Home     I     Olgas Welt

     
 
 
   

 
Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 28.
Mai

Es wiederholt sich immer wieder aufs Neue – derzeit hat mich das Leben mit seinen interessanten Seiten so stark im Griff, dass ich einfach nicht dazu komme, darüber in diesem Blog zu berichten    😉    denn in den vergangenen zwei Wochen habe ich wieder allerhand Schönes und Spannendes erleben dürfen.

Fangen wir einfach mal mit dem Futter für den Kopf an    🙂

Da am vorletzten Dienstag die letzte Lesung aller vier Autoren der Phrase4-Gruppe vor der Sommerpause war, ließ ich mich von meinem Schatz direkt nach dem Russisch-Unterricht von der VHS abholen und zur Veränderbar bringen. Leider habe ich durch meine Unterrichtszeit den Anfang der Veranstaltung und somit zwei neue Geschichten, eine von Sabine Dreßler und eine von Francis Mohr, verpasst. Aber es gab trotzdem noch jede Menge Spannendes, Lustiges und Nachdenkliches zum Hören … nur Carstens Phrase vom April habe ich nicht mehr mitbekommen können:

001

Jetzt muss ich genau so wie viele andere Fans dieser Lesebühne bis September warten, bis es mit den immer so tollen Geschichten weiter geht.

Schon einen Tag später lockte das nächste Lesevergnügen und ging ich zum Deutsch-Russischen Kulturinstitut, um an einem Treffen mit dem schon zu Sowjetzeiten sehr bekannten Krimiautoren Çingiz Abdullayev teilzunehmen. Ich habe zwar nicht alle seiner 194 Büchern gelesen, aber so um die 40 habe ich schon im Laufe der Zeit nach und nach verschlungen    😉

002

Das Treffen war sehr entspannt und interessant zugleich. Herr Abdullaev ist eine äußerst charismatische Persönlichkeit und ein sehr guter Erzähler – das Treffen mit seinen Lesern in Dresden ging länger als angekündigt, aber ich denke, nicht nur ich habe diese ungeplante Verlängerung von Herzen genossen.

Doch wir haben uns die ganzen Tagen nicht nur irgendetwas vorlesen lassen. Am letzten Sonntag entdeckten wir dank einer passenden Igel-Tour per pedes viel Neues und Geschichtsträchtiges über unseren benachbarten Stadtteil Blasewitz.

005

Unsere Aufmerksamkeit für das Schriftliche und Wissenschaftliche im Alltag ging aber noch viel weiter, denn Carsten und ich haben in den vergangenen beiden Wochen einiges unserer Freizeit darauf verwendet, Andreas Bachelorarbeit zum Thema „1812 im kulturellen Gedächtnis der Russen“ aufmerksam durchzulesen und dementsprechend zu korrigieren. 43 DinA4-Seiten reinen Volltext kann man ganz schön unterschätzen, denn man sitzt schon etliche Stündchen daran … Carsten bevorzugte das gesamte letzte Wochenende dafür und zählte insgesamt ca. 15 Stunden konzentriertes Arbeiten – immer wieder unterbrochen von augenschonenden und zerstreuenden Pausen am PC oder vor dem Fernseher. Unsere Korrekturen wurden dann zusammen mit Andrea am darauffolgenden Montag in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr direkt am Laptop live eingearbeitet – und dabei kamen wir gerade mal auf Seite 32 an. Für den Rest nahm sie unsere Aufzeichnungen mit in ihre Wohnung und verdonnerte Karl für weitere drei Stunden am Dienstagvormittag für das Einfügen unserer Anstriche. Am letzten Donnerstag konnte sie dann endlich ihre gebundene Arbeit mitsamt Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Fußnoten und weiteren Pflichtseiten fristgerecht abgegeben. Nun sind wir auf das Ergebnis gespannt, aber bis es bekannt gegeben wird, dürften noch einige Wochen ins Land ziehen.

Es war aber immer noch nicht alles, womit mein Kopf sich beschäftigen durfte, denn am Mittwoch war ich im Rahmen meiner Arbeit bei einem Vortrag von Irina Slot. Diesmal ging es um Interkulturelle Besonderheiten:

006

Frau Slot bewies eine sehr lebendige Art, ihren Vortrag zu halten und konnte ihr Publikum immer direkt in den Ablauf mit einbeziehen, indem sie anhand von Beispielen aus dem wahren Leben die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede erklärte. Auf jeden Fall hat mein Gehirn seitdem einiges zum Grübeln und sucht auch jetzt noch immer wieder nach weiteren Parallelen aus meinem Alltag für jene Kulturdimensionen    😀

Soviel zum Futter für den Kopf    😀    der Bauch ist in der letzten Zeit ebenfalls nicht zu kurz gekommen. Am vorletzten Freitag waren Carsten und ich mit den beiden Arbeitskollegen, mit denen ich seit September fünf Tage die Woche in einem Büro auf engstem Raum zusammen bin, samt ihren Partnern im russischen Restaurant „Odessa“ essen. Das Wetter war total auf unserer Seite und so genossen wir im ruhigen und gemütlichen Innenhof bzw. Gärtchen des Lokals stundenlang allerhand heimatliche Leckereien, wie z.B. Schaschlik, Pelmeni, Kaviar, Speck, Wodka, Bliny, Zharkoe (Foto) und Kuchen.

003

Am Tag darauf war dann Essen in der spanischen Variante angesagt. Schon vor langer Zeit verabredeten wir uns mit Ines und Torsten, dieses Jahr wieder zusammen das DFB-Pokalendspiel Borussia Dortmund gegen Bayern München zu gucken. Damit die Gastgeber nicht zu viel für die Vorbereitung tun mussten, übernahmen wir kurzerhand die Versorgung mit Speisen und da wir uns schon einiges an der spanischen Art zu essen abgucken konnten, entschieden wir uns eben für deren Futterportfolio aus Tapas, Chorizo, Aioli, Jamon und andere gefüllte Kleingkeiten.

004

Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Papas arrugadas (Meersalzkartoffeln) selber gekocht und war vom Ergebnis sehr positiv überrascht. Die dazugehörigen Mojos (Dips) hatten wir schon im Februar von unserem Ausflug auf Gran Canaria mitgebracht    😀    und ich denke, Ines gehört ab jetzt ebenfalls zu Anhängern des Tinto de verano, welches ich allerdings nicht mit Gaseosa, sondern wie einst in Torremolinos gesehen, mit Bitter Lemon mache.

