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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 17.
Juli

Die letzte Woche war erneut mit vielen schönen Treffen ausgefüllt. Gleich am Montag war ich um 18 Uhr mit Natalia und ihrem Sohn Gleb zum Quatschen im „El Horst“ verabredet, denn aus meiner Sicht ist dieser beschauliche Biergarten in Mitten einer Kleingartensparte wirklich super für solche Begegnungen geeignet … er liegt für uns zudem fußläufig ganz in der Nähe und man kann sich dort stundenlang ungestört und ohne Trubel unterhalten.
Ich habe die beiden Besucher aus Russland auf meiner Arbeit kennengelernt, weil das Kind bei uns behandelt wird, und auf Anhieb stimmte die Chemie zwischen uns. Wir hatten an jenem Abend beim Schnattern über Gott und die Welt in unserer Muttersprache sehr viel Spaß und verabschiedeten uns auch erst, als der Biergarten um 23 Uhr langsam seinen Betrieb einstellte.

Am Dienstagabend waren Carsten und ich bei Dana zum gemeinsamen Kochen nach Radebeul eingeladen. Sie kocht nämlich für ihr Leben gern und weil sie gleichzeitig auch Fitnesstrainerin ist, landen auf ihrem Teller eben verstärkt solche Sachen, welche man in Kochbüchern unter der Rubrik „Bewusste Ernährung“ findet. Dass aber solches Essen nicht immer fad und farblos sein muss, davon haben wir uns sehr schnell überzeugen lassen    🙂
Sie kreierte uns als Vorspeise einen Melonen-Feta-Salat mit Chilisosse und packte dazu gefüllte Zucchiniröllchen sowie die Eigencreation „Knusperchampignons“:

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Als Nachspeise gab es weiße Mousse au Chocolat und Baileyscreme:

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Für den Hauptgang war allerdings ich zuständig und deshalb gab es etwas aus meiner Heimat: Buchweizen mit Fleisch und Gemüse nach diesem russischen Rezept. Da ich das bereits schon einige Male gekocht habe, dachte ich am Ende leider gar nicht daran, ein Foto davon zu machen    😀    aber es sah so ähnlich aus wie auf der verlinkten Seite    😉

Am Mittwoch landete erneut Gesundes auf meinem Teller, denn unsere Abteilung war nach dem Arbeitstag zu einem kleinen Geschäftsessen im vegetarischen Restaurant „Brennnessel“ verabredet. Wer einmal in der Dresdner Innenstadt einen fleisch- und fischlosen Tag einlegen und trotzdem lecker essen gehen möchte, der wird sich dort sicherlich sehr wohl fühlen. Das Essen wird frisch zubereitet, die Speisekarte wird immer wieder alle drei Monate dem Obst- und Gemüseangebot entsprechend angepasst, die Portionen sind üppig und die Bedienung nett und nicht aufdringlich. Da das Wetter unbeständig war, blieben wir drinnen sitzen, aber der gemütliche Innenhof hätte mir an einem sonnigen Tag sicherlich auch ganz gut gefallen    🙂

Donnerstag war bei mir ein Filmtag. Schon seit Langem wollte ich einen russischen Streifen aus der neuen Zeit, er ist aus 2008, ansehen: Стиляги (Stilyagi) … in englischsprachigen Ländern ist er besser als Hipsters bekannt und er gilt als einer der besten Werke des modernen russischen Kinos. Wie es nun mal so ist, habe ich aber nie wirklich Zeit gefunden, ihn mir anzusehen. Zum Glück habe ich aber ein Kind, welches Russisch studiert und diesen Film einst sogar in einem Seminar behandelte. Sie war schon damals sehr davon angetan und nun kam sie extra zu mir, damit wir ihn uns zusammen anschauen können    :verliebt:
Ich schließe mich nun, nachdem ich ihn gesehen habe, der allgemeinen Meinung, dass dieser Streifen gut ist, auf jeden Fall an    🙂

Fürs Wochenende hatte sich bei uns ein CouchSurferpärchen aus Indonesien (sie) und Pakistan (er) angemeldet und so haben wir am Freitag zu unserem traditionellen Kaufland-Wochen(end)einkauf die Essensvorräte noch etwas umfangreicher als sonst aufgefüllt. Wir freuten uns schon sehr auf diesen Besuch, denn neben dem geplanten gemeinsamen Kochen (vegetarisch/halal/koscher) hatten wir so einige Fragen bzgl. ihrer Länder und Religion auf dem Herzen. Leider mussten sie uns aber kurzfristig am Samstagmorgen absagen, weil es dem Mädchen schon in Prag, der Stadt, aus der sie zu uns mit dem Fernbus anreisen wollten, nicht sonderlich gut ging und vorzeitig nach Hause abreisen musste. Carsten und ich hatten also ganz plötzlich jede Menge unverplante Zeit zur Verfügung …

Ergo nutzten wir diese, um so manche Dinge der To-Do-Liste mit einem „leckeren Abend“ zu kombinieren. Wir fuhren am Nachmittag in die Dresdner Innenstadt, um mir eine Schnorchelausrüstung (Brille, Schnorchel & Flossen) für den baldigen Sommerurlaub zu kaufen. Danach kehrten wir im Restaurant „Wohnstube“ im Swiss Hotel ein, um in den Genuss eines Sächsisch-Schweizerischen Abendbuffets zu kommen. Dadurch, dass wir seit Jahren eine Dresden-for-Friends-Karte haben, zahlten wir für das gute Essen zu Zweit nur die Hälfte    🙂    und probierten uns durch die lange Tafel an Vorspeisen, warmen Hauptgängen, Salaten und vielfältigen Nachspeisen. Zum herrlichen Abschluss setzen wir uns noch 30 Minuten zum Quatschen mit unseren Getränken in den Innenhof und anschließend rollten wir auf indirektem Weg durch die Straßen zum Altmarkt. Bei unseren Abstechern zur Brühlschen Terrasse und zum Neumarkt, lauschten wir noch ein wenig den Klängen der Musik von K.I.Z., die gerade ein Konzert bei den Filmnächten gaben, und Ludovico Einaudi, gespielt von einem Flügelspieler auf dem Platz vor der Frauenkirche. Wir genossen diesen schönen Sommerabend in vollen Zügen!

Und heute, ja heute wollten wir ursprünglich aufgrund des freigewordenen Wochenendes einen Ganztagsausflug unternehmen, aber die Wettervorhersage fiel für alle von uns angepeilten Ziele sehr ungünstig aus … deshalb gibt es eben einen völlig entspannenden Sonntag im Apartamento OLCA.

