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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2013 29.
Juli

Der Monat ist nahezu vorbei und nun bin ich der Meinung, dass ich die Bilder von Beeren und Früchten zeigen kann     🙂

Zuerst habe ich die „Models“ in meinem Garten ausgesucht. Gestatten: Johannisbeere, die rote:

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Hier ist sie schon bei den ersten Set-Aufnahmen:

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Himbeere, ebenfalls die rote, in ihrer natürlichen Umgebung:

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Hier ist sie schon etwas anders präsentiert:

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Übrigens, die Himbeeren neigen dazu, bei einem Fotoshooting ein wenig Blödsinn zu machen  und sich mit Blümchen zu schmücken     😉     Was, ihr glaubt das nicht? Hier kommen die Beweise!

Beweis Nummer 1:

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Beweis Nummer 2:

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Dann kamen noch Heidelbeeren und weiße Johannisbeeren ins Spiel. Erst bleiben sie nur zu zweit:

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Und dann entstand ein Beeren-Mischmasch:

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Aber dann formierte sich das Beeren-Chaos zur folgenden Komposition:

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Die exotischste Komponente meines Fotoprojekts, erst einmal allein für sich:

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Die Kiwi rückte dann zu den Heidelbeeren auf:

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Da dauerte es nicht lange, bis auch andere Beeren sich in der Nähe des Exoten wohlfühlten:

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Die letzten Tage waren echt verdammt heiß, da wundert es bestimmt keinen, dass sich auch die Beeren nach einem Bad sehnten. Aber muss das gleich ein Champagner-Bad sein?

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Hier ist die badende Himbeere aus einem anderen, tieferen, Blickwinkel betrachtet:

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Das musste natürlich eine Heidelbeere auch ausprobieren    😉

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Aber allein zu baden ist auch für Obst auf Dauer zu  langweilig    😀

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Ich merke schon, meine Eigenschaft, alle Gegenstände mit eigenem Leben zu füllen, hat auch diesmal etwas Oberhand gewonnen. Aber ich hoffe, dass die Bilder euch dennoch gefallen haben     :unschuldig:

In etwa einer Woche möchte ich dann mein Thema Nr. 8 in Angriff nehmen. Schweiz, wir kommen!



2013 22.
Juli

Auch in Dresden ist der Sommer endlich zu Hause: die Sonne scheint, es ist warm und man fühlt sich schon an einem einzigen Wochenende fast wie im Urlaub. Carsten und ich wollten diesen Effekt noch verstärken und haben in den vergangenen 2 Tagen folgende schöne Sachen gemacht:

– im Garten in der Hängematte liegen oder auf den Gartenstühlen mit den Füßen im Sand sitzen und lesen, lesen, lesen

– ausschlafen, was in unserem Fall ein Aufstehen um 9 Uhr bedeutet und schon als Luxus empfunden wird     😉

– abends, wenn die Mücken besonders bisswütig werden, einen Film gucken. Diesmal gab es zwei „Klassiker“ in unserem Hauskino-Programm: den allerersten „Final Destination“ zusammen mit Stephanie und den Western „Die glorreichen Sieben“ nur zu zweit. Der letzte Streifen war für mich übrigens mal wieder eine Premiere und damit konnte eine weitere cineastische Lücke in meinem Kopflexikon geschlossen werden     😉

– einen großen Eisbecher im Eiscafe Venezia geniessen und den Glanz des Goldenen Reiters aus nächster Nähe bewundern

– an zwei Stadtführungen teilnehmen. Dank unserer „Dresden-For-Friends“-Karte können wir nämlich beide zum Preis für eine Person an den Standardführungen von „Igeltour Dresden“ mitmachen. Und wenn das, was wir bei diesen beiden Führungen erlebt haben, als Standard beschrieben wird, möchte ich mal wissen, was noch danach kommen kann! Es war nämlich äußerst interessant und wir durften zwei Stadtteile, von welchen wir dachten, dass wir uns darin gut auskennen, aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen – so viel Neues entdeckt und gelernt!
Die erste Tour hieß “ Kühlöbte mitten in Dresden“ und wir waren ungefähr 30 Leute. Ich arbeite in dieser Gegend schon fast 15 Jahre und habe in meinen Mittagspausen schon einiges erkundet, wusste aber z.B. nicht, dass Otto Dix ganz in der Nähe ein Atelier hatte oder dass Löbtau bei der Eingemeindung zu Dresden bislang der einwohnerstärkste Ort ist.
Die Gruppe bei der zweiten Tour „Mythos Dresden – Zerstörung und Erinnerung“ war mit 8 Persönchen wesentlich kleiner, was aber vielleicht auch an dem doch recht schwierigen Thema liegt. Aber gerade dabei habe ich besonders festgestellt, dass wir trotz unserer zahlreichen Gästeführungen durch die Innenstadt einige Dinge niemals gesehen oder besser gesagt bemerkt haben. Zum Beispiel ist mir das Mahnmal zum 13./14. Februar 1945 auf dem Altmarkt nie aufgefallen und ich wusste auch nicht, dass in der Stadt zahlreiche Mahndepots platziert wurden. Ein solches Mahndepot ist diese Edelstahlhülse, auf welche unser Kursleiter gerade zeigt:

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Es gab auch einige andere Entdeckungen für Carsten und mich, aber dass ich bis jetzt noch nie diesen Schriftzug an der katholischen Hofkirche gesehen habe, hat mich schon etwas betroffen gemacht:

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Seit 1945 prangt er an einer Säule direkt am Hauptportal und es steht dort geschrieben „Schloß ist überprüft. Keine Minen. Chanutin“. Ein ähnlicher Schriftzug im Zwinger fällt sofort auf, aber diese Meldung entdeckt man vielleicht doch nur an einem sonnigen Sommertag, so ausgeblichen und verwittert sind die kyrillischen Buchstaben nach all den Jahren schon.

Wir haben nun also festgestellt, dass auch nach vielen Jahren an einem Ort noch vieles zu entdecken gibt und werden andere Angebote der „Igeltour Dresden“ wohl auch künftig immer wieder nutzen, um noch mehr Entdeckungen direkt vor der Haustür machen zu können.

Summa summarum war das ein wirklich fabelhaftes Wochenende und irgendwie habe ich mich schon wie in einem Kurzurlaub gefühlt … jetzt nur noch 2 Wochen, dann kann auch der lange Urlaub endlich kommen     😀



2013 14.
Juli

Die letzte Woche war irgendwie extrem seltsam, es ging täglich immer wieder auf und ab und man hatte recht oft das Gefühl, dass es sich gar nicht lohnt, etwas zu planen – es klappt doch eh nicht     🙁
Übrigens, ich habe festgestellt, dass es diesmal nicht nur mich betraf, denn auch viele anderen Leute haben über das Gleiche geklagt. Aber interessanterweise behielten alle eine Art Galgenhumor aufrecht und das Leben schenkte als Belohnung auch ein paar schöne Momente     🙂

Stephanie brachte am Freitag ihr Zeugnis nach Hause und ich bin mit ihren Leistungen mehr als zufrieden. Dass sie manches noch besser kann, brauche ich ihr nicht zu sagen, denn sie ist schon von allein sehr ehrgeizig. Gleichzeitig bekam sie auch ihr DELF-Ergebnis (Diplôme d’Etudes en langue française, ein freiwilliger Zusatztest) und sie liegt nur 3 Punkte hinter ihrer sprachbegabten und nun auch Französisch studierenden Schwester: Andrea hatte damals 86 von 100, Stephanie hat eben 83 von 100 Punkten. Dass ich auch damit sehr zufrieden bin, versteht sich von selbst     😀     Super gemacht, mein Kind!

Weniger zufrieden bin ich allerdings damit, dass am Freitagnachmittag eine Frau an einer Ampelkreuzung mein kleines (!) Auto übersehen und ihren Wagen förmlich in meine rechte Seite hinein geschoben hat. Ich weiß nicht, wer von uns blechschadentechnisch mehr betroffen ist, aber alles wirkte irgendwie absurd und unwirklich – wie in einem Film ohne Drehbuch. Auf jeden Fall waren wir beide bzgl. Unfälle absolute Laien und haben aufgrund von leidlichem Blech- aber keinem Personenschaden nicht die Polizei gerufen. Nun bleibt es abzuwarten, ob ich mich noch auf einen Gerichtsstreit einlassen muss oder ob sich die Frau genau so aufrichtig benimmt, wie sie das schon am Unfallort tat, wo sie ihre Alleinschuld zugab. Mein Autohändler hat bei den Worten „HUK Coburg“ nämlich gleich dazu geraten, einen Anwalt zu nehmen, weil diese Versicherung wohl sehr ungern bezahlt und sich mit der Gegenpartei auch gerne mal streitet. Ich bin gespannt, ob ich mein gutgläubiges Verhalten bereuen werde oder die Menschheit noch nicht so ganz die Regeln des Anstands vergessen hat.

Diesen zermürbenden Ärger am Ende zu meistern halfen mir zwei wunderbare Treffen mit Freunden. Am Freitagabend genossen wir mit Kathrin und Axel ein leckeres Buffet beim Griechen und hatten wirklich viel Spaß. Am Samstagabend haben uns Ines und Torsten zu sich eingeladen und auch dieser Abend wurde lang (erst um 1:30 Uhr lagen wir im Bett), aber kurzweilig.

Der heutige Tag entwickelte sich dann glücklicherweise zu einem Tag der totalen Entspannung mit lange im Bett liegenbleiben, viel Lesen, die DVD „Chinese zum Mitnehmen“ gucken, Fotos für mein Monatsprojekt schießen und alles ganz ruhig angehen lassen. War irgendwie auch nötig – ich spüre schon jetzt, dass mir ein Urlaub gut täte, aber bis dahin muss ich noch 3 Wochen Geld verdienen     😉

Und noch etwas zum Thema Auto     😀     Carsten hat überlegt, dass wir am Samstag vielleicht mal die US Car Convention besuchen könnten. Aber am Eingang angekommen, war uns die Schlange einfach zu lang und das Wuhling für 6 EUR pro Nase zu groß. Zudem konnte man einige Autos auch schon so auf der Straße sehen und hören, was uns am Ende sogar ausreichte     😉

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Auf jeden Fall bleibe ich bei meiner Meinung: Es war eine seltsame Woche und ich hoffe stark, dass die kommende besser wird!



