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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 28.
Dez.

Gerade jetzt, wo es draußen kalt und ungemĂŒtlich wird, schauen wir alle lieber von Drinnen nach Draußen … ganz selbstverstĂ€ndlich durch eine Glasscheibe. Mich hat es interessiert, wie eine Glasscheibe oder andere Glasobjekte unseren Blick auf die selbstverstĂ€ndliche GegenstĂ€nde um uns herum verĂ€ndern können.

NatĂŒrlich ist auch bei einem durchsichtigen Objekt eine Spiegelung kaum zu vermeiden, diese hat aber auf jeden Fall ihren Reiz:

Wenn man sich draußen ganz geschickt positioniert, kann man dennoch ein schönes und entspanntes Portrait von der drinnen, in der WĂ€rme sitzenden Person erhaschen, wĂ€hrend einem die Finger auf dem Auslöserknopf abfrieren    đŸ˜‰    … natĂŒrlich eine kleine Übertreibung    đŸ˜€

Wenn das Glas nicht einfach glatt, sondern strukturiert ist, bekommt man sogar etwas beinah Kunstvolles hin:

Wenn das Model dann etwas nĂ€her an das Glas herantritt, kann man auch bei solchen Strukturen die GesichtszĂŒge besser erkennen:

Die Spiegelungen bei einer Glasscheibe kann man ganz gezielt dafĂŒr nutzen, um „mehrschichtige“ Aufnahmen zu machen:

Hier sieht man im direkten Vergleich den Unterschied zwischen der Originalsicht (rechts) und der aufgenommenen Sicht hinter einer Glasscheibe (links) noch deutlicher:

Als ich vor drei Jahren das Thema „Durchblicke“ hatte, nutzte ich bei einem Teil der Bilder eine Glaskugel. Diesmal nahm ich eine GlĂŒhbirne in die Hand – ist immerhin an sich ebenfalls eine Glasscheibe, wenn auch nicht als Platte, sondern eben als Birne geformt    🙂
Die Ergebnisse fand ich mehr als interessant, denn dadurch hatte man eine Mischung aus Durchblick, Spiegelung und dazu wurde die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zum Teil auf den Kopf gestellt:

Ist man mit einer GlĂŒhbirne zum richtigen Zeit am richtigen Ort, kann man sie auch mĂŒhelos zum Leuchten bringen    đŸ™‚

Bei einigen Aufnahmen habe ich die Birne so nah an die Kameralinse gehalten, dass ein richtiges Fokussieren nicht mehr funktionierte. DafĂŒr sind wiederum Aufnahmen entstanden, welche ich schon lange als Bild mit Wasserfarben malen wollte. Da ich aber nicht wirklich gut mit den klassischen Pinsel malen kann, habe ich das nun eben mal als Lichtbild festgehalten    😉
Nicht umsonst bedeutet das Wort „Fotografie“ ĂŒbersetzt „Lichtmalerei“    đŸ˜‰

Mein persönliches Fazit dieses Projekts: durch eine Glasscheibe sieht die Welt irgendwie geheimnisvoll aus, wenn man alle Details auf sich wirken lĂ€sst    đŸ™‚
Außerdem:  In einer kleinen GlĂŒhbirne kann man eine ganz große und eigenstĂ€ndige Welt einschließen, wenn man kurz inne hĂ€lt und alle Einzelheiten aufmerksam betrachtet    đŸ™‚

Ich hatte im November auf jeden Fall wieder jede Menge Spaß beim Herumexperimentieren mit verschiedenen Glasscheiben und hoffe, dass ihr genauso viel Spaß beim Anschauen der Bilder habt.



2017 25.
Dez.

In der letzten Woche vor Weihnachten sind Carsten und ich endlich einmal ĂŒber ein paar WeihnachtsmĂ€rkte in der Dresdner Innenstadt gelaufen, um uns wenigstens ein wenig in festliche Stimmung zu bringen. Auch wenn die hiesigen MĂ€rkte inzwischen alle geschlossen sind, möchte ich euch auf eine kleine Reise durch die strahlende Weihnachtswelt in der sĂ€chsischen Hauptstadt mitnehmen    🙂

Zuerst sind wir auf dem Weihnachtsmarkt auf der Prager Straße gewesen:

Dort gab es vor allem sehr viele Optionen, etwas zu essen und zu trinken. Bei einem Stand bin ich sogar fast schon schwach geworden, konnte mich allerdings nach dem genauen Durchlesen der Zutaten doch nicht dazu durchringen, dieses GetrĂ€nk trotz seines sehr geschickt gewĂ€hlten Namens zu trinken    😉

Vielleicht nĂ€chstes Jahr …    đŸ˜‰

Auf dem 583. Striezelmarkt, urkundlich eines der Ă€ltesten WeihnachtsmĂ€rkte Deutschlands, war ich zu dem Zeitpunkt allerdings schon zum zweiten Mal. Da ich beim ersten Besuch zusammen mit Ines, Anna und Manu jede Menge des klassischen GlĂŒhweins getrunken habe, war ich diesmal auf der Suche nach etwas Besonderen. Et voila!  Heiße Caipirinha:

Hier sind ein paar Impressionen der wirklich sehr aufwĂ€ndig, liebevoll und gekonnt geschmĂŒckten VerkaufsstĂ€nde des Striezelmarkts. Es ist nur eine Mini-Auswahl – alle StĂ€nde und BĂŒdchen sind echt wunderschön und sehr einladend!