Ich hoffe, auch ihr könnt trotz der aktuell herrschenden Wetterkapriolen den Sommer und die Freizeit genau so gut genießen wie wir    :verliebt:



2016 10.
Juli

Die letzte Woche hatte für mich einen recht guten Anfang, denn dieses Jahr fiel der 4. Juli, welchen ich auch aus persönlichen Gründen gern feiere, eben auf einen Montag. Deshalb trafen Carsten und ich uns mit Andrea im benachbarten Biergarten „El Horst“ ,  um meine 24 Jahre Deutschlandlebenserfahrung zu feiern.

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Da es nächstes Jahr schon 1/4 Jahrhundert sein wird, werden die Feierlichkeiten wohl etwas größer ausfallen, aber bis dahin habe ich noch gut ein Jahr Zeit, um zu überlegen, was und wo ich mit meiner Familie und Freunden etwas machen möchte    😉

Am Dienstag war ich den ganzen lieben Tag ziemlich unruhig, denn meine Zahnbrücke saß seit geraumer Zeit nicht mehr fest und ich habe mir einen Termin für eben diesen Dienstagabend bei unserer Haus- und Hof-Zahnärztin geholt. Ehrlich gesagt, rechnete ich ganz fest damit, dass meine tragenden Zähne irgendwelche Schäden haben und dass ich vermutlich wieder Geld in die Hand nehmen muss, um meine Zahnlücke wieder irgendwie ausfüllen zu müssen. Da ich außerdem aus Erfahrung wusste, dass dafür nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Zeit beansprucht wird, wollte ich das alles bis zum unseren Urlaub ab Mitte August fertig haben. In der Praxis angekommen, rutschte mir mein Herz noch tiefer in die Hose, denn unsere Zahnärztin und ihr ganzes Team sollte ab der kommenden Woche bis Monatsende wegen Sommerurlaub abwesend seien    :schreien:    aber am Ende war dann doch alles halb so wild: Die Brücke war locker, aber die Zähne darunter waren top    🙂
Also wurde einfach alles gereinigt und der künstliche Teil wieder eingeklebt. Ich sollte für diese Leistung  knapp 26 Euro  zuzahlen, aber da ich regelmäßig zur Kontrolle komme, schmolz mein Eigenanteil dann doch auf 2,94 Euro    😀    dafür kann ich jetzt wieder alles bedenkenlos essen    *freu*

Weniger Grund zur Freude hatte ich zusammen mit allen anderen Fans der Deutschen Nationalelf am Donnerstag. Carsten und ich folgten einer Einladung von Mathias und Claudia, das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich bei ihnen im Garten zusammen mit anderen Freunden und Nachbarn zu gucken. Aber egal wie sehr wir die deutsche Elf anfeuerten, es wollte ihnen einfach kein Tor gelingen! Am Ende des Spiels haben sich die anderen Mitgucker gegenseitig damit getröstet, dass unsere Nationalmannschaft vor zwei Jahren immerhin den Weltmeistertitel geholt hat    😉

Bei unserem Wochenendeinkauf am Freitagnachmittag nahmen Carsten und ich unter anderem Wanderproviant mit, denn für den Samstag war schon seit geraumer Zeit zusammen mit drei ehemaligen Teilnehmerinnen eines Russischkurses eine Tour in der Sächsischen Schweiz geplant. Das Wetter spielte glücklicherweise wunderbar mit und so erkundeten wir in der Schwarzbachtalgegend die Strecke einer alten Schmalspurbahn und liefen über Brücken oder stapften durch den einen oder anderen alten Eisenbahntunnel … alles allerdings inzwischen gänzlich ohne Schienen & Co:

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Wir hatten den ganzen lieben Tag einen traumhaft schönen Weitblick gehabt:

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Nach dieser ca. 15 km langen Wanderung mit einigen Abstechern jenseits der Hauptroute, landeten wir im Gohrischer Sommerhaus von Kerstin, wo wir zuerst ganz gemütlich Kaffee getrunken, dann gegrillt und letzten Endes uns bei einem Gläschen Wein an der Feuerschale eingefunden haben, bis es stockdunkel wurde.

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Es war ein supertoller Tag, den wir alle so richtig genossen haben – in unserem ziemlich durchgeplanten Leben ist so ein Samstag, bei welchem lediglich die Uhrzeit zum morgendlichen Treffen feststand und alles andere zeitlich völlig flexibel war bzw. von anderen durchorganisiert wurde, schon wie eine richtige Auszeit    😉



2016 03.
Juli

Ja, in der Tat ich habe jetzt Sommerferien    😉

Mein Russischkurs ist zu Ende und, obwohl es mir wie immer unglaublich viel Spaß gemacht hat zu unterrichten und die Gruppe mal wieder sehr harmonisch war, freue ich mich wie jeder Lehrer über die zusätzliche Freizeit durch alle Ferienzeiten. Den letzten Unterrichtstag haben wir vom überdachten Klassenzimmer in den ruhigen Innenhof des Restaurants „Odessa“ verlegt. Da ich wie gewohnt erneut viel zu viel Zeit vor dem Beginn der Veranstaltung eingeplant habe und das Restaurant für mich perfekt in der Innenstadt liegt, hatte ich noch ein paar Minuten, um meinen Dresdner Lieblingsort kurz zu besuchen – den Zwinger:

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An einem Dienstagabend hat man kaum Touristen im Innenbereich, da freuen sich offensichtlich sogar die darin befindlichen Skulpturen über solche ruhigen Abende    😉

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Preisfrage: was macht man nun mit der dazugewonnenen Ferienfreizeit? Richtig, wir gehen zum Beispiel mit mit Katja & Antonia auf ein Erdbeerfeld im Dresdner Westen, um vor Ort seinen Bauch vollzuschlagen, aber auch, um noch etwas fürs Zuhause zu pflücken:

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Da man aber nicht nur von Erdbeeren satt wird, pflückten wir noch alle zusammen ein paar Süßkirschen von den Bäumen im Garten von Katjas Eltern:

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Unsere gesamte Ausbeute (Erdbeeren über 3 kg !) hat trotz der Menge von jeweils einem ehemaligen Popkorneimer nicht einmal bis Montag überlebt    😀

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An einem anderen Tag bin ich mit Anna zur Schlenderweinprobe beim Winzer Müller am Schloß Albrechtsberg gegangen. Es war ein wundervoller Sommerabend: Die Sonne schien, der Winzer führte uns durch den Park und erzählte Geschichten aus der ganz fernen Vergangenheit sowie über die Entwicklung des Weinanbaus in Dresden und ließ uns dabei drei Weinsorten aus seinem Weinkeller probieren: Müller-Thurgau, Kerner und einen Rosé Domina. Hier mein Kerner und ich    🙂

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Wir haben einen anderen Teilnehmer der Gruppe gefragt, ob er ein Bild von uns machen könnte … nun weiß ich nicht, ob die Unschärfe dieses Fotos daran liegt, dass der Herr keine Digitalkamera bedienen konnte oder dass wir inzwischen schon bei der dritten Weinsorte angekommen waren    😉