2013 07.
Juli

Durch die zweite Wochenhälfte werde ich in den kommenden Tagen wohl lieber meine Waage meiden, denn sie wird mir ganz bestimmt keine Tendenz zu kleineren Zahlen zeigen können. Aber sie kann nichts dafür     😀     es war einfach zu viel Essen mit dabei, dafür aber immer ganz entspannt und natürlich stets in wunderbarer Gesellschaft.

Am Donnerstagabend traf ich mich mit meinen Teilnehmern vom VHS-Russisch-Reaktivierungskurs im Restaurant „Odessa„. Ich mag den schönen, versteckten Innenhofbereich, wo man ganz gemütlich und fern vom Straßenlärm bis spät in die Nacht sitzen kann. Der Tisch für uns 10 wurde schon vor zwei Wochen reserviert und meiner Bitte, uns die Speisekarte nur in Russisch zu geben und uns auch nur in Russisch zu bedienen, ist man sehr gern nachgekommen. Das Wetter war perfekt, alle waren gut drauf und so wurde es am Ende für uns alle der längste Unterrichtstag, denn wir saßen von 18:00 bis 23:15 Uhr und brachten dem Restaurant offensichtlich so viel Umsatz, dass selbst die von uns bestellte Wodkarunde am Ende aufs Haus ging     😀     Ich wurde von meinen lieben Schülern völlig überraschend reich beschenkt: Blumen, Pralinen, ein Gutschein und – für mich das Wichtigste – eine Dankeskarte mit allen Unterschriften … ich war wirklich sehr gerührt!    :verliebt:

Als ich nach diesem bezaubernden Abend von meinem lieben Mann abgeholt wurde, half er mir auch zu so später Stunde noch schnell meinen typischen Kartoffelsalat zu machen, denn schon am Folgetag sollte es mit dem Feiern weitergehen. Wie ich schon einmal berichtete, habe ich am 4. Juli meinen persönlichen Unabhängigkeitstag. Diesmal fiel dieser Tag genau auf das Treffen mit den Russisch-Leuten (s.o.), aber am Freitag konnte ich ihn auch im Kreise guter Freunde in der Casa OLCA feiern. Nun kann ich mit Recht sagen, dass ich genau die Hälfte meines Lebens in Deutschland verbracht habe! Ich finde das immer noch irgendwie unglaublich! Zum Jubiläum haben Carsten und ich für unsere Gäste etwas besonderes ausgedacht. Wir bastelten für jedes Jahr meines bisherigen Lebens (1970 – 2014) eine Karte, bei der auf der einen Seite ein Jahresereignis aus meinem Leben und auf der anderen ein Fakt aus der allgemeinen Geschichte standen. Zusätzlich hat Carsten noch einen Stab mit den Jahreszahlen vorbereitet, damit das Sortieren der 44 Karten leichter geht. Das Ganze sah dann so aus:

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Der Schwierigkeitsgrad wurde zudem dadurch gesteigert, dass alles, was vor meiner Umsiedlung stattfand, in Russisch geschrieben wurde     😀     aber unsere Freunde haben sich super geschlagen und am Ende gab es eigentlich nur 2 Karten, die vertauscht waren – sonst passte alles!  Danach wurde unser Grill angeworfen und man ging zum gemütlichen (= kulinarischen) Teil des Abends über     😉     Übrigens, obwohl es ausgemacht war, dass die Gäste nur etwas zum Essen beisteuern sollten, wurde ich auch an diesem Abend mit Blumen, Süßigkeiten, Tee, Büchern, Wein und vielen weiteren schönen und nützlichen Dingen für meinen Alltag beschenkt. An dieser Stelle muss es einfach mal gesagt werden: ihr seid alle verrückt und ich habe euch echt vom Herzen lieb … das täte ich auch ohne Geschenke     :-x:

Es blieb wie immer noch genug Essen übrig, so dass ich es gar nicht nötig hatte, am Wochenende irgendetwas zu kochen. Ein Hüngerchen kam jedefnalls zu keiner Zeit auf … alleine am Samstag haben Stephanie, Carsten und ich uns viermal (!) von Salaten, Steaks, Würstchen und Brot ernährt –> zum Frühstück, zum Mittag- & Abendessen und bei einem Mitternachtssnack     😉     wie gesagt, meine Waage wird die nächsten Tage gemieden und kann einen Kurzurlaub geniessen     😉



2013 30.
Juni

Natürlich merkt jeder von uns, dass die Zeit immer schneller vergeht, je älter man wird. Alles wird schneller, wir sind immer und überall erreichbar und wenn unser Smartphone plötzlich keine Lust mehr hat oder man bei einer Umstellung durch Telefongesellschaften nicht mehr ins Internet kann, fühlt man sich inzwischen wie von der Welt abgeschnitten.