Gestern war ich dann noch mit den Arbeitskollegen aus meiner gesamten Abteilung unterwegs, denn eine Kollegin meinte bei der letzten Weihnachtsfeier, dass man sich ja auch mal im Sommer treffen könnte. Also hat bei sich zu Hause eine Gartenparty organisiert, bei der der Wettergott uns zuerst ganz schön geärgert hat, denn es regnete fast zwei Stunden in Strömen und ein kräftiges Gewitter ging hernieder. Aber als sich das Unwetter endlich verzog, konnte der Grill endlich angeworfen werden und es wurde ein richtig schöner und lustiger Abend    🙂

Jedenfalls muss ich wieder einmal bekennend zugeben, dass ich mich bei all dem Essen in guter Gesellschaft enorm über die Option, Sport in unserem betriebsinternen Fitnessstudio machen zu können, über alle Maßen freue, denn sonst bliebe mir wohl jede Leckerei der letzten Tage dauerhaft auf dem Bauch, Oberschenkel oder Pops in Erinnerung. So bleibt es wenigstens halbwegs im Gleichgewicht    😉



2016 17.
Mai

Im April habe ich den weisen Spruch meiner Mutter „Schau auf den Boden: Selbst wenn du kein Geld findest, bleibt wenigstens die Nase heil“ außer acht gelassen und meinen Blick Dank des gewählten Themas immer wieder nach oben gerichtet. Im Alltag vergisst man diese Blickrichtung leider viel zu oft. Lasst es euch sagen, dass es über unseren Köpfen sehr viel Schönes zu sehen gibt    😉

Ich nehme euch einfach mal mit auf den Wolkenweg:

IMG_0034

Außerdem entführe ich euch nur zu gern auf einen Himmelsplaneten:

IMG_0041

Manchmal sieht das Lichtspiel zwischen Sonne und Wolken auch fast wie die Geburtsstunde einer neuen Galaxie aus:

IMG_0065

Wenn beim Kampf zwischen Licht und Dunkelheit die dunkle Seite gewinnt …

IMG_0051

… kommen ganz viele Tropfen auf unsere Köpfe und Wege nieder:

IMG_0064

Zum Glück bieten uns weiche Schäfchenwolken immer wieder einen Ausgleich und einen Grund zur Freude, wenn sie vor einem leuchten-blauen Himmel auftauchen:

IMG_0212

Wolken machen sich übrigens auch als Fensterbild superschön:

IMG_0381

Ist es euch irgendwann eigentlich aufgefallen, dass über unseren Köpfen sich vieles gerne auch mal hinter Wolken versteckt? Hier ein Beispiel für das Versteckspiel der Sonne:

IMG_0909

Auf diesem Bild versucht der Mond das Gleiche zu machen:

IMG_0320

Auch ein Regenbogen fühlt sich hinter den Wolken anscheinend sehr geborgen    😉    :

IMG_0385

Vögel dagegen fliegen lieber darunter:

IMG_0636

Und wenn die Sonne am Horizont verschwindet, färbt sie die Wolken in sanfte Pastelltöne ein – es sieht wie ein wunderbares Aquarellbild der Natur aus:

IMG_0931

Bei diesem Bild war die Bedeutung des Worts „Wolkendecke“ für mich zum ersten Mal so richtig zum Greifen nah:

IMG_1055

Weil ich die Wolken jetzt so richtig ins Herz geschlossen habe, wollte ich gern eine für zu Hause haben    😉

IMG_0637

Aber sie können sich draußen einfach besser austoben, darum habe ich (leider) immer noch keine zahme Wolke in meiner Wohnung    😉    :

IMG_0025

Für mich hat sich das Monatsprojekt auf jeden Fall sehr gelohnt, denn ich habe so unglaublich viel Schönheit über meinem Kopf gesehen! Aber nun bin ich erneut auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet und beschäftige mich im Mai sehr ausführlich mit den Relikten eines Staates, welchen es seit 1990 nicht mehr gibt. Aber auch hier gibt es viel Spannendes und Interessantes zu finden – das würde ich euch in ca. einem Monat sehr gern zeigen wollen    🙂



2016 15.
Mai

Schönes Wetter und die damit verbundene Möglichkeit, endlich viel Zeit draußen beim Wandern, Feiern und Reisen zu verbringen, wirkt sich eindeutig negativ auf das regelmäßige Schreiben von Blogeinträgen aus    😉    da es heute (endlich mal wieder) ein einigermaßen verregneter Tag geworden ist, kann ich hier nun über unsere kleine Rundreise berichten, welche wir eigentlich schon vor einer Woche unternommen haben.

Schon lange hatte ich Lust darauf, die berühmten Kurorte Karlsbad und Marienbad im Nachbarland Tschechien mal mit eigenen Augen zu sehen. Schließlich hat man beim Lesen von Biografien russischer Berühmtheiten des 19. Jahrhunderts immer wieder diese Namen vernommen. Da sowohl Carsten als auch ich noch ein paar Überstunden auf unseren Arbeitszeitkonten hatten, haben wir uns zum langen Wochenende nach dem Herrentag bzw. Christi Himmelfahrt einen freien Freitag gegönnt und fuhren gleich in der Früh los. Aber weil alle guten Dinge nun einmal drei sind und wir drei Tage (FR, SA & SO) für unsere Fahrt eingeplant haben, ergänzten wir unsere Reiseroute noch um eine etwas außergewöhnliche Destination: Chemnitz. Von der letzten Station erhoffte ich mir einige gute Motive für mein Mai-Fotoprojekt mit dem Thema „DDR-Relikte & Sozialismus im Alltag“.