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Nächste Unternehmung: Dass wir seit dem Verkauf des Hauses keine großartige Möglichkeiten mehr zum Selbergrillen haben, macht uns eigentlich nicht so traurig, wie vielleicht manch einer denken mag    😉    denn in unserer Wohngegend lassen sich gegrillte Leckereien im nur ca. 10 min zu Fuß entfernten Biergarten „El Horst“ organisieren. Man muss übrigens nicht zwingend immer nur Bier trinken, denn eine Weißweinschorle kann man dort genau so problemlos bekommen sowie eine Flasche Karamalz    😀

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Eine weitere Möglichkeit für uns, frisch Gegrilltes auf dem Teller zu bekommen, sind der Besuch guter Freunde, welche im Gegensatz zu uns viel Freude am Garten und den damit verbundenen Arbeiten haben. Wir fanden die Rasenabteilung von Gundel und Peter schon immer echt wundervoll – und dieses Jahr haben sie diese sogar noch vergrößert und komplett umgestaltet – aber wir selber hätten aufgrund unserer „Gartenarbeitphobie“ vermutlich nicht den richtigen Nerv dazu, etwas Vergleichbares aus dem Boden zu stampfen    😉

Es ist doch ein absolut bezaubernder Rückzugsort, nicht wahr?

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Dorthin haben wir uns dann auch zum Essen von leckeren Würstchen, Spießen, Käsen und Steaks hingesetzt, welche Peter mit viel Liebe und Holzkohle zubereitet hat:

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Und sonst so? Das Wetter der letzten Wochen passte leider nicht immer zu unserer Planung und so musste ich gestern wegen der akuten Schauer- und Gewitterwarnung ein Fotoshooting im Freien auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Stattdessen haben Anna und ich uns am Vormittag zu einem spontanen Besuch des Elbflohmarkts getroffen und sind glücklicherweise gegen Mittag nur leicht durchnässt wieder nach Hause gekommen. Wir hatten aber so viel Spaß beim Stöbern und Quatschen, da machten dann ein paar Regentropfen auf dem Heimweg gar nix aus    😉

Ich hoffe, auch euer Sommer bereitet euch genau so viel Freude wie der unsrige. Wenn das noch nicht der Fall war, denkt einfach dran: Der erste Sommermonat ist (leider) schon vorbei, d.h. es sind nur noch zwei davon übrig    😀    –> Macht das Beste draus! Wir werden es auf jeden Fall ebenfalls weiter versuchen    🙂

Kleine Freude am Rande: mein Blog verzeichnete am Samstag den 1000. Kommentar …
Kleine Enttäuschung am Rande: aber leider nicht auf einen Eintrag von mir, sondern auf den Gasteintrag von Carsten     🙁     leider Pech gehabt!



2016 01.
Juli

Ein heutiges Fundstück aus der Rubrik „WOW !“ hat mich zu dieser kleinen OLCA-Episode animiert … was mal als Handstreich angefangen hat, wurde schon vor ein paar Monaten weiterentwickelt und ist nach dem heutigen Stand sogar noch ausbaufähig !

Bis Ende Februar 2016 haben Olga und ich jeden Freitagnachmittag den Wochen(end)-Einkaufszettel aus dem Gedächtnis und mit prüfendem Blick in den Kühlschrank per Hand auf einem Notizblockklotzzettel (ach, ein so herrlich deutsch zusammengesetztes Wort) ausgefüllt – wie z.B. diesen hier:

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Danach kam uns die Idee, wenigstens die immer wiederkehrenden Dinge als gegeben bzw. optional auf DinA6-Größe (4fach-Ausdruck auf DinA4 und dann zurechtgeschnitten) vorgedruckt zu haben, um nicht doch mal etwas Wichtiges zu vergessen – das ist z.B. der von heute, nachdem schon die ersten Waren eingesammelt wurden:

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Jeder, der bislang diesen Vordruck bei uns an der Pinnwand gesehen hat, verdrehte ein wenig die Augen und dachte sicherlich mit einem Lächeln an die allseits bekannte Listengeilheit und Organisationswut der OLCAs. Aber heute haben wir im Kaufland tatsächlich noch DIE Steigerung gefunden:

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So eine Herausforderung kann man natürlich nur annehmen und deswegen bastel ich auch gerade an einer DinA3-Version mit Gang- und Lageplan des Kauflands inklusive aller Notausgänge und Ruheinseln    ;o)    wäre doch gelacht !

In diesem Sinne wünschen die OLCAs allen Lesern ein ruhiges und einfallsreiches Wochenende !



2016 26.
Juni

Bevor der Juni komplett vorbei ist, möchte ich es vorher noch schaffen, hier meine Fotoausbeute zum Mai-Projekt zu präsentieren     😉     Carsten und ich waren auf der Suche nach passenden Motiven in vielen Gegenden unterwegs und am Ende kam eine recht umfangreiche Sammlung aus Dresden, Chemnitz und Karlsbad zusammen. Bei der Auslegung, Architektur als DDR-Relikte zu nehmen, musste ich mich allerdings sehr zusammenreißen, denn davon gibt es ja – wie man so schön sagt – hier „noch und nöcher“     😀

Eines meiner Lieblingsmotive sind aber ohne jeden Zweifel und schon seit Jahren die Ost-Ampelmännchen, denn sie sind für mich neben dem Grünen Pfeil immer ein sehr gutes Beispiel für gesunde Ostalgie     😉     und da es seit 2005 in Dresden ja auch eine passende Ampelfrau gibt, muss ich diese Variationen einfach mal in einem Bild zeigen     😉

beide ampeln

Ich finde sie alle richtig knuffig!

Wollt ihr mal sehen, wie man „Wissenschaft und Produktivkraft“ in Stein meißeln kann? Wieland Förster hat das im Jahr 1974 umgesetzt und man kann das Werk in Chemnitz im Park an der Stadthalle anschauen.