Auch aktuelle Filme bzw. Serien bringen uns mit ihren schnellen Schnitten, schnellen Abfolgen, künstlichem Ruckeln und mehreren Kleinbildern in einem großen Gesamtbild nicht unbedingt zur Ruhe, da man permanent höllisch aufpassen muss, um nichts zu verpassen. Wir schauen uns zwar gern solche Dinge an, aber wenn wir uns etwas Ruhe und Gelassenheit inklusive filmischer Unterhaltung gönnen möchten, greifen wir immer wieder mal zu Machwerken aus guten alten Zeiten. Kameraschwenks laufen sehr viel entspannter ab, Verfolgungen werden nicht mit Ruckelpartien gleichgesetzt und auch die langsamen Schnitte entspringen sehr deutlich aus einer Zeit vor der MTV-Ästhetik mit „128 cuts per minute“.

Ich persönlich staune dann selber immer wieder, wie viel Ruhe man früher z.B. in eine Folge von „Auf Achse“ mit dem jungen Manfred Krug gepackt hat, denn für den stimmungsvollen Aufbau von Fernfahreratmosphäre werden auch mal 3 Minuten lang nur LKW-Fahrten durch die Landschaft gezeigt. Klar, LKW-Fahren ist an sich keine schnelle Sache, aber ich schätze mal, dass man heute aus Rücksicht auf die erforderlichen Werbepausen die Reisebilder enorm abkürzen würde. Damit ginge doch aber das Gefühl einer langen Fahrt verloren, nicht wahr?

Auch ein „James Bond“-Streifen mit einem jungen Sean Connery wirkt inzwischen nahezu entspannend auf mich. Selbst die Bösewichte sind, verglichen mit den modernen Ausführungen solcher Rollen, nicht so gruselig wie jetzt. Zudem hat die Brutalität bei den Kämpfen inzwischen ganz andere Dimensionen angenommen, die Waffen sind krasser und die technische Ausstattung ebenfalls … stundenlange Nahkämpfe wirken aber auch heute noch einschläfernd auf mich     😉

Bitte, versteht mich nicht falsch, ich werde auch weiterhin dem Genre Actionfilm treu bleiben, hoffe allerdings, dass die Filmindustrie vielleicht nicht mehr nur noch auf das groß inszenierte „KA-Wumm!“ achtet, sondern nebenbei auch eine interessante und wenigstens an manchen Stellen langsam erzählte Geschichte vorweisen kann.

Natürlich hat die Schnelligkeit nicht nur in realen Verfilmungen – insbesondere durch die 3D-Effekthascherei – ihren Platz erobert, sondern findet sich auch immer mehr in der Trickfilmindustrie wieder. Gestern haben wir uns „Die Monster Uni“ im Kino angesehen (wir waren vermutlich das einzige Pärchen ohne Kind im ganzen großen Saal     😀     ). Es war zweifelsohne nette Unterhaltung, aber die Geschichte ist nicht mehr so gut und überraschungsreich wie noch beim ersten Teil „Die Monster AG„. Schade fand ich übrigens, dass die Leute immer noch nicht verinnerlicht haben, dass es sich lohnt, bei Pixar-Filmen bis zum bitteren Ende im Kinosaal zu bleiben. So haben die witzige Stelle ganz zum Schluß außer uns nur noch eine handvoll Familien gesehen – Pech für die Anderen!

Das Schlußwort gehört „Auf Achse“: noch mindestens 60 Folgen lang werde ich mir immer wieder mal etwas Entspannung beim Begleiten von Günther Willers und Franz Meersdonk gönnen – einfach, um ganz gemütlich andere Länder von meiner Couch aus zu bereisen und deren Abenteuer ohne Handy, Kreditkarten, Navi, Laptop oder Tablet usw. zu erleben     😉



2013 23.
Juni

Da die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung oder Ergänzung der Aufnahmen recht gering ist, entschied ich mich nun dafür, diesmal die Ergebnisse meines Juni-Projektes schon vor dem Monatsende zu präsentieren.

Mein Mann und ich entschlossen uns kurzfristig, das bevorstehende schöne Wetter am Wochenende zu nutzen und am Samstagmorgen gaaaanz früh aufzustehen. Der Wecker war auf 4:15 Uhr gestellt und schon ca. 20 Minuten später fuhren wir zur Bastei. Mein Schatz wirft mir (leider zu Recht     🙁     ) vor, dass ich Fahrtzeiten bei meinen Planungen immer wieder außer acht lasse – so auch diesmal. Somit war der Sonnenaufgang schon weit vor unserer Ankunft am Ziel vollzogen. Aber das Naturschauspiel, welches uns gezeigt wurde, war dennoch einfach umwerfend! Nebel und Sonnenstrahlen – das muss mal gesehen haben! Für diejenigen, welche dafür nicht mal ihr kuscheliges Bett am frühen Morgen verlassen möchten, haben wir ein paar Bilder mitgemacht     😀

Lilienstein, das Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz, war wirklich beeindruckend: harte Felsen und weiche Nebelwolken zu seinen Füßen:

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Sonnenstrahlen und immer dünner werdender Nebel zwischen den Bergen:

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Wir hatten etwa eine Stunde lang die ganze Bastei nur für uns und genossen das Gezwitscher der Vögel, welches man tagsüber noch kaum wahrnehmen würde. Aber dann kamen noch 2 weitere Pärchen vorbei, um das Aufwachen der Sächsischen Schweiz zu erleben:

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Die menschenleere Basteibrücke aus der Ferne … :

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… und aus der Nähe (ich stehe auf solche Schattenspiele!):

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Carsten genoss diesen bezaubernden Morgen mit Weitblick genau so wie ich:

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Als vom Nebel immer weniger zu sehen war, konnte man in der Ferne wunderbar sowohl den Lilienstein als auch die Festung Königstein erkennen. Links im Bild (das Braun) sieht man noch die Auswirkungen des Hochwassers vor nicht all zu langer Zeit:

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Aber die Sächsische Schweiz hat nicht nur Berge zu bieten, denn bei einem Spaziergang zum Hockstein in dieser Morgenstille und unter majestätischen Buchen kommt man sich wie in einem Märchen vor:

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Die lange Regenzeit vor dem Hochwasser hat natürlich auch fernab der Elbe ihre Spuren hinterlassen. Manche sehen darin natürlich nur eine lästige Dreckspützen, manche – so wie ich zum Beispiel – lieben die Spiegelung der Grashalme und des Grüns     😉 :

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Wusstet ihr, dass auch Fliegen in ihrer Freizeit, also wenn sie uns Menschen nicht auf den Wecker gehen, gelegentlich gern Verstecker spielen? Ich habe eine gefunden!

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Unser ursprünglicher Plan beinhaltete nach dem Fotografieren in aller Herrgottsfrühe ein Frühstück in Bad Schandau, aber als wir dort ankamen, wurde uns unser Denkfehler schmerzlich bewusst, denn das schöne Städtchen hatte immer noch ganz heftig mit den Nachwirkungen der Flut zu kämpfen. Die Leute konnten ja nun endlich in ihre Häuser und trugen alles hinaus, was durch das Wasser unbrauchbar geworden war. Am Straßenrand lagen Berge von herausgerissener Dämmung neben Möbeln aller Art und, und, und … ein trauriges Bild. Ich schäme mich in solchen Momenten Bilder zu machen … ich bringe es ein einfach nicht fertig. Ich fotografiere viel lieber Glückliches und Fröhliches als Trauriges. Da habe ich eher das Bedürfnis zu helfen und zu trösten. Ergo, aus mir wird wohl nie ein Zeitungsreporter werden …
Naja, jedenfalls waren natürlich all die Bäckereien, welche wir noch von unseren Besuchen am 2. Hochzeitstag bzw. bei unserem Ausflug vor einem Jahr mit Constanze und ihren Freunden in Erinnerung hatten, auch ein Opfer des Hochwassers geworden. Nur der Lidl hatte am Tag zuvor wieder aufgemacht und somit auch die dazugehörige Bäckerei – das war die Rettung für unsere knurrenden Mägen!

Von unserem Tisch vor dem Laden aus haben wir allerdings immer noch aufeinandergeschichtete Sandsäcke gesehen und die unteren waren nach wie vor klitschnass:

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Auf dem Weg zurück nach Dresden machten wir noch einen kurzen Fotostopp im ebenfalls hochwassergeplagten Königstein, um die Festung aus einer etwas anderen Perspektive als gewöhnlich auf die Speicherkarte zu bannen:

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Und für diese Aufnahme ist mein lieber Mann extra noch einmal umgedreht und zurückgefahren:

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Wir haben den Knipstag mit dem Lilienstein angefangen und nun auch beendet     😀

Zu Hause fielen wir natürlich erstmal für zwei Stunden ins Bett, denn auch Erwachsene brauchen ihren Schlaf     ;-)Nachdem wir wieder Kraft getankt hatten, machten wir uns noch auf den Weg zur Dresdner Mühle, welche anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums schon vor langer Zeit einen „Tag der offenen Tür“ angepriesen hat. Für uns war es allerdings sehr enttäuschend, denn obwohl die gesamte Feier von 11 bis 20 Uhr ging, waren ab 15 Uhr keine Führungen mehr durch die Fabrik möglich. Wir schnappten uns frustriert eine Bratwurst und einen Teller Kesselsuppe und gingen nach dem Aufessen unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Auf dem Weg zum Auto machen wir allerdings einen kleinen Abstecher an einem Delikatessenladen, an welchem wir sonst immer nur achtlos vorbei gefahren sind – „Via del Gusto“. Diesmal haben wir zwar noch nichts gekauft, aber ich schätze mal, daß ich zukünftig wohl doch ab und an mal einen Teil meines Lohns dort lassen werde     😉

Es ist nun doch ein ganz schön langer Beitrag geworden, aber ich hoffe, ihr habt bis zum Ende durchgehalten     😉
Für Juli sind Früchte und Beeren als Models geplant, dafür werde ich dann aber wohl doch einen ganzen Monat brauchen und nicht nur einen einzigen Samstagsausflug     😀     aber: ich muss dafür auf jeden Fall nicht so früh aufstehen!



