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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2010 11.
Juli

Im russischen Web „zu wandern“ macht mir nicht nur viel Spaß, sondern bildet mich gelegentlich auch ungemein    😉 

So habe ich eben auf der Seite http://www.calend.ru/ gelesen, dass heute Welttag der Schokolade ist! Dieser Tag wurde von den Franzosen 1995 ins Leben gerufen.

Das ist auf jeden Fall eine kleine, schokolastige Feier wert, oder? Zum Glück habe ich noch eine ganze Schachtel Weinpralines von  Argenta. Ich finde, sie schmecken wirklich fantastisch, besonders, wenn man sie kurz vorm Geniessen noch in den Kühlschrank deponiert   :verliebt:

Abnehmen wird mir damit wohl nicht gelingen, aber eine zusätzliche Portion Endorphine schadet ja nie    🙂
Damit kann man bestimmt auch ein paar Kilos mehr auf der Hüfte oder sonstwo auf meinem zarten Körper gelassener ertragen   😀



2010 09.
Juli

Da heute mal wieder Spätdienst angesagt ist, habe ich ein wenig Zeit die Ereignisse der Woche schon jetzt mal aufzuschreiben.

Meine Sehnsucht zu verreisen hat einen neuen Schub am Montagabend bekommen als ich mit 2 Couchsurfern aus Kemerovo (Russland) durch die Altstadt von Dresden schlenderte und eine Pause im Narrenhäusl-Biergarten mit ihnen einlegte. Da Carsten nicht mitgekommen war, mussten wir uns nicht in Englisch unterhalten, sondern tauschen unsere Erlebnisse und Erfahrungen in unserer Muttersprache aus, was immer wesentlich witziger ist. Ich brachte sie am Ende der Tour zu ihrem Gastgeber, der sie abends leider wegen der Arbeit nicht begleiten konnte, und auch da hocken wir noch weiter zusammen, bis ich kurz vor Mitternacht beschloss nach Hause zu fahren.

Dass ein paar Abende den Halbfinalspielen zu Opfer fielen, versteht sich ganz gewiss von selbst. Leider haben es die Deutschen diesmal bzw. wieder einmal nur ins kleine Finale geschafft, aber gegen die angriffslustigen Spanier nur mit 0:1 zu verlieren würdige ich als wirklich gute Leistung. Mein Star der diesjährigen Deutschen Elf ist definitiv Manuel Neuer.  

Gestern war Familienabend angesagt: Wäschezusammenlegen und der Film „96 Hours“ mit den Mädels gucken. Diesmal habe ich bei Stephanie FSK gespielt und hielt ihr bei besonders heftigen Szenen die Augen zu. Ich hoffe, dass unsere Große sich jetzt ein paar Gedanken über ihr Verhalten während der bevorstehenden RUF-Jugendreise nach Spanien machen wird    😀

Der heutige Tag wird bei mir ganz lang werden, denn ich muss bis 18:30 Uhr arbeiten und das bei den derzeitgen tropischen Temperaturen im Büro … unterm Dach und auf der sonnigen Seite des Lebens   😎    🙂



2010 05.
Juli

Während die Amerikaner mit großem Trara ihren Unabhängigeitstag feiern tu ich dasselbe, aber nur im engen Freundeskreis.

Am 4. Juli 1992 überquerte ich im Zug die polnisch-deutsche Grenze und seitdem bin ich hier geblieben. All die Jahre habe ich im Osten der Bundesrepublik verbracht, erst in Thüringen und dann in Sachsen, wobei ich in Sachsen nun schon fast 15 Jahre zu Hause bin.

Leider ging es dieses Jahr in Sachsen recht früh mit den Schulferein los, dazu kam eine Sommer- und eine Magen-Darm-Grippe, so konnten nicht alle Freunde bei meiner kleinen, lockeren Feier dabei sein. Aber die, welche gekommen sind, haben diesen Tag richtig rund gemacht. Es gab wie immer tolle Unterhaltung, leckeres Essen, wir haben „Topwords“, „Tipp-Kick“ und „Nobody is perfect“ gespielt und so viel gelacht, dass wir alle bestimmt später die deutschen Rentenkassen noch sehr lange belasten werden     😉

Ich habe mir keine Geschenke gewünscht, eine milde Gabe fürs Buffet war völlig ausreichend. Die beiden Kuchen haben supertoll geschmeckt und auch deren Gestaltung war dem Anlass angepasst:

 

 Das grüne Fähnchen sollte die Greencard symbolisieren, welche wir dieses Jahr leider noch nicht gewonnen haben.