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Bevor noch die Frage aufkommt, ob ich bei unserem straffen Terminplan der letzten Wochen in der Lage war, für mein Juni-Projekt auf Motivsuche zu gehen, kann ich beruhigen und sagen, dass es natürlich auch im nächsten Monat ein Bericht über meine Jagd nach passenden Bildern geben wird     😀
Und so wie es derzeit aussieht, sogar schneller als es diesmal gedauert hat     😉

So, und nun zu weiteren Bildern mit dazugehörigen Kommentaren und Erklärungen zum Thema „DDR-Relikte und Sozialismus im Alltag“:



2016 19.
Juni

Eine Frage, die sich bestimmt schon einige ihrer treuen Leser gestellt haben werden. Noch bis Anfang dieses Jahres versorgte sie regelmäßig ihren Blog mit Wochenendeinträgen und die Bilderausbeute ihres monatlichen Fotoprojektes ließ am Anfang des Folgemonats eigentlich auch nicht lange auf sich warten. Nun zeigt der letzte Blogeintrag sogar schon das Datum 28.5. und das Mai-Projekt „DDR-Relikte & Sozialismus im Alltag“ ist ebenfalls ohne Auswertung … aber ich kann euch beruhigen, es geht ihr gut. Der Tag hat eben nur 24 Stunden und das Schlafbedürfnis samt seiner Inaktivität möchte davon unverschämterweise sogar noch den Großteil in Anspruch nehmen. So bleibt für Arbeit, Freizeit, Hobby, Mann, Lesen etc. leider immer nur ein sehr kleines Zeitfenster übrig, was wiederum sorgsam organisiert sein möchte.

Keine Bange, die regelmäßige Blog- und Fotoversorgung wird bald von ihr wieder in gewohnter Art und Weise aufgenommen werden. Da sie gerade jetzt auf einer Geburtstagsfeier ihrer besten Freundin ist und ich als einziger Deutscher dort wahrscheinlich eh nicht viel am Gesprächsverlauf teilnehmen könnte, habe ich mich für das Hüten des Apartamento OLCA entschieden und versprach ihr, mit diesem Gastbeitrag ihre letzten drei Wochen quasi in Vertretung zusammenzufassen. Ja, es sind tatsächlich schon wieder drei Wochen ins Land gezogen …

In denen haben wir zum Beispiel das kulturelle Angebot in Dresden mal wieder so richtig ausgenutzt:

  • An den Wochenenden nahmen wir an insgesamt vier Igeltouren teil –> 2 Teile „Niedersedlitzer Orts- und Industriegeschichte(n)“, „Wachwitz – Wo wohnt man schöner?“ und Teil 3 von „Blasewitz begreifen“ … eine im Vorfeld ausgesuchte Tour musste zwischenzeitlich aus Zeitgründen sogar ausgelassen werden.

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  • An zwei Montagen zog es uns nach der Arbeit in die Innenstadt und ins Kino –> „X-Men – Apocalypse“ (der 6. Teil aller X-Men-Filme, der 3. Teil der „neuen“ Generation … OLCA-Empfehlung: das Thema ist für Nicht-Marvel-Fans wohl so langsam ausgelutscht!) und „Money Monster“ mit George Clooney & Julia Roberts (DER ist allerdings wirklich sehr zu empfehlen und hat von Anfang bis Ende eine echt spannende Story!).
  • Beim Besuch der Comödie konnte ich endlich ein weiteres meiner Weihnachtsgeschenke einlösen, denn das Programm „Frau Jahnke hat eingeladen, ma gucken wer kommt“ wurde am 29. Mai aufgeführt –> Gerburg Jahnke, den meisten wahrscheinlich eher aus dem Frauenkabarettduo Missfits bekannt, stand mit Frieda Braun, Sarah Bosetti, Katie Freudenschuss (die Frau ist ein Knaller!) und Barbara Kuster auf der Bühne und wer noch am gleichen Abend bzw. am nächsten Morgen keinen Muskelkater vom vielen Lachen hatte, dem ist einfach gar nicht mehr zu helfen – wir waren total begeistert!

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  • Vor drei Tagen ist Olga ohne mich, aber dafür mit „ihrer“ Anna im Theaterhaus Rudi gewesen und hat sich das Stück „Die Heirat“ angesehen. Diese Komödie von Gogol war komplett in russischer Sprache, sodass ich lieber auf dem heimischen Sofa versuchte, der deutschen Nationalmannschaft gegen Polen die Daumen zu drücken – naja, ist ja nur fast gelungen, denn beide trennten sich bekanntlich mit einem torlosen Unentschieden.

Jep, die EM 2016 ist zwischenzeitlich ebenfalls gestartet und so manchen Abend haben wir am Fernseher oder Dank stabilem Livestream auch öfters am PC die Vorrundenspiele um 18 und 21 Uhr mitverfolgen können. Letztere hatten für Olga im Zusammenspiel mit weichen Kissen und warmer Decke auf dem Sofa immer öfters ab der zweiten Halbzeit die gleiche Wirkung wie Schäfchenzählen … leider hat niemand dieses Jahr ein Public-Viewing am Königsufer hinbekommen, wie noch zu den letzten WMs und EMs. Da konnten auch langweilige Spiele bei schöner Kulisse, guter Essensversorgung und netter Unterhaltungen eine richtig tolle Abendveranstaltung sein.

Natürlich fehlt in dieser Aufzählung noch Olgas Fotohobby, wo schnell mal ein paar Stunden für das Knipsen draufgehen können, aber auch die Nachbearbeitung ist zeitlich nicht ganz zu unterschätzen. Neben einem Rundgang für das Mai-Projekt „DDR-Relikte & Sozialismus im Alltag“ durfte sie am 29.5. bei herrlichster Sonntagmorgenstimmung die gesamte Familie Thiele am Elbufer ablichten …

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… und am 4.6. ihre Hupfdohlen vom IDC sowie andere Bekanntschaften aus jenem Musikerkreis beim 2. Freital Irish Folk Festival im Schloß Burgk über Stunden fototechnisch begleiten.

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Alleine durch diese drei Fotosessions kamen insgesamt fast 4 GB Daten bzw. 1325 Bilder zusammen, die zumindest alle mal gesichtet werden wollen.

Noch etwas vergessen? Ja, nämlich die zahlreichen Treffen der letzten drei Wochen mit Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten.

Nach einer Igeltour in deren Gegend, machten wir noch einen kleinen Zwischenstop bei den Thieles, um die geknipsten Fotos nicht nur zu übergeben, sondern auch gleich noch gemeinsam anzuschauen und ein wenig auszuwerten. Auch wenn das Fotografenauge hier und da grobe Unzulänglichkeiten in Schärfe und Ausleuchtung entdecken konnte, waren Katrin und Axel von den vielen Fotos unheimlich begeistert – Mission erfüllt! Nebenbei konnten wir an dem Abend von deren Dachterrasse aus noch das erste richtige Unwetter dieser Schlechtwetterperiode über Dresden miterleben, denn Regenmassen und Hagelkörner mit bis zu 1 cm Durchmesser waren bis dahin noch nicht bei uns angekommen, wohingegen aus manchen Gebieten Deutschlands schon von Überschwemmungen und Verwüstungen berichtet worden ist.

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Von dem Tag an bis gestern hatte die gesamtdeutsche Regenfront nun aber auch die Landeshauptstadt von Sachsen immer wieder mit Platz- oder Dauerregen heimgesucht, sodass z.B. ein Fahren mit dem Rad von bzw. zur Arbeitsstelle immer wieder zum Glücksspiel wurde. Infolgedessen sind unsere Regenponchos nun auch mal eingeweiht worden und konnten ihr Können unter Beweis stellen.