Zuerst fuhren wir aber gen Karlsbad bzw. nach Karlovy Vary, wie das Städtchen in der Sprache der Einheimischen heißt. Da wir mit unserem Smart unterwegs waren, haben wir nach nicht all zu langer Suche einen kleinen, schönen und sogar kostenlosen Parkplatz gefunden und marschierten entlang des Flusses Tepla in die Stadt hinein:

IMG_0040

Schon bald erreichten wir die vielen Heilbrunnen, für die die Stadt und auch die gesamte Gegend hier in Tschechien bekannt ist. Um das Wasser stilecht trinken zu können, habe ich einen ortstypischen Kurbecher mit eingebautem Trinkhalm (wir haben einfach Schnabeltasse dazu gesagt) gebraucht … glücklicherweise entdeckte mein Mann zwischen unzähligen, meistens sehr kitschigen Trinkgefäßen auch eine Bärentasse – diese wurde natürlich sofort gekauft und eingeweiht    😀

IMG_0074

Über die heilenden Gewässer kann man nur eines sagen: das salzig, krustige Wasser in kalt und auch in warm (auch mehr als 60°C) … *bäh* … ist wirklich reine Geschmackssache    😉    aber die Bauten um diese sind schon äußerst beeindruckend. Vor allen Dingen immer wieder diese langen Kolonnaden, welche zum Teil gleich mehrere Quellen beherbergen:

IMG_0115

Wir wollten uns natürlich einen allgemeinen Überblick über die gesamte Stadt verschaffen. Deshalb stapften wir zum Hirschsprung, eines der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt.  Die Rundumsicht gefiel uns sehr gut und wir fanden sowohl von unten als auch von hier oben, dass die Stadt wirklich ein einzigartiges und luxuriöses Flair hat    😉

IMG_0168

Übrigens, die russisch-orthodoxe Kirche St. Peter und Paul in Karlsbad ist sehr beeindruckend aufgebaut. In ihrem Inneren habe ich sogar eine Ikone meiner Namensgeberin entdeckt – der Heiligen Olga. Leider war das Fotografieren in der Kirche nicht erlaubt.

IMG_0231

Deshalb kann ich euch nur ein anderes Olga-Heiligenbild zeigen, welches wir am nächsten Tag an der Außenseite der russisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Wladimirs in Marienbad gesehen haben:

IMG_0519

Allerdings ist die Marienbader Kirche insgesamt etwas kleiner und bescheidener    😉

IMG_0515

Doch damit passte sie wunderbar in dieses kleine, beschauliche Städtchen. Für mich war Karlsbad sehr herausgeputzt, dagegen ist Marienbad (tschechisch Mariánské Lázně) richtig klein und kuschelig. Wir haben nach der Ankunft und Zimmerübernahme am Freitagabend auch hier zunächst einen Aussichtspunkt in Form eines Steinturmes auf einem Hügel aufgesucht, aber leider konnte man von dem nicht sehr mehr viel von der Stadt selbst sehen, da die Bäume in der Umgebung in den letzten Jahrhunderten doch sehr hoch gewachsen sind. Dafür aber war der Sonnenuntergang soooooo romantisch!

IMG_0465

Auch in Marienbad gab es sehr schöne und große bzw. lange Kolonnaden – hier Impressionen von unserem Rundgang am Samstagvormittag:

IMG_0627

Wenn man durch diese hindurch lief, hatte man auch immer wieder einen schönen Blick zwischen der einzelnen Kolonne nach Draußen:

IMG_0649

Natürlich wollte ich auch von den heilenden Quellen dieser Stadt einen Schluck „für“ statt „auf“ meine Gesundheit trinken, da ich aber meine Bärchentrinktasse gut verpackt im Auto gelassen habe, musste ich auf das natürlichste Gefäß der Welt zurückgreifen    😉    :

IMG_0721

Bevor wir das gemütliche Städtchen, in dem man einfach nichts anderes tun kann, als sich zu entspannen, verlassen haben, hörten wir uns an der Singenden Fontäne noch zwei Lieder von Celine Dion an, die heute um 11 Uhr auf dem Plan für die alle zwei Stunden stattfindenden Musikchoreografie standen:

IMG_0692

Gegen späten Mittag kehrten wir zurück in deutsche Gefilde und steuerten über die kostenfreien Autobahnen Chemnitz an. Als ich im Vorfeld vielen Freunden und Bekannten über unsere Reisepläne erzählte, erntete ich meistens einen sehr BEgeisterten Blick, wenn ich die Worte „Karlsbad“ und „Marienbad“ aussprach und am Ende einen ENTgeisterten, als ich „Chemnitz“ erwähnte    😀

Erst mit der Erläuterung meiner Fotopläne bekam ich das erwartete Verständnis, denn bei der Stadt denkt man doch immer zuerst nur an eines, oder ? Das Wahrzeichen der ehemalig genannten Karl-Marx-Stadt ist natürlich dieses 7,10 m hohe Denkmal, welches im sächsischen Volksmund „dor Nischel“ genannt wird:

IMG_1178

Wir fanden die Größe sehr beeindruckend! Außerdem musste ich der Ironie des Schicksals meinen Tribut zollen, denn eines der bekanntesten Werke von Karl Marx ist nun mal das Buch „Das Kapital“ , welches sich mit einer ausführlichen Analyse über die politische Ökonomie und die damit verbundene Kritik gegenüber der kapitalistischen Gesellschaft beschäftigt … und nun sind in dem Gebäude hinter seinem Denkmal und mit dem mehrstöckig hochen Aufruf „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ (in vier Sprachen !) folgende Ämter beheimatet:

IMG_1181

Wenn das mal nicht Ironie ist … !?!?

Ansonsten ist Chemnitz zwar nicht so stark mit Sehenswürdigkeiten überladen, wie z.B. Dresden, dennoch fanden wir das Alte Rathaus und den Marktplatz äußerst hübsch:

IMG_1120

Die Häuser im Stadtteil Kaßberg (wir machen am Samstagabend einen 3-stündigen Rundgang durch diese auffällige Wohngegend) sind aus unserer Sicht ebenfalls absolut sehenswert, insbesondere, wenn man den Jugendstil mag. Hier ist z.B. eine sehr attraktive Fassade mit Märchenmotiven:

IMG_1057

Dieses Wohngebäude hat zu Recht den Namen Kyffhäuserburg und ist mit außerordentlich vielen passenden Details ausgestattet:

IMG_0985

Und das ehemalige Wohnhaus vom Schriftsteller Stefan Heym zu sehen, war für mich ein persönliches Anliegen    🙂

IMG_0999

Wie ihr seht, in jeder Stadt gibt es viele schöne Sachen zu entdecken    🙂
Auf jeden Fall waren das drei sehr intensive und sehr interessante Tage und ich kann auf meiner „Must-See-Liste“ nun gleich drei Punkte abstreichen … damit ich natürlich bald wieder irgendetwas Neues darauf setzen kann    😀



2016 25.
Apr.