2010 03.
Juli

Dieser Wunsch wurde mir in dieser Woche 100%-ig erfüllt.

Wir haben plötzlich festgestellt, dass wir beim Urlaub in Australien mit unserem rüstigen und bewährten rosafarbenen Lappen kein Auto fahren dürfen. Dafür ist ein internationaler Führerschein vorgeschrieben. Diesen gibt es zwar kurzfristig (in weniger als 1 Stunde), aber nur in Verbindung  mit dem EU-Führerschein im Checkkartenformat. Diesen bekommt man aber in frühestens nach 3 Wochen (Bundesdruckerei), was für uns aber dann viel zu lang ist. Die einzige andere Option ist eine beeidigte und beglaubigte Übersetzung in Englisch. Aufgrund der kurzen Zeitspanne kam für uns nur dieser Weg in Frage.

Wir begaben uns also auf die Suche nach solchen Profis und ich nahm mal wieder den Hörer in die Hand. Das Übersetzungsbüro, wo wir in 2006 unsere Hochzeitspapiere für die Anerkennung in Deutschland gemacht haben und eigentlich nicht so recht glücklich mit dem Service waren, bekam eine zweite Chance. Dieses hat es nun mit großem Erfolg endgültig verspielt, denn die Auskunft „Naja, wir berechnen pro Zeile 1 Euro, aber eine Zeile ist nur die, welche 55 Anschläge hat, dann kommt noch die Bestätigungsgebühr und dann noch die Mehrwertsteuer … nein, ich weiss nicht genau wie lange das dauert, ich bin nur als Vertretung da, aber morgen sollte der Kollege kommen, der Bescheid wissen müsste … usw. …“ für ein allgemein bekanntes Dokument ist mehr als ungenügend. Auf jeden Fall war ich danach genau so schlau wie vorher und mit der Situation verständlicherweise völlig unzufrieden.

Unsere zweite Wahl war ein Online-Übersetzungsbüro, welches wir im Internet gefunden haben. Ich grübelte schon, wie ich ohne Führerschein zu Arbeit kommen soll, solange die Originale per Post unterwegs sind und überhaupt, ob ich Lust hätte, mich von der Fahrerlaubnis auf dieser ungewisse Art und Weise zu trennen, denn das Büro ist in Holzkirchen beheimatet. Ein Anruf hat aber alles zu unserer vollsten Zufriedenheit geklärt und ich muss sagen, ich bin sehr selten so freundlich und kompetent beraten worden, wie eben bei dieser Firma GermanyTS! Schnell und unkompliziert – sehr zu empfehlen!



2010 30.
Juni

Gestern hatte ich wirklich das Gefühl, dass diese Bestellung an der richtigen Stelle angekommen war    😀

Freude Nr. 1:  Nach langem Zittern und Bangen kam endlich der erlösende Anruf von unserer Großen. Sie hat die theoretische Prüfung für ihren Führerschein mit nur 4 Punktefehler bestanden. (So Gott und der Prüfer will, werde ich in ca. 2 Wochen auch den gleichen Text über die praktische schreiben können   😉    )

Freude Nr. 2:  Hier habe ich mit einem Happy-End schon gar nicht mehr gerechnet. Vor einigen Wochen schickte mir meine ukrainische Schwägerin Walja einen Brief zu. In dem Briefumschlag waren ein paar alte Fotos aus der Jugendzeit meines Vaters sowie die Original-Geburtsurkunde meiner Großtante Lida, Geburtsjahr 1908.  Und dieser Brief kam und kam einfach nicht an … bis gestern. Wie ich mich darüber gefreut habe, kann ich gar nicht beschreiben!

Freude Nr. 3: Diese war klein, aber fein. Da in Sachsen schon die Urlaubszeit herrscht und gestern auch noch herrliches Sommerwetter dazu kam, waren beim Reha-Sport wesentlich weniger Leute als in den letzten Wochen. Ergo, wir hatten mehr Platz im Saal und konnten uns auf den Petzi-Bällen fläzen – ich liebe das!