2013 14.
Juni

kino

Aus aktuellem Anlaß möchte ich mal wieder das Wort ergreifen und eine Alltagssituation mit Euch besprechen: Geht ihr eigentlich noch ins Kino ? Und wenn nein, warum nicht ?

Olga und ich sind eigentlich Cineasten und gehen regelmäßig in die Filme, die uns interessieren oder gucken sehr gerne DVDs in der heimischen Kinozentrale … Beweis gefällig ? In diesem Jahr haben wir erst in der letzten Woche unseren ersten Film im Fernsehen von Anfang bis Ende angeguckt („8 Blickwinkel“ mit Dennis Quaid und Forest Whitaker), obwohl wir in 2013 bis heute schon 62 Filme konsumiert haben – Olga führt Buch bzw. Datei     😉

Aber zurück zum Thema und Aufreger. Der nächste, für uns interessante Streifen ist am Donnerstag angelaufen und so wollte ich gerade mal nachsehen, wann er denn so am Samstag im Kino unseres Vertrauens gezeigt wird. Der Film ist kein 3D, er geht auch nur 90 Minuten und in der Regel haben wir nix gegen Parkett –> 8,20 Euro pro Karte !
Komisch, auf der Webseite heißt es aber, daß die Einzelkarte am Samstag nur 7,70 Euro kosten soll … woher kommen die 50 Cent Zuschlag, die bei genauerem Hinsehen sogar mit aufgeführt werden ? Auf der Preisübersicht heißt es bei den Zuschlägen:

  • Filmzuschlag: 0,50 Euro, 1,00 Euro, 1,50 Euro, 2,00 Euro (filmabhängig)
  • Servicezuschlag: 0,60 Euro pro Ticket (bei einer Onlinereservierung mit garantierter Abbuchung !!!)
  • Logenzuschlag: 1,00 Euro
  • VIP-Loge: 2,50 Euro
  • 3D-Zuschlag: 3,00 Euro
  • 3D-Brille: 1,00 Euro pro Stück

Damit ist aber immer noch offen, warum unser 90-Minuten-2D-Film einen Zuschlag von 0,50 Euro hat …

Eine kurze Suche mit Google (denn bei den OLCAs gilt Google ist dein Freund) hat die Lösung geliefert –> es handelt sich um den sogenannten „Blockbuster-Zuschlag“ – den was ?!?!?!
Auf dieser Webseite heißt es: „[…] Man gab uns zu verstehen, dass es sich hierbei um einen Zuschlag handelt, den die Filmstudios den Filmen aufdrücken, die zweifelsohne ein Blockbuster werden. Ihr wollt das sehen? Dann zahlt noch mal oben drauf! Die 50 Cent würden angeblich direkt an die Filmstudios gehen und das wäre auch „in jedem Kino“ so, verkündete der dünne, junge Mann hinter dem Tresen.“

Bei dieser Sachlage schließe ich mich den Worten des Verfassers des obigen Beitrages an, denn auch wir halten das für moderne Wegelagerei an der Kinokasse ! Und da wundert sich die Filmindustrie über schwindende Kinobesucherzahlen ? Olga und ich meiden schon seit Längerem 3D-Filme, weil wir den Zuschlag von 3 Euro nicht berappen wollen (manche Filme kommen ja nur noch in 3D in die Kinos, dann aber als 2D auf DVD) und wir werden wohl auch nie freiwillig in den VIP-gestalteten iSense-Saal gehen –> Samstagabend, 3D-Film, iSense-Saal, Loge und Überlängenzuschlag macht *ka-ching!* für 2 Personen schlappe 32,40 Euro … Popcorn und Getränk kommt da sogar noch mal extra. WOW !!!

Und welches Fazit ziehen Olga und ich nun daraus ? Entweder wir gehen in der Woche mit unserer „Dresden-for-Friends-Karte“ in ein anderes Kino und zahlen für beide 2D-Karten nur 11 Euro oder wir warten eben, bis der Film auf DVD kommt und bestellen ihn dann via „Lovefilm“ für 2,50 Euro direkt ins Haus – schade ums Kino, denn dafür wurden ja bekanntlich einmal Filme gemacht !



2013 09.
Juni

Das Fotothema des vergangenen Monats hieß „Blumen und Blätter“ und mir ging es dabei nicht nur darum, mich weiterhin nur mit der schnöden Technik zu beschäftigen, sondern diesmal auch ein Mädchen sein zu können und schöne Blümchen zu fotografieren     😀
Wobei ich schon sagen muss, dass das Kennen der Ausrüstung und der technischen Möglichkeiten bei der Umsetzung solcher Bilder auf jeden Fall vorteilhaft ist. Für das Thema habe ich wieder mal meine Makroringe aus der Kiste geholt und versucht, damit Bilder ohne Stativ zu machen. Wenn gerade mal kein Wind und kein grüßender Nachbar vorbeikam, war die Ausschussquote sogar vergleichsweise gering. Natürlich ist es ganz bestimmt sehr viel besser, bei solchen Bildern ein Dreibein zu verwenden oder, wie ich das bei der Fotowanderung am 1. Mai gelernt habe, wenigstens mit einem Bohnensack. Den werde ich mir spätestens bis zum Sommerurlaub nähen!