Ich habe in Juli 2015 darüber berichtet, dass meine beste Freundin Anna ihren runden Geburtstag gefeiert hat. Da man in unserem Alter    😉    eigentlich schon alles an Gegenständen hat, was man so zu brauchen meint, schenkten Carsten und ich ihr eben den Gutschein für einen gemeinsamen Wochenendausflug. Weil Anna bislang noch nie an der Ostsee und somit erst recht nicht auf der Insel Rügen war, haben wir uns nach gemeinsamer Absprache kurzerhand dieses Ziel für das Einlösen des Gutscheins auserkoren. Und am vergangenen Wochenende, welches wir durch einen Abbau von Überstunden am Freitag noch um einen weiteren Tag verlängern konnten, war es endlich soweit. Ehrlich gesagt, war ich in Bezug auf das Wetter auf der Insel sehr skeptisch, denn für mich waren meine beiden bisherigen Versuche, einen schönen Sommerurlaub darauf zu verbringen, total ins (Regen-)Wasser gefallen. Aber für meine Anna hat sich die Insel diesmal wettertechnisch wirklich sehr ins Zeug gelegt!

Es war zwar nicht so wahnsinnig warm (wir haben schließlich April !), aber es war sonnig und nur darauf kam es uns letzten Endes auch an. Wir wussten durch Wettervorhersagen, dass es kühl und zum Teil recht windig sein würde und dagegen kann man ja mit passenden Klamotten ziemlich leicht etwas unternehmen    🙂

Kaum angekommen, war der Sandstrand in Binz perfekt dafür, um gleich nach einer langen Fahrt die Schuhe auszuziehen und barfuß auf dem feinen Sand einen entspannten Spaziergang zu machen:

IMG_0093

Eine Runde Aperol Spritz im Strandkorb machte danach bei freundlichem Sonnenschein nicht weniger Spaß!

IMG_0161

Wir haben allerdings nicht nur die schönen Sandstrände in Binz, Sellin und Juliusruh besucht, sondern auch die gefühlt unendlichen Weiten der Feuersteinfelder in der Nähe von Prora:

IMG_0514

Dort haben wir allerhand heißbegehrte, weil glücksbringende Hühnergötter gefunden:

IMG_0528

Manche Besucher dieser Gegend vor uns waren richtig romantisch-kreativ und sehr geduldig beim Vollenden ihres Werks. Ich hoffe, die Form ist trotz, dass mein Mann und ich darauf sitzen, leicht erkennbar     😉

IMG_0537

Anna zog dem kleinen Feuersteingekrümmel doch lieber etwas größere Steine am Strand im Norden der Insel vor    😀

IMG_1239

Jedenfalls gibt dieses Schild unsere Gefühlslage in den vergangenen 3 Tagen bestens wieder:

IMG_0992

Es waren wundervolle Tage, wir hatten wirklich sehr viel Spaß zusammen und weil wir alle drei Frühaufsteher sind, hatten wir am Ende noch mehr Zeit, um so viel, wie es in solch kurzer Zeit überhaupt geht, zu erforschen. Außerdem waren wir außerhalb der Hauptsaison dort und deswegen fanden wir zum Teil nahezu menschenleere Strände vor – das war einfach traumhaft! Und so wie es aussieht, hat Anna diese Insel wahrlich in ihr Herz geschlossen und wird vermutlich früher oder später dort wieder auftauchen, um darauf noch mehr schöne Ecken zu entdecken:

IMG_0782

Ich hoffe und wünsche, dass ihr dann der Wettergott ebenfalls hold ist, so wie er uns diesmal war!



2016 17.
Apr.

Eine genaue Definition von Minimalismus in der Fotografie gibt es eigentlich nicht, denn jeder betrachtet das ein wenig subjektiv. Der Name sagt aber schon aus, dass es bei dem Bild auf „das Wenige“ ankommt. Ich habe deshalb im März verstärkt versucht, einfach solche Motive in meiner Umgebung zu entdecken, statt selbst passende Bilder zu komponieren. Überraschenderweise konnte ich in der Tat einiges recht schnell finden – wenn man sich mit einem Thema genauer befasst, schärft man einfach den Blick fürs Detail. Wie zum Beispiel mein erstes Foto aus dem Wartezimmer beim Zahnarzt, wo für die kleinen Patienten auch eine Spielecke eingerichtet ist und eine Playmobil-Giraffe mutterseelenallein auf dem Stuhl abgestellt wurde:

IMG_0001

Und auch sonst sah ich passende Motive am Himmel …

IMG_0600_bearbeitet-1

… im Wasser …

IMG_0227

… und auf der Erde.

IMG_0130

Diese Tischdeko habe ich zum Beispiel keinen Zentimeter bewegt. Sie war schon so positioniert, als ich an dem Tisch saß und auf meinen Kaffee wartete    😉

IMG_0297

Diese Komposition fällt für mich persönlich ebenfalls in die Kategorie „Minimalismus“

IMG_0269

Für mein Projekt mussten nicht nur irgendwelche Gegenstände herhalten, auch lebendige Objekte hatten keine Chance zu entkommen    😉

IMG_0586

Ein unbekannter Hund auf den Elbwiesen hat ein aus meiner Sicht auch ein ziemlich gutes Bild abgegeben:

IMG_0587

Aber unbelebte Objekte kamen mir einfach öfter vor die Linse, wie dieses Häuschen mit einem roten Dach inmitten laubloser Bäume:

IMG_0114

Eine erfrischend grüne Wiese mit Radspuren passte mir ebenfalls wunderbar ins Konzept:

IMG_0127

Genau so erging es auch einer einsamen Laterne mit einem letzten Schneegruß im März …

IMG_0017

… und einen andere, bei welcher das Licht gerade anging:

IMG_0035

Nun, ich werde mich ab jetzt genau so auf den Weg machen wie diese junge Dame und schon mal verstärkt Ausschau nach April-Motiven halten – es ist ein Blick gen Himmel gefragt    😉

IMG_0038



2016 11.
Apr.

