei Tage besorgen. 

Donnerstagabend haben wir auf dem Sportplatz von SG Gittersee verbracht, wo wir erfolglos versucht haben unsere gute IKEA-Tasse kaputt zu machen. Das muss man am Polterabend ja schließlich machen!  Thomas und Sylvia dĂŒrfen heute nun inzwischen zur Ehemann und Ehefrau geworden sein.  Es war ein richtig schöner Abend, ich konnte viele bekannte Gesichter von Carstens Badmintonverein wiedersehen und es hat wie immer viel Spaß gemacht, mich mit ihnen zu unterhalten.

Nach einem definitiven Überschuß der deutschen Sprache in den vergangenen Tagen sorgte ich fĂŒr den entsprechenden Ausgleich und verbrachte den Freitagabend auf der Datscha meiner Lieblingsfreundin Anna. Ok, die Datscha gehört ihren Eltern, aber es war Annas Geburtstag. Da sie in Georgien geboren und groß geworden ist gab es fabelhaften Schaschlik und jede Menge Rotwein dazu. Wodka ist dort nicht so ĂŒblich wie bei den Ukrainern   ;0)   ….

Heute war mehr oder weniger Haushalts- und Telefoniertag bei mir und das war aus meiner Sicht auch ganz gut so. Mein Haus hatte dringend etwas Pflege nötig und außerdem konnte ich unsere zukĂŒnftige CS-Besucherin aus Bremen am Telefon kennenlernen sowie mich auf den neusten Stand der Dinge in der Ukraine bei meiner Familie bringen lassen.



2009 09.
Juni

Derzeit hĂ€nge ich blogtechnisch ganz schön in der Schwebe … 360° wird geschlossen, umgestellt, umgezogen – was auch immer … Mein Blog mit Kommentarfunktion auf unserer OLCA-Homepage ist immer noch eine Baustelle … Die bewĂ€hrte Sektion auf marvinchen.de zu fĂŒllen bleibt wahrscheinlich fĂŒr unbestimmte Zeit die einzige Möglichkeit ĂŒber unser Leben im Web zu berichten. Aber irgendwann habe ich ganz gewiss den besten Blog der Welt!

Derzeit mĂŒssen wir uns nur mit 1 Teenager arrangieren. Andrea hat am Sonntag ihren 16. Geburtstag gefeiert, am Montag hat sie ihre Sachen gepackt und ist aus dem Haus verschwunden.

Allerdings kommt sie am Freitag nach ihrer Klassenfahrt zurĂŒck zu uns, ganz bestimmt voller EindrĂŒcke und mit Bergen dreckiger WĂ€sche. Ich bin schon gespannt, was sie uns erzĂ€hlen wird. Sie ist mit ihrer und Parallelklasse an der Ostsee, außerdem sind AusflĂŒge nach Hamburg und LĂŒbeck geplant, sowie ein Tag im Hansa-Park.

Ich habe heute aber ein richtig schönes Erfolgserlebnis gehabt, welches außnahmsweise nicht mit meinen Kindern verbunden ist. Seit einigen Wochen gebe ich dem Sohn einer Bekannten Nachhilfe in Russisch. Er stand bislang auf „4“. Die letzte Klassenarbeit hat er aber mit einer „2“ geschafft und damit bekommt er eine „3“ auf dem Zeugnis. Ich bin echt hin und weg!  Wir werden noch die kommenden 2 Wochen zum Lernen nutzen, dann kommt vorerst eine große Pause, denn Ende Juni fangen in Sachsen die Sommerferien an.