Am Samstag, den 11.6., musste Olga gleich mehrere Treffen mit ehemaligen Arbeitskollegen aus Kartenhauszeiten unterbringen. Gegen 9 Uhr trafen wir uns mit zwei ehemaligen ihrer Zulieferer zu einem Frühstücksbuffet im „L’Art de Vie“, wo bis 14 Uhr nach Herzenslust geschlemmt und gequatscht werden durfte. Und schon am Nachmittag ging Olga dann alleine mit einer weiteren, damaligen Kundin Richtung Schillerplatz und tauschte sich mit dieser bis in die späten Abendstunden aus, während ich versprach, weiter an der heimischen To-Do-Liste zu schrauben.

Schon gleich am darauffolgenden Tag stand der nächste Besuch auf der Matte des Apartamento OLCA, denn mit Andrea und Karl war nach unserer Igeltour durch Blasewitz ein nachmittägliches Geburtstagskuchenessen aufgrund des 23. Geburtstages der Großen einberaumt worden.

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In dem Zuge konnten die Kinder auch gleich noch die Fotos von ihrem Urlaubstrip nach Graz, Wien, Salzburg, Innsbruck und München zeigen und so manche Geschichte über getroffene Freunde und erlebte Abenteuer erzählen.

Ein Treffen habe ich noch! Letzten Montag verabredete sich Olga mit einer russischsprachigen Arbeitskollegin im Biergarten „El Horst“, wo sie zum Glück vor dem einen oder anderen Schauer unter die Überdachung schlüpften und sich bei Bierchen und Weinchen u.a. über die (sozialistische) Vergangenheit, die schönen und weniger erfreulichen Erlebnisse bei der Einbürgerung sowie die aktuellen Dinge des Alltags und im Uniklinikum austauschen konnten.

Endlich fast am Ende der Aufzählung angekommen, bleibt mir nun noch, den gestrigen Tag zu erwähnen, der uns beide derzeit im wahrsten Sinne des Wortes so richtig in den Knochen bzw. den Muskeln steckt. Über die Fitnessbude unseres Arbeitgebers haben wir uns für jenen Morgen zu einem zweistündigen Wakeboard-Schnupperkurs in der Kiesgrube Leuben angemeldet.

Zunächst konnten wir beide unser Glück beim Wakeboarden versuchen, was uns allerdings nach einer Stunde leider immer noch nicht besser gelingen sollte, als dass wir von der Seilmaschine so ungefähr 10 m über das Wasser geschleift wurden, während sich das Wakeboard schon bereits kurz nach dem Start in der Nähe des Steges verselbstständigte.

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Wie fast alle der ein Dutzend Neuanfänger fehlten uns am Ende die Koordination aller wichtigen Voraussetzungen und die entsprechende Technik für einen halbwegs guten Start hinaus auf den See. Also wechselten wir spaßeshalber mal auf Wasserski, doch auch hier gaben wir 45 Minuten lang kein sonderlich gutes Bild ab, nur, dass wir uns einen Tick besser auf den beiden Brettern hielten und nun somit ganze 30 m auf den See hinausgeschleppt wurden, bevor wir endlich aus der Balance geworfen die Zugleine losließen.

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Dennoch hat es uns sehr viel Spaß gemacht und bei nächster Gelegenheit würden wir es gerne noch einmal ausprobieren wollen – diesmal aber gleich auf Skiern statt mit dem Wakeboard. Jedenfalls begannen schon gestern Nachmittag das große Wundenlecken …

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… und der Modus des ganz vorsichtigen Bewegens, um nach Möglichkeit den aufkommenden Muskelkater entgegenzuwirken. Heute ist es an den Oberarmen und dem Oberkörper dann wirklich so schlimm, dass wir derzeit ungewohnt breitarmig, quasi wie Sumoringer, durch die Wohnung stapfen und auch schon über das Auslassen des morgigen SYNRG-Trainings in der Fitnessbutze nachdenken, da dessen Übungen derzeit etwas armlastig ausgelegt sind. Einzig die Ruhestellung auf dem Sofa oder im Bett scheinen wünschenswerte Positionen zu sein – wie mag es Olga da wohl gerade auf der Geburtstagsfeier ergehen? Tanzen wir auf keinen Fall für sie drin sein …

So, wer es tatsächlich bis zum Ende meines Eintrages geschafft hat, wird nun verstehen, warum Olga schlichtweg die Zeit fehlt, um selbst über das OLCA-Geschehen zu berichten und aus ihrem Fotofundus eine interessante Zusammenstellung für die Leser vorzubereiten. Aber ich kann euch versichern, dass auch viele andere Dinge ihrer liebsten Tätigkeiten derzeit total auf der Strecke bleiben – unsere To-Do-Liste scheint immer größer statt kleiner zu werden, so sehr wir uns auch bemühen.

Bitte drückt uns die Daumen, dass dieser Zustand nicht mehr lange anhält. Ein Blick auf den Kalender verrät Olga und mir, dass der Rest des Monats Juni und der gesamte Juli bislang noch recht unverplant zu sein scheint … mal sehen wie lange das auch so bleiben wird.



2016 28.
Mai

Es wiederholt sich immer wieder aufs Neue – derzeit hat mich das Leben mit seinen interessanten Seiten so stark im Griff, dass ich einfach nicht dazu komme, darüber in diesem Blog zu berichten    😉    denn in den vergangenen zwei Wochen habe ich wieder allerhand Schönes und Spannendes erleben dürfen.

Fangen wir einfach mal mit dem Futter für den Kopf an    🙂

Da am vorletzten Dienstag die letzte Lesung aller vier Autoren der Phrase4-Gruppe vor der Sommerpause war, ließ ich mich von meinem Schatz direkt nach dem Russisch-Unterricht von der VHS abholen und zur Veränderbar bringen. Leider habe ich durch meine Unterrichtszeit den Anfang der Veranstaltung und somit zwei neue Geschichten, eine von Sabine Dreßler und eine von Francis Mohr, verpasst. Aber es gab trotzdem noch jede Menge Spannendes, Lustiges und Nachdenkliches zum Hören … nur Carstens Phrase vom April habe ich nicht mehr mitbekommen können:

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Jetzt muss ich genau so wie viele andere Fans dieser Lesebühne bis September warten, bis es mit den immer so tollen Geschichten weiter geht.