In den vergangenen 2 Wochen gab es in meinem Leben jede Menge Highlights. Sie müssen für mich nicht so wahnsinnig riesig sein, denn ich freue mich auch über die kleinen Höhepunkte des Lebens von Herzen und will sie natürlich mit meinen Mitmenschen teilen. Also fangen wir einfach mal damit an    🙂

  • Ich habe in einem Blogeintrag im März über einen Fernsehauftritt von unserer Kleinen / Stephanie berichtet. Nun kann ich auch mit unserer Großen / Andrea genau so angeben. Sie hat es zwar nicht ins Fernsehen geschafft, dafür aber ins Radio. Beim MDR gab es neulich einen Beitrag über ein ehrenamtliches Projekt namens Rockzipfel. Und weil Andrea diesen Verein seit September letzten Jahres unterstützt, kam sie in dem Beitrag sogar zu Wort und wird auch im Text namentlich erwähnt. Ich bin echt stolz auf meine Große!
    … leider gibt es den Radiomitschnitt nur noch als Datei, denn er ist nicht mehr mit auf der Webseite zu finden.
  • Am 1. April bin ich mit Anna zu einem Konzert der Gruppe Project Pandora in den Club Tante Ju gegangen. Für mich ist das Besondere an dieser Gruppe, dass den Gesang mein ehemaliger Arbeitskollege, Daniel Zieschang, übernommen hat. Ich wusste schon lange, dass er singen kann, nur hatte ich ihn bis dato noch nie auf der Bühne gesehen. Nun kann ich hinter diesem Wunsch auch ein Häkchen setzen    😉

Pandora

  • Logischerweise kamen auch einige andere Kollegen von meiner vorherigen Arbeitsstelle dazu, um Daniel und seine Mitstreiter auf der Bühne zu unterstützen. Es war ein fröhliches Wiedersehen und natürlich haben wir die Zeit genutzt, um alles zu bequatschen, was seit meinem Abschied im September letzten Jahres passiert ist. Es war echt schön, euch wieder zu sehen !

Kartenkollegen

  • An einem schönen Mittwochnachmittag sind Andrea und ich zu einem Lagerverkauf von Tranquillo gegangen. Am Ende waren wir beide mit unseren Schnäppchen so glücklich, dass wir uns noch einen Kaffee und Kuchen im Elbsalon auf der Königsbrücker Straße (gegenüber vom Kino Schauburg) gönnten. Diese Lokalität hat mich definitiv nicht zum letzten Mal gesehen – das Essen dort fand ich echt lecker und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt ebenfalls.
  • Am gleichen Abend trafen Carsten und ich noch seinen Cousin Michael, welcher einer Fortbildung wegen gerade in Dresden weilte. Und da das Wetter so schön war, haben wir zu dritt schon mal die Biergartenzeit für uns eröffnet – Fährgarten Johannstadt sei Dank!

Biergarten

  • Am Dienstag, den 5. April, habe ich meinen neuen Russisch-Kurs angefangen. Die Gruppe ist wie immer gemischt, aber ich denke, wir werden zusammen noch sehr viel Spaß beim Lernen der Vokabeln und Grammatik haben, denn die Leute sind wirklich gut drauf! Nun bin ich bis Ende Juni mal wieder an jedem einzelnen Dienstagabend für alle anderen Aktivitäten nicht verfügbar    😉
  • Am Samstag gingen Carsten und ich erneut bei einer Igel-Tour mit und nun wissen wir dank einer Führung von Frank Frenzel, wo genau der Kaitzbach entspringt (die Quelle kann man auf dem Foto unten sehen) und wie sein Weg bis zum Mockritzbad verläuft. Das ist aber nur die Hälfte seines Weges, denn diese Igel-Tour ist zweigeteilt und den letzten Abschnitt haben wir bereits im Juni 2015 absolviert – also vom Mockritzbad über den Großen Garten, in welchem alle drei Zierteiche von eben diesem Kaitzbach gespeist werden, bis zur Bürgerwiese. Aber eigentlich ist nicht mal das das eigentliche Ende des Bachlaufs, denn er fügt sein Wasser zum Abschluss auch noch an der Carolabrücke der Elbe zu. Er verläuft dorthin allerdings fast nur noch unterirdisch durch Rohre und ist somit auf seinen letzten Kilometern völlig unerkannt. Damals wie diesmal eine sehr interessante Tour, so dass 3 Stunden und 7 km sehr schnell vorüber gewesen sind    🙂

Kaitzbach

  • Wir waren am letzten Samstag zum runden Geburtstag von Torsten eingeladen. Ist schon irgendwie komisch, dass im Freundeskreis die Zahlen der Geburtstage neuerdings mit einer 5 beginnen. Aber diese Zahl sieht man den (meisten) Leuten zum Glück nicht an    😉
    Nochmals alles, alles Liebe zu deinem Ehrentag, lieber Torsten!
  • Last but not least: unsere Plüschtierfamilie hat ziemlich unerwartet Zuwachs bekommen. Drei Wochen lang sind Carsten und ich an dem Schaufenster eines Spielzeugladens in unserer Nähe vorbeigetigert bis wir uns eines sehnsüchtig wartenden Tieres erbarmt und es gekauft haben. Und wer denkt, das es mal wieder ein Bär geworden ist, der liegt diesmal total falsch. Wir haben uns einen weiteren Wombat ins Haus geholt    😀
    So hat der original-australische Wombat, welchen wir 2010 in Hahndorf (bei Adelaide) gekauft und nach Hause eingeschifft haben, nun eine Freundin namens Wombatine an seiner Seite    😉    sie ist die dralle Schönheit auf dem Foto links … hat also dickeres und längeres Fell, längere Krallen, ein runderes Gesicht und einen richtig weiblichen Pops – es konnte also nur ein Mädel sein    😉

wombats

Nun glaube ich, dass ich alles berichtet habe, was ich euch erzählen wollte    🙂
War doch schon allerhand, oder? Ich hoffe, eure Tage sind derzeit genau so mit vielen kleinen Highlights gefüllt. Vielleicht erzählt ihr mir auch mal bei Gelegenheit davon – ich würde mich freuen!



2016 03.
Apr.

Mama sagt, dass die Feiertage immer viel zu schnell vorbei sind. Ich glaube, sie hat auch diesmal, wie so oft, Recht. Zum Beispiel habe ich zu Ostern so viel erlebt, dass ich erst den Rest der Woche gebraucht habe, um alles Erlebte in meinem kleinen Kopf zu sortieren – so viel war das!

Meine Bäreneltern haben mich nämlich zu einem Osterspaziergang mitgenommen. Ich dachte zuerst, dass dieser Wegweiser schon die ganze versprochene Übärraschung verderben wird:

IMG_0015

Bärenstein ist bestimmt für mich und meine Bärenkumpels ein Must-See-Ort! Abär heute war das erst einmal nicht unser Ziel. Wir wanderten los und ich hatte allerhand Hindernisse zu übärstehen:

IMG_0083

Bloss gut, dass die Natur im Wald schon mal ab und an für eine passende Sitzgelegenheit für müde Bärenfüße gesorgt hat:

IMG_0065

Mama hat auch gesagt, dass ich übärall schön aufpassen soll, denn es ist Ostern und der Osterhase verliert gern aus seinem prall gefüllten Korb irgendwelche Eier. Und ich habe tatsächlich eines davon gefunden!

