2008 09.
MĂ€rz
Ich gratuliere nachtrÀglich allen Frauen zum gesterigen Internationalen Frauentag!

Da dieser Feiertag in Deutschland eigentlich leider ohne Bedeutung ist habe ich ihn mit drei MĂ€dels aus Charkov gefeiert. Ăbrigens, ich habe sie alle im Internet kennengelernt, eine bei Couchsurfing und die anderen habe ich bei odnoklassniki. ru entdeckt. Also saĂen gestern nachmittags am Tisch zwei Tanjas, eine Larissa und meine Wenigkeit.
Carsten hat uns fĂŒr eine Weile allein gelassen und hat sich um die Laptops von unseren Freunden gekĂŒmmert, er hat zur Zeit drei StĂŒck zum Installieren bei uns im Haus. Abends kam auch meine bessere HĂ€lfte dazu und wir mussten von einem Plausch in Russisch auf eine Unterhaltung auf Englisch umsteigen, da bei zwei der GĂ€ste Deutsch nicht wirklich gut war.
Es war ein ganz netter Nachmittag, die Chemie (diesmal sogar fast im wahrsten Sinne des Wortes, denn Larissa und eine Tanja sind Chemikerinnen) hat gestimmt und das Essen hat geschmeckt :0), nur haben wir vergessen ein Foto zu machen :0). Irgendwann hole ich das aber auf jeden Fall noch nach!
2008 23.
Feb.
Diesmal habe ich die Hauptstadt gewechselt: ich bin zur Zeit gar nicht in der Hauptstadt von Sachsen, sondern von NRW. Mein Chef, 2 Azubis und ich sind gestern gegen 11:00 Uhr aufgebrochen, um unseren Messestand auf der EuroShop 2008 ausstellungsreif zu machen, denn heute um 10:00 Uhr wird es ernst. Vor der Abreise gab es wie ĂŒblich viel Hektik, ein Teil der Drucksachen ist nicht fertig geworden und wird uns nun auf die Messe nachgeschickt. Ich persönlich habe heute beim Auspacken der Kosmetiktasche festgestellt, dass ich zwar zwei Flaschen Schampoo habe, aber dafĂŒr keine SpĂŒlung fĂŒr meine Haare. Aber ich werde das schon ĂŒberstehen, obwohl die Messe diesmal recht lang ist – 5 Tage.
Wir sind gut bis nach DĂŒsseldorf durchgekommen, haben knapp 6 Stunden fĂŒr die Strecke von ca. 630 km gebraucht, nur die letzten 50 Meter fĂŒr die Einfahrt ins MessegelĂ€nde waren unendlich lang, denn man musste 100 EUR Kaution fĂŒr eine Stunde Parken abgeben. Man hat eine schon recht ausgeklĂŒgelte Technik zum Kassieren benutzt, aber die Mitarbeiter waren eher trĂ€ge, deshalb dauerte es ewig bis man endlich zu dem eigenen Stand kam. Am Stand gab es ein wenig Aufregung wegen des Stroms, der ging schlichtweg nicht, aber ich konnte mit meinem Charme den Hallenelektriker ĂŒberzeugen uns sofort zu helfen :0) . Um 21:00 haben wir die Messe verlassen und sind zum unseren Hotel gefahren. Ăbers Hotelzimmer schreibe ich bei Gelegenheit auch mal, es könnte lĂ€nger werden ;0) . Abendessen gab es beim Italiener (superleckere Pizza und ebensolche Vorspeisen) und ich durfte mal wieder mein Altbier geniessen :0) . Am Ende des unterhaltsamen Abends habe ich mich nach der Herkunft unserer Bedienung erkundigt, denn sie hatte in meinen Augen keinen richtigen italienischen Akzent. Es stellte sich heraus, dass sie aus Georgien war, allerdings kein Russisch sprach.