Schon einen Tag später lockte das nächste Lesevergnügen und ging ich zum Deutsch-Russischen Kulturinstitut, um an einem Treffen mit dem schon zu Sowjetzeiten sehr bekannten Krimiautoren Çingiz Abdullayev teilzunehmen. Ich habe zwar nicht alle seiner 194 Büchern gelesen, aber so um die 40 habe ich schon im Laufe der Zeit nach und nach verschlungen    😉

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Das Treffen war sehr entspannt und interessant zugleich. Herr Abdullaev ist eine äußerst charismatische Persönlichkeit und ein sehr guter Erzähler – das Treffen mit seinen Lesern in Dresden ging länger als angekündigt, aber ich denke, nicht nur ich habe diese ungeplante Verlängerung von Herzen genossen.

Doch wir haben uns die ganzen Tagen nicht nur irgendetwas vorlesen lassen. Am letzten Sonntag entdeckten wir dank einer passenden Igel-Tour per pedes viel Neues und Geschichtsträchtiges über unseren benachbarten Stadtteil Blasewitz.

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Unsere Aufmerksamkeit für das Schriftliche und Wissenschaftliche im Alltag ging aber noch viel weiter, denn Carsten und ich haben in den vergangenen beiden Wochen einiges unserer Freizeit darauf verwendet, Andreas Bachelorarbeit zum Thema „1812 im kulturellen Gedächtnis der Russen“ aufmerksam durchzulesen und dementsprechend zu korrigieren. 43 DinA4-Seiten reinen Volltext kann man ganz schön unterschätzen, denn man sitzt schon etliche Stündchen daran … Carsten bevorzugte das gesamte letzte Wochenende dafür und zählte insgesamt ca. 15 Stunden konzentriertes Arbeiten – immer wieder unterbrochen von augenschonenden und zerstreuenden Pausen am PC oder vor dem Fernseher. Unsere Korrekturen wurden dann zusammen mit Andrea am darauffolgenden Montag in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr direkt am Laptop live eingearbeitet – und dabei kamen wir gerade mal auf Seite 32 an. Für den Rest nahm sie unsere Aufzeichnungen mit in ihre Wohnung und verdonnerte Karl für weitere drei Stunden am Dienstagvormittag für das Einfügen unserer Anstriche. Am letzten Donnerstag konnte sie dann endlich ihre gebundene Arbeit mitsamt Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Fußnoten und weiteren Pflichtseiten fristgerecht abgegeben. Nun sind wir auf das Ergebnis gespannt, aber bis es bekannt gegeben wird, dürften noch einige Wochen ins Land ziehen.

Es war aber immer noch nicht alles, womit mein Kopf sich beschäftigen durfte, denn am Mittwoch war ich im Rahmen meiner Arbeit bei einem Vortrag von Irina Slot. Diesmal ging es um Interkulturelle Besonderheiten:

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Frau Slot bewies eine sehr lebendige Art, ihren Vortrag zu halten und konnte ihr Publikum immer direkt in den Ablauf mit einbeziehen, indem sie anhand von Beispielen aus dem wahren Leben die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede erklärte. Auf jeden Fall hat mein Gehirn seitdem einiges zum Grübeln und sucht auch jetzt noch immer wieder nach weiteren Parallelen aus meinem Alltag für jene Kulturdimensionen    😀

Soviel zum Futter für den Kopf    😀    der Bauch ist in der letzten Zeit ebenfalls nicht zu kurz gekommen. Am vorletzten Freitag waren Carsten und ich mit den beiden Arbeitskollegen, mit denen ich seit September fünf Tage die Woche in einem Büro auf engstem Raum zusammen bin, samt ihren Partnern im russischen Restaurant „Odessa“ essen. Das Wetter war total auf unserer Seite und so genossen wir im ruhigen und gemütlichen Innenhof bzw. Gärtchen des Lokals stundenlang allerhand heimatliche Leckereien, wie z.B. Schaschlik, Pelmeni, Kaviar, Speck, Wodka, Bliny, Zharkoe (Foto) und Kuchen.

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Am Tag darauf war dann Essen in der spanischen Variante angesagt. Schon vor langer Zeit verabredeten wir uns mit Ines und Torsten, dieses Jahr wieder zusammen das DFB-Pokalendspiel Borussia Dortmund gegen Bayern München zu gucken. Damit die Gastgeber nicht zu viel für die Vorbereitung tun mussten, übernahmen wir kurzerhand die Versorgung mit Speisen und da wir uns schon einiges an der spanischen Art zu essen abgucken konnten, entschieden wir uns eben für deren Futterportfolio aus Tapas, Chorizo, Aioli, Jamon und andere gefüllte Kleingkeiten.

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Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Papas arrugadas (Meersalzkartoffeln) selber gekocht und war vom Ergebnis sehr positiv überrascht. Die dazugehörigen Mojos (Dips) hatten wir schon im Februar von unserem Ausflug auf Gran Canaria mitgebracht    😀    und ich denke, Ines gehört ab jetzt ebenfalls zu Anhängern des Tinto de verano, welches ich allerdings nicht mit Gaseosa, sondern wie einst in Torremolinos gesehen, mit Bitter Lemon mache.

Gestern war ich dann noch mit den Arbeitskollegen aus meiner gesamten Abteilung unterwegs, denn eine Kollegin meinte bei der letzten Weihnachtsfeier, dass man sich ja auch mal im Sommer treffen könnte. Also hat bei sich zu Hause eine Gartenparty organisiert, bei der der Wettergott uns zuerst ganz schön geärgert hat, denn es regnete fast zwei Stunden in Strömen und ein kräftiges Gewitter ging hernieder. Aber als sich das Unwetter endlich verzog, konnte der Grill endlich angeworfen werden und es wurde ein richtig schöner und lustiger Abend    🙂

Jedenfalls muss ich wieder einmal bekennend zugeben, dass ich mich bei all dem Essen in guter Gesellschaft enorm über die Option, Sport in unserem betriebsinternen Fitnessstudio machen zu können, über alle Maßen freue, denn sonst bliebe mir wohl jede Leckerei der letzten Tage dauerhaft auf dem Bauch, Oberschenkel oder Pops in Erinnerung. So bleibt es wenigstens halbwegs im Gleichgewicht    😉



2016 17.
Mai

Im April habe ich den weisen Spruch meiner Mutter „Schau auf den Boden: Selbst wenn du kein Geld findest, bleibt wenigstens die Nase heil“ außer acht gelassen und meinen Blick Dank des gewählten Themas immer wieder nach oben gerichtet. Im Alltag vergisst man diese Blickrichtung leider viel zu oft. Lasst es euch sagen, dass es über unseren Köpfen sehr viel Schönes zu sehen gibt    😉

Ich nehme euch einfach mal mit auf den Wolkenweg:

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Außerdem entführe ich euch nur zu gern auf einen Himmelsplaneten:

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Manchmal sieht das Lichtspiel zwischen Sonne und Wolken auch fast wie die Geburtsstunde einer neuen Galaxie aus:

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Wenn beim Kampf zwischen Licht und Dunkelheit die dunkle Seite gewinnt …