Diesen Stand „durfte“ ich nur aus sicherem Abstand anschauen … da hat mein Mann ganz genau darauf geachtet, denn in unserer kleinen Wohnung gibt es seiner Meinung nach bereits zu viele bĂ€rige Mitbewohner     :erroeten:

Ein Pflaumentoffel durfte auf einem traditionellem Weihnachtsmarkt natĂŒrlich auch nicht fehlen:

Was ich immer wieder sehr schön finde, ist die großzĂŒgig gestaltete Ecke fĂŒr die kleinen und im Herzen jung gebliebenen Besucher des Marktes mit bekannten MĂ€rchenfiguren – da freut man sich auch als Erwachsener immer wieder wie ein Kind. Allerdings ist das Fahren mit der Bahn durch das MĂ€rchenland tatsĂ€chlich nur den Kleinsten unter uns vorbehalten    🙂

Damit man eine Vorstellung bekommen kann, wie groß die GesamtflĂ€che ist, versuchte ich ein paar „ĂŒberblickende“ Aufnahmen zu machen. Hier das offizielle Eingangstor zum Striezelmarkt in Schwibbogenform:

Man kann links sogar die Treppe zur kleinen Aussichtsplattform erkennen. SelbstverstĂ€ndlich waren auch wir auf dem ĂŒberdimensionalen Schwibbogen, denn man hat von dort einen unheimlich guten Überblick ĂŒber den gesamten Striezelmarkt mit dem dazugehörigen, festlich geschmĂŒckten Tannenbaum …

… und der ebenso fĂŒr Dresdner mittlerweile unentbehrlichen Weihnachtspyramide. Diese ist, wenn ich mich nicht irre, immer noch die GrĂ¶ĂŸte der Welt:

Nachdem wir uns auf dem Striezelmarkt umgesehen und kulinarisch gestĂ€rkt haben, gingen wir zum Romantischen Weihnachtsmarkt Anno 1900 an der Frauenkirche. Dort geht es weniger darum, mit viel Lichterglanz zu punkten, sondern eher darum, BewĂ€hrtes und zum Teil auch etwas in Vergessenheit geratenes zu prĂ€sentieren. Mit wenig Bling-Bling und im Stile alter Dienstleistungen dominieren hier vor allem Handwerkskunst und „alte“, traditionelle Speisen – eben kein neumodischer Kram, wie z.B. Langos, Sushi, Empanadas etc.:

Man hat dabei natĂŒrlich auch darauf geachtet, dass es etwas besinnlicher und ruhiger zugeht als auf dem Striezelmarkt. Daher war auch die Beleuchtung nicht auf viele Kilowatt ausgelegt, sondern auf WĂ€rme und GemĂŒtlichkeit:

Die Gestaltung der VerkaufstĂ€nde entsprachen natĂŒrlich auch dem gleichen, back-to-the-roots-Ă€hnlichen Konzept:

Jedes Jahr baut man dort auch eine Kulisse auf, welche an den Ursprung des Weihnachtsfestes erinnert, die Geburt Christi:

Im Stall rechts neben dieser Treppe gibt es an Seite von gemalten Heiligen Drei Königen auch lebende Schafe. Sie haben sich diesmal allerdings so gut versteckt, dass sie leider die Gelegenheit verpasst haben, in meinem Blogeintrag als Foto zu erscheinen    😉

Ganz in der NĂ€he des romantischen Weihnachtsmarkts an der Frauenkirche, befindet sich im Stallhof der Mittelalter-Weihnachtsmarkt:

Hier wird, wie man sieht, ebenfalls auf zu viel grelles Licht verzichtet. DafĂŒr hat man eine, aus meiner Sicht richtig schöne Idee entwickelt, denn auf die WĂ€nde des Dresdner Schlosses wird sanfter Schneefall und Fackeln samt deren flackerndes Licht projiziert (in der Bildmitte):

Dieser Markt ist an jedem Wochentag und zu jeder Tageszeit sehr gut besucht:

Man kann dort außergewöhnliche Kleidungs- und SchmuckstĂŒcke kaufen, den Handwerkern, wie z.B. Schmieden, beim Arbeiten zusehen, bei einer Wahrsagerin die eigene Zukunft erfahren oder einfach nur beim Bierchen … Ă€hm … Met fĂŒr eine Stunde in einem großen, öffentlichen Badezuber mit Freunden abhĂ€ngen:

Sich einen Obstwein oder Met fĂŒr den Eigengebrauch oder als Geschenk aussuchen …

… und bevor man nach Hause geht, sich noch einen frischgebackenen, heißen und appetitlich duftenden Apfelkrapfen kaufen:

Das letzte habe ich ebenfalls gemacht und nicht bereut – er war soooooooooo lecker und die gerade gebackene Leckerei wĂ€rmte zudem noch meine HĂ€nde, meinen Bauch und mein Herz    🙂

Das sind wahrlich nur minimale EindrĂŒcke von ein paar der zahlreichen WeihnachtsmĂ€rkte, welche es im Dezember in Dresden gibt – laut Stadtwebseite öffneten in 2017 insgesamt 11 StĂŒck. Es hat sich eben inzwischen herumgesprochen, wie schön die Adventszeit in unserer Stadt ist … deshalb gehen wir, die Einheimischen, auch eher in der Woche dorthin, um sich mit Freunden zu treffen und einen GlĂŒhwein zusammen zu trinken, denn am Wochenende ĂŒberlassen wir die GĂ€nge zwischen den VerkaufsstĂ€nden lieber unseren auswĂ€rtigen GĂ€sten und damit sich die HĂ€ndler von Montag bis Donnerstag nicht langweilen    🙂



2017 17.
Dez.

Erst heute wurde mir so richtig bewusst, dass in genau zwei Wochen das Jahr zu Ende sein wird. Da man nach Möglichkeit keine Schulden ins neue Jahr mitnehmen sollte, möchte ich euch noch etwas bereits lĂ€ngst ÜberfĂ€lliges nachreichen: die Ergebnisse meines Fotoprojekts vom Oktober    đŸ˜‰

Beim Fotografieren musste ich immer wieder an die Worte von Gotthold Ephraim Lessing denken: „Wir sind alle BlĂ€tter an einem Baum, keins dem anderen Ă€hnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.“

Auf einem Baum gibt es jede Menge Platz fĂŒr frische und auch fĂŒr schon Ă€ltere BlĂ€tter:

Die warmen Strahlen der Sonne bringen BlÀtter regelrecht zum Leuchten:

Manche der BlĂ€tter öffnen sich der Welt …

… andere wiederum sind ihrer Umwelt gegenĂŒber ziemlich misstrauisch und daher gut „bewaffnet“:

Wenn sie dann aber vom Baum getrennt werden, kann es passieren, dass alle, die auf dem harten Boden gelandet sind, zwar nebeneinander ihr Dasein fristen, aber jeder fĂŒr sich bleibt:

Es kann aber auch anders kommen und sie landen in einem bunt gemischten Haufen Gleichgesinnter:

Vielleicht findet sich darin sogar ein passendes PĂ€rchen?