So, genug gequatscht, jetzt werden Fotos gezeigt     🙂

Blumentechnisch gesehen war der Mai 2013 mehr als außergewöhnlich. Normalerweise entstehen solche Aufnahmen nicht am 1. Mai, sondern irgendwann in März oder maximal in April:

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Manche Tulpen hatten übrigens sogar kleine Überraschungen in sich     😀     :unschuldig:

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Manchmal waren diese Frühjahrsblüher gegenüber einem Fotografen sehr offen:

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Auch tränende Herzen waren dieses Jahr noch sehr spät zu sehen, dafür wirkten sie aber umso schöner:

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Es gibt in meinem Garten eine Magnolie und auch auf ihre Blumen freue ich mich jeden Frühling wie ein kleines Kind:

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Ein Frühling ohne Gänseblümchen?! Das gibt es einfach nicht!

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Es gab im Mai einige sonnige Augenblicke, auf die sich meine Akelei besonders gefreut hat:

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Auch die Weinblätter genossen das warme Licht vom Himmel:

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Der Flieder blühte – wie es sich gehört – pünktlich in Mai, ihn hat der lange Winter nicht von seinem Zeitplan ablenken können:

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Es gab allerdings im letzten Frühjahrsmonat auch genug Regentropfen vom Himmel. Manche von ihnen blieben in den Ästen hängen:

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Die Blautanne hat ebenfalls ein paar von den Tröpfchen aufgefangen:

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Aber die buntesten Blümchen wachsen wohl wie immer hinterm Zaun bei anderen Leuten     😉

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Inzwischen sind die meisten der hier abgebildeten Pflänzchen schon verwelkt oder wurden vom anhaltenden Regen und Wind zu Unkenntlichkeit verändert.

Ich bin sehr gespannt, ob Petrus Dresden und die Sächsische Schweiz im Juni endlich mal wieder dauerhaft schönes Wetter gönnen wird, denn davon hängt ganz stark ab, ob ich mein Vorhaben für Juni (Thema „Elbsandsteingebirge“) umsetzten kann. Andernfalls muss ich mir schnell einen Plan B ausdenken     :ueberrascht:

Was würdet ihr mir eigentlich so als Ausweichprojekt vorschlagen?



2013 08.
Juni

Gestern habe ich eine neue Stufe in meiner persönlichen Lebensentwicklung erreicht: ich muss mich nur noch mit einem Teenager arrangieren, denn unsere Große ist am gestrigen Freitag vom Teenie zum Twen mutiert!

Rückblickend kann ich behaupten (der selektiven Erinnerung sei Dank     😉     ), dass ihre Pubertät weitaus weniger schlimm verlief, als man in zahlreichen Ratgebern über diese,  für alle Beteiligten schwere Lebenszeit,  vorher gelesen hat. Wir haben das als Familie ganz gut überlebt und sind immer noch gut aufeinander zu sprechen     😀

Auf jeden Fall hatten wir gestern abends wieder jede Menge junge Leute im heimischen Wohnzimmer. Andreas ursprüngliche Idee, an der Elbe zu grillen, ist dieses Jahr mit Regen und Überschwemmungen wortwörtlich ins Wasser gefallen. Darum hat sie uns um „Geburtstagsfeier-Asyl“ gebeten, was wir ihr gewährt haben. Wie könnte ich denn da „nein“ sagen? Zudem bin ich vor Neugier auf ihre Freunde fast geplatzt     🙂
So habe ich nicht nur ihre alten, bewährten Schulfreundinnen und -freunde wieder gesehen, sondern auch ein paar ihrer KommilitonInnen wenigstens mal flüchtig kennen gelernt. Sehr nette junge Menschen!

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Carsten und ich zogen uns allerdings zurück und ließen die Jugend allein feiern. Wir kamen nur zum Essen dazu, wobei Carsten als Grillmeister und Spüler agierte. Mit der großen Auflösung der Fete haben wir um 0:30 Uhr angefangen, aber erst eine Stunde später waren wir soweit, auch unser Geburtstagskind mit ihrem Karl nach Hause zu bringen. Da My ganz in der Nähe wohnt, durfte sie natürlich ebenfalls mitfahren     🙂

Nun bleibt in unserer Familie bloß noch ein einziger Teenager übrig, wobei wir inzwischen das Gefühl haben, dass die großen Eskapaden auch bei Stephanie bald passé sind. Sie hat nach einer „Null-Bock-Phase“ ihren Lernehrgeiz wieder entdeckt und heute übrigens ihre DELF– Prüfung für das Niveau B1 abgelegt. Wir sind sehr gespannt, wie viele Punkte sie bekommen wird, aber das können wir erst in einigen Wochen erfahren. Unsere Daumen waren den ganzen Tag auf jeden Fall ganz fest gedrückt!