Im Hotel waren wir pĂŒnktlich um Mitternacht, ich habe noch eine Weile mit meinem Schatz telefoniert und danach konnte ich nicht mehr einschlafen, deshalb habe ich meinen mitgenommenen Laptop ausgepackt und auf der Seite oknoklassniki.ru nach ehemaligen Schul- und Studienkollegen gesucht. Am Ende wurden 3 Stunden daraus, aber dann kam endlich die MĂŒdigkeit und ich bin eingeschlafen. Jetzt muss ich zum FrĂŒhstĂŒck gehen, in 3 Minuten treffen wir uns dort.
2007 25.
Nov.
Heute ist fĂŒr Carsten und mich ein ganz besonderer Tag. Wir haben angefangen, ihm die Russische Sprache etwas ernsthafter beizubringen. Heute haben wir hauptsĂ€chlich das kyrillische Alphabet durchgenommen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich seine Aussprache bewundere. In Gegensatz zu den vielen Deutschen, welche Russisch sprechen, kann er es ganz gut mit den harten und weichen Laute managen und auch die Zischlaute scheinen ihn nicht besonders zu ĂŒberfordern. Ich bin ganz stolz auf meinen Mann!
Ansonsten bin ich bereit fĂŒr den morgigen Geburtstag. Ein Kuchen fĂŒr die Arbeit ist schon fertig und auch ein zweiter fĂŒr die Feier mit der Familie. FĂŒr die Kollegen gibt es ein ganzes Blech, fĂŒr die Familie muss eine Springform reichen :0)
2007 07.
Nov.
Wenn man schon im GĂ€stebuch den Wunsch geĂ€uĂert bekommt, ich sollte mal wieder etwas schreiben, möchte ich doch die aufmerksamen Leser nicht enttĂ€uschen :0).
Ich sollte vielleicht sagen, dass es wohl auch weiterhin so bleiben wird, dass meine EintrĂ€ge hier eher sporadisch erscheinen. Es ist eigentlich egal welche Jahreszeit ich habe – Zeit zum Schreiben fehlt immer wieder *seufz*
Ich hĂ€tte zum Beispiel am Sonntag Zeit zum Schreiben gehabt (zumindest theoretisch), aber ich habe mich dafĂŒr entschieden, die Gelegenheit zu nutzen und meine Bibliothek in Ordnung zu bringen. Die MĂ€dels waren bei ihrem Papa, Carsten hatte einen Badmintonturnier und ich hatte die sturmfreie Bude. Jetzt blicke ich ganz stolz auf die BĂŒcherregale, wo bedeutend weniger Staub zu sehen ist als vorher und man sich einfacher zurecht findet, denn die deutschen, russischen, ukrainischen, polnischen und englischen BĂŒcher haben ihre eigenen Ecken bekommen, Belletristtik nicht mehr neben SachbĂŒchern steht und auch die Ordner wurden neu sortiert.
Ich habe fesgestellt, dass ich drei BĂŒcher doppelt habe, fĂŒr ein Buch habe ich bereits einen dankbaren Abnehmer, die anderen warten noch auf ihre Adoptiveltern.
2007 18.
Juli
Nun sind es nur zwei Tage bis zum Urlaub! Ich mĂŒsste eigentlich schon mal meine Sachen packen, aber jetzt haben wir beschlossen, wenigstens noch paar StĂŒndchen am Rechner zu verbringen. Carsten lĂ€dt gerade meinen Reisebericht bei www.marvinchen.de hoch, allerdings derzeit noch ohne Bilder als PDF-Datei, denn die letzten Tage waren bei uns beiden ĂŒberfĂŒllt.