Es kann aber auch passieren, dass man auf dem Weg ganz allein und zurĂŒckgelassen bleiben muss …

… oder an einem Ort hĂ€ngen bleibt, von welchem man einfach nicht mehr weg kommt:

Man wird oft mit vielen Wassern gewaschen:

Dabei lÀsst man sich dennoch nicht unterkriegen, hÀrtet ab und wird zÀh wie Leder:

Trotz der fĂŒr die Umwelt gezeigten StĂ€rke gibt es Momente, wo man sich einfach mal hĂ€ngen lĂ€sst:

Egal wie es kommt, die zarte Seite der Seele bleibt immer erhalten:

Es gibt viele Wege und oft genug muss man die Anderen einfach weiter ziehen lassen, wÀhrend man selber an Ort und Stelle bleibt:

Die Erinnerungen halten uns aber auch in den kalten und ungemĂŒtlichen Zeiten im Herzen warm:

Besonders jetzt, im Dezember, wo es draußen dunkel und nass ist und die BĂ€ume kahl sind, hat es mich um so mehr gefreut, die bunten Herbstbilder wieder durchzusehen und ein paar fĂŒr euch, meine lieben Leser, zusammenzustellen. Ich hoffe, die Auswahl gefĂ€llt euch!



2017 10.
Dez.

Man wĂŒnscht sich gegenseitig immer wieder eine besinnliche Adventszeit und tauscht sich oft im privaten GesprĂ€ch auch darĂŒber aus, dass man derzeit so viel Stress hat. Ich merke ebenfalls, dass auch bei mir bzw. uns gerade im letzten Monat des Jahres sehr viele Sachen zusammenkommen. Man möchte zum Beispiel am Jahresende noch einiges aufholen und erledigen, was man erfolgreich elf Monate lang vor sich hergeschoben hat, Weihnachtsmarktbesuche sind quasi eine perfekte Gelegenheit, um mit Freunden auszugehen und einen GlĂŒhwein zu trinken, die Weihnachtsfeiern mit Arbeitskollegen werden fĂ€llig, die Adventskalender mĂŒssen jeden Tag geöffnet werden … von den im Dezember obligatorischen Dingen wie Kekse backen, Geschenke organisieren, Postkarten schreiben und jeden Sonntag eine weitere Kerze am Adventskranz anzuzĂŒnden ganz zu schweigen – was fĂŒr ein Stress !!!    🙂

Wenn ich jetzt gerade alles so aufzĂ€hle, fallen mir zwei Dinge auf. Zum einen könnte man vieles eigentlich auch in den anderen Monaten des Jahres machen: Kekse als Beilage zum Tee backen, sich mit Freunden zu einem Weinchen treffen, zusammen mit den Kollegen etwas unternehmen und sich auch im Alltag gegenseitig mal etwas Kleines schenken. Nur fĂŒr das tĂ€gliche PlĂŒndern eines Adventskalenders muss man wohl wirklich auf den Dezember warten … wobei ich glaube, dass es seit einigen Jahren im Handel auch einen Osterkalender nach gleichem Prinzip gibt. Aber so etwas muss ich fĂŒr meinen Geschmack nun wirklich nicht haben    🙂

Und die zweite Sache? Mal ganz ehrlich, all das, was man im Dezember zu tun hat, ist doch definitiv etwas, was man besser als positiven Stress bezeichnen kann, oder nicht? Man muss doch eigentlich nur versuchen, alles soweit auszubalancieren, dass es neben Arbeit und Abarbeiten des vorweihnachtlichen To-Do-Zettels immer noch etwas Zeit zum Entspannen und zum Schlafen bleibt    😉

Einen wichtigen Punkt auf unserer familieninternen Advents-To-Do-Liste haben wir heute ĂŒbrigens auch endlich erfolgreich erledigt –> unsere traditionelle, jĂ€hrliche Grußwebseite zur Jahresendzeit ist nun online. Viel Spaß beim Entdecken, was wir uns diesmal als Motiv und PrĂ€sentationsebene ausgedacht haben    😉

Apropos Schlafen – ich könnte derzeit fast immer und ĂŒberall schlafen! Nicht umsonst finde ich BĂ€ren so klasse, dass ich sie schon beinah als mein Totem betrachten könnte, denn sie schlafen in der dunklen Jahreszeit ebenfalls ganz viel und ganz lange    😉
Das Thema Schlafen habe ich heute mit einer lieben Freundin auf Fazzebuck besprochen, doch im Vergleich zu mir ĂŒbertrifft sie mich derzeit sogar um LĂ€ngen, denn sie ist schwanger und da schlĂ€ft man bekanntlich noch viel, viel mehr    🙂

Und sonst so bei mir? Den gestrigen Abend habe ich im quasi sĂ€chsischen Ableger Irlands verbracht, denn im Freitaler Kulturhaus gab es die schon seit Monaten geplante und sorgfĂ€ltig von der Irish Dance Company Dresden vorbereitete irische Party „Tap & Clap“ – ich durfte dabei auch wieder gaaaaaanz viele Bilder knipsen    🙂

Es gab mehr als genug Fotomotive, denn es flatterten bunte Röcke der TĂ€nzerinnen ganz gekonnt ĂŒber den Tanzboden …

… und das Publikum wurde mehrmals zu unterschiedlichen MitmachtĂ€nzen auf die BĂŒhne geholt – dieses hatte offensichtlich ganz viel Spaß dabei:

Dazu gab es schöne Folklore-Musik von der Gruppe „Red  House“ …

… und richtig flotte Pub-Musik boten die fĂŒnf Bandmitglieder von „Clonmac Noise“ , welche fĂŒr diese Veranstaltung sogar extra aus Wolfsburg angereist sind!