Heute,  gleich nachdem ich mit diesem Artikel fertig geworden sein werde, schauen wir uns gemeinsam Teil 2 von „Shrek“ an und morgen wird die dritte Oger-DVD in den Player reingeschoben, denn am Freitag wollen wir uns den neuesten und so wie es aussieht letzten Film aus dieser Reihe im Kino ansehen.



2010 28.
Juni

Heute ist für mich ein Deutscher Sommertag wie es im Buche steht:

Schwarz
aus diesem Grund ist mein Auto heiss wie in einem Backofen wenn ich darin einsteige, um mittags oder nach dem Feierabend los zu fahren.

Rot
sind Johannisbeeren, Kirschen und Wassermelonen, welche heute im Büro auftauchten und brüderlich geteilt wurden.

Gold
sind für mich die reich blühenden und deswegen unglaublich nach der Kindheit duftenden Lindenbäume (wir mussten die Blüten im Sommer immer pflücken, auf der Zeitung ausgelegt trocknen und im Winter bei Erkältungen einen daraus gemachten Tee trinken).

So schön wärmt, schmeckt und duftet der Sommer, wenn die Sonne sich endlich mal von der strahlenden Seite zeigt!



2010 27.
Juni

Es ist endlich in Dresden Sommer an einem Wochenende!

Die Kinder haben am Freitag ihre Zeugnisse nach Hause gebracht, mit denen wir mehr als nur zufrieden sein können. Stephanie ist die Zweitbeste in ihrer Klasse und Andrea hat sich in den naturwissenschafltichen Fächern auf jeden Fall verbessert.  Andreas Lernen in diesem Halbjahr ist damit allerdings noch nicht abgeschlossen. Derzeit büffelt sie ganz fleißig für ihre Theorie-Führerscheinprüfung am Dienstag. Das große Ziel ist nämlich den begehrten Lappen noch vor ihrer Abfahrt nach Spanien in knapp 3 Wochen zu schaffen. Dazu muss natürlich zuerst die Theorie irgendwie bestanden werden    😉

Den guten Abschluß des Schuljahres feierten wir in Western-Inn Saloon, welches zwischen Dresden und Meißen ganz romantisch an der Elbe liegt.  Es war ein ganz lustiger Abend, es gab viel leckeres Essen und es war vor allen Dingen sehr entspannt.

Am Samstag besorgten wir neben Fleisch für das geplante abendliche Grillen noch 2 Säcke Blumenerde für mich. Da das Wetter das ganze Wochenende lang so gut sein sollte, nahm ich mir eisern vor, endlich die armen Zimmerpflanzen umzutopfen – Platz und Erde wurde eng! Als wir zu Hause waren, verschwand ich aber zuerst in der Küche und machte auf der Schnelle für unseren Grillabend noch je einen Kartoffel-, Nudel-, Gemüse- und Möhren-Knoblauch-Salat. Den letzten aß ich mehr oder weniger allein und war sehr froh, dass mein Mann aus Neugier einen richtig großen Haps davon probiert hat    :lachen-xxl:  

Die Zeit zwischen Kochen und Grillen verbrachten Carsten, Stephanie und ich auf dem Gelände der Messe Dresden bei der Prologveranstaltung der Rallye Dresden-Breslau, wo man viele außergewöhnliche Fahrzeuge, verschwitzte Männer und ähnliches zu sehen bekam. Wir positionierten uns an einem tiefen, mit Schlamm gefüllten Graben und sahen zu, wie die Motormonster erst da reingefahren und dann wieder rausgebrettert sind. Dass der Dreck gehörig durch die Gegend flog, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Und staubig war es in dem Gelände sowieso. Ein Teilnehmer aus Italien hat übrigens die Abfahrt in die Schlammgrube falsch eingeschätzt und deswegen sah für ihn das Ganze erst so aus:

und dann so:

Wir waren dagegen nur mit Schlammbröckchen voll gespritzt und fürchterlich verstaubt. Daher gingen wir zu Hause als erstes unter die Dusche bevor wir zum Grillen und anschließendem Zusammengucken von einigen Folgen „Mein cooler Onkel Charlie“ bzw. „Two And A Half Men“ übergingen.