Am Wochenende hatten wir Besuch aus Texas bei uns. Die Kinder waren bei ihrem Papa und so konnten wir die ganze Zeit ausschlieĂlich Englisch sprechen. Der Wettergott war uns hold und wir haben beim stralenden Sonnenschein die Festung Königstein und die Basteiaussicht gezeigt, einen Rundgang mit Bierverkostung in Radeberger Brauerei gemacht und die Dresdener Innenstadt vorgefĂŒhrt. Die NĂ€chte waren kurz, weil wir uns blendend verstanden haben und die Unterhaltung unglaublich interessant war. Wir haben diese Familie ĂŒber Hospitalityclub kennengelernt und zu uns eingeladen. Eric, Danielle und Tanner sind keine typischen Amerikaner in unseren Augen, sie wissen so viel und das nicht nur ĂŒber USA, sind an allem ehrlich interessiert, deshalb hatte man viele Themen zum Reden. Am Montag frĂŒh sind sie mit uns rausgegangen als wir zur Arbeit gingen, ihre Reise ging in Richtung Bamberg.

Sowohl Carsten als auch ich waren so aufs Englische geeicht, dass wir am Montag auf Arbeit zu tun hatten, einen Satz in Deutsch zu sagen. Uns rutschen stÀndig irgendwelche Begriffe und SÀtze in Englisch aus :0)
Aber das ist gut fĂŒr unseren Urlaub, denn so sind wir bestens fĂŒr 3 Wochen USA gerĂŒstet. Spannend ist es nur, wie die Kinder die Reise managen, aber das wird sich zeigen.
2007 01.
Juli
Es ist kaum zu fassen, aber gestern haben wir doch tatsĂ€chlich den ganzen lieben Tag vor der Glotze verbracht! Schuld daran ist allerdings nicht die spannende oder informative Fernsehlandschaft, sondern die neuen „Kontaktdaten“ der deutschen Sender auf den Satelliten.
Auf jeden Fall haben wir direkt nach dem FrĂŒhstĂŒck uns auf die Couch im Fernsehraum gepflanzt und erstmal die Bestandsaufnahme der jetzigen 100 KanĂ€le gemacht. Carsten hat vorsichtshalber alles in Word eingetippt, denn im Kopf hĂ€tten wir sie alle eh nicht behalten können. Danach hat er alle drei Satelliten, welche wir empfangen können (Astra, Sirius23 und Hotbird), alle Programme anzeigen lassen, welche es dort ĂŒberhaupt gibt. Das Gros der deutschsprachigen Programme hat man schon ĂŒber Astra bekommen, nun blieben noch die zwei weitere ĂŒbrig, um meine portugiesischen, ukrainischen und russischen KanĂ€le zu bekommen. Es lief alles ganz gut, aber wie ĂŒblich, hakte es an einer Stelle und zwei der ukrainischen Sender waren einfach nicht mehr auffindbar. Stunden spĂ€ter gelang es meinem schlauen Schatz doch, auch diese Ausreisser zu finden und die Sammlung war komplett!
Wir hĂ€tten auch diverse arabische oder italienische Sender in unsere Liste einfĂŒgen können, aber da mangelt es sogar mir an den entsprechenden Sprachkentnissen ;0)
Die Reihenfolge durfte dann mein Mann allein bestimmen, also rutschten solche „mĂ€nnlichen „Sachen wie SportkanĂ€le und „DMAX“ auf die vorderen PlĂ€tze. Ich bin aber froh, dass die slawischen Sender ihre PlĂ€tze behalten haben, so muss ich nicht lange suchen, welche Zahlen ich auf der Fernbedienung drĂŒcken muss, um Russisch oder Ukrainisch zu hören. Ăbrigens, wir haben bei der Suche sogar einen russischen Nachrichtensender entdeckt, so werde ich jetzt noch besser informiert als vorher ;0)
Zur Belohnung haben wir abends zusammen „Die Hard with a Vengeance“ in Englisch angeschaut. Ăbrigens „Stirb Langsam 4.0“ ist ein richtig guter Actionfilm, wer dieses Genre liebt hat auch mit der 4. Folge mit John McClane viel SpaĂ!
2007 13.