IMG_0043

Ich habe es abär nicht sofort verputzt, sondern heimlich in Mamas Tasche untergebracht:

IMG_0135

Ich dachte dann, dass BärMärzenbecher auch ein gutes Versteck für Ostereier wären, aber ich habe leider nur ganz viele weiße Blümchen gefunden. Da ich so ein kleiner Teddy bin, waren die für mich schon fast so undurchdringlich wie ein großer Wald!

IMG_0144

Es hat gedauert, bis ich da wieder rausgekommen bin! Danach fühlte ich mich echt erschöpft und musste mich in einem Baumwurzelsessel ausruhen:

IMG_0049

Als ich mich in meinem bequemen Sitz umdrehte, habe ich die versprochene Übärraschung gesehen! Meine Ines ist auch zu diesem Spaziergang gekommen! Sie und ich haben dann zusammen geguckt, ob wir hinter den Wolken auch etwas Sonne sehen können, haben aber nichts Helles und Rundes entdecken können, so oft wir das auch versuchten:

IMG_0054

Da haben wir uns liebär auf unsere Picknickvorräte gefreut:

IMG_0095

Natürlich sind wir danach Seite an Seite weitergewandert und schon bald habe ich ein verwunschenes Märchenschloss entdeckt.

IMG_0153

Ines hat mich dann hochgehoben, damit ich dieses klarer sehen konnte:

IMG_0155

Sie sagte, dass dieses Schloss Kuckuckstein heißt. Abär als wir in das Schloß hineingegangen sind, habe ich dort zwar Bärge von Steine gesehen, aber keinen einzigen Kuckuck! Zum Kuckuck aber auch! Dafür habe ich dort viele anderen Dinge entdeckt. Ich habe einen Drachen mit dem Wappen in den Krallen gesehen:

IMG_0240

Und danach habe ich das Schossgespenst erschreckt:

IMG_0283

In seinem Gewölbe war es so kalt, dass ich mich liebär mal zum Aufwärmen auf einen Ofen setzte!

IMG_0255

Und einen Zaubärspiegel habe ich in einem der vielen Räume entdeckt. Ich saß direkt davor, abär man konnte mich im Spiegel nicht sehen! So eine Zaubärei!

IMG_0262

Als ich meine Ines wieder gefunden hatte, musste ich ihr natürlich über alles bärichten! Sie hörte mir wie immer sehr aufmerksam zu.

IMG_0266

Sie erzählte mir, dass während ich so viele Entdeckungen machte, sie auch etwas angeschaut hat – ein echtes Frauenzimmer. Das musste sie mir natürlich auch gleich zeigen:

IMG_0258

Ich habe dann zu Ines gesagt, dass dies kein Zimmer für sie wäre. So viel Platz für nichts und wieder nichts – das muss doch nur für total dicke Frauen gebaut worden sein und heißt bestimmt nur deshalb Frauenzimmer, weil sie mit ihren Ausmassen durch die Tür nicht mehr herausgekommen sind und für immer und ewig im Zimmer bleiben mussten! Also nix für sie, denn meine Ines ist so schön schlank!

Und da dachte ich, weil sie so schön aussieht, kann sie bestimmt auch zur Feier des Tages mit gutem Gewissen etwas Schoki genießen und deshalb habe ich etwas Buntes für sie organisiert:

IMG_0296

Im Gegenzug habe ich von ihr ein Stück vom selbst gebackenen Osterbrot bekommen – das war soooo lecker!

IMG_0320

Ich werde sie mal bei unserem nächsten Übärraschungstreffen nach dem Rezept fragen. So ein Osterbrot mit Rosinen schmeckt bestimmt auch meinen Eltern sehr gut! Und meine Kumpels sind ja auch echte Leckermäulchen, sie werden das sicherlich genau so gerne mögen    🙂
Nun muss ich bloss noch wissen, wann ich sie wiedersehen kann    :verliebt:    …



2016 26.
März

Wozu nutzt man in der Regel die Feiertage? Genau, um diverse Sachen zu Ende zu bringen, welche im Alltag immer wieder aufgeschoben waren. So haben auch wir die Osterzeit schon zu Beginn dafür genutzt, unseren Jahresbericht für das Jahr 2015 fertig zu schreiben. Wie immer habe ich schon vor einigen Tagen den ersten Entwurf zusammengeschustert, Carsten hat diesen dann in eine lesbare und verständlichere Form gebracht und die beiden Kinder wurden anschließend als Korrekturleser eingespannt. Nun ist unser persönlicher Rückblick auf das vergangene Jahr auf unserer Seite veröffentlicht und ab jetzt unter dem passenden Klingelknopf zu finden:

klingel_2015_jahr

Die OLCAs wünschen euch viel Spaß beim Lesen    🙂

Und wozu nutzt man die Feiertage noch? Genau, um sich mit Freunden zu treffen und auch irgendetwas Neues zu entdecken. Also waren wir gestern mit Ines und Torsten unterwegs. Die beiden haben Carsten und mich zu einer Überraschungswanderung eingeladen. Mit dem Auto fuhren wir zum Städtchen Liebstadt, um dort eine kleine Wanderung auf dem Walter-Jobst-Lehrpfad zu machen. Unterwegs haben wir sogar ab und an ein paar Schokoeier gefunden:

DSC06471_bearbeitet-1

Ein Teil der 5,5 km langen Strecke erinnerte uns sehr stark an einen echten Hexenwald aus dem Märchen: Bäume standen nackt und leblos da, Moos breitete sich auf dem Gestein aus und auch die Tatsache, dass wenn man nicht aufpasste, man schnell vom Pfad abkommen und hinunterrutschen konnte, verlieh diesem Abschnitt etwas Respekteinflößendes:

DSC06478

Aber es ist alles gutgegangen und später haben unsere Ehemänner, welche natürlich etwas schneller unterwegs waren als Ines und ich, eine Zeitlang sogar noch eine andere Begleitung auf dem Wanderweg gehabt:

DSC06511

Die beiden Kinder haben in unseren Orangenhälften eine ernstzunehmende Konkurrenz bei der Ostereiersuche gesehen und ließen sie nicht aus den Augen bzw. versuchten sich immer wieder an die Spitze abzusetzen. Ihre Familien schlenderten derweil ganz entspannt hinter uns her.