Heute machte ich die letzte Stunde Russisch für dieses Schuljahr mit meinen Mädels. Auf diesen Tag haben sie sehr lange gewartet, denn ich habe ihnen noch am Anfang dieses Jahres in Aussicht gestellt, dass ich ihnen ein paar russische Schimpfworte beibringe. Ich tat es wirklich, sowohl die halbwegs gesellschaftlich akzepierten als auch solche, die man lieber niemanden ins Gesicht sagt    😉

Und dann legte ich mit den Zimmerpflanzen los. Ich weiss schon, warum ich mir das nur maximal einmal im Jahr antue: ich war dreckig, mir war heiß, die Kakteen piksten, die Töpfe passten nicht so recht zu den gewachsenen Pflanzen, und die Übertöpfe passten auch nicht so richtig dazu, irgendwelche Viecher haben mich gestochen, die Spinnen nutzten mich als willkommene Stütze, um ein neues Netz anzufangen … dazu kam noch meine Familie auf die Idee, Hunger zu haben! Durch die Essenspause bin ich nicht rechtzeitig zu Beginn des Fussballspiels Deutschland-England fertig geworden und habe 2 deutsche Tore und das einzige englische verpasst    :schreien: :veraergert:  

Wenigstens konnte ich frisch geduscht noch die zweite Halbzeit ansehen –  zum Glück war auch diese nicht von schlechten Eltern    😉

Morgen trabe ich wieder ins Büro, während meine Brut ihre ganztägige Ferien- bzw. Freizeit geniessen kann … Kind müsste man wieder sein  *seufz*    😉



2010 20.
Juni

Kleine Info gleich am Anfang: dies ist mein 200er Artikel seit der Blog-Geburt am 14.01.2007     *yippee*

Aber weiter im Text … heute musste ich mich mal wieder mit Backen beschäftigen, denn morgen ist unser Abschlußfest vom Hebräisch-Kurs. Wie immer bringt jeder etwas Leckeres mit. Ich habe lange überlegt was ich machen kann, denn es sind auch Leute dabei, welche ein Problem mit Nüssen, Milchprodukten, weißem Mehl oder mit allen Sachen zusammen haben. Wenigstens ist Schokolade nicht auf der Liste  der verbotenen Sachen gelandet.    😉

Deshalb zupfte ich ein Rezept mit Schoko-Cookies aus meinem Rezeptordner heraus. Ich hatte noch ausreichend Dinkel-Vollkornmehl da und auch alles andere, was ich zum Backen brauchte, war schnell zur Hand. Die Schüssel füllte sich nach und nach mit Keksen und es roch im ganzen Haus richtig lecker nach dem frischen Gebäck.

Wen wundert es da, dass die Backorgie einer gefühlvollen Plüschbärennase nicht entgehen konnte ?     😉

Zum Glück konnte ich noch rechtzeitig das Gros der Kekse für meine Kinder und die Hebräisch-Kommilitonen sichern.

Meine 2 Jahre in dieser lustigen und lerneifrigen Gruppe sind jetzt leider vorbei. Im nächsten Semester wollen mein Mann und ich zusammen Spanisch lernen. Es wird eine ganz neue Erfahrung für uns beide werden – ich darf bloss den Anmeldetermin an der VHS nicht verpassen.     😉