Kurzum, es war ein rundum toller Abend!

Ab morgen werde ich mich dann aber wieder mehr den weihnachtlichen Dingen widmen: WeihnachtsmĂ€rkte mit Freundinnen unsicher machen, schon gekaufte Geschenke einpacken bzw. noch ein paar fehlende besorgen und vielleicht schaffe ich sogar noch, ein paar PlĂ€tzchen zu backen. Bis jetzt haben Carsten und ich so viele und so leckere GebĂ€ckstĂŒcke von lieben Freunden bekommen, dass mir das Backen noch gar nicht in den Sinn gekommen ist. Aber da wir deren Leckereien schon alle verputzt haben, sollte ich wohl langsam selber mal fĂŒr Nachschub sorgen    😉

Ich wĂŒnsche euch allen noch eine schöne und mit ausschließlich positivem Stress gefĂŒllte Adventszeit!



2017 03.
Dez.

Da geht man gestern ahnungslos durch Potsdam und schon ist man auf zahlreichen Nachrichtenportalen zu finden, wie z.B. hier bei STERN:

Stephanies unverkennbarer Haarschopf rechts, direkt daneben Andrea mit ihrem neuen Rucksack in tĂŒrkis, Carsten zwischen den beiden im langen Mantel und ich mit weißer BĂ€renmĂŒtze ganz links.

Hier der „Beweis“, daß wir das auf dem Foto wirklich sind:

Aber wir haben nix mit dem Bombenaufreger zu tun, stimmt’s Andrea ?

So schnell landet man als unbescholtene BĂŒrger auf „Verbrechensfotos“    đŸ˜‰

Dabei sind wir doch ganz Liebe und wĂŒnschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit und einen ruhigen 1. Advent gehabt zu haben … Prost !!!



2017 26.
Nov.

Heute ist ein ganz besonderer Tag fĂŒr mich. Es ist der einzige Tag im Jahr, an welchem ich das absolute Recht habe, mir diese Krone aufzusetzen    🙂

Da Andrea sich zum Kaffeetrinken angekĂŒndigt hat, gab es bei uns eine besondere Torte, welche traditionell bei den OLCAs schon seit fast 20 Jahren zu Geburtstagen gekauft wird: Benjamin-BlĂŒmchen-Torte. Diesmal durfte ich die Elefantenfigur behalten – Geburtstagskind zu sein hat eben auch gewisse Vorteile    😉

Dieses Jahr habe ich keine große Feier gemacht, da mein Geburtstag auf den Toten-, oder wie ich heute bei einem Radiosender gehört habe, Ewigkeitssonntag gefallen ist. Aber es ist auch schön, wenn man mit guten Freunden in seinen Geburtstag von gestern auf heute reinfeiern kann – so geschehen gestern mit Kathrin und Axel,  nachdem wir neben Quatschen und leckerem Essen auch noch einen „Fotovortrag“ ĂŒber unsere USA-Reise aus dem Sommer zum Besten geben konnten.

Heute haben mir aber sogleich ganz viele Leute telefonisch, per Email und SMS gratuliert und sogar der Briefkasten hatte die noch am Samstag zugestellte Geburtstagspost parat. Ich fĂŒhle mich auch ohne große Feierlichkeiten glĂŒcklich!

Wie gesagt, erst kam zum Mittag Andrea vorbei und auch Anna hatte mal kurz Zeit fĂŒr Tee und Leckerlis sowie natĂŒrlich auch, um persönlich zu gratulieren. Aus dem „ich schau nur mal kurz vorbei“ wurden am Ende ĂŒber 2 Stunden, aber beim Quatschen und Lachen vergeht die Zeit wie im Fluge … egal ob mit 46 oder 47 Lenzen auf dem Buckel    đŸ˜‰

Am Ende meines 46. Lebensjahres habe ich gestern eine Art „Midlife-Crisis light“ durchlebt und wenn sich Carstens scherzhafte Bemerkung bewahrheiten sollte, dĂŒrfte ich somit ĂŒber 90 Jahre alt werden, denn 46 Jahre * 2 = 92 Jahre   😉
Warum kleine Kriese? Diesmal hat mich der Novemberblues irgendwie besonders stark in seinen Bann gezogen und ich könnte echt immer und ĂŒberall nur noch schlafen, denn gefĂŒhlt war es draußen durchgĂ€ngig grau, dunkel und ungemĂŒtlich. Aber zum GlĂŒck hatte ich auch jede Menge Highlights – insbesondere mit Freunden und Bekannten. Bei solchen grauen Tagen sind die Zeiten mit lieben Menschen einfach unbezahlbar und außerdem ist es Ă€ußerst gemĂŒtlich, wenn man beim Kerzenlicht und Weinchen (oder anderen GetrĂ€nken) zusammensitzt und klönt –> ob mit Klaudia & Uli am Samstag (18.11.), mit Anna & Julia am Dienstag (21.11.) oder eben gestern mit Kathrin & Axel – es ist einfach immer wieder schön, dass man ganz entspannt mit jemandem ĂŒber Gott und die Welt reden kann!

Und ein weiteres November-Highlight möchte (und kann ich!) euch nicht vorenthalten: Carsten und ich waren am vergangenen Sonntag in der Preview von „Paddington 2

Der erste Teil kam vor 3 Jahren in die Kinos und schon damals habe ich mich in diesen wunderbar und liebevoll animierten RealfilmbĂ€ren verliebt. Die zweite abendfĂŒllende Geschichte ist ebenso gut gelungen und absolut zum Liebhaben! Der Film ist lustig und ein bisschen traurig, spannend und rĂŒhrend zugleich – einfach sehr zu empfehlen! Und das sage ich nicht nur, weil ich so bĂ€renverrĂŒckt bin    đŸ˜‰

Heute ist der letzte Sonntag im November, der nĂ€chste wird bereits der 1. Advent sein. Ich freue mich schon auf die vielen Lichter in den Fenster der HĂ€user, auf die weihnachtliche Deko in den StraßenzĂŒgen, auf die schönen Dresdner WeihnachtsmĂ€rkte (habe bereits etliche Verabredungen im Kalender stehen) und einfach darauf, dass bereits in weniger als einem Monat die Wintersonnenwende stattfindet und ab da dann auch die Tage wieder lĂ€nger und heller werden.