Am Ende des Rundgangs standen wir von einem weiteren Höhepunkt des Tages: Schloss Kuckuckstein

IMG_0150

Ines und Torsten haben uns alle zu einer historischen Schlossführung angemeldet und das war eine echt tolle Idee! Der Geist der ehemaligen Hausherrin, Maria Josepha von Carlowitz, dessen Rolle die Schloßverwalterin Michaela Kirstein absolut bezaubernd übernommen hatte, führte uns durch diverse Räume:

IMG_0193

Ich schätze, ich bin bei Weitem nicht die Einzige in der Gruppe gewesen, welche ganz viel Mitleid mit unserer Schlossführerin hatte, denn ihre Verkleidung ist an warmen Sommertagen bestimmt wesentlich passender. Die alten Gemäuer haben nämlich noch die eisige Winterkälte in sich gespeichert, so dass man in einigen Räumen beim Ausatmen Dampfwölkchen aufsteigen gesehen hat. Ich habe meine Nase lieber in meinem Fleeceschal versteckt    😉

DSC06553

Bei diesen Temperaturen wusste man auch nicht so recht, ob man auf so ein schön eingerichtetes Frauenzimmer wirklich neidisch sein möchte, denn lange an diesem wunderschönen Tisch zu sitzen und Tee bei einem Schwatz zu trinken, war bestimmt nicht jederzeit möglich … zumindest nicht in den hauchdünnen, seidenen Kleidern der Empire-Zeit in der Art, wie sie unsere Schlossherrin getragen hat:

IMG_0228

Es war auf jeden Fall trotz der erfrischenden Temperaturen in den Räumen ein unbeschreiblich schönes Erlebnis! Ich muss einen Besuch auf diesem Schloss auf jeden Fall sehr empfehlen, allerdings kann man das Gebäude nur zu bestimmten Anlässen, wie z.B. angekündigte oder gebuchte Führungen, der eigenen Hochzeit (man kann sich auch direkt im Schloss trauen lassen) oder anderen eigenen Feiern besichtigen.

Nach der Führung gönnten wir uns noch einen wärmenden Kaffee und leckeren Kuchen im Schlosscafé. Danach war das von den Walzogs geplante „Programm“ an und für sich zu Ende, da wir uns aber noch nicht komplett leergequatscht hatten, kehrten wir etwa um halb vier in deren Küche ein. Verabschiedet haben wir uns letztendlich erst nach vielen interessanten Gesprächen, einem gutem Essen, Wein, Whiskey und viel Gelächter kurz vor Mitternacht. Anne, die Tochter der Beiden hat zwischenzeitlich zwei Osterbrote gebacken und eines davon an uns vier „gespendet“:

WPM$6A23

Das war genau so lecker wie es aussieht! Erst als die letzte Rosine aufgegessen war und uns der Blick auf die Uhr verriet, dass es nun doch an der Zeit ist, nach Hause zu fahren, lösten wir unsere Runde auf.

Der gestrige Tag lässt sich wohl auf Sächsisch am besten beschreiben: Schee war’s    😀 !



2016 20.
März

In den letzten Tagen gab es wieder allerhand Interessantes zu erleben. Der März verwandelt sich für mich schon seit einigen Jahren dank meiner Begleitung der Irish Dance Company Dresden (IDC) als Fotografin in einen sehr grünen Monat und das eigentlich alles nur wegen des 17. !

IMG_0037

Da dieser Tag in Deutschland immer ein ganz normaler Arbeitstag ist, werden die entsprechenden Feierlichkeiten lieber auf die umliegenden Wochenenden verteilt. So feierten wir bereits am 12.3. den 10. St. Patrick’s Day, der von den Leuten der IDC ausgerichtet wird – diesmal wieder in der Golfscheune Possendorf. Dort konnte ich aber nicht nur Fotos machen, sondern auch mal die Kamera an Carsten abtreten und selber an den zahlreichen Mitmachtänzen teilnehmen, was mir schon seit meinem 40. Geburtstag in 2010 – damals ist die IDC zum ersten Mal in meinem Beisein aufgetreten – immer sichtlich eine riesige Freude bereitet:

IMG_0827

Gestern gab es dann ein regelrechtes Mammutprogramm zu Ehren des Heiligen Patricks. Man traf sich schon um 14:00 Uhr, um einige Zeit später mit dem Salonschiff „August der Starke“ , welches an dem Tag ausschließlich für die Gäste einer St. Patrick’s Feier reserviert war, abzulegen. Normalerweise geht diese Sonderfahrt ja immer in Richtung Pillnitz, aber dieses Jahr musste man in die entgegengesetzte Richtung fahren. Wohlgemerkt nicht freiwillig, denn seit Montag behindert ein tschechischer Lastkahn den gesamten Schiffsverkehr auf der Elbe in Dresden. Da unser Schiff erst bei der Albertbrücke wendete, wo der Lastkahn festsitzt, konnte ich das Elend mit eigenen Augen sehen:

IMG_0214

Kein Wunder, dass nun kein anderes Schiff unter der Brücke durchfahren kann … zum Glück tat die Routenänderung dem Spaß an Bord aber keinen Abbruch    🙂
Als wir wieder in Dresden angekommen waren, gab es eine St. Patrick’s Day-Parade durch die Straßen der Altstadt, zu der ganz viele Leute, die vorher mit auf dem Schiff unterwegs waren, den Klängen von Dresden Pipes & Drums so bereitwillig folgten, als wären das geschickte Rattenfänger aus einer allseits bekannten Sage    😉

IMG_1000

Unterwegs, direkt auf dem Platz vor der Frauenkirche, haben die flinken Tänzerinnen vom IDC bewiesen, dass sie auch mit Stiefeln und Turnschuhen auf den Pflastersteinen der Stadt genau so leichtfüßig sind wie mit Soft- und Hardshoes auf der Bühne:

IMG_0946

Anschließend wurde in einem großräumigen Partyzelt auf dem Dresdner Postplatz fröhlich bis kurz vor Mitternacht weitergefeiert.