2010 19.
Juni

Heute morgens habe ich endlich ausreichend Zeit gehabt, um das Buch „Olga Benario“ von Ruth Werner zu Ende zu lesen. Über meine Namensvetterin habe ich zuerst von Brasilianern im Portugiesisch-Sprachkurs gehört. In Brasilien ist Olga Benario-Prestes eine sehr berühmte Person. Durch Zufall sah ich vor etwa 3 Jahren mal das Ende des Films „Olga“ und war zutiefst  berührt. Danach wollte ich mehr über sie wissen und lieh mir bei Kerstin das Buch, welches sie noch aus DDR-Zeiten besitzt, aus. In der sozialistischen DDR war der Name Olga Benario sehr präsent, man hat, wenn man Wikipedia-Infos glauben darf, nach ihr Schulen, Kindergärten und Straßen benannt. In der UdSSR hat man aber nie etwas über sie berichtet, jedenfalls nicht so, dass ich in meiner durchaus sozialistisch geprägten Jugendzeit etwas davon mitbekommen hätte. Und ich war von den kommunistischen Ideen überzeugt, denn die Gehirnwäsche hat damals bei den Kindern ausgezeichnet funktioniert! Ich wäre damals ganz bestimmt wahnsinnig stolz über eine Namensvetterin gewesen, welche als Heldin gefeiert worden wäre. Meine ganz persönliche Vermutung, warum der Name Benario-Prestes in meiner Heimat nie berühmt wurde: Trotz das sie eine überzeugte Kommunistin war und sogar eine zeitlang in Moskau lebte, wurde sie im KZ der jüdischen Baracke zugeordnet und von den Nazis nicht als „Politische“, sondern als „Jüdin“ gesehen. Wir wuchsen aber im Glauben auf, dass Hilter seinen Krieg nur gegen den Kommunismus geführt hat …

Eine Übersetzung von dem von mir gerade gelesenen Buch gab es zwar in Russisch auch, es wurde aber ein einziges Mal im Jahr 1964 aufgelegt. Alle Quellen über Olga Benario im russischen Netz sind in Deutsch oder Portugiesisch verfasst.

Dabei war sie eine wirklich außergewöhnliche Persönlichkeit: Kommunistin, Frau, Mutter und Jüdin. Ihre Überzeugungen und ihre Herkunft waren in Nazi-Deutschland, wie  man weiß, nicht besonders gut für ein langes und glückliches Leben … dennoch hatte sie immer innere Stärke bewiesen und hat den Leuten um sich herum geholfen am Leben zu bleiben so lange sie das konnte. Dabei hatte sie es selber wirklich nicht leicht. Ich kann mir gut vorstellen wie schlimm es für sie war als man ihr die Tochter wegnahm und dabei nicht mal sagte, dass das Kind nicht in einem Nazi-Kinderheim landete, sondern bei ihrer Großmutter väterlicherseits sein durfte.

Selbst wenn die kommunistischen Ideen heutzutage nicht mehr so angesagt sind wie noch im letzten Jahrhundert bewundere ich diese Frau sehr, denn sie hat bis zum Schluß für ihre Überzeugung gekämpft. Leider ist das jetzt auch nicht mehr selbstverständlich …



2010 17.
Juni

Der Tagesablauf in der Casa OLCA wird derzeit von der Fussball-WM regiert. Auf Arbeit hilft mir eine Handy-App immer den Überblick über die aktuellen Spielstände zu behalten, zuhause hocken wir jeden Abend vor der Glotze und hoffen auf das ultimativ spannende Spiel der Vorrunde. Glücklicherweise haben wenigstens ein paar Mannschaften Spannung und Unterhaltung für die Zuschauer abgeliefert. Die deutsche Mannschaft hat sich von der richtig guten Seite gezeigt und auch die Koreaner, egal ob kapitalistisch oder kommunistisch geführt, hatten das Spiel gut kontrolliert. Die große Spannung gab es dann gestern bei den Schweizern, denn sie haben tatsächlich geschafft, den amtierenden Europameister ohne Tor abtraben zu lassen. Die Favoriten spielen dagegen eher lausig. Hoffentlich ändert sich das noch, wenn es richtig ans Eingemachte geht, denn erst dann lohnt sich auch ein Gang an die Elbe zum gemeinsamen Mitfiebern.

Die Pausen zwischen Arbeit und Fussball nutzte ich, um etwas Ordnung in meinem Garten zu schaffen, denn derzeit kann man dort einen starken Trend zur Dschungelentwicklung erkennen. Auf jeden Fall hocken im Jasmingebüsch gefährliche (für mich sind das alle    😀   ) Spinnen:

Und auch ein Tiger beobachtete mich heimlich bei der Arbeit. Zum Glück hat er nicht zum Angriff ausgeholt     😉

Jetzt fahre ich meinen Rechner herunter und werde meine Spätdienstzeit und schönes Wetter dazu nutzen, die Wildnis vor unserem Zaun bzw. auf dem Gehsteig zu beseitigen.