Und heute noch? Heute gönne ich mir zu meiner eigenen Feier des Tages wahrscheinlich noch ein Sektchen    đŸ˜‰    trinkt ihr auch ein GlĂ€schen mit mit bzw. auf mich?



2017 08.
Nov.

Ich weiß nicht, ob es alle schon mal wahrgenommen haben, aber auf unserer Familienhomepage gibt es unter anderem auch ein Kochbuch    🙂
Die Rezepte, welche darin ihren Ehrenplatz finden, wurden alle eigenhĂ€ndig und eigenmĂ€genig durchgetestet und von meiner Familie fĂŒr gut befunden … andere Gerichte kommen da einfach nicht rein    🙂    keine Chance !

In den letzten Wochen und Monate gab es darin, in dem erwÀhnten Kochbuch, kaum etwas Neues zu entdecken. Allerdings habe ich im Hintergrund immer wieder meine Kochexperimente in Form einer Datei abgespeichert. Am vergangenen Wochenende hat mein lieber Mann dann mal alle diese Dateien in die Hand genommen und 32 neue Rezepte in dieses virtuelle Buch einsortiert.

Also lade ich euch nun alle an dieser Stelle ein, sich die „NeuzugĂ€nge“, welche ganz treffend mit einem roten FĂ€hnchen „NEU!“ gekennzeichnet sind, anzuschauen. Wer weiß, vielleicht inspirieren diese EintrĂ€ge euch, meine lieben Leser, ebenfalls, mal ein paar neue Gerichte auszuprobieren. Gutes Gelingen! Und guten Appetit    🙂



2017 02.
Nov.

Nachdem ich mich im MĂ€rz mit dem Thema „Mimik und GefĂŒhle“ gewidmet habe, war es nun an der Zeit, eine andere Seite der nonverbalen Kommunikation genauer anzusehen: Körpersprache. Ich bin ziemlich sicher, dass jeder von uns auch ohne meine ErklĂ€rungen bestimmte Gesten und Körperhaltungen sofort verstehen wird … aber ich habe ja meinen Blog zum Schreiben ins Leben gerufen, also bleiben euch meine Kommentare nun nicht erspart    đŸ˜‰

Wir fangen mit dem Einfachsten an: Gesten

FĂŒr mich ist das eine perfekte Verkörperung fĂŒr „Frauenpower“!

Auch starke Frauen haben ein großes Herz.

Solange man auf diese eindeutige Geste RĂŒcksicht nimmt …

… bleibt alles ok …

… sonst muss man mit einer eindeutig gezeigten Missbilligung seines Tuns leben.

Hier ist jemand keineswegs an einer Kontaktaufnahme oder einem GesprÀch interessiert.

Hier ist es sogar noch eindeutiger, dass man sich jetzt gerade konzentriert und nicht gestört werden möchte.

Die Körpersprache drĂŒckt zum GlĂŒck nicht nur Abgrenzung, sondern auch freundschaftliche Zuneigung aus.

Man kann einfach nebeneinander sitzen und ĂŒber Gott und die Welt reden – die entspannte Haltung zeigt, dass man sich gegenseitig gut versteht.

Frauen sind da in der Regel berĂŒhrungsfreudiger als MĂ€nner und der Abstand auf der SitzflĂ€che lĂ€sst dennoch jede Menge Freiraum zu.

Oft genug reicht es auch, sich einfach gegenseitig den RĂŒcken zu stĂ€rken, wenn man in die gleiche Richtung schaut.

Und wenn man sich gegenseitig hĂ€lt, kann man sich besser gegen Böses (und Nasses    đŸ˜‰   ) verteidigen.

Bei solch solider Vertrauensbasis bleibt noch genug Raum fĂŒr Blödeln    😉

Darauf kann man ruhig mit einem Bierchen anstoßen!

Und auch MĂ€dels haben ein Recht darauf, BrĂŒderschaft zu trinken    🙂

In einer Beziehung möchte man sich gern gegenseitig im Arm halten.

Und HĂ€ndchenhalten gehört sowieso dazu, ganz gleich, wie lange man schon zusammen ist …

Das waren natĂŒrlich nur ein paar kleine Momente, welche von Körpersprache gezeigt haben, was jeder von uns mĂŒhelos erkennen kann … es sei denn, man ist autistisch veranlagt. Es ist aber wirklich immer wieder spannend, Menschen um mich herum zu beobachten und sich dann Gedanken zu machen, was deren Haltung direkt oder indirekt ĂŒber ihren GemĂŒtszustand verrĂ€t. Ich fĂŒr meinen Teil sage jetzt mit einer einfachen, besonders im asiatischen Raum oft vertretenen Geste:

Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, mich auf meiner Reise in die Welt der Gesten zu begleiten!



2017 01.
Nov.