Aber es gab in den vergangenen Tagen für Carsten und mich nicht nur musikalische Unterhaltung. Am Dienstagabend fanden wir uns nach einer relativ langen Pause mal wieder in der „Veränderbar“ bei der Lesung von den Phrase4-Autoren wieder. Ich war von den Fähigkeiten meines Mannes mal wieder sehr positiv überrascht, denn er war der Einzige aus dem Publikum, der bei den unauffällig eingearbeiteten Worten „kurz und knackig“ mit einem leisen „Phrase!“ reagierte … eben weil das die diesmal gesuchte Phrase war, bei deren Entdeckung man eine Flasche Wein gewinnt. Ich habe das auch schon zweimal geschafft, aber diesmal habe ich echt etwas gepennt    😉    da Carsten ja selber keinen Wein trinkt, hat er sich von Francis beraten lassen, denn er muss MIR am Ende schließlich gut schmecken    😉

IMG_0238

Damit wären schon zwei Themen aus der Überschrift abgearbeitet. Ich muss also nur noch über das Blutvergießen im TV berichten. Diesmal geht es aber nicht um irgendwelche besonders blutrünstige Actionfilme oder ähnliches    😉
Unsere Stephanie ist, wie auch schon meine Oma und ich selber, zur Blutspenderin geworden. Allerdings wurde ihre allererste Blutspende etwas ganz Besonderes, denn sie kam damit sogar ins Potsdamer Lokalfernsehen. Ich muss zugeben, die Stelle im Bericht, als die dicke Nadel in ihre Vene eingestochen wird, ist für mich als Mutter nicht einfach anzusehen    🙂    ansonsten bin ich natürlich sehr stolz auf meine tapfere Kleine und diesen grandiosen Medienauftritt. Damit ihr euch ein eigenes Bild von der gesamten Aktion machen könnt, müsst ihr nur mal kurz >> HIER << anklicken.

Nun habe ich über alles berichtet, was ich in meiner Überschrift versprochen habe    🙂    nächste Woche ist noch nicht so stark verplant, aber es eine kurze Arbeitswoche mit einem gaaaaaanz langen Wochenende, denn Ostern steht vor der Tür –> mal sehen, was uns OLCAs da so alles passiert !



2016 17.
März

Heute gab es für Carsten und mich einen guten Grund, unseren Arbeitstag etwas eher zu beenden, denn seit gestern gibt es auf dem Dresdner Neumarkt, direkt vor der Frauenkirche, eine OpenAir-Ausstellung mit dem Namen „Die Wölfe sind zurück“ – diese wollten wir uns unbedingt ansehen. Das Wetter war uns hold und so konnten wir sogar ganz entspannt mit dem Rad in die Innenstadt fahren.

Was ist eigentlich das Interessante an dieser Ausstellung, außer dem Namen natürlich? Sagen wir es mal so: seitdem montags immer ein gewisses Klientel seine „Spaziergänge“ durch die Dresdner Innenstadt durchführt, werden über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus auch alle anderen Dresdner in den Augen vieler „gerechter“ Menschen zu dummen Nazis. Wir hatten sogar in unserem langjährigen Bekanntenkreis eine ernste Auseinandersetzung zu diesem Thema und haben nun einen Namen weniger in unseren Adressbüchern stehen. Die Person wollte partout nicht einsehen, dass nicht der Wohnort darüber entscheidet, wie die Gesinnung aller Einwohner ist. Naja, ein heikles Thema. Und eigentlich um dieses heikle Thema dreht sich eben diese Ausstellung, welche wir heute besuchten. Sie soll nämlich zeigen, dass Dresden nicht nur auf Pegida heruntergebrochen werden soll und kann und, dass es trotz der verstärkt negativen Darstellung in den Medien, nach wie vor eine weltoffene Stadt ist.

Die Wolfsfiguren sind von Herrn Reiner Opolka erschaffen worden. Der Künstler war heute und ist auch an jedem Tag seiner Ausstellung selber mit auf dem Platz und steht für jedermann zu jeder (vernünftigen) Diskussion zur Verfügung. Die mannshohen, braungefärbten Wolfsfiguren sind in unterschiedlichen Formationen aufgestellt und sehen auch verdammt angriffslustig aus:

IMG_0032

Sie sind jederzeit bereit, ihre Klauen und Zähne einzusetzen:

IMG_0119

Und das sind nicht die einzigen Waffen:

IMG_0034

Dabei versuchen sie natürlich die Menschheit zu überzeugen, dass sie ganz und gar harmlos sind und nur das Beste für alle wollen:

IMG_0051

Aber nicht nur die verkörperte Bedrohung hat ihren Platz in dieser Installation gefunden, denn es gibt auch einige Aufsteller mit Infos, welche zum Nachdenken anregen:

IMG_0018

Außerdem gibt es eine Tafel, auf welcher jeder, der möchte, seine Antwort auf eine wichtige Frage dazuschreiben kann:

IMG_0065

Es gab Einträge in unterschiedlichen Sprachen. Ich habe Spanisch entdeckt, Französisch, Polnisch und auch Russisch:

IMG_0067

Der Spruch in Russisch heiß übersetzt: „Verhandeln können. Haltet durch, Europäer!“
Nur leider sind diese Sätze in der rechten Ecke der Tafel gelandet, zwischen den Sprüchen auf „Pegidisch“, welche wie üblich gar nicht auf die gestellte Frage eingehen, sondern einfach nur als Beleidigung gedacht sind …

Dabei hoffte ich wirklich, dass vielleicht der ein oder andere Montagsmitläufer bei dieser Ausstellung doch noch zum Nachdenken angeregt wird. Ich hoffe dennoch weiterhin, dass unsere schöne Stadt nicht auf Dauer mit solchen Gesten verunstaltet wird:

IMG_0080

Ich hoffe auch darauf, dass wir alle keine Angst vor dem bösen Wolf haben müssen und uns endlich mal darauf verlassen können, dass die Jäger ihre Aufgaben ernst nehmen …

IMG_0118

Ich finde, dass es ein sehr gelungenes Projekt ist und dass es auf jeden Fall viel Potential hat, Menschen zum Nachdenken über Toleranz und über die Gefahr beim Fehlen dieser anregt:

IMG_0005

Diese Ausstellung kann man in Dresden noch bis zum 23. März besichtigen. Danach zieht sie weiter nach Potsdam und später nach Berlin. Ich für meinen Teil kann einen Besuch dort sehr empfehlen.

Wenn die Sprüche, Informationen und Hinweise der Tafeln interessieren, der findet auch eine PDF-Version als Broschüre auf der Webseite. Leider hat nun mal nicht jeder einen kurzen Weg zu seiner jeweiligen Landeshauptstadt, denn die Ausstellung ist als Wanderausstellung eben nur in den Bundeshauptstädten geplant.