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… kommen ganz viele Tropfen auf unsere Köpfe und Wege nieder:

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Zum Glück bieten uns weiche Schäfchenwolken immer wieder einen Ausgleich und einen Grund zur Freude, wenn sie vor einem leuchten-blauen Himmel auftauchen:

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Wolken machen sich übrigens auch als Fensterbild superschön:

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Ist es euch irgendwann eigentlich aufgefallen, dass über unseren Köpfen sich vieles gerne auch mal hinter Wolken versteckt? Hier ein Beispiel für das Versteckspiel der Sonne:

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Auf diesem Bild versucht der Mond das Gleiche zu machen:

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Auch ein Regenbogen fühlt sich hinter den Wolken anscheinend sehr geborgen    😉    :

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Vögel dagegen fliegen lieber darunter:

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Und wenn die Sonne am Horizont verschwindet, färbt sie die Wolken in sanfte Pastelltöne ein – es sieht wie ein wunderbares Aquarellbild der Natur aus:

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Bei diesem Bild war die Bedeutung des Worts „Wolkendecke“ für mich zum ersten Mal so richtig zum Greifen nah:

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Weil ich die Wolken jetzt so richtig ins Herz geschlossen habe, wollte ich gern eine für zu Hause haben    😉

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Aber sie können sich draußen einfach besser austoben, darum habe ich (leider) immer noch keine zahme Wolke in meiner Wohnung    😉    :

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Für mich hat sich das Monatsprojekt auf jeden Fall sehr gelohnt, denn ich habe so unglaublich viel Schönheit über meinem Kopf gesehen! Aber nun bin ich erneut auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet und beschäftige mich im Mai sehr ausführlich mit den Relikten eines Staates, welchen es seit 1990 nicht mehr gibt. Aber auch hier gibt es viel Spannendes und Interessantes zu finden – das würde ich euch in ca. einem Monat sehr gern zeigen wollen    🙂



2016 15.
Mai

Schönes Wetter und die damit verbundene Möglichkeit, endlich viel Zeit draußen beim Wandern, Feiern und Reisen zu verbringen, wirkt sich eindeutig negativ auf das regelmäßige Schreiben von Blogeinträgen aus    😉    da es heute (endlich mal wieder) ein einigermaßen verregneter Tag geworden ist, kann ich hier nun über unsere kleine Rundreise berichten, welche wir eigentlich schon vor einer Woche unternommen haben.

Schon lange hatte ich Lust darauf, die berühmten Kurorte Karlsbad und Marienbad im Nachbarland Tschechien mal mit eigenen Augen zu sehen. Schließlich hat man beim Lesen von Biografien russischer Berühmtheiten des 19. Jahrhunderts immer wieder diese Namen vernommen. Da sowohl Carsten als auch ich noch ein paar Überstunden auf unseren Arbeitszeitkonten hatten, haben wir uns zum langen Wochenende nach dem Herrentag bzw. Christi Himmelfahrt einen freien Freitag gegönnt und fuhren gleich in der Früh los. Aber weil alle guten Dinge nun einmal drei sind und wir drei Tage (FR, SA & SO) für unsere Fahrt eingeplant haben, ergänzten wir unsere Reiseroute noch um eine etwas außergewöhnliche Destination: Chemnitz. Von der letzten Station erhoffte ich mir einige gute Motive für mein Mai-Fotoprojekt mit dem Thema „DDR-Relikte & Sozialismus im Alltag“.

Zuerst fuhren wir aber gen Karlsbad bzw. nach Karlovy Vary, wie das Städtchen in der Sprache der Einheimischen heißt. Da wir mit unserem Smart unterwegs waren, haben wir nach nicht all zu langer Suche einen kleinen, schönen und sogar kostenlosen Parkplatz gefunden und marschierten entlang des Flusses Tepla in die Stadt hinein:

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Schon bald erreichten wir die vielen Heilbrunnen, für die die Stadt und auch die gesamte Gegend hier in Tschechien bekannt ist. Um das Wasser stilecht trinken zu können, habe ich einen ortstypischen Kurbecher mit eingebautem Trinkhalm (wir haben einfach Schnabeltasse dazu gesagt) gebraucht … glücklicherweise entdeckte mein Mann zwischen unzähligen, meistens sehr kitschigen Trinkgefäßen auch eine Bärentasse – diese wurde natürlich sofort gekauft und eingeweiht    😀

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Über die heilenden Gewässer kann man nur eines sagen: das salzig, krustige Wasser in kalt und auch in warm (auch mehr als 60°C) … *bäh* … ist wirklich reine Geschmackssache    😉    aber die Bauten um diese sind schon äußerst beeindruckend. Vor allen Dingen immer wieder diese langen Kolonnaden, welche zum Teil gleich mehrere Quellen beherbergen:

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Wir wollten uns natürlich einen allgemeinen Überblick über die gesamte Stadt verschaffen. Deshalb stapften wir zum Hirschsprung, eines der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt.  Die Rundumsicht gefiel uns sehr gut und wir fanden sowohl von unten als auch von hier oben, dass die Stadt wirklich ein einzigartiges und luxuriöses Flair hat    😉

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Übrigens, die russisch-orthodoxe Kirche St. Peter und Paul in Karlsbad ist sehr beeindruckend aufgebaut. In ihrem Inneren habe ich sogar eine Ikone meiner Namensgeberin entdeckt – der Heiligen Olga. Leider war das Fotografieren in der Kirche nicht erlaubt.

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Deshalb kann ich euch nur ein anderes Olga-Heiligenbild zeigen, welches wir am nächsten Tag an der Außenseite der russisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Wladimirs in Marienbad gesehen haben:

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Allerdings ist die Marienbader Kirche insgesamt etwas kleiner und bescheidener    😉

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Doch damit passte sie wunderbar in dieses kleine, beschauliche Städtchen. Für mich war Karlsbad sehr herausgeputzt, dagegen ist Marienbad (tschechisch Mariánské Lázně) richtig klein und kuschelig. Wir haben nach der Ankunft und Zimmerübernahme am Freitagabend auch hier zunächst einen Aussichtspunkt in Form eines Steinturmes auf einem Hügel aufgesucht, aber leider konnte man von dem nicht sehr mehr viel von der Stadt selbst sehen, da die Bäume in der Umgebung in den letzten Jahrhunderten doch sehr hoch gewachsen sind. Dafür aber war der Sonnenuntergang soooooo romantisch!