Mai
Am 11. Mai habe ich mir den Abend extra frei gehalten. Denn nach Dresden kam eine in russsischprechenden Kreisen sehr berĂŒhmte Schriftstellerin – Dina Rubina. Ich habe vor einigen Jahren ein Buch von ihr gelesen und es hat mich sehr beeindruckt, es hieĂ „Hier kommt der Messias“, allerdings in Russisch. (hier gibt es mehr dazu – http://www.perlentaucher.de/buch/6551.html)
Als Andrea und ich dieses Jahr die Leipziger Buchmesse besucht haben habe ich an einem Stand das neue Buch von ihr gekauft – es heisst „Na solnechnoj storone ulizy“, ĂŒbersetzt – „Auf der Sonnenseite der StraĂe“. Leider kam ich einfach nicht dazu, das Buch zu lesen. Deshalb war ich um so interessierter an dieser Lesung, denn es sollte ja vermutlich um ihr neustes Werk gehen.
Was die Zuhörer aber bekommen haben war weitaus mehr als nur das Vorlesen einiger Stellen aus dem Buch, es war ein Eine-Frau-Theater! Sie bereitete uns mit verschiedenen Geschichten aus ihrer Vergangenheit in der UdSSR und ihrem jetzigen Leben in Jerusalem auf das eigentliche Vorlesen dermaĂen humorvoll und voller kĂŒnstlericher Darstellung vor – es war einfach ein Traum, dabei zu sein! Ich habe ohnehin schon immer eine SchwĂ€che fĂŒr jĂŒdische Literatur, seit dieser Lesung ist diese SchwĂ€che noch stĂ€rker geworden :0)
Die Homepage fĂŒr diejenigen, welche des Russischen mĂ€chtig sind – http://www.dinarubina.com. Ihre BĂŒcher gibt es ĂŒbrigens auch in Deutsch – ich hoffe, die Ăbersetzer konnten das Original erreichen!
2007 17.
Apr.
Wenn man lange nichts geschrieben hat, heisst es nicht, dass man nichts erlebt! Im Gegenteil – das Leben ist so ausgefĂŒllt mit verschiedensten Sachen, dass man einfach keine Zeit hat, sie alle hier im Blog festzuhalten. Aber nun versuche ich wieder, den Faden aufzunehmen :0)
Was habt ihr eigentlich an den Ostertagen so getrieben? *neugierigguck*
Wir hatten Russenjudeninvasion – meine ehemalige Studienkollegin (ĂŒbrigens heiĂt sie auch Olga) wohnt jetzt in MĂŒnchen und sie war bei uns mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und ihren Vater von Donnerstag Nacht bis Montag Mittag. Unser Sightseeingprogramm war wieder rappelvoll:
Freitag – SĂ€chsische Schweiz (Hohnstein und Bastei)
Samstag – Stadt, Alte Meister. Ich musste mich aber dann abseilen, weil ich von zwei Russischsprechenden New Yorkern angesprochen wurde. Sie waren nur ein Tag in Dresden und hatten keine Möglichkeit gefunden, Dollar zu tauschen, um sich einen Guide zu leisten. Als sie auf der BrĂŒhlischen Terrasse meine AusfĂŒhrungen in Russisch gehört haben haben sich uns gefragt, ob sie mitkommen dĂŒrfen. Am Ende war meine Freundin und ihr Vater allein in die Alte Meister gegangen und ich habe StadtfĂŒhrer gespielt :0) Und sogar 5 Dollar verdient :0))))
Sonntag – Ostereiersuche im Garten, Osterreiter im Kloster Marienstern (sehr beeindruckend!) und abends Osterfeuer und Life-Musik von „Krambambuli“ im Zschonergrundbad.
Montag – noch ein schneller Ausflug zum Schloss Moritzburg. Der Montag Nachmittag gehörte dann uns und meien Waschmaschine lief auf Hochtouren ;0)
Meine Kinder sprechen jetzt bedeutend besser Russisch als davor! *juhuu*
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