Unser Arbeitgeber wĂŒnscht, dass man bereits im November des Vorjahres seine Urlaubstage fĂŒr das gesamte Folgejahr einreicht – fĂŒr einen 24/7-Unternehmen sowie Abteilungen mit Schichtbetrieb und im Vorfeld auszuarbeitenden DienstplĂ€nen auf jeden Fall ein Muss. Wir fanden Ende November 2016 den Gedanken recht reizvoll, den in Sachsen schon immer freien Reformationstag am 31.10. (diesmal ein Dienstag) dazu zu nutzen, um mit zwei weiteren Urlaubstagen am Montag und Mittwoch fast eine ganze Woche verreisen zu können. Da aber das Jahr 2017 gleichzeitig auch die große 500 Jahr-Feier der Lutherschen Reformation sein sollte, gab es eben diesen freien Tag ausnahmsweise auch mal fĂŒr alle 16 deutschen BundeslĂ€nder und nicht nur fĂŒr die fĂŒnf im Osten. Die Vorstellung, sich dann mit unheimlich vielen Leuten die Autobahnen und FerienunterkĂŒnfte teilen zu mĂŒssen, fanden wir am Ende wieder nicht so umwerfend. Zudem hatten wir in den letzten Wochen sehr viel um die Ohren gehabt, weshalb wir recht kurzfristig beschlossen, die freien Tage doch lieber zu Hause zu bleiben und endlich mal ungestört sehr viel Zeit fĂŒr lange aufgeschobene Aufgaben, Treffen, Vorhaben und Projekte zu nutzen – unser berĂŒhmt-berĂŒchtigter To-Do-Zettel … ein seit Jahren stetig anwachsendes und gelegentlich auch mal schrumpfendes OLCA-Urgestein.

Das Ergebnis eines Vorhabens hat uns am Ende selber sehr ĂŒberrascht, denn wir stellten unerwartet fest, dass wir das Ausschlafen bis um 10 Uhr doch noch nicht verlernt haben! Normalerweise sind wir nĂ€mlich auch an freien Wochenenden mit 7 bzw. 8 Uhr recht frĂŒh wach, doch wenn man ĂŒber mehr als zwei Tage ein bisschen zur Ruhe kommt, schlĂ€ft man offensichtlich auch etwas entspannter … sogar unabhĂ€ngig davon, ob man mit oder ohne Zeitumstellung    đŸ˜‰
Nur die QualitĂ€t meiner TrĂ€ume hat sich nicht verbessert, denn sie waren bunt und verwirrt wie immer bei mir    đŸ˜€

An den Ausspanntagen habe ich mir außerdem reichlich Zeit zum Lesen von BĂŒchern gegönnt – das fehlt mir im Alltag doch ziemlich oft.

Halloween und Jahreszeit bringen etwas anderes Interessantes in den Fokus: KĂŒrbis. Ich habe in der kurzen Zeit gleich zwei Male KĂŒrbisbrot mit KĂŒrbiskernen gebacken, wobei ich beim ersten Mal unabsichtlich etwas zu flĂŒssigen Teig gemacht habe und es am Ende auf dem Backblech eher ein flaches Fladenbrot geworden ist. Die Besucher waren von dieser Darreichungsform zur Suppe und bestrichen mit Butter aber begeistert und so floss beim zweiten Mal schon etwas mehr Absicht in diese ungewöhnliche Form – sie lĂ€sst sich so eben sehr viel besser in kleine HĂ€ppchen schneiden als bei einem „anstĂ€ndigen“ Brot    đŸ™‚
Logischerweise gab es auch dieses Jahr immer wieder mal KĂŒrbissuppen, seitdem die Herbstfrucht kĂ€uflich erhĂ€ltlich ist – zum Besuch der Kinder mal zur Abwechslung mit Kokosmilch und Ingwer:

Die KĂŒrbisrezepte werden ĂŒber kurz oder lang in unserem Kochbuch erscheinen … ich gebe nach der Veröffentlichung kurz Bescheid, versprochen    🙂

Das erste (Fladen-)Brot wurde fĂŒr einen Besuch von Andrea und Karl gebacken. Wir haben endlich mal wieder viel Zeit zum Quatschen gefunden und es blieb sogar genug Zeit, um zusammen zwei Runden Bezzerwizzer zu spielen. Die „Kinder“ ĂŒbernachteten auch bei uns, aber leider konnten wir am darauffolgenden Morgen nicht mehr zusammen frĂŒhstĂŒcken, da wir bereits mit Ines und Torsten fĂŒr einen Brunch im Grunaer Espitas verabredet waren.

Das dortige Brunchangebot war wie immer umfangreich und lecker und diesmal gab es sogar noch eine ganz besondere Zugabe obendrauf! Da das mexikanische Fest Dia de los Muertos quasi vor der TĂŒr stand, kam ĂŒberraschend eine Gruppe entsprechend verkleideter Menschen ins Restaurant, welche tanzten und unentgeltlich Fotos von sich machen ließen:

Diese Überraschungsaktion machte echt gute Laune, auch wenn es „nur“ eine Werbeaktion fĂŒr das mexikanische Bier Sol war. Als weiteres i-TĂŒpfelchen war im Angebot, dass man sich kostenlos passend zum bevorstehenden Feiertag schminken lassen konnte. Ines und ich haben von diesem verlockenden Angebot natĂŒrlich recht schnell Gebrauch gemacht    đŸ™‚

Das beworbene Bier gab es dann sogar noch als Zugabe dazu, allerdings war es geschminkt nicht mehr so einfach, es auf gewohnte Art und Weise zu trinken    đŸ˜‰

Aber ich habe es dennoch mit etwas Zusatzgehabe geschafft    đŸ˜‰

Leider konnte ich meine Totenbemalung nur fĂŒr ein paar StĂŒndchen und fĂŒr Fotos im Gesicht behalten, denn am gleichen Abend war ich mal wieder mit Anna verabredet und wollten raus aus den Wohnungen. Wir gingen zusammen in den Club Tante Ju zu einem Konzert der Band Apparatschik:

Von Anna, welche diese Band schon einmal live erlebt hat, wusste ich, dass es keine Musik wird, bei der man ruhig auf seinem StĂŒhlchen sitzen bleibt. Und so war es auch! Sie spielen jĂŒdisch-russisch-ukrainische Musik zum Mittanzen und es gab schon von Anfang an jede Menge Platz im Saal, um diesem Verlangen auch nachgeben zu können – wir hatten soooooo viel Spaß!