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Auch in Marienbad gab es sehr schöne und große bzw. lange Kolonnaden – hier Impressionen von unserem Rundgang am Samstagvormittag:

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Wenn man durch diese hindurch lief, hatte man auch immer wieder einen schönen Blick zwischen der einzelnen Kolonne nach Draußen:

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Natürlich wollte ich auch von den heilenden Quellen dieser Stadt einen Schluck „für“ statt „auf“ meine Gesundheit trinken, da ich aber meine Bärchentrinktasse gut verpackt im Auto gelassen habe, musste ich auf das natürlichste Gefäß der Welt zurückgreifen    😉    :

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Bevor wir das gemütliche Städtchen, in dem man einfach nichts anderes tun kann, als sich zu entspannen, verlassen haben, hörten wir uns an der Singenden Fontäne noch zwei Lieder von Celine Dion an, die heute um 11 Uhr auf dem Plan für die alle zwei Stunden stattfindenden Musikchoreografie standen:

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Gegen späten Mittag kehrten wir zurück in deutsche Gefilde und steuerten über die kostenfreien Autobahnen Chemnitz an. Als ich im Vorfeld vielen Freunden und Bekannten über unsere Reisepläne erzählte, erntete ich meistens einen sehr BEgeisterten Blick, wenn ich die Worte „Karlsbad“ und „Marienbad“ aussprach und am Ende einen ENTgeisterten, als ich „Chemnitz“ erwähnte    😀

Erst mit der Erläuterung meiner Fotopläne bekam ich das erwartete Verständnis, denn bei der Stadt denkt man doch immer zuerst nur an eines, oder ? Das Wahrzeichen der ehemalig genannten Karl-Marx-Stadt ist natürlich dieses 7,10 m hohe Denkmal, welches im sächsischen Volksmund „dor Nischel“ genannt wird:

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Wir fanden die Größe sehr beeindruckend! Außerdem musste ich der Ironie des Schicksals meinen Tribut zollen, denn eines der bekanntesten Werke von Karl Marx ist nun mal das Buch „Das Kapital“ , welches sich mit einer ausführlichen Analyse über die politische Ökonomie und die damit verbundene Kritik gegenüber der kapitalistischen Gesellschaft beschäftigt … und nun sind in dem Gebäude hinter seinem Denkmal und mit dem mehrstöckig hochen Aufruf „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ (in vier Sprachen !) folgende Ämter beheimatet:

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Wenn das mal nicht Ironie ist … !?!?

Ansonsten ist Chemnitz zwar nicht so stark mit Sehenswürdigkeiten überladen, wie z.B. Dresden, dennoch fanden wir das Alte Rathaus und den Marktplatz äußerst hübsch:

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Die Häuser im Stadtteil Kaßberg (wir machen am Samstagabend einen 3-stündigen Rundgang durch diese auffällige Wohngegend) sind aus unserer Sicht ebenfalls absolut sehenswert, insbesondere, wenn man den Jugendstil mag. Hier ist z.B. eine sehr attraktive Fassade mit Märchenmotiven:

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Dieses Wohngebäude hat zu Recht den Namen Kyffhäuserburg und ist mit außerordentlich vielen passenden Details ausgestattet:

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Und das ehemalige Wohnhaus vom Schriftsteller Stefan Heym zu sehen, war für mich ein persönliches Anliegen    🙂

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Wie ihr seht, in jeder Stadt gibt es viele schöne Sachen zu entdecken    🙂
Auf jeden Fall waren das drei sehr intensive und sehr interessante Tage und ich kann auf meiner „Must-See-Liste“ nun gleich drei Punkte abstreichen … damit ich natürlich bald wieder irgendetwas Neues darauf setzen kann    😀



2016 25.
Apr.

Ich habe in Juli 2015 darüber berichtet, dass meine beste Freundin Anna ihren runden Geburtstag gefeiert hat. Da man in unserem Alter    😉    eigentlich schon alles an Gegenständen hat, was man so zu brauchen meint, schenkten Carsten und ich ihr eben den Gutschein für einen gemeinsamen Wochenendausflug. Weil Anna bislang noch nie an der Ostsee und somit erst recht nicht auf der Insel Rügen war, haben wir uns nach gemeinsamer Absprache kurzerhand dieses Ziel für das Einlösen des Gutscheins auserkoren. Und am vergangenen Wochenende, welches wir durch einen Abbau von Überstunden am Freitag noch um einen weiteren Tag verlängern konnten, war es endlich soweit. Ehrlich gesagt, war ich in Bezug auf das Wetter auf der Insel sehr skeptisch, denn für mich waren meine beiden bisherigen Versuche, einen schönen Sommerurlaub darauf zu verbringen, total ins (Regen-)Wasser gefallen. Aber für meine Anna hat sich die Insel diesmal wettertechnisch wirklich sehr ins Zeug gelegt!

Es war zwar nicht so wahnsinnig warm (wir haben schließlich April !), aber es war sonnig und nur darauf kam es uns letzten Endes auch an. Wir wussten durch Wettervorhersagen, dass es kühl und zum Teil recht windig sein würde und dagegen kann man ja mit passenden Klamotten ziemlich leicht etwas unternehmen    🙂

Kaum angekommen, war der Sandstrand in Binz perfekt dafür, um gleich nach einer langen Fahrt die Schuhe auszuziehen und barfuß auf dem feinen Sand einen entspannten Spaziergang zu machen:

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Eine Runde Aperol Spritz im Strandkorb machte danach bei freundlichem Sonnenschein nicht weniger Spaß!

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Wir haben allerdings nicht nur die schönen Sandstrände in Binz, Sellin und Juliusruh besucht, sondern auch die gefühlt unendlichen Weiten der Feuersteinfelder in der Nähe von Prora:

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Dort haben wir allerhand heißbegehrte, weil glücksbringende Hühnergötter gefunden:

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Manche Besucher dieser Gegend vor uns waren richtig romantisch-kreativ und sehr geduldig beim Vollenden ihres Werks. Ich hoffe, die Form ist trotz, dass mein Mann und ich darauf sitzen, leicht erkennbar     😉

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Anna zog dem kleinen Feuersteingekrümmel doch lieber etwas größere Steine am Strand im Norden der Insel vor    😀

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Jedenfalls gibt dieses Schild unsere Gefühlslage in den vergangenen 3 Tagen bestens wieder:

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Es waren wundervolle Tage, wir hatten wirklich sehr viel Spaß zusammen und weil wir alle drei Frühaufsteher sind, hatten wir am Ende noch mehr Zeit, um so viel, wie es in solch kurzer Zeit überhaupt geht, zu erforschen. Außerdem waren wir außerhalb der Hauptsaison dort und deswegen fanden wir zum Teil nahezu menschenleere Strände vor – das war einfach traumhaft! Und so wie es aussieht, hat Anna diese Insel wahrlich in ihr Herz geschlossen und wird vermutlich früher oder später dort wieder auftauchen, um darauf noch mehr schöne Ecken zu entdecken:

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Ich hoffe und wünsche, dass ihr dann der Wettergott ebenfalls hold ist, so wie er uns diesmal war!