Nach dem Rückblick auch noch kurz ein Lunschen in die Zukunft –> in etwa 2,5 Jahren kann ich sogar schreiben, dass wir nun endlich komplett teenagerfrei sind     😉
Diese kurze Zeitspanne schaffen wir hoffentlich auch ohne böse Überraschungen     😉



2013 02.
Juni

Heute früh, so um 7 Uhr morgens, wachte ich auf und stellte fest, dass es bei uns im Haus keinen Strom gibt. Da es in Dresden bereits seit einigen Tagen nahezu ununterbrochen regnet, fühlte ich mich prompt zurück in den August 2002 versetzt, denn auch damals begann das Jahrhunderthochwasser mit einem mehrtägigen Regen und auch damals mussten wir ein paar Tage gänzlich ohne Strom meistern.

Natürlich habe ich prompt meinen Mann aus seinen Träumen gerissen und ihm erzählt, dass wir ohne Strom sind. Da Carsten mehr von Elektrik versteht als ich, trabte er in den Keller zum Sicherungskasten, um mal nachzusehen, ob wirklich alle oder nur wir ohne Elektrizität sind. Sein Bauchgefühl bestätigte sich, denn die Hauptsicherung (er nannte das Ding immer „Eff-i“) war rausgesprungen. Die Lösung war schnell in Sicht: Sicherung rein – Licht wieder da – perfekt … denkste ! Zu allem Übel hatte ich zusätzlich zum FI-Rausfliegen auch noch den Tiefkühlschrank gestern nicht richtig geschlossen und so suppte zusammen mit Wasser eine grünliche Flüssigkeit auf den Boden, da fast das ganze Tiefkühlgut so gut wie aufgetaut war. Nach unseren Recherchen sprang die Sicherung um ca. 2 Uhr raus …

Während wir grummelnd die Pfütze und alle Spuren des Abtauens aufwischten, flog der FI erneut heraus (???). Systematisch wie immer überprüfte mein Mann nun alle Elektrogeräte, welche im Kellergeschoß eine Macke haben könnten und stellte letzten Endes fest, dass die Schuld unserer Stromausfallmisere der Außenlampe an der Haustür zuzuschieben war. Nach mehr als 14 Jahren scheint die Dichtigkeit dieser dem Dauerregen wohl nicht mehr gewachsen zu sein – eine genauere Untersuchung wird zu einem späteren, trockeneren Zeitpunkt folgen. Carsten deaktivierte sie und blockierte den Einschalter –> siehe da, wir waren wieder voll mit Strom aus der Steckdose versorgt     😀

In den ersten Minuten ohne Elektrizität ging mir, in Gedanken immer die 2,5 Tage Stromlosigkeit in 2002, meine Tagesplanung und vieles andere durch den Kopf: Zeit am Rechner und Vorbereitung für mein Russischunterricht kann ich genau so vergessen, wie Wäschewaschen, Staubsaugen, Essenkochen, Bügeln, DVD-Gucken … man wurde wieder mal daran erinnert, dass ohne Strom so gut wie gar nichts in einem modernen deutschen Haushalt geht! Selbst warmes Wasser zum Duschen würde es nicht geben, da könnte man sich wohl nur noch im Garten nackt tanzend einseifen     😉

Aber sonst lassen wir uns trotz eines verregneten Mai und nun inzwischen ja wohl auch Juni nicht unterkriegen. Es gibt so viel, was man auch in abgeschlossenen Räumen (mit Strom!) machen kann     😀
So haben wir in der letzten Woche mal wieder allerhand erlebt: Ich hatte an der VHS meine erste Stunde im Folgekurs über Photoshop Elements, lebte 2 Tage lang als Strohwitwe, da meine Orangenhälfte zu einer Veranstaltung nach Hamburg verschwand, besuchte ganz allein eine Lesung von Francis Mohr und zusammen mit Carsten verbrachte ich unzählige Stunden beim Quatschen mit Kerstin am Montag (PC-Notdienst plus Pizza als Bezahlung), mit Susanne und Manfred am Freitag (6 Stunden Verbalaustausch in der Mong-Bar) und mit Doro am Samstag (eigentlich hatten wir zum Grillen eingeladen, doch es wurde ersatzweise ein Indoorplausch). Zwischendurch guckte ich mit Stephanie mal wieder die DVD „X-Men“ und mit Carsten die Lovefilm-Zusendungen „Red Dawn“ und „Argo“ an. Nur das Lesen von Belletristik kam bei mir in dieser Woche definitiv zu kurz, aber dafür bin ich mit meinen vielen Fotozeitschriften ein gutes Stück vorangekommen. Und eine weitere Erkenntnis gesellte sich in den letzten Tagen zu meiner jetzt schon schier unerschöpflichen Lebenserfahrung dazu: man kann beim Trommeln der Regentropfen auf das Schlafzimmerdachfenster verdammt gut schlafen     🙂

Ach so: und mein Garten findet den Regen übrigens total toll, denn es wächst alles wie verrückt! Nun hätte ich aber, ehrlich gesagt, absolut nichts dagegen, endlich mal wieder ein sonniges Wochenende erleben zu können … hauptsache meine Bäume und Büsche entwickeln sich durch den vorherrschenden Dauerregen nicht zu einem Regenwald     😀