Am Montagabend kam Julia vorbei, um sich von uns ĂŒber die Reise nach den Niederlanden erzĂ€hlen und Fotos zeigen zu lassen und speziell fĂŒr diesen Zweck aus Friesland/Noord-Holland mitgebrachten KĂ€se sowie Bier zu genießen. Dazu gab es das bereits oben angesprochene, zweite KĂŒrbis(fladen)brot. Das Bier ist alle geworden, vom KĂ€se haben wir ihr noch jede Menge mitgeben können und trotzdem liegt immer noch reichlich davon in unserem KĂŒhlschrank. Aber es waren eben bei der Menge auch besondere Sorten dabei, wie z.B. mit Waldpilzen oder mit Spargel oder mit Nelken oder auch mit irischem Porter. Der klassische Gouda durfte bei der Auswahl natĂŒrlich auch nicht in mehreren Varianten fehlen    đŸ™‚

Ich habe die letzten Tage zudem etwas Zeit gefunden, bei Tageslicht noch ein paar Bilder fĂŒr mein Monatsprojekt „Blattwerk“ zu knipsen. Aber wie so oft, konnte ich mich nicht nur auf das eigentliche Thema konzentrieren, sondern fotografierte gleich noch ein paar andere Schönheiten entlang des Weges    đŸ™‚

Das Wetter war leider nicht so wahnsinnig gut geeignet, um große SpaziergĂ€nge zu machen. Aber eigentlich bin ich gar nicht so enttĂ€uscht, denn es passt perfekt zur meiner Erwartung an diese Jahreszeit, schließlich haben wir heute unsere Kalender ja auch schon auf November umgeblĂ€ttert …

Morgen geht es nach fĂŒnf Tagen Erholung und drei Tagen Pause wieder zur Arbeit. Doch schon am Freitag (also ĂŒbermorgen !) sind wir beide schon wieder Mittagskinder, denn da kommen unsere MĂ€dels zu uns nach Dresden ins Apartamento OLCA. Bei sowas zĂ€hlt schließlich jede Minute, die man zusammen verbringen kann, nicht wahr?



2017 23.
Okt.

Mannomann, wir sind schon seit einer guten Woche zurĂŒck zu Hause und ich habe euch noch gar nicht von unserem Kurzurlaub im Norden der Niederlande berichtet! Ich versuche das jetzt mal nachzuholen, um wenigstens ein paar Einblicke in unsere sportlich sehr aktive aber ansonsten auch sehr entspannte Woche in Friesland und Noord-Holland zu gewĂ€hren    đŸ™‚

FĂŒr unseren Sander-Mobil war das der erste große Ausflug in die Ferne und dazu gab es noch die Premiere mit dem neuen FahrradtrĂ€ger obendrauf. Hat Carsten beim allerersten Aufbauversuch vor der Abreise noch recht lange gebraucht, wurde er jeden Tag immer routinierter im Auf- und Abbau unserer Drahteselchen und der AnhĂ€ngerkupplungserweiterung.

Ich muss gestehen, unsere Neuanschaffung gefiel mir mit jedem Tag immer mehr. Und endlich habe ich mich auch getraut, ein wenig selber mit dem Wagen zu fahren:

Ich habe mich gefreut, dass ich trotz einer zweijĂ€hrigen Pause das Fahren mit einem Schaltwagen nicht vollends verlernt habe. Allerdings hat unser Sander-Mobil im Vergleich zu meinen damaligen KIAs und dem SMART jetzt noch ein paar technische Extras, die ich bislang nicht kannte oder gar genutzt habe. So muss ich mich nun z.B. mit einem Tempomat anfreunden, der hier gepaart mit einer Radarabtastung zum Vordermann beim Fahren auf der Autobahn oder Landstraße nicht mal FĂŒĂŸe auf den Pedalen fĂŒr Gas (Tempomat) und Bremse (Abstandsradar) benötigt. Das ist ein ganz seltsames GefĂŒhl! Jetzt bremst das Auto nĂ€mlich automatisch ab, sobald sich der vorgesehene Abstand zum vorderen Wagen verringert und beschleunigt selbststĂ€ndig nach meinem Ausscheren bzw. Blinkersetzen … so kann man hunderte von Kilometern zurĂŒcklegen, ohne dass das rechte Bein fĂŒrs Fahren genutzt werden muss. Ich bin da aber noch sehr misstrauisch, ob solche Automatismen immer tadellos funktionieren und fĂŒhle mich dementsprechend unsicher. Wir werden sehen, ob sich daran noch etwas Ă€ndern wird    đŸ™‚

Tja, und was haben wir denn sonst noch so in Niederlanden gemacht? Wir haben eine große Stadt besucht und sehr viele kleine StĂ€dtchen und Dörfer. Im Amsterdam, die oben erwĂ€hnte Großstadt, meldeten wir uns zu einer dreistĂŒndigen, kostenlosen StadtfĂŒhrung in englischer Sprache bei New Europe Tours an und wurden nicht eine Minute enttĂ€uscht!

Das Wetter war genau so, wie man es von den Niederlanden im SpĂ€therbst erwarten hĂ€tte – es hat immer wieder ein wenig geregnet. Die FĂŒhrung von Kendra (gebĂŒrtig aus den USA) fĂŒhrte uns zu bekannten und weniger bekannten Orten, dazu haben wir einiges ĂŒber die MentalitĂ€t und das Leben der Amsterdamer und anderer NiederlĂ€nder aus ihrer Auswanderersicht erfahren. Auf diesem Foto ist sie auf der rechten Seite zu sehen:

Ihr Englisch war natĂŒrlich perfekt, aber das war kein Wunder, denn ursprĂŒnglich stammt sie aus Alaska, lebt allerdings schon anderthalb Jahrzehnte in Amsterdam. Außerdem hatte sie auf nahezu jede Frage eine plausible Antwort und grĂ¶ĂŸtenteils auch lustige Anekdoten. Es machte jedenfalls sehr viel Spaß mit ihr!

Die oben erwÀhnten, kleineren StÀdtchen haben wir auf eigene Faust angesehen. Zum Beispiel war ich von diesem Wappentier der Stadt Hoorn sehr angetan:

Dass diese Stadt noch keine PilgerstĂ€tte fĂŒr die zahlreichen Einhornfans der Moderne geworden ist, hat mich allerdings echt gewundert    😉

Über eine andere Stadt habe ich aus russischen Reisegruppen in sozialen Netzwerken erfahren – Giethoorn. Dort wird sie nĂ€mlich ĂŒberschwĂ€nglich als eine Oase der Ruhe und Entspannung bzw. als Venedig des Nordens beschrieben. Wir wĂŒrden aus unserer NĂ€he zum Spreewald eher den Vergleich mit der dortigen Haus-Wasser-Boot-Situation ziehen. Allerdings hat uns das etwas entferntere, von chinesischen und russischen Touristen kaum besuchte und somit recht von Einkaufsgelegenheiten befreie Dorf Dwarsgracht noch mehr gefallen:

Im Fischerdorf Urk haben wir ganz schnell entdeckt, woher dieses Dorf seinen Namen hat. Schließlich hat man den Namensgeber Orca unĂŒbersehbar am Hafen als Wasserspiel bzw. Springbrunnen verewigt:

Die grĂ¶ĂŸte DĂŒne von Niederlanden sollte natĂŒrlich ebenfalls von uns erkundet werden    đŸ™‚    sie liegt im weiten und autofreien GelĂ€nde der Schoorlser DĂŒnen.

Allerdings haben wir es wohl irgendwie verpasst, den absolut höchsten Punkt von 54 m zu besteigen, doch unsere höchste Erhebung lag, wenn man der Karte glauben kann, auch schon bei bei 51 m. Ich finde, das reicht dicke    đŸ˜‰

Die Wege zwischen Schoorl, der rauschenden NordseekĂŒste und der diversen DĂŒnenwellen fĂŒhrte uns neben vielen Sandformationen auch durch herbstliche Mischwaldabschnitte … und diese waren im weichen Licht der Herbstsonne mĂ€rchenhaft schön!

Auf den Rat unserer B&B-Vermieterin Yvonne hin haben wir auch einen ganztĂ€gigen Ausflug auf die Insel Texel unternommen – das war eine hervorragende Empfehlung! Zumal wir an diesem Tag vom schönsten SpĂ€tsommerwetter mit blauem Himmel verwöhnt wurden:

In dieser Umgebung schmecken dann auch Pfannkuchen a.k.a. Pannekoeken noch besser als sonst    đŸ˜‰

NatĂŒrlich mussten in unserer Urlaubswoche auch so manche Fischbrötchen die sĂ€chsisch geprĂ€gten Gaumen verwöhnen – vor Ort schmeckt Matjes noch unvergleichlicher und unbeschreiblicher gut!

Die NiederlĂ€nder im Ganzen, die HollĂ€nder und die Friesen im Speziellen sind natĂŒrlich auch besonders berĂŒhmt fĂŒr leckeren KĂ€se, der uns ebenfalls ĂŒberall begegnete und superlecker geschmeckt hat. Dann gab es davon auch noch sooooo viele Varianten und man konnte in einem Laden in Giethoorn sogar fast von JEDER kosten!

Von jeder Sorte ein StĂŒck zu kaufen, wĂ€re zu viel des Guten gewesen, aber einige Geschmacksrichtungen (z.B. Spargel und Waldpilze) haben wir aus dem Laden gegen eine Zahlung befreien können    😉
Dass die Einheimischen ihren KĂ€se zweifelsohne lieben und ehren, beweist wohl am besten diese Tafel:

NatĂŒrlich haben wir nicht nur gegessen! Unsere Drahtesel kamen auch ganz gut ins Schwitzen … naja, um ehrlich zu sein, es waren eher wir zwei, die beim eifrigen Pedalentreten geschwitzt haben    😉
Besonders hart war fĂŒr mich, immer wieder lange Strecken gegen den Wind bzw. die steife Briese zu strampeln … und wenn dann sogar noch ein Aufstieg dazu kam! Aber ich habe dennoch alle Hindernisse ĂŒberwunden und bin jetzt sogar ziemlich stolz auf meine Leistung. Wir haben insgesamt drei Radtouren gemacht: eine mit 72 km, eine mit 42 km und eine mit 47 km. Wobei das die Werte sind, welche auf den ausgedruckten Radkarten und TourenĂŒbersichten standen. Da wir beim ersten Ausflug zwei Mal die Hinweisschilder ĂŒbersehen haben und deshalb etwas zurĂŒckfahren mussten, sind am Ende wohl eher 75 km geworden. Bei unserem letzten Ausflug sollte man ein StĂŒck mit einer FĂ€hre von einem Hinweisschild zum anderen kommen … diese fuhr allerdings nicht mehr und wir konnten klingeln wie wir wollten, obwohl sie laut Aushang eigentlich noch drei Tagen zu funktionieren gehabt hĂ€tte. So hat sich diese Route dann auch im Nu um weitere 5 km verlĂ€ngert.  Aber dennoch hat es uns definitiv immer sehr viel Spaß gemacht    🙂

Besonders die dortigen Radwege habe ich als richtig angenehm zum Fahren empfunden!

Wenn unsereiner nicht gerade gegen den Wind ankĂ€mpfte, wĂ€hrend die schlauen Einheimischen völlig gechillt mit ihren e-Bikes an einem vorbeizogen, konnte man ĂŒberall postkartenreife Landschaften genießen. So wie dieser hier zum Beispiel:

Außerdem gab es ĂŒberall so viele Schafe!!!

Was jeden Ausflug natĂŒrlich enorm aufwertete, waren selbstverstĂ€ndlich die Pausen. Ob nun mit einem kleinen Imbiss verbunden …

… oder einfach nur, um auf einer der zahlreichen Banken zu sitzen, die Beine auszustrecken und völlig entspannt die Schönheit der Polderlandschaften zu genießen:

Summa sumarum war das trotz der körperlichen Anstrengung eine wunderbare Erholungswoche fĂŒr die Seele – die Gegend kann ich echt nur empfehlen! Ach ĂŒbrigens, es sind in diesem Urlaub fĂŒnf weitere „FĂŒĂŸe-im-Wasser„-Bilder entstanden – viel Spaß beim Entdecken!